SMI im Februar 2009

1'413 posts / 0 new
Letzter Beitrag
MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Februar 2009

Rückblick Januar 2009

Ich muss es zugeben: Aus der im Dezember und Januar angekündigten Bärenmarktrally ist nicht viel geworden.

Die kurze Bärenmarktrally hat sich bereits am 6. Januar (Hoch im S&P bei 943) todgelaufen.

Wir erinnern uns: Auslöser für die Rally waren die weltweiten Ankündigungen der Staaten, auf Kosten der Steuerzahler schlechte Banken und evtl. angeschlagene Konzerne mit staatlichen Garantien im Billionen-Bereich aus den Schwierigkeiten zu kaufen. Die Worte "bailout" und "Quantitative easing" machen allerseits die Runde.

Beim Poker nennt man so etwas einen "All-In". Man setzt alles bis auf sein letztes Hemd auf eine Karte und hofft auf den Gewinn. Alles oder Nichts.

Positiv: Durch die Staatsgarantien können die Banken ihren Giftmüll gegen wertvolle und liquide Staatsanleihen tauschen und bekommen so wieder Kredit.

Negativ: Der Giftmüll belastet die Steuerzahler auf Jahrzehnte hinaus. Er reduziert dabei auch die Fähigkeiten der Staaten, weitere Schulden aufzunehmen und erhöht das Risiko eines Staatsbankrotts.

Doch dazu später mehr.

Im langfristigen Bild des S&P 500 sehen wir sehr gut die beiden Blasen, die in den letzten 15 Jahren aufgebaut und wieder zerschlagen wurden.

Zuerst die Dot-Com Blase, danach die Immobilien-Blase.

Denken wir uns beide Blasen weg, nehmen wir an, diese Blasen hätte es nie gegeben und die Börsen hätten sich ganz langweilig parallel zur Wirtschaft entwickelt, dann stünden wir jetzt ebenfalls in der selben Gegend. Die Börsen wären einfach in etwa der hellblauen Linie gefolgt.

Ist also die ganze Krise unter dem Strich ein non-Event? Eine Monster-Inflation der Assets (Aktien, Immobilien), die durch eine entsprechende Monster-Deflation innert eines Jahres wieder vernichtet wurde?

Nicht ganz. Denn der Chart zeigt nicht, wie es hinter den Kulissen aussieht:

* Während der Blasen wurden Arbeitsplätze geschaffen, die nun abgebaut werden müssen.

* Es wurden mehr Häuser gebaut als das Bevölkerungswachstum gerechtfertigt hätte. Also besteht hier ein Angebotsüberschuss, der zuerst abgebaut werden muss.

* Es wurden Schulden angehäuft, die erst abgebaut werden müssen.

Wir sind uns alle bewusst, dass die aktuellen Probleme in erster Linie "Made in USA" sind, wobei unsere Investment-Banker, mit moralischen Qualitäten eines russischen Zuhälters, ebenfalls massgeblich dazu beigetragen haben.

Das Dilemma: Wie kann man Schulden abbauen, ohne dabei der Wirtschaft allzu sehr zu schaden?

Schulden abbauen bedeutet weniger auszugeben als man erwirtschaftet. Das führt zu weniger Konsum und das wiederum schmälert die Unternehmensgewinne. Es kommt zu Konkursen, Arbeitsplatzverlusten etc.

Dies wiederum erzeugt berechtigte Angst bei jenen, die noch einen Job haben, die dann entsprechend noch weniger ausgeben. Der Kreislauf verstärkt sich, und man endet in einer deflationären Spirale, die sich solange fortsetzt, bis sämtliche Schulden abgebaut sind.

Um diese deflationäre Depression zu verhindern muss weiterhin konsumiert werden. Da die Konsumenten ausfallen (die müssen ja sparen) springen die Staaten in die Bresche. Das heisst, es wird investiert, Strassen und Infrastruktur werden saniert und Steuererleichterungen und niedrige Zinsen stützen den privaten Konsum.

Aus der Gleichung von (mehr Statsausgaben minus weniger Steuereinnahmen) ergibt sich zwingend eine höhere Staatsverschuldung. Wir sprechen dann von einer klassischen Rezession. Schmerzhaft aber durchaus auch gesund und notwendig, weil Schuldenexzesse abgebaut werden und marode Firmen Pleite gehen. Wenn die Krise ein überschaubares Volumen hat, kann diese Rechnung durchaus aufgehen. In schlechten Zeiten springt der Staat als Käufer ein und finanziert die Wirtschaft, in guten Zeiten holt er sich dieses Geld dann über höhere Steuern wieder zurück und zahlt seine Schulden. Soweit zur Theorie.

Die Gefahren dabei:

Die Schulden, die der Staat (das Volk, der Steuerzahler) anhäuft müssen nach Überwindung der Krise abgebaut werden. Das bedeutet, dass in Zukunft das zarte Pflänzchen des neuen Wirtschaftsaufschwungs mit Steuererhöhungen abgewürgt wird.

Irgendwo her muss das Geld kommen, mit dem sich der Staat neu verschuldet. Im Normalfall gibt er Staatsanleihen heraus, die von Grossanlegern wie Pensionskassen oder ausländischen Investoren aufgekauft werden. Im Falle der USA sind dies unter dem Strich die Ausländer, denn die USA erwirtschaften pro Jahr etwa $700 Mrd. weniger als sie verbrauchen. Hinzu kommt derzeit noch der Bedarf an weiteren $2350 Mrd. Für die geplanten Rettungsaktionen. Woher bitteschön soll dieses Geld kommen?

Die bisherigen Haupt-Gläubiger (China, Japan, Araber, Russland, Indien) haben ihre eigenen Probleme. Die Chinesen und Japaner leiden unter drastisch sinkenden Exportvolumen und die Araber und Russen unter dem schwachen Ölpreis. Die werden ihre Reserven für die eigene Wirtschaft brauchen und sie kaum für 3.6% Zins in 30-jährige US Treasuries investieren.

Wenn die USA diese Gelder nicht bekommen, haben sie exakt zwei Möglichkeiten:

a) Sie verzichten auf die geplanten Konjunkturprogramme und lassen das Land in eine deflationäre Depression abdriften.

b) Sie monetarisieren ihre Schulden und drucken einfach entsprechende Dollarmengen. Sie kaufen also ihre eigenen Schulden mit frisch gedruckten Dollarblüten. ("Inflate or die")

Variante b ist die wahrscheinlichere. Als Folge der ungehemmten Dollar-Druckerei würde der Dollar unweigerlich in die Knie gehen. Ausländische Kreditgeber (also jene, die grosse Mengen an T-Bonds halten) würden ihre Dollarreserven verkaufen und in alles andere, nur nicht Dollar, tauschen. Die USA müssten nun diese verkauften Bonds ebenfalls monetarisieren. Die Folge wäre ein Absturz bei den Treasuries (mit entsprechend stark steigenden Renditen) und parallel dazu ein Absturz des Dollars.

Einer der wichtigsten Charts der nächsten Wochen und Monate ist deshalb der TYX. Die Renditen der 30jährigen US Treasury Bonds.

Link: http://bigcharts.marketwatch.com/advchart/frames/frames.asp?symb=TYX&fre...

Steigender TYX bedeutet sinkende Preise für T-Bonds und signalisiert Abverkauf von Bonds. Sollte der TYX rapide steigen, ist das ein unmittelbares Warnsignal für die Flucht aus dem Dollar.

Derzeit liegt der TYX noch nahe seiner historischen Tiefs aber er ist bereits auf dem Weg nach oben. Oberhalb von 4.6% (oder 46 Basispunkten) könnte es brenzlig werden, wobei weniger der nominale Wert als vielmehr die Geschwindigkeit beachtet werden sollte.

Nie vergessen: Der T-Bond Markt ist der grösste Markt der Welt!

Nachdem im Jahr 2008 die Zentralbanken - allen voran die FED - ihre Pulver mehr oder weniger sinnlos verschossen hatten ohne viel mehr als die eine oder andere Bärenmarktrally zu erreichen, muss man nun enttäuscht feststellen, dass auch die Staatsgarantien mehr oder weniger sinnlos verpuffen. Schliesslich vermochten sie bisher die Märkte im Dezember und Januar nur zu halten aber keinen neuen Aufwärtsimpuls zu erzeugen.

Somit stellt sich die Frage, wer noch wieviel Pulver im Köcher hat, um eine Wende zu schaffen.

Unter dem Strich ist die Situation derzeit prekärer als noch im November 2008, denn jetzt sind nicht nur die Zentralbanken pleite sondern zunehmend auch die Staaten selbst. Island hat's vorgemacht, Griechenland und die baltischen Staaten stehen auf der Kippe. Spanien wurde von AAA auf AA+ herabgestuft, Irland droht dasselbe.

Anstatt Schulden abzubauen wurden neue Schulden aufgebaut. Die Ungleichgewichte haben sich vergrössert statt verringert und nichts, aber auch gar nichts deutet auf eine Lösung hin.

Die Versicherungsprämien für Staatsanleihen (CDS, Siehe: http://verlorenegeneration.wordpress.com/landerisiken-im-uberblick/ ) haben sich in den letzten Monaten für die westlichen Länder vervierfacht. Entsprechend wird die Chance auf einen Staatsbankrott Deutschlands mit mittlerweile 11%, Österreichs mit 25% und der USA mit 13% angenommen. (Zahlen für die Schweiz sind leider nicht verfügbar). Entsprechend schwieriger wird es für die Länder, neue Staatsanleihen zu verkaufen, die Schulden weiter aufzubauen. Je höher der Markt die Chance für einen Staatsbankrott einschätzt umso teurer werden die Kredite. Die Zinsen steigen und die Fähigkeit nimmt ab, die Schulden zu bedienen.

Die Zinsen für die Bezahlung der Staatsanleihen werden schon seit Jahrzehnten nur dadurch bezahlt, dass neue Schulden aufgenommen werden. Ein Schneeballsystem, ein Ponzi-Schema, das im Falle von Madloff als kriminell gilt, andererseits aber von den Staaten genau so und legal praktiziert wird.

Soziale Unruhen in Island, Griechenland und - in geringerem Umfang - auch in Frankreich sind erst am Anfang. Denn die grosse Masse der Steuerzahler hat noch nicht richtig verinnerlicht, was da eigentlich abgeht. Wer von uns hat sich schon Fragen gestellt wie:

* Wieviel hat meine Pensionskasse verloren?

* Wer soll dereinst meine Rente bezahlen?

* Was macht meine Lebensversicherung?

Für die Schweiz wird der Verlust der BVG-Gelder auf Fr. 60 Mrd. geschätzt. Immerhin etwa 20%.

Das ist vergleichsweise wenig, denn weltweit wurden bisher geschätzte 40-50% des Sparkapitals vernichtet.

Prognose ab Februar

Die Zentralbanken und Staaten haben so ziemlich alles Pulver verschossen. Die jeweiligen bailouts haben von mal zu mal mehr gekostet und weniger gebracht. Das letzte Beispiel, die Bad Bank in den USA hat nur gerade einen einzigen Euphorie- Tag gebracht (28.1.09).

In den letzten Monaten - genauer zwischen Mitte November und Ende Dezember - ist das verbliebene weltweite Sparkapital in den vermeintlich sichersten Hafen der Welt geflossen, die US-T-Bonds (siehe TYX, oben). Entsprechend stieg der Dollar und sanken die Renditen. Hier hat sich meiner Überzeugung nach eine neue Blase gebildet.

Diese Bewegung hat sich seit Anfang Januar umgekehrt und ich rechne damit, dass sie sich beschleunigt. Staaten werden also zunächst weniger Treasuries kaufen, dann sogar dazu übergehen, ihre Dollarreserven (in Treasuries) zu verkaufen. Im Gegensatz zu Roubini erwarte ich, dass diese Bewegung relativ rasch einsetzt (Februar, März) und nicht erst in der zweiten Jahreshälfte.

Dieser Abverkauf von US Treasuries hat folgende Auswirkungen (in dieser Reihenfolge über die nächsten 6 Monate):

* Sinkende Bondpreise und steigende Renditen

* Rapider Verfall des Dollars

* Generell steigendes Zinsniveau also auch Hypotheken, Konsumkredite, Unternehmensanleihen etc.

* Flucht in Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber

* Verfall aller anderen Währungen, weil EZB, SNB, BoJ, BoE, gar nicht anders können also ihre Währungen ebenfalls zu inflationieren, um einigermassen eine Parität zum Dollar zu halten.

* Weiter steigende Goldpreise nun auch in allen anderen Papierwährungen.

* Panikartige Flucht des weltweiten Sparkapitals in den letzten verbleibenden sicheren Hafen Gold und Silber (beides für Privatanleger zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu bekommen).

* Absturz der Aktienmärkte

* Einsetzen der Inflation und zwar in einem unangenehmen Masse. Sprich zweistellig innert kürzester Zeit.

* Boden bei den Aktienmärkten irgendwann in der 2. Jahreshälfte. Allerdings nur nominal, weil ja die Börsen in sinkender Papierwährung berechnet werden. (Beispiel Simbabwe).

* Zunehmende Nervosität auch bei Otto Normalverbraucher, der nun endlich kapiert, dass seine lebenslang einbezahlten Rentenbeiträge laufend entwertet werden und er nicht die geringste Chance hat, etwas dagegen zu unternehmen.

Ich habe seit Jahren behauptet, dass sich SNB bzw. BuBa dereinst in den Ar$ch. beissen wird, weil sie unser Gold zu Tiefstpreisen verkauft hat. Vielleicht irre ich mich und es wird das Volk sein, dass die SNB/BuBa in der Ar$ch beisst!

Ein genaues Timing der oben beschriebenen Ereignisse ist mit logischen Mitteln nicht möglich.

Statistisch betrachtet ist es so, dass eine Inflation der Geldmenge etwa 6-24 Monate später die Inflation im Sinne von Teuerung, steigenden Preisen auslöst. Die Hyper-Inflation der Geldmenge von hochgerechneten 4000% im November 2008 müsste dementsprechend frühestens ab April 2009 Wirkung zeigen. Ich gehe aber wie gesagt davon aus, dass sie schon früher zuschlägt.

Wer exakte Termine für den nächsten Crash haben will, muss sich auf Verschwörungstheoretisches Glatteis begeben.

Das entsprechende Datum lautet: Montag, 9. Februar 2009!

Dieses Datum ergibt sich aus dem Treffen von LEGATUS (www.legatus.org) vom 7./8. Februar auf den Bahamas.

Kurz zusammengefasst: Legatus ist eine katholische Organisation, in der die wichtigsten Geldsäcke der christlichen Welt vertreten sind. Ein User namens Reinhardt hat eine Verbindung zwischen den Legatus-Treffen und Börsencrashes hergestellt, die jeweils einen Arbeitstag nach den Treffen stattfinden.

Beispiel:

Am Fr. 18. Juli 2008 hat er einen Crash für den 15. September 2008 vorausgesagt. Am 15. September 2008 ist Lehman Brothers kollabiert, die Börsen crashten (und Reinhardts account bei Google-Finance wurde gesperrt). Reinhardt argumentiert, dass die Legatus-Geldsäcke genügend Macht haben (die "Matrix" repräsentieren), um die Märkte ausreichend zu dominieren.

Ob's stimmt?

Wir werden sehen. Wer mehr dazu lesen will:

Video: http://de.youtube.com/watch?v=9pk50pWqCYg

Diskussionsthread auf cash.ch: http://classic.cash.ch/node/2570

Reinhardt's Webseite: http://www.enterprisecorruption.com/

Persönlich sehe ich die Voraussage von Reinhardt wie folgt:

Ein einziger nachweislicher Treffer, wenn auch taggenau und Monate im voraus, ist zwar beeindruckend, kann aber reiner Zufall sein.

Logisch betrachtet ist es plausibel, dass wichtige Treffen grosser Geldsäcke zu Entscheidungen führen können, die die Märkte nachhaltig beeinflussen. Beispiel wäre ein G8 oder G20-Gipfel.

Legatus ist allerdings eine rein katholische Organisation. Es fehlen demnach andere wichtige Geldsäcke: die Juden, Muslims und Buddhisten. Insofern stellt sich die Frage nach der Macht, die die Legatus-Katholiken haben können.

Lehman war ein wichtiges Ereignis mit weltweiten Konsequenzen. Aber egal was Legatus (wenn überhaupt) entscheidet, es wird sich auf die USA beschränken. Das heisst nicht, dass es weltweite Auswirkungen hat, ist aber durchaus möglich.

Wie dem auch sei: Ich werde über das Wochenende vor dem 9. Februar nicht long in US-Papieren sein. Wink

Wer es noch eine Stufe esoterischer mag: Bradley hat einen Wendepunkt am 9. Februar. Ich beobachte Bradley seit einigen Jahren (etwas lustlos allerdings) und schätze die Trefferquote nach meinen Beobachtungen auf knapp unter 50%.

Charttechnisch sieht es wie folgt aus:

Der SMI läuft in einen absinkenden Keil in der Gegend um 5150-5200. Keile deuten auf einen rapiden Ausbruch hin. Allerdings kann der SMI noch bequem bis Ende Februar in dieser Gegend hin- und herdümpeln. Ein Ausbruch nach oben oder unten wird unerwartet passieren.

Charttechnisch lässt sich die Richtung nicht vorhersagen aber aufgrund der Fundamentaldaten ist ein Ausbruch nach unten wahrscheinlicher. Das Potential an bad-news ist schliesslich um einiges grösser.

Wenn wir den eingangs erwähnten S&P Chart vergegenwärtigen: Der S&P hat bereits sein Niveau vom Tief 2002/2003 erreicht. Beim SMI liegt dieses bei 3600 Punkten, beim DAX bei 2200 Punkten. Das ist also durchaus einen Gegend, die der SMIley und das Fabeltier problemlos ansteuern könnten!

Nicht im Februar natürlich aber wenn der Absturz bald kommt, liegen 4500 im SMI durchaus in greifbarer Nähe.

Das ist allerdings nur für diejenigen Leser ein Grund, Trübsal zu blasen, die immer noch verzweifelt versuchen, mit Aktien Geld zu verdienen. Diesen Lesern sei folgendes ans Herz gelegt:

* Wir befinden uns in einem sekulären Bärenmarkt und die Kurse von Aktien und Bonds werden noch lange sehr viel tiefer fallen.

* Wir haben auf der anderen Seite die sicherste Anlage der Welt, Gold!, das von der breiten Masse noch nicht entdeckt wurde und in das die enttäuschten Bond-Anleger demnächst vermehrt fliehen werden.

Betrachtet es mal von der klassischen Seite des Aktien-Investors: Es gilt die Regel, dass auch in Bärenmärkten jene Aktien zu kaufen sind, die relativ am besten performt haben. Das sind nämlich die stärksten.

Ok, weiten wir den Blickwinkel von Aktien allgemein auf Assets aus:

Wir hatten im letzten Jahr einen Verfall von Aktien um 40%, Rohstoffen um 50% aber aller Krise zum Trotz hat sich Gold gehalten! Zumindest in Franken. In anderen Währungen ist es sogar gestiegen (EUR 5%, GBP 42% etc.)

Ihr könnt mir glauben, dass das den Big-Boys nicht entgangen ist. Was meint ihr also, was die Big-Boys kaufen werden, wenn die T-Bonds nicht mehr den Werterhalt garantieren und die Währungen abrutschen?

Gold ist derzeit mit Rund $900/oz oder Fr. 33'000/kg immer noch sehr billig. Wenn die Bond-Blase platzt, ist es weltweit das einzige sichere Investment. Egal, ob die Währungen stabil bleiben oder sinken, ob die Schulden steigen oder fallen, ob wir Inflation oder Deflation bekommen. Es ist das sicherste Investment seit 5000 Jahren und das einzige, das in Krisenzeiten den Werterhalt garantiert.

Sollten die Massnahmen der Regierungen doch noch fruchten, wird Gold in den nächsten zwei Jahren um 50-100% im Wert steigen.

Sollte es zu dem erwarteten Bond-Crash kommen, liegen lockere 200-500% Gewinn drin.

Sollte es zu einem absoluten Finanzkollaps, Staatsbankrotten und Währungsreform mit neuem Goldstandard kommen, würde der Goldpreis auf Fr. 317'000 bis 423'000 Franken pro Unze steigen! (http://classic.cash.ch/node/200#comment-58895 )

Wie gesagt: Wir müssen nicht mit dem Schlimmsten rechnen, um mit Gold Gewinne zu machen. 100% reichen auch schon. Das Inflationsbereinigte Hoch von 1981 beträgt $2250 und das werden wir auf alle Fälle erreichen. Immerhin ein Gewinn von rund 150% ab dem aktuellen Niveau als Minimalziel und bei sehr geringer Chance auf Verluste.

Ist das nicht viel besser als sein Geld ins fallende Messer hinein in wertloser werdende Aktien zu investieren, deren Boden nicht absehbar ist?

Think about it!

Insofern hoffe ich, dass dieses Posting wenigstens eine Handvoll Leser dazu ermutigt, sich mit physischem Gold abzusichern, solange das noch verfügbar ist.

Happy Trading

Marcus Fabian

Micro
Bild des Benutzers Micro
Offline
Zuletzt online: 23.02.2012
Mitglied seit: 13.01.2008
Kommentare: 66
SMI im Februar 2009

Und dann wird der Tag kommen, an dem alle Währungen verfallen und wir werden nur noch Gold essen........

T15
Bild des Benutzers T15
Offline
Zuletzt online: 27.11.2016
Mitglied seit: 11.10.2008
Kommentare: 1'837
SMI im Februar 2009

danke MF.

was mich ein bisschen beunruhigt war kurers auftritt am WEF. bin kein psychologe oder so... allerdings sah er aus... als wüsste er das etwas auf uns zukommt...

hab vorhin noch ein beitrag gesehn bei einem news sender... da gings um russland... die entwertung vom rubel sei sehr extrem... inflation? die jetzt dann zu uns kommt? :roll:

hier ein kleiner vergleich zum euro

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Euro_exchange_rate_to_RUB.svg

orangebox
Bild des Benutzers orangebox
Offline
Zuletzt online: 16.12.2015
Mitglied seit: 22.11.2007
Kommentare: 2'026
SMI im Februar 2009

T15 wrote:

danke MF.

was mich ein bisschen beunruhigt war kurers auftritt am WEF. bin kein psychologe oder so... allerdings sah er aus... als wüsste er das etwas auf uns zukommt...

hab vorhin noch ein beitrag gesehn bei einem news sender... da gings um russland... die entwertung vom rubel sei sehr extrem... inflation? die jetzt dann zu uns kommt? :roll:

hier ein kleiner vergleich zum euro

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Euro_exchange_rate_to_RUB.svg

Danke MF, wirlich super erklärt die Lage und Aussicht das versteht sogar jemand der Null Ahnung von Wirtschaft hat Wink

Bez. Kurer habs auch gesehen, verdammt ist der in den paar Monaten gealtert unglaublich Lol

querschuesse.de

royalOak
Bild des Benutzers royalOak
Offline
Zuletzt online: 22.10.2011
Mitglied seit: 09.11.2008
Kommentare: 25
Re: SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

Think about it!

Insofern hoffe ich, dass dieses Posting wenigstens eine Handvoll Leser dazu ermutigt, sich mit physischem Gold abzusichern, solange das noch verfügbar ist.

Happy Trading

Marcus Fabian

Danke für deinen Bericht werde darüber nachdenken. Wink

chateauduhartmilon
Bild des Benutzers chateauduhartmilon
Offline
Zuletzt online: 03.12.2011
Mitglied seit: 20.11.2008
Kommentare: 1'040
SMI im Februar 2009

Hallo Fabian

Sehr interessante Lektüre.

Nach SF TV habe Obama einen neuen Rettungsplan veröffentlicht. Hast du da etwas gehört.

Könnte sein dass diese Nachricht greift, einmal muss

es schliesslich mal klappen.

Na ja, optimistisch bleiben und weiter "greifbare" Sachen kaufen.

Turbo
Bild des Benutzers Turbo
Offline
Zuletzt online: 01.11.2013
Mitglied seit: 13.01.2008
Kommentare: 6'131
SMI im Februar 2009

MF Danke

Also das positve zum voraus Gold hat sicher weiter Potential als Krisenschutz.

Die Legatus Heinis koennen mich mal..

Also ich sehe kein inflationaers Zenario auf uns zukommen in naechster Zeit. Auch glaube ich nicht das es zu einen ubertriebenen $ Rueckgang kommt und ebenso glaub ich nicht das naechstens der grosse Run aus den Tresauries kommt.

Mein Zenario

steigende Arbeitslosen, sinkende Nachfrage, leicht fallende bis stabile Rohsroffe.

Da weder USA und Japan noch uber groessere Zinssenkungspotential verfuegen, dafuer umso mehr noch die Europaer, sehe ich den $ weiter in der Groessenordnung 1-1.20 zum SFR

Aktienmaerkte weiter fallend und und Preise weltweit auch. Ich erwarte primaer eine deflationaere Phase. Wie stark diese ausfallen wird, haengt auch davon ab wie schnell die Innvestitionsprogramme wirken, aber dies ist schwierig voraus zu sehen.

Weiter haengt das ganze vom Immobilienmarkt in den USA ab und nur eine Stabilisierung koennte weltweit eine Besserung der wirtschaftlichen Situation bringen, aber bis dahin werden die Banken weitere MRD gebrauchen und Bad Bank oder Verstaatlichung werden uns bis dahin weiter beschaeftigen.

Wie gesagt Gold war immer gut in Krisen als Anlage und diese Krise ist noch nicht vorbei. Ich sehe aber in naechster Zeit keine Inflation auf uns zu kommen im Unterschied zu MF und bleibe daher Cash da ich dank Deflaton mir auch mehr leisten kann.

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

Azrael
Bild des Benutzers Azrael
Offline
Zuletzt online: 13.10.2013
Mitglied seit: 28.07.2008
Kommentare: 5'133
SMI im Februar 2009

Quote:

Der T-Bond Markt ist der grösste Markt der Welt!

sicher? dachte devisen hätten mehr volumen.

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Februar 2009

chateauduhartmilon wrote:

Nach SF TV habe Obama einen neuen Rettungsplan veröffentlicht. Hast du da etwas gehört.

Nein, auch auf cnn nichts gefunden. Hast Du einen Link?

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Februar 2009

Azrael wrote:

sicher? dachte devisen hätten mehr volumen.

Vom täglichen Umsatz her schon. Aber Devisen sind keine Anlageform.

<gelöscht>
SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

chateauduhartmilon wrote:

Nach SF TV habe Obama einen neuen Rettungsplan veröffentlicht. Hast du da etwas gehört.

Nein, auch auf cnn nichts gefunden. Hast Du einen Link?

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/BankenRettung-Obama-plant-den-...

obama hin oder her die kurse werden vom heutigen stand nochmals um 50 % fallen. deckt euch mit puts ein leute...

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Februar 2009

daytrader1 wrote:

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/BankenRettung-Obama-plant-den-...

Das ist die Geschichte mit der Bad Bank. Die ist vom 27.1. und hat am 28.1 für die erwähnte grüne Eintagsfliege gesorgt. In unserer schnelllebigen Zeit schon fast ein alter Hut Wink

Es gab am Freitag sogar schon Gerüchte, dass der Kongress der Bad Bank nicht zugestimmt habe. Das wäre einer der Gründe für den Absturz im späteren Handel.

Fawi
Bild des Benutzers Fawi
Offline
Zuletzt online: 28.12.2011
Mitglied seit: 08.11.2006
Kommentare: 476
SMI im Februar 2009

Bad Bank, nur schon der Name tönt unheilvoll.... Der elendere zweite Wochenteil habe ich so nicht erwartet. Ich habe mir vorhin noch ein paar Gedanken über die SMI-Titel gemacht und wie immer in meinem Blog vermerkt:

http://boersentheater.blogspot.com/

Übrigens: Habe mir heute "Let's make money" im Kino angeschaut, kann ich absolut weiterempfehlen (die Weltbank kommt ziemlich schlecht weg, ich kann das nicht abschliessend beurteilen). Besonders die Bilder der leerstehenden Feriensiedlungen (und die dazugehörenden crazy Gölfplätze) in Spanien waren ziemlich beunruhigend, was meint Ihr dazu? Auch in der Schweiz wurde ja ziemlich viel gebaut, der Bedarf an "normal genutzen" Privatwohnungen war wahrscheinlich vorhanden, ich sehe aber die vielen Projekte in den Touristengebieten (gerade diese Woche war von vielen Resort-Bauvorhaben die Rede) kritisch.

liska
Bild des Benutzers liska
Offline
Zuletzt online: 12.12.2017
Mitglied seit: 26.06.2008
Kommentare: 1'104
SMI im Februar 2009

@ MF

:!: GOLD :!:

ich besitze 60 kg gold............. :roll:

:roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:

:roll: meine frau :roll:

.

Der Fuchs ist schlau und wartet im Bau

revinco
Bild des Benutzers revinco
Offline
Zuletzt online: 04.04.2017
Mitglied seit: 30.06.2006
Kommentare: 4'397
SMI im Februar 2009

liska wrote:

ich besitze 60 kg gold............. :roll:

Was hat dieses posting für einen Sinn? Du verhälst Dich nicht wie jemanden, der soviel Gold gekauft hat :!:

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
Bild des Benutzers revinco
Offline
Zuletzt online: 04.04.2017
Mitglied seit: 30.06.2006
Kommentare: 4'397
Re: SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

Wer exakte Termine für den nächsten Crash haben will, muss sich auf Verschwörungstheoretisches Glatteis begeben.

Das entsprechende Datum lautet: Montag, 9. Februar 2009!

Dieses Datum ergibt sich aus dem Treffen von LEGATUS (www.legatus.org) vom 7./8. Februar auf den Bahamas.

Ich verlasse mich lieber auf den phi turn date, an solchen Tagen werden Trendwendungen vorausgesagt und gemäss Elliott Waves wäre es das Ende von B-up.

Das Datum wäre dann 18. Februar und erst dann vermute ich den Absturz.

http://www.financialsense.com/fsu/editorials/mchugh/2006/0213.html

Hinzu kommt, dass gemäss Diskussionsthread bei Cash auf der 1. Seite zuunterst ein Krieg hätte stattfinden müssen in Oktober/November 2008, was jedoch nicht zustande kam. Daher glaube ich nicht allzu fest an der Verschwörungstheorie von Reinhardt.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
Bild des Benutzers revinco
Offline
Zuletzt online: 04.04.2017
Mitglied seit: 30.06.2006
Kommentare: 4'397
SMI im Februar 2009

Wenn es an diesem phi turn date nicht stattfindet, dann wirds vermutlich an einem nächsten phi turn date passieren in der 2. Jahreshälfte. Mal schauen...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

T15
Bild des Benutzers T15
Offline
Zuletzt online: 27.11.2016
Mitglied seit: 11.10.2008
Kommentare: 1'837
SMI im Februar 2009

Revinco wrote:

liska wrote:
ich besitze 60 kg gold............. :roll:

Was hat dieses posting für einen Sinn? Du verhälst Dich nicht wie jemanden, der soviel Gold gekauft hat :!:

$

meint villeicht das körpergewicht seiner frau :roll:

aber ja völling sinnlos... und wer intressiert hier das vermögen anderer??

ich find leider das video von blocher nicht mehr, er hat mal gesagt wegen verstaatlichung von banken das schweden den richtigen weg gegangen sei.

hab soeben dies gelesen:

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wir_stehen_an_einem_wen...

er meint auch ein schweden modell bzw. die komplette verstaatlichung im moment sinnvoller sei.

" Das sind Zahlen, die man seit den Weltkriegen nicht mehr gesehen hat."

Inflation? oder Hyperinflation?

«So froh ich bin, dass Obama gewonnen hat: Dass er ein ökonomisches Wunder vollbringen und die Krise abwenden kann, ist wohl ein Märchen.»

Obama ist auch "nur" ein Mensch und kein Gott Wink

Psytrance24
Bild des Benutzers Psytrance24
Offline
Zuletzt online: 25.09.2012
Mitglied seit: 07.12.2007
Kommentare: 11'067
SMI im Februar 2009

T15 wrote:

aber ja völling sinnlos... und wer intressiert hier das vermögen anderer??

Wink

also ich find den Post von Liska witzig und raffiniert Smile

und wegen dem 2ten Teil, weiss nicht ob du dich da täuscht?^^ Neid ist doch eine der grössten Antriebskräfte des Menschen...

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

T15
Bild des Benutzers T15
Offline
Zuletzt online: 27.11.2016
Mitglied seit: 11.10.2008
Kommentare: 1'837
SMI im Februar 2009

Psytrance24 wrote:

T15 wrote:

aber ja völling sinnlos... und wer intressiert hier das vermögen anderer??

Wink

also ich find den Post von Liska witzig und raffiniert Smile

und wegen dem 2ten Teil, weiss nicht ob du dich da täuscht?^^ Neid ist doch eine der grössten Antriebskräfte des Menschen...

hehe psy hast schon recht... guck mal mein "smile" hinter dem comment WinkWink

chateauduhartmilon
Bild des Benutzers chateauduhartmilon
Offline
Zuletzt online: 03.12.2011
Mitglied seit: 20.11.2008
Kommentare: 1'040
Vasella droht Basel/die Schweiz zu verlassen

Das sind ja beruhigende Neuigkeiten :roll:

etage1
Bild des Benutzers etage1
Offline
Zuletzt online: 12.08.2013
Mitglied seit: 01.07.2008
Kommentare: 1'781
Re: SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

Insofern hoffe ich, dass dieses Posting wenigstens eine Handvoll Leser dazu ermutigt, sich mit physischem Gold abzusichern, solange das noch verfügbar ist.

Happy Trading

Marcus Fabian

das klingt de facto nach weltuntergangsstimmung. warum muss es nach deiner ansicht nach physisches gold sein, warum kein ETF bspw. von der ZKB kaufen? und wenn unbedingt physisch, wo kaufen? sicher doch nicht über das internet, bei der hausbank?

Joesy
Bild des Benutzers Joesy
Offline
Zuletzt online: 05.09.2010
Mitglied seit: 18.11.2008
Kommentare: 394
SMI im Februar 2009

T15 wrote:

danke MF.

was mich ein bisschen beunruhigt war kurers auftritt am WEF. bin kein psychologe oder so... allerdings sah er aus... als wüsste er das etwas auf uns zukommt...

hab vorhin noch ein beitrag gesehn bei einem news sender... da gings um russland... die entwertung vom rubel sei sehr extrem... inflation? die jetzt dann zu uns kommt? :roll:

hier ein kleiner vergleich zum euro

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Euro_exchange_rate_to_RUB.svg

Kurer hat/hatte immer so einen gequälten Gesichtsausdruck, ist zwar psychologisch schlecht, aber so ist Kurer nun mal...

revinco
Bild des Benutzers revinco
Offline
Zuletzt online: 04.04.2017
Mitglied seit: 30.06.2006
Kommentare: 4'397
SMI im Februar 2009

Aso, verstehe den Sinn des Witzes jetzt! Lol Naja kann als Entschuldigung sagen es war früh am morgen Wink

Ich dachte seine Frau wollte ihn überall vernaschen weil er soviel Gold angeblich besitze oder sowas, blickte aber nicht ganz durch.

etage1 wrote:

das klingt de facto nach weltuntergangsstimmung. warum muss es nach deiner ansicht nach physisches gold sein, warum kein ETF bspw. von der ZKB kaufen? und wenn unbedingt physisch, wo kaufen? sicher doch nicht über das internet, bei der hausbank?

Wie von MF mehrmals gesagt sind ETFs nur Wertpapiere und im Falle einer Bankpleite können diese wertlos verfallen. Schliesslich weiss man ja nicht, ob die Banken das Gold physisch hinterlegt haben oder nur ein leeres Versprechen ist. Aber das wurde alles bereits im Gold thread diskutiert, hier ist nicht der richtige Platz dafür.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Re: SMI im Februar 2009

etage1 wrote:

warum muss es nach deiner ansicht nach physisches gold sein, warum kein ETF bspw. von der ZKB kaufen?

Das Thema physisch oder Papier haben wir hier schon ausführlich diskutiert: http://www.cash.ch/node/456

Ein ETF ist kein physisches Gold. Nur ein "Versprechen".

etage1
Bild des Benutzers etage1
Offline
Zuletzt online: 12.08.2013
Mitglied seit: 01.07.2008
Kommentare: 1'781
SMI im Februar 2009

Revinco wrote:

etage1 wrote:

das klingt de facto nach weltuntergangsstimmung. warum muss es nach deiner ansicht nach physisches gold sein, warum kein ETF bspw. von der ZKB kaufen? und wenn unbedingt physisch, wo kaufen? sicher doch nicht über das internet, bei der hausbank?

Wie von MF mehrmals gesagt sind ETFs nur Wertpapiere und im Falle einer Bankpleite können diese wertlos verfallen.

Falsch:

Ein Vorteil der Anlagefonds und Exchange-Traded Funds (ETF) ist dabei, dass es sich bei ihnen um Sondervermögen handelt. Ihre Anlagen müssen streng getrennt von dem Vermögen der Fondsgesellschaft gehalten werden, und den Anlegern bleiben ihre Gelder auch im Fall einer Insolvenz erhalten.

Mir ist auch bewusst, dass es Ausnahmen gibt, aber da ist eben auch Vorabrecherche des Investors gefragt.

Und wenn hier bereits im ersten Posting prominent Werbung für Gold gemacht wird, dann kann man hier auch darüber diskutieren. Sorry, hier bestimmen nicht 2-3 Leute, wer wo was schreiben kann. Ok? Dann ist ja gut.

Johnny P
Bild des Benutzers Johnny P
Offline
Zuletzt online: 02.12.2011
Mitglied seit: 28.09.2007
Kommentare: 3'970
Re: SMI im Februar 2009

MarcusFabian wrote:

Hier hat sich meiner Überzeugung nach eine neue Blase gebildet.

Diese Bewegung hat sich seit Anfang Januar umgekehrt und ich rechne damit, dass sie sich beschleunigt. Staaten werden also zunächst weniger Treasuries kaufen, dann sogar dazu übergehen, ihre Dollarreserven (in Treasuries) zu verkaufen. Im Gegensatz zu Roubini erwarte ich, dass diese Bewegung relativ rasch einsetzt (Februar, März) und nicht erst in der zweiten Jahreshälfte.

Dieser Abverkauf von US Treasuries hat folgende Auswirkungen (in dieser Reihenfolge über die nächsten 6 Monate):

* Sinkende Bondpreise und steigende Renditen

* Rapider Verfall des Dollars

* Generell steigendes Zinsniveau also auch Hypotheken, Konsumkredite, Unternehmensanleihen etc.

* Flucht in Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber

* Verfall aller anderen Währungen, weil EZB, SNB, BoJ, BoE, gar nicht anders können also ihre Währungen ebenfalls zu inflationieren, um einigermassen eine Parität zum Dollar zu halten.

* Weiter steigende Goldpreise nun auch in allen anderen Papierwährungen.

* Panikartige Flucht des weltweiten Sparkapitals in den letzten verbleibenden sicheren Hafen Gold und Silber (beides für Privatanleger zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu bekommen).

* Absturz der Aktienmärkte

* Einsetzen der Inflation und zwar in einem unangenehmen Masse. Sprich zweistellig innert kürzester Zeit.

* Boden bei den Aktienmärkten irgendwann in der 2. Jahreshälfte. Allerdings nur nominal, weil ja die Börsen in sinkender Papierwährung berechnet werden. (Beispiel Simbabwe).

* Zunehmende Nervosität auch bei Otto Normalverbraucher, der nun endlich kapiert, dass seine lebenslang einbezahlten Rentenbeiträge laufend entwertet werden und er nicht die geringste Chance hat, etwas dagegen zu unternehmen.

Wieso sollen die T-Bonds sinken, wenn sie doch direkt vom quantitative easing profitieren Wink

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

Vontobel
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Zuletzt online: 21.06.2014
Mitglied seit: 20.06.2006
Kommentare: 5'686
SMI im Februar 2009

Ramschpapierhaendler wrote:

Wenn die ETF's stark an Wert verlieren, weil man dafür kein Gold mehr bekommt, nützt es auch nur bedingt, dass es sich dabei um Sondervermögen handelt. Wertloses Sondervermögen sozusagen.

Bei diesem Beitrag komme ich nicht ganz draus. Das Gold ist doch hinterlegt?

http://www.zkb.ch/etc/ml/repository/textdokumente/sparen_anlegen/barrenl...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

<gelöscht>
liebe cash forumsmitglieder

lasst uns eine neue bank gründen

das startkapital wird uns liska bestimmt ausleihen, mit seinen 60 kg gold Lol

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604682,00.html

revinco
Bild des Benutzers revinco
Offline
Zuletzt online: 04.04.2017
Mitglied seit: 30.06.2006
Kommentare: 4'397
SMI im Februar 2009

Johnny P wrote:

Wieso sollen die T-Bonds sinken, wenn sie doch direkt vom quantitative easing profitieren Wink

Das würde bedeuten das anhand der vielen Konjunkturpakete und bailouts sich der Dollar Deiner Meinung nach noch an stärke gewinnen wird? Oder warum meinst Du genau das die T-Bonds vom Geldzufluss profitieren werden und in welcher Zeithorizont?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

yóuxì
Bild des Benutzers yóuxì
Offline
Zuletzt online: 12.02.2011
Mitglied seit: 04.05.2008
Kommentare: 32
SMI im Februar 2009

@ Vontobel

Lies mal im Fondsvertrag der ZKB den Teil "Sachauszahlung" durch.

http://www.zkb.ch/etc/ml/repository/textdokumente/sparen_anlegen/fondsre...

Kurz: Grundsätzlich wird nur in Form von 12.5kg- Barren ausbezahlt, andere Grössen sind möglich, die Bank ist aber nicht dazu verpflichtet.

Im Falle einer Liquidation kann die Sachauszahlung verlangt werden, ist aber auf die Bestände des Fonds begrenzt. Falls die Gesamtheit der Anleger die Sachauszahlung verlangt und so die Forderungen die Goldbestände übersteigen, wird anteilsmässig gekürzt und teilweise bar ausbezahlt.

Ich würde meinen, physisches Gold zu haben ist definitiv sicherer, als ETF's zu besitzen, wenn man den worst Case annimmt.

Seiten