SMI im Mai 2010

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Buzz
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SMI im Mai 2010

Kapitalist wrote:

SMI-Chart von heute:

"Kurzfristig ist vieles möglich. Gemäss Charttechnik kann sich im SMI zwischen 6700 und 6270 ziemlich alles anbahnen. Eine markantere Abwärtsbewegung wäre spätestens unterhalb 6250 und damit immer "noch" relativ früh zu erkennen."

interessant ... das tönt sehr konkret ... schon fast Wahrsager mässig :twisted:

To infinity ... and beyond!

Fine-Tuner
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SMI im Mai 2010

5% Inflation? WO WO WO!!!! ...leider Fehlalarm.

5% Arbeitslose? Leider .....aber keine Angst, es kommt noch schlimmer.

Fine-Tuner

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

5% Inflation? WO WO WO!!!! ...leider Fehlalarm.

5% Arbeitslose? Leider .....aber keine Angst, es kommt noch schlimmer.

Fine-Tuner

Wart doch mal, MF etc. sagen doch dass wir eine Inflation haben werden, durch die Pumpenkohle im Umlauf! Nur Geduld!

Denne
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Denne wrote:
Merlin2033 wrote:
Ich sag ganz klar lieber 5% inflation als 5% arbeitslose! Wink

Helmut Schmidt hat schon Gescheiteres von sich gegeben.

was denn?

z.B.

"Willen braucht man. Und Zigaretten."

Oder was zum Thema Inflation:

"Es ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass die

Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, meine

Gewerkschaft, in der ich Mitglied seit über 50

Jahren bin, dass die sich einbildet, der öffentliche

Dienst solle den Schrittmacher machen in der

Lohnerhöhung. Da piept es doch da oben."

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Apropoz

Wollte nur kurz darauf hinweisen dass beim Kurs 1.137 beim USD die SNB wieder ein wenig gewinn gemacht hat auf den Währungsreserven, damit sind noch einige rappen beim EURO mehr zu verkraften. Wink

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

@Denne

Da kann ich nicht wirklich folgen, sorry!

Das ist für mich einfach nur blabla!

freebase
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Re: SMI

Friederich wrote:

freebase wrote:
Die SMI-Futures starten mit einem Minus von 1,1 Prozent. Der vorbörsliche Handel von Clariden Leu weist auf eine SMI-Eröffnung bei 6375 Punkten hin. :roll:

Es muss nicht unbedingt schlecht aussehen: Der Nikkei ist in den beiden letzten Handelsstunden wieder leicht nach oben gegangen. Der Pre-DJ ebenfalls.

hmm aber für einige titel im smi sieht es nicht gerade gut aus leider :!: :roll:


 

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

5% Inflation? WO WO WO!!!! ...leider Fehlalarm.

Schau dir mal die Rohstoffpreise an. Dann weisst du, wo die Inflation zu Hause ist. Wink

Fine-Tuner
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SMI im Mai 2010

Ich gehe davon aus, dass Du dich entsprechend positioniert hast. Wir haben bereits im Februar empfohlen, sich von Aktien zu trennen. Als Retailer würde ich auf keinen Fall mitmischeln. Habe einige Orders von ein paar big players gesehen .....Kauforders Fehlanzeige..nur ein paar BTC Aufträge, fast keine longgoings....Verkauforders gestaffelt rauf bis zum Estrich. Aktienmarkt ist betreffend Kurssteigerungen sehr limitiert. Risk/reward -ratio ist " just terrible", wie der geneigte Ami sagen würde. Russen gehen den Future massiv short...die hatten bis anhin eine sehr gute Nase...werde wahrscheinlich auch noch was hinterherwerfen...würde aber gerne noch einen Rebound sehen, bevor ich shorte....so bei 6500 würde ich gerne einen liegenlassen.

Was mich stresst sind die Zinsen,,,wenn die nicht bald steigen, mache ich mir wirklich sorgen um die Zukunft (nicht nur weil ich den Bund-Future short bin).

See u Ken

Fine-Tuner

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

Was mich stresst sind die Zinsen,,,wenn die nicht bald steigen, mache ich mir wirklich sorgen um die Zukunft (nicht nur weil ich den Bund-Future short bin).

Kannst du mir dazu noch kurz deine Gedanken schreiben?

Lupi
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

.. Habe einige Orders von ein paar big players gesehen .....Kauforders Fehlanzeige..nur ein paar BTC Aufträge, fast keine longgoings....Verkauforders gestaffelt rauf bis zum Estrich. Aktienmarkt ist betreffend Kurssteigerungen sehr limitiert. ...

Die Klima an der Börsen ist äusserst schlecht und sie wird bestimmt noch länger anhalten. Der EURO wird weiter fallen sowie die Aktien auch. Ein kleiner Rebound käme mir auch gelegen, da ich teilweise auf dem falschen Fuss erwischt wurde, auch wenn ich hauptsächlich in USA investiert bin und keine EU-Aktien habe...da aber alle Märkte vernetzt sind kann ich mich auch nicht enthalten...

Im EU-Raum kommt es jetzt zu einer langen Rezession und die fallende Märkte sind klar berechtigt. Die short-Positionen müssen enorm sein, insbesondere mittels Swaps gegen den EURO...

Es würde mich nicht wundern wenn der Gold bald die 1400 – 1500 erreichen wird.

Es war eine Falle, die derart plötzlich kam, dass Einem keine Zeit blieb nachzudenken. Von einer Krise steuern wir in die Nächste. Die Märkte hatten keine Zeit um eine Eurphorie zu erleben und man kann dies grundsätzlich auch als Glück im Unglück sehen: die Uebertreibung ende 2008 sorgt heute dafür, dass der jetzige und anlaufende Downer nicht gänzliche Gelder vernichten kann...

Gruss an Allen und vorallem viel Glück...

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

Fine-Tuner
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SMI im Mai 2010

Die tiefen Zinsen sind ein Ausdruck enormer wirtschaftlicher Schwäche. Sie sind ein hilfloser Versuch der Nationalbanken, die Wirtschaft, das heisst Konsum und Investitionen (und damit meine ich nicht Börsenspekulationen sondern reale Investitionen wie Bau, Maschinen, Personal) anzukurbeln.

Hilflos darum, weil der Effekt verpufft, da sich das Geld bei den Geschäftsbanken anhäuft und damit diese selbst in einen Anlage-Notstand bringt...was soweit geht, dass Kundengelder von Banken teilweise gar nicht mehr angenommen werden.

Wenn Konsum, Investitionen und Arbeit nicht bald mächtig anziehen und eine gesunde Inflation mit sich bringen (und entsprechend höhere Zinsen), können wir den Laden bald dicht machen, weil uns dann Schulden und Kosten - früher oder später - erdrücken werden. Unser Wirtschaftssystem ist Abhängig von Umsatz- und Gewinnwachstum,... "no growth, no future" wie der Angelsachse sagen würde.

Fine-Tuner

Lupi
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

Die tiefen Zinsen sind ein Ausdruck enormer wirtschaftlicher Schwäche. Sie sind ein hilfloser Versuch der Nationalbanken, die Wirtschaft, das heisst Konsum und Investitionen (und damit meine ich nicht Börsenspekulationen sondern reale Investitionen wie Bau, Maschinen, Personal) anzukurbeln.

Hilflos darum, weil der Effekt verpufft, da sich das Geld bei den Geschäftsbanken anhäuft und damit diese selbst in einen Anlage-Notstand bringt...was soweit geht, dass Kundengelder von Banken teilweise gar nicht mehr angenommen werden.

Wenn Konsum, Investitionen und Arbeit nicht bald mächtig anziehen und eine gesunde Inflation mit sich bringen (und entsprechend höhere Zinsen), können wir den Laden bald dicht machen, weil uns dann Schulden und Kosten - früher oder später - erdrücken werden. Unser Wirtschaftssystem ist Abhängig von Umsatz- und Gewinnwachstum,... "no growth, no future" wie der Angelsachse sagen würde.

Fine-Tuner

Bei den heutigen Verhältnissen wird und kann der Zinssatz nicht erhöht werden, dies würde die Wirtschaft in einer Depression lenken, keine Inflation, dafür aber eine Deflation oder noch schlimmer Stagflation. Kapital muss vorhanden sein um allfällige Investitionen zu unterstützen.

Ich kann schon nachvollziehen, dass Banken Kundengeldern nicht nachlaufen, sie sind bereits überkapitalisiert und stehen mit hohen Kernkapitalquoten da. Jetzt wo das Misstrauen für gegenseitiges Verschulden zwischen Banken in Europa noch grösser geworden ist, bleibt das Kapital einfach sitzen.

Die Banken sollen jetzt an Unternehmen grosszügig Kapital zur Verfügung stellen sonst gibt es keinen Ausweg und keinen Aufschwung :roll:

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Fine-Tuner wrote:

Die tiefen Zinsen sind ein Ausdruck enormer wirtschaftlicher Schwäche. Sie sind ein hilfloser Versuch der Nationalbanken, die Wirtschaft, das heisst Konsum und Investitionen (und damit meine ich nicht Börsenspekulationen sondern reale Investitionen wie Bau, Maschinen, Personal) anzukurbeln.

Hilflos darum, weil der Effekt verpufft, da sich das Geld bei den Geschäftsbanken anhäuft und damit diese selbst in einen Anlage-Notstand bringt...was soweit geht, dass Kundengelder von Banken teilweise gar nicht mehr angenommen werden.

Wenn Konsum, Investitionen und Arbeit nicht bald mächtig anziehen und eine gesunde Inflation mit sich bringen (und entsprechend höhere Zinsen), können wir den Laden bald dicht machen, weil uns dann Schulden und Kosten - früher oder später - erdrücken werden. Unser Wirtschaftssystem ist Abhängig von Umsatz- und Gewinnwachstum,... "no growth, no future" wie der Angelsachse sagen würde.

Fine-Tuner

Besten Dank für dein Statement! ich sehe das ganze szenario ziemlich ähnlich!

@all

Aber eigentlich alles kalter kaffe wenn man das richtige buch schon gelesen hat! hehe Wink

Friederich
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SMI im Mai 2010

Heute Abend kommt Börsen-Genie Dirk Müller bei Beckmann.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

pais88
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Fine-Tuner wrote:
Die tiefen Zinsen sind ein Ausdruck enormer wirtschaftlicher Schwäche. Sie sind ein hilfloser Versuch der Nationalbanken, die Wirtschaft, das heisst Konsum und Investitionen (und damit meine ich nicht Börsenspekulationen sondern reale Investitionen wie Bau, Maschinen, Personal) anzukurbeln.

Hilflos darum, weil der Effekt verpufft, da sich das Geld bei den Geschäftsbanken anhäuft und damit diese selbst in einen Anlage-Notstand bringt...was soweit geht, dass Kundengelder von Banken teilweise gar nicht mehr angenommen werden.

Wenn Konsum, Investitionen und Arbeit nicht bald mächtig anziehen und eine gesunde Inflation mit sich bringen (und entsprechend höhere Zinsen), können wir den Laden bald dicht machen, weil uns dann Schulden und Kosten - früher oder später - erdrücken werden. Unser Wirtschaftssystem ist Abhängig von Umsatz- und Gewinnwachstum,... "no growth, no future" wie der Angelsachse sagen würde.

Fine-Tuner

Besten Dank für dein Statement! ich sehe das ganze szenario ziemlich ähnlich!

@all

Aber eigentlich alles kalter kaffe wenn man das richtige buch schon gelesen hat! hehe Wink

Das richtige Buch??? Lol

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Was macht der Dollar von Kostolany! aber das schreib ich hier schon zum xten mal!

Der hat vor vielein jahren schon beschrieben wie das läuft mit währungen etc.! und genau das passiert heutzutage wieder! Wink

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2010

Man findet in jeder Situation ein "richtiges" Buch.

sgrauso
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Apropoz

Wollte nur kurz darauf hinweisen dass beim Kurs 1.137 beim USD die SNB wieder ein wenig gewinn gemacht hat auf den Währungsreserven, damit sind noch einige rappen beim EURO mehr zu verkraften. Wink

JA JA so ist es! Heute ist wieder mal nichts los, der EURO dümpelt bei 1.40! Da stämmt sich die SNB gegen den Markt.

Aber ich habe noch zeit bis September um billig in die Ferien zu gehen 8)

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

Merlin2033
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SMI im Mai 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

Man findet in jeder Situation ein "richtiges" Buch.

Kann schon sein, aber er schrieb unter anderem schon 1987 dass es bei den Banken so ist, dass die Grossen die Gewinne in die Eigenen tasche stecken und die verluste gehen an den staat! bestes beispiel UBS!

Und er beschreibt darin auch bestens die auswirkungen der Zinspolitik etc.!

Und er weist etliche male darauf hin, dass politiker, notenbanker, und volkswirte die spekulation einfach nicht oder zu wenig mit ins kalkül ziehen. Siehe EUROKURS!

Es steht jedem frei es zu lesen oder es zu lassen, aber ich finde es sehr informativ

freebase
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SMI im Mai 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

Man findet in jeder Situation ein "richtiges" Buch.

LolLolLol


 

MarcusFabian
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Re: Was, wenn alles anders kommt, als ......................

Karat1 wrote:

Was kann, muss passieren, damit es nochmals gut geht und wie realistisch stehen die Chancen dass es klappt?

Die Chance, dass alles gut geht stehen bei nahezu 100% (Restrisiko Weltkrieg).

Die Frage lautet lediglich, was passiert dazwischen.

Ich sehe da drei Möglichkeiten aber vielleicht kann jemand die Liste ergänzen:

1. Schulden werden auf legale Art und bei stabiler Währung bezahlt. Das heisst: Harte Sparmassnahmen, Rezession, Depression und gleichzeitige Steuererhöhungen. Wenn die USA z.B. ab jetzt 20% weniger ausgeben und konsumieren, könnten die Schulden in etwa 50-70 Jahren abbezahlt sein.

2. Weitere Quantitative Easing Massnahmen also Gelddruckerei und Monetarisierung der Staatsschulden. Hebt kurzfristig die Aktienkurse und kauft Zeit, schwächt aber die Währung, bis sie uns in einer Hyperinflation um die Ohren fliegt.

3. Kontrollierter Währungsschnitt durch eine Währungsreform. Sprich: Der Staat zahlt einfach seine Schulden nicht mehr und erklärt all seine Schulden als aufgelöst. Folge: Grosses Wehklagen bei den Gläubigern. Vermögensverluste. Das Vertrauen in die Währung und die Regierung sinkt auf den Nullpunkt. Vertrauen muss also durch eine neue Währung wieder aufgebaut werden, die dann gedeckt sein muss. Schuldenfrei kann dann das Spiel von vorne beginnen.

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Merlin2033 wrote:

Da geb ich dir auch recht, aber das war doch auch schon immer so und wird auch immer so bleiben!

Mit dieser Haltung trägst Du aber nicht viel dazu bei, dass das nächste System ein bisschen besser aufgestellt wird.

Merlin2033 wrote:

stell dir mal vor wenn die arbeiter plötzlich mehr verdienen würden als der chef! wer würde da noch eine Firma leiten wollen und die verantwortung übernehmen?

Wobei ja noch nie ein Investmentbanker, Analyst oder Unternehmensberater Verantwortung für seine Handlungen übernommen hat.

Da sind wir uns auch einig, wie Dein Beispiel Ospel aufzeigt.

Ramschpapierhaendler
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SMI im Mai 2010

Weitere Möglichkeit:

4. Die Wirtschaft brummt so stark, dass die Staatsschulden dank massiven zusätzlichen Steuereinnahmen abgebaut werden können.

Die Möglichkeiten 1 und 4 sehe ich allerdings als unrealistisch an. Bei 1 müssten Roboter statt Politiker regieren, bei Möglichkeit 4 weiss ich überhaupt nicht wie das gehen soll. Die Schulden, bzw. die Zinsen dafür sind einfach zu hoch.

Popeye.
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Re: Was, wenn alles anders kommt, als ......................

MarcusFabian wrote:

Ich sehe da drei Möglichkeiten aber vielleicht kann jemand die Liste ergänzen:

1. Schulden werden auf legale Art und bei stabiler Währung bezahlt. Das heisst: Harte Sparmassnahmen, Rezession, Depression und gleichzeitige Steuererhöhungen. Wenn die USA z.B. ab jetzt 20% weniger ausgeben und konsumieren, könnten die Schulden in etwa 50-70 Jahren abbezahlt sein.

2. Weitere Quantitative Easing Massnahmen also Gelddruckerei und Monetarisierung der Staatsschulden. Hebt kurzfristig die Aktienkurse und kauft Zeit, schwächt aber die Währung, bis sie uns in einer Hyperinflation um die Ohren fliegt.

3. Kontrollierter Währungsschnitt durch eine Währungsreform. Sprich: Der Staat zahlt einfach seine Schulden nicht mehr und erklärt all seine Schulden als aufgelöst. Folge: Grosses Wehklagen bei den Gläubigern. Vermögensverluste. Das Vertrauen in die Währung und die Regierung sinkt auf den Nullpunkt. Vertrauen muss also durch eine neue Währung wieder aufgebaut werden, die dann gedeckt sein muss. Schuldenfrei kann dann das Spiel von vorne beginnen.

Wie wäre es mit einer Abfolge 2. und 3.

Da wir uns einig sind (denke ich) dass die Möglichkeit 1. bei keinem Politiker eine Chance hat, könnte es ja sein, dass schon ein Zeitplan für 2. und 3. existiert, weil deren Berater wissen ja was passiert (hoffe ich).

Das heisst, man macht weiter mit 2. (so etwa 3-8 Jahre) und plant schon mal die Währungsreform (so in 4-9 Jahren) mit den entsprechenden Gesetzen, Ausnahmen und Regelungen für den Übergang (speziell mit ausländischen Geldgebern)....

Nein das ist keine Verschörungstheorie... ich denke nur.... Blum 3

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

Lupi
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Re: Was, wenn alles anders kommt, als ......................

Merlin2033 wrote:

...

Und er beschreibt darin auch bestens die auswirkungen der Zinspolitik etc.!

Und er weist etliche male darauf hin, dass politiker, notenbanker, und volkswirte die spekulation einfach nicht oder zu wenig mit ins kalkül ziehen. Siehe EUROKURS!

Es steht jedem frei es zu lesen oder es zu lassen, aber ich finde es sehr informativ

Ich bin auch bestens vertraut mit den Werken von Kosto und bin davon auch ziemlich beeinflusst worden...

Kosto hat bestens die Zusammenhänge beschrieben und seine Erfahrung lernt uns, dass es schliesslich das gleiche Spiel an der Börse abläuft.

Was ihm aber gesparrt blieb und er es nicht mehr miterlebte ist eine heutige Welt voller Schulden (von Japan über Europa bis zu der USA). Ich wüsste nur gerne welche wäre seine Meinung heute, denn seit 1929 bis 2000 gab es keine derartige Konstelation :roll: .

MarcusFabian wrote:

...

Ich sehe da drei Möglichkeiten aber vielleicht kann jemand die Liste ergänzen:

1. Schulden werden auf legale Art und bei stabiler Währung bezahlt. Das heisst: Harte Sparmassnahmen, Rezession, Depression und gleichzeitige Steuererhöhungen. Wenn die USA z.B. ab jetzt 20% weniger ausgeben und konsumieren, könnten die Schulden in etwa 50-70 Jahren abbezahlt sein.

2. Weitere Quantitative Easing Massnahmen also Gelddruckerei und Monetarisierung der Staatsschulden. Hebt kurzfristig die Aktienkurse und kauft Zeit, schwächt aber die Währung, bis sie uns in einer Hyperinflation um die Ohren fliegt.

3. Kontrollierter Währungsschnitt durch eine Währungsreform. Sprich: Der Staat zahlt einfach seine Schulden nicht mehr und erklärt all seine Schulden als aufgelöst. Folge: Grosses Wehklagen bei den Gläubigern. Vermögensverluste. Das Vertrauen in die Währung und die Regierung sinkt auf den Nullpunkt. Vertrauen muss also durch eine neue Währung wieder aufgebaut werden, die dann gedeckt sein muss. Schuldenfrei kann dann das Spiel von vorne beginnen.

Den Schritt 1 hat man jetzt schon eingeführt in den USA und neuerdings in der EU. Schritt 2 wird parallel dazu mitgezogen. Man hofft dass beide Schritte so sanft wie möglich mithilfe eines vorangehendes Wirtschaftswachstums „stille“ durchgezogen werden können...

"Die Hausse wird in der Baisse geboren, sie wächst in der Skepsis, altert im Optimismus und stirbt in der Euphorie."

MarcusFabian
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Merlin2033 wrote:

Also das mit Angebot und Nachfrage ist die Theorie, aber du vergisst da die Spekulation, welche ungeahnte Ausmasse angenommen hat.

Die "ungeahnten Ausmasse" belaufen sich im Falle Griechenlands auf CDS-Kontrakte im Wert von €6 Mrd. Das ist nicht sooo wahnsinnig viel.

Die Spekulanten versuchen ja nur, den zukünftigen Preis zu erahnen und für sich aus dieser Bewegung einen Gewinn zu schlagen.

Beispiel: Was tut ein Spekulant, der auf sinkenden Euro wettet?

Er verkauft Euros und kauft Dollars. Wenn das viele tun, sinkt der Preis des Euros und der Dollar steigt.

Was hat der Spekulant jetzt? Richtig, Viele Dollars und keine Euros.

Was kommt als nächstes? Der Spekulant realisiert seine Gewinne. D.h. Er muss jetzt Euros kaufen und Dollars verkaufen. Somit wird der böse Euro-Shortie auf einmal zum Euro-Käufer. Die Euro Kurse steigen dann wieder (= Short-Squeeze).

Wenn die Spekulation abgeschlossen ist, wird sich der Preis wieder nach Angebot und Nachfrage einpendeln.

Merlin2033 wrote:

Und genau wenn jetzt die Zinsen angehoben werden, gehen staaten wie Griechenland etc. bankrott,

Stimmt. Und? Du gehst schliesslich auch bankrott, wenn Du 16% für eine Hypothek zahlen müsstest. Aber es zwingt Dich ja keiner, die Hypothek überhaupt erst aufzunehmen.

Der Preis für die Miete des Geldes (Zins) ist abhängig von der Marktlage und der Bonität des Gläubiger. Die Zeiten, wo ein Joe Sixpack mit $40000 Jahreseinkommen eine Hypothek von einer halben Million bekommt, sind vorbei. Zumindest in dieser Beziehung waren die Banken lernfähig.

Spricht was dagegen, dass die Griechen keine neuen Schulden machen und mit dem auskommen, das sie selbst erwirtschaften?

Merlin2033 wrote:

Also nehmen wir an, die SNB würde keine Euros kaufen, dann stünde der euro bei vielleicht 1.35 oder noch tiefer. Dann wäre doch die Schweizer Exportindustrie international nicht mehr so konkurrenzfähig, weil der Währungsverlust auf schweizer waren grösser würde.

1. Von einem sinkenden Euro ist nur jener Teil der Exportindustrie betroffen, der in den Euro-Raum exportiert.

Ist eine Binsenwahrheit aber die Exporte in die USA oder Asien werden nach wie vor in Dollar abgewickelt.

2. Wenn der Franken gg. Euro steigt, werden zwar unsere Exportgüter in Euro teurer aber andererseits werden die Importe aus dem Euroraum billiger.

Nun exportieren wir 60.9% nach EU, importieren von dort aber 78.8% (Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/handelsbilanz.html).

Nehmen wir dann den günstigeren bzw. gleichbleibenden Ölpreis hinzu, den wir ja in Dollar zahlen, dürfte die Bilanz für die Schweiz eher positiv als negativ sein.

---

Noch eine bissig- ketzerische Bemerkung zum Schluss:

Wozu brauchen wir überhaupt einen Exportüberschuss?

Was kriegen wir denn für die Güter, die wir mehr exportieren als importieren?

Antwort: bunt bedruckte Papierscheinchen, die ständig an Wert verlieren.

Wäre es da nicht klüger, wir hätten ein bisschen weniger Exportindustrie und würden diese Kräfte im Binnenmarkt freisetzen? Wir hätten dann zwar vielleicht weniger Dollars auf den Konten aber dafür einen höheren Lebensstandard.

(Nur so ein Gedanke).

MarcusFabian
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SMI im Mai 2010

Denne wrote:

Helmut Schmidt hat schon Gescheiteres von sich gegeben.

Der hat sogar ein eigenes Kochbuch geschrieben. Titel: "Wie haue ich Kohl in die Pfanne!" Wink

MarcusFabian
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Lupi wrote:

Kapital muss vorhanden sein um allfällige Investitionen zu unterstützen.

...

Die Banken sollen jetzt an Unternehmen grosszügig Kapital zur Verfügung stellen sonst gibt es keinen Ausweg und keinen Aufschwung :roll:

Was Du da schreibst, überzeugt mich nicht restlos.

Genauer gesagt überzeugt es mich überhaupt nicht.

Warum?

Frage: Wann investiert ein Unternehmen?

Antwort: Wenn es a) mit seinen Produktionskapazitäten am Limit läuft und b) für die Zukunft mit höheren Umsätzen rechnet.

Leben wir in einer Zeit, wo die Unternehmen mit der Produktion am Anschlag laufen und dringend ihre Kapazitäten ausbauen müssen oder vielmehr in einer Zeit, in der die Umsätze zurückgehen, weil die Konsumenten wieder vermehrt sparen und wir tendenziell eine Überproduktion haben?

Doch wohl eher letzteres, oder?

Warum zum Teufel sollte da ein Unternehmer investieren wollen, egal wie billig und verfügbar der Kredit ist?

Man kann die Pferde zur Tränke führen. Aber saufen müssen sie selber.

MarcusFabian
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Ramschpapierhaendler wrote:

Weitere Möglichkeit:

4. Die Wirtschaft brummt so stark, dass die Staatsschulden dank massiven zusätzlichen Steuereinnahmen abgebaut werden können.

Passt - zumindest für die USA - nicht. Die Amis verkonsumieren mehr als sie selbst produzieren. Und zwar mit einer Rate von $57000 pro Sekunde.

Da gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Sie hören von sich aus auf, mehr zu konsumieren als zu produzieren.

2. Die Restwelt ist nicht weiter bereit, den Amis ihr Luxus-Lotterleben gegen grünes Papier zu finanzieren.

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