SMI im Dezember 2011

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MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

Ein Rückblick auf das November-Posting ist diesmal nicht nötig, denn ich habe weder für den SMI noch für sonst was eine Prognose abgegeben.

Sonderlich interessant war der November auch nicht. Geprägt von zwei Stimmungen:

Einerseits durch die Euro-Krise, die sich nun definitiv auf Italien und Spanien auszubreiten scheint.

Andererseits durch die als QE verkauften gesenkten SWAP-Zinssätze der Zentralbanken in den letzten Tagen. Doch dazu später mehr.

Vom Preisverlauf her war der November im SMI ein Nullsummenspiel. Der SMI stand Anfang und Ende Monat in etwa auf demselben Niveau:

Der Aufwärtskanal der seit August laufenden Bärenmarktrally wurde am 18. November nach unten durchbrochen und in den letzten Tagen dank QE3-Euphorie wieder wettgemacht.

Über 5800 müsste der SMI aber steigen, um wieder in den alten Trendkanal zu gelangen. Ich halte das für unwahrscheinlich. Nicht, dass die 5800 und höher zurückerobert werden aber ein Wiederaufnahme des alten Trendkanals. Dazu steigt der Kanal auch viel zu steil. Wir werden also auf charttechnisch neue Marken und Trends warten müssen.

Eurobonds

Die leidige Diskussion um Eurobonds, die uns in der ersten November-Hälfte beschäftigt hat, lässt sich zusammengefasst etwa so auf den Punkt bringen:

Die PIIGS müssen, wenn sie sich selbst neue Kredite auf dem Kapitalmarkt besorgen müssen, immer höhere Zinsen bezahlen. Italien beispielsweise für 5 jährige derzeit 7%. Jeder Prozenpunkt mehr oder weniger Zinslast macht für Italien rund 20 Mrd. Euro Mehrbelastung aus. Geld, das der Staat nicht für sinnvolleres verwenden kann. 20 Mrd. Euro sind bei 60 Mio Einwohnern gut €330 pro Kopf.

Diese Länder geraten somit mehr und mehr in einen Teufelskreis: Je höher die Zinsen um so grösser die Last und um so unwahrscheinlicher wird es, dass sie die Schulden jemals zurückzahlen können. Damit steigt die Unsicherheit der Investoren und die Zinsen steigen weiter.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Die EZB kauft zu einem günstigen Zinssatz direkt die Schulden auf. Hierzu wird im wesentlichen Geld gedruckt und verliehen. Es wäre somit vergleichbar mit dem QE2 der FED. Diese Zentralbankpolitik à la Robert Mugabe hätte kurzfristig den Vorteil, dass sich die Zinslast Italiens absenken würde und die Schulden noch etwas länger finanzierbar blieben. Aber eine Lösung ist das natürlich nicht.

2. Die umstrittenen Eurobonds, gegen die sich vor allem Deutschland wehrt. Bei Eurobonds nehmen die 17 Länder der Eurozone die Kredite gemeinsam auf und haften entsprechend auch solidarisch. Das bedeutet für die PIIGS ebenfalls niedrigere Zinsen. Es bedeutet aber für die starken Länder Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland, dass ihre Zinsen steigen werden. Der Zinssatz für Eurobonds dürfte sich nämlich irgendwo im Mittel zwischen den tiefen deutschen Zinsen von derzeit 1.14% und jenen Italiens von 7.15% einpendeln. Höhere Zinslast also für Deutschland und zugleich auch das Risiko, für ausfallende italienische oder spanische Kredite haften zu müssen.

Insofern ist es verständlich, wenn Deutschland im Gegenzug Mitspracherecht bzw. Einflussmöglichkeiten in die italienische Wirtschafts- und Schuldenpolitik sucht.

Eurobonds könnten zu einer Beruhigung der Märkte beitragen. Dazu, dass die starken Länder den schwachen stützend unter die Arme greifen. Sie könnten allerdings auch dazu führen, dass die schwachen Länder die starken mit in den Abgrund stürzen. Europa ginge dann gemeinsam pleite.

Zünglein an der Waage ist Frankreich, das derzeit noch auf der Kreditgeber-Seite steht aber nach einem jederzeit möglichen Downgrade auch auf die Nehmer-Seite wechseln könnte. Damit hätte Deutschland dann endgültig die Ar..karte gezogen.

Offiziell spielt Europa derzeit in der Öffentlichkeit und um Investoren zu beruhigen auf Austerität, also auf Sparen. Man beschliesst und diskutiert Sparpakete mit dem Zweck, den Euro stabil und das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Nichts desto trotz zeigen uns die Erfahrungen mit Griechenland, dass ein harter Sparkurs von der Bevölkerung nicht getragen wird. Das bedeutet nichts anderes als dass eine Regierung, die diesen Weg beschreitet, bei der nächsten Wahl abgewählt werden wird. Aus Sicht vor allem der jungen Bevölkerung ist das auch verständlich, denn die haben keine Schuld an der aktuellen Krise, müssen sie aber voll ausbaden.

Ich behaupte deshalb nach wie vor, dass die Wege der Sparsamkeit bald wieder verlassen werden und die EZB ähnlich der FED zur Gelddruckmaschine greifen wird.

Notabene ist etwas anderes auch kaum möglich, denn:

Nehmen wir mal an, Europa würde sparen, also einen deflationären Kurs fahren, während die USA weiter Geld drucken. Das Wechselkursverhältnis Euro:Dollar würde sehr schnell unangenehm hoch werden. Die europäische Exportindustrie wäre gegenüber der amerikanischen nicht mehr konkurrenzfähig.

Das Verhältnis Euro zu Dollar wäre dann ähnlich wie Franken zu Euro im August, als die SNB die Anbindung an den Euro beschloss, den Pfad der Tugend verliess und sich auf Druck der Export- und Tourismusindustrie der Gelddruck-Orgie anschloss.

Theoretisch könnten auch die USA anfangen zu sparen, was einen Einbruch der Wirtschaft um etwa 10% bedeuten würde und Jahrzehnte andauern müsste. Wie erwähnt: Politisch ist das nicht haltbar.

SWAPS = QE3?

Sehr vereinfacht ausgedrückt ist ein SWAP ein Tausch mit vereinbartem Rücktausch.

Z.B. die FED liefert der EZB 1300 Dollar, bekommt dafür 1000 Euro und man vereinbart, dass man in 5 Jahren wieder zum gleichen Kurs zurücktauscht.

Das ist dann sinnvoll, wenn die FED dringend Euros braucht oder die EZB dringend Dollars. Im Moment ist letzteres der Fall.

Es gibt nämlich viele europäische Banken, die Kredite in Dollar vergeben. Und dazu brauchen sie nun mal Dollars. Sie könnten sich diese Dollars normal auf dem Währungsmarkt organisieren. Das ist aber etwas teuer, denn sie müssen sich gegen das Währungsrisiko absichern.

Besser ist es für sie, sie können direkt Dollars bei der EZB beziehen. Das war bisher zwar auch möglich aber zu höheren Zinssätzen. Nun wurden diese Zinssätze gesenkt und somit kommen die Banken billiger an Dollars.

Bis zu diesem Punkt ist das also kein QE3. Es wurde ja kein Geld gedruckt.

Aber wie immer, wenn man durch Senkung von Zinsen die Lust auf billiges Geld stimuliert, kann man davon ausgehen, dass sich die Banken dieser Quelle bedienen und herzhaft zugreifen werden.

Es wird interessant sein zu beobachten, was die europäischen Banken mit den billigen Dollars anfangen werden. Kaufen die jetzt alle US-Staatsanleihen?

Oder ganz witzig: Werden sie gegen den Dollar spekulieren und somit gegen ihre eigene Zentralbank?

Aussichten Dezember

Der seit 25. November andauernde Anstieg ist nicht nur auf den SWAP-Deal zurückzuführen.

Wie gesagt: Die Senkung der SWAP-Zinssätze ist für sich genommen noch kein QE. Allerdings ist bemerkenswert, dass zum ersten mal, soweit ich mich erinnere, eine Gruppe von Zentralbanken weltweit eine koordinierte Aktion gestartet hat.

Positiv ist auch der gute Start des Weihnachtsgeschäftes in den USA sowie eine leichte Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Das alles gibt Grund zur Hoffnung und deshalb werden Aktien gekauft als gäbe es kein Morgen.

Auf die fundamentalen Hintergründe wollen wir nicht eingehen aber so lange die gute Stimmung anhält, steht einer Jahresendrally nichts im Wege.

Aus Sicht des SMI sollten deshalb die 5884 (Oktober-Hoch) nochmals angesteuert werden und dann wäre ein Überschiessen auf 6000 im Bereich des Möglichen.

Happy Trades

Marcus

k3000
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Re: SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

k3000 hat Folgendes geschrieben:

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

Zitat NZZ:

(Reuters) Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten in einer überraschenden und koordinierten Aktion mehr Geld zur Verfügung. Ziel der Aktion sei, die Spannungen an den Märkten zu reduzieren und damit auch die Realwirtschaft zu unterstützen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Notenbanken am Mittwoch. So hätten sich die Zentralbanken darauf geeinigt, die Kosten bestehender Dollar-Swaps ab dem 5. Dezember um 50 Basispunkte zu reduzieren. Beteiligt an der Auktion sind die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank Federal Reserve sowie die Notenbanken Kanadas, Japans, Grossbritanniens und der Schweiz.

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/grosse_notenbanken_fluten_globale...

Es hat mich natürlich gefreut, dir die SWAP Sache zu erklären, die du ja für ein eigentliches QE hieltest.

MarcusFabian
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Re: SMI im Dezember 2011

k3000 wrote:

Es hat mich natürlich gefreut, dir die SWAP Sache zu erklären, die du ja für ein eigentliches QE hieltest.

Yep, das ist richtig. Ohne Deinen Einspruch wäre ich der Sache wohl nicht nachgegangen!

Aber sagen wir mal so:

Wenn der Schnapsdealer "FED" eine neue Bar mit günstigen Alk-Preisen im Elendsviertel eröffnet und dort Bier und Schnaps auf Pump ausgibt, bedeutet das für sich genommen noch nicht, dass die Anzahl der Alkoholiker steigen wird.

Aber ...

k3000
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Re: SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

Wie gesagt: Die Senkung der SWAP-Zinssätze ist für sich genommen noch kein QE. Allerdings ist bemerkenswert, dass zum ersten mal, soweit ich mich erinnere, eine Gruppe von Zentralbanken weltweit eine koordinierte Aktion gestartet hat.

Da hast du eine schlechte Erinnerung. :?

Von der website der New York FED:

Minerva.
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SMI im Dezember 2011

US/WÖCHENTLICHE AL-ERSTANTRÄGE +6.000 AUF 402.000 14:30

US JOBLESS CLAIMS +6K TO 402K IN NOV 26 WK; 390K EXPECTED

MarcusFabian
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Re: SMI im Dezember 2011

k3000 wrote:

Da hast du eine

Danke.

Vermutlich hab' ich das damals gar nicht mitgekriegt weil es diese Information nicht in die Schlagzeilen der Finanzpornomedien geschafft hat Wink

Metropolit
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Re: SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

Allerdings ist bemerkenswert, dass zum ersten mal, soweit ich mich erinnere, eine Gruppe von Zentralbanken weltweit eine koordinierte Aktion gestartet hat.

September 2001: kollektive Zinssenkung infolge Rezessionsängsten nach den 9.11

Oktober 2008: Kollektive Leitzinssenkung der FED, EZB, BOE, SNB, Canada und Schweden.

und noch nicht allzu lange her:

Mitte September, Entscheid der FED, EZB, BoE, BoJ, SNB den Europäischen Banken weiterhin Krediten in USD zu geben. (Also genau jene Swaps für die jetzt nicht mehr OIS +100 sonder +50 gilt (Sprich Zinssenkung).

Das die Zusammenarbeit auf Zentralbankenebene 1000 mal besser funktioniert als auf politischer ist schon längst kein Geheimniss mehr. Zusammen mit der Massnahme von China hilft die Zinssenkung trotzdem den Interbankenmarkt zu beruhigen. Zudem ist die psychlogische Wirkung nicht zu verachten. (à la endlich tut jemand was, die Zusammenarbeit funktioniert, der Wille zur Rettung ist da etc).

An den Grundproblemen löst diese Massnahme allerdings nicht das Geringste. Deshalb auch meine Annahme, dass den Märkten ohne bedeutende Fortschritte in der Politik bald einmal die Luft ausgeht und wir ins alte Muster zurückfallen. ggü einer Weihnachtsrally bin ich skeptisch, immer vorausgesetzt die EZB packt die Bazooka nicht aus und die Eurobonds kommen nicht.

edit/ sorry, Posting von k3000 zu spät gesehen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

Lesenswert zu diesem Thema ist immer wieder Frank Meyer:

Es heißt, die EZB ist die letzte Institution, die etwas tun kann. Das würde bedeuten, dass sie die Notenpresse anwirft. Tut sie ja schon. Es gelingt ihr inzwischen nicht mehr, die durch den Aufkauf von Schuldpapieren geschaffene Liquidität wieder einzufangen. Die Tür zur Inflation ist aufgestoßen, steht in Kommentaren. Bleibt die EZB ihrem Schwur treu und druckt kein Geld, wird sie die Schuldige für den Untergang des Euro sein. Öffnet sie die Schleusen passiert das, was in der Geschichte immer wieder passierte: Entschuldung durch Inflation.

http://www.rottmeyer.de/hyperdepressive-superinflation/2/

bengoesgreen
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SMI im Dezember 2011

Quote:

europäische Banken, die Kredite in Dollar vergeben. Und dazu brauchen sie nun mal Dollars. Sie könnten sich diese Dollars normal auf dem Währungsmarkt organisieren. Das ist aber etwas teuer, denn sie müssen sich gegen das Währungsrisiko absichern.

Ich möchte klarstellen, dass im Moment der Euro unter Abwertungsdruck steht und nicht der Dollar. In der Regel würden US-Institute die europäischen mit Dollars versorgen, jedoch fürchten sie das Ausfallsrisiko ihrer europäischen Pendants. Deshalb ist Dollarliquidität rar.

3) Φιλαργυρία

Minerva.
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SMI im Dezember 2011

CH/Frankenstärke: Bundesrat will Negativzinsen prüfen 01.12.2011

Bern (awp/sda) - Der Bundesrat will prüfen, der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Kampf gegen den starken Franken weitere Instrumente zur Verfügung zu stellen. Prüfen will er insbesondere Negativzinsen. Werden solche Zinsen verhängt, müssen ausländische Investoren einen Zins bezahlen, wenn sie Franken kaufen wollen.

Die wirksamsten Mittel zur Bekämpfung übermässiger Wechselkursausschläge stammten aus der Währungs- und Geldpolitik, schreibt der Bundesrat in den Antworten auf zwei Motionen aus den Reihen der SP und der Grünen. Dafür sei die SNB zuständig.

Dennoch sei der Bundesrat bereit, im Rahmen einer Gesamtbetrachtung die Umsetzbarkeit von weiteren flankierenden Massnahmen zu prüfen, welche nicht in der alleinigen Kompetenz der Nationalbank stünden. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass bei einer allfälligen Anpassung des geld- und währunsgpolitischen Instrumentariums Zurückhaltung geboten sei.

Eine klare Absage erteilt der Bundesrat einer europäischen Finanztransaktionssteuer, mit der die Spekulation bekämpft werden soll. Roberto Zanetti (SP/SO)will den Bundesrat mit einem Postulat dazu verpflichten, in einem Bericht die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen aus einer Beteiligung der Schweiz an der in der EU diskutierten Finanztransaktionssteuer aufzuzeigen.

Der Bundesrat will die Debatte in der EU zwar beobachten. Für ihn macht eine solche Steuer aber höchstens Sinn, wenn sie global eingeführt wird. Bleibt sie auf eine Region beschränkt, würden die Geschäfte einfach auf anderen Finanzplätzen abgewickelt.

Linke sollten sich ganz einfach aus ÖKONOMISCHEN-FRAGEN raus halten! Oder zur Abwechslung mal Arbeitsplätze schaffen.

Wir bezahlen hier auf eine Transaktion bereits Stempelsteuer und Börsengebühr,nebst den Transaktionkosten des Brokers. Dieser Zanetti (SP) kann mich mal.

Minerva.
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US ISM INDEX

ALLES FAKE!

US ISM EMPLOYMENT INDEX 51.8 NOV VS. 53.5 OCT

US ISM NEW ORDERS INDEX 56.7 NOV VS. 52.4 OCT

US ISM PRICES PAID INDEX 45.0 NOV VS. 41.0 OCT (NSA)

US/ISM-EINKAUFSMANAGERINDEX INDUSTRIE NOV 52,7 PKT

US/ISM-EINKAUFSMANAGERINDEX INDUSTRIE NOVEMBER 52,7 PKT (PROG 51,8)

US ISM PURCHASING MANAGERS INDEX 52.7 NOV VS. 50.8 OCT

Bauausgaben:

US/BAUAUSGABEN OKTOBER +0,8% GG VM (PROG +0,3)

US OCT CONSTRUCT SPENDING +0.8%;SEP UNREVISED AT +0.2%

US/ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie steigt im November stärker als erwartet!!!!

US/Bauausgaben steigen im Oktober stärker als erwartet!!!!

Alles ganz grosser Bullshit.

Metropolit
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RE:Finanztransakionssteuer

Kommt auf die Art und Weise der Steuer an. Eine Transaktionssteuer auf Spekulationstrades der Investementbanken wäre wohl nicht mal das dümmste.

Würde vielleicht diese 99% Computergesteuern Transaktionen etwas eindämmen. Ausserdem wären bei den täglich hin und her geschobene Volumen die Staatsschulden schnell bezahlt Lol

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Keltiker
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SMI im Dezember 2011

Minerva wrote:

Eine klare Absage erteilt der Bundesrat einer europäischen Finanztransaktionssteuer, mit der die Spekulation bekämpft werden soll. Roberto Zanetti (SP/SO)will den Bundesrat mit einem Postulat dazu verpflichten, in einem Bericht die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen aus einer Beteiligung der Schweiz an der in der EU diskutierten Finanztransaktionssteuer aufzuzeigen.

...

Wir bezahlen hier auf eine Transaktion bereits Stempelsteuer und Börsengebühr,nebst den Transaktionkosten des Brokers. Dieser Zanetti (SP) kann mich mal.[/]

Ich schäme mich, im kanton wo zanetti gewählt wurde, wohnhaft zu sein... meine stimme hatte er jedenfalls nicht erhalten... (kleiner trost)

Minerva.
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Re: RE:Finanztransakionssteuer

Metropolit wrote:

Kommt auf die Art und Weise der Steuer an. Eine Transaktionssteuer auf Spekulationstrades der Investementbanken wäre wohl nicht mal das dümmste.

Würde vielleicht diese 99% Computergesteuern Transaktionen etwas eindämmen. Ausserdem wären bei den täglich hin und her geschobene Volumen die Staatsschulden schnell bezahlt Lol

"Spekulationstrades"??????????? Komm geh baden.

"Die Staatsschulden schnell bezahlt"????? Komm wach auf und geh baden.

Metropolit der Umverteiler oder was?

Was hat den eine -auf die Schweiz erhobene Transaktionssteuer -denn mit den Schulden der EU-Staaten zu tun????

Ich möchte doch nicht neben Börsengebühr,Stempelsteuer und Brokergebühr ZUSÄTZLICH noch eine FINANZTRANSAKTIONSSTEUER bezahlen um die PLEITE-UND MISSWIRTSCHAFTSSTAATEN zu finanzieren(eher-> sanieren).

Solche Leute wie du Metropolit die solchen stuss von sich geben haben NULL AHNUNG,sorry.

Und die Aussage von wegen "..99% Computergesteuerte Transaktionen eindemmen-> ist der Zenit der Dummheit.

Metropolit
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Re: RE:Finanztransakionssteuer

Na besten Dank für die freundlichen Töne.

Minerva wrote:

"Spekulationstrades"??????????? Komm geh baden.

"Die Staatsschulden schnell bezahlt"????? Komm wach auf und geh baden.

1: Staatsschulden war leicht ironisch gemein, deshalb das "lol" = Lol smiley.

Minerva wrote:

Metropolit der Umverteiler oder was?

Was hat den eine -auf die Schweiz erhobene Transaktionssteuer -denn mit den Schulden der EU-Staaten zu tun????

Wie oben geschrieben kommt es "auf die Art der Steuer an". Ich habe nicht ansatzweise gesagt, dass ich den Vorschlag des Zanetti unterstütze. Eine nicht global eingeführte Finanztransaktionssteuer mach absolut keinen Sinn, da bin ich mit dir einig. Da wird einfach auf andere Börsenplätze ausgewichen. Deshalb: global oder gar nicht. Wobei eine solche Steuer politisch weltweit einzuführen wird ein Ding der Unmöglichkeit.

Minerva wrote:

Ich möchte doch nicht neben Börsengebühr,Stempelsteuer und Brokergebühr ZUSÄTZLICH noch eine FINANZTRANSAKTIONSSTEUER bezahlen um die PLEITE-UND MISSWIRTSCHAFTSSTAATEN zu finanzieren(eher-> sanieren).

Wenn jeder der einen Teil der ca 3'000'000'000'000 USD Umsatz auf dem Devisenmarkt 0.01% an den Staat abdrückt, mache ich das gerne auch.

btw: Wer hat den die UBS Rettung finanziert? Die Finanzinstitute jedenfalls nicht. Wohl eher der Bürger mit der Steuerrechnung.

und bevor du meine Worte wieder mit Schriftgrösse Riesig und Rot gefärbt zitierst: NEIN ich bin weder Weltverbesserer noch überzeugt von der Wirksamkeit oder Einführbarkeit einer Transaktionssteuer. Bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass, wenn es denn möglich oder realistisch wäre, diese Steuer nicht die dümmste Idee wäre.

Zu viel Konjunktiv, gehen wir mit dem Thema baden :roll:

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Minerva.
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Re: RE:Finanztransakionssteuer

Metropolit wrote:

Na besten Dank für die freundlichen Töne.

Minerva wrote:

"Spekulationstrades"??????????? Komm geh baden.

"Die Staatsschulden schnell bezahlt"????? Komm wach auf und geh baden.

1: Staatsschulden war leicht ironisch gemein, deshalb das "lol" = Lol smiley.

Minerva wrote:

Metropolit der Umverteiler oder was?

Was hat den eine -auf die Schweiz erhobene Transaktionssteuer -denn mit den Schulden der EU-Staaten zu tun????

Wie oben geschrieben kommt es "auf die Art der Steuer an". Ich habe nicht ansatzweise gesagt, dass ich den Vorschlag des Zanetti unterstütze. Eine nicht global eingeführte Finanztransaktionssteuer mach absolut keinen Sinn, da bin ich mit dir einig. Da wird einfach auf andere Börsenplätze ausgewichen. Deshalb: global oder gar nicht. Wobei eine solche Steuer politisch weltweit einzuführen wird ein Ding der Unmöglichkeit.

Minerva wrote:

Ich möchte doch nicht neben Börsengebühr,Stempelsteuer und Brokergebühr ZUSÄTZLICH noch eine FINANZTRANSAKTIONSSTEUER bezahlen um die PLEITE-UND MISSWIRTSCHAFTSSTAATEN zu finanzieren(eher-> sanieren).

Wenn jeder der einen Teil der ca 3'000'000'000'000 USD Umsatz auf dem Devisenmarkt 0.01% an den Staat abdrückt, mache ich das gerne auch.

btw: Wer hat den die UBS Rettung finanziert? Die Finanzinstitute jedenfalls nicht. Wohl eher der Bürger mit der Steuerrechnung.

und bevor du meine Worte wieder mit Schriftgrösse Riesig und Rot gefärbt zitierst: NEIN ich bin weder Weltverbesserer noch überzeugt von der Wirksamkeit oder Einführbarkeit einer Transaktionssteuer. Bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass, wenn es denn möglich oder realistisch wäre, diese Steuer nicht die dümmste Idee wäre.

Zu viel Konjunktiv, gehen wir mit dem Thema baden :roll:

Entschuldige mein unfreundlicher Ton.

Aber die Umverteilungsmaschinerie geht mir auf die Nerven.

Ich nicht! Bezahle ja bereits 2x 0.075 + 2x 0.01 + Brokergebühr(Aktien, den die Steuer wird ja nicht auf dem Devisenmarkt abgezwackt dachte ich.Beziehe mich auf Aktien). Und dann nochmals Steuern? Nein Danke!

Und weshalb auch, um die Schulden anderer zu bezahlen? So lassen sich Problem (Schulden) nicht lösen mein lieber.

Metropolit
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SMI im Dezember 2011

Wir können gerne mit 0.001 oder 0.0001% rechnen.

Als Privatanleger wirst du ggü den Investementbanken immer den "Besseren" machen, da diese mit enormen Volumen und der hohen Anzahl an Trades den Löwenanteil ausmachen würden.

Minverva wrote:

Und weshalb auch, um die Schulden anderer zu bezahlen? So lassen sich Problem (Schulden) nicht lösen mein lieber.

Meiner Meinung nach schon. Mehr Steuern = mehr Einnahmen für den Staat = entweder kleinere Neuverschuldung oder sogar Rückzahlungen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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Re: RE:Finanztransakionssteuer

Metropolit wrote:

Kommt auf die Art und Weise der Steuer an. Eine Transaktionssteuer auf Spekulationstrades der Investementbanken wäre wohl nicht mal das dümmste.

Durchaus. Nur müsste so eine Tobin-Tax dann weltweit eingeführt werden. Es macht ja keinen Sinn, wenn die Händler einfach von Bankfurt nach London umziehen.

Metropolit
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SMI im Dezember 2011

Quote:

Der von Tobin vorgeschlagene Steuersatz würde auf alle grenzüberschreitenden Geldtransfers weltweit einheitlich erhoben und läge zwischen 0,05 Prozent und 1,0 Prozent

...genau das ist der springende Punkt. Global oder gar nicht. (wie gschrieben)

PS: Man beachte, dass die Tobin-Tax in den 70er Jahren vorgeschlagen wurde. Heute würde ein deutlich geringerer Prozentsatz genügen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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Re: RE:Finanztransakionssteuer

Metropolit wrote:

Eine nicht global eingeführte Finanztransaktionssteuer mach absolut keinen Sinn, da bin ich mit dir einig. Da wird einfach auf andere Börsenplätze ausgewichen.

Uups, da sagst Du es ja selber. Hätte wohl zuerst alles nachlesen sollen :oops:

Eine Transaktionssteuer würde es schon rein wegen der Menge der Transaktionen (man denke nur an Währungsarbitrage) bringen.

Die Anzahl der Transaktionen ginge sicherlich stark zurück, weil die Hemmschwelle für eine Transaktion steigt.

k3000
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CREDIT SUISSE AG

Da musst ich eben etwas schmunzeln und will euch mein mein "amusement du jour" nicht vorenthalten...

...wenn selbst die Ökonomen in den Research-Abteilungen der Grossbanken nicht mehr verstehen, wie wann und wo ihnen der Anus gerettet wird, fängt es an, richtig bedenklich zu werden...

Metropolit
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Finanztransaktionssteuer

Zudem würde das HFT etwas eingeschränkt bzw. würde weniger rentabel. (oder gar nicht mehr).

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

k3000
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Re: Finanztransaktionssteuer

Metropolit wrote:

Zudem würde das HFT etwas eingeschränkt bzw. würde weniger rentabel. (oder gar nicht mehr).

Da hast du aber herzlich wenig Ahnung von HFT, sorry.

Im Forex beispielsweise ist deren ihre Marge ist schon seit geraumer Zeit 1 pip. Kleiner als die kleinste Handelsgrösse geht gar nicht.

Da musst du dir andere Buhmänner suchen, weil du erzählst da gerade Kraut und Rüben.

Minerva.
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SMI im Dezember 2011

Metropolit wrote:

Wir können gerne mit 0.001 oder 0.0001% rechnen.

Als Privatanleger wirst du ggü den Investementbanken immer den "Besseren" machen, da diese mit enormen Volumen und der hohen Anzahl an Trades den Löwenanteil ausmachen würden.

Minverva wrote:

Und weshalb auch, um die Schulden anderer zu bezahlen? So lassen sich Problem (Schulden) nicht lösen mein lieber.

Meiner Meinung nach schon. Mehr Steuern = mehr Einnahmen für den Staat = entweder kleinere Neuverschuldung oder sogar Rückzahlungen.

Wieso seid ihr den alle so Steuerngeil????

Falsch!

Wo lernt man so b..... Zeug? Und sowieso nicht zu Ende gedacht.

Metropolit
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Re: Finanztransaktionssteuer

k3000 wrote:

Metropolit wrote:
Zudem würde das HFT etwas eingeschränkt bzw. würde weniger rentabel. (oder gar nicht mehr).

Da hast du aber herzlich wenig Ahnung von HFT, sorry.

Im Forex beispielsweise ist deren ihre Marge ist schon seit geraumer Zeit 1 pip. Kleiner als die kleinste Handelsgrösse geht gar nicht.

Da musst du dir andere Buhmänner suchen, weil du erzählst da gerade Kraut und Rüben.

da könntes du nicht mal so falsch liegen Wink

Aber eben, bei jetzt schon minimaler Marge + Transaktionssteuer, bleibt anschliessend gar keine Marge mehr... oder sehe ich das komplett falsch?

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

Minerva wrote:

Wieso seid ihr den alle so Steuerngeil????

Aus folgenden Gründen:

1. Ist HFT der Auslöser für hohe Vola vor allem im Forex aber auch im Aktienmarkt. Es kommt da zu Käufen/Verkäufen, die fundamental nicht gerechtfertigt sind. Hier die Lage zu beruhigen ist also im Interesse des normalen Anlegers.

2. Mit einer Tobin-Tax schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: HFT nimmt ab, was schon mal Punkt 1 befriedigt und 2 kommt Geld rein.

3. Die Tobin Tax würde ausnahmsweise das Geld mal von denen holen, die für die ganze Misere verantwortlich sind: Von den Banken und Spekulanten und nicht immer nur vom Steuerzahler.

k3000
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Re: Finanztransaktionssteuer

Metropolit wrote:

[

Aber eben, bei jetzt schon minimaler Marge + Transaktionssteuer, bleibt anschliessend gar keine Marge mehr... oder sehe ich das komplett falsch?

Ja, das siehst du insofern falsch, weil die Idee per se völlig versagt.

Eine Transaktionssteuer würde nur wirken, wenn sie sämtliche 194 Länder der Erde gleichzeitig einführen. Solange das nicht gemacht wird, wird der Server einfach ins nächste Land gestellt und ans Internet geplugged.

Du darfst nicht vergessen, die Börsen (und nicht nur die Banken) stellen proaktiv Server zum Traden zur Verfügung und investieren Millionen in IT-Infrastruktur, damit sich die Leute bei ihnen einmieten um schneller traden zu können.

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Zyndicate
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Re: Finanztransaktionssteuer

k3000 wrote:

Metropolit wrote:
[

Aber eben, bei jetzt schon minimaler Marge + Transaktionssteuer, bleibt anschliessend gar keine Marge mehr... oder sehe ich das komplett falsch?

Ja, das siehst du insofern falsch, weil die Idee per se völlig versagt.

Eine Transaktionssteuer würde nur wirken, wenn sie sämtliche 194 Länder der Erde gleichzeitig einführen. Solange das nicht gemacht wird, wird der Server einfach ins nächste Land gestellt und ans Internet geplugged.

Du darfst nicht vergessen, die Börsen (und nicht nur die Banken) stellen proaktiv Server zum Traden zur Verfügung und investieren Millionen in IT-Infrastruktur, damit sich die Leute bei ihnen einmieten um schneller traden zu können.

Don't hate the player, hate the game.

Sehr gut erklärt K3000! Gefällt mir, wie du in letzter Zeit in diesem Forum schreibst! Weiter so!

BÖRSEN SIND WIE ONLINE-SPIELCASINOS!

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Minerva.
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SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

Minerva wrote:

Wieso seid ihr den alle so Steuerngeil????

Aus folgenden Gründen:

1. Ist HFT der Auslöser für hohe Vola vor allem im Forex aber auch im Aktienmarkt. Es kommt da zu Käufen/Verkäufen, die fundamental nicht gerechtfertigt sind. Hier die Lage zu beruhigen ist also im Interesse des normalen Anlegers.

2. Mit einer Tobin-Tax schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: HFT nimmt ab, was schon mal Punkt 1 befriedigt und 2 kommt Geld rein.

3. Die Tobin Tax würde ausnahmsweise das Geld mal von denen holen, die für die ganze Misere verantwortlich sind: Von den Banken und Spekulanten und nicht immer nur vom Steuerzahler.

Kommt beim Staat rein...Also musste es irgendwo weg.

Das ist nicht nur bei den Institutionellen weg sondern auch bei mir!Bei den Privaten! Und wo Geld weggenommen wird, kann es auch nicht ausgegeben werden. Schon mal daran gedacht, dass solche Massnahmen mit auch den Konsum drosseln und somit die Konjuntur? Oder sind die HSG-Jahre -Jahre her?

Müsst schon mal zu Ende denken. Und nicht nur bis zur nächsten Umverteilungsaktion.

Wieso seid ihr verdammt nochmal so geil auf Steuern?

Ich bin doch nicht für die Misere verantwortlich. Aber auch ich werde-bei einführung-besteuert.

MF, du hast doch ein ganz grosses Problem. Immer wieder lese ich von dir: Spekulanten, Bänker und alles so negativ behaftet. Was ist eigentlich los mit dir? Du musst halt mehr Bücher lesen, dann verstehst du mehr, ergo weniger Frust. Lese auch immer wieder von Usern du seist intelligent. Aber wer intelligent ist, besitzt die Gabe, Dinge differenzierter zu betrachten/ an zu gehen, als du das machst.

So wie du dich bezügl.(Banker,Spekulanten) äusserst, kommt den 99% ganz nahe.

k3000
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SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

[

1. Ist HFT der Auslöser für hohe Vola vor allem im Forex aber auch im Aktienmarkt. Es kommt da zu Käufen/Verkäufen, die fundamental nicht gerechtfertigt sind. Hier die Lage zu beruhigen ist also im Interesse des normalen Anlegers.

Völliger Blödsinn. Die Märkte waren genauso volatil und crashten bis tief in die 90er sogar noch öfter (!) bevor es HFT gab, man erinnere sich an 1987 und 1962.

Es gibt keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten post oder pre HFT.

Wenn du so weitermachst, erteile ich dir sogleich die erste Finanzbananenauszeichnung des Monats Dezember.

Zyndicate
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SMI im Dezember 2011

Nehme meine Aussage von vorhin wieder zurück!!!

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