SMI im Februar 2011

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MarcusFabian
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SMI im Februar 2011

Karat1 wrote:

2014

Höhepunkt der Krise. Aktien sind am Boden und es kommt die Zeit für einen Einkaufsbummel an den Börsenmärkten marcus, wie siehst Du das?

Ich sehe es genau so. Obschon ich eher gegen Ende 2012/2013 mit dem Tiefpunkt rechne.

Wir müssen uns allerdings bewusst sein, was der Weg in Richtung Tiefpunkt bedeutet!

Wir wissen, dass - in Papiergeld gerechnet - die Aktienmärkte seit 2000 nie eine "richtige" Korrektur hatten. Dow und SMI stehen dank neugedrucktem Geld nominal immer noch in etwa auf demselben Niveau wie 2000 bzw. 2007 und die Bereinigungen, die die Winterzeit normaler Weise kennzeichnen (Auflösung von Schulden, massive Konkurse, Deflation) haben noch gar nicht stattgefunden!

Sie wurden bisher einfach durch Pumpenkohle auf die lange Bank geschoben. 2001 durch Greenspan, der die notwendige Rezession durch niedrige Zinsen bekämpfte und so die Immobilien-Bubble schuf und ab 2008 durch seinen Nachfolger Ben Bernanke, der nun die geplatzte Immo-Blase durch eine Staatsschulden- und Rohstoffblase ersetzt hat.

Aber jede Blase muss dereinst platzen.

Um das in Zahlen auszudrücken:

Die Dot-Com-Blase konnte noch alleine mit Mitteln der FED im Wert von rund $750 Mrd. aufgefangen werden.

Bei der IMMO-Blase jetzt sind es bereits geschätzte $13'600 Mrd. Eine Summe also, die die FED mit einer Bilanzsumme von $1000 Mrd. (mittlerweile das doppelte) nicht stemmen kann. Deshalb wird diese Summe auf Kosten der nächsten Generationen als Staatsschuld aufgenommen.

Wenn diese Blase platzt, wird sie alles vorangegangene in den Schatten stellen und diesmal wird es niemanden geben, der den bailouter bailouten kann!

Der Weg zum Tiefpunkt wird also extrem hässlich werden! Es würde mich nicht erstaunen, wenn Aktien um 50% oder auch 80% sinken würden.

Es wäre auch falsch zu sagen: "Nun gut, ziehen wir Gelddruckerei, QE, TARP etc. noch weiter bis 2014 durch und steigen dann auf hohem Niveau in den nächsten nachhaltigen Aufschwung ein."

Das funktioniert nicht, denn wie gesagt kann es erst einen nachhaltigen Aufschwung geben, wenn zuvor die Schulden vernichtet worden sind. Auf welche Art und Weise das geschehen wird, haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert. Im Endeffekt dürfte es auf eine Währungsreform und somit eine kontrollierte Vernichtung von Schulden und Vermögen hinauslaufen. Einem Reset, der für alle schmerzlich ist und dann beginnt das Spiel wieder von vorne.

----------

Für jene, die diese Diskussionen nicht mitgekriegt haben z.B. weil sie weniger als 2 Jahre hier im Forum mitlesen, empfehle ich, das PDF in meiner Signatur mal an einem verregneten Wochenende (so wie jetzt) anzuschauen.

Es sind zwar über 200 Seiten aber - keine Angst - das wichtigste steht auf den ersten 10 Seiten.

Karat1
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PF im Cash!

@ marcus f.

Es wäre doch super, man könnte oder dürfte nun auf Cash ein PF führen, welches auf die nächsten 3 bis 4 Jahre ausgerichtet wäre.

Die pro forma Anlagen müssten möglichst genau auf den komkommenden "Kondratieff-Winter" und die darauf folgende Aktienhausse ausgerichtet sein. Klar, das Depot müsste auf Cash also mind. mal 4 Jahre geführt werden. Wenn aber das langfristige Anlageziel klar ist, bedarf es auch nicht soooooo viele Änderungen im Depot. Es sind ja nicht tägliche Anpassungen nötig und ja auch nicht sinnvoll.

Wenn Du das nicht machen willst würde ich das übernehmen. Allerdings nur wenn Du die entsprechenden Anlagen vorschlagen würdest. Diese könnten dann vor dem fiktiven Kauf auch noch im Forum diskutiert werden. Damit alle was davon haben.

Was meinst Du. Ein PF wäre doch mehr, als immer nur trockene Theorie?

Was meinen andere hier im Forum?

Karat

fritz.
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Re: PF im Cash!

Karat1 wrote:

Es wäre doch super, man könnte oder dürfte nun auf Cash ein PF führen, welches auf die nächsten 3 bis 4 Jahre ausgerichtet wäre.

Gibt es doch schon:

http://www.cash.ch/boerse/kursinfo/fullquote/EdelmetalleSte/274701/176/1

Wink

Wobei die drei bis vier Jahre nicht klar definiert sind, vielleicht ist für dieses Portfolio auch schon in zwei Jahren die Zeit abgelaufen.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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Re: PF im Cash!

Karat1 wrote:

Was meinst Du. Ein PF wäre doch mehr, als immer nur trockene Theorie?

Nun, ich weiss nicht, ob es so ein PF erlaubt, Gold und Silber zu kaufen. Vermutlich eher nicht.

Ansonsten investiere von Deinem PF mal 50% in Silber, 20% in Gold und je 10% in Newmont Mining, Hecla und - damit wir auch was zu lachen haben - DRDGold.

Dann werfen wir eine Schlaftablette ein und schichten in ein paar Jahren um.

MarcusFabian
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SMI im Februar 2011

... übrigens, passend zum Thema:

http://www.cash.ch/node/1604#comment-231502

2 Jahre alt aber immer noch gültig.

camel corner
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Ölpreis und Libyen im Fokus....von..

Wie versprochen die Zahlen der weltweiten Ölproduktion. Quelle EIA (US Energy Information Agency) Stand 2009

Lybien ist auf Platz Nr. 18 / Zahlen jeweils Produktion Barrels pro Tag :

1 Russland: 9,9342

2 Saudi Arabien: 9,7603 (10,250,000 in 2007 = passt Produktion jeweils an)

3 USA: 9,1414 (8,457,000 in 2007)

4 Iran: 4,1775 (4,033,000 in 2007)

5 China: 3,9966 (3,725,000 in 2007)

6 Canada: 3,2947 (3,425,000 in 2007 = Platz 7)

7 Mexico: 3,0018 (3,501,000 in 2007 = Platz 6)

8 Vereinigte Arabische Emirate: 2,7959

(2,948,000 in 2007)

9 Brasilien: 2,57710 2,277,000 in 2007 = Platz 14)

10 Kuwait: 2,49611 (2,613,000 in 2007 = Platz 11)

11 Venezuela: 2,47112(2,667,000 in 2007 = Platz 10)

12 Irak: 2,40013 (2,094,000 in 2007 = Platz 16)

13 Norwegen: 2,35014 (2,565,000 in 2007 = Platz 12)

14 Nigeria: 2,352,000

15 Algerien: 2,173,000

17 Angola: 1,910,000

18 Libyen: 1,845,000

19 England/UK: 1,690,000

20 Kasachstan: 1,445,000

Die Zahlen sprechen für sich selbst. Have a nice weekend.

camel corner
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Re: Ölpreis und Libyen im Fokus....von..

camel corner wrote:

Wie versprochen die Zahlen der weltweiten Ölproduktion. Quelle EIA (US Energy Information Agency) Stand 2009

Lybien ist auf Platz Nr. 18 / Zahlen jeweils Produktion Barrels pro Tag :

1 Russland: 9,9342

2 Saudi Arabien: 9,7603 (10,250,000 in 2007 = passt Produktion jeweils an)

3 USA: 9,1414 (8,457,000 in 2007)

4 Iran: 4,1775 (4,033,000 in 2007)

5 China: 3,9966 (3,725,000 in 2007)

6 Canada: 3,2947 (3,425,000 in 2007 = Platz 7)

7 Mexico: 3,0018 (3,501,000 in 2007 = Platz 6)

8 Vereinigte Arabische Emirate: 2,7959

(2,948,000 in 2007)

9 Brasilien: 2,57710 2,277,000 in 2007 = Platz 14)

10 Kuwait: 2,49611 (2,613,000 in 2007 = Platz 11)

11 Venezuela: 2,47112(2,667,000 in 2007 = Platz 10)

12 Irak: 2,40013 (2,094,000 in 2007 = Platz 16)

13 Norwegen: 2,35014 (2,565,000 in 2007 = Platz 12)

14 Nigeria: 2,352,000

15 Algerien: 2,173,000

17 Angola: 1,910,000

18 Libyen: 1,845,000

19 England/UK: 1,690,000

20 Kasachstan: 1,445,000

Die Zahlen sprechen für sich selbst. Have a nice weekend.

Sind natürlich in Tausend Barrels pro Tag, sorry.

CrashGuru
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Re: PF im Cash!

MarcusFabian wrote:

Nun, ich weiss nicht, ob es so ein PF erlaubt, Gold und Silber zu kaufen. Vermutlich eher nicht.

Habe die Frage gleich noch an mein Posting an den Admin angehängt....... mal sehen Wink

Karat1
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SMI im Februar 2011

25.02.2011

Ja, viele Anleger sind es nicht mehr gewohnt, dass es mitten im Aufwärtstrend auch einmal deutliche Korrekturen geben kann, die nicht vorhersehbar sind. Auslöser war der Bürgerkrieg in Libyen, einem der wichtigsten Öllieferanten vor allem für Europa. Dazu kommt der schwache Dollar mit einem 15-Wochen-Tief gegenüber dem Euro. Auch dies ist ein Baisse-Signal wie die steigenden Zinsen und Rohstoffpreise.

Aber trotzdem ist das sehr wahrscheinlich noch nicht der Beginn einer Baisse! Dazu sind die Auftriebs-kräfte noch viel zu stark, wie auch der erneut gestiegene IFO-Geschäftsklima-Index (111,2 Punkte im Februar) zeigt. Und die Mehrheit der von uns beobachteten 700 Aktien liegt sogar kurzfristig noch im Aufwärtstrend, denn 37 Aktien melden zum Wochenende ein neues 9-Monats-Hoch, hingegen nur 26 ein 9-Monats-Tief.

Freilich sieht der Rückschlag bei einigen Aktienindizes wie dem DAX recht heftig aus. Das kommt eben vor, wenn plötzlich zu viele Anleger oder Vermögensverwalter Angst um ihre Kursgewinne der letzten zwei Jahre bekommen und sich fragen, was denn passieren wird, wenn auch in Saudi-Arabien ein Aufstand losbricht. Dann leiden gerade „unsere“ Werte, die besonders gut gelaufen sind, unter hohen vorübergehenden Zwischenkorrekturen. Aber wer vor lauter Angst jetzt komplett aussteigt, ist dann eben nicht mehr dabei. Fundamental haben die Aktienkurse noch genügend Spielraum nach oben.Am Freitagnachmittag kam dann auch schon wieder eine erste kräftige Erholung. Wer z.B. kurz zuvor noch die VW-Aktie verkauft hatte, musste dann einem versäumten Kursgewinn von 6% nachtrauern.

Uwe Lang vom 25.2.2011

___________________________________________________

Immer wieder interessant, wie U.L. die "Lage" kurz und bündig zusammenfassen kann. Seine noch mehrheitlich optimistische Meinung kann ich allerdings nicht mehr vorbehaltslos teilen. Aber ich bin ja auch der Vorsichtige. Was mir allerdings in den meisten Fällen auch zum Verhängnis wird. Man, bzw. ich, steige oft zu spät ein, dafür aber zu früh aus. Was zeigt, dass Angst kein guter Berater ist. Entweder ist man überzeugt es geht rauf oder runter und handelt entsprechend oder lässt es sein. Den steigenden oder fallenden Kurs hinterher zu hecheln ist viel zu oft falsch.

Karat

camel corner
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SMI im Februar 2011

Karat1 wrote:

25.02.2011

Ja, viele Anleger sind es nicht mehr gewohnt, dass es mitten im Aufwärtstrend auch einmal deutliche Korrekturen geben kann, die nicht vorhersehbar sind. Auslöser war der Bürgerkrieg in Libyen, einem der wichtigsten Öllieferanten vor allem für Europa....

___________________________________________________

Seine noch mehrheitlich optimistische Meinung kann ich allerdings nicht mehr vorbehaltslos teilen. Aber ich bin ja auch der Vorsichtige. Was mir allerdings in den meisten Fällen auch zum Verhängnis wird. Man, bzw. ich, steige oft zu spät ein, dafür aber zu früh aus. Was zeigt, dass Angst kein guter Berater ist. Entweder ist man überzeugt es geht rauf oder runter und handelt entsprechend oder lässt es sein. Den steigenden oder fallenden Kurs hinterher zu hecheln ist viel zu oft falsch.

Karat

Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz). Siehe dazu den Bericht vom UVEK unter link: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_325416789.pdf&endung=Marktentwicklung fossiler Energieträger 4 / 2010[/color]

Auf Seite 16 von 18 siehst Du wer liefert (auch sonst ist der Bericht der Schweizer interessant) Kiss Swiss :oops: =

Russland Rohöl 1% / Mittlerer Osten Produkte 9% / Kasachstan Rohöl 10% / GUS Produkte 26% / Nigeria Rohöl 4% Libyen Rohöl 11% / Algerien Rohöl 3% /Ägypten Rohöl 1% / Nordsee Produkte 15% /Afrika Produkte 12% / Aserbaidschan Rohöl 7% / Lateinamerika Produkte 1%

Abbildung 8: Herkunft der Importe von Rohöl und Erdölprodukten in die Schweiz im Jahr 2009. Knapp 40% der Schweizer Erdölbedürfnisse werden als Rohöl importiert und in Collombey und Cressier verarbeitet. Trotz der politischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz wird die Schweiz immer noch mit Rohöl aus Lybien beliefert. Die restlichen 60% der Erdölimporte werden als Produkte über fünf europäische Staaten importiert. Aus deren Rohölimportstatistiken lässt sich ein Bild der Herkunft dieser in die Schweiz importierten Produkte extrapolieren. Quelle: IEA.

Weltweit ist das schwarze Gold zwar kritische "Mangelware", das gilt aber gem. @MF auch für andere Rohstoffe - wie er ja jeweils gut dokumentiert und erklärt. Zudem zeigt die aktuelle Gegenwart auch, wie "Meinungen" durch Presse und so heiter manipuliert werden können. Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl. 8) Lol By the subway for the weekend: Niemand kauft beim absolute low und verkauft beim top high ! Wer das sagt, ist langfristig ein Lügner oder kein Mensch. Das aber gerade macht ja unser "business" so lebenswert. :!:

Auch das übliche "National Interest der Yankees" ist auch im Busch der Wüste, wenn Du mein Wortspiel erlaubst. Und sie dreht sich doch. Wir arbeiten heute, am Sonntag. Camels. Fallen wir doch nicht auf jeden Trick der Spekulanten herein. Auch Aktien sind eine Anlage - nur pick die Richtigen. Buy low und sell high. Und wie immer: Diversifikation !

Hans
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SMI im Februar 2011

TeeTasse83 wrote:

TeeTasse83 wrote:

Bin die vor n paar Tagen verkauften Aktien nun wieder am aufkaufen - zu tieferen Kursen selbst verständlich. Wenns dieses Jahr schön auf und ab geht, so generieren diese Käufe / Verkäufe ein bisschen Mehrrendite.

Selbstverständlich ist, wie früher schon gesagt, das Ziel dass man nie zu viel Kauft oder Verkauft, sodass man nie ohne Cash (zum Kaufen) oder auch ohne Aktien (zum weiter verkaufen) dasteht.

Gruss

..wenn die Kurse weiter fallen bitte die Verkäufe hier posten Wink

Gruss Hans

marcello
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SMI im Februar 2011

camel corner wrote:

Grundsätzlich magst Du recht haben - allerdings ein Irrtum: Lybien ist keineswegs einer der wichtigsten Öllieferanten (ca. 11% für die Schweiz)

Findest 11% wenig? Ich finde das eigentlich recht viel! Kommt aber schlussendlich auch nicht drauf an wieviel Öl die Schweiz von Lybien bezieht. Lybien ist einfach ein wichtiger Ölproduzent auf dieser Welt.

camel corner wrote:

Wenn der Gad-Affe (oder andere) fällt (oder fallen) , heisst das eben nicht, das kein Öl mehr fliesst. Wenn Saudi Arabien jedoch nicht mehr liefern könnte (Konjunktiv) - dann kannst Du ruhig "short" gehen - natürlich nicht in Öl.

Die Panik ist nicht wegen "was passiet wenn Gaddafi fällt?" sondern das jetzt ein Ausnahmezustand herrscht in Lybien. Und das jetzt weniger Öl fliesst von Lybien.

Libya is probably still producing about 850,000 barrels of oil daily, down from its normal capacity of 1.6 million barrels - also momentan nur noch die Hälfte

Also wenn ich eine Ölförderfirma in Lybien betreiben würde, dann wären meine Arbeiter wohl schon längst abgezogen. Kannst ja deine Leute nicht einfach in dem Ghetto weiterarbeiten lassen.

Wenn Gaddafi fällt, wann auch immer dies Geschehen wird...dies könnte innert Tagen geschehen, es könnte aber auch noch Wochen gehen... jedenfalls wird sich dann die Lage betr. Öl nicht unbedingt verbessern. Weiss nicht wie das denn aussieht wenn irgendwelche Rebellen an der Macht sind!?

Hier noch ne Story auf CNBC zu diesem Thema

http://www.cnbc.com/id/41808790

marcello
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Re: Ölpreis und Libyen im Fokus....von..

camel corner wrote:

Wie versprochen die Zahlen der weltweiten Ölproduktion.

Die Märkte interessiert nicht wieviel die entsprechenden Länder produzieren sondern wieviel sie exportieren. Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Die USA z.B. produziert sehr viel Öl braucht es aber selber und exportiert daher nur wenig davon.

Ich denke uns interessieren diese Zahlen (sind leider nicht sehr aktuell):

List of countries by oil exports

Lybien ist zwar hier auch "nur" auf Platz 15. Jedoch ist das Gap vom 20. bis zum 3. Platz sehr klein. Da stechen eigentlich nur Russland und Saudi Arabien raus.

Was uns auch noch interessieren könnte in diesem Zusammenhang sind die Ölreserven...

List of countries by proven oil reserves

Die Zahlen sind von Wikipedia.

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TeeTasse83 wrote:

Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten Blum 3

Aber nur so lange bis dein Cash aufgebraucht ist.

Gruss

fritz

orangebox
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@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Das hiesse ja wiederum dass das System Kapitalismus/Konsumismus wie bisher bestehend nochmals richtig fahrt aufnimmt, aber die Realität zeigt uns ja auf das viele Menschen mit diesem System auch keine zufriedenstellene Lebensart aufweisen,eher das Gegenteil traf ein.

Ich habe heute diesen Artikel gelesen und finde ich wirklich lesenswert, es zeigt die Grenzen vom Kapitalismus auf:

http://www.ftd.de/politik/international/:top-oekonomen-robert-skidelsky-...

querschuesse.de

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Massenproteste in Arabien. Steigende Ölpreise. Starker Franken. Sinkende Börsen. Anziehende Volatilität. UNO-Sicherheitsrat mit Strafmassnahmen gegen Gaddafi.

Auch in der kommenden Börsenwoche wirds wieder spannend. Wo seht ihr den SMI Ende nächster Woche?

http://www.payoff.ch/community/traders-talk/viewThread.html?forum=1&thre...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

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TeeTasse83 wrote:

Hans wrote:
TeeTasse83 wrote:

Wenn die Kurse weiter fallen, dann kann ich höchstens weitere KÄUFE hier posten Blum 3

Also Deine Verluste hier posten Lol

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

orangebox
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Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

querschuesse.de

MarcusFabian
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orangebox wrote:

@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Nun, wenn alles am Boden ist, kann es nur noch aufwärts gehen Wink

Ich glaube nicht, dass die nächste Runde genau so verlaufen wird wie die aktuelle. Vermutlich wird man wieder etwas mehr Bankenregulierungen einführen (Glass-Steagall II, dessen Abschaffung Mitte der 90er Jahre erst die aktuellen Probleme ermöglicht hat). Vielleicht strengere Kontrolle der Geldmenge etc.

Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.

Nicht verwunderlich also, dass einige Leute bereits dazu übergehen, ihre Häuser mit Gewalt vor der Zwangsräumung zu verteidigen und einige Sheriffs nicht mehr bereit sind, Zwangsräumungen durchzuführen.

Es gibt einiges, das zerstört werden muss. Hoffen wir nur, dass wir so schlau sind, die nächste Runde besser aufzubauen.

MarcusFabian
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TeeTasse83 wrote:

Allerdings hat dies mit der Situation der Grosskonzerne relativ wenig zu tun. Sie profitieren weiterhin von den billigen offshore Arbeitskräften.

Aha?

Und Du hast Dir sicher auch überlegt, an wen die Grosskonzerne ihre Produkte verkaufen sollen, gelle?!

orangebox
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MarcusFabian wrote:

orangebox wrote:
@MF

Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso du ab 2012/13 also wenn alles am Boden ist mit einem langjährigen Bullenmarkt rechnest :?

Ich muss wieder daran erinnern, dass die Finanzkrise von der Wallstreet ausgelöst wurde, nicht von der Mainstreet! Es ist ja nicht etwa so, dass die Arbeiter ihre Jobs und Häuser verlieren, weil sie faule Säcke waren sondern weil ein paar Finanz-Terroristen ihre Häuser und PK-Gelder verspekuliert haben. Dafür darf Joe Sixpack diesem Abschaum jetzt seine bailouts finanzieren.

Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.

Amerika ist das Herz vom Konsumismus und vom Kapitalismus,leider ist der Trend auch auf unseren europäischen Länder übergeschwappt(Spanien,Ireland,UK und Co.),NY und viele anderen Staaten magen auch tolle Seiten haben aber der Konsumwahn und die Bestimmung der Persönlichkeit und des "Seins" wird dort drüben mehrheitlich durch materiellen Status definiert,durch die niedrigen Zinspolitik war es nun auch möglich das Menschen aus tieferen Schichten den "American Dream" ausleben durften, das heisst Erwerb von Immobilien,Autos (oftmals mehrere)Kreditkarten,Möbel,Luxusgüter etc. trotz schlechter Bonität.

Ein Grossteil der Amis will trotz schlechter Aussichten so leben wie es der kleine Promilleansatz der Reichen auch tut.Und das kann einfach nicht funktionieren.

Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:

Quote:

Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

@TeeTasse83

Somit gute Aussichten für US Unternehmen die vorallem international geschäften und exportieren,düstere Aussichten für die US Bevölkerung da die Mittelschicht zunehmend unter Druck kommt bez abgleiten in die Armut.

querschuesse.de

MarcusFabian
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orangebox wrote:

Nun die Finanzhaie mögen an der Krise mitschuldig sein aber nicht die Hauptschuldigen,die Schuld bez. der Ursprung liegt doch sind wir mal ehrlich bei jedem einzelnen Bürger.

Hm, wenn ein Patient das falsche Medikament nimmt und daran stirbt. Wer ist dann schuld? Der Patient, der das Gift geschluckt hat oder der Arzt, der es ihm verschrieben hat?

Die Finanzhaie sind aus mehreren Gründen die Schuldigen:

1. Sie haben die Politiker unter Druck gesetzt, bewährte Regulierungen aufzuheben. Erst das hat dazu geführt, dass Geschäfts- und Investmentbanken eins wurden und somit Finanzkolosse mit Prädikat "too big to fall" geschaffen wurden.

Kolosse, die ausser einer "Elite" niemandem etwas bringen. Nur Gefahren.

2. Sie sind in unermesslicher Gier Risiken eingegangen, Hebelgeschäfte, die ihnen das Genick gebrochen haben. (bzw. "hätten", wären sie nicht auf Kosten der Steuerzahler gerettet worden).

3. Sie beziehen nun Gelder vom Staat, der ihre Verluste aus Immobilienspekulationen ausgleicht, ohne diese Gelder jenen weiterzugeben, von denen sie das Geld bekommen - den Steuerzahlern.

Konkret: Joe Sixpack bezahlt mit seinen Steuergeldern den bailout von countrywide und wird just von dieser Firma per Zwangsvollstreckung auf die Strasse gesetzt.

---

Wenn Du einen Hauptschuldigen finden willst, dann wohl am ehesten bei den Politikern, die der Wallstreet nachgegeben haben und geradezu von der Wallstreet dominiert werden.

Aber was erwartet man auch von einem Hank Paulson, der bei Goldman Sachs war, bevor er Finanzminister wurde? Logisch, dass der alles erdenkliche tut, um Goldman Sachs Gutes zu tun und seinen eigenen Seckel zu füllen.

Ist also dem ungebildeten Walmart-Wägeli-Schieber Joe Sixpack ein Strick daraus zu drehen, dass er einem kravattierten Hypotheken-Verkäufer auf den Leim gegangen ist?

Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt wären: Wer ist der grössere Narr? Der Narr oder der Narr, der ihm folgt?

orangebox wrote:

Von dir MF würde ich noch gerne eine Antwort auf diese Frage erhalten:

Quote:

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

Amerika wird sich aus den Schulden drucken. Es wird garantiert nicht 70 Jahre lang den Gürtel enger schnallen, sparen und somit die Schulden kaufkraftmässig abstottern. Es wird einen klaren Schnitt geben. Entweder als harter politischer Entscheid oder aber erzwungen durch revolten der amerikanischen Mittel- und Unterschicht.

Der oben erwähnte Joe Sixpack, dessen Haus von countrywide zwangsversteigert wird, der seinen Job, sein Haus verloren hat und nun zusätzlich über stetig steigende Energie- und Lebensmittelpreise klagt, wird irgend wann zur verfassungsmässig legalen Knarre greifen und auf die Strasse gehen. Damit meine ich aber nicht zwingend einen Aufstand wie in Lybien oder Tunesien sondern schlicht, dass die Bürger ihre Verfassungsmässigen Rechte durchsetzen, indem sie ganz legal protestieren.

Amerika hat - ganz im Gegensatz zu Europa - nicht nur ein hohes Gewaltpotential der Bürger mit einer enormen "fire-power" sondern auch sehr effiziente Selbstreinigungskräfte. Ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass die Politiker derart vom Volk unter Druck gesetzt werden, dass sie gar nicht anders können als die Wallstreet-Terroristen zum Teufel zu jagen.

Damit könnte einher gehen, dass es zu einem Schuldenschnitt, einer Währungsreform kommt, die die Reichen entreichert und den Armen und dem Mittelstand zugute kommt.

Im Prinzip besteht zw. der aktuellen Herrschaft der Wallstreet (Banker, Fed) und der Herrschaft des Britischen Imperiums vor 1776 über die "Kolonie Amerika" kaum ein Unterschied. Es ist demnach plausibel, dass sich die Amerikaner wieder ihrer Gründungsväter erinnern und mit den heutigen "Eliten" genau so verfahren damals vor fast 250 Jahren mit den Briten.

Nur, dass diesmal weniger Gewalt eingesetzt werden muss.

Amerika wird also seine überdimensionierte Finanzindustrie zerschlagen und nur die Teile behalten, die für ein Funktionieren der Gesellschaft auch tatsächlich benötigt werden. Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.

Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich Michael Moore's Liebeserklärung an den Kapitalismus anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=03Xh8-VU6Tg&feature=related

in_God_we_trust
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SMI im Februar 2011

orangebox wrote:

Firmenjäger Buffett sucht fette Beute

Denn seine Überzeugung ist, dass es weiter aufwärts geht mit der Wirtschaft, vor allem in seiner Heimat. «Die besten Tage liegen noch vor Amerika.»

Entweder ist er wirklich ein Genie oder total Wahnsinnig.

Was sind eure Meinungen zur Zukunft Amerikas?Würde mich wirklich sehr interessieren.

Es ist tatsächlich so: Unsere besten Tage liegen in der Zeit, wo wir schon lange entschlafen sein werden! Auch und foremost jene der USA. Smile

Aber als Trost: Jeder einzelne neue Tag bringt absolut mehr Wohlstand für uns alle, die wir den Wohlstand begrüssen! Die andern schmoren eben weiter in der Hölle, wenn ich es allegorisch ausdrücken darf.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

GloomBoomDoom
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SMI im Februar 2011

Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...

ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

Popeye.
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SMI im Februar 2011

GloomBoomDoom wrote:

Die Sache mit dem Patient und dem Medikament passt nicht ganz... Hier gehen wir von etwas aus, das der Konsument nicht wissen kann...

ABER: wenn du als Konsument weder einen Job noch Vermögen hast (NINA No Income, No Assets) und dann einen Kredit aufnimmst über USD 500'000.00 um ein Haus zu kaufen, USD 5'000.00 Kreditkartenschulden für die letzten 3 Shoppingtouren und USD 460.00 im Monat für ein Leasing zahlen musst, bist du MITSCHULDIG! Die Banken und Investmentbanker, welche die Kredite vergeben bzw. weiterverkauft haben, sind Faktoren, welche das Ami-Problem zum Weltproblem gemacht haben...

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

Hmmm aber wenn ich mir überlege, was hier die Bank haben will bevor sie auch nur entscheidet, ob man einen Kredit bekommt (Werbeslogan einer Schweizer Bank: "Kreditentscheid in einer halben Stunde..." nicht Kredit!!) oder auch eine Kreditkarte (Einkommensnachweis, Betreibungsauszug,...) und dann vergleiche, wie einfach das in der USA ist.... dann haben die Banken auch eine grosse Mitschuld - Einen Alkoholiker kann man auch mit einem einzigen Glas wieder abhängig machen!!!

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

Bullish
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SMI im Februar 2011

MarcusFabian wrote:

Das beinhaltet die Abschaffung der FED, denn es gibt keinen Grund, warum der Staat sein eigenes Geld nicht selbst ausgeben sollte, wie er es vor 1913 auch getan hat. Und zwar besser als die FED.

Das findet ja bereits statt.

- Kongress (also die demokratisch gewählten Repräsentanten und nicht die Regierung) bestimmen in einem demokratischen Verfahren über die Höhe des Defizits (= eigene neue Geldausgabe).

- Soll das Geld wieder abgeschöpft werden, weil die Konjunktur zu stark läuft, werden Anleihen ausgegeben, die das Geld abschöpfen. Damit genügend abgeschöpft werden kann, wird ein entsprechender Zins geboten.

- Nochmals: US-Treasury finanziert sich nicht durch Anleihenausgabe sondern rein politisch. Die USA kann nur durch einen eigenen politischen Entscheid insolvent werden, nämlich durch Ablehnung des Budgets resp. dessen Defizit.

Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder @weico).

Denne
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SMI im Februar 2011

Bullish wrote:

Der Geldschöpfungsprozess im Privaten Sektor zwischen Banken und FED und zwischen Banken und Bankkunden ist ein völliger anderer Prozess und läuft über die Verpfändung von Eigentum (siehe Heinsohn oder @weico).

aaah .. the good ole days ... als noch abgeschrieben und verpfändet wurde! Heute kauft der Staat alles auf, was zu riechen beginnt und pfeift ein lustiges Liedlein dazu.

Und so fliesst alles zurück zum Ursprung des Eigentums: zum Staat.

Denne
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SMI im Februar 2011

GloomBoomDoom wrote:

Dennoch ist der Konsument im Grunde DER SCHULDIGE... bei ihm beginnts und hörts auf!

Wenn Du "Schuld" als ökonomische und nicht moralische Kategorie meinst, hast Du absolut recht.

GloomBoomDoom
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SMI im Februar 2011

@ Denne

was ist in der Finanzwelt schon moralisch?

Zyndicate
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SMI im Februar 2011

Die beiden Pharmakonzerne Roche und Novartis gehören zu den Aktien, die sich in fast jedem konservativen Schweizer Portfolio befinden. Und warum auch nicht: Die Konzerne werden schliesslich von einigen Analysten mit scheinbar unverbrüchlicher Treue seit Jahren zum Kauf empfohlen – egal, ob die Aussichten gut oder eher bescheiden sind.

Derzeit listet der Finanzdienstleister Bloomberg 44 Analystenteams auf, die Novartis bewerten, und 42, die Roche beurteilen. Novartis wird von der grossen Mehrheit (33 Analysten) mit einer Kaufempfehlung versehen. Weniger eindeutig ist derzeit die Lage bei Roche: 23 sagen noch «kaufen», 19 «halten». Zu einem Verkauf rät kein einziges Analystenteam.

Was ist von solchen Empfehlungen zu halten? Kleine Privatanleger bekommen die umfassenden Studien der Analysten in der Regel gar nicht zu sehen. Banken und Brokerhäuser, die sich die hoch qualifizierten Spezialistenteams leisten, stellen deren Erkenntnisse nur den Grosskunden zur Verfügung, seien dies nun Pensionskassen oder grosse Fondsverwalter. Doch auch Journalisten fragen gern das fundierte Wissen der Analysten ab. Als Zeugen für eine These finden dann deren Meinungen den Weg in die Zeitungen.

Positiver Drall

Das grundsätzliche Ziel der Analysten darf man dabei aber nicht aus den Augen verlieren. Indirekt und zum Teil auch direkt leben Analystenteams davon, dass grosse Anleger aufgrund ihrer Empfehlungen handeln. Die durch den Aktienhandel generierten Kommissionen rechtfertigen das Dasein der Analysten. Und noch ein zweiter Punkt ist bei Analystenurteilen und ihren abgegebenen Kurszielen zu beachten:

Analysten, als Gruppe betrachtet, haben eine Neigung, zu positive Einschätzungen abzugeben. Die Gründe dafür beschäftigen weltweit die Finanzwissenschafter. Statistisch wurde der Drall inzwischen mehrfach belegt. Nach diversen Skandalen, in welchen Analysten wider besseres Wissen Aktien zum Kauf empfohlen hatten, sind in den USA vor wenigen Jahren strengere Regeln in Kraft getreten. Doch bis heute gibt es auch in der Schweiz Abhängigkeiten, die dafür sorgen, dass Analysten sich gut überlegen, ob sie eine Aktie herabstufen.

Für Analysten, die auf der sogenannten Verkaufsseite im Aktienhandel tätig sind, ist der regelmässige Zugang zum Management der beurteilten Firmen zentral. Nur so haben sie eine Chance, neue Entwicklungen rechtzeitig in ihrer Bedeutung einzuordnen. Die Banken und Brokerhäuser organisieren mit den Unternehmen sogenannte Roadshows, bei welchen die grossen Bankkunden direkt mit dem Management der Firma zusammengebracht werden. Überzeugt eine Firma bei der Präsentation, kommen für die Handelsabteilung der Bank die grossen Kauforders zustande.

Abhängigkeiten

Analysten sind deshalb sehr auf den Goodwill der Unternehmen angewiesen, die sie abdecken. Und die Firmen wissen um diese Abhängigkeit, nutzen sie laut Analysten auch, um allzu kritische Meinungsträger zu disziplinieren. Von der Weigerung, Kunden eines Analysten zu treffen, zur Androhung, Brokergeschäft zu verlagern, bis hin zum Ignorieren von Anfragen kritischer Analysten bei den Telefonkonferenzen reicht offenbar die Palette. Mit Namen lässt sich kein Analyst zu diesem Thema zitieren.

Bei den Schweizer Pharmawerten gilt Roche als heikler Kandidat. Verschiedene Analysten erzählen Episoden, die sie als Benachteiligung empfanden. Bei Roche wehrt man sich gegen die Vorwürfe und erklärt: «Roche erhält seit Jahren beste Noten für die Investor-Relations-Arbeit in unabhängig und industrieweit durchgeführten Umfragen.» Roche könne jährlich 15 Roadshows vergeben, sagt ein Sprecher. «Gleichzeitig decken uns aber über 50 Broker und Analysten ab. Bei der Vergabe der Roadshows zählt nur die Qualität. Wir machen diese Präsentationen auch mit Firmen, die uns auf haben.»

So oder so, auffallend ist, mit welcher Engelsgeduld viele Analysten die Stagnation von Novartis und die Talfahrt von Roche begleiten. Ihre Berichte bleiben trotzdem wertvolle Entscheidungshilfen. In vielen Analysen stecken geballte Ladungen an Fachwissen. Nur bei den Schlussfolgerungen sollten die Investoren dann eben doch selber denken.

Quelle: www.nzz.ch

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