SMI im Oktober 2011

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MarcusFabian
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Re: CDS?!

John Doe wrote:

Und wie wir wissen, früher oder später passiert beides.

Das sehe ich eben auch so.

Das Problem dabei ist, dass wir dann die UBS nicht mehr werden retten können und wahrscheinlich auch nicht mehr werden retten wollen. Die UBS hat ja bekanntlich Papiere im Wert von Fr. 2000 Mrd. in ihren Büchern, und das kann von einem Land mit 500 Mrd. BSP nicht mehr gestemmt werden.

Wir werden uns dann in den Allerwertesten beissen, dass wir damals 2009 vergeblich Staatskohle verschwendet haben, um das unaufhaltsame 3 Jahre aufzuhalten!

John Doe
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Re: CDS?!

MarcusFabian wrote:

John Doe wrote:

Und wie wir wissen, früher oder später passiert beides.

Das sehe ich eben auch so.

Das Problem dabei ist, dass wir dann die UBS nicht mehr werden retten können und wahrscheinlich auch nicht mehr werden retten wollen. Die UBS hat ja bekanntlich Papiere im Wert von Fr. 2000 Mrd. in ihren Büchern, und das kann von einem Land mit 500 Mrd. BSP nicht mehr gestemmt werden.

Wir werden uns dann in den Allerwertesten beissen, dass wir damals 2009 vergeblich Staatskohle verschwendet haben, um das unaufhaltsame 3 Jahre aufzuhalten!

Nun, ich denke nicht, dass die UBS dieses oder nächstes Jahr pleitegeht, denn das würde alle anderen Banken in der Schweiz in eine extreme Schieflage bringen und damit die Schweiz selbst auch.

Ich denke an die Privatanlegern, an die KMU, ja selbst die grössten Unternehmen in der Schweiz bekämen extreme Probleme, das kann und muss die Schweiz verhindern.

To big to fail, dieser schon abgelutschte Begriff, ist die grösste Gefahr und kann nur durch Privat- und Investmentbanking Trennung gebannt werden.

Alles Themen die schon X-mal diskutiert wurden, aber noch nicht umgesetzt, genau wie die Europäische Schuldenkrise.

Bin gespannt was für eine Lösung am Mittwoch bekannt gegeben wird.

Insofern gebe ich dir Recht, wenn nur geredet und nichts getan wird, haben wir ein Extrem-Risiko!

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John Doe
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PS.

Die Schweiz hat übrigens an dem Hilfspaket für die UBS verdient. Was aber natürlich nicht relevant ist, denn das war mehr Zufall, aber doch erwähnenswert.

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MarcusFabian
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Re: CDS?!

John Doe wrote:

To big to fail, dieser schon abgelutschte Begriff, ist die grösste Gefahr und kann nur durch Privat- und Investmentbanking Trennung gebannt werden.

Ich wage mich jetzt mal auf die Äste und behaupte, es wäre gar nicht so schlimm, wenn die UBS Pleite ginge. Dass das nur Panikmache aus Banker-Kreisen ist, um uns Angst zu machen und die Milliarden aus dem Portemonnaie zu ziehen!

Szenario:

- Freitag nach Börsenschluss: UBS gibt Insolvenz bekannt.

- Krisensitzung mit Bundesrat.

- Samstag: BR gibt bekannt, dass die relevanten Teile der UBS verstaatlicht werden.

- Anweisung öffentlich an alle UBS-Mitarbeiter, am Montag ganz wie gewohnt zur Arbeit zu erscheinen.

- Montag: Alle UBS Filialen öffnen, die Bankomaten sind gefüllt, nach Aussen "business as usual".

- Während im Private Banking alles wie gehabt weiterläuft, wird im Investmentbanking mit dem Besen durchgekehrt:

- Sämtliche IB-Transaktionen und Zahlungen werden eingestellt.

- Investmentbanker bekommen den blauen Brief.

- IB wird ausgelagert und in den Konkurs geschickt.

- Future-Händler bleiben noch. Anweisung: Keine neuen Positionen mehr aufbauen, bestehende Positionen langsam und marktschonend schliessen. Danach, 1 Monat später werden auch sie entlassen.

- Warrants laufen weiter bis Maturität, neue werden nicht mehr emittiert. Wenn das in einigen Monaten erledigt ist, wird auch hier langsam auf Null gefahren und die Abteilung geschlossen.

- Private-Banking läuft reibungslos seit Tag 1 weiter. Evtl. ändert einiges in den Chefetagen ...

MarcusFabian
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Re: PS.

John Doe wrote:

Die Schweiz hat übrigens an dem Hilfspaket für die UBS verdient.

Das wissen wir noch nicht:

Die UBS hat gute wie auch schlechte Papiere als Sicherheiten hinterlegt.

Die guten wurden bezahlt und haben Gewinn abgeworfen.

Die schlechten bleiben mit Nominalwert in den Büchern und werden erst bei Verfall ausgebucht.

Erst wenn das letzte Papier verfallen und entweder bezahlt oder abgeschrieben ist, können wir die Bilanz ziehen.

nana
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SMI im Oktober 2011

wer glaubt dass SMI (April 2012) bis auf 4000 punkte fällt????

Bitte melden

k3000
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SMI im Oktober 2011

nana wrote:

wer glaubt dass SMI (April 2012) bis auf 4000 punkte fällt????

Bitte melden

Bist du allenfalls sehbehindert und farbenblind gleichzeitig?

Hast du ein Geltungsbedürfnis? Willst du darüber reden?

fritz.
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SMI im Oktober 2011

nana wrote:

...geistlich behindert...

Geht es in diesem Thema jetzt auch wieder um Religion?? :oops:

Gruss

fritz

Red Bull
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SMI im Oktober 2011

Wie seht Ihr die nächste Woche? Der aktuelle Gipfel scheint ein Konzept zu haben, möglicherweise präsentiert er schon in Anhaltspunkten am Mittwochabend eine mögliche Lösung? Morgen möglicherweise grün?

Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

Emil
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SMI im Oktober 2011

Ich tippe mal auf grün. Aber wenn die immer mehr Gipfel wollen (wieviele eigentlich wofür?) dann geht die Börse von Gipfel zu Gipfel. Ist etwas eigenartig, aber wenn es nützt, dann gipfelt man halt. Die Hoffnung auf den Gipfel, die Bedenken vor dem Gipfel, aber wenigstens ein Gipfel. Ich glaube, diesmal geht es um die Hoffnung auf den Gipfel.

Blum 3 Wir haben auch noch Gipfeli für morgen früh.

Emil

VanDan
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SMI im Oktober 2011

Eher grün!!! Wink

NO RISK NO FUN

Red Bull
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SMI im Oktober 2011

Bis Mittwoch herrscht ja noch die Hoffnung Wink Dann die Ernüchterung Wink

Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

John Doe
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Re: CDS?!

MarcusFabian wrote:

John Doe wrote:

To big to fail, dieser schon abgelutschte Begriff, ist die grösste Gefahr und kann nur durch Privat- und Investmentbanking Trennung gebannt werden.

Ich wage mich jetzt mal auf die Äste und behaupte, es wäre gar nicht so schlimm, wenn die UBS Pleite ginge. Dass das nur Panikmache aus Banker-Kreisen ist, um uns Angst zu machen und die Milliarden aus dem Portemonnaie zu ziehen!

Szenario:

- Freitag nach Börsenschluss: UBS gibt Insolvenz bekannt.

- Krisensitzung mit Bundesrat.

- Samstag: BR gibt bekannt, dass die relevanten Teile der UBS verstaatlicht werden.

- Anweisung öffentlich an alle UBS-Mitarbeiter, am Montag ganz wie gewohnt zur Arbeit zu erscheinen.

- Montag: Alle UBS Filialen öffnen, die Bankomaten sind gefüllt, nach Aussen "business as usual".

- Während im Private Banking alles wie gehabt weiterläuft, wird im Investmentbanking mit dem Besen durchgekehrt:

- Sämtliche IB-Transaktionen und Zahlungen werden eingestellt.

- Investmentbanker bekommen den blauen Brief.

- IB wird ausgelagert und in den Konkurs geschickt.

- Future-Händler bleiben noch. Anweisung: Keine neuen Positionen mehr aufbauen, bestehende Positionen langsam und marktschonend schliessen. Danach, 1 Monat später werden auch sie entlassen.

- Warrants laufen weiter bis Maturität, neue werden nicht mehr emittiert. Wenn das in einigen Monaten erledigt ist, wird auch hier langsam auf Null gefahren und die Abteilung geschlossen.

- Private-Banking läuft reibungslos seit Tag 1 weiter. Evtl. ändert einiges in den Chefetagen ...

Interessantes Szenario, in einer fast perfekten Welt. ich befürchte die Realität würde anders aussehen. (Psychologie der Massen)

Nach Bekanntmachung einer Insolvenz der UBS am Freitag, gebe es am Montag einen Bankenrun nie gekannten Ausmasses, bei jeder UBS Filiale würden die Kunden ihr Geld abziehen, das ginge eine kurze Zeit gut, danach (wäre auch bei einer gesunden Bank der Fall) müssten sämtliche UBS Filialen schliessen.

Der Börsenkurs würde in den Keller rauschen.

Natürlich würde die Schweizer Regierung einspringen und verlauten lassen, die Bank würde gerettet, der Schaden wäre dann aber schon angerichtet, deine Idee würde nur funktionieren, wenn Private Banking und Investmentbanking, schon vorher getrennt wären.

Dann wäre dein Szenario aber ziemlich realistisch!

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nana
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SMI im Oktober 2011

warum wurde mein beitrag über den geistig-seelische Behinderten k3000 gelöscht ,

*** 23.10.2011 23:29 editiert, mf: Ich werde auch weiterhin Beleidigungen löschen! ***

John Doe
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Wo steht der SMI Morgen oder Ende Jahr?

Mich hat der Aufwärtstrend in den letzten Tagen doch erstaunt, denn ich ging doch davon aus, erst müssten alle Probleme der Euro-Krise, soweit vom Tisch sein, dass die Presse nicht mehr darüber schreibt.

So wurde ich bei ein paar Entscheidungen auf dem falschen Fuss erwischt, mir ist zwar bewusst, dass die Börse Ereignisse vorweg nimmt, aber in dieser Geschwindigkeit auf solch glatter Fahrbahn, ist schon sehr interessant.

Ich denke die Verantwortlichen Politiker müssen die Worte über Ihre Entscheidungen der Gipfelkonferenz sorgsam aussuchen. Denn lassen sie zu viel Spielraum bei der Auslegung offen, dann kann es noch zu ein paar kräftigen Börsenausrutscher kommen.

Ich weiss nicht wo die Kurse Morgen oder bis Ende Jahr stehen, ich bin aber sehr vorsichtig positioniert, was mich schon ein paar Prozentpunkte gekostet hat.

Ich sehe das aber als eine Art Versicherungsprämie, die natürlich um so teurer, je höher das Risiko.

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MarcusFabian
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Re: CDS?!

John Doe wrote:

Nach Bekanntmachung einer Insolvenz der UBS am Freitag, gebe es am Montag einen Bankenrun nie gekannten Ausmasses,

Ein Bankenrun ist natürlich nicht auszuschliessen. Allerdings zeigt die Erfahrung auch, dass die Leute ihr Geld gar nicht haben wollen. Sie wollen es nur "sehen" also sicher sein, dass sie es auch kriegen.

Aber man müsste sicherlich die UBS-Filialen mit genügend Bargeld versorgen. Es gab so einen Fall ja schon mal vor etwa 20-30 Jahren im Tessin (mag nicht googeln).

John Doe wrote:

Der Börsenkurs würde in den Keller rauschen.

Das ist bei Konkursen immer der Fall. Risiko des Aktionärs halt.

k3000
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Re: CDS?!

MarcusFabian wrote:

Ein Bankenrun ist natürlich nicht auszuschliessen. Allerdings zeigt die Erfahrung auch, dass die Leute ihr Geld gar nicht haben wollen. Sie wollen es nur "sehen" also sicher sein, dass sie es auch kriegen.

Aber man müsste sicherlich die UBS-Filialen mit genügend Bargeld versorgen. Es gab so einen Fall ja schon mal vor etwa 20-30 Jahren im Tessin (mag nicht googeln).

Soweit ich mich erinnern kann, war das bei Northern Rock vor 3 Jahren genau so:

Die Leute hatten Panik, und die Bank of England schiffte palettenweise frischgedruckte Pfundnoten zu den Northern Rock Filialen, die Leute konnten ihr Geld abheben und hatten das "Gefühl" ihr Bargeld zu haben, zahlten es bei der anderen Bank vis-à-vis ein, wo sich die Leute in "Sicherheit" wiegten und hinter dem Schalter standen wieder die Leute der Bank of England, sammelten die Pfundnoten ein und liessen sie wieder durch den Shredder.

Problem gelöst, Panik vermieden.

Red Bull
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SMI im Oktober 2011

EU-Kommissionspräsident Barroso geht davon aus, dass sich die EU-Regierungschefs bei ihrem Gipfel am Mittwoch auf eine Hebelung des Euro-Rettungsschirms EFSF, eine Rekapitalisierung der Banken sowie auf die Finanzierung Griechenlands einigen werden.

jandaya

Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

holdencaulfield30
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SMI und DAX hinken hinterher. WIESO?

Kurze Frage:

Dow am Freitag: + 2.3%,

heute:

Tokio plus 1,9pc,

Hongkong plus 4,3pc,

Schanghai plus 2,4pc,

Singapur plus 2,7c,

Seoul plus 3,0pc,

Sydney plus 2,7pc.

... und SMI und DAX sind grade mal ca. 0.25 im Grünen ...

was hab ich verpasst??

MarcusFabian
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SMI im Oktober 2011

Dass die Börsen steigen ist nicht erstaunlich. Schliesslich sponsert die EU €400 Mrd aus denen gehebelt (falls EFSF eine Bankenlizenz kriegt) bis zu €8'000 Mrd. werden können.

Überraschend ist allerdings, dass die Börsen ausserhalb Europas stärker steigen als die Europäer, die ja näher am Futternapf der EU sitzen :roll:

Friederich
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SMI im Oktober 2011

Emil wrote:

Ich tippe mal auf grün. Aber wenn die immer mehr Gipfel wollen (wieviele eigentlich wofür?) dann geht die Börse von Gipfel zu Gipfel.

Die Banken werden wohl mind. 50% der Kredite abschreiben. Die Staaten retten dann die Banken wieder. Der Steuerzahler ist gefordert!

Die Griechen sind dann (fast) wieder schuldenfrei. Das Theater beginnt von vorne. Spätestens in 2-3 Jahren rutschen die Griechen wieder auf den Knien Richtung Brüssel.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Felixx
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SMI im Oktober 2011

Wenn Banken "freiwillig" auf Forderungen gegenüber Athen verzichten würde - Rede ist von 50% - würde das Rating für Griechenland auf Default gesetzt werden?

Meveric
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SMI im Oktober 2011

@Friederich

Falsch. Falls es zu einem Haircut von 40-50% kommen sollte, so ist Griechenland dann nicht Schuldenfrei, sondern die Schulden haben sich lediglich von ca. 180% des BIP auf 110% gekürzt.

Mit dem 2-3 Jahren auf den Knien wieder nach Brüssel, dass sehe ich genau so.

Vorher werden aber noch Spanien, Italien und Portugal auf den Knien nach Brüssel gehen müssen.

Eines ist klar. Der Euro wird in einem Fiasko enden. Und wenn die SNB zwanghaft an ihrer Politik festhält, dann der CHF auch. Schade musste es bis hier her kommen. Davon hätte vor 15 Jahren noch niemand geträumt. Schuld an der ganzen Misere ist die Globalisierung, die Politiker sowie die Banken.

Mann kann natürlich für alles den normalen Bürger verantwortlich für diese Lage machen. Würden wir nicht, dann hätten wir nicht! Aber ob der normale Büroangestellte in Hinterfultigen, oder der Chrampfer mit dem Dumper auf der Landstrasse oder der Bauer in Eudiemtigen, dass so gewollt haben? Ich denke eher nicht. Viele wünschten sich die alten Zeiten zurück. Wo man noch mit dem Sackmesser in die Schule durfte und ein richtiger Bub war und das Messer noch mit dem vom richtigen Lehrer (und nicht einem Ritalin verteilenden Pädagogen) unterrichtet wurde.

Das waren noch Zeiten als man vom Lehrer noch einen waschächten Schweizer-Chlapf erhielt. Wenn man es zu Hause erzählte gabs vom Vater noch gleich einen hinter her. Und dann "ohni Znacht is Bett!"

Schön fand ich auch den 30cm Linealknaller auf die Finger wenn man nicht wusste, wie man sich in der Schule benehmen musste. Knapp gefolgt vom fliegenden Schlüsselbund Richtung Bauchgegend oder das in der Ecke stehen bis man nicht mehr müde war, falls man am Pult kurz einnickte. Wink

Ich war wirklich ein Vorzeigeschüler. Heute erhält man nicht einmal mehr im Militär eine solche Ausbildung wie noch vor 10 Jahren in der Primarschule.

Tjaja.. Toll waren die alten Zeiten. Vielleicht zu toll, so dass uns die Realität heute wieder einholt. Ich frage mich, trage ich an alle dem eine Schuld? Irgendwie nicht. So alt bin ich noch nicht und ich weiss noch, wie wir alle zwei Wochen beim Second-Hand-Shop für die neuste Mode vorbei gingen und mein Bruder und ich jeweils die schönsten Pullis (4 Nummern zu gross und in den schäusslichsten Farben) aussuchen durften.

Auch jedes halbe Jahr traf sich einmal die Nachbarschaft um die Kleider der grösser gewordenen Kinder mit den Familien zu tauschen, welche noch kleinere Kinder hatten. Das alles soll erst 20-25 Jahre her sein?

Wo ist mein Luxus?? Wo ist mein Wohlstand? Wir haben nur für die Alten gearbeitet! Und der 20 Jahre anhaltende Wohlstand löst sich langsam aber sicher in Luft auf.

Dass meine Grosseltern zuletzt AHV Renten erhielten, die ein vielfaches von dem Betrugen, was sie noch vor 70 Jahren verdient hatten, dass interessierte heute niemand mehr. Die Politik von damals politisierte nur für die eigenen Interessen und es ist heute nicht anders.

Wir werden sehen was bei den neu gewählten Grossmäulern hinten rauskommt. Meistens nicht viel mehr als bei den alten. Denn wer einmal seinen Sitz bezogen hat, wird schnell mit den zu tätigenden Geschäften konfrontiert und politisiert in kürzester Zeit anders, als er vorher angekündigt hatte. Filzläuse bringt man eben nicht mehr so schnell los.

Wünsche noch einen schönen Nami.

Viele Grüsse Meveric

John Doe
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SMI im Oktober 2011

Meveric wrote:

@Friederich

Falsch. Falls es zu einem Haircut von 40-50% kommen sollte, so ist Griechenland dann nicht Schuldenfrei, sondern die Schulden haben sich lediglich von ca. 180% des BIP auf 110% gekürzt.

Mit dem 2-3 Jahren auf den Knien wieder nach Brüssel, dass sehe ich genau so.

Vorher werden aber noch Spanien, Italien und Portugal auf den Knien nach Brüssel gehen müssen.

Eines ist klar. Der Euro wird in einem Fiasko enden. Und wenn die SNB zwanghaft an ihrer Politik festhält, dann der CHF auch. Schade musste es bis hier her kommen. Davon hätte vor 15 Jahren noch niemand geträumt. Schuld an der ganzen Misere ist die Globalisierung, die Politiker sowie die Banken.

Mann kann natürlich für alles den normalen Bürger verantwortlich für diese Lage machen. Würden wir nicht, dann hätten wir nicht! Aber ob der normale Büroangestellte in Hinterfultigen, oder der Chrampfer mit dem Dumper auf der Landstrasse oder der Bauer in Eudiemtigen, dass so gewollt haben? Ich denke eher nicht. Viele wünschten sich die alten Zeiten zurück. Wo man noch mit dem Sackmesser in die Schule durfte und ein richtiger Bub war und das Messer noch mit dem vom richtigen Lehrer (und nicht einem Ritalin verteilenden Pädagogen) unterrichtet wurde.

Das waren noch Zeiten als man vom Lehrer noch einen waschächten Schweizer-Chlapf erhielt. Wenn man es zu Hause erzählte gabs vom Vater noch gleich einen hinter her. Und dann "ohni Znacht is Bett!"

Schön fand ich auch den 30cm Linealknaller auf die Finger wenn man nicht wusste, wie man sich in der Schule benehmen musste. Knapp gefolgt vom fliegenden Schlüsselbund Richtung Bauchgegend oder das in der Ecke stehen bis man nicht mehr müde war, falls man am Pult kurz einnickte. Wink

Ich war wirklich ein Vorzeigeschüler. Heute erhält man nicht einmal mehr im Militär eine solche Ausbildung wie noch vor 10 Jahren in der Primarschule.

Tjaja.. Toll waren die alten Zeiten. Vielleicht zu toll, so dass uns die Realität heute wieder einholt. Ich frage mich, trage ich an alle dem eine Schuld? Irgendwie nicht. So alt bin ich noch nicht und ich weiss noch, wie wir alle zwei Wochen beim Second-Hand-Shop für die neuste Mode vorbei gingen und mein Bruder und ich jeweils die schönsten Pullis (4 Nummern zu gross und in den schäusslichsten Farben) aussuchen durften.

Auch jedes halbe Jahr traf sich einmal die Nachbarschaft um die Kleider der grösser gewordenen Kinder mit den Familien zu tauschen, welche noch kleinere Kinder hatten. Das alles soll erst 20-25 Jahre her sein?

Wo ist mein Luxus?? Wo ist mein Wohlstand? Wir haben nur für die Alten gearbeitet! Und der 20 Jahre anhaltende Wohlstand löst sich langsam aber sicher in Luft auf.

Dass meine Grosseltern zuletzt AHV Renten erhielten, die ein vielfaches von dem Betrugen, was sie noch vor 70 Jahren verdient hatten, dass interessierte heute niemand mehr. Die Politik von damals politisierte nur für die eigenen Interessen und es ist heute nicht anders.

Wir werden sehen was bei den neu gewählten Grossmäulern hinten rauskommt. Meistens nicht viel mehr als bei den alten. Denn wer einmal seinen Sitz bezogen hat, wird schnell mit den zu tätigenden Geschäften konfrontiert und politisiert in kürzester Zeit anders, als er vorher angekündigt hatte. Filzläuse bringt man eben nicht mehr so schnell los.

Wünsche noch einen schönen Nami.

Viele Grüsse Meveric

:mrgreen: Was für ein Schwachsinn!

Ja, ja früher war alles besser, vielleicht war ein "Schweizer-Chlapf" zu viel für dich, dass du hier solche Rechtsparolen raushaust.

Es ist doch genau Eure Generation die uns diese Probleme gebracht haben.

Mann oh Mann, wie bist du denn drauf!?

THAT`S MY SECRET I`M ALWAYS BULLISH

Stillhalter
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SMI im Oktober 2011

Da hat mein Ausflug ins cash-Forum diesmal nur wenige Minuten, wenn überhaupt, gedauert.

Schon wieder genug gelesen, für eine Woche.

Besten Dank @ Meveric.

Selten so ein Blödsinn gelesen. Melancholie vermischt mit Selbstmitleid und Vergangenheitsromanze, oder wie siehts genau aus? Du überschätzt Deine Generation masslos. Aber wer tut das denn schon nicht.

Uuuund.. bye!

Dr.B.
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SMI im Oktober 2011

Meveric wrote:

@Friederich

.........

Wo ist mein Luxus?? Wo ist mein Wohlstand? Wir haben nur für die Alten gearbeitet! Und der 20 Jahre anhaltende Wohlstand löst sich langsam aber sicher in Luft auf.

Dass meine Grosseltern zuletzt AHV Renten erhielten, die ein vielfaches von dem Betrugen, was sie noch vor 70 Jahren verdient hatten, dass interessierte heute niemand mehr. Die Politik von damals politisierte nur für die eigenen Interessen und es ist heute nicht anders.

@Meveric

nehme mal an, dass deine grosseltern in 20er oder 30er jahren geboren sind.

bei allem respekt vor den klugen entscheidungen der schweizer politiker vor dem War I und nach dem War II, einer der grössten leistungen waren verträge vom 1917 zwischen arbeitgeber und arbeitnehmer (auch um diverse menschenaufläufe zu verhindern - spanische grippe u.a. -, zudem wurden die sozialen errungenschaften in einem jahrhundertwerk integriert.

dies w ü r d e ich mir wünschen von den heutigen politikern und zwar weltweit ab den 80er jahren, dass eine weitsicht der dinge und nicht die heutige polarisierung von nicht intelligenten parteispitzen, jeglichen couleurs (heisst egal von welcher partei) stattfinden würde.

bitte mal nachgoogeln AHV wie sie entstanden ist und welchen zweck sie dient und die diversen damit verbundenen grossen politischen einrichtungen, die eine wirkliche grösse von einem staat darstellt.

und man darf stolz sein

mfg

Dr.B.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

(Sohn vom Fennek)

orangebox
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SMI im Oktober 2011

Diese Schwarzmalerei und diese düstere Stimmung hier drin wiederspiegelt immer wieder eindrücklich die Mentalität der Schweizer,wer die Welt gesehen hat weiss hier herrscht Wohlstand im Überfluss auch für die sogenannte "Unterschicht".

Wer eine Wohnung mit Heizung, sauberem Wasser genug zu Essen,sich einen TV, Handy,Auto und Co leisten kann gehört prozentual zur oberen und vorallem Minderheit auf dieser Welt.

Wir sind im 4 Jahr seid dem Anfang der "Krise" hierzulande,passiert ist so gut wie nichts im negativen Sinn.

Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde der verwöhnten Schweizer Gesellschaft ganz gut tun.

querschuesse.de

melchior
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SMI im Oktober 2011

orangebox wrote:

Diese Schwarzmalerei und diese düstere Stimmung hier drin wiederspiegelt immer wieder eindrücklich die Mentalität der Schweizer,wer die Welt gesehen hat weiss hier herrscht Wohlstand im Überfluss auch für die sogenannte "Unterschicht".

Wer eine Wohnung mit Heizung, sauberem Wasser genug zu Essen,sich einen TV, Handy,Auto und Co leisten kann gehört prozentual zur oberen und vorallem Minderheit auf dieser Welt.

Schon zutreffend.

In Südamerika, da schauen mich die Leute an, als käme ich aus dem Wunderland, wenn sie wissen, dass ich aus der Schweiz bin. Sie wissen zwar nicht wo das ist, aber es ist ein Inbegriff von Wohlstand. Und man sieht auch gleich weshalb.

Es reicht schon wenn man nach Frankreich oder nach Deutschland geht und man sieht den Unterschied.

In Asien schuften Menschen in Fabriken, damit wir uns all die billigen Güter leisten können, ohne fragen zu müssen, wie die hergestellt wurden.

Wir sind die Privilegierten, ob arm oder reich.

Wir Armen :?

Bürogummi
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Bescheidenheit und Wohlstand

orangebox wrote:

Diese Schwarzmalerei und diese düstere Stimmung hier drin wiederspiegelt immer wieder eindrücklich die Mentalität der Schweizer,wer die Welt gesehen hat weiss hier herrscht Wohlstand im Überfluss auch für die sogenannte "Unterschicht".

Wer eine Wohnung mit Heizung, sauberem Wasser genug zu Essen,sich einen TV, Handy,Auto und Co leisten kann gehört prozentual zur oberen und vorallem Minderheit auf dieser Welt.

Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde der verwöhnten Schweizer Gesellschaft ganz gut tun.

Da gebe ich Dir voll Recht - ist eigentlich so.

Aber die Menschen - besonders in der Schweiz - haben eben starke, eigene Meinungen.

So sind einige bereit, den Wohlstand gerne weltweit zu verteilen, weil es uns ja so gut geht.

Dann gibt es andere, welche die privilegierte Stellung der Schweiz erhalten oder sogar erhöhen wollen.

Grundsätzlich können das ja alle tun, wie sie es wollen.

Allerdings ist es einfacher, das bisher erreichte zu verteilen (arme gibt es immer genug) als neues Kapital, neue Kraft und intelligente Stellungen zu halten oder aufzubauen. Das ist etwas schwieriger, besonders wenn viele genau diese "Kohle" von der Schweiz wollen. Gehauen oder gestochen - wir haben es ja gratis.

Lieber ein Haus im Grünen, als eine(n) Grüne(n) im Haus.

Lol

Der Euro ist eben auch NICHT GRATIS oder GRÜNE WIESEN - wie Deutschland's Politiker wollten (Kanzler Kohl) oder wollen.

Aus meiner Sicht werden wir übermorgen betr. Euro auch nicht viel klüger sein. Zeitgewinn wie gesagt.

Wait and see and drink a tea.

marabu
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SMI im Oktober 2011

orangebox wrote:

Diese Schwarzmalerei und diese düstere Stimmung hier drin wiederspiegelt immer wieder eindrücklich die Mentalität der Schweizer,wer die Welt gesehen hat weiss hier herrscht Wohlstand im Überfluss auch für die sogenannte "Unterschicht".

Wer eine Wohnung mit Heizung, sauberem Wasser genug zu Essen,sich einen TV, Handy,Auto und Co leisten kann gehört prozentual zur oberen und vorallem Minderheit auf dieser Welt.

Wir sind im 4 Jahr seid dem Anfang der "Krise" hierzulande,passiert ist so gut wie nichts im negativen Sinn.

Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde der verwöhnten Schweizer Gesellschaft ganz gut tun.

Gut gebrüllt, Löwe! Meine Worte. Dekadenz, so weit das Auge reicht. Diese Jammeri sollte man alle mal 6 Monate in einen Slum in Mumbai oder Nairobi schicken. Ohne Kreditkarte und ohne Mobile. Lol

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