SMI im März 2010

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01.03.2010 20:43
#1
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SMI im März 2010

Zunächst mal der Monatsrückblick auf den Februar in Zahlen:

Der SMI gewann im Februar 4.73% von 6408 auf 6711.

Allerdings verlor der Franken im selben Zeitraum 4.77% an Wert.

Somit bleibt der Februar unter dem Strich in etwa ein Nullsummenspiel.

Insofern betrachte ich meine Aussage aus dem Februar-Thread "

Fazit: Februar seitwärts bis abwärts; " als halbwegs bestätigt, obschon mir natürlich bewusst ist, dass Leser, die rein nominal in Franken denken, dieser Einschätzung vehement widersprechen werden Wink

Vielleicht aber auch nicht nach der Lektüre folgender Beobachtungen:

Wir leben derzeit - genauer seit 2007 - in einer Anomalie. Die besteht darin, dass sich Währung und Markt (am Beispiel Dow und Dollar) nicht mehr in dieselbe Richtung bewegen sondern entgegengesetzt.

In diesem Chart ist der Dollar als oranger "Berg" dem Dow seit 1990 überlagert:

1990 bis etwa 2000 war die Welt noch in Ordnung für die US-Märkte: Die US-Wirtschaft florierte. Getragen durch Computer, Internet und Telekom. Jeder wollte teilhaben. Ausländer investierten in die US-Märkte. Entsprechend mussten sie ihre Währung gegen Dollar verkaufen. Der Dollar stieg und die Märkte ebenso.

==> Wenn ein Land begehrt ist, dann steigen sowohl die Märkte als auch die Währung. ==> Starkes Land = Starke Währung.

2000-2007 stimmt diese Logik immer noch: Die Dotcom-Blase platzte, die Märkte sanken und Dollars wurden gegen andere Währungen verkauft. Teilweise durch Repatriierung ausländischen Kapitals aber auch, weil sich US-Investoren vermehrt in Japan und Europa engagierten.

Auch hier gilt also noch: Währung und Markt laufen in dieselbe Richtung.

Seit 2007 erleben wir nun jeweils das genaue Gegenteil: Steigt der Dow, sinkt der Dollar und umgekehrt!

Wie ist diese Anomalie zu erklären?

Die Antwort: Angst vor Inflation oder Deflation.

Wir wissen: Inflationsschutz gewähren Aktien, Rohstoffe und Gold.

Bei Deflation hält man am besten Cash oder kauft Staatsanleihen.

Steigt also die Angst vor Inflation, werden Staatsanleihen verkauft und Cash wird in Aktien und Rohstoffe investiert.

Steigt die Angst vor Deflation, passiert das Gegenteil.

Daraus lässt sich ableiten, dass die derzeitigen Bewegungen der Aktienmärkte nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Wirtschaftsleistung der Unternehmen zu tun haben sondern fast ausschliesslich durch Inflations- Deflationsängste bestimmt werden.

Das bedeutet nun nicht, dass man sich von Aktien verabschieden soll. Es bedeutet lediglich, dass Aktien den Werterhalt sichern, nicht aber zwingend eine effektive Wertsteigerung darstellen.

Auf den Februar 2010 bezogen bedeutet das, dass ein Investor im SMI praktisch einen (kaufkraftmässigen) Werterhalt seines Vermögens erreicht hat, wohingegen der Halter von reinem Cash 4.77% verloren hat. Nicht nominal(!) sondern auf die Kaufkraft bezogen.

Prognose März

Die erste Aussage ist einfach: Steigt die Inflationsangst, wird der SMI weiter steigen aber der Franken an Wert verlieren.

Steigt die Deflationsangst, passiert das umgekehrte: Der SMI sinkt und der Franken gewinnt an Wert.

Wir müssten also wissen, ob eher Inflations- oder Deflationsangst angesagt ist - und jetzt wird's schwierig, denn die Entscheide und Statements, die die Stimmung in die eine oder andere Richtung beeinflussen, sind nicht vorhersehbar.

Wenn also beispielsweise am 22. Februar, SNB Chef Hildebrand den Franken entwertet, um die Parität zu Euro und Dollar zu halten und die Exportindustrie zu schützen, dann hat das sofort zur Wirkung, dass der Franken fällt und der SMI steigt. Aber wer weiss denn schon vorher, was diesem ehemaligen Hedgefonds-Manager für Unsinn durch den Kopf geht?

Was für März in der Pipeline steht ist das Auslaufen diverser Quantitative-Easing Massnahmen. Dies wurde teilweise bereits eingepreist. Werden die Massnahmen effektiv gestoppt, so bedeutet das eine Abschwächung der Wirtschaft und entsprechend sinkende Preise an den Aktienmärkten aber auch bei Rohstoffen und Gold. Grund ist das knapper werdende Kapital, das nun nicht mehr so locker von den Zentralbanken zu den Banken fliesst.

Handkehrum kann uns auch jederzeit eine "wir hauen noch einen Billion auf den Putz"- Meldung erreichen und die Party an den Märkten geht weiter.

Prognosen basieren - zwangsläufig - auf den Informationen, die einem zur Verfügung stehen. Derzeit ist bekannt, dass die QE Massnahmen auslaufen aber nichts von weiteren "Hilfs-Paketen". Deshalb lautet meine Prognose für März: Tendenz sinkend.

Aber eben, behaltet immer auch die Reden der Zentralbank-Chefs im Auge. Dort spielt die Musik und nicht bei Wirtschaftsdaten.

Als Lehre für die Zukunft empfehle ich folgende Regel mit auf den Lebensweg zu nehmen:

"Bewegen sich Währung und Märkte in dieselbe Richtung, bestimmt der Verlauf der Wirtschaft den Weg.

Bewegen sie sich in entgegengesetzte Richtung, sind Inflations/Deflations-Ängste die ausschlaggebenden Faktoren!"

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31.03.2010 17:38
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SMI im März 2010

Merlin2033 wrote:

Und von wo würde jetzt ein Lang ohne Goldreserven das Geld hernehmen um damit Gold zu kaufen????

Sie müssen es kaufen und haben damit,in einem Goldstandard, einen gewaltigen Nachteil gegenüber Goldproduktionsstaaten. :oops:

weico

31.03.2010 17:30
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SMI im April 2010

Der neue Thread ist da!

Weiter geht's hier:

http://www.cash.ch/node/4013

Thread geschlossen!

31.03.2010 16:48
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Re: USD

bigismal23 wrote:

Wieso ist der USD so schwach ? wegen dem starken CHF ???

Ich schmeiss mich weg

Versteht Ihr jetzt, warum ich so gerne Gold als Referenzpunkt verwende, um die Unsinnige Betrachtungsweise "Starke Papierwährung x, Schwache Papierwährung y" zu neutralisieren?

@bigismal23,

Um Dir dennoch eine vernünftige Antwort zu geben:

Es liegt am schwachen Dollar. Der hat heute gegen Gold nämlich derzeit 1.12% verloren während der Franken in Gold immer noch gleich viel Wert ist wie gestern.

Fazit: Guckste Währung in Gold (oder Gold in Währung) und dann siehst Du sehr genau, ob x schwächelt oder y an Stärke gewinnt.

31.03.2010 16:34
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USD

Wieso ist der USD so schwach ? wegen dem starken CHF ???

wäre jetzt eine Long pos. richtig ?

31.03.2010 14:54
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SMI im März 2010

Merlin2033 wrote:

Also wenn dem Aktionär seine Aktien nur steigen weil der Franken an wert verliert, behält er immerhin sein vermögen im gegensatz zu dem der Bargeld hält!!!

Aktien als Inflationsschutz. Richtig.

Wobei es eigentlich eine Ausnahme sein sollte, dass Aktien und Währung in unterschiedliche Richtungen laufen.

Im Normalfall ist es so, dass die Aktien eines starken Landes gefragt sind. Auch bei Ausländern und deshalb steigt die Währung dann parallel zu den Aktien.

Merlin2033 wrote:

Zum Gold noch eine Frage, ich meine der Goldmarkt ist ja relativ eng. Da kann man den Goldpreis doch durch relativ kleine Käufe und (leer)Verkäufe gut manipulieren.

Stimmt. Und genau das wird ja seit dem Washington Agreement (26.9.1999) auch gemacht.

Gold ist für Banker was Kryptonit für Superman ist. Deshalb wird es auch bekämpft.

Merlin2033 wrote:

Also ist gold ja auch nicht das non plus ultra. Und was ist mit dem Gold das jedes jahr zusätzlich auf den Markt kommt? Das könnte doch dann die Inflation sein.

Noch eine letzte Frage wenn jetzt ein Lang eine Golddeckung hat, kann es ja bei einem Wirtschaftswachstum von 2% die Geldmenge ja nicht anpassen oder?

Die Erhöhung der Goldmenge und das Wirtschaftswachstum verlaufen ziemlich ähnlich, wobei beide Fragen auf einmal beantwortet wären.

Dennoch kann auch unter einem Goldstandard die Geldmenge angepasst werden. Es wird einfach die Währung gegen Gold abgewertet. Das muss nicht so brutal laufen wie damals in den USA, wo der Goldpreis von $20 auf $35 auf einen Schlag erhöht wird (bzw. der Dollar im Wert fast halbiert).

Denkbar wäre zum Beispiel eine gezielte Abwertung von 2% pro Jahr bzw. entsprechend dem Wirtschaftswachstum. Damit würde man verhindern, dass die Leute Geld horten, das sonst nicht für Investitionen zur Verfügung steht.

Merlin2033 wrote:

Und von wo würde jetzt ein Land ohne Goldreserven das Geld hernehmen um damit Gold zu kaufen????

In dem es Waren ans Ausland verkauft und sich dafür Gold kauft.

Oder wie kommt z.B. die Schweiz an Erdöl?

31.03.2010 14:07
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SMI im März 2010

@ Ramschpapierhändler

@ MF

Danke für Eure Ausführungen. Kapiere die Zusammenhänge immer besser. Es ist wirklich spannend. Eure Beiträge sind wirklich klasse.

Wünsche Euch noch gute Trades und

S C H Ö N E O S T E R N ........natürlich auch den anderen im Thread

Immer der Nase nach

31.03.2010 14:03
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SMI im März 2010

Merlin2033 wrote:

Also wenn dem Aktionär seine Aktien nur steigen weil der Franken an wert verliert, behält er immerhin sein vermögen im gegensatz zu dem der Bargeld hält!!!

Richtig! Aber Aktien zu halten, bedeutet auch immer ein gewisses Risiko. Also so 1-2% netto will ich da bei Nestle, Novartis & Co. schon als Versicherungsprämie haben. Bei anderen entsprechend mehr. Gold ist weniger riskant. 100% zu verlieren ist da gar nicht möglich.

Merlin2033 wrote:

Zum Gold noch eine Frage, ich meine der Goldmarkt ist ja relativ eng. Da kann man den Goldpreis doch durch relativ kleine Käufe und (leer)Verkäufe gut manipulieren. Also ist gold ja auch nicht das non plus ultra. Und was ist mit dem Gold das jedes jahr zusätzlich auf den Markt kommt? Das könnte doch dann die Inflation sein.

Gold wurde und wird auch leer verkauft. Sehr lange funktioniert so eine Preisdrückerei jedoch nicht. Wenn der Preis zu tief fällt, bestehen die Käufer auf Auslieferung. Immerhin steht da ein Realwert dahinter. Das mit der Preisdrückerei kann dir übrigens auch mit deinem Cash (siehe Euro...) oder mit Aktien passieren.

Das mit dem zusätzlichen Gold stimmt. Der Anteil ist jedoch sehr gering, so dass diese Inflation unter dem Wirtschaftswachstum liegen sollte.

Merlin2033 wrote:

Noch eine letzte Frage wenn jetzt ein Lang eine Golddeckung hat, kann es ja bei einem Wirtschaftswachstum von 2% die Geldmenge ja nicht anpassen oder

Genau! Und so soll's ja auch sein. Dann kannst du dir nämlich mit gleich viel Franken mehr kaufen.

Merlin2033 wrote:

Und von wo würde jetzt ein Lang ohne Goldreserven das Geld hernehmen um damit Gold zu kaufen????

Partielle Goldpreisdeckung? Anbinden der eigenen Währung an goldgedeckte Währungen?

Da versteh ich zu wenig davon. Vielleicht kann MF etwas dazu sagen. Er hat das schon mal erklärt, aber ich finde das nicht mehr. :oops:

31.03.2010 13:47
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SMI im März 2010

Ramschpapierhaendler wrote:

Halligalli wrote:
Das habe sogar ich verstanden. Nur noch eine Frage,

läuft das so, dass hohe Inflation = hoher Goldpreis,

niedrige Inflation = niedriger Goldpreis?

Wenn das so wäre, dann würde ja die Reise nach Simbabwe immer gleich kosten und den Goldstandard hätte ich kapiert :oops: :oops:

Na ja, nicht ganz. Wink

1. Gold hat seinen eigenen Markt, der auch von Spekulation etc. getrieben wird. Deshalb gilt mein Beispiel natürlich nicht ganz 1:1, aber Gold ist trotzdem ein relativ genauer Gradmesser für den Wert des Geldes. Ich wüsste keinen besseren.

2. Mit dem Goldstandard hat das nichts zu tun. Goldstandard würde heissen, dass man das Geld fix an eine Menge Gold bindet. Damit wäre dann Geld grundsätzlich nicht mehr inflationierbar und der Staat könnte uns das Geld nicht mehr mittels "Geld drucken" aus der Tasche ziehen.

3. Entscheidend für den Goldpreis sind vielmehr die Inflationserwartungen als die Inflation selbst. Auf lange Sicht kommt das aber in etwa auf's selbe raus.

Kurzfristig ist die Spekulation eine Sache für sich. Wir hatten auch schon Tiefs, ohne das das Geld an Wert gewonnen hätte. Umgekehrt kann Gold auch nach oben schiessen, ohne dass wir Inflation haben. Über mehrere Jahre haben wir aber bei CHF, USD, EUR etc. immer das selbe: Gold bleibt stabil und die Währungen ka..en ab. Aus Sicht des Otto-Normalo steigt dann der Goldpreis. Die nächsten Jahre wird der Goldpreis meiner Meinung nach aber noch zusätzlich zum Zerfall der Währungen bzw. zur Inflation steigen. Das führe ich jetzt nicht mehr aus. Dazu empfehle ich die Lektüre, dass du im Anhang von MF's Beiträgen findest. Da ist alles erklärt und auch für reine Aktienfreaks ist es hochspannend!

Um noch mit einem Missverständnis aufzuräumen: Klar freut es mich, wenn der Goldpreis steigt. Aber wenn er nur steigt, weil unsere Währung sinkt, dann nützt mir das wenig. Mein Goldanteil bleibt zwar im Wert stabil, aber ich hab ja auch noch ein par Fränkli in der Tasche, die dann an Wert verlieren. Mein Vermögen wird dann also trotzdem kleiner. So müssten meiner Meinung nach auch Aktienbesitzer denken, tun sie es aber selten... :roll:

Also wenn dem Aktionär seine Aktien nur steigen weil der Franken an wert verliert, behält er immerhin sein vermögen im gegensatz zu dem der Bargeld hält!!!

Zum Gold noch eine Frage, ich meine der Goldmarkt ist ja relativ eng. Da kann man den Goldpreis doch durch relativ kleine Käufe und (leer)Verkäufe gut manipulieren. Also ist gold ja auch nicht das non plus ultra. Und was ist mit dem Gold das jedes jahr zusätzlich auf den Markt kommt? Das könnte doch dann die Inflation sein.

Noch eine letzte Frage wenn jetzt ein Lang eine Golddeckung hat, kann es ja bei einem Wirtschaftswachstum von 2% die Geldmenge ja nicht anpassen oder?

Und von wo würde jetzt ein Lang ohne Goldreserven das Geld hernehmen um damit Gold zu kaufen????

31.03.2010 12:37
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SMI im März 2010

Halligalli wrote:

Nur noch eine Frage,

läuft das so, dass hohe Inflation = hoher Goldpreis,

niedrige Inflation = niedriger Goldpreis?

Genau so ist es.

Am klarsten wird es wohl wenn man ein bisschen umdenkt.

Wenn Du von "Goldpreis" sprichst, meinst Du damit, wieviele Franken muss ich für Gold bezahlen.

Man kann die Sichtweise auch umdrehen: Wieviele Franken kriege ich für ein Gramm Gold?

Also nicht den Goldpreis in Franken sondern den Frankenpreis in Gold betrachten.

Inflation bedeutet eigentlich nichts anderes als dass die Papierwährung im Preis sinkt. Deshalb gibt es in einem Goldstandard auch keine Inflation.

31.03.2010 11:40
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SMI im März 2010

Sehr schön, vielen Dank! Biggrin

31.03.2010 11:26
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SMI im März 2010

Einschätzung SMI durch die Credit Suisse und Buy-Empfehlungen:

SMI: The short-term rating is neutral. Traders watch the 6800 support and 6950 resistance as new sell or buy trigger levels. The odds outweigh for a bullish breakout, as the momentum indicator is close to a new cycle bottom. The medium-term rating is positive and an extension of the uptrend is expected in Q2 2010. The next medium-term key resistances are at 6950 and 7100.

Model inputs: 10 Stocks are rated UP, while 5 stocks are displaying a DOWN rating. 13 stocks are rated FLAT.

New recommendation:

-Buy Actelion with a stop at 46.20.

-Buy Syngenta if 300 breaks.

31.03.2010 11:21
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SMI im März 2010

Halligalli wrote:

Das habe sogar ich verstanden. Nur noch eine Frage,

läuft das so, dass hohe Inflation = hoher Goldpreis,

niedrige Inflation = niedriger Goldpreis?

Wenn das so wäre, dann würde ja die Reise nach Simbabwe immer gleich kosten und den Goldstandard hätte ich kapiert :oops: :oops:

Na ja, nicht ganz. Wink

1. Gold hat seinen eigenen Markt, der auch von Spekulation etc. getrieben wird. Deshalb gilt mein Beispiel natürlich nicht ganz 1:1, aber Gold ist trotzdem ein relativ genauer Gradmesser für den Wert des Geldes. Ich wüsste keinen besseren.

2. Mit dem Goldstandard hat das nichts zu tun. Goldstandard würde heissen, dass man das Geld fix an eine Menge Gold bindet. Damit wäre dann Geld grundsätzlich nicht mehr inflationierbar und der Staat könnte uns das Geld nicht mehr mittels "Geld drucken" aus der Tasche ziehen.

3. Entscheidend für den Goldpreis sind vielmehr die Inflationserwartungen als die Inflation selbst. Auf lange Sicht kommt das aber in etwa auf's selbe raus.

Kurzfristig ist die Spekulation eine Sache für sich. Wir hatten auch schon Tiefs, ohne das das Geld an Wert gewonnen hätte. Umgekehrt kann Gold auch nach oben schiessen, ohne dass wir Inflation haben. Über mehrere Jahre haben wir aber bei CHF, USD, EUR etc. immer das selbe: Gold bleibt stabil und die Währungen ka..en ab. Aus Sicht des Otto-Normalo steigt dann der Goldpreis. Die nächsten Jahre wird der Goldpreis meiner Meinung nach aber noch zusätzlich zum Zerfall der Währungen bzw. zur Inflation steigen. Das führe ich jetzt nicht mehr aus. Dazu empfehle ich die Lektüre, dass du im Anhang von MF's Beiträgen findest. Da ist alles erklärt und auch für reine Aktienfreaks ist es hochspannend!

Um noch mit einem Missverständnis aufzuräumen: Klar freut es mich, wenn der Goldpreis steigt. Aber wenn er nur steigt, weil unsere Währung sinkt, dann nützt mir das wenig. Mein Goldanteil bleibt zwar im Wert stabil, aber ich hab ja auch noch ein par Fränkli in der Tasche, die dann an Wert verlieren. Mein Vermögen wird dann also trotzdem kleiner. So müssten meiner Meinung nach auch Aktienbesitzer denken, tun sie es aber selten... :roll:

31.03.2010 11:19
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SMI im März 2010

Aero wrote:

starup wrote:
Gründonnerstag wäre auch noch von Interesse ..

Genau, vielleicht ist ja da füher Schluss.

http://www.tradejet.ch/framework/home.aspx

oben Link KNOW-HOW ankl. dann Börsenkalender.

Gruss

dolly

31.03.2010 11:15
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SMI im März 2010

starup wrote:

Gründonnerstag wäre auch noch von Interesse ..

Genau, vielleicht ist ja da füher Schluss.

31.03.2010 11:13
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...

video zu s&p und gold

http://www.youtube.com/watch?v=xmr-r1j-lxE&feature=player_embedded

aero,

schade swissquote hat sonst immer eine übersicht. leider finde ich dieses jahr keine...

aber es wird sicher so sein, würde mich ja nicht wundern, dass usa genau dann handelt wen europa geschlossen hat und dann auch die grossen bewegungen stattfinden werden die wir nicht mitmachen können..

es ist immer alles bestens darauf ausgelegt und organisiert :cry:

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

31.03.2010 11:12
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SMI im März 2010

Gründonnerstag wäre auch noch von Interesse ..

31.03.2010 11:06
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SMI im März 2010

Mal eine Frage, die nicht das schöne Gold betrifft... Wink :

Wie sehen in den nächsten Tagen die Börsenöffnungszeiten aus? Karfreitag und Ostermontag? Schweiz, Deutschland, USA? Kann das hier bitte einer reinstellen? Vielen Dank!

31.03.2010 10:51
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Ramschpapierhaendler wrote:

X wrote:
nimm doch simbabwe index in chf an stelle von xau... oder isk indizes in chf...ist eher ein relevanter vergleich...

Eher relevant? - Soll das ein Witz sein?

Das wäre einzig relevant, um zu schauen, ob der Simbabwe-Index oder der SMI besser gelaufen ist. Gerade so gut könntest du dir dann den SMI in Simbabwe-$ anschauen.

Nimm mal an, du gehst 1 Jahr auf Weltreise, lässt dein Portfolio liegen und liest keine Nachrichten über die CH. Nun kommst du zurück in die CH und schaust dir zuerst die Kurse und dein PF an. Der SMI steht bei 10'000. Dein PF hat 90% zugelegt und auf deinem Sparkonto gabs sogar 6% Zins! Du freust dich wie ein kleines Kind und rennst gleich ins nächste Reisebüro um noch eine Weltreise zu buchen. Nun merkst du aber, dass die selbe Reise wie zuvor nun das doppelte kostet. Gehst du jetzt einfach fröhlich nach Hause und denkst: "Schade kostet das Reisen so viel, aber dafür bin ich jetzt ein reicher Mann!"? - Dann sollte deine nächste Reise nach Simbabwe führen. Einfaches Ticket.

Klar, das Beispiel geht von einer extremen Inflation aus. Aber du verlierst auch Geld wenn die Börse 2% steigt und dein Papiergeld 3% an Wert verliert. Nun lautet die Gretchenfrage: wie merke ich überhaupt, wieviel das Papiergeld verliert? Wie messe ich also den Wert meines Geldes? Indem du es mit etwas vergleichst, das einen möglichst beständigen Wert hat. Es können statt Gold auch Brotlaibe oder Massanzüge sein. Denn diese beiden Dinge sind immer etwa gleich viel wert. Logisch, denn sie bringen dem Menschen ja immer etwa gleichviel Nutzen. - Nun zeigt es sich, dass ein Massanzug schon immer etwa 1 Unze Gold gekostet hat und Brot war in Gold gemessen auch immer etwa gleich teuer. Das heisst also, dass ich den Wert eines Gutes oder einer Währung ebenso gut mit Gold wie mit Anzügen oder Broten messen kann. Eigentlich noch besser, denn Gold ist immer gleich. Anzüge können in der Qualität variieren. Und sag jetzt einfach nicht, dass es dich nicht interessiert, wieviele Anzüge, Brote etc. du für dein Geld bekommst. Das glaubt dir nämlich kein Mensch und ich schick dich wieder nach Simbabwe. Wink

Das habe sogar ich verstanden. Nur noch eine Frage,

läuft das so, dass hohe Inflation = hoher Goldpreis,

niedrige Inflation = niedriger Goldpreis?

Wenn das so wäre, dann würde ja die Reise nach Simbabwe immer gleich kosten und den Goldstandard hätte ich kapiert :oops: :oops:

Immer der Nase nach

31.03.2010 08:57
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SMI im März 2010

starup wrote:

Wenn man dem Premarket glauben soll - passiert heute nicht viel im SMI: Richemont gewinnt etwas was den SMI leicht positiv werden lässt.

Müsste eigentlich: Traditionell sind die Tage vor Ostern meist sehr positiv. Vor allem der Gründonnerstag. Nach Ostern kommen dann Gewinnmitnahmen.

Bis und mit morgen Nachmittag möchte man also nicht unbedingt short sein.

31.03.2010 08:47
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SMI im März 2010

Wenn man dem Premarket glauben soll - passiert heute nicht viel im SMI: Richemont gewinnt etwas was den SMI leicht positiv werden lässt.

(Quelle: http://premarket.claridenleu.com/index_en.htm)

31.03.2010 08:04
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chateauduhartmilon wrote:

naja, mf bemisst alles in Gold, weil er (fast) voll in Gold investiert ist und daran glaubt, deswegen stellt er auch alle Charts danach ein, ist ja sein Recht. Jeder kann daraus machen was er will.

Ganz so einfach ist es nicht.

Es geht darum, die Kaufkraft zu messen. Das ist aber schwierig, weil ja unsere Währungen schwanken (was X zu Recht als Noise bezeichnet).

Es gibt z.B. den nicht so ganz ernst gemeinten Big-Mac Index. Will heissen: Wie lange muss ein Mensch im jeweiligen Land arbeiten, um sich einen Bic-Mac zu leisten.

Wie könnte man die Kaufkraft ermessen?

Weizen z.B. hat den Nachteil, dass der Preis saisonal schwankt und von der Ernte abhängig ist. Das gilt für alle Agrarprodukte. Sie sind also kein guter Gradmesser, obschon es sich auch eingebürgert hat, zu überlegen, was 1kg Brot heute kostet oder vor 10, 20, 50 Jahren gekostet hat.

Metalle wie Kupfer eignen sich auch nur bedingt. Werden z.B. Kupferleitungen in grossem Stil durch Glasfaser ersetzt, sinkt der Kupferpreis. Jetzt würde der SMI in Kupfer also steigen, ohne dass sich wirklich am SMI etwas verändert hätte.

Diese Diskussion haben ja schon Trader, Politiker, Wirtschaftsfachleute Generationen vor uns geführt und sich als "Messlatte" für Gold entschieden.

Gold ist auch deshalb sinnvoll, weil es niemand braucht. Gold hat nur die Bedeutung als Geld und natürlich Schmuck. Entsprechend wird der Preis auch kaum über Angebot und Nachfrage gesteuert sondern hauptsächlich über die Inflationserwartung der Menschen.

Ich habe dazu kürzlich eine britische Studie gelesen (finde den Link nicht mehr), wo der Goldpreis mit dem BSP und der Kaufkraft über die letzten 300 Jahre untersucht wurde. Stimmt recht gut überein, sodass auch hier Gold als Gradmesser recht gut verwendet werden kann, wenn man die Währung und ihre Schwankungen aus der Betrachtung ausklammern will.

31.03.2010 01:04
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SMI im März 2010

Wir hatten schon vor der Krise Staatsverschuldungen... einfach nicht so hoch.. bin heute Mittwoch nicht hier.. schaut mir ein wenig auf den SMI... wenn ich nach Hause komme, will ich dunkelgrün....

und zur Ralley... wir haben doch keine Ralley.. wir korrigieren nur den völlig übertriebenen Absacker...

31.03.2010 00:29
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X
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SMI im März 2010

@ sprössling

anderes beispiel. nimm doch simbabwe index in chf an stelle von xau... oder isk indizes in chf...ist eher ein relevanter vergleich... wir reden bei eur usd und chf nicht von geldentwertungen im 1000% oder höheren relationen Smile wenn du den smi in sim $ bewertest sieht das chart gleich aus wie das der sim exchange.

antworte gerne morgen, jetzt erstmal schlafen angesagt;)

guuet nacht und gueti trades fü morn.

take it easy, but take it!

30.03.2010 23:49
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SMI im März 2010

Der Finanzmarkt sagt in Papier gemessen, dank Fiskal- und Geldpolitik nichts über die Wirtschaft aus! In Gold gemessen hingegen jede Menge.

Extrembeispiel Zimbabwe, vergleiche:

Zimbabwe Industrial Index in Simbabwe-Dollar

Zimbabwe Industrial Index in Gold

MFG

Sprössling

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

30.03.2010 23:42
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SMI im März 2010

Mal was anderes für zwischendurch. Wann kommt der Crash der ganzen Ralleyblase? Mal ehrlich.... Die jetzige weitere grüne Phase ist aus meiner Sicht fundamental überhaupt nicht gegeben. Wir haben Staatsverschuldungen in astromnomischen Höhen. Einige Sektoren laufen zwar ziemlich gut (kein Wunder bei Investments in dieser Ralley, gutes Beispiel Migros wo hat die Ihren Gewinn her, aha Börse ok), dennoch kommen erst jetzt die Unternehmungen aus ihren Kurzarbeiten heraus. Erste Frage: "sind es die politischen einschneidenden Massnahmen die jetzt als Quasi-Aufschwung greifen?" Meine Antwort ist; ja aber wie lange... Zweite Frage: "wird diese massige Liquididät ohne abgesicherte Realwirtschaft nicht zum Bumerang" Meine Antwort ist; Muss ja wohl. Warum? Ohne realen Gegenwert ist nur ein kurzfristiger erhöhter Spekulationswert möglich. Selbstregulierung findet automatisch statt aber dann erst mal noch mit massiver Übertreibung nach unten. Dritte Frage: "Werden wir eine gesunde Überschuldung wieder herstellen könnnen?" Meine Antwort; ja aber die Mittelschicht wird mittels Liquidierung die Regulierung herbeiführen müssen. Sprich wer genügend Liquididät für seine Verschuldung aufbringen kann wird sein Vermögen retten können. Wer da zu hoch gepockert hat wird massig zur Kasse gebeten und geht vieleicht unter. Der Restlichen werden wie jetzt schon reine politische Formsachen bleiben.

30.03.2010 23:24
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SMI im März 2010

X wrote:

Green Shoot wrote:
X wrote:
naja... da ich meine brötchen immernoch in chf bezahle und nicht in xau kanns mir persönlich ziemlich egal sein. auch der goldmarkt ist ein spekulationsmarkt. (und ein extrem kleiner volumenmässig dazu)ich kann den spx auch in weizen bewerten und sagen, es geht schon seit langem runter. relevanz für mich? keine Smile

Eine klare Marktsicht erhält man nur, wenn man den Markt mit einer stabilen Währung misst und CHF/EUR/USD usw. sind alles andere als stabil.

hast du absolut recht. nur gehst du davon aus, dass sich der reale wert von gold niemals verändert, d.h. die schwankungen im gold lediglich die schwankungen der gängigen währungen und deren entwertung wiederspiegeln. ist teilweise so. andersrum ists eben auch nur ein markt mit angebot/nachfrage.

Richtig, die perfekte Messlate gibt es nicht. Dennoch ist Gold die beste Alternative.

X wrote:

meine frage ist folgende. wenn du z.b. wie mf ganz dicke in gold bist (dann musst du aber mehr in gold als in cash oder devisen haben), dann kannst du schon indizes danach bewerten. aber wenn ich anfangs jahr mit meinen 100 fränkli aktien gekauft habe, habe ich dennoch 160 franken und nicht 80. da kann ich schon die marktansicht haben, dass eigentlich gemessen in xau alles fällt.

Es geht ja nicht darum den Markt in Gold zu traden. Es geht eher darum langfristige Tendenzen zu erkennen. Und diese Tendenzen lassen sich in einem währungsmanipulierten Markt kaum oder nur schwer erkennen.

Ich bin nur ca. 4-5% in Gold, weil ich die Ansicht vertrete, dass sich mit anderen Assetklassen um einiges mehr verdienen lässt.

X wrote:

ich finde es durchaus sinnvoll, indizes zwischendurch mal in dingen wie anderen währungen oder xau zu betrachten. ich denke einfach dass die relevanz für einen grossteil der forumsteilnehmer nicht gegeben ist.

Wenn ein Index in Gold einen Wendepunkt hat, bedeutet dies, dass der Index einen realen Top oder Bottom gebildet hat. In der zwischenzeit kann der selbe Index, gemessen in CHF, weiter steigen und neue Highs bilden oder weiter fallen. Die Preisdifferenz dazwischen lässt dich ganz einfach mit dem Wort Geldpolitik erklären. Ich verwende dafür das Wort Noise.

Noise verzerrt den Marktpreis und führt dazu, dass wir falsche Schlüsse ziehen. Weil dieses Noise künstlich ist, ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis sich der noisegeladene Index dem realen Marktpreis nähert. Langfristig betrachtet ist der Boden erst dann erreicht, wenn der Marktpreis 1:1 dem Goldpreis entspricht, also erst dann wenn sämtliche Noise keine Wirkung auf den Marktpreis hat. Dass kann bei 1000, 305, 12'110, 100'000 usw. sein.

Momentan wird der Noisepegel durch Regierungen und Zentralbanken auf hohem Niveau gehalten. Der reale Preis hat in der Vergangenheit immer gewonnen, und das wird auch dieses Mal der Fall sein.

Welches Glas ermöglicht die bessere Durchsicht? Ist es das mit Noise beschichtete, währungsmanipulierte und volatil-intransparente Glas (SMI in CHF)? Oder ist es jenes, welches sich durch einigermassen stabile Transparenz kennzeichnet (SMI in Gold)?

MFG

Sprössling

Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortbieger richtig gewürfelt haben.

30.03.2010 23:15
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SMI im März 2010

geldsammler wrote:

aber das dachte ich schon oft, wieso muss man um jedes biegen und brechen alles in gold-gleichungen darstellen.

Weil es das einzige nicht-inflationierbare Geld ist und deshalb als Messlatte dient.

Übrigens der Vergleich SPX in Weizen ist auch nicht schlecht.

Es geht nicht nur darum wieviele Franken oder Dollar man verdient sondern auch was man sich real dafür kaufen kann.

30.03.2010 19:19
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X
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SMI im März 2010

Green Shoot wrote:

X wrote:
naja... da ich meine brötchen immernoch in chf bezahle und nicht in xau kanns mir persönlich ziemlich egal sein. auch der goldmarkt ist ein spekulationsmarkt. (und ein extrem kleiner volumenmässig dazu)ich kann den spx auch in weizen bewerten und sagen, es geht schon seit langem runter. relevanz für mich? keine Smile

Eine klare Marktsicht erhält man nur, wenn man den Markt mit einer stabilen Währung misst und CHF/EUR/USD usw. sind alles andere als stabil.

hast du absolut recht. nur gehst du davon aus, dass sich der reale wert von gold niemals verändert, d.h. die schwankungen im gold lediglich die schwankungen der gängigen währungen und deren entwertung wiederspiegeln. ist teilweise so. andersrum ists eben auch nur ein markt mit angebot/nachfrage.

meine frage ist folgende. wenn du z.b. wie mf ganz dicke in gold bist (dann musst du aber mehr in gold als in cash oder devisen haben), dann kannst du schon indizes danach bewerten. aber wenn ich anfangs jahr mit meinen 100 fränkli aktien gekauft habe, habe ich dennoch 160 franken und nicht 80. da kann ich schon die marktansicht haben, dass eigentlich gemessen in xau alles fällt.

und auch die preise/teuerung hat sich für mich in chf nicht derartig verändert, dass sich etwas daran ändern würde.

ausserdem kaufst du das xau paradoxerweise ja wieder in einer währung, ausser du legst dir nen zkb gold etf zu und beziehst ihn beim untergang des westens physisch.

ich finde es durchaus sinnvoll, indizes zwischendurch mal in dingen wie anderen währungen oder xau zu betrachten. ich denke einfach dass die relevanz für einen grossteil der forumsteilnehmer nicht gegeben ist.

take it easy, but take it!

30.03.2010 19:12
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SMI im März 2010

Green Shoot wrote:

Ich dachte eher an einen Intraday Wendepunkt. DEN WENDEPUNKT den du meinst, hatte wir in Gold gemessen bereits im August 09.

In CHF gemessen sind wir nun bei 6'871 CHF

Ups. sorry, da habe ich dich Missverstanden :idea: Wink

30.03.2010 19:11
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SMI im März 2010

Green Shoot wrote:

X wrote:
naja... da ich meine brötchen immernoch in chf bezahle und nicht in xau kanns mir persönlich ziemlich egal sein. auch der goldmarkt ist ein spekulationsmarkt. (und ein extrem kleiner volumenmässig dazu)ich kann den spx auch in weizen bewerten und sagen, es geht schon seit langem runter. relevanz für mich? keine Smile

Eine klare Marktsicht erhält man nur, wenn man den Markt mit einer stabilen Währung misst und CHF/EUR/USD usw. sind alles andere als stabil.

Sorry! Nichts ist stabil Wink

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