SMI im Juli 2011

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orangebox
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SMI im Juli 2011

Jobless Claims in U.S. Decreased to Three-Month Low

Jobless claims fell by 24,000 to 398,000 in the week ended July 23, fewer than forecast, Labor Department figures showed today in Washington. The median estimate of economists in a Bloomberg News survey called for a drop to 415,000. There were no special factors associated with the decrease other than the usual volatility that occurs each year in July, a Labor Department spokesman said.

querschuesse.de

marcello
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SMI im Juli 2011

Was noch dazu kommt in Bezug auf QE3...

Who the f*** will jetzt noch US Treasuries kaufen, also Gläubiger der USA spielen. Da wird wohl auch die FED einspringen müssen. Also QE3!

M.A. aus A.
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SMI im Juli 2011

marcello wrote:

Was noch dazu kommt in Bezug auf QE3...

Who the f*** will jetzt noch US Treasuries kaufen, also Gläubiger der USA spielen. Da wird wohl auch die FED einspringen müssen. Also QE3!

z.B. unsere lieben Schweizer Grossbanken?

Irgendwo habe ich in den letzten Tagen gelesen, dass unsere Banken letztes Jahr massiv in US Treasuries investiert haben. Link folgt sobald gefunden.

Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie!

MarcusFabian
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SMI im Juli 2011

marcello wrote:

Der Staat kann sparen und die FED kann gleichzeitig QE3 machen.

Jain,

Die Frage lautet: wer, wenn nicht der Staat, wird dann die Kredite aufnehmen?

"Gelddrucken" bedeutet ja nichts anderes als dass die FED Geld zur Verfügung stellt. Jetzt braucht es aber auf der Gegenseite jemanden, der das Geld auch nimmt. Wer?

in_God_we_trust
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SMI im Juli 2011

boersenspiel wrote:

QE3 bei dieser Schuldensituation? Nicht viel eher Pulver bereits vollkommen verschossen? Ich sehe da einen grossen Unterschied zum "Beginn der Finanzkrise". Damals konnte "man" noch Stimulus-Programme in grossem Stil anwerfen und launchen (und Zinsen senken). Ich sehe eher "Game over" mit den herkömmlichen Hebel :roll:.

Die Aktien nd Treasuries in den USA sind ja nahe von Höchstständen! Es braucht also gegenwärtig weder QE3 noch game over. Den USA geht es blendend, zumindest Wallstreet!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

in_God_we_trust
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SMI im Juli 2011

marcello wrote:

Die FED und der Staat ist nicht das selbe!

Der Staat kann sparen und die FED kann gleichzeitig QE3 machen.

Bravo! Gut erkannt. Sowas nennt man Erkenntnisgewinn oder lernen. Siehst Du, das macht doch Freude! Biggrin

Gruss
iGwt

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in_God_we_trust
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SMI im Juli 2011

MarcusFabian wrote:

Jain,

Die Frage lautet: wer, wenn nicht der Staat, wird dann die Kredite aufnehmen?

"Gelddrucken" bedeutet ja nichts anderes als dass die FED Geld zur Verfügung stellt. Jetzt braucht es aber auf der Gegenseite jemanden, der das Geld auch nimmt. Wer?

Ich! Lol

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

plenaspei
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SMI im Juli 2011

MarcusFabian wrote:

marcello wrote:

Der Staat kann sparen und die FED kann gleichzeitig QE3 machen.

Jain,

Die Frage lautet: wer, wenn nicht der Staat, wird dann die Kredite aufnehmen?

"Gelddrucken" bedeutet ja nichts anderes als dass die FED Geld zur Verfügung stellt. Jetzt braucht es aber auf der Gegenseite jemanden, der das Geld auch nimmt. Wer?

Ich sehe da auch kein Problem, der Staat kann sparen und die FED Geld drucken. Das Geld das die USA brauch um nicht pleite zu gehen sind Verpflichtungen aus der Vergangenheit und sparen wollen sie in Zukunft.

MarcusFabian
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SMI im Juli 2011

plenaspei wrote:

Ich sehe da auch kein Problem, der Staat kann sparen und die FED Geld drucken. Das Geld das die USA brauch um nicht pleite zu gehen sind Verpflichtungen aus der Vergangenheit und sparen wollen sie in Zukunft.

Mag sein, dass wir jetzt aneinander vorbeireden aber in erster Linie haben die USA Schulden. Der Staat so 14 Billionen. Sparen im Sinn von weniger Geld ausgeben als man einnimmt wäre der erste Schritt. Die Ersparnisse würden dann dazu dienen, die Schulden abzubezahlen. Erst danach können Reserven angelegt werden.

Soweit die Theorie.

Die Praxis sieht so aus, dass im letzten Jahr 1.6 Billionen Schulden gemacht werden. Mehr als 10% des GDP. Entsprechend müsste mindestens 10% weniger ausgegeben werden, um auf eine ausgeglichene Bilanz zu kommen und entsprechend noch weniger, um die Schulden abzubauen.

Was ein Engerschnallen des Gürtels um 10% oder 15% pro Jahr wirtschaftlich bedeuten würde, liegt wohl auf der Hand. Es wäre eine klassische deflationäre Depression.

Und wie lange die anhalten müsste, bis die 14 Billionen abbezahlt sind kannst Du gerne selber ausrechnen.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Was ein Engerschnallen des Gürtels um 10% oder 15% pro Jahr wirtschaftlich bedeuten würde, liegt wohl auf der Hand. Es wäre eine klassische deflationäre Depression.

Und wie lange die anhalten müsste, bis die 14 Billionen abbezahlt sind kannst Du gerne selber ausrechnen.

20% Einsparungen wären für die Amis kein Problem. Man muss nur wollen und wieder ein bisschen in die Hände spucken!

Kann aber auch sein, dass schon die USA übervölkert sind (was dann für Europa etc. nochvielmehr gelten würde). Das sähe man daran, dass 20% einzusparen von den Amis nicht gutiert würde.

Eine übervölkerte Welt kann nicht mehr nachhaltig über Wasser gehalten werden. Irgendwann kollabiert dann jedes System.

Und dann gibt es Verteilkämpfe, die niemand mehr kontrollieren kann.

Gruss
iGwt

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Bullish
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MarcusFabian wrote:

marcello wrote:

Der Staat kann sparen und die FED kann gleichzeitig QE3 machen.

Jain,

Die Frage lautet: wer, wenn nicht der Staat, wird dann die Kredite aufnehmen?

"Gelddrucken" bedeutet ja nichts anderes als dass die FED Geld zur Verfügung stellt. Jetzt braucht es aber auf der Gegenseite jemanden, der das Geld auch nimmt. Wer?

Ja, JETZT hast Du das Problem erkannt. Und das ist eben ein tendenziell defaltionäres Problem.

in_God_we_trust
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SMI im Juli 2011

Wall Street fleht um Einigung im Schuldenstreit

http://www.cash.ch/news/front/wall_street_fleht_um_einigung_im_schuldens...

Kein Wunder! Wer am Meisten hat, hat auch am Meisten zu verlieren, wenn's clöpft! Lol

Sollen sie ihnen doch bitte den Gefallen nicht tun, oder nur unter gewissen Bedingungen!

Gruss
iGwt

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CuriousMe
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SMI im Juli 2011

MarcusFabian wrote:

..in erster Linie haben die USA Schulden. Der Staat so 14 Billionen. Sparen im Sinn von weniger Geld ausgeben als man einnimmt wäre der erste Schritt. Die Ersparnisse würden dann dazu dienen, die Schulden abzubezahlen. Erst danach können Reserven angelegt werden.

Soweit die Theorie.

Die Praxis sieht so aus, dass im letzten Jahr 1.6 Billionen Schulden gemacht werden. Mehr als 10% des GDP.

Zudem meint almighty S&P:

Quote:

A U.S. deficit reduction plan that promises $4 trillion in savings over time would be a "good down payment" on getting the country's strained public finances under control, ratings agency Standard & Poor's said Thursday.

http://finance.yahoo.com/news/SP-Deficit-cuts-of-4-trillion-rb-328563941...

wie soll denn das realistisch bitteschön möglich sein - zudem als sogenanntes 'down-payment'!:roll:

..obwohl: 'over time' ist ja ein weiter begriff..............

ist doch alles wischi-waschi-zeugs!! :evil:

what's up!

hamster
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SMI im Juli 2011

gross rumphilosophieren bringt nichts...tatsache ist:

irgendwänn chlöpfts.

-schulden wurden/werden nie zurückbezahlt

-immer mehr schulden werden gemacht

-geld wird gedruckt

-gläubiger der usa werden unruhig

der krieg naht.

paparlapap

in_God_we_trust
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Verarschung der Massen, würde ich mal sagen! Smile Aber was ist denn daran neu? Lol

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

in_God_we_trust
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hamster wrote:

der krieg naht.

Genau. Aber ich denke wir sind schon lange mitten in diesem Krieg! Und er geht weiter. Und er fordert täglich seine Opfer!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Bullish
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hamster wrote:

gross rumphilosophieren bringt nichts...tatsache ist:

irgendwänn chlöpfts.

-schulden wurden/werden nie zurückbezahlt

-immer mehr schulden werden gemacht

-geld wird gedruckt

-gläubiger der usa werden unruhig

der krieg naht.

Das Video ist nicht neu, passt aber zu Deinem Kommetar: http://www.youtube.com/watch?v=NkEtArDFNYA

MarcusFabian
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CuriousMe wrote:

wie soll denn das realistisch bitteschön möglich sein - zudem als sogenanntes 'down-payment'!:roll:

..obwohl: 'over time' ist ja ein weiter begriff..............

ist doch alles wischi-waschi-zeugs!! :evil:

Ich weiss es auch nicht. Hab's mal vorwärts und rückwärts durchgerechnet.

Aber frag mal iGwt. Der meint ja das sei kein Problem und kann uns sicherlich den Masterplan verraten. Biggrin

in_God_we_trust
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SMI im Juli 2011

Das Wort downpayment ist völlig deplaziert. Denn es handelt sich noch lange nicht um eine Schuldenreduktion, sondern erst um eine Reduktion des Staatsdefizits! Dabei reichen 400 Mia pro Jahr lange nicht aus, um das Staatsdefizit auf Null zu senken. Also steigen die Schulden weiter, wenn auch nicht mehr so steil.

Aber wenn das Sparen mal in Gang kommt, macht es vielleicht Spass und man wird direkt süchtig. Dann kann man noch weitere Sparpläne verabschieden, bis man keine neue Schulden mehr machen muss, sondern sogar welche abbauen kann.

Glechzeitig wächst das BIP durch die Inflation an und irgendwann sind die Schulden unter der 60% des BIP Marke und es herrscht wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Dann sollte die USA aber eine Schuldenbremse einführen, sonst sind sie bald weder im gleichen Schlamassel!

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

Bullish
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SMI im Juli 2011

in_God_we_trust wrote:

Aber wenn das Sparen mal in Gang kommt, macht es vielleicht Spass und man wird direkt süchtig.

Zu Witzen aufgelegt? Da muss jemand iGwt's account gehackt haben Biggrin

in_God_we_trust wrote:

Glechzeitig wächst das BIP durch die Inflation an und irgendwann sind die Schulden unter der 60% des BIP Marke ...

Was Du meinst, wäre: der private Sektor dehne seine Verschuldung aus. Aber das Gegenteil passiert gerade. Mögliche Kollaterale für die private Kreditvergabe fallen im Preis und somit als sicheres Kollateral aus. Um den weiteren Verfall zu stoppen, werden ja immer noch Hütten abgefackelt:

Quote:

http://www.businessweek.com/news/2011-07-27/bofa-donates-then-demolishes...

Blow Them Up

The oversupply of homes once prompted Warren Buffett, chairman and chief executive officer of Berkshire Hathaway Inc., to quip in February 2010 that one solution was to “blow up a lot of houses -- a tactic similar to the destruction of autos that occurred with the ‘cash-for-clunkers’ program.’”

Still, the knockdowns aren’t likely to outpace foreclosures, said Rick Sharga, RealtyTrac’s senior vice president. Foreclosures may accelerate as banks clear a backlog caused by soft real estate markets and legal disputes over tactics used to seize homes.

Die privaten Kredite müssten die wegfallenden öffentlichen Kredite ersetzen, damit die Staatsschulden im Verhältnis zum BIP sinken könnten. Sowas kann man aber derzeit nicht beobachten, im Gegenteil, es findet weiterhin De-Leveraging - entweder durch Rückzahlung oder Bankrotte - statt.

Da kann das FED, wie oben vom @MF erwähnt, noch lange die Zinsen senken, wenn keiner Kollaterale hat, dann gibt es keine Kredite. Das FED kann nur noch aufkaufen und monetisieren und damit die Währung abwerten.

@weico hat dazu auf eine interessante Lektüre hingewiesen: New Lombard Street: How the Fed Became the Dealer of Last Resort

MarcusFabian
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Selbst wenn Private und Unternehmen noch Kollaterale hätten, wozu sie einsetzen?

Die Privaten haben durch den gesunkenen Wert ihrer Immobilien bereits zum grossen Teil eine Unterdeckung.

Unternehmen investieren, wenn sie sich langfristig einen Gewinn versprechen, die Produktion zu steigern. In einem rezessiven Umfeld ist das kaum eine Option. Und Rationalisierungsmassnahmen?

Tja, die wurden bereits im Zug der abgewürgten Mini-Rezession 2000/01 durchgeführt. Die Unternehmen sind abgespeckt bis auf's Gerippe, die Produktion nach Asien verlegt wo immer möglich.

Bleibt somit nur noch der Staat als Schuldner.

Aber eben, dann steigen die Schulden stärker als das BIP und die 100% sind bald erreicht.

Eigentlich sind sie ja bereits überschritten: Zählt man nicht nur die Staatsschulden von 14 Billionen sondern auch Schulden aus Staaten, Gemeinden, Unternehmen, Privaten sowie die Verpflichtungen aus Pensionskassen, Fanny+Freddy, MediCare und MedicAid, dann kommt man auf locker 56 Billionen oder 400% des BIP.

Rookie65.
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SMI im Juli 2011

Man muss kein Nostradamus sein um die Zukunft der Finanzmärkte in groben Umrissen zu skizzieren:

Variante I: Irgendwann geht die Schuldner/Gläubigerkette kaputt (zuviele Defaults), was unweigerlich jeden "reichen" Anleger, ob privat oder öffentlich arm machen wird. Jedes Guthaben hat auf der anderen Seite einen Schuldner...

Variante II: Die hoch- und höchstverschuldeten Kreditnehmen nehmen endlich Vernunft an, wie auch die idiotischen und absolut ignoranten Kreditgeber, die sie überhaupt in diese Situation geführt haben. Kredite werden bedient, abbezahlt, Investitionen reduziert und irgendwann (eher 10 Jahre+++) erreicht man wieder ein level, wo die Ausgaben mit den Einnahmen Schritt halten.

Fazit: In Anbetracht der Leistungen der politschen Ebene, des Verhaltens der "angefixten" Schuldner, sehe ich eher Variante I, die mit über 60% Wahrscheinlichkeit eintreffen wird. Mit allen übelsten Auswüchsen die mit dieser Situation einhergehen werden. Leider! :shock:

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

Merlin2033
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hamster wrote:

gross rumphilosophieren bringt nichts...tatsache ist:

irgendwänn chlöpfts.

-schulden wurden/werden nie zurückbezahlt

-immer mehr schulden werden gemacht

-geld wird gedruckt

-gläubiger der usa werden unruhig

der krieg naht.

Was soll denn auch mit dem Geld passieren, wenn Schulden mal zurückbezahlt würden??? schon mal darüber nachgedacht? Nehmen wir mal an usa würde ebenfall überschüsse produzieren wie china, wo würden diese beiden länder ihre Gelder denn anlegen? in 3.welt lädndern, und ihnen alles paar jahr wieder ein erlass geben, wäre die wahrscheinlichste variante!!!

da sind wir auch schon beim 4. punkt!

wer sind denn die gläubiger der usa die unruhig werden, das werden wohl nur die chinesen sein, und die haben nicht sehr viele alternativen, ein wenig europa noch ins portfolio, aber dann ist aus die maus. in afrika und südamerika kann man nicht so viel investieren. Also lieber bei den amis lassen und denen au die finger schauen, dass man nicht alles abschreiben muss.

Krieg hilft keinem, das haben die chinesen zum glück schon begriffen. Die sind ja für weitsichtiges denken bekannt. Ein Krieg so wie wir uns einen krieg vorstellen, wird china wohl kaum anzetteln oder mitmachen.

ein bisschen mehr logisch denken und weniger auf panik machen. und immer daran denken.

Auch morgen geht die sonne wieder auf.

M.A. aus A.
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SMI im Juli 2011

"Was soll denn auch mit dem Geld passieren, wenn Schulden mal zurückbezahlt würden??? schon mal darüber nachgedacht? Nehmen wir mal an usa würde ebenfall überschüsse produzieren wie china.....",

Das ist etwas gar rhetorisch und ist zu realitätsfremd. Die USA werden unter diesen Umständen NIE Ueberschüsse produzieren können.

Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie!

kleinerengel
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Panikmache oder doch das Beste?

Das ist heftig, ich zitiere aus dem antizyklischen Börsenbrief.

Was wir deshalb in diesem Sommer tun würden:

•Guthaben von der Bank holen;

•Lebensversicherungen und Bausparverträge auflösen;

•auf Girokonten nur noch die nötigsten Geldbeträge lagern;

•Bankaktien verkaufen;

•Derivate (Optionsscheine, Zertifikate, ETFs etc.) deutlich reduzieren;

•physisches Gold und Silber anonym erwerben und eigenverantwortlich lagern;

•Bankkonten bei Privat- und Geschäftsbanken kündigen und zu Sparkassen

und Raiffeisenbanken übertragen;

•Schulden so weit wie möglich abbauen!

Qelle. http://www.godmode-trader.de/blog/weygand

inkognito2009
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alles wohl ziemlich übertrieben

Friederich
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Ich gehe davon aus, dass der SMI heute besonders Federn lassen wird (langes Wochenende!).

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

plenaspei
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SMI im Juli 2011

MarcusFabian wrote:

plenaspei wrote:

Ich sehe da auch kein Problem, der Staat kann sparen und die FED Geld drucken. Das Geld das die USA brauch um nicht pleite zu gehen sind Verpflichtungen aus der Vergangenheit und sparen wollen sie in Zukunft.

Mag sein, dass wir jetzt aneinander vorbeireden aber in erster Linie haben die USA Schulden. Der Staat so 14 Billionen. Sparen im Sinn von weniger Geld ausgeben als man einnimmt wäre der erste Schritt. Die Ersparnisse würden dann dazu dienen, die Schulden abzubezahlen. Erst danach können Reserven angelegt werden.

Soweit die Theorie.

Die Praxis sieht so aus, dass im letzten Jahr 1.6 Billionen Schulden gemacht werden. Mehr als 10% des GDP. Entsprechend müsste mindestens 10% weniger ausgegeben werden, um auf eine ausgeglichene Bilanz zu kommen und entsprechend noch weniger, um die Schulden abzubauen.

Was ein Engerschnallen des Gürtels um 10% oder 15% pro Jahr wirtschaftlich bedeuten würde, liegt wohl auf der Hand. Es wäre eine klassische deflationäre Depression.

Und wie lange die anhalten müsste, bis die 14 Billionen abbezahlt sind kannst Du gerne selber ausrechnen.

Sparen heisst ja einfach: Es wird weniger ausgegeben als eingenommen, es gibt da auch die Möglichkeit das Einkommen zu steigern.

Eine deflationäre Depression wird es wegen Zinsschulden nicht geben, die Zinsen zu erlassen wäre da sicherlich näher.

Es wird um Macht gekämpft, es wäre dumm das um was der Kampf geht zu zerstören, dass wissen auch die Amerikaner.

hamster
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hamster wrote:

gross rumphilosophieren bringt nichts...tatsache ist:

irgendwänn chlöpfts.

-schulden wurden/werden nie zurückbezahlt

-immer mehr schulden werden gemacht

-geld wird gedruckt

-gläubiger der usa werden unruhig

der krieg naht.

"China: Scharfe Kritik an US-Schuldenstreit"

paparlapap

MarcusFabian
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Merlin2033 wrote:

Was soll denn auch mit dem Geld passieren, wenn Schulden mal zurückbezahlt würden???

Ganz einfach: Es wird vernichtet!

Die Zentralbanken haben mehr Geld produziert als die Menschen, die Wirtschaft braucht. Entsprechend ist zu viel Geld da und es verliert an Wert.

Werden Schulden von Gläubigern an Banken zurückbezahlt, bezahlen die Banken die Schulden bei der Zentralbank und diese vernichtet es, reduziert entsprechend die Geldmenge. Aus Inflation wird Deflation.

Merlin2033 wrote:

Nehmen wir mal an usa würde ebenfall überschüsse produzieren wie china, wo würden diese beiden länder ihre Gelder denn anlegen? in 3.welt lädndern, und ihnen alles paar jahr wieder ein erlass geben, wäre die wahrscheinlichste variante!!!

Wenn irgendwo ein Land Überschüsse produziert muss es ein anderes Land geben, das ein Defizit erzielt. Die Summe der Importe und Exporte ist ja Null.

Nur: Warum sollte überhaupt ein Land über längere Zeit Überschüsse produzieren? Können die Chinesen ihre eigenen Produkte nicht auch brauchen? Und was spricht dagegen, dass ein Land halt die Arbeitszeit kürzt, wenn es mit weniger Arbeit und Produktion auskommt?

Merlin2033 wrote:

in afrika und südamerika kann man nicht so viel investieren. Also lieber bei den amis lassen und denen au die finger schauen, dass man nicht alles abschreiben muss.

Die Chinesen kaufen in Afrika ganze Länder. Was die Chinesen in erster Linie brauchen sind Agrarland und Rohstoffe. Sie bauen und kaufen auch Minen, die Rohstoffe abbauen.

All diese Investitionen sind sinnvoller als amerikanische Schuldpapiere, die nur an Wert verlieren und vermutlich nie in Kaufkraft bedient werden.

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