SMI im Juni

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01.06.2008 15:27
#1
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SMI im Juni

Beginnen wir - wie üblich - mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat Mai. Hat sich "sell in May bewahrheitet?

Wenn wir den Mai isoliert betrachten, dann ja. Wer am 30. April seine Aktien verkauft und den Mai verschlafen hat, hat nicht sehr viel falsch gemacht. Der Dow hat gegenüber dem 30. April 180 Punkte verloren, der SMI 17 Punkte. Unter dem Strich also ein Nullsummenspiel. Der Verlauf des Mai war grösstenteils seitwärts und erst gegen Ende des Monats setzte eine dreitätige Abwärtswelle ein.

Was wir allerdings bis Ende Mai bisher an Korrekturen gesehen haben, war nichts weiter als eine Korrektur um 50% des Anstieges seit März. Ich bin zwar der Meinung, dass die Abwärtswelle noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber das ursprüngliche Mai-Szenario mit neuen Jahrestiefständen hat sich nicht erfüllt.

Ein Blick auf die Saisonalität der US-Wahljahre:

Gemäss Saisonalität müssten wir Ende Mai das Jahrestief erreicht haben und uns nun bis September zu neuen Höhenflügen aufmachen. Aber nachdem die Saisonalität im Mai nicht gepasst hat, warum sollte sie es im Juni tun?

Vielleicht hinken wir ja auch nur 3 Wochen hinter der Saison her und es erfolgt noch ein weiterer Schwung nach unten, bevor die Wahl-Hausse einsetzt?

Oder wird die Wahl-Hausse dieses Jahr ganz ausbleiben? Einerseits stehen die Chancen recht gut, dass ein demokratischer Präsident an die Macht kommt. Die Börse würde das begrüssen, denn unter Demokraten floriert die Wirtschaft besser als unter Republikanern. Andererseits hinterlässt GWB eine dermassen grosse Sauerei (Schuldenberg, Arbeitsplatzverluste, Inflation, Stagflation, militärische Abenteuer), dass der neue Präsident eine schwere Bürde übernehmen muss.

Betrachten wir mal in der Zusammenfassung, welche Probleme im Moment anstehen und wie die Lösungsansätze aussehen.

Banken können grundsätzlich gegen Hinterlegung von Sicherheiten Kredit bei der Zentralbank oder anderen Banken günstig aufnehmen und den Kredit teurer weitergeben. Die Differenz ist der Gewinn und davon leben Banken.

Die Frage ist, was sind die Sicherheiten wert?

Klassische Sicherheiten sind Hypotheken. Im Falle eines Zahlungsausfalles kann nämlich ein Haus verkauft werden und damit wird im Idealfall die Hypothek vollständig getilgt. Der Wert so einer Sicherheit ist natürlich abhängig von der Qualität des Schuldners. Hat der ein Einkommen von 100k pro Jahr und eine Hypothek von 300k, die 80% des Hauspreises ausmacht, dann kann man mit sehr grosser Sicherheit davon ausgehen, dass a) der Schuldner in der Lage ist, seine Zinsen zu zahlen und b) der Verkauf des Hauses notfalls die Hypothekarschuld decken würde.

Dummerweise wurden in der Hoch-Saison der US Immobilienblase auch Hypotheken zu 100% oder mehr vergeben und zwar an Schuldner, die sich nicht einmal die Zinsen, geschweige denn die Tilgung leisten konnten. Die provisionsgeilen Hypothekenvermittler boten teilweise Hypotheken mit eine Lockvogel-Rate von 2% an.

2% für das erste Halbjahr und danach Anpassung auf marktübliche Zinsen von 6%.

Logisch, dass unter solchen Umständen die Hypotheken nicht als Sicherheit akzeptiert werden können sondern zu einer Zwangsvollstreckung nach den anderen führen.

Die sogenannten Subprimes sind nichts anderes als eine undurchsichtige Mischung verschiedener Hypotheken. Da man nicht weiss, wie gross der Anteil der sehr guten (AAA-Rating) bis sehr schlechten (BBB-Rating) im Paket ist, gibt es keinen Markt mehr für diese Pakete.

Hier als Beispiel der Kursverlauf der Hypotheken mit AA-Rating:

Ohne die Möglichkeit, Kredite für Hypotheken zu bekommen, haben die Banken ein Problem. Bear Stearns wäre daran beinahe Pleite gegangen.

Um die Banken nun zu retten bzw. die Liquidität der Banken zu gewährleisten, hat die FED nun angeboten, diese Subprime-Pakete gegen US-T-Bonds (also Staatsanleihen höchster Güte) in Zahlung zu nehmen. Das Ergebnis sind TAF, TSLF, PDF und andere lustige Begriffe aus der Buchstabensuppe der FED.

TSLF (Term Securities Lending Facility) bedeutet also nichts anderes als: Du (Bank) darfst mir (FED) einen Teil Deines unverkäuflichen Subprime Giftmülls übergeben und ich gebe Dir dafür hochwertige T-Bonds, die Du auf dem Markt zu Geld machen kannst. Allerdings gilt diese Abmachung nur für 28 Tage. Danach musst Du mir die Bonds zurück geben.

(Wer eine präzisere Erklärung sucht: http://www.newyorkfed.org/markets/tslf_faq.html)

Die Idee dahinter ist, für die unverkäuflichen Subprimes wieder einen Markt mit einem fairen Preis zu schaffen. Funktionniert hat es offenbar noch nicht, wie wir am obenstehenden Kursverlauf der AA-Hypotheken sehen.

Zumindest aber haben die Banken nun wieder kurzfristig Liquidität, können aufatmen und entsprechend sind die Börsenkurse seit März (da wurden TSLF zum ersten mal eingesetzt) gestiegen.

Die Macht der FED ist dabei begrenzt durch die Menge der T-Bonds im eigenen Portofolio. Sprich: $700 Mrd.

Im dümmsten Fall, muss die FED die Subprimes von den Banken übernehmen und die TSLF von 28 Tagen auf unbestimmte Zeit erweitern. Dann nämlich, wenn die Banken nicht bereit oder in der Lage sind, ihre Subprimes wieder gegen T-Bonds auszulösen. Z.B. weil sie die T-Bonds bereits verkauft und den Erlös ausgegeben haben.

Dann müsste die FED schlussendlich die Subprimes abschreiben, würde weniger Gewinne machen, weniger Steuern zahlen und so wird der Subprime-Müll im Endeffekt von den Banken auf den Steuerzahler umgelagert. "Sozialisieren" nennt man das.

Eine weitere wichtige Frage lautet: Sind wir bereits am Höhepunkt der Immobilienkrise angekommen oder steht uns das schlimmste noch bevor?

Derzeit sind die US Immopreise bereits um 15% gesunken. Teilweise wird geschätzt, dass sie bis 50% einbrechen können. Massgebend ist die Anzahl der Zwangsvollstreckungen. Denn: Wird ein Haus in einem Quartier zwangsversteigert, sinkt dadurch automatisch der Wert der umliegenden Häuser. Und dies wiederum hat einen negativen Effekt auf deren Besitzer.

Ich hatte weiter obern angetönt, dass viele Hypotheken mit Lockvogelangeboten vergeben wurden. "Teaser Rates" von 2%, die nach einer gewissen Zeit (meist 6-12 Monate) an den realen Zins von derzeit 6% angepasst werden müssen.

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass die Spitze der Anpassungen im März 2008 lag:

Ist also das schlimmste vorbei? Nein, ist es nicht. Denn von dem Zeitpunkt an (März) an dem die neuen Zinsen zum ersten mal fällig werden bis zum Zeitpunkt einer Zwangsversteigerung vergehen in der Regel ca. 6 Monate. Zunächst gibt's eine Mahnung, dann eine zweite, dann Androhung der Zwangsversteigerung etc.

Wir können also davon ausgehen, dass die grösste Zwangsversteigerungs-Welle etwa im September 2008 auf uns zukommen wird. Erst danach können sich dann die Häuserpreise langsam erholen.

Fundamental werden uns also die diversen Belastungen des US-Konsumenten - von dem die US-Wirtschaft zu 70% abhängt - weiterhin beschäftigen.

Die offiziellen Zahlen der diversen Statistiken werden immer unglaubwürdiger. Den Vogel hat die Statistik im Mai abgeschossen, als behauptet wurde, die Benzinpreise seien (saisonal bereinigt und was auch immer) im vergangenen Jahr um 10.4% gesunken. Diese Zahl hat nun auch der allerdümmste Joe Sixpack nicht geglaubt und so macht sich nun endlich ein wachsendes Misstrauen gegenüber geschönten offiziellen Statistiken breit.

Ausblick charttechnisch

Der zweimal gescheiterte Versuch beim Dow die GD200 zu nehmen, hat den Bullen einen schweren Schlag versetzt. Entsprechend rasant ging es dann nach unten.

Die Stärke des Abstiegs deutet darauf hin, dass noch mindestens eine weitere Abwärtswelle folgen wird. Man beachte hierbei, dass es keine extremen Nachrichten gab. Der Absturz wurde rein charttechnisch, also aus dem "Nichts" heraus ausgelöst!

Derzeit wird die Korrektur korrigiert. Von 800 P. nach unten wurden bisher 200 wieder zurückerobert. Wie weit der Anstieg noch gehen wird, ist unklar. Mögliche obere Wendepunkte liegen bei 12700 (Unterkante des gelb markierten Seitwärtstrends) sowie wieder bei der berühmten GD200 bei 12'984.

Ein ähnliches Bild beim SMI:

Die GD100 wurde wieder zurückerobert und der SMI hat nun exakt 50% des Abstiegs wieder zurückerobert.

Dennoch steht das Minimal-Ziel des ausgebrochenen Bärkeils von 7287 Punkten noch im Raum.

Grob skizziert stelle ich mir den Juni-Verlauf etwa so vor:

Nochmals ein massiver Abrutscher sozusagen als verspätetes "Sell in May". Danach dürften die Jahrestiefs gegessen sein. Zumindest bis Oktober.

Bei den US-Verbrauchern sorgen derzeit die Steuergeschenke für gute Laune. In wieweit diese allerdings die hohen Benzinpreise und sinkenden Häuserpreise ausgleichen können, sei dahingestellt. Wir werden abwarten müssen, wieviel der durchschnittlich $600 die US-Konsumenten nun auch tatsächlich ausgeben und wie nachhaltig das die Wirtschaft oben hält. Langfristig ist es auch hier so: Die Steuergeschenke sind nichts anderes als Kredite, die der Staat - also der Bürger - irgendwann zurückzahlen muss.

Wir werden noch ein paarmal zu hören und lesen bekommen, dass die Krise überwunden und das schlimmste überstanden sei. Doch jedesmal, wenn diese Aussage sich als trügerische Hoffnung herausstellt, werden die Anleger etwas misstrauischer.

Für die nächsten Tage heisst die Devise also "short the tops".

Danach geht es dann darum, den Tiefpunkt für die nächste Bärenmarktrally nicht zu verpassen.

Im wesentlichen erwarte ich für Juni und Juli eine grosse Seitwärtsbewegung ohne allzu heftige Übertreibungen in irgendeine Richtung.

Das gilt nicht nur für die Aktienmärkte sondern auch für Rohstoffe und Edelmetalle.

Ach ja, wenn wir schon bei den Rohstoffen sind: Rohstoff Nummer 1, Erdöl, hat ja in den letzten Tagen für gute Laune gesorgt. Immerhin ist der Preis von $135 auf derzeit $128 zurückgekommen.

Nächste Unterstützungen liegen bei der GD38 bei 120, GD50 bei 116 und GD200 bei 94.

Saisonal müsste Öl demnächst sein Jahrestief erreichen. Der Abschwung begann Ende Mai, passt insofern also recht gut mit nur 2 Wochen Verspätung.

Mitte Juni dürfte dann die Korrektur beendet sein und die nächste Aufwärtswelle beginnen. Spätestens am 4. Juli, dem Beginn der "driving-season" in den USA.

Happy Trades!

Marcus

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01.07.2008 02:10
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SMI im Juni
01.07.2008 01:09
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SMI im Juni

No Problem Wink

Ich glaube ich gehe doch schon morgen Vormittag aufs Ganze und steige bereits am Morgen in einem SMI Put ein, ich denke der doji wie von Johnny P beschrieben wird durch schlechten ISM-Daten verpufft und das Jahrestief naht. Mal eine Nacht drüber schlafen. Gute Nacht.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

01.07.2008 01:05
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den hab ich übersehen sry Smile

Die Börse ist ein Haifischbecken, und ich bin der weisse Hai darin!

http://market-trade.blogspot.com

01.07.2008 01:02
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US-Wirtschaftsdaten

Am wichtigsten von allen Terminen ist aber der ISM-Einkaufsmanagerindex um 16:00h, das kann MF bestimmt noch bestätigen.

Die Fahrzeugverkäufe für Juni und die Halbleiterumsätze für Mai stehen auch noch aus.

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01.07.2008 00:59
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Der Dow kann man morgen nicht als positive Vorgabe gewertet werden, deshalb kann dein Szenario gut eintreffen.

Evtl. wird eine Ad-Hoc Publikation von UBS für Impulse sorgen (wohl eher negative)

Viellicht wird auch einfach mal auf die Zahlen gewartet:

13:45

US ICSC Einzelhandelsstatistik

14:55

US Instinet Redbook Einzelhandelsstatistik

15:00

EZB Wochenausweis Fremwährungsreserven

16:00

US: Bauausgaben Mai (Konsensschätzung Bloomberg: -0,6% mom - zuletzt: -0,4% mom)

Freundliche Grüsse

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01.07.2008 00:52
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Irgendwie wird mir das Gefühl nicht los, das morgen im SMI Gewinnmitnahmen bzw. Geldumdispositionen (in Geld, bonds, usw.) stattfinden werden und wir evtl. uns Richtung Jahrestief bewegen werden, bevor die US futures dank dem doji wieder helfen den SMI ins Plus zu drehen. Jahrestief wird vermutlich demzufolge weiterhin auf sich warten lassen. Ausser natürlich wenn die Nachrichtenlage aushilft.

Der Einkaufsmanagerindex PMI hat zwar für Bewegung gesorgt da besser ausgefallen als erwartet, aber morgen steht das wichtigere ISM-Index um 16h aus. Wenn das grottenschlecht wird, bringt das doji auch nicht viel und wir hätten erneut schnellere Kurse Richtung SMI-Jahrestief.

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01.07.2008 00:27
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@Psytrance

Vielleicht kannst Du uns noch mitteilen was Dir von der 6800 noch überzogen hat als intraday Boden? Ich bin sicher es gibt noch eine andere Begründung.... :?: :?

Oder sonst einfach gut Glück?

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01.07.2008 00:17
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50% des SMI sind roche, novartis und nestle...und die haben ganz gehörig gezogen....ohne die wäre es zu keiner rally gekommen.

war ne schöne rally, schade, dass ich sie nicht mitgehen konnte.

morgen wirds turbulent...dow drehte zum schluss wieder ab nach unten, und langsam glaube ich MF, dass die jahreslows nochmals getestet werden...am freitag war ich nicht überzeugt.

ich rechne morgen zuerst mit einem flotten rebound der UBS.

lasst euch überraschen.

01.07.2008 00:07
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intraday Support bei 6800

ok danke gjn Wink

Das das aber gleich einen solchen intraday Abprall gibt hätte ich aber nicht erwartet, so eine wichtige Unterstützung ist das ja auch wieder nicht. Es war soweit ich weiss kein Fibo und keinen allzu bedeutungsvollen doppelten Boden.

Aber umso besser, der Wiedereinstiegspunkt in Puts kommt somit umso schneller und hält einem auf Trab Wink Verstehen wollte ich es aber trotzdem, der nachträglicher Verlauf war wohl dank windows dressung und den entdeckten saudi-arabischen Ölreserven zu verdanken, um das geht es auch gerade nicht. Das die Pharmawerten Erholungsbedarf hatten dank Avastin von Roche genügt mir gerade nicht als technische Begründung für den Anstieg gerade bei 6800. Die Meldung kam ja wahrscheinlich bereits vor Börseneröffnung nehme ich mal an?

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30.06.2008 23:57
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Revinco wrote:

gjn wrote:
die 6800 waren nicht nur S1 vom Freitag, sondern gleichzeitig auch Tageslow...vielleicht war es das.

Gut erkannt, Psy.

Also Tageslow vom Vortag (6803) sowie Support 1 (6799) sind als heutiger Unterstützung sehr aussagekräftig und zuverlässig?

Ich verstehe nicht wie das ein so eindeutiger Boden war...

najo, intraday ist sowas schon von bedeutung...auch stochastik drehte bei 6800 intraday (15 min basis) auf buy...natürlich ist STO intraday auch wenig aussagekräftig.

aber solche werte als tendenzhilfe zu nehmen, warum nicht?

30.06.2008 23:54
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SMI im Juni

gjn wrote:

die 6800 waren nicht nur S1 vom Freitag, sondern gleichzeitig auch Tageslow...vielleicht war es das.

Gut erkannt, Psy.

Also Tageslow vom Vortag (6803) sowie Support 1 (6799) sind als heutiger Unterstützung sehr aussagekräftig und zuverlässig?

Ich verstehe nicht wie das ein so eindeutiger Boden war...

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30.06.2008 23:47
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Iraq öffnet anscheinend neue Oelfelder zur Beteiligung an anderen Länder und das könnte meiner Meinung nach positive Auswirkungen auf den Oelpreis im 2. Halbjahr haben. Die genauen Zahlen habe ich gerade nicht im Kopf, aber eine gewisse Entspannung dürfte das wohl mit sich bringen. Langfristig kenne ich die Auswirkungen anhand der Foerdermengen aber nicht.

Oel sehe ich aber momentan nicht als korrekturanfällig, denke bis 150 liegen schon noch drin. Erst eine Marktabkühlung mit weltweiten Börsen unterhalb der Jahrestiefs würde diesen Preisanstieg vermutlich positiv entgegenwirken.

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30.06.2008 23:10
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im 2. halbjahr soll nun die öl-preis-blase platzen, oder doch nicht? die analysten sind sich auch nicht mehr so einig, einerseits soll das öl bis 200.-- $ gehen und andererseits wird die blase platzen und das öl sinkt auf 100.-- $... wie seht ihr das?

"Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage"

30.06.2008 22:41
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Im DJ haben wir einen schönen Doji und bullishe Divergenzen! Wenn das YearLow morgen nicht erreicht wird, wovon ich nicht ausgehe, dann wird es wohl vertagt werden! Ich gehe von einem schönen Rebound aus!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

30.06.2008 22:10
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Was ist mit dem DJ passiert? von +0.50% plötzlich ins Minus...

DJ INDUSTR AVERAGE 11'345.94 -0.57 -0.01% 15:54:22

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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30.06.2008 22:09
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Revinco wrote:

Psytrance24 wrote:
Ich rechne mit einer deftigen Bearmarketrally ab Montag, wenn 6800 hält, werde ich SSMIH nachkaufen.

SPX500 scheint sein Limit Down erreicht zu haben, wenn der Trend kurzfristig kehrt gibt's ne ganz schöne Rally -> short covering.

Super durchschaut Pystrance! Woran erkanntest Du die Wichtigkeit dieser Unterstützung intraday (war nur ein Pivot)... gaben Dir Deine Elliott Waves einen Kaufsignal :?:

die 6800 waren nicht nur S1 vom Freitag, sondern gleichzeitig auch Tageslow...vielleicht war es das.

Gut erkannt, Psy.

30.06.2008 21:59
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Psytrance24 wrote:

Ich rechne mit einer deftigen Bearmarketrally ab Montag, wenn 6800 hält, werde ich SSMIH nachkaufen.

SPX500 scheint sein Limit Down erreicht zu haben, wenn der Trend kurzfristig kehrt gibt's ne ganz schöne Rally -> short covering.

Super durchschaut Pystrance! Woran erkanntest Du die Wichtigkeit dieser Unterstützung intraday (war nur ein Pivot)... gaben Dir Deine Elliott Waves einen Kaufsignal :?:

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

30.06.2008 21:58
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Ja da hast du Recht. Zu voreilig handeln wäre sicherlich nichts gescheites. Jedoch wäre es sicher keine allzu blöde Idee bei einem allfälligen Anstieg Richtung 7000 in Put's einzusteigen um evt. bei noch höheren Kursen nachzukaufen.

Werde es mal versuchen wenn es keine anderen Zeichen gibt.

Vielleicht schreibt die UBS auch schwarze Zahlen und alle Shorties erleben ihr blaues Wunder :roll:

30.06.2008 21:52
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Trader7000 wrote:

OK dann werde ich das morgige Spektakel mal mitanschauen und hoffen dass ich meine Put's bei ~ 7000 abholen kann und sie bis ~6770 nach Hause tragen kann Wink :twisted:

Ja nach der heutigen Erholung wie ich gestern vermutet habe wäre ein solches Szenario wunschenswert. Denke aber die Erholung hätte bei wenig starkem Anstieg potenzial bis übermorgen, spätestens dann werde ich putten. Wenn 6890 aber morgen wieder fällt, gehe ich schon dann wieder short.

P.S. Bush hat übrigens die war funding Legislation unterschrieben für den neuen GI bill - es kann also weitergehen mit dem Krieg.

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30.06.2008 21:47
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PVI Börsenwettbewerb Juli 2008

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



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30.06.2008 21:23
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OK dann werde ich das morgige Spektakel mal mitanschauen und hoffen dass ich meine Put's bei ~ 7000 abholen kann und sie bis ~6770 nach Hause tragen kann Wink :twisted:

30.06.2008 21:17
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Trader7000 wrote:

@MF

Was müsste geschehen um nicht mehr shorts nachzulegen sondern long zu gehen?

Oberhalb von 7150 würde ich meine Shorts sicherlich entsorgen.

Wenn endlich das Jahrestief erreicht würde, könnte man auch schon vorher long gehen. Das Jahrestief ist einfach noch eine zu erledigende Aufgabe. Je eher man die abhandelt umso besser.

30.06.2008 21:08
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kurz OT: hab seit heute morgen links vom Forum so einen nervigen Balken mit Forenübersicht etc. Kriegt man den irgendwie wieder weg? Das Forum wird sonst viel zu klein... Sad

Gruss

Sepp

30.06.2008 21:00
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SMI im Juni

@MF

Was müsste geschehen um nicht mehr shorts nachzulegen sondern long zu gehen? Gibt es in deiner Strategie evt. ein Punkt an dem du sagen würdest, dass es sich zu einer richtigen Erholung entwickelt?

Überschreiten um einige Punkt von ~ 7012 ?

Danke und Gruss

30.06.2008 20:57
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SMI im Juni

Hmm hoffe mal, dass der Rebound sich in Grenzen halten wird. Mit SSMCC kommt da schon arg ins schwitzen Wink

Ich hatte noch eine Frage bezüglich der Korrektur abschätzung, wo genau die Retr. platziert werden müssen. Kann mir da einer weiterhelfen?

30.06.2008 20:55
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SMI im Juni

yzf wrote:

Wo ist eigentlich MF? Mich dünkt, dass er sich seit seinem short-Entscheid bei 6900 nicht mehr gemeldet hat

LolLolLolLolLol

Na ja, bis zum Jahrestief ändert sich ja nichts. Rebound in Richtung 7100-7150 habe ich gestern schon als Möglichkeit erwähnt.

Ich nutze die ERholung - so lange sie währt - um Shorts nachzulegen.

Und dei übrigen Tagestrades - abwechselnd short und long in öl, Gold und Silber - sind zu kurzfristig als dass es Sinn machen würde, sie hier reinzustellen.

30.06.2008 20:33
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SMI im Juni

Israel hat also mit der US-Regierung abgemacht, die Wahlen nicht zu stören, und plant entsprechend den Angriff auf Iran zwischen Wahlergebnis und der Inauguration des neuen Präsidenten.

Ich nehme an, dass die Reps sich genau überlegen, wie sie sich an der Macht halten können. Ideal ist für sie, wenn bis zur Wahl Öl zum nationalen Notstand erklärt wird, und kurz vor der Wahl ein Ölkrieg vom Zaun gerissen wird, "zur nationalen Sicherheit". Ich wäre höchst erstaunt, wenn sie das nicht tun.

Bush hat nun gerade sämtliche Solarprojekte abgebrochen, um die Ölnot zuzuspitzen.

Die Vorgeplänkel zum Armageddon sind eingefädelt. Viele amerikanische Stimmen (ich lese täglich unzählige amerikanische Stimmen in Foren) fordern, das OPEC-Kartell aufzubrechen. Die Verzweiflungstat zwingt sich früher oder später auf. The reason: "Addicted to oil." Es geht darum, die letzten Tropfen aus den ausgetrockneten Eutern zu lecken. Dabei die Kuh abschlachten, yes, let's kill it, wenn sie schon die Milch verweigert.

Annum horribilis coming? Oh no. Century horribilis saying hello.

Es gibt noch Schlimmeres.

30.06.2008 19:49
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Ich hoffe ich/wir haben ihn mit unseren calls nicht "hässig" gemacht... es ging und geht ja lediglich darum, die technische Korrektur gut und richtig zu traden.

Alle Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch. Wilhelm Busch

30.06.2008 19:46
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yzf
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SMI im Juni

Wo ist eigentlich MF? Mich dünkt, dass er sich seit seinem short-Entscheid bei 6900 nicht mehr gemeldet hat

LolLolLolLolLol

Geht mit Gott, aber geht!

30.06.2008 19:40
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SMI im Juni

Die hohe Volatilität ist wohl heute auch auf windows dressing Aktivitäten zurück zu führen.

Heute belasteten Finanzwerte und Pharmatitel waren dementsprechend gesucht.

Die Anzeichen verdichten sich, dass die UBS im zweiten Quartal erneut grosse Abschreibungen vornehmen und einen Quartalsverlust ausweisen muss. Zudem gingen Gerüchte um, dass die UBS den Verkauf des amerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäfts PaineWebber in Betracht ziehe.

Der Rückversicherer Swiss Re rechnet gemäss Angaben von CEO Jacques Aigrain für die Periode April bis Mitte Juni mit Abschreibungen auf strukturierten CDS-Positionen im Umfang von 350 Mio CHF. Anfang Mai belief sich die Schätzung von Swiss Re alleine für den Monat April auf 200 Mio CHF.

Im Fokus bleiben aber die Ölnotierungen und Konjunkturdaten. Die Verbraucherpreise der Eurozone sind im Juni gegenüber dem Vorjahr um 4% gestiegen. Dies unterstreicht einmal mehr die bestehenden Inflationsgefahren und damit würden auch die Chancen steigen, dass sich die EZB bis Jahresende nicht nur mit einer Leitzinserhöhung zufrieden geben werde.

So hatten es heute die konjunktursensiblen Titel wie bspw ABB besonders schwer.

Dies erklärt wohl auch warum Händler vermehrt auf defensive Titel gesetzt haben. Des weiteren hat Rog mit Avastin wohl nun wirklich einen Blockbuster im Sortiment.

Mit aktuell 0.5% im grünen notiert der Dow alles andere als überzeugend. Der Markt konnte zwar von leicht besseren Konjunkturdaten profietieren, doch ein Wert unter 50 - ich sags mal so ist immer noch sauschlecht!

Langfristig hat MF sicherlich recht. Nichts desto trotz glaube ich, dass der sehr defensiv ausgerichtete smi, den Boden spätestens bei 6770 finden wird. Kurzfristig bis max. Mitte Woche sehe ich aber eher noch leicht steigende Kurse (ROG, NOVN, NESN, evtl sogar ABB, der Boden sollte dort bei 27.5 bald mal gefunden sein). Dieses Szenario könnten wohl einzig die Finanzwerte zu nichte machen. Es sieht ja alles andere als gut aus. Morgan Stanley und ML wurden heute wieder durch die Analysten zurecht gestutzt. Nichts desto Trotz gilt es die Reaktion der Anleger Morgen abzuwarten... denn vieles wird wohl va. schon im UBS Kurs heute eingespeist werden sein.

So ich wünsche allen einen schöne Abend und bis Morgen...

Ps. kauft mir nicht einfach immer blind puts oder calls zwischen Unterstützung und Widerstand... das kann nicht gut gehen

Alle Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch. Wilhelm Busch

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