SMI im Dezember 2011

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SMI im Dezember 2011

cassiopeia75 wrote:

Und noch heute ist Gold offizielles Zahlungsmittel

Auch Silber. Der american silver eagle ist in USA bis heute legal tender

weico
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Denne wrote:

cassiopeia75 wrote:
Und noch heute ist Gold offizielles Zahlungsmittel

Auch Silber. Der american silver eagle ist in USA bis heute legal tender

Auch Goldvreneli,Wiener Philharmoniker usw.

"Ausser Kurs" gesetzte schweizer Münzen nimmt die Nationalbank an (bzw. auch jeder der Rechnen kann..)

8)

http://www.admin.ch/ch/d/sr/9/941.103.1.de.pdf

weico

MarcusFabian
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weico wrote:

Keineswegs würde ich solches bestreiten.Warum auch..?

Ich bestreite übrigens auch nicht,dass ein Robidog-Säcklein geeigneter ist um Hundkot aufzubewaren als ein Taschentuch.

Gut, dann sind wir uns ja endlich mal einig.

(Frage mich nur, warum diese Erkenntnis so lange gedauert hat :roll: )

weico
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MarcusFabian wrote:

Gut, dann sind wir uns ja endlich mal einig.

(Frage mich nur, warum diese Erkenntnis so lange gedauert hat :roll: )

Erkenntnis..?

Das Problem muss demnach also in deinem Bewusstsein oder Unterbewusstsein liegen... 8)

weico

MarcusFabian
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Ich finde es auf alle Fälle positiv, dass Du das mit dem Inflationsschutz jetzt aus so siehst wie ich.

Wie zu dieser Erkenntnis gekommen bist, ob ich dazu was beitragen durfte oder nicht. Ist schlussendlich unerheblich.

weico
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MarcusFabian wrote:

Ich finde es auf alle Fälle positiv, dass Du das mit dem Inflationsschutz jetzt aus so siehst wie ich.

Wie zu dieser Erkenntnis gekommen bist, ob ich dazu was beitragen durfte oder nicht. Ist schlussendlich unerheblich.

..du solltest doch "wissen" ,dass ich (als sicherheitsbewusste Person) auch als "Inflationsschutz" doch eher etwas mit Rendite bevorzuge.

http://www.cash.ch/forum/viewtopic.php?p=299356&highlight=betongold#299356

weico

Bullish
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MarcusFabian wrote:

1. Du fixierst Dich zu sehr auf Heinsohn!

Heinsohns Theorie, wonach sich Unternehmen nur neu verschulden können, wenn sie noch unverschuldetes also besicherbares Eigentum haben (und das Du auf Staaten und Banken überträgst) ist im Normalfall richtig.

Aber wir haben derzeit alles andere als den Normalfall.

Wir haben Banken, die sich mit dem 50-fachen ihres Eigenkapitals verschuldet haben.

Eigentum darfst Du nicht nur auf Eigenkapital reduzieren!

Das Eigenkapital ist lediglich die MARGIN, um die die Aktiven maximal fallen dürfen! Bezogen auf den 50-fachen Leverage heisst dies, es gibt Aktiven von 100 und Passiven von 100, wobei 98 der Passiven Forderungen an die Bank sind (Einlagen, FK, uä).

Ob nun die 100 Aktiven Gold, Immos, Wertpapiere, Derivate, etc sind, ist nicht erheblich, sie dürfen einfach nicht stärker als 2% fallen (in Praxis weniger, da es EK-Vorschriften gibt).

EK-Vorschriften nach Basel2 sind 8%, aber sie sind risikogewichtet, in der CH so:

http://www.admin.ch/ch/d/sr/952_03/app4.html

zB:

3.1 Wohnliegenschaften in der Schweiz und im Ausland, bis zu zwei Drittel des Verkehrswertes ... 35 %

Also für die ersten 2/3 einer Hypo: 0.08 * 0.35 = 2.8%

Mit 28'000 CHF Eigenkapital kann eine Bank eine 1'000'000 CHF Hypothek vergeben, was bei 0.12 Einlagenzins und 2% Hypozins und 0.25% Notenbankzins:

0.0012*972'000 = 1'166.4 (Zins an Kunden)

0.0025*100'000 = 2'500 (angenommen 10% Mindestreserve bei Notenbank beschaffen)

0.02*1'000'000 = 20'000 (Hypozins)

der Bank einen Gewinn von 20'000 - 1166 - 2500 = 16334 und eine EK-Rendite von

16'334/28'000 = 58.3% bringt! Das will man ja nicht alles den Aktionären überlassen und so reicht das noch für schöne Büros, Bonis und Sponsorships.

(bitte bei Falschrechnung reklamieren)

.... aber eben, auch die "gehebelt finanzierten" Aktiven sind Assets - Eigentum oder mit Eigentum besicherte Forderungen (die auch aus Forderungen die mit Forderungen auf Eigentum, (in Endlosschlaufe) besichert sein können) - Pech, wenn das Eigentum nicht mehr gefunden werden kann, weil Forderungen zerstückelt, gemixt und wieder zerstückelt wurden...

MarcusFabian wrote:

Wir haben Staaten, die kein Geld haben und sich dieses leihen von Banken, die ebenfalls kein Geld haben und dieses deshalb von einer Zentralbank leihen, die auch kein Geld hat, das Geld aber druckt und dafür von exakt jenem Staat eine Garantie bekommt, der sich das Geld von besagter Bank leiht!

Genau! Das ist aber nur die Geldseite. Es ist eine komplexe Verschachtelung verschiedener Forderungen mit verschiedenen TERMINEN.

Der Zins an die Notenbank ist im Grunde genommen eine simple Steuer, und der Gewinn der Notenbanken wird zum grössten Teil an den Staat ausgeschüttet.

MarcusFabian wrote:

Da dreht sich ein geldschöpferisches Perpetuum-Mobile, das jeglicher Vernunft und jeglicher Heinsohnschen Logik und Theorie widerspricht.

Nein, das passt genau. Genauso, wie das Geld aus dem Nichts kommt, erscheint auch das Eigentum. Nur ist das Eigentum nich nominell bewertet, wie dies Forderungen sind.

Das Eigentum weist einen mehr oder weniger elastischen Preis aus, wobei die Marktpreislogik dafür sorgt, dass EINE EINZIGE VERKAUFTE EINHEIT MILLIONENFACHE AUSWIRKUNG auf alle anderen Einheiten desselben Assets hat.

Diese jeweils letzte Markttransaktion entscheidet nun über die Solvenz unzähliger Eigentümer.

Darauf geht Heinsohn mMn noch zu wenig explizit ein, obwohl er dies mit seiner Aussage "[Nullzins].. jetzt werden Preise getrieben .." impliziert.

MarcusFabian wrote:

2. Die Aussage: ... dass Kreditexpansion keine "Inflation" im Sinne von "Geldentwertung" etc ist, wird sich dereinst wohl im Thread "FREEBYS WITZ KISTE :-)" wiederfinden. Vielleicht wird es dann bereits einen neuen Thread geben. Ich tippe mal auf einen Titel wie: "Warum wir die Währungsreform hätten voraussehen sollen."

Ich weiss, dass Du Dich diesbezüglich mit Elias und weico in guter Gesellschaft wähnst. Aber mal ehrlich: Wirf mal einen Blick auf die Geschichte von 3800 Währungsreformen. Gelddruckerei von Kaiser Nero über die Assignaten bis Robert Mugabe.

Klaro, es ist im Grunde der Bau einer Pyramide, der, wenn er OPTIMAL verläuft, unendlich gebaut werden kann, weil die Spitze immer noch spitzer werden kann - auch wenn man sich bereits im Nanobereich bewegt und die Pyramide praktisch nicht mehr nach oben wächst.

Wenn man sich aber zurücklehnt, dann wird, wenn man die Kanten der Pyramide betrachtet, klar, dass diese in der Maximalhöhe beschränkt ist, auch wenn man als Erbauer noch Steine in der Grösse von geteilten Atomen aufschichtet...

MarcusFabian wrote:

Meinst Du wirklich, dass die EZB nun die Staatsschulden einfach so durch die Druckerpresse monetarisieren kann, ohne dass das negative Konsequenzen hat?

Ich weiss, dass weico und Elias so denken. Aber von Dir erwarte ich mehr!

Nein, natürlich nicht, weil ja die Notenbank nicht für die Staaten bezahlt, sondern lediglich die Gläubiger vor zu grossen Verlust retten - die Gläuber schaffen es im besten Fall dann zu einer schwarzen Null. Aber es gilt auch hier PCM: "Aufwärts ohne Ende bis zum Ende".

Deshalb habe ich auch Gold - entweder muss die EZB abschreiben (abwerten) oder sie fliegt auseinander. Wann das passieren wird, können wir nicht sagen, deshalb können wir auch nicht gehebelt ins Gold, sonst löscht uns die Volatilität mitaus.

Der krasseste Fall wäre ja, wenn alle Banken ihre Assets an die Notenbank übertragen müssten und ebenso die Forderungen an die Banken nun an die Notenbank ginge - das wäre die Vollmonetarisierung! Danach müssten aber immer noch alle Forderungen bedient werden und die Schuldner würden fallen, bis die Notenbank alle Pfänder in ihren Aktiven hätte.

Bullish
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weico wrote:

Für jemanden wie dich,der die Hoffnung hat "baldeinmal" ganze Häuserzeilen mit einer Unze Gold zu kaufen,aber irgendwie verständlich.

Das Problem dieser Häuser wird sein, dass sie 1 Unze kosten, aber nur für 10 Unzen pro Jahr erhalten werden können, während man nur 5 Unzen Jahresertrag erzielen kann. (oder alles ist zu Boden gebombt, oder die Häuser liegen in einer verlassenen Zone)

Diese Transaktion setzt aber immer noch voraus, dass es einen Rechtsstaat gibt, denn ohne Rechtsstaat macht es gar keinen Sinn, Gold für Häuser zu geben - man besetzt dann die Häuser einfach.

Bullish
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Denne wrote:

Deshalb sammelt sich der ganze Schrott bei den Zentralbanken und den vielenvielen neuen Institutionen, deren Gründung wir noch erleben dürfen: Um Eigentum eingermassen besicherbar zu halten. Dann klappt´s auch mit Heinsohn.

Wie oben beschrieben, ja. Heinsohn klappt immer, wenn es Eigentum gibt. Heinsohn klappt aber auch sonst, er beschreibt ja nur die Stammes-, Feudal- und Eigentumsgesellschaften.

Um ein bisschen den Grundzusammenhang zu verstehen, empfehle ich PCM's:

http://www.youblisher.com/p/978-Macht-der-Staat-und-die-Institution-des-...

Man wird auch nicht mehr "Staat" und "Wirtschaft" als Gegenpole verstehen...

Bullish
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MarcusFabian wrote:

cassiopeia75 wrote:
Panikverkäufe und Flucht in CHF und Gold werden folgen.

Die Auswirkungen eines Dollar-Kollaps auf das Finanzsystem wären also weitaus dramatischer als damals die Pleite von Lehman und Bears.

Der USD wird kontrolliert geschwächt. Würden die Chinesen alle US-Ts verkaufen, würde der USD ohne FED Intervention brutal steigen, ich schätze mal, die letzten 20-30 Jahre würden rückgängig gemacht - der USD würde glatt bei 5 CHF stehen!

Natürlich würde das FED nicht tatenlos zusehen, denn gleichzeitig wäre dies die platzende Bond-Bubble, die jeden mit nur ein wenig Nettoschulden (Kredite > Geld) in die Pleite treiben, Assets - auch Gold - würden brutal einbrechen.

Die Rettungsaktion des FED würde dann den Goldpreis in die Höhe katapultieren und die restilichen Assets stützen.

... funktioniert aber nur solange, wie die Amis das stärkste Militär haben.

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Die Frage, warum Papiergeld also wertvoller sein bzw. werden soll als Gold, hast Du übrigens immer noch nicht beantwortet Wink

Auch wenn an @weico gerichtet:

Geld ist nicht wertvoll - von Wert beginnt man ja erst zu sprechen, weil etwas einen schwankenden Preis - in Geld ausgedrückt - haben kann.

Der Streit bewegt sich hier etwa um die Frage ob Temperatur wärmer sei als ein Feuer.

Unter Bretton Woods waren die Währungen tatsächlich wie Celsius, Fahrenheit, etc zu einander... diese Problem wurde gelöst, wer weiss, vielleicht wird die Klimaerwärmung bald auch durch floatende Temparaturskalen gelöst...

Bullish
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Denne wrote:

weico wrote:
Fazit:

Der Markt entscheidet schlich selber,wass er als "unverantwortliche Gelddruckerei" anschaut bzw. wie lange er "staatliches Geld" auch akzeptiert.

Dann ist es ja eine glückliche Fügung, dass der Staat selbst der grösste Teilnehmer am "Markt" ist.

Dann sind wir ja beruhigt.

"Der Markt" ist sowieso ein schlechter Ausdruck, der irgendwie suggeriert, es handle sich um eine Zentraleinheit die da entscheide, also genau das Gegenteil dessen, was das Chaos der vielen Marktteilnehmer wirklich ist. (hehe, der Hinweis ist gut, tatsächlich dominiert langsam ein einzelner Teilnehmer alles)

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Dann formuliere ich es anders:

Geld verliert an Kaufkraft.

Weiviel Brot bekamst Du von 100 Jahren für $35, wieviel heute?

Nur wird man sich mit dem heutigen Lohn viel mehr Brot kaufen können und das ist entscheidend.

MarcusFabian wrote:

Wieviel bekamst Du vor 100 Jahren für 1oz Gold und wieviel heute?

Wie volatil war Gold in den letzten 100 Jahren? Gold ist noch extremer als eine 10 jährige Staatsanleihe und völlig von den Zinsen (aka Realzinsen) abhängig. Gerade für einen Goldbesitzer ist es wichtig genügend Cash als Liquidität zu haben, weil er sonst im dümmsten Moment verkaufen muss.

Liquidität hat immer mit TERMIN zu tun. Geld hat keinen, die 10-jährige hat einen und Gold hat einen unendlichen, weil es nicht vergammelt/zerfällt.

Stell Dir vor, Nullzins und Anleihen jeweils mit 2% Coupon:

- eine 1-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 2-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 5-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 10-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 30-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 50-jährige kann weniger hoch steigen als

- eine 100-jährige kann weniger hoch steigen als

- gold

Du kannst aber auch "weniger hoch steigen" mit "weniger tief fallen" ersetzen.

MarcusFabian
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Bullish wrote:

Würden die Chinesen alle US-Ts verkaufen, würde der USD ohne FED Intervention brutal steigen, ich schätze mal, die letzten 20-30 Jahre würden rückgängig gemacht - der USD würde glatt bei 5 CHF stehen!

Das musst Du mir genauer erläutern. Ich sehe es nämlich genau umgekehrt: Ein Bond-Crash und der Dollar würde auch kollabieren.

Grund: Wenn alle ihre Treasuries verkaufen, bekommen sie dafür Dollars. Diese verkaufen sie wiederum gegen ihre Landeswährung. Also Euro, Yen, Pfund ...

Das heisst: Anstieg dieser Währungen gegenüber dem Dollar oder Fall des Dollars.

Oder sie bleiben im Dollarraum und kaufen in den USA Aktien, Firmen, Land ... entsprechend gäbe es in den USA eine entsprechende Teuerung. Also ebenfalls fallender Dollar.

MarcusFabian
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Bullish wrote:

Nur wird man sich mit dem heutigen Lohn viel mehr Brot kaufen können und das ist entscheidend.

Ich zweifle ja nicht die Kaufkraft der Löhne, der Produktivität an sondern die Kaufkraft des Geldes in denen die Löhne bezahlt werden.

Das ist nicht dasselbe!

Schliesslich leistet ja ein Bauer mit Mähdrescher auch rund 200 mal mehr als ein Landarbeiter mit Sense.

Bullish wrote:

Wie volatil war Gold in den letzten 100 Jahren?

Das ist insofern eine Gretchenfrage weil bis und mit Goldstandard die Vola von Gold in einer angebundenen Währung praktisch Null war.

Ansonsten über die letzten paar Hundert Jahre +100%/-50% in Kaufkraft (z.B. wieviel Brot kann ich kaufen ...) gerechnet.

Allerdings gleicht sich die Kaufkraft langfristig immer wieder aus.

Es ist also nicht wie z.B. beim Dollar, der über die letzten 100 Jahre kontinuierlich an Kaufkraft verloren hat. Mittlerweile 97% seit Gründung der FED.

Übrigens ist Gold weniger Volatil als beispielsweise Aktien:

Gold schwankt zwischen 20 und 60, der S&P zwischen 15 und 80.

Bullish wrote:

Gold ist noch extremer als eine 10 jährige Staatsanleihe und völlig von den Zinsen (aka Realzinsen) abhängig.

Sorry, aber gibt es (in Puncto Vola) etwas langweiligeres als 10 jährige Staatsanleihen? Wink

weico
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Bullish wrote:

Auch wenn an @weico gerichtet:

Geld ist nicht wertvoll - von Wert beginnt man ja erst zu sprechen, weil etwas einen schwankenden Preis - in Geld ausgedrückt - haben kann.

Der Streit bewegt sich hier etwa um die Frage ob Temperatur wärmer sei als ein Feuer.

Der Streit bewegt sich eher darum ,dass ein Wert eben durch die Recheneinheit Geld ausgdrückt wird, aber die Goldbugs alles in Gold bewerten wollen .

P.S..wobei,von den Goldbugs,sicherlich bald wieder das obligate "Gold ist Geld" ...usw.....

weico

MarcusFabian
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weico wrote:

Der Streit bewegt sich eher darum ,dass ein Wert eben durch die Recheneinheit Geld ausgdrückt wird, aber die Goldbugs alles in Gold bewerten wollen .

Stimmt. Genau das ist der Punkt.

iGwt zum Beispiel berechnet alles (auch den SMI) auf Basis des Dollars.

Das Problem (mein Problem, nicht Deines) ist es, einen Fixpunkt zu haben, an dem man erkennen kann, ob nun A gegen B gestiegen ist oder B gegen A gefallen.

Vielleicht sind auch beide gestiegen aber A stärker?

Oder beide sind gefallen aber B mehr?

Ich betrachte Papiergeld nicht mehr als stabile Messgrösse weil es seit 10 Jahren zu stark (meiner Meinung nach zu stark) von den Zentralbanken "gemanaged" wird.

Als Beispiel: Wenn die SNB den Franken schwächt und 2 Wochen später die Benzinpreise steigen, sind eben nicht die bösen Ölscheichs am Preisanstieg schuld sondern die SNB, die den Franken geschwächt hat.

Durch diese Brille betrachtet ...

... ist Öl z.B. in den letzten 50 Jahren nicht wesentlich teurer geworden.

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:
Würden die Chinesen alle US-Ts verkaufen, würde der USD ohne FED Intervention brutal steigen, ich schätze mal, die letzten 20-30 Jahre würden rückgängig gemacht - der USD würde glatt bei 5 CHF stehen!

Das musst Du mir genauer erläutern. Ich sehe es nämlich genau umgekehrt: Ein Bond-Crash und der Dollar würde auch kollabieren.

Ja, darüber haben wir schon ein paar mal diskutiert. Es kommt schon mal darauf an, weshalb die Chinesen verkaufen. Aber würden die Chinesen JETZT verkaufen, ohne dass sich etwas verändert hätte, würden die US-T fallen und diese würde die Bilanzen vieler Banken gefährden, die dann anfangen müssten, Anlagen abzustossen - also voll Defla in USD Assets, was den USD extrem verteuern würde.

Bullish
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Wenn nicht ich, dann würde das @weico posten:

http://www.youtube.com/watch?v=GP6uSLzejIE

Perry Mehrling erklärt.

Sein Buch: New Lombard Street: How the Fed Became the Dealer of Last Resort

Zum besseren Verständnis des Videos:

"eurosystem lending" sind die target2 salden:

http://www.querschuesse.de/target2-salden/

Also das, was Notenbanken den anderen Notenbanken im Eurosystem schulden/guthaben.

Fliehen die Italos aus ihren Banken über die ital. Notenbank nach Luxemburg, erzeugt das Minussalden in Italien und Überschüsse in Luxemburg.

Vielleicht erinnert sich jemand daran, wie ich die Luxemburger Exportartikel in Italien suche, die dafür verantwortlich sind: das ist ein riesen Bankrun.

Das treibt dann die Renditen hoch: http://pigbonds.info/

MarcusFabian
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Frei nach Dirk Müller (vorgestern bei Maybrit Illner):

"Ob die EZB Italien direkt finanziert oder die EZB 200 Mrd. an den IWF überweist und der IWF dann damit Italien finanziert, ändert an der Schuldenlage gar nichts. Das ist nur linke Tasche, rechte Tasche".

Bullish
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MarcusFabian wrote:

Frei nach Dirk Müller (vorgestern bei Maybrit Illner):

"Ob die EZB Italien direkt finanziert oder die EZB 200 Mrd. an den IWF überweist und der IWF dann damit Italien finanziert, ändert an der Schuldenlage gar nichts. Das ist nur linke Tasche, rechte Tasche".

Doch, dann müsste wohl der IWF haften.

MarcusFabian
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Bullish wrote:

Doch, dann müsste wohl der IWF haften.

Das wäre das erste mal, dass der IWF für irgend etwas haftet Biggrin

Spass beiseite:

Hast Du uns nicht 3 Postings weiter oben mit dem Link auf Perry Mehrling zu erklären versucht, das Aktiven/Passiven immer ausgeglichen sein müssen und dass die Aktiven des einen Spielers die Passiven des anderen sind?

Wieso also sollte es eine Rolle spielen, über wieviele Stationen Geld aus Luft durch Sicherheiten aus Luft in irgendwelche Bilanzverlängerungen fliesst?

Dadurch hat Giacomo keinen Espresso mehr verkauft, Giuseppe sucht immer noch einen Job, Benito zahlt nicht mehr Steuern und Antonio hat immer noch so viele Schulden wie zuvor Wink

weico
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Bullish wrote:

Wenn nicht ich, dann würde das @weico posten:

http://www.youtube.com/watch?v=GP6uSLzejIE

weico würde eher gleich direkt auf Mehrling's blog verlinken,weil er ihn als einen der besten Wirtschaftblogs hält (..und man dort auch die Kommentare und Antworten lesen kann).

http://ineteconomics.org/blog/244

weico

bengoesgreen
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John Doe wrote:

bengoesgreen wrote:

John Doe wrote:

Indem Fall gute Nase bewiesen, ich wünsche sie dir weiterhin, auch wenn ich selbst den Aktienbulle reite als den Goldbullen. Den ich möchte mit Aktien reich werden, nicht mit Gold! Du verstehst sicher auch warum.

2 Monate cash forum & mf und schon wieder ist einer eingeknickt Lol

Du bist ja ein ganz aufmerksamer, aber dein Zynismus hat keinen Boden, denn wie Du nachlesen kannst, bin ich immer noch in Aktien investiert. Ich habe aber mein Goldinvestment aus genannten Gründen von Null aufgestockt und werde es auch weiter tun. An der Aussage, dass ich mit Aktien reich werden will, hat sich nichts geändert, vielleicht hätte ich (noch reicher) schreiben sollen, aber dann wäre ich auf dem Niveau von K3000. Mit Gold werde ich ja auch nicht reich, sondern erhalte mir den Wert, mit Aktien hingegen kann ich bei geschicktem Timing den Wert vervielfachen.

Und, wenn Du genau liest und recherchierst, dann kannst du auch nach lesen, dass ich geschrieben habe, ein Vollblut Spekulant muss flexibel bleiben und darf nicht stur auf seine Meinung beharren, wenn er merkt das er falsch liegt. Genau dieses ausklammern von Emotionen, trennt den Spreu vom Weizen, oder den erfolgreichen vom nicht so erfolgreichen Anleger.

Dir wünsche ich ein erfolgreiches 2012 nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Du nimmst das Ganze zu persönlich. Niemand hier hat die Wahrheit gepachtet. So wie dir ist es schon vielen ergangen...

3) Φιλαργυρία

John Doe
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SMI im Dezember 2011

bengoesgreen wrote:

Du nimmst das Ganze zu persönlich. Niemand hier hat die Wahrheit gepachtet. So wie dir ist es schon vielen ergangen...

Ich nehme das doch nicht persönlich, also bitte. Was du mit schon vielen ergangen ist meinst, weiss ich nicht, aber wenn du meinst sie haben mit ihrer Entscheidung in Gold zu investieren richtig gelegen, dann ist es ihnen ja gut ergangen, somit sind alle zufrieden, ich hoffe du jetzt auch. Wink

Bullish
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SMI im Dezember 2011

MarcusFabian wrote:

Dadurch hat Giacomo keinen Espresso mehr verkauft, Giuseppe sucht immer noch einen Job, Benito zahlt nicht mehr Steuern und Antonio hat immer noch so viele Schulden wie zuvor Wink

Ja, das ist auch der Sinn am ganzen; wenn der Druck aus dem System entweicht ist Sense. Oder kannst Du Dich an eine "gute alte Zeit" erinnern, als diese Probleme noch nicht vorhanden waren?

Alles normalo also.

Bullish
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John Doe wrote:

Mit Gold werde ich ja auch nicht reich, sondern erhalte mir den Wert, mit Aktien hingegen kann ich bei geschicktem Timing den Wert vervielfachen.

Gold schützt nicht unbedingt. In der *Inflation* nach 1981 fiel der Goldpreis, obwohl die Teuerung stark war.

Gold ist auch nur eine Spekualtion wie Aktien; nämlich darauf, dass im Umfeld hoher privater Verschudung die deflationäre Spirale mit Reflationsmassnahmen der Notenbanken bekämpft wird. (neg. Realzins)

Gold ist auch eine Spekulation darauf, dass im Umfeld tiefer privater Verschuldung die steigenden Zinsen unter der Teuerungsrate bleiben. (neg. Realzins)

Aktien sind eine Spekulation darauf, das sinkende Zinsen für Unternehmen die Eigenkapitalrendite erhöhen. (Miller/Modigliani aka Leverage-Effekt)

Staatsanleihen solider Staaten sind eine Spekulation darauf, dass die Zinsen sinken, ohne dass Unternehmen an diese tiefen Zinsen kommen können.

T15
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Celente's Vorschau

Quote:

Seit etwa 20 Monaten prognostizierte Celente den Crash der Vereinigten Staaten und Europas - allerdings bislang für die zweite Hälfte des Jahres 2012. Nun korrigiert er sich und warnt vor dem Ausbruch von Krieg überall vor unseren Haustüren schon 2011. Und zwar in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa. Der Grund: Die Rückkehr der Wirtschaftskrise, die unabwendbare Schuldenlast und Migrationsströme von Menschen, die aus ärmeren Staaten zu uns kommen und nach einem besseren Leben suchen.

Die Geschichte der unmittelbar bevorstehenden Zukunft hat nach Auffassung von Celente längst begonnen: Die Unruhen von Asien über die islamische Welt bis nach Lateinamerika, die »Demokratie-Demonstrationen« in Nordafrika und arabischen Staaten - sie alle sind angeblich die direkten Vorboten einer Bewegung, die an unseren Grenzen nicht halt machen wird. Celente mahnt alle Bürger der wohlhabenden Welt, sich jetzt auf den nahenden Krieg vorzubereiten. Und zwar mit Waffen und Lebensmittelvorräten. Er empfiehlt jetzt: »Gold, Waffen und die Ausarbeitung von Fluchtplänen«. Ihm ist, so schreibt er, durchaus klar, dass man ihn für »alarmistisch«, »verrückt« und »pessimistisch« halten wird. Doch er weist eben auch darauf hin, dass er als einer von wenigen auch Monate vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 diese korrekt bis ins Detail prognostiziert hat. Der 1946 geborene Celente, Sohn italienischer Einwanderer, hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Entwicklungen vorausgezeichnet. Sie mögen einige Monate früher oder später eingetroffen sein, als von ihm skizziert - aber sie trafen eben tatsächlich ein. Und deshalb findet der Mann heute weltweit Gehör.

Celente nennt die Verlautbarungen westlicher Regierungen, die derzeit einen wirtschaftlichen »Aufschwung« prognostizieren, »reine Propaganda«. Er ist überzeugt davon, dass NATO-Kriege wie jener in Libyen nur einem Ziel dienen: der Ablenkung der Bevölkerung von der Realität. Nach seiner Auffassung ist die Jugend weltweit ohne die geringsten Perspektiven. Und das, was in Ländern wie Tunesien, Ägypten oder Libyen geschehen sei, könne auf alle anderen Staaten übertragen werden. Er ist überzeugt davon, dass sich diese perspektivlose Jugend der Welt in sehr kurzer Zeit weltweit vereinigen und gegen jene losschlagen wird, denen es (noch) gut geht.

Zudem sei die Regierung des amerikanischen Präsidenten Obama keineswegs so edel und gutmütig, wie diese sich nach außen gebe. Washington werde den (in naher Zukunft eskalierenden) Libyen-Krieg dazu missbrauchen, um den chinesischen Einfluss in Afrika zurückzudrängen und einen weiteren Krieg in oder um Syrien provozieren, um den russischen Einfluss in Nahost einzudämmen. Alle diese Kriege, mit denen Obama vom eigenen wirtschaftlichen Versagen in den USA ablenken wolle, seien längst fest geplant. Und jeder dieser provozierten Kriege werde dann rasend schnell den nächsten nach sich ziehen. Parallel dazu würden die Lebensmittelströme in der globalisierten Welt unterbrochen. Menschen, die etwa in der Europäischen Union wie selbstverständlich Salat aus Spanien oder Gurken aus der Türkei essen, würden auf einmal feststellen, dass sie sich auf Lebensmittelimporte verlassen hätten, die es dann einfach nicht mehr gebe. Es beginne dann ein Kampf um noch verfügbare Lebensmittel. Und Migranten, die aus ihren Heimatländern etwa nach Europa oder in die USA geflohen seien, würden die inneren Unruhen aus ihren Heimatländern exportieren. Neben der schweren Lebensmittelkrise werde es eine Rückkehr von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus geben, wie man es sich heute wohl kaum vorstellen können - und zwar durch alle Bevölkerungsschichten hindurch, weil jedem auf einen Schlag die Rettung der eigenen Familie am wichtigsten sei.

In der Europäischen Union werde es wohl am schlimmsten werden. Sehr bald schon werden die EU-Bürger nach Auffassung von Gerald Celente merken, wie sie von der EU belogen und betrogen worden seien. Ihr Geld, ihre Ersparnisse, ihre Zukunftsvorsorge - alles weg. Policen von Spareinlagen und Versicherungen seien dann auf einen Schlag nur noch bunt bedrucktes Papier. Reich seien dann nur noch einige EU-Politiker und jene, die mit dem Geld anderer gezockt hätten. Und jene, die sich rechtzeitig (wie etwa Menschen, die schon Gold und Silber gekauft haben) durch Edelmetalle vor der kommenden Krise abgesichert haben.

Der Wutausbruch der Bevölkerung in Europa werde nicht mehr kontrollierbar sein. Die EU werde sehr bald auseinander brechen. Aus dem sich entwickelnden europäischen Bürgerkrieg (jedes Land fühlt sich angeblich dann vom anderen betrogen) würden dann gleich mehrere Kriegsherde inmitten Europas. Die traditionelle Animositäten und Vorbehalte der verschiedenen europäischen Bevölkerungsgruppen (vor allem benachbarter europäischer Staaten) würden über Nacht wieder aufbrechen und in Gewalt umschlagen. Weil Europa seine Armeen (aus Geldnot) weitgehend abgeschafft habe oder fern der Heimat einsetze, werde die neuen innereuropäischen Kriege niemand mehr befrieden können. Hinzu kämen laut Celente die Wanderungsbewegungen (die schon eingesetzt haben) von Europäern, die auf der Suche nach Arbeit in anderen Ländern sind.

Man reibt sich verwundert die Augen, was einer der renommiertesten Zukunftsforscher der Welt uns für die nächsten Monate voraussagt. Denn staatstragende deutschsprachige Medien sehen derzeit weit und breit nur einen Unruheherd: die Bundesliga ...

Fernseher usw. Brot und Spiele....?

Quote:

Wenn Celentes Prognosen sich als unzutreffend erweisen, dann wird man künftig über ihn lachen. Was aber, wenn er eben nicht Unrecht hat? Immer wieder ruft er die Bürger in seinem jüngsten Newsletter dazu auf, Geld in Edelmetalle umzutauschen, sich zu bewaffnen und Lebensmittelvorräte anzulegen. Noch wichtiger aber, so Celente, sei es, sich mental auf die sich abzeichnende Lage vorzubereiten. Wer das nicht mache und jetzt noch über solche Prognosen lache, der werde psychisch kollabieren und die kommende Zeit ganz sicher nicht überleben.

Celente ist davon überzeugt, dass es hinter dieser Entwicklung eine Hand gibt, die das alles steuert. Keine höhere religiöse Macht, sondern eine Finanzoligarchie, die auf Krieg spekuliert und alles dafür tut, damit diese Entwicklung so und nicht anders kommt. Diese profitiere von steigenden Ölpreisen, steigenden Lebensmittelpreisen, Waffenverkäufen - und vor allem vom Platzen der Geldblase. Denn für das alles zahlen am Ende, so Celente, nur die einfachen Bürger. Die großen Finanzmagnaten der Welt kassieren nur und werden noch reicher. Man kann nur hoffen, dass Celente (dieses Mal) mit seiner düsteren Prognose für die zweite Jahreshälfte 2011 Unrecht hat.

ich finds intressant den Bericht kurz zu lesen...

weico
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SMI im Dezember 2011

Celante hat jetzt wohl selber gewisse Sorgen:

http://www.boerse-express.com/pagesfoonds/16944

Auf jedenfall regt er sich,in dem 3-teiler, ziemlich heftig auf..

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=J5OxXGjJBnM

weico

MarcusFabian
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SMI im Dezember 2011

bengoesgreen wrote:

Du nimmst das Ganze zu persönlich. Niemand hier hat die Wahrheit gepachtet. So wie dir ist es schon vielen ergangen...

Ich meine, das wichtigste an der Börse ist, dass man sich auch grösserer Zyklen bewusst wird und bereit ist, seine Meinung, seine Anlagestrategie regelmässig zu überprüfen und ggf. zu ändern.

Die Haltung: "Das ... ist 10, 20 Jahre lang gut gegangen, also wird es auch weitere 10 Jahre lang gut gehen" ist eben gefährlich. Man denke an Investoren, die 1990 Nokia oder Cisco gekauft haben. 10 Jahre lang haben sie damit Geld verdient und dann verloren.

Wenn also jemand wie John nach kalter, rationaler Analyse zum Schluss kommt, dass eine Absicherung in Gold für ihn Sinn macht, auch wenn er mit Gold bisher nichts am Hut hatte, kann man das nur begrüssen.

Wer stur an einer Meinung festhält und allen Gegenargumenten zum Trotz auf das falsche Pferd setzt, der verdient es nicht besser, als zu verlieren.

Und bevor Du es schreibst, schreibe ich es selber: Ja, auch Gold wird eines Tages zum schlechten Asset werden. Und deshalb gilt für Gold-Bugs genau dasselbe: Nicht ins Gold verlieben sondern auf den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf und die Umschichtung in Aktien warten.

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