SMI im November 2011

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Dr.B.
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Re: Gibt es Lösungsansätze für eine zukünftige AHV-Finanzier

Bürogummi wrote:

Dr.B. wrote:
Da noch Sonntag ist, könnten wir Philosophieren?

Dr. B. meint

Bei einen Anfangskapital von 78'132.72 Schweizerfränkli

und einem Zinssatz von 4,00 Prozentli

und bei einer Laufzeit von 65 Jährli

hätten wir einen Endkapital von 1 Kistli

bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozentli (früher wären es 7,2 % gewesen)

gibt es lockere 5000.-- im Monat

Die Aufgabe der SNB, keine Teuerung

und der BVG könnte sich in Luft auflösen.

oder sind es nur Träumereien eines Dr.B.

4 % EIDG 2049 gibt es bereits, aber wer hat diese denn eingekauft???

doch nicht etwa Bankster und Verarschungskonzerne

Teeli isch fertig, vielleicht weiss der Sohn vom FENNEK eine Antwort

Unsere Bundespräsidentin hat es auf dem Westschweizer Fernsehen im Interview gesprochen. Suisse-Francais.Kannst Du kein Französisch ?

Haben wir es - oder müssen wir dafür arbeiten ?

Nur so eine "dumme" Frage von mir.

Dr.B. meint, auch wenn Sie nicht Rommel heissen, es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.

was hat denn unsere Grosse Dame, denn mitgeteilt?

betreffend der obigen Berechnung;

dies kann als ein neuartiger Ansatz betrachtet werden.

jedes Baby, bekommt so einen Beitrag gutgeschrieben

bei 70 tausend, macht dies ca. 5,4 mrd Fränkli

was dies bedeutet? da dann eine PK-Finanzierung obsolet wäre, bliebe mehr in den Taschen? Risiken zu versichern -> kein Problem

und es gäbe zwischen 600 - 700 Mrd an Kapital zurück, sagen wir mal bei 3 % Steuerbelastung, hätte man bereits 4 Jahre finanziertjavascript:emoticon(':idea:')

Finanzierung, sollte kein Problem sein, da es nach 65 Jahren keine zusätzliche

Belastung in der Staatskasse geben sollte.

und eine entsprechende Beitragsfinanzierung mittels AHV-Beiträge, müsste durchgerechnet werden, (übersteigt meine Hirnleistung)

a b e r, wer ist dagegen? müsste man Fragen.

Dr.B. ist nur ein kleiner Tierarzt.

:oops:

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

Bürogummi
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RÖÖSCHTI GRABEN intakt - schöne Schweiz -

CrashGuru wrote:

MarcusFabian wrote:
Das war ja eine ganz heftige Diskussion für einen Sonntag Morgen 8)

Unter dem Strich bleibt die Frage, ob und in wie weit Otto Normalverbraucher die Erfahrungen und das sicherlich grosse Wissen von K3000 für sich selbst praktisch umsetzen kann.

Und da sehe ich keinen Ansatzpunkt. Es kann ja nicht jeder Vermögensverwalter werden und soooo viele alte Millionäre ohne Erben und mit Alzheimer wird es auf dieser Welt ja nicht geben Wink

Ich sehe vor allem einen grossen Unterschied: Die meisten User im Forum versuchen sich hier zu informieren um sich mit eigenem Vermögen für eine ungewisse Zukunft richtig zu positionieren. Oder denn, das Wissen zu nutzen, um ein Vermögen aufzubauen.

Im Gegensatz zu z.B. K3000, der (wie es scheint) mit fremden Geld im weiten Sumpf der finanztechnischen Möglichkeiten arbeitet. Etwas was man sicher eher den Profis überlässt. Und wir haben ja gesehen, was uns solche "Experten" eingebrockt haben :evil:

Also, soll ich wirklich mein Geld einem Vermögensverwalter anvertrauen........:?:

Mich stört überigens nicht, dass es User gibt, welche sich überheblich benehmen. Der eine oder andere braucht es halt. Es heisst ja: Wer angibt hat mehr vom Leben Wink Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich lächerlich zu machen...

Ich ziehe jedenfalls die sachliche Information vor, welche sich auf dem Boden der Realität abspielt. Wobei ich auch ganz gern dort mitlese, wo es etwas "finanzwissenschaftlich" zu geht. Man lernt ja nie aus.

Ich danke hier jedenfalls einmal allen, welche sich Mühe geben, auch komplexe Themen verständlich darzulegen. Es wäre ja nicht sehr ergiebig, wenn alle den gleichen Wissensstand hätten.

So ist es. Besonders DEUTSCH-Schweizer mit Brett vor den Augen.

Siehe einmal Calmy auf "französisch". Musst Du eben verstehen.

Link: Für solche, welche auch „Französisch“ hören können:

http://www.tsr.ch/emissions/pardonnez-moi/

http://www.tsr.ch/video/emissions/pardonnez-moi/#/emissions/pardonnez-mo...

Es ist „nur“ unsere Bundespräsidentin – bis Ende Jahr. Aber das Interview ist empfehlenswert.

No INSIDER information – but a very best.

Immer den eigenen Sack dabei haben.

k3000
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SMI im November 2011

Bugatti wrote:

Master k3000

Darf ich Sie bitten, wenn Sie schon am Sonntag Ihre wertvolle Zeit hier im Forum opfern, sich nicht zu sehr von den konfliktsoziologischen Bedürfnissen, sich im Internet verteidigen zu wollen, einnehmen zu lassen und meine weiter oben formulierte Frage zu beantworten, damit ich weiter an Kapitel 1 schreiben kann?

Geehrter Bugatti

Weisst du, grundsätzlich bin ich ein gutherziger Mensch. Darum macht es mir nichts aus, auch sonntags die Rolle der Federhure für die Finanzochlokraten wahrzunehmen. Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die user hier, welche sich in vermeintlichem Fachwissen suhlen. Irgendwer muss ja all das Geld im Markt verlieren, welches mir meinen Lebensstil ermöglicht. Je mehr der Selbsttäuschung erliegen, desto besser.

Weil ich ein derart gutherziger Mensch bin, bin ich der Meinung, jeder habe eine zweite Chance verdient. Darum pflege ich auf den ersten grossen Fauxpas hinzuweisen. Wer dann aber selbst im zweiten Anlauf das Gefühl hat, Besitzer seines Geldes zu sein (bei einem Vermögensverwalter oder einer Bank) und eine latente Oligophrenie noch mit der Unterstützung von exklamatorischen Zeichen unterstreicht, dem weiss ich leider auch nicht mehr zu helfen.

Im wirklichen Leben würde ich jetzt meinen Lederhandschuh ausziehen und die betreffende Person mit angeekeltem Gesicht, den Handschuh zwischen Daumen und Zeigefinger haltend, links und rechts fazial züchtigen.

Da das aber online nicht geht, bediene ich mich des Instituts des neglegendum, da ansonsten die Gefahr eines ischämischen Infarktes bei mir zu gross wird.

John Doe
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Das kann irgendwie nicht stimmen: 1968 war der Dow um 1000 Punkte. Jetzt bei 12'000, das wäre mal rein nominal eine verzwölffachung.

Aber die Inflation hat zwischen 1968-1981 um gut 56% gewütet während die Aktien nominal konstant blieben (auch 1981 stand der Dow bei 1000).

Dann kam 1981 der grosse Bullenmarkt bis 2000 und seither - naja ...

Du hast recht, wenn du vom Dow ausgehst, in der Studie ging es aber nur um die Aktien mit den geringsten Kursschwankungen nach Abzug der Inflation, nicht um den gesamten Dow, ich zeige dir mal ein paar Beispiele und da nehme ich nur die Kurse ab 1980, die habe ich gerade zur Hand.

Coca Cola: 1980 Kurs 1.20 USD / 11.11.11 Kurs 68.12 USD = Sechsundfünfzigfache

Pepsi Cola: 1980 Kurs 1.05 USD / 11.11.11 Kurs 63.28 USD = Sechszigfache

Wal-Mart Stores: 1980 Kurs 0,12 USD / 11.11.11 Kurs 59.2 USD = Vierhundertdreiundneunzigfache

McDonald's: 1980 Kurs 1.00 USD / 11.11.11 Kurs 94.76 USD = Vierundneunzigfache

Wells Fargo: 1980 Kurs 0,8 USD / 11.11.11 Kurs 25.65 USD = Zweiunddreissigfache

American Express: 1980 Kurs 1.70- USD / 11.11.11 Kurs 50.37.- USD = Neunundzwanzigfache

Berkshire Hath-A: 1980 Kurs 1400.- USD / 11.11.11 Kurs 115`461.- USD = Zweiundachtzigfache

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John Doe
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SMI im November 2011

k3000 wrote:

[Im wirklichen Leben würde ich jetzt meinen Lederhandschuh ausziehen und die betreffende Person mit angeekeltem Gesicht, den Handschuh zwischen Daumen und Zeigefinger haltend, links und rechts fazial züchtigen.

Da das aber online nicht geht, bediene ich mich des Instituts des neglegendum, da ansonsten die Gefahr eines ischämischen Infarktes bei mir zu gross wird.

http://www.youtube.com/watch?v=1qfAa6c7mlM&feature=related

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Bürogummi
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Handschuhe und Leder, quo vadis ?

QUO VADIS ?

Das Atomzeitalter haben wir noch nicht verlassen, zumal die Frage nach „Energie“ nicht gelöst ist.

Immer mehr Menschen drücken auf „mehr Energie“, mehr „Nahrung“ oder mehr „Freizeit mit Velo“.

Aber das natürlich sofort – und sonst auf die Strasse.

Die Masse sollte Frau oder Mann führen, und es geht.

Wir sollten unsere Gedanken frei und ohne Zensur hier ausdrücken dürfen. Denke ich.

Gewisse Personen möchten das womöglich nicht gerne lesen.(Andere Ansichten sind fremd).

Jedoch ist es genau das, was die „Freiheit“ der Meinungsäusserung eben ausmacht.

Selber und bestmöglich sich selbst sein wollen und dürfen. Dabei einfach auch einmal "innen selbst tanken dürfen". Das ist für mich Confederatio Helveticum vom Besten. Rumantsch, Ticinesi, Les Romands, Deutsche Sprache aber nicht $Deutsch,

Wie viele Landessprachen haben wir.?

Scheiss Schweisser ?

Ich fliege in den nächsten Tagen in die Schweiz

eigentlich nur um DYLAN-KNOEPFLER zu sehen –

HALLENSTADION ZÜRICH.(war dort sonst niemals).

Vermutlich sprechen wir kein Wort "English", "American" schon gar nicht.

We music it.

Es gibt keine Krise. Es gibt nur Fragen und Antworten.

Die Antwort, mein Freund, ist im Wind.

Und der weht (je nach Lust und Laune).

Alles Gute - am Mittwoch bin ich in Züri.

Sonst nicht.

Hätte es auch in GENF haben können.

Oder sonst wo.

Ich will

die zwei Unikate eben in Zürich sehen – ICH WILL –

was die dann daraus machen, weiss ich nicht.

VOLLES RISIKO.

Genauso in der Finanz.

Nicht jedem ALLES geben – aber es gibt auch „gute“ Bankers.

Wenn KLOEPFLER und DYLAN dann in Zürich einfach nur ZERO bringen, habe ich falsch investiert.

KISS = einfach einfach

Aber wollen die, 20-23:30h dreieinhalb Stunden das Publikum "veraschen". ? Wohl kaum. Wenn schon - falsche Investition. Wir haben auch Ausgänge.

Wenn jemand im Forum auch dort ist – bitte ich um eine persönliche Nachricht – JE SUIS.

DYLAN KNOEPFLER – da können ja die Bubis nur noch husten beim „Googlen“.

Alt aber vom Feinsten.

Camel

HALLENSTADION ZÜRICH.(war dort sonst niemals).

Hätte es auch in GENF haben können.

Oder sonst wo.

Ich will

die zwei Unikate eben in Zürich sehen – ICH WILL –

was die dann daraus machen, weiss ich nicht.

VOLLES RISIKO.

Genauso in der Finanz.

Nicht jedem ALLES geben – aber es gibt auch „gute“ Bankers.

Wenn KLOEPFLER und DYLAN dann in Zürich einfach nur ZERO bringen, habe ich falsch investiert.

KISS = einfach einfach

Aber wollen die, 20-23:30h dreieinhalb Stunden das Publikum "veraschen". ? Wohl kaum. Wenn schon - falsche Investition. Wir haben auch Ausgänge.

Wenn jemand im Forum auch dort ist – bitte ich um eine persönliche Nachricht – JE SUIS.

DYLAN KNOEPFLER – da können ja die Bubis nur noch husten beim „Googlen“.

Alt aber vom Feinsten.

Camel

John Doe
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SMI im November 2011

Kaufen und liegen lassen - ein historischer Rückblick

UNTERNEHMER DENKEN LANGFRISTIG - DAS ZAHLT SICH AUS

«Kaufen und liegen lassen», das empfahl Börsenguru Andre Kostolany den Anlegern. «Wer nicht bereit ist, eine Aktie 10 Jahre zu halten, sollte sie auch keine 10 Minuten im Depot haben», das sagt die USInvestmentlegende Warren Buffett. Beide Börsianer haben damit zumindest eins gemeinsam: einen langfristigen Anlagehorizont. Heute dagegen sagen viele: «Kaufen und liegen lassen - das ist längst tot.»,und «Kostolanys Rat ist heute nicht mehr gültig, weil alles viel schneller geht.» Auch Buffett wurde bereits mehrmals wegen seines Investmentstils als überholt und veraltet belächelt.

KRISEN, CRASH UND PANIK - EIN RÜCKBLICK

Wie war das früher? Vor 50 Jahren, vor 100 Jahren? Wie hat sich die Börse nach Krisen, Crash und Panik entwickelt? Was brachte das «Kaufen und liegen lassen» tatsächlich ein? Ein kleiner historischer Rückblick. Beispiel: Die weltweite Leitbörse in New York mit dem Aktienindex Dow Jones Industrial.

1) CRASH, DEPRESSION UND WELTWIRTSCHAFTSKRISE IN DEN 30ERJAHREN.

Seit Anfang der 20er-Jahre hatte sich der Dow Jones nach steilem Lauf bis 1929 in nur 8 Jahren bis 400 Punkte verfünffacht. Im folgenden Börsencrash rauschte der Index dann bis 1932/33 Jahre nach unten und zehntelte sich dabei. Vom Tief ging es von dort wieder jahrelang nach oben. 1937 hatte der Markt die Hälfte der Verluste eingeholt. 1954 - 20 Jahre nach dem 1929er- Börsencrash - stand der Dow Jones wieder da, von wo aus er gefallen war. Weitere 5 Jahre später – um 1960 - hatte sich das Kursniveau auf 800 Punkte verdoppelt. «Kaufen und liegen lassen» - langfristig betrachtet die richtige Strategie. Nicht vergessen: Im Dow Jones - aber auch im Schweizer Börsenleitindex mit dem SMI - als Kursindex kommen die Dividenden - meist von etwa 2 bis 3% im Jahr - zu den Kursgewinnen noch hinzu.

2) REZESSION 1974 INFOLGE ÖLKRISE.

In nur etwas mehr als einem Jahr - von Herbst 1973 bis Ende 1974 - rauschten US-Blue-Chips bis zu rund 40% nach unten, der Dow Jones fiel dabei von etwa 1000 auf 600 Punkte. «Kaufen und liegen lassen» war auch damals die Strategie der 1. Wahl. Denn bereits 1976 waren die Verluste wieder wettgemacht. 10 Jahre später - 1986 - hatte sich der Index gar auf 2000 Punkte verdoppelt und kletterte 1987 auf über 2500 Zähler.

3) OKTOBERCRASH 1987.

Strukturelle Probleme mit computergestützten Handelssystemen brachten damals im Dow Jones einen Kurseinbruch von 22% an einem Tag. Auch hier erwiesen sich die Ratschläge von Kostolany und Buffett als goldrichtig. Denn bereits nach zwei Jahren - 1989 - hatte der Markt den Absturz verdaut und bescherte Anlegern dann bereits 1990 sogar schöne Kursgewinne auf Dreijahressicht im unteren zweistelligen Prozentbereich.

4) PLATZEN DER DOTCOM-BLASE UND FOLGENDE KRISENJAHRE 2001 UND 2002.

Der Dow Jones rutschte in knapp 3 Jahren bis Ende 2002 um ein Drittel auf 7500 Punkte weg. Doch bereits Anfang 2006 war das 2000er-Januarhoch wieder erreicht. 2007 lieferte er dann sogar im Vergleich zum 2000er-Hochniveau Kursgewinne von 25%.

5) FINANZMARKTKRISE 2008.

Nach jähem Absturz seit Sommer 2008 mit Kurshalbierung in nur einem Jahr drehte der Markt im März 2009 und brachte binnen 2 Jahren die Kursverdopplung und in etwa das Ausgangsniveau von vor der Krise.

WORAUF ANLEGER ACHTEN SOLLTEN

«Kaufen und liegen lassen» oder «10 Jahre warten» - beide Tipps waren jeweils Volltreffer. Mit Einschränkungen. Denn Kostolany bezog sich mit seinem Rat auf gute Aktien bei einem Zeithorizont von 20 Jahren. Buffett als Value-Investor wählt ohnehin nur Qualität - solide Firmen mit gutem Geschäftsmodell - mit günstiger Bewertung. Aus diesem Grund sollten vor allem konservative Anleger Aktien immer als Investment für längere Zeit ansehen. Das gilt nicht nur bei den früheren oder auch aktuellen Turbulenzen, sondern auch in ruhigen Marktphasen. Börsianer sollten sich deshalb vor dem Einstieg immer fragen: Welchen Zeithorizont habe ich, welche Risiken kann ich eingehen? Natürlich muss man keine Aktie halten, die teuer ist mit KGVs von 20, 30 oder mehr oder wenn die Story nicht mehr intakt ist. Aber Firmen mit solider Bilanz, gutem Geschäftsmodell, attraktiven Perspektiven und günstiger Bewertung sollte man nicht aus dem Depot werfen, nur weil alle «Krise» schreien.

DENKEN WIE EIN UNTERNEHMER

Anleger sollten vielmehr denken wie ein Unternehmer. Der verkauft sein Geschäft nicht, weil es regnet, die Wirtschaft dümpelt oder rückläufig ist. Ein Unternehmer hat langfristige Ziele: neue Produkte, neue Absatzmärkte und er hat Umsatz und Gewinnpläne auf Sicht von Jahren oder Jahrzehnten in der Schublade. Und nicht vergessen: Niemand wird im Tief die Glocke läuten, kurz bevor die Börse wieder nach oben dreht. Wer aussteigt, verpasst den Aufschwung. Auch jetzt weiss niemand, ob eine Rezession bevorsteht und wie stark diese sein wird. Besser also: Qualität günstig kaufen und liegen lassen.

Quelle: Swiss Equity Medien - Trade Magazin

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MarcusFabian
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SMI im November 2011

John Doe wrote:

Kaufen und liegen lassen - ein historischer Rückblick

Den man auch grafisch am inflationsbereinigten Dow aufzeigen kann:

Von 1929 bis 1956 war eine lange Zeit, um auf den Einstandspreis zu warten. Zumal auch diese Überlegung rein theoretisch ist, denn es gab 1956 ganz andere Firmen im Dow als 1929. Viele alte sind kaputt gegangen, neue, wie IBM kamen hinzu.

1948-1967 war so ein schöner Bullenmarkt, um 20 Jahre lang die Schlaftablette einzuwerfen.

1967-1981 allerdings nicht. Der Dow hat 6 mal die Marke von 1000 Punkten über/unterschritten. Aktien blieben nominal in einer seitwärtsphase während die Inflation die Hälfte des Wertes weggefressen hat.

1981-2000 wiederum war Bullenmarkt mit Schlaftablette angesagt.

Seit 2000 nun laufen Rohstoffe und Edelmetalle wieder besser und Aktien steigen nur noch nominal in schwächer werdenden Währungen.

Es macht sicher Sinn, die 20 jährigen Aktien-Bullen mitzureiten: 1948-67 oder 1981-2000.

Aber während der Bärenmärkte muss ich nicht unbedingt in Aktien investiert sein. Und wir sind noch in einem Bärenmarkt!

Noch besser wäre es doch, die Aktien-Bärenmärkte auch mit zu reiten.

Gehen wie das Spiel mal durch:

1932: Ich besitze 2oz Gold, 0 Dow (keine Aktien).

Start 1932 mit einem Startkapital von 2 oz Gold, damals also rund $40.

Für 2oz bekam man 1932 den Dow Jones, der bei 40 stand.

--> Ich kaufe 1*Dow und besitze jetzt 0 Gold.

1967 verkauft man den Dow für 28 Unzen. --> 0 Dow, 28 oz Gold

1981 standen Dow und Gold wieder 1:1. Man kauft nun für seine 28 Unzen 28* den Dow Jones. --> 0 Gold, 28 Dow

2000 verkauft man den Dow wieder. Jetzt bekommt man 43.7 Unzen für den Dow. Vermögen jetzt: 28*43.7=1223oz Gold. --> 0 Dow, 1223 oz Gold

Also: vor 80 Jahren begann man mit 2 Unzen und hat jetzt 1223 Unzen. Eine ver-600-Fachung des Kapitals mit gerade mal 4 Trades. Allerdings zum jeweils perfekten Zeitpunkt, den man natürlich nicht erwischen würde.

Faktor 600 ist notabene der inflationsbereinigte Gewinn: In Dollar gerechnet ist er entsprechend höher: Von $40 auf $2.16 Mio. Aber der Dollar ist heute bekanntlich weniger wert als vor 80 Jahren.

Und wenn dereinst in einigen Jahren der Dow wieder für 1-2 Unzen zu haben sein wird, kann man sein Gold wieder gegen Aktien tauschen und 500-1000 mal den ganzen Dow kaufen.

Fazit:

Es gibt Zeiten, da macht kaufen und halten Sinn und Zeiten, da macht es keinen Sinn. Wer 1966 Aktien gekauft hat, dem hat es wenig Spass gemacht, sie bis 1981 die Hälfte des Wertes verlieren zu sehen. Auch wenn sie 1995 wieder den inflationsbereinigten Einstandspreis gesehen haben: 30 Jahre sind ein halbes Börsenleben!

Noch etwas zu Kostolany: Ein Freund von mir kannte ihn noch persönlich. Damals, so um 1993 herum fragte besagter Freund, der damals noch Börsenanfänger war, Kosto um Rat.

Die Antwort von Kosto: Im Moment kannst Du kaufen was Du willst. Es steigen alle Aktien. Nur eines musst Du mir versprechen: Dass Du bis spätestens 2000 alle Aktien wieder verkaufst!

Bürogummi
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Re: Gibt es Lösungsansätze für eine zukünftige AHV-Finanzier

Dr.B. wrote:

Da noch Sonntag ist, könnten wir Philosophieren?

Dr. B. meint

Bei einen Anfangskapital von 78'132.72 Schweizerfränkli

und einem Zinssatz von 4,00 Prozentli

und bei einer Laufzeit von 65 Jährli

hätten wir einen Endkapital von 1 Kistli

bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozentli (früher wären es 7,2 % gewesen)

gibt es lockere 5000.-- im Monat

Die Aufgabe der SNB, keine Teuerung

und der BVG könnte sich in Luft auflösen.

oder sind es nur Träumereien eines Dr.B.

4 % EIDG 2049 gibt es bereits, aber wer hat diese denn eingekauft???

doch nicht etwa Bankster und Verarschungskonzerne

Teeli isch fertig, vielleicht weiss der Sohn vom FENNEK eine Antwort

Dein Beitrag ist, aus meiner bescheidenen Sicht, wertvoll.

Beginnen wir bei Deinen Fragen - aber hinten.

SOLLTE ES EINE 4% EIDGENOSSCHAFT geben, bis 2049 - dann kaufen das die Pensionskassen.

Ich kaufe das = gib mir die Valoren Nummer.

4% Eidgenossenschaft bis 2049 kaufen wir.

CREDIT SCHEISS BANKING USA

oder

UNITED BANK OF SAUHÜNDE IN DER SCHWEIZ.

cs oder ubs ?

SCHWEIZER BANKEN ODER UHREN WERDEN IN DER SCHWEIZ GEMACHT.

Wer hat es erfunden ?

Wir nicht

Schweizer brauchen keinen Pass - die sind in der Regel einfach korrekt.

Also bleiben wir es.

John Doe
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MarcusFabian wrote:

[Fazit:

Es gibt Zeiten, da macht kaufen und halten Sinn und Zeiten, da macht es keinen Sinn. Wer 1966 Aktien gekauft hat, dem hat es wenig Spass gemacht, sie bis 1981 die Hälfte des Wertes verlieren zu sehen. Auch wenn sie 1995 wieder den inflationsbereinigten Einstandspreis gesehen haben: 30 Jahre sind ein halbes Börsenleben!

Noch etwas zu Kostolany: Ein Freund von mir kannte ihn noch persönlich. Damals, so um 1993 herum fragte besagter Freund, der damals noch Börsenanfänger war, Kosto um Rat.

Die Antwort von Kosto: Im Moment kannst Du kaufen was Du willst. Es steigen alle Aktien. Nur eines musst Du mir versprechen: Dass Du bis spätestens 2000 alle Aktien wieder verkaufst!

Da hast du absolut recht, wenn man überzeugt ist, dass wir uns noch in einem Bärenmarkt befinden und man muss auch so nervenstark sein, den Bärenmarkt bis am Schluss mitzureiten und im richtigen Moment auf den Aktienbullen umzusteigen.

Wer sich das zutraut, der kann echt gutes Geld verdienen. Ich habe nun deine Postings gelesen und wenn jemand weiss von was er spricht, respektive schreibt, dann DU !

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Bürogummi
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BÄREN UND BULLEN

WIR sollten niemals "erpressbar" sein.

Bearish oder Bullish.

MarcusFabian
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John Doe wrote:

und man muss auch so nervenstark sein, den Bärenmarkt bis am Schluss mitzureiten und im richtigen Moment auf den Aktienbullen umzusteigen.

Ich meine, es braucht im Moment bedeutend mehr Nervenstärke, allen Widrigkeiten zum Trotz in Aktien zu gehen.

Schau, es ist doch eigentlich recht simpel:

In den roten Phasen hat man Aktien und kein Gold und in den gelben Phasen Gold aber keine Aktien.

Und selbst wenn man den optimalen Wechsel um 1 oder 2 Jahre verpasst, ist das kein Beinbruch. Man ist immer noch super mit dabei.

Das Dow:Gold Ratio liegt derzeit bei 6.75 (12150 / 1800). Irgendwo um 1:1 bis 4:1 wird es drehen. Wenn wir die globalen Währungsprobleme betrachten, die es so auch in den 1970ern noch nicht gab, wird es wohl eher bei 1:1 sein.

Ich habe keinen blassen Schimmer, wo sich Dow und Gold treffen werden: Beide bei 3000? bei 5000? bei 10'000 oder bei 1 Milliarde?

Ich weiss es nicht. Aber muss es mich interessieren?

Es geht mir schon lange nicht mehr um den Preis in Dollar, denn ich glaube nicht, dass der Dollar (und all seine derivativen Währungen) in seiner jetzigen Form überleben wird. Gute Firmen werden immer einen Wert haben. Gold ebenso. Insofern ist es auf alle Fälle besser, Aktien zu halten als Staatsanleihen oder Cash.

Mich interessiert rein der Wendepunkt Dow:Gold nach obigem Chart. Egal, welchen Wert das Papiergeld dann noch hat.

Wann wird es soweit sein? Ich schätze in 1-2 Jahren.

Und wie erkennen wir, wenn es soweit ist?

Daran, dass die Schuldenproblematik gelöst ist - egal auf welche Art - und die Gelddruckerei, Geldentwertung aufgehört hat.

Vermutlich wird Gold dann in eine letzte Blase laufen, mit Anstiegen um 5-10% pro Tag, einem völlig ausgetrockneten physischen Markt und langen Schlangen kaufwilliger Kleinanleger in Panik vor den Edelmetallhändlern. Und genau in diese Blase hinein, verkaufen wir dann Gold und kaufen billig Aktien. Wink

Bürogummi
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Re: @ MF,

Brunngass wrote:

Lieber MF,

K 3000 bringt mir keine Kohle.

Aber ist Unterhaltung auf höchstem Nivea.

Möge unser Wochenende freibleiben von gummigen Kommentaren über Schnittlauch aus Palästina,der auf Kamelkacke wächst

Na -ja -

jeder seinen Stil.

Jedenfalls hat es MIGROS scheinbar auch begriffen:

Wenige Schweizer wollen ISRAEL Mörder auf den Schultern. Gehe doch in ein "sogenanntes" Kibbuzim und pflücke JAFFA Orangen.

Den Dokumentarfilm darfst auch du sehen = wurde von Israelis gemacht - nicht von mir.

Ich will einfach keine "falsch"-deklarierten Artikel im Regal. Jeder darf frei wählen - aber gefälschte Artikel aus Israel dürfen wir ja auch erkennen dürfen. Und dann eine Avocado aus Peru nehmen - oder nicht ? Schnittlauch aus Israel ist im MIGROS einfach weg - CAMEL.

Gottlob. Lügen haben eben kurze Beine. Die Hauptstadt von Israel ist Tel Aviv und nicht Jerusalem. See you. Bob Dylan the II.

Metropolit
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Hat jemand im Internet einen Link auf dem ein Chart oder eine Grafik der laufenden Renditen der Staatsanleihen ersichtlich ist?

Habe bis jetzt nichts gefunden :roll:

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Bäri
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Metropolit
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Bäri wrote:

www.pigbonds.info

sehr schön, Besten Dank! Hast du auch Erfahrungswerte wie oft diese Daten aktualisiert werden?

Gruss

Metro

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Metropolit
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

... dass sich mit dem Supergau Default auch sehr gut leben lässt, zeigt Island Wink

Die Wahl zwischen 20 jähriger Depression und kurzem Default ist meiner Meinung nach nicht entschieden. Politisch ist das was Du Supergau nennst - also der Staatsbankrott - kurzfristig und über einige Monate hinweg schlimmer als die Depression aber langfristig der bedeutend einfachere Weg. Deshalb wurde in der Vergangenheit auch immer der Weg von Schuldenschnitt, Staatsbankrott, Währungsreform gewählt: Kurze Krise und die Sache ist vorbei.

Ich bin schon alleine deshalb für den kurzen aber scharfen Schnitt, weil bei einer 20+ jährigen Depression nicht nur die Generation, die die Verantwortung für die Schulden trägt, leidet sondern auch die Generation der Kinder. Und das ist schlicht und ergreifend ungerecht!

Es ist einfach nicht fair den jungen Griechen gegenüber, dass denen mit 50% Jugendarbeitslosigkeit ihre Zukunft geraubt wird, nur weil deren Väter nicht mit Geld umgehen konnten.

Ich teile deine Einschätzung, dass ein Schuldenschnitt bzw. ein Staatsbankrott (auch von Italien) vielleicht die kurzweiligere Lösung wäre als der momentan eingeschlagene Weg mit Reformen und Sparpaketen, da diese nach Beschluss zu Wirtschaftsabschwüngen führt. Aber welcher Politiker wird das Land "für die zukünftige Generation" konkurs gehen lassen? Bis jetzt scheut die Politik Staatsbankrotte wie der Teufel das Weihwasser.

Wenn du 2 Wege hast, beim ersten weisst du er wird hart, lange, mühsam und deine Familie und Kinder werden leiden. Aber du siehst ein Ziel. Du kannst zwar links und rechts über den Grat fallen, aber du siehst ein Ziel.

Den Zweiten könntest du ebenfalls nehmen, weisst allerdings nicht wie lange und steil er ist.

Die Mehrheit der Leute (in der momentanen Krise die Politker) werden wohl trotz allem Weg 1 nehmen solange es geht.

Meines Erachtens gibt es momentan eine Dreiecksbeziehung zwischen den Finanzmärkten, der Politik und dem "Fussvolk". Eine Win/Win/Win Situation wird und kann es nicht geben, bei diesem Spiel muss es zwangshaft Verlierer geben.

Beispiel: An den Kursausschlägen der letzten Monaten ist klar ersichtlich, dass die Märkte Reformen und Sparpakete fordern, denn jedes mal wenn in diesen Bereichen Fortschritte gemacht wurden gab es tendenziell steigende Kurse.

Als Gegenpol ist uns dank den Abertausenden von Demonstranten gegen die entsprechenden Sparpakete auch bewusst, dass die Masse diesen gegenüber nicht gerade positiv eingestellt ist.

Die Politik spielt hier den Schinken zwischen den Brotscheiben, wer gewinnen wird ist völlig offen.

So schnell wird die Politik allerdings vom momentan eingeschlagenen Weg der Reformen nicht abkommen deshalb muss wohl weiterhin mit harzigem Vorgehen an den Märkten gerechnet werden.

Gruss

Metro

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Bäri
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SMI im November 2011

@Metropolit

Diese sind mit der Bloomberg Seite verlinkt, sollten ziemlich aktuell sein.

Weiss allerdings nicht, wie häufig die Kurse neu gestellt werden, warscheinlich einmal am Tag.

marcello
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SMI im November 2011

Metropolit wrote:

Bäri wrote:
www.pigbonds.info

sehr schön, Besten Dank! Hast du auch Erfahrungswerte wie oft diese Daten aktualisiert werden?

Gruss

Metro

Nette Übersicht mit den Bond Yields. Ist aber nicht wirklich realtime das zeugs. Unten auf der Seite steht "Note that quotes are not live but are only updated manually!"

Am besten einfach bei Google eingeben

Italy 10 year bond

Spain 10 year bond

French 10 year bond

Greece 10 year bond

Was immer auch für einen Yield du checken möchtest. Die erste Seite ist dann immer die Quote von Bloomberg und dort ist es auch up to date.

MarcusFabian
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SMI im November 2011

Metropolit wrote:

Die Mehrheit der Leute (in der momentanen Krise die Politker) werden wohl trotz allem Weg 1 nehmen solange es geht.

In dem Fall eine blöde Frage: Warum hat man diesen Weg des Sparens nicht bereits 2001 (Platzen der Dotcom-Blase) beschritten?

Damals betrug der Schaden schlappe 700 Mrd. Dollar. Das hätte man noch einigermassen problemlos "ersparen" können.

Statt dessen wird für die Banken das Spielcasino um die Immobilienblase eröffnet, die Banken verspekulieren sich und es kommt zur Finanzkrise.

Auch dann 2008 hätte man noch den Weg der Austerität beschreiten können. Die inkompetenten Banken wären Pleite gegangen, die Banker hätten geblutet. Die Wirtschaft hat ja problemlos funktioniert; es war eine reine Finanzkrise.

Aber nein, statt dessen nahmen die Staaten den Banken die Schulden ab, damit die weiter im Casino zocken und ihre Boni ausschütten können. Und jetzt, wo der Schaden bei etwa 13.6 Billionen liegt, soll der Steuerzahler dafür für die nächsten 20, 30 Jahre bluten?

Was für eine Logik ist das denn?

Metropolit
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@MarcusFabian:

Naja damals gab es einen noch einfacheren Weg: Geld drucken und weiter munter Schulden machen. Die Märkte haben die Pille geschluckt und die Party ging nach einer kurzen Schlägerei weiter. Das geht heute nicht mehr so gut.

Wobei die EZB bei Eskalation wohl auch heute wieder unbeschränkt zur Notenpressen greiffen würde/müsste.

Ob die Rettung der Banken damals gut oder schlecht war wissen wir nicht, da wir nur die Folgen des einen eingeschlagenen Weges kennen.

Fakt ist aber analog damals: Der Konkurs ist eine Blackbox, man weiss nicht wie Land und Leute reagieren, man weiss nicht wer wie tief in den Schlamassel gezogen wird. Und genau diese Unsicherheit hasst der Mensch, deshalb wird er sich wohl oder übel für die (auch wenn es eine schwierige und unsichere ist) "Lösung" entscheiden. Hiermit spreche ich nun von der Politik.

Du schreibst ja bereits einige Zeit, dass das heutige System uns "irgendwann um die Ohren fliegt". Dies vermag ich nicht zu beurteilen, aber jeder Entscheidungsträger wird es so weit wie möglich hinauszögern... so scheint es mir jedenfalls im Moment.

Das erwähnte Fussvolk, aber ganz klar auch die Märkte haben es in der Hand diesen Weg zu versenken. Den die Märkte sind um ein vielfaches schneller als die Politik mit den Reformen und die Wirkungen daraus.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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Metropolit wrote:

Ob die Rettung der Banken damals gut oder schlecht war wissen wir nicht, da wir nur die Folgen des einen eingeschlagenen Weges kennen.

Nun, auch hierzu liefert uns die Geschichte ein Beispiel:

Als 1637 die Tulpenzwiebel-Blase in Holland platzte, sind die Spekulanten und Banker zum Staat gerannt und wollten einen Bailout.

Begründung damals wie heute: Wenn wir das Geld nicht kriegen, wird es zum wirtschaftlichen Zusammenbruch Mitteleuropas (nicht nur Hollands!) kommen.

Die Regierung hat zwei Tage über das Ansinnen nachgedacht und danach folgende Regierungserklärung verfasst:

Quote:

Die Tulpenzwiebel-Spekulationen sind in einer Art Fieber zustande gekommen, also im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit. Bei Spielsucht ist aber nicht der Staat zuständig, sondern der Arzt.»

Die Banker haben nichts bekommen und viele haben das einzig richtige getan: Sie haben sich vor die nächste Pferdekutsche gestürzt.

Der Wirtschaft hat es überhaupt nicht geschadet. Es gab ja noch genügend seriöse Banker, die überlebt hatten und dass einige Banker ihr ganzes Vermögen verloren hatten, war für die Wirtschaft als Ganzes irrelevant.

Metropolit wrote:

Fakt ist aber analog damals: Der Konkurs ist eine Blackbox, man weiss nicht wie Land und Leute reagieren, man weiss nicht wer wie tief in den Schlamassel gezogen wird.

Da hilft ein Blick in die Geschichtsbücher. Staatsbankrotte sind nichts besonderes. Frankreich hatte in der Zeit um die Revolution 8 Staatsbankrotte in 80 Jahren.

Gelöst wurde das jeweils dadurch, indem man die Banker auf die Guilloutine legte. Auch ein Haircut. Nur eine Stufe weiter unten Wink

Ironie beiseite:

Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott

1998 Russland,

2002 Argentinien

etc. Beiden Ländern ging es schon kurz nach dem Bankrott besser als je zuvor.

Metropolit wrote:

Du schreibst ja bereits einige Zeit, dass das heutige System uns "irgendwann um die Ohren fliegt". Dies vermag ich nicht zu beurteilen, aber jeder Entscheidungsträger wird es so weit wie möglich hinauszögern... so scheint es mir jedenfalls im Moment.

Richtig. Und damit die Fallhöhe erhöhen!

Metropolit wrote:

Das erwähnte Fussvolk, aber ganz klar auch die Märkte haben es in der Hand diesen Weg zu versenken. Den die Märkte sind um ein vielfaches schneller als die Politik mit den Reformen und die Wirkungen daraus.

Stimmt. Wobei die Märkte ja ausgehebelt sind. Und zwar durch die Politik.

Beispiele:

Griechenland würde schon seit Jahren keine Kredite mehr bekommen, wenn der Markt bestimmen würde. Griechenland könnte sich neue Schulden gar nicht mehr leisten (hohe Zinsen). Der Markt ist eine natürliche Schuldenbremse: Wenn Du zu stark verschuldet bist, gibt's keinen neuen Kredit. Also kannst Du Deine Schulden nicht noch weiter verschlimmern.

2. Wer sich verspekuliert, wird vom Markt bestraft, indem er Verluste einstecken muss. Notfalls in Konkurs geht. Das gilt überall nur nicht für Banken. Auch hier wurde der Reinigungsprozess des Marktes ausgehebelt, der die Kompetenten belohnt und die Inkompetenten über den Jordan schickt.

3. In einem gesunden Bankenumfeld wäre kein Banker jemals auf die Idee gekommen, jemandem eine Hypothek zu gewähren, die der sich nicht leisten kann.

4. Die Solidargemeinschaft der Euro-Zone, dass sich die Staaten jetzt gegenseitig mit Krediten aushelfen hat auch nichts mit freiem Markt zu tun.

GloomBoomDoom
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MarcusFabian wrote:

John Doe wrote:
Kaufen und liegen lassen - ein historischer Rückblick

Den man auch grafisch am inflationsbereinigten Dow aufzeigen kann:

*** 14.11.2011 17:22 editiert, mf: Kein Grund das ganze Posting zu zitieren. ***

Interessantes Posting. Ich bin deiner Meinung, WENN es um den Gesamtmarkt geht.

Die meisten in diesen Foren traden jedoch Einzeltitel, was ein Vergleich zum Index nur beschränkt zulässt!

In jeder Krise gibt es Firmen, welche hochgehen, die Selektion ist einfach schwieriger!!

Bären- oder Bullenmarkt, die richtige Aktie im richtigen Zeitpunkt zu kaufen und verkaufen hätte genauso viel Gewinn gegeben wie dein Goldspielchen.... Nur ist die Börse kein Ponyhof 8)

MarcusFabian
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SMI im November 2011

GloomBoomDoom wrote:

In jeder Krise gibt es Firmen, welche hochgehen, die Selektion ist einfach schwieriger!!

Stimmt. Aber Stockpicking ist eine wahre Kunst, die vermutlich kaum mehr als 1-2% der Anleger beherrschen.

Alle 15-20 Jahre mal zwischen Gold und Aktien hin- und herzuwechseln kann aber jeder.

Dr.B.
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Re: Gibt es Lösungsansätze für eine zukünftige AHV-Finanzier

Bürogummi wrote:

Dr.B. wrote:
Da noch Sonntag ist, könnten wir Philosophieren?

Dr. B. meint

Bei einen Anfangskapital von 78'132.72 Schweizerfränkli

und einem Zinssatz von 4,00 Prozentli

und bei einer Laufzeit von 65 Jährli

hätten wir einen Endkapital von 1 Kistli

bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozentli (früher wären es 7,2 % gewesen)

gibt es lockere 5000.-- im Monat

Die Aufgabe der SNB, keine Teuerung

und der BVG könnte sich in Luft auflösen.

oder sind es nur Träumereien eines Dr.B.

4 % EIDG 2049 gibt es bereits, aber wer hat diese denn eingekauft???

doch nicht etwa Bankster und Verarschungskonzerne

Teeli isch fertig, vielleicht weiss der Sohn vom FENNEK eine Antwort

Dein Beitrag ist, aus meiner bescheidenen Sicht, wertvoll.

Beginnen wir bei Deinen Fragen - aber hinten.

SOLLTE ES EINE 4% EIDGENOSSCHAFT geben, bis 2049 - dann kaufen das die Pensionskassen.

Ich kaufe das = gib mir die Valoren Nummer.

4% Eidgenossenschaft bis 2049 kaufen wir.

CREDIT SCHEISS BANKING USA

oder

UNITED BANK OF SAUHÜNDE IN DER SCHWEIZ.

cs oder ubs ?

SCHWEIZER BANKEN ODER UHREN WERDEN IN DER SCHWEIZ GEMACHT.

Wer hat es erfunden ?

Wir nicht

Schweizer brauchen keinen Pass - die sind in der Regel einfach korrekt.

Also bleiben wir es.

@Bürogummi

Dr.B. möchte dich nicht enttäuschen, leider wirst du diese anleihe nicht kaufen wollen

börse SWX

Handelswährung CHF

Symbol E984

Valor 975519

ISIN CH0009755197

der preis sollte bei ca. 174 sein (bei ablauf kriegts du 100)

sorry

Dr.B. kommt wieder, keine frage.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

John Doe
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Stimmt. Aber Stockpicking ist eine wahre Kunst, die vermutlich kaum mehr als 1-2% der Anleger beherrschen.

Alle 15-20 Jahre mal zwischen Gold und Aktien hin- und herzuwechseln kann aber jeder.

Ich bin kein Gold-Bug und werde es wohl auch nie werden, jedoch bin ich ein Spekulant, der mit allem handelt, womit man Geld machen kann.

Viele Spekulanten machen den Fehler, dass sie uneinsichtig sind, festgefahren und emotional – stur, das kostet aber Geld und Nerven.

Die Zeichen der Zeit zuerkennen und danach handeln, ist die Kunst eines Spekulanten und Anleger, das trennt die Spreu vom Weizen.

Marcus Fabian, erklärt hier, für eine grosse Leserschaft, mit einfachen Worten und einer bestechenden Logik, woran man die Zeichen ausmacht und wie man danach handelt, dafür bedankt sich sogar ein Aktienbulle.

Danke für deine Bemühungen :!:

THAT`S MY SECRET I`M ALWAYS BULLISH

T15
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Wann wird es soweit sein? Ich schätze in 1-2 Jahren.

Und wie erkennen wir, wenn es soweit ist?

Daran, dass die Schuldenproblematik gelöst ist - egal auf welche Art - und die Gelddruckerei, Geldentwertung aufgehört hat.

Vermutlich wird Gold dann in eine letzte Blase laufen, mit Anstiegen um 5-10% pro Tag, einem völlig ausgetrockneten physischen Markt und langen Schlangen kaufwilliger Kleinanleger in Panik vor den Edelmetallhändlern. Und genau in diese Blase hinein, verkaufen wir dann Gold und kaufen billig Aktien. Wink

das find ich jetzt eine intressante aussage Wink 1-2Jahre...

denkst du, du bist hier noch im Forum wenns dann soweit ist? Intressant wäre was für Aktien würdest du kaufen? SMI und Down? Cisco, Swisscom? oder am neustart Banken, Versicherungen? JP Morgan oder Julius Bär? Bist du dich da schon am rumschauen? bzw. hast dir schon Gedanken gemacht?

MarcusFabian
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SMI im November 2011

T15 wrote:

hast dir schon Gedanken gemacht?

Darüber, welche Aktien man dereinst kaufen soll?

Nein, sicher nicht. Wir wissen ja noch gar nicht unter welchem Umständen die Wende stattfindet, welche Firmen dann noch leben, wie stark sie sind etc.

Karat1
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Gold - DJ Average-Ratio

@marcus

In Deinem Beitrag erwähnst Du das Gold/DJ Av.-Ratio als Indikator für steigende oder sinkende Aktienkurse. Welche weiteren Ratio-Indikatoren geben auch noch zuverlässliche Signale für die Trends der Aktienmärke. Allenfalls sogar auch die Trends der Branchen?

Meiner Meinung nach könnte zusätzlich zu Gold u.a. auch ein Kupfer/DJ-Ratio herangezogen werden. Kupfer ist ja eingentlich ein guter Signalgeber für Aktien. Steigt die Nachfrage und damit der Preis von Kupfer signalisiert es eine wirtschaftliche Belebung. Die Veränderung der Ratio würde das möglicherweise frühzeitig signalisieren. Es ist natürlich wichtig, das man die Signale richtig interpretiert.

Könntes Du vielleicht zum Thema:

Ratio Gold / Aktien, etc. und deren Aussage- und Prognosekraft auf mittlere Sicht.

Karat

k3000
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Re: Gold - DJ Average-Ratio

Karat1 wrote:

Könntes Du vielleicht zum Thema:

Ratio Gold / Aktien, etc. und deren Aussage- und Prognosekraft auf mittlere Sicht.

Sorry das ich dir die schlechten News bringe, aber die Aussagekraft der ganzen Dow/Gold Geschichte von MF ist Null.

Wenn eine Prognose mögliche wäre, würde jeder damit gratis Geld verdienen.

... und die 4 Datenpunkte zum Wechsel der Anlagestrategie über 70 Jahre? Kann ja nicht ernst gemeint sein.

Move on.

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