SMI im Dezember 2010

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MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

Man kann beim besten Willen nicht behaupten, dass der vergangene November ein sonderlich spannender Monat war. Gross verändert hat sich nichts: Der SMI steht 100 P. tiefer, Gold $40 höher, Dow und Dollar sind in etwa gleich gebleiben.

Entsprechend ergibt sich auch, dass der SMI - wie in den letzten Monatseröffnungen immer wieder erwähnt - in Gold gerechnet sich seinem Tief vom März 2009 nähert.

Dieser Punkt ist nun erreicht und es wird spannend werden, zu beobachten ob das Tief hält oder nach unten durchbricht.

Das dürfte nach meiner Einschätzung aber nicht mehr dieses Jahr passieren, denn jetzt ist Jahresendrally angesagt. Saisonal dürften deshalb im Dezember sowohl Aktien als auch Edelmetalle im Preis steigen.

Traditionell dauert die Jahresendrally bis etwa Mitte Januar. Bis Jahresende sind es das Weihnachtsgeschäft und Window Dressing, das die Kurse oben hält; in den ersten beiden Januarwochen der Bedarf der Pensionskassen, die neuen Zahlungen sinnvoll anzulegen.

Waren Anfang November noch die Augen der Welt auf die USA, auf QE2 und die zu erwartende weitere Schwächung des Dollars gerichtet, so liegt der Focus jetzt wieder mal auf Europa und wir erleben erneut eine Situation, die an Perversion kaum zu überbieten ist. Warum?

Wir hatten einerseits die Bankenkrise, die von den Banken selbst verursacht wurde, da sie Investitionen getätigt hatten, deren Risiko sie völlig falsch eingeschätzt haben. Wenn man aber mit einer Eigenkapitaldecke von vielleicht 50 Mrd eine Bilanz von 2000 Mrd vor sich her schiebt, dann bleibt für Verluste nur ein sehr geringer Spielraum.

Entsprechend - auch das ist Geschichte - mussten die Staaten eingreifen, um mit Steuergeldern bzw. neuen Staatsschulden die Banken retten.

Mittlerweile geraten nun die Staaten selbst mehr und mehr unter Druck. Griechenland war der Anfang, jetzt ist Irland dran und Portugal, Spanien, Italien stehen recht weit oben auf der Liste.

Der "Lösungsvorschlag" lautet nun, die Banken sollen sich an der Rettungsaktion für Irland beteiligen. Ja wie denn um Himmelswillen?

Die Staaten retten die Banken, die Banken retten die Staaten? Ja, wer rettet denn jetzt wen? Ein klassischer Schwanzbeisser. Wer hat denn noch Geld? Die Banken haben keines, die Staaten auch nicht also wieder ein Fall für die Druckerpresse?!

Leidtragende werden wie immer die Steuerzahler sein, die die Suppe auslöffeln müssen, die die Banker und deren politische Marionetten ihnen eingebrockt haben. Denn eines ist klar: Die Banken werden keinesfalls für ihre Fehler einstehen. Schliesslich haben sie viel Zeit und Mühe investiert, um uns dummen Michels klarzumachen, dass sie "Systemrelevant" sind und die Welt untergehen müsste, falls sie Konkurs gehen. Meiner Meinung nach sind zwar Arbeiter, Bauern, Ärzte und Mechaniker weitaus systemrelevanter als Banker haben aber nicht so eine starke Lobby in den Medien wie die Banker.

Wie dem auch sei, wir werden damit leben müssen und es ist jedem von uns frei gestellt, wie er sich in dieser Situation verhält. Ob er da mit macht oder aussteigt.

Wer nichts unternimmt und so weiterlebt wie bis anhin, wird schleichend entreichert werden, weil seine Ersparnisse in Pensionskasse, AHV etc. langsam weiter an Wert verlieren werden. Denn: Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich in 20 Jahren 500k oder 600k aus meiner Pensionskasse ziehen kann sondern was ich mir in 20 Jahren noch für 500k werde kaufen können.

Was das zukünftige längerfristige Szenario betrifft, hat Jungle im Gold-Thread ( http://classic.cash.ch/node/200#comment-64504) folgenden interessanten Chart aus einem anderen Forum gepostet:

Der Chart ist etwas verwirrend, denn meiner Meinung nach können Hyperinflation und massiv sinkende Aktienpreise (der Chart zeigt ja den S&P500) nicht Hand in Hand gehen. Zumindest dann nicht, wenn man den Chart in Dollar bewertet, was hier der Fall ist.

Aber wenn wir "Inflation"/"Deflation" nicht als monetäres Phänomen verstehen sondern uns der landläufigen Meinung von "steigende"/"sinkende" Preise unterordnen, zeigt er unter dem Strich sehr schön, was passiert ist, passiert und wahrscheinlich passieren wird:

Nach einem enormen Bullenmarkt seit 1980 sind wir seit 2000 in einer Phase der Disinflation. Wo also die Geschwindigkeit der Inflation abnimmt. Oder einfacher: Einer Seitwärtsbewegung. Einer Konsolidierung, einer Top-Bildung.

Eigentlich hätte bereits im Jahr 2002 der Bärenmarkt einsetzen sollen. Doch wurde der vom "Maestro" Allan Greenspan verhindert, der die Zinsen senkte und die Immobilienblase ins Leben rief.

Das hat den Börsen bis 2007 wieder Auftrieb verschafft. Allerdings zum Preis, dass die Konsumenten, die Immobilienbesitzer bis über beide Ohren verschuldet sind.

Die Konsumenten haben wie blöd Schulden gemacht und ihr Geld ausgegeben. So etwas kann eine Weile lang gut gehen, hört aber spätestens auf, wenn man keine neuen Kredite mehr bekommt und seine Schulden somit nicht mehr weiter ausweiten kann.

Diesen Punkt haben wir etwa 2007 erreicht.

Was folgte war der Crash von 2008, bei dem allerdings ab 2009 nicht die verschuldeten Konsumenten und Immobilienbesitzer sondern deren Banken vom Staat "gerettet" wurden. (Man stellt sich auch einen Staat vor, der seine eigenen Bürger rettet! Gott bewahre!)

Diese Geld-Druck-Massnahmen, die wir seither bestaunen dürfen haben zwar nicht verhindert, dass Menschen weiter ihre Arbeit verlieren und die Immobilien zwangsvollstreckt werden aber immerhin konnten sie die Aktienindizes oben halten. Der Preis, den wir diesmal dafür zahlen: Höhere Staatsverschuldung.

Die Fed konnte die Konsumenten "retten", indem sie ihnen mehr Kredit zur Verfügung stellte.

Die Staaten konnten die Banken retten, indem sie über Staatsschulden den Banken Geld zuschoben.

Doch wer rettet nun, in Phase 3, die Staaten?

Im Moment sind wir nämlich alle verschuldet: Die Konsumenten, die Banken und jetzt auch die Staaten.

Entsprechend logisch die Konsequenz, dass dies nur in einer ausufernden Gelddruckerei enden kann, die - das wissen wir aus der Geschickte - immer in einer Hyperinflation und Währungsreform endet.

Sparer sind dabei die Leidtragenden, Schuldner die Profiteure.

Sparer können sich nur schützen, indem sie auf harte Assets ausweichen. In der Anfangsphase wären das Edelmetalle, später dann Aktien.

Aber das muss uns im Moment die kommende Weihnachtszeit noch nicht vermiesen, denn bis es so weit ist, wird noch etwas Wasser den Rhein hinunter fliessen.

Meine Prognose bis Ende Dezember:

* Aktienmärkte: Aufwärts, wenn auch nicht sonderlich euphorisch.

* Bonds, Staatsanleihen: Strong Finger weg! Dabei kann man sich nur die Finger verbrennen

* Dollar/CHF. Weiterhin runter, was bedeutet, dass der DOW in Dollar auch weiterhin nominal besser performen dürfte als der SMI in Franken.

* Gold/Silber: Bereiten sich auf den nächsten Ausbruch vor.

* Rohstoffe: Haben sich nach enormem Ausbruch im November auf hohem Niveau stabilisiert. Da ist nichts von Korrektur zu sehen und über kurz oder lang dürften die gestiegenen Rohstoffpreise auch auf Konsumprodukte durchschlagen.

Happy Trades

Marcus

mach3
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SMI im Dezember 2010

Die Jahresendrally ist abgesagt.

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SMI im Dezember 2010

mach3 wrote:

Die Jahresendrally ist abgesagt.

Dann sollte er stattfinden Smile

Danke @ MF, immer wieder interessant mitzulesen. Aber eine vorausschauende Prognose bzw. Ausblick würde mir besser gefallen, über die Vergangenheit und deren Ursachen wurde bereits mehrfach diskutiert.

z.B. T-Bonds, (Geschäfts-)Immobilien, KK-Firmen, Staatsbankrotte usw. - Themen gibts genug. Wink

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

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SMI im Dezember 2010

mach3 wrote:

Die Jahresendrally ist abgesagt.

Nicht abgesagt, nur um ein Jahr verschoben Biggrin

 

dangermouse
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SMI im Dezember 2010

01.12.2010 | 18:26 |

Laut einer Studie der Boston Consulting Group und der UBS plant jede sechste europäische Firma im nächsten Jahr eine größere Akquisition. Es sei aber auch zu erkennen, dass die Unternehmen vorsichtig agieren.

Wien. Im Jahr 2011 plant jedes sechste europäische Unternehmen, eine signifikante Akquisition durchzuführen, heißt es in einer Studie der Boston Consulting Group und der UBS, wobei rund 180 Firmenchefs und Führungskräfte von europäischen Börsenfirmen befragt wurden.

Die Autoren der Studie glauben daher, dass der Markt für Übernahmen und Fusionen (Mergers & Acquisitions, kurz: M&A) im kommenden Jahr langsam in Schwung kommen wird. Der Optimismus der Firmen hinsichtlich der M&A-Aktivitäten in Europa entspreche dem Niveau des Jahres 2005 – zwei Jahre vor Erreichen des Rekordwertes 2007, heißt es in der Studie weiter.

Trotzdem sei anhand der Umfragen auch zu erkennen, dass die Unternehmen weiterhin vorsichtig agieren, sagen die Autoren. Die meisten Unternehmen planen demnach keine Übernahmen außerhalb ihrer eigenen Branche, 76 Prozent der Befragten rechnen vielmehr damit, dass viele Deals zum Zweck der Konsolidierung durchgeführt werden.

Geld dürften Europas Firmen genug in ihren Kassen haben, um ihre Akquisitionen zu forcieren. Die Strategen von Morgan Stanley schrieben etwa im Sommer, dass die Firmen auf liquiden Mitteln im Wert von 800 bis 900 Mrd. Euro sitzen.

 

in_God_we_trust
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SMI im Dezember 2010

Danke MF für die Analyse. Bin mehrheitlich einverstanden, bis auf die obligate Hyperinflation und Währungsreform. Stattdessen sehe ich Aufkauf und Vernichtung der Staatsschulden durch die Notenbanken.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

jheimi
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SMI im Dezember 2010

in_God_we_trust wrote:

Danke MF für die Analyse. Bin mehrheitlich einverstanden, bis auf die obligate Hyperinflation und Währungsreform. Stattdessen sehe ich Aufkauf und Vernichtung der Staatsschulden durch die Notenbanken.

Leider hinkt der SMI immer hinterher, DAX heute 2.6% im plus, DJ zurzeit 2.3%..und der SMI lausige 1.5%

Wieso auch immer...zumal der Euro heute ja heute auch wieder im einiges gestiegen ist..

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

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SMI im Dezember 2010

jheimi wrote:

Leider hinkt der SMI immer hinterher, DAX heute 2.6% im plus, DJ zurzeit 2.3%..und der SMI lausige 1.5%

Wieso auch immer...zumal der Euro heute ja heute auch wieder im einiges gestiegen ist..

Ja, ist schwer zu schlucken! Man muss aber berücksichtigen, dass der Franken im November um etwa 6% gestiegen ist, während der SMI bloss 3% verloren hat!

Die Schweizer sind auch etwas nüchterner, d.h. weniger euphorisch und vorsichtiger. Deshalb gibt es wohl auch weniger Ausschläge im SMI.

Gruss
iGwt

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jheimi
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SMI im Dezember 2010

in_God_we_trust wrote:

jheimi wrote:
Leider hinkt der SMI immer hinterher, DAX heute 2.6% im plus, DJ zurzeit 2.3%..und der SMI lausige 1.5%

Wieso auch immer...zumal der Euro heute ja heute auch wieder im einiges gestiegen ist..

Ja, ist schwer zu schlucken! Man muss aber berücksichtigen, dass der Franken im November um etwa 6% gestiegen ist, während der SMI bloss 3% verloren hat!

Die Schweizer sind auch etwas nüchterner, d.h. weniger euphorisch und vorsichtiger. Deshalb gibt es wohl auch weniger Ausschläge im SMI.

Naja..ist halt so..leider!

bin gespannt wies morgen weiter geht, wenn der Nikkei positiv ist könnte dies zusammen mit dem guten schluss vom DJ heute Abend morgen nochmals für einen positiven Tag sorgen!

Von vielen Analysten ist ja zuhören bis Ende Jahr 6800-7000 Punkte..das währen immerhin knapp 9-10% in einem Monat!!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

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SMI im Dezember 2010

Ich poste hier nochmals, was ich heute schon im überreifen Novemberthread geschrieben habe:

Rückblick November

Der SMI November hat mit 6500 verheissungsvoll begonnen und mit 6300 enttäuschend geendet (-3%). Dollar und Gold sind quasi stabil geblieben. Der Euro jedoch hat 8 Rappen, bzw. ca. 6% an Wert verloren! In € gerechnet hat sich der SMI um ca. 3% verteuert!

Ausblick Dezember

Im Dezember wird sich das globale Jahresendrally beschleunigen. Mit einem SMI von konservativen 6700 ++ dürfte sich das Jahr 2010 zur Ruhe legen. Die Konjunkturaussichten hellen sich gegenwärtig auf. Auch Europa wird zu Quantative Easing übergehen oder darf sich sogar auf eine Zinssenkung freuen. Immerhin muss die Deflation falls nötig aktiv und entschlossen bekämpft werden.

Gold wird die 1400 nachhaltig überschreiten und sich auf den Weg zu 1500 machen, denn das Anziehen der Teuerung ist nur noch eine Frage der Zeit. Rohwaren und Oel werden teurer und die Teuerung Chinas wird teilweise auch an uns exportiert. Dollar und Euro steigen leicht gegenüber dem Franken. Insgesamt ein ruhiger Monat.

Happy trading! Smile

Gruss
iGwt

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kleinerengel
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Mafia

Amazon stellt sein Hosting für die Internetseite von Wikileaks ein, sagt ein US-Senator.

:arrow: Die finden bestimmt einen anderen Weg Wink

@MF

Thx für dein Eröffnungsposting... wie immer informativ. Lese gerne deine Zeilen... vorallem für mich als Laien auch verständlich Biggrin

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SMI im Dezember 2010

Das der SMI mit dem DAX nicht mithalten konnte lag auch etwas an dem nur zögerlichen Anstieg der Roche.

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Re: Mafia

kleinerengel wrote:

@MF

Thx für dein Eröffnungsposting... wie immer informativ. Lese gerne deine Zeilen... vorallem für mich als Laien auch verständlich Biggrin

Ich habe diesmal nur das Wort Pappnasen vermisst. Sad

Gruss
iGwt

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Re: Mafia

kleinerengel wrote:

Amazon stellt sein Hosting für die Internetseite von Wikileaks ein, sagt ein US-Senator.

Was will Wikileaks damit eigentlich erreichen?

Ich möche das eigentlich gar nicht wissen, was jemand über jemand anderes sagt oder denkt.

Und es geht mir ehrlich gesagt den Allerwertesten runter was die veröffentlichen.

Wir wissen es doch eh, dass alles Schweinehunde sind. Also warum muss das noch jeder lesen und sich damit prostituieren?

In die Zukunft schauen tun alle, und alle sehen etwas anderes. Und wenn alle das gleiche sehen, passiert das andere. (snooz)

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SMI im Dezember 2010

@snooze

Genau. So denke ich auch. Zudem gibt es doch Gesetze über Datenschutz, oder habe ich das nur geträumt? Zuletzt veröffentlicht noch jemand aller Bankkontos oder Krankengeschichten. Der Typ gehört hinter Schloss und Riegel, verwahrt sozusagen, das ist ja modern.

Gruss
iGwt

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Green Shoot
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SMI im Dezember 2010

mach3 wrote:

Die Jahresendrally ist abgesagt.

Vorsicht, die Zinsen sind nach wie vor am steigen, d.h. QE2 scheint nicht zu wirken. Ausserdem sollten kurzfristige Marktschwankungen nicht überbewertet werden.

Meine Strategie switcht nun von Kaufen/Halten auf Verkaufen. (Einzeltitel bzw. Sonderauswahl wird natürlich gehalten).

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

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SMI im Dezember 2010

Na ja, war nur so eine spitze Aussage.. vielleicht ist die Jahresendrally doch nicht abgesagt.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

fritz wrote:

Glaubst du, solch eine Herunterstufung schadet Nestle als Firma in der Realwirtschaft? Ich würde mal behaupten, das schadet nur den Investoren. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Wenn eine Firma heruntergestuft wird, muss sie mehr Zinsen für zukünftige Kredite bezahlen. Insofern kann eine Herabstufung einer Firma schaden, wenn diese Kredite benötigt.

Bei einer Nestlé dürfte das aber eher unwahrscheinlich sein.

Grundsätzlich ist der Geschäftsverlauf einer Firma völlig unabhängig vom jeweiligen Aktienkurs.

MarcusFabian
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revinco wrote:

z.B. T-Bonds, (Geschäfts-)Immobilien, KK-Firmen, Staatsbankrotte usw. - Themen gibts genug. Wink

Das ist auf Sicht von einem Monat ziemlich irrelevant. Der Dezember ist ohnehin nur (höchstens) ein 3/4 Monat.

Da wird nicht mehr viel passieren und alles andere gehört dann in den Januar-Thread, der ja traditionell bei mir immer auch zum Jahresausblick wird.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2010

in_God_we_trust wrote:

Stattdessen sehe ich Aufkauf und Vernichtung der Staatsschulden durch die Notenbanken.

Du hast immer noch nicht kapiert, wie Geldschöpfung funktioniert, gelle? :cry:

Frage am Rande: Was spricht denn dagegen, dass wir überhaupt keine Steuern mehr zahlen und statt dessen die Notenbank einfach das benötigte Geld für den Staat druckt?

Wäre doch toll: Wir hätten mehr zum Ausgeben, die Wirtschaft würde florieren und alle wären happy.

Die Sache hat natürlich einen Haken. Und tief in Deinem Innersten wirst Du wohl auch "spüren", dass das nicht funktionieren kann. Oder?

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SMI im Dezember 2010

Jungs das geht doch nicht. Die letzte Zeit waren die Forenbeiträge dunkelschwarz, nein noch etwas schwärzer. Und jetzt kommen die in China und den USA und haben wieder einmal mehr nach einer Zeit von medialer Übertreibung punkto "es geht uns schlecht" positive Konjunkturdaten.

sex sells, das weiss jeder. bad news - auch wenn sie auf der einen Seite gar nicht so schlecht sind sondern einfach etwas übertrieben und aufgepauscht werden, verkaufen sich auch besser.

und zum schwachen SMI: Der SMI ist ein Banken- und Chemie-Index mit Nestle-Süsswaren verfeinert. Wenn Banken, Chemie und Nestle am kränkeln sind dann kränkelt der SMI. Wartet bis die korrigieren. Eine UBS z.Bsp mit bisherigem Gewinn von so ca. 6 Milliarden in drei Quartalen ist sicher mehr als die 15 Fr. wert, die wir vorgestern hatten. 15 Fr. war die Aktie schliesslich auch zu Zeiten Wert, wo Milliardenverluste und Klagen in den USA Tatsache waren.

Inflamez
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SMI im Dezember 2010

Titel auf der Cash News Seite, Zitat: "Positive Konjunkturdaten treiben US-Börsen an" Überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA und China haben am Mittwoch an der Wall Street Hoffnungen....balblalblalblab...

Same old shit as usual :roll: So was ist doch nicht mehr glaubwürdig, oder geht das nur mir so? Das kann doch einfach nicht sein, dass jede 2. Woche die "Konjunktur" von Höllenschlecht zu Himmelgeil swicht!!!

Meine Güte... was für ein Theater!

Wünsche noch allen einen schönen Tag...*SicherWiederInSeineHöhleZurückzieht*

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SMI im Dezember 2010

CH-BIP + 3% im dritten Quartal

Beeindruckend

miller
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Re: SMI im Dezember 2010

@MF

MarcusFabian wrote:

Wer nichts unternimmt und so weiterlebt wie bis anhin, wird schleichend entreichert werden, weil seine Ersparnisse in Pensionskasse, AHV etc. langsam weiter an Wert verlieren werden. Denn: Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich in 20 Jahren 500k oder 600k aus meiner Pensionskasse ziehen kann sondern was ich mir in 20 Jahren noch für 500k werde kaufen können.

Was soll man da unternehmen? Die Vorsorgegelder auslösen und in Edelmetalle investieren?

es kommt wie es kommen muss

Friederich
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SMI im Dezember 2010

SMI bereits im Minus :twisted:

Trotz guten Vorgaben aus Ost und West...

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Frage am Rande: Was spricht denn dagegen, dass wir überhaupt keine Steuern mehr zahlen und statt dessen die Notenbank einfach das benötigte Geld für den Staat druckt?

Wäre doch toll: Wir hätten mehr zum Ausgeben, die Wirtschaft würde florieren und alle wären happy.

Noch besser wäre natürlich, wenn die SNB uns direkt die Lebenskosten finanzieren würde. Jeden Monat ein Bündel Banknoten im Briefkasten im Wert von 10k CHF wäre für den Anfang nicht schlecht. Smile

Gruss
iGwt

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Ramschpapierhaendler
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in_God_we_trust wrote:

Jeden Monat ein Bündel Banknoten im Briefkasten im Wert von 10k CHF wäre für den Anfang nicht schlecht. Smile

Ja, das wär super! Dann könnten wir zusammen in den Wald gehen, mit den Nötchen ein schönes Feuer machen und "ä Wurscht brötlä"! Lol

snooz
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SMI im Dezember 2010

MarcusFabian wrote:

Frage am Rande: Was spricht denn dagegen, dass wir überhaupt keine Steuern mehr zahlen und statt dessen die Notenbank einfach das benötigte Geld für den Staat druckt?

Wäre doch toll: Wir hätten mehr zum Ausgeben, die Wirtschaft würde florieren und alle wären happy.

Die Sache hat natürlich einen Haken. Und tief in Deinem Innersten wirst Du wohl auch "spüren", dass das nicht funktionieren kann. Oder?

Der Amerikanische Senat hat ja genau das zum Thema im Moment. Bush jr. seine Steuererleichterungen die auslaufen.

Kein einfaches Thema. Bin gespannt was da entschieden wird.

In die Zukunft schauen tun alle, und alle sehen etwas anderes. Und wenn alle das gleiche sehen, passiert das andere. (snooz)

in_God_we_trust
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Zweiter tiefgrüner Tag im Dezember. Wenn wir das so weiter extrapolieren, kommen wir bis zum 31. auf einen SMI von 10'000! Biggrin

Kleinvieh gibt auch Mist.

Gruss
iGwt

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fritz.
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MarcusFabian wrote:

fritz wrote:

Glaubst du, solch eine Herunterstufung schadet Nestle als Firma in der Realwirtschaft? Ich würde mal behaupten, das schadet nur den Investoren. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Wenn eine Firma heruntergestuft wird, muss sie mehr Zinsen für zukünftige Kredite bezahlen. Insofern kann eine Herabstufung einer Firma schaden, wenn diese Kredite benötigt.

Bei einer Nestlé dürfte das aber eher unwahrscheinlich sein.

Grundsätzlich ist der Geschäftsverlauf einer Firma völlig unabhängig vom jeweiligen Aktienkurs.

Meinst du damit nicht eine Herabstufung in der Kreditwürdigkeit? Vorher ging es um ein tieferes Kursziel beim Aktienkurs.

Gruss

fritz

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@ Fritz:

Wenn das Kursziel einer Firma herabgestuft wird, dann kann auch die Kreditwürdigkeit der Firma sinken, was dann wiederum höhere Kosten verursacht.

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