SMI im September 2010

316 Kommentare / 0 neu
31.08.2010 17:25
#1
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SMI im September 2010

Wenn wir den Chart des letzten Jahres - also seit September 2009 betrachten - ist unter dem Strich eigentlich gar nichts passiert:

Von je einer Über- und Untertreibung abgesehen, bewegt sich der SMI Stabil in der Gegend um 6400 Plus/minus ein paar Zerquetschte.

Noch krasser sichtbar wird der seit September 2009 vorherrschende Seitwärtstrend im 3-Jahres Chart:

Dow Jones, S&P 500 oder DAX sehen ähnlich aus. Da erspare ich uns die Charts.

Was sagt uns das?

Wie wir alle wissen, erlebt diese Welt seit März 2009 eine Gelddruckerei noch nie gekannten Ausmasses. Entsprechend wachsen die Staatsschulden so schnell wie noch nie zuvor.

Zum Vergleich: George W. Bush hat in seiner Amtszeit mehr neue Schulden angehäuft als sämtliche Präsidenten - von George Washington bis Bill Clinton - zusammen.

Und Obama wiederum wird ebenfalls mehr Schulden anhäufen als alle Präsidenten vor ihm. Einschliesslich GWB.

Das erklärte Ziel dieser Neuverschuldung ist, die Rettung des Finanzsystems, die Rettung der Wirtschaft, der Konsumenten, der Immobilienbesitzer.

Frei nach Keynes besteht die Idee darin, dass der Staat als Kreditnehmer einspringt, wo Konsumenten und Wirtschaft ausfallen. Private Bauaufträge werden z.B. durch vermehrte öffentliche Bauaufträge kompensiert, um Arbeitslosigkeit in der Bauindustrie zu vermeiden.

Hinzu kommen direkte Wirtschaftsförderungen wie die allseits beliebte Abwrackprämie ("Cash for clunkers") oder Direktzahlungen beim Abschluss einer Neuhypothek.

Auch indirekt versucht die FED zu helfen. Indem sie direkt Staatsanleihen aufkauft und somit den Preis von Staatsanleihen hoch, die Zinsen entsprechend niedrig hält.

Um dies alles zu erreichen, waren Billionen von Dollars nötig. Geschätzte 8600 Mrd., was rund 2/3 des US BSP ausmacht.

Die Erfolge dieser Bailouts sind in den Charts zu bewundern. Das Geld hat lediglich gereicht, um die Märkte über Wasser zu halten. Ein nachhaltiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht.

So langweilig der Chart des letzten Jahres auch aussehen mag: Hinter den Kulissen ist es alles andere als langweilig. Der ideologische Kampf zwischen Bulle und Bär brodelt fast heftiger als je zuvor. Die Meinungen, wie es weitergehen könnte, gehen weit auseinander und gehen von "Beginn eines neuen Bullenmarktes" bis "Weiteres Abgleiten in die Depression".

Der Markt nimmt bekanntlich die Zukunft voraus. Doch was antizipiert der Markt im Moment?

Der Marktkonsens dürfte in etwa lauten: "Schwaches Wirtschaftswachstum aber immerhin ein Wachstum. " Insofern ist derzeit weder ein Bullenmarkt noch ein erneutes Abgleiten in eine neue Rezession eingepreist.

Folgerung: Sollten sich Zeichen in die eine oder andere Richtung am Horizont anzeigen, dürften Kursausschläge von 20% nach oben oder unten problemlos möglich sein.

Die scheinbare Stabilität, die die Charts derzeit suggerieren ist also tückisch. Nur mit enormer Neuverschuldung, nur mit wahnsinnigen Geldmengen konnte das aktuelle Niveau überhaupt gehalten werden und auch dies nur, wenn wir die Indizes in Papierwährung betrachten. Denn eines liegt auf der Hand: Zunehmende Gelddruckerei vermindert den Wert der gedruckten Währung.

So erstaunt es uns nicht, dass im letzten Jahr, der SMI in Franken gerechnet zwar stabil blieb, in Gold gerechnet jedoch einen realen Verlust von rund 18% hinnehmen musste (von 6.15 auf 5.02 oz)

Wer kein Gold mag, kann dieselbe Rechnung übrigens gerne auch mit anderen Rohstoffen machen und z.B. SMI in Weizen, Reis, Erdöl oder Kupfer bewerten. Was immer Sinn und Spass macht. Das Ergebnis wird in etwa dasselbe sein.

Wir haben also im Wert sinkende Währungen, deren Märkte im selben Ausmass sinken.

Nominal, in der sinkenden Währung gerechnet, ist aber alles in Butter.

Da wir aber normaler Weise nur in Papiergeld rechnen, fällt uns das alles nicht auf.

Es ist deshalb gut möglich, dass in naher Zukunft die Märkte weniger stark fallen als die Währung. Entsprechend hätten wir in Papier gerechnet eine Inflation (steigende Kurse) gleichzeitig aber - in Gold gerechnet - eine Deflation (sinkende Kurse). Solange also Papiergeld noch Vertrauen geniesst und wir alles in Papier bewerten, ist die Welt für uns noch in Ordnung. Das kann sich noch lange so fortsetzen. Zumindest so lange, bis die Teuerung nachhaltig und unangenehm ansteigt und Inflationsangst wieder ein Thema wird wie in den 1970er Jahren.

Etwas erfreuliches:

In EURO gerechnet hat der SMI in den beiden letzten Jahren besser performt als DAX und der britische FTSE:

Man muss sich also nicht immer Sorgen machen, wenn z.B. der SMI in Franken weniger steigt als der Dow in Dollar. Vielleicht ist ja nur der Dollar gegenüber dem Franken gefallen, was die Differenz erklären würde.

Der kurzfristige Ausblick für September ist negativ.

Wir hatten seit April 2010 drei niedrigere Hochs (14. Mai, 18. Juni, 6. August) und der Aufwärtstrend seit Juli wurde gebrochen.

Kritisch wird die Marke von 5942, dem letzten Tief vom 5. Juli. Wenn sie hält, könnte der SMI gerne wieder auf 6200 steigen.

Wenn nicht, haben wir einen bestätigten Abwärtstrend mit Kursziel so um 5500.

Entlastung brächte hingegen ein Ausbruch über 6350.

Happy Trading

Marcus

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17.02.2011 20:30
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SMI im September 2010

Fine-Tuner wrote:

Die Wahrscheinlichkeit basierend auf Normalverteilungsannahmen ist etwa 26%, dass du mit Aktien gewinnst....im Casino (Roulette) hast Du höhere Wahrscheinlichkeiten...(..und kriegst das Getränk noch gratis dazu)!!!

Fine-Tuner

Wie kommst du auf 26% ?

30.09.2010 18:13
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SMI im Oktober 2010

Neuer Thread ist da

Weiter geht's hier:

http://www.cash.ch/node/4331

Thread Closed!

30.09.2010 17:45
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SMI im September 2010

dobry wrote:

Warum diese plötzliche Euphorie seit 14:30 Uhr?

:arrow: US Premarket; Ist praktisch jeden Tag so, dass sich der SMI schlussendlich nach dem Dow entscheided. Die Händler fangen an auf die Futures zu achten und reagieren wie die Amis auf die News

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

30.09.2010 17:40
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SMI im September 2010

MarcusFabian wrote:

Hmm, ob ich den Oktober-Thread jetzt schon eröffnen soll?

Mittelfristige Aussichen wäre das Thema und geschrieben hab ich ihn schon ... :?:

Jaahh bitte, wir sind doch alle schon so gespannt!

Gruss

Amarok



Just my 2 cents

30.09.2010 17:38
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SMI im September 2010

MarcusFabian wrote:

Popeye wrote:
"Die Krise ist überwunden", alles wird besser, usw ..... darum Wink

Hmm, ob ich den Oktober-Thread jetzt schon eröffnen soll?

Mittelfristige Aussichen wäre das Thema und geschrieben hab ich ihn schon ... :?:

jjjaaaaaaaaaaaaa, bitte und jetzt schon danke BiggrinBiggrin

Immer der Nase nach

30.09.2010 16:59
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SMI im September 2010

Popeye wrote:

"Die Krise ist überwunden", alles wird besser, usw ..... darum Wink

Hmm, ob ich den Oktober-Thread jetzt schon eröffnen soll?

Mittelfristige Aussichen wäre das Thema und geschrieben hab ich ihn schon ... :?:

30.09.2010 15:56
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SMI im September 2010

Buzz wrote:

dobry wrote:
Warum diese plötzliche Euphorie seit 14:30 Uhr?

... ja was passiert normalerweise 14:30 unter Woche ... was so Börsenrelevant ist ????!!!!! :?

godmode-trader.de wrote:

USA: Bruttoinlandsprodukt 2.Quartal

von Tobias Krieg

Donnerstag 30.09.2010, 14:30 Uhr

USA: Das Bruttoinlandsprodukt steigt im 2.Quartal um 1,7%, erwartet wurde ein Wachstum von +1,6%. (endgültige Zahlen)

godmode-trader.de wrote:

USA: Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

von Tobias Krieg

Donnerstag 30.09.2010, 14:30 Uhr

USA: Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 453.000, erwartet wurden 457.000 nach 465.000 zuvor.

godmode-trader.de wrote:

USA: Chicago Einkaufsmanagerindex September

von Tobias Krieg

Donnerstag 30.09.2010, 15:45 Uhr

USA: Der Chicago Einkaufsmanagerindex notiert für September bei 60.4, erwartet wurde ein Wert von 55.6 nach 56.7 zuvor.

Jubel - Trubel - Heiterkeit, die Sektkorken knallen:

    0,1% mehr als erwartet
    4000 weniger als erwartet

    4,8 mehr als erwartet

"Die Krise ist überwunden", alles wird besser, usw ..... darum Wink

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

30.09.2010 15:51
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SMI im September 2010

dobry wrote:

Warum diese plötzliche Euphorie seit 14:30 Uhr?

... ja was passiert normalerweise 14:30 unter Woche ... was so Börsenrelevant ist ????!!!!! :?

To infinity ... and beyond!

30.09.2010 15:46
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SMI im September 2010

Warum diese plötzliche Euphorie seit 14:30 Uhr?

_________________

Ich hole sie mir zurück, dieses verdammte Biest!

30.09.2010 13:49
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@ pleaspei

berechenbar ? ?

Die Berechenbarkeit wäre doch die Voraussetzung um als Spekulant Kohle zu schaufeln?

Oder überlese ich etwas ?

mir am Kopf kratz . .

30.09.2010 13:41
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SMI im September 2010

Nein ich wäre kein guter Wirtschaftskapitän.

Nur zeigt meine Erfahrung, dass sich die Amis von einem ins andere reiten und wenig Achtung vor Nachhaltigkeit, Ethik und anderen Nationalitäten haben. Das macht sie so berechenbar.

30.09.2010 11:17
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SMI im September 2010

Da hast Du auch wieder recht. Wärst also doch ein guter Wirtschaftskapitän! Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Smile

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

30.09.2010 07:48
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SMI im September 2010

plenaspei wrote:

in_God_we_trust wrote:
plenaspei wrote:
Da steht Obama vor einer grossen Herausforderung.

Er will mit Steuervergünstigungen den Konsum anregen.

Ich bin mir sicher, dass der gewünschte Effekt auf den Arbeitsmarkt bescheiden ausfallen wird.

Früher oder später müssen saftige Importzölle her und wenn dann die Inlandproduktion wieder interessanter ist erledigt sich massive das Arbeitslosenproblem.

Du wärst mir ein schöner Wirtschaftskapitän! Protektionismus und Steuererhöhungen, genau das, was in den 1930 Jahren schiefgelaufen ist!

Das kannst Du jetzt wirklich nicht vergleichen.

Das Hauptproblem der Amis ist, das sie den grössten Teil ihres täglichen Bedarfs in China von Chinesen produzieren lassen, mit der Auslagerung der Produktion haben sie auch die Arbeitstellen ausgelagert, welche jetzt fehlen.

Gab es wirklich Protektionismus in den 30er, mit was?

Voilà, meine Vermutung geäussert am 7. September....

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/usa_wollen_china_zur_au...

29.09.2010 21:33
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Re: Spannend.

Karat1 wrote:

B) Bereits sukzessive 1/3 bis 1/2 des vorgesehenen

Kapitals investieren und in einem gewissen Abstand

weitere 1/3 und 1/3!

1/2 bis ca. 10. Oktober falls die Märkte nicht einbrechen.

Danach bis November weiter aufstocken bis max. 2/3.

Nur jeweils kaufen, wenn die Märkte im Minus stehen!

1/3 Cash behalten und nur zu 1/2 einsetzen bei starken Rückschlägen, z.B. SMI 5500.

1/2 des Rests erst einsetzten bei Supercrash, z.B. SMI 4000.

Usw. Sogar bei SMI 0 immer noch ein wenig Cash zurückbehalten. Smile

Bei starken Anstiegen von über 1.5%, oder mehrtägigem Anstieg jeweils wieder etwas verkaufen (Gewinnmitnahmen).

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

29.09.2010 18:09
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Re: Spannend.

Johnny P wrote:

Neu-SG wrote:

Walter meier für 52.50,

Und die für 200 verkauft?

und die UBSN für 30 verkauft?

Fragen über fragen?

nein habe beide positionen noch. Walterli ist jetzt 170 Fr. UBS ca. 17 Fr. beide ziemlich beim höchstand seit ich sie habe und Walterli gibt jedes Jahr ca. 7 Fr. Dividende

29.09.2010 18:03
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Re: Spannend.

Neu-SG wrote:

Walter meier für 52.50,

Und die für 200 verkauft?

und die UBSN für 30 verkauft?

Fragen über fragen?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

29.09.2010 17:15
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Re: Spannend.

Karat1 wrote:

Ich finde, obwohl im Moment nicht wirklich viel läuft an den Märkten, es höchst interessant, was passiert. Meiner Meinung nach ist es im Moment völlig unklar ob's runter oder rauf geht. Die Lage scheint mir schon den ganzen Tag angespannt. Ich denke es braucht auf die einte wie die andere Seite sehr wenig damit es kippt. Auf welche Seite völlig ungewiss.

Es gibt viele Anleger, dazu gehöre ich auch, die eher im pessimistischen Lager stehen. Pessimistisch bin ich aber schon längere Zeit und es ist nichts passiert. Ich habe aber auch noch nichts an der Börse gekauft. Kann ja sein, dass man Anleger wie mir einfach den Verleider anhängen wollen, bis ich dann aus lauter Frust einige Dividendenperlen kaufe. Wenn das dann weltweit genügend getan haben, kommen dann die negativen Hammerschläge und die Kurs brechen ein.

Jetzt kann man aber auch positver eingestellt sein und sich sagen, wenn alle einen Rückschlag erwarten kommt er eh nicht. Es wird noch zu günstigen Kursen dazu gekauft und wenn es anzieht sind sie dabei.

Also was ist nun klüger?

A) Zuwarten mit Aktienkäufen und den erlösenden

Rückschlag abwarten. Bleibt die Frage wann ist die

erlösende Basis erreicht?

B) Bereits sukzessive 1/3 bis 1/2 des vorgesehenen

Kapitals investieren und in einem gewissen Abstand

weitere 1/3 und 1/3!

Ich denke, was man auch macht, es bleibt spannend. Bis Ende Oktober, anfangs November sollte diesbezüglich Klarheit herrschen.

Nun, ich werde im Moment noch auf die Zähne beissen und abwarten. Ich traue dem "Braten" einfach nicht mehr.

Karat

oder D) schon in den letzten zwei Jahren immer wieder mal schon etwas was tief war gekauft... ich hab coltene für 40, Walter meier für 52.50, Swiss Life für 90, UBS für 11.. aber hab auch ein paar Leichen (petroplus 19 Fr.)..

29.09.2010 16:48
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Spannend.

Ich finde, obwohl im Moment nicht wirklich viel läuft an den Märkten, es höchst interessant, was passiert. Meiner Meinung nach ist es im Moment völlig unklar ob's runter oder rauf geht. Die Lage scheint mir schon den ganzen Tag angespannt. Ich denke es braucht auf die einte wie die andere Seite sehr wenig damit es kippt. Auf welche Seite völlig ungewiss.

Es gibt viele Anleger, dazu gehöre ich auch, die eher im pessimistischen Lager stehen. Pessimistisch bin ich aber schon längere Zeit und es ist nichts passiert. Ich habe aber auch noch nichts an der Börse gekauft. Kann ja sein, dass man Anleger wie mir einfach den Verleider anhängen wollen, bis ich dann aus lauter Frust einige Dividendenperlen kaufe. Wenn das dann weltweit genügend getan haben, kommen dann die negativen Hammerschläge und die Kurs brechen ein.

Jetzt kann man aber auch positver eingestellt sein und sich sagen, wenn alle einen Rückschlag erwarten kommt er eh nicht. Es wird noch zu günstigen Kursen dazu gekauft und wenn es anzieht sind sie dabei.

Also was ist nun klüger?

A) Zuwarten mit Aktienkäufen und den erlösenden

Rückschlag abwarten. Bleibt die Frage wann ist die

erlösende Basis erreicht?

B) Bereits sukzessive 1/3 bis 1/2 des vorgesehenen

Kapitals investieren und in einem gewissen Abstand

weitere 1/3 und 1/3!

Ich denke, was man auch macht, es bleibt spannend. Bis Ende Oktober, anfangs November sollte diesbezüglich Klarheit herrschen.

Nun, ich werde im Moment noch auf die Zähne beissen und abwarten. Ich traue dem "Braten" einfach nicht mehr.

Karat

29.09.2010 15:34
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SMI im September 2010

sind wieder mal viele Hyper-Pessimisten hier....

Ich bin mal gespannt auf die Q3-Zahlen in allen Branchen. Endlich wieder Infos und Facts und nicht nur Ängste, Vermutungen, Hoffnungen und sonstiger manipulativer Analystenquatsch.... die ersten dürfte wieder diese Aluminiumbude in Amerika sein oder?

28.09.2010 17:21
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SMI im September 2010

ich rechne mit eher sinkenden preise, denn die konsumenten sind eher zurückhaltend. für alle die, die viele kredite sowie hypos auf sich haben, die werden ein blaues wunder erleben. was aktien angeht, bleibe ich bei meiner meinung und zwar nur die, die wirklich solide zahlen ausweisen können und zugleich für den aktionär interessante dividenden zahlt.

ich rechne mit einer depression/deflation und zwar alleine schon wegen dem vertrauen gegenüber den banken, was meines erachtens noch NICHT zurück gewonnen werden konnte. ich befürchte nichts gutes für den bankensektor, deshalb mein rat: diese zu meiden!

Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

28.09.2010 15:04
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SMI im September 2010

in_God_we_trust wrote:

Nachdem Bernanke aber versprochen hat, dann die Geldschleusen weit zu öffnen, rechne ich nicht mit einem Double Dip des Aktienmarktes in den USA.

Auch das ist ein plausibles Szenario. Bekannt unter der Bezeichnung "Crack-up-Boom".

Wir hätten dann eine extreme Entwertung der Währung, evtl. Hyperinflation und nominal entsprechend sehr stark steigende Preise auf allen Ebenen. Auch Aktien.

27.09.2010 14:50
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SMI im September 2010

Hier noch ein interessanter Link bezüglich Börsentermine:

http://www.derivatecheck.de/termine/index.m

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

26.09.2010 16:21
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SMI im September 2010

weico wrote:

MarcusFabian wrote:

Was das für die Märkte bedeutet, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Stichwort "Double-Dip"!

..und dies wohl nicht nur im "Amiland" !

Zuerst wird "Double-Dip" in aller Munde sein und anschliessend werden sich die Leute wohl an das Wort

"Japan Style Stagnation" gewöhnen (müssen).. 8)

Wenn Edwards Szenario eintrifft,würde es bald wieder zu einer tolle Schnäppchenzeit kommen.. Lol

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/albert-edwards-der-...

weico

Den Double Dip der Konjunktur in den USA halte ich für möglich.

Nachdem Bernanke aber versprochen hat, dann die Geldschleusen weit zu öffnen, rechne ich nicht mit einem Double Dip des Aktienmarktes in den USA. Dort werden die Aktien nach einem möglichen Dämpfer in den nächsten Wochen weiter ansteigen, wobei der $ gleichzeitig gegen 80 bis 90 Rappen tendieren wird (also gegenüber dem Franken kein eigentlicher Anstieg des DJ). Gold wird auch weiter ansteigen, gegen 1400 - 1500.

In den USA wird es danach 2011 wegen nachfolgender Ueberhitzung der Konjunktur zu einer Teuerungsrate von 3 - 5% kommen, während die Leitzinsen langsam auf 1% angehoben werden werden müssen.

In Europa und verstärkt in der Schweiz werden wir, nach einem stärkeren Fall des SMI bis auf 6000 - 5500, ab Oktober/Nov. ein Rally sehen mit einer Inflationsrate von 1 - 3%. Im Dez. wird die SNB die Zinsen auf ca. 1% erhöhen.

Das Wachstum in China wird sich auf 7% abschwächen. Die übrigen Schwellenländer werden weiter zulegen.

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

26.09.2010 15:28
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26.09.2010 13:52
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SMI im September 2010

hahh MF du hast mal einen fetten coolen Beitrag geschrieben, wie Put optionen( allgemein Optionen) laufen, hast du noch den Link?

Ist glaub ich aus einem anderen Forum, da wo du die Optionen mit Hamburger vergleichst und Hamburgergutscheinen Blum 3

hatte das mal letztes Jahr gelesen und wieder "vergessen". Jedoch will ich mal mit paar Fränkli herumprobieren Wink

Grüsse

equity holder :"Meine Empfehlung fürs daytraden":

http://www.youtube.com/watch?v=G1RYH9bJkps&feature=related

PowerDau:"Ouw shit, das giit Ohrächräbs!Mach das niemeh"

26.09.2010 13:43
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SMI im September 2010

Japan steht im Vergleich zu den USA nicht so schlecht da. Die Arbeitslosigkeit liegt bei relativ bescheidenen 5%, die Regierung ist stabil, die Kriminalitätsrate geringer, die Handelsbilanz immer noch positiv.

Den Japanern geht es also (und ging es in den letzten 20 Jahren) nicht schlechter als uns.

In der offiziellen Inflationsberechnung wurden übrigens die steigenden Mieten nicht berücksichtigt. Täte man dies, müsste die Teuerungsrate um etwa 2% nach oben korrigiert werden und dann hatte Japan nie eine Deflation gehabt.

Ich will die Situation in Japan nicht schönreden aber neben den bekannten Parallelen zwischen USA heute und Japan vor 20 Jahren gibt es auch einige Unterschiede:

* Japan ist eine Exportnation. Die USA eine Importnation. Die Japaner holen netto also pro Jahr mehr Geld ins Land als sie ausgeben. Das ist ein entscheidender Überlebensvorteil.

* Die Japanische Pumpenkohle floss ins Ausland. Vor allem in Carry-Trades, denn der Westen expandierte und konnte für die Japanischen Kredite gute Zinsen bezahlen. Somit war die Gelddruckerei aus Sicht der BoJ ein Fass ohne Boden.

Demgegenüber wird es für europäische oder amerikanische Banken schwieriger, geeignete, profitable Auslandsmärkte für ihr Kapital zu finden.

* Last but not least und schön öfter erwähnt ist Geld genau so ein Gut wie jedes andere und muss sich entsprechend an Angebot und Nachfrage messen lassen. Deflation würde bedeuten, dass Geld gegenüber Gütern an Wert gewinnt. Genau das kann ich mir nur schwer vorstellen, denn Geld kann bekanntlich in Sekunden und gratis in beliebiger Menge produziert werden. Notfalls 1000 Billionen Dollar in einer Sekunde. Wo soll da die Angebots-Verknappung von Geld herkommen?

26.09.2010 12:07
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SMI im September 2010

MarcusFabian wrote:

Was das für die Märkte bedeutet, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Stichwort "Double-Dip"!

..und dies wohl nicht nur im "Amiland" !

Zuerst wird "Double-Dip" in aller Munde sein und anschliessend werden sich die Leute wohl an das Wort

"Japan Style Stagnation" gewöhnen (müssen).. 8)

Wenn Edwards Szenario eintrifft,würde es bald wieder zu einer tolle Schnäppchenzeit kommen.. Lol

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/albert-edwards-der-...

weico

26.09.2010 03:54
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SMI im September 2010

Super Seite. Danke...

Wer nach vorne schauen will, muss erst mal zurück schauen:



http://www.youtube.com/watch?v=wdzzYkAfpDU

26.09.2010 00:54
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SMI im September 2010

in_God_we_trust wrote:

Kannst Du mir sagen, wer das geschrieben hat?

Steht oben auf dem Chart, mittig und fett:

Consumer Metrics Institute

Den Rest erledigt Google mit dem ersten Treffer:

http://www.consumerindexes.com/

25.09.2010 16:46
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SMI im September 2010

@MF

Kannst Du mir sagen, wer das geschrieben hat? Wem gehört die Website? Es gibt keinerlei Namen, aber es tönt sehr nach Marc Faber. :?

(

http://www.leap2020.eu/GEAB-N-47-is-available-The-Global-systemic-crisis...

)

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

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