SMI im Januar 2010

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31.12.2009 21:16
#1
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SMI im Januar 2010

Da wir nicht nur einen neuen Monat starten sondern ein ganzes neues Jahr und zugleich noch einen Blick auf das vergangene Jahr 2009 werfen wollen, wird dies eine etwas "gröberes" Eröffnungsposting. Also: Zunächst mal die Kaffeemaschine anwerfen oder ein Bier kaltstellen Wink

Jahresrückblick 2009

Welche Anlagenklasse hat im Jahr 2009 die beste Performance erzielt?

Der Gewinner sind die Goldminen (HUI) mit 48.12%.

Gefolgt von Gold mit 21.71%

Dow und SMI liegen dicht auf mit 16.26% (SMI) und 14.78% (Dow)

Link zum Chart: http://stockcharts.com/charts/performance/perf.html?$GOLD,$HUI,$INDU,$SMI

Wer also dieses Jahr in das absolut sinnlose und mittelalterliche Metall investiert hat - bzw. in seine Produzenten - ist bedeutend weniger dumm, als uns viele Leute hier weissmachen wollen. Es ist mir ein innerer Parteitag, das mal festzuhalten Lol

Mit 2009 endet auch das erste Jahr der Amtszeit von Barrack Obama. Jenem Präsidenten, auf den soviel Hoffnung gesetzt wurde, wie auf keinen Präsidenten seit John F. Kennedy.

Mal abgesehen davon, dass Obama ausserordentlich sympathisch und charismatisch ist, hat er doch unter dem Strich durch's Band weg enttäuscht:

Vor seinem Amtsantritt versprach er, den Krieg gegen den Irak sofort zu beenden und die GI's nach Hause zu holen. Aus dem "sofort" wurden dann 6 Monate, danach 16 Monate, dann 23 Monate und mittlerweile werden die Truppen in Afghanistan sogar verdoppelt.

Aus der Auflösung von Guantanamo Bay wurde auch nichts. Ein weiteres gebrochenes Versprechen. Die USA bleiben damit weiterhin ein Schurkenstaat, der Gefangene foltert und ohne Gerichtsurteil auf unbestimmte Zeit festhält. Erstaunlich, wie das amerikanische Volk auf diesen Umstand reagiert bzw. eben nicht reagiert.

Auch das Kabinett überzeugt nicht wirklich: Mit Tim Geithner (ex. Chef der NY Fed) und Larry Summers (Goldman Sachs) sind genau jene Leute in Schaltstellen des Finanzministeriums gewählt worden, die für die Finanz-Krise massgeblich mitverantwortlich waren. Der Spruch vom "Bock zum Gärtner machen" drängt sich hier zwangsläufig auf.

Auch der "Patriotic Act" wurde nicht fallen gelassen. Im Gegenteil: Obama will eine Volksmiliz aufbauen, die in etwa vergleichbar ist mit der SA, der Nazi Hooligan-Truppe unseres allseits geliebten GröFaZ (= Grösster Führer aller Zeiten) Adolf Hitler.

Nun gut, man kann Obama nicht mit Hitler vergleichen. Aber unter dem Strich bleibt, dass die USA den Weg, den die Neocons unter Bush in Richtung Faschismus begonnen haben nicht gebremst sondern - im Gegenteil - weiter ausgebaut wurde. Der Unterschied ist lediglich der, dass Obama seine Schritte besser verkauft als GWB.

War es in der Aera Bush vor allem die Ölindustrie, die in der Regierung überproportional vertreten war, so ist es jetzt, bei Obama, die Wallstreet.

Es gibt ernstzunehmende Stimmen - Verschwörungstheorien, wenn man so will - die behaupten, der amerikanische Präsident sei eigentlich gar nicht so mächtig sondern nur eine Marionette in Hand der wirklich Mächtigen, die im Hintergrund agieren. Roosevelt nannte diese Hintermänner den "militärisch-industriellen Komplex". Andere mögen die Illuminaten, Legatus, Bilderberger etc. als die wahren Hintermänner ausmachen. Wobei die Bilderberg-Gruppe der noch plausibelste Kandidat ist, denn diese Gruppe der 125 reichsten und mächtigsten Individuen des Planeten traue ich durchaus eine Macht zu, die ausserhalb der definierten demokratischen Normen liegt.

Aber egal, halten wir den Gedanken an eine Gruppe hinter den offiziellen Machthabern mal fest. Ich komme gleich darauf zurück.

Das Jahr 2009 war geprägt durch den Kampf gegen die Finanzkrise und deren Auswirkungen.

Wir erinnern uns: Ursache der Finanzkrise war das leichte Geld, die Pumpenkohle, die Alan Greenspan seit Anfang 2003 in den Markt pumpte. Dies führte zur Immobilienblase, die im Herbst 2007 platzte.

Was Greenspan allerdings in gewissem Sinne zu Gute zu halten ist: Er hat das Geld den privaten Konsumenten zugänglich gemacht, die dafür ein Leben in Saus und Braus - wenn auch auf Pump - führen und sich günstig Häuser leisten konnten. Es gab eine 4 jährige durch die FED finanzierte Party mit einem schrecklichen Kater am Ende.

Wie sieht nun die Reaktion des Nachfolgers, Ben Bernanke, auf das Platzen dieser zweiten Blase (die erste war Dotcom, die zweite die Immos) aus?

Richtig. Er flutet die Märkte erneut mit Geld. Und da man jeweils mehr Geld braucht, um eine geplatzte Blase zuzuschütten, als diese Blase vernichtet hat, nehmen die aktuellen "Massnahmen" epische Dimensionen an.

Das Platzen der ersten Blase, der Dotcoms konnte noch aus der Kasse der FED (rund $1'000 Mrd.) zugeschüttet werden.

Für die Immo-Blase reichte die Kraft der FED nicht mehr aus. Jetzt musste der Staat ran und so wurde neues Geld in Höhe von mindestens $8'600 Mrd. ausgegeben. Der grösste Teil in Form von Staatsschulden.

Wem kommt dieses Geld zu gute? In geringerem Umfang den Privaten (Abwrackprämie oder auf amerikanisch: "Cash for clunkers"). In gewissem Umfang auch der maroden Automobilindustrie. Weiterhin werden Neuhypotheken in den USA mit $8000 subventioniert. Der Löwenanteil aber geht an die Banken. Den Banken geht's ja auch wirklich dreckig. So haben nach der Finanzkrise einige Banken in London die Order rausgegeben, dass ein Business Lunch nicht mehr als Fr. 11'000 (£ 5000) kosten dürfe. Wollen die denn die armen Banker verhungern lassen?

Spass beiseite: Die Banken sind nicht bereit, die Billionen, die sie zu 0% von der FED bekommen, an Private und Unternehmen weiterzugeben. Viel attraktiver ist es, Aktien und Obligationen zu kaufen.

Konzentrieren wir uns auf die Aktien: Was ist eine Aktie? Richtig, eine Beteiligung an einer Firma. Wir können also behaupten: Die Wallstreet - ähh, die Banken - kaufen die Firmen auf.

Also, nochmals langsam, zum mitdenken:

Die neugeschaffene Pumpenkohle ist Geld, das der Staat als Kredit aufnimmt. Der Staat, das sind wir. Wir haben zwar nichts zu sagen aber bezahlen dürfen wir immer.

Also: Der Staat nimmt Kredit auf, den er den Banken in den A…. schiebt.

Diesen Kredit werden wir in den nächsten Jahrzehnten über Steuererhöhungen abtragen dürfen.

Was machen die Banken mit dem Geld? Sie kaufen unsere Firmen auf.

Wir finanzieren also die Banken, damit sie ihre Macht und ihr Vermögen noch weiter ausbauen können.

Natürlich müssen die Banken die Kredite irgendwann mal zurückzahlen. Richtig. Doch in was für Geld? Wird eine Milliarde Franken dereinst, in 1, 3, 5, 10 Jahren noch die Kaufkraft einer heutigen Milliarde haben?

Ich wage das zu bezweifeln.

Was derzeit in der 1. Welt passiert ist vergleichbar mit der Ausbeutung der 3. Welt: Man gibt einem Land einen grossen Kredit und korrumpiert gleichzeitig die Politiker. Gleichzeitig schliesst man mit dem Land - also seinen Staatsführern - einen Vertrag ab, der im wesentlichen besagt: Wenn ihr den Kredit nicht zurückbezahlen könnt, dann gehören uns Eure natürlichen Ressourcen.

Natürlich kann das Land den Kredit nicht zurückbezahlen, also übernehmen die westlichen Firmen die Betriebe, Rohstoffe, Ressourcen und von da an ist das Volk nur noch der moderne Sklave der reichen, ausländischen Besitzer. Fronarbeiter für die Reichen. Arbeiten, nicht für das eigene Auskommen sondern für Zins- und Zinseszins der ausländischen Besitzer. Die Schere zwischen Arm und Reich weitet sich aus und das Zinseszins-System sorgt dafür, dass die Armen niemals in der Lage sein werden, sich aus der Schuldenfalle zu befreien.

Kombinieren wir das nun mit der obenstehenden Verschwörungstheorie, wonach die Wallstreet der Puppenspieler ist, der die Fäden der offiziellen Regierung zieht, dann macht die Finanzkrise auf einmal sehr viel Sinn:

Die Finanzkrise ist eine elegante Variante der wahren Mächtigen - der Banken - die gesamte Nation (Aktien) auf Kosten der Steuerzahler aufzukaufen.

Als Banken kaufen sie die Firmen und Ressourcen einer Nation, als Drahtzieher hinter der Macht sorgen sie dafür, dass sie von den Steuerzahlern die dafür nötigen Mittel bekommen . Ist alles aufgekauft, wird das Geld vernichtet und der Steuerzahlen in wertlosem Papier "entschädigt". Der Steuerzahler verliert den Grossteil seines Vermögens und die Banken besitzen alle Firmen.

Einfach und genial!

Ob und wie weit dieses Szenario plausibel ist, das einzuschätzen überlasse ich dem geneigten Leser. Doch wie einer der Rockefellers schon sagte: "Lass mich das Geld einer Nation drucken und es ist mir egal, wer in der Regierung sitzt." Oder Lenin: "Wenn man eine Nation vernichten will, muss man deren Währung angreifen."

Jahresausblick 2010

Das Jahr 2009 folgte der Tradition einer Jahresendrally.

In der Regel setzen sich steigende Börsenkurse bis etwa Mitte Januar fort. Das liegt daran, dass per Ende Jahr meist Pensionskassenbeiträge, Sparen in Fonds etc. fällig werden. Dieses Sparkapital trifft Anfang Januar bei den PK's ein, muss investiert werden und das sorgt für Kaufdruck und steigende Preise bis etwa Mitte Januar. Danach kühlt sich die Lage etwas ab.

Der nächste entscheidende Termin ist März 2010. Per Ende März will die FED die Quantitative Easing Massnahmen herunterfahren, evtl. sogar die Zinsen erhöhen.

Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt. Was für Konsequenzen hätte das?

Zum einen: Werden die QE Massnahmen eingestellt, bekommen die Banken keine Gratis-Kohle mehr in den Allerwertesten geschoben. Also wird der Kaufdruck auf Aktien und Obligationen nachlassen. Wahrscheinlich werden die Banken dann sogar dazu übergehen, ihre Aktien und Oblis wieder zu verkaufen und Gewinne zu realisieren. D.h. sinkende Kurse ab Ende März.

Werden die Zinsen erhöht, dann wird’s sogar bösartig! Dann wird nämlich genau jenen Parteien Geld entzogen (es müssen ja höhere Zinsen bezahlt werden), die am meisten verschuldet sind. Das betrifft den Staat, die Konsumenten aber auch die Unternehmen.

Weiterhin werden die Obligationen an Wert verlieren, denn steigende Zinsen bei Oblis bedeutet zwangsläufig sinkende Preise.

Vielleicht wird man steigende Zinsen kurzfristig an den Börsen feiern. Begründung: Die Wirtschaft erholt sich wieder. Aber spätestens, wenn den Börsianern die Aktien, Oblis und etwas später die Wirtschaft um die Ohren fliegt, bricht Panik aus. Steigende Zinsen betreffen ja auch die Häusle-Besitzer und denen würde durch steigende Zinsen Kaufkraft entzogen.

Wie dem auch sei: Meine Prognose lautet: Steigende Kurse bis maximal Mitte Januar. Danach Seitwärtsbewegung bis Ende März und dann Taucher.

Ob dabei die Tiefs von März 2008 unterschritten werden, hängt davon ab, ob die FED tatsächlich - wie angekündigt - ihre QE Massnahmen per März herunterfährt und ob und wie weit die Zinsen am kurzen Ende erhöht werden.

Alternativ dazu gibt es auch noch das Szenario von chateauduhartmilon

chateauduhartmilon wrote:

habs ja immer gesagt

Dow in 10 Jahren bei 100'000

wer etwas anderes glaubt ist ein elender Depp LolLol

Link: http://classic.cash.ch/node/3737#comment-253243

Mit anderen Worten: Inflation um 1000% innert 10 Jahren, verbunden mit entsprechender Geldentwertung.

Das würde bedeuten, dass sich die FED dafür entscheidet, ihre QE Massnahmen per März 2010 eben nicht zu stoppen sondern - im Gegenteil - sie noch weiter und in grösserem Umfang fortzuführen.

Demgegenüber das andere Extrem:

orangebox wrote:

Meine Perspektiven:

Erstarkung des Dollars und die USA wird der europäischen weit voraus sein.

Dh für 2010

Starke Korrektur beim Gold

Starke Schwächung des Euros

Starker Dollar

Oder mit anderen Worten: knallharte Sparpolitik der USA: Steuererhöhungen, Zinserhöhungen, neue und weitaus stärkere Rezession, ohne bailouts durch die Regierung. Absoluter Stopp aller QE Massnahmen durch die FED.

Alle Szenarien sind möglich. Massgebend ist "nur" die Politik der US-Regierung und der FED. Zwischen Ausweitung der Geld-Druck-Blase (chateauduhartmilon) und rigoroser Straffung der Schuldenpolitik wie es Volcker ab 1981 gemacht hat (orangebox) ist also alles möglich.

Ich halte mich in der Mitte dieser beiden Extreme, indem ich von einem sachten Herunterfahren der QE Massnahmen ab März und nur einer leichten Zinserhöhung ausgehe. Aber eben: Die Musik spielt in Amerika und was der Dirigent - Ben Bernanke - in Petto hat, wissen wir alle nicht.

Inflation oder Deflation ?

Dies ist ein weiterer Themenkreis, der schon 2009 zu keiner eindeutigen Antwort geführt hat und der uns auch 2010 noch beschäftigen wird.

Dabei ist die Frage, ob wir eine Inflation oder Deflation bekommen durchaus entscheidend für die Anlagestrategie der Zukunft.

Da hätten wir auf Seiten der Deflationisten geistige Grössen wie Nouriel Roubini, Paul Krugman und weico, auf Seiten der Inflationisten Peter Schiff, Marc Faber und mich Wink

Beide Seiten haben eine Gemeinsamkeit: Die Definition für Inflation lautet: "Ausweitung der Geld- und Kreditmenge".

Damit enden die Gemeinsamkeiten bereits. Denn es ist nicht klar, was unter "Geldmenge" zu verstehen ist. Ist es alles von der Zentralbank gedrucktes Geld? Oder bezieht sich Infla/Defla nur auf die Konsumentenpreise? Wie sieht es aus mit Preisen von Aktien, Obligationen, Immobilen? Sind die Inflationswirkam oder nicht?

Betrachtet man rein die Geldmenge, so haben wir derzeit eine starke Inflation.

Betrachtet man die Konsumentenpreise, sind wir bei einem Nullsummenspiel im letzten Jahr.

Betrachtet man über zwei Jahre die Preise von Aktien, Oblis und Immos, sind wir in einer starken Deflation.

Eine echte Deflation im Sinn von "Reduktion der Geldmenge" ist durchaus realistisch. Sie tritt dann ein, wenn ein Debitor zahlungsunfähig wird (= eine Firma Konkurs geht) und der Gläubiger den Kredit abschreiben muss. Wenn nun die Summe all dieser Geldvernichtungsaktionen (= Abschreibungen, Konkurse) grösser ist als die Summe der Neuverschuldung, dann schrumpft die Geldmenge in ihrer Gesamtheit und wir bekommen eine Deflation.

Deflation bedeutet unter dem Strich, dass Geld gegenüber Waren und Dienstleistungen an Wert gewinnt. Dass also die Konsumentenpreise fallen.

Inflation - auch im Sinn von steigenden Konsumentenpreisen - bekommen wir dann, wenn Geld gegenüber Waren und Dienstleistungen an Wert verliert. Das ist relativ einfach zu erreichen, indem erstens Geld wie blöde gedruckt wird (so wie seit November 2002) und zweitens dieses Geld auch in den Warenkreislauf gelangt, was derzeit noch nicht der Fall ist.

Wie gesagt, ich selbst stehe auf der Seite der Inflationisten, obschon ich auch die Argumente der Deflationisten verstehe und nachvollziehen kann.

Für meine Haltung habe ich folgende Begründungen:

1. Den grössten Konkurs- und Deflations-Schub hatten wir ab Oktober 2007 als die Immopreise über das Jahr 2008 um gut 40% einbrachen. Dennoch sind in dieser Zeit die Konsumentenpreise nur sehr marginal gesunken (so -0.1% bis -0.2%). Mittlerweile scheinen sich die Preise dort zu stabilisieren und die Zahl der Konkurse nimmt ab. Wenn schon, dann hätte es 2008 eine Deflation geben sollen. Je mehr sich die Lage stabilisiert umso unwahrscheinlicher wird eine Deflation der Konsumentenpreise.

2. Rein intuitiv habe ich Mühe nachzuvollziehen, wie es möglich sein soll, dass Papiergeld gegenüber Waren und Dienstleistungen an Wert gewinnen soll, wo doch Papiergeld in seiner Gesamtmenge weitaus stärker wächst als die produzierte Menge an Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen.

3. Es gibt das gängige Argument, dass Preise dann steigen, wenn die Wirtschaft stark ist, die Nachfrage hoch und somit mehr Rohstoffe benötigt, nachgefragt werden. Ergo steigen die Rohstoffpreise in einer starken Wirtschaft.

Im Umkehrschluss bedeuten Krise und Rezession, dass Rohstoffe weniger nachgefragt werden und deshalb im Preis sinken.

Das ist auf den ersten Blick nachvollziehbar, aber auf den zweiten Blick nicht mehr. Warum? Autos brauchen heutzutage weniger Benzin als in den 70er Jahren. Das ist der technische Fortschritt. Fortschritt bedeutet also nicht zwangsläufig, dass mehr Ressourcen verbraucht werden. Manchmal ist eben auch das Gegenteil der Fall.

Eine starke Wirtschaft, verbunden mit entsprechendem Fortschritt kann also durchaus auch auf Schonung teurer Ressourcen und Energie abzielen. Sprich: Mehr Autos brauchen weniger Benzin.

Beispiele kennen wir aus der Consumer-Electronic: Flachbildfernseher, Handys, DVD-Player, PC's kosten heute bei besserer Leistung weitaus weniger als noch vor 10 Jahren. Das ist auf den Fortschritt der Technologie und der Produktion zurückzuführen. Fortschritt ist also à priori deflationär, nicht inflationär!

Fazit

2010 dürfte kein berauschendes Jahr werden. Allerdings auch kein Katastrophenjahr.

Ich rechne mit einer tendenziellen Seitwärtsbewegung an den Märkten bis März und danach mit einem Absturz der Märkte, abhängig davon, was sich das Wallstreet-Disneyland so alles einfallen lässt.

Derzeit wird die Karte "Wirtschaftserholung" auf allen Fronten gespielt. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass im März die Zinsen erhöht werden, die Märkte in der Folge massiv abschmieren und die Zentralbanken in einer Panik-Aktion die Zinsen kurz darauf wieder senken und die Quantitative Easing Massnahmen wieder aufnehmen.

Das heisst dann konkret: Konstanter Dollar bis März, steigender Dollar danach bei gleichzeitigem Taucher der Märkte und bei erneuter Zinssenkung Bodenbildung der Aktienmärkte und Taucher beim Dollar.

Die FED vollzieht wie jede andere Zentralbank auch eine Gratwanderung:

Behalten sie die Geldausweitung bei, schwächen sie den Wert des bunt bedruckten Klopapiers, das wir als Geld derzeit noch akzeptieren, halten aber nominal die Börsen oben.

Ziehen sie hingegen durch Zinserhöhung Geld von den Märkten ab, stärken sie zwar die Währung, schwächen aber gleichzeitig die Wirtschaft, den Konsumenten und alle anderen Schuldner inklusive Staat.

Schlussfolgerung: Die Zentralbanken werden folgendes tun: Sie werden nach wie vor die Zinsen unten halten (Ausrutscher im März für 2-3 Monate aussen vor) und versuchten, die Schulden ihrer jeweiligen Länder zu vernichten. Gleichzeitig werden sie aber von davon reden, dass ihnen die Stabilität ihrer jeweiligen Währung am Herzen liegt, dass sie ihre Schulden bezahlen werden und …. bla … bla ….

Wir haben also ein Regelsystem mit entweder:

a) steigenden Börsen bei gleichzeitig entwertender Währung

Oder

b) sinkende Börsen bei gleichzeitig steigender Währung.

Für uns, den Anleger zählt beides nicht. Was uns interessiert ist, welche Kaufkraft wir mit unserem sauer ersparten Geld gewinnen oder verlieren.

Sprich: Es macht keinen Sinn, mit $-Investition im Dow nominal 10% zu gewinnen, wenn der Dollar gleichzeitig um 12% abschmiert.

Und wenn der Dow um 12% abschmiert aber der Dollar um 10% gewinnt, macht uns das bei US-Investments genau so wenig Spass.

Natürlich interessiert uns unter dem Strich der Gewinn/Verlust in Schweizer Franken. Was aber, wenn auch der an Wert - sprich: Kaufkraft - verliert?

Fels in der Brandung ist nach wie vor (d.h. seit 5000 Jahren) Gold.

Wenn wir also Aktienpreise und Währungen aus dem Kalkül um die Kaufkraft ausklammern wollen, macht es Sinn, unsere Investitionen in einer neutralen Währung zu betrachten. Einer Währung, die nicht inflationiert werden kann. Einer Währung, der auch keine Schuld gegenübersteht und die neutral ist.

Das heisst, es macht Sinn, z.B. den Dow oder SMI nicht in Dollar oder Franken zu bewerten sondern in Gold:

Dieser Chart ist wichtig! Solange nämlich der Dow gegen Gold fällt, macht es Sinn, in Gold statt Dow zu investieren. Erst wenn der Chart steigt, muss man von Gold in Dow umsteigen. Der Dollar selbst ist in diesem Chart völlig ausgeklammert.

Derselbe Chart längerfristig:

Was sagt uns das? Derzeit kostet der Dow 10 Unzen Gold. (Goldpreis ca. 1000, Dow ca. 10'000).

Der Chart impliziert, dass der Dow in Gold auf dem Weg zu mindestens 4 ist. Das ist die violette Unterstützungslinie.

Ich rechne also damit, dass man den Dow zum Tiefpunkt für 4 Unzen Gold wird kaufen können.

Ob dabei der Goldpreis $2500 beträgt während der Dow bei $10'000 steht oder

Gold bei $1 Mio und Dow bei $4 Mio oder Gold = $1000, Dow $4000 ist irrelevant. Wichtig ist das Verhältnis Dow/Gold.

Egal, wie man zu Gold steht: In dieser Betrachtungsweise - und das ist wichtig - klammern wir den Dollar einfach aus!!! Und wer Gold nicht mag, kann dieselbe Betrachtung auch mit Erdöl, Reis, Schweinebäuchen oder gefrorenem Orangensaft anstellen, wenn er entsprechende Daten/Charts findet.

Deshalb zum Schluss nochmals ein Klassiker:

SMI in Franken …

Und SMI in Gold …

Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches Börsenjahr 2010.

Ich wünsche Euch aber vor allem, dass ihr Euch nicht in nominalen Gewinnen in Dollar, Euro und Franken blenden lasst sondern auch ein Gespür für den wahren Wert der Währungen entwickelt. Ein Gespür dafür, dass es Euch nicht mehr Kaufkraft bringt, wenn ihre einen Gewinn von 10% nominal erreicht habt, wenn andererseits eure Währung 15% an Kaufkraft verliert.

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31.01.2010 16:27
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SMI im Februar 2010

Neuer Thread ist da!

Weiter geht's hier

http://www.cash.ch/node/3894

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31.01.2010 16:23
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SMI im Januar 2010

Der Mann hat es schön Formuliert was viele andere Denken Smile das Szenario wird sich immer und immer wieder ereignen wenn man nicht klare Regeln schaft und sich die Personen auch daran halten.

Was uns zu dieser Einsicht bringt? Ganz einfach, die Immobilienkriese war noch nicht vorbei als die Banken sagten der Weg aus der Kriese bzw. die Verluste wieder wett zu machen liege darin wieder in eben selbes Geschäft zu Investieren weil da schnell sehr hohe Gewinne möglich sind.

Nunja klar ist gelernt hat man aus dem Crash nichts zumindest nicht die Stellen die dafür Verantwortlich sind, und wen ich mir dan aktuelle Beiträge zu CDS Papieren Anschaue so wird mir Angst und Bange sollte diese Blase aber Platzen müssen wir uns keine gedanken mehr machen um unsere Aktien....

31.01.2010 15:56
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SMI im Januar 2010

Der US-Generalinspektor für die Bankenrettung, Neil Barofsky, warnt vor einem neuen Systemversagen

Selbst wenn das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket mit dem Namen Troubled Asset Relief Program (Tarp) das Finanzsystem vor dem Zusammenbruch gerettet habe, sei die Gefahr einer neuerlichen und noch grösseren Krise nicht gebannt. «Ohne eine umfassende Reform fahren wir immer noch auf einer kurvenreichen Gebirgsstrasse, diesmal aber mit einem schnelleren Auto», erklärte Barofsky.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/risiken_rettungspaket_1...

MFG

Sprössling

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

31.01.2010 10:23
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Anti-Raketen-Schildes im Persischen Golf

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/01/31/International/...

Lieferungen von Raketen-Abfangsysteme an mindestens vier arabische Staaten, berichtet die «New York Times».

31.01.2010 01:07
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SMI im Januar 2010

T15 wrote:

was nützt da das militär wenn das volk vor die hunde geht???

Nun, wie wir leider aus der Vergangenheit wissen, braucht man gerade dann eine starke Armee, wenn das Volk vor die Hunde geht. Das war unter Hitler nicht anders als unter Saddam.

31.01.2010 01:00
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SMI im Januar 2010

Denne wrote:

Militärische Dominanz ist wirtschaftliche Dominanz.

Insofern macht das also "Sinn". Letztlich zählt auch heute einzig die Keule.

Historisch kommt der ökonomische Peak meist vor dem militärischen. Stahlproduktion sagt viel über ökonomische Power aus, hier, das haut Euch alle um (Entwicklung anschauen):

http://de.wikipedia.org/wiki/Stahl/Tabellen_und_Grafiken#Stahlproduktion...

30.01.2010 23:35
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SMI im Januar 2010

Naja wie schonmal geschrieben das Problem ist das ein grossteil der Amerikanischen Wirtschaft schon immer aus Rüstungsfirmen bestanden hat.

Und im gegensatz zu anderen Firmen Verkaufen die nur Fahrzeuge oder Ausrüstung wen es auch Krieg gibt also kein Krieg = Keine Kohle = Entlassungen = Noch höhere Arbeitslosigkeit.

Zumal die Industrie auch erkannt hat das sie Aktiv was tun muss wen sie weiterhin Aufträge bekommen will daher ist die Rüstungsindustrie Lobby auch eine der grössten in den USA und auch ein welche die meiste Kohle für die Präsidentenwahl Spendet (natürlich ohne Hintergedanken)

30.01.2010 23:19
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SMI im Januar 2010

T15 wrote:

ok aber macht dies sinn? immer mehr arbeitslose, leute die frustriert sind, evtl. mehr verbrechen... und eine super armee? was nützt da das militär wenn das volk vor die hunde geht???

Militärische Dominanz ist wirtschaftliche Dominanz.

Insofern macht das also "Sinn". Letztlich zählt auch heute einzig die Keule.

30.01.2010 21:19
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T15
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SMI im Januar 2010

Denne wrote:

MarcusFabian wrote:

Das kingt in der Theorie ganz gut, wäre da nicht das Problem, dass die USA langsam aber sicher ihre Industriekapazitäten verlieren:

..und die, die sie noch haben, besonders kreativ nutzen:

ok aber macht dies sinn? immer mehr arbeitslose, leute die frustriert sind, evtl. mehr verbrechen... und eine super armee? was nützt da das militär wenn das volk vor die hunde geht???

30.01.2010 20:06
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SMI im Januar 2010

MarcusFabian wrote:

Das kingt in der Theorie ganz gut, wäre da nicht das Problem, dass die USA langsam aber sicher ihre Industriekapazitäten verlieren:

..und die, die sie noch haben, besonders kreativ nutzen:

30.01.2010 18:47
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The Plunge Protection Team

Die Börsen-Eingreiftruppe des Präsidenten

Angebot und Nachfrage bestimmen an den Börsen die Kurse – solange kein Absturz droht. Sonst greift in den USA das von Ronald Reagan geschaffene Plunge Protection Team (PPT) ein. Diese Gruppe von Spitzenbeamten soll über unerschöpfliche Geldquellen verfügen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Die-Boersen-Eingreiftruppe-des-Pr...

30.01.2010 15:31
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SMI im Januar 2010

Danke gute Charts. Ich sag ja, laaaaaaange Perioden.

Als der Dollar von dann mal auf 1.6 war und wieder auf 2.8 stieg, meinten viele er werde wieder zur "alten Stärke" finden und stiegen wieder ein. Viel zu spät natürlich. Denn dann ging es nur noch bergab. Oder doch nicht, aha, nein als man schon von 1:1 Parität sprach ging es dann wieder auf 1.80. Und schon gab es Stimmen die von 4.00 sprachen!

Was ist nun zu erwarten. 1:1 ist vorbei, kommt jetzt wieder 1.60, 1.80 oder sogar 2.00

Wer weiss das wirklich? :roll:

30.01.2010 11:50
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SMI im Januar 2010

CrashGuru wrote:

Also Leute, immer realistisch bleiben. Es gibt laaaaange Phasen bei allen Devisen. Aber beim Dollar ging es fast immer nur bergab, langfristig betrachtet. Vielleicht gibt es ja auch mal einen Chart, der die letzten 30-40 Jahre abdeckt

Quote:

Am 23. August 1971 fiel der Dollar erstmals unter 4 Franken, als die Dollar-Gold-Parität aufgehoben wurde. Im Juni 1973 fiel die US-Währung unter 3 Franken, Anfang 1978 unter 2 Franken, bevor er sich Anfang der 80er Jahre erholte und im Februar 1985 wieder auf 2,90 Franken stieg.

http://www.swissinfo.ch/ger/index/Dollar_erstmals_billiger_als_Franken.h...

Div. historische Charts: http://stockcharts.com/charts/historical/

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.01.2010 09:38
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SMI im Januar 2010

Vielleicht so als "Augenöffner" für einige Ungläubige:

Ich habe einmal vor laaaanger Zeit Dollar für 3.80 CHF gewechselt!

Nach einigen längere Jahren danach (so ein Jahrzehnt) hatte ich einen durchschnittlichen Dollarpreis auf meinen (Obligantionen) Investments von 2.38 CHF !! Dazu aber passend eine Oblirendite von über 8%.

Wenn ich nun mein Dollarengagement in den letzten 35 Jahren betrachte, so kann ich sagen, dass ich trotz dem Schrottpreis des Dollars heute, durch die Zinsen auf einem durchschnittlichen Ertrag (nach Steuern!) von 5,X % gelandet bin. Trotz oder inkl. der Realisierung des Dollarverlusts beim Restverkauf aller Dollars vor einigen Monaten zu 1.155 (Devisentermingeschäft vor einem Jahr)

Mehr aber auch nicht. Und nur dadurch, dass ich immer bei Hochzinsphasen einsteigen konnte.

Also Leute, immer realistisch bleiben. Es gibt laaaaange Phasen bei allen Devisen. Aber beim Dollar ging es fast immer nur bergab, langfristig betrachtet. Vielleicht gibt es ja auch mal einen Chart, der die letzten 30-40 Jahre abdeckt

N.B. bei NZ$ und Südafrikanischen Rand - Oblis war das nicht möglich. NZ$ war mal sehr + momentan aber im Minus, trotz Coupons von 6,X %. Südafrika tief im - trotz Coupons von früher 13%, heute 8,X %. Solange ich nicht in CHF wechseln muss sind es nur virtuelle Verluste, über den Coupon kommen immer noch (magere) 2-3% raus.....

30.01.2010 02:36
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SMI im Januar 2010

Im Prinzip - d.h., wenn wir mal Staatsbankrotte und andere Katastrophen ausser Acht lassen - ist die freie Marktwirtschaft ein stabiles Regelsystem:

Wenn der Dollar gegen den Franken sinkt, bedeutet das, dass die US Exportindustrie einen Vorteil gegenüber der CH-Konkurrenz hat. Entsprechend exportiert USA mehr, CH weniger und somit werden mehr Dollars und weniger Franken nachgefragt. Der Dollar steigt also und der Franken sinkt und so pendelt sich alles wieder ins Lot.

Das kingt in der Theorie ganz gut, wäre da nicht das Problem, dass die USA langsam aber sicher ihre Industriekapazitäten verlieren:

... bzw. zu Gunsten eines unproduktiven Beamtenapparates verliert:

30.01.2010 02:13
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SMI im Januar 2010

Man kann das eh nicht Pauschalisieren es gibt einfach leute die sehen den USD in nächster Zeit steigen kann schon gut sein er ist auch die letzten 10 Jahre gefallen wie Blöd I-m so happy aber die Gründe dafür sind 100% nicht das gestiegene Vertrauen in die Amerikanische Wirtschaft.

Ein Grund ist die NB, die 100% wieder ein wenig mitgemischelt hat bei der ganzen Sache und in 3-4 Monaten dan nachträglich das ganze auch noch bestätigt.

Wen der USD Brach liegen würde wäre die Exportwirtschaft davon Betroffen den in die USA wandert noch so ziemlich viel was in der Schweiz Produziert wird.

Und jo Smile Gold oder nicht Gold ist hier wohl nicht die Frage, es ist nur Logisch das man Geld jederzeit nachdrucken bzw. vermehren kann.

Gold hingegen ist beschränkt vorhanden und daher Wertvoll und wird es in meinen Augen auch bleiben, es gibt evlt. eine Umverteilung des Goldes aber das Plötzlich Riesige Goldvorkommen zu Tage kommen oder die Fördermethoden Revolutioniert würden damit der Goldpreis nochmals Einsackt daran glaube ich nicht.

30.01.2010 01:45
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SMI im Januar 2010

10 Jahre?

Das relativiert irgendwie die Aussage, dass der Durchbruch von USD/CHF über 1.05 auf sagenhafte 1.06 eine Trendwende in der amerikanischen Schuldenpolitik eingeläutet und das Vertrauen ins Land der unbegrenzten Burger gefestigt hat Wink

30.01.2010 01:40
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@ MF:

Vielleicht sollte man mal ganz einfach einen mittel- oder langfristigen Goldchart hier reinstellen? Exklusiv für Orangebox? Lol

30.01.2010 01:36
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Ramschpapierhaendler wrote:

Klar war es geschickt, während dieser Zeit auf einen steigenden $ zu setzen.

Hat er nicht. Aber es sieht immer cool aus, wenn man einen Chart druckt, der just vom letzten Tief zum letzten Hoch (oder umgekehrt) läuft.

Dann behauptet man, man wäre just zu diesem Startpunkt long/short eingestiegen und hofft auf ein paar Idioten, die einem den Quatsch abnehmen.

Leider finde ich die Postings nicht mehr, wo er General Motors oder Chrysler, Ford und ähnliches zum Kauf empfohlen hat.

30.01.2010 01:30
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Green Shoot wrote:

Stefan Keitel Chief Investment Officer bei der CS:

"Die Korrekturperioden sind gute Kaufgelegenheiten für die, die die Rally in 2009 verpasst haben.

Hierzu ein ähnlicher Text:

Quote:

Korrekturtage bzw. -phasen sind die besten Gelegenheiten die besten Qualitätsaktien zu einem günstigen Preis zu kaufen, ... oft sind solche Korrekturphasen die letzte Möglichkeit diese Aktien zu einem Diskontpreis zu erwerben. Die Realität ist, dass z.B. die meisten Top Qualitätsaktien derzeit im Kurs um zig-Prozentpunkte über den Tiefstkursen vom xx.xx.xxxx liegen, d.h. man ist nach wie vor kräftig im Plus wenn in der Augustkorrektur gekauft hat.

Zeiten dieser Art ‘zwingen’ geistig viele Anleger ihre Aktien zu verkaufen, da eine gewisse Hoffnungslosigkeit besteht, und man denkt, dass man alles verliert und Aktien auf Null gehen. In solchen Zeiten braucht man auch kein Hero sein, und ins fallende Messer greifen, sondern man wartet den Washout ab, d.h. bis die Kurse einen gewissen Boden erreicht haben.

Hier ist ein Reality Check: Der Dow ist nach wie vor ca. 2,7% für’s Jahr im Plus, und der Nasdaq ist ca. 6,1% im Plus; nur der S&P500 ist am Mittwoch für’s Jahr ins Minus geschlittert. Und dieser November war bisher der schlechteste November seit vielen Jahrzehnten. Es wird viel von einer Rezession gesprochen und man erwartet sich eine schlechte Wirtschaftslage, ... aber das meiste davon ist nur Hype durch die Medien. Die unterliegende Wirtschaft in den USA, in Asien, Australien, und in vielen Teilen Europas ist nach wie vor extrem stark und hat genügend Momentum. D.h., derzeit ist die weder die U.S. Wirtschaft noch die globale Wirtschaft schlecht, sondern sogar besonders gut.

Klingt logisch oder?

Hier der DJ-Chart, der dieser Analyse zugrunde liegt:

Also alles einsteigen und kaufen!!!! LolLolLol

Oder doch nicht?

Was ich noch nicht erwähnt habe: Die Analyse stammt von 22. November 2007 und die ganze Geschichte seither sieht so aus:

Quelle der oben zitierten Lachnummer: http://www.be24.at/blog/entry/11578/blutbad-oder-kaufgelegenheit-reality...

30.01.2010 01:15
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MarcusFabian wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Komisch, dass du deinen Schrott immer wieder wiederholst, obwohl ich dich schon mal darauf aufmerksam gemacht habe und du mir schon damals recht geben musstest.

DAs musst Du jetzt relativieren. Wir haben schon oft festgestellt, dass orangebox in einem sehr engen Zeithorizont handelt. Für einen Daytrader mag es durchaus sinn machen auch einen Bärenmarkt zu kaufen oder einen Bullenmarkt zu shorten.

Wer also im November Dollar gekauft und im Dezember Gold verkauft hat, hat bis jetzt nichts falsch gemacht.

Ich relativiere das insofern, dass ich damit nur den Goldpreis gemeint habe. Orangebox weiss das. Klar war es geschickt, während dieser Zeit auf einen steigenden $ zu setzen.

Seltsam finde ich, dass Orangebox immer an Tagen vom "Verlierer Gold" spricht, an denen Gold steigt. - Na ja, das muss ich jetzt auch relativieren: So seltsam ist das auch wieder nicht. Schliesslich steigt der Goldpreis häufiger als er sinkt. Wink

30.01.2010 01:02
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Stefan Keitel Chief Investment Officer bei der CS:

"Die Korrekturperioden sind gute Kaufgelegenheiten für die, die die Rally in 2009 verpasst haben.

http://www.nzz.ch/finanzen/webtv/impulse_januar_10_1.4431278.html?video=...

Lustigerweise habe ich erst angefangen Geld zu verdienen, als ich aufgehört habe, auf diese gut formulierten Experteneinschätzungen zu hören.

MFG

Sprössling

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

30.01.2010 00:48
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Ramschpapierhaendler wrote:

Komisch, dass du deinen Schrott immer wieder wiederholst, obwohl ich dich schon mal darauf aufmerksam gemacht habe und du mir schon damals recht geben musstest.

DAs musst Du jetzt relativieren. Wir haben schon oft festgestellt, dass orangebox in einem sehr engen Zeithorizont handelt. Für einen Daytrader mag es durchaus sinn machen auch einen Bärenmarkt zu kaufen oder einen Bullenmarkt zu shorten.

Wer also im November Dollar gekauft und im Dezember Gold verkauft hat, hat bis jetzt nichts falsch gemacht.

30.01.2010 00:37
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Denne wrote:

Am Schluss wovon?

von Amerika? Lol

30.01.2010 00:37
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orangebox wrote:

USD/CHF 1.06 +0.72%

Wer auf Euro oder Gold seit Dezember bez November gesetzt hat schaut jetzt ziemlich doof aus der Röhre.

Du kannst deinen Bullsh... noch so oft wiederholen und so gross schreiben wie du willst. Richtiger werden deine Aussagen nicht.

Für jeden nachvollziehbar:

Das kg Gold ist in den letzten 3 Monaten von ca. CHF 34'500 auf CHF 36'800 gestiegen und hat alleine heute wieder 0.2% zugelegt.

Komisch, dass du deinen Schrott immer wieder wiederholst, obwohl ich dich schon mal darauf aufmerksam gemacht habe und du mir schon damals recht geben musstest. Du blendest offensichtlich die Realität aus, was mir grosse Sorgen bereiten würde, wenn du mein Portfolio verwalten würdest. Zum Glück mach ich das aber immer noch selbst. Lol

30.01.2010 00:23
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orangebox wrote:

Am Schluss dumm aus der Wäsche wird Europa schauen

Am Schluss wovon?

29.01.2010 22:48
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Die technischen Unterstüztungen wollen gesucht und gefunden werden. Es beginnt mit Gewinnmitnahmen und setzt sich fort in eine Korrektur welche durch zeitlich umpassend schlechte Nachrichten ausgelöst wird. Dies führt zu weiteren Gewinnmitnahmen. Die negativen Nachrichten werden mit Analysten und medialen Produkten weiter hochgepuscht und dies führt dann zu weiteren Glatstellungen. Danach kommen noch wichtige angeblichen Unterstützungslinien welche durch die Abwärtsbewegung gebrochen werden was zu weiteren Verkäufen führt. Nun sind auch die Leute welche noch einige Prozente spatzig hatten im Minus und retten sich an das vermeintlich rettende Ufer. Weitere mutmassliche Unterstützungsmarken werden dadurch gebrochen und langsam kommmt Panik auf... Das gleiche funktioniert natürlich auch umgekehrt. Die Aspekte für die Hausse-Geschichte darf sich jeder selbst zusammen reimen.

29.01.2010 22:37
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SMI im Januar 2010

Es hat sich nichts geändert, nur für uns Spekulanten kann halt die Welt nach einer Woche anders aussehe, in der Wirklichkeit ist dies nicht so, da brauchen Veränderungen viel länger.

Aber endlich haben wir die Korrektur von der wir so lange geredet haben, nur haben wir natürlich ein Problem da kommen primär ausgezeichnete Unternehmensnachrichten und auch die Ausblicke sind

nicht schlecht und dazu gesellen sich noch gute Wirtschaftsnachrichten, wie kann da die Börse fallen?

Ist doch nicht logisch, aber eben Börse und Logik sind zwei paar Schuhe.

Aber mittelfristig kommen die Fundamentels immer zum Tragen, daher sollte sich keine wirtschaftliche Abschwächung am Horizont auf tun, werden wir es in einigen Monaten als günstige Einstiegsmöglichkeit in Erinnerung halten.

Kurzfristig sind halt weiter Korrekturen nicht aus zu schliessen, daher ist eben im Moment Cash King, um dann bei technisch wieder besseren Bedingungen zu zu schlagen.

Und manchmal ist eben Geduld gefragt an der Börse.:wink:

Ich hole es mir zurueck, du verdammtes Biest!

29.01.2010 22:35
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Re: Rezession in China absehbar!

Friederich wrote:

Solch eine kleine Erholung, die wir in letzter Zeit erlebt haben, gab es auch nach dem Crash von 1929.

Was für einen Quatsch erzählst du da?

Von 4'234.96 auf 6'666.45 nennst du kleine Erholung.

Du solltest dich echt pensionieren lassen :shock: :!: :twisted:

29.01.2010 22:30
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Re: Rezession in China absehbar!

freebase wrote:

Zuflaufs Prognose: 2011 oder 2012 Rezession in China. «Das wird dann für die Welt sehr ungemütlich, weil es einen zweiten deflationären Schlag versetzen wird.»

quelle cash

Könnte fast von mir stammen Lol Solch eine kleine Erholung, die wir in letzter Zeit erlebt haben, gab es auch nach dem Crash von 1929.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

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