SMI im Oktober 2011

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MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Das für uns wichtigste Ereignis des September war die Untergrenze Euro/Franken auf 1.20 durch die SNB. Dadurch wurde der Franken gegen alle Währungen abgeschwächt, was durch den SMI aber zum Teil ausgeglichen wurde.

Während nämlich Dow Jones und DAX im September leicht abgegeben haben, konnte der SMI von 5447 auf 5531 sogar leicht ansteigen. Spektakulär ist das allerdings nicht.

Der Smiley kämpft sich langsam in Richtung 5646, was einer 50% Korrektur des Falles Mai-August entspricht.

Unter dem Aspekt des rund 10% billigeren Franken ist auch mein Fazit aus dem September-Thread zu verstehen:

MarcusFabian wrote:

Fazit

Kurzfristig liegen noch ein paar Prozentpunkte in Richtung Norden drin bevor der Bärenmarkt wieder zuschlägt.

Neue Long-Positionen im Bereich von mehreren Tagen oder gar Wochen würde ich allerdings nicht mehr eingehen. Eher schon Shorts in die steigenden Kurse hinein laden.

Wer bereits long ist … wird ohnehin nicht auf mich hören, sonst wäre er ja schon Anfang August ausgestiegen Blum 3

Die Saisonalität spricht ebenfalls für sinkende Kurse. September und Oktober sind ja nicht gerade für ihre Bullenfreundlichkeit bekannt.

Bei Gold erwarte ich bis zum QE-Entscheid der FED eine Konsolidierung also eine volatile Seitwärtsbewegung auf aktuellem Niveau. Tendenz eher abwärts.

Einen Kursschub dürfte es allerdings geben, wenn die FED QE3 einführt. Aber das kennen wir ja bereits.

Saisonal sind September/Oktober zwar positiv für Gold, allerdings wurde die Gold-Rally bereits im August unerwartet stark abgearbeitet.

http://classic.cash.ch/node/4933

Der Bärenmarkt hat nicht erneut zugeschlagen. Wir hatten am 29.9. ein kleines neues Monatshoch, befinden uns also derzeit nach einem Zwischentop wieder auf dem Weg nach unten. Wir werden beobachten müssen, ob wir in der Gegend um 5300-5350 wieder abbremsen und einen weiteren Zacken nach oben laufen (vielleicht diesmal bis 5700) oder ob die Märkte gleich durchsacken. Auf alle Fälle lässt sich konstatieren, dass die Bärenmarktrally, die am 9. August begonnen hat, noch intakt ist und die Fortsetzung des langfristigen Bärenmarktes noch auf sich warten lässt.

Mit der Aussage: Gold … Tendenz eher abwärts lag ich insofern falsch als ich nicht mit einem Absturz von Netto 11% in Dollar gerechnet hätte. In Franken ist Gold zwar mit einem Plus von 0.09% stabil geblieben. Aber das kennen wir von weiter oben: Das ist dem geschwächten Franken geschuldet.

The bigger picture

Das grosse Bild wird von Inflation/Deflation, von Quantitative Easing der FED bzw. der mit "E" beginnenden Buchstabensuppe der europäischen Rettungsschirme bestimmt.

Ich muss deshalb zunächst auf mein Eröffungsposting Mai 2011 zurückgreifen. Damals schrieb ich:

MarcusFabian wrote:

Die FED braucht QE, um die Zinsen unten zu halten. Wenn die FED nicht mehr als Käufer von Staatsanleihen einspringt, sinken dort die Preise und die Zinsen steigen.

Die USA würden dementsprechend einen Anstieg der Zinsen für Staatsschulden ähnlich wie Griechenland erleben:

Damit stiegen aber auch die Zinsen von Unternehmenskrediten bis Hypotheken. Entsprechend würden die Immobilienpreise die Talfahrt wieder aufnehmen. Konsumkredite würden ebenfalls teurer, was den Konsumenten Kaufkraft entzieht. Somit weniger Umsatz für Unternehmen bei gleichzeitig steigender Zinsbelastung. Sinkende Gewinne sind das Minimum.

Andererseits würde durch die Einstellung von QE das Vertrauen in den Dollar wieder gefestigt. Ausländische Anleger kaufen wieder Staatsanleihen (wenn auch zu höheren Renditen), die Teuerung steigt nicht mehr, Rohstoff- und Edelmetallpreise stabilisieren sich.

Ergo:

Stopp von QE

* Zinsen steigen

* Aktien- und Bondpreise fallen

* Gold- / Silberpreis fällt

* Dollar steigt

Deshalb mein Vergleich mit Griechenland: Wird QE im Juni gestoppt und nicht erneuert, beschreiten die US den Weg Griechenlands. Also einen rigiden Sparkurs, der zwar die Währung stabilisiert, das Vertrauen in Staatsanleihen wieder festigt und ausländische Gläubiger schützt, andererseits aber dem eigenen Volk und der eigenen Wirtschaft harte Zeiten auferlegt. Ob das in den USA durchsetzbar wäre?

Ich halte es für durchaus plausibel, dass die FED dieses Experiment wagen und im Juli kein neues QE3 einführen wird:

Geht alles gut und die Wirtschaft steigt weiter, die Zinsen steigen nur auf erträgliches Niveau, und die Bonds crashen nicht, hat die FED das Spiel gewonnen und wir müssen langsam daran denken, unser Gold zu verkaufen.

Dabei werden wir die Chinesen mit Argusaugen beobachten müssen: Werden sie sich zufrieden geben und wieder US Treasuries kaufen oder werden sie die nun günstige Gelegenheit weiter dazu verwenden, möglichst viele Dollars loszuwerden um dafür Sachwerte zu kaufen?

Andererseits: Crashen nach Aussetzung von QE3 die Bond- und Aktienmärkte, haben wir den endgültigen Beweis, dass die Preise nur dank Pumpenkohle der FED die letzten zwei Jahre so hoch geblieben bzw. gestiegen sind. Dann dürfte auch dem letzten Schwachmaten klar werden, dass man durch Monetarisierung nur zeitlich begrenzt, keinesfalls aber nachhaltig die Märkte ankurbeln kann.

Wie wird die FED dann reagieren? Wird sie mit QE3 ihren Kurs der Monetarisierung wieder aufnehmen? Oder wird sie gleich "Game Over" erklären und eine Währungsreform einleiten?

Und wie wird der Markt dann QE3 aufnehmen? Wird der Markt das Spiel noch eine weitere Runde mitmachen? Steigende Aktienpreise - hurrah - dank Pumpenkohle, die von den Banken gerne angenommen wird?

Oder wird das Vertrauen in den Dollar im allgemeinen und die FED im speziellen bereits so angekratzt sein, dass sich der Markt gleich ganz aus dem Dollarraum verabschiedet?

Fragen über Fragen, die wir im Moment noch nicht beantworten können.

http://classic.cash.ch/node/4743

Also kurz zusammengefasst:

Ohne QE3 bekommen wir ein deflationäres Szenario (Deflation = nicht monetär, die Geldmenge sinkt ja nicht aber in Form sinkender Assetpreise!), in dem so ziemlich alles sinkt und nur der Dollar steigt.

Mit QE3 das bekannte Spiel: Alles steigt gegen Dollar.

Seit dem 20. September wissen wir, dass vorerst kein QE3 in Sicht ist. Entsprechend trifft das deflationäre Szenario ein. Die einzige Aktion der FED besteht im Twist, also im Ankauf langjähriger Treasuries bei gleichzeitigem Verkauf der kurzfristigen. Es entsteht also kein neues Geld, es ist eine reine Umschichtung.

Die FED erreicht damit ein Absinken der langfristigen Renditen und entsprechend steigende Preise der langfristigen.

Das hat folgende Konsequenzen:

1. Die Trader wissen, dass die langfristigen Staatsanleihen steigen werden. Ergo stecken sie alles verfügbare Geld in langfristige Staatsanleihen, um von den Käufen der FED zu profitieren. Da aber die verfügbare Geldmenge konstant bleibt, müssen sie logischer Weise etwas verkaufen, um in lange Staatsanleihen umschichten zu können. Sie verkaufen also alles, was in diesem Umfeld sinken wird: Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe.

2. Für nicht-US Trader gilt: Um überhaupt US Staatsanleihen kaufen zu können, braucht man Dollars. Wer z.B. europäische Aktien verkauft, bekommt dafür Euros, Franken oder Pfund, die zunächst gegen Dollar verkauft werden müssen. Das erklärt den Anstieg des Dollars gegen diese Währungen.

Was sich die FED vom Twist erhofft ist, dass sich andere langfristige Zinsen wie Hypotheken, Unternehmenskredite und Leasings ebenfalls verbilligen. Damit wären die Schuldner vorläufig etwas entlastet und die Verschuldung könnte eine Runde weitergehen. Es ist also ein Spiel auf Zeit aber keinesfalls eine Lösung!

Im Moment spielt der Markt also auf Deflation. Noch besser als bei Aktien-Indizes sieht man das am Goldpreis, der allerdings durch Margin-Erhöhungen von 27% einen zusätzlichen Abwärtsschub erfahren hat.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die FED es darauf anlegt, uns alle auf dem falschen Fuss zu erwischen.

Das heisst: Wir gehen long Dollar, long Treasuries, short Aktien, short Rohstoffe, short Edelmetalle und dann … kommt QE3 und wir haben exakt das falsche im PF!

QE3 wurde zwar am 20. September nicht beschlossen aber ganz vom Tisch ist es noch nicht. Oder wie es Bernanke selbst Ende September ausdrückte:

"if inflation falls too low or inflation expectations fall too low, that would be something we would have to respond to because we do not want deflation."

Wie genau ein neues QE3 aussehen wird, steht in den Sternen. Aber ich vermute, dass es etwas anders aussehen wird als die bisherigen QE's.

Zur Erinnerung:

QE1 kam nur den Banken zu Gute.

QE2 war der Aufkauf von Staatsanleihen in Höhe von $600 Mrd. Das kam indirekt der Wirtschaft zu gute als der Staat das Geld ja ausgibt. (wenn auch nicht besonders sinnvoll).

Für QE3 gibt es meiner Meinung nach zwei plausible Szenarien:

1. Es wird in den Immobilienmarkt gepumpt. Das könnten z.B. Direktzahlungen an bedürftige Hausbesitzer sein, künstlich verbilligtere Hypothekarzinsen. Bailouts von Immos, die unter Wasser stehen.

2. Ein international konzertiertes QE3. Also gleichzeitiges QE gemeinsam mit der EZB, evtl. auch BoE, BoJ, SNB etc. Das hätte zur Folge, dass alle Währungen gleichzeitig abgewertet würden und es somit kaum Schwankungen der Währungen untereinander gäbe. Mit Ausnahme zu Gold natürlich, das ja nicht inflationiert werden kann.

Wir können nicht abschätzen, wann genau die FED QE3 einführen wird aber zumindest wissen wir, dass sich die Chance auf QE3 erhöht, wenn die Märkte weiter sinken. Einige Analysten gehen davon aus, dass die Schmerzgrenze der FED bei einem Stand von 950 Punkten beim S&P liegt. Das wären also rund -15% ab dem aktuellen Niveau.

Daraus ergibt sich folgendes mögliche Szenario für den Oktober:

Absinken der Aktienmärkte auf das Tief August oder darunter. Danach überraschendes QE3 der FED mit entsprechender Trendwende, die den Dow vielleicht 500, den SMI 300 Punkte nach oben treibt.

Danach das übliche Spiel der bisherigen QE: Top-Bildung, wenn die Pumpenkohle der FED verbraucht ist.

Entsprechend für Währungen: QE3 löst eine Verkaufswelle von Dollars aus und entsprechend steigen Euro, Franken, Gold.

Daraus leite ich folgende konkrete Empfehlungen ab:

Aktien: Im Moment shorten. Aber immer mit Blick auf die FED. Und wenn sich zeigt, dass Ben QE3 ankündigt, volle Kanne kaufen.

Gold/Silber: Hier ist die Situation insofern pervers als einerseits die Preise an den Märkten um gut 10% heruntergeprügelt wurden, sich andererseits aber lange Schlangen von Käufern bei den Edelmetallhändlern bilden, die teilweise gar kein Material mehr haben.

In einem normalen Markt müsste man ja davon ausgehen, dass die Preise steigen, wenn die Nachfrage steigt und das Angebot sinkt.

Hier gibt es offensichtlich eine grosse Diskrepanz zwischen dem reinen Papierhandel (Future-Markt der Comex) und dem physischen Handel.

Da hat der Schwanz mit dem Hund gewedelt. Warten wir also, bis der Hund wieder mit dem Schwanz wedelt, sprich: der physische Handel die Preise des Papierhandels bestimmt.

Happy Trades

Marcus

aprecio
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rezession

die kupferpreise sind bereits abgestürzt. das wird als zeichen für eine bevorstehende rezession gedeutet.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

aprecio wrote:

die kupferpreise sind bereits abgestürzt. das wird als zeichen für eine bevorstehende rezession gedeutet.

Bzw. wir befinden uns vielleicht schon in einer Rezession und wissen es nur noch nicht Wink

Das ist ja das doofe an einer Rezession: Von einer Rezession spricht man landläufig dann, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen negativ läuft. Das heisst, dass man erst nach frühestens 7 Monaten erkennt, dass man in einer Rezession ist und dann ist sie oft schon fast vorbei.

chateauduhartmilon
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SMI im Oktober 2011

melchior wrote:

Wieder mal eine Eröffnung, die das Wesentliche zusammenfasst und verständlich ist. Bravo und danke MF.

#2

Vielen Dank!

AUCH AN BUGATTI!!!

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Bugatti wrote:

Ich habe mir erlaubt auch einen Eingangspost für den Monat Oktober zu verfassen.

Das finde ich super! Je mehr Meinungen man jeweils zu Beginn eines Monats hat (= möglichst viele Einschätzungen und möglichst auf Seite 1) um so interessanter die anschliessende Diskussion!

:idea:

oscarhamilton
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Rückgang auf 5400

würde gebrochenem Abwärtstrend kein Abruch geben.

[img[/img]

An der Börse kannst Du höchstens 100% verlieren, aber unendlich viel gewinnen.

marcello
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Re: SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

QE3 wurde zwar am 20. September nicht beschlossen aber ganz vom Tisch ist es noch nicht. Oder wie es Bernanke selbst Ende September ausdrückte:

"if inflation falls too low or inflation expectations fall too low, that would be something we would have to respond to because we do not want deflation."

Ich rechne mit einem QE3 bei einem S&P500 Stand von 950. Das wird jedoch noch ein Weilchen dauern bis wir dort sind.

Zuerst will ich einen Fakeausbruch nach unten sehen. Alle gehen short und dann eine fette Rally bis 1'240. Dann runter bis 1'000. Dann wieder rauf auf 1'200 und dann unter 1'000...das wäre dann eine riesen SKS:-)

Dann irgendwo zwischen 900 - 1'000 wenns richtig ugly wird, erwarte ich ein Einschreiten der FED mit einem QE3. Das wäre dann irgendwann Anfangs/Mitte 2012.

fritz.
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SMI im Oktober 2011

Heute kam mal wieder einer der beiden Filme zum Swissair-Grounding in der Glotze. Und auch nach zehn Jahren ist es immer noch schockierend und beschämend wie diese frühere tolle Firma und der Stolz der Schweiz von gierigen Managern zerstört wurde.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich irgendwo in Afrika am Check-In-Schalter stehe und mir gesagt wird, dass ich mir mit dem Ticket höchstens noch den A... putzen kann, dann könnte ich das noch halbwegs glauben. Aber sowas in der Schweiz....

Und seither glaube ich gar nichts mehr...

Gruss

fritz

Meerkat
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SMI im Oktober 2011

Als "Holzklasse"-Vielflieger habe ich eigentlich nicht die besten Erinnerungen an die Swissair. Bei der viel geschmähten PIA (Pakistan) z.B. gab's den Kaffee in der Porzellantasse, bei der Swissair im Plastikbecher. Die vielen ersten Pätze in Passagierbewertungen kamen meines Wissens von der Businessklasse.

"Das Fass ist übergelaufen"

fritz.
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SMI im Oktober 2011

Das ist auch heute noch so. Die guten Bewertungen bei der Swiss gibt es nur unter den First- und Business-Reisenden.

In der Economy wurde der Plastikbecher durch einen Kartonbecher ersetzt.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Wenn wir schon offtopic bei Fluglinien sind.

Es gibt eine ganze Reihe alternativer Abkürzungen für Fluglinien:

ALITALIA = Allways Late In Take-off, Allways Late in Aproach

PIA = Please Inform Allah

AI = Allah Informed

TAP = Take Another Plane

SABENA = Such A Bloody Experience Never Again

SAS = Sex After Service

SWISSAIR = Sie Wollen Immer Schaffen, Selbst An Ihrem Ruhetag

meine Lieblings Airline Wink

LUFTHANSA = Let Us Fuc. The Hostess As No Steward Available

Felixx
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Re: SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

Das hat folgende Konsequenzen:

1. Die Trader wissen, dass die langfristigen Staatsanleihen steigen werden. Ergo stecken sie alles verfügbare Geld in langfristige Staatsanleihen, um von den Käufen der FED zu profitieren.

Stimmt natürlich nicht, die Fed Käufe sind längst eingepreist.

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

Red Bull
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Re: SMI im Oktober 2011

Felixx wrote:

MarcusFabian wrote:

Das hat folgende Konsequenzen:

1. Die Trader wissen, dass die langfristigen Staatsanleihen steigen werden. Ergo stecken sie alles verfügbare Geld in langfristige Staatsanleihen, um von den Käufen der FED zu profitieren.

Stimmt natürlich nicht, die Fed Käufe sind längst eingepreist.

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

Dann sollten aber Aktien Deiner Aussage nach jetzt steigen?

Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Felixx wrote:

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

Zum einen: Ich glaube nicht, dass es sehr viele Anleger auf diesem Planeten gibt, die es als vernünftige Investition betrachten, dem US-Staat 30-jährigen Kredit für 2.92% zu gewähren. Und nichts anderes ist es ja, wenn man TYX, die 30-yr Treasuries kauft.

Staatsanleihen sind - salopp ausgedrückt - nur ein Parkplatz für Geld, solange es keine besseren Anlagen gibt. "Besser" unter Berücksichtigung von Risiko und Ertrag.

Ich behaupte deshalb, dass die Banken nur deshalb lange Staatsanleihen kaufen, weil sie im Moment keine besseren Anlagemöglichkeiten sehen. Und das führt zur Schlussfolgerung, dass die Banken die Staatsanleihen wieder abstossen, sollten sich bessere Investment-Möglichkeiten ergeben.

Ergo werden langfristige Staatsanleihen nicht mit langfristigem Anlagehorizont gekauft.

Ob Aktien diese Forderung nach Langfristinvestment im Moment erfüllen können, ist fraglich, denn die Investoren wissen auch, dass die Aktien im Moment nur dank Pumpenkohle teuer sind und ohne QE3 wieder billiger werden. Schliesslich stehen wir am Rande einer neuen Rezession oder sind bereits drin.

Bullish
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SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

Felixx wrote:

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

Zum einen: Ich glaube nicht, dass es sehr viele Anleger auf diesem Planeten gibt, die es als vernünftige Investition betrachten, dem US-Staat 30-jährigen Kredit für 2.92% zu gewähren. Und nichts anderes ist es ja, wenn man TYX, die 30-yr Treasuries kauft.

In 10 Jahren könnte es sein, dass rückblickend Gold und UST-Bonds die besten Anlageklassen waren.

MarcusFabian wrote:

Staatsanleihen sind - salopp ausgedrückt - nur ein Parkplatz für Geld, solange es keine besseren Anlagen gibt. "Besser" unter Berücksichtigung von Risiko und Ertrag.

Die Langläufer sind ein schlechter Parkplatz. Kurzläufer sind meist ein Parkplatz.

MarcusFabian wrote:

Ich behaupte deshalb, dass die Banken nur deshalb lange Staatsanleihen kaufen, weil sie im Moment keine besseren Anlagemöglichkeiten sehen. Und das führt zur Schlussfolgerung, dass die Banken die Staatsanleihen wieder abstossen, sollten sich bessere Investment-Möglichkeiten ergeben.

Ich bin nicht sicher, ob Banken Langläufer kaufen. Ich denke, das tun eher Versicherungen.

MarcusFabian wrote:

Ergo werden langfristige Staatsanleihen nicht mit langfristigem Anlagehorizont gekauft.

Doch, aber sie werden auch getradet. Die 2% interessiert doch niemanden, die 20% Kursgewinne interessieren... wie bei Aktien auch. Es wartet auch kaum jemand darauf, dass das Unternehmen liquidiert und dann das Aktienkapital zurückbezahlt wird.

MarcusFabian wrote:

Ob Aktien diese Forderung nach Langfristinvestment im Moment erfüllen können, ist fraglich, denn die Investoren wissen auch, dass die Aktien im Moment nur dank Pumpenkohle teuer sind und ohne QE3 wieder billiger werden. Schliesslich stehen wir am Rande einer neuen Rezession oder sind bereits drin.

Spricht eben doch für Treasuries. 3-7 jährige scheinen nicht mehr so riskant zu sein.

Bullish
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Re: SMI im Oktober 2011

Felixx wrote:

MarcusFabian wrote:

Das hat folgende Konsequenzen:

1. Die Trader wissen, dass die langfristigen Staatsanleihen steigen werden. Ergo stecken sie alles verfügbare Geld in langfristige Staatsanleihen, um von den Käufen der FED zu profitieren.

Stimmt natürlich nicht, die Fed Käufe sind längst eingepreist.

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

... oder Corporate Bonds... oder Hypo-Papiere - ist sogar das erklärte Ziel.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Bullish wrote:

In 10 Jahren könnte es sein, dass rückblickend Gold und UST-Bonds die besten Anlageklassen waren.

Bei Gold ja. Da wissen wir ja bereits jetzt, dass es in den letzten 10 Jahren eine gute Anlage war.

Bei Trs wohl kaum, denn dazu sind die Renditen zu niedrig: Wer 1979 30-jährige mit 20% Coupon gekauft hat, der hat alles richtig gemacht und bis 2009 damit ein Schweinegeld verdient. Aber die Zinsen sind bereits derart niedrig, dass der Zinszyklus bereits aus voller Kehle nach steigenden Renditen schreit.

Langfristige Staatsanleihen kauft man, wenn der Zinszyklus sein Top erreicht hat. Aber nicht, wenn die Zinsen bereits so niedrig sind.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Mal ein bisschen von Ende September nachgelesen ... (da war ich ja weg):

k3000 wrote:

Und wenn mir irgendeiner zugehört hätte im Juni als ich Operation Twist angesagt habe auf Oktober/November (kleiner Fauxpas, kam einen Monat früher), dann hätte jeder der 1 und 1 zusammenzählen kann TMF oder ähnliches gekauft und hätte in 3 Monaten mehr verdient als mit Gold in den letzten 3 Jahren.

Zunächst zu den Zahlen:

TMF sind vereinfacht ausgedrückt 30-jährige US Staatsanleihen.

Von Mai bis heute hat sich TMF von ca. 35 auf 70 verdoppelt.

Gold in Dollar ist seit Mai um 13% gestiegen.

Gold in den letzten 3 Jahren hat sich allerdings von 800 auf 1600 ebenfalls verdoppelt.

Aber wir wollen nicht kleinlich sein. Wink

Die Zahlen sind soweit also korrekt.

Daneben stellt sich auch die Frage, welche Strategie die bessere und sicherere ist: Dem US-Staat auf 30 Jahre Kredit für knappe 2.92% p.A. zu gewähren (Stichwort: Entwertung des Dollars) oder Gold zu halten, bis die Krise bereinigt ist, um dann das teure Gold gegen billige Aktien zu tauschen.

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten, wobei mir auch bewusst ist, dass Banker grundsätzlich Papier gegenüber harten Assets bevorzugen.

MarcusFabian
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weico wrote:

Dabei sollte doch auch dir langsam "klar" sein,dass dieses Gold, nach "gängiger" Goldbug-Theorie,gar keinen Verlust haben kann.

Eine Unze bleibt nämlich immer eine Unze und ist das einzig "wahre" Geld auf diesem Planeten.... (...und man bekam dafür schon vor 5000 Jahren einen Anzug und bald gibt's dafür ganze Häuserzeilen ..) :oops: :twisted:

Interessante Zusammenfassung. Jetzt weiss ich endlich mal, was von meinem Geschreibsel der letzten Jahre bei Dir hängen geblieben ist BiggrinBiggrinBiggrin

weico
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MarcusFabian wrote:

Interessante Zusammenfassung. Jetzt weiss ich endlich mal, was von meinem Geschreibsel der letzten Jahre bei Dir hängen geblieben ist BiggrinBiggrinBiggrin

..solche unsinnigen "Goldbug-Dauerwiederholungen" sind für mich etwa gleich "wertvoll" wie Webespot's a la :"Rhäzünser isch gsünser" und "Katzen würden Whiskas kaufen".. Lol

weico

Felixx
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MarcusFabian wrote:

Felixx wrote:

Hingegen sind die Yields dieser Anleihen jetzt gesunken, also suchen sich Investoren andere (langfristige) Anlagemöglichkeiten, insbesondere Aktien.

Zum einen: Ich glaube nicht, dass es sehr viele Anleger auf diesem Planeten gibt, die es als vernünftige Investition betrachten, dem US-Staat 30-jährigen Kredit für 2.92% zu gewähren. Und nichts anderes ist es ja, wenn man TYX, die 30-yr Treasuries kauft.

Investoren unterscheiden sich in ihrer Risikopräferenzen und Erwartungen. Der Yield von 2.9% bedeutet ja, dass man jährlich diese 2.9% erhält (unter gleichbeibenden Umständen). Das ist im aktuellen Umfeld nicht mal so schlecht.

Es gibt auch Investoren die kaufen 30y CH Oblis zu 1.3% !

MarcusFabian
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Felixx wrote:

Der Yield von 2.9% bedeutet ja, dass man jährlich diese 2.9% erhält (unter gleichbeibenden Umständen). Das ist im aktuellen Umfeld nicht mal so schlecht.

Es gibt auch Investoren die kaufen 30y CH Oblis zu 1.3% !

Der Punkt auf den ich hinaus wollte: Der Dollar verliert pro Jahr mehr als 2.9% an Wert. Das bedeutet zumindest für nicht-Amerikaner, dass sie real Geld verlieren, wenn sie in US-Treasuries investieren.

Bei CH-Oblis konnte man zumindest bis vor kurzem von einer stabilen Währung ausgehen. :twisted:

Das ist ja der Grund, weshalb so viele Anleger in Gold flüchten: Wenn man mit Staatsanleihen negative reale Rendite hat, dann ist die reale Rendite von 0%, die Gold bietet immer noch besser.

Felixx
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Aber Gold ist aus Sicht einiger Investoren zu risikoreich. Eine Lebensversicherung die weiss, über die kommenden 30 Jahren werden erwartungsgemäs bei 3% der Policen Schäden eintreten ist besser bedient mit Treasuries als mit Gold. Denn Gold ist viel volatiler und ein Einbruch wie jüngst im September würde die Versicherung auf dem falschen Fuss erwischen.

k3000
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MarcusFabian wrote:

Der Punkt auf den ich hinaus wollte: Der Dollar verliert pro Jahr mehr als 2.9% an Wert.

Junger Mann: past performance is not indicative of future results.

Manövrier dich da nicht zu sehr in eine subjektive Ansicht.

Was bringt diese Erkenntnis über 80 Jahre, wenn man zwischendurch 5 Jahre lang zB sehr gutes Geld mit long Dollar erzielen kann?

Dein Argument, nicht long Dollar zu sein, ist das gleiche, wie allen momentan zu raten, unbedingt long Dow Jones zu sein. Der steigt ja auch 8% pro Jahr. Im Schnitt. Leider halt über 120 Jahre.

Christina 007
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Schweiz droht mit Negativzinsen für Ausländer

Schweiz droht mit Negativzinsen für Ausländer

Sonntag, 2. Oktober 2011, um 14:46

Im Kampf gegen die Franken-Aufwertung will die Schweiz notfalls schwerere Geschütze auffahren. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf machte am Wochenende deutlich, dass nach der Zentralbank auch die Regierung tätig werden könnte. Als Möglichkeiten nannte sie Kapitalkontrollen und Negativzinsen auf Kontoguthaben von Ausländern. Damit könnten im Bedarfsfall Investoren davon abgehalten werden, ihr Kapital massenweise in Franken-Anlagen in Sicherheit zu bringen.

Angeheizt wird dieser Trend vor allem durch die europäische Schuldenkrise und die schwachen Aussichten für die Weltwirtschaft. Dadurch wird der Kurs der Schweizer Währung hochgetrieben, was der stark auf Export orientierten Wirtschaft erheblich schadet.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB (Swiss: SNBN.SW - Nachrichten) ) geht mit einer Nullzinspolitik und massiven Devisenmarktinterventionen gegen die Franken-Stärke vor. Anfang September legte sie zusätzlich einen Mindestkurs zum Euro fest. Die Währungshüter wollen mit unbeschränkten Euro-Käufen verhindern, dass die europäische Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,20 Franken fällt. Widmer-Schlumpf zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Erfolg. Sie sprach von eine sehr guten Maßnahme und bezeichnete die Wechselkursgrenze als derzeit angemessen. Zuletzt hatte es am Devisenmarkt Gerüchte gegeben, die SNB werde die Marke auf 1,25 Franken anheben. Händlern zufolge wurden sie allerdings von Investoren in die Welt gesetzt, die auf eine Schwächung des Franken wetteten.

Die Ministerin hielt sich bedeckt dazu, ob eine Erhöhung des Euro-Mindestziels auf 1,25 oder 1,30 Franken geboten sein könnte. "Es ist nicht an mir, das zu beurteilen", sagte sie am Samstag in Chur. "Die SNB prüft das regelmäßig." Bislang habe die Notenbank den gewünschten Effekt erzielt.[url][/url]

Christina 007
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MarcusFabian
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k3000 wrote:

Was bringt diese Erkenntnis über 80 Jahre, wenn man zwischendurch 5 Jahre lang zB sehr gutes Geld mit long Dollar erzielen kann?

Einverstanden. Deine Empfehlung aus dem Mai oder Juni, long US Treasuries zu gehen war ja auch nicht auf 80 Jahre ausgelegt sondern nur ein Zock in Erwartung des Twist.

Genau wie man auf eine Intervention der SNB kurzfristig short CHF spekulieren konnte, ohne deshalb dem Franken an sich abtrünnig zu werden.

Nur sind halt aus fundamentaler Sicht US-Treasuries oder US-Immos alles andere als empfehlenswert. Darauf sollte man hinweisen, wenn man einen kurzfrist-Zock long ins Auge fasst.

Genau so würdest Du ja vielleicht kurzfristig auch einen Long UBS empfehlen, wenn sich abzeichnet, dass der Staat wieder ein paar Dutzend Milliarden sponsert aber dennoch nicht die Aktie als Investment empfehlen. Oder?

k3000
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MarcusFabian wrote:

k3000 wrote:

Was bringt diese Erkenntnis über 80 Jahre, wenn man zwischendurch 5 Jahre lang zB sehr gutes Geld mit long Dollar erzielen kann?

Einverstanden. Deine Empfehlung aus dem Mai oder Juni, long US Treasuries zu gehen war ja auch nicht auf 80 Jahre ausgelegt sondern nur ein Zock in Erwartung des Twist.

Genau wie man auf eine Intervention der SNB kurzfristig short CHF spekulieren konnte, ohne deshalb dem Franken an sich abtrünnig zu werden.

Nur sind halt aus fundamentaler Sicht US-Treasuries oder US-Immos alles andere als empfehlenswert. Darauf sollte man hinweisen, wenn man einen kurzfrist-Zock long ins Auge fasst.

Genau so würdest Du ja vielleicht kurzfristig auch einen Long UBS empfehlen, wenn sich abzeichnet, dass der Staat wieder ein paar Dutzend Milliarden sponsert aber dennoch nicht die Aktie als Investment empfehlen. Oder?

Nicht ganz einverstanden.

Investitionen über ein oder zwei Quartale ist eigentliche Anlagetätigkeit wo man mit 100% seines Portfolios investiert ist und kein Zock.

Ich hätte nie gesagt kaufe und halte UBS über das nächste halbe Jahr.

MarcusFabian
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k3000 wrote:

Ich hätte nie gesagt kaufe und halte UBS über das nächste halbe Jahr.

Darauf wollte ich hinaus.

Du hättest ja auch nicht gesagt kaufe und halte US-Treasuries für 1 Jahr. Oder doch?

bengoesgreen
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Euro stürzt ab

3) Φιλαργυρία

k3000
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MarcusFabian wrote:

k3000 wrote:

Ich hätte nie gesagt kaufe und halte UBS über das nächste halbe Jahr.

Darauf wollte ich hinaus.

Du hättest ja auch nicht gesagt kaufe und halte US-Treasuries für 1 Jahr. Oder doch?

Würde ich nicht machen, nein. Buy and hold funktioniert nicht... nicht mal bei Warren Buffet.

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