SMI im Juni 2010

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MarcusFabian
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SMI im Juni 2010

Kapitalist wrote:

Aber es ist eine Initiative am laufen, die den Maximallohn beim 12-fachen des Minimallohnes begrenzen will, ich glaube sie ist von der SP.

Das würde auch nix bringen: Die reichsten 10% der Schweizer arbeiten ja nicht. Sie beziehen ihr Einkommen aus Zinserträgen. Wie will man mit denen verfahren?

MarcusFabian
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Re: Achtung Gefahr

Hutch wrote:

Der Zorn auf die Bankenwelt ist gerecht und verständlich. Doch lasst Euch nicht verführen. Wir sind von den Banken abhängig.

Und genau das ist eines der grössten Probleme!

Banken sollten Diener der Wirtschaft sein, nicht ihre Herren.

Es kann und darf einfach nicht sein, dass die Wirtschaft leidet, nur weil sich die Banken verspekulieren und grob fahrlässig mit Kundengeldern Mist bauen.

Und es kann und darf nicht sein, dass die Schweiz als Ganzes gefährdet ist, nur wenn eine Grossbank Konkurs anmelden müsste (Stichwort: "UBS ist Systemrelevant")

Aber das diskutieren wir ja schon im Geldsystem-Thread.

http://www.cash.ch/node/4144

Status Quo
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SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Kapitalist wrote:

Aber es ist eine Initiative am laufen, die den Maximallohn beim 12-fachen des Minimallohnes begrenzen will, ich glaube sie ist von der SP.

Das würde auch nix bringen: Die reichsten 10% der Schweizer arbeiten ja nicht. Sie beziehen ihr Einkommen aus Zinserträgen. Wie will man mit denen verfahren?

Ich würde auch gerne zu denen gehören, die ihr Einkommen aus Zinserträgen beziehen... :oops:

Ich arbeite immer noch an der ersten Million, doch leider nimmmt mir die böse Börse immer wieder das Geld. Shit.

Die Bullen sind los

weico
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Re: Achtung Gefahr

MarcusFabian wrote:

Es kann und darf einfach nicht sein, dass die Wirtschaft leidet, nur weil sich die Banken verspekulieren und grob fahrlässig mit Kundengeldern Mist bauen.

Und es kann und darf nicht sein, dass die Schweiz als Ganzes gefährdet ist, nur wenn eine Grossbank Konkurs anmelden müsste (Stichwort: "UBS ist Systemrelevant")

Die Wirtschaft würde ja keineswegs leiden,wenn der Kreditgeber (Staat) als EIGENTÜMER aufgetreten wäre.

Leiden würden beim Konkurs,als Resultat für dieses "wahnsinnigen Mist", nur die ehemaligen Besitzer und Verwalter (Aktionäre und das "höchste Kader").

weico

Kapitalist
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SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Kapitalist wrote:

Aber es ist eine Initiative am laufen, die den Maximallohn beim 12-fachen des Minimallohnes begrenzen will, ich glaube sie ist von der SP.

Das würde auch nix bringen: Die reichsten 10% der Schweizer arbeiten ja nicht. Sie beziehen ihr Einkommen aus Zinserträgen. Wie will man mit denen verfahren?

Es geht ja jetzt einmal um die Begrenzung der unanständig hohen Einkommen. Ein 12-facher Minimallohn würde immer noch Einkommen in der Grössenordnung von Fr. 500'000.- pro Jahr zulassen.

Ich denke mit einem Jahreseinkommen von 500'000.- lösst sich immer noch ganz gut leben, man braucht sicher keine 90 Millionen im Jahr.

Die Frage ist nur ob man etwas dagegen unternehmen will oder nicht.

Besser reich und gesund als arm und krank!

dobry
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SMI im Juni 2010

Würde eine solche Begrenzung eingeführt, würden bestimmt viele Putzfrauen in Firmen ihren Job verlieren und die anderen Angestellten müssten abends deren Tätigkeiten verrichten. Wink

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

Hutch
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Putzfrauen feuern

@Dorby - gefällt mir, statt die Managergehälter zu beschneiden einfach alle unterhalb Managergehalt/x Einkommen zu feuern.

Das Zeigt eines schön. Die, welche regulieren wollen, können nicht in der erforderlichen Komplexität denken. Selbst wenn sie es könnten , wäre es nicht möglich diese Komplexität transparent darzustellen und die Entscheidungsträger (Volk) zu überzeugen. Es würde also alles auf billigen Populismus rauslaufen.

Das System Wirtschaft National oder Weltweit ist ein hochkomplexes System. Die Wirtschaftswissenschaft, der ja etliche die Wissenschaftlichkeit absprechen, versucht dessen Funktionieren zu beschreiben. Leider ist es zu komplex, die Theorien stimmen nur in bestimmten Phasen und dann schwenkt man zur nächsten die in den Kram passt.

Komplexe Syteme überfordern unsere Fähigkeit zur Vorausberechnung. Aussagen zu Wahrscheinlichkeiten sind zwar möglich aber schlussendlich nutzlos. Könnte ein Nutzen daraus gezogen werden , wären die Systemtheoretiker Millionäre und nicht die Bangsterm (diese bekommen ihr Geld ja nicht weil ihre Voraussagen eintreffen, sondern weil sie mir ihre Pordukte angedreht haben).

Die lezten die ein komplexes System steuern können sind die Politiker. Diese ändern konkrete Werte ohne Rücksicht auf deren Einbettung in Prozesse, ohne zu wissen ob die geänderten Wert Input, oder Steuerungsparameter sind. Wahrscheinlich überschreiben sie in ihrer Ueberheblichkeit selbst Outputwerte. Zu den Regelwerken, die ja noch nicht wirklich verstanden sind, haben wir keinen Zugriff.

Ruft Euch die letzten TV Auftritte der Parteipräsis in Erinnerung und fragt Euch: " Ist es möglich, dass dieser Mensch ein kpomplexes System begreifen kann?"

NEIN!NEIN!NEIN!

Sollen an einem komplexen System Aenderungen vorgenommen werden? NEIN, denn die WIrkung ist unbekannt!

Seid Ihr zu 70 % Zufrieden mit der Situation ? Wenn ja , dann bastelt nicht dran herum, denn die Wahrscheinlichkeit, das es schlimmer kommt ist gross.

Kennt ihre den Film Butterfly Effect?

Gefällt mir.

Hutch

Status Quo
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SMI im Juni 2010

dobry wrote:

Würde eine solche Begrenzung eingeführt, würden bestimmt viele Putzfrauen in Firmen ihren Job verlieren und die anderen Angestellten müssten abends deren Tätigkeiten verrichten. Wink

Das würde manchen geschalten Pinguinen guttun, auch mal Drecksarbeit verrichten zu müssen. So kämen sie vielleicht vom hohen Ross herunter!!!

Der grösste Lohn eines Unternehmens sollte niemals mehr als 10x so gross wie der kleinste Lohn sein. Alles andere ist Habakuk und Abzocke. Und pervers ist es auch...

Niemand ist x-Millionen Lohn pro Jahr wert. Das ist ein Witz, erfunden von den geldgierigen Bankern. (welche notabende die Welt an den Abgrund geführt haben und jetzt vom Staat gerettet werden...) Krank sowas!!!

Der Kleinbürger (wie ich) versteht sowas schon lange nicht mehr!!!

Die Bullen sind los

Kapitalist
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SMI im Juni 2010

dobry wrote:

Würde eine solche Begrenzung eingeführt, würden bestimmt viele Putzfrauen in Firmen ihren Job verlieren und die anderen Angestellten müssten abends deren Tätigkeiten verrichten. Wink

Eine Möglichkeit würde ja auch darin bestehen die Putzfrauen besser zu bezahlen, oder? Davon abgesehen dass deren Arbeit körperlich wesentlich anstrengender ist als die Arbeit der Manager.

Heute wurde im Tagi über den Prozess eines Brokers berichtet der es fertig gebracht hat über

5 Milliarden Euro im Namen und auf Rechnung seiner Bank zu verzocken. Er hat dafür nioch saftige Bonis kassiert. :oops:

Besser reich und gesund als arm und krank!

Kapitalist
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SMI im Juni 2010

@Hutch:

Übrigens diese Scheisse die die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes gebracht hat, hat man nicht den Putzfrauen, sondern den Bankmanagern mit ihren exorbitanten Löhnen zu verdanken. :oops:

Da ändert auch ein Colt nichts daran, ausser man würde ihn dazu verwenden diese Schmarotzer zu eliminieren. LolLol

Besser reich und gesund als arm und krank!

MarcusFabian
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SMI im Juni 2010

Kapitalist wrote:

Übrigens diese Scheisse die die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes gebracht hat, hat man nicht den Putzfrauen, sondern den Bankmanagern mit ihren exorbitanten Löhnen zu verdanken. :oops:

Hierzu und auch @Elias, der ja die Bankenbailouts immer so eloquent verteidigt:

Während der gigantischen Kredit-Bubble, die 2007 endete, beging der Bankensektor im Vergleich die größeren Investitionsfehler und hatte demzufolge auch enorme Löcher in den sektorübergreifenden Bilanzen zu verzeichnen. Einige der größten US-Banken hätten untergehen sollen - was schließlich auch dazu geführt hätte, dass Bankenaktionäre all ihr Geld verloren hätten und die Halter von Bankenanleihen den größten Teil ihres Geldes. Es hätte jedoch NICHT dazu geführt, dass die Sparer auch nur einen Teil ihres Geldes auf den Bankkonten verloren hätten und auch nicht zum Ende des traditionellen Bankengeschäfts (die Annahme von Ersparnissen und die Vergabe von Krediten). Leider ging die Regierung davon aus, die Banken seien "too big to fail" gewesen und sie besorgten hunderte Milliarden Dollar, die der Restwirtschaft weggesaugt wurden, um damit den Zusammenbruch der Großbanken abzuwenden. Merke: Die Banken waren eigentlich nicht "too big to fail". Sie hätten scheitern sollen - und die US-Wirtschaft wäre heute in viel besserer Verfassung.

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13573

Buzz
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SMI im Juni 2010

... Ping ...

To infinity ... and beyond!

Buzz
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... pong

To infinity ... and beyond!

T15
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Buzz wrote:

... pong

:roll: soll ich da jetzt noch nachfragen was der mist soll??

Buzz
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kein mist... das ist ein fachmännischer Kommentar über die Wirtschaftliche Lage Wink

To infinity ... and beyond!

mrvb
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KSMIL

Hallo zusammen

Soeben ist mir im KO Call auf den SMI KSMIL ein ausserordentlich hohes Volumen aufgefallen 19 Mio!!! Hat jemand eine gute Erklärung dazu, oder weiss jemand was man daraus schliessen könnte?

Gruss

Green Shoot
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Closer to an Ambac Bankruptcy

We appear to be moving to a full-fledged bankruptcy for Ambac Financial Group, as the giant insurer, represented by Dewey & LeBoeuf, revealed in a regulatory filing this week that it may default on some debt payments as early as this year...

http://amlawdaily.typepad.com/amlawdaily/2010/06/ambac.html

Die Gerüchteküche brodelt. Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortverbieger richtig gewürfelt haben.

Denne
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SMI im Juni 2010

goldseiten wrote:

Leider ging die Regierung davon aus, die Banken seien "too big to fail" gewesen und sie besorgten hunderte Milliarden Dollar, die der Restwirtschaft weggesaugt wurden, um damit den Zusammenbruch der Großbanken abzuwenden.

Die Regierungen haben kurzfristig ihren eigenen Ar$ch gerettet. Ohne Grossbanken kein aufgeblähter Staatsapparat. Der Begriff "Systemrelevant" trifft voll ins Schwarze - die Frage ist nur: relevant für wessen System? Der Bauernschwank um den UBS-Staatsvertrag gehört in die selbe Kategorie. Auch groteske Boni sind systemrelevant. Sonst kriegen die Banken nicht mehr "die Beste der Besten" und die Bank geht vor die Hunde und damit auch das Abendland.

Moral und vor allem Political Hazard at its best. Wir haben keine Wahl.

"Alternativlos" ist das neue Modewort aus Deutschland und löst "systemrelevant" als universelles Totschlagargument ab. Nur: Wenn wir keine Alternativen haben, wozu brauchen wir noch Parlamente und Regierungen?

goldseiten wrote:

Die Banken waren eigentlich nicht "too big to fail". Sie hätten scheitern sollen - und die US-Wirtschaft wäre heute in viel besserer Verfassung. [/i]

Heute vielleicht noch nicht, aber die Aussichten wären sicher wesentlich besser. Stattdessen verlieren wir wieder einige Jahre, in denen Regierungen mit "Sparpaketen" und Schuldengipfeln das grosse Volkstheater der globalen Schuldensanierung spielen. DAS könnte man sich sparen und gleich zum letzten Akt schreiten.

Aber es muss zuerst richtig wehtun, die Sachzwänge erdrückend und dann wirklich: alternativlos

T15
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Re: Closer to an Ambac Bankruptcy

Green Shoot wrote:

We appear to be moving to a full-fledged bankruptcy for Ambac Financial Group, as the giant insurer, represented by Dewey & LeBoeuf, revealed in a regulatory filing this week that it may default on some debt payments as early as this year...

http://amlawdaily.typepad.com/amlawdaily/2010/06/ambac.html

ja hat man am Kurs gesehen -40% ging ruckzuck runter... im april 2us$ und nun nur noch 0.64us$

ich frag mich was eine AMBAC pleite auslösen könnte... im stil wie die Lehmann Brothers...

:roll:

Elias
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SMI im Juni 2010

MarcusFabian wrote:

Kapitalist wrote:

Übrigens diese Scheisse die die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes gebracht hat, hat man nicht den Putzfrauen, sondern den Bankmanagern mit ihren exorbitanten Löhnen zu verdanken. :oops:

Hierzu und auch @Elias, der ja die Bankenbailouts immer so eloquent verteidigt:

Während der gigantischen Kredit-Bubble, die 2007 endete, beging der Bankensektor im Vergleich die größeren Investitionsfehler und hatte demzufolge auch enorme Löcher in den sektorübergreifenden Bilanzen zu verzeichnen. Einige der größten US-Banken hätten untergehen sollen - was schließlich auch dazu geführt hätte, dass Bankenaktionäre all ihr Geld verloren hätten und die Halter von Bankenanleihen den größten Teil ihres Geldes. Es hätte jedoch NICHT dazu geführt, dass die Sparer auch nur einen Teil ihres Geldes auf den Bankkonten verloren hätten und auch nicht zum Ende des traditionellen Bankengeschäfts (die Annahme von Ersparnissen und die Vergabe von Krediten). Leider ging die Regierung davon aus, die Banken seien "too big to fail" gewesen und sie besorgten hunderte Milliarden Dollar, die der Restwirtschaft weggesaugt wurden, um damit den Zusammenbruch der Großbanken abzuwenden. Merke: Die Banken waren eigentlich nicht "too big to fail". Sie hätten scheitern sollen - und die US-Wirtschaft wäre heute in viel besserer Verfassung.

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13573

Das war Northern Rock. Ein Furz in den Wind gegenüber der UBS.

Erst mal wären 300 Milliarden Sichtguthaben bei der UBS blockiert gewesen. Bankomaten und e-banking sind dann ausser Betrieb. Rien ne vas plus. Keine Lohnzahlungen. Keine Rechnungen können erst mal bezahlt werden. Und die Schweiz weltweit auf der Titelseite. Der Ruf ruiniert.

Warum hat den die Spanische Regierung vor kurzem die Sparkasse CajaSur gerettet, wenn man sie doch so einfach fallen lassen kann :?:

Die ist auch viel kleiner als die UBS.

Nur wer das System und die Zusammenhänge nicht versteht, kommt auf so kindliche Ideen.

Mal abgesehen davon, dass andere Banken in Schieflage geraten wären, hätte ein Geldabfluss in einer Grössenordnung stattgefunden, wie es sich wohl einige Schreiberlinge nicht vorstellen können. Spätestens dann wäre dem letzten Dödel klar geworden, dass die Politiker das doch hätten voraussehen müssen. Dann wären die auch noch als Unfähig hingestellt worden.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

marabu
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SMI im Juni 2010

@hutch

Ein erfreulich neuer Wind im Gesäusel der lauen Volksnähe! Wink

Unsere biederen CH-Politiker sind grösstenteils Mittelmass. Die besten Köpfe finden wir in der (Natur-) Lol -Wissenschaft oder in der Industrie.

Aber noch mieser als unsere Politiker sind die rot-grünen Klugscheisser in Deutschland und im Bürokratenbrüssel" :evil:

Eigentlich laufen die Dinge bei uns doch ganz passabel. Blättert mal in den Geschichtsbüchern nach und überlegt Euch, wie unsere mit den Händen harte Arbeit verrichtenden Vorfahren ums Überleben ihrer Familien rackern mussten. Nix Handy für Kinder oder Ballermann-Mallorca für Mami und Papi: Wink

Hinterhöfe, schlechte Mietskasernen, Plumpsklo pro Etage und Wasser im Hof... :idea:

Halligalli
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SMI im Juni 2010

Oh mein Gott..............gibt's das tatsächlich noch??????? Ich meine solch eine Einstellung und Sicht der Dinge. Na ja, kannst ja noch weiter zurückgehen, da wurde um die "Wurscht" noch mit Keulen gekämpft, nix Atombombe und so............ :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Immer der Nase nach

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SMI im Juni 2010

So morgen ist der letzte Tag. Mal schauen was da noch drinn ist. Wink

Tiesto wrote:

tolggoe28 wrote:
@Tiesto

Nein, waren sie eigentlich nicht. Nur etwas Druck vom Euro und wieder mal nichts Neues neu verpackt. Ich rechne nächste Woche mit steigenden Kursen und einem fetten Plus am Wochenende "zumindest was mein Depot betrifft." (Sulzer lässt grüssen).

Und eigentlich frag ich mich schon lange warum alle so überrascht auf den Fall des Euro reagieren. ZKB hat schon längst das Szenario von 1.35 prognosdiziert. Weniger kann auch ich mir nicht vorstellen.

Und sollte Ungarn tatsächlich ein Problem haben so müsste man ja eigentlich froh sein, dass sie dies wenigstens über ihrer eigene Währung regeln können.

@Tolggoe28

Doch, die waren schlecht. Ich wüsste wirklich nicht weshalb die Börsen nächster Woche steigen sollten. Wird langsam zur Depression....fast schlimmer als vor Lehmann Brothers ;-). Mal ernsthaft: die Volatilität ist extrem, ganz klar. Das zeigt, dass die Leute in die Hosen machen...mich bald inklusiv. :-8

Gute Nacht und hoffe du behälst Recht

el Toro
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SMI im Juni 2010

wage eine Prognose:

es könnte nun eine kleine Sommerrally geben, oder wollen wir es Erholung nennen. Doch glaube ich immernoch daran, dass wir gegen Herbst tiefere Kurse sehen werden, ehe eine weitere, längere Zeit mit steigenden Kursen gerechnet werden kann. Kurz: Herbst wird Einkaufszeit, denn Aktien sind besser als Bargeld.

run rabbit, run...

MarcusFabian
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SMI im Juni 2010

Elias wrote:

Erst mal wären 300 Milliarden Sichtguthaben bei der UBS blockiert gewesen. Bankomaten und e-banking sind dann ausser Betrieb. Rien ne vas plus. Keine Lohnzahlungen. Keine Rechnungen können erst mal bezahlt werden. Und die Schweiz weltweit auf der Titelseite. Der Ruf ruiniert.

Macht Dir das, was Du das schreibst nicht selber Angst?

Ich meine, wir machen unsere ganze Nation von einer Handvoll Zocker abhängig.

Sollten die Banken nicht vielmehr Diener der Wirtschaft sein?

Nun ja, mit den 80 Mrd. für die UBS hätte man obiges locker verhindern können.

Sallatunturi
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SMI im Juni 2010

MF schreibt zum comment von Elias

Quote:

Nun ja, mit den 80 Mrd. für die UBS hätte man obiges locker verhindern können

Ich behaupte NEIN

Die Leidtragenden wären neben den Kunden der UBS die Mid- und Kleinbanken und deren Kunden in CH und den umliegenden Ländern (Schätze 30-50%) gewesen. Mehrere dieser Institute wären den Bach runter gegangen. Und die UBS hätte am Schluss in irgendeiner Weise überlebt.

Approx 50% (ist eine tiefe Schätzung) dieser Mid-/Kleinbanken waren zu dieser Zeit total von der UBS abhängig.

Technisch (UBS Trading-/Verarbeitungstools mit Interface an UBS)

Weltweites Settlement an den Börsen, Futuremärkten, Devisen etc. etc

Cashmanagement (d.h. UBS als alleinige Gegenpartei)

usw usw usw

Alles was möglich war wurde von diesen Banken outgesourced (ansonsten wären sie von den Kosten überrannt worden). Oder denkst du dass eine Klein-/ Midbank eigene Priceengines unterhält. Dies liegt kostenmässig gar nicht drin, aber Banken müssen halt heute mehr als nur Hypo's anbieten.

UBS war in dieser Zeit in fast allen Produkten und Abwicklungen Nummer 1 weltweit. z.B. Leader an der Börse NYSE approx 23% (welches Jahr weiss ich nun nicht mehr), Leader im EFP Markt, im Forex, im CLS undundundund. Das Volumen wurde nicht nur von UBS Kunden generiert sondern auch von all diesen Zulieferer.

Da reichen 80Mia Kreditfazilitäten nirgendwohin.

Elias hat es richtig aufgezeigt, Nehme an dass er diese Vernetzungen einbezieht.

MF, ich schätze sehr deine Beiträge aber da stehst du neben deinen Schuhen, sorry Wink

Merced
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Re: Überlegen statt UBS Bashing

Kapitalist wrote:

@Hutch:

Übrigens diese Scheisse die die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes gebracht hat, hat man nicht den Putzfrauen, sondern den Bankmanagern mit ihren exorbitanten Löhnen zu verdanken. :oops:

Da ändert auch ein Colt nichts daran, ausser man würde ihn dazu verwenden diese Schmarotzer zu eliminieren. LolLol

Hutch hat es auf den Punkt gebracht. Wir bewegen uns in einem komplexen System, und solche lassen sich nicht beherrschen, weil sie keiner so ganz überblicken kann (Vergleiche dazu die Ausführungen im Geldsysteme-Thread).

Das führt dazu, dass viele sich mit dem System gar nicht mehr beschäftigen, sondern einzelne variablen herausziehen und sich auf diese einschiessen.

In diesem Fall die Banken.

In einem früheren Post habe ich mal ein paar Schlagwörter aufgeführt, die man „googeln“ könnte, um besser zu verstehen, was alles zur Finanzkrise geführt hat. Da muss ich mich selbst zitieren:

Merced wrote:

Die Banken haben rücksichtslos ihre Eigeninteressen optimiert, keine Frage. Aber es würde sich lohnen, mal zu recherchieren, was Roberta Achtenberg, das Papier „The National Homeownership Strategy: Partners in the American Dream”, HUD, William Jefferson Clinton und Barack H. Obama (im Zusammenhang mit ACORN) mit der Subprime-Krise verbindet.

Dann wird man sich zweimal fragen, ob’s mit ein bisschen Polemik gegen Banken getan ist.

Da einigen hier Polemisieren einfacher zu sein scheint, als zu Recherchieren, versuch ich mal zusammenzufassen, wo die Subprime Krise eigentlich herkommt:

Als Bill Clinton Präsident wurde, hat er sich in seinem Legislatur-Programm die National Homeownership Strategy formuliert. Ziel: Die Wohneigentumsquote musste gesteigert werden; Minoritäten sollten zu mehr Wohneigentum kommen.

Diese Politische Vorgabe sollte das HUD (Housing and Urban Development Office) unter Direktor Cisneros umsetzen, unter anderem setzte dieser dabei auf die Politaktivistin Roberta Achtenberg. Diese schrieb einen Gesetzesentwurf, der dann durch Senat und Repräsentantenhaus angenommen und durch Bill Clinton in Kraft gesetzt wurde.

Dieses Gesetz basierte auf dem Fakt, dass Minoritäten unterdurchschnittlich wenig Wohneigentum besassen. Aus diesem Fakt schloss das HUD, dass die Banken rein aus rassistischen Gründen weniger Hypotheken an Minoritäten gewähren würden. Also mussten sie per Gesetz dazu gezwungen werden.

Gleichzeitig wurden die staatlich kontrollierten Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac durch die Administration Clinton aufgefordert, Hypotheken an Minoritäten und in Urbanen Zentren zu gewähren und die Vergabestandards anzupassen. Eine neue Kategorie von Hypotheken war geboren: „Subprime“.

Gleichzeitig war ein junger Anwalt namens Barack Obama in einer Organisation namens ACORN aktiv. ACORN wollte das Los von Minoritäten in urbanen Zentren auch mit juristischen Mitteln verbessern. Zu diesem Zweck verklagte ACORN Banken, welche Angehörigen von Minoritäten Hypotheken verweigerte. Klagegrund war immer der selbe: Rassismus.

Ab und an bekam ACORN Recht, die betroffene Bank musste nicht nur Schadenersatz bezahlen, sondern auch den berühmten „Punitive Damage“.

So. Nun stelle man sich die Situation einer Hypothekenbank vor, welche in urbanem Gebiet aktiv war. Beantragte ein Minoritätsangehöriger eine Hypothek, so machte man eine Tragbarkeitsprüfung. Fiel diese negativ aus, so musste man einen hässlichen Prozess gewärtigen, bei dessen negativem Ausgang man noch Millionen punitive Damage zahlen musste.

In ihrer Not wandten sich die Hypothekenbanken an Wall Street. Schon in den 80ern hatten Salomon Brothers die Verbriefung von Aktiva erfunden (Asset backed Securities) und nun hatten findige Investmentbanker die Idee, sie könnten die Hypotheken verbriefen, neu stückeln und an Investoren in aller Welt weiterreichen.

Damit kam die Lawine ins Rollen, der Rest ist Geschichte.

Ich will die Rolle der Banken nicht beschönigen. Sie haben die Lücken erkannt und genutzt bis zum geht-nicht-mehr, auf Kosten von uns allen.

Aber: Der Ursprung der Krise liegt in einer politischen Idee. Politiker haben alle Mittel genutzt, um diese Idee umzusetzen, und dazu staatliche Institutionen gegängelt.

Barack Obama, welcher sein Geld u.a. damit verdiente, Banken zu verklagen, weil sie sich weigerten, Hypotheken zu sprechen, hackt heute auf den selben Banken rum. Ohne irgendwelche Scham.

Wer sich die Mühe nimmt, mal ein bisschen zu recherchieren findet all das auf dem Internet.

Wenn ich gewisse Beiträge hier lese, kommt mir Churchill in den Sinn: Jedes Volk hat die Regierung, welche es verdient.

Nun denke man mal ein bisschen nach.

mfG

Kapitalist
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@Merced:

Scheinst einer dieser konservativen Republikaner zu sein der den Schuldigen gefunden hat: Barak Obama!

Hast zwar viele Worte gefunden, aber überzeugender ist deshalb Deine Theorie mitnichten!

Unglaublich was man jetzt dem Barak Obama alles noch in die Schuhe schieben will. :oops: :oops: :oops:

Besser reich und gesund als arm und krank!

Ziegenfreund
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Ich glaube nicht, dass es um die Person Obama geht.

Vielmehr: Der Ursprung der Krise liegt in einer politischen Idee...

Die Idee scheint nicht aufgegangen zu sein. Dennoch haben viele grosse Dinge mit einer Idee begonnen.

Apropos Obama: Er wurde ja auch als Messias in den Himmel gelobt, warum dürfen nicht auch mal kritische Einwände gemacht werden?

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

Kapitalist
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Ziegenfreund wrote:

Ich glaube nicht, dass es um die Person Obama geht.

Vielmehr: Der Ursprung der Krise liegt in einer politischen Idee...

Die Idee scheint nicht aufgegangen zu sein. Dennoch haben viele grosse Dinge mit einer Idee begonnen.

Apropos Obama: Er wurde ja auch als Messias in den Himmel gelobt, warum dürfen nicht auch mal kritische Einwände gemacht werden?

Ausgangspunkt der Diskussion war ja die Initiavie die zur Abstimmung in der Schweiz kommt und die Maximalgehälter auf das 12-fache der Minimalgehälter beschränken will!

Das ist genau die Diskussiongrundlage der rechtskonservativen Republikaner, die alles was auf der Welt irgendwie schief läuft, dem Barak Obama in die Schuhe schieben will. Die gingen sogar so weit dem Obama die Rechtsgrundlage für sein Amt abzusprechen, da nur ein Amerikaner in den USA Präsident werden kann, der auch in den USA geboren wurde.

Besser reich und gesund als arm und krank!

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