SMI im Februar 2011

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02.02.2011 02:16
#1
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SMI im Februar 2011

Einen Rückblick auf meine Januar-Prognose kann ich mir schenken, denn ich habe gar keine erstellt.

Der SMI hat sich bisher allerdings komplett an die Saisonalität gehalten. Sprich: Anstieg in den ersten beiden Januar-Wochen, weil dann die Pensionskassen die ganzen Beiträge investieren müssen und danach Abstieg.

Charttechnisch sieht der SMI nicht wahnsinnig gut aus. Hat aber noch alle Chancen:

Wir hatten November bis Januar etwa 4 Tops in der Gegend um 6600. Allerdings ohne einen dynamischen Ausbruch nach oben. Mitte Januar wäre - wie oben erwähnt die Chance gewesen. Aber sie verstrich ungenutzt.

Sehr viel vielversprechender sieht der SMI allerdings gegenüber Gold aus:

Trotz des relativ harten Franken konnte sich der SMI auch gegen über Gold behaupten.

Zwar ist der aktuelle Kurs wieder auf dem Niveau der Hochs vom Oktober und November und der MACD dreht auf relativ hohem Niveau nach unten aber noch ist nichts verloren.

Andererseits können wir die Rally SMI:Gold per Ende Januar auch als Bullenfalle interpretieren, denn der Absturz des Goldpreises im Januar lässt sich auf einen einzelnen Trader und dessen Hedge-Fonds

SHK Asset Management zurückführen. Der Fonds musste wegen der neuen Margin-Anforderungen der COMEX seine Long-Position glattstellen und entsprechend rund 81'000 Kontrakte verkaufen.

Wir sprechen hierbei über einen Betrag von $10 Mio. Man sieht also wieder mal, wie sensitiv ein reiner Papiermarkt auf relativ unwichtige Ereignisse reagieren kann. Entsprechend dürften auch weitere "zittrige Hände" ihre Positionen liquidiert haben.

Erstaunlich allerdings, dass der Goldpreis bereits bei etwa $1310 nach oben gedreht hat und nicht - wie von mir erwartet - auf dem Niveau von $1300, wo massive physische Kaufaufträge lauten. Offenbar gibt es also doch mehr Investoren als erwartet, die auf gute Nachkaufgelegenheiten gewartet und entsprechend ungeduldig und schnell zugeschlagen haben.

Ansonsten gibt es zwei Ereignisse aus dem Januar zu kommentieren:

In der Prognose vom Januar schrieb ich: Die SNB wird in den nächsten 2 Monaten den Franken gezielt schwächen. Vermutlich indem sie Euros und/oder Dollars kauft.

Wegen der aktuellen Stabilisierung des Euros dürfte der Druck auf die SNB nachlassen, den Franken gezielt zu schwächen. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben aber dass eine Franken-Schwächungs-Aktion noch bis Ende Februar über die Bühne geht, wir immer unwahrscheinlicher.

Weiterhin die Unruhen in Ägypten, bei denen die Gefahr besteht, dass sie sich auf andere arme Länder ausbreiten. Hintergrund dürften die anhaltend steigenden Lebensmittelpreise sein, die naturgemäss arme Menschen, die 50%+ ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, härter treffen als uns, die dafür nur 11-13% aufwenden.

Ich sehe dabei weniger die Gefahr, dass die Länder der arabischen Halbinsel betroffen werden könnten (die haben ja genügend Geld) aber Unruhen in anderen afrikanischen Länder oder Ostasien (Indonesien) könnte ich mir durchaus vorstellen. Auf die Börsen und Rohstoffmärkte sollte dies aber keinen negativen Einfluss haben. Es mag brutal klingen aber diese Länder sind für uns als Lieferanten wie auch als Kunden ziemlich unwichtig. So lange also das Öl fliesst ist alles im grünen Bereich.

Interessante Episode ist auch die Ankündigung von Moody's, man würde eventuell in Betracht ziehen, den USA in 2 Jahren das AAA-Rating zu entziehen.

Das zeigt wieder mal die Bürgertreue der amerikanischen Rating-Agenturen. Denn: Warum hat z.B. China nur ein Rating von AA+?

China besitzt immerhin Aktiven von 3 Billionen US$, wohingegen die Schulden in den USA stetig weiter und in beschleunigtem Tempo wachsen. China wird also durchaus besser in der Lage sein, allfällige Schulden zu bezahlen als die USA. Warum also das niedrigere Rating?

Ähnliches gilt für Japan, dessen Rating auf AA- abgestuft wurde. Auch Japan besitzt 1 Billion US$-

Für den Februar erwarte ich allgemein, dass sich der Fokus auf die Teuerung (aka. Inflation) konzentriert, die doch in einigen für die "normalen" Menschen wichtigen Bereichen unangenehm anzieht. Damit meine ich namentlich Lebensmittel, Energie und Rohstoffe. Offiziell wird die Teuerung zwar nur mit 0.2% p.A. (USA) bzw. 1.2% (EU) ausgewiesen. Aber die Anzahl der Menschen, die diesen offiziellen Zahlen noch glaubt ist am Schwinden.

Ein Zitat hierzu:

Quote:

Auf dem diesjährigen Fondskongress in Mannheim warf ich in einer Diskussionsrunde das Thema Teuerung in den Saal und fragte, wer sich auf die statistischen Daten verlässt. Sieben Hände der rund 400 Leute streckten sich in die Höhe.

Quelle: http://frank-meyer.eu/wp-blog/?p=2450

Rein vom Zeitrahmen her dürfte auch passen, dass es rund 2 Jahre dauert, bis neu gedrucktes Geld im Wirtschaftskreislauf ankommt und Teuerung auslöst.

Wir hatten das schon mal: Ende der 70er Jahre wurde noch unter Jimmy Carter die Geldmenge der USA um 13% erweitert. Um dieses neu gedruckte Geld vom Markt zu nehmen, musste Paul Volcker die Leitzinsen auf bis 20% erhöhen.

Also nochmals: 20% Zinsen, um 13% Geldmengenausweitung vom Markt zu nehmen und die Teuerung einzudämmen.

Diesmal wurde die Geldmenge der USA in den letzten Jahren um 120% erhöht!

Die Frage lautet: Wie hoch müssen die Zinsen steigen, um diese 120% vom Markt zu nehmen? Ich weiss es nicht. Aber es dürften mehr als 20% sein.

(obenstehendes geklaut aus: http://www.youtube.com/watch?v=xgrOZbOWjUU (sehenswert! )

Bottom-Line:

Wie es mit den Börsen weitergeht, steht im Moment auf der Kippe. Und das bedeutet im Falle des SMI ganz klar: Derzeit Short mit Stop-Loss bei den letzten Hochs - also in der Gegend um 6600.

Long-Posis erst eingehen, wenn diese Marke geknackt wurde.

Ansonsten bitte nicht nur den Dow und SMI nominal beachten sondern auch die Stärke/Schwäche der zugrunde liegenden Währung!

Happy Trades

Macus

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05.03.2011 15:49
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SMI im Februar 2011

Bullish wrote:

Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder @weico).

..oder, als sehr gute "Kurzeinführung", bei Wolfgang Theil...:

http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:qb-4Hp0eQ7EJ:www.dasgelbeforum...

weico

01.03.2011 11:13
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SMI im März 2011

Neuer Thread ist da!

SMI im März 2011

Weiter geht's hier:

http://www.cash.ch/node/4638

Thread Closed!

01.03.2011 08:21
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Re: Lidl oder Aldi nee danke

oslo11 wrote:

War Mal so in einem "Schuppen" und machte gleich wieder rechts umkehrt...... Die Lust am Einkaufen ist mir bereits bei der Eingangstüre vergangen......

Auch würde ich wegen ein paar CHF nie zu Sunrise Cablecom etc. wechseln.

Selbst bei den Banken ist mir die CS am liebsten.

Lohnt sich in den wenigsten Fällen wegen ein paar Franken zu einem billigen Anbieter resp. zu einem kleinlichen Institut zu wechseln. (ausg. Krankenkassen)

Wird der SMI Morgen weiter gen Norden ziehen? :idea:

Im Detailhandel werben alle Anbieter mit günstigen Preisen. Ein Vergleich mit Markenartikeln zeigt nun, dass Lidl und Denner beim Preiskampf die Nase vorn haben. Coop und Migros liegen praktisch gleichauf.

tsf. Der Schweizer Detailhandel steht unter Preisdruck. In der Werbung preist sich jeder Anbieter als günstig an. Die Überprüfung der Werbebotschaften ist allerdings nicht ganz einfach, denn häufig sind die Produkte nicht exakt dieselben und ein Vergleich ist somit schwierig. Ob ein Anbieter unter dem Strich günstig ist oder nicht, entscheidet sich zu einem grossen Teil bei Eigenmarken. Hier ist kaum ein direkter Vergleich möglich.

Messbar sind die Preisunterschiede indessen bei Markenprodukten. Der Internet-Vergleichsdienst Comparis.ch hat das Preisniveau von rund 200 Markenartikeln unter die Lupe genommen. Er hat die Preise bei Aldi, Coop, Denner, Lidl, Migros und Spar angefragt sowie stichprobenweise überprüft. Die Hauptresultate: Lidl und Denner bieten beliebte Markenprodukte am günstigsten an. Und das Rennen zwischen Coop und Migros fällt unentschieden aus.

Ein statistisch einwandfreier Preisvergleich aller Anbieter und aller überprüften Produkte ist allerdings nicht möglich. Denn nicht alle Detailhändler führen die gesamte Waren-Stichprobenmenge im Sortiment. Comparis hat deshalb für den Vergleich zwei unterschiedliche Warenkörbe gebildet.

Warenkorb 1 enthält 48 Produkte, die sowohl Coop als auch Migros anbieten. Dabei zeigt sich, dass die beiden Detailhandelsriesen rund drei Viertel dieser Produkte zum selben Preis verkaufen. Unter dem Strich kostet dieser Warenkorb bei Coop 240.10 Franken. Bei der Migros ist er geringfügig teuer: Der Unterschied macht nur 1.40 Franken aus. «Ob man Markenartikel bei Migros oder Coop einkauft, spielt preislich keine grosse Rolle. Coop hat jedoch die grössere Auswahl», erklärte Comparis-Projektleiter Ralf Beyeler gemäss der Mitteilung.

Lidl am günstigsten

Der Warenkorb 2 umfasst jene 56 Produkte, die Coop, Denner, Lidl und Spar gleichermassen anbieten. Die Migros wurde bei diesem Warenkorb nicht berücksichtigt, da die Anzahl der gemeinsamen Produkte zu gering war. Auch Aldi wurden nicht in den Vergleich aufgenommen, da der deutsche Discounter nur zwölf der angefragten Waren verkauft.

Hauptresultat dieses Vergleichs ist: Die Discounter Lidl und Denner sind günstiger sind als Coop und Spar. Kauft man die Produkte des Warenkorbs 2 bei Lidl ein, bezahlt man 218.40 Franken. Mit 219.50 Franken sind diese Produkte bei Denner praktisch gleich günstig. Bei Coop kosten die Produkte schon 8.60 Franken mehr als bei Lidl und bei Spar 10.65 Franken oder 5 Prozent mehr. Etwas mehr als die Hälfte der Produkte (30 von 56) hat bei Coop, Denner, Lidl und Spar jedoch denselben Preis.

Betrachtet man die verglichenen Markenprodukte, für die Comparis die Preise angefragt hat, gibt es in Einzelfällen erhebliche Preisunterschiede: Dr. Oetker Backpulver kostet auf die gleiche Menge umgerechnet beispielsweise bei Coop und Spar 120 Prozent mehr als bei Lidl. Die Backpulverpackungen sehen zwar praktisch gleich aus, aber Lidl verkauft anscheinend das für Deutschland hergestellte Backpulver auch in der Schweiz. «Für den Konsumenten spielt das jedoch keine Rolle», sagt Beyeler. Ein Preisvergleich mache sich somit bezahlt, besonders wenn man bereit sei, auch grössere Packungsgrössen einzukaufen.

Quelle: www.nzz.ch

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01.03.2011 08:13
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SMI im Februar 2011

(sda) Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent gewachsen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Verglichen mit dem letzten Quartal des Vorjahrs nahm das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 3,1 Prozent zu. Für das gesamte Jahr 2010 errechnete das Seco ein BIP-Wachstum von 2,6 Prozent.

Quelle: www.nzz.ch

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28.02.2011 21:18
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

fritz wrote:
TeeTasse83 wrote:

Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten Blum 3

Aber nur so lange bis dein Cash aufgebraucht ist.

Gruss

fritz

Das ist die Kunst, darauf muss man achten. Wird mir nicht passieren - ich hab nicht im Sinn, bei einem Downer von 5% gleich sämtliche Munition zu verschiessen.

Schön, dass du diese Kunst beherrscht, viele tun es nicht.

Es gibt viele, die bei -5% nachkaufen, bei -10% nochmals, und auch bei -20%, sowie bei -30% und -40%.

Bei -50% haben sie ihr Pulver dann verschossen.

Gruss

fritz

28.02.2011 21:17
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Lidl oder Aldi nee danke

War Mal so in einem "Schuppen" und machte gleich wieder rechts umkehrt...... Die Lust am Einkaufen ist mir bereits bei der Eingangstüre vergangen......

Auch würde ich wegen ein paar CHF nie zu Sunrise Cablecom etc. wechseln.

Selbst bei den Banken ist mir die CS am liebsten.

Lohnt sich in den wenigsten Fällen wegen ein paar Franken zu einem billigen Anbieter resp. zu einem kleinlichen Institut zu wechseln. (ausg. Krankenkassen)

Wird der SMI Morgen weiter gen Norden ziehen? :idea:

kaufen, verkaufen so dass jeder was hat..........

28.02.2011 20:12
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T15
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

MarcusFabian wrote:
TeeTasse83 wrote:

Allerdings hat dies mit der Situation der Grosskonzerne relativ wenig zu tun. Sie profitieren weiterhin von den billigen offshore Arbeitskräften.

Aha?

Und Du hast Dir sicher auch überlegt, an wen die Grosskonzerne ihre Produkte verkaufen sollen, gelle?!

Übersee...

naja das selbe passiert hier in der Schweiz... egal welche firma... zuerst ostblock... dann indien... und in zukunft Afrika... oder so... aber die Produkte kaufen immer noch wir selber... aber man spart halt lieber 10fr. im Monat indem man Sunrise statt Swisscom benutzt oder man geht in Lidl oder Aldi einkaufen unsere Bauern sind halt zu teuer... :evil:

oder sieht das jemand anders? :roll:

28.02.2011 13:49
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SMI im Februar 2011

Die beiden Pharmakonzerne Roche und Novartis gehören zu den Aktien, die sich in fast jedem konservativen Schweizer Portfolio befinden. Und warum auch nicht: Die Konzerne werden schliesslich von einigen Analysten mit scheinbar unverbrüchlicher Treue seit Jahren zum Kauf empfohlen – egal, ob die Aussichten gut oder eher bescheiden sind.

Derzeit listet der Finanzdienstleister Bloomberg 44 Analystenteams auf, die Novartis bewerten, und 42, die Roche beurteilen. Novartis wird von der grossen Mehrheit (33 Analysten) mit einer Kaufempfehlung versehen. Weniger eindeutig ist derzeit die Lage bei Roche: 23 sagen noch «kaufen», 19 «halten». Zu einem Verkauf rät kein einziges Analystenteam.

Was ist von solchen Empfehlungen zu halten? Kleine Privatanleger bekommen die umfassenden Studien der Analysten in der Regel gar nicht zu sehen. Banken und Brokerhäuser, die sich die hoch qualifizierten Spezialistenteams leisten, stellen deren Erkenntnisse nur den Grosskunden zur Verfügung, seien dies nun Pensionskassen oder grosse Fondsverwalter. Doch auch Journalisten fragen gern das fundierte Wissen der Analysten ab. Als Zeugen für eine These finden dann deren Meinungen den Weg in die Zeitungen.

Positiver Drall

Das grundsätzliche Ziel der Analysten darf man dabei aber nicht aus den Augen verlieren. Indirekt und zum Teil auch direkt leben Analystenteams davon, dass grosse Anleger aufgrund ihrer Empfehlungen handeln. Die durch den Aktienhandel generierten Kommissionen rechtfertigen das Dasein der Analysten. Und noch ein zweiter Punkt ist bei Analystenurteilen und ihren abgegebenen Kurszielen zu beachten:

Analysten, als Gruppe betrachtet, haben eine Neigung, zu positive Einschätzungen abzugeben. Die Gründe dafür beschäftigen weltweit die Finanzwissenschafter. Statistisch wurde der Drall inzwischen mehrfach belegt. Nach diversen Skandalen, in welchen Analysten wider besseres Wissen Aktien zum Kauf empfohlen hatten, sind in den USA vor wenigen Jahren strengere Regeln in Kraft getreten. Doch bis heute gibt es auch in der Schweiz Abhängigkeiten, die dafür sorgen, dass Analysten sich gut überlegen, ob sie eine Aktie herabstufen.

Für Analysten, die auf der sogenannten Verkaufsseite im Aktienhandel tätig sind, ist der regelmässige Zugang zum Management der beurteilten Firmen zentral. Nur so haben sie eine Chance, neue Entwicklungen rechtzeitig in ihrer Bedeutung einzuordnen. Die Banken und Brokerhäuser organisieren mit den Unternehmen sogenannte Roadshows, bei welchen die grossen Bankkunden direkt mit dem Management der Firma zusammengebracht werden. Überzeugt eine Firma bei der Präsentation, kommen für die Handelsabteilung der Bank die grossen Kauforders zustande.

Abhängigkeiten

Analysten sind deshalb sehr auf den Goodwill der Unternehmen angewiesen, die sie abdecken. Und die Firmen wissen um diese Abhängigkeit, nutzen sie laut Analysten auch, um allzu kritische Meinungsträger zu disziplinieren. Von der Weigerung, Kunden eines Analysten zu treffen, zur Androhung, Brokergeschäft zu verlagern, bis hin zum Ignorieren von Anfragen kritischer Analysten bei den Telefonkonferenzen reicht offenbar die Palette. Mit Namen lässt sich kein Analyst zu diesem Thema zitieren.

Bei den Schweizer Pharmawerten gilt Roche als heikler Kandidat. Verschiedene Analysten erzählen Episoden, die sie als Benachteiligung empfanden. Bei Roche wehrt man sich gegen die Vorwürfe und erklärt: «Roche erhält seit Jahren beste Noten für die Investor-Relations-Arbeit in unabhängig und industrieweit durchgeführten Umfragen.» Roche könne jährlich 15 Roadshows vergeben, sagt ein Sprecher. «Gleichzeitig decken uns aber über 50 Broker und Analysten ab. Bei der Vergabe der Roadshows zählt nur die Qualität. Wir machen diese Präsentationen auch mit Firmen, die uns auf haben.»

So oder so, auffallend ist, mit welcher Engelsgeduld viele Analysten die Stagnation von Novartis und die Talfahrt von Roche begleiten. Ihre Berichte bleiben trotzdem wertvolle Entscheidungshilfen. In vielen Analysen stecken geballte Ladungen an Fachwissen. Nur bei den Schlussfolgerungen sollten die Investoren dann eben doch selber denken.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

28.02.2011 13:12
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SMI im Februar 2011

@ Denne

was ist in der Finanzwelt schon moralisch?

28.02.2011 13:10
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SMI im Februar 2011

GloomBoomDoom wrote:

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

Wenn Du "Schuld" als ökonomische und nicht moralische Kategorie meinst, hast Du absolut recht.

28.02.2011 13:06
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SMI im Februar 2011

Bullish wrote:

Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder @weico).

aaah .. the good ole days ... als noch abgeschrieben und verpfändet wurde! Heute kauft der Staat alles auf, was zu riechen beginnt und pfeift ein lustiges Liedlein dazu.

Und so fliesst alles zurück zum Ursprung des Eigentums: zum Staat.

28.02.2011 12:12
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SMI im Februar 2011

MarcusFabian wrote:

Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.

Das findet ja bereits statt.

- Kongress (also die demokratisch gewählten Repräsentanten und nicht die Regierung) bestimmen in einem demokratischen Verfahren über die Höhe des Defizits (= eigene neue Geldausgabe).

- Soll das Geld wieder abgeschöpft werden, weil die Konjunktur zu stark läuft, werden Anleihen ausgegeben, die das Geld abschöpfen. Damit genügend abgeschöpft werden kann, wird ein entsprechender Zins geboten.

- Nochmals: US-Treasury finanziert sich nicht durch Anleihenausgabe sondern rein politisch. Die USA kann nur durch einen eigenen politischen Entscheid insolvent werden, nämlich durch Ablehnung des Budgets resp. dessen Defizit.

Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder @weico).

28.02.2011 11:53
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SMI im Februar 2011

GloomBoomDoom wrote:

Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...

ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

Hmmm aber wenn ich mir überlege, was hier die Bank haben will bevor sie auch nur entscheidet, ob man einen Kredit bekommt (Werbeslogan einer Schweizer Bank: "Kreditentscheid in einer halben Stunde..." nicht Kredit!!) oder auch eine Kreditkarte (Einkommensnachweis, Betreibungsauszug,...) und dann vergleiche, wie einfach das in der USA ist.... dann haben die Banken auch eine grosse Mitschuld - Einen Alkoholiker kann man auch mit einem einzigen Glas wieder abhängig machen!!!

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

28.02.2011 11:03
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SMI im Februar 2011

Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...

ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

28.02.2011 04:13
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SMI im Februar 2011

orangebox wrote:

Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

Es ist tatsächlich so: Unsere besten Tage liegen in der Zeit, wo wir schon lange entschlafen sein werden! Auch und foremost jene der USA. Smile

Aber als Trost: Jeder einzelne neue Tag bringt absolut mehr Wohlstand für uns alle, die wir den Wohlstand begrüssen! Die andern schmoren eben weiter in der Hölle, wenn ich es allegorisch ausdrücken darf.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

28.02.2011 01:13
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SMI im Februar 2011

orangebox wrote:

Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.

Hm, wenn ein Patient das falsche Medikament nimmt und daran stirbt. Wer ist dann schuld? Der Patient, der das Gift geschluckt hat oder der Arzt, der es ihm verschrieben hat?

Die Finanzhaie sind aus mehreren Gründen die Schuldigen:

1. Sie haben die Politiker unter Druck gesetzt, bewährte Regulierungen aufzuheben. Erst das hat dazu geführt, dass Geschäfts- und Investmentbanken eins wurden und somit Finanzkolosse mit Prädikat "too big to fall" geschaffen wurden.

Kolosse, die ausser einer "Elite" niemandem etwas bringen. Nur Gefahren.

2. Sie sind in unermesslicher Gier Risiken eingegangen, Hebelgeschäfte, die ihnen das Genick gebrochen haben. (bzw. "hätten", wären sie nicht auf Kosten der Steuerzahler gerettet worden).

3. Sie beziehen nun Gelder vom Staat, der ihre Verluste aus Immobilienspekulationen ausgleicht, ohne diese Gelder jenen weiterzugeben, von denen sie das Geld bekommen - den Steuerzahlern.

Konkret: Joe Sixpack bezahlt mit seinen Steuergeldern den bailout von countrywide und wird just von dieser Firma per Zwangsvollstreckung auf die Strasse gesetzt.

---

Wenn Du einen Hauptschuldigen finden willst, dann wohl am ehesten bei den Politikern, die der Wallstreet nachgegeben haben und geradezu von der Wallstreet dominiert werden.

Aber was erwartet man auch von einem Hank Paulson, der bei Goldman Sachs war, bevor er Finanzminister wurde? Logisch, dass der alles erdenkliche tut, um Goldman Sachs Gutes zu tun und seinen eigenen Seckel zu füllen.

Ist also dem ungebildeten Walmart-Wägeli-Schieber Joe Sixpack ein Strick daraus zu drehen, dass er einem kravattierten Hypotheken-Verkäufer auf den Leim gegangen ist?

Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Wer ist der grössere Narr? Der Narr oder der Narr, der ihm folgt?

orangebox wrote:

Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:

Quote:

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

Amerika wird sich aus den Schulden drucken. Es wird garantiert nicht 70 Jahre lang den Gürtel enger schnallen, sparen und somit die Schulden kaufkraftmässig abstottern. Es wird einen klaren Schnitt geben. Entweder als harter politischer Entscheid oder aber erzwungen durch revolten der amerikanischen Mittel- und Unterschicht.

Der oben erwähnte Joe Sixpack, dessen Haus von countrywide zwangsversteigert wird, der seinen Job, sein Haus verloren hat und nun zusätzlich über stetig steigende Energie- und Lebensmittelpreise klagt, wird irgend wann zur verfassungsmässig legalen Knarre greifen und auf die Strasse gehen. Damit meine ich aber nicht zwingend einen Aufstand wie in Lybien oder Tunesien sondern schlicht, dass die Bürger ihre Verfassungsmässigen Rechte durchsetzen, indem sie ganz legal protestieren.

Amerika hat - ganz im Gegensatz zu Europa - nicht nur ein hohes Gewaltpotential der Bürger mit einer enormen "fire-power" sondern auch sehr effiziente Selbstreinigungskräfte. Ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass die Politiker derart vom Volk unter Druck gesetzt werden, dass sie gar nicht anders können als die Wallstreet-Terroristen zum Teufel zu jagen.

Damit könnte einher gehen, dass es zu einem Schuldenschnitt, einer Währungsreform kommt, die die Reichen entreichert und den Armen und dem Mittelstand zugute kommt.

Im Prinzip besteht zw. der aktuellen Herrschaft der Wallstreet (Banker, Fed) und der Herrschaft des Britischen Imperiums vor 1776 über die "Kolonie Amerika" kaum ein Unterschied. Es ist demnach plausibel, dass sich die Amerikaner wieder ihrer Gründungsväter erinnern und mit den heutigen "Eliten" genau so verfahren damals vor fast 250 Jahren mit den Briten.

Nur, dass diesmal weniger Gewalt eingesetzt werden muss.

Amerika wird also seine überdimensionierte Finanzindustrie zerschlagen und nur die Teile behalten, die für ein Funktionieren der Gesellschaft auch tatsächlich benötigt werden. Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.

Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich Michael Moore's Liebeserklärung an den Kapitalismus anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=03Xh8-VU6Tg&feature=related

28.02.2011 00:29
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SMI im Februar 2011

MarcusFabian wrote:

orangebox wrote:
@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.

Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.

Amerika ist das Herz vom Konsumismus und vom Kapitalismus,leider ist der Trend auch auf unseren europäischen Länder übergeschwappt(Spanien,Ireland,UK und Co.),NY und viele anderen Staaten magen auch tolle Seiten haben aber der Konsumwahn und die Bestimmung der Persönlichkeit und des "Seins" wird dort drüben mehrheitlich durch materiellen Status definiert,durch die niedrigen Zinspolitik war es nun auch möglich das Menschen aus tieferen Schichten den "American Dream" ausleben durften, das heisst Erwerb von Immobilien,Autos (oftmals mehrere)Kreditkarten,Möbel,Luxusgüter etc. trotz schlechter Bonität.

Ein Grossteil der Amis will trotz schlechter Aussichten so leben wie es der kleine Promilleansatz der Reichen auch tut.Und das kann einfach nicht funktionieren.

Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:

Quote:

Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

@TeeTasse83

Somit gute Aussichten für US Unternehmen die vorallem international geschäften und exportieren,düstere Aussichten für die US Bevölkerung da die Mittelschicht zunehmend unter Druck kommt bez abgleiten in die Armut.

querschuesse.de

28.02.2011 00:27
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

Allerdings hat dies mit der Situation der Grosskonzerne relativ wenig zu tun. Sie profitieren weiterhin von den billigen offshore Arbeitskräften.

Aha?

Und Du hast Dir sicher auch überlegt, an wen die Grosskonzerne ihre Produkte verkaufen sollen, gelle?!

28.02.2011 00:08
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SMI im Februar 2011

orangebox wrote:

@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Nun, wenn alles am Boden ist, kann es nur noch aufwärts gehen Wink

Ich glaube nicht, dass die nächste Runde genau so verlaufen wird wie die aktuelle. Vermutlich wird man wieder etwas mehr Bankenregulierungen einführen (Glass-Steagall II, dessen Abschaffung Mitte der 90er Jahre erst die aktuellen Probleme ermöglicht hat). Vielleicht strengere Kontrolle der Geldmenge etc.

Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.

Nicht verwunderlich also, dass einige Leute bereits dazu übergehen, ihre Häuser mit Gewalt vor der Zwangsräumung zu verteidigen und einige Sheriffs nicht mehr bereit sind, Zwangsräumungen durchzuführen.

Es gibt einiges, das zerstört werden muss. Hoffen wir nur, dass wir so schlau sind, die nächste Runde besser aufzubauen.

27.02.2011 23:24
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SMI im Februar 2011

Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

querschuesse.de

27.02.2011 22:45
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

Hans wrote:
TeeTasse83 wrote:

Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten Blum 3

Also Deine Verluste hier posten Lol

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

27.02.2011 22:37
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SMI Stand per 04.03.2011

Massenproteste in Arabien. Steigende Ölpreise. Starker Franken. Sinkende Börsen. Anziehende Volatilität. UNO-Sicherheitsrat mit Strafmassnahmen gegen Gaddafi.

Auch in der kommenden Börsenwoche wirds wieder spannend. Wo seht ihr den SMI Ende nächster Woche?

http://www.payoff.ch/community/traders-talk/viewThread.html?forum=1&thre...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

27.02.2011 22:21
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SMI im Februar 2011

@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Das hiesse ja wiederum dass das System Kapitalismus/Konsumismus wie bisher bestehend nochmals richtig fahrt aufnimmt, aber die Realität zeigt uns ja auf das viele Menschen mit diesem System auch keine zufriedenstellene Lebensart aufweisen,eher das Gegenteil traf ein.

Ich habe heute diesen Artikel gelesen und finde ich wirklich lesenswert, es zeigt die Grenzen vom Kapitalismus auf:

http://www.ftd.de/politik/international/:top-oekonomen-robert-skidelsky-...

querschuesse.de

27.02.2011 21:01
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten Blum 3

Aber nur so lange bis dein Cash aufgebraucht ist.

Gruss

fritz

27.02.2011 20:04
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Re: Ölpreis und Libyen im Fokus....von..

camel corner wrote:

Wie versprochen die Zahlen der weltweiten Ölproduktion.

Die Märkte interessiert nicht wieviel die entsprechenden Länder produzieren sondern wieviel sie exportieren. Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Die USA z.B. produziert sehr viel Öl braucht es aber selber und exportiert daher nur wenig davon.

Ich denke uns interessieren diese Zahlen (sind leider nicht sehr aktuell):

List of countries by oil exports

Lybien ist zwar hier auch "nur" auf Platz 15. Jedoch ist das Gap vom 20. bis zum 3. Platz sehr klein. Da stechen eigentlich nur Russland und Saudi Arabien raus.

Was uns auch noch interessieren könnte in diesem Zusammenhang sind die Ölreserven...

List of countries by proven oil reserves

Die Zahlen sind von Wikipedia.

27.02.2011 19:42
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SMI im Februar 2011

camel corner wrote:

Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz)

Findest 11% wenig? Ich finde das eigentlich recht viel! Kommt aber schlussendlich auch nicht drauf an wieviel Öl die Schweiz von Lybien bezieht. Lybien ist einfach ein wichtiger Ölproduzent auf dieser Welt.

camel corner wrote:

Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl.

Die Panik ist nicht wegen "was passiet wenn Gaddafi fällt?" sondern das jetzt ein Ausnahmezustand herrscht in Lybien. Und das jetzt weniger Öl fliesst von Lybien.

Libya is probably still producing about 850,000 barrels of oil daily, down from its normal capacity of 1.6 million barrels - also momentan nur noch die Hälfte

Also wenn ich eine Ölförderfirma in Lybien betreiben würde, dann wären meine Arbeiter wohl schon längst abgezogen. Kannst ja deine Leute nicht einfach in dem Ghetto weiterarbeiten lassen.

Wenn Gaddafi fällt, wann auch immer dies Geschehen wird...dies könnte innert Tagen geschehen, es könnte aber auch noch Wochen gehen... jedenfalls wird sich dann die Lage betr. Öl nicht unbedingt verbessern. Weiss nicht wie das denn aussieht wenn irgendwelche Rebellen an der Macht sind!?

Hier noch ne Story auf CNBC zu diesem Thema

http://www.cnbc.com/id/41808790

27.02.2011 17:14
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

TeeTasse83 wrote:

Bin die vor n paar Tagen verkauften Aktien nun wieder am aufkaufen - zu tieferen Kursen selbst verständlich. Wenns dieses Jahr schön auf und ab geht, so generieren diese Käufe / Verkäufe ein bisschen Mehrrendite.

Selbstverständlich ist, wie früher schon gesagt, das Ziel dass man nie zu viel Kauft oder Verkauft, sodass man nie ohne Cash (zum Kaufen) oder auch ohne Aktien (zum weiter verkaufen) dasteht.

Gruss

..wenn die Kurse weiter fallen bitte die Verkäufe hier posten Wink

Gruss Hans

27.02.2011 16:21
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SMI im Februar 2011

Karat1 wrote:

25.02.2011

Ja, viele Anleger sind es nicht mehr gewohnt, dass es mitten im Aufwärtstrend auch einmal deutliche Korrekturen geben kann, die nicht vorhersehbar sind. Auslöser war der Bürgerkrieg in Libyen, einem der wichtigsten Öllieferanten vor allem für Europa....

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Seine noch mehrheitlich optimistische Meinung kann ich allerdings nicht mehr vorbehaltslos teilen. Aber ich bin ja auch der Vorsichtige. Was mir allerdings in den meisten Fällen auch zum Verhängnis wird. Man, bzw. ich, steige oft zu spät ein, dafür aber zu früh aus. Was zeigt, dass Angst kein guter Berater ist. Entweder ist man überzeugt es geht rauf oder runter und handelt entsprechend oder lässt es sein. Den steigenden oder fallenden Kurs hinterher zu hecheln ist viel zu oft falsch.

Karat

Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz). Siehe dazu den Bericht vom UVEK unter link: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_325416789.pdf&endung=Marktentwicklung fossiler Energieträger 4 / 2010[/color]

Auf Seite 16 von 18 siehst Du wer liefert (auch sonst ist der Bericht der Schweizer interessant) Kiss Swiss :oops: =

Russland Rohöl 1% / Mittlerer Osten Produkte 9% / Kasachstan Rohöl 10% / GUS Produkte 26% / Nigeria Rohöl 4% Libyen Rohöl 11% / Algerien Rohöl 3% /Ägypten Rohöl 1% / Nordsee Produkte 15% /Afrika Produkte 12% / Aserbaidschan Rohöl 7% / Lateinamerika Produkte 1%

Abbildung 8: Herkunft der Importe von Rohöl und Erdölprodukten in die Schweiz im Jahr 2009. Knapp 40% der Schweizer Erdölbedürfnisse werden als Rohöl importiert und in Collombey und Cressier verarbeitet. Trotz der politischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz wird die Schweiz immer noch mit Rohöl aus Lybien beliefert. Die restlichen 60% der Erdölimporte werden als Produkte über fünf europäische Staaten importiert. Aus deren Rohölimportstatistiken lässt sich ein Bild der Herkunft dieser in die Schweiz importierten Produkte extrapolieren. Quelle: IEA.

Weltweit ist das schwarze Gold zwar kritische "Mangelware", das gilt aber gem. @MF auch für andere Rohstoffe - wie er ja jeweils gut dokumentiert und erklärt. Zudem zeigt die aktuelle Gegenwart auch, wie "Meinungen" durch Presse und so heiter manipuliert werden können. Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl. 8) Lol By the subway for the weekend: Niemand kauft beim absolute low und verkauft beim top high ! Wer das sagt, ist langfristig ein Lügner oder kein Mensch. Das aber gerade macht ja unser "business" so lebenswert. :!:

Auch das übliche "National Interest der Yankees" ist auch im Busch der Wüste, wenn Du mein Wortspiel erlaubst. Und sie dreht sich doch. Wir arbeiten heute, am Sonntag. Camels. Fallen wir doch nicht auf jeden Trick der Spekulanten herein. Auch Aktien sind eine Anlage - nur pick die Richtigen. Buy low und sell high. Und wie immer: Diversifikation !

27.02.2011 09:04
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SMI im Februar 2011

25.02.2011

Ja, viele Anleger sind es nicht mehr gewohnt, dass es mitten im Aufwärtstrend auch einmal deutliche Korrekturen geben kann, die nicht vorhersehbar sind. Auslöser war der Bürgerkrieg in Libyen, einem der wichtigsten Öllieferanten vor allem für Europa. Dazu kommt der schwache Dollar mit einem 15-Wochen-Tief gegenüber dem Euro. Auch dies ist ein Baisse-Signal wie die steigenden Zinsen und Rohstoffpreise.

Aber trotzdem ist das sehr wahrscheinlich noch nicht der Beginn einer Baisse! Dazu sind die Auftriebs-kräfte noch viel zu stark, wie auch der erneut gestiegene IFO-Geschäftsklima-Index (111,2 Punkte im Februar) zeigt. Und die Mehrheit der von uns beobachteten 700 Aktien liegt sogar kurzfristig noch im Aufwärtstrend, denn 37 Aktien melden zum Wochenende ein neues 9-Monats-Hoch, hingegen nur 26 ein 9-Monats-Tief.

Freilich sieht der Rückschlag bei einigen Aktienindizes wie dem DAX recht heftig aus. Das kommt eben vor, wenn plötzlich zu viele Anleger oder Vermögensverwalter Angst um ihre Kursgewinne der letzten zwei Jahre bekommen und sich fragen, was denn passieren wird, wenn auch in Saudi-Arabien ein Aufstand losbricht. Dann leiden gerade „unsere“ Werte, die besonders gut gelaufen sind, unter hohen vorübergehenden Zwischenkorrekturen. Aber wer vor lauter Angst jetzt komplett aussteigt, ist dann eben nicht mehr dabei. Fundamental haben die Aktienkurse noch genügend Spielraum nach oben.Am Freitagnachmittag kam dann auch schon wieder eine erste kräftige Erholung. Wer z.B. kurz zuvor noch die VW-Aktie verkauft hatte, musste dann einem versäumten Kursgewinn von 6% nachtrauern.

Uwe Lang vom 25.2.2011

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Immer wieder interessant, wie U.L. die "Lage" kurz und bündig zusammenfassen kann. Seine noch mehrheitlich optimistische Meinung kann ich allerdings nicht mehr vorbehaltslos teilen. Aber ich bin ja auch der Vorsichtige. Was mir allerdings in den meisten Fällen auch zum Verhängnis wird. Man, bzw. ich, steige oft zu spät ein, dafür aber zu früh aus. Was zeigt, dass Angst kein guter Berater ist. Entweder ist man überzeugt es geht rauf oder runter und handelt entsprechend oder lässt es sein. Den steigenden oder fallenden Kurs hinterher zu hecheln ist viel zu oft falsch.

Karat

26.02.2011 18:02
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Re: PF im Cash!

MarcusFabian wrote:

Nun, ich weiss nicht, ob es so ein PF erlaubt, Gold und Silber zu kaufen. Vermutlich eher nicht.

Habe die Frage gleich noch an mein Posting an den Admin angehängt....... mal sehen Wink

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