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ASCHI.
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und schon wieder herrscht panik :roll:

unverständlich

Friederich
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SMI

Wie ich bereits geschrieben habe, werden wir einen Horror-Juni erleben. Dies erinnert mich ganz an das Jahr 2002. Eine Erholung kommt nicht vor November d.J. (ein Bankprofi meinte erst kürzlich, dass wir nun 1 1/2 bis 2 Jahre mit sinkenden Aktien rechnen müssen).

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

ASCHI.
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Friederich wrote:

Wie ich bereits geschrieben habe, werden wir einen Horror-Juni erleben. Dies erinnert mich ganz an das Jahr 2002. Eine Erholung kommt nicht vor November d.J. (ein Bankprofi meinte erst kürzlich, dass wir nun 1 1/2 bis 2 Jahre mit sinkenden Aktien rechnen müssen).

die bankprofis wissen ja auch nicht wohin die reise geht

Der Erfolg kommt zu dem, der warten kann

dangermouse
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ASCHI wrote:

Friederich wrote:
Wie ich bereits geschrieben habe, werden wir einen Horror-Juni erleben. Dies erinnert mich ganz an das Jahr 2002. Eine Erholung kommt nicht vor November d.J. (ein Bankprofi meinte erst kürzlich, dass wir nun 1 1/2 bis 2 Jahre mit sinkenden Aktien rechnen müssen).

die bankprofis wissen ja auch nicht wohin die reise geht

Was dieser Text beweist:

30.05.2006 10:43

SMI: Zürich Financial dreht auf Kaufniveau

Zürich Financial  WKN: 579919  ISIN: CH0011075394

Kurs: 281,25 CHF

Aktueller Tageschart (log) seit Dezember 2005 (1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick: Die Aktie des Züricher Versicherers Zurich Financial Group (Nachrichten/Aktienkurs), hatte seit Jahresanfang zwar einen volatilen Kursverlauf, doch konnten bis dato weder Kursgewinne noch Verluste verzeichnen. Von Februar bis Mitte Mai 2005 war der Kurs in einer Seitwärtsphase zwischen 295 und 320 Schweizer Franken gefangen. Nach dem Ausbruch aus der Seitwärtsphase nach unten setzten schnelle Kursverluste auf den exp. GDL 200 und die horizontale Unterstützung bei 266 CHF ein. Dieses Unterstützungscluster biot der Aktie genügend Halt, damit sie einen kleinen Boden ausbilden konnte.

Charttechnischer Ausblick: Der Boden ist intakt. Die aktuelle Tageskerze generierte mit einem Bullish-Engulfing ein unmittelbares Kaufsignal, das nun der Aktie Potenzial bis an die 295 CHF Marke einräumt. Sollte der horizontale Boden bei 266 gebrochen werden, so ist das Szenario hinfällig.

D | a | n | g | e | r | m | o | u | s | e

learner
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Quo vadis?

Niemand ist imstande, die Märkte vorauszusagen. Es kommt immer anders, als man denkt. Wer hätte heute früh gedacht, dass die Märkte anspringen? Der Cash-Guru meinte: "Ein weiterer Sell-off scheint unausweichlich." Das Gegenteil ist eingetreten. Plötzlich haben die europäischen Börsen Mut gefasst. Was war der Auslöser für die einheitliche Richtungsänderung? Ebenso haben sich die US-Futures gewendet, die Nasdaq-Vorbörse zeigt sich gut gelaunt.

Wie lange der Tanz noch hin- und hergeht, weiss wirklich keiner. Aber sicher ist zu sehen, dass das Abwärts-Potential nun seit einger Zeit ausgelotet wird. Die Grenze zeigt sich deutlcher. Damit könnte ein Einstieg gewagt werden. Ich tippe auf einen Prachtstag morgen, wenn nicht Bernanke heute Nachmittag die Suppe versalzt. Warum sollte er das tun? Wer glaubt, Bush möchte noch mehr Mühsal?

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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Re: SMI

ASCHI wrote:

und schon wieder herrscht panik :roll:

unverständlich

Nöö, ist es nicht: http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=571#571

War absolut vorhersehbar. Abpraller an der GD200 wie gehabt und warten auf die Amis Wink

ASCHI.
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SMI

ist soooooooooooooo laaaaaaaaaaaaaangweilig

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barkeeper
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Re: SMI

heute vor mittag noch hätte ich gewettet dass die 7540 des SMI kurz nach nachmittag fallen. Viel Ahnung von Charttech habe ich zwar nicht, aber die Grenze wurde 4 mal getestet.

Im Chartverlauf so dass sie hätte fallen müssen und dann dieser Ausbruch nach oben. Ich verstehe das nicht.

Das zweite, warum schliessen die Amis dermassen hoch. Politisch? habe ich was verpasst?

learner
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Bad news were good news...

Es wurden gestern in den States einige Zahlen veröffentlicht, die zeigten, dass das Produktivitäts- und Wirtschaftswachstum kleiner sind als erwartet.

(Die Furcht ist, dass in einer zu schnell wachsenden, überhitzten Wirtschaft Inflation aufkommt, die dann durch weitere Zinserhöhung ausgebremst würde. Höhere Zinsen entziehen dem Aktienmarkt Geld, er gerät dadurch in Mitleidenschaft.)

CNN: Investors are looking for any signs that the Fed might be under less pressure to raise rates again after 16 rate hikes over 22 months. Fed members have said they simply don't know what their next move will be as they await more signals on the state of the economy.

"That is the fear, how high will they go," said Peter Cardillo, chief market analyst at S.W. Bach & Co., referring to interest rates. The weak economic numbers were "basically helping to stabilize the market," he added.

Die Angst vor Zinserhöhung hat sich also dadurch etwas gelegt. Als die amerikanische Vorbörse deswegen anzog, reagierten auch die europäischen Märkte darauf. Deswegen eben die Kurswende gestern Nachmittag.

Sicher aber steht noch mehr hinter der entschiedene Umkehr gestern, wie sie sich in Amerika dargetan hat: In den letzten Wochen wurde der Boden immer wieder gesucht. Doch da sind immer zu viele Käufer gewesen, als dass Shorties mit Leerverkäufen die Märkte weiter hinunterringen konnten. Almählich geht ihnen nun die Luft aus.

Da stellt sich die Stimmung ein, dass wer nicht im Markt ist, auch keinen Gewinn machen kann. Die Ratten schnüffeln zurück aufs verlassene Schiff.

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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Re: Bad news were good news...

learner wrote:

CNN: Investors are looking for any signs that the Fed might be under less pressure to raise rates again after 16 rate hikes over 22 months.

Das ist ein klassischer Fall von "die Börse bestimmt die Nachrichten." Aufmerksame Leser haben das in den letzten Jahren x-mal festgestellt:

Schlechte Zahlen - Börsen sinken:

Kommentar: Börsen sinken wegen schlechter Zahlen

(das ist default)

Schlechte Zahlen - Börsen steigen:

Kommentar: Börsen steigen weil die Gefahr einer Zinserhöhung abgenommen hat.

Gute Zahlen - Börsen steigen:

Kommentar: Börsen steigen weger guter Zahlen

(default)

Gute Zahlen - Börsen sinken:

Kommentar: Gefahr von Zinssteigerungen hat zugenommen.

Quote:

In den letzten Wochen wurde der Boden immer wieder gesucht. Doch da sind immer zu viele Käufer gewesen, als dass Shorties mit Leerverkäufen die Märkte weiter hinunterringen konnten.

Dass ein harter Widerstand wie die GD200 nicht in einem Rutsch durchbrochen wurde, war zu erwarten. Kraft bei den Käufern kann ich aber nicht sehen, denn sonst wäre der SMI nach dem ersten Abpraller nicht nur bis 7700 gestiegen.

Shorties brauchen keine Kraft: Es braucht nur einen gewissen Anteil frustrierter Aktionäre, die ihre Aktien verkaufen und abwarten.

Diese Aktionäre sind es auch, die die Kaufkraft bestimmen indem sie sie schwächen.

Shorties dürften kaum eine Rolle spielen. Die Shortquote im SMI liegt unter 0.1%.

learner
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Re: Bad news were good news...

MarcusFabian wrote:

Kraft bei den Käufern kann ich aber nicht sehen, denn sonst wäre der SMI nach dem ersten Abpraller nicht nur bis 7700 gestiegen.

Was ist deine Erklärung dafür?

Und warum stürzt nun alles am Freitagnachmittag zusammen, obwohl die Zahlen aus den States ganz okay sind, d.h. massvolles Jobwachstum, keine markant höheren Löhne, so dass nicht mit Inflation gerechnet wird. Das ist doch nicht das Pizza-Geld für Pfingsten, was jetzt hier noch verkauft wird?

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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Re: Bad news were good news...

learner wrote:

Und warum stürzt nun alles am Freitagnachmittag zusammen, obwohl die Zahlen aus den States ganz okay sind, d.h. massvolles Jobwachstum, keine markant höheren Löhne, so dass nicht mit Inflation gerechnet wird.

Netto 70'000 Arbeitslose mehr ist nicht, was ich als "massvolles Jobwachstum" bezeichne.

In erster Linie geht es aber um die Erwartungen und die wurden massiv unterboten. Nehmen wir beispiels die Industrie: Abbau von 14'000 Stellen statt 5000 neuer Stellen.

Dass die Löhne stagnieren, magst Du als positiv betrachten. Handkehrum haben aber die Amerikaner mit dem gleichen Lohn höhere Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Ergo bleibt weniger für den Konsum übrig.

ASCHI.
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MOMENTANE SITUATION

an den börsen ist so

egal was für meldungen kommen nichts ist gut

das ganze börsenumfeld ist krank

Der Erfolg kommt zu dem, der warten kann

MarcusFabian
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Re: MOMENTANE SITUATION

ASCHI wrote:

an den börsen ist so

egal was für meldungen kommen nichts ist gut

das ganze börsenumfeld ist krank

Darf ich daraus schliessen, dass Du in den Jahren 2000-2003 nicht an der Börse aktiv warst?

ASCHI.
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SMI

bin seit ende 1999 an der börse

habe mit straumann mein erstes geld an der börse verdient

habe nachher mein lehrgeld bezahl

bin seit herbst 2002 in abb inverstiert diese aktien sind meine pansion

trade aber mit anderem geld fast jeden tag mal mit verlusten

mal mit gewinn

mom ist die anlegerschar einfach viel zu nervös

wobei wir ein sehr solides wachstum haben

heute sind good news einfach nicht gefragt

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learner
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Heulende Grossmutter

Eine Zen-Geschichte: Eine Omi heult die ganze Zeit. Nach dem Grund gefragt, sagt sie, bei schönem Wetter denke sie an ihre Tochter, die Schirmverkäuferin sei, und bei schlechtem Wetter an die andere Tochter, die Eisverkäuferin sei. Da wurde ihr gesagt, sie solle es doch umgekehrt tun. Sie verstand sofort und lachte nun Tag für Tag von früh bis spät.

Ist's nicht genau so mit den Märkten? Wenn die ihre Tage haben, ist nichts gut. Und zu anderen Zeiten ist nichts schlecht. Entweder es wird nur geheult oder nur gelacht.

Es gibt noch Schlimmeres.

ASCHI.
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BÖRSE

GESTERN WAREN DIE SORGEN DASS DIE KONIJUNKTUR ÜBERHITZT

HEUTE SIND DIE SORGEN DASS DIE KONIJUNKTUR SCHWÄCHELT

SOLL DA NOCH EINER DEN DURCHBLICK HABEN

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Speedy3
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Börsianer sind ein doofes Volk

Du kennst ja Geschichte vom Hans im " Schnäggeloch".

Was er hat, dass will er nicht, und was er will, dass hat er nicht.

Nein, im Ernst die Börsianer haben manchmal ein echt

psychomanisches Verhalten.

Suchen immer ein Haar in der Suppe und wenn der Suppentopf

noch so gross ist, es wird immer eines gefunden.

Dabei hat sich jetzt doch endlich bestätigt, dass die Massnahmen

der FED wirken und keine weitere Zinserhöhung notwendig

ist.

MarcusFabian
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Re: Börsianer sind ein doofes Volk

Speedy3 wrote:

Dabei hat sich jetzt doch endlich bestätigt, dass die Massnahmen

der FED wirken und keine weitere Zinserhöhung notwendig

ist.

Sagen wirs mal so: Eine weitere Zinserhöhung würde die Immo-Blase platzen lassen, das kann das FED einfach nicht riskieren.

Die "Leistung" der FED in den letzten 5 Jahren bestand darin, die Geldmenge zu erhöhen (= Geld zu drucken), um Konsum und Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren (2001). "Inflate or die".

Das hatte zur Folge, dass alle Preise gestiegen sind. Von Lebensmitteln, Energie, Rohstoffen bis Aktien und Immobilien. Oder anders ausgedrückt, dass der Dollar entsprechend seit 2001 etwa die Hälfte an Wert verloren hat.

Wir können jetzt darüber diskutieren, ob das gut oder schlecht ist. Es mag kurzfristig als positiv empfunden werden, wenn Kredite billig sind und man sich entsprechend auf Pump ein Haus, Auto oder Aktien leisten kann. Aber nun steigen die Zinsen und irgendwann müssen die Kredite zurückbezahlt werden. Und zwar mit Zins und Zinseszins.

Jetzt heisst es, den Gürtel enger zu schnallen und Schulden zu amortisieren. Die Kreditvergabe geht also zurück, die Geldmenge sinkt, "deflationiert".

Die Wirtschaft in den USA lebt zu 70% vom US-Konsumenten. Der kann jetzt aber seine Schulden nicht mehr ausbauen und Hypotheken nicht mehr refinanzieren. Er muss sparen und Schulden abbauen. Es bleibt ihm also weniger Geld für den Konsum und das drückt auf die Unternehmensgewinne durch. Die werden sinken. Genau so, wie die Immopreise sinken werden und ebenso die Preise für Aktien.

Du kannst Dir die Situation etwa so vorstellen:

Nehmen wir an, wir beide leben in einer kleinen Gemeinde. Ich gehe zu einer auswärtigen Bank und nehme einen Kredit über 1 Mio auf. Die Million verprasse ich: Ich gehe gut essen, kaufe mir ein neues Auto, lasse mein Haus renovieren, buche Reisen.

Der Gemeinde geht es nun besser. Denn auch der Restaurantbesitzer hat nun Geld für ein neues Auto, der Besitzer der Autogarage deshalb ebenso und lässt nun sein Haus auch renovieren, der Bauunternehmer kann sich bessere Ferien leisten und der Reiseunternehmer geht auch häufiger auswärts essen. Die Liquidität, die ich mit meiner Million in die Gemeinde einspeise löst einen wirtschaftlichen Boom aus.

Nun ist die Million alle und ich muss das Geld zurückzahlen. Ich werde also in Zukunft noch weniger Geld ausgeben also vor dem Kredit, weil ich ja nicht nur die Million sondern auch Zinsen abzahlen muss. Die Firmen im Ort spüren, dass da "irgend etwas anders ist". Es fehlt überall Geld und auch gegenseitig werden sie sich nicht mehr mit Aufträgen beglücken können.

Schlussendlich wird der Gemeinde die Million wieder entzogen. EInschliesslich der Zinsen, sodass während und nach Rückzahlung des Kredites weniger Geld im Kreislauf ist als vorher.

Während der Zeit, in der ich meinen Kredit ausgebe werde ich von der Gemeinde als Held und Retter in wirtschaftlicher Not

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ist das Geld mal weg, kommt die Krise wieder. Später halt aber dafür umso heftiger.

Diese Geschichte sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man die Aktionen der FED in den letzten 5 Jahren lobt. Auf den ersten Blick hat Greenspan 2001 eine Rezession vorzeitig abgewürgt, indem er Konsum auf Pump ermöglichte (0% Auto-Leasings) und somit vordergründig der Wirtschaft über die Runden half. Aber hat er damit strukturelle Probleme der US-Wirtschaft gelöst?

Oder vielleicht doch nur hinausgezögert?

Wir können das Spiel weiter treiben, indem wir in die zweite Runde gehen, indem ich in meiner fiktiven Geschichte die drohende zweite Krise durch einen 2 Mio-Kredit beende. 1.1 Mio zahlen den alten Kredit, 0.9 Mio kann ich wieder ausgeben, um Euch, lieber Gemeinde den Anschein von Wohlstand und Wirtschaftswachstum wieder zu geben. Und danach? Neue Kredite? 3 Mio?, 5 Mio? 10 Mio?

Wann wird mir die Bank keine neuen Kredite mehr geben?

In meiner Geschichte bin ich das FED, ihr seid die USA und die BAnk, die die Kredite vergibt ist die Welt. Die USA verbrauchen derzeit 80% des weltweiten Sparkapitals. Ein chinesischer Arbeiter verdient im Schnitt $200, davon legt er 10% auf die Hohe Kante. Es bedarf derzeit des Sparkapitals von 37 Chinesen um die Schluden eines US-Amerikaners zu finanzieren.

Mal angenommen, Du wärst ein chinesischer Arbeiter, wie hoch wäre Deine Motivation noch, dein Sparkapital an einen Ami auszuleihen?

learner
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Entwicklung des SMI

Danke für den letzten Artikel. Endlich habe ich begriffen, wie es möglich ist, dass "die Chinesen für die amerikanischen Schulden einstehen." Anschaulich erklärt und auch für einen Dummie zu begreifen!

Es ist klar, dass die amerikanische Verschuldung als erstes die amerikanischen Märkte früher oder später in Mitleidenschaft zieht, und in ihrem Kielwasser die übrigen. Es sind fundamentale Daten und begründete Ängste, die jetzt an der Börse zu sehen sind.

Kommt hinzu, dass sich die Amerikaner auch politisch elend fühlen, wie diese Statistiken zeigen:

http://americanresearchgroup.com/economy/

61 Prozent der Amerikaner missbilligen die Amtsführung ihres Präsidenten. 65 Prozent finden, dass er die Wirtschaft schlecht führt. Entsprechend sind 60 Prozent pessimistisch zur wirtschaftlichen Entwicklung eingestellt.

Es scheint mir offensichtlich, dass das fehlende Vertrauen in den Präsidenten auch ein Misstrauen in die gute Weiterentwicklung der Wirtschaft gibt, wie das den statistischen Zahlen zu entnehmen ist. Oder kann man sich vorstellen, dass ein Misstrauen in die Regierung da ist, aber ein Vertrauen in die Wirtschaft? Unmöglich. Beides spiegelt sich.

Das ist es, was die Börse gezeigt hat, im letztmonatigen Absturz, und in ihrer gegenwärtigen Unentschiedenheit.

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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Re: Entwicklung des SMI

learner wrote:

Oder kann man sich vorstellen, dass ein Misstrauen in die Regierung da ist, aber ein Vertrauen in die Wirtschaft?

Da würde ich sogar noch differenzieren in ...

:arrow: das Vertrauen der amerikanischen Bevölkerung in ihren Präsidenten und

:arrow: das Vertrauen der Welt, insbesondere der Kreditgeber.

Der Amerikaner selbst denkt nur wenig über seinen Tellerrand hinaus. Hypothekarzinsen und Benzinpreise sind ihm wichtiger als Inflation und weltpolitische Lage.

Das Dumme ist nur, dass es jeder Ami seinem Präsidenten abnimmt, wenn ihm dieser erzählt, die Benzinpreise seien nur wegen des Iran so hoch. In der logischen Folge ist dann der Ami geneigt, einem Krieg gegen den Iran zuzustimmen. Was interessieren ihn schliesslich ein paar Hunderttausend tote Iraner, wenn dafür sein Bezin billiger wird?

International geniessen die USA derzeit weder Sympathie noch Vertrauen. Alleine deshalb ist es erstaunlich, dass die Chinesen, Japaner und Araber immer noch die Hauptlast der US-Defizite tragen.

Der Dollar wird in den nächsten Jahren nochmals 25% Kaufkraft verlieren. Da helfen 5% Zins auf US-T-Bonds nur relativ wenig.

China kann die USA jederzeit in eine Finanzkrise stürzen, indem sie T-Bonds verkaufen. China hat also mehr Macht über die USA als die meisten Menschen sich vorstelen können.

Irgendwie ist da ja auch sexy: Es genügen ein paar Unterschriften und Amerika versinkt in seinen Schulden bzw. die Zinsen steigen in den zweistelligen Bereich.

Da helfen den Amis ihre ganzen Kanonen und Bomben gar nichts.

"Die Feder ist stärker als das Schwert" Lol

learner
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Schwächung der westlichen Börsen ist anzunehmen

Der Anleger weiss, dass der Dollar in Gefahr ist. Was gibt' s für den Anleger für Möglichkeiten, um dem auszuweichen? Sucht nicht auch Warren Buffet deswegen nun vermehrt in Emerging Countries Anlagemöglichkeiten?

Es ist klar, dass die wachsende Mittelschicht in jenen Ländern, aber auch Amerikaner und Europäer vermehrt in jenen Märkten investieren. Was sagt Julius Bär heute? Europa stagniert. Die Vermögen werden in den kommenden Jahren markant in den aufbrechenden Märkten wachsen.

http://www.cash.ch/news/449/90454

Jene Vermögen werden künftig vermehrt in Aktien jener BRIC-Länder und anderer Emerging Markets, und weniger in Schuldbriefe der Amerikaner fliessen. Das entzieht Amerika Geld, und den europäischen Börsen auch. Es lässt die Kurse hier eher stagnieren und dort wachsen.

Ich werde mir den Trend zum Friend machen und das Geld ausser ein paar Liebhabereien hier (ABB; Apple) in jenen Märkten platzieren, deren Aussicht gut ist. Ausser dass mir selbst dieses Szenario plausibel erscheint, entspricht es der Ansicht zahlreicher Börsengelehrter.

Es gibt noch Schlimmeres.

Speedy3
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Kreislauf der Wirtschaft

Nur eines bitte ich doch noch zu beachten:

Der Zusammenhang des wirtschaftlichen Kreislaufes welcher

global zusammenspielt ist ein wichtiger Faktor, welcher bei den

vorherigen Beiträgen irgendwie ausgeblendet wurde.

Die Chinese leihen den Amis doch auch aus, weil sie dadurch

Know How und Arbeitskraft erhalten.

Firmen aus USA und Europa kommen in die asiatischen Länder

und lassen genau aus diesem Grund die, wie von Marcus erwähnten

Leute im Dorf mit Mehrwert versorgen.

Genau dies wissen die Chinesen sehr wohl, und werden sich

hüten, hier die Amis unter Druck zu bringen.

Die Zentralbanken werden hier den Dollar auf Kurs halten.

Was bringt es den Chinesen die Amis in der Luft hängen zu lassen, es

ginge wohl nicht lang und die wirtschaftliche Kraft Chinas würde in sich

zusammensacken man müsste übertrieben gesagt wieder Reis anpflanzen.

Alles in der Wirtschaft ist ein Kreislauf, die eine Hand wäscht die Andere,

und jeder weiss, dass er ohne den anderen nicht sein kann.

Also würde ich hier alle Horror und Panikszenarien mal in Frage stellen

und davon ausgehen, dass jede Wirtschaft daran interessiert sein

wird, dass im eigenen Land Mehrwert entsteht, im Notfall auch mit

ausländischer Hilfe.

Die Zinsbelastung des gemeinen Volkes würde ich auch nicht so

dramatisieren, den viele werden sich mit Festhypotheken abgesichert

haben und die Belastung wird daher die nächsten 5-10 Jahre dieselbe

bleiben und die Ausgaben für den Konsum können weiter getätigt werden.

MarcusFabian
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Re: Kreislauf der Wirtschaft

Speedy3 wrote:

Der Zusammenhang des wirtschaftlichen Kreislaufes welcher

global zusammenspielt ist ein wichtiger Faktor, welcher bei den

vorherigen Beiträgen irgendwie ausgeblendet wurde.

Ein guter Punkt. Betrachten wir ihn mal aus Sicht der Chinesen:

Eine chinesische Firma produziert Waren für den US-Markt und kriegt dafür Dollars. Da die Firma mit Dollars direkt nichts anfangen kann, wird sie diese Dollars bei der chin. Zentralbank gegen Yuan eintauschen.

Die Zentralbank hat nun das Problem "Dollar" am Hals. Sie muss zunächst mal soviele Yuan drucken, um all die Dollars eintauschen zu können. So erklärt sich, dass die Inflation (im SInne von Ausweitung der Geldmenge) in China parallel zum Dollar läuft.

Für die Chinesen stellt sich nun die Frage, was sie mit diesen Dollars anfangen sollen. SIcher werden Rohstoffe gekauft. Derzeit werden die Erdöllager aufgefüllt, was aus chinesischer Sicht sehr sinnvoll ist. Aber bei $120 Mrd pro Jahr lassen sich beim besten Willen nicht alle Dollars sinnvoll verwenden. Also wird der Rest in US-T-Bonds angelegt. Gezwungener Massen, denn sonst lassen sich nirgends so enorme Mengen parkieren.

US-T-Bonds sind Schuldscheine und die Chinesen wissen genau, dass die Dinger eines Tages nichts mehr wert sein werden. Zumindest nicht in heutiger Kaufkraft gemessen.

DIe Chinesen können es sich nicht leisten, die T-Bonds zu verkaufen (derzeit $825 Mrd), denn dann würde der US-Immobilienmarkt zusammenbrechen (Volumen: $7 Billionen) und die Amis könnten sich keine chinesischen Produkte mehr leisten.

Entsprechend gäbe es auch einen Wirtschaftseinbruch in China.

Soweit sind wir uns wohl über die aktuelle Situation einig.

Was können nun die Chinesen tun? Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass China immer das tun wird, das China am besten weiterhilft.

Dass China auf Gedeih und Verderb auf die USA angewiesen ist, ist in zweierlei Hinsicht ein Trugschluss.

1. Wenn ich als Grossverbraucher in unserem Dorf Dein bester Kunde in Deinem Dorfladen bin, dann bin ich für Dich und Dein Geschäft natürlich wichtig. Wenn ich meine bei Dir bezogenen Waren aber nicht oder nur teilweise bezahlen kann und meine Schulden Dir gegenüber immer weiter auflaufen, wird für Dich unweigerlich eines Tages der Punkt erreicht sein, wo für Dich der Schaden kleiner ist, mir weiterhin Waren zu verkaufen als weiter Schulden wachsen zu lassen.

Wahrscheinlich wirst Du klammheimlich versuchen, meine Schuldscheine wie den schwarzen Peter an andere Unternehmen weiterzugeben. Du wirst sicher auch darauf achten, dass mein Schuldenberg Dir gegenüber zumindest nicht weiter wächst.

Die Lust nach neuen US-Schuldscheinen wird also mit Sicherheit abnehmen.

2. China muss den Schaden, den ein Ausfall Amerikas als Kunde für die chinesische Wirtschaft hätte, minimieren. Das gelingt, indem man den Binnenmarkt ankurbelt und die DVD-Player halt an Chinesen statt Amerikaner verkauft.

Hätte China ein vernünftiges Finanzsystem (was noch nicht der Fall ist), wäre diese der beste Weg. Schliesslich hat China in Punkto Konsum und Lebensqualität einen enormen Nachholbedarf, der die chinesische Wirtschaft für Jahrzehnte beschäftigen dürfte.

Je besser es also China gelingt, sich aus der Abhängigkeit des US-Exports zu lösen um so höher sind die Chancen, dass China Amerika mal fallen lässt. China hält eine enorme Trumpfkarte in Händen. Die Amis würden sich besser mit China arrangieren als - wie beim letzten Staatsbesuch - Präsident HU diplomatisch öffentlich und mehrmals zu beleidigen.

Quote:

Die Chinese leihen den Amis doch auch aus, weil sie dadurch

Know How und Arbeitskraft erhalten.

Europa hat mit China einen Handelsüberschuss. Warum? Weil die Europäer gute Produkte haben, die sie den Chinesen verkaufen können. Klassisches beispiel ist der deutsch Trans-Rapid.

Was haben die USA, was Europa oder Japan nicht auch und besser zu bieten haben?

Einer der grössten Boom-Märkte in China sind Autos. Hier sind die Europäer und Japanern den Amis um Jahrzehnte voraus.

Quote:

Was bringt es den Chinesen die Amis in der Luft hängen zu lassen, es

ginge wohl nicht lang und die wirtschaftliche Kraft Chinas würde in sich

zusammensacken man müsste übertrieben gesagt wieder Reis anpflanzen.

In erster Linie Macht. Unter der Oberfläche herrscht bereits ein Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China. Dabei geht es um Öl.

Die USA besetzen strategisch wichtige Positionen, um sowohl die Ölförderung im Mittleren Osten als auch deren Transportwege nach China kontrollieren und notfalls unterbrechen zu können. Die Annektion des Irak war ein Schritt in diese Richtung. Die USA kontrollieren auch die Strasse von Hormuz und von Malakka. Ausserdem unterhalten sie Militärbasen in Zentral Asien (Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan).

Die Chinesen kontern, indem sie beispielsweise für Venezuela eine Pipeline an die Westküste Südamerikas bauen oder indem sie den Iran am 15. Juni in die SCO aufnehmen (SCO: siehe http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr19-vom-852006/hu-erreichte-die... ).

Amerika will den Iran militärisch unter Kontrolle bringen, China tut dasselbe auf diplomatischem Weg. China ist mir deshalb diesbezüglich sympathischer.

Selbst wenn Amerika im wirtschaftlichen Chaos versinkt, können die Chinesen genau so weiter produzieren wie bisher. Selbst wenn sie DVD-Player auf Halde produzieren macht das keine Unterschied. Ob die Chinesen dafür jetzt US-Schuldscheine kriegen oder selbst irgend ein Papier bunt bedrucken ist irrelevant.

Quote:

Alles in der Wirtschaft ist ein Kreislauf, die eine Hand wäscht die Andere,

und jeder weiss, dass er ohne den anderen nicht sein kann.

Stimmt. Aber ein Geschäft ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn es beiden Seiten zum Vorteil gereicht. Es ist ok, Fleisch gegen Brot oder Maschinen gegen Öl zu tauschen.

Aber Konsumgüter gegen Schuldscheine? Das kann nicht lange gut gehen.

Quote:

Also würde ich hier alle Horror und Panikszenarien mal in Frage stellen

und davon ausgehen, dass jede Wirtschaft daran interessiert sein

wird, dass im eigenen Land Mehrwert entsteht, im Notfall auch mit

ausländischer Hilfe.

Mehrwert bedeutet, dass fleissige Menschen sinnvolles produzieren. Es bedeutet weiterhin, dass die Menschen nicht mehr verbrauchen als sie produzieren. Beides ist in den USA nicht mehr gegeben.

Natürlich sind - wie Du sagst - die Amis daran interessiert, dass mit ausländischer Hilfe (der Hilfe der Chinesen) Mehrwert entsteht.

Aber sind die Chinesen daran auch interessiert?

Quote:

Die Zinsbelastung des gemeinen Volkes würde ich auch nicht so

dramatisieren, den viele werden sich mit Festhypotheken abgesichert

haben und die Belastung wird daher die nächsten 5-10 Jahre dieselbe

bleiben.

Das ist eine Annahme von Dir und die Fakten belegen, dass sie schlicht falsch ist.

In den letzten 4 Jahren haben US-Banken (die sind ja auch nicht blöd) kaum noch Festhypotheken abgeschlossen. Und wenn, dann nur mit 0.5% höherem Zinssatz und bis maximal 5 Jahre. Und auch die nur für die erste Hypothek.

Der Anteil der Fixhypotheken lag 2005 bei 30%.

Aber das spielt gar nicht so eine grosse Rolle. Viel wichtiger ist, dass mit steigenden Hypothekarzinsen die Häuserpreise sinken. Und da in den letzten beiden Jahren etwa 40% aller Häuser mit 100% (oder mehr) Fremdfinanzierung abgeschlossen wurden, spielt das durchaus eine Rolle.

Wir können jetzt höchstens würfeln, wer den Schwarzen Peter am Schluss im Sack haben wird: Der EFH-Besitzer, dessen Hypothek den Wert des Hauses übersteigt, die kreditgebende Bank, die GSO's Freddy und Fanny, die diese Hypotheken in Pakete schnüren oder die Banken, die die Zinsrisiken von Freddy und Fanny über Derivate absichern.

learner
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Kreislauf der Wirtschaft

MarcusFabian wrote:

Was haben die USA, was Europa oder Japan nicht auch und besser zu bieten haben?

In der Öffentlchkeit zeigen Chinesen gerne ihren Status, bzw. Reichtum, mit Marken, die ein hohes Image haben. Reichtum hat traditionell in der chinesischen Kultur nicht den anrüchigen Geschmack wie im "klassischen" Christentum und traditionell im Westen. Er wird deswegen auch gerne und offen zur Schau gestellt, zumal jener, der ihn nicht zeigt, weder Status noch Ansehen geniesst.

Als in Thailand (dessen Politik, Wirtschaft und Geld in den Händen von Thai-Chinesen ist) vor etwa zehn Jahren das Wein-Trinken aufkam, wurde in einem Masse übertrieben, dass dadurch die Zahlungsbilanz negativ wurde. Jeder wollte den teuersten Wein auf dem Tisch haben, um die anderen zu beeindrucken. Das hat sich nicht geändert. Es wird billig gearbeitet und viel exportiert, die Einnahmen aber werden schliesslich für westlichen Tand ausgegeben. Man sehe den Hype mit Mercedes, Mobiles, iPods. Was westlich ist, ist "in". Die heranwachsende Generation ist darin noch extremer als deren Eltern.

In China geschah 1989 der Aufstand auf dem Platz des himmlischen Friedens, der bluttig niedergeschlagen werden musste, vor allem aus der Lust der Jugend, hedonistische Gesellschaftsverhältnisse wie im Westen zu haben. Um diesem Druck nachzugeben, wurde das Land in den letzten Jahren massvoll geöffnet.

Ausländische Luxusgüter sind jetzt schon eine Gefahr für die Wirtschaft in China und werden deswegen hoch besteuert. Wie etwa auch Schweizer Luxus-Uhren, deren Image dadurch noch mehr gewinnt und die Chinesen als Touristen in die Schweiz ziehen.

Vor zwanzig Jahren sagten amerikanische Marketing-Leute über Thailand, man könne dortzulande keinen Absatz finden, es fehle der Wunsch nach Gütern. Kaum standen TVs als trojanische Pferde der Multinationals in den Haushalten, änderte sich das Verhalten blitzschnell. Die Zahlungsbilanz Thailands war fortan gefährdet, und zwar weitgehend wegen westlicher Luxusprodukte.

Ähnlich stelle ich mir den wirtschaftlichen Verlauf der Volksrepublik vor. Der Endpunkt der Entwicklung sind singaporeanische Verhältnisse. Bis es so weit ist, fliesst noch viel Wasser durch die Schleusen des Yang-tse. Allein, solche Veränderungen gehen heutzutage blitzschnell.

Das Problem der amerikanischen Wirtschaft indes ist, dass sie zu stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet ist. Das amerikanische Automodell ist ein Beispiel dafür. Der Lernprozess kann aber schnell stattfinden, wie etwa Boeing gegenüber der Herausforderung durch Airbus gezeigt hat. Insgesamt ist sie konkurrenzfähig geblieben. Oder Apple: Zum Nachsehen der asiatischen Konkurrenz hat die Firma den internationalen Zeitgeist getroffen.

In Anbetracht all dessen können wir beruhigt feststellen, dass die Geschichte (history) noch nicht zu Ende ist. Gesellschaften, Firmen, Staaten, Nationen, die Menschheit: alle stehen immer wieder in Turnaround-Situationen. Während dieses globalen Prozesses, den ja primär die USA ins Leben rief ("die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht los"), wird insgesamt ein starkes globales Wirtschaftswachstum erwartet, wovon multinationale Firmen profitieren sollten. Womit wir zurück beim Thema sind, dem SMI.

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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SMI

Du nennst da ein paar gute Beispiele.

Wenn Thailand seine Handelsbilanz gefährdet, weil die Leute zuviele Luxusgüter kaufen, ist das vergleichbar mit einer Privatperson, die ihr erspartes für Luxus ausgibt.

Die Frage ist aber: Gebe ich Erspartes für Luxus aus oder nehme ich einen Kredit dafür auf?

Thailand hat offenbar Erspartes ausgegeben. Das ist akzeptabel. Amerika aber lebt auf Pump und das ist gefährlich.

Nicht nur für Amerika selbst sondern auch für all jene, die diese Kredite mit Erspartem finanziert haben.

Klar haben China, Indien und Thailand einen riesengrossen Nachholbedarf. Entsprechend wird die Nachfrage und das Wirtschaftswachstum entsprechend steigen. Die Asiaten beliefern uns mit Billigprodukten und wir im Gegenzug Rolex und Gucci. Es bleibt dabei aber die Frage, wie und in welchem Umfang die USA davon profitieren werden. Ich zweifle daran, dass sie pro Jahr Luxusgüter um 700 Mrd $ zusätätzlich werden verkaufen können. Und genau das wäre nötig, um eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erreichen.

Für die Schweiz sieht es da schon besser aus. Wir haben gute Produkte und ausgezeichnete Firmen. Und wir geben nicht mehr Geld aus als wir erarbeiten. Von daher teile ich Deine Einschätzung, dass uns ABB, Nestlé und andere weiterhin ausländisches Geld reinholen.

Gefahr droht lediglich jenen, die zu stark von den USA abhängig sind und den AMis Geld geliehen haben. Das sind bei uns recht viele Pensionskassen und damit wir Normalbürger.

Friederich
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Re: Entwicklung des SMI

MarcusFabian wrote:

learner wrote:

Das Dumme ist nur, dass es jeder Ami seinem Präsidenten abnimmt, wenn ihm dieser erzählt, die Benzinpreise seien nur wegen des Iran so hoch. [/b]:lol:

Aber hat das der Iran nicht auch ähnlich? Wenn der Oberiraner sagt, dass der Ami schlecht ist, dann sind die Amis für die Iraner eben schlecht.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

learner
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Das manipulierte Volk

Wie schwierig es ist, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu prüfen wissen wir alle selbst. Auch ich unterstützte den Irak-Krieg, weil ich gemäss den (amerikanischen) Informationen davon ausging, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt...

Insgesamt möchte ich aber dem "Amerikaner" ein besseres, unabhängigeres Urteil zugestehen als der iranischen Masse. (Knapp 50 Prozent sind Demokraten! Gegenwärtig kritisieren 60 Prozent die Regierung!) Immerhin ist Amerika freiheitlich, ich kann dort glauben und sagen, was ich will, und mich durch alle Quellen informieren, von Blogs zu sehr kritischen Magazinen wie etwa Harper's, das nun die Absetzung des Präsidenten fordert. Die schweizerische Verfassung ist stark nach der älteren amerikanischen Verfassung entstanden, die eines der wunderbaren Gesetzeswerke der Welt ist. Ausserdem gibt es nicht ein Amerika. Der Unterschied zwischen dem freigeistigen Kalifornien und strenggläubigen Amischen könnte nicht grösser sein. Die amerikanischen Überväter sind genau so durchmischt und reichen von einem pazifistischen William Penn über die freigeistigen Benjamin Franklin oder Thomas Jefferson zu dem kapitalistischen George Washington oder dem anarchistischen Henry David Thoreau. Auch Sitting Bull ist dabei, auch Henry Miller , Jack Kerouac oder Charles Bukowski. Insgesamt ergibt sich ein bunteres Bild als in der Alten Welt, in dem der Bürger weniger Selbstzensur sich aufnötigen muss als ein Schweizer Bürger. Vor allem kann er auch wählen, in welchem Staat er leben will, und da ist der Unterschied zwischen Boston und Kalifornien grösser als zwischen dem Schächental und der Langstrasse.

Solche Toleranz zu unterschiedlichen Haltungen und Lebensart gibt es in keiner islamischen Gesellschaft, wo auch in der Erziehung und Bildung gewisse Tabus nie besprochen werden dürfen, wie in der westlichen Bildung, wo der "Zweifel" und das kritische Denken in jeder Schule ein Teil des Lehrplans ist.

Es gibt noch Schlimmeres.

learner
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Nikkei im Minus: Wie weiter für den SMI?

Der morgige Dienstag wird an der Schweizer Börse ein schwieriger Tag werden. Der Nikkei im Minus wird in Europa den Ton angeben. Der Erdölpreis ist wieder in einer Höhe, dass er mehr Sorge bereitet als allfällige Zinserhöhungen.

Tatsächlich ist es jetzt plausibel, das Geld in alten, erprobten Schlachtschiffen anzulegen. Nestlé ist in solchen Zeiten empfohlen, Holcim, Novartis. CS kann man sich aufladen, weil ja irgendwann die Winterthur verkauft wird. ABB ist moderat bewertet. Also weg von Nebenwerten, hin zu den Kolossen, die bei jedem Wenn und Aber die guten Aussichten behalten.

Ach ja, noch dies: Aufgefallen ist mir, dass die brasilianische Börse seit dem Mai-Tief schon fünf Prozent gestiegen ist, der SMI drei Prozent. Die leichtherzigen Brasilianer schauen schon wieder in die Zukunft. Man könnte derzeit durchaus auf dem brasilianischen Index aufstocken, der mir nun appetitlich bewertet und weniger im Kielwasser des Dow scheint als der SMI.

Überhaupt erwacht in Südamerika ein neues Selbstbewusstsein. Venezuela, das neben Kanada die grössten Schwerölvorräte hat, die weit bis Ende 21. Jhd. die Welt mit Öl versorgen werden, spielt eine wichtige Geige, die nicht mehr den amerikanischen Marsch mitvertonen will.

All dies gesagt aus aufrichtiger Einschätzung, aber mit dem Eingeständnis, dass irren menschlich ist.

Es gibt noch Schlimmeres.

ASCHI.
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SCHON KOMISCH

wenn ein MULLAH im nahen osten hustet,

oder irgendwo auf der welt auf eine oel pipeline gepinkelt wird,

ist dass für viele ein grund in panik auszubrechen.

(viele lechzen nach solchen meldungen)

kommt aber ein gute meldung, ist sie ja von den analysten erwartet worden

und alle nehmen es mit einem schulterzucken zur kenntnis

UNGLAUBLICH

Der Erfolg kommt zu dem, der warten kann

Hans
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SMI

...ist eben Massenpanik - Börsianer sind eh meisstens Pessimisten, man muss nur hier mitlesen, da verfliegt jeglicher Spass.... :?

Gruss Hans

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