SMI im August 2011

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tolggoe28
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SMI im August 2011

Danke für die Ausführungen TeeTasse.

in_God_we_trust
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SMI im August 2011

MarcusFabian wrote:

Nach dem müsste es jetzt bis Ende Oktober ziemlich sinken und dann beginnt die Jahresendrally.

iGwt stützt sich auf die Saisonalität.

Ich bin da misstrauisch. Man darf die Saisonalität sicherlich mit berücksichtigen aber ganz auf sie zu verlassen ist mir zu gefährlich.

Die Saisonalität spielt zu etwa 99% jedes Jahr! Der Markt schielt schon auf nächsten Mai in die Zukunft. Man will nächsten Mai auf jeden Fall höher verkaufen als im Sep./Okt. des Vorjahres kaufen. Deshalb, wenn der Markt denkt, dass im Mai höchstens 6000 Punkte wahrscheinlich sind, dann fällt er eben im Sep./Oct. auf 4500. Wenn der Markt denkt, im Mai höchstens auf 5000, zu stehen, dann fällt er jetzt halt auf 3500! Ob Bärenmarkt oder Bullenmarkt, die Saisonalität gilt immer. Das ist meine Ueberzeugung. Ich habe den DOW der letzen hundert Jahre darauf getestet und es gibt praktisch keine Ausnahme, dass wer im Tiefst von Juni bis Oktober kauft irgendwann danach bis Mai durchschnittlich 15%+ höher verkaufen kann.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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SMI im August 2011

TeeTasse83 wrote:

Der aktuelle Kurs der SNB zeigt klar auf, dass Ihnen der Export wurst ist und dass sie sich primär gegen die Spekulation stellen. Ich denk dass die SNB das einzig richtige tut.

Das genaue Gegenteil ist doch der Fall: Seit der Euro in Richtung Parität zum Franken lief, hat die SNB die Rufe der Exportindustrie ernst genommen und den Franken gezielt geschwächt. Entsprechend hat der Franken gegen alle Währungen verloren.

Oder siehst Du das anders?

MarcusFabian
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SMI im August 2011

in_God_we_trust wrote:

Die Saisonalität spielt zu etwa 99% jedes Jahr!

99% ist (wie immer) übertrieben.

Quote:

Because the six most bullish months of the average year are November, December, January, March and July.

Most of these reflect months when larger amounts of cash flow into the market. One explanation of the Dow Jones’ spring rally is that investors become flush with cash after the close of the fiscal year when businesses get their final profit numbers for the year… bonuses are paid out … and tax refunds are issued.

http://markettimingresearch.com/FactorSeasonals/tag/dow-jones-seasonal-s...

MarcusFabian
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SMI im August 2011

Es ist zwar nicht meine Art, eigene Postings zu zitieren bzw. gar zu wiederholen. Aber ich tue es hiermit trotzdem, denn das Posting vom 14.8. ist in der Spamerei der letzten Zwei Tage gänzlich untergegangen.

Aber da jetzt wieder Ruhe herrscht, und ich das Posting für wichtig halte, stelle ich es nochmals rein:

--------------

melchior wrote:

Aber vorsicht, Gold hat keinen eigentlichen Wert. Gewissermassen ist es eine Antiwährung. Es ist totes Kapital, welches sich dem System entzieht.

Zunächst mal ein herzliches Willkommen im Forum. Es tut gut, hier eine neue Stimme zu haben, die Kritik und Begründung sehr gut kombiniert!

Gold ist eine Währung, die sich dem System (der Politik, den Zentralbanken) entzieht. Das sehe ich auch so und genau das ist der Vorteil von Gold, denn es kann nicht gedruckt werden. Deshalb ist Gold auch der erklärte Feind aller Zentralbanker, denn Gold deckt schonungslos Inflation (Gelddruckerei) und somit die Entwertung einer Währung auf.

Oder wie es Charles de Gaulle sinngemäss formulierte: Gold ist eine Wette gegen Regierungen.

Der Goldpreis steigt, wenn das Vertrauen in Regierungen und Zentralbanken schwindet. Deshalb ist es in diesen Kreisen äusserst unbeliebt.

Gold ist totes Kapital, das man genau so wenig essen kann wie eine 100er Note und das keinerlei Dividende abwirft.

Auch das ist richtig. Gold zahlt keine Zinsen, weil Gold kein Ausfallrisiko hat. Eine Banknote zahlt übrigens auch keine Zinsen hat aber eine Ausfallquote von 100%. Wir wissen nur nicht wann Wink

Eine 1000 Reichsmark-Note hatte vor 100 Jahren den Wert von 11 Unzen Gold. Heute kann man sie zwischen €0.50 und 0.80 auf ebay ersteigern.

Die 11 Unzen Gold hingegen haben immer noch dieselbe Kaufkraft wie damals.

Was Gold zur ultimativen Währung macht ist, dass es keinen parktischen Nutzen hat. Gold wird für nichts gebraucht!

Würde man z.B. eine Währung auf Weizen aufbauen (Korngiro wie im alten Ägypten), würde die Geldmenge mit der Ernte steigen oder fallen, wäre also für eine stabile Wirtschaft absolut ungeeignet.

Dasselbe gilt für Kupfer, Aluminium oder sonst ein Industriemetall. Die Geldmenge würde durch Angebot und industrielle Nachfrage bestimmt und somit stark schwanken.

Demgegenüber entspricht die Inflation, Zunahme der Goldmenge mit 1.5-2% pro Jahr ziemlich genau der realen Wirtschaftsentwicklung und der Bevölkerungsentwicklung der Menschheit. Zufall oder göttliche Fügung?

Warum betreibt die Menschheit seit 5000 Jahren so einen riesigen Aufwand, um Gold der Erde abzuringen? Um es dann - frei nach Buffet - in Barren zu schmelzen und in ein streng bewachtes Loch zu legen und zu horten?

Nicht, weil man es essen kann. Das kann man nämlich nicht.

Nicht, weil es irgend jemand braucht. Es ist nämlich nutzlos.

Weil es so schön glänzt? Ja, vielleicht, teilweise aber (Frauen mögen das bitte überlesen) auch Schmuck ist nutzlos.

Der einzige Grund, weshalb dieser Aufwand betrieben wird ist, weil Gold Geld ist. Und zwar das ultimative Geld, das seinen Wert in sich trägt.

Es ist das einzige schuldenfreie Geld. Die Fr. 10.- Note in Deinem Geldbeutel ist nämlich nur ein Schuldschein gegenüber der SNB. Die Dollarnote einer gegenüber der FED usw.

Gold ist schuldenfrei. Gold ist unabhängig von jeglichen Regierungen und Zentralbanken. Regierungen kommen und gehen. Währungen kommen und gehen. Gold bleibt.

Das unterscheidet Gold von allen Papierwährungen.

Es gibt in Bezug auf Gold zwei Arten von Menschen:

Jene, die verstanden haben, dass Gold eine Währung ist, dass Papierwährungen etwas ziemlich virtuelles und vergängliches sind und die - aktuell - ein gesundes Misstrauen gegenüber Politikern und Bankern entwickeln und deren Krisenmanagement in Frage stellen.

Andererseits jene, die dies eben nicht verstanden haben, die Gold als nutzlosen Rohstoff betrachten, die nach wie vor in Papierwährung denken, Politik und Banken vertrauen und überzeugt sind, die würden "das schon irgendwie hinkriegen".

Wenn es dereinst in den nächsten 1-5 Jahren zur Währungskrise kommt, werden die erstgenannten gestärkt, die zweitgenannten geschwächt aus der Krise hervorgehen. Einfach deshalb weil die ersten ihr Geldvermögen erhalten, die zweiten ihres verloren haben.

AmaZe
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SMI im August 2011

@MF

Dein Posting, welches ich auch schon vor ein paar Tagen gelesen habe, ist derart überzeugend das man sich am liebsten einen grossen Goldbarren kaufen möchte...

Respekt dafür! Smile

Gruss

zirkon
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SMI im August 2011

hallo MF, welcome back! Biggrin bin sehr bärisch, daher short auf SMI (mittelfristig) - dieser Up-Move der vorallem durch die Stützung der SNB (CHF Abwertung) wird nicht lange andauern 8)

MarcusFabian
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SMI im August 2011

TeeTasse83 wrote:

Ich seh momentan keine Anzeichen dass die SNB die Euro- Abwertung bekämpfen möchte - vorausgesetzt sie ist fundamental und nicht durch spekulation begründet.

Zum einen: Die SNB kann die Euro-Abwertung nicht bekämpfen. Das ist ganz alleine Sache der EZB. Wenn die EZB beschliesst, Geld zu drucken, dann verliert der Euro an Kaufkraft. So geschehen in den letzten Monaten. Keine andere Zentralbank - inkl. der FED - kann etwas dagegen unternehmen, wenn die EZB ihren €uro abwertet.

Das einzige was die SNB daraufhin tun kann (und im Moment tut!) ist, den Franken ebenso abzuwerten, um ein Exportindustrie-freundliches Verhältnis Franken/Euro zu erreichen.

Im Prinzip könnten sich FED, EZB und SNB absprechen, ihre Währungen gleichzeitig abzuwerten und keiner würde es merken, dass alle drei gleichzeitig an Kaufkraft verlieren. Man würde sich wundern, warum der Ölpreis oder die Lebensmittelpreise steigen und entsprechend den Ölscheichs und Bauern den Schwarzen Peter zuschieben.

Deshalb bestehe ich auch darauf - auch wenn es euch mittlerweile zum Hals raushängt Blum 3 - die Währungen in Gold zu betrachten. Auch wenn jemand Gold nicht leiden kann. Es ist als Währung nun mal der beste fixe Anker. Auch die aktuelle Abwertung des Franken sieht man am Goldpreis. Vor dem 10. August ist der Franken gar nicht gestiegen. Er blieb stabil. Wir hatten nur den Eindruck, dass er gestiegen ist, weil Dollar und vor allem Euro abgewertet wurden!

Es macht also auch für Nicht-Goldbugs Sinn, Märkte und vor allem Währungen ab und zu mal durch die Gold-Brille zu betrachten.

MarcusFabian
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SMI im August 2011

AmaZe wrote:

das man sich am liebsten einen grossen Goldbarren kaufen möchte...

Böser Tippfehler!

Müsste heissen:

dass ich Dir am liebsten einen grossen Goldbarren kaufen möchte ...

Biggrin

revinco
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SMI im August 2011

MarcusFabian wrote:

rainii wrote:
Hat sich das Blatt nun schon wieder gewendet?

Man muss sich einfach bewusst sein, dass ihr hier versucht, kurze Aufwärtsbewegungen in einem Bärenmarkt zu traden.

Da haben es im Moment die Bären besser: Wenn ein Put nicht aufgeht, kann man ihn einfach laufen lassen.

Es käme ja auch niemandem in den Sinn, in einem Bullenmarkt jeweils zu versuchen, die kurzen Korrekturen short zu traden.

Im technischen Sinn sind wir noch nicht in einem Bärenmarkt aber auf die Kippe. Ich erwarte bis Ende Jahr noch Jahreshöchstkurse bevor der Bärenmarkt richtig losgeht.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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SMI im August 2011

revinco wrote:

Im technischen Sinn sind wir noch nicht in einem Bärenmarkt aber auf die Kippe.

Im technischen Sinn sind wir in einem Bärenmarkt, seitdem

1. die GD200 nach unten nachhaltig gebrochen wurde und

2. die GD200 nach unten abdreht.

miracol
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SMI im August 2011

Ich tippe eher auf Seitwärzgeschiebe in den nächsten Wochen.Man muss einfach auf der hut sein. Gewinne realisieren. Verluste reduzieren.

Für Daytrader ein Paradies.

MarcusFabian
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Kurz in eigener Sache:

Ich habe meine gesammelten Postings auf den neusten Stand gebracht. Siehe Signatur.

Ramschpapierhaendler
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SMI im August 2011

MarcusFabian wrote:

Kurz in eigener Sache:

Ich habe meine gesammelten Postings auf den neusten Stand gebracht. Siehe Signatur.

So 'ne Hamster-Auszeit hat auch was Gutes! Blum 3

Danke Marcus!

MarcusFabian
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SMI im August 2011

Ich nehm's mal auseinander:

TeeTasse83 wrote:

Absolut betrachtet hat die SNB den Wert des CHF gut erhalten.

Stimmt. Bis zum 10. August und seither spielt sie auf Franken-Abwertung. Soweit einverstanden.

TeeTasse83 wrote:

Sie bekämpfte deflationäre Tendenzen erfolgreich.

Kommt drauf an, was Du unter "deflationär" verstehst:

Im Sinn "Sinkende Geldmenge"? Keine Chance. Eine sinkende Geldmenge unter einem Fiat-Money-System kann es nicht geben.

Im Sinn "sinkende Preise"? Hmm, das wäre ja zum Vorteil der Konsumenten, oder? Da gäbe es nichts zu bekämpfen.

TeeTasse83 wrote:

Dies deutet darauf hin dass die SNB sich auch in Zukunft nur auf den Werterhslt und nicht auf die Konjunktur / Euro Verwässerung konzentriert.

Das bestreite ich. Aber beantworten können wir die Frage erst in den nächsten Wochen und Monaten, wenn wir den Goldpreis in CHF beobachten. Im Moment ist er erwartungsgemäss am steigen, was eindeutig eine Abwertung des Franken bedeutet.

TeeTasse83 wrote:

Wir sprechen also nicht von einem festen & hohen Kursziel sondern von einem tiefen und tendentiell fallendem.

Einverstanden. Sag ich ja Wink

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Es macht also auch für Nicht-Goldbugs Sinn, Märkte und vor allem Währungen ab und zu mal durch die Gold-Brille zu betrachten.

Lustig, das zu hören: "ab und zu mal", wo Du uns doch dauernd Dein Mantra predigst! Lol

Ich sehe darum schon sehr sehr oft durch die Gold-Brille! Abwechslungsweise ist es aber auch ratsam, mal durch andere Brillen zu gucken! Smile

Besonders, wenn ich beim wöchentlichen Einkauf einfach nicht sehen kann, dass die Preise signifikant steigen. Manche Dinge, nicht nur Computer, sondern auch Lebensmittel sind heute billiger zu haben, als ich sie vor 30 Jahren erworben habe.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

revinco
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MarcusFabian wrote:

revinco wrote:

Im technischen Sinn sind wir noch nicht in einem Bärenmarkt aber auf die Kippe.

Im technischen Sinn sind wir in einem Bärenmarkt, seitdem

1. die GD200 nach unten nachhaltig gebrochen wurde und

2. die GD200 nach unten abdreht.

Da bin ich anderer Meinung:

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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TeeTasse83 wrote:

Wir haben momentan ziemlich genau 0% inflation (im Sinne von Preissteigerung und nicht Geldmengen- Ausweitung) Der CHF ist momentan jedoch leicht überbewertet - deshalb ergibt es deflationäre Tendenzen. Diese ist die SNB am bekämpfen.

Das ist richtig. Aber wenn heute der Franken abgewertet wird, dauert es nochmals 6-18 Monate bis die Preise markant steigen.

TeeTasse83 wrote:

Wenn Du aufgrund des Gold akurses einen Wertverlust des CHF vermutest - so ist dein Benchmark (aka Gold) schlichtwegs falsch.

In Bezug auf Währungen sicherlich nicht. Oder nenne mir ausser Gold eine Währung, die nicht beliebig gedruckt, inflationiert werden kann?

Oder ganz konkret, auf diese Woche bezogen: Die SNB kündigt an, den Franken zu schwächen, druckt Geld und prompt fällt der Franken rund 2.5% pro Tag gegen Gold?

MarcusFabian
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TeeTasse83 wrote:

Du verstehst weder den Grundauftrag ( resp. Den Grund dahinter) der SNB noch verstehst Du die Grundlagen der Ökonomie.

Biggrin

TeeTasse83 wrote:

Aufgrund dem Zyklus ist Gold momentan ein sehr schlechter Indikator für den CPI.

Nur, weil Du den CPI in einer Papierwährung bemisst.

Vergleiche mal die Kaufkraft von Gold jetzt, vor 100 Jahren, vor 500 Jahren, vor 1000 Jahren. ...

MarcusFabian
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revinco wrote:

Da bin ich anderer Meinung:

In wie fern? Sieht das für Dich wie ein Bullenmarkt aus?

rainii
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TeeTasse83 wrote:

Man muss einfach wissen dass sich Gold im Equilubrium um ca 2% p.a erhöhen muss (und somit sämtliche historischen ATHs usw witzlos sind). Ebenso muss man wissen dass Gold wie alle anderen Anlagen auch einem Zyklus unterliegt. Aufgrund dem Zyklus ist Gold momentan ein sehr schlechter Indikator für den CPI.

Gruss

Hallo Teetasse83

Ich verstehe vom obigen zitierten Abschnitt nur Bahnhof.

Gold muss sich um ca 2% p.a. erhöhen um im Gleichgewicht zu sein, dass kann ich noch nachvollziehen, die Fördermenge steigt ja auch um etwa so viel, auch haben wir (eventuell nicht mehr lange?) ein ständiges Wirtschafts- & Bevölkerungswachstum. Wieso aber soll der Verlauf, die History von Gold keine Rolle spielen? Natürlich unterliegt Gold auch einem Zyklus, das ist ja auch klar, wie auch die gesamte Wirtschaft, seit Jahrhunderten schon, Zyklen unterliegt. Warum soll da Gold ein schlechter Indikator sein?

Danke übrigens für die Postings, ist interessant die Diskussion zwischen Dir und MF mitzulesen, gewisse Dinge leuchten mir ein, für andere bin ich wohl zu dumm Wink

revinco
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MarcusFabian wrote:

revinco wrote:

Da bin ich anderer Meinung:

In wie fern? Sieht das für Dich wie ein Bullenmarkt aus?

Nein das nicht. Aber wie erwähnt bin ich der Meinung das es an der Kippe ist, SMI wird halt von den Weltindizes (S&P 500) dominiert und dort ist der GD200 flach und (noch) zuwenig entscheidend. Vielleicht lasse ich mich aber zu fest von den Elliott Waves inspirieren, welche mittel- bis langfristig auf neue hochs tendieren.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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TeeTasse83 wrote:

Revinco: wie muss ich den Chart lesen? Kenn mich da ned aus.

Merci!

Prinzipiell die rote Linie (GD200) als primary trend beachten. Ist aber momentan neutral daher kurz- bist mittelfristig eher unrelevant.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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rainii wrote:

Natürlich unterliegt Gold auch einem Zyklus, das ist ja auch klar, wie auch die gesamte Wirtschaft, seit Jahrhunderten schon, Zyklen unterliegt. Warum soll da Gold ein schlechter Indikator sein?

Er hat schon recht. Er hat es nur unklar ausgedrückt:

Es gibt Inflations- und Deflationszyklen, Bären- und Bullenmärkte, Perioden hoher und niedriger Zinsen.

Das bezieht sich aber nicht auf Gold sondern auf Geld. Wink

Konkret: Die Zinsen fielen ab dem 2. Weltkrieg bis 1954 auf ein Rekordtief. Danach stiegen sie 30 Jahre, um 1980 ein Hoch von etwa 14% zu erreichen. Dann fielen sie wieder bis 2009 auf 0%.

Diese Zinsen beziehen sich wie gesagt auf Dollar, nicht auf Gold. Gold zahlte nämlich weder 1954 noch 1981 oder 2009 irgendwelche Zinsen Wink

Entsprechend der Zinsen, die auf Geld/Aktien/Anleihen bezahlt werden ändert sich aber auch der Wert des Geldes in Gold (aka. Goldpreis).

MarcusFabian
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revinco wrote:

Prinzipiell die rote Linie (GD200) als primary trend beachten. Ist aber momentan neutral daher kurz- bist mittelfristig eher unrelevant.

Hast Du das gelesen?

http://www.cash.ch/node/4870#comment-272214

Turbo
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SMI im August 2011

Aus meiner Sicht sind die Aktien als Investment im jetzigen Umfeld nicht mehr geeignet, auch einzelne Staatsanleihen sind heute hochgradig gefährdet.

Im Moment scheinen mir Unternehmensanleihen von Firmen wie Nestle oder eben Boden und Gold das beste Investment zu sein

Ich persönlich war noch nie so negativ wie jetzt.Bis anhin genügte es in den USA die Notenpresse an zu stellen und wir hatten wieder 3-4 gute Jahre bevor dann die Zinsen wieder an gestiegen sind.

Fundamental sieht es schlecht aus und ohne China wäre wohl das kapitalistische System schon gescheitert. Wobei aber jedes System seine Lebebsdauer hat und das kapitalistische das sozialistische klar überdauert hat, aber eben auch kein perpetuum mobile ist.

Die Zinsen solange nieder wie noch nie, die Inflation unbedeutend und eine sich abschwächende Wirtschaft! Die westlichen Staaten inklusive USA verschuldet wie noch nie und überall sollte jetzt gespart werden.

Aus meiner Sicht ganz klar deflationäre Tendenzen die sich anbahnen und keine Möglichkeit diese zu bekämpfen. Weiter als auf null kann man die Zinsen nicht senken und jetzt wo der Staat um die Wirtschaft an zu kurpeln massiv investieren sollte, ist er de facto selber pleite und sollte sparen.

Ich sehe wirtschaftlich schwierige Zeiten auf uns zu kommen und die nächste Rezession ist wohl schon bald wieder da, wobei diese nicht so schnell vom Tisch sein wird.

Dies alles sind ganz klar Auswirkungen der Immobilienkrise und diese ist eben noch nicht ausgestanden. Ich mag mich noch gut an die Immobilienkrise anfangs 90er in der Schweiz erinnern. Arbeitete damals bei der BKB welche de facto pleite war und der Staat auch eingreifen musste. Die Auswirkungen dieser Krise spürte ich damals ca 6 Jahre, bis sich das ganze wieder normalisierte, aber eben die Schweiz ist nicht mit Spanien, Engalnd oder der USA zu vergleichen.

Die einzige Lösung im Moment wäre eine Reichtumssteuer oder eine Erbschaftssteuer um dem Staat die Möglichkeit zu geben wieder zu investieren.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

GoWild88
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SMI im August 2011

Hier wurde heute das Thema Bärenmarkt oder nicht angesprochen...

Wie ich gemerkt habe sind hier einige nicht der selben Meinung und deshalb habe ich mal etwas nachgeforscht. Da ich persönlich selten langfrist Engagement eingehe sondern eher die kurzfristigen Bewegungen Trade habe ich mir bisher die Theorie gar nie so RICHTIG verinnerlicht.

Da ich zwar die Begriffe alle verstehe, jedoch leider nicht so eine schöne Linksammlung habe wie MF bitte ich euch danach meinen Beitrag zu ergänzen mit den nötigen Informationen.

Nun, für einen beginn eines Bärenmarktes sollte folgendes vorliegen:

1. Extreme Deflation.

2. KGV über 18 (SPX).

3. Inverse Zinsstruktur.

4. Ein Verlust von über 15% vom Top aus.

Ein Bärenmarkt kann jedoch auch mit nur einer Bedingung stattfinden, bei mehreren Bedingungen erhöht sich aber die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht nur eine Korrektur ist.

Hier zu ein Chart:

http://www.cash.ch/forum/files/bild_1_101.png

Schlussfolgerung:

Im SMI hatten wir einen Verlust von ca. 28% im Dax 26% und im Dow von 18%. (Erfüllt)

Eine extreme Deflation haben wir meiner Meinung nach (noch) nicht. (MF?)

(Meiner Meinung nach (noch) nicht Erfüllt)?

KGV von über 18 (hat hier jemand Daten dazu?)

(Erfüllt)?

Ob wir eine Inverse Zinsstruktur haben, kann uns hier bestimmt jemand gut erklären!?

(Erfüllt)?

Falls jemand gerne Anmerkungen machen möchte,Korrekturen oder etwas hinzufügen möchte kann er dies gerne machen.

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MarcusFabian
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GoWild88 wrote:

1. Extreme Deflation.

2. KGV über 18 (SPX).

3. Inverse Zinsstruktur.

1.

Extreme Deflation haben wir nicht. Im Gegenteil: Die Geldmenge wird weltweit ausgeweitet, nicht verringert.

Wir hatten allerdings auch einen Bärenmarkt 1967-1981. Nicht nominal (damals hat der DJ 6 mal die Marke von 1000 Punkten über- und unterschritten) aber wegen der Teuerung hatten Investoren im Aktienmarkt real 56% verloren. Ein Bärenmarkt muss also nicht zwingend ein nominaler Absturz sein. Es kann auch eine Seitwärtsbewegung sein, bei der die Inflation den Anleger entreichert.

2.

KGV beim S&P 20.58

http://www.multpl.com/

3.

Die Zinsstruktur ist normal: Langfristige Bonds haben eine höhere Rendite als kurzfristige.

Eine inverse Zinsstruktur ist sowieso im Moment nicht möglich:

Inverse Zinsstruktur bedeutet nämlich, dass Anleger niedrigere Zinsen erwarten und das ist bei bereit historisch niedrigen Zinsen von nahe 0% wohl kaum möglich.

tolggoe28
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SMI im August 2011

Habt ihr schon Infos betreffend SNB?

Die Verwerfung des Euro ist ja um es bildlich auszudrücken :shock:

Der VSMI steigt auch auf aktuell 34.2938

Aurum
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SMI im August 2011

Bern/Zürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt die Massnahmen im Kampf gegen die Frankenstärke, bereits das dritte Mal innert zwei Wochen. Sie strebt einen raschen Anstieg der Sichtguthaben (Giroguthaben) der Banken bei der SNB von 200 Mrd CHF an, der alte Zielwert lag noch bei 120 Mrd. Die Liquidität auf dem Schweizer-Franken-Geldmarkt soll nochmals "signifikant" erhöht werden, teilte die SNB am Mittwoch mit.

Die bisher getroffenen Massnahmen gegen die Frankenstärke zeigten Wirkung, begründet die SNB. Trotzdem bleibe der Schweizer Franken "massiv überbewertet".

Um diesen Zielwert so schnell wie möglich zu erreichen, werden wie bisher SNB Bills zurückgekauft sowie Devisen-Swaps eingesetzt. Weiter bekräftigt die SNB, dass sie bei Bedarf weitere Massnahmen gegen die Frankenstärke ergreifen werde.

Eine Untergrenze zum Euro oder gar eine temporäre Anbdingung an den Franken - wie es viele Marktteilnehmer erwartet hatten - gab die SNB nicht bekannt. Der Franken legte denn auch ummittelbar nach der Mitteilung der SNB markant zu, EUR/CHF fiel entsprechend auf deutlich unter 1,13 von über 1,15. Um 09.10 Uhr steht das Währungspaar bei 1,1240.

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