SMI im Juni 2010

632 posts / 0 new
Letzter Beitrag
MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Sehr viel passiert ist im Mai ja nicht.

Der im April ausgelöste Abwärtstrend ist noch in Takt. Der SMI hat im Mai 4.5% in Franken verloren, ca. 7% in Gold.

Wir hatten kurz ein neues 8 Monatstief und somit war meine Schlussfolgerung aus dem April-Thread, Aktien zu verkaufen, soweit korrekt.

Der Abwärtstrend seit April ist noch voll in Takt und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass von irgend einer Seite neues Geld in die Märkte gepumpt wird. Vielleicht haben die Anleger ja auch besseres zu tun, als Aktien zu kaufen: Sie stehen in den Warteschlangen von Gold-Shops wie pro Aurum und versuchen, ihre letzten Kröten in Sicherheit zu bringen.

Insgesamt sollen Deutsche rund €1 Mrd. in den letzten Monaten in Gold investiert haben. Das klingt nach viel, entspricht aber nur gerade 0.02% des €4800 Mrd. betragenden Geldvermögens. Insgesamt sollen die Deutschen Gold im Wert von €70 Mrd. gebunkert haben. 1.47% des Volksvermögens.

Wenn es jetzt schon Goldknappheit gibt, was wird dann vor Pro Aurum erst los sein, wenn der Michel beschliesst 5% oder 10% seines Vermögens in Gold abzusichern?

Vielleicht wird dann das eintreffen, was ich schon um Pfingsten herum vermutet hatte, dass nämlich ganze Heerscharen teutonischer Goldgräber die letzten Schweizer Banken belagern, die noch physisches Gold vorrätig haben.

Vom Thema des letzten Monats - Griechenland - ist auch immer weniger zu hören. Dass kürzlich Spanien wieder mal von Fitch nach unten geratet wurde, hat die Märkte auch nicht sonderlich interessiert. Offenbar ist das Thema PIIGS und Staatsschulden mehr oder weniger eingepreist. Ein Blick auf den Euro in Dollar könnte das bestätigen: Der Euro scheint bei $1.225 einen mittelfristigen Boden gefunden zu haben, obschon rein charttechnisch der Abwärtstrend auch hier noch intakt ist.

Allerdings ist das neue Rating Spaniens erst seit Freitag bekannt. Da könnte also noch was kommen.

Was mittelfristig für Aktien spricht, ist die Angst vor Verlusten bei Staatsanleihen. Es scheint mittlerweile auch in Anlegerkreise bildungsferner Schichten durchgedrungen zu sein, dass auch Staatsanleihen nicht gefeit sind vor einem Haircut also einer gezielten Entwertung. Die nach wie vor intakte Gelddruckerei schürt ihrerseits Angst vor Inflation. Aktien gelten als Inflationsschutz und somit kann man darauf spekulieren, dass es Umschichtungen von Staatsanleihen in Aktien und Rohstoffe geben könnte.

Das Thema "Aktien=Inflationsschutz" ist allerdings nicht so eindeutig wie diese Aussage vermuten lässt:

Richtig ist, dass sich Aktienindizes in Zeiten hoher Inflation ebenfalls nach oben bewegen. Wenn auch zeitverzögert und somit real mit Verlusten behaftet. Richtig ist auch, dass sich Aktienindizes auf alle Fälle besser verhalten als Staatsanleihen.

Zu bedenken ist aber, dass man die einzelne Aktie betrachten muss. Zu empfehlen sind gute Dividendentitel aus den Bereichen Nahrung, Pharma, Energie und Rohstoffe.

Banken und Technologieaktien (also die Zykliker) will man allerdings nicht im PF haben.

Unter dem Strich lässt sich grob abschätzen: Wenn die Inflation anzieht, verliert man mit Aktien. Man verliert aber weniger als mit Bargeld oder Staatsanleihen. Es ist also die beste von mehreren schlechten Varianten.

Was die längerfristigen Ausblicke (also 6 Mt. bis 2 Jahre) betrifft, so sehe ich drei Möglichkeiten:

1. Crack-up Boom, wenn die Inflation einsetzt: Wenn die Anleger befürchten, dass ihr Geld (bzw. ihre Währung) an Wert verliert, werden sie versuchen, noch möglichst viel Bargeld loszuwerden und in Sachwerte anzulegen. Das müssen nicht zwingend Edelmetalle sein (auch!) sondern können auch Autos, Möbel etc. sein. Kurz: Nützliches, das sich lange hält. Anschaffungen, die ohnehin geplant sind und nun vorgezogen werden.

In diesem Fall werden wir einen unerwartet steilen aber kurzen Aufschwung erleben, der abrupt endet, wenn die Kohle aufgebraucht ist.

Danach tritt Szenario 2 ein.

2. Direkter Absturz der Märkte. Nicht als Crash sondern über Monate verteilt. Auf die Tiefstände vom März 2009 und wahrscheinlich sogar daraunter.

3. Einsetzende Inflation und entsprechend nominal steigende aber real fallende Märkte. Analog des Bärenmarktes 1967-1981.

Mit diesen drei Szenarien kann man als Anleger nicht viel anfangen. Ich weiss. Was soll man nun tun? Dividendentitel kaufen? Bargeld halten, weil Aktien noch billiger werden könnten? Rohstoffe Edelmetalle kaufen?

Meine Empfehlung lautet:

Der Anleger sollte sich für die nächsten Jahre in erster Linie auf Werterhalt und nicht auf Gewinn konzentrieren. Das Risiko steigt auf allen Ebenen und somit sollte man sich nicht von hohen möglichen Renditen blenden lassen. Es käme ja auch niemand auf die Idee, griechische Staatsanleihen zu kaufen, auch wenn die im Moment so 16% Rendite versprechen.

Etwa ein Drittel bis die Hälfte kann bereits jetzt in gute Aktien investiert werden. Den Rest hält man in Bar, um möglichst rasch reagieren zu können, wenn es zu einem Crack-Up Boom kommen sollte.

Wenn nicht, können die Aktien notfalls durch das Tal der Tränen mitgeschleppt werden. Sie werden dereinst ihren EP wieder sehen aber vielleicht erst in ein paar Jahren.

Und natürlich macht es immer Sinn, einen Teil seines Vermögens in Form von physischem Edelmetall zu halten, das ja genau in Krisenzeiten die beste Performance erreicht.

Nächsten Freitag treffen sich die Finanzminister der G20 Staaten, um den G20 Gipfel vom Ende Juni vorzubereiten. Es wird sicher interessant sein, was die 20 Pappnasen an neuer Symptombekämpfung ausbrüten.

Bis dahin ist nichts dramatisches in der Pipeline und so erwarte ich für den Juni mehr oder weniger seitwärts bis sinkende Kurse.

Zum Schluss möchte ich noch auf den neuen Thread "Geldsysteme" http://classic.cash.ch/node/4144 verweisen, der recht spannend zu werden verspricht!

Happy Trading!

Marcus

learner
Bild des Benutzers learner
Offline
Zuletzt online: 14.07.2011
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 3'585
SMI im Juni 2010

Lieber MF, auch von mir meinen Dank, dass du diesen Thread intakt haeltst. Es waere mal interessant zu wissen, wie haeufig er im Schnitt taeglich angeklickt wird. Ich nehme an, dass er einer der Motoren der cash.ch-site ist. Vor allem wenn ich keine Zeit zum Surfen habe, hilft er mir, schnell den Ueberblick zu gewinnen, auch indem hier Links angegeben sind, in denen die Tagesaktualitaet erscheint. Auch ein Dank den anderen Nutzern, die da mithelfen.

Es scheint, dass das naechste Downleg in diesem Zigzag nach unten begonnen hat... A trend is a trend is a trend is a trend. Jede Abwaertsbewegung hat ein neues Thema. In diesen Wochen geht der Stoff, der Angst einjagt, nicht aus. Zuerst der Vulkan, dann Griechenland, dann der Untergang der Deepwater Horizon (der Oelvulkan), Korea, Herabstufung Spaniens, und nun kommt hinzu ... der Hass der Welt auf Israel, mit entsprechenden Spannungen im Nahen Osten.

Die Psychen der Menschen sind aus den Fugen. Koehler tritt wie eine Teenager-Zicke ab.

Die Welt ist aus den Fugen. Millions of sentient begins begin to die because of toxic effects.

Es gibt noch Schlimmeres.

Lupi
Bild des Benutzers Lupi
Offline
Zuletzt online: 22.10.2010
Mitglied seit: 13.02.2009
Kommentare: 487
SMI im Juni 2010

Gute Monatseinführung, danke MF.

Aufgrund der EU-Problematik und der Geldmengenaufschwungs sind deine Szenarios und der längerfristige Ausblick (du sagts: 6Mt – 2 Jahre) logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Wie wir aber auch wissen entziehen sich Märkte sehr offt jeder Logik, auch ein 12-monatiger Trend kann sich manchmal dagegen stellen (remember 03/2009 ?)

MF hat geschrieben: „Der Anleger sollte sich für die nächsten Jahre in erster Linie auf Werterhalt und nicht auf Gewinn konzentrieren.“ Diese ist ohne Zweifel eine sehr gute Empfehlung und die beste langfristige Strategie, gilt für Aktien sowie für Commodities oder für Beides wenn man sein Portofolio in der Form aufbauen möchte.

Was die nächste 2-3 Monate betreffen bin ich aber der Meinung, dass die Börse einen Rebound machen wird. Das KGV von Unternehmen aus der S&P500 liegen auch heute noch unter dem Durchschnitt der letzten 25 Jahre (aktuel 10.5, durchschnitt = 11). Die folgende Grafik zeigt uns die aktuelle Lage von Unternehmensgewinne (auch wenn diese teilweise zufolge Entlassungen und Steuersenkungen erwirtschaftet worden sind). Keine Logik hier, sondern Tatsachen. Die Börse ist uns noch etwas schuldig !

Vielle meinen, dass Edelmetale noch einen weiteren Weg nach oben haben und die Bubble hier könne somit noch grösser sein. Während die Aktienmärkte hin-und-her schaukeln, könnte Gold, von Spekulation getrieben, immer weiter nach oben. Die folgende Grafik zeigt ein interessantes Vergleich des DOW/Gold-Verhälnissses und es ist gut vorstellbar dass dieser Trend noch eine Weile anhalten wird (Aktuell liegt der Ratio bei 8.3):

PS: no Goldbug here...:wink:

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

Perry2000
Bild des Benutzers Perry2000
Offline
Zuletzt online: 25.05.2016
Mitglied seit: 25.03.2008
Kommentare: 6'343
SMI im Juni 2010

01-06-2010 14:51 Europäische Zentralbank verschärft Ton gegen Rating-Agenturen

Seoul (awp/sda/afd) - Die Europäische Zentralbank (EZB) verschärft den Ton gegenüber den internationalen Rating-Agenturen. Die staatlichen Notenbanken seien zu sehr von den Einschätzungen der Agenturen abhängig.

Dies sei "völlig unbefriedigend", sagte EZB-Ratsmitglied Christian Noyer am Dienstag auf einer Konferenz in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Noyer, der auch Chef der französischen Notenbank ist, warf den Rating-Agenturen schwere Fehler bei der Einstufung staatlicher Anleihen unter anderem im Fall Griechenlands vor.

Die Abwertung der Kreditwürdigkeit einiger Euro-Staaten hatte zum Kurszerfall der europäischen Gemeinschaftswährung in den vergangenen Wochen beigetragen. Die Europäische Kommission prüft derzeit schärfere Auflagen für Rating-Agenturen in Europa.

Quelle SQ Ticker

orangebox
Bild des Benutzers orangebox
Offline
Zuletzt online: 16.12.2015
Mitglied seit: 22.11.2007
Kommentare: 2'026
SMI im Juni 2010

Perry2000 wrote:

01-06-2010 14:51 Europäische Zentralbank verschärft Ton gegen Rating-Agenturen

Seoul (awp/sda/afd) - Die Europäische Zentralbank (EZB) verschärft den Ton gegenüber den internationalen Rating-Agenturen. Die staatlichen Notenbanken seien zu sehr von den Einschätzungen der Agenturen abhängig.

Dies sei "völlig unbefriedigend", sagte EZB-Ratsmitglied Christian Noyer am Dienstag auf einer Konferenz in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Noyer, der auch Chef der französischen Notenbank ist, warf den Rating-Agenturen schwere Fehler bei der Einstufung staatlicher Anleihen unter anderem im Fall Griechenlands vor.

Die Abwertung der Kreditwürdigkeit einiger Euro-Staaten hatte zum Kurszerfall der europäischen Gemeinschaftswährung in den vergangenen Wochen beigetragen. Die Europäische Kommission prüft derzeit schärfere Auflagen für Rating-Agenturen in Europa.

Quelle SQ Ticker

Eilmeldung:

Frankreich und Italien kurz vor Rating-Abstufung durch Agenturen, Euro weiter unter Druck.

Die Ratingagenturen deren Sitz alle in den USA sind,sind nicht mehr tragbar,stufenweise werden EU Länder heruntergestuft während die USA weiterhin und wohl auch für länger die Bestnote AAA+ behalten wird.

querschuesse.de

Ben
Bild des Benutzers Ben
Offline
Zuletzt online: 26.07.2016
Mitglied seit: 11.01.2010
Kommentare: 543
SMI im Juni 2010

MarkusFabian, vielen Dank für die Juni-Eröffnung.

Wie immer sehr gut!

Es ist eigentlich nur noch Haarstreubend was sich derzeit in der Welt abspielt.

Was die Ratingagenturen angeht, habe ich nachfolgendes gefunden:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/EU-plant-zentrale-Rating-Aufsicht-article8...

maegge100
Bild des Benutzers maegge100
Offline
Zuletzt online: 25.05.2012
Mitglied seit: 30.07.2009
Kommentare: 36
SMI im Juni 2010

Wird auch Zeit, dass man hier aktiv wird.

Ben
Bild des Benutzers Ben
Offline
Zuletzt online: 26.07.2016
Mitglied seit: 11.01.2010
Kommentare: 543
SMI im Juni 2010

Bugatti wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
orangebox wrote:
Eilmeldung:

Frankreich und Italien kurz vor Rating-Abstufung durch Agenturen, Euro weiter unter Druck.

Link?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/570383/index.do?_vl_b...

Bis jetzt halb so schlimm...

http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Euro-wieder-frisch-article89...

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

orangebox wrote:

Die Ratingagenturen deren Sitz alle in den USA sind,sind nicht mehr tragbar,stufenweise werden EU Länder heruntergestuft während die USA weiterhin und wohl auch für länger die Bestnote AAA+ behalten wird.

Triple A = Ausfallrisiko ist fast Null

Und so lange die selber Dölli drucken können und eine starke Industrie haben, bleibt das so!

Vontobel
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Zuletzt online: 21.06.2014
Mitglied seit: 20.06.2006
Kommentare: 5'686
SMI im Juni 2010

omega wrote:

Triple A = Ausfallrisiko ist fast Null

Nach einer mir vorliegenden Statistik geraten lediglich 0.28% der AAA Unternehmen innert 5 Jahren in Zahlungsverzug.

Hingegen darf man nicht vergessen:

Swissair: 1996 AAA

2000 A

2001 B

Es kann in der Praxis auch manchmal ganz schnell drehen ...

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

Vontobel wrote:

omega wrote:

Triple A = Ausfallrisiko ist fast Null

Nach einer mir vorliegenden Statistik geraten lediglich 0.28% der AAA Unternehmen innert 5 Jahren in Zahlungsverzug.

Hingegen darf man nicht vergessen:

Swissair: 1996 AAA

2000 A

2001 B

Es kann in der Praxis auch manchmal ganz schnell drehen ...

Nur war Swissair ein Unternehmen von der Schweiz. (Interessierte die ganze Welt überhaupt nicht, nur uns Schweizer. UND war fällig wegen Missmanagement, sonst hätten wir noch mehr bezahlt.)

Und nicht ein Land wie Amerika.

Diesen Vergleich kannst du nicht bringen.

Wenn Amerika downgraded wird. Dann sag mir welches Land da noch irgendeine ernstzunehmende Glaubwürdigkeit besitzt (die Ölmultis?)

Vontobel
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Zuletzt online: 21.06.2014
Mitglied seit: 20.06.2006
Kommentare: 5'686
SMI im Juni 2010

omega wrote:

Und nicht ein Land wie Amerika.

Diesen Vergleich kannst du nicht bringen.

Wenn Amerika downgraded wird. Dann sag mir welches Land da noch irgendeine ernstzunehmende Glaubwürdigkeit besitzt (die Ölmultis?)

Ah ich wollte nur einen allgemeinen Input zu Ratings geben ... eben, dass es gewisse Ausfallwahrscheinlichkeiten gibt ... aber, dass in der Praxis Ratings sehr schnell ändern können.

Dass die USA etwas anderes ist als die Swissair ist mir schon klar ...

Gut ich könnte jetzt die Frage stellen: Ist die USA überhaupt glaubwürdig (zumindest auf Sicht von 100 Jahren)?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

Vontobel wrote:

Gut ich könnte jetzt die Frage stellen: Ist die USA überhaupt glaubwürdig (zumindest auf Sicht von 100 Jahren)?

Gut, sehr gut. Ich geb mich geschlagen Lol

Hey, welcome back. Warst lange weg. Hab dich schon vermisst Wink

Vontobel
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Zuletzt online: 21.06.2014
Mitglied seit: 20.06.2006
Kommentare: 5'686
SMI im Juni 2010

omega wrote:

Gut, sehr gut. Ich geb mich geschlagen Lol

Hey, welcome back. Warst lange weg. Hab dich schon vermisst Wink

Biggrin

Thx - weg war ich nicht - war sehr oft hier drin am Lesen, nur zum Schreiben blieb mir oft keine Zeit.

Versuche dies wieder etwas nachzuholen Smile

Bei dir alles klar? Börse im Griff? 8)

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

Yep, alles im Griff. bin +400% dieses Jahr. Seit diesem Februar wieder mit Optionen und Ko's. Aktien rendieren nicht mehr :roll:

(ausser die SMI Put Position die grad noch am Seegrund liegt)... aber das wird scho wieder

Vontobel
Bild des Benutzers Vontobel
Offline
Zuletzt online: 21.06.2014
Mitglied seit: 20.06.2006
Kommentare: 5'686
SMI im Juni 2010

omega wrote:

Yep, alles im Griff. bin +400% dieses Jahr. Seit diesem Februar wieder mit Optionen und Ko's. Aktien rendieren nicht mehr :roll:

(ausser die SMI Put Position die grad noch am Seegrund liegt)... aber das wird scho wieder

400%? Aber dann nehme ich an sprechen wir nicht von Einsätzen > 100K, oder?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

Nö. Natürlich nicht, dass wissen wir beide.

Ich bin Trader, kein Investor und schon gar nicht ein Investberater! Das bist du, oder solltest du sein mit deinem Wissen.

Aber ich trade auch schon mal mit 5stelligen Summen, falls du das genauer Wissen willst.

Aber ich bin heute eh zu offen für ein anonymes Forum. Schuld daran ist wohl der da:

http://www.caveemery.ch/photoHome.asp?p=images/bouteilles/Hephaistos.gif

www.caveemery.ch

Vorzügliche Schweizer Weine macht Hr. Emery

tolggoe28
Bild des Benutzers tolggoe28
Offline
Zuletzt online: 07.06.2016
Mitglied seit: 23.11.2007
Kommentare: 1'362
SMI im Juni 2010

Mal eine ganz andere Frage.

Was meint ihr wird die WM 2010 zur Börse beitragen. Werden evtl. die Wirtschafts-Meldungen etwas in den Hintergrund rücken? Das Handelsvolumen abnehmen? Ich persönlich könnte mir eine etwas enspanntere Börsenzeit während diesem Monat durchaus vorstellen.

Tiesto
Bild des Benutzers Tiesto
Offline
Zuletzt online: 02.12.2011
Mitglied seit: 04.06.2008
Kommentare: 2'335
SMI im Juni 2010

Geilo! 5 Schritte nach vorn, 10 Schritte zurück, 5 nach vorn, 10 zurück... Lol Ein geiles Börsenjahr... :shock:

Ben
Bild des Benutzers Ben
Offline
Zuletzt online: 26.07.2016
Mitglied seit: 11.01.2010
Kommentare: 543
SMI im Juni 2010
MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Vontobel wrote:

Nach einer mir vorliegenden Statistik geraten lediglich 0.28% der AAA Unternehmen innert 5 Jahren in Zahlungsverzug.

Lehman Broth. hatte AA+ 24 Std. vor dem Bankrott!

Buzz
Bild des Benutzers Buzz
Offline
Zuletzt online: 20.01.2012
Mitglied seit: 07.03.2010
Kommentare: 147
SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Vontobel wrote:

Nach einer mir vorliegenden Statistik geraten lediglich 0.28% der AAA Unternehmen innert 5 Jahren in Zahlungsverzug.

Lehman Broth. hatte AA+ 24 Std. vor dem Bankrott!

und wieviel von den 0.28% waren Banken ...

To infinity ... and beyond!

Ben
Bild des Benutzers Ben
Offline
Zuletzt online: 26.07.2016
Mitglied seit: 11.01.2010
Kommentare: 543
SMI im Juni 2010

Das bedeutet dann, dass diese Ratings bei bestimmten Branchen nicht viel Wert haben und evtl. nur zur Manipulationszwecken herhalten müssen?

Spanien unternimmt grosse Sparmassnahmen um den Haushalt in Ordnung zu bekommen, was zur Folge hat, dass eine us-Ratingagentur dieses Land down graded, mit der Begründung, die Konjunktur würde dadurch negativ beeinflusst.

Die Ratingaagentur hat natürlich weiter gedacht und in die temporäre Zukunft geblickt. Damit meine ich, bis der/die EU Haushalte wieder in geordneten Verhältnissen sein werden.(?)

Auffallend ist eben, dass die Berwertungen der Ratingagenturen in den vergangenen Monaten bezüglich der EU-Staaten sehr massiv auftraten und die Vereinigten Staaten von Amerika so gut wie nie mit ihrem desolaten Haushalt erwähnt bzw. bewertetet wurden.

omega
Bild des Benutzers omega
Zuletzt online: -
Mitglied seit: -
SMI im Juni 2010

@Ben; so krass würde ich das nicht bewerten.

Man kann etwas bewerten nach den Angaben die man erhält.

Falls die Angaben falsch sind, ergibt das immer eine falsche Bewertung.

Die Ratingagenturen anzupissen ist eines. Aber die Schuldigen sind diejenigen, die falsche Angaben liefern. (Griechenland lässt grüssen, Lehmann lässt grüssen und auch Swissär grüsst)

dusty
Bild des Benutzers dusty
Offline
Zuletzt online: 02.08.2010
Mitglied seit: 29.04.2010
Kommentare: 26
SMI im Juni 2010

Sch**** UBS Quotes :evil: :!:

Popeye.
Bild des Benutzers Popeye.
Offline
Zuletzt online: 09.01.2012
Mitglied seit: 11.09.2009
Kommentare: 767
SMI im Juni 2010

Ben wrote:

Das bedeutet dann, dass diese Ratings bei bestimmten Branchen nicht viel Wert haben und evtl. nur zur Manipulationszwecken herhalten müssen?

Jein... Eine Swissair konnte nicht Geld drucken (so sehr das auch gewisse Manager geglaubt haben), eine Zentralbank jedoch schon. Damit kann sie genügend (Papier-)Geld in Umlauf bringen um die Schulden in ihrer eigenen Währung zu bezahlen. Schwierig wirds, wenn etwas dagegen spricht neues Geld zu drucken.

Also ist ein Rating bei einer Firma schon sinnvoll, wenn sie aussagt, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Firma ihre Schulden zurückzahlen kann - ob mit Reserven, neu generierten Einahmen oder geliehenem Geld.

Ben wrote:

Spanien unternimmt grosse Sparmassnahmen um den Haushalt in Ordnung zu bekommen, was zur Folge hat, dass eine us-Ratingagentur dieses Land down graded, mit der Begründung, die Konjunktur würde dadurch negativ beeinflusst.

Klar, Spanien darf auch nicht auf eigene Rechnung Euros drucken, sondern muss mit dem Anteil der Euro-Geldmenge, welche im Land erwirtschaftet und verteilt wird auskommen.

Ben wrote:

Die Ratingaagentur hat natürlich weiter gedacht und in die temporäre Zukunft geblickt. Damit meine ich, bis der/die EU Haushalte wieder in geordneten Verhältnissen sein werden.(?)

Was, wie und warum Ratingagenturen ihre Bewertungen machen ist ein Staaatsgeheimnis (siehe Postings im Mai) - vielleicht, weil sie nicht gerne zugeben, dass sie auch nur würfeln und Vorhersagen aufgrund von Dartpfeilen erstellen.

Ben wrote:

Auffallend ist eben, dass die Berwertungen der Ratingagenturen in den vergangenen Monaten bezüglich der EU-Staaten sehr massiv auftraten und die Vereinigten Staaten von Amerika so gut wie nie mit ihrem desolaten Haushalt erwähnt bzw. bewertetet wurden.

Klar, USA kann ja auch Geld drucken (hatten wir auch schon im Mai) - also wird denen der Dollar nie ausgehen. Ob du in Zukunft dann Staatsanleihen in Dollar haben willst, die im Laufe der Laufzeit nur noch halb so viel wert sind sei dahin gestellt :twisted:

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

Perry2000
Bild des Benutzers Perry2000
Offline
Zuletzt online: 25.05.2016
Mitglied seit: 25.03.2008
Kommentare: 6'343
SMI im Juni 2010

Computerpanne sorgt für Börsen-Turbulenzen

Ein Klick kann Börsen durchschütteln.

Bild: stock.xchng02.06.2010 11:47

Ein Computerfehler im Handel der Deutschen Bank hat für Aufregung am japanischen Aktienmarkt gesorgt. Aus «Versehen» wurden Verkaufsaufträge von 150 Milliarden Euro gestellt.

Das Institut platzierte an der Börse in Osaka am Dienstag fälschlicherweise Verkaufsaufträge für Derivate auf den Leitindex Nikkei von umgerechnet 150 Milliarden Euro (16,7 Billionen Yen), wie am Mittwoch mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Die Preise für die Futures gaben daraufhin wie auch der gesamte Nikkei leicht nach.

«Wir nehmen diesen Vorfall extrem ernst und tun alles, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt», teilte das größte deutsche Geldhaus mit, ohne Angaben zur Größenordnung der Orders zu machen.

In ihrer Erklärung führte die Bank die von Experten als peinlich kritisierte Panne auf einen Fehler im internen Handelssystem des Instituts zurück. Finanzkreisen zufolge wurden mehr als 99 Prozent der fehlerhaften Orders noch gestoppt, so dass nur ein Bruchteil der Aufträge auch tatsächlich ausgeführt wurde. «Dies hat die Auswirkungen des Fehlers massiv begrenzt», sagte ein Insider. Betroffen sei der Eigenhandel, den das Geldhaus seit Monaten deutlich zurückfährt.

UBS kaufte 610'000 Aktien anstatt 16 zu verkaufen

Vor einem Monat hatte vermutlich ebenfalls ein Systemfehler eines oder mehrerer Marktteilnehmer an den US-Börsen zu einem abrupten Kurssturz geführt. Der Leitindex Dow Jones verlor innerhalb von zehn Minuten sechs Prozent - der genaue Grund ist weiter unklar. Kurz danach machten Gerüchte die Runde, ein Händler habe versehentlich den Verkaufsknopf gedrückt. Doch Anhaltspunkte für einen solchen als «Fat Finger» gebrandmarkten Fehler gibt es nicht.

Beispiele hierfür gibt es aber zahlreiche: So hatte die Schweizer UBS 2001 versehentlich 610'000 Aktien einer japanischen Firma für 16 Yen das Stück verkauft - geplant war eigentlich die Veräusserung von 16 Aktien für 610'000 Yen pro Stück.

Quelle Cash Lol

Emil
Bild des Benutzers Emil
Offline
Zuletzt online: 07.01.2017
Mitglied seit: 28.09.2007
Kommentare: 2'865
SMI im Juni 2010

Soso, jetzt in Deutschland. Das war doch erst so mistig organisiert kürzlich in USA.

Also hätten wir den Abrutsch von gestern auch erklärt.

Ist ja toll, wenn man Cash braucht, organisiert man schnell einen 'Fehler' und macht aus Mücken Elefanten.

Es hätte mich gewundert, wenn die Israel-Sache auf die Börse einen solchen Einfluss gehabt hätte. Die haben dort unten Stunk seit ich denken kann. Und auch das Oeldesaster an der US-Küste tut der Gesamtbörse nicht so weh. Das ist den Multis egal. Es betrifft höchstens BP.

Schad und tragisch für die Natur. Aber mit Börse hat es nichts zu tun.

Blum 3 Man sollte die Aktionäre impfen können, Imunisierung und Aktivierung der Hirntätigkeit.

Emil

Buzz
Bild des Benutzers Buzz
Offline
Zuletzt online: 20.01.2012
Mitglied seit: 07.03.2010
Kommentare: 147
DOW

weis eigentlich jemand was los ist bei den Amis ... der hüpft ja wie wild ... oder habe die wieder probleme mit den tasten 8)

To infinity ... and beyond!

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Perry2000 wrote:

Ein Computerfehler im Handel der Deutschen Bank hat für Aufregung am japanischen Aktienmarkt gesorgt. Aus «Versehen» wurden Verkaufsaufträge von 150 Milliarden Euro gestellt.

Das ist wieder so eine Zeitungsente wie wir schon am 6. Mai das Vergnügen hatten, zu lesen!!!

Jeder Trader hat entsprechend seinem "Rang" ein Limit, wieviel bzw. über welchen Betrag er handeln darf.

Gibt er Trades ein, die über dem Normalmass liegen, muss er das dem System gegenüber zumindest bestätigen und sein Passwort eingeben.

Geht der Trade sogar über seine Limite, muss nicht nur er sondern auch ein Vorgesetzter - mit entsprechend hoher Limite - den Trade per Passwort bestätigen.

Die Geschichte mit dem Tippfehler kann man also schlicht und ergreifend ins Reich der Märchen abszufen.

Perry2000
Bild des Benutzers Perry2000
Offline
Zuletzt online: 25.05.2016
Mitglied seit: 25.03.2008
Kommentare: 6'343
SMI im Juni 2010

Bist Du da sicher?

In der CH mag das sein. Aber Amis und Sicherheit :oops:

Die haben wohl einen Aufkleber am Bildschirm: Du sollst nicht über Deine Limite traden Lol :oops: Lol

Im Ernst: Habe keine Ahnung wie das läuft. Aber am Schluss ist immer der Computer das Problem :roll:

Seiten