SMI im Januar 2011

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31.12.2010 08:34
#1
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SMI im Januar 2011

Wie immer zum Jahreswechsel, wird dies ein Jahresausblick auf das ganze Jahr 2011 und nicht - oder nur am Rande - ein Ausblick auf den Januar.

Entsprechend interessiert auch weniger der Rückblick auf meine Aussagen für den Dezember (für die ich notabene von in_god_we_trust gute Noten erhalten habe) als vielmehr die Prognosen aus dem letztjährigen Thread SMI im Januar 2010

Rückblick 2009

Damals schrieb ich:

Wie dem auch sei: Meine Prognose lautet: Steigende Kurse bis maximal Mitte Januar. Danach Seitwärtsbewegung bis Ende März und dann Taucher.

Ob dabei die Tiefs von März 2008 unterschritten werden, hängt davon ab, ob die FED tatsächlich - wie angekündigt - ihre QE Massnahmen per März herunterfährt und ob und wie weit die Zinsen am kurzen Ende erhöht werden.

Vergleichen wir das mit der Realität:

Zwar hatten wir steigende Kurse nicht nur bis Mitte Januar sondern eine Rally im Februar aber der Taucher ab Ende März war ein Treffer.

Andere Prognosen:

chateauduhartmilon hat Folgendes geschrieben:

habs ja immer gesagt Dow in 10 Jahren bei 100'000

wer etwas anderes glaubt ist ein elender Depp

Lol

Sowie:

orangebox hat Folgendes geschrieben:

Meine Perspektiven:

Erstarkung des Dollars und die USA wird der europäischen weit voraus sein.

Dh für 2010

Starke Korrektur beim Gold

Starke Schwächung des Euros

Starker Dollar

Die Schwächung des Euros hatten wir tatsächlich.

Allerdings auch eine weitere Schwächung des Dollars und die starke Korrektur beim Gold blieb aus.

Gold stieg dieses Jahr 16% in Franken, 25% in Dollar und 37% in Euro.

Meiner Meinung nach am besten getroffen hat es Marc Faber in diversen Interviews im Januar 2010. Gefragt nach der Entwicklung des S&P 500 hat er gemeint, es gäbe wohl ein Nullsummenspiel, maximal +5% per Ende 2010

Wo stehen wir?

Die meisten von uns interessieren sich für Aktien. Namentlich für Schweizer Aktien. Staatsanleihen gelten allgemein als langweilig und stossen kaum auf Interesse.

Es ist allerdings ein grosser Fehler, den Bond-Markt zu vernachlässigen, denn dort spielt die Musik! Der Bond-Markt ist etwa doppelt so gross wie der Aktienmarkt und wer einigermassen verlässliche Aussagen über den Aktienmarkt machen will, kommt nicht darum herum, den Bond-Markt gut zu beobachten.

Warum?

Aus Sicht eines Managers einer US Pensionskasse mit $500+ Mrd. im PF und dem Zwang, innerhalb der USA zu investieren, gibt es nur zwei Märkte: Bond-Markt und Aktien-Markt:

Steigen die Zinsen, ist das für Aktien bekanntlich Gift, macht allerdings Bonds wieder attraktiver. Entsprechend werden Aktien verkauft und Bonds gekauft.

Sinken die Zinsen, passiert entsprechend das umgekehrte und Bondvermögen werden wieder in Aktien umgeschichtet.

Bond-Investoren können also in aller Gemütsruhe den langjährigen Inflationszyklen folgen.

Die entscheidende Frage, die wir uns im Moment also stellen müssen lautet:

Werden die Zinsen steigen oder fallen?

Märkte laufen der tatsächlichen Entwicklung entsprechend der Erwartungen meist voraus. Das gilt für Bond- und Rohstoffmärkte genau so wie für die Aktienmärkte. Wenn wir also die Frage beantworten können, ob die Märkte eher von steigenden oder fallenden Zinsen ausgehen, können wir daraus ableiten , ob Aktien steigen oder fallen werden.

Unglücklicher Weise gibt es (oder gab es bis vor kurzem) zwei Märkte, die sich hier widersprechen. Staatsobligationen und Gold:

Bei steigenden Zinsen, fallen die Kurse von Staatsobligationen und deren Renditen steigen. Wir hatten zwar sinkende Kurse / steigende Zinsen im Fall von Griechenland, Irland etc. aber wenn wir uns auf die USA konzentrieren, so stiegen die Kurse für Treasuries oder blieben zumindest Konstant.

Entsprechend sanken deren Renditen:

Hier die Renditen der 10-jährigen US Treasuries.

Und nochmals zur Erinnerung: Sinkende Renditen dieses Charts bedeuten im Umkehrschluss steigende Preise für die Bonds!

Wir hatten in den letzten 5 Jahren also tendenziell sinkende Renditen = steigende Preise bei Staatsanleihen.

Das bedeutet, dass der Markt von weiter sinkenden Zinsen ausgeht ==> Deflation!

Betrachten wir demgegenüber den Goldpreis über die letzten 5 Jahre:

Gold steigt bei Unsicherheiten in den Märkten. Es steigt, wenn die realen Renditen von Anlagen negativ werden, wenn der Markt von verfallenden Währungen ausgehen und die Aussichten der Aktienmärkte als negativ beurteilen.

Wenn die Dividenderenditen von Aktien unterhalb der erwarteten Teuerung liegen, bzw. die Zinserträge auf Staatsanleihen unter die Teuerung sinkt und somit real ein Verlust entsteht, wird Gold als Ersatzwährung interessant, obschon es keine Dividenden zahlt: Denn es garantiert den Werterhalt, die Kaufkraft des Kapitals.

Die Aussage des Goldcharts lautet also, dass der Markt von steigenden Zinsen, von Teuerung ausgeht ==> Inflation

Also was nun? Die Staatsanleihen sagen Deflation, die Rohstoffpreise (nicht nur Gold!) sagen Inflation voraus.

Einer von beiden lügt! Nur wer?

Nun, betrachten wir die Renditen der 10yr Treasury Bonds mal durch die Lupe der letzten paar Monate:

Wir können wohl behaupten: Wenn die Renditen über 40 bp (also 4%) steigen, dürfte der langjährige Abwärtstrend gebrochen sein. Dann wären die Treasuries als "Lügner" enttarnt und ein Abverkauf der Bonds - entsprechend mit steigenden Zinsen - wäre die unmittelbare Folge, das Deflations-Szenario definitiv vom Tisch!

Wir können auch fundamental argumentieren: Wer - bitteschön - ausser der FED ist motiviert, dem amerikanischen Staat 10-jährige Kredite zu 3.37% Zins zu geben, wenn Gold in Dollar dieses Jahr um 25%, im Schnitt der letzten 10 Jahre um 16% p.A. gestiegen ist?

Die letzten Verkaufsauktionen der US-Treasuries sind nur deshalb erfolgreich verlaufen, weil die FED die Treasuries aufgekauft hat. Die FED druckt also Geld, um mit diesem Geld die US Staatsschulden aufzukaufen. Dadurch deren Preise zu erhöhen und entsprechend die Renditen, die Zinsen zu senken.

Der Kursverlauf bei den Renditen der 10-jährigen von 2.4% auf 3.4% seit Anfang Oktober, könnte also - muss nicht, aber könnte - eine Warnung sein, dass sich die Hausse der US Staatsanleihen trotz QE Eingriffen der FED dem Ende nähert. Dass also die Welt nicht weiter bereit ist, die US-Schulden zu diesem geringen Zinssatz zu finanzieren.

Weitere Indizien dafür, dass wir eher Teuerung denn sinkende Preise erhalten werden, ergeben sich aus den steigenden Rohstoff- und Lebensmittelpreisen. Vor allem seit Juni 2010.

Hier ein 3-Jahres Chart:

Wir sehen hier einen Anstieg der Lebensmittelpreise um 51.8% seit Anfang 2008, wobei der grösste Anstieg erst seit Juni 2010 erfolgte.

Das ist eine klare Aussage für Inflation!

Die Auswirkungen steigender Rohstoff- und Lebensmittelpreise sind bei uns, in der Schweiz, in Europa, in den USA, noch nicht richtig spürbar. Das liegt teilweise sicher daran, dass wir nur einen relativ geringen Prozentsatz unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen.

Etwas dramatischer ist es in den "Emerging Markets", wo die Teuerung 2010 wie folgt aussieht:

China (5.1%), Brasilien (5.6%), Türkei (7.3%), Argentinien (11.1%), Indien (11.4%).

(Quelle: http://ablog.typepad.com/keytrendsinglobalisation/2010/12/inflation-and-commodity-prices.html)

Hinzu kommt, dass wir unsere Inflation in eben diese Länder exportieren:

Was heisst das, "Inflation exportieren"?

(http://de.wikipedia.org/wiki/Importierte_Inflation)

Der Dollar- und Euro-Raum werden von Investoren mehr und mehr gemieden. Zu gross die Unsicherheiten über die Gelddruckerei der FED einerseits und der Unsicherheit über die PIIGS-Staaten und den Euro andererseits.

Das Kapital sucht sich also andere Investitionsmöglichkeiten. Gefragt sind mehr und mehr Anlagen in den BRIC Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China).

Entsprechend fliesst viel Geld aus den USA, Europa, Japan in diese Länder. In den BRIC Staaten sorgt dieses zusätzliche Geld für Teuerung ("importierte Inflation"). In den USA, EU, Japan haben wir allerdings kaum Teuerung, da das Geld ja nicht hier ausgegeben wird sondern in den BRIC Staaten.

Man kann den letzten Abschnitt auch noch einfacher, anschaulicher, primitiver und dennoch korrekt so zusammenfassen:

Die Chinesen liefern Waren in die USA, die Amis liefern im Gegenzug Dollars nach China.

Die Geldmenge in den USA nimmt ab, während die Warenmenge zunimmt ==> Deflation (bzw. nur geringe Inflation)

In China nimmt die Geldmenge zu und die Warenmenge ab ==> Hohe Inflation

Da sich die chinesische Regierung/Zentralbank beharrlich weigert, den Renminbi vom Dollar abzukoppeln und steigen zu lassen, ist sie weiterhin gezwungen, die Geldmenge analog der FED zu erhöhen. Schliesslich wollen die chinesischen Firmen ihre Dollareinkünfte ja in Yuan umtauschen können. Entsprechend muss die chinesische ZB genügend Yuan zur Verfügung zu stellen, was zum Teil die Inflation in China anheizt.

Eigentlich müsste die chinesische Zentralbank den Renminbi von Dollar entkoppeln, um die Teuerung in den Griff zu kriegen. Das wird von den USA auch schon seit Jahren gefordert.

Aber die Chinesen hätten dann drei Probleme:

1. Die Teuerung in China ist nur zum teil importiert: von den 5.1% Teuerung entfallen 11.7% auf steigende Lebensmittelpreise und nur 1.9% auf nicht-Lebensmittel-Preise. Die Steigerung der Lebensmittelpreise in China ist allerdings garantiert keine aus den USA importierte Inflation sondern eher ein intern-chinesisches Problem von Angebot und Nachfrage.

2. Im gleichen Masse wie sich der Dollar gegenüber dem Renminbi verbilligt, verlieren die US-Assets der Chinesen auch an Kaufkraft. Das wollen die Chinesen natürlich - und verständlicher Weise - verhindern. Ideal-Lösung aus chinesischer Sicht wäre es demnach, erst die US-Assets zu verkaufen, um erst dann den Renminbi frei floaten zu lassen.

3. China dürfte das Beispiel Japans schwer im Magen liegen. Japan gab 1985 dem Druck der USA nach und wertete den Yen gegenüber dem Dollar auf. In der Folge gab es eine enorme Nachfrage nach Yen und massenhaft ausländisches Kapital blähte die Immobilienblase in Japan auf. Bis Februar 1987 hatte sich der Wert des Yens verdoppelt und die japanische Wirtschaft stürzte in eine Rezession aus der sich Japan bis heute noch nicht erholt hat.

Fazit:

Steigende Rohstoffpreise, steigende Lebensmittelpreise, steigende Geldmenge, steigender Goldpreis, steigende Steuern, steigende Gesundheitskosten, steigende Krankenkassen-Prämien und neuerdings auch steigende Zinsen bei US-Staatsanleihen sprechen alle dieselbe Sprache: Die Chance auf Inflation, auf Teuerung ist weitaus grösser als die Chance auf Deflation, sinkende Preise.

Ist also die Gefahr einer Deflation gebannt?

Die Antwort: Kommt drauf an:

Das Argument der Deflationisten lautet, dass Geld bei Konkursen oder Abschreibungen vernichtet wird:

A schuldet B eine Million, A kann nicht zahlen und macht Konkurs. B muss die Million abschreiben. Die Million wurde vernichtet und ist aus dem Geldkreislauf und den Büchern verschwunden.

Wenn also mehr Geld durch Konkurse vernichtet wird als die Zentralbanken neues Geld drucken können, dann haben wir per Definition eine Deflation. Und tatsächlich hatten wir eine kurze Periode fallender Preise in den USA gegen Ende 2009:

In Zahlen ausgedrückt: Innert kürzester Zeit wurden Vermögenswerte von etwa $12 Billionen vernichtet. Mittlerweile dürften es $14 Billionen sein. Demgegenüber wurden bis Ende 2009 "nur" $8.6 Billionen neu gedruckt. Mittlerweile sind es etwa $13.6 Billionen.

Das Wettrennen zwischen FED und Deflation hat - wie nicht anders zu erwarten - die FED für sich entschieden. Und wir sehen wie erwähnt bereits wieder die unangenehmen Auswirkungen steigender Preise.

Erstaunen kann uns das nicht, denn Gelddruckerei erfolgt heutzutage elektronisch und innert Sekunden. Die FED könnte also jederzeit eine Billion, Billiarde, Quadrillion oder Phantastilliarde an Dollars drucken.

Eine Deflation wird es also in Papierwährung gerechnet niemals geben! Unmöglich!

Zur Beruhigung der Deflationisten sei allerdings angemerkt: In Gold gerechnet haben wir bereits seit einigen Jahren eine Deflation. Aber da kaum jemand Gold besitzt und niemand mit Gold einkaufen geht, hat das bisher auch noch niemand gross gemerkt. Blum 3

Prognose 2011

Vor einem Jahr, beim Erstellen der Prognose für 2010, gab es einen grossen Unsicherheitsfaktor: Würde die FED Quantitative Easing weiter betreiben (und wenn ja, in welchem Umfang) oder sogar ihr Versprechen wahrmachen und die Zinsen anheben und Geld vom Markt nehmen? Ich habe schon damals - berechtigt - über diese letzte Annahme gelächelt.

Die Prognose für 2011 ist vergleichsweise einfach, denn wir wissen nun, dass die FED jederzeit wieder die Druckerpresse anwerfen wird, wenn sie meint, dass es die Situation erfordert.

Das Rezept ist simpel: "Versuche die Wirtschaft in Gang zu halten, indem Du Geld druckst. Und wenn das nicht klappt, dann drucke halt einfach mehr Geld."

Weitestgehend vom Tisch ist deshalb auch die Befürchtung einer Deflation. Sowohl im monetären Sinne (Schrumpfung der Geldmenge) als auch im Sinne sinkender Preise. Der Bondmarkt hat - wie oben festgestellt - seine Antizipation sinkender Zinsen fallen lassen und stellt sich auf höhere Zinsen ein.

Kombinieren wir das alles, ergeben sich sehr negative Aussichten für die Aktienmärkte 2011!

In Gold gerechnet hat der SMI im ablaufenden Jahr 2010 etwa 21% verloren und dabei im November bereits kurz die Tiefs vom März 2009 unterschritten. Der Abwärtstrend bei Aktien wird sich verstärken. Zwar werden die Kurse nominal auch weiterhin durch den Wertverfall der Währungen aufgefangen aber auch in Franken und Dollar glaube ich nicht, dass die Aktienkurse von SMI und Dow das aktuelle Niveau auch nur annähernd werden halten können. Tendenziell etwa 10-20% tiefer als heute, so mein Tipp. Mindestens 20-25% tiefer in Gold gerechnet.

Begründungen:

• Wir zahlen höhere Steuern (MWST) und Krankenkassenbeiträge. Das entzieht dem Konsumenten Kaufkraft. Der Konsum wird also abnehmen und somit die Gewinne der Unternehmen.

• Rohstoffpreise, Lebensmittelpreise und Ölpreis haben dieses Jahr schon massiv angezogen und werden es weiter tun.

• Hinzu kommen tendenziell steigende Zinsen, die die Kassen der Unternehmen belasten. Dies, gepaart mit dem abnehmenden Konsum bedeutet, dass die ersten Gewinnwarnungen ab April nicht lange auf sich warten lassen werden.

• Die Bond-Anleger werden weiter verunsichert: Die Mär vom "sicheren Hafen der Staatsanleihen" beginnt langsam zu bröckeln und diese Tendenz wird weitergehen. 2010 haben wir begonnen über mögliche Staatsbankrotte von Griechenland oder Irland zu spekulieren. 2011 werden wir auch Grossbritannien, Portugal und Spanien mit den gleichen Befürchtungen bedenken und uns die Frage stellen, wer die denn "bailouten" soll! Vielleicht wird man auch schon damit beginnen, über Schuldenerlasse in grösserem Stil nachzudenken. Das alles wird die Zinsen der Staatsanleihen generell nach oben treiben.

• Steigende Zinsen bei Staatsanleihen bedeutet als direkte Konsequenz niedrigere Aktienpreise und steigende Hypotheken. Letzteres dürfte dem bereits angeschlagenen US Immobilienmarkt einen weiteren schweren Tiefschlag verpassen und in der Folge natürlich auch der Finanzindustrie.

In diesem Umfeld ist alles zu meiden, was mit Finanzen oder US-Immobilien zu tun hat. Also strong Finger weg von Banken und Versicherungen!

Demgegenüber werden Rohstoffe, und Energie zu den Gewinnern gehören. Der Renner dürfte wohl die Agrarindustrie sein.

Das Zauberwort 2011 heisst Inflationsschutz. Entsprechend gehört das eine oder andere Goldvreneli oder ein Silberbarren in jedes vernünftige Portofolio. Das gilt insbesondere für jene Trader, die 2010 weniger als 10% Gewinn gemacht haben.

An der Währungsfront wurde zuletzt der Euro abgestraft. Ich rechne damit, dass als nächster Kandidat der Schweizer Franken dran kommt. Die SNB hat ja über die Medien in den letzten Wochen genügend Panik betreffend dem "zu starken" Franken publizieren lassen. So etwas macht mich mittlerweile verdammt misstrauisch!

Meine Prognose: Die SNB wird in den nächsten 2 Monaten den Franken gezielt schwächen. Vermutlich indem sie Euros und/oder Dollars kauft. Für den exakten Einstiegspunkt achte man auf Artikel in NZZ, Tagi, Blick im Stil: "Die SNB steht für einen stabilen Franken". Genau solche Statements werden das Startsignal sein, Short im Franken zu gehen!

Danach dürften der Dollar die nächste Abwertungsrunde einläuten, wieder gefolgt von Euro … etc.

Generell: Achtet darauf, wenn Politiker etwas sagen, wonach sie gar nicht gefragt wurden.

Ganz im Stil: Wenn Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz wörtlich sagt:

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten! (s. auch http://www.youtube.com/watch?v=_h1KD1N_G08 ), dann ist es an der Zeit, Long in DDR-Betonindustrie zu gehen. Blum 3

Achtet also auf Sprüche von Politikern und interpretiert sie ins Gegenteil:

Bernanke/Geithner: "Wir stehen für einen starken Dollar" ==> "die nächste Dollarabwertung folgt demnächst"

Merkel: "Es wird keine weiteren Hilfsmassnahmen für Staaten auf Kosten des deutschen Steuerzahlers geben." ==> "Short Euro: Der nächste Wackelkandidat hat schon angefragt und wir werden überweisen."

In diesem Sinne haltet eure Holzaugen weiterhin wachsam!

Happy Trading

Marcus

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02.02.2011 02:17
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SMI im Februar 2011

Etwas später als sonst - Sorry - aber jetzt ist er da:

SMI im Februar 2011

Weiter geht's hier: http://www.cash.ch/node/4580

Thread Closed!

01.02.2011 21:59
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SMI im Januar 2011

Nützt eigentlich nichts wenn der Index Smi steigt und

in der Aktie in der du steckst nicht. Lol

Man sagt immer langweiliger Seitwärtstrend aber wenn

man zurückblickt hätte man auch so sehr viel Geld machen können seit anfangs Jahr.

Transocean +17,17%

Syngenta +13.53%

geschweige denn von Finanzwerten:

Ubs +13.03%

Cs +12.82%

Swiss Re +9.24%

Da müssen die Goldhändler ganz schön ruhig bleiben. Lol

Alles wird gut

01.02.2011 21:06
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SMI im Januar 2011

Zurzeit eher Nachkaufen, wenn die 6630 durchbrochen werden dann kanns gegen 7000 gehen!

5 Anläufe hatten wir schon, nun wird es zeit dies zu schaffen, und dadurch das Nestle und Novartis auch wieder mehr Potenzial nach oben haben stehen die chancen gut!

Der DOW macht im Moment auch mit...hoffen wir doch morgen auch auf einen ähnlich guten Tag wie heute!

Der frühe Vogel fängt den Wurm!!

01.02.2011 21:05
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SMI im Januar 2011

fritz wrote:

Ja, was denn jetzt? Besser Gewinnmitnahmen oder Nachkaufen?

Aber wenn du Nachkaufen empfiehlst, rechnest du doch noch mit einer länger dauernden Rally, bei Gewinnmitnahmen nicht...

Gruss

fritz

längerfristig lässt sich momentan nichts einschätzen, daher setzte ich momentan auf klassiches Swingtrading.

Unten Nachkaufen, oben Gewinn mitnehmen. Sell-Stopps immer knapp unter dem Trendkanal.

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

01.02.2011 20:48
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SMI im Januar 2011

Green Shoot wrote:

solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Green Shoot wrote:

und Updays nutzen für Gewinnmitnahmen ist sicher auch keine schlechte Idee...

Ja, was denn jetzt? Besser Gewinnmitnahmen oder Nachkaufen?

Ich weiss schon, dass es auf die persönliche Strategie und den Einstiegspunkt ankommt. Aber wenn du Nachkaufen empfiehlst, rechnest du doch noch mit einer länger dauernden Rally, bei Gewinnmitnahmen nicht...

Gruss

fritz

01.02.2011 20:25
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SMI im Januar 2011

Halligalli wrote:

@bullish..........danke, wieder was gelernt BiggrinBiggrin

Dazu: http://www.dryships.com/pages/report.asp

Die Klasse "Capesize", also die grösste Klasse, ist überproportional gefallen.

Die sind aber zu gross, um zB durch den Suezkanal zu kommen; kann also nicht an den Revolutionen hängen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Baltic_Dry_Index#Hauptschifffahrtsrouten

01.02.2011 18:59
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SMI im Januar 2011

@bullish..........danke, wieder was gelernt BiggrinBiggrin

Immer der Nase nach

01.02.2011 18:29
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Danke für die wertvollen Gedanken

LAGE IN DEN KAMEL LÄNDERN: (nur aus meiner Sicht). Es kommt sehr darauf an, ob die Menschen, je nach Kamel-Staat, Jahr(e)-zehnte permanent von der Regierung gebeutelt wurden. In den V.A.E. ist das nicht der Fall. Tendenz zunehmend = siehe Steuern von MAUT bis Wasser bis Abfall in z.B. Dubai. Das ÖL i-PÜNKTCHEN. In der Region sind auch die Strasse von Hormuz und der Suez Kanal wichtig. Siehe Transporte Intl. Somit schwenken die USA schon heute langsam in Richtung NEUER, STABILER, REGIERUNG. Das aber nicht wegen den Kamelen, sondern aus NATIONAL INTEREST, heisst es dort. Natürlich muss die Region "stabil" bleiben - soweit es sinnvoll ist (Israel hat auch Interessen vor Ort). Somit fallen höchstens die Regierungen, welche das eigene Volk nicht gut regiert haben. CHINA SYNDROM: in China glaubt auch ein armer Mensch, dass er gewinnen kann. Dort wo es jetzt brodelt, eben nicht. Unsicherheit bleibt vermutlich bis max. Freitag 04.02.2011 in Egypt. Die Drähte laufen heiss.

SUEZ KANAL UND HORMUZ werden gesichert werden müssen.

Die diversen Waffen werden gerade jetzt genau dazu verstärkt. Never mind - the game is on and the winner clear. Die Massa Damnata wird es nicht sein. Camel / Wer will einen noch höheren Erdölpreis ???

01.02.2011 18:04
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SMI im Januar 2011

Green Shoot wrote:

Was mir momenten etwas Sorgen macht ist Öl & BDI.

BDI kennt seit Monaten nurnoch eine Richtung. die internationalen Verkehrsprobleme scheinen sich negativ auf den Gütertransport auszuwirken und der Ölpreis ist das "verfluchte" pünktchen auf dem i.

http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=BDIY:IND

BDI ist in verschiedene Klassen unterteilt. Als Beispiel: die grösste Klasse ist die "Capesize" Klasse.

Capesize-Routen und deren Gewichtung im Baltic Capesize Index:

Western Australia–Beilun/Baoshan (China), Eisenerz, 15%

Gladstone (Australien)–Rotterdam (Niederlande), Kohle, 10%

25% der Indexgewichtung funktioniert wohl nicht mehr, wegen der Fluten in West-Australien. Diese Kapazitäten sind nun kurzfristig frei.

Die Ladung fehlt allerdings auf den Rohstoffmärkten.

Folge: Rohstoffpreise rauf, Frachtraten runter

Nicht zu vergessen sind auch all die neugebauten Frachter - Überkapazitäten noch und noch.

01.02.2011 17:50
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SMI im Januar 2011

marcello wrote:

fritz wrote:
marcello wrote:
fritz wrote:
Green Shoot wrote:

solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Welcher Trend? Der Seitwärtstrend oder der kurzfristige Abwärtstrend?

Vielleicht auch der seit 2 Jahre anhaltende Aufwärtstrend...

Gold im Weekly Chart:

http://www.broker-test.net/charting/gold_weekly_2011-01-30.html

Green Shot hat aber von Aktien geredet. Dass wir bei Gold in einem Aufwärtstrend sind, habe sogar ich schon gemerkt. :roll:

Gruss

fritz

Stimmt Fritz, Sorry Wink

Naja beim SMI könnte man schon von einem Seitwärtstrend reden, der wurde halt von der heftigen Aufwertung des CHF runter gehalten. Aber sonst wars oder ist es ja schon ein rechter Aufwärtstrend (Dow Jones, SPX, DAX, Nasdaq,...).

und Updays nutzen für Gewinnmitnahmen ist sicher auch keine schlechte Idee...

Was mir momenten etwas Sorgen macht ist Öl & BDI.

BDI kennt seit Monaten nurnoch eine Richtung. die internationalen Verkehrsprobleme scheinen sich negativ auf den Gütertransport auszuwirken und der Ölpreis ist das "verfluchte" pünktchen auf dem i.

http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=BDIY:IND

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

01.02.2011 11:32
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SMI im Januar 2011

Der Harvard-Professor für Wirtschaftsgeschichte, Niall Ferguson, war Teilnehmer am World Economic Forum. Am Montag hielt er einen Vortrag in Zürich und reiste dann gleich nach Spanien weiter. Im Gespräch mit NZZ Online spricht er über die Umwälzungen in Ägypten, den Abstieg des Westens und Männer ohne Sandalen.

Interview: Marco Metzler

NZZ Online: Herr Ferguson, können Sie mir eine Business-Karte geben?

Ferguson: (Greift in die Taschen.) Nein, ich habe am WEF alle weggegeben. Ich bringe nie genug nach Davos.

Haben Sie den Eindruck, dass die sogenannten Leader in Davos tatsächlich die dringendsten Probleme adressiert haben?

Ich glaube nicht, dass das, was die Welt-Leader in Davos sagen, so wichtig ist, denn das WEF ist ein ökonomisches Forum. Und das was dort tatsächlich zählt, ist das, was die Business-Leader tun und nicht das, was die politischen Leader sagen. Und die Geschäftsleute tätigten viel mehr Geschäfte als noch im Vorjahr. Das hat zur optimistischen Stimmung beigetragen, die viele WEF-Teilnehmer beobachtet haben.

Ist die Stimmung gerechtfertigt?

Es bereitet mir schon leichte Sorge, wenn der Chef von JP Morgan Chase, Jamie Dimon, erklärt, dass der Boom zurück ist. Denn damit stiftet er dazu an, dass man – auch wenn es ironisch gemeint war – zu den guten alten Tagen von Champagner und Kaviar zurückkehrt. Und dies wäre ein Fehler, denn gerade fegt eine Revolution über den Nahen Osten, die das Potenzial hat, ein Erdbeben auszulösen, wie die Revolution 1979 in Iran oder 1989 in Osteuropa. In solchen Zeiten zu behaupten, der Boom sei zurück, ist ein wenig anmassend.

Was könnten die Probleme in Ägypten für Auswirkungen haben?

Dadurch wird der Erdölpreis auf 90 oder 100 Dollar hinauf getrieben werden – speziell dann, wenn sich die Proteste auf weitere Länder der Region ausdehnen. Und nur schon dies wird den amerikanischen Konsum bremsen. Es verschärft auch das Problem der Inflation der Nahrungsmittel, die wir heute beobachten. Die Preise der Nahrungsmittelrohstoffe steigen derzeit mit einer Wachstumsrate von 20 bis 25 Prozent. Dies wird Instabilitäten in Schwellen- und ärmeren Länder verursachen. Diesem Problem wurde am WEF nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich war durchaus ein Thema am WEF. Denken Sie dass die Eliten – unter dem Eindruck der Revolutionen in Tunesien und Ägypten – solche Themen ernster nehmen?

Wenn sie ein Land regieren, das in der mittleren oder unteren Einkommensklasse liegt, dann müssen sie sicherlich sehr besorgt sein. Das Problem ist aber eher makroökonomischer Natur als ein Verteilungsproblem. China liegt, was die Ungleichheit der Einkommensverteilung betrifft, derzeit sehr wahrscheinlich ungefähr auf dem Niveau der Vereinigten Staaten, steht aber besser da als Länder wie Brasilien. In Europa und speziell in den skandinavischen Ländern ist die Einkommensverteilung hingegen deutlich gleicher.

Ich habe den Eindruck, dass die Einkommensverteilung nicht das Thema per se ist, sondern es geht vielmehr um die soziale Mobilität. In China beispielsweise spielen Ungleichheiten eine kleinere Rolle, weil die Armen denken, dass sie durchaus eine Chance haben, vom chinesischen Wirtschaftswachstum profitieren zu können. Ungleichheit ist in Ländern wie Ägypten ein viel grösseres Problem: Wenn sie da arm sind, dann wissen sie, dass sie die Armut nie werden verlassen können. Sie wissen, dass all das Geld an die korrupten Führer geht. Und deswegen ist Ägypten in einer revolutionären Situation und ich glaube nicht, dass es in China soweit kommt.

Es war viel von «geteilten Normen» die Rede in Davos. Bestehen aber zwischen Ost und West tatsächlich genügend Gemeinsamkeiten, um Normen zu teilen?

Es gibt bestimmte Aspekte der westlichen Zivilisation, die ziemlich universal wurden. So zum Beispiel die Konsumgesellschaft oder das Wissenschaftsmodell, das im 17. Jahrhundert in Europa entstanden ist. Aber in anderen Bereichen bestehen ziemliche Unterschiede. Zwei Beispiele: Erstens schliesst sich die Lücke bei den politischen Institutionen nicht. Das chinesische Modell unterscheidet sich deutlich vom westlichen – individuelle Rechte, Privatbesitz und repräsentative Regierung spielen kaum eine Rolle. Ein zweiter Unterschied: Der Stellenwert der Familie und der Erziehung im Westen sind schwächer als im Osten. Das wurde jüngst wegen Amy Chuas Buch über Tiger-Mütter zum Thema. Es ist aber generell eine wichtige Frage. Im Osten erzielen Kinder deutlich bessere Werte in der Mathematik als im Westen. Und wir werden in diesen beiden Bereichen eher noch eine Ausweitung der Lücke als eine Verkleinerung sehen.

Wenn man die Schuldenberge der entwickelten Länder anschaut, zeigt sich, dass das System nicht nachhaltig ist. Zudem wachsen die Länder deutlich langsamer als die Schwellenländer, die viel weniger ausgebaute Sozialsysteme und tiefere Löhne aufweisen. Wird in den nächsten Jahrzehnten der Westen seine Sozialsysteme und Lohnstrukturen eher an chinesische Verhältnisse anpassen müssen oder wird China sich eher dem Westen nähern?

Es ist klar, dass in den alternden europäischen und amerikanischen Gesellschaften die Pensionssysteme reformiert werden müssen. Dies kann entweder durch ein schmerzhaftes Niederreissen der sozialen Netze geschehen – gefolgt von niedrigem Wachstum oder über einen kreativen, dynamischen Weg. So bestehen heute in westlichen Volkswirtschaften sehr grosse negative Arbeitsanreize. Ich hoffe, dass es eher Reformen sein werden in der Art, wie es sich der britische Premier David Cameron vorstellt – und nicht so wie es die Griechen tun. Es ist immer besser die Probleme anzupacken, bevor die Märkte zuschlagen. Was China betrifft: Ich glaube nicht, dass sie irgendwas auch nur Ähnliches schaffen werden, was dem westlichen Wohlfahrtsstaat entspricht. Sie wären verrückt, wenn sie es täten.

Sie haben einen Vortrag gehalten an einer Konferenz der Bank Julius Bär zum Thema nachhaltige Investments. Hat dieses Thema auch etwas Heuchlerisches an sich?

Ich glaube nicht. Ich glaube, es gibt eine Notwendigkeit für Investoren und Wohlhabende, zu verstehen, dass Investitionen, die mit der Umwelt verantwortlich umgehen, nicht nur eine Mode sind für Vollblutliberale. Das ist ein Imperativ: Es geht dabei um unser aller Wohl. Sie müssen nicht an den Klimawandel glauben, um zu sehen, dass wir ein Problem haben. Und das Problem manifestiert sich in den stark steigenden Rohstoff-Preisen. Ich bin glücklich darüber, dass solche Probleme von Leuten in Anzug und Krawatte hier in Zürich diskutiert wird. Das ist ein gutes Zeichen. Wenn es nur von Umweltaktivisten mit Bart und Sandalen diskutiert würde, dann wären wir heute nirgendwo.

Eine letzte Frage. . .

. . . es tut mir Leid, aber ich muss zum Flughafen. Es geht gleich weiter nach Madrid.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

01.02.2011 07:55
Bild des Benutzers Ramschpapierhaendler
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Re: Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

Bäri wrote:

MarcusFabian wrote:
3 Schritte rauf, einer runter. Von mir aus darf es so weitergehen Blum 3

Wenn es dann irgend einmal 3 Schritte rauf, 3 Schritte rauf und nochmals 3 Schritte rauf geht + keiner hier im Forum noch gegen Gold spricht, dann ist wohl die Preisspitze nicht mehr weit Wink

Das ist dann, wenn dir oslo11 eine verzweifelte PN schreibt, wo er denn noch Gold kriegen kann. Lol

(Sorry for off-topic, aber 1. hat wiedermal ein nicht-Göldeler damit angefangen und 2. gibt's ja sicher bald 'nen neuen Thread Blum 3Wink )

01.02.2011 07:51
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SMI im Januar 2011

fritz wrote:

marcello wrote:
fritz wrote:
Green Shoot wrote:

solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Welcher Trend? Der Seitwärtstrend oder der kurzfristige Abwärtstrend?

Vielleicht auch der seit 2 Jahre anhaltende Aufwärtstrend...

Gold im Weekly Chart:

http://www.broker-test.net/charting/gold_weekly_2011-01-30.html

Green Shot hat aber von Aktien geredet. Dass wir bei Gold in einem Aufwärtstrend sind, habe sogar ich schon gemerkt. :roll:

Gruss

fritz

Stimmt Fritz, Sorry Wink

Naja beim SMI könnte man schon von einem Seitwärtstrend reden, der wurde halt von der heftigen Aufwertung des CHF runter gehalten. Aber sonst wars oder ist es ja schon ein rechter Aufwärtstrend (Dow Jones, SPX, DAX, Nasdaq,...).

01.02.2011 07:51
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SMI im Januar 2011

Na, dann hoffen wir doch, dass unser oslo11 kein Vermessungsingenieur ist. Sonst wird sich vielleicht bald mal rausstellen, dass der Bielersee auf 1'500 müM liegt und das Matterhorn nur ein kleines Hörndli ist.

01.02.2011 07:49
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Re: Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

MarcusFabian wrote:

3 Schritte rauf, einer runter. Von mir aus darf es so weitergehen Blum 3

Wenn es dann irgend einmal 3 Schritte rauf, 3 Schritte rauf und nochmals 3 Schritte rauf geht + keiner hier im Forum noch gegen Gold spricht, dann ist wohl die Preisspitze nicht mehr weit Wink

01.02.2011 06:07
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Re: Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

Ramschpapierhaendler wrote:

Ja was jetzt? 10 oder 15%?

Es waren -7% nach einer vorangegangenen 23% Rally.

3 Schritte rauf, einer runter. Von mir aus darf es so weitergehen Blum 3

31.01.2011 23:44
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Re: Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

Ramschpapierhaendler wrote:

Im Moment könnte Gold genau an dem Punkt stehen, den in ein paar Wochen alle als idealen Einstiegspunkt ansehen werden und es dann wieder bereuen, nicht eingestiegen zu sein.

Quote:

http://www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/davos/8267768/World-nee...

World needs $100 trillion more credit, says World Economic Forum

The world's expected economic growth will have to be supported by an extra $100 trillion in credit over the next decade, according to the World Economic Forum.

:shock:

31.01.2011 23:36
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Re: Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

oslo11 wrote:

Also SMI ist weiter im Seitwärtstrend Gold hat vom letzten Hoch bereits 10 - 15 % eingebüsst. Also wer spricht da von einem Aufwärtstrend :roll: :roll:

Ja was jetzt? 10 oder 15%?

Gold hat schon oft so um die 10% vom vorhergehenden Hoch verloren. Deshalb verläuft es trotzdem in einem sehr sauberen Trendkanal aufwärts und hat gestern an der Unterkante wieder perfekt abgedreht. Jedes blinde Huhn sieht das. Nur du anscheinend nicht. Trotzdem musst du hier fast täglich deinen Käse raus lassen. :roll:

Im Moment könnte Gold genau an dem Punkt stehen, den in ein paar Wochen alle als idealen Einstiegspunkt ansehen werden und es dann wieder bereuen, nicht eingestiegen zu sein. Und du wirst in etwa 3 Monaten, 10% unter dem nächsten Hoch wieder deinen üblichen Käse schreiben. Das geht ja mit euch Realitätsverleugnern jetzt schon 10 Jahre so. Lol

31.01.2011 23:16
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SMI im Januar 2011

orangebox wrote:

Wenn ich mir mir all die Probleme anschaue die momentan auf der Welt vorhanden sind und das letzte verlorene Jahrzehnt mit x unzähligen schrecklichen Ereignissen ist sind meine Beweggründe für keine Familie bez Kinder absolut richtig gewesen.

Selten so was Doofes hier im Forum gelesen! :x

www.exit.ch

Das Dengue-Fieber ist zurück! Bitte helfen Sie: www.beat-richner.ch

31.01.2011 23:10
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SMI im Januar 2011

orangebox wrote:

Wenn ich mir mir all die Probleme anschaue die momentan auf der Welt vorhanden sind und das letzte verlorene Jahrzehnt mit x unzähligen schrecklichen Ereignissen ist sind meine Beweggründe für keine Familie bez Kinder absolut richtig gewesen.

Ich sehe schwarz :?

Die Dämmerung beginnt, wenn die Nacht am dunkelsten ist. Wink

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

31.01.2011 23:02
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Gold hat schon 10 - 15 % nachgegeben

Also SMI ist weiter im Seitwärtstrend Gold hat vom letzten Hoch bereits 10 - 15 % eingebüsst. Also wer spricht da von einem Aufwärtstrend :roll: :roll:

Wohl solche die ihre "Klumpen" noch ohne grössern Verlust loswerden möchten WinkSmile

kaufen, verkaufen so dass jeder was hat..........

31.01.2011 21:14
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SMI im Januar 2011

marcello wrote:

fritz wrote:
Green Shoot wrote:

solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Welcher Trend? Der Seitwärtstrend oder der kurzfristige Abwärtstrend?

Vielleicht auch der seit 2 Jahre anhaltende Aufwärtstrend...

Gold im Weekly Chart:

http://www.broker-test.net/charting/gold_weekly_2011-01-30.html

Green Shot hat aber von Aktien geredet. Dass wir bei Gold in einem Aufwärtstrend sind, habe sogar ich schon gemerkt. :roll:

Gruss

fritz

31.01.2011 16:47
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SMI im Januar 2011

Oel ins Feuer :!: (Aus einem Börsenbrief)

" Der Pleitegeier kreist

während wir hier in Europa immer wieder über die PIIGS schimpfen und mit der Insolvenz von verhältnismäßig kleinen Ländern wie Griechenland oder Irland, bahnt sich auf der anderen Seite des Atlantik der Super-GAU an.

Bekannt ist ja bereits: Die USA als Ganzes kommen nur schleppend aus der Krise. Und jetzt überlegt schon die Rating-Agentur Moody’s ob es nicht langsam Zeit wird, das Rating etwas zu senken.

Aber wie schlimm sieht es eigentlich im Inneren des Landes aus? Es sind ja nicht „nur“ die USA an sich verschuldet, sondern – wie bei den meisten Föderalstaaten – auch seine Gliedstaaten. Und das sind in diesem Fall 52. Und die meisten davon sind pleite.

Und zwar so pleite, dass man mittlerweile auf Bundesebene forscht, wie man denn eine Insolvenz durchführen könnte. Es klingt immer noch paradox: Ein Land kann insolvent gehen. Aber warum auch nicht? Was der einzelne an Misswirtschaft kann, das kann letztlich auch ein Staat.

Dass es in den USA überhaupt so weit gekommen ist, hängt auch viel an dem Konzept der sehr freien Bundesstaaten. Und jetzt, wo Washington für das ganze Land sparen muss, leiden die chronisch unterfinanzierten Länder besonders.

Vorbei ist der American Dream und der American Way of Life – langsam kehrt Realität ein und die Bürger sind nicht amüsiert: Viele zuständige Gouverneure mussten den Platz für neue Kandidaten räumen. Die sollen es besser machen. Doch was soll man tun, wenn man nur die Optionen „Sparen“ oder „Sparen“ hat?

Mit diesem Sachverhalt wird nur eins noch klarer: Die USA sind mehr als nur in ihrer Gesamtheit verschuldet – und da hängen viele Wirtschaftsgüter und –Zweige dran. Und das wiederum wirkt sich langfristig gefährlich für den Rest der Welt aus.

Auch wenn China und Indien sich schon als neue Weltmacht fühlen: Wenn der alte Gigant fällt – das haben wir bereits gesehen, als er torkelte – reißt er zunächst alles mit sich. Und das ist keine Option, die wir uns leisten können. "

31.01.2011 15:34
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T15
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orangebox wrote:

Wenn ich mir mir all die Probleme anschaue die momentan auf der Welt vorhanden sind und das letzte verlorene Jahrzehnt mit x unzähligen schrecklichen Ereignissen ist sind meine Beweggründe für keine Familie bez Kinder absolut richtig gewesen.

Ich sehe schwarz :?

ich sehs als "neuanfang" als chance...

wir sollten die Welt im positiven verändern... und ja jeder kann etwas positives dazu beitragen!

ich bin seit 2wochen vater... So wie unsere Wirtschaft jetzt läuft kann man schwarz sehen... aber eben ich glaub das es besser werden kann. Mit besser mein ich auch gerechter... Wink

31.01.2011 15:23
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SMI im Januar 2011

Wie schon x mal erwähnt der langsame Zerfall der Staaten,da die Realwirtschaft die US Börse aber scheinbar überhaupt nicht interessiert ist dort keine dementsprechende Gegenbewegung nach unten vorhanden, eigentlich lächerlich oder,DOW bald auf Vorkriseniveau trotz horrender Probleme Lol

Gigantische Schuldenberge

US-Bundesstaaten stehen vor der Pleite

Das Debakel ist noch schlimmer als in der Euro-Zone: Viele US-Bundesstaaten können ihre gigantischen Haushaltslöcher nicht mehr stopfen, insgesamt fehlen 125 Milliarden Dollar. Jetzt droht der historische Ernstfall - der Bankrott. Ein Überblick über die Pleitekandidaten.

Abertausende Häftlinge werden vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und in die Straßen geschickt. Einwanderer werden nach Mexiko deportiert, Polizisten in den Vorruhestand befördert, Kindergärten geschlossen, Lehrer gefeuert. Und Senioren bekommen keine Medikamente mehr - von Zahnprothesen ganz zu schweigen.

Horrorszenen aus einem Science-Fiction-Film? George Orwell, 2011? Mitnichten: Dies ist nur eine kleine Auswahl der kruden Methoden, mit denen die hochverschuldeten US-Bundesstaaten zurzeit versuchen, Geld zu sparen. "Traurige Zeiten", resümiert die "Detroit Free Press" in Illinois, einem der am schlimmsten betroffenen Staaten, "erfordern traurige Maßnahmen."

In der Tat: Für Amerikas Bundesstaaten sind traurige Zeiten angebrochen. Einst die Vorzeigestars des modernen Föderalismus, stehen sie nun vor den Trümmern ihrer stolzen Unabhängigkeit von Washington. Lange haben sie das aufziehende Desaster geleugnet, jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Ihre Haushaltslöcher sind so groß geworden, ihre Schulden so hoch und ihre Einnahmen so mickrig, dass viele in die Pleite rasseln werden. Die Summen, die fehlen, sind gewaltiger als in den europäischen Krisenstaaten - siehe Karte:

Fortsetzung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,742473,00.html

Wenn ich mir mir all die Probleme anschaue die momentan auf der Welt vorhanden sind und das letzte verlorene Jahrzehnt mit x unzähligen schrecklichen Ereignissen ist sind meine Beweggründe für keine Familie bez Kinder absolut richtig gewesen.

Ich sehe schwarz :?

querschuesse.de

31.01.2011 14:35
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SMI im Januar 2011

"Der hohe Ölpreis ist nur ein Grund für tiefere Börsenkurse. Anleger befürchten auch, dass sich die Demonstrationen auf ölreiche Staaten wie Saudi-Arabien ausbreiten könnten. Bereits am Freitag hatten die anhaltenden Proteste in Ägypten an der Wall Street für einen heftigen Kurseinbruch gesorgt. So stark waren die Kurse seit einem halben Jahr nicht mehr gesunken (- 1,39 Prozent)".

Bei einem moderaten Kursrückgang von 1.39% von einem Kurseinbruch zu sprechen scheint mir schon total :!: übertrieben. Diese Panikmache sollte schon fast bestraft werden. Blum 3

31.01.2011 14:24
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SMI im Januar 2011

marcello wrote:

Vielleicht auch der seit 2 Jahre anhaltende Aufwärtstrend...

Im April werden's 10 Jahre Wink

31.01.2011 13:55
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fritz wrote:

Green Shoot wrote:

solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Welcher Trend? Der Seitwärtstrend oder der kurzfristige Abwärtstrend?

Gruss

fritz

Vielleicht auch der seit 2 Jahre anhaltende Aufwärtstrend...

Gold im Weekly Chart:

http://www.broker-test.net/charting/gold_weekly_2011-01-30.html

31.01.2011 13:29
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Die Unruhen in Ägypten und Befürchtungen über eine Destabilisierung in der Region haben den Ölpreis steigen lassen. Nordseeöl kostet soviel wie seit 28 Monaten nicht mehr. Auch die Börsen reagieren nervös auf die Ereignisse in Nordafrika.

chs./(sda/Reuters) Ägypten selbst ist zwar kein grosser Ölproduzent. Der Markt befürchtet nach Ansicht von Experten jedoch, dass die Unruhen auf andere Länder in Afrika oder im Nahen Osten übergreifen könnten. Marktbeobachter sprechen von einer Gefahr für die Stabilität der gesamten Region, in der zahlreiche wichtige Ölproduzenten ansässig sind. Das lässt den Ölpreis steigen.

Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete am Montagmorgen 99.55 Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 19 Cent auf 89.53 Dollar.

Börsen reagieren nervös

Die Ägypten-Krise könnte auch die gute Stimmung an den US-Börsen zumindest kurzfristig dämpfen. In Japan lag der Nikkei-Index am Montag mit fast 1,2 Prozent im Minus. Die Aussicht auf länger anhaltende Unruhen bei einem der wichtigsten Partner der USA im Nahen Osten dürfte auch die US-Börse weiter belasten.

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Der hohe Ölpreis ist nur ein Grund für tiefere Börsenkurse. Anleger befürchten auch, dass sich die Demonstrationen auf ölreiche Staaten wie Saudi-Arabien ausbreiten könnten. Bereits am Freitag hatten die anhaltenden Proteste in Ägypten an der Wall Street für einen heftigen Kurseinbruch gesorgt. So stark waren die Kurse seit einem halben Jahr nicht mehr gesunken (- 1,39 Prozent). Die Investoren zogen sich aus Aktien zurück und flüchteten in Anleihen oder stabilere Anlagen wie Gold.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

31.01.2011 10:52
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solange der Trend hält, ist nachkaufen sicherlich keine schlechte Idee.

Welcher Trend? Der Seitwärtstrend oder der kurzfristige Abwärtstrend?

Gruss

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