SMI im Juli 2009

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01.07.2009 01:55
#1
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SMI im Juli 2009

Rückblick auf den Juni

Vor einem Monat schrieb ich:

Quote:

Der springende Punkt ist die Entwertung der Währungen und wann genau hier eine Beschleunigung einsetzt. Entsprechend macht es wenig Sinn, über den Verlauf des SMI zu orakeln, weil wir ja nicht wissen, in welcher Art "Franken" der in ein paar Monaten noch bewertet ist.

Einen Mai-Crash gab es bisher noch nicht. Ich erwarte tiefere Kurse und evtl. sogar einen nominal endgültigen Boden mit neuen Tiefs im Verlauf des Sommers oder Herbsts.

Es gab auch im Juni keinen Crash. Höchstens eine Konsolidierung der jeweiligen Trends.

Wenn wir's mal durchgehen:

Der Dow Jones erreichte mittelfristig kurz ein neues Hoch, befindet sich jetzt in einer Korrektur, die aber - rein charttechnisch betrachtet - nur eine Konsolidierung eines Aufwärtstrends ist. Das gilt zumindest, solange das Tief vom Mai bei 8200 nicht unterschritten wird. Alles darüber ist bullisch. Wenn sich der Trend fortsetzt, müsste gegen Mitte Juli die Marke von 8800 nach oben durchbrochen werden. Dann sind Kurse bis 9200 per August im Rahmen des Möglichen.

Aus langfristiger Perspektive befinden wir uns aber nach wie vor in einer Bärenmarktrally, die im März begann und mittlerweile knapp 20% des Absturzes von November 2007 bis März 2009 korrigiert hat.

Anders ausgedrückt: Der Dow ist derzeit in einem Aufwärtstrend, der technisch noch nicht gefährdet ist, der aber an Dynamik schon stark nachgelassen hat und auf der Kippe steht. Trader werden also Stop-Losses für Long-Positionen bei 8200 und für Short-Positionen bei 8800 plazieren.

Ein ähnliches Bild gibt's bei den Renditen der 30 jährigen US Treasuries:

Auch hier eine Beruhigung der Lage. Von Vertrauensverlust und Kapitalflucht aus Amerika ist weniger zu spüren. Interessant ist hier die braun eingezeichnete GD50 bei 43 (= 4.3% Rendite der 30yr Bonds). Ich rechne hier mit einem Abpraller und einem langsamen Anstieg in Richtung neuer Hochs.

Der absolut langweiligste Index - sorry das sagen zu müssen - war unser SMIley, der recht trendlos um 5400 Punkte pendelt.

Dass der Dow stärker als der SMI performte lässt sich nicht mit dem Wechselkurs Dollar/Franken erklären, denn auch der verlief im Juni seitwärts bei etwa 1.08.

Alles in allem blicken wir also auf einen recht langweiligen Börsenmonat zurück und da am 4. Juli für die Big-Boys in den USA die Sommerferien beginnen, ist auch für den Juli keine Dramatik zu erwarten. Saisonal bedingt gehört der Markt im Sommer den Kleinanlegern und da die meist optimistisch sind, steigen die Kurse im Sommer meist, wenn auch bei recht geringem Volumen.

Lassen wir den Blick also etwas weiter schweifen. Die exakte Jahresmitte ist dazu auch ein gegebener Anlass.

Was uns in den nächsten Monaten - bis Ende Jahr - bewegen wird, sind drei Themenkreise, die sehr eng ineinander verflochten sind:

* Das Vertrauen in Währungen und insbesondere in den Dollar. Also Inflation und Deflation

* Eine bevorstehende Bewährungsprobe für das kapitalistische System

* Die weitere wirtschaftliche Entwicklung

Inflation und Deflation

Über dieses Thema habe ich bereits im Juni-Thread wie auch im "Inflations-Thread" http://classic.cash.ch/node/2934 regelmässig geschrieben.

Wir haben derzeit eine Deflation, weil sich Konsumenten weigern, ihre Schulden weiter auszubauen und statt dessen sogar die Frechheit haben zu sparen und ihre Schulden zurückzuzahlen.

Wir haben eine Deflation, weil Unternehmen abspecken und keine Kredite mehr aufnehmen oder bekommen.

Wir haben eine Inflation, weil der Staat in die Bresche springt und vermehrt Schulden macht.

Und wir haben eine Geldentwertung, weil sämtliche Notenbanken der Welt ihre Blüten drucken als gäbe es kein morgen.

Hier als Beispiel die Geldmengenausweitung (Inflation) des Franken (Quelle: SNB)

Siehe auch: http://classic.cash.ch/node/200#comment-60562

Anders ausgedrückt: In den letzten 10 Jahren hat sich die Menge der Franken nahezu verdoppelt, (von 204 auf 375 Mrd). Die Goldmenge jedoch von 2000 t auf 945 t halbiert.

Wo sind diese Milliarden?

Eines weiss ich sicher, sie sind nicht auf meinem Bankkonto. Smile

Sie sind in erster Linie in die USA geflossen bzw. haben Verluste gedeckt, die die UBS in ihrer unendlichen Dummheit in den USA eingefahren hat.

Michael Mross  hat die Krise sehr schön wie folgt zusammengefasst:

Michael Mross wrote:

1. Im Rahmen der Deindustrialisierung brauchten die USA zunehmend mehr Geld, um ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Da sie ihn nicht selbst erwirtschaften konnten, pumpten sie die ganze Welt an.

2. Mithilfe der Fed und den großen US-Banken wurden Kreditpakete geschnürt, die in betrügerischer Absicht auch deutschen Banken angedreht wurden. Diese überwiesen Hunderte Milliarden ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten und bekamen dafür zweifelhafte Schuldscheine.

3. Dies geschah mit Einwilligung deutscher Politiker und den zuständigen Aufsichtsbehörden, die dem Betrug tatenlos zusahen.

4. Als sich die Banken mit dem US-Kreditmüll vollgesogen hatten, stellten sie fest, dass er eigentlich wertlos ist.

5. Also wandten sich die Geldhäuser an den Staat mit der Drohung, dass sie bankrott gehen würden, wenn sie kein Milliardenschutzschirm bekommen. Geld, für das letztlich der Steuerzahler aufkommen muss.

6. Politiker garantieren den Banken Milliarden und erhöhen Steuern, um ans Geld zu kommen.

Eingefügt aus http://www.mmnews.de/index.php/200906283195/MM-News/Die-Steuerdiktatur.html

Soweit die Vergangenheit, wie wir sie kennen. Die Zukunft wird so aussehen, dass die Steuern erhöht werden müssen, um diese neuen Milliarden zu finanzieren und zurückzuzahlen. Denn man darf nie vergessen, dass die SNB die 170 Mrd. der letzten Jahre ja nicht gratis zur Verfügung stellt sondern zu einem Zinssatz. Auch bei nur 1% Zins macht das 1.7 Mrd pro Jahr oder Fr. 243 für jeden Schweizer Einwohner (Rentner und Kinder eingeschlossen). Und das alleine für die Zinsen des in den letzten 10 Jahren neu gedruckten Geldes.

Wir werden also in den nächsten Jahren das Vergnügen haben, dass wir ultimo ratio über unsere Steuern die Häuser von Joe Sixpack und Jane Dow in Cleveland, Ohio bezahlen. God bless America!

Gleichzeitig sorgt die Entwertung unserer Währung durch Gelddruckerei dafür, dass die Kaufkraft unserer Ersparnisse (AHV, PK, Sparbuch) abnimmt. Wir werden also durch die Vordertür über erhöhte Steuern, durch die Hintertür über Entwertung unserer Ersparnisse entreichert. Und es sieht nicht so aus also würde das unserem US-hörigen Bundesrat irgend eine schlaflose Nacht bereiten.

Bewährungsprobe für das kapitalistische System

Das Problem des Kapitalismus besteht darin, dass die Wirtschaft zum Wachstum verdammt ist. Und zwar mindestens in Höhe der laufenden Zinsen. Wie oben gesehen, wird das Geld der Zentralbanken ja nicht gratis verliehen sondern zu einem Zinssatz. Die Banken wiederum geben dieses Geld zu einem höheren Zinssatz an Unternehmen und Private weiter.

Nehmen wir an, im Jahr Null beträgt die Geldmenge 1000 und wird zu 4% Zins zur Verfügung gestellt, dann müssten theoretisch am Ende des Jahres 1040 zurück bezahlt werden. Doch das ist unmöglich, denn die letzten 40, die Zinsen, existieren ja gar nicht. Also muss die Geldmenge um diesen Betrag erhöht werden, was bedeutet: Irgend jemand muss sich für 40 verschulden. Im Jahr 1 beträgt die Geldmenge also bereits 1040. Und so weiter.

Im Jahr 10 beträgt die Geldmenge bereits 1480, im Jahr 20 2191 und im Jahr 50 7106.

Da alles Geld, das sich im Umlauf oder einem Konto befindet ursprünglich von der Notenbank geschaffen und verliehen wurde, kann man sagen: Geld = Schuld

Jeglichem Vermögen steht eine Schuld gleicher Höhe gegenüber. Und würden morgen alle Schulden bezahlt, gäbe es kein Geld mehr!

Diese Zinseszinskurve ist exponentiell. Und da die Wirtschaft nicht ebenfalls exponentiell sondern bestenfalls linear wachsen kann, laufen irgendwann die Schulden und Zinsen aus dem Ruder.

Diese Grafik dürfte den meisten von Euch bereits bekannt sein:

Unser Arbeitseinkommen ist die Differenz aus Wirtschaftsleistung (BIP) minus Kapitaleinkommen (den Zinsen). Ist der Kreuzpunkt erreicht und BIP = Zins, dann müssten wir theoretisch nur noch für die Zinsen schuften, könnten also nichts mehr konsumieren. Das System muss also bereits vorher korrigieren.

Die beiden grossen Wirtschaftstheoretiker John Meynard Keynes und Karl Marx haben dieses Problem erkannt, sind aber zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gekommen. Während Marx geschlossen hat, das System müsse eines Tages kollabieren und der Kapitalismus sich selbst zerstören, war Keynes der Meinung, es würde sich selbst bereinigen. Durch Phasen von Deflation oder durch Crashes, bei denen Schulden und Vermögen vernichtet werden. Dadurch sinkt auch die Zinslast wieder auf erträgliches Niveau und somit kann das Spiel wieder ein paar Jahrzehnte weitergehen.

Um das ganze auf ein einfaches Beispiel zu reduzieren:

Wenn ich Joe Sixpack einen Kredit von $1000 gebe, den er nicht zurückzahlen kann. Muss ich das Geld abschreiben. Joes Schulden und mein Vermögen verringern sich also gleichermassen um $1000. Wir erinnern uns: Geld=Schulden.

In der aktuellen Finanzkrise findet aber diese Abschreibung nicht oder nur in geringem Ausmasse statt:

Joe Sixpack kann den Kredit an seine US-Bank nicht zahlen. Diese wiederum nicht den Kredit der UBS, diese hat auch kein Geld und so muss der Schweizer Staat die $1000 finanzieren und lässt sie entsprechend von der SNB drucken.

Statt einer Abschreibung haben wir nun das Problem einfach auf zukünftige Schulden der Steuerzahler weltweit verteilt. Die Schulden sind also nicht weg. Sie hat nur ein anderer!

Was uns also noch bevorstehen wird ist eine Palastrevolution, wenn der Bürger merkt, dass seine Ersparnisse schleichend entwertet werden und er gleichzeitig höhere Steuern zahlen muss für einen Schaden, den andere angerichtet haben. Aber so weit sind wir noch nicht.

Ich will keine Prognose wagen, ob der Kapitalismus als System, diese Krise überlebt. Es gibt keine erprobten Alternativen. Der Konkurrent Kommunismus hat sich also noch unfähiger erwiesen. Aber vielleicht finden ein paar findige Köpfe ernst zu nehmende Alternativen. Wünschenswert wäre ein System, das die Wirtschaft nicht zu exponentiellem Wachstum treibt. Das ist nämlich wie gesagt unmöglich.

Wirtschaftliche Aussichten

Eine langanhaltende Wirtschaftskrise wie die aktuelle beginnt damit, dass die Unternehmen in erster Linie ihre Reserven angreifen. Sie verkaufen Vermögenswerte, Bonds, Aktien, greifen Barreserven an etc. Diese Phase ist abgeschlossen und hat 2008 ja auch zu den enormen Preisstürzen an allen Märkten geführt.

Wenn das nicht mehr ausreicht, wird gespart. Zunächst rationalisiert aber schlussendlich und schweren Herzens werden Mitarbeiter entlassen. Die Firma magert bis aufs Gerippe ab.

In dieser Phase stecken wir jetzt in den USA. Dort explodieren die Arbeitslosenzahlen. Arbeitslose fallen als Konsumenten weitgehend weg und auch jene, die noch einen Job haben, bekommen Angst und geben weniger aus, um für den Fall der Arbeitslosigkeit besser gerüstet zu sein. Das reduziert den Konsum, die Umsätze und Gewinne der Unternehmen und somit verstärkt sich die Abwärtsspirale.

Nach neusten Zahlen liegt das KGV des Dow Jones bei 47. 14.5 wäre fair. Der Dow müsste also von aktuellen 8400 auf etwa 2625 fallen, wenn die Investoren nur das KGV im Blick hätten. Das tut er nicht, denn die Aktionäre sehen Licht am Ende des Tunnels (wie sie es die ersten Jahre einer Krise immer tun.)

Andererseits zeigt die Erfahrung, dass Bärenmärkte ihren Boden bei etwa 7 finden, was einem Dow von 1300 Punkten entsprechen würde. Auch dieser Wert dürfte nicht angesteuert werden aber so wahnsinnig unrealistisch ist er nicht.

Man kann nämlich argumentieren, dass die Zeit von 1985 bis 2007 nur eine gigantische Blase war und wir nun wieder auf den ursprünglichen langfristigen Trend zurückkommen werden, der in etwa die reale Wirtschaftsleistung widerspiegelt. Demnach läge der faire Wert des Dow heute bei etwa 1600 Dollars von 1985. Da aber der Dollar in der Zwischenzeit rund 70% seines Wertes verloren hat, entspräche das heute einem Preis von 5300.

Aber jetzt bin ich abgeschweift. Wo waren wir?

Ach ja, bei der steigenden Arbeitslosigkeit. In dieser Phase wird nun wie gesagt weniger konsumiert und die schlechteren Gewinne bzw. Verluste werden in den kommenden Quartalen erst in die Erfolgsrechnungen der Unternehmen einfliessen und für sinkende Aktienpreise sorgen.

In der Schweiz passiert das etwas zeitverzögert und hoffentlich weniger dramatisch aber auch bei uns werden Firmengewinne noch sinken und die Arbeitslosenzahl steigen.

Die Finanzkrise ist vorbei. Die Banken konnten sich auf Kosten des Staates sanieren und streichen nun wegen des Zins-Spreads enorme Gewinne ein. In der Realwirtschaft kommt die Krise aber erst noch an. Und hier wird es keine staatlichen bailouts geben.

Es wird zu Konkursen, Abschreibungen und Vermögensvernichtungen kommen, bis ein Grossteil der Schulden=Vermögen vernichtet ist. Erst dann wird sich die Wirtschaft wieder erholen und die wenigen überlebenden Unternehmen wie Phönix aus der Asche steigen.

Aussichten August und weiter

Ich rechne in allen Indizes mit etwa seitwärts verlaufenden bis steigenden Kursen. Wie gesagt, die Big-Boys sind demnächst in Urlaub und sie dürften auf höherem Preisniveau enorme Aktienpakete zum Verkauf gestellt haben. Und während sie ihre ausgiebigen Ferien geniessen, kaufen die Kleinanleger über 1-2 Monate hinweg nach und nach diese Aktien auf. (Stichwort: Schafsweide).

Wenn wir also demnächst nach kleinen Rallys immer wieder an gewissen hohen Chartmarken (8800 im Dow, 5800 im SMI) den "Kopf anschlagen", dann wissen wir, dass die Kurse erst darüber hinaus gehen können, wenn die Verkaufsorders der Big-Boys abverkauft sind.

Nach den Ferien werden dann die Big-Boys die übrigen Aktien auch zu günstigeren Preisen verschleudern. Gut möglich also, dass wir erst im Oktober neue Tiefs sehen während im August/September die Märkte unspektakulär seitwärts tendieren.

Das Ganze wie schon im Juni unter dem Vorbehalt, dass unser Papiergeld einigermassen seinen Wert behält.

Zum Schluss noch was in eigener Sache: Dies ist ein Börsenthread und wenn ich auch das Thema nicht zwingend auf den SMI beschränken mag, dann doch zumindest auf die Themenkreise Börse, Wirtschaft und politische Ereignisse, die erstgenannte beeinflussen.

Für die Freunde der leichten Unterhaltung und jene, die am liebsten über sich selbst schreiben, hat marco netter Weise den SMI Stammtisch eingerichtet. ( http://classic.cash.ch/node/3321 ).

Hier wird auch freebase zu finden sein, der versprochen hat, hier nicht mehr zu stören.

Happy Trades

Marcus

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01.08.2009 15:23
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SMI im Juli 2009

MarcusFabian wrote:

Etwas später als sonst aber jetzt ist er da:

SMI im August 2009

http://www.cash.ch/node/3416

Thread closed!

01.08.2009 15:21
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Etwas später aber jetzt ist er da:

SMI im August 2009

http://www.cash.ch/node/3416

Thread closed!

01.08.2009 11:27
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SMI im Juli 2009

yzf wrote:

Quote:

und danach kann man für einige 100 punkte blind putten...

ok Stromer, sags mir einfach wenns soweit ist

Lol

ich würde in kommender handelswoche einfach nicht hineinstürzen auf teufel komm heraus. aber die augen gut offen halten... die zeit reif langsam, aber zickt noch etwas..

Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich Profis in den Makrodatenvorsagen verrechen. Eben doch nicht Profi genug? Oder alles nur taktisch, ausgeklügelte Manipulation??

01.08.2009 08:45
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yzf
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SMI im Juli 2009

Quote:

und danach kann man für einige 100 punkte blind putten...

ok Stromer, sags mir einfach wenns soweit ist

Lol

Geht mit Gott, aber geht!

01.08.2009 08:11
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SMI im Juli 2009

yzf wrote:

mit putten bin ich diese Woche auf die Schnauze gefallen,würds also lassen

Lol

vielleicht hättest du eben letzte woche warten müssen Wink

wahrscheinlicher ist aber schon noch ein weiterer anstieg mit einem "finalen"

und danach kann man für einige 100 punkte blind putten...

Ich bin immer wieder überrascht wie sehr sich Profis in den Makrodatenvorsagen verrechen. Eben doch nicht Profi genug? Oder alles nur taktisch, ausgeklügelte Manipulation??

01.08.2009 07:20
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SMI im Juli 2009

mit putten bin ich diese Woche auf die Schnauze gefallen,würds also lassen

Lol

Geht mit Gott, aber geht!

01.08.2009 01:30
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SMI im Juli 2009

@MF

Hy,MarcusFabian,

wie siehts du die Weiterentwicklung des SMI's? Wäre doch Zeit zu puten, mind. auf 5'700 kurzfristig...ev. langfristig auf 5500?? was meinst du?

LG, Tiesto

01.08.2009 01:25
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SMI im Juli 2009

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass man puten sollten... :roll: Zu steil dieses Rally...

31.07.2009 20:32
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SMI im Juli 2009

Elias wrote:

MentalPoker wrote:
Weiss jemand wo der Index steht...Baltic Dry Index

In der Vergangenheit wurde meist verlässlich auf diesen Index gepostet...

http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=bdiy&exch=IND&x=15&y=11

http://investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

sieht ja toll aus... 8) such mal in http://www.bing.com/ Smile

Spass bei Seite..

Das ganze hat sich auf tiefem Niveau eingependelt. Letztlich wurde jedoch über die Medien berichtet der See Handel sei wieder steigend??

+350 % im Spiel - meld Dich unter PN

31.07.2009 19:52
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SMI im Juli 2009

MentalPoker wrote:

Weiss jemand wo der Index steht...Baltic Dry Index

In der Vergangenheit wurde meist verlässlich auf diesen Index gepostet...

http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=bdiy&exch=IND&x=15&y=11

http://investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2009 19:48
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Habe heute einen Post gelesen, denke er war von @MF über die die Zukunftsaussichten...

Nehmen wir an, die Ferienbörsianer/Grossinvestoren kommen in den nächsten zwei Wochen retour...sehen die Gewinne und überlegen sich nachzukaufen oder den Gewinn mal ins trockene zu bringen...

Was meint ihr...ins Trockene bringen...oder den Markt mit zusätzlichen Volumen nach und nach Aufkaufen. Das heisst indirekt würde der Markt sinken, jedoch wenn nach und nach dazu gekauft wird, bleibt der Kurs gleich und steigt nach und nach gegen Norden, da das Volumen als Indikator genutzt wird....

...hoffe ihr könnt mir folgen...wie seht ihr die nächsten 3 Wochen??

+350 % im Spiel - meld Dich unter PN

31.07.2009 19:41
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SMI im Juli 2009

Weiss jemand wo der Index steht...Baltic Dry Index

In der Vergangenheit wurde meist verlässlich auf diesen Index gepostet...

+350 % im Spiel - meld Dich unter PN

31.07.2009 18:23
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daytrader1
markus

bin schon auf deinen august thread und marktanalyse gespannt Lol

31.07.2009 17:23
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SMI im Juli 2009

Quote:

KOF-Konjunkturbarometer erholt sich im Juli weiter

Die Talfahrt der Schweizer Wirtschaft dürfte weiter an Tempo verlieren. Dies deutet das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich an, das sich im Juli deutlich erholt hat.

Gegenüber dem Vormonat sei das Konjunkturbarometer um 0,5 Punkte auf -0,99 Zähler gestiegen, teilte die KOF in einem Communiqué mit. Auch im Juni war die Lage nicht ganz so schlimm, wie zunächst angenommen. Die KOF revidierte die Juni-Zahlen des Konjunkturbarometers von -1,65 auf -1,49 Punkte nach oben.

http://www.cash.ch/news/topnews/kofkonjunkturbarometer_erholt_sich_im_ju...

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Benjamin Franklin

31.07.2009 17:03
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Na sowas...

Lol

News > Schweiz Markt > Börsenreport

16:57:34

31-07-2009 16:34 AKTIEN NEW YORK/Freundlich - Ende der Rezession erkennbar

NEW YORK (awp international) - Die US-Börsenindizes sind am Freitag nach einem negativen Auftakt gestützt auf positive Konjunktursignale und die Hoffnung auf ein Ende der Rezession gestiegen. Händler verwiesen auf die jüngsten Daten, denen zufolge sich in den USA ein Ende der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten schweren Rezession abzeichnet. Die Talfahrt der US-Wirtschaft hate sich im zweiten Quartal merklich abgeschwächt. Nach Einschätzung von Volkswirten hat die US-Konjunktur ihren Tiefpunkt durchschritten und dürfte im zweiten Halbjahr wieder wachsen.

Der US-Leitindex Dow Jones stieg im frühen Handel um 0,31 Prozent auf 9.183,18 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,15 Prozent auf 988,24 Punkte. An der Technologiebörse NASDAQ kletterte der Composite-Index um 0,20 Prozent auf 1.988,34 Zähler. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 0,26 Prozent auf 1.614,01 Punkte nach oben./sf/he

Gruss,

Simona

31.07.2009 14:36
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SMI im Juli 2009

GDP

Q2 -1.0%

Q1 wurde korrigiert von -5.5% auf -6.4% :o

MFG

Sprössling

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

31.07.2009 13:59
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SMI im Juli 2009

Habe das Gefühl das ein Setback des SMI schon früher kommen wird als ende August. Bin jedenfalls mal n paar put long gegangen. Habe das Gefühl das das nicht mehr lange so weitergehen kann. Gute 11% Innerhalb von 2 wochen.. da muss mal n sell off kommen in der nächsten Zeit.

It is the one sphere of life and activity where victory, security, and success is always to the minority and never to the majority. When you find anyone agreeing with you, change your mind." -John Maynard Keynes

31.07.2009 11:34
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SMI im Juli 2009

in_God_we_trust wrote:

Vielen Dank für Eure Ausführungen zum Thema Volumen!

Dann geh ich recht in der Annahme, dass Mitte bis Ende August, wenn die Leute wieder zurückkommen aus den Ferien, der inzwischen aufgeblasene SMI wieder etwa auf den Stand von Ende Juni (5300) zurück korrigieren wird?

Das muss so nicht sein - nein. Natürlich wäre langsam eine Konsolidierung bzw. gewisse Korrektur im SMI fällig - aber diese muss nicht zwingend so stark ausfallen.

Was du einfach mitnehmen musst ist, dass in den Sommermonaten tendenziell weniger gehandelt wird - man also mit grösseren Kursausschlägen (nach oben und unten) rechnen muss.

Niedrigere Volumen können Kurse schneller nach oben pushen - aber natürlich ist genauso gut das Gegenteil möglich. z.B kann es heikel werden, wenn eine grössere Anzahl von Stop Loss ausgelöst werden und auf der Geldseite die nötigen Käufer fehlen.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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31.07.2009 11:30
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SMI im Juli 2009

Vontobel wrote:

...Wenn nur der Fritz aus dem Appenzell CHF 50 bezahlt...

Ich bin doch nicht aus dem Appenzell LolLol

Gruss

fritz

31.07.2009 11:25
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SMI im Juli 2009

Vielen Dank für Eure Ausführungen zum Thema Volumen!

Dann geh ich recht in der Annahme, dass Mitte bis Ende August, wenn die Leute wieder zurückkommen aus den Ferien, der inzwischen aufgeblasene SMI wieder etwa auf den Stand von Ende Juni (5300) zurück korrigieren wird?

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2009 11:07
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SMI im Juli 2009

in_God_we_trust wrote:

Als Marktpartizipant ist es mir doch egal, ob ich mit Aktien bei grossem oder kleinem Volumen einen Gewinn von z.B. Fr. 1000.- mache, nicht wahr?

Gewinn = Gewinn - ganz klar.

Nur macht es doch einen entscheidenden Unterschied ob Kurse mit hohen oder niedrigen Volumen zu Stande kommen.

Extrembeispiel:

Du kaufst eine extrem schwach gehandelte Aktie. Diese steigt am Folgetag um +40% ... super! ...1 Woche später steigt die Aktie um nochmals +42.86% an. Toll! 100% Buchgewinn innerhalb einer Woche.

Das Problem ist: Die Kursgewinne wurden durch minimale Umsätze erreicht. Leider umfassen die Geldkurse nur Volumen von wenigen 100 Fr. Wenn du nun die Aktie bestens verkaufen würdest, würde der Kurs wieder um einen grossen Teil zusammenkrachen.

Je niedriger die Volumen am Markt sind - desto einfacher können sie manipuliert werden - desto schwankungsanfälliger sind sie und oftmals: desto weniger aussagekräftig sind sie.

Denn eine Aktie die z.B CHF 50 kostet - muss nicht unbedingt einen Marktwert von CHF 50 aufweisen. Der entscheidende Marktwert ist letztlich dieser bei dem eine sehr grosse Masse zu handeln bereit ist. Wenn nur der Fritz aus dem Appenzell CHF 50 bezahlt und die restliche Investorengemeinde lediglich CHF 20 bezahlen möchte - dann liegt der Marktwert wohl eher bei CHF 20 als bei CHF 50 - obwohl in einer Momentaufnahme der Kurs durchaus optisch bei CHF 50 stehen mag.

Aber klar: Wenn du jeweils nur mit ein paar wenigen Tausend Franken tradest musst du dem Punkt "Volumen" weniger Beachtung schenken, als jemand, der vielleicht mit ein paar Hundertausend investiert ist.

Trotzdem ist es auch für den Kleinanleger durchaus interessant zu wissen ob die derzeitigen Kurse durch den Grossteil der Anlegerschaft gemacht wird oder ob sich lediglich eine Minderheit beteiligt.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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31.07.2009 11:02
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@mf

ernsthaft nachgefragt:

was ist jetzt mit deiner evel-knivel Theorie oder wie immer diese geheissen hat?

greez

31.07.2009 11:00
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SMI im Juli 2009

in_God_we_trust wrote:

MarcusFabian wrote:
Schwer zu sagen. Die Sommermonate sind eigentlich nie sonderlich relevant, denn die Big-Boys sind in Urlaub und die Börsen werden bei niedrigem Volumen von den Kleinanlegern bestimmt.

Vielen Dank für Deine nachhaltigen Ausführungen!

Wofür sind denn die Sommermonate nicht relevant? Als Marktpartizipant ist es mir doch egal, ob ich mit Aktien bei grossem oder kleinem Volumen einen Gewinn von z.B. Fr. 1000.- mache, nicht wahr?

mf meint damit wohl die "Nachhaltigkeit"

31.07.2009 10:55
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SMI im Juli 2009

Ich denke, dass die Börse nach Ferienende nochmals absäufft. Im Moment sind vermutlich schlaue Computerprogramme die Depots am verwalten und freuen sich über die Gewinne welche durch die Kauflust der Anleger eingefahren werden. Danach wird wieder, von den Staaten abgesegnet, die nächste Hiobsbotschaft rausgelassen um wieder alle zu verunsichern usw....

31.07.2009 10:25
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SMI im Juli 2009

MarcusFabian wrote:

Schwer zu sagen. Die Sommermonate sind eigentlich nie sonderlich relevant, denn die Big-Boys sind in Urlaub und die Börsen werden bei niedrigem Volumen von den Kleinanlegern bestimmt.

Vielen Dank für Deine nachhaltigen Ausführungen!

Wofür sind denn die Sommermonate nicht relevant? Als Marktpartizipant ist es mir doch egal, ob ich mit Aktien bei grossem oder kleinem Volumen einen Gewinn von z.B. Fr. 1000.- mache, nicht wahr?

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

31.07.2009 07:42
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SMI im Juli 2009

MarcusFabian wrote:

Aber zumindest in Europa fangen die sozialen Netze die Arbeitslosen auf. D.h. die Arbeitslosen verdienen dann zwar weniger aber zumindest fallen sie als Konsumenten nicht ganz aus. Das heisst, eine Grosse Depression wie anno 1929ff wird es nicht geben.

Noch ein wesentlicher Unterschied zu damals:

Die geburtenstarken Jahrgänge (ab 1941) treten seit einigen Jahren aus dem Arbeitsleben aus. Das hat auch einen Einfluss auf die Arbeitslosenzahlen. Das BVG wurde erst seit 1985 obligatorisch, trotzdem dürften sie eine nicht unbeachtliche Kaufkraft haben.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

31.07.2009 04:40
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SMI im Juli 2009

in_God_we_trust wrote:

Hallo MarcusFabian. Wie geht's nun weiter? Wann kommt die Korrektur? Ist Dein Kopf wieder soweit ausgeruht, um neue Visionen zu produzieren? Wink

Gruss nach Dubai!

Schwer zu sagen. Die Sommermonate sind eigentlich nie sonderlich relevant, denn die Big-Boys sind in Urlaub und die Börsen werden bei niedrigem Volumen von den Kleinanlegern bestimmt.

Die Wirtschaft befindet sich noch im gebremsten Abschwung und weltweit steigt die Arbeitslosigkeit. Aber zumindest in Europa fangen die sozialen Netze die Arbeitslosen auf. D.h. die Arbeitslosen verdienen dann zwar weniger aber zumindest fallen sie als Konsumenten nicht ganz aus. Das heisst, eine Grosse Depression wie anno 1929ff wird es nicht geben.

Zumindest nicht, solange die sozialen Netze halten und deren Tragfähigkeit kennen wir ja nicht.

Die tragende Wirtschaftskraft ist im Moment überall der Staat. Er springt als Schuldner ein, wo sonst keine Kredite mehr genommen werden, er kommt mit diesen neuen Schulden für die Arbeitslosen wie auch die Unfähigkeiten der Banken auf und dereinst werden auch noch Wirtschaftsunternehmen staatlichlich subventioniert werden müssen.

Solange die Staaten also noch Kredit bekommen und nicht bankrott gehen (und das können sie, sollte die Währung kollabieren), ist es gut möglich, dass die Krise über mehrere Jahre auf niedrigem Niveau ausgesessen wird.

Somit haben wir nun nach dot-com-Blase und Immobilien-Blase eine Staatsschuld-Blase.

In dieser Reihenfolge ist jede Blase jeweils um Faktoren Grösser als die vorangegangene und entsprechend war auch jeweils das Platzen der Blase dramatischer als bei der vorangegangenen.

Wollen wir deshalb hoffen, dass diese Staatsschuld-Blase nicht auch kollabiert!

Gesund ist diese Entwicklung natürlich nicht, denn Staaten sind bekanntlich absolut ungeeignet, die Wirtschaft zu leiten und zu führen. Denn Politclowns können nur aussitzen und Geld ausgeben. Dennoch tun sie im Moment das einzig richtige. Sie bauen Netze, um einen Kollaps zu verhindern und hoffen auf die Erholung.

30.07.2009 23:04
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SMI im Juli 2009

Niemand weiss doch genau was kommt.

Was ich schon oft sagte und wiederhole ist, dass die Krise übertrieben auf die Kurse gedrückt hat. Da wurde halt auch etwas gar viel manipuliert und noch mehr gedrückt. Hinzu kommt dass fast alle - selbst das kleinste Käsblättchen heute reisserisch und boulevardmässig daherkommt. Die Folge ist eine Hysterie, die wir hatten.

Was nun kommt ... hmm.. ich denke Asien/Europa wird bald aus der Rezession sein. Die Amis werden noch ne Weile bluten und das ist auch richtig so. Die sind selber schuld für ihren Pump-Lifestyle-Kriegsspiel-Weltpolizist-alles ist möglich-Quatsch.

Nichts destotrotz wird die USA - also der Staat auch wieder Geld einnehmen und die Gelddruckereimaschinerie wird etwas abgedämpft. Wichtig ist, ob sie es nachher schnallen und mit mehr Hirn weiterarbeiten. Anzeichen dafür sind da (Truppenabzug Irak, kein Irankrieg, neue Regeln gegen Manipulationen der kleinen Madoffs).

mal sehen. Für mich gilt: Ich bin hauptsächlich bei tiefsten Kursen eingestiegen und werde sicher noch viel Freude an meinem Depot haben. Eine weitere Blase wird so oder so irgendwann platzen - seis auch erst wenn Indien/China zuviel Öl verbrauchen, dass der Preis zu hoch wird. Man muss dann abspringen und kann nach dem nächsten Crash wieder rein...

30.07.2009 23:00
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SMI im Juli 2009

MarcusFabian wrote:

el Toro wrote:
MarcusFabian wrote:

Tatsache gemäss COT-Daten ist: Die Kleinanleger kaufen wie blöd und die Fonds und Banken verkaufen ihnen die Aktien.

Wer wird das Spiel wohl gewinnen???

Die Kleinanleger :idea:

Die Hoffnung stirbt zuletzt Wink

(Zuerst stirbt das Konto Lol )

es ist nicht mehr NUR Hoffnung!

run rabbit, run...

30.07.2009 22:52
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SMI im Juli 2009

orangebox wrote:

Ach komm dieser MEGA CRASH wirs seid eh und je prognostiziert

wie die Realität aussieht sieht man jetzt.

Ooooh! Und wie dieser MEGA CRASH kommt, sollte weiter so mit Staatsgeld umgegangen werden. Wie gesagt, aufgeschoben ist nicht aufgehoben - und es wird alles immer schlimmer, je länger man zuwartet, weil es immer teurer wird.

Wären wir nun dabei, die Krise ein weiteres mal zu verschieben, dann gäbe es nun nochmals richtig Party an den Börsen (wegen Infaltion, tiefen Zinsen, und dem vielen vielen Bargeld, welches Angelegt werden möchte -- Marc Faber spricht von 80% der Investoren, welche die seit März dauernde "Rally" verpasst haben!). Gesund ist es nicht, aber wir sind auf bestem Weg dorthin.

Übrigens: ich glaube länger denn weniger an eine Korrektur von über 10% - weil die Zahl der Investoren, welche in den Markt möchten, um einiges grösser ist als diejenigen, welche raus möchten. Grund dafür sind die immer besser werdenen Wirtschaftszahlen, bei denen es sich je länger dessto mehr um "Tatsachen" und nicht mehr einfach nur um "Hoffnungen" handeln (Rezessionsende in 2009?!!?). Die Gier und die Angst nicht dabei zu sein, etwas zu verpassen, ist eifach grösser. Die Dauer dieser Rally (oder Bullenmarkt) gibt Sicherheit und ein Gefühl von Boden-ist-erreicht --- da spielt mittelfristig die Psychologie eine weit bedeutendere Rolle als die wirklichen Zahlen.

9-er-Sommer sind übrigens sehr gute Sommer. 10er-Jahre sind eher schlechte Jahre, wobei die wirklichen Taucher erst im zweiten Halbjahr folgen.

run rabbit, run...

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