SMI im Oktober 2010

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in_God_we_trust
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SMI im Oktober 2010

MarcusFabian wrote:

Wer hat was geraucht? Der, der einer Bankenbilanz glaubt oder der, der es nicht tut?

Du zürnst uns, wenn wir keinen Unterschied machen zwischen Inflation und Teuerung. Gut. Aber Du solltest auch einen Unterschied machen zwischen glauben und trauen. Glauben ist reserviert für Gott, trauen kann man, ja muss man können, sonst funktionniert das Leben nicht. Oder denkst Du, immer wenn Du einem Menschen begegnest, was mache ich, wenn er oder sie einen Revolver zückt und mich niederschiessen will? Eine Situation, in der man nichts und niemandem trauen kann, nennt man Krieg.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2010

in_God_we_trust wrote:

Du zürnst uns, wenn wir keinen Unterschied machen zwischen Inflation und Teuerung. Gut. Aber Du solltest auch einen Unterschied machen zwischen glauben und trauen.

Zum einen ist mir bewusst, dass der Begriff "Inflation" sowohl für Ausweitung-(inflationierung) der Geldmenge als auch im Sinn steigende Konsumentenpreise verwendet wird. Oft - wie z.B. in den 1970ern - geht beides Hand in Hand. Diesmal allerdings noch nicht.

Konsequenz: Ich versuche den Begriff "Inflation" zu vermeiden bzw. spreche direkt von Teuerung oder Geldmengen-Inflation, damit klar ist, was ich meine.

Zum zweiten traue ich jemandem nur, wenn ich seine Motivation verstehe. Die Fed und die Politiker haben als wichtigstes Ziel, gute Stimmung zu verbreiten bzw. Ängste und Panik zu vermeiden. Im Prinzip müsste nämlich jedem klar sein, dass eine Inflationierung der Geldmenge die Kaufkraft der inflationierten Währung schwächt. Entsprechend werden Schuldner bevorzugt und Sparer bestraft.

Jeder Sparer, der sich dieser Situation bewusst ist, wird entsprechend das einzig richtige tun: Sein Sparkapital abheben und ausserhalb der inflationierten Währung investieren. Sei es in stabilen Fremdwährungen, Aktien im Ausland, Sachwerten oder Rohstoffen.

Es ist also im ureigensten Interesse von Staat und FED, genau dies zu verhindern. Und das erreicht man am besten, indem man dafür sorgt, dass sich der Sparer seiner Situation eben nicht bewusst wird.

Deshalb wird auch klar, weshalb die Teuerung mit 1.5% p.A. offiziell angegeben wird auch wenn die wichtigsten Güter wie Lebensmittel und Energie im zweistelligen Bereich steigen.

Und es ist auch klar, weshalb die FED die Geldmenge M3 nicht mehr veröffentlicht und 13 Billionen Dollar nicht in ihrer Bilanz führt, um die Geld-Inflation zu verschleiern.

Sollte ich deshalb der Politik oder der FED trauen?

Ja. Trauen insofern als ich im Wissen um ihre Motivation und Ziele abzuschätzen versuche, was sie als nächstes tun werden oder nicht tun werden. Kennt man das Ziel des Gegners, kann dies gelingen.

Aber nicht trauen, was die veröffentlichten, beschönigten Zahlen betrifft. Denn von denen weiss ich, dass sie nicht die Wahrheit erzählen sondern nur die die rosarote Farbe für unsere Brillen bilden sollen.

Merced
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SMI im Oktober 2010

MarcusFabian wrote:

Betrachten wir den September mal aus Sicht eines Amerikaners:

CRB, der Rohstoffindex +8.7%

Soja +9.5%

Kupfer + 10%

Reis +10%

Öl 11%

Mais +12%

Silber +13%

Orangensaft +13%

Baumwolle +17.5%

Zucker +19.3%

Und Du bist sicher mit mir einer Meinung, dass diese Preisanstiege bei Rohstoffen in den nächsten Wochen auch auf die Konsumentenpreise durchschlagen müssen!

Von Deflation ist da also weit und breit keine Spur zu sehen.

Diese Liste ist ein Auszug aus Gütern des täglichen Bedarfs, die jeder Amerikaner regelmässig kaufen muss.

Mit Verlaub, aber das ist eine sehr kühne Argumentation. Erstmal, die von Dir zitierten Preissteigerungen scheinen diejenigen Preissteigerungen zu betreffen, welche an den Rohstoffbörsen von Chicago gemessen werden (z.B. hier zu finden: http://www.indexmundi.com/commodities/?commodity=soybeans). Du gehst davon aus, dass diese Preise 1:1 an die Konsumenten weitergegeben werden.

Dann lies mal dies: http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=10&categ_id=3&article...

Da geht’s drum, dass die EU Massnahmen gegen Rohstoffspekulationen treffen will. Ein Auszug aus obigem Artikel: „By way of example, they said that the amount of trade carried out in instruments for the future delivery of oil amounted to 35 times the volume of contracts for the physical delivery of oil.”

35 Mal so viel gehandelt wie physisch geliefert. Und das gilt wohl für alle von Dir zitierten Rohstoffe.

Mit Bonds und Aktien kann man zur Zeit keine vernünftige Rendite erzielen, Absoulte Return Funds und Private Equity haben enttäuscht, also wohin mit dem Geld? Richtig, Rohstoffe; dort spielt die Musik, dort wird der spekulative Ballon aufgeblasen. Sprich mal mit Deinem Banker, der wird Dir das bestätigen.

Die Spekulanten nehmen keine physical delivery, sondern rollen ihre Kontrakte (Exkurs – warum rentieren Rohstoff-ETFs so schlecht? Eben deshalb). Den letzten beissen die Hunde, der muss seine Position mit Verlust schliessen oder physical delivery zu einem teuren Preis nehmen und irgendwie verscheuern. Diejenigen, welche Agrargüter verarbeiten haben einen grossen Teil der Produktion schon vorab fest mit den Produzenten kontrahiert, für die spielen diese Bubblepreise auch keine Rolle. Deshalb schlagen diese wilden Rohstoffpreise gar nicht voll auf den Konsumenten durch, die erwartete Teuerung kommt nicht.

Übrigens bewegen sich die Rohstoffpreise schon seit einiger Zeit auf hohem Niveau und die Inflation in den USA hat nicht merklich zugenommen (siehe auch Weico’s post).

mfG

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2010

Merced wrote:

Du gehst davon aus, dass diese Preise 1:1 an die Konsumenten weitergegeben werden.

Richtig, davon gehe ich aus. Ich sehe keinen Grund, warum ein Geschäft den Verkaufspreis für Reis konstant halten sollte, wenn Reis im Einkauf um 10% gestiegen ist. (Auch wenn weico das als plausibel betrachtet).

Meine persönliche Erfahrung - z.B. mit dem Ölpreis - bestätigt, dass eine Ölpreiserhöhung heute morgen sofort an der Tankstelle spürbar wird.

Und als Informatiker, der schon einige Softwarelösungen für Lebensmittel-Grosshändler geschrieben und somit auch Einblick in Firmen-Internas erlangt hat, kann ich Dir bestätigen, dass Preise sofort weitergegeben werden.

Merced wrote:

35 Mal so viel gehandelt wie physisch geliefert. Und das gilt wohl für alle von Dir zitierten Rohstoffe.

Also wenn Du anklagst, dass Spekulanten z.B. den Reis-Preis in die Höhe treiben und deshalb Menschen verhungern (was ja so auch passiert ist), dann bin ich voll auf Deiner Seite.

Aber das ändert nichts an der Situation, dass höhere Verkaufspreise verlangt werden, wenn der Einkaufspreis steigt. Aus welchen Gründen auch immer.

Aber ich kann die Beweislast auch mal umdrehen:

Meinst Du wirklich, die steigenden Rohstoffpreise würden an die Konsumenten nicht weitergegeben?

Oder frei nach weico: Die Rohstoffpreise steigen zwar um 10% aber trotzdem haben wir Deflation weil die Produzenten die Einkaufspreise nicht weitergeben?

Merced wrote:

Mit Bonds und Aktien kann man zur Zeit keine vernünftige Rendite erzielen, Absoulte Return Funds und Private Equity haben enttäuscht, also wohin mit dem Geld? Richtig, Rohstoffe; dort spielt die Musik, dort wird der spekulative Ballon aufgeblasen. Sprich mal mit Deinem Banker, der wird Dir das bestätigen.

Ich spreche nicht mit meinem Banker. Mein Banker spricht mit mir Wink

Das ist im Fall kein Witz: Derselbe Typ, der mir vor 5 Jahren UBS-Aktien empfohlen und mich fast ausgelacht hat, weil ich statt dessen Gold gekauft habe, sucht heute von sich aus das Gespräch mit mir und bittet mich um meine Einschätzung.

Aber zurück zu Deiner Bemerkung, Stichwort: "Rohstoffblase".

Das sehe ich genau so. Allerdings ist es weniger eine Blase wie bei den Dot-coms, wo man sich hohe Renditen versprach sondern eher eine Absicherung gegen Inflation. Rohstoffe zahlen ja keine Renditen, sind aber ein Excellenter Inflationsschutz. Insofern sind Investitionen in Rohstoffe weniger als "ich bin bullisch für Rohstoffe" zu verstehen als vielmehr als "ich bin bärisch, was die zukünftige Kaufkraft meiner Währung betrifft".

Und tatsächlich: Die Wirtschaft läuft schlecht, die Konsumenten sparen. Steigende Rohstoffpreise lassen sich also nicht auf gestiegene Nachfrage zurückführen.

Eine Blase kann, wird sich auch hier (bei Rohstoffen und Edelmetallen) bilden. Aber davon sind wir noch weit entfernt, wenn wir sehen, dass derzeit nur rund 2% der Vermögen in Gold investiert sind. Die Mehrheit der Anleger geht ja davon aus, dass die Krise 2008/09 überwunden ist und wir wieder glorreichen Zeiten entgegen gehen.

Merced wrote:

Die Spekulanten nehmen keine physical delivery, sondern rollen ihre Kontrakte

Das ist soweit alles richtig. Aber dennoch haben die künstlichen Preise der Comex auch Auswirkungen auf die Kassapreise. Wenn der Ölpreis wegen Spekulation und fundamental absolut ungerechtfertigt auf $140 steigt: Was meint dann Deine Tanksäule dazu?

Merced wrote:

Übrigens bewegen sich die Rohstoffpreise schon seit einiger Zeit auf hohem Niveau ...

Kommt drauf an, welchen Zeitraum Du betrachtest und - entsprechend - was Du als hohes oder niedriges Niveau betrachtest.

Aber wie dem auch sei: Die Rohstoff-Hausse ist keine Rohstoff-Hausse sondern eine Währungs-Baisse!

Sind wir uns in diesem Punkt einig?

Merced wrote:

und die Inflation in den USA hat nicht merklich zugenommen (siehe auch Weico’s post).

Die offizielle Teuerung (CPI) hat nicht merklich zugenommen. Soweit stimmt das (sofern man an das offizielle CPI überhaupt glauben mag).

Die Ausweitung der Geldmenge seit 2002 liegt bei 120% oder 16% pro Jahr im Schnitt.

in_God_we_trust
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SMI im Oktober 2010

MarcusFabian wrote:

Kennt man das Ziel des Gegners, kann dies gelingen.

Der Feind Deines Feindes ist Dein Freund. Also bist du ein Freund Bin Ladin's, der Taliban, der Hamas, Achmedinedschads, Kim Jong Il's. Einfach schön, das zu wissen. :roll:

Informiert Dich Dein Freund Bin Ladin vor einem Terroranschlag, damit Du noch ein paar Shortpositionen aufbauen kannst? Wink

Ich weiss, das ist gemein. Aber wir wollen ja auch nicht naiv sein.

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

Der Feind Deines Feindes ist Dein Freund. Also bist du ein Freund Bin Ladin's, der Taliban, der Hamas, Achmedinedschads, Kim Jong Il's. Einfach schön, das zu wissen. :roll:

Das ist jetzt wieder so eine ähnliche Geschichte von Dir wie vor zwei Tagen mit der Annahme, dass die FED die US Staatsschulden übernimmt:

Jedem Physiker ist klar: Eine Theorie, die auf falschen Annahmen aufbaut und aufgrund dieser falschen Annahmen korrekte Schlussfolgerungen zieht, muss zwangsläufig zu einem falschen Ergebnis führen.

Wenn Du also von falschen Prämissen ausgehst besteht Deine einzige Chance, durch Zufall auf ein korrektes Ergebnis zu kommen darin, falsche Schlussfolgerungen zu ziehen Blum 3

Aber um es kurz zu machen: Nicht jeder, der den Amis kritisch gegenübersteht ist zwangsläufig ein Freund von Bin Laden & Co.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Und es ist auch klar, weshalb die FED die Geldmenge M3 nicht mehr veröffentlicht und 13 Billionen Dollar nicht in ihrer Bilanz führt, um die Geld-Inflation zu verschleiern.

Immerhin wissen wir, dass es 13 Billionen sind. Gestern habe ich dargelegt, dass das FED insgesamt 17 Billionen in oder ausserhalb der Bilanz führen darf um mit der Bilanz der SNB relativ gleichzuziehen. Also 13 B. ausserhalb der Bilanz und 2.5 B innerhalb gibt zusammen erst 15.5 Billionen, noch 1.5 Billionen weniger als 17 Billionen. Zudem ist der $ eine Weltwährung (Oel etc wird in $ abgerechnet), der CHF nicht. Also, wenn die Fed auch 20 Billionen ausserhalb der Bilanz führte, wäre das wohl nichts Beunruhigendes.

Gruss
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MarcusFabian
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Es geht nicht darum, ob die Fed diese 13.6 billionen in den Bilanzen führt oder nicht.

Es geht darum, wer dafür Zinsen zahlen muss und wieviel.

Das dürfte der US Steuerzahler sein und bei 2.8%(Staatsschulden durchschnittlicher Laufzeit) macht das etwa $380 Mrd.

Wenn das Geld via Banken z.B. in Hypotheken, Kreditkarten, Student-Loans geflossen sein solle (nur eine Annahme, keiner weiss es), dann ist die Zinslast entsprechend höher.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Nicht jeder, der den Amis kritisch gegenübersteht ist zwangsläufig ein Freund von Bin Laden & Co.

Du hast aber gesagt Gegner. Gegner im politischen Bereich finde ich gleichbedeutend wie Feind. Ausserdem ist das nicht Deine erste feindselige Bemerkung gegenüber den Amerikanern.

Gegen kritisieren habe ich überhaupt nichts. Gerade Freunde soll man offen kritisieren, wenn man denkt, dass sie etwas falsch machen! Dabei soll man ihm aber freundschaftlich auf die Schulter klopfen und ihn nicht fertig machen.

Aber grosso modo verdankt diese Welt den Amis viel Gutes. Z.B. Deutschland und Japan. Früher haben Kriegsgewinner die Unterlegenen okkupiert, anektiert, kolonialisiert oder zu hohen Reparationszahlungen verbrummt. Die Amerikaner haben den Deutschen und den Japanern relativ viel Freiheit gelassen und sie weder okkupiert, anektiert, kolonialisiert noch wirtschaftlich zugrunde gerichtet, im Gegenteil. Mit dem Marschallplan wurde Europa und Japan wirtschaftlich aufgepäppelt.

Gruss
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in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Es geht nicht darum, ob die Fed diese 13.6 billionen in den Bilanzen führt oder nicht.

Es geht darum, wer dafür Zinsen zahlen muss und wieviel.

Das dürfte der US Steuerzahler sein und bei 2.8%(Staatsschulden durchschnittlicher Laufzeit) macht das etwa $380 Mrd.

Wenn das Geld via Banken z.B. in Hypotheken, Kreditkarten, Student-Loans geflossen sein solle (nur eine Annahme, keiner weiss es), dann ist die Zinslast entsprechend höher.

Niemand muss für das gedruckte Fed Money irgendwelche Zinsen bezahlen. Das Drucken von Geld kostet den Steuerzahler höchstens die Papierkosten und die Tinte.

Gruss
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MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

Du hast aber gesagt Gegner. Gegner im politischen Bereich finde ich gleichbedeutend wie Feind. Ausserdem ist das nicht Deine erste feindselige Bemerkung gegenüber den Amerikanern.

Ich betrachte auch die SNB und den Schweizer Staat als Gegner. Bin ich jetzt ein schlechter Schweizer?

Und Gegner sind grundsätzlich alle, die an der Börse spekulieren, denn gegen die gilt es, sich durchzusetzen. Bin ich jetzt ein Feind aller Mitglieder dieses Forums?

in_God_we_trust wrote:

Aber grosso modo verdankt diese Welt den Amis viel Gutes. Z.B. Deutschland und Japan.

Stimmt. Nur das Amerika von heute hat nur noch sehr wenig mit dem Amerika der 40er oder 60er Jahre gemeinsam.

Damals schuldenfrei, grösste Industrienation und Gläubiger für andere Länder.

Und heute? Ein Imperium, das sich auf Kosten anderer verschuldet, seine industrielle Basis vernichtet, outgesourced hat und nur noch durch seine militärische Dominanz den Nimbus der Weltmacht aufrecht erhalten kann.

Meveric
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Re: Rallye abgeprallt???

asr4ever wrote:

Warum reden alle immer von einer einer Rallye, eine Rally ist eine mehrwöchtige Upphase in allen Titeln....in letzter Zeit wird einfach zu viel geplaudert so nach dem Motto: es kann in alle Richtungen gehen...was für ein Schwachsinn.............wünsche mir das Jahr 2009 ab April zurück!

Gruss

Grössere Börsenhaussen sind meistens aus einer Depression entstanden.

Die jetzige wird auch mal wieder vorbei sein.

in_God_we_trust
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SMI im Oktober 2010

MarcusFabian wrote:

Ich betrachte auch die SNB und den Schweizer Staat als Gegner. Bin ich jetzt ein schlechter Schweizer?

Ja, natürlich! Du bist ja selber der oberste im Staat, nämlich der Souverän. Wie kann man sich selber als Feind betrachten? Das ist doch schizofren! Sogar das Steueramt kann nicht Dein Feind sein. Aber es ist legitim mit legalen Mitteln seine Steuern zu minimieren.

MarcusFabian wrote:

Und Gegner sind grundsätzlich alle, die an der Börse spekulieren, denn gegen die gilt es, sich durchzusetzen. Bin ich jetzt ein Feind aller Mitglieder dieses Forums?

Das sind nicht Deine Gegner, das sind Deine Kollegen. Die Börse ist keine Räuberhöhle, wo jeder jeden beklaut. Sondern die Börse ist ein Umschlagplatz oder Marktplatz, wo der eine ein Ding verkaufen und der andere dasselbe Ding kaufen möchte. Dann wird um einen Preis gerungen (nur diesbezüglich hast Du recht, dass sie für einen kurzen Moment Gegner sind während dem Ringen, danach aber schütteln sie sich virtuell die Hand). Es ist aber grundsätzlich nicht dieser Bieterkampf, der das Ding teurer oder günstiger macht. Sondern die Prosperität dieses Dings und oder die Nachfrage nach dem Ding bestimmt den Preis! Wenn ich das Ding von jemandem nicht zu einem vorgestellten Preis erhalte, dann bring ich diesen nicht um und reisse das Ding an mich, auch nicht virtuell, sondern ich wende mich von ihm ab und suche einen andern, der mir das Ding günstiger zu geben bereit ist.

MarcusFabian wrote:

Nur das Amerika von heute hat nur noch sehr wenig mit dem Amerika der 40er oder 60er Jahre gemeinsam.

Damals schuldenfrei, grösste Industrienation und Gläubiger für andere Länder.

Und heute? Ein Imperium, das sich auf Kosten anderer verschuldet, seine industrielle Basis vernichtet, outgesourced hat und nur noch durch seine militärische Dominanz den Nimbus der Weltmacht aufrecht erhalten kann.

Die USA hätten heute wahrscheinlich die Macht mit diktatorischer Härte die meisten oelproduzierenden Länder der Erde zu besetzen, oder mit anderen Grossmächten aufzuteilen, wenn sie das wollte. Immerhin ein guter Zug, dass sie nicht einmal daran denken, obwohl ihre Gutmütigkeit oft mit Füssen getreten wird!

Es geht aber heute nur um die USA von heute! Die USA von gestern ist Geschichte. Es ist bestimmt eine Schicksalsfrage, ob man die USA von heute als Freund oder als Feind betrachtet.

Wenn man sie als Freund betrachtet, betrachtet man auch Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie, Recht und Wissenschaft als Freunde!

Gruss
iGwt

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in_God_we_trust
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in_God_we_trust wrote:

Niemand muss für das gedruckte Fed Money irgendwelche Zinsen bezahlen. Das Drucken von Geld kostet den Steuerzahler höchstens die Papierkosten und die Tinte.

Nehmen wir einmal an, es gibt einen Staat namens Fabianum, der nur den Tauschhandel kennt. Jetzt kommt der König Fabian auf den glorreichen Gedanken, Papiergeld einzuführen. Er verzichtet aber auf eine Golddeckung, da er das Gold so sehr liebt, dass er alles was er besitzt niemals aus seinen Händen geben will!

Aber er ist ein gütiger König und clever obendrein. Er kauft sich einen Drucker, Papier und Tinte um das Papiergeld zu drucken. Er lässt den Drucker Tag und Nacht laufen und speichert die Noten im Keller seines Schlosses.

Nun gibt er eine Erklärung ab, er suche Arbeiter, die 1000 neue Brücken im Land erstellen sollen. Pro Tag und Arbeiter bezahle er 100 Fabius (so wird seine Währung genannt). Gleichzeitig verkündet er, er verkaufe den m2 Land für 200 Fabius, denn bisher gehörte nämlich alles Land ihm persönlich. (Damit gibt er nämlich dem Fabius einen konkreten Wert).

In den folgenden Jahren werden die Brücken gebaut, Geld gedruckt und die Arbeiter bezahlt. Gleichzeitig fangen die Bauern an, den Brückenbauern ihre Nahrungsmittel gegen Fabius zu verkaufen. Denn sie wollen sich ihr eigenes Land kaufen. Auch die Arbeiter sparen, um sich einmal Land und Häuschen leisten zu können.

So entsteht eine neue Währung, der Fabius, der fürs Land wirklich fabelhaft ist und zwar ganz ohne Golddeckung. Nach den Brücken baut König Fabian neue Strassen, ein modernes Postsystem und sogar Eisenbahnen, Schulen, Spitäler etc..

Die Steuern schafft der König ab, denn wenn er Geld braucht, geht er einfach in den Keller und holt ein Bündel Fabius Noten. Damit kauft er was er will und braucht kein Gramm seines geliebten Goldes zu verkaufen.

Das Ganze hat König Fabian nichts weiter gekostet als Drucker, Papier und Tinte und Land, das vorher wie nachher eigentlich ihm gehört, denn er ist ja absolutistischer Herrscher Fabianums. Und der König amüsiert sich in all dieser Zeit prächtig und auch das Volk ist nicht unglücklich, denn die gebauten Strassen, Brücken, Post und Eisenbahnen und die Abkehr vom Tauschhandel überhaupt, sowie die Aufhebung der Steuern, macht sein Leben viel bequemer als es früher war (Beispiel China)! Smile

Gruss
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MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

Niemand muss für das gedruckte Fed Money irgendwelche Zinsen bezahlen. Das Drucken von Geld kostet den Steuerzahler höchstens die Papierkosten und die Tinte.

So wäre es, wenn die Ausgabe des Geldes in Hand des Staates läge. So wie zwischen der Gründung der USA und der Gründung der FED 1913.

Heute druckt aber die FED das Geld und verleiht es gegen Zinsen an den Staat oder die Banken.

Eine Dollarnote kostet die FED übrigens 4 cent. Egal, welchen Nominalwert sie hat.

Tiesto
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@MarcusFabian

Findest du dafür eine Erklärung? Der Geldkurs des Goldvrenelis20 stagniert, obschon der Goldkurs täglich steigt...!?

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MarcusFabian wrote:

Heute druckt aber die FED das Geld und verleiht es gegen Zinsen an den Staat oder die Banken.

So? :roll: Wieviel Zinsen erhält sie denn von folgendem Posten auf der Aktivseite der Bilanz:

Mortgage-backed securities (4) 1,086,158 (1 Billion) :?: Lol

Gruss
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el Toro
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Re: Rallye abgeprallt???

Keltiker wrote:

asr4ever wrote:
wünsche mir das Jahr 2009 ab April zurück!

Gruss

wer schon nicht??? Lol

...dann würde ich langsam aber sicher einsteigen (siehe meine letzten Beiträge, zuletzt irgendwann im Frühling)! Die Wirtschaft wird zwar nicht besser, aber alles ist besser als Bargeld.

Noch besser als Aktien sind nur noch Immobilien (glaube nicht an das Märchen der Immoblase in der Schweiz - schon gar nicht im Grossraum Zürich).

run rabbit, run...

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Re: Rallye abgeprallt???

el Toro wrote:

Noch besser als Aktien sind nur noch Immobilien (glaube nicht an das Märchen der Immoblase in der Schweiz - schon gar nicht im Grossraum Zürich).

warum nicht? was wenn die zinsen steigen und viele nicht mehr zahlen können? oder wenn die schweiz zb. in die EU rutscht oder sonst nicht mehr so attraktiv ist für das Ausland??

MarcusFabian
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Tiesto wrote:

@MarcusFabian

Findest du dafür eine Erklärung? Der Geldkurs des Goldvrenelis20 stagniert, obschon der Goldkurs täglich steigt...!?

Gold steigt nicht. Der Dollar fällt!

Zum Teil ist Gold heute aber auch in Franken gestiegen. Zumindest das Kilo ist etwas teurer geworden. Das müsste also auch für die Vreneli gelten.

Allerdings werden - soweit ich weiss - die Kassenpreise für Gold nur 1-2 mal täglich angepasst.

MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

So? :roll: Wieviel Zinsen erhält sie denn von folgendem Posten auf der Aktivseite der Bilanz:

Mortgage-backed securities (4) 1,086,158 (1 Billion) :?: Lol

Die FED-Rate von derzeit zw. 0 und 0.3%.

Die FED druckt Geld im Auftrag einer Bank und verleiht dieser Bank dann das neu gedruckte Geld zur jeweiligen Fed Fundrate.

Die Bank muss der FED eine Sicherheit übergeben. Das können US Staatsanleihen, MBS oder ABS sein. Oder auch Gold. Die FED muss diese Sicherheit nur akzeptieren.

Wenn die Bank dereinst den Kredit zurückbezahlt, bekommt die Bank die hinterlegte Sicherheit wieder zurück.

Der FED ist es also egal, ob oder wieviel die hinterlegte Sicherheit Wert ist oder an Rendite abwirft. Das wird nur im Default-Fall wichtig. Wenn die Bank den Kredit nicht zurückzahlen kann und die Fed die hinterlegte Sicherheit selber verkaufen muss.

el Toro
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Re: Rallye abgeprallt???

T15 wrote:

warum nicht? was wenn die zinsen steigen und viele nicht mehr zahlen können? oder wenn die schweiz zb. in die EU rutscht oder sonst nicht mehr so attraktiv ist für das Ausland??

Glaube nicht, dass die Zinsen stark ansteigen werden. Und wenn schon, dies wird in der Schweiz keine grossen Wellen schlagen, da hier Hyptheken anders vergeben werden als dies in der Vergangenheit im Ausland der Fall war. Hier zu Lande wird von Banken noch immer mit 4-5% das Risiko kallkuliert.

EU: wird in den nächsten Jahren auch kein Thema sein. Und auch bei einem EU-Beitritt, die Schweiz bleibt interessant für gut quallifizierte Ausländer. Die Bevölkerung der Schweiz wird weiter wachsen, der Platz ist und bleibt begrenzt.

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rainii
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SMI im Oktober 2010

MarcusFabian wrote:

Nur das Amerika von heute hat nur noch sehr wenig mit dem Amerika der 40er oder 60er Jahre gemeinsam.

Damals schuldenfrei, grösste Industrienation und Gläubiger für andere Länder.

Und heute? Ein Imperium, das sich auf Kosten anderer verschuldet, seine industrielle Basis vernichtet, outgesourced hat und nur noch durch seine militärische Dominanz den Nimbus der Weltmacht aufrecht erhalten kann.

in_God_we_trust wrote:

Die USA hätten heute wahrscheinlich die Macht mit diktatorischer Härte die meisten oelproduzierenden Länder der Erde zu besetzen, oder mit anderen Grossmächten aufzuteilen, wenn sie das wollte. Immerhin ein guter Zug, dass sie nicht einmal daran denken, obwohl ihre Gutmütigkeit oft mit Füssen getreten wird!

Es geht aber heute nur um die USA von heute! Die USA von gestern ist Geschichte. Es ist bestimmt eine Schicksalsfrage, ob man die USA von heute als Freund oder als Feind betrachtet.

Wenn man sie als Freund betrachtet, betrachtet man auch Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie, Recht und Wissenschaft als Freunde!

Halöle Zusammen, interessante Diskussion die ihr, God & MF da führt, jetzt hab ich doch auch das Verlangen mein Ketchup (-> Danke USA Wink )auch dazuzugeben, God, gewisse Passagen kommen mir doch recht abenteuerlich vor... verstehe ich hier keine Ironie oder meinst Du das Ernst?

Sicher, nach dem 2ten Weltkrieg war die USA für Europa ein Segen, das ist unbestreitbar

Du schreibst aber auch von der AKTUELLEN gutmütigen USA, die, wenn sie wollten, oelproduzierende Länder besetzen könnten, wenn sie dies nur wollten, aus Gutmütigkeit dies aber nicht tun... hast Du da nicht eine ein paar "zwinker" vergessen??

Die USA haben den Irak besetzt, kurz nachdem S.Hussein bekannt gab, Oel auch gegen andere Währungen verkaufen zu wollen. Praktisch sämtliche Medien in den USA machten im Vorfeld Stimmung gegen den Irak mit seinen gefährlichen Massenvernichtungswaffen (Wow sehr unabhängige Medienberichterstattung), der Einmarsch wurde folglich in Rekordzeit vom Senat gutgeheissen.

Irgendwie sind diese Tatsachen mit deinem "gutmütigen" Amerika für mich nicht so ganz vereinbar, geschweige denn mit Begriffen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie, Recht und Wissenschaft

(Irak soll schätzungsweise die 4. grössten Oelreserven der Welt haben)

in_God_we_trust
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SMI im Oktober 2010

@rainii

Wir wollen doch jetzt nicht kleinlich sein. Grosso Modo ist die USA ein wundervolles Land, da sind wir uns wohl einig. Auch W. war ein so liebevoller Landesvater und seine Laura die perfekte Landesmutter, nicht wahr?

Ich habe ja gesagt, nobody is perfect. Aber wegen Kleinigkeiten wollen wir jetzt doch hier kein Aufhebens machen. Ich weiss, im Geheimen und manchmal ist es offenbar, lieben China und sogar Bin Ladin und Saddam selig die Amis ja auch und von W., als Chist, weiss ich, dass er seine Feinde liebt.

Was sich liebt das neckt sich halt!

Grüssli

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

Auch W. war ein so liebevoller Landesvater und seine Laura die perfekte Landesmutter, nicht wahr?

Stimmt: Nicht wahr.

Und ob Angriffskriege unter falscher Prämisse eine "Kleinigkeit" sind ... :shock:

Egal: Den Amis dürfte demnächst ohnehin das Geld ausgehen. Die meisten Imperien (z.B. das alte Rom, Spanien) fielen nicht, weil sie besiegt wurden sondern weil ihnen das Geld ausging. Das dürfte hier nicht anders sein. Die USA werden es sich nicht mehr lange leisten können, weltweit rund 700 Militärbasen zu unterhalten, was 1 Billion pro Jahr kostet (ca. 7-8% des BSP)

Und das ist auch gut so. US-Truppen stehen in Mekka und Medina. Das ist etwa dasselbe als gäbe es Taliban-Truppen im Vatikan. Ein Gedanke, der den meisten Katholiken wohl den Angstschweiss auf die Stirn treiben dürfte.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

in_God_we_trust wrote:
Niemand muss für das gedruckte Fed Money irgendwelche Zinsen bezahlen. Das Drucken von Geld kostet den Steuerzahler höchstens die Papierkosten und die Tinte.

So wäre es, wenn die Ausgabe des Geldes in Hand des Staates läge. So wie zwischen der Gründung der USA und der Gründung der FED 1913.

Heute druckt aber die FED das Geld und verleiht es gegen Zinsen an den Staat oder die Banken.

Eine Dollarnote kostet die FED übrigens 4 cent. Egal, welchen Nominalwert sie hat.

Hallo MF. Du hast wohl meine Fabel übersehen. Für Dich drucke ich sie hier nochmals ab. Gruss:

Nehmen wir einmal an, es gibt einen Staat namens Fabianum, der nur den Tauschhandel kennt. Jetzt kommt der König Fabian auf den glorreichen Gedanken, Papiergeld einzuführen. Er verzichtet aber auf eine Golddeckung, da er das Gold so sehr liebt, dass er alles was er besitzt niemals aus seinen Händen geben will!

Aber er ist ein gütiger König und clever obendrein. Er kauft sich einen Drucker, Papier und Tinte um das Papiergeld zu drucken. Er lässt den Drucker Tag und Nacht laufen und speichert die Noten im Keller seines Schlosses.

Nun gibt er eine Erklärung ab, er suche Arbeiter, die 1000 neue Brücken im Land erstellen sollen. Pro Tag und Arbeiter bezahle er 100 Fabius (so wird seine Währung genannt). Gleichzeitig verkündet er, er verkaufe den m2 Land für 200 Fabius, denn bisher gehörte nämlich alles Land ihm persönlich. (Damit gibt er nämlich dem Fabius einen konkreten Wert).

In den folgenden Jahren werden die Brücken gebaut, Geld gedruckt und die Arbeiter bezahlt. Gleichzeitig fangen die Bauern an, den Brückenbauern ihre Nahrungsmittel gegen Fabius zu verkaufen. Denn sie wollen sich ihr eigenes Land kaufen. Auch die Arbeiter sparen, um sich einmal Land und Häuschen leisten zu können.

So entsteht eine neue Währung, der Fabius, der fürs Land wirklich fabelhaft ist und zwar ganz ohne Golddeckung. Nach den Brücken baut König Fabian neue Strassen, ein modernes Postsystem und sogar Eisenbahnen, Schulen, Spitäler etc..

Die Steuern schafft der König ab, denn wenn er Geld braucht, geht er einfach in den Keller und holt ein Bündel Fabius Noten. Damit kauft er was er will und braucht kein Gramm seines geliebten Goldes zu verkaufen.

Das Ganze hat König Fabian nichts weiter gekostet als Drucker, Papier und Tinte und Land, das vorher wie nachher eigentlich ihm gehört, denn er ist ja absolutistischer Herrscher Fabianums. Und der König amüsiert sich in all dieser Zeit prächtig und auch das Volk ist nicht unglücklich, denn die gebauten Strassen, Brücken, Post und Eisenbahnen und die Abkehr vom Tauschhandel überhaupt, sowie die Aufhebung der Steuern, macht sein Leben viel bequemer als es früher war (Beispiel China)! Smile

Gruss
iGwt

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MarcusFabian
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Die Fabel habe ich schon gesehen. Sie basiert auf der Annahme, dass der König, der Staat das Geld selber druckt.

Das ist allerdings seit Gründung der diversen Zentralbanken nicht mehr der Fall.

Ach ja, die Fabel gibt's auch auf youtube:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=91E083E322DD15DA&playnext=1&v=MYX2_PAQ4bk

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Egal: Den Amis dürfte demnächst ohnehin das Geld ausgehen. Die meisten Imperien (z.B. das alte Rom, Spanien) fielen nicht, weil sie besiegt wurden sondern weil ihnen das Geld ausging. Das dürfte hier nicht anders sein. Die USA werden es sich nicht mehr lange leisten können, weltweit rund 700 Militärbasen zu unterhalten, was 1 Billion pro Jahr kostet (ca. 7-8% des BSP)

Ich denke, eher wird eine noch zu bildende Weltregierung oder der UNO Sicherheitsrat den USA diese 700 Militärbasen samt den Truppen abkaufen und unter anderem mit dieser Söldnerarmee den Weltfrieden sichern. 8)

Gruss
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plenaspei
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MarcusFabian wrote:

Tiesto wrote:
@MarcusFabian

Findest du dafür eine Erklärung? Der Geldkurs des Goldvrenelis20 stagniert, obschon der Goldkurs täglich steigt...!?

Gold steigt nicht. Der Dollar fällt!

Zum Teil ist Gold heute aber auch in Franken gestiegen. Zumindest das Kilo ist etwas teurer geworden. Das müsste also auch für die Vreneli gelten.

Allerdings werden - soweit ich weiss - die Kassenpreise für Gold nur 1-2 mal täglich angepasst.

Der Goldkurs ist von Fr. 46600.00 pro Kg. Anfangs Juni auf Fr. 39000.00 gesunken. Seit anfangs August stagniert der Goldpreis bei +/- Fr. 41000.00/kg.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

in_God_we_trust wrote:
Auch W. war ein so liebevoller Landesvater und seine Laura die perfekte Landesmutter, nicht wahr?

Stimmt: Nicht wahr.

Und ob Angriffskriege unter falscher Prämisse eine "Kleinigkeit" sind ... :shock:

Lieber Fabian

Dein Intellekt in Ehren! Hast Du aber noch nie etwas von der Power of Love gehört? Ich denke schon:

http://www.youtube.com/watch?v=nkPE2QF-EsE

(Huey Lewis)

and are we living in a perfect world?:

http://www.youtube.com/watch?v=WIkOVe0MF1k&feature=related

(Huey Lewis)

Gruss
iGwt

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