SMI im Februar 2009

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31.01.2009 20:26
#1
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SMI im Februar 2009

Rückblick Januar 2009

Ich muss es zugeben: Aus der im Dezember und Januar angekündigten Bärenmarktrally ist nicht viel geworden.

Die kurze Bärenmarktrally hat sich bereits am 6. Januar (Hoch im S&P bei 943) todgelaufen.

Wir erinnern uns: Auslöser für die Rally waren die weltweiten Ankündigungen der Staaten, auf Kosten der Steuerzahler schlechte Banken und evtl. angeschlagene Konzerne mit staatlichen Garantien im Billionen-Bereich aus den Schwierigkeiten zu kaufen. Die Worte "bailout" und "Quantitative easing" machen allerseits die Runde.

Beim Poker nennt man so etwas einen "All-In". Man setzt alles bis auf sein letztes Hemd auf eine Karte und hofft auf den Gewinn. Alles oder Nichts.

Positiv: Durch die Staatsgarantien können die Banken ihren Giftmüll gegen wertvolle und liquide Staatsanleihen tauschen und bekommen so wieder Kredit.

Negativ: Der Giftmüll belastet die Steuerzahler auf Jahrzehnte hinaus. Er reduziert dabei auch die Fähigkeiten der Staaten, weitere Schulden aufzunehmen und erhöht das Risiko eines Staatsbankrotts.

Doch dazu später mehr.

Im langfristigen Bild des S&P 500 sehen wir sehr gut die beiden Blasen, die in den letzten 15 Jahren aufgebaut und wieder zerschlagen wurden.

Zuerst die Dot-Com Blase, danach die Immobilien-Blase.

Denken wir uns beide Blasen weg, nehmen wir an, diese Blasen hätte es nie gegeben und die Börsen hätten sich ganz langweilig parallel zur Wirtschaft entwickelt, dann stünden wir jetzt ebenfalls in der selben Gegend. Die Börsen wären einfach in etwa der hellblauen Linie gefolgt.

Ist also die ganze Krise unter dem Strich ein non-Event? Eine Monster-Inflation der Assets (Aktien, Immobilien), die durch eine entsprechende Monster-Deflation innert eines Jahres wieder vernichtet wurde?

Nicht ganz. Denn der Chart zeigt nicht, wie es hinter den Kulissen aussieht:

* Während der Blasen wurden Arbeitsplätze geschaffen, die nun abgebaut werden müssen.

* Es wurden mehr Häuser gebaut als das Bevölkerungswachstum gerechtfertigt hätte. Also besteht hier ein Angebotsüberschuss, der zuerst abgebaut werden muss.

* Es wurden Schulden angehäuft, die erst abgebaut werden müssen.

Wir sind uns alle bewusst, dass die aktuellen Probleme in erster Linie "Made in USA" sind, wobei unsere Investment-Banker, mit moralischen Qualitäten eines russischen Zuhälters, ebenfalls massgeblich dazu beigetragen haben.

Das Dilemma: Wie kann man Schulden abbauen, ohne dabei der Wirtschaft allzu sehr zu schaden?

Schulden abbauen bedeutet weniger auszugeben als man erwirtschaftet. Das führt zu weniger Konsum und das wiederum schmälert die Unternehmensgewinne. Es kommt zu Konkursen, Arbeitsplatzverlusten etc.

Dies wiederum erzeugt berechtigte Angst bei jenen, die noch einen Job haben, die dann entsprechend noch weniger ausgeben. Der Kreislauf verstärkt sich, und man endet in einer deflationären Spirale, die sich solange fortsetzt, bis sämtliche Schulden abgebaut sind.

Um diese deflationäre Depression zu verhindern muss weiterhin konsumiert werden. Da die Konsumenten ausfallen (die müssen ja sparen) springen die Staaten in die Bresche. Das heisst, es wird investiert, Strassen und Infrastruktur werden saniert und Steuererleichterungen und niedrige Zinsen stützen den privaten Konsum.

Aus der Gleichung von (mehr Statsausgaben minus weniger Steuereinnahmen) ergibt sich zwingend eine höhere Staatsverschuldung. Wir sprechen dann von einer klassischen Rezession. Schmerzhaft aber durchaus auch gesund und notwendig, weil Schuldenexzesse abgebaut werden und marode Firmen Pleite gehen. Wenn die Krise ein überschaubares Volumen hat, kann diese Rechnung durchaus aufgehen. In schlechten Zeiten springt der Staat als Käufer ein und finanziert die Wirtschaft, in guten Zeiten holt er sich dieses Geld dann über höhere Steuern wieder zurück und zahlt seine Schulden. Soweit zur Theorie.

Die Gefahren dabei:

Die Schulden, die der Staat (das Volk, der Steuerzahler) anhäuft müssen nach Überwindung der Krise abgebaut werden. Das bedeutet, dass in Zukunft das zarte Pflänzchen des neuen Wirtschaftsaufschwungs mit Steuererhöhungen abgewürgt wird.

Irgendwo her muss das Geld kommen, mit dem sich der Staat neu verschuldet. Im Normalfall gibt er Staatsanleihen heraus, die von Grossanlegern wie Pensionskassen oder ausländischen Investoren aufgekauft werden. Im Falle der USA sind dies unter dem Strich die Ausländer, denn die USA erwirtschaften pro Jahr etwa $700 Mrd. weniger als sie verbrauchen. Hinzu kommt derzeit noch der Bedarf an weiteren $2350 Mrd. Für die geplanten Rettungsaktionen. Woher bitteschön soll dieses Geld kommen?

Die bisherigen Haupt-Gläubiger (China, Japan, Araber, Russland, Indien) haben ihre eigenen Probleme. Die Chinesen und Japaner leiden unter drastisch sinkenden Exportvolumen und die Araber und Russen unter dem schwachen Ölpreis. Die werden ihre Reserven für die eigene Wirtschaft brauchen und sie kaum für 3.6% Zins in 30-jährige US Treasuries investieren.

Wenn die USA diese Gelder nicht bekommen, haben sie exakt zwei Möglichkeiten:

a) Sie verzichten auf die geplanten Konjunkturprogramme und lassen das Land in eine deflationäre Depression abdriften.

b) Sie monetarisieren ihre Schulden und drucken einfach entsprechende Dollarmengen. Sie kaufen also ihre eigenen Schulden mit frisch gedruckten Dollarblüten. ("Inflate or die")

Variante b ist die wahrscheinlichere. Als Folge der ungehemmten Dollar-Druckerei würde der Dollar unweigerlich in die Knie gehen. Ausländische Kreditgeber (also jene, die grosse Mengen an T-Bonds halten) würden ihre Dollarreserven verkaufen und in alles andere, nur nicht Dollar, tauschen. Die USA müssten nun diese verkauften Bonds ebenfalls monetarisieren. Die Folge wäre ein Absturz bei den Treasuries (mit entsprechend stark steigenden Renditen) und parallel dazu ein Absturz des Dollars.

Einer der wichtigsten Charts der nächsten Wochen und Monate ist deshalb der TYX. Die Renditen der 30jährigen US Treasury Bonds.

Link: http://bigcharts.marketwatch.com/advchart/frames/frames.asp?symb=TYX&fre...

Steigender TYX bedeutet sinkende Preise für T-Bonds und signalisiert Abverkauf von Bonds. Sollte der TYX rapide steigen, ist das ein unmittelbares Warnsignal für die Flucht aus dem Dollar.

Derzeit liegt der TYX noch nahe seiner historischen Tiefs aber er ist bereits auf dem Weg nach oben. Oberhalb von 4.6% (oder 46 Basispunkten) könnte es brenzlig werden, wobei weniger der nominale Wert als vielmehr die Geschwindigkeit beachtet werden sollte.

Nie vergessen: Der T-Bond Markt ist der grösste Markt der Welt!

Nachdem im Jahr 2008 die Zentralbanken - allen voran die FED - ihre Pulver mehr oder weniger sinnlos verschossen hatten ohne viel mehr als die eine oder andere Bärenmarktrally zu erreichen, muss man nun enttäuscht feststellen, dass auch die Staatsgarantien mehr oder weniger sinnlos verpuffen. Schliesslich vermochten sie bisher die Märkte im Dezember und Januar nur zu halten aber keinen neuen Aufwärtsimpuls zu erzeugen.

Somit stellt sich die Frage, wer noch wieviel Pulver im Köcher hat, um eine Wende zu schaffen.

Unter dem Strich ist die Situation derzeit prekärer als noch im November 2008, denn jetzt sind nicht nur die Zentralbanken pleite sondern zunehmend auch die Staaten selbst. Island hat's vorgemacht, Griechenland und die baltischen Staaten stehen auf der Kippe. Spanien wurde von AAA auf AA+ herabgestuft, Irland droht dasselbe.

Anstatt Schulden abzubauen wurden neue Schulden aufgebaut. Die Ungleichgewichte haben sich vergrössert statt verringert und nichts, aber auch gar nichts deutet auf eine Lösung hin.

Die Versicherungsprämien für Staatsanleihen (CDS, Siehe: http://verlorenegeneration.wordpress.com/landerisiken-im-uberblick/ ) haben sich in den letzten Monaten für die westlichen Länder vervierfacht. Entsprechend wird die Chance auf einen Staatsbankrott Deutschlands mit mittlerweile 11%, Österreichs mit 25% und der USA mit 13% angenommen. (Zahlen für die Schweiz sind leider nicht verfügbar). Entsprechend schwieriger wird es für die Länder, neue Staatsanleihen zu verkaufen, die Schulden weiter aufzubauen. Je höher der Markt die Chance für einen Staatsbankrott einschätzt umso teurer werden die Kredite. Die Zinsen steigen und die Fähigkeit nimmt ab, die Schulden zu bedienen.

Die Zinsen für die Bezahlung der Staatsanleihen werden schon seit Jahrzehnten nur dadurch bezahlt, dass neue Schulden aufgenommen werden. Ein Schneeballsystem, ein Ponzi-Schema, das im Falle von Madloff als kriminell gilt, andererseits aber von den Staaten genau so und legal praktiziert wird.

Soziale Unruhen in Island, Griechenland und - in geringerem Umfang - auch in Frankreich sind erst am Anfang. Denn die grosse Masse der Steuerzahler hat noch nicht richtig verinnerlicht, was da eigentlich abgeht. Wer von uns hat sich schon Fragen gestellt wie:

* Wieviel hat meine Pensionskasse verloren?

* Wer soll dereinst meine Rente bezahlen?

* Was macht meine Lebensversicherung?

Für die Schweiz wird der Verlust der BVG-Gelder auf Fr. 60 Mrd. geschätzt. Immerhin etwa 20%.

Das ist vergleichsweise wenig, denn weltweit wurden bisher geschätzte 40-50% des Sparkapitals vernichtet.

Prognose ab Februar

Die Zentralbanken und Staaten haben so ziemlich alles Pulver verschossen. Die jeweiligen bailouts haben von mal zu mal mehr gekostet und weniger gebracht. Das letzte Beispiel, die Bad Bank in den USA hat nur gerade einen einzigen Euphorie- Tag gebracht (28.1.09).

In den letzten Monaten - genauer zwischen Mitte November und Ende Dezember - ist das verbliebene weltweite Sparkapital in den vermeintlich sichersten Hafen der Welt geflossen, die US-T-Bonds (siehe TYX, oben). Entsprechend stieg der Dollar und sanken die Renditen. Hier hat sich meiner Überzeugung nach eine neue Blase gebildet.

Diese Bewegung hat sich seit Anfang Januar umgekehrt und ich rechne damit, dass sie sich beschleunigt. Staaten werden also zunächst weniger Treasuries kaufen, dann sogar dazu übergehen, ihre Dollarreserven (in Treasuries) zu verkaufen. Im Gegensatz zu Roubini erwarte ich, dass diese Bewegung relativ rasch einsetzt (Februar, März) und nicht erst in der zweiten Jahreshälfte.

Dieser Abverkauf von US Treasuries hat folgende Auswirkungen (in dieser Reihenfolge über die nächsten 6 Monate):

* Sinkende Bondpreise und steigende Renditen

* Rapider Verfall des Dollars

* Generell steigendes Zinsniveau also auch Hypotheken, Konsumkredite, Unternehmensanleihen etc.

* Flucht in Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber

* Verfall aller anderen Währungen, weil EZB, SNB, BoJ, BoE, gar nicht anders können also ihre Währungen ebenfalls zu inflationieren, um einigermassen eine Parität zum Dollar zu halten.

* Weiter steigende Goldpreise nun auch in allen anderen Papierwährungen.

* Panikartige Flucht des weltweiten Sparkapitals in den letzten verbleibenden sicheren Hafen Gold und Silber (beides für Privatanleger zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu bekommen).

* Absturz der Aktienmärkte

* Einsetzen der Inflation und zwar in einem unangenehmen Masse. Sprich zweistellig innert kürzester Zeit.

* Boden bei den Aktienmärkten irgendwann in der 2. Jahreshälfte. Allerdings nur nominal, weil ja die Börsen in sinkender Papierwährung berechnet werden. (Beispiel Simbabwe).

* Zunehmende Nervosität auch bei Otto Normalverbraucher, der nun endlich kapiert, dass seine lebenslang einbezahlten Rentenbeiträge laufend entwertet werden und er nicht die geringste Chance hat, etwas dagegen zu unternehmen.

Ich habe seit Jahren behauptet, dass sich SNB bzw. BuBa dereinst in den Ar$ch. beissen wird, weil sie unser Gold zu Tiefstpreisen verkauft hat. Vielleicht irre ich mich und es wird das Volk sein, dass die SNB/BuBa in der Ar$ch beisst!

Ein genaues Timing der oben beschriebenen Ereignisse ist mit logischen Mitteln nicht möglich.

Statistisch betrachtet ist es so, dass eine Inflation der Geldmenge etwa 6-24 Monate später die Inflation im Sinne von Teuerung, steigenden Preisen auslöst. Die Hyper-Inflation der Geldmenge von hochgerechneten 4000% im November 2008 müsste dementsprechend frühestens ab April 2009 Wirkung zeigen. Ich gehe aber wie gesagt davon aus, dass sie schon früher zuschlägt.

Wer exakte Termine für den nächsten Crash haben will, muss sich auf Verschwörungstheoretisches Glatteis begeben.

Das entsprechende Datum lautet: Montag, 9. Februar 2009!

Dieses Datum ergibt sich aus dem Treffen von LEGATUS (www.legatus.org) vom 7./8. Februar auf den Bahamas.

Kurz zusammengefasst: Legatus ist eine katholische Organisation, in der die wichtigsten Geldsäcke der christlichen Welt vertreten sind. Ein User namens Reinhardt hat eine Verbindung zwischen den Legatus-Treffen und Börsencrashes hergestellt, die jeweils einen Arbeitstag nach den Treffen stattfinden.

Beispiel:

Am Fr. 18. Juli 2008 hat er einen Crash für den 15. September 2008 vorausgesagt. Am 15. September 2008 ist Lehman Brothers kollabiert, die Börsen crashten (und Reinhardts account bei Google-Finance wurde gesperrt). Reinhardt argumentiert, dass die Legatus-Geldsäcke genügend Macht haben (die "Matrix" repräsentieren), um die Märkte ausreichend zu dominieren.

Ob's stimmt?

Wir werden sehen. Wer mehr dazu lesen will:

Video: http://de.youtube.com/watch?v=9pk50pWqCYg

Diskussionsthread auf cash.ch: http://classic.cash.ch/node/2570

Reinhardt's Webseite: http://www.enterprisecorruption.com/

Persönlich sehe ich die Voraussage von Reinhardt wie folgt:

Ein einziger nachweislicher Treffer, wenn auch taggenau und Monate im voraus, ist zwar beeindruckend, kann aber reiner Zufall sein.

Logisch betrachtet ist es plausibel, dass wichtige Treffen grosser Geldsäcke zu Entscheidungen führen können, die die Märkte nachhaltig beeinflussen. Beispiel wäre ein G8 oder G20-Gipfel.

Legatus ist allerdings eine rein katholische Organisation. Es fehlen demnach andere wichtige Geldsäcke: die Juden, Muslims und Buddhisten. Insofern stellt sich die Frage nach der Macht, die die Legatus-Katholiken haben können.

Lehman war ein wichtiges Ereignis mit weltweiten Konsequenzen. Aber egal was Legatus (wenn überhaupt) entscheidet, es wird sich auf die USA beschränken. Das heisst nicht, dass es weltweite Auswirkungen hat, ist aber durchaus möglich.

Wie dem auch sei: Ich werde über das Wochenende vor dem 9. Februar nicht long in US-Papieren sein. Wink

Wer es noch eine Stufe esoterischer mag: Bradley hat einen Wendepunkt am 9. Februar. Ich beobachte Bradley seit einigen Jahren (etwas lustlos allerdings) und schätze die Trefferquote nach meinen Beobachtungen auf knapp unter 50%.

Charttechnisch sieht es wie folgt aus:

Der SMI läuft in einen absinkenden Keil in der Gegend um 5150-5200. Keile deuten auf einen rapiden Ausbruch hin. Allerdings kann der SMI noch bequem bis Ende Februar in dieser Gegend hin- und herdümpeln. Ein Ausbruch nach oben oder unten wird unerwartet passieren.

Charttechnisch lässt sich die Richtung nicht vorhersagen aber aufgrund der Fundamentaldaten ist ein Ausbruch nach unten wahrscheinlicher. Das Potential an bad-news ist schliesslich um einiges grösser.

Wenn wir den eingangs erwähnten S&P Chart vergegenwärtigen: Der S&P hat bereits sein Niveau vom Tief 2002/2003 erreicht. Beim SMI liegt dieses bei 3600 Punkten, beim DAX bei 2200 Punkten. Das ist also durchaus einen Gegend, die der SMIley und das Fabeltier problemlos ansteuern könnten!

Nicht im Februar natürlich aber wenn der Absturz bald kommt, liegen 4500 im SMI durchaus in greifbarer Nähe.

Das ist allerdings nur für diejenigen Leser ein Grund, Trübsal zu blasen, die immer noch verzweifelt versuchen, mit Aktien Geld zu verdienen. Diesen Lesern sei folgendes ans Herz gelegt:

* Wir befinden uns in einem sekulären Bärenmarkt und die Kurse von Aktien und Bonds werden noch lange sehr viel tiefer fallen.

* Wir haben auf der anderen Seite die sicherste Anlage der Welt, Gold!, das von der breiten Masse noch nicht entdeckt wurde und in das die enttäuschten Bond-Anleger demnächst vermehrt fliehen werden.

Betrachtet es mal von der klassischen Seite des Aktien-Investors: Es gilt die Regel, dass auch in Bärenmärkten jene Aktien zu kaufen sind, die relativ am besten performt haben. Das sind nämlich die stärksten.

Ok, weiten wir den Blickwinkel von Aktien allgemein auf Assets aus:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verfall von Aktien um 40%, Rohstoffen um 50% aber aller Krise zum Trotz hat sich Gold gehalten! Zumindest in Franken. In anderen Währungen ist es sogar gestiegen (EUR 5%, GBP 42% etc.)

Ihr könnt mir glauben, dass das den Big-Boys nicht entgangen ist. Was meint ihr also, was die Big-Boys kaufen werden, wenn die T-Bonds nicht mehr den Werterhalt garantieren und die Währungen abrutschen?

Gold ist derzeit mit Rund $900/oz oder Fr. 33'000/kg immer noch sehr billig. Wenn die Bond-Blase platzt, ist es weltweit das einzige sichere Investment. Egal, ob die Währungen stabil bleiben oder sinken, ob die Schulden steigen oder fallen, ob wir Inflation oder Deflation bekommen. Es ist das sicherste Investment seit 5000 Jahren und das einzige, das in Krisenzeiten den Werterhalt garantiert.

Sollten die Massnahmen der Regierungen doch noch fruchten, wird Gold in den nächsten zwei Jahren um 50-100% im Wert steigen.

Sollte es zu dem erwarteten Bond-Crash kommen, liegen lockere 200-500% Gewinn drin.

Sollte es zu einem absoluten Finanzkollaps, Staatsbankrotten und Währungsreform mit neuem Goldstandard kommen, würde der Goldpreis auf Fr. 317'000 bis 423'000 Franken pro Unze steigen! (http://classic.cash.ch/node/200#comment-58895 )

Wie gesagt: Wir müssen nicht mit dem Schlimmsten rechnen, um mit Gold Gewinne zu machen. 100% reichen auch schon. Das Inflationsbereinigte Hoch von 1981 beträgt $2250 und das werden wir auf alle Fälle erreichen. Immerhin ein Gewinn von rund 150% ab dem aktuellen Niveau als Minimalziel und bei sehr geringer Chance auf Verluste.

Ist das nicht viel besser als sein Geld ins fallende Messer hinein in wertloser werdende Aktien zu investieren, deren Boden nicht absehbar ist?

Think about it!

Insofern hoffe ich, dass dieses Posting wenigstens eine Handvoll Leser dazu ermutigt, sich mit physischem Gold abzusichern, solange das noch verfügbar ist.

Happy Trading

Marcus Fabian

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01.03.2009 19:58
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SMI im Februar 2009

yipieee ! Biggrin

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

28.02.2009 18:00
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SMI im Februar 2009

Neuer Thread ist da!

SMI im März 2009

http://www.cash.ch/node/2931

28.02.2009 16:55
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SMI im Februar 2009

nicht vergessen, es gab in den 70er jahren in den USA und GB die stagflation. verursacht durch ein hohes arbeitslosenniveau, geringe produktionskapazitäten aber eben auch durch steigende inflationsraten. für mich das alles entscheidende: die energiepreise. da bin ich mir sicher, dass die so oder so ansteigen werden, selbst wenn die konjunktur nicht so schnell anziehen sollte.

die unterauslastung der produktionskapazitäten hält sich noch eine weile (bis ende 2009), bevor die konjunktur wieder anzieht. die rohstoffpreise werden jedoch steigen, sowohl in 2009 und 2010. neues geld wird noch mind. 2-3 jahre zu hauf auf den markt geworfen.

28.02.2009 14:18
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daytrader1
...
28.02.2009 13:07
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SMI im Februar 2009

Diva wrote:

Was Fisher über 1929 vermeldete ist in dieser Situation nicht gegeben!

Denn der wichtigste Fakt ist, 1929 hatten die Bürger kaum Cash reserven, deshalb mussten die Produkte dermassen gesenkt werden.

Lässt wunderbar erkennen,dass Du die Argumentation von Fisher nicht recht (bzw.gar nicht..)verstanden hast. Wink

Diva wrote:

Deshalb sage ich, die Inflation sollte man nie vergessen.

Richtig!

Ein Inflation wird es irgendwann,ganz logisch,wieder geben.Wie stark Sie dann werden wird, ist jedoch völlig Ungewiss.

Das solch eine Inflation/bzw.Ihre Höhe, aber mitunuter sehr lange auf sich warten lässt bzw.Überschätzt wird,kann man an Japan wunderschön beobachten... 8)

P.S...solch eine "warmlaufende Inflation" erkennt man dann,im Gegensatz zu einer warmlaufenden Deflation, sehr schön und kann sich dann wunderbar positionieren..!

Freu Mich schon drauf..8)

Warum dass "Forenexperten" wie Du (und "Andere"...) aber nicht schon seint sehr langem auf die "anrollende" deflationäre Tendenz aufmerksam machten,hängt vielleicht wirklich mit dem wirtschaftlichen Verständnis zusammen... :roll: :twisted:

weico

28.02.2009 12:26
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SMI im Februar 2009

weico wrote:

Diva wrote:
Wenn dies ein Mist sein sollte, so erkläre mir, warum Staatsdefizite die Inflation fördern!?!

Vielleicht bin ich nach guten 20 Jahren Finanzerfahrung noch vom veralteten System gesteuert.

Danke für Deine Antwort.

Diva

Warum gibt's dann ,bei Staatsdefiziten, auch Deflationen... :shock: :twisted:

Danke für Deine Antwort...

weico

Die Deflation bei Staatsdefiziten haben andere wirtschaftliche Ausgangspunkt, die stärker gewichtet werden als die Defizite. Hierbei spielen die gebundenen Goldreserven einer Währung eine wichtige Rolle. Hinbei gebe es noch dutzende Argumente die man aufzählen könnte.

Jedoch die Deflation bei diesen Dimensionen von Rettungspaketen in der heutigen Situation, treiben eindeutig die Inflation an. Was Fisher über 1929 vermeldete ist in dieser Situation nicht gegeben!

Denn der wichtigste Fakt ist, 1929 hatten die Bürger kaum Cash reserven, deshalb mussten die Produkte dermassen gesenkt werden. Heute jedoch wird höchstens der Markt bereinigt. Beispiel bei den Stellenvermittlungsbüros, da gibts in der Stadt Zürich rund 600 davon. Theoretisch bräuchte es nicht ein Einziges, dies nur weil die Unternehmen zu faul und unfähig sind, selber Personen zu beschäfftigen.

Solche Mist gab es 1929 nie und niergends, heute jedoch schon! Solange die Wirtschaft und die Gesellschaft solchen Mist unterhalten, gehts fast niemandem dreckig. Deshalb sage ich, die Inflation sollte man nie vergessen.

Jedes Unternehmen das ich berate, bringe ich bei, das Personal durch den Verantwortlichen selber zu suchen, ich finde es stossend wenn Leute in der Personaladministeration (Personalverantwortlicher) arbeiten und über Qualifikationen urteilen von denen diese meist sehr naiven Frauen mit psychischen Problemen keine blassen Schimmer von Ahnung haben. Eidg. Personalfachfrau FA ist so etwa die dähmlichste Ausbildung einer Firma!

Ich bin auch ne Frau im fortgeschrittenen Alter, jedoch würde ich nie nach Macht steben durch eine Ausbildung.

Na klar jeder lacht vielleicht über mein genanntes Beispiel, jedoch sind das Probleme mit grossen Auswirkungen in der Firma und im gesellschaftlichen Umfeld.

Genau dieses denken bekämpft die Inflation, oder wie es in den meisten Fällen eben die Inflation fördert.

Deshalb ist die heutige Situation nie mit der von 1929 vergleichbar, egal wer Bücher schrieb, vielleicht hatten die Schreiber recht vielleicht auch nicht, den überlegen und denken muss jeder situativ und angepasst.

1Fall = 10 Juristen = 10 Gerichte = 10 Fehlurteile

Diva

Die Zukunft wird zeigen wer wieviel versteht.

Deshalb weico kann ich mit deinem Steatement nichts anfangen.

28.02.2009 11:41
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SMI im Februar 2009

Passt zum Thema

Als Konsequenz aus der Absatzkrise streicht der Volkswagen-Konzern 16 500 Leiharbeiter-Stellen. Das sagte VW-Chef Martin Winterkorn dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Alle 16 500 Leiharbeiter-Stellen, die es in dem Unternehmen Ende 2008 noch gegeben habe, würden dieses Jahr gestrichen. Die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft seien aber zunächst gesichert. „Für dieses Jahr sehe ich da keine Probleme“, sagte der VW-Chef. Wenn die Krise allerdings anhalte, müsse „man über andere Dinge nachdenken“.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

28.02.2009 11:31
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SMI im Februar 2009

AUS NZZ

Dreh- und Angelpunkt bleibt der Immobilienmarkt, und hier zeichnet sich noch keine Stabilisierung ab. Der Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae, der für das Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres einen Reinverlust von 25,2 Mrd. $ auswies, glaubt im Gegenteil, dass sich die Lage im Laufe dieses Jahres weiter zuspitzen wird. Die Aktien des in staatliche Obhut genommenen Unternehmens sowie des Schwesterinstituts Freddie Mac werden jetzt zu weniger als einem halben Dollar gehandelt. Die Titel mancher andern einstigen Renommierunternehmen sind inzwischen zu «penny stocks» geworden.

Wenn dies eben zutrifft und die Wende nicht eintrifft in der 2 Jahreshaelfte muessen wir uns weiter keine Sorgen um Inflation machen. Die koennen im Moment noch so viel Geld drucken, es wird fuer die Schuldenbegleichung gebraucht und kommt so einfach nicht in den Kreislauf des Systems, daher bleibe ich bei meiner Meinug, dass Inflation kein Thema ist im Moment. Ohne wirtschaftlichen Umschwung werden vielmehr deflationaere Tendenzen zunehmen.

Die wirtschaftliche Krise ist ja knapp ein halbes Jahr alt, nur ist sie ueber Nacht gekommen und mit einer nie dagewesenen Heftigkeit. Im erten Schritt wurden nun den Temporaermitarbeiter gekuendet und Betriebe auf Kurzarbeit umgestellt. Sollte die Wende nicht kommen, wird es noch zu weiteren massiven Entlassungen kommen. Die Sparneigung wird weiter zunehmen und die negative Spirale dreht mit aller Vehemenz weiter nach unten.

Wir werden sehen ob die weltweiten Kojukturpakete dieser Spirale aufhalten koennen. Ich hoffe es, aber wie immer in letzter Zeit ist es primaer nur die Hoffnung.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

28.02.2009 03:11
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SMI im Februar 2009

:?: öl-krise

Wink ich habe erd-wärme

.

Der Fuchs ist schlau und wartet im Bau

28.02.2009 00:41
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SMI im Februar 2009

Soll die Öl Krise nur kommen. Ich bin gewappnet 8)

28.02.2009 00:37
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SMI im Februar 2009

jajaja ÖLkrise etc

wieder Untergangstimmung

trink grad darauf eins 8) 8)

Das alles macht das Leben ja gerade so spanndend Wink

querschuesse.de

28.02.2009 00:05
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SMI im Februar 2009

Neue Ölkrise ab 2013?

Experten schlagen Alarm

"Wir prophezeien, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte."

Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris warnt vor einer neuen Weltwirtschaftkrise, die wegen mangelnder Ölvorräte und den daraus resultierenden Folgen gegen 2013 auftreten könnte. "Wir könnten auf eine neue Krise zusteuern, deren Ausmaß die gegenwärtige übertreffen könnte", warnte IEA-Direktor Nobuo Tanaka im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Grund sei, dass große Ölkonzerne derzeit ihre Investitionen in neue Förderprojekte stoppten.

"Wenn die Nachfrage wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte", sagte Tanaka. Experten sagen voraus, dass weltweit die Wirtschaft und damit die Öl-Nachfrage 2010 wieder anspringt. Bei einem Engpass würde der Ölpreis explodieren, was die Inflation befeuert und das Weltwirtschaftswachstum gefährdet.

Tanaka erwartet, dass die Lage sich bis 2013 zuspitzt, weil weltweit die Ölförderkapazitäten sinken und die Reservevorräte bis dahin stark schrumpfen. Je stärker die Ölnachfrage nach 2010 steigt, desto früher könnte der Engpass eintreten.

Der Ölpreis hatte einen Höchststand von rund 147 US-Dollar je Barrel (159 Liter) im Sommer 2008 erreicht. Bei dem prophezeiten Engpass könnte dieser Preis nach Meinung von Rohstoff-Experten übertroffen werden und sogar bis zu 200 Dollar pro Barrel ansteigen. "Deswegen mahnen wir die Ölgesellschaften, zu investieren", fügte Tanaka hinzu.

"Das wäre ein Desaster"

Nach Angaben der erdölexportierenden Länder (Opec) sind bis Anfang Februar 35 von 130 größeren Ölförderprojekten eingefroren oder eingestellt worden.

Tanaka rief die Industriestaaten Staaten zu einer radikalen Wende in der Energiepolitik auf. Er bedauerte, dass wegen der Wirtschaftskrise auch die Investitionen in Erneuerbare Energien und in Atomkraft zurückgingen. Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen würden und die CO2-Emissionen im gleichen Maße zunehmen, verursache dies einem Anstieg der Erdwärme um sechs Grad Celsius am Ende dieses Jahrhunderts. "Das wäre ein Desaster", sagt Tanaka.

27.02.2009 23:34
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SMI im Februar 2009

Sowohl Banken und Pharma haben am Freitag wieder stark gelitten in den USA. Das verheisst nicht viel Gutes fuer den Smiley am Montag. Wird wohl neue Lows geben.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

27.02.2009 21:06
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SMI im Februar 2009

Bullish wrote:

Geld hat aber keinen Nutzen an sich, ergo wird es nicht getauscht (wobei einige glauben, sie tauschen Geld gegen Waren), es gibt gar keine Geldmenge. Das sind natürlich alles Behauptungen, die dem Debitismus entspringen.

Dazu wäre dies Lesenswert:

http://www.zeit.de/2003/45/GS-Kasten-Steiger

Oder gleich die "Debitismus-Bibel"..

http://www.amazon.de/Eigentum-Geld-Ungel%C3%B6ste-R%C3%A4tsel-Wirtschaft...

weico

27.02.2009 20:40
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SMI im Februar 2009

Quote:

Long Dow 7198 sl 7090 TP 7850

Und ausgestoppt, mit vollem verlust. Schade, die bigboys verkaufen weiter. Hätte gedacht, dass ein paar auf die idee kommen könnten einen ordentlichen squeeze auszulösen. Das ganze sieht zappenduster aus, sei es im SPX, NOVN oder UBSN Wink

I don't wanna change the world, I only wanna stop pretending.

27.02.2009 20:36
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SMI im Februar 2009

Die Kreditschöpfung ist für die Inflation entscheidend.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3662

Aber es sollte unterschieden werden, zwischen

Spekulationsfinanzierende Kreditschöpfung

Konsumfinanzierende Kreditschöpfung

Produktionsfinanzierende Kreditschöpfung

Inflation = Ausweitung der Geldmenge, könnte gelten, wenn man von Tauschwirtschaft ausginge - Geld hat aber keinen Nutzen an sich, ergo wird es nicht getauscht (wobei einige glauben, sie tauschen Geld gegen Waren), es gibt gar keine Geldmenge. Das sind natürlich alles Behauptungen, die dem Debitismus entspringen.

27.02.2009 20:15
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SMI im Februar 2009
27.02.2009 20:04
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SMI im Februar 2009

Was ist Nettoneuverschuldung? Wink

27.02.2009 19:38
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SMI im Februar 2009

Diva wrote:

Wenn dies ein Mist sein sollte, so erkläre mir, warum Staatsdefizite die Inflation fördern!?!

Vielleicht bin ich nach guten 20 Jahren Finanzerfahrung noch vom veralteten System gesteuert.

Danke für Deine Antwort.

Diva

Warum gibt's dann ,bei Staatsdefiziten, auch Deflationen... :shock: :twisted:

Danke für Deine Antwort...

weico

27.02.2009 19:34
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SMI im Februar 2009

weico wrote:

Diva wrote:
Deine Aussage ist grundsätzlich Falsch!

Jede Regierung kan über die Inflation mit bestimmen, indem diese die Schulden steuert.

Grösseres Defizit = grössere Geldmenge = grössere Inflation

Selten so einen Quatsch gelesen.. LolLol

weico

Naja weico

Dann bist Du inteligenter als der Rest der Welt.

Wenn dies ein Mist sein sollte, so erkläre mir, warum Staatsdefizite die Inflation fördern!?!

Vielleicht bin ich nach guten 20 Jahren Finanzerfahrung noch vom veralteten System gesteuert.

Danke für Deine Antwort.

Diva

27.02.2009 19:29
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SMI im Februar 2009

Diva wrote:

Deine Aussage ist grundsätzlich Falsch!

Jede Regierung kan über die Inflation mit bestimmen, indem diese die Schulden steuert.

Grösseres Defizit = grössere Geldmenge = grössere Inflation

Selten so einen Quatsch gelesen.. LolLol

weico

27.02.2009 19:26
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SMI im Februar 2009

Turbo wrote:

Es ist nicht die Regierung, die ueber Inflation und Defaltion entscheidet. Es ist der Markt und wie laenger die Krise dauert wie hoeher deflationaere Tendenzen. Hoeheres Angebot kleiner Nachfrage ist ganz einfach!

Sobald die Wende statt findet, haben wir sicher ein erhebliches inflationaeres Potential. Aber wer weiss schon wann wir den Boden finden. Ich bleibe bei meiner Meinung wenn die Immobilienmaerkte in den USA sich stabilisieren.

Und MF hat ja selbst eine Grafik reingestellt wo eigentlich erst 2012/2013 der Boden gefunden wird.

Ich hoffe nicht, aber im Moment ist er auf jeden Fall noch ausser Sichtweite.

So fuer heute genug, gehe schwimmen bei 30 Grad im Schatten.

Deine Aussage ist grundsätzlich Falsch!

Jede Regierung kann über die Inflation mit bestimmen, indem diese die Schulden steuert.

Grösseres Defizit = grössere Geldmenge = grössere Inflation

Ganz einfach dargestellt, hinzukommen noch verschiedenste andere Kriterien, aber belassen wir das.

Habe gelesen, dass MarcusFabian euch hier mal unterrichtet was Inflation und Deflation bewirkt und bedeutet!

Diva

27.02.2009 18:46
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SMI im Februar 2009

learner wrote:

Bullish wrote:
Entweder wird man den Bankrott erklären und die Staatstitel verfallen (ganz oder teilweise), womit alle Rentner (= ohne Arbeit Einkommen Erzielende) leer ausgehen würden.

Bullish, du vergisst vielleicht, dass das Einkommen der Rentner aufgrund ihres Ersparten geschieht. Und dass sie eine Infrastruktur erstellt haben, die Wert hat, solange die Gesellschaft industrialisiert bleibt.

Rentner sind nicht nur die Alten, sondern auch zB "Reiche" die nur von Zinsen der Staatsanleihen leben, etc.

Staatsbankrott = alle diese Papiere verfallen und alle Guthaben sind 0, Zero, nada. PK's halten viele solche Papiere. Deshalb sage ich, die (Hyper)inflation wird probiert, da sie einfacher (vorerst) scheint.

Zur "Infrastruktur", zB:

Autobahn Bern-ZH -> durch Staatsanleihen finanziert

Nach 10 Jahren, wird die Autobahn neugebaut, auch mit Staatsanleihen finanziert.

Frage: wurden die ersten Staatsanleihen abgeschrieben, wie dies hätte geschehen müssen? Nein, die zirkulieren noch als "sichere" Wertpapiere.

Die Papiere sind nur einen Bruchteil dessen *wert*, was sie vorgeben. Gerne verweise ich auf die von weico vorgeschlagenen Papiere:

"Macht, der Staat und die Institution des Eigentums"

http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Martin-Symp.pdf

"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"

http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Der-Kapitalismus.pdf

Wenn Du das gelesen hast, wirst Du verstehen, weshalb weico auf so eigenartige Weise durch dieses Forum sinniert. Er beobachtet.

27.02.2009 18:28
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SMI im Februar 2009

Bullish wrote:

Entweder wird man den Bankrott erklären und die Staatstitel verfallen (ganz oder teilweise), womit alle Rentner (= ohne Arbeit Einkommen Erzielende) leer ausgehen würden.

Bullish, du vergisst vielleicht, dass das Einkommen der Rentner aufgrund ihres Ersparten geschieht. Und dass sie eine Infrastruktur erstellt haben, die Wert hat, solange die Gesellschaft industrialisiert bleibt.

Nur selten ist es in Gesellschaften vorgekommen, dass die Alten in den Tod geschickt wurden. So bei den Inouit, wo die Härte des Lebens es nicht ermöglichte, Leute am Leben zu halten, die nicht mehr arbeiteten. Meines Wissens ist dies die einzige, verbriefte Gesellschaft, wo dies vorkam. Und natürlich muss es bewusst sein, dass falls unsere Gesellschaft ebenso weit fällt, wir auf dem Stand der Nazis sind. Auf jenem Stand werden ohnehin sich viele Mitglieder gegenseitig umbringen, und weit mehr Leute als nur Rentner liquidert (vielleicht auch du! - falls du dich im Régime nicht als Metzger hervorgetan hast...), womit es dann nicht mehr um die Diskussion um Rentner geht. Ob bei Nazis, oder im Steinzeitkommunismus von Roten Khmers wurde alles liquidert, das nicht in der Art mitarbeiten konnte, wie gewünscht.

Damit die Umstände so werden, müssen sie so verzweifelt sein, dass ohnehin viel Blutvergiessen im Land und über das Land hinaus geschieht. Es handelt sich um Wirren, die selten vorkommen, in der Menschheit, und immer von aussergewöhnlichem Barbarismus sind.

Im zweiten Weltkrieg waren wir hier in der Schweiz auch knapp. Das Essen war rationalisiert, mit dem Zweck, dass alle überleben konnten. Aus der westlichen Geschichte ist mir nicht bekannt, dass Rentner mittellos wurden. Wenn hier auch die Alten als Last gesehen werden, von einer hedonistischen Gesellschaft, die kein Interesse an moralischen Vorstellungen wie "Pflicht" oder "Treue" oder "Dankbarkeit" hat. Wenn diese Pfeiler der Moral dahinfallen, ist die Gesellschaft als Ganzes ohnehin nicht mehr wert als eine Schlangengrube.

In östlichen Gesellschaften werden die Alten gehehrt, und von ihren Kindern unterhalten, nach allen Möglichkeiten.

Es gibt noch Schlimmeres.

27.02.2009 18:18
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SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

Ich schätze mal mit der Verschwörungstheorie, dass Deflation niedrige und Inflation höhere Preise bedeutet, muss ich mi März Eröffnungs-Thread mal gründlich aufräumen!

Aber bitte nicht aus der Sicht eines "(Hyper)Inflations-Verliebten-Goldbug" der dauernd etwas von Gelddrucken und Wärungsreform schwafelt...

Besser vorher noch zuerst die Links von Bullish (bzw. von

Mir... :oops: )lesen,bevor Du Dich womöglich noch lächelich machst.. 8) Lol

weico

27.02.2009 18:12
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SMI im Februar 2009

Turbo wrote:

Es ist nicht die Regierung, die ueber Inflation und Defaltion entscheidet. Es ist der Markt und wie laenger die Krise dauert wie hoeher deflationaere Tendenzen.

Es wird letztendlich schon die Regierung oder wie wir den Machthaber auch nennen mögen, sein, die dies bestimmt. Denn:

Entweder wird man den Bankrott erklären und die Staatstitel verfallen (ganz oder teilweise), womit alle Rentner (= ohne Arbeit Einkommen Erzielende) leer ausgehen würden.

Oder durch Hyperinflation verlieren die Auszahlungen an Kaufkraft.

Ich tippe auf 2., denn sonst gäbe es Re-vo-lu-tion.

27.02.2009 18:10
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SMT
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SMI Analyse

SMI Analyse auf Tradesignal: http://www.tradesignalonline.com/Analysis/Default.aspx

Oder unter: http://www.bt-school.ch/SMI%20Tracker%200905.pdf

Der Wochentrade 0906 von heute:

Zertifikat DE000DB78TP1

Kaufkurs 14:45 Uhr 11.06 Euro

Kurs aktuell 11.86 Euro

Gratis Anmeldung für Mail Trades auf SMI unter: http://www.bt-school.ch/index-Dateien/Page375.htm

27.02.2009 17:42
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SMI im Februar 2009

Es ist nicht die Regierung, die ueber Inflation und Defaltion entscheidet. Es ist der Markt und wie laenger die Krise dauert wie hoeher deflationaere Tendenzen. Hoeheres Angebot kleiner Nachfrage ist ganz einfach!

Sobald die Wende statt findet, haben wir sicher ein erhebliches inflationaeres Potential. Aber wer weiss schon wann wir den Boden finden. Ich bleibe bei meiner Meinung wenn die Immobilienmaerkte in den USA sich stabilisieren.

Und MF hat ja selbst eine Grafik reingestellt wo eigentlich erst 2012/2013 der Boden gefunden wird.

Ich hoffe nicht, aber im Moment ist er auf jeden Fall noch ausser Sichtweite.

So fuer heute genug, gehe schwimmen bei 30 Grad im Schatten.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

27.02.2009 17:34
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SMI im Februar 2009

@Turbo: Weisst du auch was mit Staatsschulden passiert wenn wir eine Deflation hätten? Die würden gemessen am Wert der Währung immer grösser. Meinst du das will eine Regierung (egal welche). Würdest du das wollen?

Meinst du wir könnten uns das leisten?

27.02.2009 17:34
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