SMI im Juni 2011

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02.06.2011 15:15
#1
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SMI im Juni 2011

Eigentlich war der Monat Mai für den SMI ein stinklangweiliger Monat. Wer Anfang Mai ins Koma gefallen ist und jetzt wieder aufwacht, wird in seinem Portfolio keinerlei Veränderung feststellen.

Ein langweiliges gedaddel um die 6500 bei äusserst geringer Volatilität.

Auf den zweiten Blick ist das allerdings durchaus positiv, wenn man bedenkt, wie stark der Franken im Moment ist.

Vergleichen wir den SMI mit dem Dow, stellen wir fest, dass der Dow im Mai etwa 500 Punkte eingebüsst hat und nun wieder auf dem Niveau von Anfang April steht. Allerdings in Dollars gerechnet, die seit Anfang April rund 7% an Wert gegenüber dem Franken verloren haben!

So betrachtet ist es eine gute Leistung des SMI, das Niveau bei steigendem Franken gehalten zu haben.

Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Die Schweiz wird mehr und mehr zum Fluchthafen für Kapital aus dem Dollar- und vor allem dem Euro-Raum.

Der Schweizer Franken wird im Moment also als "so gut wie Gold" angesehen. Im Mai sogar als besser als Gold:

Was dem Franken noch zusätzlichen Auftrieb verschafft haben dürfte ist die Vermutung, die SNB könne demnächst die Leitzinsen anheben. Würde sie dies tatsächlich tun, würde der Franken weiter aufgewertet. Die Zinsen würden steigen (schlecht für Hypotheken) und der SMI käme unter Druck.

Demgegenüber würde die Teuerung eingedämmt und wir könnten uns für unsere sauer verdienten Fränkli mehr leisten. Der Ölpreis würde z.B. in Franken gerechnet sinken oder zumindest nicht mehr steigen.

Dass die SNB tatsächlich den Leitzins erhöht glaube ich allerdings nicht. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Besteht eigentlich gar keine Notwendigkeit, denn die offizielle Teuerung in der Schweiz ist ja noch sehr niedrig.

2. Gibt es da immer noch den Druck der Exportindustrie, die sich gegen einen zu starken Franken wehrt und lieber eine Abwertung parallel zu Euro und Dollar favorisiert.

3. Wäre das eine 180°-Wende der SNB gegenüber ihrer Geldpolitik der letzten 10 Jahre. Wir erinnern uns, dass die SNB den Franken immer schön parallel zu Euro und Dollar abgewertet hat. Warum sollte sie diesen Kurs auf einmal ändern? Schliesslich sind es dieselben Köpfe, die bei der SNB das Sagen haben.

Auch das lässt sich am Gold/Franken Chart ablesen: Seit etwa einem Jahr hält die SNB den Wert des Franken stabil. Vor Mitte 2010 war das noch ganz anders:

Wir können also festhalten, dass der Franken derzeit vom Kampf Euro gegen Dollar profitiert, weil sowohl der Dollar- als auch der Euro-Raum von den Anlegern als schlechtes weil unsicheres Investment betrachtet werden.

Werfen wir deshalb mal einen Blick auf die beiden Giganten:

(Euro in Dollar)

Im Moment ist der Euro wieder im Aufwind gegenüber dem Dollar. Das liegt sicherlich an den Sparprogrammen, die die Eurozone ihren Sorgenkindern auferlegt hat und der jüngsten Leitzinserhöhung. Europa und die USA verfolgen völlig unterschiedliche Strategien zur Bewältigung der Krise. Die USA drucken Geld und entwerten somit ihre Währung, Europa versucht mit Sparmassnahmen die Schulden in den Griff zu kriegen. Beides wird nicht gelingen:

Europa: Die starken und seriösen Euro-Länder (Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland) mit relativ niedrigen Schulden könnten mit eigener Währung durchaus schweizerische Verhältnisse haben. Sie haben allerdings das Problem, dass ihre Banken sehr stark in Staatsanleihen der PIIGS-Staaten investiert haben und entsprechend konkursgefährdet sind, sollte eines dieser Länder bankrott erklären. Die "Griechenlandhilfe" z.B. der Deutschen hat entsprechend auch nichts mit Griechenland zu tun sondern ist ein versteckter bailout der Deutschen Bank.

Das funktioniert im Wesentlichen so: Die Deutsche Bank nimmt zu 2% Kredit bei der EZB auf, kauft davon Griechenland Anleihen mit vielleicht 16% Rendite, kassiert entsprechend 14% Gewinn und lässt sich die schlechten Anleihen vom deutschen Steuerzahler wieder absichern, der den Verlust trägt.

Den PIIGS-Staaten bringen diese Massnahmen überhaupt nichts. Die von der EU und dem IWF auferlegten Sparprogramme und Steuererhöhungen sorgen für eine Rezession von 6%, die Steuereinnahmen gingen um 9.2% zurück. (Weitere Details hier: http://www.griechenland-blog.gr/2011/rezession-in-griechenland-kippt-den... ).

Kein Wunder also, wenn das Volk auf die Strasse geht. Vor allem die Jungen, die an der aktuellen Misere keine Schuld tragen, sie aber ausbaden müssen.

Dem Beispiel Griechenlands folgend dürfte sich auch die Situation in den Strassen Madrids, Lissabons und Dublins verschärfen.

Die vernünftigste Lösung für diese Länder wäre ein Haircut von mindestens 50%. Konsequenz wären entsprechende Verluste bei den hoffnungslos unterkapitalisierten Geldgeber-Banken, die dann evtl. sogar unter Wasser gerieten.

Wie man es auch betrachtet: Es wird hässlich.

USA: Die Probleme in den USA unterscheiden sich insofern von den europäischen als die Amis weiterhin versuchen, ihre Schulden durch Inflation in den Griff zu kriegen. Somit ist zwar nominal immer genug Geld vorhanden aber die sinkende Kaufkraft treibt die Teuerung voran. Die Amis werden entsprechend nicht wegen zu hoher Steuern auf die Strasse gehen sondern wegen zu hoher Lebensmittel- und Benzinpreise.

Für die FED ist es eine Gratwanderung, einerseits genügend neues Geld zu drucken, um Politiker, Aktionäre und Banken bei Laune zu halten, andererseits aber das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber nicht zu verscherzen.

Für mich war die grösste Überraschung im Mai, dass der Dollar sich nur so kurz erholt hat, bevor er seine Talfahrt (auch gg. Euro) wieder aufgenommen hat. Denn die offizielle Lesart lautet doch: "Wir (die FED) werden die QE-Massnahmen per Ende Juni 2011 auslaufen lassen. Die Wirtschaft ist stark genug, um wieder auf eigenen Füssen zu stehen.". Diese Ankündigung von Bernanke hätte - wie ich im Eröffnungsthread Mai geschrieben habe - für eine nachhaltige Erholung des Dollars aber auch für einen stärkeren Einbruch der Aktienmärkte sorgen müssen.

Offenbar traut der Markt der Aussage Bernankes nicht und rechnet mit einer Fortführung von QE. Wenn dem so ist, halte ich das für ausserordentlich bedenklich. Wenn das Vertrauen in die FED flöten geht, ist es mit dem Vertrauen in den Dollar auch nicht mehr weit her. Und entsprechend auch nicht in US Schuldpapiere.

Emerging Markets: Die enormen Sparkapitalien aus dem Euro- und Dollarraum suchen sich neue, bessere, rentablere Investitionsziele und werden in den BRIC-Staaten fündig.

Wer eine bessere Rendite sucht, investiert in Asien oder Südamerika. Wer sein Geld in erster Linie in Sicherheit bringen möchte und weniger auf die Rendite achtet, bringt sein Geld in die Schweiz oder legt es in Rohstoffen und Edelmetallen an.

Die Schweiz ist zwar kein Emerging Market aber die Vor- und Nachteile des ausländischen Fluchtkapitals sind in etwa dieselben. Entschuldigt deshalb, wenn ich Schweiz und Emerging Markets in einem Atemzug nenne.

Für die Emerging Markets wie auch für die Schweiz gilt deshalb, dass das ausländische Kapital nach Anlagemöglichkeiten im Land sucht. Entsprechend steigt die Nachfrage und in der Folge die Preise. Z.B. am Aktienmarkt wie auch bei Immobilien. Das muss nicht zwingend positiv sein, denn mit den Immobilienpreisen steigen auch die Mieten. Diese importierte Inflation kann mit Boardmitteln der Zentralbanken (= Zinserhöhung) nicht bekämpft werden sondern nur durch Aufwertung der eigenen Währung.

Am Beispiel China und Schweiz sehr gut zu erkennen: In der Schweiz wird der Franken aufgewertet. Für ausländisches Kapital wird es also immer teurer, sich in unser Land einzukaufen. Entsprechend bleibt die Teuerung niedrig.

Demgegenüber in China mit einer fixen Koppelung des RNB an den Dollar: Der Yuan bleibt billig aber die Teuerung im Land steigt unangenehm.

---

Ausblick Juni

Ehrlich gesagt: Ich habe da echt keinen Plan.

Für die Schweiz können wir festhalten, dass es im Moment das zuströmende ausländische Fluchtgeld und weniger die Leistung der heimischen Unternehmen ist, das für das hohe Niveau des SMI und den starken Franken verantwortlich ist. Entsprechend sind es auch Ereignisse im Ausland, die den weiteren Verlauf hierzulande bestimmen werden.

Sollte z.B. das Vertrauen in Euro/Dollar steigen oder fallen, können wir entsprechend mit einem Zufluss oder Abfluss von Geld in die/aus der Schweiz rechnen.

Eine Zinserhöhung der SNB würde einerseits den Franken weiter verteuern und sollte somit den Geldzufluss bremsen. Aber genau so kann man argumentieren, dass dann der Franken als noch stabiler und somit begehrenswerter angesehen würde und noch mehr Kapital in unser Land strömt.

Das nächste weltbewegende Ereignis wird erst im Juli stattfinden. Dann nämlich, wenn die FED Farbe bekennen muss und sich zeigen wird, ob die US-Wirtschaft auch ohne QE auf eigenen Füssen stehen kann oder eben nicht.

Vorher erwarte ich deshalb keine nennenswerten Schwankungen. Weder im SMI oder Dow noch bei Rohstoffen, Edelmetallen oder Währungen.

Happy Trades

Marcus

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30.06.2011 19:06
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SMI im Juli 2011

Neuer Thread ist da!

SMI im Juli 2011

weiter geht's hier

http://www.cash.ch/node/4838

---- Thread Closed ----

30.06.2011 17:05
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Griechenland-Info

30.06.2011 16:55

BörseGo · Mehr Nachrichten von BörseGo · Archiv

Griechenland: Weg für IWF-Kredite endgültig frei

New York (BoerseGo.de) - In der Griechenland-Thematik ist auch der formale Prozess zur gesetzlichen Verabschiedung der gestern beschlossenen Sparpläne erfolgreich umgesetzt worden.

Die griechischen Abgeordneten haben heute das sogenannte Ausführungsgesetz verabschiedet. Dieses ist die Basis, um die am Mittwoch beschlossenen Einsparungen in Höhe von 28 Milliarden Euro auch ins Gesetz zu gießen. Der Internationale Währungsfonds wird jetzt die nächste Kredittranche in Höhe von zwölf Milliarden Euro bereit stellen.

Die US-Börsen nehmen die Komplettierung dieses wichtigen formalen Aktes positiv auf. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq100 und der S&P500 sind in der Folge weiter angestiegen und liegen den vierten Tag in Folge im Plus.

(© BörseGo AG 2011 - Autor: Jens Lüders, Externer Redakteur)

© 2011 BörseGo

Gruss,

Simona

30.06.2011 16:53
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SMI im Juni 2011

Kommentar eines Markttechnikers:

Runde Marke von 6‘000 Punkten stützt den SMI

Die fundamentalen Einflüsse auf die Aktienmärkte sind derzeit vor allem aufgrund der Euro-Krise so stark, wie seit Herbst 2008 nicht mehr. Aus diesem Grund sind die Aussagen der technischen Analyse momentan mit Vorsicht zu geniessen. Denn sobald von fundamentaler Seite unerwartetes geschieht, kümmern sich die Anleger nicht mehr um charttechnische Unterstützungszonen und dergleichen, sondern verlassen das sodann eventuell sinkende Schiff.

Noch ist es allerdings nicht so weit, dass tatsächlich von einem „Absaufen" des Aktienmarktes ausgegangen werden muss. In der Berichtswoche hat sich die übergeordnete Seitwärtsbewegung beim SMI bewährt. Die aus charttechnischer Sicht überaus wichtige Marke von 6‘000 Punkten ist zwar an vier Handelstagen nach unten durchbrochen worden. Zwei Mal hat der SMI auch darunter geschlossen. Allerdings vermochte sich das Schweizer Börsenbarometer während der einzelnen Handelssitzungen stets wieder darüber zu schwingen. Zur Wochenmitte setzte sich der SMI sodann erneut komfortabel nach oben ab. Wir haben unsere via Indexfutures eingegangenen Absicherungen deshalb bereits wieder geschlossen. Allerdings planen wir, erneut abzusichern, sobald der SMI einige starke Tage sieht. Denn selbst wenn der Seitwärtstrend tatsächlich hält, bleibt das jeweils kurzfristige Abwärtspotenzial hoch.

Mittelfristig lässt sich in einem Seitwärtstrend auch nur unter eher eingeschränkten Umständen eine positive Performance mit Direktanlagen erzielen. Insofern sollten sich Anleger auch überlegen, Teile ihrer Investments in andere Anlageformen umzuschichten. Sehr gut eignen sich in der momentanen Marktphase etwa Prämienstrategien, um das Depot etwas aufzupeppen. Die Rede ist vor allem von Barrier Reverse Convertibles, mit welchen auch von seitwärts laufenden Märkten profitiert werden kann. Langfristig veranlagte Investoren brauchen derzeit viel Geduld und starke Nerven. Sie sollten nicht zu vorschnell handeln.

Konklusion:

Innerhalb des weiterhin intakten Seitwärtstrends bleibt das kurzfristige Abwärtspotenzial eher hoch. Nach der momentanen Erholung sollten Anleger deshalb wieder an Absicherungen denken

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

30.06.2011 16:52
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Re: Sommerrally ist gestartet

oslo11 wrote:

Gestern wurde die Sommerrally gezündet :arrow: :arrow: auch wenn wir knapp unter 6000 Points gefallen sind, meine Wette gilt 6950 Points per Mitte August 2011 :!:

Sommerrally? Lol ich habe wohl zu früh nicht mehr an meine Erholungsrally-chartprognose geglaubt. schade aber wie schon gesagt, Eine erholung auf dem Abwärtsweg.

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

30.06.2011 16:36
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Sommerrally ist gestartet

Gestern wurde die Sommerrally gezündet :arrow: :arrow: auch wenn wir knapp unter 6000 Points gefallen sind, meine Wette gilt 6950 Points per Mitte August 2011 :!:

kaufen, verkaufen so dass jeder was hat..........

30.06.2011 16:32
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SMI im Juni 2011

@ Orangebox:

Du solltest dich vielleicht mal entscheiden, ob du den Goldpreis in $ oder in CHF betrachten willst.

(Gold in CHF +0.7%)

30.06.2011 16:26
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SMI im Juni 2011

Wieso nach unten?

-Griechisches Parlament billigt Sparpläne (aktuell)

-Deutsche Banken beteiligen sich mit Millarden Euros an Griechenland Hilfe.

Fazit;

Gut für Börse und Aktien

Gift für Goldhalter

querschuesse.de

30.06.2011 16:16
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SMI im Juni 2011

es geht nach unten... kann ich mir gut vorstellen - weil meine shortis bei 6143 auf meinen stop sprangen Sad

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

30.06.2011 14:44
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SMI im Juni 2011

Es gibt 1'000 weitere Unsicherheitsfaktoren (Staatspleiten, Unruhe, Naturkatastrophen etc.) und wenn man keine mehr findet, dann erfindet man welche!Dies wird zudem ausgenützt: Ferienzeit => geringeres Handelsvolumen = Kurse sind stark beeinflussbar.

Deshalb rechne ich im Juli/August mit weiteren Tiefs. Gegen Ende August könnte es eine Erholung geben.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

30.06.2011 14:09
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SMI im Juni 2011

MarcusFabian wrote:

...und somit ist die Unsicherheit ja vom Tisch, was den Märkten Auftrieb verleihen müsste.

Dennoch herrscht weiterhin Unsicherheit, was den einzig logischen Schluss zulässt, dass Griechenland wohl nicht der einzige Unsicherheitsfaktor war.

Was also dann? Quantitative Easing?

Ich vermute zudem, dass der Unsicherheitsfaktor in Griechenland nicht vom Tisch ist. Da wird bestimmt noch mehr kommen - sowieso ist das Problem nicht gelöst, sondern nur auf später verschoben. Und wie du sagst, andere werden folgen.

Das bedeutet für uns CHF wird seinen Kurs gegen die schwachen Währungen USD EUR fortsetzen und somit der SMI in CHF weiterhin z.b. den DJ oder DAX underperformen. Mit Gold und Silberkauf mit CHF würde ich also auch noch zuwarten.

Zu QE... wenns kommt, kommts schlimm. Für den SMI genauso wie für die Währungen wo QE betrieben wird.

Durch dieses QE werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur verschoben. Und an so einem Punkt waren wir gestern. Viele blicken jetzt aber schon durch - bis zur nächsten Problemverschiebung etc etc... deshalb auch der Grosse Ansturm vor der Abstimmung und die Flaute danach bis heute. :idea:

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

30.06.2011 14:08
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SMI im Juni 2011

@MF

du setzt ein hohes Risiko auf deine Wette bez. QE3.

Ich sehe nicht ein wieso der Bernie die QE3 Offensive starten soll, im Gegensatz zu QE2 hat er heute kein allzu leichtes Spiel mehr wie dazumals die Fronten sind massivst verhärtet und der Wiederstand gegen Ihn (FED)hat stark zugenommen.

Das Thema Staatsbankrott USA ist ja vom Tisch dazu wird es nie kommen, dazumals warst du anderer Ansicht aber in den letzten paar Postings habe ich deine Meinungsänderung zu dem Thema gemerkt.

Denke da sind viele nun einer Meinung ein Staatsbankrott der USA wirds nicht geben dazu ist die Volkswirtschaft zu gross und zu stark und die Leitwährung Dollar erübrigt das Thema Staatsbankrott.

Den allg. Vergleich Griecheland vs USA ist mehr als nur lächerlich, sozusagen ein Fiat Panda vs Aston Martin.

querschuesse.de

30.06.2011 13:55
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SMI im Juni 2011

Agent$mith wrote:

Wichtiger sind für mich im Moment die geringen volumen. Das bedeutet Unsicherheit und alle warten ab.

Auf den ersten Blick eine unverständliche Aussage.

Warum?

Bis gestern bestand ja die Unsicherheit darin, wie sich das Griechische Parlament entscheiden würde.

Der Entscheid ist gefallen und somit ist die Unsicherheit ja vom Tisch, was den Märkten Auftrieb verleihen müsste.

Dennoch herrscht weiterhin Unsicherheit, was den einzig logischen Schluss zulässt, dass Griechenland wohl nicht der einzige Unsicherheitsfaktor war.

Was also dann? Quantitative Easing?

30.06.2011 10:30
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SMI im Juni 2011

Vorläufig bestätigen die Charts meine eher bärischen Erwartungen (wobei seitwärts und nicht runter), DAX runter an die 300er , SMI fällt richtung schlusskurs zurück. Charttechnische Entscheidung könnte sich im SMI um 11:30 ergeben.

Gestern Abend und heute morgen noch waren alle bullisch, ist meistens ein Zeichen für die Bären um die bullischen Träumer abzulösen.

Zu meiner Prognose vom Montag 27.06.2011 (vor 3d)

Hiermit löse ich meine Kurzfristigen Kaufempfehlungen für die erwähnten Titel auf weil:

- UBS bis auf 0.05 an meine Prognose gekommen ist

- OERL Prognose mehr als erfüllt hat.

- Bei den anderen sehe ich nur bei MBTN eine charttechnische overperfomance gegenüber SMI möglich :arrow: sogar wenn der SMI ins Minus fällt, könnte der MBTN in den nächsten Tagen die 39 noch erreichen. :idea:

Somit waren 5/5 Prognosen zu 100% in Richtung korrekt

und die 2/5, welche ich selbst getradet habe, haben zusammen das Kursziel sogar überschritten!

MBTN wird es auch noch erreichen können.

"Charttechnisch - What else?"

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30.06.2011 09:31
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SMI im Juni 2011

Bullish wrote:

Heute wurde ein Gap im Dow Jones geschlossen, das zwischen 2. und 3. Juni geöffnet wurde.

Trägt solchen Beobachtungen hier jemand Rechnung, Chart-Techniker?

Jup wird am rande bemerkt, da sich aber der SMI in letzter Zeit nicht mehr allzustark am DJ orientierte, halte ich das für nicht allzu wichtig.

Wichtiger sind für mich im Moment die geringen volumen. Das bedeutet Unsicherheit und alle warten ab. Normalerweise sind solche Zustände vor grossen Kursbewegungen nach oben oder unten der Fall. Charttechnisch sehe ich im Moment aber eher eine mögliche Seitwärzbewegung, weil gestern den Worten keine Kurssprünge folgten. :roll:

Noch einige Beobachtungen:

- SMI trifft heute auf eine Abwärtslinie

- Dax hält sich knapp im Plus und befindet sich nahe bei seinem Tops des "Juni Seitwärtstrends"

- Gold und (Brent) heute wieder im Minus

- EUR/CHF trifft heute auf eine Abwärtstrendlinie nach der gestrigen "schwachen" Erholung

Somit: Grosse Abwärtstrends und bei dem geringen Volumen, werden die nicht geknackt. :arrow: habe meine longs abgestossen bis auf eine spekulative posi und gleichzeitig eine short eröffnet - auch spekulativ. Somit bin ich für die Grosse Bewegung gewappnet. :idea:

Happy Trading auch heute nur mit Stops

"Charttechnisch - What else?"

Der Autor ist in den oben stehenden Werten investiert sonst würde er sich nicht dafür interessieren.

30.06.2011 09:18
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SMI im Juni 2011

@Bullish: Ich nehme nie den Dow für die Charttechnik. Taugt aufgrund seiner Zugangskriterien nicht unbedingt. S&P500 oder Nasdaq 100 liefern bessere Hinweise.

Ich denke, dass der S&P genau gleich wie der SMI noch etwas Potential nach oben hat. Vielleicht sogar bis 1'360.

Was mich für die CH positiver stimmt: CHF schwächt sich gegen -fast- alle Währungen etwas ab. Der CONF-Future hat vom Top der letzten Tage bereits über 2%Punkte liegen lassen....

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

29.06.2011 22:34
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Re: nun

alpenland wrote:

wie geht es weiter :?: :?: :?:

Ich stelle mir vor, dass es noch etwas aufwärts geht, damit meine Calls Gewinn abwerfen. Anschliessend gehts runter, damit ich die Puts wieder los werde.

Merke: "Kräht der Hahn auf dem Mist ..."

"Das Fass ist übergelaufen"

29.06.2011 22:27
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nun

wie geht es weiter :?: :?: :?:

bin nach heutigem Shortverlust ziemlich unsicher :roll:

29.06.2011 22:08
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SMI im Juni 2011

MarcusFabian wrote:

MarcusFabian wrote:
Neu-SG wrote:
dem Pessimus dieses Forums entsprechenden Postings angepassten 3000 Punkte rumhackt, war mir klar.

Ich wollte nur den Link zu dem Posting, wo jemand von 3000 Punkten schreibt. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich formuliere es mal anders, in drei Aussagen:

1. Du Antwortest auf ein Zitat, das Du frei erfunden hast, weil nämlich niemand von SMI 3000 gesprochen hat.

2. Du bist nicht in der Lage, einen Link zu einem Zitat zu geben, weil Du das ja frei erfunden hast.

3. Du bist Journalist von Beruf.

Soweit alles korrekt? :oops: Lol

ich formuliers nicht nochmals anders, sondern repetiere das "absichtlich übertrieben" - vermutlich immer noch nicht gemerkt. Das gilt für die letzten Woche. Bei der Lehmann-Pleite wars glaub der Fritz oder so der immer von unter 3000 gesprochen hat. Bestätigt bin ich aber jetzt darin, dass du genau auf dem rumhakst und das andere - vermutlich bewusst - weglässt....

definitiv jetzt weg...

29.06.2011 22:00
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SMI im Juni 2011

Auch von mir Gratulation zur 10000er Wink

Jetzt kannst du es dabei belassen und dich verabschieden wäre ein guter Zeitpunkt den deine Goldprognose von 2400 Je Unze wird vielen den Kopf kosten wenn diese merken das ihr Gold nix mehr wert ist:lol:

Ne nur Witz

querschuesse.de

29.06.2011 21:57
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MF: Beiträge: 10000

Gratuliere! (fürs Spammen... ne nur Joke)

29.06.2011 21:41
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MarcusFabian wrote:

Neu-SG wrote:
dem Pessimus dieses Forums entsprechenden Postings angepassten 3000 Punkte rumhackt, war mir klar.

Ich wollte nur den Link zu dem Posting, wo jemand von 3000 Punkten schreibt. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich formuliere es mal anders, in drei Aussagen:

1. Du Antwortest auf ein Zitat, das Du frei erfunden hast, weil nämlich niemand von SMI 3000 gesprochen hat.

2. Du bist nicht in der Lage, einen Link zu einem Zitat zu geben, weil Du das ja frei erfunden hast.

3. Du bist Journalist von Beruf.

Soweit alles korrekt? :oops: Lol

29.06.2011 21:17
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Perry2000 wrote:

orangebox wrote:
Spiegel:

Nach Medienberichten soll das Volumen des bspw. in der Schweiz verwalteten Kapitalvermögens griechischer Bürger SFR 600 Mrd. betragen. Die Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD-Muster kommen für eine Abwendung des griechischen Staatsbankrotts zu spät.

:shock: :shock: :shock: :shock:

Ja ja klar. Immer in der Schweiz und NUR in der Schweiz Lol

Aber natürlich nur die Schweiz einen besseren Beweis als diesen hier gibts nit:

http://www.youtube.com/watch?v=hgQNP4O6Z4E

LolLolLol

querschuesse.de

29.06.2011 21:17
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Neu-SG wrote:

dem Pessimus dieses Forums entsprechenden Postings angepassten 3000 Punkte rumhackt, war mir klar.

Ich wollte nur den Link zu dem Posting, wo jemand von 3000 Punkten schreibt. Nicht mehr, nicht weniger.

29.06.2011 21:10
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SMI im Juni 2011

orangebox wrote:

Spiegel:

Nach Medienberichten soll das Volumen des bspw. in der Schweiz verwalteten Kapitalvermögens griechischer Bürger SFR 600 Mrd. betragen. Die Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD-Muster kommen für eine Abwendung des griechischen Staatsbankrotts zu spät.

:shock: :shock: :shock: :shock:

Ja ja klar. Immer in der Schweiz und NUR in der Schweiz Lol

29.06.2011 21:10
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SMI im Juni 2011

MarcusFabian wrote:

Neu-SG wrote:

immer die gleichen quaseln von weiterem Rückgang... klar doch bis 3000

Hab ich verpasst. Wer hat denn das geschrieben? Gib mal Link.

dacht ich mir dass genau dieser Punkt des Postings augegriffen wird. Das man nun, auf der, übrigens absichtlich, dem Pessimus dieses Forums entsprechenden Postings angepassten 3000 Punkte rumhackt, war mir klar. Der Rest wird ausgeklammert, dass man bald wieder vom anderen rumjammern kann. Kommt mir vor wie die Jammeris bei der Kurzarbeit. Ein Grossteil der Firmen hätte gar keine gebraucht - aber natürlich nimmt das Geld dann gerne. Oder bei der Frankenstärke. Es gibt genug Leute die davon profitieren. Spritpreis wäre ohne das bei 1.85 im Moment ca. Vergünstigt Transport und Halbprodukte. Drum meint ich ja bis so ca. in einem Monat - weil der Grundtenor hier drin für mich einfach zu pessimistisch ist. Es hiess mal bei Lehman wir fallen auf unter 2000 - es hiess auch: diese Krise ist anders, da kommen wir nie mehr raus.. .bla bla bla

29.06.2011 21:05
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SMI im Juni 2011

Neu-SG wrote:

immer die gleichen quaseln von weiterem Rückgang... klar doch bis 3000

Hab ich verpasst. Wer hat denn das geschrieben? Gib mal Link.

29.06.2011 21:03
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SMI im Juni 2011

Mamma mia wieviele Miesmacher sind denn hier wieder im Forum. Nach einem Absturz von 6500 Punkten unter 6000 Punkten darfs doch wirklich mal wieder hochgehen....

immer die gleichen quaseln von weiterem Rückgang... klar doch bis 3000 oder unter Null? haha

nächsten Monat fängt die Q2-Berichtsaison an... diese wird endlich wieder News mit "Fleisch am Knochen" bringen anstatt das ewige... "wir haben Angst, Befürchtungen, neue Ratings etc ohne wirklichen Hintergrund.

Habe Fertig... adios bis nächsten Monat.

29.06.2011 20:14
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SMI im Juni 2011

Heute wurde ein Gap im Dow Jones geschlossen, das zwischen 2. und 3. Juni geöffnet wurde.

Trägt solchen Beobachtungen hier jemand Rechnung, Chart-Techniker?

29.06.2011 20:09
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SMI im Juni 2011

Gestern war ich übrigens an einem Podiumsgespräch. Thema: Im Spannungsfeld zwischen Finanz- und Geldpolitik. Ursula Gut, Regierungspräsidentin Kt ZH und Dr. Urs Birchler ex SNB waren anwesend.

Die Thematik rund um Griechenland behandelte man leider etwas oberflächlich. Spannend war die Antwort auf eine Publikums-Frage: "Was passiert mit dem Euro, wenn Griechenland zahlungsunfähig wird?"... Die Antwort von Hr Birchler: "Haben Sie schon mal einen Lehrer gesehen, der traurig gewesen ist, wenn der schlechteste Schüler die Schule verlassen hat?"... Worauf das ganze Publikum geklatscht hat.

Ich staune halt schon manchmal, wie schnell sich selbst gestandene Bankiers mit simplen Antworten auf sehr komplexe Probleme zufrieden geben.

Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie!

29.06.2011 19:38
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SMI im Juni 2011

Spiegel:

Nach Medienberichten soll das Volumen des bspw. in der Schweiz verwalteten Kapitalvermögens griechischer Bürger SFR 600 Mrd. betragen. Die Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD-Muster kommen für eine Abwendung des griechischen Staatsbankrotts zu spät.

:shock: :shock: :shock: :shock:

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