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MarcusFabian
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GloomBoomDoom wrote:

Ein Grundzug der Derivate war ja eigentlich die Absicherung für Produzent und Abnehmer (oft im Beispiel mit dem Bauer gebracht). Wenn das "Casino" also nützlich sein soll fürs Volk, müsste die Absicherung wieder im Vordergrund stehen und nicht der Zock!

Genau das ist der Punkt: Wenn die Bauern 80% ihrer Kartoffelernte absichern wollen ist das gut, richtig und sinnvoll. Aber wenn 2000% der Kartoffelernte abgesichert wird (sprich: auf sinkende Kartoffelpreise spekuliert wird) und das nicht von Bauern sondern zu 99% von Spekulanten, dann wird's pervers.

Und diesen Punkt haben wir in vielen Märkten bereits überschritten.

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Genau das ist der Punkt: Wenn die Bauern 80% ihrer Kartoffelernte absichern wollen ist das gut, richtig und sinnvoll. Aber wenn 2000% der Kartoffelernte abgesichert wird (sprich: auf sinkende Kartoffelpreise spekuliert wird) und das nicht von Bauern sondern zu 99% von Spekulanten, dann wird's pervers.

Ja, in der Planwirtschaft-Traumwirtschaft, wo man die zu produzierende Kartoffelmenge im Voraus zu kennen meint, das weiss man, wieviel Absicherung man benötigen würde.

Genau deshalb wird die Kartoffelernte in der Marktwirtschaft abgesichert, weil eben vielleicht nur 25% oder aber 250% der erwarteten Menge geerntet werden könnte und so massive Auswirkungen auf die Preise hätte.

MarcusFabian
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Yep, und wenn die ganze Kartoffelernte ganz ausfällt, haben wir trotzdem was zu essen, weil ja alles über Derivate abgesichert ist Biggrin

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Und ja, ich gebe Dir auch recht, dass die Politiker nicht besser sind als die Banker. Schliesslich leben wir seit Anfang der 1960er Jahre vermehrt auf Pump mit extremer Beschleunigung ab 1971.

Nicht *wir* leben auf Pump, der Staat tut es. Die Strasse wurde auf Pump gebaut, die Bauarbeiter halten nun *Gutschriften* bei der Bank. Diese Bauarbeiter haben in der Zukunft was zugute, aber alle, die nach Schuldenstreichung schreien, wollen den Financiers des Pumps ihr Guthaben nehmen.

Diesem Pump steht sowohl Finanzierung und Leistung gegenüber.

CrashGuru
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SMI im Dezember 2011

Unglaublich welche Argumente hier herum gereicht werden.

Einer schreit auf, weil er evtl. 0.001% mehr für den Handel von Papier bezahlen muss und darum zugrunde gerichtet wird. Er muss wohl viele Millionen im Jahr umsetzen, dass er den Betrag auf der Abrechnung überhaupt findet. Und wenn er nicht fähig ist, diese Marginalie als Gewinn zu generieren, sollte er sowieso nicht an der Börse handeln. Überigens dürfte so eine Transaktionssteuer ihn als "Nicht-Profi" gar nicht treffen..... Aber toll, halt schon wieder ein Steigbügelhalter der die Finanz-"industrie" unterstützt, ohne etwas von ihr zu erhalten.

Ein anderer meint, dass Banken und ähnliche Institutionen gar nichts mit der Finanzsituation der Staaten zu tun haben. Im Gegenteil, dass wir alle noch aus der Schweinetränke fressen müssten, wenn es die Steuergeschenke dieser Firmen nicht gäbe.... Wobei geflissentlich ausgeblendet wird, dass diese Steuer-Beträge nur auf dem absolut minimalsten Teil des nicht versteckbaren Gewinns abgeliefert werden. Wenn es auch hohe Beträge sind, dürfte klar sein, dass dies keiner dieser Institutionen weh tut. Ganz im Gegenteil zur Steuerlast eines Arbeitnehmers.

Wieder andere finden, dass der Staat allein die Schuld an der Misere trägt (wobei der Staat scheinbar ein virtuelles Gebilde ist und nur aus Politikern besteht). Das kommt mir so vor, wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Dass die Wirtschaft und da allen voran die Finanz"wirtschaft" während vielen Jahren alles unternommen haben, die Menschen dazu zu bringen, dass sie nicht mehr mit Geld umgehen können wird einfach übersehen. "Der Staat" hat nur ausgeführt, was die Bürger wollten. Aber Auslöser ist auch in diesem Fall der Finanzsektor der Wirtschaft und nicht "der Staat".

Grundsätzlich sind wir alle selber Schuld, dass es ist wie es ist. Das System sind wir. Da ich nicht glaube, dass der Mensch bereit ist freiwillig auf persönliche Vorteile zu verzichten zu Gunsten einer grundlegenden Verbesserung für alle, gehe ich davon aus, dass wir einer gaaaaanz grosssen Sch.... entgegen gehen.

Und da wird es nicht um 0.001% von XY gehen :evil:

GloomBoomDoom
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@ CrashGuru

1. Wo hast du gelesen, das die Finanzwelt kein Einfluss auf die heutige Krise hat?

2. Wo hast du gelesen, dass nur die Politiker Schuld sind?

Würd mich schon noch interessieren....

Merlin2033
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SMI im Dezember 2011

Ich sehe es so, dass die Staaten seit eh und jeh mehr ausgeben als sie einnehmen, und deshalb steigen auch die Schulden laufen an. und das nicht erst seit den letzten 10 jahren. Bis ca. 2007 war das aber auch nie ein Problem, oder besser gesagt es war zwar eins, aber keiner hats interessiert!

Die ganze Finanzindustrie welche sich immer mehr bereichern will über ihre z.t. perversen Boni hat bei diesen Schulden nun ein potenzial gesehen, sich da noch etwas abzuschöpfen, da einige andere quellen versiegten. Also ist meiner Meinung nach das Problem die überschuldung der Staaten, aber erst die Finanzindustrie hat das problem so aufgeblasen und heraufbeschwört, dass es nun zum echten Problem wurde.

Das ganze mit den Bailout's etc. hat die sache dann noch verstärkt.

Aber das ist ja alles geschichte, die frage ist doch wie könnte man da wieder raus kommen ausser mit einem reset???

CrashGuru
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SMI im Dezember 2011

GloomBoomDoom wrote:

@ CrashGuru

1. Wo hast du gelesen, das die Finanzwelt kein Einfluss auf die heutige Krise hat?

2. Wo hast du gelesen, dass nur die Politiker Schuld sind?

Würd mich schon noch interessieren....

Keiner hat behauptet, dass die Finanzwelt keinen Einfluss hat (wäre ja wohl idiotisch, da diese ja das Geld herumschieben und nicht die Bauern).

Die Frage ist nur, ob man diesen Einfluss als klein oder ursächlich betrachtet. Was mich etwas nervt, ist die Tatsache, dass selbst einige Experten hier diesen Einfluss klein reden, wohl selbst gegen besseres Wissen.

GloomBoomDoom wrote:

Die Staaten geben nicht erst seit Beginn der Subprime-Krise mehr Geld aus, als sie einnehmen, sondern haben wie alle wissen, bereits früher massiv in die falschen Richtung "gewirtschaftet"! Somit kann man dies nicht auf die Finanzkrise und damit die Finanzinstitute abschieben!

Kann es sein, dass ich das falsch verstanden habe?

Weshalb die Arbeiterschaft in Griechenland die Schuld an irgend etwas haben sollen ist mir noch schleierhafter. Sind SIE es, welche "den Staat" und "die Wirtschaft" führen?

GloomBoomDoom wrote:

Wenn sie auf den Einnahmen in Griechenland etc. nur noch Steuern bezahlt hätten Blum 3

Kann es sein, dass nach deiner Ansicht die Arbeiter in Griechenland die Krise verursacht haben, weil sie keine (auch keine Mehrwertsteuer?) Steuern bezahlt haben? Oder meinst Du die Niarchosse mit den Megayachten die sie aus den Bonuszahlungen oder auf Geschäftskosten kaufen und leasen?

Ich bin zu müde um die ewigen Wiederholungen einiger Schreiber hierher zu kopieren. Lies einfach einige der Postings auch in anderen Threads nach. Es ist m.E. unerheblich, ob wir kleinen Fische für oder gegen diese Machenschaften der Finanzwelt sind. Es ist das System, das versagt, weil die Menschen grundsätzlich egoistisch sind und zwar je mehr sie besitzen desto extremer.

Und leider funktioniert das besonders gut, weil die Steigbügelhalter kräftig dazu beitragen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, man könnte ja auch einmal "dazu" gehören. Obwohl jeder weiss, dass Neureiche NIE in diese Gesellschaft hinein kommen, oder dann nur als Pausenclowns......

Und ich behaupte nun einmal: Hier im Forum dürften so ziemlich alle bestenfalls zum Mittelstand gehören. Aber einige benehmen sich so, als finde man sie im Forbes..... Anstatt den Mittelstand zu stärken, benehmen sie sich als Steigbügelhalter derjenigen Klasse, die ihnen die Brosamen hinwirft.

GloomBoomDoom
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@ CrashGuru

Schau, ich lasse jedem seine Meinung und akzeptiere auch andere Betrachtungsweisen. Ich möchte nochmals klarstellen, ich stehe weder auf der Seite von den Banken (wobei ich NUR von den Big-Boys beim Zocken rede) und auch nicht auf der Seite von "Forbes-Namen".

Ich sehe betreffend der Schuldenthematik, welche die Weltwirtschaft die kommmenden x Jahre einschnürt jedoch nur bedingt eine riesen Ursache bei den Bankern. Unsere Unternehmensstrukturen sind auf Basis des Kapitalmarktes mit Fremdkapital und Eigenkapital beim Beispiel der AG aufgebaut. Somit lebt eine Firma oftmals NUR durch Geldgeber und damit auf Pump. Dieser Pump hat schon so manche Start-Up-Firma aufblühen lassen! Oder hat Apple ihre ersten Mitarbeiter mit Luft bezahlt und Gras zu essen gegeben?

Deshalb: Das System mit Geldgebern, Investoren, Banken, etc. ist nicht schlecht. Jedoch muss die Kontrolle der einzelnen Organe innerhalb dieses Kreislaufes strikter werden! Zudem muss eine Bank wieder wirtschaftlichen Nutzen haben (Aktiv und Passivgeschäft mit Kommissionserträgen aus Beratung).

All das mediale Hetzen gegen die Schuldigen führt zu nichts und noch weniger...

Und Übrigens: Es wird immer Grosse und Kleine geben, Neureiche und Arme, sonst musst du eine Alternative zum KAPITALISMUS als Idee aufzeigen (Kommunismus hat ja auch super funktioniert)! Solange man keine Alternative hat => Kapitalismus in einem laufenden Prozess optimieren (Fehler, Ursache, Reaktion, Fazit)

Merlin2033
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CrashGuru wrote:

Weshalb die Arbeiterschaft in Griechenland die Schuld an irgend etwas haben sollen ist mir noch schleierhafter. Sind SIE es, welche "den Staat" und "die Wirtschaft" führen?

Mag sein, aber schau doch mal in der Schweiz.

Will der Staat bei der Bildung sparen, gehen die leute auf die Strasse. Will der staat bei sozialausgaben sparen gehen die leute auf die Strasse. Spart der staat bei der eigenen Verwaltung wirft er die leute auf die Strasse und kann ihnen dann die ALV bzw. Fürsorge bezahlen. Und trotzdem fordern die Bürger, der staat müsse mehr für Integration, Bildung, Startup's, Wirtschaftsförderung, Altersvorsorge und was weiss ich noch aufwenden.

Also sind doch am schluss die Bürger in einem gewissen mass mitschuldig. Und da werden dann halt alle bürger in den gleichen topf geworfen öb man jetzt als einzelner etwas gegen eine sparrunde hatte oder nicht!

Und speziell in griechenland, haben ja genau die kleinen und einfachen bürger ihre steuern eben auch nicht bezahlt. Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

Merlin2033 wrote:

Bis ca. 2007 war das aber auch nie ein Problem, oder besser gesagt es war zwar eins, aber keiner hats interessiert!

Das ist so nicht ganz richtig.

Guck mal:

http://www.stock-channel.net/stock-board/showpost.php3?p=603199&postcoun...

Biggrin

Minerva.
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ArbeitsloseNQUOTE: sinkt auf 8.6%

WER'S GLAUBT WIRD SELIG.

Minerva.
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Massive Manipulation der Konj.zahlen seitens der Regierungen.

MarcusFabian
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GloomBoomDoom wrote:

Deshalb: Das System mit Geldgebern, Investoren, Banken, etc. ist nicht schlecht. Jedoch muss die Kontrolle der einzelnen Organe innerhalb dieses Kreislaufes strikter werden! Zudem muss eine Bank wieder wirtschaftlichen Nutzen haben

In diesem Punkt sind wir uns ja auch alle einig.

Der Punkt den ich kritisiere ist, dass sich die Bankenwelt in den letzten 15 Jahren von genau dieser Aufgabe gelöst hat.

Hier haben sich Politik und Banken gegenseitig hochgeschaukelt: Die Banken haben ihren Einfluss in der Politik geltend gemacht, um z.B. Glass-Steagall II aufzuheben und auch weitere durchaus sinnvolle Vorschriften und Regeln.

Somit wurden im Laufe der Jahre aus seriösen Privatbanken hochriskante Investmentbanken.

Es spricht nichts gegen Investmentbanken. Aber diese sollten getrennt und separat von der realen Wirtschaft und gezielt mit Spekulationskapital betrieben werden.

Es kann nicht angehen, dass Kundengelder oder Pensionskassen-Gelder, die für die Wirtschaft, das Volk wichtig sind und die mit realer Arbeit erschaffen wurden, von einigen pickelgesichtigen Uni-Absolventen ohne Lebenserfahrung auf irgendwelchen Derivatemärkten verzockt werden.

Stellen wir uns vor, es gäbe eine UBSP (Privatbank) und eine UBSI (Investmentbank), die juristisch unabhängig voneinander operieren: Der Aktionär könnte sich dann aussuchen, ob er in die seriöse UBSP investiert, die vielleicht 2% Dividende zahlt aber sehr sicher und gut kapitalisiert aufgestellt ist oder ob er gerne auf die UBSI setzt, die in guten Jahren 20% Dividende zahlt aber auch jederzeit Pleite gehen kann.

Es würde niemandem etwas weggenommen aber es herrschte Klarheit, denn jeder weiss, worauf er sich einlässt. Bei der aktuellen UBS weiss man das nämlich nicht, weil beides vermischt ist.

Diese Vermischung aus Privat- und Investmentbanking war einer der gröbsten Fehler der letzten Jahre. Und diesen Fehler müssen sich ganz alleine die Banken und Politiker anhängen lassen. Otto Normalverbraucher kann da wirklich nichts dafür.

Es ist auch richtig, dass diese hochgehebelten Risikogeschäfte lange Zeit gute Steuereinnahmen generiert haben, von denen wir alle profitieren konnten. Aber wir sehen nun den Preis, den wie dereinst dafür zahlen müssen und welche Gefahr mit der TBTF-Problematik als Damoklesschwert über uns hängt.

In gewissem Sinn habe ich auch Verständnis für die Banker, wenn citigroup Cheff Chuck Prince sagt: “When the music stops, in terms of liquidity, things will be complicated. But as long as the music is playing, you’ve got to get up and dance. We’re still dancing,”

Richtig, denn wenn einige Banken die Liquiditätsflut der ZB annehmen und zocken, müssen die anderen auch mitmachen. Anderenfalls verlieren sie Kunden und Aktionäre, weil sie zu wenig Gewinn erwirtschaften. Also ist hier auch eine der Hauptursachen in der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken - allen voran der FED - zu suchen und auch zu finden.

Und ja, schlussendlich sind auch noch die Otto Normalverbraucher mit ins Casino eingestiegen. Warum nicht ein Haus auf 100% Kredit kaufen, wenn das Haus pro Jahr 15% im Wert steigt? Zieht man davon die Hypothek von 6% ab, bleiben 9% Gewinn. Gut $40'000 pro Jahr bei einer 500k-Hütte. Und warum nicht gleich ein drittes oder viertes Haus und somit ohne viel Arbeit seinen Lebensunterhalt mit Immobilienhandel bestreiten?

Ja, auch diese Leute sind mit schuld. Aber erst in zweiter Linie. In erster Linie sind es immer noch Politiker und Banken.

Ich bin auch gerne bereit - zumindest in der Schweiz - die Politiker auf Platz 1 der Schuldigen zu heben. Sie haben es nämlich 2009 versäumt, die UBS/CS in Privat- und Investmentbank zu trennen bzw. die Banken zu verstaatlichen. Da haben es die Schweden besser hingekriegt als wir.

Wir haben hierzulande exakt dasselbe Banken-Casino wie vor der Krise und absolut nichts gelernt!

Und deshalb ... :

Merlin2033 wrote:

Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!

Mitverantwortlich, Ja. Aber nicht "genau so" sondern in viel geringerem Masse.

Und nicht vergessen: Die Politiker und Banker baden den Schaden nicht aus. Das tun die 99% ganz alleine.

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

Minerva wrote:

ArbeitsloseNQUOTE: sinkt auf 8.6%

WER'S GLAUBT WIRD SELIG.

Könnte sogar stimmen. Aber man muss den Zusammenhang sehen:

Kombiniert man beide Charts, lautet die Aussage:

Viele Menschen verlieren ihren gut bezahlten Vollzeit-Job und halten sich mit schlecht bezahlten Teilzeit-Jobs über Wasser.

In den USA gilt jemand, der jeden Mittwoch Nachmittag für $6/Std. bei McDonalds Hamburger wendet nach Arbeitslosenmodell U-3 nicht als Arbeitslos.

Nach U-6 beträgt die Arbeitslosigkeit in den USA 15.6%

Bei der Arbeitslosenzahl gibt es verschiedene Definitionen, numeriert von U1 bis U6:

U1: Hat gearbeitet und hat seinen Job in den letzten 15 Wochen verloren.

U2: U1 + hat temporär gearbeitet und den Job verloren bzw. war selbständig und hat die Arbeit beendet.

U3 ist die offizielle Messmethode in den USA: Gehört zur Arbeitnehmerschaft, will arbeiten und sucht aktiv nach Arbeit. Das bedeutet, dass er mindestens einmal pro Woche nachweislich nach Arbeit gesucht und sich im Arbeitslosenamt gemeldet hat.

U4 = U3 plus jene, die nicht mehr aktiv suchen, weil sie in der aktuellen Wirtschaftslage keine Arbeit finden.

U5: U4 + Leute, die gerne arbeiten würden (z.B. Wiedereinstieg von Hausfrauen, wenn die Kinder alt genug sind) aber keine Arbeit finden.

U6: U5 + Leute, die Teilzeit arbeiten und gerne Vollzeit arbeiten möchten.

(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Unemployment)

Siehe hierzu: http://www.rottmeyer.de/us-arbeitsmarkt-die-welt-der-wunder/

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Verkehrte Welt

Was wurden vor 2 Jahren hier im Cash Forum Schreckensszenarien für die US Wirtschaft und vorallem für den Dollar und die US Staatsanleihen prognostiziert.

Totgesagte leben länger Wink

Ich geben zu ich hätte im Traum nie gedacht das sich die Fokussierung des Schuldendramas von den USA nach Europa wechseln würde.

Eine Mitschuld daran haben sicherlich auch die US Ratingagenturen alleine durch deren Handeln sind nun die Augen der Welt auf Europa gerichtet, ein feiner Schachzug der USA.

Merke:

Unterschätze NIE die Feuerkraft Amerikas

Wink

@MF Danke für die Ausführungen im Dezember Thread.

querschuesse.de

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Immer diese bösen Ratingagenturen... Wenn dem nur so wäre....

Jede Bank verfasst intern Ratings zu den einzelnen Titeln welche sie halten. Diese können durchaus von den offiziellen der grossen 3 Agenturen abweichen. Sie werden gegen aussen nicht kommuniziert.

Europa geht es schlecht. Nur wurde immer die Aufmerksamkeit auf die USA gerichtet. Manche glauben den US-Bashern immer noch...

3) Φιλαργυρία

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Findet Ihr das nicht auch eine "komische Aussage"?

"Fitch hat nach eigenen Angaben keine unmittelbaren Pläne, das Kreditrating des Landes herabzustufen."

Geht es darum "Pläne" zu haben, um ein Kreditrating herabzustufen?

Bisher ging ich eher davon aus, dass irgendwelche Fakten, vielleicht einige "Indicators", dafür sprechen, um eine Korrektur des Ratings vorzunehmen :?:.

boersenspiel
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SMI im Dezember 2011

orangebox wrote:

Verkehrte Welt

Was wurden vor 2 Jahren hier im Cash Forum Schreckensszenarien für die US Wirtschaft und vorallem für den Dollar und die US Staatsanleihen prognostiziert.

Totgesagte leben länger Wink

Ich geben zu ich hätte im Traum nie gedacht das sich die Fokussierung des Schuldendramas von den USA nach Europa wechseln würde.

Eine Mitschuld daran haben sicherlich auch die US Ratingagenturen alleine durch deren Handeln sind nun die Augen der Welt auf Europa gerichtet, ein feiner Schachzug der USA.

Merke:

Unterschätze NIE die Feuerkraft Amerikas

Wink

@MF Danke für die Ausführungen im Dezember Thread.

@orangebox: Und siehe da, vielleicht sieht es in einigen Wochen schon wieder ganz anders aus :?: :roll:

CrashGuru
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GloomBoomDoom wrote:

@ CrashGuru

Unsere Unternehmensstrukturen sind auf Basis des Kapitalmarktes mit Fremdkapital und Eigenkapital beim Beispiel der AG aufgebaut. Somit lebt eine Firma oftmals NUR durch Geldgeber und damit auf Pump. Dieser Pump hat schon so manche Start-Up-Firma aufblühen lassen! Oder hat Apple ihre ersten Mitarbeiter mit Luft bezahlt und Gras zu essen gegeben?

Einverstanden:

Es gab eine Zeit, z.B. als es noch Patrons gab und nicht nur Manager, da wurde in Firmen darauf geachtet, dass nicht der Kredit die Basis war, sondern die Substanz.

Seit die Manager das Zepter übernommen haben, bilden diese mit den Bankern eine unheilige Allianz da sich für diese beiden Player eine Winwin-Situation ergibt. Ausweiten der Geschäftstätigkeit (mit Hilfe des Kreditrahmens) und dadurch Aufblähen der Bilanz an der beide Seiten verdienen, besonders wenn dann noch über einen Börsengang oder eine Übernahme etwas Geld in die Kassen der Beteiligten fliesst.

Deshalb wäre es höchste Zeit, wenn Bremsen eingebaut würden, denn der Egoismus und die Gier der Menschen ist nicht über "Freiwilligkeit" zu kontrollieren.

Betreffend Privatkredit wäre noch zu sagen, dass so etwas vor einigen Jahrzehnten einen anrüchigen Tatch hatte. Es galt lange Zeit: Ich leiste mir nur, was ich BAR bezahlen kann. Da hat die Werbewirtschaft gründliche Gehirnwäsche betrieben. Natürlich unter Mithilfe der lobbyierten Politik.

GloomBoomDoom wrote:

Und Übrigens: Es wird immer Grosse und Kleine geben, Neureiche und Arme, sonst musst du eine Alternative zum KAPITALISMUS als Idee aufzeigen (Kommunismus hat ja auch super funktioniert)! Solange man keine Alternative hat => Kapitalismus in einem laufenden Prozess optimieren (Fehler, Ursache, Reaktion, Fazit)

Kapitalismus ist nur ein Wort. Denn es gibt ihn in verschiedenen Formen. In den letzten Jahre (so etwa seit Tatcher) entwickelte er sich in die falsche Richtung. Und wie immer, wenn sich etwas in ein Extrem entwickelt gibt es das entsprechende Gegengewicht. Ist ein Naturgesetz.... Es wäre also sinnvoll, das Gleichgewicht zu suchen sonst werden wir dafür büssen.

MF hat ja alles recht klar gesagt. Kann ich nur unterschreiben.

Edith: Soeben sehe ich in 10vor10 wieder die Diskussion über das Werbeverbot für Kleinkredite... Und auch diesmal wird es wieder gekippt werden. Denn die Menschen haben noch immer nicht begriffen, dass die Werbung ein Generalproblem ist. Kleinkredite, Kauf auf Zeit mit 0%-Zins, Internetverträge für 6 Monate mit 50% Diskont, (unnötige) Medikamente, Dickmacher für Kinder (Michschnitte) usw. usw. usw.

Aber klar, der Mensch ist ja selbst Schuld, wenn er so blöd ist und sich verführen lässt.

Und klar, die vielen Arbeitsplätze in der Werbewirtschaft die verloren gingen.

Und auch klar, man muss doch den Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Angebote zu bewerben, wie sollten wir denn sonst wissen, dass es im Winter bei XY frische Erdbeeren vom A.-der Welt gibt...

Nein, ich glaube es geht nicht (mehr) über die sanfte Tour, es geht wohl nur über die harte Tour. Der Reset wartet schon.

CrashGuru
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SMI im Dezember 2011

Merlin2033 wrote:

CrashGuru wrote:

Weshalb die Arbeiterschaft in Griechenland die Schuld an irgend etwas haben sollen ist mir noch schleierhafter. Sind SIE es, welche "den Staat" und "die Wirtschaft" führen?

Und speziell in griechenland, haben ja genau die kleinen und einfachen bürger ihre steuern eben auch nicht bezahlt. Es waren nicht nur die 1% reichen welche nicht bezahlt haben, also sind die restlichen 99% genau so mitverantwortlich!!!

Da bekomme ich immer einen Lachanfall. Da höre ich doch immer bei der Diskussion um Steuererhöhungen für die Superreichen (nicht Mittelstand!), dass das 1% ja den weitaus grössten Steueranteil stemmt. Die 99% sind marginal und sollen verstehen, dass die 1% nicht noch mehr belastet werden dürfen.

Nun sind sie aber genau so mitverantwortlich....

Irgendwie müsste mir das einmal jemand erklären. Ich bin zu blöd das zu verstehen Lol

marabu
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Schäuble sagte richtig...

... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!

Ein weiser Mann sagte einmal: „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven.“

aprecio
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Re: Schäuble sagte richtig...

marabu wrote:

... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!

Ein weiser Mann sagte einmal: „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven.“

darauf könnte man weiterspinnen und den staat privatisieren.

einige wenige könnten die macht übernehmen und alle zwingen zu arbeiten. oder wieso nicht gleich einen könig.

diese faulen säcke liesse man dann gratis arbeiten. strassen, landschaftspflege usw. vielleicht erbarmt sich einer und sagt, man müsse ihnen ausbildung und nahrung zur verfügung stellen. hey aber das sind ja investitionen!?!

wären wir dann wieder beim jetzigen ausgangspunkt?

marabu
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Wird sind weit davon entfernt...

... dass der Staat von wenigen "Privaten" übernommen wird.

... denn noch nie war die Macht der im öffentlichen Dienst stehenden, gutverdienenden Menschen (von Verwaltungsbeamten über staatliche Institutionen wie Gerichte, aber auch Schulen etc. etc.) grösser als heute!

Nicht die Spitzen der Eisberge sind bedeutend, sondern das, was unter dem Wasserspiegel schwimmt.

CrashGuru
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Re: Schäuble sagte richtig...

marabu wrote:

... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!

Ein weiser Mann sagte einmal: „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven.“

Clevere Begründung der Finanzkrise. Die Sozis in den Banketagen haben die Schulden der Sozis in den Regierungen verursacht. Und der blöde Sozi-Arbeiter muss nun über Sparen (Sozialabbau der Sozi-Regierungen) den Sch... ausbaden.

Schäuble sagte dies? Aha, in seiner Regierung sind die Schulden ja massiv abgebaut worden.

Mann wie kann man nur so verbohrt sein :roll:

Na ja, wie gesagt, ich bin einfach zu blöd, das alles zu verstehen. Lol

Ah und noch:

"Schulden das Geld der Sklaven" na denn, damit ist diese Kreditwirtschaft ja klar definiert oder nicht?

Ah ja, und noch die Job-Creators, alles keine Sozis:

http://blogs.wsj.com/wealth/2011/12/01/tech-millionaire-the-rich-arent-j...

Hilfe, man kann ja einer lic.-oec Gehirnwäsche unterzogen worden sein, aber so verbohrt wie "Wirtschaftsexperten" habe ich linke Kreise nie erlebt. Das muss eine Krankheit sein.

Es gibt Leute, die verstehen unter Dialog einfach Doktrin. :evil:

weico
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Re: Schäuble sagte richtig...

CrashGuru wrote:

Na ja, wie gesagt, ich bin einfach zu blöd, das alles zu verstehen. Lol

Wenigstens stimmt,du hast es ja schon x-fach erwähnt, diese Selbsterkenntnis und du kannst selber darüber lachen... !

weico

MarcusFabian
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Re: Schäuble sagte richtig...

marabu wrote:

... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!

Das ist natürlich nur parteipolitische Polemik, denn auch unter rechter Regierung steigen die Schulden.

Man sollte meiner Meinung nach die rechts-links Diskussion ohnehin aussen vor lassen, denn sie bringt nichts: Jede Regierung wird immer - und mit Recht - darauf hinweisen können, dass die Ursachen der aktuellen Probleme in der Politik der vorangegangenen Regierung zu suchen sind.

So hat z.B. Obama Schulden und 2 Kriege von Bush übernommen.

Der wiederum bekam Fehler der Clinton-Regierung zu spüren (Deregulierung bei den Bankengesetzen).

Und über all dem hängt die Politik der Zentralbank, die wirtschaftspolitisch einen viel grösseren Einfluss hat als sich jeder Politiker träumen lässt.

In Deutschland sind die Schulden seit etwa 1960 gewachsen. Wie oft haben sich seit damals rot und schwarz abgewechselt? Und neue Schulden haben sie alle gemacht.

Was in der Politik fehlt, sind Köpfe. Politiker mit Weitblick, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen, die nicht nur (wie Schröder oder Merkel) ihr Fähnchen in den Wind hängen und jeweils den kurzfristigen Weg des geringsten Widerstandes gehen sondern die etwas anpacken und durchziehen, auch wenn's unpopulär ist.

Klassiches Beispiel Franklin D. Roosevelt mit seinem New Deal.

Aber solche Führungspersönlichkeiten sind derzeit weder in Europa noch den USA und bei keiner der namhaften Parteien, auszumachen.

k3000
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Re: Schäuble sagte richtig...

MarcusFabian wrote:

Der wiederum bekam Fehler der Clinton-Regierung zu spüren (Deregulierung bei den Bankengesetzen).

Die Banken hat Reagan 1980 dereguliert mit dem "Depository Institutions Deregulation and Monetary Control Act" und schuf damit die Grundlage des moral hazard Problems der Banken (potentielle Verluste wurden durch FDIC de facto verstaatlicht).

Too big to fail ist übrigens kein Begriff aus der Finanzkrise 2008. Bereits 1984 wurde die Continental Illinois als too big to fail eingestuft und mit (damaligen!) $5 Milliarden gerettet.

Unter Greenspan begann in den 90ern anschliessend das FOMC als Derivathändler aufzutreten und führte Derivate auf Hypotheken und Treasuries ein, um die Zinssätze im Markt zu manipulieren. Derivate der vorliegenden Art waren also nicht eine Erfindung der Banken, sondern des Staates.

1989 wurde die RTC ins Leben gerufen, eine staatliche Vermögensverwaltung, welche die Verbriefung von Hypotheken "erfand": MBS war geboren, dem Staat sei dank.

Clinton erschuf dann den Commodity Futures Modernization Act im Jahr 2000 und deruglierte den privaten Derivatmarkt. Mit anderen Worten erlaubt er es den Banken das zu tun, was der Staat schon seit Jahrzehnten machte.

Danach erlaubte der Staat den Banken mit Basel I auf AAA MBS CDOs nur $2 pro $100 an Sicherheit zu haben. Sicherheiten für reguläre Staatsanleihen waren 5 mal höher. Der Staat schuf somit die Grundlage der Finanzkrise, weil es für die Banken wirtschaftlich sinnvoller war, Derivate anstatt Anleihen zu halten. Das war so Gesetz.

CrashGuru
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Re: Schäuble sagte richtig...

MarcusFabian wrote:

marabu wrote:
... die Sozi denken ständig über neue oder höhere Steuern nach. Aber überall, wo sie an die Macht kommen, steigen die Schulden!

Das ist natürlich nur parteipolitische Polemik, denn auch unter rechter Regierung steigen die Schulden.

Man sollte meiner Meinung nach die rechts-links Diskussion ohnehin aussen vor lassen, denn sie bringt nichts: Jede Regierung wird immer - und mit Recht - darauf hinweisen können, dass die Ursachen der aktuellen Probleme in der Politik der vorangegangenen Regierung zu suchen sind.......ff.

Richtig. Ich finde die links/rechts-Polemik auch sinnlos.

Es geht mir aber hier nicht um diese, sondern darum, dass ich es einfach nicht akzeptiere, dass immer wieder die gleichen Behauptungen und Argumente ins Forum gestellt werden, selbst wenn sie absolut unsinnig sind, wie z.B. die oben beschriebene Aussage eines Politikers, der es auch nicht besser kann als andere vor ihm. Warum übernimmt dann jemand so einen Sch.... und stellt ihn noch als sinnvolle Wahrheit ins Netz. Das tut doch schon fast weh.

Abgesehen davon, bin ich allerdings der Meinung (besser gesagt ist es meine lebenslange Erfahrung), dass "die Linken" bereit sind auch Ansichten von anders denkenden zu akzeptieren. Mindestens sind sie bereit diese zu diskutieren. Auch die Bereitschaft Fehler zuzugeben ist vorhanden und Standpunkte an neue Erkenntnisse anzupassen. Neuste Beispiele sind in den diversen Umweltthemen zu finden.

"Die Rechten" hingegen sind fast ausnahmslos schlechte Verlierer, was dazu führt, dass sie vor allem grosse Intriganten sind (um das zu verhindern). Ihre Ansichten zur Diskussion zu stellen kommt fast nur in Frage, sofern sie dies auf "auf eigenem Gelände" tun können (z.B. eigen Zeitungen/TV-Sendungen). Standpunkte zu ändern oder sogar aufzugeben kommt erst in Frage, wenn Wählermehrheiten gefährdet sind oder um die Macht zu konsolidieren. Neustes Beispiel Atomausstieg. Sobald die Macht wieder gesichert ist, kann der Standpunkt dann wieder zurück geändert werden.....(warten wir die nächsten Wahlen in D ab).

Ja sie sind sogar bereit, ganze Volkswirtschaften an den Abgrund zu fahren, wenn die Chance besteht dadurch die Macht (wieder) zu gewinnen. Neueste Beispiele die Republikaner in den USA, oder auch die Partito Popular (= Volkspartei Lol ) in Spanien. Wobei ich zugebe, dass es genug linke Politiker geben dürfte, welche da auch keine Skrupel haben würden. Die Frage ist, sind das dann wirklich "Linke" oder verkappte Schröder.

Diese Tatsache (!) lässt sich natürlich einfach dadurch Begründen, dass Reiche (oder solche, die glauben einmal dazu zu gehören....) fürchten, jegliche Veränderung der Machtsituation (= Verbesserungen) zugunsten der Allgemeinheit wird ihren egoistischen Anspruch gefährden. Das könnten zwar auch links denkende Menschen anführen, sie sind ja auch grundsätzlich egoistisch. Da sie aber scheinbar fähig sind das Wohl der Allgemeinheit über das Individual-Wohl zu stellen (was ich bei "Rechten" als undenkbar sehe), handeln sie eher zu Gunsten dieser Allgemeinheit. EHER, habe ich geschrieben.

Was aber "die Rechten" hier im Forum weit von sich weisen werden. Denn s.o.

oder als Wiederholung:

"Bei der Wahl zwischen der Änderung der eigenen Ansicht und dem Beweis, dass dies nicht nötig sei, macht sich fast jeder eifrig ans Beweisen"

John Kenneth Galbraith

gell, weico :idea:

CrashGuru
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Re: Schäuble sagte richtig...

k3000 wrote:

Der Staat schuf somit die Grundlage der Finanzkrise, weil es für die Banken wirtschaftlich sinnvoller war, Derivate anstatt Anleihen zu halten. Das war so Gesetz.

Womit wieder bewiesen ist, dass "der Staat" die Schuld trägt.

Komisch, dass so viel Geld für Lobbyisten ausgegeben wird, wenn doch "die Politiker" sowieso alles selbst (falsch) machen.

WER steht wohl hinter den verschiedenen Gesetzestexten. Kann es sein, dass da interessierte Kreise (und da wahrscheinlich nicht die Pfadfinder) die Federführung hatten.......

Wenn Politik Sch.... baut, so steht sicher immer ein Profiteur im Hintergrund und klopft sich auf die Schultern.

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