SMI im Januar 2007

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learner
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SMI im Januar 2007

Zum Überdenken vorgeschlagen:

Es sieht nach Gewitterwolken aus am Börsenhimmel.

Feststellungen:

-Der SMi bewegte sich vom Juli bis im Oktober in einem schmalen Kanal und legte in vier Monaten 1400 Punkte zurück. Also etwa 350 Punkte pro Monat. Die Speedline war steil.

-Seit dem Oktober bis jetzt hat er gerade noch 300 Punkte geschafft, so etwas hundert Punkte im Monat. Die Bewegungen geschehen nicht mehr in der Ordnung, sondern laufen erratisch ab. Es zeigt sich auch ein Spreading. Insgesamt hat sich der Trend abgeflacht, es sieht nach rundem Top aus.

Bei den Anstiegen mancher Aktien lässt sich ein bärisches Muster erkennen: Abnehmende Volumen beim Anstieg, zunehmende beim Abstieg.

Beim DJ ist ein ähnliches Muster wie im SMI auszumachen. Sie gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen.

Gestern Nacht hat der Nasdaq abgerissen. Es braucht nur was Kleines, jetzt, damit so etwas geschieht. Es hiess: Apple stehe vor einer unsicheren Zukunft. Unsinn: Das Unternehmen steht vor einer besseren Zukunft als je zuvor. Aber es braucht nun nicht viel, um es ins Negative zu drehen. Nach den Charts sollte der Nasdaq morgen seinen Gang in die Tiefe fortsetzen.

Das Alles spricht für viel Unsicherheit. Es braucht nun ein Windchen, um den Fall auszulösen. Die Leute sind am Drücker.

Man darf sich nun fragen, ob das schon die Zeit für Puts ist. Es ist immer gut, die Waffen früh genug zu schärfen, um sie zur Stelle zu haben, wenn's losgeht.

Es gibt keine Reaktionszeit, wenn's losgeht. Die einzige Reaktionszeit sind die Vorboten, wie oben beschrieben. Letzte Nacht wurden Milliarden Dollars verschoben, von den einen zu den anderen, von jenen die long waren zu jenen die short gingen.

Die können den anderen dann die lange Nase machen: Ihr hättet's ja sehen können. Und jene müssen an der Nasen: Ja, sie hätten es sehen können.

My humble warning finger.

Vontobel
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SMI im Januar 2007

Bin auch deiner Meinung, dass der Trend bald drehen sollte...ich frage mich, ob wir vor der Korrektur nochmals neue Höhen testen...? Je nach Jahreszahlen der anderen Unternehmen halt...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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learner
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SMI im Januar 2007

Die Jahreszahlen lösen gegenwärtig mehr Kurstürze aus. Novartis gestern... In dem Umfeld jetzt wird positiv negativ gewertet.

Bin am Suchen von währschaften Puts auf den SMI. ... Den ksmit bin ich am Evaluieren.

Grüsse.

P.S. Muss mir leider wieder viel Geld reinholen, das mir gestern der Nasdaq -Absturz aus der Tasche gerissen hat. Ein Tag des Wunden Leckens.

Es gibt noch Schlimmeres.

r.sieber
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SMI heute

Ich glaube, dass heute das runterdrücken des SMI mit dem kleinen Verfall zu tun hat. Am Nachmittag sehen wir wieder höhere Kurse und bis ca. nächste Woche auch noch. Dann aber mit grossem ?????

Gruss Wink

learner
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SMI im Januar 2007

Oh, no! Die Wolken in den USA sind rabenschwarz. Ich kenne die Stimmung dort und kann sie nachvollziehen.

Die Futures auf den Dow und den Nasdaq sind im Minus.

Der SMI hat ein Island Reversal eingeleitet. Der erste Support bei 9065 ist unterschritten. Nun geht's gegen 8920. Mal schauen, ob das dort hält. Ich glaube nicht.

Es gibt noch Schlimmeres.

Vontobel
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SMI im Januar 2007

Ich geniesse den Tag wie üblich mit KSMIT Biggrin

Ich sag mir immer...warum sich vor den Wolken fürchten, wenn man auch von ihnen profitieren kann??

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Pädi
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SMI im Januar 2007

Cool Phil

Das wäre ein guter Deal gewesen, aber jetzt ist mir die Option zu hoch.

Gute Nase hattest Du. Gratuliere

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

Vontobel
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SMI im Januar 2007

Pädi wrote:

Cool Phil

Das wäre ein guter Deal gewesen, aber jetzt ist mir die Option zu hoch.

Gute Nase hattest Du. Gratuliere

Thx, hatte Glück gehabt.

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Vontobel
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SMI im Januar 2007

phip wrote:

KSMIT ist momentan auch meine Lieblingsoption und der heutige Tag bringt wieder gute Erträge.

Wenn alle sich über Verluste ärgern mache ich Gewinne :twisted:

Was ist dein SMI Kursziel heute?

Weiss nicht ob ich vor dem Mittag noch verkaufen soll um am Nachmittag wieder einzusteigen...

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Elias
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Experten warnen vor dem großen Crash

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,460937,00.html

Nach vier Wachstumsjahren erwartet die Finanzmärkte nun das fünfte - so lautet die gängige Prognose. Extrem unwahrscheinlich, halten Skeptiker dagegen. Vielmehr stünden die Börsen unmittelbar vor einer neuen Baisse. Die Unruhe wächst.

Hamburg - 20. Januar 2007 Die Zwerge haben zu tief und zu gierig geschürft. So lautet in J.R.R. Tolkiens Fantasy-Epos "Herr der Ringe" die düstere Erklärung, warum das einstmals goldene Minenreich Moria von Tod und Verderben überzogen wurde und nun schreckliche Fabelwesen, die Balrogs, beherbergt. Ähnlich mystisch und abwegig mögen Beobachtern der Börsenhausse im Januar 2007 moderne Kassandrarufe erscheinen, die Party sei bald vorbei. Doch diese Rufe werden lauter - und die Begründungen werden besser.

Vier Jahre in Folge sind die Aktienmärkte inzwischen gewachsen, allein der Dax Chart zeigen legte im vergangenen Jahr um 22 Prozent zu. Die meisten Analysten sagen für 2007 ein weiteres Plus voraus - auch wenn es wahrscheinlich nicht so deutlich ausfällt wie im Vorjahr. Aber 7000 Punkte, ein neues rundes Ziel, sollten drin sein. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft beginnt gerade erst - und da soll es schon wieder vorbei sein?

Die Antwort lautet ja, wenn man Hans Albrecht glaubt. Der Gründer des Private-Equity-Hauses Nordwind Capital schenkte seinen Geschäftsfreunden zu Weihnachten "The Great Crash: 1929" von John Kenneth Galbraith. Das Buch des unorthodoxen Ökonomen über die Ursachen der Weltwirtschaftskrise sei eine gute Vorbereitung auf das neue Jahr, fand Albrecht. "Wie 1999, bin ich überzeugt, dass sich die Finanzmärkte derzeit in einem Zustand großer irrationaler Übertreibung befinden - um es milde auszudrücken."

Selbst den Vergleich mit 1929 hält Albrecht für passend. "Die bemerkenswerteste Parallele ist die Liquiditätsblase", sagt der ehemalige Hedgefondsmanager. Das Finanzvermögen in den G8-Ländern wachse um ein Vielfaches schneller als die Produktivität, davon lasse sich nur ein Bruchteil mit der Inflation erklären. "Also ist es eine Blase", folgert Albrecht. Seine Hauptsorge sei, dass ein Ansturm auf Hedgefonds zu einer großen Krise der internationalen Finanzmärkte führt.

Selbst Optimisten beginnen zu zweifeln

Bisher seien schon mehr als 1,3 Billionen Dollar in Hedgefonds investiert, die wiederum stark fremdfinanziert seien - überschüssiges Kapital werde auf Wetten gesetzt, die nicht eingelöst werden könnten. Immer mehr Anleger sähen bei anderen, dass diese ihre Einlagen in wenigen Jahren verdoppeln und wollten ebensolche Renditen erzielen. Das erinnere an die Geschichte vom König, der auf jedes Feld eines Schachbretts die doppelte Zahl Reiskörner legen wollte. "Das Verdoppeln hat ein Ende", sagt Albrecht.

Manche der Mahner und Warner haben ihr feines Gespür für künftige Entwicklungen schon mehrfach unter Beweis gestellt. sind schon lange im Geschäft. Der Vermögensverwalter und ehemalige Direktor der Banque Bruxelles Lambert (heute ING) Roland Leuschel etwa sah die Börsencrashs von 1987 und 2000 rechtzeitig voraus, gefährdete seinen Ruf später aber mit konstanten Warnungen vor neuen Krisen, die nicht eintrafen. Nach eigenen Angaben hat Leuschel Mitte 2006 alle Aktien verkauft - zu früh, weil er damit die Jahresendrally verpasste.

Dass der Schweizer Marc Faber von Hongkong aus in seinem "Gloom, Boom & Doom Report" verbreitet, große Schwellenländerbörsen wie die in China, Russland oder Indien würden bald zusammenbrechen, ist ebenfalls keine Überraschung. Der leicht exzentrische Investmentguru sonnt sich seit Jahren in seinem Image als "Dr. Doom", der gegen den Trend wettet und immer dann gewinnt, wenn der Herdentrieb die Lemminge über die Klippe springen lässt.

Doch nun beginnt auf der anderen Seite die große Mehrheit der notorischen Optimisten zu zweifeln. "Inzwischen ist die Volatilität einzelner Aktien schon wieder sehr hoch, und eine Korrektur nach den jüngsten Kursanstiegen ist eigentlich absehbar", sagte Peter Oppenheimer, Europa-Stratege der Investmentbank Goldman Sachs, jüngst auf einer Strategiekonferenz der Bank. Korrektur wohlgemerkt, von einem Crash mochte Oppenheimer nicht sprechen. Langfristig gehe das Börsenwachstum weiter, versprach der Investmentbanker.

Dennoch sei das Vertrauen der Anleger in die gute Konjunktur zuletzt zu groß gewesen. Noch im ersten Quartal werde es einen deutlichen Dämpfer geben. So sichern sich die Auguren allmählich für den Fall ab, dass das historisch ungewöhnliche, aber gewünschte fünfte gute Börsenjahr in Folge doch nicht kommt. Die ermutigende Tendenz soll aber bleiben.

"Die Hoffnung auf eine sanfte Landung hatten wir in jeder Rezession", meint dazu Claus Vogt, Leiter Research und Vermögensverwaltung der Berliner Effektenbank und Co-Autor eines Buchs mit Leuschel. Dass es 2007, von den USA ausgehend, zu einer neuen Wirtschaftskrise kommt, hält Vogt für beinahe ausgemacht: "Die Wahrscheinlichkeit beziffere ich auf 80 bis 90 Prozent." Sogar den Zeitpunkt kann Vogt eingrenzen, nämlich auf das zweite oder dritte Quartal. Im ersten Quartal spiele das ungewöhnlich milde Wetter noch mit.

US-Immobilienmarkt liefert Grund zur Skepsis

Vogt begründet seine Prognose mit der Zinsstruktur in den USA. Langfristige Anleihen bieten eine niedrigere Rendite als kurzfristige. Das bedeutet, dass die Akteure das kurzfristige Risiko als hoch einschätzen. Laut einer Studie der US-Zentralbank Federal Reserve ist eine inverse Zinsstruktur in der Vergangenheit der sicherste Indikator für eine bevorstehende Rezession gewesen - mit einem Vorlauf von rund einem Jahr. Just Ende 2005 trat das seltene Phänomen erstmals seit 2000 wieder auf.

Ein weiterer Grund sei, dass die "Exzesse" im US-Immobilienmarkt sich allmählich auflösten. Und wenn die Realwirtschaft einbreche, so Vogt, kämen auch die Börsen nicht an einer "ordentlichen Baisse" vorbei. Im historischen Durchschnitt habe jede Rezession den Dow Jones Chart zeigen um 36 Prozent gedrückt. Seinen Kunden empfehle er, jetzt defensiver vorzugehen, mit Stop-Loss-Orders zu verhindern, dass sie die Abwärtsbewegung voll mitgehen.

Für Vorsicht spreche auch die Aktienbewertung selbst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Analysten hält Vogt die derzeitigen Bewertungen für hoch. Wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Grundlage der tatsächlichen Gewinne der vergangenen zwölf Monate anstelle zukünftig erwarteter Gewinne berechne, liege es für den Standard & Poor 500 Chart zeigen derzeit bei 18 - der Vergleichswert vor der Weltwirtschaftskrise 1929 sei 19 gewesen. Nur im Vergleich zu den extremen Ausreißern 1999/2000 erscheine die jetzige Bewertung gering.

Außerdem seien die Gewinnmargen derzeit auf einem Rekordniveau, was für die Zukunft sinkende Gewinne erwarten lasse. Andere klassische Indikatoren wie Kurs-Umsatz-Verhältnis oder Umsatzrendite zeigten eine Überbewertung von 50 Prozent an. Dass nach wie vor nur eine Minderheit von Kursverlusten ausgeht setzt, ficht Vogt nicht an. "Nach vier Jahren Bullenmarkt neigen die Leute dazu, bullish zu sein", ist seine Erklärung.

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learner
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SMI 2007

Erstaunlich, dass der Spiegel einen solchen Artikel bringt. Was ist von Medien zu halten, die aktive Geistesverwirrung betreiben? Wer schreibt solche Artikel? Was ist die Motivation? Klar braucht der Mensch ab und zu Angstpflege, wie die höllischen Teile der religiösen Werke zeigen. Aber braucht's so was auch von einem Magazin, das so tut, als wollte es informieren?

Da hier ein neues 1929 angekündigt wird, möchte ich wissen, wohin die Werte der Unternehmen gezaubert werden sollen. Wie viel wert ist das Matterhorn? 50 Milliarden? Und wenn es nichts mehr wert ist, löst es sich dann auch in Luft auf?

Wohin verschwindet das Geld, wenn es sich aus der Bewertung des Matterhorns zurückzieht? Wird es in seine unterirdischen Kavernen und Grotten verbuddelt? Oder geht es in die Götterscheisse Gold, wie es die Absicht der Mr. Dooms ist, die aus ihren Untergangsvisionen heraus das Edelmetall predigen?

Wollen wir versuchen, eine nüchterne Analyse vorzunehmen. Der Weltwirtschaft geht's gut. Das Ende des jetzigen Superzyklus ist noch nicht abzusehen. Wir stehen immer noch inmitten eines starken Primärtrends, der im März 2003 begann.

Die Aktien sind nicht übertrieben bewertet, stehen nun aber auch am Ende einer langen Rally, die erstmals im Januar 2007 über das obere Kanalende des langfristigen Aufwärtskanals geführt hat, was einer Akzeleration gleicht oder um es frivoler zu sagen, einem Climax-Top. Wie letzte Woche der Nasdaq vorgezeigt hat, wird die Falltür in einer solchen Phase ganz schnell geöffnet, und lustigerweise auch bei den erfreulichsten Nachrichten. Die Kernzencharts in solchen Phasen gleichen sowohl in den Indizes als auch bei Einzelaktien Grabsteinen, d.h. sie haben einen langen oberen Schatten, was zeigt, wie die Bären sich zunehmend durchsetzen. Genau in einer solchen Zeit erscheinen dann zunehmend Angst einflössende Nachrichten und Berichte, wie jener des Spiegels. Aber auch die wirklichen News verunsichern, wenn die Aktienmärkte vor einer Korrektur stehen: Bernanke warnt die Regierung vor der Verschuldung; amerikanische Kriegsschiffe ziehen sich vor dem Iran zusammen, etc.

Was kann man tun, in einer solchen Zeit? "Besser daran denken, wie man nicht verliert, als wie man siegt." (Japanisches Sprichwort)

Just an idea, admitting I may be wrong.

Es gibt noch Schlimmeres.

Elias
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Re: SMI 2007

learner wrote:

Wohin verschwindet das Geld, wenn es sich aus der Bewertung des Matterhorns zurückzieht? Wird es in seine unterirdischen Kavernen und Grotten verbuddelt? Oder geht es in die Götterscheisse Gold, wie es die Absicht der Mr. Dooms ist, die aus ihren Untergangsvisionen heraus das Edelmetall predigen?

@learner

Es hat nichts mit Magie zu tun.

Geld verschwindet nicht einfach, es wechselt nur den Besitzer.

Es sind Buchgewinne die sich in Luft auflösen.

Call-Optionen, die wertlos werden

Ein simpler Kurssturz: Der Weg einen Wertpapiers zum Papierwert

Der Depotwert verringert sich

Der Lombardkredit verliert seine Basis

usw. usw.

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Friederich
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SMI im Januar 2007

Vontobel wrote:

Bin auch deiner Meinung, dass der Trend bald drehen sollte...ich frage mich, ob wir vor der Korrektur nochmals neue Höhen testen...? Je nach Jahreszahlen der anderen Unternehmen halt...

Die Frage ist: WIE LANGE die Korrektur dauern wird. Dass es eine Korrektur jetzt gibt, ist sicher.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Vontobel
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SMI im Januar 2007

Friederich wrote:

Vontobel wrote:
Bin auch deiner Meinung, dass der Trend bald drehen sollte...ich frage mich, ob wir vor der Korrektur nochmals neue Höhen testen...? Je nach Jahreszahlen der anderen Unternehmen halt...

Die Frage ist: WIE LANGE die Korrektur dauern wird. Dass es eine Korrektur jetzt gibt, ist sicher.

Was heisst jetzt? Nur weil der SMI etwas gesunken ist....aber kritisch sehe ich die Marke 9030...sollten wir diese unterschreiten ist der Weg relativ offen nach unten...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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learner
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SMI im Januar 2007

Support SMI:

Heute hat die Marke 9100 gehalten.

Für mich wäre es schon kritisch ab 9060.

Vorerst sehe ich, dass bei den SMI-Aktien die Support-Linien halten.

Ich versuche mir einen Reim zu machen. Was uns heute in die Tiefe riss, waren Dow and Nas. Im Dow wurde gesagt, es sei ein Boeing downgrade, das das negative Sentiment gab. Und der steigende Ölpreis. Der Nas leidet ohnehin noch am Schnupfen von letzer Woche, der von Apple ausgelöst wurde. Sein Fall geht vorerst weiter...

Öl steigt wieder. Überlegt sich da nicht der eine oder andere, nun auf dem Höhenflug der Aktien auf ein anderes Gut umzuschichten, das gegenwärtig günstig ist? Der Fall der Aktien wird dem Öl gut tun, es wird sich invers zu den Aktien verhalten, vermute ich. Und wenn dann Aktien wieder günstig sind, und Öl teuer, wieder den Gegendreh zu machen?

Just an idea.

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SMI im Januar 2007

Das ist jetzt seit Wochen der erste Tag, an dem es Mal mehr als nur 0.2% runterging. Dennoch ist das für mich nichts Besonderes und auch nicht der Anfang der Korrektur (das müsste sich dann über einige Tage zeigen). Bleibt der Dow so rot wie jetzt, kann ich mir morgen keine Erholung in den Anfangsstunden vorstellen. Dementsprechend bleibe ich noch etwas drin in den Shortpositionen, jedoch ohne grössere Ambitionen. Denke wir haben uns heute nur aus dem überkauften Gebiet rausbewegt, wirds mehr so freue ich mich, bin aber skeptisch.

dobry
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SMI im Januar 2007

Friederich wrote:

Die Frage ist: WIE LANGE die Korrektur dauern wird. Dass es eine Korrektur jetzt gibt, ist sicher.

Die Frage ist: WANN sie kommt. Smile

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

marabu
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SMI im Januar 2007

Was, wenn die USA im Atomstreit mit dem IRAN die Flucht nach vorn antreten?

Dann kotzt die Börse!

learner
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SMI im Januar 2007

Ein paar Gedanken/Feststellungen:

0. Keynes: Stell dir vor, in einem Schönheitswettbewerb zu sein. Es gewinnt jener, der die Frau wählt, die von den meisten als die schönste gewählt wird.

1. Die amerikanischen Leitkühe sind hochnervös. Der Abschlag im DJ ist hoch, für eine Korrektur. Der letzte Abschlag in ähnlicher Höhe geschah Ende November, aber damals nach Vorankündigung. Der Keil aufwärts wurde nach unten durchrissen.

2. Nas: Ein Phrang. Nur geht's nicht rauf, sondern runter. Die Form ist schön wie die alten Khmer-Tempel. Auf der einen Seite die Leiter rauf, auf der anderen runter.

3. Asien erwacht vor uns, und einigermassen ausgeschlafen. Wie werden die auf diese Formen reagieren?

4. SMI: Hat sich heute recht stabil gezeigt, keine Anzeichen der Panik. Ich muss nach diesem Nachtangriff die Morgenattacke abwarten. Falls sie positiv ist, bin ich froh, mich klammheimlich aus dem Sturm in einen Hafen zu begeben.

5. A propos Hafen: Gibt's einen? Öl scheint mir die rettende Insel.

6. Überlegt sich das noch ein anderer? Dann geht's den Aktien wirklich nicht mehr gut, und Auto- oder Flugzeugfahren wird wieder teuer.

7. Wie kann ich mich davor schützen? Hedging by Brent Crude?

Vielleicht.

Just an idea. Admitting I may be wrong.

Es gibt noch Schlimmeres.

Pädi
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SMI im Januar 2007

@learner

Der Oelpreis ist aber im Moment auch wieder am sinken.

Meinst Du wirklich das sei die Insel?

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

learner
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SMI im Januar 2007

Danke, alter Schwede, sehr positive Nachricht für mich. Da hab ich noch mal Glück gehabt. Dachte schon, ich müsse überteuert eintreten, was immer ein Unbehagen auslöst.

Morgen ist die Welt in Ordnung. Öl brav, Frühjahrswetter allerorten, da wir nun auch hier endlich den verdienten Winter bekommen.

Ich bin am Chraampfe. Luege us nach öppis Spanischem. Äh: Spannändem. Contrarian?

Muss mich hier zurückhalten. Schauen, ob's gelingt.

Es gibt noch Schlimmeres.

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Volumen von SMI und SPI

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Chart von SMI und SPI mit den Volumen, irgendwo muss es das doch geben.

Ich glaube, es wäre einfacher, den kommenden Wendepunkt zu erkennen, wenn man die Volumen des Gesamtmarktes beobachten kann, es geht ja schliesslich um eine Korrektur des Marktes und nicht einer einzelnen Aktie.

Weiss niemand, wo ich das finden kann?

Gruss

fritz

Elias
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Re: Volumen von SMI und SPI

fritz wrote:

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Chart von SMI und SPI mit den Volumen, irgendwo muss es das doch geben.

Ich glaube, es wäre einfacher, den kommenden Wendepunkt zu erkennen, wenn man die Volumen des Gesamtmarktes beobachten kann, es geht ja schliesslich um eine Korrektur des Marktes und nicht einer einzelnen Aktie.

Weiss niemand, wo ich das finden kann?

Gruss

fritz

Was hat das Volumen mit dem Wendepunkt zu tun?

Über Weihnachten hatten wir tiefe Volumen und es wendete sich nichts.

Zuvor hatten wir auch immer wieder mal hohe Volumina und es hat sich auch nichts gewendet.

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fritz.
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SMI im Januar 2007

Es muss nicht jedesmal etwas mit dem Wendepunkt zu tun haben, aber es war schon oft so, dass wenn an mehreren Tagen hintereinander die Kurse bei steigenden Volumen sinken, eine deutliche Korrektur folgt.

Bisher sind die Kurse erst an einem Tag deutlich gesunken (gestern), aber man will ja auf alles vorbereitet sein....

Gruss

fritz

Elias
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SMI im Januar 2007

fritz wrote:

Es muss nicht jedesmal etwas mit dem Wendepunkt zu tun haben, aber es war schon oft so, dass wenn an mehreren Tagen hintereinander die Kurse bei steigenden Volumen sinken, eine deutliche Korrektur folgt.

Bisher sind die Kurse erst an einem Tag deutlich gesunken (gestern), aber man will ja auf alles vorbereitet sein....

Gruss

fritz

Vorbereitet sein:

Ich habe SMIPF gekauft.

Ein Put auf den SMI.

Verfall 06.2007

Strike 8100

Deep out of the money, dafür billig.

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Fusio
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SMI im Januar 2007

Mal schauen was der SMI heute macht nach der Eröffnung im Amiland. Ich denke mal so wie gestern wird es nicht kommen...

welt komm
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SMI im Januar 2007

Friederich wrote:

Die Frage ist: WIE LANGE die Korrektur dauern wird. Dass es eine Korrektur jetzt gibt, ist sicher.

sicher ist nur, das zum zeitpunkt, an welchem aller orts die dunklen wolken aufgezogen werden, der bär auf die hörner genommen wird!

Jodellady
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SMI im Januar 2007

ein etwas anderer Bericht über fallende Ölpreise und auswirkung auf die Inflationssorgen:

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-01/artikel-7628287.asp

Quote:

von Jochen Steffens

Wir erleben aktuell eine Konsolidierung, wobei noch nicht sicher ist, ob sich die aktuellen Kursverluste zu einer größeren Konsolidierung auswachsen oder bald wieder Vergangenheit sind. Aber es stimmt natürlich, worauf soll der Markt im Moment auch traden? Sie wissen, ich hatte schon Ende letzten Jahres sehr früh darauf hingewiesen, dass ich glaube, die Fed werde die Zinsen lange Zeit unverändert belassen. Mittlerweile hört man solche Töne auch von den Fed-Mitgliedern. Die US-Wirtschaft zeigt sich, zumindest im Moment, von ihrer robusten Seite. Die Sorgen um eine harte Landung weichen zurück. Schuld daran ist der sinkende Ölpreis, der wie eine Zinssenkung wirkt und die Wirtschaft unterstützt.

Eitel Sonnenschein?

Aber ist nun alles eitel Sonnenschein? Nein, denn die Börsen müssen auf ein Event, auf ein Ereignis spekulieren können. Auf etwas, dass entweder gut oder schlecht ist. Im Moment fehlt aber ein wenig die Phantasie, dazu gleich mehr.

Hinzu kommt vielleicht bald eine ganz perfide Drehung der Ereignisse. Sie erinnern sich, ich hatte bisher immer sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass sich ein sinkender Ölpreis dämpfend auf die Inflation auswirkt. Dazu hatte ich Ihnen sogar letztens einen Chart gezeigt, der die enge Korrelation von Inflation und Ölpreis in den USA darstellte. Nun aber werde ich anfangen müssen, mir zu widersprechen! Hier könnte sich nämlich bald etwas ändern.

Sinkender Ölpreis als Inflationstreiber

Sollte nämlich der Ölpreis zu sehr sinken, dann würde das auf der einen Seite den Konsum entsprechend stark anfeuern, auf der anderen Seite vergrößern sich bei niedrigen Energie- und Rohstoffpreisen die Gewinnmargen der Unternehmen. Beides zusammen wird die Wirtschaft anheizen und so die Inflation beschleunigen. Das funktioniert wie folgt:

Aus dem letzten Beige Book ging hervor, dass es langsam auf dem US-Arbeitsmarkt in den USA eng wird (so etwas möchte man zu gerne auch mal in Deutschland hören). Die Unternehmen haben immer mehr Schwierigkeiten, Arbeitnehmer zu finden. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen steigt. Nun kommt es hier zu dem klassischen Angebot- und Nachfragespielchen. Wenn zu wenig Arbeitskräfte da sind, dann werden die Unternehmen anfangen müssen, über die Löhne die „letzten“ verbliebenen Arbeitskräfte an sich zu binden. Zudem werden andere schon in Lohn und Arbeit befindliche Arbeitskräfte über höhere Löhne abgeworben. Zu guter Letzt können unzufriedene Arbeitnehmer viel leichter kündigen, weil sie auf jeden Fall einen neuen Job kriegen.

Das wird über kurz oder lang die Löhne in den USA steigen lassen, insbesondere dann, wenn ein weiter sinkender Ölpreis den US-Konsum und die US-Wirtschaft noch weiter anheizt. Bisher ist eine Lohninflation in den USA noch nicht in dem Ausmaß zu erkennen. Ich denke hier nur etwas weiter. Nehmen wir aber an, der Ölpreis sinkt weiter, nehmen wir außerdem an, der sinkende Ölpreis stimuliert die US-Wirtschaft, dann wird der Konsum massiv anziehen, was wiederum die Wirtschaft anfeuert. Das würde unweigerlich dazu führen, dass die Löhne bald anfangen stärker zu steigen.

Das normale Inflationsszenario

Steigende Löhne würden dann aber wiederum dafür sorgen, dass der Konsum noch stärker wird und die Unternehmen noch mehr verdienen. Auch hier bestimmt wieder die Nachfrage das Geschäft: Wenn der Konsum anzieht, dann können die Preise auch erhöht werden. Es entstünde also ein Kreislauf, der über steigende Löhne zu steigenden Preisen führen würde, die steigenden Preise wiederum führen zu größeren Gewinnen der Unternehmen, so dass wieder höhere Löhne möglich sind. Das ist die eigentliche und bekannte Inflationsspirale, die bei einer starken Wirtschaft normal und gefürchtet ist.

Fed sieht weit in die Zukunft

Nun sieht die Fed diese Entwicklung natürlich auch und wird bei einem starken Arbeitsmarkt, niedrigen Ölpreisen und anziehender Konjunktur sicherlich alles andere tun, als auch noch die Zinsen zu senken. Im schlechtesten Falle würden dann sogar eher weitere Zinserhöhungen erforderlich, obwohl ich das noch nicht so bald sehe.

Das Fatale an diesen Überlegungen für die Märkte ist: Hatte bisher ein weiter sinkender Ölpreis noch die Märkte unterstützt, dann kann dieser oben beschriebene Effekt bald dazu führen, dass der Markt durch einen weiter fallenden Ölpreis belastet wird. Eben weil ein weiter sinkender Ölpreis über den Umweg der Inflation ein Auslöser für steigende Zinsen ist.

Ich weiß, es ist etwas schizophren. Und natürlich wie immer: Das ist wieder eine sehr, sehr frühe Betrachtung zukünftiger Ereignisse. Noch sind wir nicht so weit! Ich wollte Ihnen das wie immer nur schon einmal sehr früh als mögliche Option erläutern und das gilt, wie gesagt nur, wenn der Ölpreis weiter fallen sollte.

Und worauf spekuliert der Markt?

Bis dahin bleibt die Frage interessant, worauf soll der Markt denn nun spekulieren? Wie ich hier schon geschrieben habe, wird der nächste Schritt sein, dass er eine Weile auf gute Konjunkturnachrichten hoffen wird. Er preist dann die Gefahr einer harten Landung der US-Wirtschaft aus. Weisen die Zahlen sogar auf ein stärkeres Wachstum hin, wird der Markt auch das durch steigende Kurse einpreisen. Schließlich sorgen sich die meisten US-Analysten noch eher um die Gefahr eine Abschwächung der US-Wirtschaft.

Und so ist es nur verständlich, dass die doch eher mäßigen Ausblicke der US-Unternehmen den Markt aktuell belasten. Wenn schon die Unternehmen keine rosige Zukunft erwarten, wo soll da denn die Hoffnung her kommen? Ich wäre mit dieser Interpretation allerdings vorsichtig. Die US-Unternehmensergebnisse einschließlich der Ausblicke sind schon „älter“. Es ist noch nicht so lange her, das sahen die Prognosen der meisten Analysten für die US-Wirtschaft noch wesentlich schlechter aus. Das wird in den Ausblick der Unternehmensmeldungen eingeflossen sein.

Mich interessieren also wesentlich mehr die nächsten US-Konjunkturdaten. Und hier ganz besonders die Indikatoren, die sehr früh Entwicklungen anzeigen. Und genau das wird auch das Thema sein, welches die Märkte in den nächsten Wochen/Monaten beschäftigen wird. Zumindest dann, wenn der Großteil der Berichtssaison vorbei ist.

Noch bleibt es ein Seiltanz

Insgesamt kann man zusammenfassen, dass es jedoch für die Fed ein fragiler Seiltanz zwischen Inflation, Wirtschaftswachstum, Rohstoffpreise und Leitzinsveränderung bleibt.

Ich möchte in diesem Zusammenhang nun doch noch einmal zurück blicken, einfach weil wir alle dazu neigen, zu vergessen. Und gerade an der Börse ist es wichtig, aus Vergangenem zu lernen:

Man muss doch festhalten, dass die Fed eigentlich all die Untergangspropheten und Nörgler der letzten Jahre nach dem Crash Lügen gestraft hat. Alle, die Alan Greenspan und anschließend Ben Bernanke der Ahnungslosigkeit bezichtigt haben, müssen einsehen, dass die Politik der Fed bisher wesentlich besser funktioniert hat, als allgemein angenommen wurde. Der Dollar ist noch nicht in sich zusammengebrochen, die Inflation hat noch nicht Überhand genommen, von Deflation ist zurzeit nicht viel zu sehen. Die Wirtschaft zeigt sich erstaunlich stabil, der Arbeitsmarkt boomt, beides trotz gestiegener Zinsen. Selbst der Immobilienmarkt zeigt deutlichere Erholungstendenzen. Und wieder einmal war in vielen Bereichen zu viel Panik im Markt, die Börse reagiert einfach in solchen Dingen oft zu hysterisch.

Mir hat vor Jahren ein guter Freund, ein doch recht erfolgreicher, älterer Trader, gesagt: „Höre immer genau der Fed zu. Das was sie sagt, trifft in den allermeisten Fällen ein. Es gibt niemanden, der einen umfassenderen Einblick in den Markt und die US-Wirtschaft hat, als die Fed! Und die Fed lügt nicht, sie handelt nur manchmal etwas strategisch.“

Auch wenn ich ihm anfangs nicht so ganz glauben wollte, es hat sich in all den Jahren als eine sehr gewinnbringende Weisheit erwiesen.

Der Euro: Wichtige Unterstützung hat gehalten

Chart

Die wichtige Unterstützung, die blaue Linie, die ich Ihnen vor einigen Tagen hier vorgestellt habe, hat tatsächlich erst einmal gehalten. Punktgenau, muss man sagen. Der Euro wurde heute durch gute Konjunkturnachrichten aus dem Euroraum unterstützt. So hatte sich die Auftragseingänge um 1,4 % statt wie erwartet um 1,0 % verbessert, aber auch der private Verbrauch in Frankreich konnte um 1,3 % statt wie prognostiziert um 0,3 % zulegen. Beide Zahlen verstärken die Sorge vor weiter steigende Zinsen im Euroraum. Eine sinkende Zinsdifferenz zwischen der EU und den USA belastet natürlich den Dollar.

Der fallende Dollar führte zu einem weiter steigenden Goldpreis, der nun doch wieder an seinem Widerstand zwischen 640 und 650 Dollar nagt, aber auch der Ölpreis kann zulegen.

Vontobel
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SMI im Januar 2007

Spannender Artikel...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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Pädi
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SMI im Januar 2007

@learner

Quote:

5. A propos Hafen: Gibt's einen? Öl scheint mir die rettende Insel.

Du könntest doch noch recht haben mit deinem Hafen.

Oel 4.5% im plus...

Kann ich meine Oilsf Optionen doch noch verkaufen??? Lol

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

learner
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SMI im Januar 2007

So wie in der Börse 2x2=5-1 sind, so sind das positive News für die Börse, wenn die Energiepreise steigen. Die notorischen Zinsängste schwinden...

Da fällt mir ein: Man sagt, die Börse nehme das Künftige vorweg. Ich habe zwar nie eine genauere Untersuchung dazu lesen können. Und doch scheint es mir sicher; ich habe es verschiedentlich beobachtet, bis zur Voraussicht historischer Ereignisse.

Nun denn, es wurde von Jim Cramer vorausgesagt, es werde eine Umlagerung von Energie in Techwerte geben. Das Umgekehrte ist eingetreten. Ich habe heute viele Aktien angeschaut, und es ist auffällig, wie es seit ein paar Tagen die Energie- und Rohstoffkonzerne wieder hinaufspült: Exxon, Anadarko, Halliburton, BHP Billiton ... In Vorwegnahme steigener Rohstoffpreise, wäre mein lapidarer Schluss.

Das ist eben das Unerklärliche an dieser zuckenden Bestie "Börse", dass sie hellsichtig ist.

Es gibt noch Schlimmeres.

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