SMI im Juni 2010

632 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

Dr.Zock wrote:

Habt Ihr Euch in letzter Zeit wieder mal den BTI reingezogen ?

Sieht bedenklich aus.....!!!

Hier der Link:

http://www.naftemporiki.gr/markets/quotegraph.asp?id=.BADI&ctime=1Y&cper...

Gruss

Dr.Zock

Auf Jahressicht sieht es wirklich so aus, als ob der BDI unter der 5000 Marke festkleben würde. Ist aber auch klar. Wir befinden uns nicht in einer Hochkonjunktur und die ganze Wirtschaft steht auf wackligen Beinen.

Für die Börse muss das aber ganz und gar nicht negativ sein. Das heisst, die Nationalbanken fahren weiter die Niedrigzinspolitik und werfen billiges Geld auf den Markt, was sich kurzfristig eigentlich nur positiv auf die Börsen auswirken sollte.

http://stockcharts.com/h-sc/ui?c=$BDI,uu[h,a]waclyyay[pb40!f][vc60][iue6,12,9!lj[$spx]]

Lupi
Bild des Benutzers Lupi
Offline
Zuletzt online: 22.10.2010
Mitglied seit: 13.02.2009
Kommentare: 487
SMI im Juni 2010

@ Meveric

Ich weiss schon was du meinst. Steigende Kurse bei kleinen Volumen schätze ich auch sehr, denn damit wird ein Fundament aufgebaut bei geringer Vola. Steigende Kurse bei grossen Volumen deuten meistens auf Uebertreibungen hin und somit auf einer Achterbahn...

Das Problem ist, dass ein Rebound nach einer Korrektur meiner Meinung nach gewisse Volumen schon mitbringen sollte. Es ist als ob Anleger sich nicht gross trauen. China und USA haben beide den dritten Gang eingeschlatet, die EU verweilt aber noch im Ersten...

Ich bin da ein wenig zwiespältig...kein Panikhase, aber dennoch unsicher :?

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Währeddem sich die Anleger nicht trauen, trauen sich die Grossen. Wir schauen dem Spiel noch lange zu und trauen dann immer noch nicht. Dann allmählich steigen die Kurse und man will dabei sein und springt noch auf, während dem dieser schon lange abgefahren ist. Dann kommt die Euphorie und danach die Ernüchterung.

Kostolany sagte auch:

"Der beste Zeitpunkt in den Markt einzusteigen ist dann, wenn die grössten Optimisten zu Bassiers werden."

"Hingegen ist es der richtige Zeitpunkt um auszusteigen, wenn die grössten Baissiers zu Optimisten werden."

Jetzt überlege Dir selbst in welcher Phase wir gerade sind.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Jetzt überlege Dir selbst in welcher Phase wir gerade sind.

Das muss man nicht überlegen, das kann man nachgucken:

Die Big-Boys (Commercials wie auch die Large Speculators) sind short und verkaufen an die Kleinanleger, die entsprechend long sind.

Die genauen Zahlen für den S&P 500 in Kontrakten:

Coms: (-6'389)

LSpec: (-15'535)

SSpec: (+21'924)

Stand 19.6.2010

Quelle: http://www.wellenreiter-invest.de/cot.html

Aber da ja die Kleinanleger immer richtig liegen .... oder doch nicht? :oops:

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Meveric wrote:
Jetzt überlege Dir selbst in welcher Phase wir gerade sind.

Das muss man nicht überlegen, das kann man nachgucken:

Die Big-Boys (Commercials wie auch die Large Speculators) sind short und verkaufen an die Kleinanleger, die entsprechend long sind.

Die genauen Zahlen für den S&P 500 in Kontrakten:

Coms: (-6'389)

LSpec: (-15'535)

SSpec: (+21'924)

Stand 19.6.2010

Quelle: http://www.wellenreiter-invest.de/cot.html

Aber da ja die Kleinanleger immer richtig liegen .... oder doch nicht? :oops:

Die liegen eben meistens nie richtig.

Ich verstehe nur nicht, warum sich die rote L. Specs Linien so derart in die gegengesetzte Richtung bewegen wie die blaue Coms. Repräsentieren die L. Specs nicht unsere Pensionskassen, Anlagen in Fonds von Versicherungen etc...?

fritz.
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Zuletzt online: 06.04.2015
Mitglied seit: 04.08.2006
Kommentare: 5'319
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Währeddem sich die Anleger nicht trauen, trauen sich die Grossen.

Ging es nicht soeben um steigende Kurse mit kleinen Volumen? Willst du jetzt sagen, dass die Volumen klein sind, weil die Grossen am Einkaufen sind??

Ich verstehe deine Logik nicht...

Gruss

fritz

Merced
Bild des Benutzers Merced
Offline
Zuletzt online: 06.10.2011
Mitglied seit: 25.05.2010
Kommentare: 50
SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

...Grafik...

Quelle: http://www.wellenreiter-invest.de/cot.html

Sorry für die doofe Frage, aber wie liest man diese Grafik?

Was heisst -6‘389 Kontrakte? Mehr verkauft wie gekauft? Was wäre denn dann die absolute Zahl an Kontrakten? Oder insgesamt verkaufte Menge? Oder Veränderung zu irgendeiner Bezugsgrösse? Wenn ja, welche?

Kontrakte nehm ich an sind Futures und Minifutures auf den S&P 500?

Die linke Skala gibt wohl die Anzahl Kontrakte an, aber wofür steht die rechte?

Wer stuft ein, ob einer Com, L-Spec oder S-Spec ist? Warum divergieren Coms und L-Specs so gewaltig Anfang Messperiode und konvergieren nun?

Warum sinkt der Preis nicht stärker, wenn die Coms und L-Specs versuchen, zu shorten?

Wo sind die L-Specs und Coms mit der Liquidität hin, die sie über den Verkauf (ich nehm mal an dass das gemeint ist) generiert haben?

Fragen über Fragen. Und ja, ich hab die Quelle im Original besucht, aber dort leider keine Erklärung gefunden. Bin allerdings auch nicht Abonnent.

Besten dank im Voraus für Erklärungen.

mfG

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

@merced

Ja alles interpretieren kann ich auch nicht. Aber wo sie mit dem Geld hin sind, entweder in alternative Anlagen, Anleihen, oder sie behalten einfach das Geld zurück um später wieder gross einzukaufen.

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

fritz wrote:

Meveric wrote:
Währeddem sich die Anleger nicht trauen, trauen sich die Grossen.

Ging es nicht soeben um steigende Kurse mit kleinen Volumen? Willst du jetzt sagen, dass die Volumen klein sind, weil die Grossen am Einkaufen sind??

Ich verstehe deine Logik nicht...

Gruss

fritz

Ja darum ging es. Steigende Kurse bei kleinem Volumen. Die Grossen sind nicht am kaufen, die grossen sind den Dummen am verkaufen, daher steigen die Kurse. Wink Die grossen gehen short, short muss aber nicht vom einen auf den anderen Tag sein. Daher sollte nach einer kurzen Phase des Kursanstiegs unter kleinem Volumen, ein etwas heftigerer mit höherem Volumen folgen, steigende Kurse weitere Käufer anziehen. Und wenn dann keine Käufer mehr da sind, stürzt das ganze wieder ab und die Grossen kaufen alles wieder auf.

fritz.
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Zuletzt online: 06.04.2015
Mitglied seit: 04.08.2006
Kommentare: 5'319
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Und wenn dann keine Käufer mehr da sind, stürzt das ganze wieder ab...

Soweit einverstanden...

Meveric wrote:

...und die Grossen kaufen alles wieder auf.

Nein, es stürzt eben ab, weil die Grossen verkaufen... :o

Du hast eine seltsame Theorie. Anstiege mit kleinem Volumen haben eben keine grosse Aussage, es kann weiter steigen oder nicht. Nur Anstiege mit grossem (und steigendem) Volumen sind ein bullisches Zeichen.

Gruss

fritz

Dr.Zock
Bild des Benutzers Dr.Zock
Offline
Zuletzt online: 22.01.2015
Mitglied seit: 16.06.2006
Kommentare: 5'617
SMI im Juni 2010

@ all

MF hat geschrieben:

"Der DJTA steht bei 4433 an einem wichtigen Widerstand. Wenn er nach unten abdreht, könnt ihr die Rente Eurer Oma darauf verwetten, dass auch SMIly, Doof Jones und Nass-Sack demnach der Schwerkraft folgen werden!"..........

Nun denn, der BDI ist heute um weitere -2.08% abgekackt, und der DJTI um -1.78% Er steht somit auf 4'354.48 und unter dem Widerstand. Somit kanns abwärts gehen.

Noch was: Steigende Kurse bei niederigem Volumen bezeugt ganz klar dass die grossen Adressen daran nicht beteiligt sind. Im Gegenteil.....!!! Zumindest ist dies so seit ich an der Börse tätig bin. Und das ist nun eine Weile her. Und wenn das Volumen bei abwärtsgerichteter Börse anschwillt, dann habt Ihr den Beweis dafür.

Nochmals was zum BDI-Indikator. Ein Rückgang innert 45 Tagen von mehr als 40% ist ein Crash !!! Das dürfte sich demnächst an den unterschiedlichsten Wirtschaftsdaten bemerkbar machen. Die vorliegenden, namentlich die aus den USA, sind ohnehin immer gefälscht. Somit werden die Börse bald auf dem Fuss folgen.

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

rainii
Bild des Benutzers rainii
Offline
Zuletzt online: 30.08.2011
Mitglied seit: 20.09.2009
Kommentare: 281
SMI im Juni 2010

Danke Zock für den wertvollen Update!

sensorz3.
Bild des Benutzers sensorz3.
Offline
Zuletzt online: 13.04.2012
Mitglied seit: 29.05.2008
Kommentare: 146
Volumen

Warum sollen denn bei steigenden Kursen mit geringem Volumen die sogenannt "Grossen" nicht beteiligt sein?

Sie können doch damit den Wert Ihrer schon gehaltenen Aktien mit wenig Aufwand steigern, nur um sie dann wenig später bei günstiger Gelegenheit zu verkaufen.

Dr.Zock
Bild des Benutzers Dr.Zock
Offline
Zuletzt online: 22.01.2015
Mitglied seit: 16.06.2006
Kommentare: 5'617
SMI im Juni 2010

@ Bugatti

Nein, Du bist nicht im falschen Film. Der heutige IFO-Geschäftsklimaindex ist sogar besser ausgefallen als angenommen. Das Haar in der Suppe mag der Rückgang im privaten Verbrauch gewesen sein.

Aber diese Indikatoren beziehen sich auf die Vergangenheit. Der BDI und DJTI hingegen sind vorlaufende Indikatoren. Damit will ich nicht behaupten dass die Börse demnächst absifft. Aber in aller Regel tut sie dieses. Und wie bereits erwähnt, -43% im BDI innert 45 Tagen ist doch eine grosse Schuhnummer...!!!

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

orangebox
Bild des Benutzers orangebox
Offline
Zuletzt online: 16.12.2015
Mitglied seit: 22.11.2007
Kommentare: 2'026
SMI im Juni 2010

Crashfanatiker wie Dr. Zock gegen die Optimisten im anderen Lager.

Ich wünsche dir zwar deine 3 Fr für die UBS aber die wirst du wenn überhaupt sehr sehr lange nicht mehr sehen vielleicht beim nächsten Crash der alle paar Jahre wieder aufkommt.

Fakt ist als im Jahr 2007 der Crash kam gingen wir alle vom Worst Case Szenario aus.

Fakt ist, es ist alles anders gekommen als erwartet.

Erst hiess es die Reichen wird der Crash im Jahr 2007 am meisten treffen nun 3 Jahre danach im 2010 sind die noch reicher als vorher.

Tut mir Leid ich nimm euch diese schwarze Vorhersagen nicht mehr ab.

Diese schöne Charts sind Indikatoren aber mehr auch nicht.

Ich schau mir lieber die Realwirtschaft an und da ersaufen viele in Aufträge unsere Firma inklusive es wird von Jahr zu Jahr schlimmer wir wissen nicht mehr wohin mit den Aufträgen und ersaufen in Arbeit.

Auch wenn es fast ironisch tönt wir hoffen sogar auf eine Abkühlung.

Und vorallem Börse hin oder her eine Spielwiese für Leute mit Geld, der Crash ist in der Realwirtschaft NIE angekommen,siehe Schweiz, siehe Österreich siehe Deutschland.

querschuesse.de

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 07.05.2021
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'629
SMI im Juni 2010

orangebox wrote:

Und vorallem Börse hin oder her eine Spielwiese für Leute mit Geld, der Crash ist in der Realwirtschaft NIE angekommen,siehe Schweiz, siehe Österreich siehe Deutschland.

Und wie ist es denn mit der Maschinenindustrie? Firmen wie OC Oerlikon, AFG Arbonia, Ascom, Mikron, Tornos usw.?

Diesen Firmen sind die Aufträge z.T. um die Hälfte und mehr weggebrochen, haben alle Verluste gemacht.

Vielleicht arbeitest Du in einer bevorzugten Firma, die keine Rezession spürte, aber das ist sicher die Ausnahme.

Vielleicht sollten wir alle Aktien Deines Arbeitgebers kaufen, wie ist denn der Name der Firma? Wink

Besser reich und gesund als arm und krank!

Dr.Zock
Bild des Benutzers Dr.Zock
Offline
Zuletzt online: 22.01.2015
Mitglied seit: 16.06.2006
Kommentare: 5'617
SMI im Juni 2010

@ Kapitalist

Himmel A.......... Du bist aber eine Gwundernase..... LolLolLol

Gruss

Zockimannli Lol

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

equity holder
Bild des Benutzers equity holder
Offline
Zuletzt online: 08.01.2013
Mitglied seit: 24.07.2009
Kommentare: 2'841
SMI im Juni 2010

Hallo Zusammen

Was denkt Ihr eigentlich zum Dow Jones für diese Woche? Ich denke der SMI wird sich diese Woche sehr stark nach dem Dow richten. Daher die Frage im Smi Thread......

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

Emil
Bild des Benutzers Emil
Offline
Zuletzt online: 12.12.2019
Mitglied seit: 28.09.2007
Kommentare: 3'127
SMI im Juni 2010

Positive Tendenz. Die Zinsen werden belassen. Als Begründung wird man 'Besorgnis' wegen der Konjunkturverlangsamungsmöglichkeitskatastrophenaussichtsverdüsterung anbringen, damit man einen Grund hat, nicht zur Besorgnis beizutragen, die Zinsen könnten steigen, was sie ja tun könnten, wenn die Konjunktur so toll wäre. Dann würden aber die Konsumenten streiken, wegen der Häuser und dem Allgemeinkonsum wie dem Benzin und dem Salat, und die Kurse würden sinken wegen der Wirtschaft und die Statistiken würden konstanter schlechter gezeigt werden, nicht mehr abwechslungsweise, und die Kurse würden wieder röter und die Wirtschaft dann wirklich lahmer. Also lässt man die Zinsen wo sie sind. Damit alle darüber zufrieden sind, darf aber die Konjunkturaussicht nicht zu gut sein.

Alles klar? :roll: Blum 3 Gut, dann geht es ganz normal weiter. WinkSmile :idea: 8)

Emil

Friederich
Bild des Benutzers Friederich
Offline
Zuletzt online: 05.03.2014
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 1'446
SMI im Juni 2010

Es ist doch nicht wichtig ob eine Bude "in den Aufträgen versauft". Mir ist hingegen wichtig, wie viel mehr ich daran verdiene. Viele Aufträge sagen absolut nichts. Man kann doch auch an jedem verkauften Artikel drauf legen!

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Tiesto
Bild des Benutzers Tiesto
Offline
Zuletzt online: 02.12.2011
Mitglied seit: 04.06.2008
Kommentare: 2'335
SMI im Juni 2010

Denke der SMI korrigiert wieder Richtung 6200...6500 haben nicht gehalten. Die Amis geben den Ton an... 8)

Der Entscheid der FED wird morgen kaum was bewegen...nönö.

Denke erst mit den Quartalsabschlüsse, könnte es wieder in einer oder einte Richtung gehen...

Kapitalist
Bild des Benutzers Kapitalist
Offline
Zuletzt online: 07.05.2021
Mitglied seit: 26.05.2006
Kommentare: 13'629
SMI im Juni 2010

Dr.Zock wrote:

@ Kapitalist

Himmel A.......... Du bist aber eine Gwundernase..... LolLolLol

Gruss

Zockimannli Lol

Wenn jemand einen Geheimtipp hat? Lol

Wobei mit der Arbeitsüberlastung des Personals ist es ja auch so eine Sache, häufig werden einfach Arbeitsplätze abgebaut. Die Folge besteht dann für das übrig gebliebene Personal darin dass sie hoffnungslos überlastet sind, deshalb muss der Betrieb nicht unbedingt besser rentieren.

Besser reich und gesund als arm und krank!

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Ich verstehe nur nicht, warum sich die rote L. Specs Linien so derart in die gegengesetzte Richtung bewegen wie die blaue Coms. Repräsentieren die L. Specs nicht unsere Pensionskassen, Anlagen in Fonds von Versicherungen etc...?

Doch, genau das sind die Large-Specs!

Es gibt da mehrere Erklärungsansätze:

Zum einen, die COT-Daten beziehen sich auf Futures. Häufig werden Futures zur Absicherung gekauft. Also Shorts, um eine Long-Position abzusichern. Die LSpecs können ja ihre Aktienbestände nicht verkaufen, wenn sie sinkende Kurse erwarten. Alleine die Menge würde die Kurse weiter nach unten treiben.

Zweitens, die Comms und LSpecs folgen nicht dem Markt, sie machen den Markt!

Wegen der Masse ihrer Portofolios brauchen sie Monate, um Positionen auf- oder abzubauen.

Mal spekulativ (wenn auch begründ- und beweisbar): Angenommen, Du bist ein grosser Hedge-Fonds oder eine Pensionskasse mit $500+ Mrd. im PF und möchtest Aktien verkaufen. Was tun? Sie einfach in den Markt zu stellen, würde einen Crash auslösen. Also verkaufst Du paketweise. Da Du sehr viel Geld und Einfluss bei der Presse hast, wirst Du darüber hinaus positive Stimmung verbreiten, um Käufer anzulocken.

Du verkaufst also Aktien in steigende Kurse hinein, bis die Kurse absinken. Wenn sie eine charttechnisch wichtige Marke erreichen, kaufst Du teilweise wieder zurück. Die Trader erkennen, dass die Kurse erwartungsgemäss an der Unterstützung gedreht haben - was den Bullenmarkt bestätigt - und steigen wieder mit Käufen ein.

Du verkaufst 10 Aktien, kaufst 6 wieder zurück, verkaufst 8, kaufst 5 zurück ... etc. Bis nach Monaten Dein Paket weg ist.

Drittens: Einen anderen Blickwinkel - neben den COT-Daten - gibt Investor Intelligence.

Hier werden jeden Dienstag die PF-Manager der grossen Banken, HF, PK gefragt: Wie schätzt Du den Markt für die nächste Woche ein? rauf, runter oder seitwärts?

Das Ergebnis ist dann die folgende Stimmungskurve:

Wir sehen hier sehr schön, dass bei den Big-Boys die Euphorie bereits zurückgegangen ist.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

Merced wrote:

Sorry für die doofe Frage, aber wie liest man diese Grafik?

http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?styleid=29&t=10576&

Merced wrote:

Was heisst -6‘389 Kontrakte? Mehr verkauft wie gekauft?

Die Summe aller Kontrakte ist immer Null, weil jedem Short-Kontrakt exakt ein Long-Kontrakt gegenüber steht.

-6000 bei den LSpecs könnte z.B. bedeuten: 10000 Long und 16000 Short-Kontrakte, Netto also 6000 Short.

Merced wrote:

Kontrakte nehm ich an sind Futures und Minifutures auf den S&P 500?

Streng genommen sind es nur Futures. Oft werden die Minifutures separat ausgewiesen.

Wellenreiter fasst aber beide zusammen.

Übrigens sind auch Put- und Call Optionen enthalten, denn die Banken sichern diese ja über Futures ab.

Merced wrote:

Die linke Skala gibt wohl die Anzahl Kontrakte an, aber wofür steht die rechte?

Der Preis des S&P 500. Die graue Linie in der Grafik.

Merced wrote:

Wer stuft ein, ob einer Com, L-Spec oder S-Spec ist? Warum divergieren Coms und L-Specs so gewaltig Anfang Messperiode und konvergieren nun?

Vergiss mal den S&P 500. Nehmen wir Futures auf Kartoffeln:

Coms sind die Produzenten. Also jene Leute, die professionell mit dem Artikel zu tun haben und deshalb den Markt sehr gut kennen. Bei den Kartoffeln also der Bauer, der die Kartoffeln produziert.

Der Bauer ist per Definition immer short, denn der Bauer verkauft ja Kartoffeln. Nur selten wird er welche kaufen.

LSpec ist z.B. Migros oder Coop, die Kartoffeln kaufen. Sie kennen den Markt auch und sind immer Long.

SSpec sind dann wir. Aber wir fallen nicht ins Gewicht, da wir mit Kartoffeln ja nicht spekulieren.

Zurück zum S&P 500: Coms sind hier Finanzinstitute. Also Banken und Hedgefonds.

LSpecs hast Du erwähnt: Pensionskassen, Versicherungen. Per Definition alle Marktteilnehmer, die nicht zu den Commercials zählen aber so grosse Volumen handeln, dass sie meldepflichtig sind.

Merced wrote:

Warum sinkt der Preis nicht stärker, wenn die Coms und L-Specs versuchen, zu shorten?

Gute Frage.

Warum sollte er? Wenn sie schonend vorgehen und nicht übertrieben viele Short-Kontrakte in den Markt stellen ...

Merced wrote:

Wo sind die L-Specs und Coms mit der Liquidität hin, die sie über den Verkauf (ich nehm mal an dass das gemeint ist) generiert haben?

Weiss ich nicht. Was macht eine PK mit dem Geld, das sie im Future-Handel verdient?

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
SMI im Juni 2010

orangebox wrote:

Und vorallem Börse hin oder her eine Spielwiese für Leute mit Geld, der Crash ist in der Realwirtschaft NIE angekommen, ...

Uups, jetzt wissen wir, wer im falschen Film ist. Bugatti ist es nicht Wink

Man vergleicht die US Steuerbehörde IRS oft und zu recht mit der spanischen Inquisition. Die Methoden ähneln sich frappierend. Aber nicht nur das. Noch etwas haben beide gemeinsam: Sie stehen zu dem was sie tun, sie sind ehrlich!

Was hat die IRS mit der Wirtschaft zu tun?

Ganz einfach: Es gibt jene Menge an gefälschten, manipulierten und bereinigten Wirtschaftsdaten. Man rechnet hedonistisch, um das BIP nach oben zu korrigieren. Man hat das berüchtigte birth-death Modell um die Arbeitsmarktdaten zu korrigieren und nützt auch das nichts mehr, werden einfach Sozialhilfeempfänger aus der Statistik geschmissen. (Letzteres wird übrigens per Ende Juni 2010 passieren und die Euphoriker à la Orangebox werden dann im Juli ab der "besser als erwarteten Arbeitsmarktsituation in den USA" Jubelgesänge und "God Bless America" zum Abwinken in ihre Vuvuzela blasen.)

Aber ich schweife ab.

Also, warum komme ich auf die IRS?

Ganz einfach, weil es in dem ganzen Wust von beschönigten Phantasiezahlen aus dem statistischen Disneyland eine Zahl gibt, die als ultimo ratio immer einen exakten und unverfälschten Einblick in die Situation von Wirtschaft und Konsument gibt:

Die Steuereinnahmen!

Fein, gucken wir doch mal, was da so an Steuereinnahmen reinkommt:

Die Steuereinnahmen (blaue Kurve) sind seit 2008 um geschätzte 20% zurückgegangen und die Erholung seit dem Tiefpunkt überzeugt mich nicht restlos!

Wenn wir schon bei der Grafik sind: Die rote Kurve sind die Staatsausgaben. Und da sich die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen seit 2002 öffnet, muss die Differenz über Neuverschuldung abgedeckt werden.

Interessant sind auch noch die grünen Balken der Staatsverschuldung:

Von der Gründung im Jahr 1776 bis zum Jahr 2000 haben es die USA geschafft, $6 Billionen an Schulden aufzuhäufen. Dazu haben sie aber immerhin 224 Jahre und mehrere Kriege benötigt.

Dieselbe Verschuldung haben die USA in den letzten 10 Jahren geschafft. Sogar noch mehr und Tendenz steigend!

Bedenklich? Aber nein doch, im Land der unbegrenzten Hamburger ist alles in bester Ordnung und die Wirtschaft floriert ... und Schulden? - what the hell.

:shock:

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Meveric wrote:

Ich verstehe nur nicht, warum sich die rote L. Specs Linien so derart in die gegengesetzte Richtung bewegen wie die blaue Coms. Repräsentieren die L. Specs nicht unsere Pensionskassen, Anlagen in Fonds von Versicherungen etc...?

Doch, genau das sind die Large-Specs!

Es gibt da mehrere Erklärungsansätze:

Zum einen, die COT-Daten beziehen sich auf Futures. Häufig werden Futures zur Absicherung gekauft. Also Shorts, um eine Long-Position abzusichern. Die LSpecs können ja ihre Aktienbestände nicht verkaufen, wenn sie sinkende Kurse erwarten. Alleine die Menge würde die Kurse weiter nach unten treiben.

Zweitens, die Comms und LSpecs folgen nicht dem Markt, sie machen den Markt!

Wegen der Masse ihrer Portofolios brauchen sie Monate, um Positionen auf- oder abzubauen.

Mal spekulativ (wenn auch begründ- und beweisbar): Angenommen, Du bist ein grosser Hedge-Fonds oder eine Pensionskasse mit $500+ Mrd. im PF und möchtest Aktien verkaufen. Was tun? Sie einfach in den Markt zu stellen, würde einen Crash auslösen. Also verkaufst Du paketweise. Da Du sehr viel Geld und Einfluss bei der Presse hast, wirst Du darüber hinaus positive Stimmung verbreiten, um Käufer anzulocken.

Du verkaufst also Aktien in steigende Kurse hinein, bis die Kurse absinken. Wenn sie eine charttechnisch wichtige Marke erreichen, kaufst Du teilweise wieder zurück. Die Trader erkennen, dass die Kurse erwartungsgemäss an der Unterstützung gedreht haben - was den Bullenmarkt bestätigt - und steigen wieder mit Käufen ein.

Du verkaufst 10 Aktien, kaufst 6 wieder zurück, verkaufst 8, kaufst 5 zurück ... etc. Bis nach Monaten Dein Paket weg ist.

Drittens: Einen anderen Blickwinkel - neben den COT-Daten - gibt Investor Intelligence.

Hier werden jeden Dienstag die PF-Manager der grossen Banken, HF, PK gefragt: Wie schätzt Du den Markt für die nächste Woche ein? rauf, runter oder seitwärts?

Das Ergebnis ist dann die folgende Stimmungskurve:

Wir sehen hier sehr schön, dass bei den Big-Boys die Euphorie bereits zurückgegangen ist.

Danke MF für deine Erläuterungen. Dass bestätigt doch meine Vorahnung und Kostolany sagte auch immer das selbe.

@Fritz

Genau das Gegenteil ist der Fall. Aber 95% der Leute an der Börse glauben bis heute noch das Gegenteil.

Daher verlieren auch mehr Leute an der Börse ihr Geld, als das sie etwas gewinnen.

Also man merke. Schlechte Stimmung an der Börse = kaufen, kaufen, kaufen. Gute bis Euphorische Stimmung verkaufen, verkaufen, verkaufen.

Leider ist das sehr schwer und man lässt sich von der Stimmung der Masse zu schnell anstecken.

Schlechte Stimmung = Alle Hebel der Medien und Banken und Ratingagenturen wurden in Bewegung gesetzt um die Masse der Leute zum verkauf zu animieren, da vorher schön Put Optionen und andere Baissenprodukte gehortet wurden. = Aktien und Calls kaufen und nicht verkaufen.

Gute Stimmung = Das umgekehrte Phänomen. Alle schlechten Nachrichten der Welt werden durch optimistische Äusserungen, gute Ratings, neuen Kurszielerhöhungen egalisiert = die Grossen verkaufen nun wieder alle Aktien an uns Dummen Wink

USW.......

Ein Crash oder grösserer Absturtzt wird fast ausschliesslich durch Anleger unseres Formates ausgelöst. Es können natürlich auch grössere involviert sein. Was aber keine rolle Spielt, da sehr viel Geld bei den Grossen ist, welches Geld? Auch unser Geld.

Bei einer florierenden Wirtschaft werden ja bekanntlich die Zinse erhöht, was wiederum dazu führt, das Anleger eher wieder auf Bankkontos, Säule 3A, Anleihen etc... zurück greifen.

Bei einem Crash wird dann einfach dieses Geld, welches ja bei den Banken reichlich vorhanden ist, zum Börselen verwendet. Meistens wird noch etwas mehr verwendet und wenn es dann in die Hosen geht, dann müssen noch die Steuerzahler einspringen um die angeschlagenen Banken wieder einmal zu retten....

So funktioniert das böse Spiel.

fritz.
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Zuletzt online: 06.04.2015
Mitglied seit: 04.08.2006
Kommentare: 5'319
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Ein Crash oder grösserer Absturtzt wird fast ausschliesslich durch Anleger unseres Formates ausgelöst.

Du überschätzt uns gewaltig.

Gruss

fritz

Meveric
Bild des Benutzers Meveric
Offline
Zuletzt online: 13.04.2016
Mitglied seit: 21.05.2007
Kommentare: 1'924
SMI im Juni 2010

@Fritz

Nein ich überschätze uns nicht. Du unterschätzt die Macht der Massenpsychologie.

Zu dem Wir gehören nicht nur wir sondern auch:

-Anlage- und Finanzberater sowie Banken (Welche das Geld der Kunden verwalten müssen)

-Pensionskassen welche das Geld relativ sicher und konservativ anlegen sollten.

-Grössere Investoren

-Und wir

Wenn einer im Kino ruft: "Feuer, oder Bombe!". Dann springen alle raus. Obwohl eigentlich gar nichts brennt oder in die Luft geht.

Das gleiche passiert bei der Börse. Die Grossen verkaufen währen der Hausse und provozieren nach der Euphorie den Kurssturz. Banken, PK's und und und sind auf dieses Wissen dann noch angewiesen und zahlen sogar noch Bonuszahlungen in die Finanzwirtschaft wenn sie frühzeitig vor solchen Ereignissen gewarnt werden. Evtl. lassen die Grossen die Kurse nochmals künstlich steigen um den anderen etwas weniger grossen den Ausstieg auch noch auf einem erträglichen Niveau zu ermöglichen... Dann sitzen nur doch die Dummen (Wir) auf den Papieren und warten dass noch andere Dumme kommen. Da diese dann nicht mehr kommen, wird der Fall umso heftiger ausfallen da es keine Käufer mehr gibt.

Theoretisch sind es nur die Kleinanleger die massenweise Geld verlieren und den wirklichen Ausverkauf an der Börse herbeirufen. Währen sich die Grossen bereits wieder die Taschen füllen.

Das ganze passiert auch, da sehr viel Liquidität in der Börse vorhanden ist. z.B. durch billige Kredite, dem vielen Papiergeld welches gedruckt wird und vorallem, weil das normale Sparkonto und Anleihen keine Renditen mehr abwerfen. Daher sind in einer Zeit wie dieser an der Börse viel mehr Leute als in einer Hochkonjunktur.

Ich könnte sogar wetten, dass beim letzten Crash die ganz grossen kein Geld verloren haben, sondern noch viel mehr gewannen. Denn das System ist durchschaubar, aber nicht voraussehbar.

Unterschätze uns also nicht! Wink

fritz.
Bild des Benutzers fritz.
Offline
Zuletzt online: 06.04.2015
Mitglied seit: 04.08.2006
Kommentare: 5'319
SMI im Juni 2010

Meveric wrote:

Zu dem Wir gehören nicht nur wir sondern auch:

-Anlage- und Finanzberater sowie Banken (Welche das Geld der Kunden verwalten müssen)

-Pensionskassen welche das Geld relativ sicher und konservativ anlegen sollten.

-Grössere Investoren

-Und wir

Gestern hast du mit "wir" die Kleinen gemeint und hast gesagt, dass diese Kleinen den Trend bestimmen. Jetzt gehören plötzlich alle dazu... :?

Tatsache bleibt: Die Grossen bestimmen den Trend, die Kleinen können mitschwimmen und profitieren oder gegen den Trend setzen und auf ihr Glück hoffen.

Gruss

fritz

Perry2000
Bild des Benutzers Perry2000
Offline
Zuletzt online: 18.01.2019
Mitglied seit: 25.03.2008
Kommentare: 6'344
SMI im Juni 2010

SMI (6'418,89 Punkte, -0,69%): Grossanlegerkäufe vermisst

Am Markt wird die Lage angesichts der Verkäufe anstrebenden und realisierenden Grossanleger wieder zurückhaltender eingeschätzt. Über die saisonalen Faktoren der sich sommerlich ausdünnenden Märkte hinaus machen dem SMI in verschiedenen Schlüsselwerten die anhaltenden Glattstellungen von Institutionellen zu schaffen. Händler beginnen neutraler bis skeptischer zu werden, weil das Verhalten der massgebenden Investoren das Chancen/Risiko-Verhältnis des Gesamtmarktes negativ beeinflusst. Händler raten zum Abwarten in der laufenden Schwäche, zumal die Angebote und keinesfalls Nachfrageimpulse die Entwicklung auch heute gestalten dürften.

Quelle SQ

Seiten