SMI im Dezember 2009

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MarcusFabian
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SMI im Dezember 2009

Rein von der Saisonalität her sind die Monate Oktober und November jene mit der grössten Crash-Gefahr während der Dezember - getrieben vom Weihnachtsgeschäft - traditionell zu den guten Börsenmonaten zählt:

Das gilt selbst für das Katastrophenjahr 2008. Der mittelfristige Absturz zwischen August 2008 und März 2009 konnte zwar nicht gänzlich gestoppt, jedoch kurz aufgehalten werden. Immerhin stieg der Dow im Dezember von 7500 auf 9000

Wir haben also gute Chancen, dass es auch diesmal im Dezember erfreulich weiter geht. Insbesondere, da die kritischen Monate doch recht erfolgreich gemeistert wurden.

Bewerten wir den SMI in Franken (wie wir es ja in der Regel tun), hat er die potentiellen Krisenmonate Oktober/November sehr gut gemeistert, wenn auch die Dynamik seit August sehr stark nachgelassen hat.

Der Aufwärtstrend ist intakt, solange nach unten die 6150 nicht durchbrochen werden.

Auf der Oberseite etabliert sich mittlerweile ein Tripple-Top bei etwa 6450. Sollte dieser Bereich nach oben durchbrochen werden, wäre das sehr bullisch und würde Platz nach oben bis in den Bereich 6800-7000 schaffen.

Der Index läuft aber derzeit in einen Keil und der Entscheidungs-Range zwischen derzeit 6150-6450 wird immer enger.

Wir wissen, was das bedeutet, oder? Es wird in den nächsten 1-2 Monaten zu einem Ausbruch kommen. Ob nach unten oder oben, ist technisch gesehen noch offen.

Ganz interessant ist der SMI auch, wenn man ihn nicht in Papier sondern echtem Geld betrachtet:

Was hier als erstes auffällt ist, dass der Anstieg seit März bereits Ende August gebrochen wurde. Das heisst, dass die Crash-Monate September bis November durchaus zugeschlagen haben. Es hat bisher nur keiner gemerkt, denn in Franken gerechnet ist der SMI ja immer gestiegen.

Hier ist der SMI derzeit überverkauft. Eine Erholung in den Bereich von 5.8 Unzen müsste also für den SMI durchaus drin liegen. Nehmen wir beides zusammen, SMI in Franken und SMI in Gold, so ergibt sich für mich folgende Schlussfolgerung:

SMI in Franken ist für sich alleine unbestimmt. Ausbruch über 6450 Franken oder unter 6150 Franken.

SMI in Gold sehe ich bullisch.

Die Saisonalität spricht ebenfalls für steigende Kurse.

Gold in Franken ist stabil bis steigend. Daraus ergibt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der SMI nach oben ausbricht (in Franken wie in Gold) als nach unten.

Nach einer Korrektur von 18% (in Gold) seit Anfang September, darf man das dem SMI auch durchaus gönnen Wink

Ich weiss nicht mehr, in welchem Eröffnungsthread ich das dieses Jahr geschrieben habe aber sinngemäss schrieb ich: "Die Aktienmärkte können trotz aller Probleme weiter steigen, nominal, in Papierwährung gerechnet. Papierwährungen, die abwerten aber keiner merkt's".

Wie fragil die Märkte hinter den Kulissen sind, hat sich letzte Woche gezeigt, als die Aktienmärkte merklich korrigierten. Angeblich, weil Dubai eine fällige Zahlung von $59 Mrd. per Anfang Dezember nicht bezahlen kann. Bisher war bekannt , dass Dubai mit $46 Mrd. in der Kreide steht. Nachzulesen aus einem meiner Postings vom Mai 2009 hier: http://classic.cash.ch/node/2101#comment-177655

Das hat damals die internationalen Märkte aber einen Dreck interessiert. Sie sind weiter gestiegen.

Jetzt hat sich die Schadenssumme von 46 auf 59 um 13 Mrd. erhöht und die Börsen laufen Amok? Da kann doch was nicht stimmen, oder?

Will man mir jetzt wirklich weiss machen, dass Dubai verantwortlich ist, wenn die Börsen mal um 3-5% abschmieren? Oder sucht man sich hier nur einen Sündenbock?

Ich meine, dass letzteres der Fall ist.

Was die Welt weiterhin bewegte, sind die Preisanstiege in Gold auf neue Allzeithochs in allen Währungen. (Bzw. Abwertung von Papierwährungen, je nach Sichtweise).

Es gibt einige Ereignisse, die zu diesem Sprung geführt haben. Ich fasse hier mal die wichtigsten zusammen:

* Zentralbanken der BRIC Staaten schichten ihre Reserven vermehrt von Dollar in Gold um. Die Ankündigung vor einigen Monaten, der IWF wolle 400t Gold verkaufen, hat zu keinem merklichen Preisverfall geführt. Nun hat Indien angekündigt, gleich 200t des IWF Goldes zu kaufen. Da dieser Deal am Markt vorbei geht, wird es den Preis nicht beeinflussen. Aber es zeigt doch, dass Dollars nicht mehr die begehrteste aller Reserven sind.

* Banken in Hong-Kong mussten zu ihrem grossen Ärger feststellen, dass sie bei Goldlieferungen aus den US und GB keine echten Goldbarren sondern vergoldete Wolfram-Barren erhalten haben! (Wolfram und Gold haben dasselbe spezifische Gewicht.)

Nun stellt sich die Frage nach dem Ausmass dieses Betrugs und auch warum die USA und GB es für nötig halten, Goldbarren zu fälschen. Wir erinnern uns: Nach der offiziellen Verschwörungstheorie, die uns seit 20 Jahren eingebläut wird ist Gold ja nichts Wert und ein Relikt aus der Steinzeit. Entsprechend die Gerüchteküche: Haben die USA die Goldbarren in Fort Knox gefälscht und das echte Gold bereits verkauft?

* Ein paar Monate alt aber immer wieder lustig: Die Deutsche Bank ist grosse Short-Positionen in Gold eingegangen und hat dabei Gold verkauft, das sie gar nicht besass. Nachdem die Lieferung fällig wurde und die Käufer auf Lieferung bestanden hatten, musste die EZB einspringen und der DB das benötigte Gold liefern. Ansonsten wäre die DB wohl jetzt "out of business".

* Dazu ähnliche Geschichten von aktuellen Lieferschwierigkeiten von Shorties: Die haben das verkaufte Gold nicht und wollen ihre Gold-Schuld nun mit Klopapier bezahlen. Dazu bieten sie 25% Aufschlag. Ob die Käufer darauf eingehen werden? Man darf gespannt sein.

Happy Trades und …. auch saisonal bedingt:

kleinerengel
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SMI im Dezember 2009

@MF

Ich finde es supertoll von dir, dass du den Thread wieder eröffnet hast. Vielen Dank.

Ich finde deine Postings immer wieder spannend und vorallem lehrreich.

Hoffen wir auf einen guten Börsenmonat Dezember Biggrin

chateauduhartmilon
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SMI im Dezember 2009

bin auch deiner Meinung das wir noch eine bullische Zeit vor uns haben, alles läuft heutzutage viel schneller, also die Börsen reagieren schneller und heftiger.

Deswegen Bullenmarkt bis zu neuen Höhen um danach wieder voll ab zu schmieren, denke die nächste Baisse wird uns 60-70% Minus einbringen.

Aber noch nicht diesen Dezember LolLol

PS: Cool das du diesesmal schnell genug warst, mf

Halligalli
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SMI im Dezember 2009

kleinerengel wrote:

@MF

Ich finde es supertoll von dir, dass du den Thread wieder eröffnet hast. Vielen Dank.

Ich finde deine Postings immer wieder spannend und vorallem lehrreich.

Hoffen wir auf einen guten Börsenmonat Dezember Biggrin

@MF, Schliesse mich von "kleinerengel" an - danke -

aber auch Du kleinerengel hast immer gute Beiträge, auch Dir danke........

Schönen Feierabend Euch beiden

Immer der Nase nach

Ramschpapierhaendler
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SMI im Dezember 2009

@ MF:

Cool! Wieder mal Fleisch am Knochen. Danke!

revinco
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SMI im Dezember 2009

Danke Marcus, mir fehlt aber manchmal die Berücksichigung des allgemeinen Sentiments - dies ist nämlich sehr bullisch. Ausserdem sind die Handelsvolumen der Indizien in den letzten Monaten sehr gesunken, da ist ebenfalls Vorsicht geboten!

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

chuecheib
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SMI im Dezember 2009

Danke MF ...

immer eine freude deine startposts zu sehen und lesen zu dürfen Smile

das einzige was mir noch aufgefallen ist, du gehst immer davon aus dass gold stagniert oder steigt ...

das gold/smi ratio kann sich aber auch verbessern in dem gold nach der mehrmonatigen rallye sinken würde ...

START! Time to play the Game !!!!!

learner
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SMI im Dezember 2009

MarkusFabian, interessante Ueberlegungen, und da auch selbst Polemiker, kann ich deinem Ausdruck gut folgen.

Also, kurz, du bist bullisch auf Aktien, kurzfristig.

Immer schwierig, auf das Datum genau das Top zu nennen, auch Leute, die sich nur mit der Boerse beschaeftigen, schaffen es nicht.

Wie dem auch sei, viellicht lese ich zu viele baerische Seiten, aber ich habe aufgrund der Charts dennoch eher den Eindruck, den etwa Mark Faber oder der Cash Guru auessert: Korrektur angesagt. Man glaubt es chartmaessig zu sehen, mit dieser Buddha-Reihe nebeneinander. EW sprechen auch dafuer.

Und fundamental lass ich mal die Bankers von Wegelin sprechen, die ihrer Schreibe nach sich nicht nur im Bankgeschaeft auskennen, sondern es so literarisch und vernetzt auftischen, dass sie als Finanzexperten angeschaut werden duerfen, die auch noch Bildung haben:

Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht! Freilich sind die Fata Morganas dieser Finanz- und Wirtschaftswelt angenehm, teilweise auch von den Staaten an den Horizont projeziert. Um so heftiger wird die Ernüchterung, sobald sich die Realität wie bei den Wüstensöhnen aus Dubai durchsetzt. Doch die eingangs erwähnte alte Weisheit stört augenscheinlich diejenigen Finanzakteure nicht, die sich im US-Dollar verschulden und mit den erhaltenen Mitteln Investments in den Rohstoff- und Aktienmärkten vornehmen. Auch der Verpassungsdruck lastet auf den Profis derart stark, dass Mahnungen von rechts und links nicht fruchten. Wieso soll das Sprichwort auch stören? Es ist doch ein so wunderschöner Krug, an dem sich die Carry Trader laben können. Die Zinsen sind tief, die Stützungsmassnahmen der Regierungen noch immer erforderlich, um die Weltkonjunktur nicht erneut abserbeln zu lassen – ergo bleiben die Zinsen quasi auf Nullniveau. Dieser Krug wird getragen vom schwachen Greenback und für eine Erholung der US-Valuta spricht nicht viel oder gar nichts. Der Liquiditätsbrunnen ist verführerisch und verdrängt die facettenreichen Problemherde auf dieser Welt. Auch eine nüchterne Aufreihung der Fakten ist wenig hilfreich, denn der Liquiditätsbrunnen ist unerschöpflich. Gleichwohl sei an ein paar Stolpersteine erinnert, die den Krug brechen lassen könnten: Mit dem „schiefen Turm von Dubai“ werden urplötzlich wieder Schlagworte aus der ärgsten Phase der Finanzkrise populär: Prämien für Ausfallversicherungen (Credit Default Spreads), platzende Kreditblase (auch und vor allem bei mittelständischen Unternehmen), Bonitätsaspekte usw.

Andere Faktoren entlarven die Fata Morgana ebenfalls: Die Handelsvolumen an den Börsen sind an Aufwärtstagen deutlich dünner als bei negativen Handelssitzungen. Der Risikoappetit nimmt ab, was an den Umschichtungsbewegungen hin zu den Defensivwerten wie Pharma- und Telekomvaloren abgelesen werden kann. Die Werte in der zweiten Börsenliga (bspw. Russell 2000) zeigen Ermüdungserscheinungen oder Käuferstreiks, was die Risikoneigung des Gros der Anleger reflektiert.

Im Übrigen warnte bspw. der Weltbankchef Zoellick vor der Bildung von Spekulationsblasen, die sich bereits in China, Hongkong und Singapur abzeichneten. Solche Blasen könnten sich als Fallstrick für die Weltwirtschaft erweisen und die Lebensgrundlagen von Millionen zerstören, mahnte der Weltbankchef.

Weiter in der Aufreihung: Als Kontra-Indikator sollte auch das starke Bullenlager beachtet werden. Beim jüngsten Weekly Investors’ Intelligence Sentiment Readings stieg der Bullenanteil von 46.1% auf 50.6%, während das Bärencamp einen Rückgang von 21.3% auf 17.6% verzeichnete. Macht sich da angesichts der Fata Morganas Sorglosigkeit und/oder Gier breit? Nun gut, solange der US-Dollar latent schwach ist, besteht keine grosse Gefahr für das Ausschütten oder gar zerbrechen des Kruges. Doch Vorsicht: Ohne Dollar-Moos nichts los!

Wenn trotz der jüngsten Schwächen beim Greenback eine temporäre Gegenbewegung einsetzt, ist der Dominoeffekt und somit das Stolperrisiko für den Krug relativ hoch. Ja freilich wird von den Dollarpessimisten sofort moniert, dass nichts für eine Gegenbewegung spricht.

Aber was geschieht, wenn der gescheiterte „Turmbau zu Dubai“ neuerliche Kreditstrapazen und somit die Flucht in den US-Dollar auslöst? Oder was geschieht, wenn sich Japan und andere Exportgrössen dieser Welt gegen den schwachen Dollar und die eigene starke Währung aufbäumen?

Dann findet der Krug wohl nicht mehr in ganzen Stücken den Weg zum Brunnen! Denn: Die Tragkraft des Börsenkruges hängt derzeit nicht vom Konjunkturverlauf und den Unternehmensmeldungen ab, sondern ist abhängig von der Energielosigkeit des Greenbacks.

Es bleibt auch die paradoxe Ausgangslage bestehen: Sind die Konjunkturdaten schwach, bleiben die Chancen auf ein Nullzinsniveau intakt und schürt die Carry Trades und somit die Aufwärtsdynamik an den Finanz- und Rohstoffmärkten.

Das Konträre trifft ein, sobald erbauliche Wirtschaftsmeldungen zur Usanz werden. Wohlverstanden: Dieses Zusammenspiel ist keine Fata Morgana, sondern seit geraumer Zeit harte Realität.

Daher noch ein Blick auf den Greenback: Beim Währungspaar $/CHF wurde zwar nochmals ein kurzer Taucher (unter Parität) vollbracht, doch der Rebound über die Supportzone 1.0020 setzte postwendend ein. Ein Indiz dafür, dass zusehends Interventionen das Währungsbild prägen oder zumindest die Angst davor zu Deckungskäufen führt.

Der Krug ist demnach in akuter Bruchgefahr, auch wenn die Liquiditätsbrunnen weiterhin Fata Morganas an den Horizont zaubern…

Wegelin, 30.11.2009

Es gibt noch Schlimmeres.

Turbo
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SMI im Dezember 2009

MF wie immer ein Genuss

Learner freue mich dich wieder uns zu wissen und hoffe du bist wieder frohen Mutes.

Wie immer ist alles möglich an der Börse und eben der Krug geht zum Brunnen bis er bricht, ist auch meine Ansicht. Ob es jetzt nochmals rauf geht, nur weil der Dezember normalerweise ein guter Börsenmonat ist, wage ich zu bezweifeln, eher sehe ich weiterhin einen Seitwärtstrend.

Frage lohnt es sich auf die letzten 5% zu spekulieren oder nimmt man jetzt die Gewinne mit, die man dieses Jahr erzielen konnte.

Ich habe mich klar für die Cash entschieden und warte die nächste grössere Korrektur ab. Ob sie jetzt im Dezember oder nächstes Jahr kommt, ist für mich unbedeutend. Aber da ich eine heftige Korrektur erwarte, werde ich wenn niemand mehr Aktien will, wie dieses Jahr wieder zuschlagen.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

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SMI im Dezember 2009

M.F. auch ich möchte mich anschliessen, danke deine Einschätzungen sind wie immer sehr lehrreich und spannend.

royalOak
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SMI im Dezember 2009

Besten Dank MF !! Wink

Neu-SG
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SMI im Dezember 2009

diese Beschisse mit dem Gold - kanns da nicht auch sein, dass dort bald mal die Blase voll ist und der Preis dort zusammenbricht. Schliesslich wird da ja Zeugs verkauft, das gar nicht vorhanden ist ... das treibt den Preis ja in die Höhe.

Mephist0pheles
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SMI im Dezember 2009

Herzlichen Dank auf von mir.

Naja, aus meinen inländischen Finanztiteln würde ich mich gerne zurückziehen, vor allem bei der UBS, leider sind mir die Kurse definitiv noch zu weit unten I-m so happy

Hoffen wir, dass der Krug erst im nächsten Jahr zerbricht und vorher noch reinen Wein einschenkt wird oder so Smile

Für der, der warten kann, kommt alles mit der Zeit

Fawi
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SMI im Dezember 2009

Zuerst Danke an MF, wie immer interessant, das Eröffnungsposting zu lesen. Ich sehe mir momentan immer wieder die weekly charts an und das sieht nicht besonders gut aus, der starke Anstieg ruft nach einem Ausgleich. Die Kurse gehen nicht mehr richtig weiter hoch, die Kurve flacht ab oder sinkt bereits.

Das Timing ist schwierig und wie gross die Korrektur ausfällt lässt sich meiner Meinung nach nur schwer abschätzen. Die daily charts machen es etwas schwieriger, wobei auch da sehe ich eher ein Trend nach unten.

Mein Fazit daher: Kurzfristig kann man momentan vieles falsch machen, ich möchte meine Gewinne von diesem Jahr nicht unnötig gefährden, ich halte es daher wie Turbo, versuche mich zu beherrschen. Allerdings ein Index-Put soll in meinem aktuell sehr überschaubaren Portfolio nicht fehlen.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2009

chuecheib wrote:

das gold/smi ratio kann sich aber auch verbessern in dem gold nach der mehrmonatigen rallye sinken würde ...

Das ist richtig. And die Möglichkeit habe ich auch gedacht, sie aber verworfen. Von den drei Komponenten Papiergeld, Gold und Aktien ist Papiergeld die schwächste. Deshalb halte ich es für recht unwahrscheinlich, dass Papier gegen Gold und SMI steigen wird.

Kurzfristig ist natürlich auch das möglich. Aber mittel- und langfristig ist die Frage, was besser rentieren wird: Gold oder Aktien.

Von März bis August hat der SMI das Rennen gemacht. Seither rentiert Gold besser als der SMI.

Idealer Weise würde man immer auf den Zug springen, der im Moment schneller fährt.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2009

Neu-SG wrote:

diese Beschisse mit dem Gold - kanns da nicht auch sein, dass dort bald mal die Blase voll ist und der Preis dort zusammenbricht. Schliesslich wird da ja Zeugs verkauft, das gar nicht vorhanden ist ... das treibt den Preis ja in die Höhe.

Nein, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Eine Blase gibt es dann, wenn "jeder" investiert ist. Zuerst müssten also die Institutionellen Anleger (Big Money) Gold entdecken. Die sind aber erst am Anfang der Kaufphase. Als nächstes und zugleich letztes steigen dann die Kleinanleger ein. 1981 waren 30% der Kleinanleger in Gold investiert und das, obschon es damals noch nicht so einfach war, zu "börselen". Derzeit sind erst 2-3% der Kleinanleger in Gold. Also gibt es da noch recht viel Potenzial, bevor es zu einer Blasenbildung kommt.

2. Einerseits behaupten die Banken und Politiker, Gold habe keinen Wert mehr. Andererseits werden Goldbarren gefälscht. Warum sollte man Gold fälschen, wenn es keinen Wert, keine Bedeutung hat? Die Fälschung macht eines klar: Gold ist knapper als wir bisher angenommen haben. Und das spricht nur für eines: Steigende Preise.

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SMI im Dezember 2009

danke MF für den Start in den Dez Thread Smile

ich finds langsam ein bisschen komisch was mit Gold alles gemacht wird:

Beim Kauf von einem TV gibts Gold :shock:

http://www.panasonic.ch/de/Promotions/Plasma+TV/5/beschreibung.html

danach noch ein Video...

http://www.youtube.com/watch?v=C93LeKl-R2s&feature=PlayList&p=6B6142720E...

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SMI im Dezember 2009

@ T15

Was soll daran komisch sein ? Der Preis der Goldbarren ist doch schon längstens im Kaufpreis eskompiert. Ausserdem bezahlt John Lay Elecgtronics meines Wissens nach fast alle Einkäufe in Dollar. Die Margen auf Unterhaltungselektronik sind teilweise horrend. Insbesondere wenn es sich wie hier vorliegend um einen Importeur / Grosshänlder handelt. Und John Lay ist einer der grössten CH-Grosshändler für Unterhaltungselektronik.

Glaub mal ja nicht dass John Lay auch nur einen einzigen Rappen verschenkt.....!

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

Elias
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SMI im Dezember 2009

Quote:

Die Rezession ist zu Ende

Schweizer Wirtschaft wächst im dritten Quartal wieder etwas

Die Schweiz ist im dritten Quartal dieses Jahres statistisch gesehen aus der Rezession herausgekommen. Nach vier negativen Quartalen in Folge ist das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal erstmals wieder leicht gewachsen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/bip_schweiz_wirtschafts...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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SMI im Dezember 2009

Heutige charttechnische Analyse des SMI der Credit Suisse:

"The medium-term pattern remains positive but a possible downgrade is pending if 6200 breaks. A break above 6473 however would restrengthen the slightly bullish medium-term picture and enhance the odds for a positive advance into Q1 2010 .The short-term rating is still neutral. A clear break above 6473 as well is needed to stabilize the short-term pattern and provoke an upgrade to short-term positive again."

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SMI im Dezember 2009

Aus obenstehendem Artikel:

"Dabei verkauft die Fed Aktiva - Treasuries etwa - gegen Bargeld an Banken und kauft sie später zu einem etwas höheren Preis wieder zurück."

Den Banken wird ein totsicheres Geschäft nach dem anderen in den Arm geschoben. Kein Wunder, wenn die verlernen, mit Geld umzugehen. Lol

Manchmal hab ich anscheinend etwas Mühe, solch hochkomplizierte Zusammenhänge zu verstehen. Aber da wird doch schlussendlich einfach noch mehr Geld in den Kreislauf gepumpt? Damit wird doch eine Inflation höchstens hinausgezögert, dafür der Inflationsdruck verstärkt?

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Ramschpapierhaendler wrote:

Aber da wird doch schlussendlich einfach noch mehr Geld in den Kreislauf gepumpt? Damit wird doch eine Inflation höchstens hinausgezögert, dafür der Inflationsdruck verstärkt?

Sehe ich auch so. Die Banken bekommen Treasuries mit mit Fed-Bonus bei Verfall, also eine besonders hohe Rendite. Nach dem Motto: "Um die Geldmenge kurzfristig zu senken, muss ich sie langfristig erhöhen." Das verstehen simple Geister wie wir eben nicht. Das ist höhere Ökonomie.

Einmal mehr: Die Amis spielen nur noch auf Zeit.

Ramschpapierhaendler
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SMI im Dezember 2009

@ Denne:

Unglaublich! :shock: Wer solche Massnahmen ergreift und diese dem Volk in schönes Papier verpackt zu verkaufen versucht muss auf dem letzten Zacken laufen. Hab schon länger damit gerechnet aber eigentlich gedacht, dass das noch etwas länger geht.

Denne
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SMI im Dezember 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

Wer solche Massnahmen ergreift und diese dem Volk in schönes Papier verpackt zu verkaufen versucht muss auf dem letzten Zacken laufen.

Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Massnahmen. Diesbezüglich kommt mir eine Geschichte in den Sinn, die mir mein Vater mal als "philosophischer Witz" erzählt hat:

Ein König bekommt einen Bären geschenkt. Nach einiger Zeit wird ihm der Bär zu langweilig und der König findet, dass ein sprechender Bär doch wesentlich unterhaltsamer wäre.

Er ruft seine 3 Grafen zu sich und stellt sie vor die Wahl, entweder dem Bären das Sprechen beizubringen oder auf der Stelle den Kopf zu verlieren.

Die drei Grafen ziehen sich zurück, um die verzweifelte Lage zu überdenken. Der erste wird in Begleitung seines Dieners zum König gerufen. Der Graf fleht den König an, dass es unmöglich sei, einen Bären sprechen zu lehren. Der König macht kurzen Prozess und lässt dem Grafen den Kopf abschlagen. Der schockierte Diener nimmt das Haupt seines Herrn entgegen. Das Ganze wiederholt sich beim zweiten Grafen. Der dritte betritt lächelnd den Königssaal und antwortet auf die Frage des Potentaten, ob er imstande sei, den Bären sprechen zu lehren: „Selbstverständlich Majestät. Aber ich brauche Zeit dafür, und Ihr müsst mir den Bären solange überlassen, damit ich ihn ordentlich unterrichten kann.“ Das leuchtet dem König ein. „Hmmm ...wie lange?“ „Drei Monate, Majestät“, sagt der Graf selbstbewusst. „So sei es!“, sagt der König, und der Graf verlässt den Saal samt Bär und Diener. „Herr“, sagt der Diener verstört, nachdem sie das Schloss verlassen haben „ein Bär kann doch niemals Sprechen lernen!“ „Natürlich nicht“, sagt der Graf, „aber bis in drei Monaten kann viel passieren: Der König kann sterben, der Bär kann sterben oder ich selbst kann sterben.“

learner
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SMI im Dezember 2009

@Denne, die Allegorie klingt nach Seherazade in 1001 Nacht. Moral von der Geschicht': Man verspreche das Unmögliche in einer längeren Zeitfrist. Redewendung: auf Zeit spielen.

Der Bezug zum Geschehen ist klar. Wenn Staatsschulden höher und höher werden, wird auf Zeit gespielt. Bitte, die Katastrophe nicht jetzt, sondern später. Wir wissen, dass sie kommt, aber bitte nicht jetzt. Wollen wir doch noch gemütlich und in froher Zuversicht leben. Zeit gewinnen. Glaube an ein Wunder. Es wird sich dann schon richten.

@Omega: Da ich immer Mist verzapfe, wie du sagst, will ich noch anmerken, dass die Minarett-Diskussion vom Wochenende auf den SMI-Thread gehörte. Diese Woche vernimmt man verschiedene Stimmen (in Wirtschaftsbeilagen), die darauf hinweisen, dass die Schweiz in den muslimischen Ländern für sie als repressives Land wahrgenommen wird, und in jenen Absatzmärkten deswegen die Marke Schweiz in Bedrängnis kommt.

Worauf ist die relative Schwäche der baer zurückzuführen?

Es gibt noch Schlimmeres.

Denne
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SMI im Dezember 2009

learner wrote:

@Denne, die Allegorie klingt nach Seherazade in 1001 Nacht.

Das ist sehr gut möglich. Ich musste aus dem Gedächtnis nacherzählen - ist schon eine Weile her.:wink:

daytrader1
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SMI im Dezember 2009

Diese vorweihnachtliche Ruhe hier im Forum ist ja schon fast beängstigend.

Übrigens die Dubaikrise wurde in sagenhaften 5 Handelstagen beendet. Lasst uns alle in der Wüste einen Skiurlaub und einen Antrag zum Bau einer neuen römisch-katholischen Kirche machen. Lol

börseler
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SMI im Dezember 2009

daytrader1 wrote:

Diese vorweihnachtliche Ruhe hier im Forum ist ja schon fast beängstigend.

Übrigens die Dubaikrise wurde in sagenhaften 5 Handelstagen beendet. Lasst uns alle in der Wüste einen Skiurlaub und einen Antrag zum Bau einer neuen römisch-katholischen Kirche machen. Lol

skiurlaub, wenn auch nicht realistisch, ok machen wir Lol

aber der mit einer römisch-katolischer kirche, ich weiss denn nicht?? stirbst du denn gerne??

börseler
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SMI im Dezember 2009

daytrader1 wrote:

Diese vorweihnachtliche Ruhe hier im Forum ist ja schon fast beängstigend.

Übrigens die Dubaikrise wurde in sagenhaften 5 Handelstagen beendet. Lasst uns alle in der Wüste einen Skiurlaub und einen Antrag zum Bau einer neuen römisch-katholischen Kirche machen. Lol

und natürlich haben wir wieder eine verarschende panikmache für nichts mehr hinter uns.. es wird einfach umso brutaler nachgekauft... das wird so schnell kein ende davon nehmen. 1180 im spx in geiffender nähe!! amen

Neu-SG
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SMI im Dezember 2009

börseler wrote:

daytrader1 wrote:
Diese vorweihnachtliche Ruhe hier im Forum ist ja schon fast beängstigend.

Übrigens die Dubaikrise wurde in sagenhaften 5 Handelstagen beendet. Lasst uns alle in der Wüste einen Skiurlaub und einen Antrag zum Bau einer neuen römisch-katholischen Kirche machen. Lol

und natürlich haben wir wieder eine verarschende panikmache für nichts mehr hinter uns.. es wird einfach umso brutaler nachgekauft... das wird so schnell kein ende davon nehmen. 1180 im spx in geiffender nähe!! amen

der Neu-SG-Index ist trotzdem immer noch in der Krise, weil er verdammt Petroplus-Lastig ist, und die war heute trotz steigendem ölpreis wieder grottenschach +2 Rappen. .----- los füllt eure öltanks für den winter. UBS-Gerüchten zufolge soll es -239 Grad werden....lol

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