SMI im Oktober 2011

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MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

Haben die jetzt echt CDS auf Staatsanleihen verboten?

Nicht ganz. Nur "naked".

Also wer Staatsanleihen besitzt, darf sie mit CDS versichern. Aber wer keine hat darf nicht auf den Verfall spekulieren.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Bäri wrote:

Für was taugen überhaupt Leerverkäufe auf Staatsanleihen wenn man keine besitzt?

Steh ich auf dem Schlauch oder ist das nur pure Spakulation?

Das ist pure Spekulation. Etwa im Stil: Ich schliesse eine Feuerversicherung auf Dein Haus ab und werde Dich, wenn's im Sommer schön trocken ist und lange nicht mehr geregnet hat, mit einem Streichholz besuchen ... :roll:

k3000
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SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

Bäri wrote:

Für was taugen überhaupt Leerverkäufe auf Staatsanleihen wenn man keine besitzt?

Steh ich auf dem Schlauch oder ist das nur pure Spakulation?

Das ist pure Spekulation. Etwa im Stil: Ich schliesse eine Feuerversicherung auf Dein Haus ab und werde Dich, wenn's im Sommer schön trocken ist und lange nicht mehr geregnet hat, mit einem Streichholz besuchen ... :roll:

Jetzt komm mir nicht wieder mit dieser Hausversicherungsgeschichte.

Die stimmt einfach nicht. Entbehrt jeder Logik.

Hab ich dir schon vor Monaten erklärt.

Wenn's im Sommer schön trocken ist, sprich das Risiko eines events sehr hoch, dann wirst du sehr viel colleteral bei der Gegenpartei hinterlegen müssen, womit deine potentielle Rendite in den tiefen einstelligen Prozentbereich zusammenklappt und du dir zuerst wirklich ernsthaft überlegst, ob es nicht bessere Investitionen gibt, als wenn die die Hälft des Hauspreises zuerst cash hinterlegen musst für ein paar mickrige Basispunkte in einem best case Szenario.

Ausserdem gibt es x Möglichkeiten, dieselbe Position synthetisch zu halten, so dass das ganze Verbot wie das Leervekaufsverbot auf Finanztitel nichts bringt.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

Du hast immer noch nichts verstanden. Eben gerade die Gefahren wurden en detail diskutiert.

John hat es durchaus verstanden!

Auch, dass es nicht nur um Rückversicherung geht sondern um Rück-Rück-Rück-Rückversicherung (im Schnitt sogar über 10 Stufen(!) wie wir damals herausgefunden haben.)

Was erklärend hinzuzufügen ist, ist das Netting:

Ich kann im Roulette 1000 auf rot setzen und habe somit ein Risiko von 51.3% die 1000 zu verlieren. (die grüne Null nicht vergessen!)

Ich kann auch 500 auf rot und 500 auf schwarz setzen. Dann habe ich auch 1000 auf dem Tisch liegen aber ein Risiko von nur 2.7%.

Banken versuchen also ihre Risiken zu versichern. Wer griechische Anleihen für 1 Mio im PF hat, wird davon vielleicht die Hälfte versichern.

Bank A, die keine portugiesischen Anleihen hat, wird vielleicht teilweise die Risiken von Bank B absichern, die Portugal-lastig ist. Während Bank B die Risiken von Bank A im Griechenland-Geschäft absichert.

Geht also Griechenland pleite, dann bluten die Banken mit griechischen Anleihen weniger, dafür auch Banken, die keine Griechenbonds haben sondern "nur" die Versicherungssumme zahlen müssen.

Es ist bis hierher ein System, das ähnlich aufgebaut ist wie die Versicherung von Schiffen und wie es von Lloyds schon Jahrhunderte lang praktiziert wird: Niemand versichert ein ganzes Schiff. Man versichert nur einen Bruchteil mit einer Summe, die man notfalls - falls das Schiff sinkt - verschmerzen könnte.

Die den CDS und anderen Finanzperversitäten zugrunde liegenden mathematischen Risiko-Modelle von Blythe Masters (aka "Lizard-Lady") gehen davon aus, dass Schadensfälle nie massiv aufteten sondern immer einzeln. Ähnlich wie beim Schiff. Auch wenn bei einem aussergewöhnlichen Sturm 3 Schiffe gleichzeitig sinken, kann der Schaden getragen werden, wenn er auf 100 oder 1000 Schultern verteilt ist.

Und genau hier liegt die Gefahr von CDS!

In der Wirtschaft ist es nämlich sehr wohl möglich, dass eine Krise gleich alle Firmen erfasst!

Wir haben es gesehen in der Subprime-Krise, als durchs Band weg innert kürzester Zeit fast alle Häuser an Wert verloren haben und die Zahl der delinquenten Hypotheken weit über jene 3-6% gestiegen ist, auf denen die Modelle aufbauten.

Und wir haben auch gesehen, dass der Fall von zwei Grossbanken (Bear Stearns und Lehman Broth.) um ein Haar die gesamte Grossbankenwelt mit in den Abgrund gerissen hätte.

Jene, die bei CDS das Gegenpartei Risiko tragen sind Banken, die selbst kein Geld haben. Gehen Griechenland und Portugal pleite, werden (gemäss dem Beispiel oben) Bank A wie Bank B ebenfalls Pleite gehen. Entsprechend gehen die Banken C, D und E pleite, die ihre Risiken bei Bank A oder B versichert haben und nun die Schadenssumme nicht mehr einfordern können.

Entsprechend werden nun CDS fällig, die den Konkurs der Banken A, B, C, D und E versichert haben ... etc.

Die Banken würden fallen wie Dominosteine.

Weiterhin muss man wissen, dass die Summe aller CDS 60 mal so hoch ist wie die Subprime-Krise im Herbst 2008.

Das bedeutet, dass diese Krise auch von den Staaten nicht mehr aufgefangen werden kann. Wenn die CDS kollabieren, wird es keine Bankenrettung mehr geben. Es sei denn, die Staaten tragen sich mit Selbstmordgedanken.

John Doe
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SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

k3000 wrote:

Du hast immer noch nichts verstanden. Eben gerade die Gefahren wurden en detail diskutiert.

Auch, dass es nicht nur um Rückversicherung geht sondern um Rück-Rück-Rück-Rückversicherung (im Schnitt sogar über 10 Stufen(!) wie wir damals herausgefunden haben.)

Das bedeutet, dass diese Krise auch von den Staaten nicht mehr aufgefangen werden kann. Wenn die CDS kollabieren, wird es keine Bankenrettung mehr geben. Es sei denn, die Staaten tragen sich mit Selbstmordgedanken.

Das muss dir der Neid lassen, eine sehr informative, auf den Punkt kommende Erklärung, Hut ab!

THAT`S MY SECRET I`M ALWAYS BULLISH

PowerDau
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

PowerDau wrote:
k3000 wrote:
Ich frag mich schon, ob das nicht wieder ein Schuss nach hinten ist von Politikern, welche von Finanzen keine Ahnung haben.

Insbesondere, wenn die europäischen Banken ihre Risiken nicht mehr netten können mit CDS auf die Staatsanleihen und ihren gross exposure bilanzieren müssen.

Warum? CDS werden nur verboten wenn man keine dazugehörigen Staatsanleihen besitzt, somit macht

dieses Verbot auch Sinn!

Aha. Das heisst es ist für dich sinnvoll, dass jeder nur noch Warrants auf UBSN kaufen kann, wenn er die Aktie auch besitzt? Und jeder hier darf seine Gold ETFs erst kaufen, wenn er das Gold physisch zu Hause hat im entsprechenden Umfang?

Absoluter Schwachsinn.

Hey K3000 (cooler Name, war früher auch dort zum Einkauf)

Es scheint mir, dass du eine richtige Finanzbanane bist. Hier noch ein gif(t) für dich

Ein Warrant ist nicht ein ETF und der wiederum ist auch kein CDS, letzteres, ein Credit Default Swap (CDS, engl. für Kreditausfall-Swap) ist ein Kreditderivat, das es erlaubt, Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen zu handeln.

Also eine Versicherung dem Schuldner gegenüber was für mich einen Sinn ergibt und kannst du mir jetzt erklären für was man diese Dinger handeln soll, wenn man keine z.B. Staatsanleihen von diesem Schuldner hat?

Du hast sicher auch zuerst eine Autoversicherung gekauft und dich erst ein Jahr späther für's Auto entschieden Wink

weico
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SMI im Oktober 2011
MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

PowerDau wrote:

kannst du mir jetzt erklären für was man diese Dinger handeln soll, wenn man keine z.B. Staatsanleihen von diesem Schuldner hat?

Spekulation auf Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.

Beispiel aus dem Jahre 2008: Wenn GM Pleite geht, verursacht das einen Schaden von rund $50 Mrd.

Aber weil sehr viele Spekulanten via CDS auf den Konkurs von GM spekuliert hatten, wäre der Schaden auf über $500 Mrd. gestiegen.

PowerDau wrote:

Du hast sicher auch zuerst eine Autoversicherung gekauft und dich erst ein Jahr später für's Auto entschieden Wink

Falsch: Ich verkaufe Dir ein Auto mit kaputten Bremsen und schliesse gleichzeitig eine Lebensversicherung auf Dich ab Biggrin

Bürogummi
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UP TOWN SWITZERLAND ZURICH

k3000 wrote:

Ich frag mich schon, ob das nicht wieder ein Schuss nach hinten ist von Politikern, welche von Finanzen keine Ahnung haben.

Insbesondere, wenn die europäischen Banken ihre Risiken nicht mehr netten können mit CDS auf die Staatsanleihen und ihren gross exposure bilanzieren müssen.

Der Schuss nach "innen = hinten" könnten ja auch die Menschen sein (eben keine Banker auf der Strasse) mit:

"Doch die Aktivisten kritisieren,:

die Bankenvertreter führten sich auf wie die Mächtigen am Hof, die nicht auf derselben Ebene diskutieren wollten".

Mit jedem müssen wir nicht diskutieren, aber sollten es eigentlich - wenn wir Zeit haben.

Verschiedene Ebenen gibt es eben.

Na eben - auf der gleiche ebene sprechen geht eben nicht immer. Den Saustall auf dem Lindenhof und dabei bezahlen ja die Steuerzahler der Stadt Zürich. Und die sind mehrheitlich Grün und Rot. Eben die Ebene der Sozi Stadt.

WIR WOLLEN EINEN VELOWEG AUF DEN LINDENHOF UND GRATIS HEIZUNG UND ESSEN.

...kommt dann auch noch.

Bürogummi
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keep it simple stupid (KISS)

k3000 wrote:

John Doe wrote:
k3000 wrote:
Haben die jetzt echt CDS auf Staatsanleihen verboten?

Gibt's ja gar nicht.

Also ich begrüsse diese Maßnahme, da bin ich vielleicht altmodisch, aber sogenannte

Credit Default Swap sind gefährliche Waffen in den falschen Händen. Warren Buffet nannte sie sogar Massenvernichtungswaffen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich behaupte niemand kann bei dieser Art von Geschäften den Überblick behalten und, wenn man gewisse Szenarien konstruiert, kann da erheblicher Schaden entstehen. Wenn nämlich nur ein Teilnehmer an diesen, man kann es mit einem Schneeballsystem oder Dominoeffekt vergleichen, ausfallen würde, gebe es enorme Probleme.

Warum? Ganz einfach: Teilnehmer Schlau versichert sich gegen den Ausfall von Kunde Risiko, bei Teilnehmer Superschlau, Teilnehmer Superschlau möchte sich quasi Rückversichern bei Teilnehmer Übersuperschlau. Geht nun Kunde Risiko Pleite, können je nach Modell also Höhe der Schulden, Schlau, Superschlau und Übersuperschlau auch Pleite gehen. Somit sind dann alle Pleite, respektive das System kollabiert.

Oder sieht du das anders?. :idea: :?:

Du hast CDS hinten und vorne nicht verstanden.

Such mal im Forum, ich hab das mal diesen Sommer breit und lang erklärt.

Vielleicht hat MF einen Link parat, soweit ich mich erinnere hat er damals noch eine Zusammenfassung geschrieben, weil ich nicht so gut das Deutsch des normalen Mannes spreche :shock:

Wenn Du kein Land hast, musst Du auch keine Versicherung auf Wurzelgemüse abschliessen.

vue ?

Zertifikate (LLOYDS Schifffahrt) kannst Du kaufen - aber nur wenn Du das Geld hast.

Risiko = rhizikon „Klippe" kannst Du auch in der Schweiz haben. Besonders auf über 4000 m.ü.M. beim sogenannten "Gipfel-Erlebnis". Schön - aber einfach sachlich geniessen.

SMI Blumen langsam kaufen.

Der Frühling kommt = Qualität und Sachwerte x Zeit = Gewinn.

No panic.

Bürogummi
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Re: Reset

MarcusFabian wrote:

Bürogummi wrote:

ES KANN KEINEN "RESET" GEBEN.

Das Wort ist Unsinn, English, Deutsch und Romantsch ist es neu. Gibt es nicht.

Reset kannst Du einen Rechner, aber keinen Menschen.

Ein System kann man genau so reseten wie einen Computer.

Gemeint ist damit: Komplette Vernichtung aller Schulden=Geldvermögen und Neustart schuldenfrei.

Nenne es Währungsreform, Haircut ...

Ich denke, dass Deine Überlegungen richtig sind, AUSSER EINER SICHER =

(trotz global Globis Wink )

Die Welt ist, die Menschen sind, so vielfältig und verschieden (siehe Euro Streit Frankreich/Deutschland und so heiter..weiter), dass die eben nicht in digitale Werte,

wie nur zero und 1 wie Rechner (Computer) agieren oder reagieren.

(Bush Freund oder sonst Feind = nur schwarz oder weiss)

Deshalb wird es auch unmöglich ein konzertiertes RESET geben können. Globale Währungs-Neuordnung.

Ob das nun gut ist oder nicht - es ist so.

Rechner (digitale Stupidos) hin oder her, rein oder raus. Wir Menschen schaffen Rechner Soft- Hardware, nicht umgekehrt. NO RESET and global System Start möglich.

Oder meinst Du Global USD JPY EUR und/oder mit Renmimbi oder RESET mit YEN oder AUD auch etc, NKR ? und CHF dazu ?

RESET ist gar nicht so einfach.

morgenstern
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Die Schweiz steckt mitten in einem Teufelskreis ...

was wäre wenn, der Euro unter parität zum Dollar gehen würde, um die allfällige Krise doch noch im Griff zu haben?

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

MarcusFabian
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Re: Reset

Bürogummi wrote:

Deshalb wird es auch unmöglich ein konzertiertes RESET geben können. Globale Währungs-Neuordnung.

Die Welt ist globalisiert, die Märkte, Wirtschaften und Währungen sind miteinander eng verknüpft, voneinander abhängig.

Wenn der Dollar kollabiert, fallen automatisch Euro, Yen und GBP und in deren Schlepptau andere, kleinere Währungen.

Hätte es uns vor 100 Jahren gejuckt, wenn in Amerika eine Grossbank (Lehman) Pleite geht?

Hätte es nicht. Wir hättes es nicht einmal mitgekriegt. Heute dauert es ein paar Tage und auf einmal steht die UBS vor der Pleite. Aus Gründen, die wir lange nicht verstanden haben.

Wenn also schon so ein relativ unbedeutendes Ereignis wie die Lehman-Pleite eine globale Schockwelle auslöst, warum dann nicht der Fall einer grossen Währung?

k3000
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SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

Beispiel aus dem Jahre 2008: Wenn GM Pleite geht, verursacht das einen Schaden von rund $50 Mrd.

Aber weil sehr viele Spekulanten via CDS auf den Konkurs von GM spekuliert hatten, wäre der Schaden auf über $500 Mrd. gestiegen.

Absolut falsch. Es hätte gar keinen Schaden gegeben.

CDS ist ein Nullsummenspiel. Es hätte lediglich eine Vermögensumverteilung von $500Mia gegeben.

Weil CDS ein Nullsummenspiel sind, gehen auch die Argumente von dir und John D. keineswegs auf: Klingen zwar reisserisch (Rück-Rück-Rück-Rückversicherungen etc.) ist aber genau gar nichts dahinter.

Mit anderen Worten: Null.

Heisst: Es spielt keine Rolle, ob die Kette 2 Glieder (Parteien) hat, 10 oder 100. Die gesamte Transaktionskette endet immer in einem Nullsummenspiel.

John Doe
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Nachtgedanken

John Doe, lehnt sich weit aus dem Fenster!

Ich habe heute einen Teil meiner ETF auf den SMI verkauft. (Auch ein Teil meiner anderen Aktien, aber das gehört nicht in dieses Forum)

Warum ?

Unerwartet und schnell steigen die Aktienkurse, oder nach Kostolany, die Papiere gehen von starken Händen in schwache Hände. Denn die Starken haben ja die Papiere bei fallenden Kursen von den Schwachen übernommen.

Die Schwachen wollen nun ihre Papiere wieder, weil sie Angst haben die Rallye nach oben zu verpassen.

Die Starken aber wissen, dass der Markt momentan nicht von fundamentalen Daten getrieben wird, sondern politisch motiviert ist, darum geben sie sich mit weniger Gewinn zufrieden und bedienen die Schwachen.

Das merkt man daran, dass selbst bei schlechten Nachrichten, die Märkte nicht einbrechen. Klar die Papiere sind ja bei den Starken, die nicht in Panik verfallen und behutsam ihre Aktien den Schwachen verkaufen.

Nun braucht es Erfahrung, Gefühl und viel Glück, um zu erkennen, das mehr Schwache als Starke im Besitz der Aktien sind. Der Markt wird umdrehen und die Aktien werden fallen.

Wie tief werden sie fallen?

Wie geschrieben, wir befinden uns in einer politischen Börse, der EU-Gipfel am Wochenende steht an, es ist die Rede von einer Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF, wenn dies von den Schwachen als positiv empfunden wird, kommen noch Schwächere und kaufen die letzten Papiere der Starken, der Markt könnte noch ein wenig rauf gehen 1 bis 3 %.

Nun greift der Kreislauf der Börse, es finden sich keine ganz, ganz Schwachen mehr und die Börse dreht, die Schwachen und die Schwächeren verkaufen Ihre Papiere zu Dumping Preisen, weil es ihnen nun auch in den Sinn gekommen ist, das die politische Lage immer noch heikel ist.

Wer kauft die Aktien zu diesen Dumping Preisen, natürlich unsere Starken.

Weil die sich aber bewusst sind, wie heikel die Lage ist, kaufen sie nur bei 10% bis 20% oder noch günstiger, unter den heutigen Preisen, was die Frage von oben beantwortet.

Danach kommen wieder die Schwachen ……. U.S.W……. U.S.W.

Wie viel die Schwachen dann für die Aktien bieten müssen, hängt von der Entwicklung ab, ich denke sehr viel, darum werden die Aktien nach Beruhigung der Lage, markant ansteigen.

Dies ist meine persönliche Meinung und ich bin mir sehr wohl bewusst, wie weit ich mich da aus dem Fenster lehne, denn an der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil! Wieder (Kostolany)

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aprecio
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o

k3000 wrote:

Absolut falsch. Es hätte gar keinen Schaden gegeben.

CDS ist ein Nullsummenspiel. Es hätte lediglich eine Vermögensumverteilung von $500Mia gegeben.

Weil CDS ein Nullsummenspiel sind, gehen auch die Argumente von dir und John D. keineswegs auf: Klingen zwar reisserisch (Rück-Rück-Rück-Rückversicherungen etc.) ist aber genau gar nichts dahinter.

Mit anderen Worten: Null.

Heisst: Es spielt keine Rolle, ob die Kette 2 Glieder (Parteien) hat, 10 oder 100. Die gesamte Transaktionskette endet immer in einem Nullsummenspiel.

wenn es ein nullsummenspiel ist, dann wird da der wert null versichert und einfach nur geld hin und her verschoben auf einen kredit den niemand mehr zahlen muss?

oder eben jeder hat geld verdient mit dieser 0 und am schluss sind alle bankrott weil niemand mehr weiss wer wem wieviel schuldet?

ok dann zahlt halt der dumme damit das spiel weitergehen kann...

Bürogummi
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Re: Reset

MarcusFabian wrote:

Bürogummi wrote:

Deshalb wird es auch unmöglich ein konzertiertes RESET geben können. Globale Währungs-Neuordnung.

Die Welt ist globalisiert, die Märkte, Wirtschaften und Währungen sind miteinander eng verknüpft, voneinander abhängig......

wenn also schon so ein relativ unbedeutendes Ereignis wie die Lehman-Pleite eine globale Schockwelle auslöst, warum dann nicht der Fall einer grossen Währung?

Der US-Dollar kollabiert eigentlich schon, seit wir auf der Welt sind (de facto) und einige Schreiberlinge schreiben noch heute vom „Green Back“.

In Mexico heissen die, dort im Norden, Green Go = Gringo.

Reformen gab es diverse auch. Wo also soll ausgerechnet HEUTE, 2011 die globale Währungsreform möglich sein(?), frage ich mich.

Global denken sollte Frau und Mann, indem Frau und Mann auch global, vor Ort ist und global eine eigene Meinung vor Ort sich selbst bilden kann.

Global reisen, ohne CNN oder YouTube oder wie das heisst. (Keine Kritik an den Medien an sich).

Verknüpft waren, historisch, die Griechen mit Rom und Asien mit Europa gegenseitig, eigentlich immer.

Kriege wurden auch immer geführt, gehört scheinbar einfach dazu. Die Kommunikation war einfach langsamer aber deswegen nicht schlechter, als was heute teilweise über Satellit schnell kommt.

Was ich damit sagen will ist: EIN GLOBALER "RESET" IST GAR NICHT MÖGLICH, weil

die globalen Interessen nicht

global die gleichen Absichten sind.

China ist im Aufbruch und was dort in die Luft aufsteigt kann keine Schweiz mit CO2 Abgaben steuern.

Menschenrechte sind, je nach Grundlagen und Nation, nicht einmal in Europa dieselben.

Die Idee für einen Euro (Wirtschaftsmacht Block gegen den USD) war ja auch nicht falsch.

Nur haben sich die POLITIKER nicht an die Verträge und Abmachungen gehalten, wie wir ja unterdessen wissen.

So geht das eben eher nicht.

Verträge sind ja dazu gemacht, um diese einzuhalten.

Also ist Griechenland keineswegs die schuldige Nation und die Griechen als Volk sicher nicht ein fauler Haufen.

Was also „juckt“ uns heute, wenn Griechenland ….was auch immer…,,geht...?

Meine Kunden, meine Familie und ich selbst habe keine griechischen Staatspapiere – Du schon ?

Wo und wen juckts ? Murdoch Mass Media und Angst vor dem Coiffeur = haircut ? :roll:

Ein Problem, für uns Schweizer, könnten die traditionellen Margen der Versicherungen (AHV, PK, Leben u.s.w.) sein. Dort fehlt nämlich der "CASH FLOW IN" wegen den tiefen Zinssätzen weltweit und konzertiert.

Jedoch wäre eine globale „Neue Weltordnung in der Finanz“ sicher nicht unbedingt schlecht, aber :

vermutlich eben nicht zu realisieren (siehe Frankreich/Deutschland aktuell).

Deshalb sehe ich z.B. auch Australien nicht im Pool –> DENN :

weil China Rohwaren weltweit zwischen 25-50% der Produktion heute abnimmt, (nicht die USA oder so).

Die Welt soll also globalisiert werden (?)

– sie ist es aber nicht.

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

Die gesamte Transaktionskette endet immer in einem Nullsummenspiel.

Das ganze Geld ist ein Nullsummenspiel. Die Vermögen des einen sind die Schulden des anderen. Ohne Schulden gibt es keine Vermögen.

Das Problem: Wer bezahlt und wer bekommt?

Dr.B.
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Reset

Bürogummi wrote:

MarcusFabian wrote:
Bürogummi wrote:

Deshalb wird es auch unmöglich ein konzertiertes RESET geben können. Globale Währungs-Neuordnung.

Die Welt ist globalisiert, die Märkte, Wirtschaften und Währungen sind miteinander eng verknüpft, voneinander abhängig......

wenn also schon so ein relativ unbedeutendes Ereignis wie die Lehman-Pleite eine globale Schockwelle auslöst, warum dann nicht der Fall einer grossen Währung?

Der US-Dollar kollabiert eigentlich schon, seit wir auf der Welt sind (de facto) und einige Schreiberlinge schreiben noch heute vom „Green Back“.

In Mexico heissen die, dort im Norden, Green Go = Gringo.

Reformen gab es diverse auch. Wo also soll ausgerechnet HEUTE, 2011 die globale Währungsreform möglich sein(?), frage ich mich.

Global denken sollte Frau und Mann, indem Frau und Mann auch global, vor Ort ist und global eine eigene Meinung vor Ort sich selbst bilden kann.

Global reisen, ohne CNN oder YouTube oder wie das heisst. (Keine Kritik an den Medien an sich).

Verknüpft waren, historisch, die Griechen mit Rom und Asien mit Europa gegenseitig, eigentlich immer.

Kriege wurden auch immer geführt, gehört scheinbar einfach dazu. Die Kommunikation war einfach langsamer aber deswegen nicht schlechter, als was heute teilweise über Satellit schnell kommt.

Was ich damit sagen will ist: EIN GLOBALER "RESET" IST GAR NICHT MÖGLICH, weil

die globalen Interessen nicht

global die gleichen Absichten sind.

China ist im Aufbruch und was dort in die Luft aufsteigt kann keine Schweiz mit CO2 Abgaben steuern.

Menschenrechte sind, je nach Grundlagen und Nation, nicht einmal in Europa dieselben.

Die Idee für einen Euro (Wirtschaftsmacht Block gegen den USD) war ja auch nicht falsch.

Nur haben sich die POLITIKER nicht an die Verträge und Abmachungen gehalten, wie wir ja unterdessen wissen.

So geht das eben eher nicht.

Verträge sind ja dazu gemacht, um diese einzuhalten.

Also ist Griechenland keineswegs die schuldige Nation und die Griechen als Volk sicher nicht ein fauler Haufen.

Was also „juckt“ uns heute, wenn Griechenland ….was auch immer…,,geht...?

Meine Kunden, meine Familie und ich selbst habe keine griechischen Staatspapiere – Du schon ?

Wo und wen juckts ? Murdoch Mass Media und Angst vor dem Coiffeur = haircut ? :roll:

Ein Problem, für uns Schweizer, könnten die traditionellen Margen der Versicherungen (AHV, PK, Leben u.s.w.) sein. Dort fehlt nämlich der "CASH FLOW IN" wegen den tiefen Zinssätzen weltweit und konzertiert.

Jedoch wäre eine globale „Neue Weltordnung in der Finanz“ sicher nicht unbedingt schlecht, aber :

vermutlich eben nicht zu realisieren (siehe Frankreich/Deutschland aktuell).

Deshalb sehe ich z.B. auch Australien nicht im Pool –> DENN :

weil China Rohwaren weltweit zwischen 25-50% der Produktion heute abnimmt, (nicht die USA oder so).

Die Welt soll also globalisiert werden (?)

– sie ist es aber nicht.

@bürogummi besten dank für deinen interessanten beitrag.

ja die welt soll globalisiert werden, damit sie die globalen probleme in griff kriegt.

es fehlen aber verbindliche verträge (UNO), eine CHARTA, die von der mehrheit der weltbevölkerung abgesegnet ist,

darin könnte ausgedrückt werden, wie die moral, ethik und die zukunft vorgestellt wird.

schutz von eigentum, globale grossprojekte (z.b. investitionen über 500 mia $)

und das recht und die pflicht, dass die globalen bürger bei missständen die verantwortlichen in den käfig werfen dürfen.

schöne utopische gedanken, leider ist das einzige das die globalisierung erreicht hat; das liebe geld

mit einem knopfdruck verschieben sich x mia an währungen und kennt keine moral, ethik und gesellschaftliche verpflichtung.

es ist der weg des geringsten widerstandes.

guten morgen

Dr.B.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

_MB_
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Re: Nachtgedanken

John Doe wrote:

Wie tief werden sie fallen?

Wie geschrieben, wir befinden uns in einer politischen Börse, der EU-Gipfel am Wochenende steht an, es ist die Rede von einer Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF, wenn dies von den Schwachen als positiv empfunden wird, kommen noch Schwächere und kaufen die letzten Papiere der Starken, der Markt könnte noch ein wenig rauf gehen 1 bis 3 %.

Ich stimme dir voll und ganz zu was du geschrieben hast. Ausser einem kleinen Punkt, ich denke am Gipfel werden sie sich wieder irgendetwas einfallen lassen um die Märkte zu beruhigen (Aufstockung des Rettungsschirm), diese Meldung wird die Märkte kurfristig beflügeln aber in einem höheherem Masse ca. 5% denke ich sollten in 2-3 Tagen drin sein falls diese Nachricht eintrifft! Ansonstem teile ich deine Meinung! kurfristiger Zock könnte drin liegen was meinst du? :roll:

Man soll Ereignisse an der Börse mit dem Kopf verfolgen, nicht mit den Augen. Wink

John Doe
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Re: Nachtgedanken

_MB_ wrote:

John Doe wrote:

Wie tief werden sie fallen?

Wie geschrieben, wir befinden uns in einer politischen Börse, der EU-Gipfel am Wochenende steht an, es ist die Rede von einer Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF, wenn dies von den Schwachen als positiv empfunden wird, kommen noch Schwächere und kaufen die letzten Papiere der Starken, der Markt könnte noch ein wenig rauf gehen 1 bis 3 %.

Ich stimme dir voll und ganz zu was du geschrieben hast. Ausser einem kleinen Punkt, ich denke am Gipfel werden sie sich wieder irgendetwas einfallen lassen um die Märkte zu beruhigen (Aufstockung des Rettungsschirm), diese Meldung wird die Märkte kurfristig beflügeln aber in einem höheherem Masse ca. 5% denke ich sollten in 2-3 Tagen drin sein falls diese Nachricht eintrifft! Ansonstem teile ich deine Meinung! kurfristiger Zock könnte drin liegen was meinst du? :roll:

Betonung auf kurzfristig!

Ob 3% oder 5% das kann man echt nicht sagen, da ich nicht so ein kurzfristiger Zocker bin.

Ich denke sehr, sehr langfristig, weil ich ja auch langfristig immer Geld machen will.

Deshalb habe ich eben auch nur mal einen Teil(1) verkauft, den anderen Teil(2) behalten, um bei einem Anstieg mit diesem noch dabei zu sein, wenn es runtergeht, war es gut den anderen Teil(1) verkauft zu haben.

Eine Milchmädchenrechnung, aber ich liebe das einfache an der Börse, meiner Erfahrung nach verdient man langfristig mit den einfachen Strategien, mit den komplizierten, undurchschaubaren, Finanzvehikeln verliert man langfristig, nur die Banken verdienen daran!

Und das im Moment ein extremes Tohuwabohu herrscht das bekommt ja nun Jeder mit.

Darum betrachte ich den Verlust, denn ich ja auf jeden Fall mache, als eine Art Versicherungsprämie, die ich bereit bin zu bezahlen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Hand, wenn du den kurzfristigen Trade eingehst. :!:

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k3000
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SMI im Oktober 2011

Mach dir keine Illusionen John, die Bank/der Broker verdient immer an dir, egal ob das Finanzvehikel komplex oder einfach ist. Das ist doch denen völlig egal.

Bloss tust dir damit selbst keinen Gefallen, wenn du ein Aktien long only Portfolio hast und deine Strategie vorwiegend darin besteht, voll oder nicht voll investiert zu sein.

Dieses "ich lass die Banken doch keine Verwaltungsgebühren kassieren" ist ein bisschen Kindsgi-Niveau doch sehr naiv.

k3000
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Re: o

aprecio wrote:

k3000 wrote:
Absolut falsch. Es hätte gar keinen Schaden gegeben.

CDS ist ein Nullsummenspiel. Es hätte lediglich eine Vermögensumverteilung von $500Mia gegeben.

Weil CDS ein Nullsummenspiel sind, gehen auch die Argumente von dir und John D. keineswegs auf: Klingen zwar reisserisch (Rück-Rück-Rück-Rückversicherungen etc.) ist aber genau gar nichts dahinter.

Mit anderen Worten: Null.

Heisst: Es spielt keine Rolle, ob die Kette 2 Glieder (Parteien) hat, 10 oder 100. Die gesamte Transaktionskette endet immer in einem Nullsummenspiel.

wenn es ein nullsummenspiel ist, dann wird da der wert null versichert und einfach nur geld hin und her verschoben auf einen kredit den niemand mehr zahlen muss?

oder eben jeder hat geld verdient mit dieser 0 und am schluss sind alle bankrott weil niemand mehr weiss wer wem wieviel schuldet?

ok dann zahlt halt der dumme damit das spiel weitergehen kann...

Wenn du Sohn/Tocher hast im Primarschulalter, so ca. 4. oder 5. Klasse, würde ich dir nahelegen, das Kind mal in die Mathestunde zu begleiten, da wird dir nämlich sicher erklärt, dass ein Nullsummenspiel einer Kette nicht das Gleiche ist wie eine Null versichern.

Allenfalls das Ganze mit dem Deutschunterricht kombinieren, es fehlt offensichtlich auch am Wortverständnis.

Und dumm sollte bei CDS niemand sein, das wird nur zwischen den Institutionellen gehandelt und da gehört das Verständnis der Finanzinstrumente zum Geschäftskern. Schliesslich ist der Verkauf von CDS durch Bank/Versicherung/etc. immer noch freiwillig, niemand zwingt dich mit vorgehaltener Waffe dazu.

Ventus2cxt
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Re: o

k3000 wrote:

Wenn du Sohn/Tocher hast im Primarschulalter, so ca. 4. oder 5. Klasse, würde ich dir nahelegen, das Kind mal in die Mathestunde zu begleiten, da wird dir nämlich sicher erklärt, dass ein Nullsummenspiel einer Kette nicht das Gleiche ist wie eine Null versichern.

Allenfalls das Ganze mit dem Deutschunterricht kombinieren, es fehlt offensichtlich auch am Wortverständnis.

Und du solltes mal in den Deutschunterricht. Dort würdest du lesen lernen, damit du mal ein Buch über Anstand lesen könntest :roll:

Du könntest ein typischer Sales bei einer Bank sein.....immer nur technisches gelaber mit unnötigen Details ohne die einfachsten Basics zu verstehen......

John Doe
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

Mach dir keine Illusionen John, die Bank/der Broker verdient immer an dir, egal ob das Finanzvehikel komplex oder einfach ist. Das ist doch denen völlig egal.

Bloss tust dir damit selbst keinen Gefallen, wenn du ein Aktien long only Portfolio hast und deine Strategie vorwiegend darin besteht, voll oder nicht voll investiert zu sein.

Dieses "ich lass die Banken doch keine Verwaltungsgebühren kassieren" ist ein bisschen Kindsgi-Niveau doch sehr naiv.

Ja,ja da hast du sicher Recht!

Auch, wenn du es mir nicht beantwortet hast, nun steht es für mich fest!

Du bist ein Banken-Lakai. :mrgreen:

Nur eins zum Schluss, die Banken sollen an mir verdienen, aber mit ehrlichen Geschäften und

nicht mit sollchen Halodri Produkten, wie du sie empfiehlst. :twisted:

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k3000
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MarcusFabian wrote:

Weiterhin muss man wissen, dass die Summe aller CDS 60 mal so hoch ist wie die Subprime-Krise im Herbst 2008.

Na und? Die gross exposure der durch Swiss Re oder der Zurich herausgegebenen Versicherungen auf die Autos etc. der Schweizer sind sogar 600mal so hoch wie ihre eigene Börsenkapitalisierung. Hat dich das je gestört?

Ok, da sagst du jetzt sicher ja, aber die siehst meinen Punkt...

Wenn du ja sagst, dann müsste ja die Welt so aussehen, dass wenn du dein Auto versichern willst oder einer Krankenkasse beitreten willst ständig zu hören bekommst: Tut mir leid, Sie können sich so ca. die nächsten 15 Jahre gemäss unserer Warteliste nicht versichern, da wir die Versicherung immer zu 100% decken müssen.

Metropolit
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

MarcusFabian wrote:

Weiterhin muss man wissen, dass die Summe aller CDS 60 mal so hoch ist wie die Subprime-Krise im Herbst 2008.

Na und? Die gross exposure der durch Swiss Re oder der Zurich herausgegebenen Versicherungen auf die Autos etc. der Schweizer sind sogar 600mal so hoch wie ihre eigene Börsenkapitalisierung. Hat dich das je gestört?

Ok, da sagst du jetzt sicher ja, aber die siehst meinen Punkt...

Wenn du ja sagst, dann müsste ja die Welt so aussehen, dass wenn du dein Auto versichern willst oder einer Krankenkasse beitreten willst ständig zu hören bekommst: Tut mir leid, Sie können sich so ca. die nächsten 15 Jahre gemäss unserer Warteliste nicht versichern, da wir die Versicherung immer zu 100% decken müssen.

Das Prinzip einer Versicherung beruht auf der Annahme, dass nie alle Versicherten zusammen ausfallen bzw. einen Schadenfall haben. Da kaum alle Leute Weltweit Ihren Wagen gleichzeitit zu Schrott fahren scheint das dem Otto Normalbürger auch in Bezug auf die Autoversicherung auch logisch.

Bei CDS eigentlich genau dasselbe System. Probleme gibt es aber zB, wenn eine ohne Strafe extra eine Ueberversicherung abgeschlossen werden kann. (Ich kann bei aufziehendem Hagel auch nicht eine Hagelversicherung auf 150% des Neuwagenpreises abschliessen).

Mit CDS ist dies durchausmöglich.

Zudem gibt es da das Risiko der von MF erwähnten Kettenreaktion, was nützt es mir meine Griechenlandanleihe mit CDS zu versichern, wenn meine Versicherung am Griechenlandkonkurs den Bach runter geht... somit muss ich meine Werte, die ja eigentlich versichert waren, ebenfalls abschreiben. Dies bringt mich vielleicht in Schwierigkeiten, da ich ja nicht mit einem allfälligen Verlust gerechnet habe... und schon dreht sich der Strudel.

Ich will damit nicht sagen CDS gehören abgeschafft oder seien schlecht. Aber sie gehören korrekt eingesetzt.

Erst bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose ins Wasser steigt.

(W. B )

Dr.B.
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SMI im Oktober 2011

k3000 wrote:

MarcusFabian wrote:

Weiterhin muss man wissen, dass die Summe aller CDS 60 mal so hoch ist wie die Subprime-Krise im Herbst 2008.

Na und? Die gross exposure der durch Swiss Re oder der Zurich herausgegebenen Versicherungen auf die Autos etc. der Schweizer sind sogar 600mal so hoch wie ihre eigene Börsenkapitalisierung. Hat dich das je gestört?

Ok, da sagst du jetzt sicher ja, aber die siehst meinen Punkt...

Wenn du ja sagst, dann müsste ja die Welt so aussehen, dass wenn du dein Auto versichern willst oder einer Krankenkasse beitreten willst ständig zu hören bekommst: Tut mir leid, Sie können sich so ca. die nächsten 15 Jahre gemäss unserer Warteliste nicht versichern, da wir die Versicherung immer zu 100% decken müssen.

Dr.B. meint folgendes

Swiss Re sollte man nicht mit der Zurich vergleichen, der eine ist ein rückversicherer und der andere unteranderem ist im sachversicherergeschäft tätig.

aber es könnte sein, dass aus internen regeln die Zurich ihren exposure bei der Swiss Re rückversichert Blum 3

die Zurich könnte 10 mio autos in der ganzen welt versichern und diese risiko ist überschaubar, da ein beschädigtes auto nicht andere unbeteiligte autos beschädigen kann.

zu der Swiss Re habe ich eigentlich keine gute meinung.

und diese situation mit den versicherbaren ausfallrisiken (pyramide, kaskadesystem) von CDS zu vergleichen ist extrem.

Dr.B.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

revinco
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SMI im Oktober 2011

MarcusFabian wrote:

k3000 wrote:
Die gesamte Transaktionskette endet immer in einem Nullsummenspiel.

Das ganze Geld ist ein Nullsummenspiel. Die Vermögen des einen sind die Schulden des anderen. Ohne Schulden gibt es keine Vermögen.

Das Problem: Wer bezahlt und wer bekommt?

Oder grosse Schulden und kein Vermögen ..! :roll: Lol

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

morgenstern
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Besitztum ...

Wenn jemand sein ganzes Besitztum aufzehrt dadurch, dass er Schulden aufnimmt, die dem Wert dieses Besitztums gleichkommen, so repräsentiert eben das ganze Besitztum nur die Gesamtsumme seiner Schulden.

Wink

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

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