Sika

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Ausblick Sika: Umsatz von durchschnittlich 1'179 Mio CHF erwartet

13.04.2015 13:51

(Ergänzt um weitere Schätzungen)

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Dienstag, 14. April, die Zahlen zum Umsatz im ersten Quartal 2015. Sechs Analysten haben dazu folgende Prognosen:

Q1 2015E
In Mio CHF             AWP-Konsens      Q1 2014   
Umsatz                    1'179         1'206,2        

Umsatz nach Regionen
-EMEA                      542,0          609,1        
-Nordamerika               156,2          136,0        
-Lateinamerika             143,8          138,9         
-Asien/Pazifik             231,4          222,1         
-Übrige Segmente           105,3          100,1        

FOKUS: Die Publikation der Erstquartalsumsätze von Sika wird am Dienstag zu einem Nebenschauplatz degradiert, kommt es doch gleichentags an der Generalversammlung zum "Showdown" zwischen der Schenker-Winkler Holding (SWH) und dem Verwaltungsrat. Obschon die zuvor jahrelang stabile Sika-Welt seit dem 8. Dezember gehörig durcheinandergeraten ist - das operative Geschäft ist seither weitergegangen.

Und die Analysten trauen Sika trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr - das organische Wachstum lag damals bei hohen 14% - auch im ersten Jahresviertel 2015 ein tief einstelliges Wachstum in Lokalwährungen zu. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, während der relativ milde Winter die mit Abstand grösste Region EMEA (Europe/Middle-East/Africa) vor einem allzu drastischen Rückgang bewahrt haben dürfte, meinen Experten.

Gewinnzahlen werden von Sika zum ersten Quartal nicht genannt. Analysten gehen aber davon aus, dass sinkende Rohstoffpreise die Margen gestützt haben.

Die operative Leistung Sikas steht natürlich im Schatten der "Causa Saint-Gobain" (siehe PRO MEMORIA). Die Unsicherheit rund um die bevorstehende Übernahme der Kontrollmehrheit durch die Franzosen prägt das Geschehen und jeder Kommentar von Seiten des Unternehmens, der zu einer Klärung der Situation beitragen könnte, wäre natürlich sehr willkommen. Direkt im Vorfeld der um 14 Uhr stattfindenden Generalversammlung ist dazu aber kaum mehr etwas zu erwarten.

ZIELE: Für 2015 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und die Margen sollen sich auf dem Level von 2014 bewegen. Mit dem Ziel, den Ausbau der Wachstumsmärkte weiter voranzutreiben, sei zudem die Eröffnung von sieben bis neun weiteren Fabriken geplant.

PRO MEMORIA: Der Paukenschlag ertönte am frühen Morgen des 8. Dezembers 2014: Die Erben des Firmengründers Kaspar Winkler zogen sich kurz nach dem 100-Jahre-Jubiläum aus dem Unternehmen zurück und verkauften ihre Stimmenmehrheit an den französischen Bauriesen Saint-Gobain. Die Drittaktionäre gingen hingegen leer aus. Der unabhängige Verwaltungsrat und das Management von Sika drohten mit dem Rücktritt und wehren sich seither mit allen Mitteln gegen den Deal.

Das zentrale "Bollwerk" der Sika-Verteidigung ist die geplante Beschränkung der SWH-Stimmrechte auf die statutarische Grenze von 5% der Namenaktien. Ob dies für alle GV-Traktanden gilt, oder nur für die Besetzung des Verwaltungsrates, ist immer noch nicht geklärt.

Wie der Entscheid auch ausfällt: Die SHW könnte keinen ihr genehmen Verwaltungsrat bestellen. Ein "feindlicher" Verwaltungsrat würde wohl in dem Moment, in dem die Aktien von den Familienaktionären an Saint-Gobain übertragen werden, die Stimmrechtsbeschränkung für das Paket in Kraft setzen. Die Franzosen könnten dann Sika nicht voll konsolidieren und keine Mehrheit im Verwaltungsrat stellen. Das würde Saint-Gobain dann von dem Deal abschrecken, so das offensichtliche Kalkül.

Die Sache beschäftigte auch die Gerichte: Insgesamt vier Mal sind die Sika-Erben bis dato vor Zuger Kantons- und Obergericht abgeblitzt. Sie wollten die Beschränkung der Stimmrechte verhindern. Ob der Sika-Verwaltungsrat zur Einschränkung der SWH-Stimmrechte auch tatsächlich berechtigt war, wird aber erst nach der Generalversammlung in einem ordentlichen gerichtlichen Verfahren definitiv geklärt.

Die SWH hat jedenfalls schon einmal angekündigt, sämtliche GV-Beschlüsse anzufechten, die ohne Berücksichtigung ihrer Stimmen gefasst werden. Zudem würden Verantwortlichkeitsansprüche gegen "fehlbare Verwaltungsräte" geltend gemacht.

Bleiben beide Seiten stur und durchlaufen alle Instanzen, kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Die Parteien scheinen sich auf einen längeren Rechtsstreit gefasst zu machen. Saint-Gobain und die Familie Burkard haben unlängst ihren Verkaufsvertrag bis im Sommer 2016 verlängert. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Dieser korreliert seit rund vier Monaten von den Entwicklungen und Aussagen im Fall Saint-Gobain. Während sich die Sika-Erben den Verkauf ihres Aktienpakets mit einer Prämie von rund 80% vergolden liessen, gehen die Drittaktionäre leer aus. Entsprechend sackten die Papiere letzten Dezember innert zweier Tage um bis zu 32% ab.

Vom Tief bei 2'640 CHF haben sich die Inhaberpapiere mittlerweile zwar um gut 37% erholt, vom "vor Saint-Gobain"-Schlusskurs bei 3'886 CHF liegen sie mit aktuell 3'637 CHF aber immer noch ein Stück weit entfernt.

Website: www.sika.com

yl/jl/ra

(AWP)

 

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Sika wächst in Lokalwährungen und hebt Margen-Ziel an

14.04.2015 06:48

(Meldung um Angaben zu den Regionen und zum Mörtelgeschäft ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2015 hingelegt. Vor der mit Spannung erwarteten Generalversammlung am Dienstagnachmittag vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen (LW) von 5,1% auf 1,20 Mrd CHF. Der Akquisitionseffekt lag bei +1,1%.

Das ist umso beachtlicher, als der Umsatz schon im Vorjahr um über 23% gewachsen war. Sika spricht denn auch von einem "starken Jahresstart". In Schweizer Franken gerechnet allerdings gingen die Verkäufe um 0,9% zurück, der negative Währungseffekt lag bei 6,0%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen übertroffen.

Trotz "erheblicher Herausforderungen durch den starken Schweizer Franken" entwickelten sich die Margen positiv, heisst es weiter. Entsprechend hebt Sika die Guidance leicht an. Basis dafür seien das erfolgreiche Geschäftsmodell sowie sinkende Rohmaterialkosten. Zum Gewinn macht Sika keine Angaben.

STARKE SCHWELLENLÄNDER

"Das erfolgreiche Quartal zeigt einmal mehr, dass unser Wachstumsmodell funktioniert", lässt sich CEO Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Mit Investitionen in neue Fabriken und Produkte, Zukäufen sowie dem beschleunigten Ausbau von Wachstumsmärkten werde man auch 2015 den Erfolgskurs fortsetzen, so Jenisch.

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Lateinamerika und Nordamerika zu mit 17,0% und 10,7%. Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,5%. Insgesamt weist Sika ein Umsatzwachstum von 10,3% in LW in den Schwellenländern aus.

In EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nahmen die Verkäufe um 1,1% zu aufgrund von zweistelligen Wachstumsraten in Osteuropa, Afrika und dem mittleren Osten. Hingegen sei die Marktnachfrage in Westeuropa auf einem tieferen Niveau gelegen.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg Sika zufolge um 4,8% auf 934,8 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 260,0 Mio CHF 6,3% mehr umgesetzt wurde. "Besonders erfreulich" habe sich das margenstarke Mörtelgeschäft mit Zuwachsraten von 7,5% entwickelt. Das Mörtelgeschäft sei ein zentraler Bestandteil der "Strategie 2018".

NEU HÖHERE MARGEN ERWARTET

Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Aufgrund sinkender Rohstoffpreise wird neu eine leichte Verbesserung der Margen gegenüber dem Vorjahr angestrebt, heisst es weiter. Damit hat Sika die Prognosen angehoben; bis dato wurden gehaltene Margen in Aussicht gestellt.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika zum grossen "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

ra/mk

(AWP)

 

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Sika Aktie vom Börsen-Handel ausgesetzt

Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX Swiss Exchange verfügte heute die Suspendierung der Sika-Aktie auf Anfrage des Unternehmens. Damit ist offen, ob die Papiere am Dienstag überhaupt noch gehandelt werden können.

Denn die GV beginnt erst um 14 Uhr und könnte laut Experten mehrere Stunden dauern. An der Versammlung kommt es zum «Showdown» zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt.

Leichte Abgaben am Morgen

Die Aktien litten am Morgen bereits unter der Zurückhaltung der Investoren im Vorfeld der GV, obwohl die veröffentlichten Quartalszahlen punkto Wachstum die Erwartungen übertroffen hatten.

Gegen 9.30 Uhr büssten die Sika-Papier um 0,2 Prozent an Wert ein, der am Swiss Performance Index (SPI) gemessene Gesamtmarkt notierte 0,1 tiefer. (sda)

(Erstellt: 14.04.2015, 11:04 Uhr)

tagesanzeiger.ch

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Volle Ränge bei der Sika-Generalversammlung

14.04.2015 15:13

Baar ZG (awp/sda) - Grossaufmarsch an der Generalversammlung von Sika in Baar ZG: Zahlreiche Kleinaktionäre sind gekommen, um dabei zu sein, wenn sich die Kontrahenten des Machtkampfes gegenüber stehen. Schätzungsweise sind 1'800 Aktionäre anwesend. Entscheiden dürfte sich der Streit um Sika an diesem Dienstag aber noch nicht.

Die Züge nach Baar waren gut besetzt. Vom Bahnhof aus fuhren eigens Shuttle-Busse in die Waldmannhalle, wo die Generalversammlung ausnahmsweise stattfindet. In der Mehrzweckhalle finden üblicherweise Sportveranstaltungen statt.

Und genauso könnte man die Stimmung im Vorfeld verstehen: "Ich lese nochmals die Traktandenliste", sagte eine Kleinaktionärin im Zug von Luzern nach Baar. "Werden die Chefs von Saint-Gobain" da sein?", fragt eine andere. Die Frauen sind gespannt, in welchen Sprachen an der Generalversammlung gesprochen wird. Es wird Deutsch sein, mit englischer Übersetzung.

"Wenn Frau Burkard noch lebte, wäre das hier nicht", sagte ein Mann im Shuttle-Bus zum Sitznachbar. Das hier, das ist die Generalversammlung, die zwar ordentlich heisst, aber in der Geschichte von Sika eben doch sehr ausserordentlich ist. Denn wie auch immer die Beschlüsse ausfallen: Sie sind Wegbereiter in der Zukunft von Sika, wohl aber nicht Wendepunkte.

ENTSCHEIDENDE WAHLEN

Mit Spannung erwartet werden die Entscheide zu den Wahlen im Verwaltungsrat. Darum dreht sich der Machtkampf, denn die Familien-Erben wollen den Verwaltungsrat so besetzen, dass sie ihren geplanten Verkauf durchbringen. Ohne die Macht im Verwaltungsrat bleiben die Pläne blockiert.

Auf der anderen Seite des Machtkampfs stehen der unabhängige Sika-Verwaltungsrat sowie Minderheitsaktionäre. Der Präsident Paul Hälg sowie die bisherigen Mitglieder stellen sich zur Wiederwahl. Allerdings werden Hälg sowie Monika Ribar, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler die Wahl nur annehmen, wenn alle von ihnen wieder gewählt werden. Zudem steht die Annahme der Wahl unter der Voraussetzung, dass Hälg erneut Präsident wird.

Der Verwaltungsrat will aber die Stimmrechte der Familie auf 5% beschränken. Möglich ist dies durch eine Interpretation der Vinkulierungsbestimmungen in den Statuten. Durch die Beschränkung würden die Familien-Erben also nicht mit ihrem 52%-Stimmenanteil entscheiden, sondern nur mit 5%. Noch offen blieb bis zuletzt, bei welchen Traktanden diese Beschränkung angewendet wird.

Doch das letzte Wort ist auch dann noch lange nicht gesprochen. Das Zuger Obergericht wird nämlich nachträglich entscheiden müssen, ob die Stimmrechtsbeschränkung, sofern angewendet, überhaupt rechtens war.

Zudem wollen die Familien-Erben die Entscheide dann nicht hinnehmen. Das haben sie bereits angekündigt. Sie werden alle Beschlüsse anfechten, bei denen ihre Stimmkraft begrenzt war. Weiter werden sie auch Verantwortlichkeitsansprüche gegen aus ihrer Sicht fehlbare Verwaltungsräte geltend machen. Es droht damit ein langwieriger juristischer Kampf.

VERGÜTUNGEN UND ANTRÄGE

Weiter wird die Generalversammlung über die Vergütungen entschieden. Die Familien-Erben werden hier wohl ihre Zeichen setzen. Weiter beantragt die Anlagestiftung Ethos die Streichung der Opting-Out-Klausel. Diese Klausel ist für Sika ein heisses Eisen, denn dadurch können die Familien-Erben ihren Anteil exklusiv an Saint-Gobain verkaufen.

Ohne diese Klausel gilt, dass ein Investor, der mehr als ein Drittel der Stimmrechte übernimmt, ein öffentliches Kaufangebot machen muss. Im Sika-Streit haben sich auch prominente Minderheitsaktionäre zu Wort gemeldet. Die Stiftung um Bill Gates etwa verlangt eine Sonderprüfung zu spezifischen Fragen, wie den Informationsfluss während der Verkaufsverhandlungen, und den Einsatz von Sachverständigen.

(AWP)

 

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pirelli
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Sika AG    

ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG DER SIKA AG VOM 14. APRIL 2015

Nach eingängiger Prüfung hat der Verwaltungsrat der Sika am 14. April 2015 beschlossen, das Stimmrecht der Schenker-Winkler Holding AG (SWH) an der ordentlichen Generalversammlung auf 5% aller Namenaktien zu beschränken, soweit dies zur Verhinderung des vorzeitigen Kontrollübergangs auf Saint-Gobain notwendig ist. Konkret bedeutete dies, dass das Stimmrecht der SWH nur bei folgenden Traktanden beschränkt wurde: 

  • Abstimmungen über die Wiederwahl von Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler (Traktandum 4.1)
  • Abstimmung über die Neuwahl von Max Roesle (Traktandum 4.2)
  • Abstimmung über die Wahl des Präsidenten des Verwaltungsrats (Traktandum 4.3)
  • Abstimmung über die Wiederwahl in den Nominierungs- und Vergütungsausschuss, mit Ausnahme von Urs Burkard (Traktandum 4.4)

Bei allen übrigen Traktanden konnte die SWH mit ihrem vollem Stimmrecht abstimmen.

An der Generalversammlung haben die Aktionäre die meisten Anträge des Verwaltungsrats angenommen und sind vorwiegend dessen Empfehlungen gefolgt. Im Einzelnen wurden die folgenden Beschlüsse gefasst: 

 

Der Jahresbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2014 wurden genehmigt. 

Die Aktionäre stimmten auch dem Antrag des Verwaltungsrats einer um 26.3% höheren Bruttodividende von CHF 72.00 je Inhaberaktie und CHF 12.00 je Namenaktie zu.

 

Im Gegensatz zu Urs Burkard, Willy Leimer und Jürgen Tinggren wurde den unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler die Décharge nicht erteilt. Die Konzernleitung wurde entlastet.  

 

Die Aktionäre haben alle bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Präsident Paul Hälg für eine weitere Amtsperiode von einem Jahr wiedergewählt. Der von SWH als Verwaltungsratspräsident vorgeschlagene Kandidat Max Roesle wurde nicht in das Gremium gewählt. In den Nominierungs- und Vergütungsausschuss wurden Frits van Dijk, Urs Burkard and Daniel Sauter wiedergewählt. Sowohl die Revisionsstelle, als auch der unabhängige Stimmrechtsvertreter wurden für ein weiteres Jahr wiedergewählt. 

 

Im Rahmen einer nicht-bindenden Konsultativabstimmung lehnte die Generalversammlung den Vergütungsbericht 2014 ab. Zudem stimmte sie gegen die künftige Vergütung für den Verwaltungsrat. Am Engagement des Gremiums für die Gesellschaft ändert dies aber nichts. Die vom Verwaltungsrat beantragte künftige Vergütung für die Konzernleitung haben die Aktionäre genehmigt.

 

Den Antrag der Aktionärsgruppe um die Ethos Stiftung zur Streichung der Opting out-Klausel hat die Generalversammlung abgelehnt. 

 

Der Antrag von Cascade Investment L.L.C./Bill & Melinda Gates Foundation Trust/Fidelity Worldwide Investment/Threadneedle Investments für eine Sonderprüfung wurde von der Generalversammlung angenommen. Diese Sonderprüfung wird untersuchen, ob die Gesellschaft, insbesondere die Vertreter von SWH im Verwaltungsrat der Sika, der Familie Burkard oder Saint-Gobain in den vergangenen 24 Monaten nicht-öffentliche Informationen zugänglich gemacht haben. Mit der Annahme dieses Vorschlags haben sich die Aktionäre gegen einen Gegenantrag der SWH ausgesprochen. 

 

Der zweite Antrag der Aktionärsgruppe um Cascade zur Einsetzung eines Sachverständigen-Ausschusses, bestehend aus Peter Montagnon, Peter Spinnler und Jörg Walther, wurde von den Aktionären ebenfalls angenommen. Damit wird ein Kontrollorgangremium geschaffen, das nach einem allfälligen Kontrollwechsel die zukünftige Tätigkeit des Verwaltungsrats überwachen soll, um Interessenkonflikte und daraus resultierende Benachteiligungen für die Publikumsaktionäre zu verhindern. Die Amtszeit des Ausschusses dauert mindestens bis zur ordentlichen Generalversammlung 2017. Das Gremium wird jedoch inaktiv bleiben, solange die Mehrheit des Verwaltungsrats aus Personen besteht, die vom Familienaktionär und Saint-Gobain unabhängig sind. Der Ausschuss wird regelmässig über seine Arbeit berichten. Mit der Annahme des Antrags der Gruppe um Cascade lehnten die Aktionäre automatisch einen Gegenantrag der SWH ab. Bei diesem Traktandum und der Abstimmung zur Sonderprüfung war gemäss Aktienrecht die Mehrheit des Kapitals und nicht die Mehrheit der Stimmen ausschlaggebend.

 

Ein Zusatzantrag der SWH für eine weitere Sonderprüfung wurde von den Aktionären abgelehnt. Dagegen stimmte die Generalversammlung dem Zusatzantrag der SWH auf Abhaltung einer ausserordentlichen Generalversammlung bis 24. Juli 2015 zu. Als Traktanden nannte SWH die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsräte Monika Ribar, Paul Hälg und Daniel Sauter, die Zuwahl von Max Roesle als Verwaltungsratspräsident sowie die Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats. Eine Einladung für diese ausserordentliche Generalversammlung erfolgt zu gegebener Zeit.

 

DATUM

SIKA AG  

15. April 2015

Zugerstrasse 50
6341 Baar, Schweiz 
www.sika.com

KONTAKT 

TELEFON 
E-MAIL

Dominik Slappnig
Corporate Communications und
Investor Relations
+41 58 436 68 21
slappnig.dominik@ch.sika.com

 

SIKA FIRMENPROFIL

Sika ist ein Spezialchemieunternehmen mit marktführender Position in der Entwicklung und Herstellung von Systemen und Produkten für die Bereiche Klebung, Dichtung, Dämpfung, Verstärkung und Schutz im Bau- und Kraftfahrzeugsektor. Sika hat Tochterunternehmen in 91 Ländern weltweit mit über 160 Produktionsstätten. Seine rund 17'000 Mitarbeiter haben 2014 einen Jahresumsatz von CHF 5.6 Milliarden erwirtschaftet.

 

Die Medienmitteilung ist auf folgendem Link als PDF abrufbar:

Medienmitteilung

This announcement is distributed by NASDAQ OMX Corporate Solutions (One Liberty Plaza, 165 Broadway, New York, NY 10006. Tel: +1 212 401 8700www.nasdaqomx.com) on behalf of NASDAQ OMX Corporate Solutions clients. Source: Sika AG, Zugerstrasse 50, Baar CH-6341
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Plan B im Sika-Knatsch
 

Der Verwaltungsrat des Baustoffkonzerns Sika will der Besitzer-Familie Burkard ein Alternativangebot zum Deal mit Saint-Gobain unterbreiten. Die fünf Erben müssen aber je auf 100 Millionen Franken verzichten.

Wie Sika-Präsident Paul Hälg letzte Woche bereits im Anschluss an die Generalversammlung erklärt hatte, arbeitet man an einem Alternativvorschlag zum Deal mit dem französischen Konkurrenten Saint-Gobain. Dieser erlaube sowohl der Familie eine ansprechende Prämie, sei aber auch "im besten Interesse" der Sika.

Nun hat die "SonntagsZeitung" erfahren, wie der Vorschlag aussehen könnte. In einem ersten Schritt kaufe Sika der Familie Burkard für 2,25 Mrd CHF die Aktien ab. Saint-Gobain zahlt 2,75 Mrd, weshalb die fünf Geschwister auf je 100 Mio CHF verzichten müssten.

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte inzwischen den Medienbericht. Es treffe zu, dass der Verwaltungsrat der Familie ein Angebot gemachte habe, sagte Dominik Slappnig der Nachrichtenagentur AFP. Zur Höhe des Angebots äusserte er sich nicht. Das Angebot umfasse aber eine Prämie, sagte er weiter.

Dem Blatt zufolge bietet der Verwaltungsrat der Familie zudem an, vorerst einen Teil der Aktien zu behalten. So könnten die Erben vom voraussichtlichen Kursanstieg profitieren und würden letztlich in der Summe wohl keine Einbusse erfahren. Zuletzt ist die Sika-Aktie bei jeder Nachricht gestiegen, die den Verkauf nach Frankreich etwas weniger wahrscheinlich hat erscheinen lassen.

Einheitsaktie geplant

Gemäss den im Bericht zitierten Insidern wäre die Finanzierung des Kaufpreises kein Problem. Sika verfügte Ende 2015 über flüssige Mittel von fast 899 Mio CHF, der Rest würde über Kredite finanziert. Laut dem fertig ausgestalteten Plan würde Sika in einem zweiten Schritt die Einheitsaktie einführen.

Im dritten Schritt würden die in Einheitsaktien umgewandelten Papiere an der Börse abgestossen oder paketweise an grosse Investoren verkauft. Bereits gebe es Interessenten, so die "Sonntagszeitung".

Dank Sonderprivilegien kontrolliert die Familie Burkard mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent knapp 53 Prozent der Stimmen an Sika. Diese Kontrollmehrheit will die Familie an Saint-Gobain verkaufen, wogegen sich der Verwaltungsrat und das Management von Sika wehren. Mit dem Fall beschäftigen sich mittlerweile Gerichte.

(AWP)

 

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Zyndicate hat am 20.04.2015 - 08:24 folgendes geschrieben:

Nun hat die "SonntagsZeitung" erfahren, wie der Vorschlag aussehen könnte. In einem ersten Schritt kaufe Sika der Familie Burkard für 2,25 Mrd CHF die Aktien ab. Saint-Gobain zahlt 2,75 Mrd, weshalb die fünf Geschwister auf je 100 Mio CHF verzichten müssten.

 

Das ist ja wohl kaum realistisch dass die Erbenfamilie freiwillig auf 500 Millionen verzichtet!

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Sika-Erben beschreiten juristischen Weg
 

Neues Kapitel im Sika-Streit: Wie erwartet lässt die Erbenfamilie Burkard die Beschränkung ihrer Stimmrechte an der Generalversammlung nicht auf sich sitzen.

Mit einem Begehren beim zuständigen Friedensrichteramt ist das juristische Nachspiel eröffnet. Mit dem Schritt wehrt sich die Schenker Winkler Holding (SHW), die die Anliegen der Burkards vertritt, gegen diejenigen Beschlüsse der Generalversammlung, die ohne ihre Stimmkraft zustande gekommen sind. Die SWH bestätigte in einer Mitteilung am Sonntag einen entsprechenden Bericht der NZZ am Sonntag.

Das Begehren beim Friedensrichteramt in Baar hat gemäss der SWH aber nur formalen Charakter. Die Holding habe die Sika bereits dazu aufgefordert, beidseitig auf das Verfahren zu verzichten, da dort keine Einigung zu erwarten sei.

Es sei auch im Interesse der Sika, das Verfahren zu beschleunigen und der gegenwärtigen Unsicherheit möglichst rasch ein Ende zu setzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die nächste Instanz ist den Angaben zu Folge das Kantonsgericht Zug.

Juristische Schlacht um Sika

Die Erbenfamilie Burkard hatte im Dezember beschlossen, ihren Aktienanteil an der Sika für 2,75 Mrd. Franken an die französische Konkurrenzfirma Saint-Gobain zu verkaufen. Um die Transaktion einzuleiten, wollten die Erben an der Generalversammlung vom 14. April eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat wählen lassen.

   

Der Sika-Verwaltungsrat verhinderte dies allerdings, indem er zu einem juristischen Kniff griff. Er beschränkte die Stimmrechte der SWH gestützt auf eine Interpretation der Statuten bei den entscheidenden Traktanden auf 5 Prozent.

Die Familienerben halten mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent eigentlich eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmrechte. Die unabhängigen Verwaltungsräte argumentierten aber, die SWH habe das Stimmrechtsprivileg mit dem geplanten Verkauf an Saint-Gobain verwirkt.

Die Abwehrschlacht des Baustoffkonzerns gegen die feindliche Übernahme hat die Sika bisher 5,7 Mio. Fr. gekostet. Gemäss der Antwort auf ein Auskunftsbegehren der SWH Mitte April entfielen davon 2,6 Mio. Fr. auf Rechtsberater und -gutachten, 1,1 Mio. auf Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und 2,0 Mio. Fr. für übrige Berater.

Sollten sich die Streitparteien nicht doch noch finden, dürfte der Rechtsstreit laut Experten bis zu zwei Jahre dauern.

(AWP)

 

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Sika: Gates-Stiftung scheitert mit Berufung
 

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates hat im Übernahmekampf um den Schweizer Baustoffkonzern Sika eine Niederlage erlitten.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA stellte sich am Montag hinter die Entscheidung der Schweizer Übernahmekommission, dass der französische Baukonzern Saint-Gobain nicht verpflichtet sei, den Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Damit wird es unwahrscheinlich, dass Anteilseigner wie Bill & Melinda Gates Foundation Trust eine Offerte von Saint-Gobain erhalten. Neben der Gates-Stiftung hatte auch Sika-Aktionär Cascade Investment Berufung eingelegt.

Die Sika-Eignerfamilie Familie Burkard-Schenker hatte im Dezember entschieden, ihren Sika-Anteil für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 52 Prozent der Stimmen. Mit der Familie vereinbarte Saint-Gobain eine Prämie von rund 80 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, die übrigen Investoren sollen leer ausgehen.

Mitte April hatte die Sika-Aktionärsversammlung eine Machtübernahme durch Saint-Gobain mit einem Kniff vorerst abgewendet. Auf dem Treffen entzog Sika dem Hauptaktionär in den Schlüsselfragen den größten Teil der Stimmrechte. Damit wurde verhindert, dass der Verwaltungsrat mit Saint-Gobain-treuen Mitgliedern neu besetzt wird und die Franzosen damit das Sagen bekommen. Dagegen hat die Familie Burkard-Schenker inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet.

   

(Reuters)

 

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seh das eigentlich ähnlich, drum kauf ich mir heute wieder calls...

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Sonicht
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Ems hat das Geld dazu und wäre 2. Sparte nebst Automotive.

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Sika gewinnt in Übernahmekampf Zeit
 

Die geplante Übernahme des Schweizer Bauchemiekonzerns Sika wird für die französische Saint-Gobain zur Geduldsprobe.

Ein Gericht verhinderte vorerst, dass der traditionsreiche Baustoffhersteller die Kontrolle über Sika gewinnt. Das Unternehmen begrüsste den Entscheid am Donnerstag in einer ersten Stellungnahmen. Juristen gehen nun davon aus, dass die Transaktion - wenn überhaupt - erst im nächsten Jahr über die Bühne gehen kann.

Die Familie Burkard hatte im Dezember angekündigt, ihren Anteil an Sika für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Sie hat zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 52 Prozent der Stimmen. Sollte Saint-Gobain die Stimmenmehrheit erlangen, könnte sie den Sika-Verwaltungsrat auswechseln und damit die Geschicke des Unternehmens bestimmen.

Dagegen wehrt sich Sika mit der Unterstützung vieler Minderheitsaktionäre wie etwa Anlagevehikeln von Microsoft-Gründer Bill Gates. So beschränkte das Unternehmen die Stimmrechte der Familie auf fünf Prozent.

Obergericht Zug entscheid

Dagegen ging die Familie gerichtlich vor und verlangte ein einstweiliges Verbot dieser Beschränkung. Damit erlitt die sie nun vor dem Obergericht Zug wie bereits vor einem anderen Gericht eine Niederlage. Die Richter begründeten ihren Entscheid damit, dass Sika einschneidende Nachteile drohten, sollte die Massnahme einstweilig verfügt werden. Eine Einverleibung von Sika in Saint-Gobain könne kaum mehr rückgängig gemacht werden. Ein Sprecher konnte nicht sagen, ob die Familie den Entscheid anficht. "Bevor wir über weitere Schritte entscheiden, müssen wir das Urteil vertieft prüfen."

Die grundsätzliche Frage, ob Sika die Stimmrechte der Familie beschränken darf, klärt nun ein anderes Gericht. Experten zufolge könnte dies allerdings bis zu einem Jahr dauern. Gegen dieses Urteil kann Sika dann noch an zwei weiteren Gerichten Rekurs einlegen. Insidern zufolge könnte Sika im Fall einer juristischen Niederlage darauf setzen, dass Saint-Gobain die Geduld verliert und die Übernahme abbläst. Die vertraglich vereinbarten Bedingungen der Transaktion gelten bis Mitte 2016. Danach kann Saint-Gobain einseitig entscheiden, ob sie die Sika-Anteile noch kaufen will.

Saint-Gobain bedauerte den Entscheid des Gerichts. Die Verzögerung habe für alle Beteiligten Nachteile. Die Verunsicherung bei den Kunden und Zulieferern nehme zu.

(Reuters)

 

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Neuer Grossaktionär für Sika
 

Das Sika-Management hat im Streit um den Verkauf der Kontrollmehrheit an den französischen Saint Gobain-Konzern einen neuen Verbündeten gewonnen.

Der US-Vermögensverwalter Southeastern Asset Management hat 3% an Sika erworben und unterstützt das Management und die unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder im Streit mit der durch die Schenker-Winkler-Holding vertretene Erbenfamilie. Der Sika-Anteil wird durch einen Fond gehalten, der mit dem ägyptischen Investor Nassef Sawiris, Southeastern und anderen strategische Investoren assoziiert ist.

Man habe die Sika-Aktien über die vergangenen Wochen hinweg am Markt erworben, bestätigte Southeastern gegenüber AWP auf Anfrage. Den Kauf betrachte man als langfristige Investition - ungeachtet dessen, was mit Saint Gobain geschehe - da Sika ein gutes Unternehmen sei, heisst es weiter. Ob sich Southeastern den rechtlichen Klagen von Threadneedle und der Bill & Melinda Gates Foundation anschliesse, wisse man derzeit nicht. Im Interesse aller Aktionäre suche man den Dialog mit allen Parteien.

Southeastern glaubt an Sika

Southeastern glaube, dass Sika in seiner Branche ein innovativer Marktführer sei, einen guten Ruf für Vertrauenswürdigkeit habe und globales Wachstumspotenzial aufweise, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichtem Communiqué. Der Vermögensverwalter vertritt die Position, dass der Verkauf der Familien-Anteile von 16% an Saint-Gobain mit einer Prämie von 80%, ohne ein gleichzeitiges Angebot an die übrigen Aktionäre, alle Nicht-Familien Sika Beteiligten - Mitarbeiter, Kunden, und insbesondere, andere Aktionäre - benachteilige. Der Deal sollte demnach nicht wie derzeit geplant verlaufen, heisst es weiter.

Man werde sich darum bemühen, mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um strategische Szenarien zu finden, die allen Sika-Beteiligten einen vollen und fairen Wert liefern, schreibt Southeastern weiter.

Der Asset Manager beschreibt sich selbst als unabhängigen, globalen, Value-Investment-Vermögensverwalter mit 25 Mrd EUR verwaltetem Vermögen. Man habe sich immer um einen konstruktiven Dialog mit den Führungsgremien der Unternehmen bemüht, um dadurch eine langfristige Wertschöpfung zum Nutzen aller Beteiligten zu schaffen.

Der Ägypter Sawiris ist in Frankreich und der Baubranche kein Unbekannter. Er ist Lafarge-Grossaktionär mit Sitz im Verwaltungsrat und wird - bei Gelingen der Fusion - auch im Aufsichtsgremium von LafargeHolcim Mitglied sein.

Die Sika-Aktien notieren am Donnerstagvormittag in einem verhaltenen Marktumfeld (SMI-0,2%) um 0,7% tiefer auf 3'292 CHF. Gleichzeitig findet ein Investorentag des Unternehmens statt.

(AWP)

 

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TAUR
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Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn . ... ...

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Sika übernimmt verbleibende Anteile an Addiment Italia von Buzzi Unicem

01.07.2015 06:58

Zürich (awp) - Sika übernimmt die verbleibenden Anteile an der italienischen Addiment Italia vom Joint-Venture Partner Buzzi Unicem. Der Baustoffkonzern stärke damit die Produktionskapazität in Italien und baue zudem seine Marktpräsenz weiter aus, heisst es in der Medienmitteilung vom Mittwoch. Addiment ist in der Herstellung und im Vertrieb von Betonzusatzmitteln und Mahlhilfen für Zement aktiv und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14 Mio EUR.

Zusammen mit dem Joint-Venture Partner Buzzi Unicem ist Sika im Jahr 2003 die Kooperation mit Addiment eingegangen. Über den Preis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

hr/cp

(AWP)

 

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Sika: Saint-Gobain-Chef gibt sich zuversichtlich und geduldig

09.07.2015 14:46
 

Paris (awp/sda) - Der Chef der französischen Saint-Gobain ist überzeugt, dass der Verkauf der Sika-Mehrheit an sein Unternehmen gelingen wird. Er habe Geduld, sagte Pierre-André de Chalendar vor Journalisten in Paris.

Auf ein paar Monate mehr oder weniger käme es nicht an, denn die Übergabe der Kontrollmehrheit an Saint-Gobain sei eine sinnvolle, gewinnbringende Transaktion für beide Seiten. Er glaubt indes nicht, dass sich der Streit noch über Jahre hinziehen wird. Einen Zeitraum wollte er hingegen nicht nennen.

Einmal vollbracht, glaubt er, dass die meisten Manager nach der Übergabe an Bord bleiben. Er lobte ausdrücklich die Leistung der Sika-Manager. Die Gegenseite, also das Top-Management und der Verwaltungsrat, betonen jeweils ebenfalls, dass es bisher im breiten Management keine Kündigungen gegeben haben. Sie werten dies als Zeichen der Verbundenheit.

De Chalendar betonte auuserdem seine Gesprächsbereitschaft. Nur über drei Punkte verhandle er nicht: Den Rückzug von Saint-Gobain, die Vollübernahme und den Verkauf des Moertel-Geschäfts. Die Sika-Geschäftsführung und der Verwaltungsrat wollten aber mit ihm nur genau über diese drei Punkte diskutieren. In den Augen von Saint-Gobain sind das Killer-Argumente. Bereit wäre de Chalendar für Gespräche über die Governance, also zum Beispiel über die Besetzung des Verwaltungsrates.

Entfacht war der Streit um Sika im vergangenen Dezember. Die Erben-Familie will ihre Anteile an den französischen Grosskonzern Saint-Gobain verkaufen. Sie bekäme dafür 2,75 Mrd CHF. Weil sie die Stimmenmehrheit hat, ginge auch die Kontrolle über Sika zu Saint-Gobain über. Der Sika-Verwaltungsrat sowie das Management lehnten diese Transaktion von Anfang an ab.

(AWP)

 

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Sika: Cascade und Gates-Trust starten Verantwortlichkeitsklage gg Urs Burkard

13.07.2015 12:55

(Meldung um weitere Details ergänzt)

Zürich/Kirkland/Seattle (awp) - Der Streit um die Übernahme der Kontrollmehrheit bei Sika durch Saint Gobain mündet in einem weiteren Rechtsstreit. Cascade Investment und der Bill & Melinda Gates Foundation Trust haben gegen Sika-Verwaltungsratmitglied Urs Burkard eine Verantwortlichkeitsklage eingereicht. Zudem bekräftigen sie ihre Absicht, sich der Transaktion mit Saint Gobain weiter zu widersetzen.

Die Kläger fordern, dass Burkard Sika für Aufwendungen entschädigt, die ihr infolge seiner Aktivitäten, die zur geplanten Transaktion mit Saint-Gobain geführt haben, entstanden sind, heisst es in einer Mitteilung am Montag. Er sei einer der Urheber der geplanten Transaktion, obwohl er öffentlich habe verlauten lassen, dass das Engagement der Familie Burkard ungebrochen sei. Cascade und der Trust werfen Burkard vor, als Verwaltungsrat die Transaktion mitverhandelt zu haben, die den Interessen des Unternehmens und den übrigen Aktionären entgegenstehen, ohne die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates konsultiert zu haben.

Die Klage wurde demnach beim Friedensrichteramt in Baar, Kanton Zug, eingereicht. Zudem behalten sich Cascade und der Foundation Trust vor, weitere Schadenersatzansprüche gegen Burkard geltend zu machen. Zudem könne die Klage auf weitere Mitglieder des Verwaltungsrats, die als Repräsentanten der SWH und der Familie Burkard in den Verwaltungsrat gewählt wurden, oder auf andere Mitglieder der Familie Burkard ausgeweitet werden, heisst es.

UNTERSTÜTZUNG FÜR VRP IN EINEM OFFENEN BRIEF

In einem offenen Brief an Sika-VRP Paul Hälg bekräftigen Cascade und der Foundation Trust ihre Unterstützung der unabhängigen Verwaltungsräte. Sie betonen zudem ihr Engagement, sich dieser Transaktion solange zu widersetzen, bis sich eine vernünftige Lösung abzeichnet, welche die Interessen von Sika, deren Mitarbeitenden, Kunden und aller Aktionäre berücksichtigt, heisst es weiter.

Insbesondere treten Cascade und der Trust der Argumentation entgegen, den Aktionären seien die Implikationen und Risiken der Opting-Out-Klausel bewusst gewesen. Bei der Investitionsentscheidung für Sika seien die möglichen Konsequenzen der Klausel mit den Schutzmechanismen, insbesondere der Rolle der unabhängigen Verwaltungsräte bei einem Kontrollwechsel, gegeneinander abgewogen worden, heisst es in dem Schreiben. Dies und das langfristige öffentliche Bekenntnis der Erbenfamilie zu Sikas Unabhängigkeit habe die Investoren darin bestärkt, dass ein "Bollwerk" gegen ungewollte und nicht empfehlenswerte Gebote bestehe.

yr/cf

(AWP)

 

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Sika-VR erhält vor ao GV offenbar weitere Unterstützung von Stimmrechtsberatern

16.07.2015 12:03

Zürich (awp) - Das Sika-Management und der Verwaltungsrat haben im Vorfeld der für den 24. Juli geplanten Ausserordentlichen Generalversammlung Unterstützung für ihre Position von wichtigen Stimmrechtsberatern erhalten. Auch die amerikanischen Aktionärsberater ISS und Glass Lewis empfehlen den Aktionären die Position des Verwaltungsrates zu stützen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf vorliegende Dokumente. Bereits zuvor hatten die Schweizer Berater Ethos und zRating empfohlen, den Antrag der Schenker-Winkler Holding (SWH) zur Abwahl der unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder und die Zuwahl des SWH-Kandidaten abzulehnen.

Die SWH hatte anlässlich der ordentlichen GV Mitte April die ao GV beantragt. Als Traktanden sind die Abwahl von Paul Hälg (Präsident), Monika Ribar und Daniel Sauter sowie die Zuwahl von SWH-Kandidat Max Roesle (als Präsident) vorgesehen. Auch über die Genehmigung der Vergütung des VR für die laufende Amtsdauer bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung wird votiert.

Mit den Änderungen im Verwaltungsrat will die SWH den geplanten Verkauf der Stimmrechtsmehrheit durchsetzten. Die Erben-Familie hatte im Dezember bekannt gegeben, ihre in der SWH gebündelten Sika-Anteile an den französischen Grosskonzern Saint-Gobain zu verkaufen. Sie bekäme dafür 2,75 Mrd CHF. Weil sie die Stimmenmehrheit hat, ginge auch die Kontrolle über Sika zu Saint-Gobain über. Der Fall beschäftigt inzwischen auch die Gerichte.

yr/cf

(AWP)

 

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Zwischen Sika-Verwaltungsrat und Familie kriselt es seit längerem

22.07.2015 12:37

(Ergänzt um Aussagen aus Interview NLZ)

Bern (awp/sda) - Im Sika-Konzern gibt es nach Angaben von Firmenerbe Urs Burkard schon seit längerer Zeit Friktionen zwischen der Erbenfamilie und dem Verwaltungsrat. Burkard begründet damit auch den Wunsch der Erben, das Unternehmen zu verkaufen.

Der Umgang zwischen der Gründerfamilie und dem Verwaltungsrat sei je länger, je weniger sachlich und mit gegenseitigem Respekt erfolgt, sagte Burkard in einem Interview, das am Mittwoch in den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" erschien.

Vertreter der Familie im Gremium seien von einigen Verwaltungsräten nicht akzeptiert worden. "Ich selbst merkte, wie der Respekt vor uns fünf Geschwistern verloren ging", sagte er. "Man spürt, wie einem die Firma entrissen wird, aber man kann sich nicht dagegen wehren. Dies beschleunigte unser Bedürfnis, die Nachfolge im Ankeraktionariat sowie unsere Familiennachfolge zu regeln."

VERKAUF IMMER OFFEN GELASSEN

Mit den Aussagen von Verwaltungsräten konfrontiert, die sich überrascht zeigten über den geplanten Verkauf der Aktien der Familie an den französischen Konzern Saint-Gobain, sagte Burkard: "Wenn der Verwaltungsrat behauptet, er hätte das nie für möglich gehalten, dann hätte er sich besser umhören müssen."

Der Sekretär des Verwaltungsrats, Sika-Chefjurist Stefan Mösli, hätte beispielsweise nach Burkards Darstellung wissen müssen, dass sich die Familie stets die Option zum Verkauf offen gelassen habe. Über eine Holding hält die Gründerfamilie rund 16 Prozent der Aktien, kontrolliert damit aber mehr als die Hälfte der Sika-Stimmrechte.

EINZUG EINES BURKARD-SOHNES VERHINDERT

Eskaliert ist das Verhältnis zwischen der Gründerfamilie und dem Verwaltungsrat laut Burkard, als der Verwaltungsrat gegen den Einzug seines Bruders Fritz Burkard opponiert habe. Die Mutter habe diesen Einzug gewünscht. "Meine Mutter war vor den Kopf gestossen, wie mit ihrem Sohn umgesprungen wurde", sagte Burkard.

Im Streit um den Sika-Verkauf kommt es am Freitag bei einer ausserordentlichen Generalversammlung zum nächsten Showdown. Der Verwaltungsrat behält sich erneut vor, die Stimmen der Familie zu beschränken, um so die Abwahl mehrerer Ratsmitglieder und den Verkauf der Firma zu verhindern.

Der Fall beschäftigt die Gerichte bereits seit Monaten. "Wir werden geduldig sein", sagte Burkard. Er bekräftigte erneut, dass die Familie den Kaufvertrag erfüllen werde. "Trotzdem werden wir uns dafür einsetzen, dass Gespräche stattfinden und Lösungen gefunden werden."

Diese Gespräche müssten vor allem zwischen Saint-Gobain und Sika stattfinden, wie Burkard im Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung" vom Mittwoch ausführte. Dabei müsse die künftige Zusammenarbeit und Unternehmensführung diskutiert werden. Am Verkauf gebe jedoch nichts zu rütteln.

PRÄMIE FÜR LANGFRISTIGES ENGAGEMENT

Das Argument der Benachteiligung der Publikumsaktionäre liess er nicht gelten: Diese hätten die Aktien wegen der Opting-Out-Klausel mit einem Abschlag kaufen können. Die Klausel entbindet einen Käufer der Stimmenmehrheit davon, auch anderen Aktionären ein Kaufangebot unterbreiten zu müssen.

"Von den Synergien mit Saint-Gobain kann auch der Publikumsaktionär profitieren", sagte er. Zudem sei das Engagement des Publikumsaktionärs wesentlich weniger langfristig. Die hohe Kaufsumme für die Kontrollmehrheit der Familie rechtfertigt Burkard mit Verweis auf das langjährige Engagement der Familie für die Firma.

Der Kaufpreis von 2,75 Mrd CHF enthält eine Prämie von rund 80% auf den damaligen Aktienkurs. Auf die 105-jährige Verbundenheit der Familie mit der Sika entspreche dies pro Jahr einer Prämie von 0,74%, argumentierte Burkard. "Dies als Kompensation dafür, dass wir über all die Jahre hinweg das gesamte Familienvermögen dort investiert und riskiert hatten, zahlreiche Arbeitsplätze schafften und auf die Möglichkeit des täglichen Verkaufs unserer Aktien an der Börse verzichteten."

cf

(AWP)

 

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Alcedo atthis
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Auf die 105-jährige Verbundenheit der Familie Burkard zur Sika ...... Dieser Satz gefällt mir ausserordentlich. Die Burkards haben tatsächlich immer noch Ansichten wie 1910. Sie wollen ihren A...h vergolden und die verschaukelten Publikumsaktionäre sollen ihnen bitte schön noch "Danke sagen".

Nach dem Motto: Wir da oben, ihr da unten.

 

 

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Sika-Verkauf: Saint-Gobain erhält von der EU grünes Licht ohne Bedingungen

23.07.2015 14:10

Paris (awp) - Die angestrebte Übernahme der Kontrollmehrheit beim Baustoffkonzern Sika durch die französische Saint-Gobain-Gruppe hat grünes Licht von der EU-Kommission erhalten. Diese habe der Transaktion am Mittwoch "ohne Bedingungen" zugestimmt, teilte Saint-Gobain am Donnerstag mit. Die Kommission sei zum Schluss gekommen, dass die Aktivitäten der beiden Gruppen einschliesslich des Mörtelgeschäfts "weitgehend komplementär" seien.

Die begrenzten Überschneidungen würden für die EU keine wettbewerbsrechtlichen Fragen aufwerfen, heisst es weiter. Zuvor hätten bereits andere Behörden ihre Zustimmung ohne Auflagen erteilt, insbesondere diejenigen der USA und Chinas.

Eine zentrales Argumente des Sika-Verwaltungsrats gegen eine Fusion der beiden Konzerne waren stets die Überschneidungen im Mörtelgeschäft gewesen, in dem auch die Saint-Gobain-Tochter Weber aktiv ist. "Selbst wenn Weber ebenfalls in der Produktion von Spezialmörtel tätig ist, werden dies von den Kunden nicht als Substitute für die Sika-Mörtel erachtet", wird die EU-Kommision von Saint Gobain zitiert.

Die Ausführungen bestätigten die industrielle Logik der Transaktion, schreibt Saint-Gobain weiter. Dagegen würden sie den systematischen Behauptungen von Sika bezüglich der Wettbewerbssituation der beiden Gruppen widersprechen.

Saint-Gobain hatte im vergangenen Dezember den fünf Sika-Familienerben ein Kaufangebot über 2,75 Mrd CHF gemacht. Diese halten mit einem Anteil von 16,1% des Kapitals insgesamt Stimmrechte über 52,4%. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von Sika wollen dagegen die Übernahme verhindern. Am (morgigen) Freitag geht die Auseinandersetzung mit der Abhaltung einer ausserordentliche Sika-Generalversammlung in eine nächste Runde.

fr/tp

(AWP)

 

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Ausblick Sika: Halbjahresgewinn bei 192 Mio CHF erwartet

23.07.2015 14:53

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Freitag, 24. Juli die Zahlen zum ersten Halbjahr 2015. Analysten haben dazu folgende Prognosen:

H1 2015E
In Mio CHF     AWP-Konsens   H1 2014A  
Umsatz            2'630      2'657     
EBIT              282,7      266,4     
Konzerngewinn     191,8      177,6     

FOKUS: Analysten trauen Sika trotz einer sehr hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr - das organische Wachstum lag damals bei hohen 18% - auch in der ersten Jahreshälfte 2015 ein tiefes bis mittleres einstelliges Wachstum in Lokalwährungen zu. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, dazu kommen Akquisitionseffekte. Dem stehen jedoch stark negative Währungseffekte gegenüber, weshalb der in Schweizer Franken ausgewiesene Umsatz leicht rückläufig sein sollte.

Die Gewinnzahlen werden derweil von den Umrechnungseffekten aus anderen Währungen kaum tangiert, haben die Innerschweizer einen sehr guten "natural hedge". Zudem habe Sika von den gefallenen Rohstoffpreisen profitiert; die Experten gehen daher von einer neuerlichen Ausweitung der Margen aus.

Gleichentags findet die ausserordentliche Generalversammlung von Sika statt. An dieser wollen die Erben des Firmengründers die Punkte durchbringen, welche die Familie Burkard an der ordentlichen GV im April nicht durchbrachte. Dies sind die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsräte Paul Hälg, Daniel Sauter und Monika Ribar, die Wahl von Max Roesle in den Verwaltungsrat und dessen Ernennung zum Präsidenten des Gremiums.

Es ist mit höchster Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Sika-Verwaltungsrat die Stimmrechte der Familie Burkard wie im April beschneiden wird (siehe PRO MEMORIA). Daher ist die Veranstaltung diesmal eher ein Nebenschauplatz.

ZIELE: Für 2015 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine leichte Verbesserung der Margen. Diese dürften beim Halbjahresausweis bestätigt werden.

Die Ziele im Rahmen der "Strategie 2018" sehen inklusive Akquisitionen ein jährliches Umsatzwachstum von 6-8% (in Lokalwährungen) vor und bis 2018 sollen 42-45% der Verkäufe aus den Emerging Markets stammen. Zudem soll 2018 die EBIT-Marge bei über 10% des Konzernumsatzes liegen. Allerdings denkt Konzernchef Jan Jenisch mittlerweile über ambitiösere Ziele nach. "Wir sollten intern vielleicht Diskussionen anstossen, ob vielleicht nicht doch mehr möglich ist", sagte er Ende Juni am Investorentag. 2014 lag der entsprechende Wert übrigens bei 11,4%.

PRO MEMORIA: Letzten Dezember zogen sich die Erben des Firmengründers Kaspar Winkler - kurz nach dem 100-Jahre-Jubiläum - aus dem Unternehmen zurück und verkauften ihre Stimmenmehrheit an den französischen Bauriesen Saint-Gobain. Die Drittaktionäre gingen hingegen leer aus. Der unabhängige Verwaltungsrat und das Management von Sika drohten mit dem Rücktritt und wehren sich seither mit allen Mitteln gegen den Deal.

Das zentrale "Bollwerk" der Sika-Verteidigung war im April die Beschränkung der SWH-Stimmrechte auf die statutarische Grenze von 5% der Namenaktien - die Familie hält mit 16% des Kapitals fast 53% der Stimmen. Dies, um eine vorzeitige "Konzernierung" in Saint-Gobain zu verhindern, bevor ein Gericht die Rechtmässigkeit der Transaktion in einem ordentlichen Verfahren beurteilt.

Bleiben beide Seiten stur und durchlaufen alle Instanzen, kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Dieser korreliert seit rund sieben Monaten vor allem mit den Entwicklungen und Aussagen im Fall Saint-Gobain. Während sich die Sika-Erben den Verkauf ihres Aktienpakets mit einer Prämie von rund 80% vergolden liessen, gehen die Drittaktionäre leer aus. Entsprechend sackten die Papiere letzten Dezember innert zweier Tage um bis zu 32% ab.

Vom Tief bei 2'640 CHF haben sich die Inhaberpapiere mittlerweile zwar um gut 20% erholt, vom "vor Saint-Gobain"-Schlusskurs bei 3'886 CHF liegen sie mit aktuell rund 3'400 CHF aber immer noch ein Stück weit entfernt. Seit Jahresbeginn legten die Aktien rund 15% zu.

ra/jl/an

(AWP)

 

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Sika mit hohem Gewinnwachstum im Halbjahr trotz Frankenstärke

24.07.2015 07:05

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat auch im zweiten Quartal 2015 ihr Wachstumstempo gehalten. Dynamisch entwickelten sich weiterhin die Schwellenmärkte. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 5,1% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 5,6%. Sika wehte dabei ein deutlich negativer Währungseffekt von 6,8 Prozentpunkten entgegen: In Schweizer Franken gerechnet nahmen die Verkäufe nämlich um 1,2% auf 2,63 Mrd CHF ab, wie Sika am Freitag mitteilte. Man habe aber Marktanteilsgewinne in allen Regionen erzielt.

GEWINN STEIGT ÜBERPROPORTIONAL

Mit 54,4% bewegte sich die Bruttomarge deutlich über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode (H1 2014: 53,3%). Die Frankenstärke habe durch Volumenwachstum, Effizienzsteigerungen und die niedrigeren Rohstoffpreise mehr als kompensiert werden können, so Sika.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 6,5% resp. 8,3% auf 370,2 Mio und 288,6 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um einen Prozentpunkt auf 11,0%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um 11% auf 197,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten übertroffen wurden.

"Das erfolgreiche erste Halbjahr zeigt erneut, dass die konsequente Umsetzung unseres Wachstumsmodells hervorragende Ergebnisse liefert", wird Konzern-Chef Jan Jenisch in der Mitteilung zitiert. Das stimme ihn zuversichtlich für die Zukunft und das zweite Halbjahr 2015.

DYNAMISCHE SCHWELLENLÄNDER

Die Schwellenländer hätten mit einem Wachstum von 8,7% in LW starke Resultate geliefert, so Sika. Dies trotz einer negativen Marktentwicklung in China. Überproportional habe sich auch das Mörtelgeschäft mit einem Umsatzwachstum von über 12% entwickelt.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 3,8% auf 1,24 Mrd CHF. Das Wachstum habe sich im zweiten Quartal dank Osteuropa, Afrika und dem Nahen Osten beschleunigt. Westeuropa habe hingegen das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht.

Nordamerika generierte eine Umsatzsteigerung von 8,2% auf 380,9 Mio CHF, hier gab es einen positiven Währungseffekt von 5,4%. Sika spricht von einer positiven Baukonjunktur in der Region und der laufende Ausbau der Kapazitäten sei ein wesentlicher Wachstumstreiber für die Zukunft.

In der Region Lateinamerika konnte der Konzern um mehr als 13% auf 303,7 Mio CHF zulegen, Währungseffekte inklusive schrumpften das Plus aber auf 2,7%. Sika zufolge war das Marktumfeld in Brasilien "schwierig".

In Asien/Pazifik verlangsamte sich das Wachstum auf 1,7% in LW, die Verkäufe lagen bei 483,9 Mio CHF. Sika begründet dies mit der negativen Marktentwicklung in China. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

ZUVERSICHT FÜR 2015

Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Mit einer Fortsetzung des Volumenwachstums, Effizienzsteigerung sowie niedrigeren Rohstoffpreisen werde eine überproportionale Steigerung der Margen erwartet. Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe allerdings ein Unsicherheitsfaktor für diese Prognose.

Ab 10.30 Uhr kommt es an der ausserordentlichen Generalversammlung von Sika erneut zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

ra/uh

(AWP)

 

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teslike_la
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"Building Trust"

Wobei das Wort "trust" nicht sehr ernst genommen wird!

Habe heute einige Sika Aktien gekauft. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Schenker-Winkler-Holding langfristig mit diesem Investment viel mehr verdienen könnte als mit dieser kurzfristigen Stänkerei und dem Verkauf an die Franzosen.

Beschämend, wie die Erben mit dem Vermächtnis der Vorfahren umgehen.

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Eine Hürde weniger für Sika-Übernahme
 

Die französische Saint-Gobain hat eine Hürde auf dem Weg zur Machtübernahme beim Bauchemiekonzern Sika genommen. Die Aktionärsgruppe um Bill Gates ist vor Bundesgericht abgeblitzt.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht entschied am Dienstag, dass Saint-Gobain nicht verpflichtet sei, allen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Damit ist eine von zwei zentralen Bedingungen erfüllt, die die Franzosen für den Vollzug der im Dezember angekündigten Transaktion stellen.

Die Eignerfamilie Burkard-Schenker will ihren Sika-Anteil für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain verkaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber 53 Prozent der Stimmen. Mit der Familie vereinbarte Saint-Gobain eine Prämie von rund 80 Prozent auf den damaligen Aktienkurs, die übrigen Investoren sollen leer ausgehen. Dagegen kämpfen nicht nur Sika sondern auch wichtige Aktionäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates.

Seine Anlagegesellschaft Cascade sowie seine Stiftung scheiterten nun mit der Forderung, dass Saint-Gobain auch den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot vorlegen muss. Der Entscheid sei endgültig und könne nicht angefochten werden, erklärte das Bundesverwaltungsgericht. Auf anderem Weg wollen Gates` Anlagevehikel die Transaktion dennoch weiterhin verhindern, "auch wenn das eine mehrjährige Schlacht erfordert", hiess es in einer Stellungnahme.

Die zweite Bedingung der Franzosen für eine Übernahme ist, dass die Familie mit ihren ganzen 53 Prozent stimmen und damit einen Machtwechsel im Verwaltungsrat vollziehen kann. Dies hat Sika bereits zwei Mal verhindert, indem das Unternehmen die Stimmrechte der Familie beschnitten hat. Dagegen haben die Burkards geklagt. Ein Urteil wird erst im kommenden Jahr erwartet.

(Reuters)

 

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Sika-Streit: Weitere Runde an Saint-Gobain
 

Nach der EU-Kommission hat auch die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko den Erwerb der Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika durch die Saint-Gobain-Gruppe gutgeheissen.

Eine entsprechende Medienmitteilung des französischen Baukonzerns bestätige ein Weko-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP am späten Dienstagabend. Aus rein kartellrechtlicher Sicht bestünden keine Bedenken im Hinblick auf eine marktbeherrschende Stellung, sagte er.

Gemäss Saint-Gobain hatten zuvor schon die Wettbewerbsbehörden der USA und von China dem Erwerb zugestimmt. Damit hätten sich alle relevanten Wettbewerbskommissionen "bedingungslos" hinter die Übernahme gestellt, sagte Andreas Bantel, Kommunikationsbeauftragter von Saint-Gobain, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Diese Genehmigungen ohne Bedingung seien "eine Bestätigung für die industrielle Logik des Zusammenschlusses zwischen den beiden Gruppen", teilte Saint-Gobain weiter mit. Weder die Weko noch Sika waren am Abend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bitterer Steit um Kontrollmehrheit

Im Dezember 2014 hatte die Schenker-Winkler-Holding (SWH), die von Mitgliedern der Sika-Erbenfamilie Burkard beherrscht wird, beschlossen, ihren Aktienanteil und damit die Stimmenmehrheit für 2,75 Milliarden Franken an Saint-Gobain zu verkaufen. Damit würde Saint-Gobain 16,1% des Aktienkapitals kaufen und gleichzeitig auch 52,4% der Stimmrechte von Sika erhalten.

Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

Seither tobt ein erbitterter Streit um die Übernahme der Kontrolle von Sika, der inzwischen auf juristischem Weg ausgefochten wird. So hatte am 1. September das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Saint-Gobain für den Erwerb der von der SWH gehaltenen Sika-Aktien den Publikumsaktionären kein Angebot unterbreiten muss.

Damit bestätigte sie eine Verfügung der Übernahmekommission der Finanzmarktaufsicht (Finma). Diese hatte am 1. April 2015 festgestellt, dass die Opting-Out-Klausel auf die zwischen der Familie Burkard und der SWH einerseits und der Saint-Gobain andererseits beabsichtigte Aktientransaktion Anwendung findet.

Ein öffentliches Kaufangebot an die Aktionäre der Sika sei deshalb nicht nötig. Dagegen hatten die Bill & Melinda Gates Stiftung und Cascade Investment, die beide Anteile an Sika halten, Beschwerde eingereicht.

Weiter juristische Verfahren

Weitere juristische Verfahren sind noch im Gange. Dabei geht es unter anderem um die Frage der Beschränkung der Stimmrechte. Mit Berufung auf die Statuten hatte der Verwaltungsrat das Stimmrecht der Sika-Erben auf 5% beschränkt.

Dadurch konnte an der Generalversammlung Ende Juli die Abwahl der unabhängigen Verwaltungsrats-Mitglieder Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter verhindert werden.

Rechtsexperten hatten im vergangenen April damit gerechnet, dass es bis 2017 dauern könnte, bis klar ist, ob der französische Konzern das Aktienpaket der Erbenfamilie Burkard übernehmen kann. Der Vertrag zwischen der Familie und Saint-Gobain läuft bis Juni 2016.

(AWP/SDA)

 

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Sika eröffnet Betonfabrik in Argentinien

18.09.2015 10:20

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika baut ihre Produktionskapazität in Argentinien aus. Eine neue Fabrik mit dazugehörigem Lager für Endprodukte werde in Cordoba eröffnet, teilt Sika am Freitag mit. Durch die lokale Produktion würden insbesondere Transportkosten wegfallen, was zur Verbesserung der Kostenstruktur und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit beitrage. Mörtel sowie Beton- und Mörtelzusatzmittel bilden die Produktionsschwerpunkte der neuen Anlage. Die Fabrik ist die zweite Produktionsanlage von Sika in Argentinien.

Wie Sika weiter schreibt, werde für Argentinien für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich um 3,7% prognostiziert. Vor diesem Hintergrund rechne Sika mit einer Stimulierung der Bauindustrie.

cp/ra

(AWP)

 

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Sika eröffnet in Afrika weitere Produktionswerke und Niederlassungen

30.09.2015 12:20

Zürich (awp) - Der Der Spezialchemiehersteller Sika baut seine Präsenz in Afrika weiter aus. In Nigeria und der Elfenbeinküste eröffnet die Gesellschaft Produktionswerke für Betonzusatzmittel Und Mörtel. Zudem wurden neue Niederlassungen in Äthiopien und Tansania gegründet, wie Sika am Mittwoch mitteilte. Damit sei das Unternehmen nun 16 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent vertreten.

"Unsere neuen Produktionsanlagen in Nigeria und der Elfenbeinküste stellen zusammen mit unseren neu gegründeten Tochtergesellschaften in Tansania und Äthiopien einen weiteren Meilenstein in der konsequenten Umsetzung der Sika Strategie 2018 dar", sagt in der Mitteilung Paul Schuler, Leiter der Region EMEA. Mit den jüngsten Investitionen beschleunige Sika das Wachstum in der Region südlich der Sahara und werde den Marktanteil von Sika weiter ausbauen.

Sika gründete 2014 die Tochtergesellschaften in Nigeria und der Elfenbeinküste. Nun investiere die Gesellschaft in Lagos und Abidjan in lokale Produktionsanlagen zur Herstellung von hochwertigen Betonzusatzmitteln und Mörtel, heisst es weiter.

Der Spezialchemiehersteller Sika will seine Präsenz in Afrika mittelfristig so weit ausbauen, dass mindestens 70% des Marktpotenzials auf dem Kontinent abgedeckt werden können, erklärte vergangene Woche Afrika-Chef Jean de Martres im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung "L'Agefi". Heute steht Afrika für etwas mehr als 3% des Konzernumsatzes.

sig/tp

(AWP)

 

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Widerstand der Sika-Manager gegen Saint-Gobain-Deal wächst

13.10.2015 16:04

Baar ZG (awp/sda/reu) - Die geplante Übernahme durch die französische Saint-Gobain stösst bei den Managern des Bauchemiekonzerns Sika auf immer breiteren Widerstand. In einem Brief an Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Challendar stellen sich 140 Manager gegen die Transaktion.

Die vorgeschlagene Transaktion bringe keine Synergien und gefährde das zukünftige Wachstum von Sika, hiess es in dem der Nachrichtenagentur sda vorliegenden Brief.

Unterzeichnet haben ihn 140 der insgesamt 160 zum höheren Management gehörenden Länderchefs und Bereichsleiter, wie Sika-Sprecher Dominik Slappnig am Dienstag auf Anfrage sagte. Nicht unterschrieben wurde der Brief von der Geschäftsleitung, die ihren Standpunkt bereits früher und mehrmals zum Ausdruck gebracht hatte.

Wie Slappnig sagte, ist den Länderchefs die direkte Konkurrenz durch Saint-Gobain sehr bewusst. Behauptungen des französischen Konzerns, es gebe Synergien, wiesen die Manager von sich. Angesichts des Transaktionspreises müsse Saint-Gobain Synergien schaffen und dabei seien die Folgen ebenfalls klar: Stellenabbau ausserhalb Frankreichs, erklärte Slappnig.

ERBITTERTER WIDERSTAND

Die 140 Unterzeichneten hielten im Brief fest: "Wir bitten Sie einmal mehr dringend, Ihre Pläne zu überdenken, die unserer Einschätzung nach grosse Risiken für beide Seiten darstellen."

Die Manager verstünden nicht, wie ein Unternehmen von der Reputation Saint-Gobains sich auf ein derartiges Übernahmeabenteuer einlassen könne - ohne Buchprüfung, ohne Unterstützung des Verwaltungsrats und gegen die Opposition der Geschäftsleitung. Die Manager forderten de Chalendar zu Gesprächen auf.

Jede Entscheidung, die die Minderheitsaktionäre benachteiligen könnte, werde angefochten, hiess es in dem auf den 13. Oktober datierten Brief weiter. Sika wachse schneller als Saint-Gobain und sei zudem profitabler. Die beiden Firmen passten strategisch und kulturell nicht zusammen, eine Übernahme bringe keiner Seite Vorteile.

"Sie werden erbittertem Widerstand von allen Seiten gegenüberstehen", schrieben die Manager. Im Übernahmekampf sind mehrere Gerichtsverfahren am Laufen.

Saint-Gobain hatte im Dezember angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Mrd CHF zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16%, aber einen Stimmenanteil von 52%.

mk

(AWP)

 

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