SMI im Januar 2007

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19.01.2007 00:39
#1
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SMI im Januar 2007

Zum Überdenken vorgeschlagen:

Es sieht nach Gewitterwolken aus am Börsenhimmel.

Feststellungen:

-Der SMi bewegte sich vom Juli bis im Oktober in einem schmalen Kanal und legte in vier Monaten 1400 Punkte zurück. Also etwa 350 Punkte pro Monat. Die Speedline war steil.

-Seit dem Oktober bis jetzt hat er gerade noch 300 Punkte geschafft, so etwas hundert Punkte im Monat. Die Bewegungen geschehen nicht mehr in der Ordnung, sondern laufen erratisch ab. Es zeigt sich auch ein Spreading. Insgesamt hat sich der Trend abgeflacht, es sieht nach rundem Top aus.

Bei den Anstiegen mancher Aktien lässt sich ein bärisches Muster erkennen: Abnehmende Volumen beim Anstieg, zunehmende beim Abstieg.

Beim DJ ist ein ähnliches Muster wie im SMI auszumachen. Sie gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen.

Gestern Nacht hat der Nasdaq abgerissen. Es braucht nur was Kleines, jetzt, damit so etwas geschieht. Es hiess: Apple stehe vor einer unsicheren Zukunft. Unsinn: Das Unternehmen steht vor einer besseren Zukunft als je zuvor. Aber es braucht nun nicht viel, um es ins Negative zu drehen. Nach den Charts sollte der Nasdaq morgen seinen Gang in die Tiefe fortsetzen.

Das Alles spricht für viel Unsicherheit. Es braucht nun ein Windchen, um den Fall auszulösen. Die Leute sind am Drücker.

Man darf sich nun fragen, ob das schon die Zeit für Puts ist. Es ist immer gut, die Waffen früh genug zu schärfen, um sie zur Stelle zu haben, wenn's losgeht.

Es gibt keine Reaktionszeit, wenn's losgeht. Die einzige Reaktionszeit sind die Vorboten, wie oben beschrieben. Letzte Nacht wurden Milliarden Dollars verschoben, von den einen zu den anderen, von jenen die long waren zu jenen die short gingen.

Die können den anderen dann die lange Nase machen: Ihr hättet's ja sehen können. Und jene müssen an der Nasen: Ja, sie hätten es sehen können.

My humble warning finger.

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Es gibt noch Schlimmeres.
03.02.2007 15:42
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SMI im Januar 2007

Okay, werde einen neuen Thread starten: SMI im Februar, wenn's genehm ist ...

Es gibt noch Schlimmeres.

03.02.2007 10:15
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SMI im Januar 2007

ATEL und Swissquote werden sicherlich TOP Daten bringen.

Roche hoffe ich auch.

Ansonsten nehme ich an, wir werden uns seitwärts, leicht nach oben bewegen.

Mal sehen....

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

03.02.2007 09:52
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SMI im Januar 2007

05.02. mobilezone holding ag: Umsatz 2006
       Tornos Holding AG: Umsatz-/Auftragseingang 2006

06.02. Feintool International Holding: Umsatz Q1
       TUI AG: Tui Suisse MK 'Rückblick 2006 - Ausblick 2007'
       MK Intrum Justitia zu neuem Schweizer Schulden-Index

07.02. Roche Holding AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Lem Holding SA: Ergebnis 9 Mte
       Luzerner Kantonalbank: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Straumann Holding AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       CH/Seco: Arbeitslosenzahlen Januar, 
       CS Roundtable: 'Geht Schweiz innovativ mit Forschung um?'

08.02. Julius Bär Holding AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Nobel Biocare Holding AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Syngenta AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Bank CA St.Gallen: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Bobst Group SA: Umsatz 2006
       Micronas Semiconductor Holding AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       WMH Walter Meier Holding AG: Umsatz 2006
       CH/BFS: Landesindex der Konsumentenpreise Januar 2007, 
       CH/Seco: Konsumentenstimmung Januar 2007, Swiss Capital Group 
               'Aktivitäten und Trends in der Hedge Funds Industrie'


09.02. Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel): Ergebnis 2006
       Bank Linth: Ergebnis 2006, BMK 2006
       EMS-CHEMIE HOLDING AG: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Phoenix Mecano AG: prov. Ergebnis 2006
       Quadrant AG: Umsatz 2006
       Swissquote Group Holding SA: Ergebnis 2006, BMK 2006
       Zürcher Kantonalbank: BMK 2006
       MK KOF zu Konjunkturumfrage H1 2007 (Resultat 11.30h), 
       SNB Rede Niklaus Blattner: 'Demographie, Wirtschaft und 
       Sozialversicherungen'

Es kommen viele Fakten, die vereinzelt für Aufwind sorgen könnten. Jedoch richtige bullen-daten fehlen meiner meinung nach. Glaub auch eher am Montag einer leichten zurückhaltung und gegen Freitag wieder eine Seitwärtsbewegung auf jetzigem Niveau. Steigt allerdings der Ölpreis weiterhin wieder so stark an (58$ ist ja schon erreicht worden), könnten sich neue Ängste entwickeln. Die 60$ wird eine Widerstandsmarke sein. Bin jedenfalls eher pessimistisch auf die weiterentwicklung des SMIs eingestellt. Bin jedenfalls gespannt Smile

Die negative Vorgabe des DJ ist jedoch für Montag nicht grad eine gute Vorlage.

PS: Die Daten sind aus den Cash/AWP-News

03.02.2007 09:48
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SMI für KW 06

Wie sieht ihr denn den SMI in der nächsten Woche? Werden wir wieder neue höhen testen? Kommt eine Phase der Konsolidierung oder geht es gar ein wenig abwärts? Für mich wird er am Wochenstart ein wenig korrigieren und dann ab mitte Woche wieder nach oben tendieren.

01.02.2007 09:43
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SMI im Januar 2007

Don't squeeze the lemon!

Sorry für meinen Pessimismus. Ich weiss, Kassandras sind unbeliebt...

Kurzum: Man lässt sich leicht begeilen, wenn man die traumhaften Sprünge einzelner Aktien sieht. Nur nichts verpassen!, ruft einem das Teufelchen zu, das einem das Geld aus der Tasche klauen will. Man springt den Kursen nach, die schon in himmlischen Höhen sind, und die dann schnurstracks wieder einmal Erdluft riechen wollen.

Eine Stunde nach Eröffnung sehe ich keinen Marubozu, sondern einen Kreisel (spinning top). Genau wie ich die heutige Avance erwartet habe, und in der selben Art müde, wie sich der DJ gestern gezeigt hat. Mal schauen, wie's am Abend aussieht.

Das ist ein guter Zeitpunkt, um Calls glattzustellen. Und sie gegen smipf oder dergleichen einzutauschen. Man kann dann in die Ferien fahren und Däumchen drehen, bis der SMI (und der Rest der Börsen) absackt. Der Ausbruch heute über die 9200 steht auf schwachen Beinen.

Man warte, bis die Kurse wieder zusammengebängelt sind, und dann geht alles mühelose und von Zauberhand. Bei allfälligen weiteren Hochs lege ich mir nun jedesmal eine weitere Tranche an Puts zu.

My humble opinion, admitting I may be wrong.

Es gibt noch Schlimmeres.

01.02.2007 09:39
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SMI im Januar 2007

Ein lesenswerter Bericht aus dem "Daily Observer".......

Gruss SLIN.

Eine Mini-Rallye mit einem Fundament aus Watte

von Ronald Gehrt

Guten Morgen, sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Was für ein Tag! Ich hatte es ja kommen sehen, hier passte mal wieder nichts, aber auch gar nichts zusammen. Da wird ein Wachstum im Bruttoinlandsprodukt von +3,5% für ein Quartal gemeldet, das sich durch erschreckend schwache Konjunkturdaten auszeichnete und Anlegerund Notenbank gleichermaßen Sorgen über eine zu starke Abschwächung hatten. Ein Wachstum, das 75% höher lag als für das 3. Quartal, in dem Anleger und Notenbank gleichermaßen Sorgen über ein zu starkes Wachstum hatten. Diese Zahl wurde gefolgt von miserablen Einkaufsmanager- und Immobilienmarktdaten und am Abend gekrönt von einer Notenbank, die von einem wieder stabilen Wachstum spricht. Jetzt, da die Daten gerade wieder nach unten kippen. Mal ehrlich: Da geht es doch wenigstens wieder rund!

US-Notenbank meldet: Alles bestens!

Selten wurde Untätigkeit so begrüßt wie gestern. Es war wie Balsam für die Investoren, die nicht wussten, ob sie sich vor Zinssenkungen wegen einer zu schwachen Konjunktur oder vor Zinserhöhungen wegen einer zu starken Inflation und zu hohen Defiziten fürchten sollen. Wobei sich diese Furcht bislang in unverändert steigenden Aktienkursen manifestiert, wohlgemerkt. Kurz formuliert vermeldete die US-Notenbank gestern Abend, dass alles wunderbar sei, man wie immer wachsam bleibe und die Zinsen dort bleiben, wo sie sind.

Das passte auch schön zu den zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten, die angebliche Stärke in einer Phase vermeldete, welche die bisherigen Daten als schwach angesehen hatten ... und Schwäche aktuell, während man gerade zu wissen glaubte, dass die Konjunktur problemlos auch ohne Zinssenkungen von alleine wieder auf die Beine käme.

Da diesmal in der Presseerklärung nach der Zinssitzung wirklich neue Formulierungen auftauchten, möchte ich sie Ihnen nicht vorenthalten, zumindest die Parts, in denen man sich einer Neuformulierung befleißigte:

„Die jüngsten Indikationen haben ein graduell verstärktes Wirtschaftswachstum angezeigt, zudem Ansätze einer Stabilisierung am Immobilienmarkt. Insgesamt scheint die Wirtschaft in den kommenden Quartalen in einer moderaten Größenordnung zu wachsen.

Das Niveau der Kerninflation ist in den vergangenen Monaten moderat angestiegen und Inflationsdruck scheint sich mit der Zeit zu verringern. Allerdings hat das hohe Niveau der Auslastung“ ... (gemeint sind Arbeitsmarkt, Kapazitäten und Rohstoffe wohl gleichermaßen) ... “das Potenzial, inflationären Druck aufrecht zu erhalten.“

Die Lage scheint optimal ... ist es aber nicht

Die erste Reaktion war senkrecht aufwärts. Der Dow Jones legte in der Stunde nach Veröffentlichung des Statements um über 100 Punkte auf neue Rekordstände zu, weil diese Formulierung nicht aussagte, dass die Wirtschaft und/oder die Inflation zu stark wachse, sprich nicht suggerierte, dass in nächster Zeit mit Zinserhöhungen zu rechnen sei.

Recht so. Nach dem überraschend starken Wirtschaftswachstum von angeblich 3,5% im 4. Quartal (mehr dazu im nächsten Absatz) eine tiefe Beruhigung für die geplagten Seelen. Allerdings erinnere ich mich daran, dass die Konjunkturdaten bis vor wenigen Wochen noch so lausig waren, dass alles auf Zinssenkungen hoffte. Und die Daten, die gestern um 16:00 Uhr folgten deuten an, dass es mit solidem Wachstum noch nicht weit her ist. Ins selbe Horn stoßen die Quartalsbilanzen ebenso wie die Ausblicke der Unternehmen.

Doch das wurde gestern schlichtweg komplett ignoriert. Dass der Chicagoer Einkaufsmanager-Index ebenso wie die Bauausgaben deutlich negativ ausgefallen waren ... das fand man sogar hervorragend! Denn in der Denkart dieser Woche waren diese Daten „schön“ schwach, weil sie der Notenbank die Gründe nehmen würde, die Zinsen zu erhöhen.

Übrigens stieg daraufhin der Ölpreis, ohnehin seit Tagen massiv im Steigen begriffen, noch weiter an. Vielleicht hatte an den Commodity-Märkten jemand die Formulierung „graduell verstärktes Wirtschaftswachstum“ aufgeschnappt und gefolgert: Wachsende Wirtschaft = steigende Ölnachfrage = steigende Preise. Zwar wurden am Nachmittag über den Erwartungen liegende Öl-Lagerbestände ausgewiesen (dazu morgen mehr) ... aber wen kümmert’s?

Ebenso wenig kümmerte es die Akteure am Aktienmarkt, dass das Öl stieg. Die miesen Konjunkturdaten, das steigende Öl ... alles brandaktuelle Fakten, die die Aussagen der Notenbank widerlegen, wenn sie sich fortsetzen. Dann gibt es nämlich kein solides Wachstum und keine moderate Inflation.

Keine Bären weit und breit

Wenn sich einmal eine Seite der Trader nach einer Notenbanksitzung durchgesetzt hat, wird in diese Richtung getradet und basta. Da hat keiner Zeit, über solche komplexen Dinge wie Ursache und Wirkung nachzudenken. Vielleicht nächste oder übernächste Woche, wenn wieder Zinssenkungshoffnungen en vogue sind.

Und in Hinsicht dieser Entscheidung der Tradingrichtung lag ich gestern falsch: Ich ging davon aus, dass es erst einmal wie meist ein Ringen zwischen rauf und runter geben würde, bevor eine Partei siegt. Doch nichts dergleichen, wie der Intraday-Chart des Dow Jones zeigt. Keine bearishen Attacken, niemand hält dagegen. Nach meinen gestern vermuteten 100 Punkten nach oben passierte einfach nichts mehr. Hoppla!

Fassen wir mal zusammen: Die Argumentationslage derer, die jetzt die beste aller Welten proklamieren, ist komplett hanebüchen. Denn sie bedingt, dass man einfach die Aspekte ignoriert, die nicht ins Bild passen. Alles bestens und basta. Kann sich so etwas durchsetzen?

Einige Tage durchaus. Falsche oder schlichtweg blöde Argumentationen können haften wie Kleister, wenn sie nur genug Akteure glauben wollen. Und es scheint, dass es davon reichlich gibt. Wenn Sie sich dazu noch mal den Intraday-Chart ansehen:

Eine Short-Squeeze, sprich eine panische Eindeckungswelle von Shortpositionen, sieht wirklich anders aus. Drei kurze, kräftige Schübe, danach stieg der Dow wie an einem normalen, bullishen Handelstag. Aber mit dem Erreichen neuer Rekordlevels müsste da mehr passieren ... wenn es einen solchen Überhang an Shortpositionen gegeben haben soll, wie er vielerorts von denen als Argument für die Fortsetzung der Rallye herangezogen wurde, die sich dringend weiter steigende Kurse wünschen.

Keine neuen charttechnischen Fakten – weiterhin neue Käufer gesucht

Was lässt sich daraus mutmaßen? Dass eine Korrektur trotzdem vor der Tür steht. Erstens natürlich, weil die suggerierte heile Welt der US-Wirtschaft Quatsch ist. Zweitens, weil wir damit nach einer seit Juli andauernden Aufwärtsbewegung ohne nennenswerte Gegenbewegung genau das Szenario erreicht haben, das eine Korrektur in sich trägt:

Kurse, die immer weiter an Schwung verlieren, einfach, weil dem Markt die Käufer ausgehen ... und zahllose Optimisten, die die angeblich zahlreicheren Pessimisten als Argument für ihren Optimismus heranziehen ... weil es sonst an Argumenten mangelt und weil sie wissen, dass Shorteindeckungen jetzt die einzige Basis für ein wenig weiter steigende Kurse sind ... und die einzige Chance, hohe Bestände ohne größere Kursverluste in den ansonsten stockenden Markt geben zu können.

Wie gesagt: Trotzdem kann diese Situation noch ein wenig weitergehen, sprich dem gestrigen Kursanstieg noch mehrere Tage mit steigenden Kursen folgen. Auch wenn, wie sie im Chart des S&P 500 sehen, per gestern keine wirklich neuen bullishen Fakten geschaffen wurden – was mit einem Anstieg von 0,65% auch verwundert hätte. Der gestrige Kursanstieg wurde zwar als Jubelrallye verkauft, aber diese Schwankungen sind normales Tagesgeschäft und werden nur als außergewöhnlich wahrgenommen, weil wir durch das müde Geschiebe der letzten Tage und Wochen eingeschläfert wurden.

Ab heute geht es zurück zur Tagesordnung

Aber ich möchte hier einmal ein paar Auszüge aus meinem Daily Observer vom Morgen des 11. Mai 2006 zitieren, der ebenfalls die Notenbanksitzung vom Vorabend kommentierte:

„Auch die Herren der US-Notenbank haben keine Glaskugel parat, die ihnen Klarheit über die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Monate präsentiert. Dummerweise erwartet die Öffentlichkeit aber genau diese Fähigkeit von ihnen. Somit greift man zur bewährten Methode der Politiker: Wohl formulierte Worte wählen, um absolut nichts auszusagen.“

Tja, das galt damals und gilt heute auch noch. Da letztlich allgemein bekannt ist, dass die Fed weder eine Glaskugel besitzt um die Konjunkturentwicklung der Zukunft zu kennen noch – wie die Erfahrung der vergangenen Monate lehrt – imstande ist, die aktuelle Lage wirklich richtig einzuordnen, mag die gestrige Sitzung zwar eine kurzfristige Entwarnung und Beibehaltung des status quo bedeuten ... aber nicht, dass die US-Wirtschaft wirklich so solide bei geringer Inflation wächst, wie die Notenbanker denken oder zumindest suggerieren, dass sie es denken würden.

Bis gestern fand man miese Konjunkturdaten plötzlich toll, weil so die Zinsen nicht erhöht werden. Mal abwarten, ob das, nachdem die Notenbank erst mal sechs Wochen aus der Welt ist, auch heute so bleibt, wenn der Nationale Einkaufsmanager-Index die schlechten Werte des Index aus Chicago bestätigt. Und, nebenbei: Einen Tag nach der oben zitierten Notenbanksitzung vom 10. Mai 2006 begann eine (offenbar vergessene) Korrektur, bei der die Marktteilnehmer weltweit geschlossen die Ohren anlegten. Was natürlich nichts heißen will.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, bis morgen!

Ronald Gehrt

01.02.2007 09:34
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SMI im Januar 2007

is ganz nett rausgekommen... hab zwar knapp unter dem höchststand verkauft, aber gelohnt hat sichs definitiv LolLol

01.02.2007 00:20
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SMI im Januar 2007

Fusio wrote:

mia.max wrote:
Holy moly... mir is ein Trade ab den ich eigentlich gar nimma machen wollte.

Muss jetzt den SSMIH (SMI KO Call) über Nacht halten.

Na wenn das mal gut kommt :shock: 8)

Das kommt schon gut. Der K.O. Level ist ja erst bei 8'950. Wink Für wieviel hast du denn gekauft?

bin da mit 15 mille drin die ich zu 0.45 gekauft habe.

erst isser mit dem preis runtergekommen, zu marktschluss war er zumindest beim geld even.

Slin wrote:

Denke ich auch......

Wenn Du nicht gerade bei 0.45 eingestiegen bist, kannst Du ihn morgen ja wieder verscheuern....

siehe oben Wink

naja... mal abwarten was passiert, die usa hat ja ganz nett geschlossen. *hoff*

31.01.2007 21:30
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SMI im Januar 2007

Die Spannung ist weg, mit dem Zinsentscheid, wenistens heute gibt der Dow noch einmal eine Party aus.

Er hat jetzt das alte Topp genommen, aber vorerst nur knapp. Wenn er in den nächsten Tagen es nicht schafft, die 12660 zu berühren, läuft der Aufwärtstrend in eine Seitenbewegung aus, die ihre Korrektur dann von selbst timet. Dafür spricht, dass er sich (wie auch der SMI) seit November abflacht, und sich seit den letzten 12 Handelstagen eigenartigen (sprunghaften) Capriolen hingibt.

Eh, Dollar in einem Tag um 4 Prozent gefallen, was aber wohl nur mit der Warnung Roths zusammenhängt, die Schweizer-Leitzinsen zu erhöhen. Wird im SMI auch seine Wirkung zeigen...

Es gibt noch Schlimmeres.

31.01.2007 21:05
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SMI im Januar 2007

Wie kommst Du auf diese Einschätzung? Schau mal den Strich im Dow an... Ist zwar keine grosse Überraschung und auf Bloomberg TV ist man überrascht das die Märkte so reagieren, dennoch denke ich schwappt das auf Europa über. Insbesondere die guten Konjunturaussichten und das definitive Gelingen des Softlanding stimmen offenbar zuversichtlich...

31.01.2007 20:42
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SMI im Januar 2007

Quote:

WASHINGTON (AWP International) - Die US-Notenbank hat ihren Leitzins wie von Experten erwartet nicht verändert. Der Leitzinssatz verharre bei 5,25 Prozent, teilte die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Damit hat die Notenbank zum fünften

Mal in Folge den Leitzins unverändert belassen. Zuletzt hatten die

US-Währungshüter den Leitzins Ende Juni um 0,25 Prozentpunkte erhöht./FX/he/fn

scheint wohl keine grossartigen impulse morgen zu geben. Im gegenteil: Ölpreis auf 57$ gestiegen --> könnte mal wieder negative euphorie auftauchen!

31.01.2007 19:24
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SMI im Januar 2007

Fusio wrote:

mia.max wrote:
Holy moly... mir is ein Trade ab den ich eigentlich gar nimma machen wollte.

Muss jetzt den SSMIH (SMI KO Call) über Nacht halten.

Na wenn das mal gut kommt :shock: 8)

Das kommt schon gut. Der K.O. Level ist ja erst bei 8'950. Wink Für wieviel hast du denn gekauft?

Denke ich auch......

Wenn Du nicht gerade bei 0.45 eingestiegen bist, kannst Du ihn morgen ja wieder verscheuern....

Ist halt nicht gerade ein guter Zeitpunkt sowas zu kaufen an einem so wichtigen Tag (Fed Sitzung).

Im Moment ist die Börse wie eine Gratwanderung. Viele haben schiss vor einer Korrektur, wollen aber auch einen weiteren Anstieg nicht verpassen. Diese Situation haben wir nun schon seit ca. zwei Wochen. Ein Bisschen rauf, ein Bisschen runter.....

Als ob der Markt auf einen Input warten würde. Ich könnte mir gut vorstellen das es heute einen kurzfristigen Wendepunkt geben könnte. Up or Down, das werden wir sehen....

Bei solchen Tagen, mit so einer Konstellation, schaut man am besten von der Seitenlinie zu. (Mit Warrants meine ich!)

Wenn man im Trott der letzten Wochen ist, müsste es Morgen wieder einmal runtergehen. Kann aber auch sein das heute die Blockade gelöst wird und es nochmals weiter rauf geht. Die Luft wird jedoch zunehmend dünner!

Diese Betrachtung ist rein psychologisch, was meiner Meinung nach im Moment höher gewichtet werden muss als alles andere. Im Moment.......!

Gruss SLIN.

31.01.2007 17:59
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SMI im Januar 2007

mia.max wrote:

Holy moly... mir is ein Trade ab den ich eigentlich gar nimma machen wollte.

Muss jetzt den SSMIH (SMI KO Call) über Nacht halten.

Na wenn das mal gut kommt :shock: 8)

Das kommt schon gut. Der K.O. Level ist ja erst bei 8'950. Wink Für wieviel hast du denn gekauft?

31.01.2007 17:32
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Holy moly... mir is ein Trade ab den ich eigentlich gar nimma machen wollte.

Muss jetzt den SSMIH (SMI KO Call) über Nacht halten.

Na wenn das mal gut kommt :shock: 8)

30.01.2007 17:47
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Uran, Öl? Ich bin am Beobachten. Forsys for example (urane!) sieht appetitlich aus. Auch Petroplus, das sich aus dem Teller herausgearbeitet hat. Aber: Ja nicht den Kursen nachspringen, sie kommen wieder zu ihren Ausbruchorten zurück, kürzestens, um ihre alten Supports zu testen. Dann ist es für mich viel lieber einzusteigen. Das Wichtigste ist aber, dass diese ganze Wissenschaft nur stimmt, wenn ich davon ausgehe, dass ich mich in einem Bullenmarkt befinde. Wenn ich in dieser Annahme nicht mehr sicher bin, stehe ich überall abseits. Die Sache ist dann nicht mehr einschätzbar. Anders wenn ich mich in einem Bärenmarkt befinde. Dann fühle ich mich wieder wohl. Ein Mittelding, wie wir es jetzt haben, ist aber das Übelste und zieht den braven Seelen das meiste Geld aus den Taschen.

My humble opinion, admitting I may be wrong.

Es gibt noch Schlimmeres.

30.01.2007 17:15
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SMI im Januar 2007

das ist aber eher nur eine bevorstehende korrektur, die unternehenszahlen sind weiterhin prächtig. in uran oder öl (z.b. petroplus) willst du (noch) nicht investieren?

sonst im dax hat es auch einige biokonzerne oder energie aktien die sehr gute aussichten haben...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

30.01.2007 17:00
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SMI im Januar 2007

Im Versuch einer Zusammenfassung mancher Kommentare in diesem Forum zu den letzten Tagen:

Man verliert Geld. Meine Interpretation/Rechtfertigung: Es fliesst kein Geld mehr ein/bzw. die Indizes bleiben an Ort. Dann sind die Kurse also nur Umlagerungen. Die geschehen genau so schnell und willkürklich, wie jetzt die Indizes hin- und hertanzen, ohne eine altes Topp nehmen zu können.

Oh man, bloody dangerous! Ich bin (wie MIG hier schrieb) im Trockenen, weil mir das ganze unheimlich erscheint. Habe nur 10 Prozent in kräftigen Puts, momentan (in meinem Fall waren's jetzt smipfs). Vielleicht irre ich mich; aber bin bereit, für den Irrtum zu verlieren. Der Index ist müde geworden.

Ich bin nach vergangenen Lektionen vor allem an den amerikanischen Börsen orientiert, und sehe dort, dass: Nas am Serbeln ist; und weder DJ noch S&P gesund genannt werden können. Nun denn, das sind die Zeiten für mich, im Abseits zu stehen, und falls nicht cash, dann in einem günstig bewerteten GSCI. Auch Gold käme in Frage...

Jedem das Seine. Guessing I'm terribly wrong.

Es gibt noch Schlimmeres.

29.01.2007 01:22
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SMI im Januar 2007

Quote:

Nun denn, es wurde von Jim Cramer vorausgesagt, es werde eine Umlagerung von Energie in Techwerte geben. Das Umgekehrte ist eingetreten.

@learner

die zeit wird glaube ich schon noch kommen, ist halt noch ein bisschen zu früh....

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

24.01.2007 14:17
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SMI im Januar 2007

SMI seitwärts: Für deutliche Avancen fehlt das Cash und das Interesse. Lustig für Leute, die an Range-Trading ihre Freude haben.

Wohin ist das Geld aus dem Nas gegangen? Sieht aus, dass es den Rettungsanker wieder in den Commodites sucht, wenn man die Kurse der Rohstoff-Anbieter anschaut.

Just an idea.

http://ecoconnection.blogspot.com/2007/01/thinking-oily.html

Es gibt noch Schlimmeres.

24.01.2007 13:47
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SMI im Januar 2007

Vontobel wrote:

Vielleicht hilft dir dazu mein neuster Beitrag auf meiner Page Biggrin

Danke für deinen Tipp. Habe mir den Beitrag soeben angeschaut. Sehr Informativ. Biggrin

24.01.2007 13:35
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SMI im Januar 2007

Fusio wrote:

Irgendwie kann sich der SMI nicht so richtig entscheiden in welche Richtung es gehen soll... :roll:

Vielleicht hilft dir dazu mein neuster Beitrag auf meiner Page Biggrin

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

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24.01.2007 10:17
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SMI im Januar 2007

Irgendwie kann sich der SMI nicht so richtig entscheiden in welche Richtung es gehen soll... :roll:

23.01.2007 23:22
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SMI im Januar 2007

So wie in der Börse 2x2=5-1 sind, so sind das positive News für die Börse, wenn die Energiepreise steigen. Die notorischen Zinsängste schwinden...

Da fällt mir ein: Man sagt, die Börse nehme das Künftige vorweg. Ich habe zwar nie eine genauere Untersuchung dazu lesen können. Und doch scheint es mir sicher; ich habe es verschiedentlich beobachtet, bis zur Voraussicht historischer Ereignisse.

Nun denn, es wurde von Jim Cramer vorausgesagt, es werde eine Umlagerung von Energie in Techwerte geben. Das Umgekehrte ist eingetreten. Ich habe heute viele Aktien angeschaut, und es ist auffällig, wie es seit ein paar Tagen die Energie- und Rohstoffkonzerne wieder hinaufspült: Exxon, Anadarko, Halliburton, BHP Billiton ... In Vorwegnahme steigener Rohstoffpreise, wäre mein lapidarer Schluss.

Das ist eben das Unerklärliche an dieser zuckenden Bestie "Börse", dass sie hellsichtig ist.

Es gibt noch Schlimmeres.

23.01.2007 22:52
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SMI im Januar 2007

@learner

Quote:

5. A propos Hafen: Gibt's einen? Öl scheint mir die rettende Insel.

Du könntest doch noch recht haben mit deinem Hafen.

Oel 4.5% im plus...

Kann ich meine Oilsf Optionen doch noch verkaufen??? Lol

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....

23.01.2007 21:33
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SMI im Januar 2007

Spannender Artikel...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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23.01.2007 20:38
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SMI im Januar 2007

ein etwas anderer Bericht über fallende Ölpreise und auswirkung auf die Inflationssorgen:

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-01/artikel-7628287.asp

Quote:

von Jochen Steffens

Wir erleben aktuell eine Konsolidierung, wobei noch nicht sicher ist, ob sich die aktuellen Kursverluste zu einer größeren Konsolidierung auswachsen oder bald wieder Vergangenheit sind. Aber es stimmt natürlich, worauf soll der Markt im Moment auch traden? Sie wissen, ich hatte schon Ende letzten Jahres sehr früh darauf hingewiesen, dass ich glaube, die Fed werde die Zinsen lange Zeit unverändert belassen. Mittlerweile hört man solche Töne auch von den Fed-Mitgliedern. Die US-Wirtschaft zeigt sich, zumindest im Moment, von ihrer robusten Seite. Die Sorgen um eine harte Landung weichen zurück. Schuld daran ist der sinkende Ölpreis, der wie eine Zinssenkung wirkt und die Wirtschaft unterstützt.

Eitel Sonnenschein?

Aber ist nun alles eitel Sonnenschein? Nein, denn die Börsen müssen auf ein Event, auf ein Ereignis spekulieren können. Auf etwas, dass entweder gut oder schlecht ist. Im Moment fehlt aber ein wenig die Phantasie, dazu gleich mehr.

Hinzu kommt vielleicht bald eine ganz perfide Drehung der Ereignisse. Sie erinnern sich, ich hatte bisher immer sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass sich ein sinkender Ölpreis dämpfend auf die Inflation auswirkt. Dazu hatte ich Ihnen sogar letztens einen Chart gezeigt, der die enge Korrelation von Inflation und Ölpreis in den USA darstellte. Nun aber werde ich anfangen müssen, mir zu widersprechen! Hier könnte sich nämlich bald etwas ändern.

Sinkender Ölpreis als Inflationstreiber

Sollte nämlich der Ölpreis zu sehr sinken, dann würde das auf der einen Seite den Konsum entsprechend stark anfeuern, auf der anderen Seite vergrößern sich bei niedrigen Energie- und Rohstoffpreisen die Gewinnmargen der Unternehmen. Beides zusammen wird die Wirtschaft anheizen und so die Inflation beschleunigen. Das funktioniert wie folgt:

Aus dem letzten Beige Book ging hervor, dass es langsam auf dem US-Arbeitsmarkt in den USA eng wird (so etwas möchte man zu gerne auch mal in Deutschland hören). Die Unternehmen haben immer mehr Schwierigkeiten, Arbeitnehmer zu finden. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen steigt. Nun kommt es hier zu dem klassischen Angebot- und Nachfragespielchen. Wenn zu wenig Arbeitskräfte da sind, dann werden die Unternehmen anfangen müssen, über die Löhne die „letzten“ verbliebenen Arbeitskräfte an sich zu binden. Zudem werden andere schon in Lohn und Arbeit befindliche Arbeitskräfte über höhere Löhne abgeworben. Zu guter Letzt können unzufriedene Arbeitnehmer viel leichter kündigen, weil sie auf jeden Fall einen neuen Job kriegen.

Das wird über kurz oder lang die Löhne in den USA steigen lassen, insbesondere dann, wenn ein weiter sinkender Ölpreis den US-Konsum und die US-Wirtschaft noch weiter anheizt. Bisher ist eine Lohninflation in den USA noch nicht in dem Ausmaß zu erkennen. Ich denke hier nur etwas weiter. Nehmen wir aber an, der Ölpreis sinkt weiter, nehmen wir außerdem an, der sinkende Ölpreis stimuliert die US-Wirtschaft, dann wird der Konsum massiv anziehen, was wiederum die Wirtschaft anfeuert. Das würde unweigerlich dazu führen, dass die Löhne bald anfangen stärker zu steigen.

Das normale Inflationsszenario

Steigende Löhne würden dann aber wiederum dafür sorgen, dass der Konsum noch stärker wird und die Unternehmen noch mehr verdienen. Auch hier bestimmt wieder die Nachfrage das Geschäft: Wenn der Konsum anzieht, dann können die Preise auch erhöht werden. Es entstünde also ein Kreislauf, der über steigende Löhne zu steigenden Preisen führen würde, die steigenden Preise wiederum führen zu größeren Gewinnen der Unternehmen, so dass wieder höhere Löhne möglich sind. Das ist die eigentliche und bekannte Inflationsspirale, die bei einer starken Wirtschaft normal und gefürchtet ist.

Fed sieht weit in die Zukunft

Nun sieht die Fed diese Entwicklung natürlich auch und wird bei einem starken Arbeitsmarkt, niedrigen Ölpreisen und anziehender Konjunktur sicherlich alles andere tun, als auch noch die Zinsen zu senken. Im schlechtesten Falle würden dann sogar eher weitere Zinserhöhungen erforderlich, obwohl ich das noch nicht so bald sehe.

Das Fatale an diesen Überlegungen für die Märkte ist: Hatte bisher ein weiter sinkender Ölpreis noch die Märkte unterstützt, dann kann dieser oben beschriebene Effekt bald dazu führen, dass der Markt durch einen weiter fallenden Ölpreis belastet wird. Eben weil ein weiter sinkender Ölpreis über den Umweg der Inflation ein Auslöser für steigende Zinsen ist.

Ich weiß, es ist etwas schizophren. Und natürlich wie immer: Das ist wieder eine sehr, sehr frühe Betrachtung zukünftiger Ereignisse. Noch sind wir nicht so weit! Ich wollte Ihnen das wie immer nur schon einmal sehr früh als mögliche Option erläutern und das gilt, wie gesagt nur, wenn der Ölpreis weiter fallen sollte.

Und worauf spekuliert der Markt?

Bis dahin bleibt die Frage interessant, worauf soll der Markt denn nun spekulieren? Wie ich hier schon geschrieben habe, wird der nächste Schritt sein, dass er eine Weile auf gute Konjunkturnachrichten hoffen wird. Er preist dann die Gefahr einer harten Landung der US-Wirtschaft aus. Weisen die Zahlen sogar auf ein stärkeres Wachstum hin, wird der Markt auch das durch steigende Kurse einpreisen. Schließlich sorgen sich die meisten US-Analysten noch eher um die Gefahr eine Abschwächung der US-Wirtschaft.

Und so ist es nur verständlich, dass die doch eher mäßigen Ausblicke der US-Unternehmen den Markt aktuell belasten. Wenn schon die Unternehmen keine rosige Zukunft erwarten, wo soll da denn die Hoffnung her kommen? Ich wäre mit dieser Interpretation allerdings vorsichtig. Die US-Unternehmensergebnisse einschließlich der Ausblicke sind schon „älter“. Es ist noch nicht so lange her, das sahen die Prognosen der meisten Analysten für die US-Wirtschaft noch wesentlich schlechter aus. Das wird in den Ausblick der Unternehmensmeldungen eingeflossen sein.

Mich interessieren also wesentlich mehr die nächsten US-Konjunkturdaten. Und hier ganz besonders die Indikatoren, die sehr früh Entwicklungen anzeigen. Und genau das wird auch das Thema sein, welches die Märkte in den nächsten Wochen/Monaten beschäftigen wird. Zumindest dann, wenn der Großteil der Berichtssaison vorbei ist.

Noch bleibt es ein Seiltanz

Insgesamt kann man zusammenfassen, dass es jedoch für die Fed ein fragiler Seiltanz zwischen Inflation, Wirtschaftswachstum, Rohstoffpreise und Leitzinsveränderung bleibt.

Ich möchte in diesem Zusammenhang nun doch noch einmal zurück blicken, einfach weil wir alle dazu neigen, zu vergessen. Und gerade an der Börse ist es wichtig, aus Vergangenem zu lernen:

Man muss doch festhalten, dass die Fed eigentlich all die Untergangspropheten und Nörgler der letzten Jahre nach dem Crash Lügen gestraft hat. Alle, die Alan Greenspan und anschließend Ben Bernanke der Ahnungslosigkeit bezichtigt haben, müssen einsehen, dass die Politik der Fed bisher wesentlich besser funktioniert hat, als allgemein angenommen wurde. Der Dollar ist noch nicht in sich zusammengebrochen, die Inflation hat noch nicht Überhand genommen, von Deflation ist zurzeit nicht viel zu sehen. Die Wirtschaft zeigt sich erstaunlich stabil, der Arbeitsmarkt boomt, beides trotz gestiegener Zinsen. Selbst der Immobilienmarkt zeigt deutlichere Erholungstendenzen. Und wieder einmal war in vielen Bereichen zu viel Panik im Markt, die Börse reagiert einfach in solchen Dingen oft zu hysterisch.

Mir hat vor Jahren ein guter Freund, ein doch recht erfolgreicher, älterer Trader, gesagt: „Höre immer genau der Fed zu. Das was sie sagt, trifft in den allermeisten Fällen ein. Es gibt niemanden, der einen umfassenderen Einblick in den Markt und die US-Wirtschaft hat, als die Fed! Und die Fed lügt nicht, sie handelt nur manchmal etwas strategisch.“

Auch wenn ich ihm anfangs nicht so ganz glauben wollte, es hat sich in all den Jahren als eine sehr gewinnbringende Weisheit erwiesen.

Der Euro: Wichtige Unterstützung hat gehalten

Chart

Die wichtige Unterstützung, die blaue Linie, die ich Ihnen vor einigen Tagen hier vorgestellt habe, hat tatsächlich erst einmal gehalten. Punktgenau, muss man sagen. Der Euro wurde heute durch gute Konjunkturnachrichten aus dem Euroraum unterstützt. So hatte sich die Auftragseingänge um 1,4 % statt wie erwartet um 1,0 % verbessert, aber auch der private Verbrauch in Frankreich konnte um 1,3 % statt wie prognostiziert um 0,3 % zulegen. Beide Zahlen verstärken die Sorge vor weiter steigende Zinsen im Euroraum. Eine sinkende Zinsdifferenz zwischen der EU und den USA belastet natürlich den Dollar.

Der fallende Dollar führte zu einem weiter steigenden Goldpreis, der nun doch wieder an seinem Widerstand zwischen 640 und 650 Dollar nagt, aber auch der Ölpreis kann zulegen.

23.01.2007 15:05
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SMI im Januar 2007

Friederich wrote:

Die Frage ist: WIE LANGE die Korrektur dauern wird. Dass es eine Korrektur jetzt gibt, ist sicher.

sicher ist nur, das zum zeitpunkt, an welchem aller orts die dunklen wolken aufgezogen werden, der bär auf die hörner genommen wird!

23.01.2007 14:12
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SMI im Januar 2007

Mal schauen was der SMI heute macht nach der Eröffnung im Amiland. Ich denke mal so wie gestern wird es nicht kommen...

23.01.2007 10:27
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SMI im Januar 2007

fritz wrote:

Es muss nicht jedesmal etwas mit dem Wendepunkt zu tun haben, aber es war schon oft so, dass wenn an mehreren Tagen hintereinander die Kurse bei steigenden Volumen sinken, eine deutliche Korrektur folgt.

Bisher sind die Kurse erst an einem Tag deutlich gesunken (gestern), aber man will ja auf alles vorbereitet sein....

Gruss

fritz

Vorbereitet sein:

Ich habe SMIPF gekauft.

Ein Put auf den SMI.

Verfall 06.2007

Strike 8100

Deep out of the money, dafür billig.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

23.01.2007 10:20
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SMI im Januar 2007

Es muss nicht jedesmal etwas mit dem Wendepunkt zu tun haben, aber es war schon oft so, dass wenn an mehreren Tagen hintereinander die Kurse bei steigenden Volumen sinken, eine deutliche Korrektur folgt.

Bisher sind die Kurse erst an einem Tag deutlich gesunken (gestern), aber man will ja auf alles vorbereitet sein....

Gruss

fritz

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