SMI im Juli 2010

802 posts / 0 new
Letzter Beitrag
MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juli 2010

Meine Aussage im Juni-Thread, die Kurse würden seitwärts bis abwärts verlaufen, hat sich unter dem Strich bestätigt.

Nehmen wir jeweils Anfang und Ende Monat, sind sie sogar gefallen. Das würde ich allerdings nicht überbewerten. Schliesslich befinden wir uns mitten im Sommerloch, das traditionell am Memorial day (31. Mai) beginnt und am Labour day (6. September) endet.

Während dieser umsatzschwachen Zeit können die Kurse bei schwachem Volumen jede beliebige Richtung annehmen. Meist steigen sie, da die Kleinanleger an den Börsen nun ein höheres Gewicht haben. Und Kleinanleger sind ja bekannter Weise Optimisten.

Sofern das Mai-Tief von 6050 also nicht unterschritten wird, gehe ich von einer Erholung bis 6500-6550 aus, was eine mehrmonatige Seitwärtsbewegung bestätigen würde.

Ein ideales Umfeld also für Zocker und Trader: Long ab 6150 und dann wieder short ab 6500.

Auch von der Nachrichtenfront gingen keine grossen Impulse aus. Die Problematik um Griechenland, Spanien & Co. geht weiter, auch wenn sie dank WM ein bisschen aus dem Focus der Anleger versdrängt wurde. Den Anglosachsen kann das nur recht sein, denn nach dem Euro könnte durchaus auch das Pfund und der Dollar (in dieser Reihenfolge) in den Focus der Spekulanten treten. Nicht ganz ungerechtfertigt, denn der Unterschied zwischen Griechenland und den USA liegt lediglich darin, dass die USA die Währung, in der sie verschuldet sind, selber drucken können. Den Griechen ist das verwehrt. Hätten sie die Drachme, könnten sie ihre Schulden durch Inflation im Wert mindern. So aber ist ein harter Sparkurs angesagt, der das griechische Volk hart treffen wird.

Einzige Lösung wäre ein Austritt aus dem Euro, Wiedereinführung der Drachme und ein sofortiger Währungsschnitt. Leidtragende solch einer Massnahme wären die Banken, die Griechenland Kredite gegeben haben und entsprechend hohe Beträge abschreiben müssten. Allen voran die Deutsche Bank.

Der Griechenland-bailout des deutschen Steuerzahlers ist also in Tat und Wahrheit keine Hilfe für Griechenland sondern eine Hilfe für die Deutsche Bank. Zum Glück hat das aber niemand dem deutschen Michel erzählt Wink

In den USA dürfte per Anfang Juli eine neue statistische Zählmethode für die Ermittlung der Arbeitslosenzahlen eingeführt werden. Dabei sollen langfrist-Arbeitslose, die von der Sozialhilfe leben, aus der Statistik rausfallen. Entsprechend werden wir demnächst mit vermutlich sehr "guten" Arbeitsmarktdaten aus den USA beglückt, was den Börsen einen Aufwärtsschub geben dürfte.

Ihr seht schon, worauf ich hinaus will: Die Börsen entfernen sich zunehmend von der Realität. Die aktuell hohen Aktien- und Obligationenpreise entbehren jeglicher Grundlage und kommen nur durch die Pumpenkohle der Staaten zustande, die den Banken hinten rein geschoben wird. Entsprechend die mittlerweile zur Routine gewordene Schlussfolgerung, dass die Aktienpreise auch weiterhin von der Geldpolitik der Zentralbanken abhängen: Wird weiter gepumpt, steigen die Preise, wird Geld vom Markt genommen, sinken sie.

Der G20 Gipfel vermag auch nicht zu überraschen. Die Politiker haben versprochen, Geld zu sparen und Schulden abzubauen aber in spätestens einem halben Jahr werden wir wissen, dass auch diesmal das Versprechen gebrochen wird: Die Schulden werden weiter wachsen. Es geht gar nicht anders! Politiker wollen schliesslich wiedergewählt werden. Was ist da einfacher, als das Volk mit neuem Geld zu beglücken und die Rückzahlung in die Zukunft zu schieben? Das wird seit mittlerweile gut 40, 50 Jahren so gemacht und daran wird sich bis zum Kollaps auch nichts mehr ändern.

Fazit: Für Juli spricht mehr für steigende als für fallende Börsenkurse. Kein Problem also, einen Zock auf der langen Seite mitzunehmen. Mittel- und langfristig sollten wir aber immer im Hinterkopf haben, dass der Bärenmarkt noch nicht zu Ende ist und wir mit grosser Wahrscheinlichkeit die Tiefstände vom März 2009 nochmals von unten sehen werden!

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juli 2010

weico wrote:

Dazu kommt noch ,wie Du ja selber schreibst,dass die Bank (..als Notausgang.. )die Hypothek jederzeit wegen "Unterdeckung" auflösen kann.

Wie Du absolut richtig schreibst,ist dann derjenige Schuldner eine "arme Sau",der keine entsprechenden Werte der Bankforderung entgegenstellen kann.

P.S...nun darf "kapitalist" gerne seine "Verflüchtigunstheorie" schildern,um Unseren "Denkfehler" aufzudecken.. 8)

Also, mal schön der Reihe nach:

Frage: Was passiert in einer Hyperinflation?

Antwort: Vermögenswerte werden entwertet.

Zu wessen Nachteil?

Zum Nachteil dessen, der Geld oder Geldforderungen besitzt. Bargeld, festverzinsliche Obligationen etc.

Zu wessen Vorteil?

Wenn der Besitzer von Geldforderungen das Nachsehen hat, lässt das nur den Schluss zu, dass die Gegenseite, der Schuldner den Vorteil daraus zieht.

Bestes Beispiel ist das Deutsche Reich, dessen Schulden von RM 120 Mrd. nach der Währungsreform (1 Billion zu eins) noch ganze 12 Pfennig Wert waren.

Die Banken wären nicht in der Lage, die Hypothekarzinsen so schnell anzuheben, wie die Teuerung steigt. Sie würden zwangsläufig "hinterherhinken".

Doch selbst wenn: Das mit dem Hypothek jederzeit wegen "Unterdeckung" auflösen ist Theorie. In der Praxis kaum durchzusetzen.

Warum?

Was passiert, wenn die Bank die Hypothek auflöst? Ich sage der Bank, "sorry, aber ich kann die Hypothek nicht auf einen Schlag bezahlen und ich finde auch keine andere Bank, die refinanziert."

Was tut die Bank? Sie kann das Haus zwangsversteigern und mich rausschmeissen. Fein. Aber dann macht die Bank Verluste, denn das Haus lässt sich in einer Hyperinflation nicht verkaufen. Da ist es für die Bank besser, sie lässt mich in meinem Haus und gibt sich mit niedrigeren Zinszahlungen zufrieden.

Übrigens passiert exakt das vermehrt in den USA.

---

Übrigens zu der Diskussion von gestern, Stichwort Sondersteuer für Immobilien nach der Währungsreform:

Lastenausgleich

Die Währungsreform begünstigte die Besitzer von Sachwerten. Wer

beispielsweise in Immobilien oder Gold angelegt hatte, erlitt bei der

Währungsreform keine Verluste, im Gegensatz zu den vielen Sparern,

deren Spar- und Bankguthaben, Pfandbriefe usw. abgewertet wurden.

Bevorteilt waren auch Kreditnehmer durch die Abwertung ihrer Schulden

auf ein Zehntel des ursprünglichen Betrags. Ein Lastenausgleichsverfahren

sollte deshalb Ungerechtigkeiten mildern. Die Ausgestaltung überließen

die Alliierten den Deutschen.

Geregelt wurde der Lastenausgleich durch das Soforthilfegesetz vom

8. A ugust 1949 und durch das Lastenausgleichsgesetz vom 14. August

1952. Der Lastenausgleich umfasste drei Abgaben (Steuern): die Vermögensabgabe,

die Hypothekengewinnabgabe und die Kreditgewinnabgabe.

...

Mit der Hypothekengewinnabgabe wurde Immobilienbesitzern der Vorteil

entzogen, der ihnen durch die Abwertung ihrer Hypothekendarlehn auf

ein Zehntel zugefallen war. In der Praxis bedeutete das: Der Schuldner

zahlte nach der Währungsreform für sein Hypothekendarlehn den ursprünglich

in Reichsmark festgesetzten Betrag für Zinsen und Tilgung in

unveränderter Höhe in D-Mark weiter, wobei der Gläubiger aber nur das

ihm zustehende Zehntel erhielt, während die übrigen neun Zehntel in den

Lastenausgleich flossen.

Quelle: Konrad Adenauer Institut,

"WÄHRUNGSREFORM UND SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT"

Seite 17

http://www.kas.de/wf/doc/kas_13912-544-1-30.pdf?080624102748

Jetzt stellt sich für mich folgende Frage:

Dass jemand ein Haus besitzt, lässt sich durch den Fiskus einfach herausfinden. Der Eigentümer ist also leicht zur Kasse zu bitten.

Wie aber sieht es mit jemandem aus, der andere Sachwerte wie Gold, Edelsteine, Kunstwerke besitzt? Der wird sich ja wohl kaum "outen", um dann hohe Sondersteuern zu zahlen!?

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

@MF danke für Dein Posting.

Ich hoffe die Märkte beruhigen sich in nächster Zeit ein wenig, ist ja weder für Bären noch Bullen lustig wie es im Moment läuft.

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 21.07.2017
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
SMI im Juli 2010

MarcusFabian wrote:

Wie aber sieht es mit jemandem aus, der andere Sachwerte wie Gold, Edelsteine, Kunstwerke besitzt? Der wird sich ja wohl kaum "outen", um dann hohe Sondersteuern zu zahlen!?

Oui, das lässt den Fiskus aber gleich aufheulen. Er ist in den Startlöchern und wird den Markt überwachen. Wie also soll der Besitz von virtuell in real gewandelt werden ohne ebenfalls zur Kasse gebeten zu werden.

Derjenige welcher Zeit hat so an die zwanzig Jahre ist da fein raus, der welcher mit dem Vreneli ein Pfünderli (auf dem Schwarzmarkt im Urnertal) kauft ebenfalls (falls es nicht erwischt wird). Aber der, welcher NUR solche Werte hat, den triffts. Ab ins Loch....

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 07.02.2016
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
SMI im Juli 2010

MarcusFabian wrote:

Wie aber sieht es mit jemandem aus, der andere Sachwerte wie Gold, Edelsteine, Kunstwerke besitzt? Der wird sich ja wohl kaum "outen", um dann hohe Sondersteuern zu zahlen!?

Zuerst wird es eine Amnestie mit einer sehr kurzen Frist geben, denn wir reden ja von jenen, die ihre Sachwerte nicht deklariert haben.

Danach wird der Handel massiv reguliert, wie z.B. bei Waffen. Illegaler Handel wird mit drakonischen Strafen belegt. EM dürfen dann nur noch über staatliche oder staatlich autorisierte Händler (oder nur noch über Banken) gehandelt werden, die entsprechende Meldepflichten haben. EM-Handel auf eBay etc. wird (sofern nicht schon vorab geschehen) verboten - damit die bösen "Krisengewinnler" und Steuerhinterzieher das Volk nicht übers Ohr hauen können.

Mit Kunst dürfte das ein bisschen schwieriger sein, aber dies betrifft kaum die Masse, und DIE soll ja schliesslich rasiert werden.

Tiesto
Bild des Benutzers Tiesto
Offline
Zuletzt online: 02.12.2011
Mitglied seit: 04.06.2008
Kommentare: 2'335
SMI im Juli 2010

Uuuhi... :oops: das wird bald jede Aktie CHF 10.00 Wert sein... :shock:

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 23.07.2017
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'094
SMI im Juli 2010

@MarcusFabian:

Im letzten Monat hat man doch auch über Gold diskutiert. Dazu ist heute im Cash ein Artikel erschienen der Deine Theorie aber bös widerlegt:

"«Gold wird seine Bedeutung verlieren»

Gold und Geld sind nicht seit jeher gleichzusetzen.

01.07.2010 08:49

Der Boom ums edle Metall ist nur vorrübergehend — dies sagt Jürg Conzett, Direktor des Money Museums. Im cash-Video-Interview nennt er die Gründe und zeigt seine Schätze.

Gérard Moinat

«Gold wird das gleiche Schicksal erleiden wie Silber», sagt Jürg Conzett, Direktor des Money Museums und selbständiger Vermögensverwalter im cash-Video-Interview (siehe Schluss). Der Prämienaufschlag, den Anleger fürs Edelmetall in diesen Tagen aus Angst vor der Zukunft des Währungssystems zahlen, wird verschwinden. Auch der Goldpreis werde ähnlich dem Silber künftig ausschliesslich aufgrund von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Einen «Angst-Aufschlag» zahlt man derzeit beispielsweise auf den Krügerrand — einer Goldmünze, deren Kauf gemäss Conzett grundsätzlich sehr interessant wäre. Doch im Krügerrand-Preis ist in diesen Tagen eine Prämie von fast 10 Prozent enthalten; zwei oder drei Prozent wären noch akzeptabel.

Korrektur des Goldpreises steht bevor

Am Beispiel dieser Münze wird die Überhitzung des Goldpreises deutlich. Die Preissteigerung, wie sie in der ersten Jahreshälfte 2010 zu beobachten war, kann nicht ständig so weiter gehen, ist Conzett überzeugt. Das Edelmetall wird sich zwar kurzfristig weiter verteuern, «aber es wird bald eine Korrektur geben».

Trotzdem dürfe man nicht vergessen, dass «eine Goldmünzensammlung eine werterhaltende Anlage sei». Damit werde man zwar nicht reich — aber Gold wird im Verhältnis zu Geld Jahr für Jahr mehr wert. Das Edelmetall wirkt weit mehr als nur inflationsausgleichend.

Mit Gold wurde fast nie bezahlt

Schaut man in der Geschichte zurück, fällt auf, dass Gold erst in jüngster Zeit als Zahlungsmittel eingesetzt wurde, wie beispielsweise in Form des Goldvrenelis. Gold hat in der Geldgeschichte nie die gleich dominante Rolle wie Silber gespielt: Bei den Griechen und Römern wurde es entweder als Schmier- oder Notgeld verwendet. Und auch im Mittelalter, vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, war Silber wichtiger als Gold.

Später, als der Silberpreis zerfiel, übernahm Gold kurzfristig die Aufgabe als Zahlungsmittel. Seit der Entkoppelung des Goldes vom Geldsystem, verliert es jedoch immer rascher an Bedeutung, erklärt Conzett. Während sich der Goldpreis nochmals aufbäumt, widmet das Money Museums mit der Sonderausstellung «Gold — zwischen Traum und Wirklichkeit» eine Hommage ans edle Metall (hier sehen Sie das Video). Im Museum auf dem Zürichberg können sich Besucher dort in den nächsten Monaten gratis zur Herkunft, Herstellung und Verwendung des gelben Metalles informieren."

Besser reich und gesund als arm und krank!

redflag
Bild des Benutzers redflag
Offline
Zuletzt online: 23.03.2011
Mitglied seit: 31.12.2007
Kommentare: 42
SMI im Juli 2010

Quote:

Sofern das Mai-Tief von 6050 also nicht unterschritten wird, gehe ich von einer Erholung bis 6500-6550 aus, was eine mehrmonatige Seitwärtsbewegung bestätigen würde.

Und von was gehst du jetzt aus, wo das Mai-Tief unterschritten wurde?

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 07.02.2016
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
SMI im Juli 2010

Kapitalist wrote:

Und auch im Mittelalter, vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, war Silber wichtiger als Gold. Später, als der Silberpreis zerfiel, übernahm Gold kurzfristig die Aufgabe als Zahlungsmittel.

Das heisst, Silber wird noch nachziehen.

Kapitalist wrote:

Seit der Entkoppelung des Goldes vom Geldsystem, verliert es jedoch immer rascher an Bedeutung, erklärt Conzett.

Freudscher Verschreiber. Wink

Friederich
Bild des Benutzers Friederich
Offline
Zuletzt online: 05.03.2014
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 1'446
SMI im Juli 2010

Müssen die Banken heute nicht noch über 440 Mia. EUR zurück bezahlen? Das ist auch nicht unbedingt förderlich für die Börse.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Sallatunturi
Bild des Benutzers Sallatunturi
Offline
Zuletzt online: 22.12.2011
Mitglied seit: 25.06.2008
Kommentare: 1'543
Goldy

Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen Wink

Er spricht von Goldmünzen allgemein. Die haben entsprechenden Aufpreis, basierend der Qualität (da gibt es 4 Stufen, yu know it?), und kann bis 10% sein und in raren Münzen auch mehr. Der innere Wert ist aber nur die entsprechende Feinheit, und diese ist im Notfall relevant, denn wenn du dann verkaufen musst, findest wahrscheinlich keinen Sammler der den Aufpreis zahlt.

Und ansonsten sagt er dass sich Gold langfristig entsprechend der Inflation entwickeln wird, und wie du weisst ist der Goldpreis die letzten Jahre stark gestiegen. Somit kann auch da in den nächsten Jahren wenn keine Inflation kommt der Preis etwas zurückkommen aber langfristig (das können auch 100Jahre sein) wird er die Inflation widerspiegeln.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 23.07.2017
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'094
SMI im Juli 2010

Denne wrote:

Kapitalist wrote:
Und auch im Mittelalter, vom 15. bis ins 19. Jahrhundert, war Silber wichtiger als Gold. Später, als der Silberpreis zerfiel, übernahm Gold kurzfristig die Aufgabe als Zahlungsmittel.

Das heisst, Silber wird noch nachziehen.

Kapitalist wrote:

Seit der Entkoppelung des Goldes vom Geldsystem, verliert es jedoch immer rascher an Bedeutung, erklärt Conzett.

Freudscher Verschreiber. Wink

Das heisst nicht dass Silber jetzt anziehen muss. Es werden ja keine Münzen mehr aus Silber hergestellt. Vor einigen Jahren hat man Silber noch für die Entwicklung von Filmen gebraucht, seit der Entwicklung der Digitalfotografie braucht man auch praktisch kein Siber mehr in der Industrie.

Mit der Entkoppelung des Goldes vom Geldsystem ist der Umstang gemeint, dass Währungen heute nicht mehr zwingend durch Gold gedeckt werden müssen.

Besser reich und gesund als arm und krank!

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 07.02.2016
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
SMI im Juli 2010

Kapitalist wrote:

... seit der Entwicklung der Digitalfotografie braucht man auch praktisch kein Siber mehr in der Industrie.

Elektronik, Autoindustrie, Medizinaltechnik ..

Kapitalist wrote:

Mit der Entkoppelung des Goldes vom Geldsystem ist der Umstang gemeint, dass Währungen heute nicht mehr zwingend durch Gold gedeckt werden müssen.

Ist mir schon klar, hence "fiat money".

Den Verschreiber fand ich lustig, weil sich das "es" auf "Geldsystem" bezieht, was aber kaum die Absicht des Autors war, aber m.E. die Realität ziemlich treffend beschreibt.

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 07.02.2016
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
SMI im Juli 2010

Kapitalist wrote:

Es werden ja keine Münzen mehr aus Silber hergestellt.

?

Die laufen sogar ziemlich gut in letzter Zeit ...

scaphilo
Bild des Benutzers scaphilo
Offline
Zuletzt online: 06.09.2011
Mitglied seit: 10.07.2008
Kommentare: 701
SMI im Juli 2010

Wie ist das eigentlich: Der Euro hat jetzt in den letzten Wochen ca 5%-10% an Wert verloren. Die SNB hat 250Mia davon. Also zwischen 16-32Mia CHF Verlust gemacht. Ist das schlimm oder ist das bei einer ZB egal? Pro Bürger hat diese Aktion der SNB nur schlappe 5000CHF gekostet. Ich weiss nicht ob die SNB pleite gehen kann. Im Prinzip ja nicht, sie könnte so viel CHF in Euro tauschen bis sie wieder Gewinn hat weil der CHF an Wert verlieren würde. Meinungen... oder noch besser Wissen ist gefragt.

rainii
Bild des Benutzers rainii
Offline
Zuletzt online: 30.08.2011
Mitglied seit: 20.09.2009
Kommentare: 281
SMI im Juli 2010

Ich weiß, dass ich nichts weiß

(οἶδα οὐκ εἰδώς, oîda ouk eidōs)

Sokrates

(Sorry für meinen sinnlosen Comment, meine Finger haben gezuckt...) :oops:

tukaka
Bild des Benutzers tukaka
Offline
Zuletzt online: 21.10.2011
Mitglied seit: 02.02.2010
Kommentare: 272
SMI im Juli 2010

Kapitalist wrote:

seit der Entwicklung der Digitalfotografie braucht man auch praktisch kein Siber mehr in der Industrie.

:shock: soviel unwissen muss man erst mal in eine zeile packen können...

das in der fotografie verwendete silber wurde zu einem grossen teil rezikliert.

im gegensatz dazu wird das heute in der industrie eingesetzte silber in aller regel "verbraucht" (autoindustrie, mobiltelefon, elektronik, etc.)

schau mal wie nutzlos silber in der industrie ist

http://www.silber.de/anwendungen_von_silber.html

der silberverbrauch der industrie ist massiv. unter anderem auch aus diesem grund stürzt der silberpreis ab, wenn die industrielle nachfrage sinkt.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.

George Orwell

Ramschpapierhaendler
Bild des Benutzers Ramschpapierhaendler
Offline
Zuletzt online: 26.01.2012
Mitglied seit: 05.12.2008
Kommentare: 4'703
Re: SMI im Juli 2010

MF, vielen Dank für deinen Eröffnungsbeitrag. Bin jedoch nicht ganz deiner Meinung.

MarcusFabian wrote:

Fazit: Für Juli spricht mehr für steigende als für fallende Börsenkurse.

Im Gold-thread hast du folgendes zum Gold geschrieben:

MarcusFabian wrote:

...Sommer-Downer...

Begründung: Die G20 Pappnasen haben offiziell angekündigt, sparen zu wollen. Sparen, das bedeutet verringerung der Schulden und somit der Geldmenge. Evtl. auch höhere Steuern und somit weniger Konsum.

Genau diese Begründung könnte meiner Meinung nach auch zu sinkenden Aktienkursen führen. Ich messe den Sparmassnahmen zwar nicht all zu viel Ernsthaftigkeit zu. Aber ein par weitere Worthülsen werden in den nächsten Wochen wohl noch fallen und auf die Preise drücken. Danach wird die Wirkung jedoch wieder verpuffen. Tendenz für den Juli sehe ich also eher runter bis geradeaus.

dobry
Bild des Benutzers dobry
Offline
Zuletzt online: 01.12.2011
Mitglied seit: 31.05.2006
Kommentare: 859
SMI im Juli 2010

Da geht nix im SMI. Man weiss nicht ob runter oder rauf und wartet nur auf den Dow Jones um diesen nachzuahmen.

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

Also im Moment habe ich nur 3 Pferde in meinem Depot die nicht rot sind.

-Goldbach Media

-Sonova und

-Bossard

-Walter Meier hat sich auch noch gut gehalten.

Wünsche en guete

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

Ist ja lustig wie alles innerhalb von einer Minute wieder abkackt. DJ bereits wieder von +0.3% ins -0.3%.

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 23.07.2017
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'094
SMI im Juli 2010

tukaka wrote:

Kapitalist wrote:
seit der Entwicklung der Digitalfotografie braucht man auch praktisch kein Siber mehr in der Industrie.

:shock: soviel unwissen muss man erst mal in eine zeile packen können...

das in der fotografie verwendete silber wurde zu einem grossen teil rezikliert.

im gegensatz dazu wird das heute in der industrie eingesetzte silber in aller regel "verbraucht" (autoindustrie, mobiltelefon, elektronik, etc.)

schau mal wie nutzlos silber in der industrie ist

http://www.silber.de/anwendungen_von_silber.html

der silberverbrauch der industrie ist massiv. unter anderem auch aus diesem grund stürzt der silberpreis ab, wenn die industrielle nachfrage sinkt.

Jetzt müsste man einfach einmal die Vergleichszahlen vor 10, 20 und 30 Jahren haben. Wink

Ich mag mich noch daran erinnern dass die Schweizermünzen z.B. aus Silber waren. Und als man Fotos noch entwickelt hat war Rezyklierung wohl auch noch weitgehend ein Fremdwort.

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 23.07.2017
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'094
SMI im Juli 2010

Jetzt geht es aber zackig abwärts. Fallen heute die 6000 noch?

Besser reich und gesund als arm und krank!

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

Obwohl es um die Schweizer Wirtschaft und die Staatsverschuldung nicht so schlimm steht wie in einigen Nachbarländer und vor allem in Amerika, machen fast alle Börsen auf der Welt immer dasselbe was der DJ macht. Wir sehen wieder einmal wie manipuliert das ganze System ist und der Kursverlauf nichts mehr mit der Realität zu tun hat, sondern mit der Psyche der Anleger, Ängste, Zocken und und und. Mit investieren hat diese Form von Börse schon lange nichts mehr zu tun.

Ich freue mich auf jedenfalls schon auf den Crah und Eure Aktien

Wink

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

ich lache auch immer wenn von Unterstützungen gesprochen wird. In den letzten 3 Monaten habe ich jeweils nirgendwo eine Unterstützung auf dem Weg nach Unten gesehen!

fritz.
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Zuletzt online: 06.04.2015
Mitglied seit: 04.08.2006
Kommentare: 5'319
SMI im Juli 2010

Meveric wrote:

ich lache auch immer wenn von Unterstützungen gesprochen wird. In den letzten 3 Monaten habe ich jeweils nirgendwo eine Unterstützung auf dem Weg nach Unten gesehen!

Sind die Kurse in den letzten drei Monaten kontinuierlich gefallen, ohne Pausen einzulegen?

Gruss

fritz

Ramschpapierhaendler
Bild des Benutzers Ramschpapierhaendler
Offline
Zuletzt online: 26.01.2012
Mitglied seit: 05.12.2008
Kommentare: 4'703
SMI im Juli 2010

Kapitalist wrote:

Jetzt geht es aber zackig abwärts. Fallen heute die 6000 noch?

Ne, die sind noch da. Nur können wir sie jetzt von unten anschauen. Wink

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

Jep...

Was verstehst du unter Pausen? 30 Sekunden? Wink

Schau mal den letzten Monat an. Da waren überall die besagten Unterstützungen.....

http://premium.swissquote.ch/sq_mi/ChartServlet?w=620&h=440&isin=CH00099...

und nun noch heute

http://premium.swissquote.ch/sq_mi/IntradayChartServlet?w=620&h=440&isin...

Wo waren da Pausen?

Friederich
Bild des Benutzers Friederich
Offline
Zuletzt online: 05.03.2014
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 1'446
SMI im Juli 2010

Der SMI hat's geschaft und trägt eine "5" voran!

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juli 2010

@Friedrich

Judihui. Wenigstens eine freudige Nachricht.

Cherrokee
Bild des Benutzers Cherrokee
Offline
Zuletzt online: 16.01.2014
Mitglied seit: 22.12.2009
Kommentare: 264
SMI im Juli 2010

ja, wo sind jetzt die unterstützungen?????

sehe keine!!!

cherrokee

Seiten

Topic locked