SMI im Dezember

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28.11.2008 16:45
#1
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SMI im Dezember

20 Schritte in die Krise.

Lassen wir mal kurz Revue passieren, was uns in die aktuelle Situation gebracht hat:

1. Als 2001 die Dot-com und Aktienblase platzte, befürchtete Alan Greenspan, die USA könnten in eine Rezession stürzen. Als Reaktion senkte er Schrittweise die Zinsen von 4.5% auf 1% und beliess sie auf diesem Niveau bis zum Jahr 2004. Danach hob er sie Schrittweise wieder an:

2. Bei den niedrigen Zinsen flossen enorme Gelder in Immobilien.

3. Die Amerikaner hatten sich nach dem Platzen der Aktienblase schon auf eine Rezession vorbereitet. Allerdings lernten sie schnell, dass die Preissteigerung ihrer Häuser die Verluste der Börse mehr als nur wettmachte. Also konsumierten sie weiter.

4. Mit der Konsumwut stiegen die Schulden. Nicht nur in den USA. Auch die Kreditgeber fühlten sich dank ihrer steigenden US-Vermögen reicher und starteten ihre eigenen Blasen.

5. Erste Probleme begannen 2006 als jene, die sich eigentlich kein Haus leisten konnten (sog. Sub-Prime Schuldner) ihre Häuser nicht mehr halten konnten.

6. Die erste Warnung kam im Februar 2006 von der HSBC. Die hatten 2002 den Subprime Händler "Household International" gekauft und mussten nun 15 Milliarden abschreiben, da sich die Zahlungsausfälle häuften und neue Hypothekenprovisionen kaum noch zu holen waren. Die FED-Rate war auf 5.25% gestiegen.

7. Als im Juni 2007 zwei Hedge-Fonds von Bears Stearns über den Jordan gingen machte sich erstmals die Befürchtung breit, die Subprime-Risiken könnten von den Banken unterschätzt worden sein.

8. Im August 2007 fror die BNP Paribas Rückzüge in drei Investment Fonds ein. Nun machte sich Panik breit. Wenn eine Bank, die nicht direkt im US Immobilienmarkt involviert ist soviel Schwierigkeiten hat könnte es doch sein, dass es noch andere Banken gibt, die betroffen sind aber bisher ihre Subprimes verschwiegen hatten. Dies war der offizielle Start der Kreditkrise. Das Ergebnis war ein Vertrauensverlust in international operierende Banken. Auch untereinander.

9. Im September 2007 war die Liquidität im Interbanken Handel bereits so schlecht, dass man um das Überleben von Banken fürchtete, die sich auf den Hypothekenmarkt spezialisiert hatten. Eine davon war Northern Rock. Die Britische Bevölkerung geriet in Panik. Lange Schlangen vor der Bank von Leuten, die ihr Geld abheben wollten, erinnerten erstmals an die grosse Depression von 1930. Die Bank of England war gezwungen einzugreifen und Northern Rock zu verstaatlichen.

10. In der Zwischenzeit fielen die Immobilienpreise weiter. Das Ergebnis waren massiver Verluste in der Buchstabensuppe von Immobilien-Derivaten, die von vielen global operierenden Banken gehalten wurden. Die erste Welle der Zerstörung traf RMBS (Residential Morgage Backed Securities), CDOs (Collaterized Debt Obligations) und SIVs (Structured Investment Vehicles). Merrill Lynch war die erste Bank, die am 5. Oktober 2007 einen Verlust von $5.5 Mrd. bekannt gab. Am 24. Oktober korrigierten sie den Verlust schon auf $8 Mrd. Für alle Banken zusammen rechnete man mit Verlusten in Höhe von $500 Mrd.

11. Andere Banken - wie unsere UBS - folgten Merrill. Viele Banken mussten Kapitalerhöhungen durchführen. Insgesamt $350 Mrd. bis August 2008.

12. Anfang 2008 schien sich die Lage zu beruhigen. Aber der Fall von Peloton und Carlyle Capital im März 2008 rückte die Krise wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Der zweiten Panikwelle fiel unter anderem Bear Stearns, Amerikas 5. Grösste Bank, zum Opfer. Die FED organisierte die Übernahme durch JP Morgan und die Aktionäre von Bear Stearns verloren 90%.

13. Dann verschwand die Krise wieder aus dem Blickfeld und wird wurden von der Erkenntnis eingelullt, dass das Schlimmste nun vorbei sei. Trotzdem gingen Abschreibungen und Kapitalerhöhungen munter weiter. Die Krise trat am 9. Juni 2008 wieder ins Bewusstsein, als Lehman Brothers $3 Mrd Verlust verkünden musste.

14. Diesmal blieb die Stimmung gespannt und die Märkte unter Druck. Die Ereignisse überschlugen sich dann sehr schnell als IndyMac (ein aggressiver Hypotheken Broker, die US-Version von Northern Rock) von der FDIC (Federal Deposit Insurance Corp., einer staatliche Auffanggesellschaft) übernommen werden musste. Panik, Runde drei.

15. In dieser Situation wurde zunehmend auch die Sicherheit der beiden grössten Hypotheken-Händler, Freddy Mac und Fanny Mae, in Frage gestellt. Schliesslich mussten Mitte Juli beide unter die Schirmherrschaft der US Regierung gestellt werden.

16. Danach kamen durchs Band weg alle Finanztitel unter die Räder. In dieser Situation konnte Lehman Brothers weder neues Privatkapital noch eine Partnerbank für eine Fusion finden und ging - ohne jegliche Staatshilfe - am 15. September in Konkurs.

17. Am selben Wochenende musste Merrill Lynch von der Bank of America übernommen werden, die damit die Citigroup als Nummer 1 ablöste.

18. Mit dem Konkurs von Lehman rochen die Banken Blut. Offenbar war eben doch niemand "too big to fail". Die Verkaufsorgie von Finanztitel ging deshalb munter weiter und AIG, die weltweit grösste Versicherung, brach unter dem Druck zusammen. Sie musste von der US-Regierung mit $112.5 Mrd. gerettet werden.

19. Nun war das ganze Bankensystem bereits in freiem Fall. Die FED konnte die Situation nicht mehr in den Griff kriegen, denn auch die Mittel der FED waren mittlerweile auf nur noch $400 Mrd. geschmolzen.

20. Am 15. November 2008 schliesslich haben sich die 20 führenden Pappnasen der Welt in Washington getroffen und beschlossen, das ganze Desaster - das mittlerweile in die Billionen geht - auf den Steuerzahler abzuwälzen.

Alles in allem geht die Financial Times Deutschland alleine für die USA von 8.5 Billionen aus:

http://www.ftd.de/politik/international/:Rettung-des-US-Finanzsystems-700-Milliarden-Ha-Es-sind-8500-Milliarden/444083.html

Einige interessante Zahlen hierzu habe ich von Azrael geklaut: http://classic.cash.ch/node/2645#comment-245019

Wenn wir diese Timeline nun mal kurz gedanklich Revue passieren lassen und die Ereignisse mit den Aktienmärkten vergleichen, stellen wir einige Gemeinsamkeiten fest:

1. Nach jeder Rettungsaktion beruhigt sich die Lage. Man meint, nun sei das schlimmste vorbei und die Kurse steigen wieder.

2. Jede Rettungsaktion kostet mehr Geld als die vorangegangene.

3. Die Rallyes nach jeder Rettungsaktion werden kürzer und schwächer.

4. Mit jeder Rettung wachsen die Schulden und verringert sich die Munition, die die Zentralbanken und Regierungen haben, um künftige Krisen zu bekämpfen.

Mit jeder Rettungsaktion wird Geld vernichtet, das man in der folgenden Rezession gut gebrauchen könnte.

Wir blicken bis jetzt auf eines der schlechtesten Börsenjahre zurück:

Systemfehler, Inflation, Deflation und Reflation

Der Fluch besteht nunmal darin, dass jegliches Geld=Schuld ist und Schulden verzinst und verzinseszinst werden müssen. Entsprechend fliesst mehr Geld an die Reichen und weniger in die Taschen der Armen. Die Zinseszins-Kurve ist bekanntlich eine Exponentialfunktion und entsprechend muss das System irgendwann kollabieren. Wir erleben das ja von Jahr zu Jahr: Die Zinszahlungen werden immer höher irgendwann übersteigen sie das BSP, was dann dazu führt, dass - zumindest theoretisch - die Menschen nur noch für ihre Schulden arbeiten und sich neben der Zinszahlung nichts mehr zu Essen kaufen können. Das System kollabiert natürlich schon vorher und sozialer Zündstoff ist reichlich vorhanden.

Es gibt nicht viele Varianten, wie man so eine Zinskurve bekämpfen kann.

Eine besteht darin, Vermögen zu vernichten und somit die Zinsen aus dem Kapitaleinkommen möglichst weit nach unten zu drücken. Eine Deflation der Geldmenge also bei möglichst niedrigen Zinsen. Leider werden dabei auch Altersvorsorgen vernichtet und somit trägt nicht nur der Reiche sondern auch der Arme die Last der Rezession.

Die zweite - radikalere Variante - wäre die Vernichtung des Währungssystems und ein Neubeginn mit einem neuen System. Damit wären so ziemlich sämtliche Sparkapitalen vernichtet. Aber natürlich auch alle Schulden.

Die dritte Variante wird derzeit praktiziert. Man pumpt einfach frisch gedruckte Blüten in die Märkte. Das kann sogar funktionieren, solange dieses Geld nicht in den Waren- und Dienstleistungskreislauf kommt.

Vernichtung von Vermögen und Geld ist Deflation. Ausweitung der Geldmenge ist Inflation. Wenn man eine drohende Deflation mit Inflation bekämpfen will, wie es derzeit geschieht, dann nennt man das Reflation.

Sollte die Reflation scheitern und wir in eine Deflation abdriften, dann erwartet uns eine Depression und Weltwirtschaftskrise. Die wird anders ablaufen als in den 1930er Jahren aber sie wird ebenso zu hoher Arbeitslosigkeit und Firmenkonkursen führen.

Wenn die Reflation Erfolg hat - wovon ich überzeugt bin - dann werden wir wieder steigende Preise sehen, wenn die Währungen an Kaufkraft verlieren. Auch hier wird zwar indirekt - über die Teuerung - Sparkapital vernichtet aber bei weitem nicht so dramatisch wie in einer Depression.

Was in der Palette der staatlichen Massnahmen noch fehlt ist die Geldpumpe von unten. Derzeit fliessen die staatlichen Unterstützungen von oben in den Geldmarkt. Also zu Banken und Grossunternehmen. Das ist aber der falsche Weg. Man müsste das Geld von unten einspeisen. Also über Lohnerhöhungen, Steuersenkungen, Arbeitsplatzsicherung. Auf diese Weise käme das Geld wirkungsvoller zum Einsatz und würde sich organischer verteilen. Ich hoffe stark, dass die Staaten darauf zurückgreifen, wenn die Arbeitslosigkeit ausser Kontrolle zu steigen droht.

Ausblick Dezember, Januar

Trotz dieser düsteren langfristigen Aussichten, rechne ich auf Sicht des Dezembers mit weiterhin steigenden Kursen. Mit einer Jahresendrally, auch wenn das Weihnachtsgeschäft flauer ausfallen dürfte als in den Jahren zuvor.

Ich gehe sogar noch weiter und sehe eine Fortführung der Rally bis Ende Januar.

Warum? Einfach deshalb, weil im Moment wieder die Wir sind gerettet, alles wird gut -Karte gespielt wird. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen lesen dürfen, dass die Deflation erfolgreich bekämpft wird, dass die Hypothekar- und Libor-Zinsen sinken, dass das Vertrauen und der Alltag bei den Banken wieder einkehrt und es schlussendlich nur die böse Presse war, die dank unverantwortlichem Revolver-Journalismus eine Vertrauenskrise herbeigeredet hat, die es eigentlich gar nicht gibt (oder zumindest nicht in dem Ausmass).

Die Regierungen werden uns nun vor Augen führen, dass sie kein wichtiges Unternehmen mehr fallen lassen werden. Das wird mit GM, Ford, Chrysler, Opel beginnen.

Die Banken werden weiterhin locker spekulieren und diesmal sogar ohne Risiko, denn sie haben ja jetzt die carte-blanche, dass bei Schwierigkeiten immer sofort Papa Staat als Retter in der Not bereit steht.

Kurz: Die Stimmung wird sich aufhellen und die Trader nach und nach wieder einsteigen. Am besten werden die Finanztitel performen, die ja in den letzten Monaten auch am meisten gelitten haben.

Wie lange diese Champagnerlaune anhält lässt sich natürlich nicht genau vorhersagen aber als statistisches Mittel und unter Berücksichtigung der Saisonalität müsste sie bis Mitte/Ende Januar reichen. Im Januar fliessen nämlich zusätzliche Milliarden in die Märkte, die aus PK-Zahlungen und 13. Monatslöhnen bestehen. Deshalb sind die ersten zwei Januarwochen in aller Regel sehr gute Wochen.

Nach und nach wird dann wieder die ernüchternde Erkenntnis einsetzen, dass die Schulden und Fehlpositionen weiterhin bestehen, ja sogar stark ausgeweitet wurden, dass die Geschwindigkeit, in der Arbeitsplätze verloren gehen zunimmt und die Menschen immer weniger konsumieren.

Dass die Rezession noch gar nicht richtig zugeschlagen hat und noch keine einzige Krise bewältigt wurde. Entsprechend Gewinnmitnahmen und danach fallende Kurse. …

Aber das besprechen wir dann kurz bevor es so weit ist.

Stellvertretend zum SMI, betrachten wir unsere Lieblingsbank Wink

UBS

Posting des Monats zum Thema UBS war das Statement von Embe vom 21. November, das ich hier im Originalton wiedergebe:

Ich bestreite einfach, dass der UBS-Aktienkurs eigentlich nur von Psychologie und Panik bestimmt ist.

1. Die UBS hat über 50 Milliarden Franken abgeschrieben obwohl beim ersten Abschreiber über 3 Milliarden erklärt wurde "damit sei das schlimmste hinter der Bank".

2. Die Bank hat massive (!) Kapitalerhöhungen hinter sich, obwohl die Bank bereits nach der ersten Kapitalerhöhung versicherte, dass keine weitere Kapitalerhöhung notwendig sei.

3. Mit Ziffer 1 und 2 geht auch ein Vertrauensverlust einher bezüglich Vorhersehbarkeit und die Frage nach der Kompetenz.

4. Der Risikomanager wurde zum Firmenchef

5. Kurer steht für einen Neuanfang, obwohl er im Verwaltungsrat der Bank sass und mitverantwortlich ist für die Strategie der Bank - womit wir wieder beim Thema vertrauen sind.

6. Das hochgelobte neue "Finanzgenie" im VR der Bank hat gerade seine UBS-Aktien verkauft. Alle seine Fonds bis auf einen liegen unter (!) dem Schnitt der Rendite vergleichbarer Fonds.

7. Kurer wird vom eigenen VR hinterfragt.

8. Die Boni sind Ausdruck der Firmenethik. Der Kleinkunde, der gleichzeitig für jeden Bankauszug 80Rp. bezahlt, hinterfragt dies.

9. Goldene Fallschirme duzende von Millionen lassen wieder auf die Ethik der Bank schliessen.

10. Noch vor kurzer Zeit wurde von der UBS die Frage aufgeworfen, ob man überhaupt noch neue Kleinkunden will, da man im Geld schwimme.

11. Die Bank ist nun auch in ausländischem Mitbesitz.

12. Massivste juristische Probleme kommen auf die Bank zu.

13. Das Investmentbanking schreibt auch jetzt noch Quartal für Quartal Milliardenverluste.

14. Das Bankgeheimnis und damit eine stärke des Finanzplatzes Schweiz und der UBS ist gefährdet.

15. Das Offshore- Geschäft der UBS in Amerika gibt es nicht mehr

16. Massiver Kapitalabzug belastet die Bank (5% des ganzen Vermögens alleine in 3 Wochen).

17. Die Ertragskraft der Bank sinkt massivst!

18. Die Bank ist per se auch teuer, was die Kundenprodukte anbelangt. In Zeiten, wo es der Bank gut geht, wird der Kunde dies nicht gross bemerken. Wenn er aber um sien Geld fürchtet und beginnt zu verglichen, wird auch dies zu einem Geldabfluss führen (Beispiel: Wertschriftenkauf in der Höhe von 10'000.- bei UBS kostet rund 200.-, bei der Saxobank 18.-. Zudem kennt letztere im Gegensatz zur UBS keine Depotgebühren oder Positionsgebühren).

19. Der Kleinstgewinn des letzten Quartals basiert auf Steuerrückvergütungen und Bilanzierungsänderungen.

Die Auflistung könnte noch weiter geführt werden. Wie man auch zur UBS steht. Einfach nur als Überreaktion kann man die Kurse nicht sehen.

http://classic.cash.ch/node/285#comment-295649

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten

Aufklappen
31.12.2008 15:32
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SMI im Januar 2009

Thread geschlossen.

Weiter gehts bei SMI Im Januar 2009

hier: http://www.cash.ch/node/2791

31.12.2008 15:09
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SMI im Dezember

Und natürlich noch allen gewünscht: die Kraft, die ein neues Jahr wieder abverlangt.

Ich bin bestimmt auch zu Zeiten optimistisch gestimmt gewesen. Aber nicht jetzt.

Ich sehe ein solches Aufbrechen in den Aktien-Indizes, wie es sich doch immerhin gezeigt hat, als nichts mehr als den Lebenswillen, der sich gegen den Untergang wehrt. Ich hatte mich zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch moderat optimistisch gefühlt, aber das Gefühl ist gewichen. Ich sehe einen Planeten, der am Rande steht. Das Bevölkerungswachstum sollte die Aktienkurse antreiben, aber das war natürlich kurz gedacht. Das Wachstum kommt an seine Grenzen: wenn es frohgemut weiter geht, explodieren die Rohstoffpreise, die es dann wieder vernichten müssen, wohl oder übel. Was im letzten Jahr mit den Finanzen geschehen ist, würden die Rohstoffpreise jederzeit veranlassen, sage ich, als simple mind. Die Welt hat eine Gangart eingeschlagen, die nur noch mit Wachstum das Well-Being geben kann. Allein, auf einem limitierten Raumschiff kann das Wachstum nicht immer weiter gehen. Plötzlich ist alles so weit ausgewachsen, dass ein anderes Gekreuche es leicht zunichte machen kann. lch kenne den Platzanspruch im Dschungel, von jedem Viech oder Gepflanze, und dass jedes Wesen früher oder später die Expansion des anderen limitieren wird. Hier ist es die Natur und die Limitiertheit des Globus, die ihre Einschränkung vorlegen wird.

Blessed the one who was born early 20th century. Damned the one who was born recently into this present world. It is getting to the end of an age-old civilisation. 21th century will be rotten to an unwelcome degree.

Es gibt noch Schlimmeres.

31.12.2008 14:56
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Re: Windowdressing

Ramschpapierhaendler wrote:

Und das Ganze ist besonders logisch, wenn Du wählen kannst, ob Du Deinen gutbezahlten Job als PF-Manager weiterführen willst oder ob Dir jemand eins auf den Deckel gibt, weil Du so versch... Aktien im Depot hast, von denen eh jeder dahergelaufene Hobbybörsler wusste, dass sie Sch... sind.

Dies würde ja bedeuten, dass die "Vorgesetzten" von PF-Manager ziemlich dumm sind...

1. Beispiel

Manager A investiert in die Jahresverlierer und "erwirtschaftet" eine Performance von -50%.

Manager B investiert auch in die Jahresverlierer und erzielt die selbe Performance - er schichtet jedoch kurz vor Jahresende alle Titel in die Jahresgewinner um.

(Nach deinen Äusserungen müsste nun folgendes passieren).

Manager A wird entlassen - mit der Begründung, dass er nur die Verlierer im Depot hielt.

Manager B kann seinen Job behalten - weil er - ach wie wunderbar - per Zufall alle Jahresgewinner im Depot hält.

Ach komm...! Das kann doch wirklich nicht die Begründung sein, oder?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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31.12.2008 14:37
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Re: Windowdressing

Ramschpapierhaendler wrote:

Eigentlich wäre es logisch, dass dies dieses Jahr vermehrt der Fall war.

Ich finde es eigentlich logisch, dass bei institutionellen Anlegern zu Jahresbeginn eher in schlecht bewertete Titel investiert wird, um möglichst viel Aufwärtspotential zu generieren. Gegen Jahresende schichtet man dann in die Titel um, die nach aussen übers ganze Jahr gesehen gut ausgesehen haben (rückblickend).

Für mich ist dies eben genau nicht logisch. Was im Endeffekt zählt ist doch nur die Jahresperformance.

Was interessiert es mich, wenn mein Fonds die besten Jahresperformer Ende Jahr im Depot hat, das Portfolio gesamthaft aber -30% im Minus steht.

Die meisten Anleger schauen doch primär auf die Performance und weniger welche Titel per 31.12 gehalten werden...

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31.12.2008 14:20
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SMI im Dezember

Windowdressing: Habe auch Mühe, dies zu begreifen.

Was auffällt: die gänzlich andere (lahmfüssige) Gangart des SMI, als die anderen Indizes es zeigen.

Man achte z.B. nur auf die Tageskerze von gestern, wie anders sie im Dax aussieht. Dort ist es ein aufgeblasener Marubozu, hier im SMI eine lahmarschige Sternschnuppe. Dort haben die US-Indizes vor Handelschluss noch einmal Feuer eingefaucht, hier haben die Anleger trotzdem schon wieder sich schlapp im Schwanz gefühlt, und abverkauft.

Kurz gesagt: Der SMI gibt seit einiger Zeit ein absolut lahmarschiges Bild. Ja, die anderen verkaufen auch ab, aber dort gibt es doch irgendwie ein bullisches Bild, während der SMI ein absteigendes Dreieck bildet. Ein absolut müder Schlappschwanz ist das.

Man muss in solchen Zeiten tatsächlich schauen, ob man nicht sich internationaler ausrichten soll. Dann aber auch die CH-Trading-Plattformen verlassen, in denen einem notabene für jeden Trade noch Bundessteuer weggenommen wird. Eintrittspreis auf einen Markt, auf dem sich an sich kein Schwein tummeln will, ausser die Dummriane, wie ich, die aus lauter Faulheit auf diesem Beton liegen geblieben sind, der einem ja nur die Birne einschlägt, und sonst nichts.

Es gibt noch Schlimmeres.

31.12.2008 13:39
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SMI im Dezember

Ramschpapierhaendler wrote:

Das Windowdressing war dieses Jahr besonders stark und könnte zu grossen Umschichtungen führen.

Das musst du mir mal genauer erklären. Woran erkennst DU ob "Windowsdressing" stattfindet oder nicht?

Ich persönlich frage mich immer ob es dieses Phänomen tatsächlich gibt - also so, dass es wirklich einen Einfluss auf die Kurse hat.

Um eine Erklärung wäre ich sehr froh.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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31.12.2008 13:32
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SMI im Dezember

Revinco wrote:

Ich vermute es steht uns der Trendwechsel aus dem Seitwärtsverlauf unmittelbar bevor, mit einer mehrwöchigen Rally... Biggrin

Der einzige Punkt, der dafür spricht ist der VIX. Der Rest spricht für mich dagegen. Wink

By the way, en guete rutsch allne!

31.12.2008 11:58
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SMI im Dezember

Tiesto wrote:

Wer glaubt noch an einer SMI-Rally... Keine JahresENDrally, sondern JahresBEGINNrally. Lol

Ich glaube daran, die meisten langfristigen Indikatoren überverkauft, liquide Mittel auf der Seitenlinie welche nur darauf wartet investiert zu werden und das Plunge Protection Team (PPT) welche Uebersee Ihren Beitrag dazu leisten wird.

Ich vermute es steht uns der Trendwechsel aus dem Seitwärtsverlauf unmittelbar bevor, mit einer mehrwöchigen Rally... Biggrin

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

30.12.2008 23:56
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SMI im Dezember

@Vontobel

Das weiss ich doch auch. 8) Keine JahresENDrally, sondern JahresBEGINNrally. Lol

30.12.2008 23:29
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SMI im Dezember

Tiesto wrote:

Wer glaubt noch an einer SMI-Rally...wer schön ins 2009 mit 6000 zu starten. Lol

Das Börsenjahr ist bereits abgeschlossen!

http://www.six-swiss-exchange.com/trading/information/calendar/2008/grid...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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30.12.2008 23:25
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Wer glaubt noch an einer SMI-Rally...wer schön ins 2009 mit 6000 zu starten. Lol

30.12.2008 18:06
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„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

30.12.2008 17:52
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SMI im Dezember

Speedy3 wrote:

Mich würde brenndend interessieren, wie hoch der Bargeldbestand von Institutionellen, Hedge Funds und Banken in %-Anteil ist.

Ich gehe in der Annahme, dass viele dieser Big Boys dicke in Cash sind und alle mit "ants in the pants" wie die Katze vor dem Mauseloch den kommenden Anstieg abpassen.

Viele Grossbanken rechnen mit einem Anstieg von 18%des SMI im 2009.

Ergo müsste der Zug "wer zuerst kauft, kauft am Billigsten" bald an Fahrt zunehmen.

1. Viele Hedge Fonds, Institutionelle und Banken haben dieses Jahr ebenfalls grausam Geld verloren. Ihr Anteil an Baren wird nicht mehr so gross sein. Jedenfalls nicht für die Börse. Ich weiss worauf du hinaus willst! Aber es wird von dieser Seite kaum viel zu erwarten sein. Die lecken noch immer ihre Wunden. Viele haben agressiv investiert und sind brutal auf die Schnauze gefallen.

2. Was von den Meinungen der Grossbanken zu halten ist, dass solltest du am besten wissen! Was haben die uns für ein goldenes 2008 versprochen! Und was ist daraus geworden? Ich kann nicht verstehen, dass du noch immer auf die Urteile der Grossbanken hereinfällst. Hast du nichts gelernt?

3. Ich glaube kaum dass die Masse vor dem Mausloch hockt und wie eine Feder aufs zuschlagen wartet. Zuviele haben sich grausam die Finger verbrannt. Das Vertrauen ist weg. Das wird nicht so schnell zurückkehren! Die haben vorläufig mal genug.

30.12.2008 17:47
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Wer andern eine selbst hinein !

30.12.2008 17:17
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weiss hier jemand den link über den erwerb / verkauf von beteiligungsrechten?

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

30.12.2008 17:02
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Ich beende dieses Börsenjahr mit -20% und wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Egal obs nächsts Jahr aufwärts oder abwärts geht, hauptsache nicht seitwärts Wink

Gruss,

Homer

Von allen Sachen die mir verloren sind gegangen, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen...

30.12.2008 15:18
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SMI im Dezember

so das Jahr 08 neigt sich dem Ende zu. Bin eigentlich recht zufrieden. Mein Depot ist nur -24 % und das bei lauter langfristigen Titeln.

Meine Prognose und Meinung: Der Boden ist schon länger gefunden. Wir haben bereits um einiges höhere Kurse verglichen mit den Tiefständen in diesem Jahr. 2009 rechne ich mit einem längeren "Seitwärts" auf diesem Niveau und ab April/Mai wirds dann anziehen.

wünsch allna en guata Rutsch

30.12.2008 13:35
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X
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SMI im Dezember

also ich habe meine puts noch und behalte diese auch...ich rechne anfangs januar eher mit einem break nach unten.

zum smi... warum seit ihr so enttäuscht? ausser gm gab's heute ja sehr schlechte news aus japan/eurozone...und wir sind dennoch im plus...

beim dax ist der fall klar

take it easy, but take it!

30.12.2008 12:25
Bild des Benutzers Azrael
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SMI im Dezember

schau mal auf das volumen...

zudem denke ich, will sich niemand von den amis (wie gestern) in den boden stampfen lassen.

dann ist auch noch das gap close...

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

30.12.2008 12:18
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SMI im Dezember

Warum bröckeln die Kurse vielfach am Mittag ab? Dieses Phenomän habe ich vielfach beobachten können, kann mir dies aber nicht erklären. Ist es deswegen, dass die Börsianer dann zu mittag nehmen? Hätten sie dies den auch verdient? Und warum ist das so? Auch heute wieder so, wie so oft! Und immer wieder ärgerlich!

Ich werde wieder alles zurückgewinnen

30.12.2008 04:30
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SMI im Dezember

siddhi wrote:

sobald das geld von den unrentablen, kurfristigen staatsanleihen weg in aktien fliessen wird, genau dann sehe ich eine rally,

Schon, aber was veranlasst Dich zu glauben, dass das Geld von den Staatsanleihen in Aktien fliesst und nicht in andere Assets?

Z.B. Rohstoffe oder andere, profitablere Wirtschaftsräume?

29.12.2008 23:53
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SMI im Dezember

Speedy3 wrote:

Viele Grossbanken rechnen mit einem Anstieg von 18% des SMI in diesem Jahr.

Ergo müsste der Zug "wer zuerst kauft, kauft am Billigsten" bald an Fahrt zunehmen.

Das Problem besteht darin, dass die Banken rein gar nichts mehr wissen als andere. Man könnte gerade so gut auf dich und mich hören, wir haben einfach die Namen nicht. Ich erinnere immer wieder gerne an Marco Curti, welcher Anfang 08 sagte, wir sehen am Ende des Jahres die 10'000 Punkte im SMI Lol

Vor allem jedoch wird der weitere Verlauf (ob wir es wollen oder nicht) von Amerika und zunehmend auch von der EU und den Japsen abhängig sein.

29.12.2008 23:43
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SMI im Dezember

Mich würde brenndend interessieren, wie hoch der Bargeldbestand von Institutionellen, Hedge Funds und Banken in %-Anteil ist.

Ich gehe in der Annahme, dass viele dieser Big Boys dicke in Cash sind und alle mit "ants in the pants" wie die Katze vor dem Mauseloch den kommenden Anstieg abpassen.

Viele Grossbanken rechnen mit einem Anstieg von 18%des SMI im 2009.

Ergo müsste der Zug "wer zuerst kauft, kauft am Billigsten" bald an Fahrt zunehmen.

29.12.2008 13:52
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lasst euch nicht blenden

selbstverständlich wünsche ich euch einen gewinn und die rally würde ich euch ebenfalls gönnen. doch vergesst nicht die bewegungen der rohstoffe......sie lassen durchaus eine bewertung für den gesamtmarkt zu. sie leiden oft als erste, da ein nachfrage rückgang sofort sichtbar wird. aktien reagieren oft etwas verzögert, sogar etappenweise, da die hoffnung sie immer wieder beflügelt. ein boden ist bei den rohstoffen aber noch nicht ausgebildet, also liegt durchaus bei den aktien noch ein neuer einbruch drin.

zumindest vorübergehend ist es höchst unwahrscheinlich, dass der aktienmarkt mehr als eine rally zulässt, da die nachfrage in allen bereichen immer noch rückläufig ist.

ich kann mich durchaus irren mit meinen einschätzungen, aber eines weiss ich, an einem steigen markt kann ich noch lange profitieren und einsteigen, wenn es ganz klare anzeichen für eine erholung gibt. denn der markt wird sich über jahre hinweg aus dieser kriese erholen. wieso also unnötig geld in spekulation versenken und immer weider versuchen, den boden zu finden?

29.12.2008 13:30
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SMI im Dezember

Tiesto wrote:

Hab auch Calls die bis mitte Januar laufen (also 2 Wochen). Hab seit anfangs Dezember darauf gehofft, dass es eine Rally geben wird. Tja, jetzt sind die sozusagen wertlos...da passiert wirklich nichts mehr. Hätte wohl nicht auf MarcusFabian hören sollen... :oops: da bin ich natürlich selbst schuld. 8)

abwarten, gemäss charts war meistens eine rally kurz nach neujahr bis mitte januar... wohl dann wenn die investoren zurückkommen...

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

29.12.2008 13:10
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SMI im Dezember

Hallo Tiesto

Ich habe nicht auf Markus gehört aber gehofft. Es zeigt sich wieder einmal, dass die sogenannte Börsenwiesheiten sich halt nicht bewahrheiten. Ich habe auch ein Call, der wertlos abgebucht werden wird. Nicht zum ersten Mal, leider. Aber hätte ich diesen verkauft, dann ginge es sicher steil hinauf. Ich wollte eben nicht, dass es rauf geht, wenn ich nicht mehr drinnen bin. So bin ich nun mal, wenn schon ein Verlust, dann alle miteinander Lol

Ich werde wieder alles zurückgewinnen

29.12.2008 13:03
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SMI im Dezember

@Bulldog1

Hab auch Calls die bis mitte Januar laufen (also 2 Wochen). Hab seit anfangs Dezember darauf gehofft, dass es eine Rally geben wird. Tja, jetzt sind die sozusagen wertlos...da passiert wirklich nichts mehr. Hätte wohl nicht auf MarcusFabian hören sollen... :oops: da bin ich natürlich selbst schuld. 8)

Jedenfalls werden die Kurse bis morgen zufällig bleiben (dünnes Volumina)...und werden wohl am 5. Januar wieder aussagekräftiger sein.

29.12.2008 12:16
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SMI im Dezember

Vielen Dank euch für eure Kommentare und Antworten. Nun sieht es so aus, dass mein Hilferuf ein wenig erhört wurde, es geht nämlich wieder aufwärts Lol Mal schauen für wie lange.

Ich werde wieder alles zurückgewinnen

29.12.2008 11:28
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SMI im Dezember

lieber Bulldog1

es wir neue tiefststände geben im smi, vor einem nachhaltigen aufschwung

wir sind mitten in der kriese und es wird noch das eine oder andere ans tageslicht kommen, dass nicht unbedingt das vertrauen der anleger, der bullen fördert. insofern ist das verhalten der anleger an der schweizer börse nur überzeugen und klug.

ich kann mich irren, aber es gibt absolut keine anzeichen, von einer besserung. es gibt verschiebungen der probleme und viel hoffnung die verbreitet wird, das ist alles.

du musst dich also noch etwas gedulden. sobald das geld von den unrentablen, kurfristigen staatsanleihen weg in aktien fliessen wird, genau dann sehe ich eine rally, mehr aber noch nicht. dies wird ein erstes kleines zeichen des vertrauens sein. viele horten sogar cash und investieren nicht einmal mehr in staatsanleihen, da das vertauen angeschlagen ist, also stehen aktien überhaupt nicht auf dem plan. im moment steht schadensbegrenzung an.

meiner meinung nach sind also all die bewegungen, die wir im moment sehen eher zufällig und von liquidationen geprägt, von gefühlen der angst gesteuert, solange dies so ist, ist es eine reine trading geschichte und als anlage im klassischen gesehen eher mühsam und ärgerlich.

versuche es doch mit dem dax, du kannst dich mit knock out heranwagen, die genügend vom ausübungspreis weg sind, so dass du ein mehr oder weniger sicheres spiel hast. oder einfach mit call und put auf den index spielen, anstatt auf einzelne titel deine energie zu verschwenden. so kannst du geld verdienen und hast eine 50 % chance, denn es geht auf oder ab und die nachrichten lassen sich einfacher bewerten, wenn man nur diese zwei indikatoren berücksichtigen muss. auf oder ab!

alles gute

29.12.2008 11:00
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SMI im Dezember

Der Dax wieder 2% im plus und wir dümpeln wieder einmal um die 0% herum. Das kanns doch nicht sein? Anscheinend erwarte ich zu viel von der SMI. Wer weiss. Hat jemand eine Erklärung dafür? Und die ewigen Geleier über die Schwergewichte kann ich nicht mehr anhören. Vielfach habe ich immer mehr das Gefühl, dass der SMI einfach nicht steigen darf. Ein Tag stützen die Schwergewichte, an einem anderen Tag sind diese wiederum die Bremsklötze. Es muss sich halt ausgleichen, damit wir auch nie richtig über die Null-grenze gehen können. Wann war das wieder der Fall? Vor zwei Wochen? Seit dem endet der Tag bei SMI immer rot und auch heute wird sich nicht viel ändern!

Ich werde wieder alles zurückgewinnen

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