SMI im Mai 2010

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MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

Nur hat der Goldbesitz eines Staates NICHTS mit dessen wirtschaftlichen Fähigkeiten bzw. mit dem Vertrauen in Diesen zutun.

Stimmt. Hat ja auch nie jemand behauptet.

Goldbesitz stärkt nur das Vertrauen in die Währung eines Landes. Aber auch das ist - dank Euro - in Griechenland etwas speziell. Wink

Endspurt
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SMI im Mai 2010

Dr. Zock wies hier im Forum schon vor zirka 2 Jahren auf die jetzige Griechenland-Krise hin.

Er schrieb damals vom sehr ungesunden aufgeblähten gepumpten Immobilien-Markt in Griechenland. Und wie viele Griechen (die mir im Übrigen sehr sympathisch sind, weswegen ich immer wieder mal Ferien auf einer griechischen Insel mache) dank dem Euro zu Wohlstand und Immobilien auf Kredit kamen.

Zudem sind die Unterhalts- und Investitions-Kosten für die vielen bewohnten Inseln für den Staat Griechenland sicher um einiges höher als die allgemeinen Kosten für das Festland, denn alles, was zum Leben gebraucht wird, muss mit den Fähren und Schiffen transportiert und zum Teil mehrfach umgeladen werden.

Ich hoffe, dass Griechenland den "Rank" im Interesse aller wieder findet.

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

weico wrote:

Nur hat der Goldbesitz eines Staates NICHTS mit dessen wirtschaftlichen Fähigkeiten bzw. mit dem Vertrauen in Diesen zutun.

Stimmt. Hat ja auch nie jemand behauptet.

Goldbesitz stärkt nur das Vertrauen in die Währung eines Landes. Aber auch das ist - dank Euro - in Griechenland etwas speziell. Wink

Vor dem Eurobeitritt hatte Griechenland sogar noch 20 Tonnen mehr Gold als Heute. :shock:

Hatte man da wirklich mehr Vertrauen in die griechische Drachme... Wink

weico

Dr.Zock
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SMI im Mai 2010

@ Endspurt

Danke für das in Erinnerung rufen.

Ja, ich habe das Thema damals deshalb aufgegriffen, weil die CS und ZKB geraten haben Aktien griechischer Banken zu kaufen. Da ich Griechenland seit nunmehr 30 Jahren sehr gut kenne ( spreche selbst fliessend griechisch ), und dort viele Jahre gelebt habe, wollte ich diesem verzapften Unsinn der CS und ZKB zumindest in diesem Thread entgegentreten.

Die damalige Situation war so: ( atemberaubend aber wahr, und nur eines vieler Beispiele !!! )

Ein Bekannter von mir ( Polizeibeamter in leitender Position in Athen, verheiratet, 2 Kinder ) wollte sich schon lange ein Haus am Meer bauen. Eigenmittel / Sicherheiten udglm. waren keinerlei vorhanden. Sein Lohn betrug ( anno 2002 ) umgerechnet Sfr. 1'850.-- Er ging zur Bank, worauf die Ihm gleich anboten den ganzen Hügel ( ca. 18'000qm ) zu kaufen. 3 Tage später wurden die Besitzerverhältnisse im Katasteramt geändert...........

Weitere Beispiele ? Ich kenne noch einige !!!! Und dies persönlich..... per PN

Gruss

Zocki

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Sallatunturi wrote:

Krisen gab und gibt es immer.

Die Qualität der aktuellen Krise ist schon eine andere:

Wir haben weltweit - die einen mehr, die anderen weniger - mehr ausgegeben als eingenommen: Vor allem die USA, die europäischen ClubMed Staaten, GB und Irland.

Nun heisst es, diese enormen Schulden auf die eine oder andere Art wieder loszuwerden. Bevor das nicht geschehen ist, kann es keinen neuen Aufschwung geben. Also sollte wir damit anfangen, diese Schulden zu vernichten, damit es wieder aufwärts gehen kann.

Dabei zeichnet sich ab, dass nicht alle Schulden bedient werden können. Es wird also zwangsweise Schuldenerlasse geben. Sei es durch Währungsreformen oder durch Konkurse.

Die Politik ist derzeit einfach noch auf dem falschen Weg, weil sie meint, die alten Schulden mit neuen, höheren Schulden bekämpfen zu können. Dass das nicht funktionieren kann, sollte mittlerweile jedem klar sein. Auch wenn mit neuen Schulden ein bisschen Zeit rausgeschunden wird.

Mit Weltuntergang hat es also nichts zu tun, wenn Schulden und Vermögen vernichtet werden. Für die armen, vermögenslosen, ändert sich über haupt nichts. Betroffen werden die Vermögenden sein. Eine Währungsreform käme also einer Umverteilung von den Reichen zu den Armen gleich und das ist auch gut so.

Dr.Zock
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SMI im Mai 2010

Womit das kaptalistische System mit selbstreinigenden Märkten "in somma" eines der sozialsten Eigenschaften mit sich bringt......

LolLolLolLolLolLolLol

Die SP wird Dich dafür lieben..................!!!!

Gruss

Zöckeli Lol

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

royalOak
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SMI im Mai 2010

Besten Dank MF für die Zeit, die du investiert...nicht nur Anfang Monat.

Kannst du noch etwas zu Gold sagen, wie siehst du die Entwicklung in den nächsten Monaten?

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Betroffen werden die Vermögenden sein. Eine Währungsreform käme also einer Umverteilung von den Reichen zu den Armen gleich und das ist auch gut so.

An solche Märchen glauben leider (noch) viele Leute.

Besonders die armen Leute (oder solche die sich dafür halten..) sind immer begeistert,wenn das Wort "umverteilen" angesagt wird.

Vielfach wählen Sie ja,ganz demokratisch, noch solche Heilsbringer (Zimbabwe,Venezuela,Südafrika usw.).

Die wirklich Reichen sind doch längst abgesichert (div.Sachwerte,verschiedenste ausländische Devisenkonten,zweite Staatsangehörigkeit usw.)

Der wirklichen Verlierer ist doch schlicht der durchschnittliche Bürger und Steuerzahler .War dies nicht schon immer so..?! :oops:

weico

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Dr.Zock wrote:

Womit das kaptalistische System mit selbstreinigenden Märkten "in somma" eines der sozialsten Eigenschaften mit sich bringt......

Nicht unbedingt. Es gab im vorletzten Jahrhundert zwei Ökonomen, die beide erkannt haben, dass das auf Schulden aufgebaute System irgendwann kollabieren muss. Karl Marx und Maynard Keynes.

Ersterer kam - wie wir wissen - zum Schluss, dass das kapitalistische System per se zum Untergang verurteilt ist und kam zu der noch schlechteren Lösung, dem Kommunismus.

Keynes sah das allerdings etwas lockerer: Es kommt im wesentlichen zum Reset und das Spiel beginnt für die nächsten 70 Jahre wieder von vorne.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

royalOak wrote:

Kannst du noch etwas zu Gold sagen, wie siehst du die Entwicklung in den nächsten Monaten?

Gehört zwar nicht hier rein aber kurz: Gold steht kurz vor einem Ausbruch nach oben. In Euro, Franken ist der schon erfolgt, aber in Dollar noch nicht.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

Der wirklichen Verlierer ist doch schlicht der durchschnittliche Bürger und Steuerzahler .War dies nicht schon immer so..?! :oops:

Natürlich. Und das wird auch diesmal so sein.

Aber bedenke auch folgendes: Die Unternehmen sind verschuldet und wir bezahlen die Zinsen ja über die Produktpreise mit.

Wären die Unternehmen ihre Schulden los, wären entsprechend die Preise niedriger, was uns Konsumenten wiederum zu gute käme.

Dito mit dem Staat. All die Milliarden, die jetzt an Zinsen bezahlt werden könnte sinnvoll eingesetzt oder die Steuern gesenkt werden.

Für mich der wichtigste Punkt: Es ist unsere Generation (+ evtl. noch unsere Väter), die das Schlammassel verursacht hat. Also sollten wir es auch bereinigen, ggf. auch darunter leiden aber nicht den Schuldenberg vor uns hinschieben und ihn eines Tages unseren Kindern überlassen.

Green Shoot
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SMI im Mai 2010

The Elliot Wave Theorist, December 14, 2007 (Robert Prechter)

On one end of he dusty street stand five outlaws: the Federal Reserve, the Bank of Canada, the Bank of England, the European Central Bank an the Swiss National Bank. On the other end of the street stands the monster that they created and nurtured in their global lab. The outlaws have opened with a barrage of bulltes. But the only bullets they have are made of the monster's very substance: debt. Every bullet that hits him only makes him stronger. And now the monster is beginning to draw his gun, and it's a bazooka. He is taking aim. The monster is about to overcome his makers.

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

Stillhalter
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

An solche Märchen glauben leider (noch) viele Leute.

(...)

Die wirklich Reichen sind doch längst abgesichert (div.Sachwerte,verschiedenste ausländische Devisenkonten,zweite Staatsangehörigkeit usw.)

Der wirklichen Verlierer ist doch schlicht der durchschnittliche Bürger und Steuerzahler .War dies nicht schon immer so..?! :oops:

Ich stimme dir hier absolut zu.

Was 'reichere' Personen zum Teil an Gold horten ist unvorstellbar. Durch meine frühere berufliche Tätigkeit bin ich des Öfteren mit Edelmetall-Beständen von Privatpersonen in Kontakt gekommen.

Es gibt sehr wohl Personen, welche über 20 kg und mehr an Gold besitzen.

Wenn nun tatsächlich eine Wertsteigerung im prognostizierten Masse stattfinden sollte (Ein Haus für eine Unze - Gott bewahre!) - der absolute Supergau. Wir wären wieder im Mittelalter.

Ich denke der Gold-besitz nimmt mit Vermögen/Einkommen überproportional zu. Zum einen wird mehr Wert auf Schmuck gelegt, zum anderen wird Gold als Geldanlage genutzt. Jemand der nicht viel Geld hat investiert vielleicht in einen Fonds, diverse Aktien, wenn überhaupt. Aber Gold wird erst mit grösserem Vermögen interessant, zuvor ist es für die meisten einfach zu umständlich / bietet zu wenig Diversifikation / zu wenig spannend usw. usf.

Das momentane System ist ein unfaires System. Leute werden abgezockt, Reiche werden noch reicher usw. Aber schaut euch einmal um! Dieses System erlaubt uns so viel. Schulden usw. mögen ein Thema sein, vielleicht stürzt das System deswegen auch in sich zusammen. Aber glaubt bitte nicht, dass wir dann ein anderen System auf die Beine stellen. Es wird wieder ein auf Schulden basierendes System sein - denn es ist um ein vielfaches leistungsfähiger als alle Alternativen - und dadurch gewinnen wir schliesslich alle. Wie Kostolany schon sagte: Lieber ein unfaires kleineres Stück von einem riesigen Kuchen, als ein gerechtes von einem winzigen.

Green Shoot
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SMI im Mai 2010

Stillhalter wrote:

Was 'reichere' Personen zum Teil an Gold horten ist unvorstellbar.

Nur dank dem Gold konnten die kaiserlichen oder königlichen Dynastien über jahrhubnderte ihren Reichtum aufrecht halten und sogar ausbauen. Wenn du die Geschichte studierst, wirst du sehen, dass dies auch für die Rothischilds, und Rockefellers gilt.

Da haben gewisse Leute schon vor langer Zeit herausgefunden, was das Geheimnis dieses Schwermetalls ist.

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Stillhalter wrote:

Dieses System erlaubt uns so viel. Schulden usw. mögen ein Thema sein, vielleicht stürzt das System deswegen auch in sich zusammen.

Das wird es garantiert. Die Frage ist nur noch: Wann?

Stillhalter wrote:

Aber glaubt bitte nicht, dass wir dann ein anderes System auf die Beine stellen. Es wird wieder ein auf Schulden basierendes System sein - denn es ist um ein vielfaches leistungsfähiger als alle Alternativen - und dadurch gewinnen wir schliesslich alle.

Das Gedächtnis der Börse reicht etwa 20 Jahre.

Zum Beispiel interessiert sich kaum einer für Inflation, weil die meisten von uns die Inflation vor 1980 nicht hautnah miterlebt haben.

Auch kann sich kaum einer vorstellen, dass Märkte auch 10, 12, 15 Jahre absinken, da keiner den Bärenmarkt 1967-1980 miterlebt hat.

Wenn sich die Geschichte wiederholt - und davon gehe ich aus - dann wird folgendes passieren:

Das aktuelle Schuldensystem wird kollabieren. Man wird die Fehler erkennen, einige Schuldige ausmachen, teilweise an den Pranger, teilweise an die Wand stellen und ein neues System auf die Beine stellen.

Die jetzigen Generationen der 15-45 jährigen wird aus der schlechten Erfahrung lernen und - wie unsere Grossväter, die Nachkriegs-Generation - eine absolute Aversion gegen Schulden und Geldentwertung entwickeln.

Der Druck von unten, vom Volk auf die Politiker wird lauten: Wir leben lieber mit einem geringeren Wirtschaftswachstum, dafür soll es nachhaltig und schuldenfrei sein.

Sprich: Konsum soll aus dem Einkommen finanziert werden und Investitionen aus den Ersparnissen. Von 100% Verdienst wird vielleicht 5% gespart, 20% gehen für die Steuern und Abgaben drauf und 75% werden verkonsumiert. Punktum.

Geld wird wieder gedeckt sein, wahrscheinlich mit Gold und Geldentwertung und Gelddruckerei wird nicht mehr geduldet.

Kurz, wir werden von einem Extrem ins andere verfallen.

Statt frischfröhlicher Schuldenmacherei wird Sparwut und Stabilität gefordert werden.

Mit der Zeit - so 10 bis 20 Jahre später wird sich das dann auflockern, Schulden werden wieder gemacht, wobei vorsichtig und Kredite nur an gute Schuldner vergeben werden, die Börsen werden wieder steigen, es werden sich die ersten Blasen bilden und so in 30 Jahren ist eine neue Generation am Zug, die absolut nicht verstehen kann, warum wir und unsere Kinder Schulden als etwas schlechtes sehen, wo es doch so geil ist, statt zu arbeiten mit Finanzspekulationen Kohle zu verdienen.

Genau so lief es in den bisherigen Kondratieff-Zyklen und ich sehe keinen Grund, warum es diesmal anders laufen sollte.

weico
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Das wird es garantiert. Die Frage ist nur noch: Wann?

Einer Meinung!

Aber daran hat doch wirklich Nie Jemand ernsthaft gezweifelt,oder.. :oops:

MarcusFabian wrote:

Das Gedächtnis der Börse reicht etwa 20 Jahre.

Zum Beispiel interessiert sich kaum einer für Inflation, weil die meisten von uns die Inflation vor 1980 nicht hautnah miterlebt haben.

Auch kann sich kaum einer vorstellen, dass Märkte auch 10, 12, 15 Jahre absinken, da keiner den Bärenmarkt 1967-1980 miterlebt hat.

Ich verwiese ja ebenfalls andauernd (langweilt langsam..) ,wenn auch aus anderen Gründen,ja mit "meinem" Japanszenario auf dieses "absinken" darauf hin..

MarcusFabian wrote:

Wenn sich die Geschichte wiederholt - und davon gehe ich aus - dann wird folgendes passieren:

Das aktuelle Schuldensystem wird kollabieren. Man wird die Fehler erkennen, einige Schuldige ausmachen, teilweise an den Pranger, teilweise an die Wand stellen und ein neues System auf die Beine stellen.

Die jetzigen Generationen der 15-45 jährigen wird aus der schlechten Erfahrung lernen und - wie unsere Grossväter, die Nachkriegs-Generation - eine absolute Aversion gegen Schulden und Geldentwertung entwickeln.

Der Druck von unten, vom Volk auf die Politiker wird lauten: Wir leben lieber mit einem geringeren Wirtschaftswachstum, dafür soll es nachhaltig und schuldenfrei sein.

Sprich: Konsum soll aus dem Einkommen finanziert werden und Investitionen aus den Ersparnissen. Von 100% Verdienst wird vielleicht 5% gespart, 20% gehen für die Steuern und Abgaben drauf und 75% werden verkonsumiert. Punktum.

Geld wird wieder gedeckt sein, wahrscheinlich mit Gold und Geldentwertung und Gelddruckerei wird nicht mehr geduldet.

Kurz, wir werden von einem Extrem ins andere verfallen.

Statt frischfröhlicher Schuldenmacherei wird Sparwut und Stabilität gefordert werden.

Mit der Zeit - so 10 bis 20 Jahre später wird sich das dann auflockern, Schulden werden wieder gemacht, wobei vorsichtig und Kredite nur an gute Schuldner vergeben werden, die Börsen werden wieder steigen, es werden sich die ersten Blasen bilden und so in 30 Jahren ist eine neue Generation am Zug, die absolut nicht verstehen kann, warum wir und unsere Kinder Schulden als etwas schlechtes sehen, wo es doch so geil ist, statt zu arbeiten mit Finanzspekulationen Kohle zu verdienen.

Exakto.

Die Menschen bzw. die menschlichen Eigenschaften (Gier,Sammeltrieb usw.) bleiben eben immer die selben.

Darum ist das langfristige Ergebnis ja so logisch und voraussehbar .

Lol

weico

weico
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SMI im Mai 2010

Green Shoot wrote:

Da haben gewisse Leute schon vor langer Zeit herausgefunden, was das Geheimnis dieses Schwermetalls ist.

Warum nur,haben die Staaten/Zentralbanken dieses "Geheimnis" noch nicht herausgefunden.. :roll:

weico

marabu
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SMI im Mai 2010

MARCUS FABIAN IN DIE EZB! Wink

Solche Leute brauchen wir mehr Wink

Während die Linke mit einem riesigen Boni-Gebrüll krampfhaft versucht, die Stimmen jener zu übertönen, welche auf die wahren Ursachen der Finanzkrise hinweisen: Das Fluten der Märkte mit Geld! Die Schuldenpolitik vieler Staaten, Länder, Städte und Kommunen. Die Kreditgewährung für Immobilien an Leute, die sich diese nicht leisten können. Die gepushte Nachfrage, die die Häuserpreise weiter steigen liess und manchen Kleinspekulanten an die Börse lockte - schlicht ein gewaltige, organisierte Geldmaschine!

Und man kann nicht zu oft wiederholen:

- Konsum nur mit Erspartem.

- Zinsen müssen auf ein "vernünftiges Mass" angehoben werden, das heisst ganz einfach, dass die Nationalbanken vorsichtig das Geld vom Markt zurücknehmen.

- Wer in der EU gegen die Maastricht-Kriterien verstösst, muss mit harten Sanktionen rechnen (Wird sich Angela Merkel durchsetzen?)

- Strukturelle Defizite sind möglichst rasch zu beseitigen.

- Subventionen dürfen nur in sehr speziellen Situationen (zB Bergbauern als "Landschaftsgärtner") akzeptiert werden. Die Schindluderei auf dem Energiesektor (Subventionierung sogenannter nachhaltiger Energien,) ist zu beenden.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

Aber daran hat doch wirklich Nie Jemand ernsthaft gezweifelt,oder.. :oops:

Doch. Ausser uns beiden so ziemlich jeder:

Bundesrat, SNB, Obama, Bernanke ... you name it!

Die Welt ist dermassen voll von ignoranten Idioten, dass man gar nicht so viel essen kann, wie man kotzen könnte Wink

Aber wie Du immer so schön sagst: Nehmen wir es wie's kommt und versuchen davon zu profitieren.

Green Shoot
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SMI im Mai 2010

weico wrote:

Green Shoot wrote:

Da haben gewisse Leute schon vor langer Zeit herausgefunden, was das Geheimnis dieses Schwermetalls ist.

Warum nur,haben die Staaten/Zentralbanken dieses "Geheimnis" noch nicht herausgefunden.. :roll:

weico

Glaub mir. Die Zentralbanken wissen bescheid, auch wenn das Kauf und Verkaufstiming katastrophal ist.

Die BIZ z.B. hat sogar ihr Aktienkapital an Gold gebunden statt an Papiergeld. Die wissen schon wieso.

Die BIZ ist eine internationale Organisation und mit eigenem Rechtsstatus einer spezialrechtlichen Aktiengesellschaft organisiert. Ihr Hauptsitz befindet sich in Basel, mit zwei weiteren Geschäftsstellen in Hong Kong und Mexiko-Stadt. Ihr genehmigtes Grundkapital beträgt 1,5 Mrd. Goldfranken. Das Kapital ist aufgeteilt in 600.000 Aktien zu 2500 Goldfranken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_f%C3%BCr_Internationalen_Zahlungsausgl...

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

Elias
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SMI im Mai 2010

marabu wrote:

- Zinsen müssen auf ein "vernünftiges Mass" angehoben werden, das heisst ganz einfach ....

... dass man eines der Grundprobleme nicht verstanden hat.

Zinsen.

Das Perpetuum mobile. Aus Geld Geld machen. Die wundersame Brotvermehrung.

http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA

Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder doch?

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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SMI im Mai 2010

*******Milliardenschwere Finanzspritze, EU, IWF und Griechenland einigen sich auf Hilfe*****

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/913/510038/text/

CuriousMe
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SMI im Mai 2010

Sallatunturi wrote:

Curios schreibt

Quote:

Allerdings herrschen zurzeit dermassen unzählige krisenherde

Sallatunturi wrote:

Krisen gab und gibt es immer.

und bestimmt war es auch bei den vergangenen nennenswerten krisen schläuer, seine aktien im rechten moment abzustossen statt zuzuschauen wie sie runterrasseln und sich damit zu trösten dass sie ja danach dann wieder steigen werden

yeah noch 40tage bis zur wm 8)

what's up!

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SMI im Mai 2010

Christina 007 wrote:

*******Milliardenschwere Finanzspritze, EU, IWF und Griechenland einigen sich auf Hilfe*****

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/913/510038/text/

Und jetzt??? was heisst dieses im Klartext???

Sie haben ein Land von noch vielen folgenden Länder gerettet.

Tropfen auf den heissen Stein nennt sich sowas.

Wir werden Morgen ev. das erste mal konkret erfahren dürfen was dieses kostet und können es dann ungefähr Hochrechnen.

Mal sehen ob Deine Schlagzeile danach immer noch so Fett gedruckt ist Lol

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

geldsammler
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SMI im Mai 2010

Christina 007 wrote:

*******Milliardenschwere Finanzspritze, EU, IWF und Griechenland einigen sich auf Hilfe*****

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/913/510038/text/

Noch ein Nachtrag:

Jetzt stelle Dir einmal vor, Du wärst als Schweizer ein offizielles EU Mitglied... Und sie würden bei Dir an der nächsten Steuerrechnung die Finanzhilfe prozentual zum normalem Fiskus noch aufrechnen?

Wäre das Geil??

Würde das die Börse echt honorieren?

Da habe ich etwas Kopfzerbrechen.

Vielleicht kann mich da MF in dieser Hinsicht etwas beruhigen?

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Piposch wrote:

Ich hoffe doch, dass die Chinesische, die Schweizerische oder die Amerikanische Regierung mindestens so intelligente Ökonomen in den Nationalbanken hat wie MF.

Das kannste Dir gleich mal abschminken Lol

Piposch wrote:

Wenn diese ihren Regierungen erklärt, dass der Kollaps nicht mehr aufzuhalten wäre würden die nicht in einen Aktionismuss verfallen der auch uns auffallen würde?

Im ernst. Natürlich erkennt jeder halbwegs vernünftige Zentralbank-Präsident die Problematik. Das dürfte sogar für den jetzigen SNB-Präsidenten und ehemaligen Hedge-Fonds Manager Hildebrand gelten.

Aber aus Sicht der SNB muss man klar unterscheiden zwischen dem, was man weiss und dem was man sagt, was man der Öffentlichkeit verkauft.

Denn eines will man auf gar keinen Fall: Panik.

Für die Politiker stellt sich das Problem nochmals anders dar. Ihnen geht es darum, möglichst populär zu bleiben, um bei der nächsten Wahl wiedergewählt zu werden. Wer da mit Hiobsbotschaften daher kommt ist sehr schnell weg vom Fenster.

Wenn man dem Volk eröffnen würde, dass man aus - dem und jenem Grund - beschlossen hat, per 3. Mai eine Währungsreform durchzuziehen und jeder Schweizer 50% seiner PK-, AHV- und Sparguthaben verliert, dann haben wir eine Palastrevolution. Sogar in der friedlichen Schweiz.

Das wäre, als würdest Du den Frosch ins kochende Wasser schmeissen. Er würde sofort herausspringen.

Daneben gibt es die schleichende Methode der Entreicherung: Inflation, Gelddruckerei. Hier merkt der Bürger nicht auf Anhieb, dass er vom Staat beschissen wird. Er hat also auch keinen konkreten Anlass, das Bundeshaus anzuzünden. Erst mit der Zeit fällt ihm irgendwie auf, dass er sich nicht mehr leisten kann als vor 10 Jahren, obschon er doch 30% mehr verdient und die Inflation nur bei 1.5% gelegen haben soll.

Beginnen die Preise zu galoppieren, wird er sich vielleicht langsam mit der Materie vertraut machen und nach Hintergründen forschen. Und dann wird er erkennen, warum sein Geld ständig an Wert verliert und er wird von der Politik fordern, endlich die Schulden einzudämmen und aus der Landeswährung wieder Geld zu machen.

Der Bürger wird in der Zwischenzeit abgekocht, wie der Frosch, den man ins kalte Wasser geworfen hat, das jetzt langsam und unmerklich erhitzt wird.

Politiker werden erst dann aktiv, wenn Druck aus dem Volk kommt. Wenn das Volk lautstark verlangt, jetzt endlich etwas zu unternehmen.

Wenn das Volk das Vertrauen in die Währung verliert und wieder echtes gedecktes Geld verlangt, dann - und erst dann - werden die Politiker sich dafür einsetzen, wieder Gold zu kaufen und den Franken zu decken.

Würden die Politiker jetzt mit einer Golddeckung kommen, käme die unangenehme Frage, warum denn die pissblöde Nationalbank die Hälfte des Schweizer Goldschatzes zu Billigstpreisen verhökert hat und der Verdacht läge nahe, dass da jemand einen ganz gewaltigen Fehler gemacht hat!

Man würde auch ausrechnen, dass die Goldverkäufe der SNB (1445 Tonnen zum Durchschnittspreis von ca Fr. 18'000/kg) nach jetzigem Goldpreis (Fr. 41000/kg) dem Schweizer Volk einen Verlust von rund Fr. 35 Mrd. eingebracht hat. Immerhin Fr. 5000 pro Einwohner. Und das - notabene - wo Gold noch relativ billig ist und die Dritte Phase der Rally noch gar nicht begonnen hat.

Man würde entsprechend verlangen, dass Köpfe rollen.

Je länger die Politiker zuwarten und auf Zeit spielen umso besser werden sie ihre eigenen Köpfe vor dem Rollen bewahren können. SNB-Chef Hildebrand wird den Fehler auf seinen Vorgänger Roth schieben, der jetzt pensioniert ist und wie Ospel nicht mehr belangt werden kann.

Und auch die Politiker werden auf ihre Vorgänger verweisen.

Das Fazit lautet: Die Politiker und Banken sind Deine Feinde, nicht Deine Freunde!

Wenn Du die Krise finanziell unbeschadet überstehen willst, dann musst Du Dich auf Dich selbst verlassen. Der Staat wird Dir nicht helfen. Die Banken auch nicht und die Massenmedien werden Dich bis zuletzt mit falschen Informationen versorgen.

Es ist Sonntag und deshalb ist es mir wieder mal erlaubt, auszuschweifen.

Was geht ab?

Es gibt eine noch sehr kleine Schicht von geschätzten 2-3% der Bevölkerung, die kapiert haben, dass es mit unserem Geldsystem zu Ende geht und sich entsprechen finanziell absichern. Konkret: Sparguthaben, PK-Vermögen werden soweit möglich aufgelöst und in Gold umgeschichtet.

Von Festgeldern lässt man die Finger, um liquide zu bleiben und Oblis werden nicht einmal mehr mit der Beisszange angefasst.

Die Reichen und Superreichen dieser Welt sind seit etwa einem Jahr dabei, ihre Vermögen klammheimlich durch Gold abzusichern. Die Anzahl der neugegründeten Firmen, die physisches Gold im Namen ungenannter Kunden in grossen Mengen aufkaufen, untermauert diese Information.

Wir wissen, dass die Zentralbanken seit einem halben Jahr netto zu den Gold-Käufern geworden sind. Allen voran die asiatischen. Bis 2008 waren die ZB noch netto Gold-Verkäufer.

Wir wissen, dass Gold in erster Linie nicht physisch sondern in Form von Papier (Zertifikate, ETFs, Future-Kontrakte) gehandelt wird. Jedes dieser Papiers ist kein Gold. Es ist nur ein Versprechen, Gold bei Verlangen zu liefern.

Wir wissen auch, dass es 100 mal mehr Versprechen als Gold gibt. Sprich: Nur einer von 100 Anlegern, die versuchen, ihr Papier gegen physisches Gold zu tauschen, wird Erfolg haben.

Seit Dezember ist es üblich, dass Gold-Papier-Käufern, die die physische Auslieferung verlangen, statt Gold ein Aufschlag von 25% bezahlt wird.

Konkret: Du kaufst eine Unze Gold über den Future für $1000, verlangst die Auslieferung, bekommst aber statt dessen nicht die Unze sondern $1250. Ein schöner Papiergewinn für Dich und Du gibst Dich damit zufrieden.

Aber: Warum wird kein Gold geliefert?

Antwort: Einfach deshalb, weil es zuwenig davon gibt.

Halten wir also mal fest: Es gibt einen Papiergold-Markt, der rund 100 mal so gross ist wie der Goldmark. Es werden Gold-Liefer-Versprechen gegeben, die zu 99% nicht gehalten werden können. Zentralbanken kaufen Gold und die gut informierten Reichen kaufen Gold. Nicht Papiergold sondern physisches! Und die wissen ganz genau, warum sie physisches verlangen.

Stellt sich die Frage, woher das physische Gold kommt. Die Produktion hinkt weit hinter der Nachfrage her und die Zentralbanken, die bis 2008 noch Gold verkauft haben, haben die Seite gewechselt und sind nun Käufer.

Wo zum Teufel soll das Gold also herkommen?

Die Antwort: Von den Kleinanlegern!

Seit etwas über einen Jahr schiessen massenhaft Firmen aus dem Boden, die Altgold, Zahngold, Schmuck ... Gold jeglicher Art ankaufen.

Man muss die Massen dazu bringen, ihr Gold gerne gegen bunt bedrucktes Papier einzutauschen. Hierbei sind die Medien hilfreich (Gold ist jetzt so teuer wie nie, Blase, Du musst unbedingt verkaufen) sowie die Märchen vom Wirtschaftsaufschwung etc.

Es macht keinen Sinn, den Goldpreis steigen zu lassen, bevor das Volk nicht sein ganzes gehortetes Gold bis zum letzten Goldvreneli und der Gold-Plombe von Opa Alois abgeliefert hat.

Aber ist das deshalb eine dunkle Zeit, in die Dein Sohn geboren wurde?

Nicht, wenn er das eine oder andere Goldvreneli vom Götti geschenkt gekriegt hat Lol

Im ernst: Wir stehen kurz davor, mitzuerleben, wir unser Finanzsystem kollabiert. Das passiert im Schnitt so alle 60-80 Jahre und gehört nunmal zum Lauf der Welt.

Man kann es ignorieren und Geld (im Sinn von Kaufkraft) verlieren oder man kann es erkennen und im Vorfeld entsprechende Vorsorge treffen. Und diese Vorsorge lautet: Möglichst wenig Geldvermögen und möglichst viele Rohstoffe zu bunkern.

Das kann Gold sein, sofern man es noch bekommt. Aber auch alter Whiskey oder guter Rotwein. Ein paar Konservenbüchsen als Notvorrat für etwa 1-2 Wochen sind auch eine gute Idee.

Du musst Dir am Kulminationspunkt der Krise eine Übergangsperiode vom alten zum neuen System vorstellen, wo absolutes Misstrauen in Versprechungen besteht und deshalb Papier jeglicher Art keinen Wert mehr hat.

Du wirst einem Bauern also keinen Sack Kartoffeln und einen Schinken abluchsen können, indem Du ihm ein Zahlungsversprechen der SNB in Form einer Banknote anbietest. Aber für ein paar Flaschen Rotwein oder Schottischen Whiskey wird er seine Ware herausrücken.

Aber ich rechne nicht damit, dass diese Periode lange dauern wird. Vielleicht 2-3 Tage, höchstens 2 Wochen.

Dein Sohn wächst also in eine recht gute Zeit hinein, denn bis zum Alter von 2 interessiert ihn nur, dass sein eines Ende gut gefüllt und das andere sauber gehalten wird und ab 2013 dürfte der Kondratieff-Winter dann vorbei sein und er wächst in einen neuen Wirtschaftsfrühling hinein. In eine Zeit, wo Geld wieder einen Wert hat und ihn auch behält, in eine Zeit, wo die Schulden abgebaut sind und wo Du ihm einschärfen wirst, möglichst keine Schulden aufzubauen.

Er wird in der Frühlingszeit des nächsten Kondratieff-Zyklus seine Kindheit verbringen. Einer Zeit, wo seriös gearbeitet wird und wo Menschen wie auch Unternehmen und Staaten darauf bedacht sind, nie mehr Geld auszugeben als sie auch einnehmen. Einer Zeit, wo neue Erfindungen gemacht und zur Marktreife geführt werden. Wo die aktuellen Probleme der Energieversorgung, Gesundheit und Rentenverpflichtungen langsam einer Lösung näher kommen.

Er wird als junger Erwachsener dann im Alter ab 20 sein Interesse für die Börse entdecken, wenn es im Sommer des Zyklus wieder eine hohe Inflation gibt, die seine Lohnsteigerung mehr als wegfrisst. Er wird Aktien links liegen lassen und sich auf Rohstoffe konzentrieren, weil Aktien tot sind und Rohstoffe als einziges einen Vermögenserhalt garantieren.

Er wird als reifer Mann dann doch noch Aktien lieben lernen, weil die jetzt interessant geworden sind, nachdem eine scharfe Rezession die Inflation reduziert hat und Aktien nun stärker steigen als jemals zuvor. Er wird die Hausse bis um 2035 voll mitreiten und den seit 45 Jahren erwarteten Durchbruch der magischen 35'000 Punkte Marke des Dow Jones feiern. Er wird von lockerer Kreditvergabe profitieren und Aktien kaufen in der uneingeschränkten Überzeugung, dass jetzt alles anders ist und man auf Kredit wunderbare Gewinne bis in alle Ewigkeit wird erzielen können.

Er wird - bis kurz vor seiner Pensionierung - eine Blase nach der anderen mitreiten, nur um dann in einem Mega-Crash auf die Nase zu fallen. Der Herbst ist zu Ende, der nächste Winter naht und vielleicht - aber nur vielleicht - wird er sich dann erinnern, was sein Vater ihm dereinst über den letzten Winter anno 2000-2012 erzählt hat: Über Geldentwertung, Scheinrallies und Währungsreform.

Vielleicht wird er entsprechend reagieren, vielleicht aber auch nicht.

Ich weiss nur, dass ich es dann nicht mehr sein werde, der in diesem Forum Tipps und Analysen zum Besten gibt Wink

marabu
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SMI im Mai 2010

@MF - Dein philosophischer Exkurs von heute Nacht...

Bei allem Respekt MF - aber lohnt sich in diesem einen Leben, das du hast, auch deine Stunden obligater Ruhe (Text geschrieben um 02.57 GMT) dem schnöden Mamon zu opfern? Gibt es denn nur Geld und deren Sicherung? Keinen Blick in die allemal noch schöne Natur? Keine Musik, keine Kunst, keine Literatur, keine schönen Frauen, kein gutes Essen...? Keine guten Freunde, gute Gespräche bei einem Glas Rotwein...? Wink 8) Biggrin

Unser letztes Hemd hat keine Taschen, und in der Feuerglut, in der wir einst verbrennen, würde das Gold ohnhin schmelzen... Lol

Ich lese deine Beiträge mit grossem Interesse. Da ich aber annehme, dass du dir (wie übrigens ich auch) kaum irgend eine sonntägliche Andacht zu Gemüte führen wirst, so wollte ich ausnahmsweise diese hehre Aufgabe in Vertretung eines Pastors übernehmen. Lol

kleinerengel
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SMI im Mai 2010

Guten Morgen

Ui, bei diesem Post läuft es mir kalt den Rücken runter :roll:

Lieber MF ich habe alle vier Seiten nun gelesen und möchte nur eines Sagen: Danke für deine Zeit, die du hier investierst. Ich finde deine Zeilen echt top und so sehr ich mir wünsche, dass du unrecht hast mit dem was du schreibst, weiss ich, dass du recht hast.

Ich habe jetzt aber doch noch eine Frage: Wäre es nicht klug, jetzt überall Kredite aufzunehmen und damit gold zu kaufen? Ich meine, ich lebe auf dem Exi und kann mir Gold nicht wirklich leisten und trotzdem möchte ich "unbeschadet" über die nächsten Jahre kommen? Was würde bei einer "Währungsreform" mit diesen Krediten passieren?

Ich wurde erzogen, keine Schulden zu machen und nur soviel auszugeben, wie ich besitze, auch meine Tochter wächst so auf... aber momentan bin ich es mir wirklich am überlegen, ob ich doch bei der Migrosbank so einen Kredit aufnehmen soll?

Mein Goldbesitz beschränkt sich zurzeit auf vier Goldvreneli :roll:

Dr.Zock
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SMI im Mai 2010

.........Die Deutschen müssten ihren Widerstand schleunigst aufgeben, habe US-Finanzminister Timothy Geithner vergangenes Wochenende beim Treffen der G-7-Finanzminister in Washington von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen verlangt........

Um diese Aussage in den Kontext zu den gemachten "Visionen" von MF zu bringen, kann ich mir das nur so erklären, dass die GS-Schläfenlöckchenbankster und Co., bei entsprechendem Vertrauensverlust in die Druckerkohle, dem Papiergold nun echtes liefern müssten. Da es dieses offenbar in diesen Mengen gar nicht gibt, liegt das Interesse T. Geithners ganz klar auf der Hand warum er nicht will dass der Euro kollabiert.

Ist eine reine Intepretation von mir...!

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

CrashGuru
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SMI im Mai 2010

MarcusFabian wrote:

Für die Politiker stellt sich das Problem nochmals anders dar. Ihnen geht es darum, möglichst populär zu bleiben, um bei der nächsten Wahl wiedergewählt zu werden. Wer da mit Hiobsbotschaften daher kommt ist sehr schnell weg vom Fenster.

Womit Du auch bewiesen hast, dass Du kein Politiker bist..... Wink

MarcusFabian wrote:

Ich weiss nur, dass ich es dann nicht mehr sein werde, der in diesem Forum Tipps und Analysen zum Besten gibt Wink

Na ja, bis dahin ist es noch weit und wer weiss was die Medizintechnik noch alles bringt. Vielleicht wird Dein Gehirn dereinst im Bundeshaus als Berater des Finanzministers am Leben gehalten Biggrin

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