SMI im Dezember 2010

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01.12.2010 19:28
#1
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SMI im Dezember 2010

Man kann beim besten Willen nicht behaupten, dass der vergangene November ein sonderlich spannender Monat war. Gross verändert hat sich nichts: Der SMI steht 100 P. tiefer, Gold $40 höher, Dow und Dollar sind in etwa gleich gebleiben.

Entsprechend ergibt sich auch, dass der SMI - wie in den letzten Monatseröffnungen immer wieder erwähnt - in Gold gerechnet sich seinem Tief vom März 2009 nähert.

Dieser Punkt ist nun erreicht und es wird spannend werden, zu beobachten ob das Tief hält oder nach unten durchbricht.

Das dürfte nach meiner Einschätzung aber nicht mehr dieses Jahr passieren, denn jetzt ist Jahresendrally angesagt. Saisonal dürften deshalb im Dezember sowohl Aktien als auch Edelmetalle im Preis steigen.

Traditionell dauert die Jahresendrally bis etwa Mitte Januar. Bis Jahresende sind es das Weihnachtsgeschäft und Window Dressing, das die Kurse oben hält; in den ersten beiden Januarwochen der Bedarf der Pensionskassen, die neuen Zahlungen sinnvoll anzulegen.

Waren Anfang November noch die Augen der Welt auf die USA, auf QE2 und die zu erwartende weitere Schwächung des Dollars gerichtet, so liegt der Focus jetzt wieder mal auf Europa und wir erleben erneut eine Situation, die an Perversion kaum zu überbieten ist. Warum?

Wir hatten einerseits die Bankenkrise, die von den Banken selbst verursacht wurde, da sie Investitionen getätigt hatten, deren Risiko sie völlig falsch eingeschätzt haben. Wenn man aber mit einer Eigenkapitaldecke von vielleicht 50 Mrd eine Bilanz von 2000 Mrd vor sich her schiebt, dann bleibt für Verluste nur ein sehr geringer Spielraum.

Entsprechend - auch das ist Geschichte - mussten die Staaten eingreifen, um mit Steuergeldern bzw. neuen Staatsschulden die Banken retten.

Mittlerweile geraten nun die Staaten selbst mehr und mehr unter Druck. Griechenland war der Anfang, jetzt ist Irland dran und Portugal, Spanien, Italien stehen recht weit oben auf der Liste.

Der "Lösungsvorschlag" lautet nun, die Banken sollen sich an der Rettungsaktion für Irland beteiligen. Ja wie denn um Himmelswillen?

Die Staaten retten die Banken, die Banken retten die Staaten? Ja, wer rettet denn jetzt wen? Ein klassischer Schwanzbeisser. Wer hat denn noch Geld? Die Banken haben keines, die Staaten auch nicht also wieder ein Fall für die Druckerpresse?!

Leidtragende werden wie immer die Steuerzahler sein, die die Suppe auslöffeln müssen, die die Banker und deren politische Marionetten ihnen eingebrockt haben. Denn eines ist klar: Die Banken werden keinesfalls für ihre Fehler einstehen. Schliesslich haben sie viel Zeit und Mühe investiert, um uns dummen Michels klarzumachen, dass sie "Systemrelevant" sind und die Welt untergehen müsste, falls sie Konkurs gehen. Meiner Meinung nach sind zwar Arbeiter, Bauern, Ärzte und Mechaniker weitaus systemrelevanter als Banker haben aber nicht so eine starke Lobby in den Medien wie die Banker.

Wie dem auch sei, wir werden damit leben müssen und es ist jedem von uns frei gestellt, wie er sich in dieser Situation verhält. Ob er da mit macht oder aussteigt.

Wer nichts unternimmt und so weiterlebt wie bis anhin, wird schleichend entreichert werden, weil seine Ersparnisse in Pensionskasse, AHV etc. langsam weiter an Wert verlieren werden. Denn: Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich in 20 Jahren 500k oder 600k aus meiner Pensionskasse ziehen kann sondern was ich mir in 20 Jahren noch für 500k werde kaufen können.

Was das zukünftige längerfristige Szenario betrifft, hat Jungle im Gold-Thread ( http://classic.cash.ch/node/200#comment-64504) folgenden interessanten Chart aus einem anderen Forum gepostet:

Der Chart ist etwas verwirrend, denn meiner Meinung nach können Hyperinflation und massiv sinkende Aktienpreise (der Chart zeigt ja den S&P500) nicht Hand in Hand gehen. Zumindest dann nicht, wenn man den Chart in Dollar bewertet, was hier der Fall ist.

Aber wenn wir "Inflation"/"Deflation" nicht als monetäres Phänomen verstehen sondern uns der landläufigen Meinung von "steigende"/"sinkende" Preise unterordnen, zeigt er unter dem Strich sehr schön, was passiert ist, passiert und wahrscheinlich passieren wird:

Nach einem enormen Bullenmarkt seit 1980 sind wir seit 2000 in einer Phase der Disinflation. Wo also die Geschwindigkeit der Inflation abnimmt. Oder einfacher: Einer Seitwärtsbewegung. Einer Konsolidierung, einer Top-Bildung.

Eigentlich hätte bereits im Jahr 2002 der Bärenmarkt einsetzen sollen. Doch wurde der vom "Maestro" Allan Greenspan verhindert, der die Zinsen senkte und die Immobilienblase ins Leben rief.

Das hat den Börsen bis 2007 wieder Auftrieb verschafft. Allerdings zum Preis, dass die Konsumenten, die Immobilienbesitzer bis über beide Ohren verschuldet sind.

Die Konsumenten haben wie blöd Schulden gemacht und ihr Geld ausgegeben. So etwas kann eine Weile lang gut gehen, hört aber spätestens auf, wenn man keine neuen Kredite mehr bekommt und seine Schulden somit nicht mehr weiter ausweiten kann.

Diesen Punkt haben wir etwa 2007 erreicht.

Was folgte war der Crash von 2008, bei dem allerdings ab 2009 nicht die verschuldeten Konsumenten und Immobilienbesitzer sondern deren Banken vom Staat "gerettet" wurden. (Man stellt sich auch einen Staat vor, der seine eigenen Bürger rettet! Gott bewahre!)

Diese Geld-Druck-Massnahmen, die wir seither bestaunen dürfen haben zwar nicht verhindert, dass Menschen weiter ihre Arbeit verlieren und die Immobilien zwangsvollstreckt werden aber immerhin konnten sie die Aktienindizes oben halten. Der Preis, den wir diesmal dafür zahlen: Höhere Staatsverschuldung.

Die Fed konnte die Konsumenten "retten", indem sie ihnen mehr Kredit zur Verfügung stellte.

Die Staaten konnten die Banken retten, indem sie über Staatsschulden den Banken Geld zuschoben.

Doch wer rettet nun, in Phase 3, die Staaten?

Im Moment sind wir nämlich alle verschuldet: Die Konsumenten, die Banken und jetzt auch die Staaten.

Entsprechend logisch die Konsequenz, dass dies nur in einer ausufernden Gelddruckerei enden kann, die - das wissen wir aus der Geschickte - immer in einer Hyperinflation und Währungsreform endet.

Sparer sind dabei die Leidtragenden, Schuldner die Profiteure.

Sparer können sich nur schützen, indem sie auf harte Assets ausweichen. In der Anfangsphase wären das Edelmetalle, später dann Aktien.

Aber das muss uns im Moment die kommende Weihnachtszeit noch nicht vermiesen, denn bis es so weit ist, wird noch etwas Wasser den Rhein hinunter fliessen.

Meine Prognose bis Ende Dezember:

* Aktienmärkte: Aufwärts, wenn auch nicht sonderlich euphorisch.

* Bonds, Staatsanleihen: Strong Finger weg! Dabei kann man sich nur die Finger verbrennen

* Dollar/CHF. Weiterhin runter, was bedeutet, dass der DOW in Dollar auch weiterhin nominal besser performen dürfte als der SMI in Franken.

* Gold/Silber: Bereiten sich auf den nächsten Ausbruch vor.

* Rohstoffe: Haben sich nach enormem Ausbruch im November auf hohem Niveau stabilisiert. Da ist nichts von Korrektur zu sehen und über kurz oder lang dürften die gestiegenen Rohstoffpreise auch auf Konsumprodukte durchschlagen.

Happy Trades

Marcus

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31.12.2010 08:36
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SMI im Januar 2011

Neuer Jahresthread ist da!

weiter geht's hier:

http://www.cash.ch/node/4502

Thread Closed!

31.12.2010 07:05
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SMI im Dezember 2010

orangebox wrote:

Du stellst mich hier als den Tradergierigen Typen dar der über Leichen läuft, tust du das mit deinen Goldbarren zuhause nicht auch?

Sorry, ich wollte Dir nicht zu nahe treten. Es geht mir einfach gegen den Strich, wie der Homo Spekulatius immer frohlockt, wenn eine Firma wieder mal Arbeiter entlässt.

Etwa ähnlich pervers wäre es, würde ich einen Krieg USA/Iran herbeisehnen, weil dadurch der Goldpreis steigen würde.

30.12.2010 22:34
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SMI im Dezember 2010

Frischling wrote:

:evil: :evil: :evil: Die ganze Woche short, Gestern mit einem Nachtessen Gewinn geworfen .... :evil: :evil: :evil: :evil:

Ich war 3 Wochen short, heute bei -0.6% mit CHF 3'500 Verlust verkauft. Nun wäre ich soviel im Gewinn. Das geht mir immer so :evil:. Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen, nicht mehr mit Verlust zu verkaufen.

SMI -2%, einfach unglaublich!

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

30.12.2010 21:48
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

orangebox wrote:

Für mich als Trader sind diese Daten relevant und diese zeigen mir auf das die US Unternehmen weitaus besser positioniert sind als viele behauptet haben.

Das ist sicher mal richtig. Aber alleine für diesen Satz gehört Dir der Hintern versohlt Blum 3

orangebox wrote:

Die 15 Millionen Arbeitslose sind nun mal hier und werden kaum noch wieder zurück in die Arbeitswelt zurückkehren die nennen das dort drüben einfach "New Normal",man rechnet nicht mehr mit einem signifikaten Rückgang der Arbeitslosenquote wozu auch?

Von Zockern (wie Dir Wink ) werden Arbeitslose immer als etwas Positives betrachtet. Kurzfristig mit folgender Begründung: Die Firmen haben Leute entlassen und somit ihre Kosten gesenkt und ihre Gewinne gesteigert, was sich positiv auf die Börsenkurse auswirkt.

pervers!

Du stellst mich hier als den Tradergierigen Typen dar der über Leichen läuft, tust du das mit deinen Goldbarren zuhause nicht auch?

Sind deine Goldbarren zuhause oder wo auch immer moralisch vertretbar? Ich möchte nicht wissen wieviel Dreck und Blut an ddiesem Gold hängt :?

Die Börsenwelt ist mit der Vernuftwelt nicht vereinbar, moralische Aspekte haben in dieser Welt gar nichts verloren,es wiederspiegelt auch die dunkle Seite der Menschen perfekt nieder.

Deshalb frage ich mich auch immer und immer wieder was der God_We_Trust Herr in diesem Forum verloren hat ein Dauersünder der auf der Geldjagt ist und nebenbei immer und immer wieder seine tollen Gottesprüche über uns niederregen lässt.

Ah ja nebenbei allen einen tollen Rutsch ins neue Jahr 2011 Biggrin Wünsche euch viel Gesundheit und Zufriedenheit+ Danke für eure spannende Beiträge die waren eine Bereicherung im Gegensatz zur öden Börse dieses Jahr wo nix grosses los war.

8) :mrgreen:

querschuesse.de

30.12.2010 21:04
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

MMU1 wrote:

In Deutschland lief das in etwa so ab.

Die D- Mark Guthaben wie Schulden wurden durch einen Kurs von 1 zu ca. 0,51 € ersetzt.

Das war genau so wenig eine Währungsreform wie in den 60er Jahren in Frankreich, wo man einfach den alten durch den neuen Franc ersetzt und 1 (oder 2?) Nullen gestrichen hat!

Das ist korrekt.Dann wird es meiner Einschätzung nach zu einer ähnlichen Währungsumstellung in Europa kommen, wie in Deutschland.

Sicherlich könnte/kommt es irgendwann zu einem Staatsbankrott , jedoch sehe ich erst das Szenario, das es vorher noch einige Austritte aus dem Euroraum gibt.Denn wie gesagt, es wird immer ein Schuldiger gesucht.Und das sind im Fall Europa immer die andern.

30.12.2010 20:42
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

TeeTasse83 wrote:
Sooo... das Jahr ist vorbei. Mit 6.8% Gewinn auf meinen Aktien- Anlagen

Na und? 16% Gewinn alleine auf Goldbarren und ohne einen Finger krumm zu machen Wink

Aber Marcus! Du musst doch zugeben, dass das 2. Halbjahr eher langweilig war. Bei mir war's jedenfalls so: nur noch etwa 30% mit den Goldminenaktien. Das macht pro Monat bescheidene, oder eben langweilige 5%. Ist ja lächerlich! Musste echt den Gürtel enger schnallen, um davon leben zu können.

30.12.2010 20:31
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SMI im Dezember 2010

TeeTasse83 wrote:

Sooo... das Jahr ist vorbei. Mit 6.8% Gewinn auf meinen Aktien- Anlagen

Na und? 16% Gewinn alleine auf Goldbarren und ohne einen Finger krumm zu machen Wink

30.12.2010 20:31
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SMI im Dezember 2010

boersenspiel wrote:

Wahrscheinlich müssten wir uns überlegen, sämtliche Termini upzudaten,

Nein, müssen wir nicht, denn die treibenden Kräfte an der Börse sind Angst und Gier. Das war immer schon so, ist so und wird immer so bleiben.

Der Spruch stammt nicht von mir sondern von Jesse Livermore und etwa so aus dem Jahr 1920 und hat immer noch seine Gültigkeit.

Es wäre also kreuzfalsch anzunehmen, dass es diesmal "gut gehen" kann, sich aus Schulden zu drucken, wenn es die letzten 100 mal schief gelaufen ist, weil "heute alles anders" ist.

Die Mechanik, die Mathematik der wirtschaftlichen Zusammenhänge ist nämlich konstant. Dass es dabei mehr "Spielzeug" für Spekulanten gibt (Stichwort: Derivate, Absicherungen etc.) als noch von 20 Jahren, spielt keine Rolle.

Die Erfolge solcher "Absicherungen", z.B. gegen Ausfälle von Sub-Prime Hypotheken, können wir global bewundern Biggrin

30.12.2010 20:22
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SMI im Dezember 2010

MMU1 wrote:

In Deutschland lief das in etwa so ab.

Die D- Mark Guthaben wie Schulden wurden durch einen Kurs von 1 zu ca. 0,51 € ersetzt.

Das war genau so wenig eine Währungsreform wie in den 60er Jahren in Frankreich, wo man einfach den alten durch den neuen Franc ersetzt und 1 (oder 2?) Nullen gestrichen hat!

Währungsreform bedeutet, dass Schulden nicht mehr bedient werden und dass entsprechend auch Vermögen verschwinden (Schulden und Vermögen sind ja per Saldo dasselbe!)

30.12.2010 20:18
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learner wrote:

Du weisst, dass die Weimarer Republik das Schrecklichste nach sich zog, das bis anhin in der Geschichte dieser Menschheit geschah.

Ja, das stimmt. Aber es war beileibe nicht die Hyperinfla oder Währungsreform (alleine), die für den Aufstieg Hitlers und der Nazis sorgte.

Betrachten wir Hyperinflationen mal separat:

Zimbabwe: Hat zu keinem Krieg geführt.

Jugoslawien. Ja, da war aber bereits Krieg (1993/94) aber jetzt geht's besser und die Lage ist vergleichsweise friedlich

Argentinien 1985: Kein Krieg

Brasilien 1986: Kein Krieg

Nochmals: Hohe Arbeitslosenzahlen, extrem hohe Lebensmittelkosten etc. treten während einer Hyperinflation auf. Soweit sind wir uns einig.

Eine Hyperinfla wird durch eine Währungsreform beendet. Oder durch Krieg!

Lassen wir von Anfang an keine Hyperinfla zu sondern beenden den Teufelskreis bereits vorher mit einer Währungsreform, gibt es weder hohe Arbeitslosigkeit noch Krieg.

Dann gibt es einen schmerzhaften Einschnitt und danach Aufbruch in blühende Landschaften.

30.12.2010 19:53
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SMI im Dezember 2010

boersenspiel wrote:

Sind Währungen heute noch das gleiche wie früher? Findet die Preisbildung von Assets (z.B.: Rohstoffe, Gold, Aktien, Immobilien) noch mit den gleichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen statt wie in der Vergangenheit? Stichwort im Hinblick auf die Börsen: Preisbildung via Algo-Trading (automatisierte vernetzte Trading-Programme).

Wahrscheinlich müssten wir uns überlegen, sämtliche Termini upzudaten, damit einen neuen Sinngehalt entwickeln und versuchen, Analysen und Prognosen einer zukünftigen Entwicklung auf ganz neue Beine zu stellen (und stets neue hinzukommende beeinflussende Faktoren richtig zu gewichten) :idea:. :?:

Solange der Mensch handelt und dabei nach Profit strebt,wird er angetrieben durch Gier.So war es früher,so ist es heute und so wird es auch in der Zukunft sein.Egal in welchem Zeitalter.Nur werden die Folgen daraus auch immer fortschrittlicher und weitreichender.Globaler Handel,globale Folgen.

Daher sind Rückschlüsse aus der Vergangenheit auch die Entwicklung der Zukunft.

30.12.2010 19:34
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SMI im Dezember 2010

learner wrote:

Lieber MF, vielen Dank fuer die Antworten.

In einem Punkt liegen wir auseinander:

MarcusFabian wrote:

Das Furchtbare an der Weimarer Republik war die Hyperinflation. Nicht die darauf folgende Währungsreform ... Allerdings mit 30% Arbeitslosigkeit und all den schrecklichen Nebenwirkungen.

Wie kannst du explizit nur auf eine Sache (30 Prozent Arbeitslosigkeit) hinweisen, ohne deren (auch metaphorisch gemeinte) atomare Wirkung zu benennen.

Du weisst, dass die Weimarer Republik das Schrecklichste nach sich zog, das bis anhin in der Geschichte dieser Menschheit geschah.

Es ist sicher, dass der naechste Krieg eine exponentionelle Fortsetzung der letzten beiden war, insofern eine Katastrophe, die in ihrem Ausmass nicht vorstellbar ist.

Bei deiner "einfachen" Loesung der Schuldenprobleme klammerst du das aus. Aber leider sind die Dinge nicht so einfach zu loesen...

Habt Ihr Euch auch schon Mal überlegt, dass wir in solchen Diskussionen ganz allgemein unablässig mit volkswirtschaftlichen Begriffen und historischen Vergleichen aus der Vergangenheit operieren? Wir versuchen letztlich eine Situation mit mehr oder weniger statischen Formeln von gestern zu beschreiben und zu analysieren (Inflation, Deflation, Situation Weimarer Republik, Börencrash 1929, Grundlagen von Währungen etc.). Sind Währungen heute noch das gleiche wie früher? Findet die Preisbildung von Assets (z.B.: Rohstoffe, Gold, Aktien, Immobilien) noch mit den gleichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen statt wie in der Vergangenheit? etc. etc. Stichwort im Hinblick auf die Börsen: Preisbildung via Algo-Trading (automatisierte vernetzte Trading-Programme).

Wahrscheinlich müssten wir uns überlegen, sämtliche Termini upzudaten, damit einen neuen Sinngehalt entwickeln und versuchen, Analysen und Prognosen einer zukünftigen Entwicklung auf ganz neue Beine zu stellen (und stets neue hinzukommende beeinflussende Faktoren richtig zu gewichten) :idea:. :?:

30.12.2010 19:32
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learner wrote:

a) Was geschieht mit meinen Schulden, wenn die Waehrung vernichtet wird? Dann habe ich das beliehene Haus doch nicht ploetzlich gratis?

MarcusFabian wrote:

Im Prinzip ja, ist Dein Haus gratis.

Das würde ich jetzt wie folgt an einem Beispiel der Währungsreform von 2002 anders interpretieren.

Wenn es zu einer Reform käme, dann vermutlich nur zu einem Teilschuldenerlass.

In Deutschland lief das in etwa so ab.

Die D- Mark Guthaben wie Schulden wurden durch einen Kurs von 1 zu ca. 0,51 € ersetzt.Für Schuldner ändert sich erstmal nichts, da Hypozinsen in Deutschland meist festgeschrieben sind.

Das verheerende an der neuen Situation war jedoch dass die Preise für Dienstleistungen und Güter relativ schnell ( innerhalb der ersten 3 Jahre) auf das alte DM Niveau gebracht wurden.Die Einkommen jedoch blieben +/-gleich.

Ebenso Sozialleistungen.Also Hypozinsen bedienen wurde jetzt schwieriger. Der Immo Markt in Deutschland hatte Ausfälle zu verzeichnen,was man an den Preisverlauf der letzten Jahre sehen kann.

Mittlerweile hat man sich an das neue Niveau gewöhnt. Man fragt sich nur wo das Geld hin ist...

Der Staat hat sich indirekt auf Kosten der Sparer + Arbeiter teil entschuldet.In den 8 Jahren hat es Deutschland jedoch geschafft, sich mehr denn je zu verschulden.Und sie werden das gleiche Spiel mit dem Austritt aus der Eurozone dem deutschen nochmal verkaufen können.Und wahrscheinlich wieder mit einem Wechselkurs von 1€ zu ca. 0,50 irgendwas.Denn privat Vermögen gibt es in Deutschland dank Lebensversicherung und Riester Rente noch reichlich.

Für mich ist die Teilentschuldung am ehersten wahrscheinlich.

Für viele Staaten im Euro-Raum.Durch den Austritt aus der Union könnte man es dem Michel gut verkaufen.

Wie nennt man das in der Fachsprache? Versteckte Teuerung, Inflation?

30.12.2010 18:46
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SMI im Dezember 2010

Lieber MF, vielen Dank fuer die Antworten.

In einem Punkt liegen wir auseinander:

MarcusFabian wrote:

Das Furchtbare an der Weimarer Republik war die Hyperinflation. Nicht die darauf folgende Währungsreform ... Allerdings mit 30% Arbeitslosigkeit und all den schrecklichen Nebenwirkungen.

Wie kannst du explizit nur auf eine Sache (30 Prozent Arbeitslosigkeit) hinweisen, ohne deren (auch metaphorisch gemeinte) atomare Wirkung zu benennen.

Du weisst, dass die Weimarer Republik das Schrecklichste nach sich zog, das bis anhin in der Geschichte dieser Menschheit geschah.

Es ist sicher, dass der naechste Krieg eine exponentionelle Fortsetzung der letzten beiden war, insofern eine Katastrophe, die in ihrem Ausmass nicht vorstellbar ist.

Bei deiner "einfachen" Loesung der Schuldenprobleme klammerst du das aus. Aber leider sind die Dinge nicht so einfach zu loesen...

Es gibt noch Schlimmeres.

30.12.2010 17:59
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SMI im Dezember 2010

fritz wrote:

Also ich sehe auf der Abszisse gar nichts logarithmisches, nur auf der Ordinate... :roll:

Uups :oops: :oops: :oops: (peinlich, peinlich )

30.12.2010 17:56
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SMI im Dezember 2010

Interessante Fragen Wink

learner wrote:

a) Was geschieht mit meinen Schulden, wenn die Waehrung vernichtet wird? Dann habe ich das beliehene Haus doch nicht ploetzlich gratis?

Im Prinzip ja, ist Dein Haus gratis. Nur wird es dann - analog der deutschen Währungsreform 1945 - eine Sonderregelung geben. Eine zusätzliche Steuer auf Immobilien.

Eben genau, um zu verhindern, dass jemand, der ein Haus sein Eigentum nennt, einen ungerechten Vorteil geniesst.

Damals wurde das diskret als "Lastenausgleich" bezeichnet. Somit wurden Leute, deren Haus noch intakt war zur Kasse gebeten, um damit andere zu entschädigen, deren Häuser im Krieg zerbombt wurden.

learner wrote:

b) Wenn sagen wir zwei Weltwaehrungen wie USD und EUR in den Boden gefahren werden, was geschieht mit Waehrungen von Laendern (wie etwa Chinas, Thailands, der Schweiz etc.), die ihre Schulden im Griff haben?

Die Schweiz hat einerseits Schulden - meist in Franken - und andererseits Guthaben in Dollar und Euro. Mal angenommen, €/$ gehen kaputt, dann werden entsprechend $-Guthaben vernichtet aber Schulden in Franken bleiben.

Das heisst, dass die Schweiz dann eben ihre Schulden nicht mehr im Griff hat und entsprechend würden $/€ auch alle anderen Währungen mit in den Abgrund ziehen.

Theoretisch könnte eine Währung also nur dann überleben, wenn mehr $/€ Schulden als -Guthaben bestehen.

Selbst wenn der Franken vorerst überleben sollte. Was würde passieren?

Alle, die noch irgendwelche Vermögenswerte haben, würden blitzartig versuchen, Franken zu ergattern. Der Franken würde also extrem im Preis steigen. Schweizer Exporte wären nicht mehr möglich.

Auch der umgekehrte Fall ist möglich. Nämlich, dass Europa/USA nach Kollaps der alten Papierwährungen eine Goldgedeckte Währung aufbauen. Vielleicht sogar gemeinsam.

Gegen diese Konkurrenz hätten dann die Papierwährungen keine Chance mehr und würden gegen Null absinken.

learner wrote:

c) Du bezeichnest eine Entschuldung durch eine Vernichtung der Waehrung als relativ einfache Loesung. Wir wissen aber, was fuer furchtbare Folgen die Weimarer Republik hatte. Dieses Mal waere es nicht anders.

Das furchtbare an der Weimarer Republik war die Hyperinflation. Nicht die darauf folgende Währungsreform.

Über die Währungsreform 1945 hört man wenig und was darauf folgte, ging als "Wirtschaftswunder" in die Geschichte ein.

Eine Währungsreform ist technisch relativ einfach (man muss halt eine neue Währung drucken und entsprechende Gesetze formulieren) aber es ist kein Sonntagsspaziergang.

Es wäre hart. Vor allem für die Vermögenden und die alten, die ihre Lebensersparnisse verlieren.

Aber es wäre die bessere - oder sollte ich sagen "weniger schlechte" - Variante als eine deflationäre Depression oder eine Hyperinflation, die ebenso Vermögen vernichtet. Allerdings mit 30% Arbeitslosigkeit und all den schrecklichen Nebenwirkungen.

Der Hauptgrund, weshalb ich eine WR als beste aller schlechten Lösungen präferiere ist der, dass sie sehr schnell über die Bühne geht und danach ein ungeheures Wirtschaftswachstum einsetzt.

Weiterhin ist es die gerechteste Lösung: Klingt brutal aber es ist unsere Generation, die sich die Suppe eingebrockt hat. Also soll es auch unsere Generation sein, die die Suppe auslöffelt und nicht die Generation unserer Kinder.

Jene werden nach einer WR in einer schuldenfreien Welt mit starkem substanziellen Wirtschaftswachstum aufwachsen. Einer Welt, in der zwar niemand Vermögen besitzt aber auch keine Schulden. In einer Welt, in der sich Arbeit wieder lohnt und man weitaus mehr verdient als man verbraucht. Und somit in einer Welt, in der sich wieder einfach sparen und konsumieren lässt. Gleichzeitig.

Ich plädiere also für den radikalen chirurgischen Eingriff als Alternative für jahrelanges dahin siechen.

Übrigens: Die schlimmste Hyperinflation der letzten 100 Jahre hatte Jugoslavien 1993-94 mit einer Inflationsrate von 5 Billiarden Prozent!

30.12.2010 17:08
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SMI im Dezember 2010

:evil: :evil: :evil: Die ganze Woche short, Gestern mit einem Nachtessen Gewinn geworfen .... :evil: :evil: :evil: :evil:

30.12.2010 16:40
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Re: Wann sehen wir es endlich ein, dass ....................

Karat1 wrote:

Wann sehen wir es endlich ein, dass alle Prognosen und Strategien für die Zukunft nicht wirklich etwas bringen. Jetzt über den Jahreswechsel werden wieder Rückschauen gehalten und Zukunftsprognosen abgegeben. Alles z.T. begründet und verständlich dargestellt. Nur, wie alle Jahre sind die Hälfte der Prognosen schlicht weg falsch. Wir müssen im Nachhinein immer wieder feststellen dass selbst die bestens begründeten Annahmen sich ins Gegenteil drehen. Auch die noch so geschätzten Analysen und Beiträge von Marcus Fabian, deren Richtigkeit erst nach Jahren geprüft werden könnten, wer macht das schon, werden nur teilweise eintreffen. Meinungen, sind eben nur Meinungen, sie können eintreffen oder nicht. Bei den unterschiedlichen Meinungen die jedes Jahr, besonderes beim Jahreswechsel wieder von sich gegeben werden, haben immer einige recht und andere liegen falsch. Den Beweis, ob er mit seiner Strategie richtig liegt, kann eigentlich nur der erbringen, welcher ein Aktiendepot führt, in welchem seine Strategie und sein Wissen enthalten ist. An der Börse ist ausser Tatsachen, alles nur Wahrsagerei. Denn das Einzige was wir von der Zukunft wirklich wissen, ist dass wir nichts wissen. Damit sollten wir uns abfinden.

Das vorallem auch im Hinblick auf die vielen Prognosen, welche nun anfangs Jahr wieder abgegeben werden. Nur weil jetzt ein neues Jahr anfängt, ist ja nicht plötzlich alles anders an der Börse.

Karat

Stimme damit weitestgehend überein. Noch anfangs Dezember 2010 prognostizierte beispielsweise Mojmir Hlinka von AGFIF einen SMI von 7000 gegen Ende des Jahres.

Eigentlich kann man es durchaus als Kunst nennen, als "Analyst und Prognostiker" (Börsenspezialisten) viel Geld zu verdienen und Signale und Modelle als wertvoll und signifikant zu verkaufen :?: :roll:

30.12.2010 16:38
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SMI im Dezember 2010

Halligalli wrote:

@ MF und alle anderen..............

Möchte mich bei Euch für die engagierte, interessante und kompetente Diskussionen bedanken, wenn ich auch nicht immer alles verstehe, habe ich trotzdem viel gelernt.......wünsch Euch einen gelungenen Rutsch ins Neue Jahr und ein erfolgreiches 2011...........

Gruss Halligalli

Gruss und danke auch. Dir ebenfalls Tutti Frutti! Biggrin

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

30.12.2010 16:36
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das heutige Minus ist happig

Sollte das im Januar so weiter gehen sind wir schnell auf einem neuen Jahrestiefst, aus einem Minicrash könnte gar ein Megacrash werden :roll:

kaufen, verkaufen so dass jeder was hat..........

30.12.2010 16:33
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

HeimliFace wrote:

die Abszissenabschnitte sind für 1000 Punkte sehr unterschiedlich.

Die Abszissenabschnitte sind logarithmisch. So wie es sich für Langfristcharts auch gehört. Das heisst, es werden prozentuale Veränderungen dargestellt, nicht nominale.

Also ich sehe auf der Abszisse gar nichts logarithmisches, nur auf der Ordinate... :roll:

Gruss

fritz

30.12.2010 16:30
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Wann sehen wir es endlich ein, dass ........................

Wann sehen wir es endlich ein, dass alle Prognosen und Strategien für die Zukunft nicht wirklich etwas bringen. Jetzt über den Jahreswechsel werden wieder Rückschauen gehalten und Zukunftsprognosen abgegeben. Alles z.T. begründet und verständlich dargestellt. Nur, wie alle Jahre sind die Hälfte der Prognosen schlicht weg falsch. Wir müssen im Nachhinein immer wieder feststellen dass selbst die bestens begründeten Annahmen sich ins Gegenteil drehen. Auch die noch so geschätzten Analysen und Beiträge von Marcus Fabian, deren Richtigkeit erst nach Jahren geprüft werden könnten, wer macht das schon, werden nur teilweise eintreffen. Meinungen, sind eben nur Meinungen, sie können eintreffen oder nicht. Bei den unterschiedlichen Meinungen die jedes Jahr, besonderes beim Jahreswechsel wieder von sich gegeben werden, haben immer einige recht und andere liegen falsch. Den Beweis, ob er mit seiner Strategie richtig liegt, kann eigentlich nur der erbringen, welcher ein Aktiendepot führt, in welchem seine Strategie und sein Wissen enthalten ist. An der Börse ist ausser Tatsachen, alles nur Wahrsagerei. Denn das Einzige was wir von der Zukunft wirklich wissen, ist dass wir nichts wissen. Damit sollten wir uns abfinden.

Das vorallem auch im Hinblick auf die vielen Prognosen, welche nun anfangs Jahr wieder abgegeben werden. Nur weil jetzt ein neues Jahr anfängt, ist ja nicht plötzlich alles anders an der Börse.

Karat

30.12.2010 16:16
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- 1.6%

Jetzt gibts tatsächlich ein - Performance 2010, also ein typisches Seitwärtsjahr.

Sind sogar ein wenig weiter unten als vor 1 Jahr Lol

kaufen, verkaufen so dass jeder was hat..........

30.12.2010 12:28
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Re: ...

geldsammler wrote:

lassen wir es morgen noch krachen??

sagen wir mal, so 200 smi punkte? Lol

Also bis jetzt knallts.... 100 Punkte runter nach einem halben Tag, ...., das macht dann deine 200 prognostizierten Punkte bis Börsenschluss ... SmileSmileSmile

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30.12.2010 12:25
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SMI im Dezember 2010

Stecken heute wohl mitten im Jahresendrally Lol

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

30.12.2010 12:14
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SMI im Dezember 2010

Halligalli wrote:

@ MF und alle anderen..............

Möchte mich bei Euch für die engagierte, interessante und kompetente Diskussion bedanken, wenn ich auch nicht immer alles verstehe, habe ich trotzdem viel gelernt.......wünsch Euch einen gelungenen Rutsch ins Neue Jahr und ein erfolgreiches 2011...........

Gruss Halligalli

Immer der Nase nach

30.12.2010 12:13
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SMI im Dezember 2010

@ MF und alle anderen..............

Möchte mich bei Euch für die engagierte, interessante und kompetente Diskussionen bedanken, wenn ich auch nicht immer alles verstehe, habe ich trotzdem viel gelernt.......wünsch Euch einen gelungenen Rutsch ins Neue Jahr und ein erfolgreiches 2011...........

Gruss Halligalli

Immer der Nase nach

30.12.2010 12:04
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SMI im Dezember 2010

learner wrote:

marabu, im obigen Vortrag, den ich als Link beifuegte, wird dieses lineare Denken normalcy bias genannt: Der Mensch kann sich nur vorstellen, was er aus eigener Erfahrung kennt. Alles andere wird weggewischt.

Optimismus/Hoffnung: der Trick der Natur, den Menschen am Leben zu erhalten. BOAHHH!

Lol

Wenn man mit unserer "Zivilisation" nicht mehr weiter weiss, werfe man einen Blick auf Mutter Natur. Da gibt's weder "gut" noch "böse", einfach eine Diversifität an Lebensformen. Die Evolution wird's schon richten. Ganz wertefrei... Wink

30.12.2010 11:52
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SMI im Dezember 2010

marabu, im obigen Vortrag, den ich als Link beifuegte, wird dieses lineare Denken normalcy bias genannt: Der Mensch kann sich nur vorstellen, was er aus eigener Erfahrung kennt. Alles andere wird weggewischt.

Optimismus/Hoffnung: der Trick der Natur, den Menschen am Leben zu erhalten. BOAHHH!

Es gibt noch Schlimmeres.

30.12.2010 11:22
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SMI im Dezember 2010

Sehr guten Aspekt von Learner, der hier ins Spiel gebracht wird!

Wir alle laufen Gefahr, aufgrund unserer individuellen neuronalen "Autobahnen" (gleiche, sich ständig wiederholende Denkmuster ohne Integration neuer, also auch bisher nicht berücksichtigter oder vernachlässigter Ansätze) uns im Kreise zu drehen. In unserer Informationsgesellschaft ein ständig zunehmendes Problem.

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