SMI im August 2010

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01.08.2010 14:55
#1
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SMI im August 2010

Es wird ein relativ kurzes Eröffnungsposting geben, denn das Schiff auf dem Thunersee wartet nicht Wink

Globale Märkte, mittel- bis langfristig

Wir sind derzeit hin und hergerissen zwischen Inflation und Deflation, zwischen Weltuntergang und rosa Brille.

Jede Gruppe hat so ihre mehr oder weniger schlüssigen Argumente:

Der Mainstream zelebriert: "Alles wird gut". Die Wirtschaft erholt sich, die Stützungsmassnahmen der Regierungen scheinen zu greifen, die Kurse steigen wieder, die Teuerung ist in vernünftigem Rahmen und seit Frühling 2009 sind weitere Crashs und grosse Bankenpleiten ausgeblieben. Das Vertrauen in Politiker und Zentralbankchefs ist also noch ungebrochen und die offiziell dargebotenen Zahlen aus dem Wallstreet-Disneyland scheinen das zu bestätigen.

Der kürzlich durchgeführte "Stresstest" der Banken ist wie erwartet positiv ausgefallen und die Ergebnisse werden rundherum geglaubt.

Wer andererseits ein bisschen tiefer gräbt, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass ausser echtem Gold nicht alles Gold ist, was glänzt Wink

Da wäre als wichtigstes Argument die Erkenntnis, dass die Dot-Com Krise um 2000 und die Finanzkrise (Immobilienkrise) ab 2008 dieselbe Ursache haben: Schulden!

Nun werden die daraus folgenden Crashs wie bekämpft? Richtig, mit neuen und noch mehr Schulden. Alleine in den USA sind die Schulden dieses Jahr um 3.7 Billionen Dollar gewachsen, was etwa 1/3 des BSP ausmacht.

«Kein Problem wird durch das Denken gelöst, das es verursacht hat», sagte schon Einstein. Und spezifisch auf die Wirtschaft bezogen, brachte es Ludwig von Mises bereits 1912 auf den Punkt:

Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems.

Man muss aber weder Wirtschaftsprofessor noch Nobelpreisträger sein, um eines zu erkennen: Schulden durch neue grössere Schulden zu bekämpfen, kann nicht ewig gut gehen!

Daneben gibt es noch ein Zwischending zwischen neuem Bullenmarkt und tiefem Bärenmarkt: Den Crack-Up Boom.

Zu einem Crack-Up Boom kommt es dann, wenn sich eine starke Geldentwertung abzeichnet. Die Anleger versuchen dann (fast panikartig), Geld in Sachwerte umzutauschen, um den Werterhalt ihres Vermögens zu sichern bzw. noch etwas für Ihr Geld zu bekommen, solange es noch einen Wert hat. Sie werden dann von Immobilien über Aktien und Gold auch Autos, PC's, Handys etc. kaufen. Die Devise: Alles mögliche besitzen, nur kein Bargeld.

Mit dem bullischen Mainstream hat der Crack-up Boom gemeinsam, dass die Märkte stark ansteigen. Die Aktienkurse also steigen, obschon die Wirtschaft nach wie vor auf Talfahrt ist.

Mit den Bären ist gemeinsam, dass dieser Boom nur recht kurz anhalten wird und das System schlussendlich dennoch in Hyperinflation und Währungsreform endet.

Wenn wir mal kurz annehmen, dass so ein Crack-Up Boom denkbar ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Wir hatten ihn schon (vom März 2009 bis April 2010) oder

2. Wir werden ihn erst noch bekommen.

Smartinvestor.de, Protagonisten des Crack-Up Booms, stellen das so dar:

Quelle: http://www.smartinvestor.de/news/smartinvestor/detail.hbs?itemid=item949496655&recnr=14133&headline=Von+Wembley-Toren&more=0

Börsen kurzfristig

Für den SMI sieht die Situation natürlich ähnlich wie für den S&P aus:

Mal abgesehen von langfristigen Bären- und Bullenmärkten habe wir im SMI eine gültige SKS mit Kursziel um 5600 Punkte.

Auch ohne SKS haben wir im April ein bestätigtes Top und nunmehr einen etablierten Abwärtstrend, der (s. Orange Linie) durch lower-Tops bestätigt ist. Zumindest für den August lautet deshalb die Prognose:

Weiter abwärts im Zick-Zack

Eine "Rettung" könnte es von Heli-Ben geben, der ja bereits hat durchblicken lassen, die Geldpumpe wieder anzuwerfen.

Würde er dies tun, hätte das für die Märkte folgende Konsequenzen:

* Steigende Preise für Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle

* Sinkender Dollar

Unter dem Strich also steigende Aktienkurse bei sinkender Währung. Sofern die Aktien stärker steigen als die Währung sinkt, ist gegen Aktien also nichts einzuwenden.

Zum Schluss noch der SMI in Gold.

Wochenchart:

Tageschart:

Man beachte, die Gruppe von drei Kerzen Ende Juli, als der SMI kurz gegen Gold nach oben auf 5.40 geschossen ist.

Interessanter Weise gab es während dieser drei Tage hier im Forum eine Massierung von Verbal-Attacken diverser Gold-Bären, die aus allen Löchern gekrochen kamen und das Ende der "Gold-Blase" verkündeten.

Nun, der Goldpreis ist uninteressant. Wichtig ist nur, wie schnell der Franken gegen Gold entwertet wird. So betrachtet, dürfte der SMI auch in Gold seinen Weg nach unten fortsetzen und das bisherige Tief vom März 2009 unterschreiten.

Das sollten wir immer im Hinterkopf haben, wenn wir uns darüber freuen, dass der SMI in Franken steigt. Solange unsere SNB den Franken laufend entwertet, nützen uns steigende Aktienpreise nur bedingt als Inflationsschutz.

Happy Trading!

Marcus

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31.08.2010 17:26
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SMI im September 2010

September-Thread ist da!

Weiter geht's hier:

http://www.cash.ch/node/4287

--- CLOSED ---

31.08.2010 17:24
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SMI im August 2010

So, ich mach dann mal neuen Thread auf.

31.08.2010 17:13
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MarcusFabian wrote:

.

Interessant übrigens, dass der Begriff "Währungsreform" während dem Höhepunkt der Griechenlandkrise erstmals merklich ins Bewusstsein der Deutschen gedrungen ist. Etwa im Mai 2010.

Dies erkennt man sehr schön bei Google Trends: ("Wie häufig wurde nach dem Begriff 'Währungsreform' auf Google gesucht?)

Hier: http://www.google.de/trends?q=w%C3%A4hrungsreform

Logisch.

Solche medialen Hypes werden von den Foren/Blog's usw. ja wunderbar im "Netz" weiterverbreitet.. :roll:

"Hindenburg Omen" war ja der neuste "Gag".. Lol

http://www.google.de/trends?q=hindenburg+omen&ctab=0&geo=all&date=all&so...

weico

31.08.2010 15:19
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scaphilo wrote:

Fine-Tuner wrote:

Diese Gesamtposition ist fast risikolos (kein marktrisiko, kein emittentenrisiko

Wieso kein emmitentenrisiko? Von irgendwem wurde das Ding ja mal ausgegeben oder. Wieso kein Marktrisiko? Ein soches Produkt auf den Nikkei chart (1990ff) würde auch keine Gewinne produzieren. Du sagst ja eigentlich nur dass wenn etwas 50% fällt, es 100% steigen muss um wieder am selben Ort zu sein... was aber wenn es nie mer da hin zurück kehrt?

Wenn ich short bin, ist der Kunkurs eines Emittenten perfekt für mich. Wenn die Firma Direxion Konkurs geht, wohin gehen dann BEIDE ETF's?

Ein solches Produkt auf den Nikkei 1990ff hätte gewaltige Volatilitätsgewinne produziert. Beide ETF wären heute bei faktisch 0 (0,00000001 ist ja auch nicht schlecht, v.a. wenn ich 1990 beide bei 100 verkauft habe, oder?...immerhin eine Rendite von 99.99%...mehr als 100% kann man bei shorts ja nie erzielen.)

Fine-Tuner

31.08.2010 15:07
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scaphilo wrote:

Du sagst ja eigentlich nur dass wenn etwas 50% fällt, es 100% steigen muss um wieder am selben Ort zu sein...

Das bezieht sich nur auf den Basiswert. Da du Puts und Calls gleichzeitig und zu gleichen Teilen leer verkaufst, kann dir das völlig schnuppe sein.

31.08.2010 15:07
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Ramschpapierhaendler wrote:

Genau so zocken uns schliesslich die Vontis und wie sie alle heissen mit ihren KO's ab.

BINGO.

Fine-Tuner

31.08.2010 14:57
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SMI im August 2010

Fine-Tuner wrote:

Diese Gesamtposition ist fast risikolos (kein marktrisiko, kein emittentenrisiko

Wieso kein emmitentenrisiko? Von irgendwem wurde das Ding ja mal ausgegeben oder. Wieso kein Marktrisiko? Ein soches Produkt auf den Nikkei chart (1990ff) würde auch keine Gewinne produzieren. Du sagst ja eigentlich nur dass wenn etwas 50% fällt, es 100% steigen muss um wieder am selben Ort zu sein... was aber wenn es nie mer da hin zurück kehrt?

31.08.2010 14:35
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SMI im August 2010

die amis haben ja jetzt eine Ausgabequelle weniger....

aus 20 Minuten:

...........Viele Probleme gehen auf die Zeit der Sanktionen gegen Saddam Hussein zurück, doch auch die USA sind mitschuldig. Sie haben rund 53,7 Milliarden Dollar Steuergeld in den Wiederaufbau eines Landes investiert, das mit seinen immensen Ölvorkommen eigentlich sehr reich ist.............

aber vielleicht wählen sie nach Obama ja wieder so einen Trottel wie Bush, der sich mit seiner Waffenindustrie in der Verwandschaft selbst bereichert.....

31.08.2010 13:42
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SMI im August 2010

@ Fine-Tuner:

Herzlichen Dank! Ich brauch da sicher etwas Zeit dafür, um das zu verstehen, aber ich werd's mir genauer anschauen.

Edit:

Hab's begriffen und mal ein par Szenarios durchgedacht / -gerechnet. Das Risiko besteht tatsächlich darin, dass der Grundwert (die Märkte) immer wieder mehrere Tage in dieselbe Richtung laufen. Etwa 5 Tage reichen schon, damit es nicht funktioniert. Allerdings ist es extrem unwahrscheinlich, dass es über einen längeren Zeitraum immer so konstant auf und ab geht. Auch in längeren Up- (oder Down-) Phasen reichen die Korrekturtage wohl aus, um das Ganze rentabel werden zu lassen. Genau so zocken uns schliesslich die Vontis und wie sie alle heissen mit ihren KO's ab.

Hab zwar derzeit keinen Account wo ich leer verkaufen kann. Wäre jedoch langsam eine Überlegung wert...

Nochmals vielen Dank!

31.08.2010 13:36
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SMI im August 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

Fine-Tuner wrote:
...habe unter "ÜBRIGE GELDANLAGEN" andeutungsweise aufgezeigt, wie man Prozente generiert, ohne selbst exponiert zu sein....scheint aber niemanden zu interessieren.

Glaubst du ja selbst nicht, dass das niemanden interessiert. Nur glaubt niemand so einfach an die Geldmelkmaschine. Ich hab's ehrlich gesagt beim Durchlesen nicht verstanden und da du nicht mal geschrieben hast, wo du zitiert hast... Erklär doch ganz einfach wie die Strategie funktioniert anstatt nur anzudeuten.

Zuzugeben, dass man etwas nicht versteht, ist eine Tugend, die man heute nur noch selten findet. ...ist es doch eine der wichtigsten Voraussetzungen um im Leben wirklich weiter zu kommen. Somit Chapeau Ramschi...den ich wette, dass niemand der es gelesen hat, es auch verstanden hat. Eigentlich hast nur du die Löung verdient.

Wie auch immer. Schau die Lösung:

Wir haben die beiden 3x leveraged ETF von Direxion TNA und TZA (nach Direxion googeln und dort nach TAN und TAZ unter ETF suchen und mecano selbst lesen...ist echt keine Hexerei..versteht jeder

http://www.direxionshares.com/etfs).

Bei den beiden ETF handelt es sich um Instrumente, die den Referenzindex je mit dem Faktor 3 wiedergeben. Steigt der Index 1% PRO TAG geht TNA an diesem Tag 3% rauf (wie call, jedoch OHNE VERFALL). TAZ genau umgekehrt, geht der Index 1% rauf, geht der TAZ 3% runter (wie put, JEDOCH OHNE VERFALL).

Was erwartest Du wenn man beide hat? Ja genau, dass das ganze ein Nullsummenspiel ist. Das Risiko scheint 0, aber auch die Rendite....UND hier liegt der Hund begraben....Fakt ist, dass im Verlauf der Zeit BEIDE AN WERT VERLIEREN (vgl. den Chart im erwähnten Thread)....warum dies so ist, liegt an der Mathematik der Grossen Zahlen....oder, wenn ein Teil 5% runter geht wieviel muss es nun steigen, damit es wieder am Ursprungsort ist???....JA GENAU, mehr als 5%!!!!!!!!!......dieses Mehr kann man abschöpfen.!!!

....also wir nenen das risikolose Volatilitätsgewinne.

Als Beispiel ein Projekt (mit vier ETF's), welches wir vor ein paar Tagen gestartet haben...

...

ACHTUNG: Beachte bitte, dass wir ausschliesslich short-positionen haben (SOXS und SOXL sind identisch TNA und TZA laufen jedoch auf einen anderen Index vgl. auch unter DIrexion.com)!!!!!

Diese Gesamtposition ist fast risikolos (kein marktrisiko, kein emittentenrisiko) für uns. ACHTUNG: Wenn der Markt über einen längeren Zeitraum nur in eine Richtung geht (jeden Tag!!!), dann kann es passieren, dass Verluste entstehen....das lässt uns jedoch kalt, denn sobald eine GEGENBEWEGUNG eintritt, schenkt es bei uns wieder mächtig ein und bereits ein oder zwei Tage GEGENBEWEGUNG reichen aus um wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Solche Phasen sind jedoch sehr selten...ich glaube der Rekord für den DJ sind 13Tage in die gleiche Richtung.

Wie man sieht wurden oben bereits ein paar Dollar abgeschöpft (Summe unter "Gains")....das lassen wir jetzt ein oder zwei Jahre laufen....OHNE einen zusätzliche Trade!!! Absolut passiv...der Markt arbeitet für uns!!!!!!!!....je volatiler, je besser für uns...dabei ist es völlig egal obs rauf oder runter geht.

Mein Tip: Mache doch selbst ein solches Experiment-Portfollio auf irgendeiner Site wo du virtuell short-pf machen kannst....zB marketocracy.com....ich weiss nicht ob das auch bei cash.ch geht. So kannst Du den Mecano etwas studieren.

....und übrigens: Dieses Spielchen lässt sich NICHT mit futures replizieren....da man als retailer leider den GLEICHEN future nicht gleichzeitig long und short sein kann....das dürfen nur die Clearingmember...diese risikolosen Gewinne sind für sie reserviert (..sie nennen das natürlich "Gebühren"...)

Fragen?

Fine-Tuner

31.08.2010 13:23
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SMI im August 2010

Karat1 wrote:

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich mit der Beantwortung meiner Fragen die Finger verbrennen will.

Genau. Das will nämlich kein Politiker.

Ein Politiker will nur eines: Wiedergewählt werden.

Politiker reagieren erst dann, wenn ihnen die Schei$$e um die Ohren fliegt, wenn entsprechender Druck von unten, vom Stimmbürger kommt. Vorher nicht.

Jetzt eine Währungsreform zu propagieren, wo noch keine offensichtliche Veranlassung dafür besteht, wäre politischer Selbstmord.

Besser also, so weiter zu machen wie bisher und wenn die Inflation dann in Hyper- übergeht und das Volk geradezu nach einer Lösung schreit, kann er als Retter in der Not eine Währungsreform durchziehen und die nächste Wahl ist gesichert.

Alles also eine Frage des Timings.

31.08.2010 12:05
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SMI im August 2010

@ marcusfabian

Ich habe letzte Woche die FINMA und die Nationalbank zum Thema Währungsreform und Abschaffung Euro angeschrieben. Beide gaben zwar Antwort aber haben natürlich zu meinen Anliegen nicht konkret Stellung genommen. Sie vertrauen den Führungen der Länder, dass sie die anstehenden Fragen lösen werden. Was immer das auch heissen mag.

Im weitern habe ich zu diesem Thema dem "Ratgeber" einer Zeitschrift geschrieben. Er ist Ständerat und Finanzpolitiker. Bisher habe ich von ihm noch nichts gehört und auch in der entsprechenden Zeitung wurde noch nichts publiziert.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich mit der Beantwortung meiner Fragen die Finger verbrennen will.

Karat

31.08.2010 12:05
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Politiker

Ich habe hier mal in Zürich kandidiert und kenne meine Kollegen ein bisschen.

Je weiter hoch Du in der Pyramide gehst, je gescheiter sind die Leute aber leider nicht intelligenter.

Wenn Du vor Leuten eine Diskussion führst ist die Rhetorik wichtiger als Sachargumente.

Und dann noch die Medien, schau Dir mal die Situation um Sarrazin in Deutschland an. Keiner Diskutiert über seinen Inhalt, alle nur über die Formulierung :x

31.08.2010 11:54
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SMI im August 2010

Nun, vielleicht findet sich ja der eine oder andere User, der auch politisch aktiv ist und meine Gedanken aufgreifen möchte.

Er wäre herzlich dazu eingeladen.

31.08.2010 11:18
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MarcusFabian wrote:

Politiker werden erst handeln, wenn das Bewusstsein der Basis in breitem Masse angestiegen ist...

Ich zähle die Parteien zur Basis und nicht zu "den Politikern". Ich war mal in einer mittelgrossen Partei. Ich bezweifle, dass dort auch nur 1% das Bewusstsein haben, welches du hast bzw. du den SNB-Leuten zurecht zusprichst. Es liegt mir fern, jemanden zu solchen Dingen zu überschnorren. Aber eine gute Idee fände ich es trotzdem. Wink

31.08.2010 11:10
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SMI im August 2010

Also was politische Parteien oder EVD, SNB betrifft, da bin ich politischer Atheist. Ich traue keinem dieser Vereine über den Weg.

Es ist ja auch keineswegs so, dass es - zumindest in der SNB - nicht einige helle Köpfe gäbe, denen durchaus bewusst ist, dass ein exponentiell wachsendes System immer irgendwann kollabieren muss. Aber die würden sich eher die Zunge abbeissen, als das öffentlich zuzugeben.

Dass unser Geldsystem ein eingebautes, systembedingtes Verfalldatum hat, ist allgemein als Tatsache anerkannt. Die Frage ist lediglich, wann das System kollabieren wird. Wir sind ziemlich am Ende der Exponentialkurve und das System kann bereits 2010 kollabieren. Vielleicht aber auch 2012 oder erst 2015.

Das vordringliche Ziel der Politiker besteht darin, dass dies möglichst nicht während ihrer Legislatur passiert sondern erst beim Nachfolger. Dieser wiederum kann dann die Schuld auf die Vorgänger schieben. Verantwortung übernehmen muss somit niemand.

Weiterhin ist es ja der Witz einer Währungsreform, dass sie über Nacht (bzw. ein Wochenende) und unerwartet kommt. Würde z.B. eine Währungsreform per 31.12.2010 angekündigt, würden alle Anleger ihre Barvermögen, 3. Säule, Fonds etc. verkaufen und in Sachwerte und Edelmetalle investieren. Der Franken wäre dann schon morgen nichts mehr wert.

Interessant übrigens, dass der Begriff "Währungsreform" während dem Höhepunkt der Griechenlandkrise erstmals merklich ins Bewusstsein der Deutschen gedrungen ist. Etwa im Mai 2010.

Dies erkennt man sehr schön bei Google Trends: ("Wie häufig wurde nach dem Begriff 'Währungsreform' auf Google gesucht?)

Hier: http://www.google.de/trends?q=w%C3%A4hrungsreform

Politiker werden erst handeln, wenn das Bewusstsein der Basis in breitem Masse angestiegen ist, wenn die Preise steigen und Papier jeder Art langsam an Vertrauen verliert.

Ohne Druck von unten passiert rein gar nichts.

Selbst anerkannte Grössen wie Ron Paul, Peter Schiff, Gerard Celente, Nouriel Roubini oder Marc Faber konnten bei keiner Regierung oder Notenbank etwas bewirken. Was soll da so ein unbedeutendes Würstchen wie ich ausrichten können?

31.08.2010 10:47
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Merced wrote:

Ernsthafte Frage: Warum versendest Du dies nicht als Brief an EVD und Nationalbank?

Die Frage hab ich hier ganz ähnlich auch schon gestellt. Meiner Meinung nach wäre es evtl. sogar noch effektiver, wenn man die Parteien angehen würde. Für die eine oder andere Partei sicher eine gute Möglichkeit, sich zu profilieren.

31.08.2010 10:24
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SMI im August 2010

MarcusFabian wrote:

... Man hätte sparen sollen. Man hätte erst gar nicht damit beginnen sollen, Schulden in so hohem Masse zuzulassen. Man hätte weniger Geld drucken sollen und notfalls die Rezession 2001 ausstehen. Dann wäre die Finanzkrise nicht passiert und wir stünden jetzt auch nicht in einer dritten, Finalen Blase: Der Schulden- oder Bailout-Blase.

So, genug der "hätte", "wäre", "würde".

Wir haben nun mal den Schlamassel. Was also tun?

Eine saubere schmerzlose Lösung kann es nicht mehr geben. Dazu ist das Kind schon zu tief in den Brunnen gefallen. Wir haben höchstens noch die Wahl zwischen verschiedenen Übeln.

Sparen, Schuldenabbau ist der härteste Weg. Das bedeutet sinkende Staatsausgaben bei gleichzeitigen Steuererhöhungen. Ein Abwürgen der Wirtschaft. Rezession, Depression, Deflation.

Das dumme daran ist aber (s. Griechenland), dass Steuererhöhungen keine höheren Steuereinnahmen bringen, wenn die Wirtschaft schrumpft und die Arbeitslosigkeit steigt. Der Weg durch die Depression ist also in der jetzigen Lage der schlechteste.

Wenn schon, geht man den Weg der Amis: Man druckt weiter Geld, bis in die Hyperinflation und macht dereinst eine Währungsreform.

Besser wäre natürlich, die Währungsreform durchzuführen, bevor Hyperinflation einsetzt und der Dollar seinen Wert verliert. Aber das ist politisch kaum durchsetzbar, da die meisten Menschen noch keinen Anlass für eine Währungsreform sehen. Deshalb das Gaspedal nochmal so richtig bis zum Anschlag durchdrücken, Augen zu und hoffen, dass die Mauer vor uns nicht zu dick ist.

Eine Währungsreform ist zwar auch hässlich aber schneller überstanden als eine lange Depression und mit weniger negativen Auswirkungen auf die breiten Massen.

Nach der Währungsreform wird man die Scherben des Finanzsystems einsammeln, nach Schuldigen suchen, die Fehler der Vergangenheit analsysieren und versuchen, es in der nächsten Runde besser zu machen.

Das kapitalistische System ist nicht der Schuldige. Auch nicht die Demokratie und schon gar nicht die freie Marktwirtschaft. Daran wird sich also nichts ändern müssen.

Es wird sicher erkannt werden, dass es ein Fehler war, ein Finanzsystem mit reinem ungedecktem Papiergeld aufzubauen. Vor allem, weil wir doch aus der Geschichte wissen, dass ungedecktes Papier immer dazu führt, dass es irgendwann hemmungslos gedruckt wird, um aktuelle Probleme kurzfristig zu kaschieren (auch wenn man sie dadurch verschlimmert).

Wir werden erkennen, dass fiat-money nur so lange einen Wert hat, als es als Zahlungsmittel auch akzeptiert wird. Und es wird so lange akzeptiert, bis es nicht mehr akzeptiert wird. Blum 3

Und das kann über Nacht geschehen.

Wir werden auch erkennen, dass nicht die Wirtschaft, die Arbeiter, die Konsumenten versagt haben sondern die Banken, das Finanzsystem. Wir werden entsprechend nach einer Währungsreform ein System mit bedeutend weniger Banken haben. Ein System, bei dem die Banken wieder die Diener der Wirtschaft sind und nicht - wie jetzt - umgekehrt.

Vielleicht werden wir sogar so weit gehen, die Rolle von Zentralbanken zu hinterfragen. Vielleicht nicht bei uns aber ganz sicher in den USA. Die USA haben 250 Jahre lang erfolgreich ihre Dollars selbst gedruckt und sind dabei ohne Inflation und Schulden ausgekommen. Seitdem die Fed vor knapp 100 Jahren das Geld druckt, hat der Dollar 96% seiner Kaufkraft verloren ($1 heute hat die Kaufkraft von 4cent von 1913) und das Land versinkt in Schulden.

Die USA waren lange Zeit der grösste industrielle Produzent und Geldgeber für den Rest der Welt.

Nun haben die USA ihre Produktion grössten Teils nach China abgegeben und sind zum grössten Schuldner der Welt geworden.

Wer produziert und Geld verdient, gewinnt.

Es dürfte also zu einer Verschiebung der Macht von den USA zu China kommen.

Ganz allgemein dürften die BRIC-Staaten in den nächsten 20-50 Jahren bessere Wachstumschancen haben als die USA und Europa.

Es wird also Zeit für uns (Europäer wie Amerikaner) uns wieder auf unsere Qualitäten zu besinnen und was wir den Chinesen noch voraus haben: Phantasie, Erfindungsreichtum, Innovationsfreudigkeit. Ansonsten werden wir ganz schnell die zweite Geige spielen.

Schlussendlich werden wir wieder lernen müssen, dass Kredite nur dann sinnvoll sind, wenn das Geld investiert wird. Aber nicht, wenn damit der Konsum vor-finanziert wird.

Nachhaltiges Wachstum ist nur durch technologischen Fortschritt, Innovation, Produktivitätssteigerung und harte Arbeit möglich. Nicht durch Geld drucken und das Leben auf Pump.

Sehr gutes Posting. Konsequent durchgedacht und so formuliert, dass auch für uns Normalbürger verständlich ist, was gemeint ist. Regt sehr zum Nachdenken an, auch wenn man nicht in jedem Punkt mit Deinen Schlussfolgerungen einverstanden ist. Ernsthafte Frage: Warum versendest Du dies nicht als Brief an EVD und Nationalbank? Es ist an der Zeit, dass unsere Führung mal ein paar gute Inputs von der Basis erhält. Vielleicht sind sie ja sogar froh, wenn sie mal was anderes hören, als das was ihnen ihre Berater ständig einflüstern.

mfG & happy day

31.08.2010 07:43
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SMI im August 2010

Fine-Tuner wrote:

...habe unter "ÜBRIGE GELDANLAGEN" andeutungsweise aufgezeigt, wie man Prozente generiert, ohne selbst exponiert zu sein....scheint aber niemanden zu interessieren.

Glaubst du ja selbst nicht, dass das niemanden interessiert. Nur glaubt niemand so einfach an die Geldmelkmaschine. Ich hab's ehrlich gesagt beim Durchlesen nicht verstanden und da du nicht mal geschrieben hast, wo du zitiert hast... Erklär doch ganz einfach wie die Strategie funktioniert anstatt nur anzudeuten.

31.08.2010 07:12
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SMI im August 2010

@Marcus Fabian: Georg Schramm ist seit Jahren mein Lieblings-Kabarettist und Satiriker. Schade, dass er nicht mehr in der Sendung "Neues aus der Anstalt" mit Urban Priol zu sehen ist. Keiner bringt die Wahrheit so rüber wie er.

31.08.2010 07:00
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Währungsreform?

@ marcusfabian

Du erachtest ja eine Währungsreform aus unausweichlich. Ich kann es weder bejahen noch verneinen, weil ich es schlicht nicht wissen kann. Aber was denbar ist, ist auch möglich. So habe ich denn letzte Woche mal die FINMA und die Nationalbank angeschrieben. Ich wollte wissen, ob sich die beiden Institute mit diesem Thema beschäftigen oder ob sie sich wieder überraschen lassen wollen! Ebenso wollte ich wissen ob und wie der Bundesrat dazu orientiert werde. Unsere 7 Überraschungskekse sind ja eh ahnungslos!

Das einzige was mich an den Antworten überraschte war, dass beide Stellen überhaupt geantwortet haben.

Was nicht überraschte war, dass sie konkret dazu nichts gesagt haben.

Auszug:

"Spezifischere Prognosen sind weder möglich, noch mit dem Gesetzesauftrag der Nationalbank vereinbar"

"Wir vertrauen jedoch darauf, dass die Regierungen und Währungsbehörden der angesprochenen Staaten einen derartigen, mit bedeutenden Schwierigkeiten behafteten Weg nicht einschlagen werden."

Na gut, lassen wir uns nicht überraschen.

Karat

31.08.2010 02:00
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SMI im August 2010
31.08.2010 00:41
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SMI im August 2010

in_God_we_trust wrote:

@fine-tuner

Wo Du recht hast, hast Du recht! Ich würde aber gerne mehr von Dir hören. Natürlich möchte ich auch schon wie Du auf Erden das Paradies sehen! Smile

Das Paradies ist nicht gratis...habe unter "ÜBRIGE GELDANLAGEN" im "ETF - Akutelle Favoriten? Region, Länder, Rohstoffe, Themen?"-Thread andeutungsweise aufgezeigt, wie man Prozente generiert, ohne selbst exponiert zu sein....scheint aber niemanden zu interessieren. Die Leute halten lieber Risiken bis zum abwinken und sind Ende Jahr noch froh, wenn sie nichts verloren haben, das ist doch mad....der Begriff Total Return ist seit Madoff eher ein Schimpfwort, trotzdem ist es möglich..WENN MAN DIE RICHTIGEN INSTRUMENTE RICHTIG EINSETZT...vgl. zB Chart im oben erwähnten "ÜBRIGE GELDANLAGEN"-thread.

Fine-Tuner

31.08.2010 00:22
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SMI im August 2010

orangebox wrote:

aber welche Möglichkeiten des Ausweges stehen uns als Option zur Verfügung?

Einerseits heisst es Sparen (dies wird auch wiederum von vielen vehemmend als die Falschen Lösung angesehen)

Anderseits einige prominenten Notenbanker Lösung = weiter Verschulden.

Österreicher gegen Keynes Wink

Man hätte sparen sollen. Man hätte erst gar nicht damit beginnen sollen, Schulden in so hohem Masse zuzulassen. Man hätte weniger Geld drucken sollen und notfalls die Rezession 2001 ausstehen. Dann wäre die Finanzkrise nicht passiert und wir stünden jetzt auch nicht in einer dritten, Finalen Blase: Der Schulden- oder Bailout-Blase.

So, genug der "hätte", "wäre", "würde".

Wir haben nun mal den Schlamassel. Was also tun?

Eine saubere schmerzlose Lösung kann es nicht mehr geben. Dazu ist das Kind schon zu tief in den Brunnen gefallen. Wir haben höchstens noch die Wahl zwischen verschiedenen Übeln.

Sparen, Schuldenabbau ist der härteste Weg. Das bedeutet sinkende Staatsausgaben bei gleichzeitigen Steuererhöhungen. Ein Abwürgen der Wirtschaft. Rezession, Depression, Deflation.

Das dumme daran ist aber (s. Griechenland), dass Steuererhöhungen keine höheren Steuereinnahmen bringen, wenn die Wirtschaft schrumpft und die Arbeitslosigkeit steigt. Der Weg durch die Depression ist also in der jetzigen Lage der schlechteste.

Wenn schon, geht man den Weg der Amis: Man druckt weiter Geld, bis in die Hyperinflation und macht dereinst eine Währungsreform.

Besser wäre natürlich, die Währungsreform durchzuführen, bevor Hyperinflation einsetzt und der Dollar seinen Wert verliert. Aber das ist politisch kaum durchsetzbar, da die meisten Menschen noch keinen Anlass für eine Währungsreform sehen. Deshalb das Gaspedal nochmal so richtig bis zum Anschlag durchdrücken, Augen zu und hoffen, dass die Mauer vor uns nicht zu dick ist.

Eine Währungsreform ist zwar auch hässlich aber schneller überstanden als eine lange Depression und mit weniger negativen Auswirkungen auf die breiten Massen.

Nach der Währungsreform wird man die Scherben des Finanzsystems einsammeln, nach Schuldigen suchen, die Fehler der Vergangenheit analsysieren und versuchen, es in der nächsten Runde besser zu machen.

Das kapitalistische System ist nicht der Schuldige. Auch nicht die Demokratie und schon gar nicht die freie Marktwirtschaft. Daran wird sich also nichts ändern müssen.

Es wird sicher erkannt werden, dass es ein Fehler war, ein Finanzsystem mit reinem ungedecktem Papiergeld aufzubauen. Vor allem, weil wir doch aus der Geschichte wissen, dass ungedecktes Papier immer dazu führt, dass es irgendwann hemmungslos gedruckt wird, um aktuelle Probleme kurzfristig zu kaschieren (auch wenn man sie dadurch verschlimmert).

Wir werden erkennen, dass fiat-money nur so lange einen Wert hat, als es als Zahlungsmittel auch akzeptiert wird. Und es wird so lange akzeptiert, bis es nicht mehr akzeptiert wird. Blum 3

Und das kann über Nacht geschehen.

Wir werden auch erkennen, dass nicht die Wirtschaft, die Arbeiter, die Konsumenten versagt haben sondern die Banken, das Finanzsystem. Wir werden entsprechend nach einer Währungsreform ein System mit bedeutend weniger Banken haben. Ein System, bei dem die Banken wieder die Diener der Wirtschaft sind und nicht - wie jetzt - umgekehrt.

Vielleicht werden wir sogar so weit gehen, die Rolle von Zentralbanken zu hinterfragen. Vielleicht nicht bei uns aber ganz sicher in den USA. Die USA haben 250 Jahre lang erfolgreich ihre Dollars selbst gedruckt und sind dabei ohne Inflation und Schulden ausgekommen. Seitdem die Fed vor knapp 100 Jahren das Geld druckt, hat der Dollar 96% seiner Kaufkraft verloren ($1 heute hat die Kaufkraft von 4cent von 1913) und das Land versinkt in Schulden.

Die USA waren lange Zeit der grösste industrielle Produzent und Geldgeber für den Rest der Welt.

Nun haben die USA ihre Produktion grössten Teils nach China abgegeben und sind zum grössten Schuldner der Welt geworden.

Wer produziert und Geld verdient, gewinnt.

Es dürfte also zu einer Verschiebung der Macht von den USA zu China kommen.

Ganz allgemein dürften die BRIC-Staaten in den nächsten 20-50 Jahren bessere Wachstumschancen haben als die USA und Europa.

Es wird also Zeit für uns (Europäer wie Amerikaner) uns wieder auf unsere Qualitäten zu besinnen und was wir den Chinesen noch voraus haben: Phantasie, Erfindungsreichtum, Innovationsfreudigkeit. Ansonsten werden wir ganz schnell die zweite Geige spielen.

Schlussendlich werden wir wieder lernen müssen, dass Kredite nur dann sinnvoll sind, wenn das Geld investiert wird. Aber nicht, wenn damit der Konsum vor-finanziert wird.

Nachhaltiges Wachstum ist nur durch technologischen Fortschritt, Innovation, Produktivitätssteigerung und harte Arbeit möglich. Nicht durch Geld drucken und das Leben auf Pump.

30.08.2010 23:45
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SMI im August 2010

in_God_we_trust wrote:

Schwärzer sehen kann wohl nicht mal mehr MF:

http://www.cash.ch/news/alle/pessimist_rechnet_mit_kurshalbierung_an_usb...

Lol

S&P bei 450! Are you crazy?

Spielt es so eine grosse Rolle, ob der S&P $1000 oder $450 kostet?

Bist Du glücklich, wenn er eine Billion kostet und ein Brötchen eine Milliarde?

30.08.2010 23:43
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SMI im August 2010

@fine-tuner

Wo Du recht hast, hast Du recht! Ich würde aber gerne mehr von Dir hören. Natürlich möchte ich auch schon wie Du auf Erden das Paradies sehen! Smile

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

30.08.2010 22:37
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SMI im August 2010

...ich frage mich wiso es wichtig ist zu wissen wo der Index oder irgendeine Aktie irgendwann in der Zukunft steht. Wer nicht verstanden hat, dass man genau diese Frage nicht beantworten kann UND TROTZDEM gutes GEld an der Börse verdienen kann, hat gar nichts verstanden....und ist eine bemitleidenswerter Gottesanbeter.....der höchstens im nächsten Leben belohnt wird...

Fine-Tuner

30.08.2010 22:31
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SMI im August 2010

miracol wrote:

Ich frag mich sowieso wieso die immer so massiv übertreiben müssen.450 Punkte. Waren die in der Zukunft?

Kommt mir vor wie der Erwin Brunner von Brunner Invest der im Mai einen DJ bei 14000 sah und ein paar Wochen später die Hosen gestrichen voll hatte und den SMI auf einmal wieder bei 5000 sah.

Wie will man so was voraussehen? 800 im S&P wäre vielleicht realistischer mit gutem Menschenverstand.

realistische angaben bewegen wohl keinen markt, daher muss etwas nachgeholfen werden.

ich kann mir das im besten willen nicht anders vorstellen..

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

30.08.2010 22:17
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SMI im August 2010

Ich frag mich sowieso wieso die immer so massiv übertreiben müssen.450 Punkte. Waren die in der Zukunft?

Kommt mir vor wie der Erwin Brunner von Brunner Invest der im Mai einen DJ bei 14000 sah und ein paar Wochen später die Hosen gestrichen voll hatte und den SMI auf einmal wieder bei 5000 sah.

Wie will man so was voraussehen? 800 im S&P wäre vielleicht realistischer mit gutem Menschenverstand.

Alles wird gut

30.08.2010 21:57
Bild des Benutzers equity holder
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SMI im August 2010

Das ist doch wieder solch ein junger Banker der 100% nach Statistiken geht, aber noch nie von "behavioral finance" gehört hat. (Kerviel war doch auch so einer)

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

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