SMI im November 2011

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Neu-SG
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SMI im November 2011

wird wohl so sein... kommt ja 2012 - vielleicht ist ja wirklich was dran....

macht euch alle einen Luftschutzkeller aus Goldbarren... haha

John Doe
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Warum 3. Weltkrieg? Und wer gegen wen?

Nur wegen einer Währungsreform (oder mehreren)?

Die Amis würden höchstens die Gunst der Stunde nutzen, um auch ihrerseits den Dollar zu ersetzen und dabei ihre Schulden in Asien loszuwerden.

Dabei könnte man noch bequem die Schuld auf Europa schieben und alles ist zufrieden Wink

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ärgern sie sich noch morgen. Die Augen der Chinesen würden sich wohl noch mehr schlitzen.

Die fangen Kriege wegen viel geringeren Sachen an, Dalai Lama könnte einiges erzählen. Ohhhmmm……..

MarcusFabian
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SMI im November 2011

Die Chinesen haben in den letzten 50 Jahren weitaus weniger Kriege geführt oder gar angefangen als die Amerikaner.

John Doe
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Die Chinesen haben in den letzten 50 Jahren weitaus weniger Kriege geführt oder gar angefangen als die Amerikaner.

Reine Strategie! Wie schwächt man eine Weltmacht, die einem wirtschaftlich und waffentechnisch (noch) überlegen ist? Man lässt sie, die teuren Kriege führen, das schwächt die Währung und die Wirtschaft. Das wiederum ermöglicht die (Welt)Macht, Stück für Stück, unblutig an sich zu reissen.

MarcusFabian
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SMI im November 2011

Das tönt mir jetzt etwas zu weit geholt: "Die Chinesen sind schuld, dass die Amis alle Nase lang Krieg führen ..." :roll:

Und "Wirtschaft schwächen" ... : Haben die Chinesen die US-Konsumenten mit vorgehaltener Waffe gezwungen im WalMart billige chinesische T-Shirts und Flachbildfernseher zu kaufen?

Kursspitze
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SMI im November 2011

Der Blick soll doch Indikator/Kontraindikator sein.

Blick Titelseite:

Barroso warnt.

Der Euro bricht zusammen ...wenn die Deutschen weiter gegen Euro-Bonds sind.

Wie muss man dies jetzt interpretieren?

Merlin2033
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SMI im November 2011

John Doe wrote:

MarcusFabian wrote:
Die Chinesen haben in den letzten 50 Jahren weitaus weniger Kriege geführt oder gar angefangen als die Amerikaner.

Reine Strategie! Wie schwächt man eine Weltmacht, die einem wirtschaftlich und waffentechnisch (noch) überlegen ist? Man lässt sie, die teuren Kriege führen, das schwächt die Währung und die Wirtschaft. Das wiederum ermöglicht die (Welt)Macht, Stück für Stück, unblutig an sich zu reissen.

Glaubst du wirklich dass die Ami's das ohne mit der Wimper zu zucken einfach so hinnehmen würden???

Merlin2033
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SMI im November 2011

MarcusFabian wrote:

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Geldmengenwachstum.

Das ist ein Märchen, das man uns seit 40 Jahren in den Kopf setzt, um die Gelddruckerei zu rechtfertigen.

Im 19. Jh. wurde ganz Amerika erschlossen, die Eisenbahn durch den Kontinent gebaut, Städte schossen aus dem Boden und die Wirtschaft blühte.

Und das alles, ohne die Geldmenge zu erhöhen.

Soso und wann war denn der Goldboom? Da wurde die Geldmenge täglich erhöht indem jeden Tag mer Geld gefunden wurde, in form von Gold!!!

Bäri
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bengoesgreen wrote:

John Doe wrote:
MarcusFabian wrote:

Theoretisch wäre das natürlich denkbar: Alle Länder treten aus dem Euro aus, der Euro wird von der EZB hyperinflationiert und alle Euro-Vermögen/Schulden sind wertlos.

Entspricht im Wesentlichen einer Währungsreform, wenn auch auf Umwegen.

Man stelle sich in dieser Theorie die langen Gesichter der USA, China, England und den Schweizern vor. :evil: Um nur einige zu nennen.

Geht nicht. EU-Länder haben viel Eigentum im Ausland. Gesetze lassen sich schnell ändern. Et voila ist all ihr Eigentum konfisziert und verstaatlicht.

Solch ein Gesetz gibt es in den USA schon und wurde auch schon angewendet.

TRADING WITH THE ENEMY ACT

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=141

serious
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SMI im November 2011

John Doe wrote:

MarcusFabian wrote:
Warum 3. Weltkrieg? Und wer gegen wen?

Nur wegen einer Währungsreform (oder mehreren)?

Die Amis würden höchstens die Gunst der Stunde nutzen, um auch ihrerseits den Dollar zu ersetzen und dabei ihre Schulden in Asien loszuwerden.

Dabei könnte man noch bequem die Schuld auf Europa schieben und alles ist zufrieden Wink

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ärgern sie sich noch morgen. Die Augen der Chinesen würden sich wohl noch mehr schlitzen.

Die fangen Kriege wegen viel geringeren Sachen an, Dalai Lama könnte einiges erzählen. Ohhhmmm……..

So einen Blödsinn habe ich nicht mehr oft gehört. Wo haben die Chinesen Krieg angezettelt? Die Chinesen wurden von den Europäern und Japanern angegriffen. Die Chinesen sind wesentlich friedliebender wie die Juden oder Amis. Dein Geschichtsverständnis und Deine Wahrnehmung ist von der westlichen Presse gestört.

Kleine Nachhilfe: Opiumkrieg - wurde auch nicht von den Chinesen angezettelt. Buddhismus - die friedliebendste Religion überhaupt, nenne mir einen Krieg der aus dem Buddhismus herausgegangen ist. Tibet: Noch nie haben Religionen die Menschen ernährt. Ohne chinesische Hilfe wäre Tibet total verarmt, da nützen auch die Auftritte eines Dalai Lama nichts.

Wenn Ihr nicht mehr weiter wisst, sind am Schluss noch die Chinesen schuld. Wir haben die Finanzkrise nicht der Asiaten, sondern des hochgelobten Westens wegen. Zuerst Denken ... bevor man schreibt.

Es hört doch jeder nur, was er versteht! (Goethe)

marabu
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SMI im November 2011

serious wrote:

John Doe wrote:
MarcusFabian wrote:
Warum 3. Weltkrieg? Und wer gegen wen?

Nur wegen einer Währungsreform (oder mehreren)?

Die Amis würden höchstens die Gunst der Stunde nutzen, um auch ihrerseits den Dollar zu ersetzen und dabei ihre Schulden in Asien loszuwerden.

Dabei könnte man noch bequem die Schuld auf Europa schieben und alles ist zufrieden Wink

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ärgern sie sich noch morgen. Die Augen der Chinesen würden sich wohl noch mehr schlitzen.

Die fangen Kriege wegen viel geringeren Sachen an, Dalai Lama könnte einiges erzählen. Ohhhmmm……..

So einen Blödsinn habe ich nicht mehr oft gehört. Wo haben die Chinesen Krieg angezettelt? Die Chinesen wurden von den Europäern und Japanern angegriffen. Die Chinesen sind wesentlich friedliebender wie die Juden oder Amis. Dein Geschichtsverständnis und Deine Wahrnehmung ist von der westlichen Presse gestört.

Kleine Nachhilfe: Opiumkrieg - wurde auch nicht von den Chinesen angezettelt. Buddhismus - die friedliebendste Religion überhaupt, nenne mir einen Krieg der aus dem Buddhismus herausgegangen ist. Tibet: Noch nie haben Religionen die Menschen ernährt. Ohne chinesische Hilfe wäre Tibet total verarmt, da nützen auch die Auftritte eines Dalai Lama nichts. Wenn Ihr nicht mehr weiter wisst, sind am Schluss noch die Chinesen schuld. Wir haben die Finanzkrise nicht der Asiaten, sondern des hochgelobten Westens wegen. Zuerst Denken ... bevor man schreibt.

Gratuliere!

Manch einem täten kulturhistorische Betrachtungen aus anderem Blickwinkel als dem leider bei uns immer noch vorherrschenden arroganten, jüdisch-christlichen Blickwinkel gut! Die Blüte chinesischer Kultur dauerte Jahrtausende.

Metropolit
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SMI im November 2011

und weiter gehts hoch mit den Renditen der Deutschen Staatsanleihen.

2.26% oder +5,2% auf 10y.

besorgniserregend... Das Misstrauen trifft nicht nur die Südstaaten, sondern entwickelt sich zu einem generellen Misstrauen ggü der Eurozone. :!:

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Minerva.
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Metropolit wrote:

und weiter gehts hoch mit den Renditen der Deutschen Staatsanleihen.

2.26% oder +5,2% auf 10y.

besorgniserregend... Das Misstrauen trifft nicht nur die Südstaaten, sondern entwickelt sich zu einem generellen Misstrauen ggü der Eurozone. :!:

Die Märkte werden nun dafür sorgen, dass alle Staatsanleihen:

-belgische

-österr.

-deutsche

-französiche

-spanische

-italienische

-finnländ.

-holländ.

sehr hohe Renditen erreichen. So das die Einführung von Eurobonds dann selbstverständlich/unausweichlich wird. Dann spielt es auch keine gr. Rolle mehr, wenn auch Frankreich,Deutschland,Holland und Finnland

5-7% Bezahlen müssen. Das einige Länder wie DE,Hol.+Finn immer noch so tiefe Zinsen bezahlen, wird nicht mehr andauern.Immerhin sind sie im selben Konstrukt eingeflochten.Also nicht Wundern,wenn DE-Renditen steigen.

MarcusFabian
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Merlin2033 wrote:

Soso und wann war denn der Goldboom? Da wurde die Geldmenge täglich erhöht indem jeden Tag mer Geld gefunden wurde, in form von Gold!!!

Ab 1848.

Damals gab's wegen der "Gold-Inflation" auch tatsächlich kurz Teuerung Wink

MarcusFabian
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Metropolit wrote:

und weiter gehts hoch mit den Renditen der Deutschen Staatsanleihen.

2.26% oder +5,2% auf 10y.

Ich frage mich ja, wie hoch die Renditen der US-Treasuries wären, würde die FED nicht monetarisieren.

Ob die EZB wohl den gleichen weg wie die FED beschreiten wird, um die Zinsen künstlich zu drücken?

Eurobonds oder Monetarisierung. Das sind derzeit noch die Alternativen.

John Doe
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serious wrote:

So einen Blödsinn habe ich nicht mehr oft gehört. Wo haben die Chinesen Krieg angezettelt? Zuerst Denken ... bevor man schreibt.

Es liegt mir fern, hier zu politisieren! Die ganze Diskussion, entstand ja aus rein theoretischen Überlegungen, wie du ja nach lesen kannst.

Vielleicht hast du einmal Lust diese Beiträge zu lesen.

http://tibetfocus.com/

http://www.netzpunkt.de/konflikt/tibet/GESCHICH.HTM

http://de.wikipedia.org/wiki/Tibetische_Unruhen_2008

Wenn ich mich entscheiden müsste, wem ich mein Vertrauen schenke, dem Dalai Lama oder Herrn Hu Jintao, dann fällt mein Entscheid ganz klar auf erstgenannten!

Metropolit
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Minerva wrote:

Dann spielt es auch keine gr. Rolle mehr, wenn auch Frankreich,Deutschland,Holland und Finnland

5-7% Bezahlen müssen.

und ob das eine Rolle spielt! Mit 7% kann kein Land langfristig seine Schulden bezahlen. Wir sind abhängig von tiefen Zinsen wie ein Junkie von der Nadel :!:

Minerva wrote:

Das einige Länder wie DE,Hol.+Finn immer noch so tiefe Zinsen bezahlen, wird nicht mehr andauern.Immerhin sind sie im selben Konstrukt eingeflochten.Also nicht Wundern,wenn DE-Renditen steigen.

wundern tut mich das nicht. Je mehr Deutschland garantiert, bzw. desto schlecher die Mitgaranten für die Rettungskonstrukte sind, desto schwieriger ist die Situation für Deutschland. Oder anders gesagt, desto höher werden die Zinsen für Deutschland.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Metropolit
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MarcusFabian wrote:

Ob die EZB wohl den gleichen weg wie die FED beschreiten wird, um die Zinsen künstlich zu drücken?

Eurobonds oder Monetarisierung. Das sind derzeit noch die Alternativen.

Zu 1: Der Druck wird jedenfalls immer wie grösser. wobei mit dem jetzigen Zinsanstieg für Deutschland machen die Märke der Deutschen Regierung ganz schön Feuer unter dem A....

deshalb 2: Sehe ich ähnlich. Wobei ich mir die Frage stelle, ob mit Eurobonds die Probleme nicht einfach wieder hinausgeschoben werden.

In den jetzt auf dem Tisch liegenden vorschlägen, "dürften" alle Länder sich bis zu 60% des BIP aus dem Eurotopf bedienen. Alles darüber müsste selbst finanziert werden.

In Anbetracht der Unsicherheit der Märkte auch gegen den Kern der Eurozone (Stichwort Anleihenplatzirung Deutschland und Renditeanstieg) wage ich zu behaupten, dass die Zinsen der Eurobonds auch so bei 4-5% zu liegen kommen. Rechnet man danach noch die sicherlich enorm hohen Zusatzkosten für die Schulden von zB Italien über den 60% dazu (denn da hat der Investor ja das höchste Risiko), bin ich nicht übrzeut, ob schlussendlich die effektive Zinslast tiefer ist. Schulden sind ja keine weg.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

MarcusFabian
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Metropolit wrote:

Mit 7% kann kein Land langfristig seine Schulden bezahlen....

Oder anders gesagt, desto höher werden die Zinsen für Deutschland.

Richtig!

Rechnen wir mal: Deutschland zahlt für 10 jährige Anleihen 3.26%.

Bei rund 2 Billionen Schulden sind das Zinsen von 65.2 Mrd.

Bei 7% wären es 140 Mrd.

75 Mrd. pro Jahr haben oder nicht haben ist schon ein grosser Unterschied. Schon jetzt sind die Zinslasten der zweitgrösste Haushaltsposten in Deutschland.

Metropolit wrote:

Wobei ich mir die Frage stelle, ob mit Eurobonds die Probleme nicht einfach wieder hinausgeschoben werden.

Die Reihenfolge der Katastrophen ändert einfach:

Bei Eurobonds geht zuerst Deutschland in die Knie, dann der Euro.

Bei Monetarisierung zuerst der Euro.

Minerva.
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Metropolit wrote:

Minerva wrote:
Dann spielt es auch keine gr. Rolle mehr, wenn auch Frankreich,Deutschland,Holland und Finnland

5-7% Bezahlen müssen.

und ob das eine Rolle spielt! Mit 7% kann kein Land langfristig seine Schulden bezahlen. Wir sind abhängig von tiefen Zinsen wie ein Junkie von der Nadel :!:

Minerva wrote:

Das einige Länder wie DE,Hol.+Finn immer noch so tiefe Zinsen bezahlen, wird nicht mehr andauern.Immerhin sind sie im selben Konstrukt eingeflochten.Also nicht Wundern,wenn DE-Renditen steigen.

wundern tut mich das nicht. Je mehr Deutschland garantiert, bzw. desto schlecher die Mitgaranten für die Rettungskonstrukte sind, desto schwieriger ist die Situation für Deutschland. Oder anders gesagt, desto höher werden die Zinsen für Deutschland.

Sorry aber du hast meine Aussage falsch verstanden/falsch interpretiert. Musst genauer lesen.

MarcusFabian
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Minerva wrote:

Sorry aber du hast meine Aussage falsch verstanden/falsch interpretiert. Musst genauer lesen.

Dann hab' ich's aber auch nicht verstanden.

Was ich verstanden habe ist:

Die Zinsen werden in Nordeuropa steigen. (Soweit auch einverstanden).

Es spielt keine Rolle, wenn die Zinsen auf 5-7% steigen.

Diesem letzten Satz widerspreche ich auch.

Metropolit
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@Minerva:

kann sein... Falls du sagen wolltest, dass es keinen Unterschied macht, ob jedes Land in der Eurozone für seine Schulden 5-7% bezahlt oder Eurobonds erhält, für die ebenfalls 5-7% hingeblättert werden müssen, bin ich einverstanden.

Das ist ja mit ein Kritikpunkt bei den Eurobonds. Ob die Renditen automatisch tiefer sind darf bezweifelt werden. Wohl nur wenn die Bigplayers (zB. China) gross investieren oder die EZB das Baby aufpäppelt, sprich auch mitkauft.

Und wie ich bereits vorher geschrieben habe, fehlt dann immer noch eine Lösung für die x% über 60% des BIP.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

John Doe
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SMI im November 2011

Es gäbe noch die Variante das die Europäische Zentralbank alle Staatsanleihen aufkauft, die Inflation folgt dann auf den Fuss.

Man hört auch etwas von einem gemeinsamen Tilgungsfonds der innerhalb von 25 Jahre abgebaut werden soll, nach dem beschlossen wird, dass die einzelnen Länder für einen Teil ihrer Schulden selbst haften müssen.

MarcusFabian
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SMI im November 2011

Hm, was heisst selbst haften?

Wenn ein Land (z.B. Italien) sich nicht daran hält und weiter Schulden aufbaut, was dann?

Muss es Strafe zahlen?

Und wenn es die Strafe nicht zahlen kann, wird Deutschland ihm das Geld für die Strafe auch leihen? Blum 3

Metropolit
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John Doe wrote:

Es gäbe noch die Variante das die Europäische Zentralbank alle Staatsanleihen aufkauft, die Inflation folgt dann auf den Fuss.

= Lösung 1 (Monetarisierung)

John Doe wrote:

Man hört auch etwas von einem gemeinsamen Tilgungsfonds der innerhalb von 25 Jahre abgebaut werden soll, nach dem beschlossen wird, dass die einzelnen Länder für einen Teil ihrer Schulden selbst haften müssen.

So was in der Art habe ich vor einigen Tagen bereits in die Runde geworfen.

Quote:

Wie könnte so eine Lösung aussehen:

Ach hier dreht sich wieder alles um das Vertrauen. Die Märkte müssen überzeugt sein, dass die Pro-beme gelöst und angepackt werden. Mit lauwarmen Versprechen und Reden werden die Märkte nie überzeugt, ich hoffe schwer jeder Politiker hat dies mittlerweile begriffen.

Der Schuldenschnitt von Griechenand geht in die richtige Richtung und war sicherlich notwendig. Dies kann allerdings bei Italien nich gemacht werden, dafür sind diese einfach eine Nummer zu Gross. Ein Austritt der Problemländer ist für mich eine schlechte Lösung damit werfen wir die Ganze Zone noch tiefer in die Unsicherheit.

Der Vertrag von Maastricht, der bei der Gründung der Eurozone ausgehandelt wurde, ist zwar nicht grundsätzlich falsch, hat aber in der Krisensituation nicht gegriffen, da zwar die Staatsschulden be-grenzt, aber die Schulden aus der Privatwirtschaft (teilweise auch von Unternehmen in Teilstaatsbesitz zB Banken) nicht eingerechnet wurden. Zudem waren bei Verstössen keine automatischen Sanktionen vorgesehen.

Gut am Vertrag ist die max. Verschuldung von 60 vH. Meiner Meinung nach muss den Märkten ein klarer, verbindlicher, gemeinsamer Plan zur Schuldentilgung vorgelegt werden. Hier ein kurzes Beis-piel, dass mir vorschwebt und wohl auch schon hie und da diskutiert wurde:

Bei allen Staaten werden die individuellen Schulden auf 60 %. reduziert. Alle sich darüber befindli-chen Schulden werden laufend (also jeweils bei Fälligkeit, auch hier muss das ganze wieder ruhig und klar über die Bühne gehen) in einen externen Topf (Fonds) ausgelagert. Gleichzeitig müssen sich alle Länder verbindlich verpflichten, Ihre üer 60 vH. innert einer gewissen Zeit zu tilgen. Das Wichtigste wäre eine strikte Disziplin sowie verpflichtungen und auch greiffende Sanktionen. Hierzu einige Punkte:

- Der Fonds und die Reduzierung der individuellen Schulden pro Staat fordern eine nationale Schul-denbremse, welche glaubwürdig die Schulden unter 60% des BIP hält.

- Sparpakete und eine glaubwürdige Strategie wie innerhalb der abgemachten Zeitdauer das Schulden-limit von 60% des BIP erreicht werden will.

- Sanktionen. Ein Land muss sich unbedingt an die Abmachungen halten. Wenn nicht wird der lau-fende Roll-in der auslaufenden Schulden in den Fonds gestoppt und das Land muss die Gelder wieder selber aufnehmen. Das Land würde somit wieder auf den Markt geschmissen und wäre dem Tode geweiht. Hier sehe ich das grösste Problem, denn wenn die Politiker tatsächlich so verantwortungslos agieren und dies bei ihrem eigenen Land zulassen haben wir dieselben Probleme die wir heute wieder haben und das Vertrauen ist dahin.

- Sicherstellungen der Zins- und Tilgungszahlungen. Wie auch immer. Durch Rentenkürzungen, MwsT Zahlungen, um das ganze konjunkturunabhängig zu machen könnte auch eine Jährliche Til-gungszahlung in % des BIP abgemacht werden.

- Teilabsicherung der individuellen Verbindlichkeiten mit Devisen oder Goldreserven. Vor allem letz-tere haben seit Einführung des FIAT Systems keine Bedeutung mehr. Eine Teilabsicherung würde sicherlich vertrauen zurückbringen.

Der Fonds selber könnte anschliessend am Kapitalmarkt Geld aufnehmen und dies prozentual an die Länder verteilen. Dadurch sinken sowohl die Anleihen der direkten Staaten (nur noch 60% Indivi-dualschulden) als auch diejenigen des Tilgugskorbes. Jedenfalls wird letztere Rendite nicht bei 8% liegen. Sie bietet zudem ein optimales Investitionsinstrument für Länder wie China oder Japan die an einer stabilen Eurozone interessiert sind. Bis jetzt mussten diese willkürlich 20 verschiedene Anleihen aufkaufen, immer dort wo es gerade brannte. Mit diesem System hätte man vielleicht die Mö-glichkeit den Märkten glaubhaft aufzuzeigen, bis wann und wie die Probleme gelöst werden können. Vielleicht gewinnen wir dadurch etwas Vertrauen zurück und mit Vertrauen ist eine Ver-trauenskrise durchaus zu meistern.

Selbstverständlich wird es auch bei diesem Vorschlag noch viele verschiedene Probleme geben, die perfekte Lösung gibt es wohl nicht, aber meiner Meinung nach wäre sie möglich. Dazu darf aber kei-nes der grösseren Problemländer(Italien, Spanien, man redet schon von Frankreich) tiefer in den Teu-felskreis gezogen werden. Die Politik braucht Zeit um ein solches Konstrukt auszuarbeiten und glaubwürdig zu verkaufen. Dies wird nicht von heute auf Morgen geschehen.

Das geht in die Richtung der heute diskutierten Form der Eurobonds. Wobei der Springende Punkt für mich der glaubwürdige Schuldenabbau mit den entsprechenden Verpflichtungen (und greiffenden Strafen) und Schuldenbremsen ist.

Nur die "gemeinsame Haftung" übernehmen, auf tiefe Zinsen hoffen und weitermachen wie bis anhin geht nicht. Das werden die Märkte nicht zulassen.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

John Doe
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Natürlich gibt es immer ein Haar in der Suppe, momentan eine verlorene Perücke.

Aber unsere Staaten und unsere Gemeinschaft sind auf Vertrauen aufgebaut und angewiesen.

Verträge können natürlich immer gebrochen werden, das ist das Risiko.

MarcusFabian
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Metropolit wrote:

- Sanktionen. Ein Land muss sich unbedingt an die Abmachungen halten. Wenn nicht wird der laufende Roll-in der auslaufenden Schulden in den Fonds gestoppt und das Land muss die Gelder wieder selber aufnehmen.

Ich gebe folgendes zu bedenken:

Ein Land hat 59% Schulden:GDP liegt also im Rahmen.

Nun kommt es zu einer Rezession. Das GDP sinkt und somit steigt das Verhältnis Schulden:GDP auf 61%.

Nun kommen Sanktionen, das Land muss auf dem freien Markt höhere Zinsen zahlen und gleichzeitig in die Rezession hinein sparen.

Dadurch sinkt das GDP. entsprechend sinken die Steuereinnahmen, die ohnehin nun zu einem grösseren Teil zur Zahlung der Schulden herhalten müssen. Der Staat muss also einen Teil seiner Aufgaben einstellen. Beamte entlassen, die entsprechend als Konsumenten ausfallen, was wiederum der Wirtschaft und dem GDP schadet.

Eine Abwärtsspirale, aus der man nicht rauskommt.

Am Beispiel Griechenlands haben wir ja gesehen, was die Sparmassnahmen für Auswirkungen hatten.

Minerva.
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John Doe
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Metropolit wrote:

So was in der Art habe ich vor einigen Tagen bereits in die Runde geworfen.

.

Habe ich jetzt gelesen, Respekt das ganze hat Hand und Fuss, einen Hacken findet man, auch MF natürlich immer :idea:

MarcusFabian
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John Doe wrote:

Habe ich jetzt gelesen, Respekt das ganze hat Hand und Fuss, einen Hacken findet man, auch MF natürlich immer :idea:

Analogie bei einer Privatperson:

Die Person kann ihre Schulden nicht mehr bezahlen und wird betrieben. Zur Strafe werden hohe Geldstrafen verhängt und die Person verliert ihre Arbeit.

Wie soll sie da jemals ihre Schulden bedienen können?

Es hätte sicherlich eine abschreckende Wirkung auf die Person, es niemals soweit kommen zu lassen. Aber wer dann einmal arbeitslos in der Schuldenspirale gefangen ist, hat nie die Chance, da jemals wieder raus zu kommen.

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