Sika

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Behördlicher Weg ist frei für Sika-Transaktion

Die Saint-Gobain-Gruppe hat nun sämtliche notwendige Bewilligungen für den Erwerb einer Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika erhalten.

Zuletzt habe auch die brasilianische Wettbewerbsbehörde (CADE) ihre bedingungslose Zustimmung zur Übernahme erteilt, so der französische Konzern am Montag in einer Medienmitteilung.

Saint-Gobain zeigt sich in der Mitteilung "fest entschlossen", die Transaktion umzusetzen. Dagegen wehren sich Sika-Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat der Gruppe seit einem Jahr vehement. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

(AWP)

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Sika eröffnet neue Mörtelfabrik in Griechenland
08.01.2016 10:14

Zürich (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat ein neues Produktionswerk für Mörtel in Griechenland bei Athen eröffnet. Die Produktionskapazität betrage 20'000 Tonnen pro Jahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im neuen Werk befinden sich zudem ein Labor sowie ein Logistikzentrum für Betonzusatzmittel, das den Süden Griechenlands bedienen werde. In einem nächsten Schritt soll noch eine Produktionsanlage für Flüssigmembrane zur Abdichtung von Bauwerken und Dachkonstruktionen errichtet werden.

Das neue Werk soll neben der bestehenden Fabrik in Thessaloniki mit einem erweiterten Produktportfolio und der Erschliessung neuer Marktsegmente zum Ausbau des Mörtelgeschäfts in Griechenland beitragen, heisst es weiter. "Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Lage in Griechenland sind wir vom langfristigen Potenzial des Landes überzeugt", wird Paul Schuler, Regionalleiter EMEA bei Sika, zitiert.

dm/cf

(AWP)

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Firmenergebnisse mit Spannung erwartet

Am Dienstag läutet Sika die Schweizer Unternehmensberichterstattung für 2015 ein. Zum Jahresanfang stellen diese Woche auch weitere Konzerne Umsatzzahlen vor, die zum Teil Signalwirkung für die Börse haben dürften.

Von Lorenz Burkhalter

In weniger als 24 Stunden läutet Sika an der Schweizer Börse SIX die Unternehmensberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 ein. Doch die Zahlen des in der Innerschweiz beheimateten Baustoffherstellers wird auch noch aus einem anderen Grund mit Spannung erwartet, weist er doch seit jeher einen hohen Ergebnisbeitrag aus den Schwellenländern auf, und diese sind derzeit von Turbulenzen heimgesucht.

Den Sika-Zahlen werden in Analystenkreisen daher Signalwirkung für andere Unternehmen mit einer hohen Abhängigkeit von den aufstrebenden Regionen nachgesagt.

Wartet Sika mit einem überzeugenden Ausblick auf?

Allen Schwierigkeiten zum Trotz trauen Experten Sika ein solides Schlussquartal zu. Jener von Vontobel rechnet nicht nur mit einer Wachstumsbeschleunigung zu konstanten Wechselkursen, sondern dank Skaleneffekten und tieferen Rohmaterialkosten auch mit höheren Margen. Als bremsend könnte sich die Währungsentwicklung erweisen, geht sein für die Zürcher Kantonalbank tätiger Berufskollege doch von einem negativen Währungseffekt von gut 7 Prozent aus.

Davon lässt man sich bei Kepler Cheuvreux allerdings nicht abschrecken. Erst am Freitag erhöhte der für diese Bank tätige Analyst in Erwartung eines überzeugenden Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016 das Kursziel für die Inhaberaktie auf 4280 (4100) Franken. An der Kaufempfehlung hält er unverändert fest. Was bleibt, ist die Ungewissheit rund um den vom Unternehmen selber angefochtenen Verkauf der Mehrheitsbeteiligung der Familienaktionäre an den französischen Mischkonzern Saint-Gobain.

Nur zwei Unternehmen aus dem SMI werden berichten

Zur Wochenmitte geht mit Geberit das erste Unternehmen aus dem Swiss Market Index (SMI) mit den Jahresumsatzzahlen an den Start. Auch dem Ostschweizer Sanitärtechnikkonzern wird bei Vontobel im vierten Quartal eine organische Wachstumsbeschleunigung auf 3,3 Prozent zugetraut. In den ersten neun Monaten wuchs das Unternehmen noch mit gut 2 Prozent. Als Gründe für die Belebung nennt die Zürcher Traditionsbank einerseits das vorteilhaft milde Wetter und andererseits die tiefe Vergleichsbasis im Schlüsselmarkt Deutschland.

Der für die Zürcher Kantonalbank tätige Analyst befürchtet allerdings, dass das letztjährige Wachstum weit unter der langfristigen Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent zurückgeblieben ist. Die firmeneigenen Mittelfristziele werden vom Experten als ambitiös bezeichnet.

Die ebenfalls am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Verkehrsstatistiken des Flughafens Zürich für den Dezember sind vermutlich nur von untergeordneter Bedeutung für die Anleger. Denn tags drauf legt mit dem Luxusgüterhersteller Richemont ein zweiter Vertreter aus dem SMI einen Zwischenbericht für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2015/16 vor.

Lindt & Sprüngli könnte enttäuschen

Wie der für Vontobel tätige Analyst schreibt, deuten die jüngsten Schweizer Uhrenexportstatistiken auf eine verhaltene Nachfrage in Schlüsselmärkten wie Hongkong hin. Nur dank dem rund 7 Prozent schwächeren Euro erwartet der Experte einen Umsatzanstieg, legt Richemont doch in der europäischen Einheitswährung Rechnung ab. Für seinen Berufskollegen von Kepler Cheuvreux spiegelt sich das schwierige Branchenumfeld weitestgehend in der Kursentwicklung der Aktie wieder. Diese büsste alleine vergangene Woche gut 8 Prozent ein und notiert auf dem tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Am selben Tag wie Richemont präsentiert Lindt & Sprüngli die Umsatzzahlen. Schon seit Tagen wird nach einer wachstumsträchtigen ersten Jahreshälfte mit einer organischen Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr spekuliert. Auffällig ist, dass gleich mehrere Analysten im Vorfeld der Umsatzveröffentlichung ihre Erwartungen nach unten genommen haben. Gerade die Credit Suisse schliesst nicht aus, dass sich das organische Umsatzwachstum im zweiten Semester auf 5 Prozent verlangsamt hat. Prompt gerieten die stolz bewerteten Valoren des Herstellers von Premiumschokolade ins rutschen.

Der Freitag steht dann im Zeichen der Jahresumsatzveröffentlichung von Zehnder und Autoneum. Zehnder wird zwar eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte nachgesagt. Allerdings bezeichnen sowohl Vontobel als auch die Zürcher Kantonalbank das Branchenumfeld als weiterhin herausfordernd und schwierig. Dem Automobilzulieferer Autoneum werden hingegen überzeugende Umsatzzahlen und ein positiver Ausblick auf das neue Jahr zugetraut. Die Aktienkursentwicklung spricht jedoch eine andere Sprache, gingen Autoneum in der ersten Handelswoche des neuen Jahres doch 8 Prozent des Börsenwerts verloren.

CASH

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Sika steigert Umsatz 2015 nach Jahresendspurt deutlich - Ziele 2018 erhöht
12.01.2016 07:02

(Mit Angaben zur Entwicklung in den Regionen ergänzt)

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat im Geschäftsjahr 2015 dank einem starken vierten Quartal den Umsatz deutlich und in allen Regionen gesteigert. Damit wurden die konzerneigenen sowie die Markterwartungen übertroffen. Und weil auch die Vorgaben der "Strategie 2018" bereits erreicht wurden, werden dessen Ziele nach oben angepasst.

Der Umsatz von 5,49 Mrd CHF für 2015 bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 6,2% in Lokalwährungen. Das ist mehr, als Sika selbst erwartet hatte. Ende Oktober hatte das Unternehmen die eigenen Wachstumsprognosen von 6-8% auf 5% in zu konstanten Wechselkursen gesenkt. Damit wurden auch die Schätzungen der Analysten übertroffen; diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 5,467 Mrd CHF gerechnet.

Denn im letzten Jahresviertel 2015 hat Sika mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 8,3% wieder etwas Fahrt aufgenommen. Nach dem ersten Semester 2015 hatte in Lokalwährungen ein Plus von 5,6% resultiert, nach neun Monaten eines von 5,5%.

Getrübt wird das Umsatzresultat durch die Währungssituation. Nach Umrechnung in den starken Franken ist der Umsatz um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Der negative Währungseffekt lag also bei 7,7%.

WACHSTUM IN ALLEN REGIONEN

Das im Kanton Zug ansässige Unternehmen, das im vergangenen Jahr neun Fabriken und drei Ländergesellschaften eröffnete, verzeichnete in sämtlichen Weltregionen Zuwächse. Zweistelligem Wachstumsraten habe man in den Märkten USA, Mexiko, Afrika, Naher Osten, Südostasien und Pazifik erfahren.

Nach den ausgewiesenen Regionen betrachtet realisierte Lateinamerika mit plus 9,5% in Lokalwährungen die stärkste Dynamik. Hier standen einem schwierigen Marktumfeld in Brasilien Marktanteilsgewinne in anderen Ländern gegenüber, so Sika. Nordamerika (+8,4%) habe von einer positiven Baukonjunktur in den USA profitiert.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,1%, als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt. Insgesamt habe das Wachstum in den Schwellenländern 7,9% betragen. Um China bereinigt wäre Sika 2015 um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter.

HÖHERE ZIELE

Für das Gesamtjahr 2015 stellt der Konzern eine überproportionale Steigerung des Betriebsergebnisses und eine EBIT-Marge von 11,5 bis 12,0% in Aussicht. 2014 lag der entsprechende Wert bei 11,4%.

Weil die Vorgaben der "Strategie 2018" damit frühzeitig erreicht wurden, werden diese Ziele erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% (bisher >10%) und ein Operativer Freier Cash Flow von >8% (bisher >6%) angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden (bisher >20%).

Die nach Ansicht von Sika "erfreuliche" Entwicklung unterstreiche die Notwendigkeit, das Erfolgsmodell des Unternehmens im Interesse aller Stakeholder zu sichern, heisst es weiter.

Verwaltungsrat, Konzernleitung, die 160 Senior Manager sowie Arbeitnehmervertreter stellten sich daher unverändert gegen den feindlichen Übernahmeversuch von Saint-Gobain. Man werde "weiterhin im Interesse von Sika und ihren Stakeholdern handeln", so die Mitteilung.

Die Sika-Erben-Familie, die mit nur rund 16% Kapital den Konzern kontrolliert, will ihre Aktien der französischen Industriegruppe verkaufen. Ein Angebot an die restlichen Aktionäre ist nicht geplant. Die Sika-Führung blockiert deswegen den Verkauf über diverse juristische Züge.

ra/cf

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Saint-Gobain beim Kampf um Sika siegessicher

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hält trotz des Widerstands des Managements und vieler Aktionäre an der geplanten Übernahme des Schweizer Rivalen Sika fest.

"Uns gibt es seit mehr als 350 Jahren", sagte Saint-Gobain-Manager Laurent Guillot am Freitag. "Angesichts der überwältigenden industriellen Logik der Transaktion sind wir geduldig und durchaus bereit, noch ein paar Monate zu warten." Saint-Gobain habe bei den eigenen Aktionären starke Unterstützung für den Zukauf.

Saint-Gobain hatte im Dezember 2014 angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Milliarden Franken zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Damit können sie den Verwaltungsrat mit eigenen Vertretern besetzen und so mit einem vergleichweise geringen Kapitaleinsatz die Kontrolle über Sika übernehmen. Während die Burkards einen Aufschlag von 80 Prozent zum damaligen Aktienkurs erhalten, sollen die übrigen Aktionäre leer ausgehen.

Angesichts der verhärteten Fronten zwischen Sika und den Minderheitsaktionären einerseits und der Familie und Saint-Gobain andererseits wird schlussendlich wohl ein Gericht entscheiden, ob Sika übernommen wird. Das wichtigste von mehreren Verfahren läuft derzeit im Kanton Zug. "Wir erwarten einen Entscheid des Gerichts in Zug zwischen Juni und September", erklärte Guillot. Er sei zuversichtlich, dass sein Unternehmen vor Gericht recht erhalte.

Saint-Gobain habe weder die Verpflichtung noch die Absicht, den übrigen Sika-Aktionären ein Kaufangebot zu unterbreiten. Stattdessen peile der Konzern andere Zukäufe an, sagte Guillot. "Wir haben die finanzielle Kraft für weitere Akquisitionen."

(Reuters)

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Sika-Aktionär Burkard: Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht
23.02.2016 15:51

Zürich (awp) - Urs Burkard, Mitglied der Sika-Besitzerfamilie Burkard, zeigt sich optimistisch, dass der Verkauf des Mehrheitsanteils an Saint-Gobain nach Beendigung der rechtlichen Verfahren über die Bühne gehen wird. Er erwartet aber auch keine schnelle Lösung. Es gebe keine Anzeichen von Seiten des französischen Konzerns, dass diese sich von der Vereinbarung zurückziehen könnten.

Zudem glaubt er kaum, dass der im zweiten Quartal erwartete Entscheid des Kantonsgerichts Zug zur Vinkulierung zu seinen Ungunsten ausfallen könnte. "Diese Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering", sagte Burkard gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (online, 23.02.2016) "Am Schluss gehen alle vor das Bundesgericht, dann dauert alles noch einmal zwei oder zweieinhalb Jahre. Am Ende werden meine Geschwister und ich auf der Gewinnerseite stehen, und jemand wird verlieren."

Der mit Saint-Gobain geschlossene Vertrag habe noch einen Laufzeit bis 30. Juni. "Es gibt die Option, den Vertrag zu verlängern. Es deutet nichts darauf hin, dass Saint-Gobain diese Option nicht nutzen würde. Aber sollte es so kommen, dann sind ja immer noch wir der bestimmende Aktionär. Dann werden wir den jetzigen Verwaltungsrat nicht lange behalten", so der Sika-Aktionär.

Dass der übrige Verwaltungsrat und die Minderheitsaktionäre ein solches Problem mit dem Ausstieg der Familie haben, bringt Burkard weiter wenig Verständnis entgegen. "Es steht in den Statuen, dass Minderheitsaktionäre nichts bekommen, wenn die Familie aussteigt und einen Paketzuschlag erhält. Das wusste jeder. Auch die Pensionskassen,", so Burkard. "Ich finde es verantwortungslos von Investoren, Geld anzulegen, ohne die Statuten zu lesen."

Auch der Vorwurf, die Familie habe ihre Stellung missbraucht und profitiere als Einziger von dem Verkauf lässt er weiterhin nicht gelten. "Da müssen Sie die Statuten lesen, aus, amen, fertig. Kein einziger Aktionär ist benachteiligt, alle können von den Synergien profitieren."

yr/cp

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Sika legt trotz Übernahme-Streit ein weiteres Rekordjahr hin
26.02.2016 07:42

(Meldung ausgebaut)

Baar (awp) - Mitten im Übernahmepoker sorgt Sika für positive Schlagzeilen: Die Zuger Bauchemie- und Klebstoffherstellerin hat 2015 das beste Resultat in der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum hätten alle Regionen sowie Investitionen in neue Fabriken und Ländergesellschaften beigetragen. Davon profitieren die Aktionäre in Form einer Dividendenerhöhung.

Sika erfuhr zwar im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang um 1,5% auf 5,49 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe allerdings um 6,2%. Um den rückläufigen Markt China bereinigt wäre Sika gar um 7,4% in Lokalwährungen gewachsen.

Die hohe Wachstumsdynamik und ein diszipliniertes Kostenmanagement hätten zu neuen Höchstwerten beim EBIT von 673,3 Mio (+6,3%) und beim Gewinn von 465,1 Mio CHF (+5,4%) geführt. Auch der operative freie Geldfluss war mit 451,5 Mio CHF (+8,1%) noch nie so hoch. Geholfen hätten auch die niedrigeren Rohstoffpreise, so Sika.

In der Folge lag die EBIT-Marge mit 12,3% um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Sika die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.

Die Aktionäre sollen in der Form einer höheren Dividende vom Rekordgewinn profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt vor, diese von 72 auf 78 CHF pro Inhaberaktie respektive von 12 auf 13 CHF pro Namenaktie zu erhöhen. Dies entspricht einer Steigerung von 8,3%.

IN ALLEN REGIONEN GEWACHSEN - CHINA SCHWÄCHELT

Mit Blick auf die regionale Umsatzentwicklung hat die frühere Wachstumslokomotive Asien/Pazifik Schwung eingebüsst. Dort verlangsamte sich das in LW gemessene Wachstum auf 2,1%; 2014 hatte die Region noch um knapp 13% zugelegt. Als Grund wird eine rückläufige Marktentwicklung in China genannt.

Den stärksten Zuwachs realisierte die Region Lateinamerika. Trotz eines schwierigen Marktumfelds in Brasilien hätten Marktanteilsgewinne in anderen Ländern zu einem Plus von 9,5% geführt. Insgesamt lag das Wachstum in den Schwellenländern bei 7,9%.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) steigerte den Umsatz um 5,6% und hat laut Sika von einem guten Geschäftsverlauf in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten profitiert. Die Umsätze in Westeuropa hätten derweil leicht über den Vorjahreswerten gelegen.

Nordamerika erzielte ein Umsatzplus von 8,4%, so Sika weiter. Hier habe der fortgesetzte Marktaufbau sowie eine positive Baukonjunktur mit vermehrten Investitionen in Infrastruktur- und kommerzielle Bauten zu deutlich höheren Volumen geführt.

Im margenstarken Mörtelgeschäft habe Sika mit einem Umsatzplus von 12,9% übrigens ebenfalls überproportionale Zuwachsraten generiert, heisst es weiter. Dieses habe man mit fünf neuen Fabriken und drei Akquisitionen weiter ausgebaut.

WACHSTUMSSTRATEGIE WIRD WEITERGEFÜHRT

Total hat Sika im Berichtsjahr fünf Unternehmen akquiriert, diese hätten zusammen in 2014 einen Jahresumsatz von 115 Mio CHF generiert. Der beschleunigte Aufbau der Wachstumsmärkte werde im Rahmen der "Strategie 2018" weitergeführt. Sika wolle jährlich in 6-8 neue Fabriken investieren sowie neue Ländergesellschaften gründen.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen.

Die Vorgaben der "Strategie 2018" wurden bereits im Januar erhöht. Neu wird eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von mehr als 8% angestrebt. Der Return on Capital Employed soll bis 2018 auf 25% gesteigert werden.

VERHÄRTETE FRONTEN ZU ÜBERNAHME

Zum als feindlich eingestuften Übernahmeversuch durch Saint-Gobain bekräftigt die Sika-Führung ihre Haltung, wonach dieser die "Erfolgsgeschichte von Sika fundamental in Frage stellen" würde. Der Übernahme fehle die industrielle Logik. Am Donnerstagabend hatte Saint-Gobain per Communiqué mitgeteilt, Sika weiterhin übernehmen zu wollen.

ra/cp

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Sika: Cascade will Sachverständigen-Ausschuss bis 2020 im Amt haben
04.03.2016 07:17

Baar (awp) - Bei Sika soll der Sachverständigen-Ausschuss bis zum Jahr 2020 im Amt bleiben. Die Aktionärsgruppe um Cascade Investment und die Bill & Melinda Gates Foundation Trust hat ein entsprechendes Traktandierungsbegehren für die ordentliche Generalversammlung vom 12. April 2016 eingereicht. Laut Mitteilung vom Freitag wird der Sika-Verwaltungsrat das Begehren und den Antrag prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen.

Der Ausschusses war an der letzten ordentlichen Generalversammlung im April 2015 eingesetzt worden. Der Auftrag: Die Sachverständigen sollen das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain untersuchen und prüfen und regelmässig über die Ergebnisse an die Aktionäre berichten.

Dem Gremium gehören drei Männer an: Die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der Brite James Montagnon, der früher als Wirtschaftsjournalist und dann als Berater arbeitete.

ra/uh

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Sika-Führung gegen neuen Verwaltungsrat

Der Sika-Verwaltungsrat lehnt den Antrag der Schenker-Winkler Holding AG auf die Zuwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat ab.

Zudem wird der Antrag der Aktionärsgruppe um Cascade Investment und den Bill & Melinda Gates Foundation Trust auf Verlängerung der Amtszeit der Sachverständigen unterstützt. Das teilt das Unternehmen mit der Bestätigung des 12. April 2016 als Termin der ordentlichen Generalversammlung am Montag mit.

Alle bisherigen Verwaltungsräte stellen sich zur Wiederwahl, heisst es in dem Communiqué weiter. Die unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder Monika Ribar, Paul Hälg (Präsident), Daniel Sauter, Frits van Dijk, Ulrich Suter und Christoph Tobler stünden jedoch nur bei einer geschlossenen Wiederwahl und der Bestätigung von Paul Hälg als Präsident zur Verfügung.

In der Stellungnahme zu den eingereichten Aktionärsanträgen empfiehlt der Verwaltungsrat den Aktionären mehrheitlich, den Antrag auf die Wahl von Jacques Bischoff als weiteren Vertreter der SWH in den Verwaltungsrat der Sika abzulehnen. Unterstützt wird hingegen mehrheitlich der Antrag, die Amtszeit der Sachverständigen bis zur ordentlichen Generalversammlung 2020 zu verlängern.

Der Ausschuss war an der GV im April 2015 eingesetzt worden und hat den Auftrag, das Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Schenker-Winkler Holding und/oder Saint-Gobain hin zu untersuchen und zu prüfen sowie die Aktionäre regelmässig über die Ergebnisse zu unterrichten. Dem Gremium gehören die Anwälte Peter Spinnler und Jörg Walther sowie der frühere Journalist James Montagnon an.

Die ausführliche Traktandenliste mit den Anträgen des Verwaltungsrats zu allen Traktanden werde am 18. März 2016 an die Namenaktionäre verschickt und im Schweizerischen Handelsamtsblatt sowie auf der Homepage der Sika publiziert. Die Generalversammlung 2016 findet am 12. April ab 13 Uhr in Baar statt.

(AWP)

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Bill-Gates-Stiftung kämpft weiter um Sika

Cascade Investment und der Bill & Melinda Gates Foundation Trust unterstützen den Sika-Verwaltungsrat und das Sika-Management weiter im Kampf gegen St. Gobain.

Cascade und der Trust würden ihre Rechte als Sika-Aktionäre und Gegner der Transaktion weiterhin aktiv wahrnehmen, teilten sie am Dienstag in einem offenen Brief mit. Anlass ist die in einer Woche stattfindende Generalversammlung. Einen ähnlichen Brief hatten die Investoren bereits im Dezember verschickt.

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Sika mit Umsatzrekord im ersten Quartal - Ziele bestätigt
12.04.2016 06:47

(Meldung um weitere Angaben zu den Regionen ausgebaut)

Baar (awp) - Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2016 hingelegt. Vor der am Dienstagnachmittag stattfindenden GV vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von 8,3% auf über 1,27 Mrd CHF. Das sei neuer Umsatzrekord in einem ersten Quartal. Der Akquisitionseffekt lag bei +2,9%.

In Schweizer Franken gerechnet stiegen die Verkäufe um 6,6%, der negative Währungseffekt lag also bei minus 1,7%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Durchschnitt mit einem Umsatz von knapp 1,26 Mrd CHF gerechnet.

Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben. Die Marge habe sich aber weiter positiv entwickelt, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Jan Jenisch zeigte sich im Communiqué "sehr zufrieden" mit dem Start ins Geschäftsjahr. So hätten alle Regionen zum guten Jahresstart beigetragen, mit zweistelligem Umsatzwachstum in Argentinien, Kolumbien, Nordamerika, Südostasien, Pazifik, Afrika, dem Nahen Osten und im Industriegeschäft.

NORDAMERIKA STARK - CHINA BLEIBT TIEF

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Nordamerika mit fast 13% zu. Der Konzern habe von einem beschleunigten Ausbau der Lieferkette und der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten profitiert sowie von der soliden Baukonjunktur in der Region.

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte Sika eine Umsatzsteigerung von 8,7%, nach lediglich 1,1% im Vorjahr. "Gute" Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert, das stärkste Wachstum fand mit über 20% gemäss Sika in Afrika statt. Die Marktnachfrage in Westeuropa habe sich derweil auf einem "soliden" Niveau bewegt.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik lag bei 4,3% und damit um 1,8 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dabei habe die Marktnachfrage in China auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dem standen zweistellige Wachstumsraten in Südostasien und im Pazifik gegenüber.

In der Region Lateinamerika verlangsamte sich das Umsatzwachstum auf 4,0% im Vergleich zu 17% im Vorjahr. Vor allem die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen der Lokalwährungen hätten zu der Abschwächung geführt.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg um 17% auf 305,3 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 969,1 Mio CHF 3,7% mehr umgesetzt wurde.

GUIDANCE BEKRÄFTIGT

Für 2016 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 6 bis 8 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika einmal mehr zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hatte Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten. Es wird angenommen, dass der Verwaltungsrat erneut die Stimmkraft der Erbenfamilie beschränken wird, welche ihre Anteile an Saint-Gobain verkaufen will.

ra/cp

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Sika: Neue Anfechtungsklage der SWH gegen gewisse Beschlüsse der GV 2016
22.06.2016 18:28

Baar (awp) - Im Streit zwischen dem Sika-Management und der Schenker-Winkler Holding (SWH) bleiben die Fronten weiter verhärtet. Sika sei darüber informiert worden, dass SWH nun auch gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 12. April 2016 anficht, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilt.

Mit ihrer Klage fechte SWH im Wesentlichen die Wiederwahl in den Verwaltungsrat von Monika Ribar sowie von Paul Hälg, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler sowie die Nichtwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat an, heisst es weiter.

Vor dem Kantonsgericht Zug sind bereits zwei Anfechtungsklagen der SWH gegen gewisse Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 14. April 2015 sowie der ausserordentlichen Generalversammlung vom 24. Juli 2015 hängig. In diesen Verfahren geht es - wie bekannt - grundsätzlich um die Frage, ob die statutarische Vinkulierung der Sika auf den angestrebten Verkauf der Sika Beteiligung der Familie Burkard (überwiegend Sika Namenaktien) an Saint-Gobain Anwendung findet.

Das Sika-Management hält zudem an seiner Ablehnung der Übernahme der Kontrollmehrheit durch Saint-Gobain fest. Man bleibe überzeugt, dass die Einverleibung des Unternehmens in einen Konzern, noch dazu in einen globalen Konkurrenten im Mörtelgeschäft, aufgrund der fundamentalen Interessenkonflikte und der unrealistischen Synergieerwartungen unternehmerisch keinen Sinn macht, heisst es. Die Transaktion sei daher nicht im Interesse der Sika und werde von der überwiegenden Mehrheit aller Stakeholder unverändert abgelehnt.

yr/tp

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Sika eröffnet neues Produktionswerk in Australien
14.07.2016 09:42

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika baut seine Präsenz in Australien aus. So wurde in Bibra Lake an der Westküste eine neue Fabrik eröffnet, welche die Produktionskapazitäten des Unternehmens für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern erhöhe. Sika verlegt zwei bestehende Werke und drei regionale Lager, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hatten, an den neuen Standort.

Mit der neuen Fabrik schaffe Sika die Grundlage für zukünftiges Wachstum in Westaustralien, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Sie verbessere überdies die Lagerhaltung und Logistik von Endprodukten und biete Raum für künftige Mörtelproduktionsanlagen. Sika habe in den letzten fünf Jahren in Australien ein starkes zweistelliges organisches Wachstum verzeichnet, heisst es weiter.

ra/cf

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Ausblick Sika: Halbjahresgewinn von durchschnittlich 232,1 Mio CHF erwartet
28.07.2016 14:04

Zürich (awp) - Der Spezialitätenchemie-Hersteller Sika publiziert am Freitag, 29. Juli, die Zahlen zum ersten Halbjahr 2016. Insgesamt neun Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.

H1 2016
(in Mio CHF) AWP-Konsens H1 2015

Umsatz 2'780 2'625
EBIT 330,0 288,6
Konzerngewinn 232,1 197,3

FOKUS: Sika wird Analysten zufolge auch für das zweite Quartal 2016 einen gewohnt guten Abschluss präsentieren. Das Wachstum sollte in erster Linie aus der Konzernregion Nordamerika stammen, gefolgt von Lateinamerika und Europa. Das Geschäft in Asien/Pazifik dürften indes erneut unter einer schwachen Entwicklung in China gelitten haben.

Da Sika die Schlagzahl in Sachen Übernahmen deutlich gesenkt hat, kommen kaum Akquisitionseffekte hinzu. Von Interesse für die Experten wären Aussagen zu möglichen Akquisitionszielen, wurde doch im bisherigen Jahresverlauf erst eine kleine Übernahme in den USA getätigt. Dafür aber hat die Gesellschaft zuletzt viele neue Fabriken rund um den Globus eröffnet, was das organische Wachstum stütze.

Mit Blick auf die Profitabilität habe Sika wohl erneut von den tiefen Rohstoffpreisen und einer guten Auslastung der Anlagen profitiert; die Experten gehen daher von einer neuerlichen Ausweitung der Margen aus.

ZIELE: Für 2016 verspricht Sika ein Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen und eine leichte Verbesserung der Margen. Diese Ziele dürften beim Halbjahresausweis bestätigt werden.

Für 2016 rechnet Sika mit einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen. Ferner sollen im laufenden Jahr sechs bis acht neue Fabriken und drei bis vier Ländergesellschaften eröffnet werden. Erhöht wurden bereits zu Jahresbeginn die Vorgaben der "Strategie 2018". Neu wird bis zum genannten Jahr eine EBIT-Marge von 12-14% und ein Operativer Freier Cash Flow von über 8% angestrebt.

PRO MEMORIA: Sika verstärkte am 1. April sein Nordamerikageschäft und übernahm die US-Firma L.M. Scofield. Das Unternehmen sei der amerikanische Marktführer im Bereich Farbzusatzstoffe für Transportbeton sowie dekorative Produkte und Lösungen für die Betonsanierung. Im Jahr 2015 habe Scofield einen Umsatz von 17 Mio CHF erzielt.

Sika war zuletzt sehr aktiv, um das organische Wachstum zu verstärken. So wurde im Berichtsquartal in Thailand eine neue Fabrik für Mörtel und Betonzusatzmittel eröffnet, in Ecuador eine Mörtelfabrik in Betrieb genommen und in Nicaragua eine neue Ländergesellschaft gegründet und in Australien eine neue Fabrik für Betonzusatzmittel und synthetische Fasern in Betrieb genommen.

In der "Sache Saint-Gobain" ist am Freitag kaum mit Neuigkeiten zu rechnen. Als nächsten Termin sollten sich die Investoren den 14. September in ihrer Agenda vermerken; dann wird das Zuger Kantonsgericht ein Hearing zur Anwendung der Vinkulierung der Stimmrechte der verkaufswilligen Familie Burkard an der Generalversammlung abhalten.

Ist eine der beiden Parteien mit dem erstinstanzlichen Entscheid nicht zufrieden - und davon ist mit Sicherheit auszugehen - kann es hernach zwei bis drei Jahre dauern, bis die Bundesrichter in Lausanne zu einem Urteilsspruch kommen. Eigentlich wollten die Franzosen den Deal im zweiten Semester 2015 unter Dach und Fach bringen.

AKTIENKURS: Die Sika-Aktien haben im laufenden Jahr bis dato etwa 20% dazugewonnen und damit deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt SPI, der seit Anfang Jahr etwa 2% verloren hat. Die Titel werden mittlerweile schon fast wieder auf einem Niveau gehandelt, das Analysten Sika als unabhängiges Unternehmen zutrauen würden. Im Markt preise man also einen Sieg des Sika-Verwaltungsrates schon zu einem guten Teil ein, heisst es.

Website: www.sika.com

ra/hr

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Sika expandiert weiter und meldet Rekordgewinn

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat im ersten Halbjahr 2016 ihren dynamischen Wachstumskurs fortgesetzt.

Dynamisch entwickelte sich vor allem der nordamerikanische Markt, während sich die Lage in China etwas aufgehellt hat. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden bekräftigt.

Nach einem Umsatzplus von 8,3% in Lokalwährungen (LW) im ersten Quartal realisierte das Unternehmen im Halbjahr ein Plus von 7,6%. Der Währungseffekt lag bei moderaten -0,7%. Das organische Umsatzplus, also der um Akquisitionen bereinigte Wert, habe im zweiten Quartal bei 6,5% gelegen. Das ist der höchste Wert der letzten zwei Jahre, teilte Sika am Freitag mit.

Gewinn steigt überproportional

Dank dem Volumenwachstum bei einer unterproportionalen Kostenentwicklung habe Sika die Margen erneut verbessert. Die stabilere Währungssituation sowie niedrigere Rohstoffpreise hätten diesen Effekt verstärkt, so die Innerschweizer weiter.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 19% resp. 23% auf 439,7 Mio und 353,7 Mio CHF. Die EBIT-Marge verbesserte sich signifikant um 1,6 Prozentpunkte auf 12,6%. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 25% auf 246,3 Mio, womit die Schätzungen der Analysten einmal mehr übertroffen wurden.

"Unsere Investitionen in neue Produkte, Ländergesellschaften und in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten zahlen sich aus", lässt sich Konzernchef Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Dank der Stärke des Sika-Wachstumsmodells blicke er optimistisch in die Zukunft und auf das zweite Halbjahr 2016.

Nordamerika dynamisch

Alle von Sika bearbeiteten Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, heisst es weiter. Zweistellige Zuwachsraten habe man in den USA, Kanada, Argentinien, Chile, UK, Afrika, Südostasien, der Pazifik Region und im Bereich Automotive erzielt.

Allen voran Nordamerika erzielte mit einem Umsatzplus von 12,7% in Lokalwährungen auf 441,3 Mio CHF ein Rekordergebnis. Hier gab es zudem einen positiven Währungseffekt von 3,2%. Sika spricht von einer soliden Baukonjunktur in der Region, der beschleunigte Ausbau der Vertriebsstrukturen in den wachsenden Ballungsgebieten sei ein Wachstumstreiber.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 6,6% auf 1,34 Mrd CHF. Gute Wachstumsraten habe man in Südeuropa und im Nahen Osten realisiert; in Afrika lag das Umsatzplus gab bei über 20%.

Die Region Lateinamerika legte um 5,9% in LW auf 273,9 Mio CHF zu. Währungseffekte inklusive schrumpften hingegen die Verkäufe um 9,8%. Die Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen einiger Lokalwährungen hätten zu einer Abschwächung des Geschäftsverlaufs geführt, so Sika.

In Asien/Pazifik beschleunigte sich das Wachstum auf 4,6% in LW, nach einem Wert von 2,5% im Vorjahr. Die Verkäufe lagen bei 509,5 Mio CHF. In China sei die Marktnachfrage auf einem tiefen, aber deutlich optimistischeren Niveau als noch vor einem Jahr gelegen. Dagegen seien in Südostasien und Pazifik zweistellige Wachstumsraten erzielt worden.

Zuversicht für 2016

Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung von 8 bis 10 neuen Fabriken und 3 bis 4 Ländergesellschaften fortgesetzt. Damit hat Sika zumindest mit Blick die Fabriken die Schlagzahl etwas erhöht: Zuvor war nämlich noch von 6 bis 8 neuen Fabriken die Rede. In der ersten Jahreshälfte 2016 hat Sika bereits vier neue Fertigungsstätten eröffnet.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, heisst es weiter.

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Fall Sika könnte noch sehr lange dauern

Beim Streit um Sika scheint keine Lösung in Sicht. Solange die Anwälte am Ruder sind, wird es wohl auch keine geben.

Dies sagt Georg Stucky, ehemaliger Verwaltungsrat bei Sika, im Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag".

"Die Juristen verdienen fürstlich, solange der Streit anhält", sagt Stucky, der selbst Jurist ist. "Solange sich die Familie an ihre Anwälte hält, gibt es keine schnelle Lösung", sagt er. Der Streit dauert seit Dezember 2014. Der Fall liegt inzwischen vor Gericht.

Kenner des Falls prognostizierten einen Entscheid eigentlich für diesen Sommer. Stucky scheint nicht daran zu glauben. Für eine Lösung brauche es einen Mediator, sagt er.

Im Kern geht es im Sika-Streit um den Verkauf des Unternehmens an die französische Saint-Gobain. Die Familienerben wollen ihre Anteile verkaufen, indem sie die Familienholding verkaufen. Dagegen stemmen sich der Verwaltungsrat und das Management mit allen Mitteln.

Juristisch beruft sich der Verwaltungsrat auf einen Vinkulierungspassus in den Statuten. Demnach kann der Verwaltungsrat einen Aktionär ablehnen, der mehr als 5 Prozent der Namenaktien hält. Die Familienerben stellen sich auf den Standpunkt, dass sie gar nicht die Namenaktien, sondern die Familien-Holding verkaufen.

Wie es zum Juristen-Hickhack kommen konnte

Stucky, heute 85-Jährig, ist ehemaliger Zuger Finanzdirektor und ehemaliger Nationalrat. Er war als Verwaltungsrat bei Sika dabei, als die Vinkulierungsklausel eingeführt wurde, über die nun vor Gericht gestritten wird.

Anlass für die Einführung 1993 seien Expansionspläne in den Osten und den Fernen Osten gewesen, sagt er. Sika habe Chancen gesehen, aber keine Mittel gehabt.

"Wir mussten also Geld beschaffen", sagte Stucky, der von 1985 bis 2001 im Sika-Verwaltungsrat sass. Doch durch die Kapitalerhöhung wären die Stimmrechte der Familie unter 50 Prozent gesunken. Darum machten der damalige Präsident Kurt Furgler sowie Romuald Burkard, der damals die dritte Generation der Gründerfamilie repräsentierte, den Vorschlag einer Aufteilung von Namen- und Inhaberaktien.

Die Namenaktien waren zugleich Stimmrechtsaktien und gehörten der Familie Burkard. Durch die ungleiche Aufteilung kam die Familie wieder zu über 50 Prozent der Stimmen. Als Ausgleich wurde gemäss Stucky eine Vinkulierungsklausel in den Statuten vorgeschlagen, mit dem Ziel, dass der Verwaltungsrat bei einem künftigen Käufer der Familienaktien mitreden kann. Aus seiner Sicht ist darum der Verkauf an Saint-Gobain nicht rechtens.

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Sika erweitert Produktpalette weiter

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika übernimmt die in den USA die FRC Industries, einen Betonfaserproduzenten.

Mit der Übernahme erweitere Sika seine Produktpalette weiter, wodurch Schlüsselprojekte besser umgesetzt werden könnten, schreibt die Gesellschaft am Donnerstag in einer Mitteilung. Zum Kaufpreis aber auch zum Umsatz des übernommenen Unternehmens macht Sika keine Angaben.

FRC Industries verfügt gemäss Mitteilung über ein breites Sortiment an qualitativ hochwertigen synthetischen Polypropylen- sowie Stahlfasern für Beton. Das Marktwachstum für Betonfasern in den USA übertreffe das Wachstum der Bauindustrie, da der Trend bei der Betonverstärkung hin zu synthetischen Fasern und Stahlfasern gehe, schreibt Sika.

"Die Übernahme von FRC Industries ergänzt unser Geschäft perfekt und unterstützt das weitere Wachstum im Einklang mit unserer Strategie 2018", wird in der Mitteilung Christoph Ganz, Regionalleiter Nordamerika, zitiert.

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Sika-CEO bestätigt an Investorentag die Guidance für 2016
20.09.2016 11:08

Zürich (awp) - Für 2016 geht Sika unverändert von einem Umsatzwachstum von 6-8% und einer überproportionalen Steigerung der Margen aus. Dies erklärte Konzernchef Jan Jenisch am Dienstag in seinen eröffnenden Worten zum Investorentag. Mit Blick auf die Profitabilität versprach Jenisch auch für die zweite Jahreshälfte 2016 eine überproportionale Steigerung der EBIT-Marge. So hoch wie die 160 Basispunkte im ersten Semester werde der Sprung aber nicht ausfallen, fügte er mit Verweis auf Basiseffekte an und bestätigte damit frühere Aussagen.

Die Wachstumsstrategie werde in diesem Jahr mit der Eröffnung neuer Fabriken und Ländergesellschaften fortgesetzt. In den ersten acht Monaten 2016 hat Sika bereits acht neue Fertigungsstätten und vier Ländergesellschaften eröffnet. "Bis zum Jahresende dürften zwei Länder dazukommen", so Jenisch.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibe derweil als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft bestehen, so der Sika-CEO. Saint-Gobain habe in den letzten zwei Jahren nie Interesse an einer ernsthaften Diskussionen gezeigt. "Das ist sehr frustrierend", so Jenisch. Er sehe daher kaum die Chance für eine einvernehmliche Lösung.

ra/cp

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Sika mit Rekord bei Umsatz und Gewinn

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat in den ersten neun Monaten 2016 seinen Wachstumskurs fortgesetzt.

So stieg der Umsatz in der Berichtsperiode um 5,8% auf 4,33 Mrd CHF. In Lokalwährungen wären die Verkäufe um 6,3% gewachsen, teilte Sika am Donnerstag mit. Besonders hervorzustreichen: Im dritten Quartal habe Sika in China nach sechs rückläufigen Quartalen wieder positive Wachstumszahlen verzeichnet.

Auf Konzernebene hat sich aber das Wachstumstempo im dritten Quartal aber etwas abgeflacht, hatte doch im ersten Semester in Lokalwährungen ein Plus von 7,6% resultiert. Das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT nahm um 17% resp. knapp 21% auf 719,5 Mio und 591,2 Mio CHF zu. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 23% auf 415,5 Mio. Das sei ein neuer Rekordwert.

Die höhere Profitabilität erklärt Sika mit steigenden Bruttomargen und einer unterproportionalen Kostenentwicklung.

Die Erwartungen übertroffen

Damit hat Sika die Erwartungen der Analysten auf Gewinnebene übertroffen. Die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Experten beliefen sich für den Umsatz auf 4,36 Mrd, für EBITDA und EBIT auf 714,5, resp. 587,7 Mio und für den Reingewinn auf 411,4 Mio CHF.

Die Jahresziele 2016 können bestätigt werden, so Sika weiter. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Umsatz von rund 5,8 Mrd CHF und eine überdurchschnittliche Margensteigerung bei einem EBIT zwischen 780 und 800 Mio CHF erwartet. Man steuere also auf ein weiteres Rekordjahr zu. Mit der Eröffnung von vier neuen Ländergesellschaften und acht neuen Fabriken liege die Anzahl der Wachstumsinvestitionen gar über Plan.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibt für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen, heisst es weiter.

(AWP)

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Gerichtsentscheid heute Abend. Aktie "puten"?

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Link hat am 28.10.2016 - 14:03 folgendes geschrieben:

Gerichtsentscheid heute Abend. Aktie "puten"?

Sika-Aktie nach Gerichtsurteil auf RekordjagdDer Verwaltungsrat von Sika hat am Freitagabend einen wichtigen Etappensieg errungen.Der Verwaltungsrat von Sika hat am Freitagabend einen wichtigen Etappensieg errungen.
Bild: cash

31.10.2016 10:36

Das Gerichtsurteil im Fall Sika vom Freitagabend überrascht. Analysten bezeichnen es aus Sicht des Verwaltungsrats als Meilenstein. Die Aktie schnuppert Rekordluft.

 

Von Lorenz Burkhalter

 

Im Streit um die Zukunft des Innerschweizer Baustoffherstellers Sika hat der Verwaltungsrat am Freitagabend einen Etappensieg gegen die Erbenfamilie Burkard errungen. Das Kantonsgericht Zug hat die Anfechtungsklage der Schenker-Winkler-Holding (SWH) gegen die Beschlüsse der Generalversammlung 2015 abgewiesen. Damit steht der Erfolg des geplanten Verkaufs der Mehrheitsbeteiligung nach Frankreich in den Sternen.

Für die Börse kommt dieser Entscheid überraschend, geriet die Aktie von Sika am Freitag im Vorfeld des Entscheids doch unter Verkaufsdruck. Bei Handelsende resultierte ein Minus von 4,2 Prozent auf 4247 Franken.

Zu Wochenbeginn setzt nun eine kräftige Gegenbewegung ein. An der Schweizer Börse SIX haussiert die Aktie des äusserst erfolgreichen Baustoffherstellers um 14,6 Prozent auf 4866 Franken. Kurz zuvor markierte sie bei 4890 Franken sogar neue historische Höchstkurse. Beobachter berichten von aggressiven Käufen aus dem In- und Ausland.

Eine mutige Kaufempfehlung nach dem Urteil vom Freitag

Für den für die amerikanische Investmentbank Bernstein tätigen Analysten stellt das Urteil aus Sicht des Verwaltungsrats von Sika einen wichtigen Meilenstein dar. Mit seinem Entscheid habe das Kantonsgericht Zug die zukünftige Diskussionsrichtung grundlegend beeinflusst, so schreibt er weiter. Seines Erachtens liegt die Börse mit ihrer Reaktion vom Freitag völlig falsch, weshalb der Experte mit stark anziehenden Kursnotierungen rechnet. Er empfiehlt die Sika-Aktie wie bis anhin mit "Outperform" und einem Kursziel von 5419 Franken.

Der Berufskollege der Bank Vontobel nimmt das Urteil vom Freitag gar zum Anlass, die Aktie mit einem neu 5550 (alt: 4600) Franken lautenden Kursziel von "Hold" auf "Buy" herauf zu stufen. Seines Erachtens überrascht nicht, dass die Erbenfamilie Burkard den Entscheid an die nächsthöhere Instanz weiterziehen will. Dennoch rechnet der Experte damit, dass Sika der SWH ihr Aktienpaket abkaufen und Saint-Gobain eine Entschädigungszahlung entrichten wird.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

In einem Kommentar aus dem Hause HSBC wird darauf verwiesen, dass der Mehrheitsaktionär vor der nächsthöheren Instanz in Berufung gehen wolle und vertraglich an den Paketverkauf nach Frankreich gebunden sei. Dennoch begrüsst der verantwortliche Analyst das Urteil vom Freitag und sieht sich darin in seiner Kaufempfehlung sowie im nach den Neunmonatsumsatzzahlen auf 5200 (alt: 5000 Franken) angehobenen Kursziel für die Aktie bestätigt.

Bei der Credit Suisse zeigt man sich überrascht vom Entscheid vom Freitag. In einer Sache zeigt sich die Schweizer Grossbank ziemlich sicher: Saint-Gobain, der französische Käufer der Mehrheitsbeteiligung, werde die Pläne nicht einfach so ohne weiteres aufgeben. Die Aktie wird bei der Credit Suisse deshalb unverändert mit "Neutral" und einem Kursziel von 4600 Franken eingestuft.

Auch eher vorsichtig äussert man sich im hiesigen Berufshandel. Obschon der Entscheid des Kantonsgerichts Zug die zukünftige Stossrichtung zumindest andeute, sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im ungünstigsten Fall für alle Beteiligten drohe ein langwieriger Rechtsstreit, so lautet der Tenor.

 

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@Kapitalist

Hab's auch mitverfolgt. Ich habe am Freitag keine Transaktion durchgeführt...zum Glück Wink

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Sika-Kaufverträge öffentlich einsehbar - keine Arbeitsplatzgarantie

Seit fast zwei Jahren ringen die Sika-Erbenfamilie mit der Sika-Führungsspitze um die künftige Kontrolle des Zuger Baustoffkonzerns. Die Veröffentlichung der Kaufverträge führt nun zu neuen Kontroversen.

Die "Sonntagszeitung" hat den Aktienkaufvertrag vom 5. Dezember 2014 und den geänderten Vertrag vom 7. April 2015 online gestellt. Die Zeitung stellt basierend darauf frühere Aussagen von Saint-Gobain und der Erbenfamilie in Frage. So warben diese für die Übernahme mit Zusagen des französischen Konzerns, beispielsweise zum Erhalt der Arbeitsplätze. Diese Zusicherungen seien gar nicht bindend, schreibt die Zeitung.

Die Erbenfamilie und Saint-Gobain wehren sich in Stellungnahmen gegen die Vorwürfe, die Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben. Die in der Schenker-Winkler-Holding (SWH) organisierte Sika-Erbenfamilie betonte öffentlich mehrmals, der französische Konzern sei eine Reihe von sehr klaren Verpflichtungen eingegangen, damit die Unabhängigkeit von Sika erhalten bleibe.

Sika bleibe an der Schweizer Börse und der Hauptsitz in der Schweiz, hiess es. Das bisherige Management solle Sika führen, im Verwaltungsrat würde es mehrere unabhängige Verwaltungsräte geben. Sika-Erbe und Verwaltungsrat Urs Burkard erklärte weiter an der diesjährigen Generalversammlung im April, alle Mitarbeitenden erhielten während zweier Jahre eine Arbeitsplatzgarantie.

Keine Zusagen im Vertrag

Die "Sonntagszeitung" schreibt: "Es gab nie eine solche Garantie." Sie verweist auf die Kaufverträge. In diesem sind keine entsprechenden Verpflichtungen von Saint-Gobain festgehalten. In einer Klausel heisst es zudem, es gebe zwischen den Parteien keine weiteren Vereinbarungen und Garantien als jene, die im Vertrag genannt seien.

Ein Sprecher der SWH sagte, die Zusicherungen seien nur in Vereinbarungen zwischen Saint-Gobain und Sika sinnvoll. Deshalb seien sie nicht Teil des Verkaufsvertrags. Da Sika sich solchen gegenseitigen Abmachungen verweigere, habe Saint Gobain die entsprechenden Zusicherungen öffentlich an alle Stakeholder gemacht.

Ein Saint-Gobain-Sprecher verweist auf einen offenen Brief von Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar an die Mitarbeitenden der Sika, in dem er diesen klare Zusicherungen gemacht habe. "Diese werden nach dem Vollzug des Projekts Punkt für Punkt umgesetzt."

Unter anderem schreibt de Chalendar, es sei Saint-Gobains klare Absicht, weder Entlassungen von Sika-Mitarbeitenden noch irgendwelche Restrukturierungen aufgrund des Kaufs vorzunehmen. Der Sprecher kritisierte zudem die Debatte über die Zusicherungen: "Jeglicher Versuch von Dritten, über diese feststehenden Pläne eine Kontroverse zu eröffnen, zielt ins Leere und geschieht letztlich einzig zum Schaden der Mitarbeitenden der Sika."

Deutungsstreit um Klauseln

Die "Sonntagszeitung" hält den Aussagen zu den Zusicherungen entgegen, sie hätten rechtlich keine bindende Wirkung. Die Zeitung hatte bereits in ihrer Ausgabe vom letzten Sonntag über den Vertrag von 2014 berichtet und dabei kritisiert, der Vertrag erlaube es Saint-Gobain, Sika schon vor dem Vollzug der Übernahme diktieren zu können.

So verpflichteten sich die Verkäufer, ihren Einfluss auf den Sika-Chef geltend zu machen, damit er konstruktiv mit Saint-Gobain zusammenarbeite. Zu entsprechenden Bestimmungen hiess es von Sprechern der Familie und Saint-Gobain, es handle sich um normale, mit dem Schweizer Recht konforme Bestimmungen.

Saint-Gobain will 2,75 Milliarden Franken für den Kauf der privilegierten Familienaktien bezahlen, die mit einem Anteil von rund 17 Prozent die Kontrollmehrheit von leicht über 50 Prozent garantieren. Dagegen wehren sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre.

Mit einer Beschränkung der Stimmrechte - der sogenannten Vinkulierung - hat der Verwaltungsrat die Übernahme bislang blockiert. Ende Oktober entschied das Zuger Kantonsgericht, dass diese Stimmrechtsbeschränkung an der Generalversammlung vom vergangenen Jahr rechtens war.

Die SWH hat bereits angekündigt, das Urteil weiterzuziehen. Die Sika-Führung schlug der SWH derweil vor, selbst das Aktienpaket der Familie zu kaufen. Von der Familie hiess es aber, sie sei weiterhin an den Vertrag mit Saint-Gobain gebunden.

(AWP/SDA)

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Sika übernimmt österreichische Bitbau Dörr mit Umsatz von 50 Mio CHF
11.01.2017 07:08

Baar (awp) - Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika übernimmt Bitbau Dörr, einen Hersteller von Abdichtungssystemen mit Sitz in Innsbruck. Das Unternehmen mit 85 Mitarbeitenden erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 50 Mio CHF. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der österreichischen Wettbewerbsbehörde; einen Kaufpreis nennt Sika am Mittwoch nicht.

Zum Produktportfolio von Bitbau Dörr zählten komplette Abdichtungssysteme, die auf Dächern, an Bauwerken und im Tiefbau zum Einsatz kämen. Mit der Übernahme baue Sika ihr Produktsortiment damit aus. Wachstumsmöglichkeiten würden für beide Unternehmen durch die Erweiterung der Vertriebskanäle und der Kundenbasis entstehen.

ra/cf

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Sika: Alle bisherigen Verwaltungsräte stellen sich zur Wiederwahl
15.03.2017 07:15

Baar (awp) - Der nächste Showdown bei Sika kann am 11. April 2017 in unveränderter Besetzung stattfinden. Beim Bauzulieferer stellen sich an der nächsten ordentlichen Generalversammlung alle bisherigen Verwaltungsräte zur Wiederwahl.

Wie Sika am Mittwoch mitteilt, wird die ausführliche Traktandenliste mit den Anträgen des Verwaltungsrats zu allen Traktanden am (heutigen) 15. März 2017 an die Namenaktionäre verschickt und im Schweizerischen Handelsamtsblatt sowie auf der Website von Sika publiziert.

Die Sika-Generalversammlungen waren in den letzten zwei Jahren jeweils spannungsgeladene Veranstaltungen. Sechs "widerspenstige" VR-Mitglieder wehren sich mit juristischen Mittel gegen den geplanten Verkauf einer Kontrollmehrheit der Gesellschaft an die französische Saint-Gobain. Auf der Gegenseite steht die verkaufswillige Familie Burkard, die drei Vertreter in dem Gremium hat.

ra/cp

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Sika-Erbenfamilie beantragt tiefere Ausschüttung
29.03.2017 07:57

Baar (awp) - Der Baustoffkonzern Sika soll gemäss der Schenker-Winkler Holding (SWH), welche die Interessen der Erbenfamilie Burkhard vertritt, eine geringere Dividende ausschütten als vom Sika-Verwaltungsrat beantragt. Die SWH werde an der Sika-Generalversammlung vom 11. April 2017 beantragen, für das Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 96 CHF je Inhaberaktie auszuschütten und den VR-Antrag auf eine Dividende von 102 CHF je Titel abzulehnen, teilte die SWH am Mittwoch mit.

Der Vorschlag der SWH entspreche einer Dividendenerhöhung um 23% gegenüber dem Vorjahr. Damit solle die Dividende "im langfristigen Interesse des Unternehmens" nur im Rahmen der im Geschäftsjahr 2016 erzielten Gewinnsteigerung von 21,8% erhöht werden, so die SWH. Der Vorschlag des Verwaltungsrat entspricht dagegen einer Anhebung der Dividende um 31%. Die SWH habe dem Verwaltungsrat "rechtzeitig signalisiert", eine im Verhältnis zum Jahresergebnis proportionale Erhöhung der Ausschüttungsquote zu beantragen, heisst es in der Mitteilung.

Wie bereits bekannt, beantragt die SWH an der GV zudem die Wahl von Jacques Bischoff in den Sika-Verwaltungsrat. Der frühere Hochschul-Dozent Bischoff ist Mitglied des SWH-Verwaltungsrats und früher unter anderem bei der Telekurs tätig und hatte Einsitz im Verwaltungsrat von Mastercard Europe.

Die SWH hält an der Meinung fest, dass eine Mehrheit des Sika-Verwaltungsrats im Vorjahr nicht gültig gewählt wurde. Diese Personen werde die SWH wiederum nicht in den Verwaltungsrat wählen und ihnen auch keine Entlastung erteilen, heisst es in der Mitteilung. Zudem werde sich die Holding der Familienaktionäre auch gegen die Vergütung dieses Verwaltungsrats aussprechen, sowohl rückwirkend als auch für das kommende Geschäftsjahr. Die künftige Entlohnung des "erfolgreichen Managements" sei von dieser Auseinandersetzung nicht tangiert.

tp/cf

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Sika passt Konzernleitung an - Neue Leitungsfunktionen und CTO-Wechsel
31.03.2017 07:27

Zürich (awp) - Sika nimmt Veränderungen in der Konzernleitung vor: So werde per 1. April 2017 unter anderem eine Leitung für den Zielmarkt Industry geschaffen, geht aus einer Mitteilung des Baustoffkonzerns vom Freitag hervor. "Die Anpassungen in der Konzernleitung sind ein wichtiger Schritt, um unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben", lässt sich Jan Jenisch, Vorsitzender der Konzernleitung, zitieren. Man sei überzeugt, so die strategischen Ziele 2020 zu erreichen.

Thomas Hasler, derzeit Chief Technology Officer, wird zum Leiter Industry ernannt. Die neue Position umfasst ebenfalls die Verantwortung für die zwei globalen Bereiche Automotive und Tooling & Composites. Zudem werden alle Zielmärkte im Bausektor unter einer Leitung zusammengeführt: Yumi Kan, derzeit Leiterin Building Systems & Industry, wird zur Leiterin Construction ernannt und in dieser Funktion für die sechs Zielmärkte Concrete, Waterproofing, Refurbishment, Sealing & Bonding, Flooring und Roofing verantwortlich sein.

Frank Hoefflin, derzeit Technology Head Thermoplastic Systems, wird zum Chief Technology Officer und Mitglied der Konzernleitung ernannt. Er folgt damit auf Hasler.

Ernesto Schuemperli, derzeit Leiter Concrete & Waterproofing, tritt indes als Konzernleitungsmitglied zurück, übernimmt aber die neu geschaffene Position des Head Infrastructure & Mining mit Berichtslinie an den CEO. Darüber hinaus wird Schuemperli die Zusammenlegung der Zielmärkte innerhalb der neuen Organisation begleiten.

Heinz Gisel, derzeit Regionalleiter Asien/Pazifik, verabschiedet sich ebenfalls von der Konzernleitung, um sich Zeit für ein Sabbatical zu nehmen. Im zweiten Halbjahr werde er in einer neuen Funktion zu Sika zurückkehren, so Sika. Gisels Nachfolge tritt Mike Campion, derzeit Head of Area Greater China, an. Folglich wird Camion Regionalleiter Asien/Pazifik und Mitglied der Konzernleitung.

ys/cf

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Sika-Familie weist 'SoZ'-Bericht über mögliche Zweifel zurück
09.04.2017 16:00

(Meldung um offizielle Stellungnahme der Sika-Gründerfamilie Burkard ergänzt)

Zürich/Baar (awp) - Die Übernahme des Bauchemiekonzerns Sika durch den französischen Konzern Saint-Gobain hat nochmals an Brisanz gewonnen. Nachdem die "SonntagsZeitung" über mögliche Zweifel an dem Deal auf Seiten der Sika-Gründerfamilie Burkard berichtet hatte, folgte diese umgehend mit einer offiziellen Stellungnahme, in der sie derlei Überlegungen von sich weist. Die Absichten der Sika-Gründerfamilie würden in dem Bericht falsch dargestellt.

"Die Familie Burkard hält fest, dass Saint-Gobain für Sika der richtige Partner und dass sie weiterhin unbeirrt gewillt ist, den Kaufvertrag baldmöglichst zu vollziehen", heisst es in der Stellungnahme vom Sonntag weiter. Man krebse weder zurück, noch bestünden Zweifel am Sinn der Transaktion mit Saint-Gobain.

TRANSAKTION FÜR BEIDE SEITEN 'SEHR GUT'

Vielmehr sei die Transaktion sowohl für Sika als auch für Saint-Gobain sehr gut. "Die Familie Burkard wird mit dem aktuellen Sika-Verwaltungsrat keine Verhandlungen über alternative Lösungen führen", betont die Gründerfamilie in der Mitteilung.

Gleichzeitig wird in der Stellungnahme bestätigt, dass es zuletzt vermehrt Nachfragen gab, wie sich die Familie verhalten werde, falls die Klage im laufenden Prozessverfahren wider Erwarten rechtskräftig abgewiesen würde. "In diesem Zusammenhang hat die Familie wiederholt darauf hingewiesen, dass die Schenker-Winkler Holding (SWH) in einem solchen Fall Aktionärin mit Stimmenmehrheit bliebe und all ihre Rechte - einschliesslich aller Wahlrechte - vollumfänglich wahrnehmen wird".

NOTIZEN STAMMEN AUS VERTRAULICHEM GESPRÄCH

Mit dieser Stellungnahme reagiert die Burkard-Familie auf einen Bericht der 'SoZ', in dem sich das Blatt vor allem auch auf Notizen des Bernstein-Analysten Phil Roseberg bezieht, der offenbar ein vertrauliches Gesprächsprotokoll einer Handvoll institutioneller Anleger Ende Februar zukommen liess.

Zu diesen Notizen sagt ein Sprecher der Familie gegenüber der Zeitung, die "zitierten Textpassagen basieren auf für uns nicht nachvollziehbaren Interpretationen und subjektiven Eindrücken und geben den Gesprächsverlauf in keiner Art und Weise korrekt wider."

In der Stellungnahme der Burkard-Familie wird ihr Vertreter Urs Burkard noch mit den Worten zitiert, dass solche Attacken, die die Glaubwürdigkeit der Familie untergraben sollten, vor der Sika-Generalversammlung zu erwarten seien. "Dies ändert nichts daran, dass wir mit Saint-Gobain den besten langfristigen Partner für Sika gefunden haben", so Burkard weiter.

LANG WÄHRENDER ÜBERNAHMEKAMPF

Zur Erinnerung: Die Sika-Erbenfamilie und Saint-Gobain ringen seit Dezember 2014 mit der Sika-Führungsspitze um die Kontrolle des Konzerns. Die Franzosen wollen 2,75 Mrd CHF für den Kauf der privilegierten Familienaktien bezahlen. Dagegen wehrten sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre mit einer Beschränkung der Stimmrechte. Ende Oktober 2016 entschied das Zuger Kantonsgericht, dass diese rechtens war. Die SWH hat das Urteil weiter gezogen.

hr/

(AWP)

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Verhärtete Fronten an der Sika-Generalversammlung
11.04.2017 19:54

(Zusammenfassung im vorletzten Absatz ergänzt durch die Mitteilung der SWH)

Baar ZG (awp/sda) - Die Generalversammlung des Bauchemiekonzerns Sika am Dienstag in Baar ZG stellte sich als Wiederholung heraus. Sowohl der Verwaltungsrat als auch die Erbenfamilie beharrten auf ihren Standpunkten. Einzige kleine Erkenntnis bleibt, dass die Erbenfamilie zu keinerlei Kompromissen bereit zu sein scheint.

Nach genau fünf Stunden und ungefähr 40 Rednern war am Dienstag in der Waldmannhalle in Baar ZG Schluss. Sika-Verwaltungsratspräsident Paul Hälg schloss die Generalversammlung des Bauchemiekonzerns mit dem Dank an die Aktionäre und der Bemerkung, dass die Versammlung denkwürdig gewesen sei.

Tatsächlich in Erinnerung bleiben wird davon jedoch nur die Verhärtung der Fronten. Insbesondere die Vertreter des Mehrheitsaktionärs, die in der Halle in der Minderheit waren, zeigten sich unversöhnlich. SVP-Rechtsprofessor Hans-Ueli Vogt, der die Erbenfamilie rechtlich beraten hatte, sprach von Waffen. Urs Burkard, der Familiensprecher, verglich den Streit mit einem Feldzug. "Der Verwaltungsrat kann eine Schlacht gewinnen aber nie den Krieg gegen den Hauptaktionär", sagte er.

Er sprach dabei den Umstand an, dass das Zuger Kantonsgericht in einem ersten Entscheid die Position des Verwaltungsrates stützte. Was Burkard genau mit Krieg meinte, deutschte später Urs Schenker aus. Schenker ist der Anwalt der Erbenfamilie und hat den Verkauf von Sika an Saint Gobain eingefädelt. Er machte den Aktionären und vor allem den Verwaltungsräten klar, dass sich am Schluss in jedem Fall die Erbenfamilie durchsetzen werde.

VERWALTUNGSRAT OHNE ZUKUNFT

Die Geschichte kenne nämlich nur zwei Enden. Entweder gäben die Gerichte schliesslich der Schenker-Winkler-Holding (SWH) und damit der Erbenfamilie Recht - in diesem Fall werde Sika wie geplant an Saint Gobain verkauft. Oder die Gerichte stellten abschliessend fest, dass der Verwaltungsrat im Recht sei, was jedoch nichts an den Besitzverhältnissen ändere. Die Familie werde dann Sika mit einem neu zusammengestellten Verwaltungsrat führen, sagte er.

Verhandlungen mit dem bisherigen Aufsichtsgremium werde es jedenfalls ganz sicher keine geben. Zu den Aktionären sagte er: "Sehen sie ein, dass dieser Verwaltungsrat keine Zukunft hat."

Auf dieses Ziel arbeitete die Erbenfamilie an der Generalversammlung auch hin. Mit ihrer Stimmkraft von 53 Prozent bei einem Aktienkapitalanteil von lediglich 16 Prozent schmetterte die Familie jeden Antrag ab, der den Fortbestand des bisherigen Verwaltungsrates befördern könnte. So werden die Sika-Verwaltungsräte auch für die Jahre 2016 und 2017 nicht entschädigt. Vor einem Jahr hatte SWH bereits die Vergütung für das Jahr 2015 abgelehnt.

Ebenfalls durchgesetzt hat sich die Erbenfamilie beim Traktandum Dividende. Den Aktionären wurde nur eine um 23% erhöhte Ausschüttung gewährt. Der Verwaltungsrat hat eine Erhöhung um 31% vorgeschlagen. Schliesslich verweigerte der Mehrheitsaktionär allen unabhängigen Verwaltungsräten die Entlastung.

Bei den Wahlen dagegen beschränkte der Verwaltungsrat, wie schon in den Vorjahren, die Stimmrechte der Erbenfamilie auf 5%. Dadurch sehe sich die SWH "erneut gezwungen", die entsprechenden Wahlergebnisse vor Gericht anzufechten, teilte die Familienholding am Dienstagabend im Nachgang zur GV mit.

Nur dank dieser Beschränkungen wurden die sechs unabhängigen Verwaltungsräte gewählt. Damit sind die Positionen für ein weiteres Jahr bezogen. "Wir stehen nach wie vor stolz zu diesem Vertrag mit Saint Gobain", sagte Familiensprecher Urs Burkard. "Die Zeichen stehen weiter auf Konfrontation", schloss Verwaltungsratspräsident Paul Hälg.

(AWP)

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alpenland
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Aufstieg in den SMI

hab mir paar KO C zuglegt.

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Sika - Inhaberaktie ersetzt am 15. Mai Syngenta im SMI-Smiley. Vontobel erhöht Kaufkurs auf 7000 (6700) mit Kaufempfehlung.

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