SMI im Oktober 2010

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plenaspei
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SMI im Oktober 2010

Hinzufügen würde ich noch, dass dann auch keiner mehr USD als Zahlungsmittel akzeptieren wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es je soweit kommen kann, die Bevölkerung würde das nicht mitmachen.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2010

plenaspei wrote:

Hinzufügen würde ich noch, dass dann auch keiner mehr USD als Zahlungsmittel akzeptieren wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es je soweit kommen kann, die Bevölkerung würde das nicht mitmachen.

In den USA gibt es eine zunehmend starke Bewegung, die sich an den ursprünglichen Idealen der Gründerväter orientiert. Also Freiheit (die Zeit vor dem Patriot Act), Gerechtigkeit (kein Guantanamo) und echtes, stabiles Geld.

Im Prinzip reicht es, die FED zum Teufel zu jagen und die Ausgabe des Geldes wieder in die staatlichen Hände zu legen. so wie es die Verfassung übrigens auch vorsieht.

plenaspei
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SMI im Oktober 2010

Welch ein Idealist Du doch bist

Ich finde es schön und würde es begrüssen, es gäbe mehr die nach best möglichen Auswegen suchen, statt den Untergang zu prophezeien.

Die reichen Amerikaner, die viel zu schnell, viel zu viel Geld verdient haben, mussten mit der USD-, Immobilien- etc.-Entwertung schön Federn lassen, welche sie nicht mehr zurückbekommen werden.

Es mach mir schon Sorgen, das sich China nicht bereit erklärt den Yuan der freien Marktwirtschaft zu überlassen und ich frage mich, wenn sie es dann doch tun, für wie lange sie im Stande sind den USD mit ihren Währungsreserven von 2500 Milliarden USD zu manipulieren.

Aus Furcht vor einem Abwertungswettlauf unter den verschiedenen Währungen hat Dominique Strauss-Kahn, die Finanzminister weltweit zu einer gemeinsamen Stützung der noch instabilen wirtschaftlichen Erholung aufgefordert.

Vor ca. einem Jahr haben sich die Politiker noch Gedanken über die Umweltverschmutzung gemacht und Obama stand vor der Herausforderung den Amerikanern, den Sinn des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen zu erklären, blad können sie es sich nicht mehr leisten so verschwenderisch zu sein.

geldsammler
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..

@mf

ich möchte dich mal fragen ob deine persönliche meinung im eröffnungsthread noch gültigkeit hat, oder diese von deiner seite her angepasst werden muss, weil in kurzer zeit doch schon wieder viel passiert ist?

Doomsayers негативний вплив моєї середовищі!

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Welch ein Idealist Du doch bist

Ich finde es schön und würde es begrüssen, es gäbe mehr die nach best möglichen Auswegen suchen, statt den Untergang zu prophezeien.

Winston Churchill hat mal über die Amerikaner gesagt:

"Die Amerikaner machen immer alles richtig. Aber erst, nachdem sie alles andere ausprobiert haben."

Das Problem ist sehr einfach: Die Amerikaner haben in den letzten 30 Jahren mehr ausgegeben als sie sich leisten konnten, haben entsprechende Schulden aufgehäuft und müssen diese Schulden nun loswerden. Entweder indem sie den Gürtel sehr viel enger schnallen und sparen oder indem sie einen Schuldenerlass aushandeln oder erzwingen (Staatsbankrott oder Währungsreform).

Wichtig scheint mir zu erkennen, dass das Problem in den USA liegt und nicht in China. Der durchsschnittliche Chinese verdient $220, der Amerikaner $5000 pro Monat. Auch wenn China seine Währung um 100% oder gar 500% aufwerten würde, wären chinesische Produkte immer noch weit günstiger als amerikanische. Im Renminbi liegt also weder das Problem noch die Lösung.

Ganz abgesehen davon, dass China während der Asienkrise 1998 halb Asien mit seinem Renminbi gerettet hat. Das wollen wir doch auch nicht vergessen.

MarcusFabian
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Re: ..

geldsammler wrote:

@mf

ich möchte dich mal fragen ob deine persönliche meinung im eröffnungsthread noch gültigkeit hat, oder diese von deiner seite her angepasst werden muss, weil in kurzer zeit doch schon wieder viel passiert ist?

Meine Meinung hat immer noch Gültigkeit. Ich sehe sie mit der Entwicklung der letzten 10 Tage sogar noch bestätigt.

Was ist denn in den letzten 10 Tagen so weltbewegendes passiert?

Green Shoot
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Ich habe aus einer anderen Welt ein allg. vergessenes Wortkonstrukt gefunden: Exit-Strategie

MFG

Die Gerüchteküche brodelt. Mal schauen, ob diese überbezahlten Wortverbieger richtig gewürfelt haben.

Karat1
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Quote:

marcusFabian hat geschrieben:

Winston Churchill hat mal über die Amerikaner gesagt:

"Die Amerikaner machen immer alles richtig. Aber erst, nachdem sie alles andere ausprobiert haben."

Ich frage mich aber schon, wann und wo die Amerikaner wieder mal etwas richtig gemacht haben. Wenn man sieht was gestern die Taliban wieder gemacht haben. Da fahren die Amerikaner oder die von den Amerikanern geleiteten Truppen mit, ich glaube 28 Tankfahrzeugen, über Land wie bei einem Sonntagsausflug und die Taliban jagen ihnen die Tanks in die Luft. OK, ich war im Militär "nur" Fourier und verstehe nichts von taktischer Kriegsführung und/oder Begleitschutz, aber das wäre mir wohl nicht passiert. Jedenfalls habe ich die Vorräte und die Einkäufe für "meine" Truppen immer sicher in die Festung gebracht. Ich hoffe dass dieser Beitrag nicht von den Amerkanern gelesen wird, sonst werde ich noch eingezogen.

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kann man bald umbenennen in Amerika, das Land der unbegrenzten Dummheiten.

Karat

geldsammler
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Re: ..

MarcusFabian wrote:

geldsammler wrote:
@mf

ich möchte dich mal fragen ob deine persönliche meinung im eröffnungsthread noch gültigkeit hat, oder diese von deiner seite her angepasst werden muss, weil in kurzer zeit doch schon wieder viel passiert ist?

Meine Meinung hat immer noch Gültigkeit. Ich sehe sie mit der Entwicklung der letzten 10 Tage sogar noch bestätigt.

Was ist denn in den letzten 10 Tagen so weltbewegendes passiert?

morgen MF, was zum beispiel passiert ist, aus meinersicht dass die schlitzaugen ihre zinspolitik überraschend geändert hatten und das der dollar meiner meinung nach entgegen vielen leuten immer noch fällt und sich einfach nicht erholen will.

aber dich scheint es in diesem fall nicht zu überraschen?

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plenaspei
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MarcusFabian wrote:

Wichtig scheint mir zu erkennen, dass das Problem in den USA liegt und nicht in China..

Da hast Du schon Recht, die Schuld liegt alleine bei den Amerikanern, aber nur dann, wenn Du davon überzeugt bist, dass sie wussten, dass die Schulden einmal zurückbezahlt werden müssen.

Ich gebe den Chinesen eine bedeutende Mitschuld. Sie haben die Amerikaner „gluschtig gmacht“ als sie es dann wollten aber nicht mehr gleich bezahlen konnten, meinten sie einfach, nimm jetzt und bezahle später. Genau gesehen haben sie die Amerikaner Konsumsüchtig gemacht.

Warum die Europäer nicht:

Die Amerikaner waren die ersten die in China produzieren liessen, die Seewege sind besser, zu dieser Zeit gab es noch keine EU, dass heisst jedes Land hatte eigene Zollbestimmungen und eine eigene Währung. Abgesehen davon wollte China der grösste Exporteur der Welt werden und dafür brauchen Sie den grössten Importeur, Verbraucher.

Die beiden sind schon so lange auf einander eingespielt, dass sie eine gegenseitige Abhängigkeit entwickelt haben.

Wenn dann die Amerikaner alles ausprobiert haben (Churchill) und die Chinesen ihr Gesicht bewahrt haben, werden sie schon eine Lösung finden.

Aber zuvor wollen beide noch ihre Macht demonstrieren.

MarcusFabian wrote:

Asienkrise 1998 halb Asien mit seinem Renminbi gerettet hat.Das wollen wir doch auch nicht vergessen.

Das bieten Sie ja auch an, sie sind bereit den Europäern und den Amerikaner zu helfen, nur was ist der Preis dafür?

MarcusFabian
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Re: ..

geldsammler wrote:

... und das der dollar meiner meinung nach entgegen vielen leuten immer noch fällt und sich einfach nicht erholen will.

aber dich scheint es in diesem fall nicht zu überraschen?

Na ja, ich habe ja auch geschrieben "ab Mitte Oktober". So weit sind wir ja auch nicht. Vielleicht dauert's auch länger, bis die neuen ab November geplanten QE-Massnahmen in den Dollar eingepreist sind.

Fundamental überrascht es ohnehin nicht, dass der Dollar fällt. Der müsste eigentlich schon viel tiefer stehen, wenn man die Gelddruckerei der letzten Jahre so betrachtet.

Überraschungen kann es - wenn schon - dann aus China geben. Dann nämlich, wenn die Chinesen in grossem Stil beginnen, ihre Treasuries auf den Markt zu werfen und andere (Japan, Korea, Russland) folgen werden.

Die Chinesen haben es im letzten halben Jahr sehr schlau gemacht. Sie haben stillschweigend die anglosächsische Short-Attacke auf den Euro gekontert, indem sie in grossem Stil Euros und unter anderem auch griechische Staatsanleihen gekauft haben. Damit haben sie drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

1. Sie konnten ihre Dollars zu einem guten Preis loswerden.

2. Sie haben sich in den Europäern gute neue Freunde geschaffen.

3. Sie haben nun einen stärkeren Fuss in Europa mit Griechenland als Sprungbrett.

MarcusFabian
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plenaspei wrote:

Da hast Du schon Recht, die Schuld liegt alleine bei den Amerikanern, aber nur dann, wenn Du davon überzeugt bist, dass sie wussten, dass die Schulden einmal zurückbezahlt werden müssen.

Na ja, jeder weiss doch, dass Schulden irgendwann bezahlt werden müssen. Ich glaube auch nicht, dass die Amis von Anfang an geplant hatten, erst grosse Schulden anzuhäufen und sich dann durch Währungsreform aus der Verantwortung zu drücken.

Der Fehler liegt einfach darin, dass es die US Geldpolitik überhaupt zugelassen hat, so grosse Aussenhandelsdefizite zu fahren. Es spricht ja nichts dagegen, dass die Amerikaner ihre Fernseher und T-Shirts in China kaufen. Aber dafür hätten sie den Chinesen auch was liefern dürfen. Maschinen, Computer, High-Tech ... was weiss ich.

So machen wir's ja auch.

Und wenn man kein Geld mehr hat, um sich etwas "gluschtiges" zu kaufen, dann kann man es halt nicht kaufen, oder?

Ansonsten würden bei uns alle männlichen Führerschein-Neulinge mit Porsches und Lamborghinis rumfahren.

plenaspei
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MarcusFabian wrote:

Na ja, jeder weiss doch, dass Schulden irgendwann bezahlt werden müssen.

Umfragen zu folge, waren sich viele Amerikaner nicht bewusst, dass es auf Dauer nicht reicht einfach die Schuldzinsen zu bezahlen.

Alleine die Vorstellung, dass man ein Haus für 250 000.00 USD ohne Eigenkapital kauft und innert 5 Jahren zusätzlich noch eine Hypothek von USD 500 000.00 darauf aufnehmen kann, funktioniert nur im amerikanischen Denken. Das gleiche mit den Kreditkartenschulden, wenn es auf der einen Karte keinen Kredit mehr gibt bestellt man sich einfach eine Neue.

weico
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plenaspei wrote:

Die beiden sind schon so lange auf einander eingespielt, dass sie eine gegenseitige Abhängigkeit entwickelt haben.

Exakt.

Die "Schuld" der Abhängigkeit,wenn man überhaupt von "Schuld" reden will,liegt ja auch bei Beiden.

Die USA kauften auf Kredit und China lieferte ohne die entsprechende (Kredit)Sicherheiten. Lol

Das jetzige Geplänkel zwischen den Beiden,bringt der NZZ-Artikel auf den Punkt:

"US-Präsident Obama muss sich vor den Zwischenwahlen als kompromissloser Kämpfer für amerikanische Jobs zeigen. Ministerpräsident Wen Jiabao sagte es letzte Woche bei einem Besuch in Brüssel klar: Eine schnelle Aufwertung führe dazu, dass chinesische Firmen pleite gingen und ihre Arbeiter entlassen müssten. Das könne zu sozialen Unruhen führen. Nichts fürchtet Wen Jiabao mehr, denn Chinas Regime kann sich nur an der Macht halten, wenn die heimische Wirtschaft boomt."

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/krieg_gegen_die_oekonom...

weico

MarcusFabian
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weico wrote:

Nichts fürchtet Wen Jiabao mehr, denn Chinas Regime kann sich nur an der Macht halten, wenn die heimische Wirtschaft boomt."

China ist sich bewusst, dass es seine Abhängigkeit vom US-Export lösen muss.

Unter dem Strich macht es für die Chinesen auch keinen Sinn, Produkte gegen Papierscheine (Dollars oder Treasuries) einzutauschen, die laufend an Kaufkraft verlieren.

Die Chinesen müssen entsprechend zwei Projekte anpacken:

1. Die Dollarreserven von 2500 Mrd (davon 850 Mrd Treasuries) möglichst Marktschonend gegen Land, Rohstoffe, Minen, Aktien etc. eintauschen.

2. Den Binnenmarkt fördern, d.h. die Produkte möglichst an Chinesen verkaufen. Das dürfte möglich sein, denn es besteht ein enormer Nachholbedarf im eigenen Volk.

Ähnliches hat ja zwischen 1918 und 1929 die USA zur Weltmacht katapultiert: Während es den Kommunisten gelungen ist, in der Sovietunion den Kuchen etwas besser zu verteilen, haben die Amis den Kuchen verzwanzigfacht.

Die einzige Furcht der Chinesen ist, dass Dollar und Treasuries schneller kollabieren könnten als diese beiden Ziele erreicht sind.

Aber wenn es mal soweit ist und China nicht mehr von den USA abhängig ist, werden sie die Amis fallen lassen wie eine heisse Kartoffel.

weico
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MarcusFabian wrote:

Den Binnenmarkt fördern, d.h. die Produkte möglichst an Chinesen verkaufen. Das dürfte möglich sein, denn es besteht ein enormer Nachholbedarf im eigenen Volk.

Klar.

Der riesige Nachholbedarf im chinesischen Binnemarkt ist sicherlich da.

Der ist aber auch in Afrika und in vielen Teilen der Welt schon seit Jahrzehnten da.

Die produzierten Güter müssen aber von den Leuten auch gekauft werden können.

Die grosse chinesische Masse kämpft doch schlicht (..wie der Grossteil der Menschen in der Welt) ums überleben.

Damit diese Leute schnell am Binnenmarkt teilhaben könnten,müsste man ihnen (Konsum)Kredite einräumen bzw. sie müssten auch Einkommen generieren (Lohn) und damit Arbeitsplätze vorhanden sein.

Damit Private grössere Kredite bekommen könnten,um damit das Binnenwachsum wirklich zu beschleunigen,müsste sich zuerst ein Eigentumsrecht etablieren,dass diesen Namen auch verdient.

http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EC66E55BBD0...

MarcusFabian wrote:

Die einzige Furcht der Chinesen ist, dass Dollar und Treasuries schneller kollabieren könnten als diese beiden Ziele erreicht sind.

Seh ich anders.

Die Chinesen werden sich durchaus bewusst sein,dass ihr schneller Aufstieg auch (s)einen Preis hat.Ansonsten hätten sie ja wohl nicht Güter gegen "Papier" eingetauscht.

Die Furcht der Chinesen ist doch eher,dass ihr Binnemarkt,die für den Export ausgerichtete Güterproduktion,gar nicht aufnehmen könnte.$

Würde,im jetzigen Zeitpunkt, der Export wegfallen bzw. würde er "teurer" oder sich drastisch reduzieren(Krise,Boykotte,Zölle usw.) dann würden unzählige Fabrikschliessungen und soziale Unruhen folgen .

USA und China werden sicherlich Beide zusammen einen Weg finden,um miteinander weiterzuspielen.

P.S:.Die jetzige Situation ist wirklich spannend.Besonders wenn man man bedenkt,dass Wirtschaft schlussendlich das gleiche wie "Krieg" ist bzw. (..da ja ohne Waffen und Gewalt..) ein Konflikt.

weico

MarcusFabian
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weico wrote:

Die produzierten Güter müssen aber von den Leuten auch gekauft werden können.

Stimmt. Die USA haben das vor 100 Jahren einfach so gelöst, dass sie die Löhne der Arbeiter erhöht haben.

Henry Ford war da ein Vorreiter. Er hat seinen Arbeitern höhere Löhne bezahlt, weil er wollte dass auch die sich einen Ford leisten können und nicht nur die damalig Superreichen. Auto für die Massen statt für die Elite.

China besitzt Dollars im Wert von 2500 Mrd. Dividiere das durch die Chinesische Bevölkerung von 1.5 Mrd und jedem Chinesen stünden $1667 für den Konsum zur Verfügung!

Super! Das Gehalt von 7 Monaten, einfach mal so für den Konsum (neues TV, Klamotten, Anzahlung für Auto ...) auf den Putz hauen.

Was meinst Du, wie mit dieser Kohle bei den Chinesen die Konsum-Post abgehen würde?

weico wrote:

Die Furcht der Chinesen ist doch eher,dass ihr Binnemarkt,die für den Export ausgerichtete Güterproduktion,gar nicht aufnehmen könnte.$

Warum sollten 1.5 Mrd Chinesen nicht dasselbe aufnehmen können, wollen wie 300 Mio Amerikaner?

Bei den Amis ist die Nachfrage schon lange gesättigt. Bei den Chinesen fängt sie gerade erst an!

weico
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MarcusFabian wrote:

China besitzt Dollars im Wert von 2500 Mrd. Dividiere das durch die Chinesische Bevölkerung von 1.5 Mrd und jedem Chinesen stünden $1667 für den Konsum zur Verfügung!

..da sieht man deutlich,wie "riesig" diese Reserven sind.. Lol

MarcusFabian wrote:

Warum sollten 1.5 Mrd Chinesen nicht dasselbe aufnehmen können, wollen wie 300 Mio Amerikaner?

Wollen schon! Aber der grossen Mehrheit fehlt schlicht die "Kohle" (..wie den Amis ja auch..).

Sie müsste sich also schon selber Kredit geben.... 8)

weico

plenaspei
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weico wrote:

MarcusFabian wrote:

Warum sollten 1.5 Mrd Chinesen nicht dasselbe aufnehmen können, wollen wie 300 Mio Amerikaner?

Wollen schon! Aber der grossen Mehrheit fehlt schlicht die "Kohle" (..wie den Amis ja auch..).

Sie müsste sich also schon selber Kredit geben.... 8)

weico

Da steht den Chinesen wohl die politische Orientierung im Weg!

Aero
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in_God_we_trust
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plenaspei wrote:

nur was ist der Preis dafür?

Buddha anbeten oder Atheist werden! Lol

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Während es den Kommunisten gelungen ist, in der Sovietunion den Kuchen etwas besser zu verteilen, haben die Amis den Kuchen verzwanzigfacht.

Chapeau, Komliment, heute hast Du einen sehr guten Tag. Sehr gute Artikel! Danke.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

weico
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plenaspei wrote:

Da steht den Chinesen wohl die politische Orientierung im Weg!

Noch..

Aber die werden sie ebenfalls noch überwinden.. Lol

weico

in_God_we_trust
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Aero wrote:

Schon gesehen?

http://www.ichmachpolitik.at/swf/flowplayer-3.2.1.swf?config=http://www.ichmachpolitik.at/embed_v_id/868.js

Nein, vorher noch nicht, aber jetzt schon. Danke!

Wenigstens sagt Faber nicht jeden Tag etwas anderes. Er bleibt ziemlich konsistent und endet immer mit der Kriegsvision. Es ist ein Genuss ihm zuzuhören!

Persönlich denke ich, dass wirklich grosse Kriege, sog. Weltkriege nicht mehr möglich sind, denn der 3. Weltkrieg wäre dann absolut der letzte! Also keine Panik, der Frieden ist für alle Zeiten ausgebrochen! Aber lokale Kriege wird es vermutlich immer geben, so wie es Unfälle und Verbrechen immer geben wird.

Also, bei einem zukünftigen Kurssturz nicht an den Weltuntergang denken, sondern diesen als Gelegenheit, günstig einzusteigen, betrachten! Diesen Satz immer vor Augen haben, denn nur allzuleicht lässt man sich bei einem Absturz von den vielen herbeieilenden Schwarzsehern einlullen.

Amerika würde ich nicht zu früh abschreiben, denn solange "in God we trust" auf dem Dollar steht, kann dieser einfach nicht untergehen. Auch sonst sind Christen immer für eine Ueberraschung gut, stark ist "the power of love"!

http://www.youtube.com/watch?v=nkPE2QF-EsE

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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Geldpolitische Lagebeurteilung vom 16. September 2010

...ist zwar auch schon wieder etwas älter...aber immer noch sehr informativ. Besonders interessant finde ich die rel. stark revidierten Inflationsaussichten.

http://www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20100916/source

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

www.pvi.ch - currently inactive

www.payoff.ch - ALL ABOUT DERIVATIVE INVESTMENTS

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MarcusFabian wrote:

...Aber wenn es mal soweit ist und China nicht mehr von den USA abhängig ist, werden sie die Amis fallen lassen wie eine heisse Kartoffel.

Dieser Satz kann einem schon etwas Angst machen! Die Amis lassen sich wohl nicht so gerne fallen, sie werden sich dagegen wehren; hoffen wir mal, dass sie das nicht so wie in der Vergangenheit tun werden...

MarcusFabian
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rainii wrote:

Dieser Satz kann einem schon etwas Angst machen! Die Amis lassen sich wohl nicht so gerne fallen, sie werden sich dagegen wehren; hoffen wir mal, dass sie das nicht so wie in der Vergangenheit tun werden...

Ich glaube nicht, dass die Amis einen weiteren Krieg anzetteln werden. Von daher sehe ich die kommende Krise auch durchaus positiv und als Chance:

Zum einen wird den Amis mittlerweile wohl selbst bewusst, dass sie es in den letzten Jahren etwas übertrieben haben. Warum muss ein Amerikaner doppelt soviel Energie verbrauchen wie ein Europäer? Sein Lebensstandard wird dadurch nicht besser. Bei Menschen - nicht nur Amerikanern - gilt allgemein, dass sie erst einen kräftigen Tritt in den Hintern brauchen, um etwas zu bewegen. Und genau das wird hier passieren. Wenn sich die Amis nicht mehr im jetzigen Ausmass Erdöl leisten können, werden sie gezwungen sein, zu sparen. Und wenn man sich die Leistungsfähigkeit, die Innovationsfreude der Amis anschaut, wird das nicht damit enden, dass die Amis im Winter erfrieren sondern dass sie sehr schnell dazu übergehen, sparsame Autos zu produzieren, ihre Häuser zu isolieren, alternative Energien zu entwickeln und Heizung und Klimaanlage nicht gleichzeitig einzuschalten.

Langfristig also eine positive Entwicklung, auch wenn in einer Übergangszeit der erwähnte Tritt in den Hintern schmerzhaft sein wird.

Die USA werden es sich auch nicht mehr leisten können, 700 Militärstützpunkte in 170 Ländern zu unterhalten und dafür 1000 Mrd. pro Jahr auszugeben. Nicht, wenn diese Ressourcen im eigenen Land gebraucht werden.

Schon 2005 häuften sich Stimmen, dass die Army-Helicopter in New Orleans (Hurricane Katrina) sinnvoller hätten eingesetzt werden können als im Irak. Es kann sich also durchaus abzeichnen, dass sich die USA in Zukunft weniger auf die Erhaltung der Weltherrschaft sondern mehr auf die Probleme im eigenen Land konzentrieren werden. Auch dies eine durchaus positive Entwicklung in Hinblick auf den Weltfrieden.

Das einzige, was also passieren wird ist, dass die Amerikaner mit dem auskommen, was ihr reiches Land bietet und was sie selbst erarbeiten oder im Handel mit anderen Ländern tauschen können. Dabei kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Amerikaner zwar die verlorenen Industriezweige (Autos, Textil) nicht mehr zurückerobern können, statt dessen aber neue Erfindungen zur Marktreife führen, sich technologisch wieder an die Spitze arbeiten und mit dem Verkauf dieser neuen Technologien ihre japanischen Autos und chinesischen Textilien finanzieren können.

Aber eben. Zuerst braucht es diesen Tritt in den Hintern, ein Aufraffen, ein sich-einschränken und in die Hände spucken.

in_God_we_trust
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MarcusFabian wrote:

Bei Menschen - nicht nur Amerikanern - gilt allgemein, dass sie erst einen kräftigen Tritt in den Hintern brauchen, um etwas zu bewegen.

Hinter einem Tritt in den Hintern steckt aber jemand, der diesen Tritt ausführt. Dieser jemand muss aber ziemlich mächtig sein, um der stärksten politischen Macht der Erde diesen Tritt zu verabreichen. Entweder hast Du ein falsches Bild gebraucht, oder aber, Du hast jemanden im Hinterkopf?

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

MarcusFabian
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in_God_we_trust wrote:

Hinter einem Tritt in den Hintern steckt aber jemand, der diesen Tritt ausführt. Dieser jemand muss aber ziemlich mächtig sein, um der stärksten politischen Macht der Erde diesen Tritt zu verabreichen.

Kleiner Tipp: Hat Schlitzaugen und isst gerne Reis Blum 3

Mal anders gefragt: Müssen die Amis ihre Schulden nicht bezahlen, nur weil sie am meisten Bomben und Kanonen haben?

in_God_we_trust
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Wenn ein kleines Kind, fürchtet zu ertrinken, wirft es sich im tiefen Wasser um den Hals des Vaters. Solange das Kind noch klein ist, kann das der Vater noch verkraften und beide ans nahe Ufer retten. Wenn aber das Kind schon gross und schwer ist, dann könnte das den Vater unter Wasser drücken und beide sind verloren!

(Das Kind ist China, der Vater die USA und "das sich um den Hals werfen" sind die fest aneinandergekoppelten Währungen RMB/$)

Der Vater (die USA) ist so verzweifelt, er weiss nicht mehr was tun. Das überschwere Kind (China) lässt sich einfach nicht abschütteln. Der letzte Ausweg scheint QE zu sein um den $/RMB möglichst zu schwächen. Vielleicht kommt dann das halberwachsene Kind zur Einsicht und versucht alleine ans Ufer zu schwimmen? Das wäre eine gute Erfahrung, dass es auch selber auf eigenen Füssen stehen kann und erfüllte den Adolescenten nachher mit Stolz.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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