SMI im November 2011

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31.10.2011 19:36
#1
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SMI im November 2011

Zunächst wie immer der Rückblick auf den Oktober.

Damals schrieb ich in Antizipation eines QE3 der FED:


 

MarcusFabian wrote:

Absinken der Aktienmärkte auf das Tief August oder darunter. Danach überraschendes QE3 der FED mit entsprechender Trendwende, die den Dow vielleicht 500, den SMI 300 Punkte nach oben treibt.

Danach das übliche Spiel der bisherigen QE: Top-Bildung, wenn die Pumpenkohle der FED verbraucht ist.

Entsprechend für Währungen: QE3 löst eine Verkaufswelle von Dollars aus und entsprechend steigen Euro, Franken, Gold.



Daraus leite ich folgende konkrete Empfehlungen ab:

Aktien: Im Moment shorten. Aber immer mit Blick auf die FED. Und wenn sich zeigt, dass Ben QE3 ankündigt, volle Kanne kaufen.





Nun, QE3 der FED kam nicht. Diesmal kam QE aus Europa. Aber dazu später mehr.



Der SMI hat wie angenommen das 50% Retracement um 5700 nach oben durchbrochen. Der Kurs ist bis zum 61.8% Retracement bei 5871 gelaufen und dort technisch korrekt abgeprallt.

Die untere Marke des nach aufwärts gerichteten Trendkanals bei 5648 wurde im Oktober von den Bullen erfolgreich verteidigt.

Im Moment befindet sich der SMI charttechnisch im Niemandsland:

Aus bärischer Sicht sollte die Bärenmarktrally gelaufen sein. Mit dem Abprallen am 61.8er Retracement bei 5871 dürfte sie beendet sein und die Kurse sollten jetzt wieder sinken.

Aus bullischer Sicht ist ebenfalls diese Marke von 5871 von Interesse: Sollte sie nach oben durchbrochen werden, stehen weitere steigende Kurse an.

Das bedeutet für Bären: Short mit Stop-Loss um 5871.

Für Bullen: Am besten auf den Durchbruch bei 5871 warten. Für die mutigen oder jene, die bereits investiert sind: Einsteigen, drin bleiben aber mit Stop-Loss um 5647.











Damit ist der SMI aus meiner Sicht abgehandelt. Ich möchte mich in dieser Monatseröffnung drei Themen widmen:

Schwerpunkt: Die diversen Rettungsschirme der Euro-Zone.

Des weiteren möchte ich kurz auf unsere letzte Woche gelaufene Diskussion über Währungsreform und Goldverbot eingehen und das dritte Thema ist Occupy Wallstreet.



Beginnen wir mit der



Buchstabensuppe der diversen QE-Massnahmen in Europa:

Da gibt es im wesentlichen drei: ESM, EFSF und ELA

Aber keine Angst, ich halte mich kurz Wink





ESM: Europäischen Stabilisierungsmechanismus

Landläufig auch bekannt als Rettungsschirm, wobei noch nicht klar ist, ob es sich dabei um einen Regenschirm oder einen Fallschirm handelt.

Der ESM ist eine Schuldenunion. Sozusagen "Die vereinigten Schulden von Europa".

An Hand eines Phantasiebeispieles erklärt: Deutschland zahlt für seine Staatsanleihen 3%. Griechenland 16%.



Wenn nun Griechenland Geld braucht (und das tut es und nicht zu knapp!), sich aber 16% nicht leisten kann, nimmt Deutschland dieses Geld für Griechenland auf und verleiht es für vielleicht 4% oder 5% Zins an Griechenland weiter.



Gegenüber dem Gläubiger haftet nun Deutschland für die Schuld der Griechen.



Das perfide am ESM ist, dass er juristisch immun ist und über seine Transaktionen keine Rechenschaft ablegen muss. Hier wird die Demokratie also ausgehebelt. Siehe hierzu:

http://www.youtube.com/watch?v=8kmcloVZu1o



EFSF: European Financial Stability Facility

(Wer solche Ausdrücke erfindet, sollte standrechtlich erschossen werden! Blum 3 )

Der EFSF ist wurde am 26. Oktober mit €440 Mrd. bewilligt. Es soll ein Hebel von 4 zur Anwendung kommen.

Hä?

Was bedeutet das konkret?



Nun, der Ausdruck "Hebel" ist verwirrend, weil damit kein Hebel gemeint ist, wie wir ihn von Derivaten kennen.



Am besten erklärt man das an einem Beispiel:



Angenommen, Griechenland benötigt €1000 als Kredit.

China hat €1000 rumliegen und wäre bereit, den Kredit zu übernehmen.

"Hebel 4" bedeutet nun, dass der EFSF von diesen €1000 einen Viertel garantiert. Also €250.



Das bedeutet aus Sicht der Chinesen: Geht Griechenland Pleite, kann es nicht die ganzen €1000 verlieren sondern nur 3/4 davon also €750, weil der EFSF einen Viertel garantiert.



Aus Sicht Europas: Mit den €440 Mrd. im Fonds können bis maximal 4*440=1'760 Mrd. an Krediten gedeckt werden.



Ob sich die Chinesen oder andere potentielle Kreditgeber mit dieser 25%-Deckung zufrieden geben werden, ist im Moment noch ungewiss und auch zweifelhaft!





ELA: Emergency Liquidity Assistance

Ist das unbekannteste, geheimste und meiner unmassgeblichen Meinung nach das heisseste aller Eisen!



Per Definition geht es darum, dass eine Bank, die einen Liquiditätsengpass hat und somit unter enormem Druck steht, kurzfristig und unbürokratisch von der EZB Liquidität bekommt.

So weit so gut: Kann sich einer von euch vorstellen, dass das vielleicht auf die eine oder andere griechische Bank zutreffen könnte?

Ja?

Richtig geraten! Kein Wunder, nachdem wir ja wissen, dass viele reiche Griechen ihr Geld bei griechischen Banken abheben, um es in der Schweiz, Deutschland oder Österreich zu parkieren.

Wie viele ELA-Milliarden deswegen ausserplanmässig bereits an griechische Banken geflossen sind, wissen wir nicht, denn das wird absichtlich geheim gehalten. Schliesslich will man vermeiden, dass bekannt wird, dass eine Bank ELA in Anspruch genommen hat. Denn das würde zu Panik bei deren Kunden führen, die würden erst recht ihr Geld dort abheben und somit müsste weiteres ELA ausgeschüttet werden.

Siehe auch: http://www.rottmeyer.de/die-lizenz-zum-geld-drucken-ela/





-----



Fazit: Die diversen europäischen Rettungsschirme lösen kein Problem.

Das Problem ist z.B., dass die Griechen oder Italiener mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Und das erhöht die Schulden. Das schleckt keine Geiss weg!

Bestehende Schulden mit neuen Schulden und günstigen Zinsen aufzustocken, verlängert das Leiden, löst aber das Problem nicht. Die Spekulation der europäischen Politiker (zumindest das, was sie offiziell verlautbaren lassen) geht in die Richtung: "Wir müssen dem Land xy Zeit geben, um seine Wirtschaft zu sanieren und seine Schulden in den Griff zu kriegen. Wenn das gelungen ist, kann es durch seine Mehreinnahmen die Schulden zurückzahlen."



Das klingt in der Theorie überzeugend. Das Problem: Ein Land kann nur einen Handelsüberschuss erzielen, wenn es irgendwo ein Land gibt, das ein Handelsdefizit erzielt. Beispiel China <-> USA.

Die EU als Ganzes hat eine neutrale Handelsbilanz gegen aussen. Das heisst, dass im wesentlichen Handelsdefizite und -überschüsse innerhalb der EU generiert werden. Somit gehen z.B. die Überschüsse Deutschlands zu Lasten von Italien und Spanien. Wie soll also Italien zu Überschüssen kommen, wenn die ganze Welt am Sparen ist?



Wie dem auch sei: Die neuen QE-Programme Europas spülen Geld in die Banken, was sich kurzfristig positiv auf die Aktienpreise auswirkt, wie wir die letzten Tage beobachten konnten. Wie lange dies vorhält, wissen wir noch nicht. Jeder Depp - Politiker ausgenommen - weiss, dass diese Geldspritzen in Billionen-Euro-Höhe keine Lösung darstellen für Länder, die kein funktionierendes Business Modell haben. Aber nach dem Motto "die Hoffnung stirbt zuletzt" wird alles auf Kosten der Steuerzahler ausprobiert.





Diskussion um Goldverbot

Ich fasse mal die Diskussion zu Währungsreform, Goldverbot etc. der letzten Woche zusammen:



// Ironie On



Interessant ist, dass die Verschwörungstheorie "Goldverbot" aus Ecke jener Goldhasser kommt, die ja bereits brillianter Weise erkannt haben, dass Gold ein absolut archaisches, sinnloses und eigentlich wertloses Metall ist, das man nicht essen kann und das auch keine Zinsen zahlt und es somit eines Zustandes hochgradiger Idiotie bedarf, diesen Mist überhaupt zu kaufen!

Nichts desto trotz unterstellen genau jene Anti-Gold-Gurus den verehrten, vertrauenswürdigen, hochgelobten und in allen Lebenslagen hochkompetenten Politikern, das Eigentumsrecht (eines der Grundrechte im Kapitalismus) zu brechen, um den Besitz ausgerechnet dieses sinnlose Metalles zu verbieten.

Das macht für mich irgendwie keinen Sinn: Warum sollte man etwas verbieten, das doch so offensichtlich sinnlos ist???



//Ironie Off



Die grösste Gefahr für die nächsten Jahre ist ein Kollaps unsers Geldsystems. Sprich, dass Vermögen von oben nach unten umverteilt wird (das wäre die beste Variante) oder aber das das Geldsystem wieder mal einen Reset erlebt und Geld entwertet wird.



Um das zu verdeutlichen, versuche ich mal, das in einen überschaubaren Vergleich zu packen:



Stellt euch vor, 4 Männer versuchen eine auf der Spitze stehende Pyramide im Gleichgewicht zu halten: Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Jungs Stehvermögen haben, nicht schlafen und nicht müde werden (oder abgelöst werden), sind es zwei Faktoren, die bestimmen, ob, wie lange und unter welchen Umständen die Pyramide gehalten werden kann.

Der eine Faktor ist die Kraft der Männer, die ich mal mit etwas über 100kg oder 1000 Newton veranschlage.

Der andere Faktor ist das Gewicht der Pyramide. Ist sie aus Styropor und wiegt 100kg, dann werden die 4 Männer diese Pyramide unendlich lange halten können.

Auch die auf dem Kopf stehende Cheops-Pyramide mit 5.75 Mio Tonnen könnte theoretisch von den 4 Männern gehalten werden, sofern sie perfekt austariert, keinem Windstoss ausgesetzt ist und kein Vogel draufkackt.



In meinem Beispiel entspricht die Kraft der Männer dem Eigenkapital der Banken und das Gewicht der Pyramide dem Volumen der ausstehenden Derivate.



Des Rätsels Lösung lautet: Die 4 Männer haben eine Pyramide von 10 Tonnen Gewicht im Gleichgewicht zu halten.

(6 Billionen EK der Banken (Quelle: http://brandirectory.com/league_tables/table/banking_500_2011/index.php?page=1)

vs. 600 Billionen Derivate = Faktor 100. 100k Kraft eines Mannes * 100 = 10'000 kg)



Das ist wie gesagt machbar, solange der Wind nicht bläst. Und auch dann können wir noch nicht genau bestimmen, ab welcher Windstärke einer der Männer einbrechen wird. Wir können Abschätzen, dass die Windstärke irgend wann erreicht wird. Aber wann genau? Morgen? In 10 Jahren?



Um beim Vergleich mit der Schuldenlast zu bleiben, wissen wir, dass regelmässig neues Material auf die Pyramide draufgeladen wird. Wir wissen auch, dass die Gewichtszunahme immer schneller - exponentiell - verläuft. Je schwerer die Pyramide, desto geringer der notwendige Wind, um sie zu Fall zu bringen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis unsere Pyramide, unser Geldsystem umfällt. Wir wissen nicht, wann es genau passiert aber wir wissen, dass es passieren wird.





Gegen einen Kollaps des Geldsystems kann man sich schützen, indem man möglichst wenig Geldvermögen hat und umschichtet in Sachwerte.

Konkret sind das drei Beine:



Immobilien, Aktien, Edelmetalle.



Mit Geldvermögen meine ich Bargeld, Giroguthaben, Festgelder, Obligationen, Lebensversicherungen und Pensionskassen.



Bei Immobilien kann man keine allgemeinen Tipps abgeben. Es kommt auf die Lage des Objektes an, selbst bewohnt oder als Mietobjekt, Eigenkapital ... etc.

Immobilienbesitzer müssen sich bewusst sein, dass nach Resets sehr oft die Staaten gezielt die Immobilienbesitzer abgreifen, um Steuereinnahmen zu generieren. Aber ansonsten sind Immobilien ein sehr guter Inflationsschutz.



Bei Aktien sollte man unbedingt auf gute Dividendentitel Wert legen. Auf Firmen setzen, die auch eine allfällige Finanzkrise 2 überstehen werden. Darunter gehören sicher die Versorger (Lebensmittel, Pharma, Energie, Rohstoffe).

Strong Finger weg von FIRE-Aktien (Finance, Insurance, Real-Estate), denn die dürften bei einer Finanzkrise 2 ganz gewaltig unter Druck kommen.

Sollte es zu einer Finanzkrise 2 kommen - und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch - werden Aktien wie 2008/09 massiv im Preis einbrechen. Wer sich dessen bewusst ist und dennoch Aktien halten will, kann sie über Put-Optionen absichern.



Bei Edelmetallen ist wichtig, dass man physisches Metall kauft und nicht Papiere (ETF's, Optionen, Metallkonto).

Edelmetalle liefern keine Zinsen oder Dividenden, bieten aber einen besseren Inflationsschutz als Aktien und Immobilien, da sie in einem Umfeld steigender Inflation im Preis stärker steigen als die Teuerung. Da im Moment die Zinsen/Dividenden ohnehin verschwindend gering sind, setze ich mehr auf Edelmetalle als auf Aktien.



Renditeüberlegungen sollten aber heutzutage gar nicht im Vordergrund stehen. Es muss rein darum gehen, sein Vermögen möglichst sicher über durch die Krise zu bringen.



Unter dem Strich bedeutet das also, sich möglichst unabhängig von Banken zu machen. Also zum Beispiel keine Wertpapiere zu halten, die im Falle eines Banken-Konkurses wertlos werden könnten. Bankkonten gehören genau so in diese Kategorie wie ETF's oder andere Papiere, die "Versprechen" von Banken darstellen.



Wer Bank-Aktien hält, muss sich bewusst sein, dass Risiko und Rendite eineiige Zwillinge sind. Banken haben in den letzten 20 Jahren (bis 2007) sehr gute Gewinne gemacht, sind aber ein entsprechend hohes Risiko gefahren.

Kommt es zu einer zweiten Finanzkrise, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Die Bank überlebt. Dann wird sie sich nach der Krise seriöser aufstellen müssen. Den Eigenkapitalanteil nach oben, den Risiko-Hebel nach unten fahren. Aktionäre erhalten dann sicherere aber weniger Dividende. Entsprechend dürfte der Preis der Aktie sinken.

2. Die Bank überlebt nicht, dann ist die Aktie für den Aktionär ohnehin ein Totalverlust.





Occupy WallStreet (OWS)

OWS wird in den Massenmedien durchgängig ignoriert.

Und wenn nicht, dann wird die Bewegung entweder lächerlich gemacht oder mit - je nach Gusto - kommunistischen, sozialistischen oder faschistischen negativen Stereotypen belegt.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass OWS sehr schnell wächst und sich mittlerweile innert zweier Monate auf knapp 2400 Städte (s. http://www.meetup.com/occupytogether/) ausgebeitet hat.

Weiterhin ist interessant, dass Barack Obama wie auch Hillary Clinton die Idee von OWS voll unterstützen, wie man in folgendem Video nachvollziehen kann: http://www.youtube.com/watch?v=zjfhOPCPJnE

Zugegeben: Obama und Hillary beziehen sich in ihren im Video zitierten Reden auf Ägypten, Libyen, Syrien oder Iran. Aber - hey - warum sollen Bürgerrechte und Freiheiten, die aus amerikanischer Sicht für diese Länder gelten, nicht auch für die Bürger der USA gelten?



Um was es bei OWS geht und was die konkreten Ziele sind, ist noch nicht klar. Ist OWS ein Wendepunkt in der Politik oder einfach nur Woodstock ohne Musik?

Was sich bisher herauskristallisiert ist, dass es ein bunt gemischter Haufen jener 99% der Bevölkerung ist, die die Nase voll hat von Banken-Bailouts und Banker-Boni auf Kosten der Steuerzahler, die als Gegenleistung ihr Haus und ihren Job verlieren.

Was OWS will oder nicht will, ist selbst den Aktivisten von OWS noch nicht klar. Ich habe vor 3 Wochen im damals neu eröffneten Forum von OWS meine Fragen und Bedenken gepostet: http://www.themultitude.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=5. Die Antworten sind sehr aufschlussreich.

Wer sich weiter für das Thema interessiert: Hier im Forum führt Ramon Lull den folgenden empfehlenswerten Thread: http://classic.cash.ch/node/5019



Einer der Slogans der Demonstranten von OWS auf der Strasse lautet: "This is what democracy looks like".

Und ja, wenn die Bürger auf die Strasse gehen, um ihrem Unmut gegen die Politik und Staatsmacht Ausdruck zu verleihen, dann ist das wohl die direkteste Form der Demokratie. Höchstens noch vergleichbar mit dem Bajonett-in-die-Höhe halten auf dem Marktplatz von Herisau, AR. Wink



Happy Trades



Marcus

 

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01.12.2011 13:50
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SMI im Dezember 2011

Neuer Thread ist da!

SMI im Dezember 2011

http://www.cash.ch/node/5094

Thread Closed!

01.12.2011 13:25
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SNB unter Zugzwang

Nun eigentlich müsste die Frankenschwächung durch die SNB jeden Moment kommen....Referenzkurs 1.30 oder 1.40 SFr./Euro, dass ist die Frage. Die SNB ist unter starkem Zugzwang die Schweizer Wirtschaft endlich wieder konkurenzfähig zu machen. Da liesse sich doch noch ein gutes Geschäft machen..

UBS erwartet SNB-Intervention im Dezember

Ein UBS-Devisenstratege geht davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) noch im Dezember die Wechselkurs-Untergrenze zum Euro nach oben schraubt

http://www.cash.ch/news/topnews/rss/ubs_erwartet_naechste_snbintervention_im_dezember-1105134-771

01.12.2011 12:55
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SMI im November 2011

Da haben wir wohl offensichtliche aneinander vorbeigeredet.

Ich würde es mal so formulieren: Während die Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB oder die FED ein Quantitative Easing ist, sind die Dollarswaps bei der FED ein Qualitative Easing, da sie nicht mehr im Interbankenmarkt sondern direkt bei der FED ausgeführt werden (können).

Da kann man sich nur noch fragen: Wenn die Zentralbanken sich zu einem Qualitative Easing veranlasst fühlen, weil sie der Eurozone nicht mehr trauen, warum sollten wir es?

01.12.2011 12:53
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SMI im November 2011

Minerva wrote:

Ist euch gestern dies entgangen vor lauter Nationalbanken?:

US/ADP-BESCHÄFTIGTENZAHL NOV +206.000 GG VM (PROG: +130.000)

In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Zahl der Beschäftigten um 206.000 geklettert, teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 130.000 Beschäftigte gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde zudem deutlich stärker als bislang ausgewiesen. Anstatt eines Stellenzuwachses von 110.000 ergibt sich nun für den Oktober ein Plus von 130.000 Stellen.

Wo in aller Welt wurden Jobs geschaffen???

Es werden ja ständig Stellen gestrichen...

Die ADP Zahlen von gestern waren wirklich Hammer. Aber das war eben erst der APD Report. Warten wir doch erstmal die offiziellen Arbeitsmarktdaten vom Freitag ab. Da wird jetzt sicher so einiges erwartet nach den ADP Vorgaben. Könnte also sehr wohl auch für eine Enttäuschung sorgen. Und heute kommen noch wie gewohnt die Weekly Jobless Claims.

01.12.2011 12:30
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SMI im November 2011

@marabu & k3000

wenn der Eine von der Swapzinssatzsenkung spricht und der Andere von Anleihenkäufen glaube ich gern, dass man nie auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Smile

@marabu:

Du hast recht, die Geldmenge wurde durch die EZB durch die Anleihenkäufe ausgeweitet. Allerdings bisher nur geringfügig, da bis letzte Woche das Geld jeweils wieder abgeschöpft werden konnte.

Letzte Woche war es erstmals nicht mehr der Fall.

Betreffend der Intervention von Gestern bin ich, wie geschrieben, der Meinung von k3000. Eine Zinssatzsenkung und das Angebot von FW Swaps bei der "eigenen" Zentralbank führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Geldmenge.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

01.12.2011 12:17
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Re: Fiat Money

k3000 wrote:

marabu wrote:
Es braucht immer mehr, weil die Wirkung dieser Stimmulationsdroge mit zunehmender Einnahme weniger lang anhält. :roll:

Völlig falsch.... es ist nicht "immer mehr". Die Finanzpornoboulevardjournalisten wollen hier unbedingt ein QE sehen, wo gar keines ist.

Es wurden lediglich die Kosten eines schon seit 2007 laufenden Programms von OIS +100bps auf OIS +50bps gesenkt.

Das ist kein QE3 und hat auch nichts mit den open market operations der FED zu tun.

Nein, ich liege nicht "völlig falsch"! Auch wenn Sie als "Fachmann" munter im Board erklären und korrigieren, mit "wissenschaftlichen" Fachausdrücken garniert Eindruck machen, glaubte ich, wie übrigens viele andere auch, die Aktion der EZB und der Nationalbanken so verstanden zu haben, dass nun die EZB unter dem Italiener Mario Draghi munter Staatsanleihen vom Sekundärmarkt aufkaufen will.

Heute morgen hat Draghi sich dahingehend geäussert, dass Aufkäufe der EZB limitiert sein werden und die Preisstabilität im Fokus bleibe.

Und prompt sind die Märkte wieder etwas zurückgegangen!

01.12.2011 11:39
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SMI im November 2011

Minerva wrote:

Ich gehe schwer davon aus, dass die publiz.Makrozahlen von den Regierungen seit geraumer Zeit manipuliert werden.

Die Zahlen entsprachen 4 Standardabweichungen vom Konsensus.

Mit anderen Worten war die Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Verbesserung der Arbeitslosenzahlen unter 0.006%.

...und so zufällig koordiniert sich die FED am gleichen Tag noch mit den anderen Zentralbanken.

Willkomen in der Welt der medialen Hirnwäsche.

In China und Nordkorea geben sie's wenigstens noch zu, dass Zentralplanung betrieben wird.

01.12.2011 11:22
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SMI im November 2011

Ich gehe schwer davon aus, dass die publiz.Makrozahlen von den Regierungen seit geraumer Zeit manipuliert werden.

01.12.2011 11:21
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SMI im November 2011

Ist euch gestern dies entgangen vor lauter Nationalbanken?:

US/ADP-BESCHÄFTIGTENZAHL NOV +206.000 GG VM (PROG: +130.000)

In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im November deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Zahl der Beschäftigten um 206.000 geklettert, teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 130.000 Beschäftigte gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde zudem deutlich stärker als bislang ausgewiesen. Anstatt eines Stellenzuwachses von 110.000 ergibt sich nun für den Oktober ein Plus von 130.000 Stellen.

Wo in aller Welt wurden Jobs geschaffen???

Es werden ja ständig Stellen gestrichen...

01.12.2011 10:27
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Re: Fiat Money

marabu wrote:

Es braucht immer mehr, weil die Wirkung dieser Stimmulationsdroge mit zunehmender Einnahme weniger lang anhält. :roll:

Völlig falsch.... es ist nicht "immer mehr". Die Finanzpornoboulevardjournalisten wollen hier unbedingt ein QE sehen, wo gar keines ist.

Es wurden lediglich die Kosten eines schon seit 2007 laufenden Programms von OIS +100bps auf OIS +50bps gesenkt.

Das ist kein QE3 und hat auch nichts mit den open market operations der FED zu tun.

01.12.2011 10:15
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Fiat Money

Es braucht immer mehr, weil die Wirkung dieser Stimmulationsdroge mit zunehmender Einnahme weniger lang anhält. :roll:

01.12.2011 08:27
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Re: Halbwertzeit

k3000 wrote:

unter aktiver Mitwirkung unseres obersten Zwangsenteignungschefs Mr. P. Hildebrand, finanziert durch dein und mein Geld: nicht einmal 6 h.

Was soll er dann machen?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

01.12.2011 08:25
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

Sesto wrote:
hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

das sehe ich ähnlich wie k3000.

nur weil von den Zentralbanken koordiniert der USD-Swap Satz gesenkt wurde, heisst das noch nicht, dass mehr Geld auf dem Markt ist als vorher. Es wird den Banken (v.a den Europäischen) einfach leichter gemacht sich mit Liquidität (auch Fremdwährungen) zu versorgen, dass hat ein akutes Symptom der Krise etwas entschärft und die Angst vor Bankpleiten etwas gelindert.

Zudem gilt auch hier, wie immer, wieder die Hoffnung, dass die Realwirtschaft dadurch mehr Kredite erhät. Dies wage ich allerdings zu bezweifeln.

Geändert hat sich meiner Meinung nach nicht viel. Weder an den fundamentalen Problemen, noch an der Geldmenge.

ich würde steigende Kurse tendenziell zum Verkauf nutzen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

01.12.2011 08:19
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SMI im November 2011

Wenn ich mir die Schlusskurse aus Übersee so anschaue, dann gibt es heute ein schönes Feuerwerk auch an der Schweizer Börse!!!

Hoffen wirs!!!

Good Luck @ all!!!

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

01.12.2011 08:17
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SMI im November 2011

Ich weiss nicht was ich von dieser fast globalen QE3-4 halte soll.

Einerseits sind die Märkte natürlich erfreut über eine Geldspritze. Aber wenn man die Massnahmen 2008-2010 beachtet, haben diese ja eigentlich keine grosse Wirkung gezeigt. Schaut man die Geldentwertung der verschiedenen Währungen an, so stehen die Kurse nicht viel besser da als noch im Jahr 2008.

Sicherlich werden diese Massnahmen kurzfristig eine Wirkung haben. Aber langfristig sind damit die Probleme immer noch nicht gelöst. Die Gelder kommen niemals dort an, wo sie auch gebraucht würden.

Zudem ist elleine der Faktor Geld nicht massgebend für eine längere Börsenhausse.

Vertrauen in die Währungen, Politik und wirtschaftliche Stabilität sind genau so wichtig. Von diesem Vertrauen sind wir noch weit entfernt.

Ich sehe kurzfristig eine kleine Rally. Die kann aber so schnell sie begonnen hat auch wieder zu Ende sein.

01.12.2011 00:15
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Halbwertzeit

Halbwertzeit des weltweit kontrollierten Zentralbankeneingriffs zwecks Marktmanipulation und Rettung der zentralgeplanten Eurozone (aka Neu-UdSSR) unter aktiver Mitwirkung unseres obersten Zwangsenteignungschefs Mr. P. Hildebrand, finanziert durch dein und mein Geld: nicht einmal 6 h.

Wie lautet doch so schön dieser englische Vulgarismus: pucking fathetic.

30.11.2011 22:03
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Diese heutige intervention von den National Banken ...

ist wiedereinmal für die Füchse, denn diese Massnahme wird wohl nur denen nützen die auch diese Krise angerichet haben. Banken brauchen Geld um sich selbst zu finanzieren da es auf den Märkten nichts mehr zu holen gibt müssen halt die National Banken die laufenden Löhne der armen Bänker bis auf weiteres bezahlen.. Lol

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

30.11.2011 18:50
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SMI im November 2011

mehr Liquidität ist nicht gleich mehr Geld. Das ist etwas missverständlich formuliert in dieser Meldung.

Mehr Geld im Sinne einer Erhöhung der Geldmenge gibt es erst, wenn die Notenbank ihre eigene Währung effektiv gegen Dollar tauscht. Erst dann werden "frische" Dollar geschaffen.

30.11.2011 17:37
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

Zitat NZZ:

(Reuters) Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten in einer überraschenden und koordinierten Aktion mehr Geld zur Verfügung. Ziel der Aktion sei, die Spannungen an den Märkten zu reduzieren und damit auch die Realwirtschaft zu unterstützen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Notenbanken am Mittwoch. So hätten sich die Zentralbanken darauf geeinigt, die Kosten bestehender Dollar-Swaps ab dem 5. Dezember um 50 Basispunkte zu reduzieren. Beteiligt an der Auktion sind die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank Federal Reserve sowie die Notenbanken Kanadas, Japans, Grossbritanniens und der Schweiz.

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/grosse_notenbanken_fluten_globale_finanzmaerkte_mit_geld_1.13468265.html

30.11.2011 16:25
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SMI im November 2011

T15 wrote:

Was erwartest du nach dem von den Märkten? Oder was kannst du jetzt klein Anlegern wie mir empfehlen?

Rohstoffe? Gold?

Aktien?

Nichts. Es ist ja nichts passiert. Die EZB hat das ja auch schon alleine am 15. September 2011 gemacht.

Die Leute haben halt immens Dollar gehortet, was für die Banken die Liquidität in Euro extrem kostspielig gemacht hat. Dieser "Missstand" wird jetzt versucht zu beseitigen. Aber das haben wir ja schon ein gutes Dutzend mal gesehen von den Zentralbanken seit 2007.

30.11.2011 16:19
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SMI im November 2011

T15 wrote:

k3000 wrote:
Sesto wrote:
hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

Was erwartest du nach dem von den Märkten? Oder was kannst du jetzt klein Anlegern wie mir empfehlen?

Rohstoffe? Gold?

Aktien?

Wenn du weiter als bis zur nächsten Ecke denkst: Kaufe qualitive gute Aktien. Ich bleibe bei Bluechips mit guter Rendite. Auf keinen Fall würde ich jetzt auf so genannte "Turnaround"-Aktien setzen. Meiner Meinung nach zu grosses Risiko.

Und nicht vergessen: Den Markt weiterhin beobachten und nicht einzelnen Analystenmeinungen Glauben schenken.

30.11.2011 16:10
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T15
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

Sesto wrote:
hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

Was erwartest du nach dem von den Märkten? Oder was kannst du jetzt klein Anlegern wie mir empfehlen?

Rohstoffe? Gold?

Aktien?

30.11.2011 15:54
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

Sesto wrote:
hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

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In den USA wird der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär kürzer.

30.11.2011 15:21
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SMI im November 2011

Sesto wrote:

hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Jemand soll mich korrigieren wenn ich was falsches sage, aber was hat die Senkung von Swap Zinssätzen nur Ansatzweise mit einem QE zu tun?

30.11.2011 15:13
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RP
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Symptombekämpfung

Man fragt sich ja schon, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn immer stärkere Geschütze aufgefahren werden müssen, um die Auswirkungen der Schuldenkrise zu lindern. So aus ärztlicher Sicht wäre das, wie wenn es ein gutes Zeichen wäre, wenn man einen Patienten an eine Herz - Kreislaufmaschine nimmt. Ob es ihm dann besser oder schlechter geht darf sich jeder selber überlegen Smile

30.11.2011 15:08
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SMI im November 2011

Sesto wrote:

hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

Yep, gut beobachtet:

http://www.cash.ch/node/#comment-

Und da es jetzt aktuell ist, zitiere ich mal aus dem damaligen Posting:

MarcusFabian wrote:

Der erste Schritt wird die Ankündigung von QE3 durch die FED sein. Wahrscheinlich wird die QE3-Summe alles bisherige in den Schatten stellen (vielleicht so 2-3 Billionen) und ich vermute auch, dass es ein globales QE3 geben wird. Also unter Beteiligung von EZB, BoE, BoJ und in deren Windschatten natürlich auch unsere SNB, die sich ja entschlossen hat, der EZB auf Schritt und Tritt zu folgen.

Unmittelbare Konsequenz dieser Ankündigung wird eine weitere Abschwächung der Währungen sein. Das heisst, dass die Preise von Aktien und Rohstoffen in einem recht grossen Schub steigen werden. Ähnlich, wie wir das bereits ab März 2009 erlebt haben.

Darauf hin kommt es zum sogenannten Crack-Up-Boom.

Das heisst: Die Massen werden erkennen, dass die Währungen weiterhin an Kaufkraft verlieren werden. Andererseits haben sie nun frisches Geld zur Verfügung.

Die Konsequenz aus beidem: Es wird gross eingekauft, investiert und konsumiert. Schlicht, um sich noch etwas sinnvolles zu kaufen, bevor das Geld wertloser wird (sprich: bevor die Preise steigen).

Das wird zu einem überraschenden kurzfristigen Wirtschaftsboom führen.

Der dauert so lange, bis das neue Geld aufgebraucht ist. Danach wird die Wirtschaft einbrechen. Warum auch nicht? Die Leute haben schliesslich alle ein neues Auto und neue Möbel gekauft. Die Nachfrage ist also vorerst gedeckt und das Geld ist weg.

30.11.2011 14:55
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SMI im November 2011

hm ich kann mich nichtmehr genau erinnern.

War es MF der damals ein Weltweites QE vorsagte?

In den USA wird der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär kürzer.

30.11.2011 14:54
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SMI im November 2011

Metropolit wrote:

Die ganze Welt redet von Geldmengenausweitungen durch QE Xy etc. und in England (wo die BoE auch diverse Konjunkturprogramme lanciert hat) soll nun seit dem Vorjahr die Geldmenge deutlich zurückgegangen sein. Wie das? :?

http://www.ercouncil.org/chart_of_the_week.php?subaction=showfull&id=131...

Hier die Geldmenge absolut (rot) sowie die Wachstumsrate (blau), die tatsächlich im Moment leicht negativ ist.

Böswillige Stimmen könnten behaupten, die BoE hat 2009 gleich mal Geld auf Vorrat gedruckt Wink

30.11.2011 14:42
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Re: Ein Trauerspiel...

T15 wrote:

MF könnte mal schauen woher der kommt und seine IP sperren, sollte doch möglich sein!? :oops:

Das würde nur etwas bringen, wenn einer eine statische IP Adresse hat (also jeden Tag dieselbe).

30.11.2011 14:37
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T15
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Grosse Notenbanken fluten globale Finanzmärkte mit Geld

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