SMI im April 2010

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geldsammler
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Re: ...

Lupi wrote:

geldsammler wrote:
bei den amis sagt man immer das sie geld drucken wenn es kurz vor dem ausgehen ist. sollte ich das richtig verstanden haben.

warum macht das eigentlich griechenland nicht?

ich finde das soooo komisch.... die einten können es, die andern nicht???

Das ist genau der Punkt = das Problem das Griechenland hat (sowie die übrige verschuldete EU-Länder). Sie können den EURO nicht selber drucken, beziehungsweise den EURO selber abwerten.

Das können diese Länder nicht, ansonsten würden sie es sofort tun ! Es bleibt kein anderer Ausweg als Sparen, Sparen und nochmals Sparen .....

PS: das hat man leider davon eine gemeinsame Währung verschiedener Wirtschaften eingeführt zu haben

dann muss ich mich ja im ernst langsam fragen :? warum ich immer sage das die amis strohdumm sind?

in wahrheit sind sie es ja garnicht. die sind ja eher schlau wie ein fuchs

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Merlin2033
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Re: ...

geldsammler wrote:

Lupi wrote:
geldsammler wrote:
bei den amis sagt man immer das sie geld drucken wenn es kurz vor dem ausgehen ist. sollte ich das richtig verstanden haben.

warum macht das eigentlich griechenland nicht?

ich finde das soooo komisch.... die einten können es, die andern nicht???

Das ist genau der Punkt = das Problem das Griechenland hat (sowie die übrige verschuldete EU-Länder). Sie können den EURO nicht selber drucken, beziehungsweise den EURO selber abwerten.

Das können diese Länder nicht, ansonsten würden sie es sofort tun ! Es bleibt kein anderer Ausweg als Sparen, Sparen und nochmals Sparen .....

PS: das hat man leider davon eine gemeinsame Währung verschiedener Wirtschaften eingeführt zu haben

dann muss ich mich ja im ernst langsam fragen :? warum ich immer sage das die amis strohdumm sind?

in wahrheit sind sie es ja garnicht. die sind ja eher schlau wie ein fuchs

et voilà! Wink

Ramschpapierhaendler
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SMI im April 2010

Schlau? - Schlau wäre es gewesen, die Schulden gar nie so weit ansteigen zu lassen, dass die Zinsen kaum mehr bezahlt werden können.

Aber zugegeben: die am wenigsten schlauen sind die, die den Amis noch ihre Anleihen abkaufen und denken, dass sie ihre Schulden später wieder beglichen bekommen... :roll:

Merlin2033
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Ramschpapierhaendler wrote:

Schlau? - Schlau wäre es gewesen, die Schulden gar nie so weit ansteigen zu lassen, dass die Zinsen kaum mehr bezahlt werden können.

Aber zugegeben: die am wenigsten schlauen sind die, die den Amis noch ihre Anleihen abkaufen und denken, dass sie ihre Schulden später wieder beglichen bekommen... :roll:

Und wie hätte denn das vonstatten gehen sollen? Wie hätte man diese Krise überstehen, oder verhindern können, ohne Geld zu drucken???

Ramschpapierhaendler
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Merlin2033 wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Schlau? - Schlau wäre es gewesen, die Schulden gar nie so weit ansteigen zu lassen, dass die Zinsen kaum mehr bezahlt werden können.

Aber zugegeben: die am wenigsten schlauen sind die, die den Amis noch ihre Anleihen abkaufen und denken, dass sie ihre Schulden später wieder beglichen bekommen... :roll:

Und wie hätte denn das vonstatten gehen sollen? Wie hätte man diese Krise überstehen, oder verhindern können, ohne Geld zu drucken???

Überstehen: indem man Geld druckt.

Verhindern: indem man nicht mehr ausgibt als man verdient. Wink

Merlin2033
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Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Dass schulden machen nicht der richtige weg ist stimmt schon, da geb ich dir recht, aber es gibt nun mal keinen Besseren weg.

geldsammler
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Merlin2033 wrote:

Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Dass schulden machen nicht der richtige weg ist stimmt schon, da geb ich dir recht, aber es gibt nun mal keinen Besseren weg.

ich denke das ist ein punkt den man sehr ernst nehmen kann..

diese frage stelle ich mir nicht nur jetzt in kriesenzeiten, sondern habe ich mir vorher schon immer gefragt.

wenn man nie schulden machen würde, wo stehe die wirtschaft heute?

sie könnte unteranderem auch extrem tief verschuldet sein dadurch und nicht soviele leute könnten sich wohl ein fahrzeug oder ein haus leisten weil alles der art teuer wäre weil man keine masse hat zum verkaufen. das stelle ich mir in etwa so vor..

da kann man sich schon fragen, ob es nicht soch klüger ist, man gewährt schulden und dafür ist die kohle im umlauf?

ramschi du bist ja indirekt auch daran interessiert das es möglichst viele bauwerke gibt damit du etwas zum zeichnen hast das du in rechnung stellen darfst oder dein cheff, und du dafür einen lohn kriegst.

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Ramschpapierhaendler
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Merlin2033 wrote:

Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Dass schulden machen nicht der richtige weg ist stimmt schon, da geb ich dir recht, aber es gibt nun mal keinen Besseren weg.

Gutes Stichwort:

Und wer bezahlt am Schluss? Nennst du das dann soziale Sicherheit? Mir wäre es lieber, wenn mir mein Staat einfach gibt, was er kann (um es ganz salopp auszudrücken), als wenn er mir 10 Jahre lang zu viel gibt, um mir dann mein soziales Netz ganz zu streichen, nur weil er in den Schuldzinsen ersäuft.

Wenn er Geld druckt, um die Zinsen zu bezahlen wird mir auch nicht geholfen. Dann wird mein Geld (Bargeld, Sparkonti, BVG, 3a) einfach immer weniger wert.

Ramschpapierhaendler
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@ Merlin und Geldsammler:

Ich hab das etwas überspitzt formuliert. Selbverständlich soll es Kredite geben. Jedoch soll auch eine realistische Aussicht bestehen, dass diese zurückbezahlt werden. Darauf wurde aber vor der Krise und auch jetzt noch zu wenig geschaut.

geldsammler
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Ramschpapierhaendler wrote:

@ Merlin und Geldsammler:

Ich hab das etwas überspitzt formuliert. Selbverständlich soll es Kredite geben. Jedoch soll auch eine realistische Aussicht bestehen, dass diese zurückbezahlt werden. Darauf wurde aber vor der Krise und auch jetzt noch zu wenig geschaut.

ramschi, da gehe ich mit dir einig, das ist ja eigentlich klar.

bin mir aber nicht sicher, könnte das nicht ein problem der überbefölkerungen sein, somit eigentlich garnicht möglich dieser idee eine chanze zu geben?

es rupfen meiner meinung nach einfach zu viele leute geld aus den systemen, das nicht einmal wirklich absichtlich, sondern nur deswegen weil sie auf dieser gotverdammten welt einfach auch irgendwie leben müssen...

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Merlin2033
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Darauf wurde nie geschaut und soll es auch nicht! Warum auch!

Mir ist es lieber ein Staat gibt mir 10 Jahre zuviel und ich kann 10 Jahre in einer Normalen Welt leben.

Wenn der staat nämlich nicht Arbeitgeber nummer 1 wäre und dadurch schulden machen würde, was meinst du was diese leute alle machen würden? zuhause zeitung lesen und stricken oder was? wohl kaum, das wären aufständische, demonstranten etc.

Stell dir mal vor Amerika hätte jetzt in der Krise kein Geld gedruckt: Millionen von Arbeitslosen und Aufstände und Demonstranten wenn nicht sogar Bürgerkriege wären die Folge gewesen. Da ist mir eine Entwertung meines Vermögens noch x mal lieber!

Halligalli
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SMI im April 2010

Ist es beim Schuldenmachen und beim Sparen nicht wie in der Medizin? Um es mit Paracelsius zu sagen:

"Die M E N G E macht's ob ein Ding Gift ist" oder so ähnlich..........? Lol

Und was den Unterschied zwischen den Greco's und Amis betrifft, hinter Amerika steht eine ganz andere Wirtschaftspotenz, als hinter Griechenland, was nicht heissen soll, dass ich denen ihre Schuldenmacherei und anschliessendem Gelddrucken gutheisse. Und Gott sei Dank müssen die Euroländer jetzt sparen.....auf Langzeit ist das die bessere Lösung..........Sollte ich grottenfalsch liegen, lasse ich mich gerne belehren

s'grüessli.......Halligalli

Immer der Nase nach

Popeye.
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bernankotinsüchtig

bernankotinsüchtig

Den Begriff finde ich einfach geil.... Biggrin

Aus diesem Artikel...

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die_fiskal-_und_geldpolitische_dr...

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

Frischling
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SMI im April 2010

Für mich sind nicht die Schulden in einer Rezession das Problem .... die Schulden wenn es gut läuft.

Aber:

- Der Staat hat Überschüsse... Steuern senken ....

- Der Staat macht dann während der nächsten Rezession noch mehr Schulden.

- Bei er nächsten Hochkonjunktur geht das Spiel mit den Steuersenkungen weiter. Man kann es sich leisten, schliesslich sind die Prognosen so gut Smile

geldsammler
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Merlin2033 wrote:

Darauf wurde nie geschaut und soll es auch nicht! Warum auch!

Mir ist es lieber ein Staat gibt mir 10 Jahre zuviel und ich kann 10 Jahre in einer Normalen Welt leben.

Wenn der staat nämlich nicht Arbeitgeber nummer 1 wäre und dadurch schulden machen würde, was meinst du was diese leute alle machen würden? zuhause zeitung lesen und stricken oder was? wohl kaum, das wären aufständische, demonstranten etc.

Stell dir mal vor Amerika hätte jetzt in der Krise kein Geld gedruckt: Millionen von Arbeitslosen und Aufstände und Demonstranten wenn nicht sogar Bürgerkriege wären die Folge gewesen. Da ist mir eine Entwertung meines Vermögens noch x mal lieber!

ja aber hallo, du meinst die amis sind deshalb heute alles so extrem lieb?

schau mal, wie sie herumballern, und dieses nicht nur in ihrem eigenen heimatland, nein sogar ausserhalb ihrer haustür wo sie eigentlich nichts zu suchen hätten.

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fritz.
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Merlin2033 wrote:

Stell dir mal vor Amerika hätte jetzt in der Krise kein Geld gedruckt: Millionen von Arbeitslosen und Aufstände und Demonstranten wenn nicht sogar Bürgerkriege wären die Folge gewesen. Da ist mir eine Entwertung meines Vermögens noch x mal lieber!

Und viel grössere Aufstände in ein paar Jahren....

Ich glaube nicht, dass es eine tolle Lösung ist, die Probleme einfach immer weiter rauszuschieben und immer grösser werden lassen - bis es wirklich keine vernünftige Lösung mehr gibt.

Nach mir die Sintflut.

Gruss

fritz

orangebox
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SMI im April 2010

fritz wrote:

Merlin2033 wrote:

Stell dir mal vor Amerika hätte jetzt in der Krise kein Geld gedruckt: Millionen von Arbeitslosen und Aufstände und Demonstranten wenn nicht sogar Bürgerkriege wären die Folge gewesen. Da ist mir eine Entwertung meines Vermögens noch x mal lieber!

Und viel grössere Aufstände in ein paar Jahren....

Ich glaube nicht, dass es eine tolle Lösung ist, die Probleme einfach immer weiter rauszuschieben und immer grösser werden lassen - bis es wirklich keine vernünftige Lösung mehr gibt.

Nach mir die Sintflut.

Gruss

fritz

Kann sein aber dieser Kollaps ist Jahrzehnte entfernt und selbst danach gehts wieder von neuem los.

querschuesse.de

geldsammler
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...

was kann man davon halten, wenn man einfach das geld in nix auflösen würde??

keine währungen = keine schulden....

und dann erst mal gras über alles wachsen lassen und zu allerletzt wieder an einem system herumtüfteln das viele jahre später ehe wieder zum scheitern verurteilt ist??

ich habe einfach so den eindruck, dass zuviele menschen glauben, sie müssen nur arbeiten gehen wegen dem geld das sie dabei verdienen.

dabei geht es ja um ganz was anderes.

man muss ums überleben kämpfen nicht mehr und nicht weniger.

das geld hat meiner meinung nach einfach der schlechte nebeneffekt, dass sich so einer mehr geld ergattern kann und der andere weniger. und somit der, der am schluss mehr hat, sich einfach auch mehr leisten kann. und das wissen wir jetzt ja fängs, dass einer der stinkreich ist, nicht immer so viel dafür arbeiten musste wie einer der nur wenig hat.

deshalb, wenn man die menschen so hinzüchten könnte das sie im instinkt wieder spüren dass es auf dieser erde eigentlich nur ums überleben geht, dann bräuchte man ja gar kein geld.

die affen im tschungel haben ja auch keines und leben auch Lol

achja, und wenn man dadurch ja plötzlich keinen anreiz mehr hat um voll zu arbeiten, könnte es so die arbeite einfach auf mehr menschen verteilen. dann arbeitet so zusagen jeder, aber einfach weniger pro tag.

und mit der zeit, die wir dadurch zu genüge im überfluss haben, fressen wir etwas gutes zu sammen oder gehen sport treiben, oder lesen ein buch, oder lernen sonst irgend etwas.

und alle querschläger, die meinen sie müssen sich nicht an dieses system halten und versuchen alles kaput zu machen, stellen wir ohne zu zögern an die wand und erschiessen diese. damit wäre für die ortnung unter der bevölkerung auch gesorgt.

im grunde genommen währe ja alles so einfach, die menschheit ist es nur, die alles so kompliziet macht.

komplizierter macht als sie im stande ist es zu begreifen.

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MarcusFabian
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Re: ...

geldsammler wrote:

dann muss ich mich ja im ernst langsam fragen :? warum ich immer sage das die amis strohdumm sind?

in wahrheit sind sie es ja garnicht. die sind ja eher schlau wie ein fuchs

Sagen wir mal so: Ein harter Sparkurs ist überblickbar.

Unendliche Gelddruckerei führt unweigerlich zum Kollaps der Währung. Diese Folgen lassen sich nur schwer abschätzen.

geldsammler
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...

entlich habe ich ihn aus dem bett gerüttelt Lol

hallo MF

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MarcusFabian
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Merlin2033 wrote:

Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Wenn wir soziale Sicherheit und Wohlstand (den wir uns eigentlich gar nicht leisten können) auf Pump finanzieren, dann geschieht das auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder, denen wir einen Schuldenhaufen überlassen. Ist das vernünftig? ist das gerecht?

Wenn Du als Privatmann so vorgehen würdest wie der Staat - nämlich Schulden nie zurückbezahlen und für Altschulden und Zins neue Schulden aufnehmen - dann würde Dir die Bank irgend wann den Geldhahn zudrehen und Dich in den Konkurs schicken.

Bei Staaten ist es nicht viel anders. Nur dauert es etwas länger.

Die klassischen Geldgeber der USA wie China haben den Geldhahn schon lange zugedreht.

MarcusFabian
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geldsammler wrote:

wenn man nie schulden machen würde, wo stehe die wirtschaft heute?

Die Wirtschaft hätte sich moderater entwickelt. Also weniger Übertreibungsphasen aber auch weniger Bärenmarkt.

In den letzten 100 Jahren legte die Wirtschaft im Schnitt 1.56% zu (USA). Diesen Schnitt hätte sie in etwa angepeilt.

Ohne Schulden wären die Steuern niedriger, die Banken etwas ärmer, Wirtschaft und Konsumenten etwas reicher.

Sprich: Die ganzen Milliarden, die jedes Jahr von den Steuerzahlern indirekt an Zinsen bezahlt werden, fliessen in die Taschen der Banken und weniger Superreicher.

geldsammler
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MarcusFabian wrote:

Merlin2033 wrote:
Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Wenn wir soziale Sicherheit und Wohlstand (den wir uns eigentlich gar nicht leisten können) auf Pump finanzieren, dann geschieht das auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder, denen wir einen Schuldenhaufen überlassen. Ist das vernünftig? ist das gerecht?

.

@MF wir entwikeln uns ja im laufe der jahren vorwerz, also treiben wir auch gewisse technologien an die unseren sprösslingen auch viel helfen werden in ihrem leben.

und da jetzt meine frage ist es denn gerecht das wir alten säcke unseren sprösslingen das geld und die technologien in die wiege setzen und wir selber deswegen ein schlechtes leben führen müssen bis das der tot uns scheidet?

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Merlin2033
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MarcusFabian wrote:

Merlin2033 wrote:
Und wo wären die Staaten heute wenn Sie immer nur das Ausgeben dürften was sie einnehmen würden? Wo wäre die Soziale Sicherheit, etc.???

Wenn wir soziale Sicherheit und Wohlstand (den wir uns eigentlich gar nicht leisten können) auf Pump finanzieren, dann geschieht das auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder, denen wir einen Schuldenhaufen überlassen. Ist das vernünftig? ist das gerecht?

Wenn Du als Privatmann so vorgehen würdest wie der Staat - nämlich Schulden nie zurückbezahlen und für Altschulden und Zins neue Schulden aufnehmen - dann würde Dir die Bank irgend wann den Geldhahn zudrehen und Dich in den Konkurs schicken.

Bei Staaten ist es nicht viel anders. Nur dauert es etwas länger.

Die klassischen Geldgeber der USA wie China haben den Geldhahn schon lange zugedreht.

Ist denn das erbe welches wir angetreten haben eine gerechte Hinterlassenschaft? wohl kaum oder?

Es wird ja immer gejammert die heutige Jugend, aber wer hat denn die heutige Jugend so verzogen?????

Und von wegen Entwicklung von 1.56% etc.

Die Superreichen hat es immer gegeben, gibt es immer und wird es immer geben!

Früher Vögte, Könige, Zaren etc.

Heute Banksters, Oligarchen etc.

Morgen weiss ich wie die dann heissen.

Das was du immer predigen willst, mag auf den Papier funktionieren, gut aussehen und auch logisch erscheinen, aber es wird nie so werden.

Denne
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Re: ...

geldsammler wrote:

wenn man die menschen so hinzüchten könnte das sie im instinkt wieder spüren dass es auf dieser erde eigentlich nur ums überleben geht, dann bräuchte man ja gar kein geld.

Und (fast) keinen Staat.

Wer hat also ein Interesse daran, die grosse Pampersmaschine am Laufen zu halten?

geldsammler
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Re: ...

Denne wrote:

geldsammler wrote:
wenn man die menschen so hinzüchten könnte das sie im instinkt wieder spüren dass es auf dieser erde eigentlich nur ums überleben geht, dann bräuchte man ja gar kein geld.

Und (fast) keinen Staat.

Wer hat also ein Interesse daran, die grosse Pampersmaschine am Laufen zu halten?

eben, auch dich müsste man umfunktionieren, weil auch du zu verwöhnt bist und ein falsches system verfolgst.

nimm es bitte nicht persönlich !!

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MarcusFabian
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geldsammler wrote:

ist es denn gerecht das wir alten säcke unseren sprösslingen das geld und die technologien in die wiege setzen und wir selber deswegen ein schlechtes leben führen müssen bis das der tot uns scheidet?

Es ist sicher mal gerecht, dass wir unsere Technologien an die Kinder übergeben. Ja.

Führen wir aber ein schlechtes Leben, wenn wir nur das ausgeben, was wir auch erwirtschaften?

Schau, wir zahlen Steuern, weil der Staat für uns gewisse Leistungen erbringt. Strassen, Sicherheit, Polizei und Feuerwehr ... you name it.

Nun sind wir uns bewusst, dass der Staat nicht sonderlich effizient mit unserem Geld umgeht aber vergessen wir das.

Wir können behaupten: Je mehr Geld der Staat bekommt umso besser kann er unsere Infrastruktur auch erhalten. Sprich Strassen Sanieren und nicht nur Schlaglöcher stopfen etc.

Nun sind die USA derzeit in der Situation, dass bereits rund 30% der Steuereinnahmen für Zinszahlungen aufgewendet werden müssen. Entsprechend zahlen die Amis hohe Steuern und die Strassen sind doch nicht sauber. (Wasserleitungen ist ein noch schlimmeres Thema in den USA).

Konsequenz? Ohne die Schulden (Zinsen) könnten entweder die Steuern gesenkt oder die Leistung des Staates verbessert werden.

Klar, jetzt machen wir einfach neue Schulden, um trotz der hohen Zinslast die Strassen dennoch reparieren zu können. Und morgen? Dann liegt die Zinslast vielleicht schon bei 32% oder 35%?

Und wo führt das hin? Richtig zu einer Zinslast von 40%, 50%, 100% der Steuereinnahmen?

Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo der Bürger sich beschwert, dass der Staat für die Steuergelder keine Leistung mehr erbringt. Oder der Staat muss die Steuern drastisch erhöhen, um Leistung und Zinsen und vielleicht sogar eine Tilgung zu erreichen.

Unter dem Strich fliesst aber Geld von den Steuerzahlern zu den Banken, ohne dass erstere dafür irgendeine Leistung bekommen.

30% Steuern ist ein Betrag, mit dem man sich viel an Konsum leisten könnte. Können wir aber nicht, weil das zu den Bankern fliesst und die haben bereits so viel Kohle, dass sie ohnehin nicht mehr konsumieren.

Kurzfristig mag es immer interessant sein, neue Schulden zu machen. Und wenn dereinst die Rückzahlung fällig wird, ist ein anderer Politiker dran, der die Kohlen aus dem Feuer holen muss.

MarcusFabian
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Merlin2033 wrote:

Das was du immer predigen willst, mag auf den Papier funktionieren, gut aussehen und auch logisch erscheinen, aber es wird nie so werden.

Nein, aber wir können die Situation entschärfen mit einem System, das die Arbeiter begünstigt und nicht die Banken.

Im aktuellen System ist es umgekehrt.

Man könnte - auch hierzu gibt es interessante Überlegungen - zu einem System übergehen, das Ressourcen- und nicht Geld- dominiert ist. Das würde die Abschaffung allen Geldes beinhalten.

Führt aber hier zu weit.

arunachala
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man kann die sache drehen und wenden wie man will, immer wieder landet die diskussion bei der zinsfrage. zins, zinseszins, zinseszinseszins, mit exponentieller wachstumskurve, jeweils bis zum kollaps. nur weil dieses problem ein altes ist, heisst es nicht, dass es keine lösung dafür geben kann. ohne die zusammenhänge im ganzen zu verstehen, bin ich der meinung, dass eine art schwundgeld ein ansatz wäre. es gab in der vergangenheit erfolgreiche versuche damit, so erfolgreich, dass der staat einschritt, sich auf sein geldmonopol berief und die experimente stoppte. in dieser unserer zeit nun müsste man dieses schwundgeld nun noch mit einem ökologischen faktor verbinden, denn wachstum um des wachstums willen kann auch keine nachhaltige lösung sein.

arme und reiche gab es immer, richtig, und das darf auch so sein. es sollte jedoch schwieriger sein sehr reich zu werden und etwas einfacher der absoluten armut zu entkommen.

doch das wesen des geldes, so wie wir es kennen, belohnt die reichen und bestraft die armen. dieses wesen ist widernatürlich, die natur sucht immer den ausgleich.

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

scaphilo
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SMI im April 2010

@MarcusFabian

Du hast wirklich eine Engelsgeduld den Typen hier im Forum immer wieder das selbe zu erklären :-). Vielen Dank dafür. Hoffen wir das hilft dem einen oder anderen mal auf die Sprünge... aber damit rechnen würde ich nicht.

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