SMI

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MarcusFabian
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Re: SMI vs. Oil

ASCHI wrote:

was ich nicht verstehen kann,ist dass die börsen so heftig korrigieren,

trotz einer robusten kojunktur

und sie ist robust kann ich dir sagen

Nehmen wir mal an, Du hast recht und die Konjunktur ist tatsächlich robust.

Fein, dafür haben wir ja auch hohe Aktienpreise und fast alle Indizes standen Anfang Mai nahe ihrem Allzeithoch.

Die Frage stellt sich, wie die Konjunktur in der Zukunft beurteilt wird. Werden weitere Wachstumssschübe erwartet, steigen die Kurse weiter. offenbar wird aber eine Abschwächung der Konjunktur erwartet. Logisch dass die Kurse im Vorfeld sinken. Auch wenn die Konjunktur jetzt noch gut aussieht.

Der zweite Punkt sind die Zinsen. Die steigen nämlich. Aktien sind nicht nur Spekulationspapiere bei denen man auf Kursstigerung setzt sondern auch Dividendenpapiere, die Zinserträge abwerfen sollen. Dabei stehen Aktien in Konkurrenz mit anderen Investitionsmöglichkeiten: Bonds, Immobilien etc.

Wenn nun die Zinsen steigen und man mit Oblis mehr Geld verdienen kann als mit Aktien, werden Aktien unattraktiver. Derzeit kriegst Du rund 5% Rendite auf Oblis aber nur 2% DIvidende auf Aktien. Also müssen Aktien im Preis sinken, damit die Rendite steigt und konkurrenzfähiger wird.

Der Konjunktur geht es nicht so gut, wie uns die offiziellen Zahlen weis machen wollen. Wir hatten in den letzten Jahren auch in der Schweiz eine Geldmengenausweitung von über 8%. Entsprechend Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln. Die Löhne sind aber nicht in diesem Umfang gestiegen. Ganz intuitiv merken die meisten Menschen, dass sie sich heute weniger leisten können als noch vor 1 oder 2 Jahren. Diese versteckte Inflation wird erst allmählich wahrgenommen. Dabei ist der Ölpreis auch ein Punkt aber eben nur einer von mehreren Faktoren.

learner
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Geldmenge und Inflation

Die Geldmenge muss im Schritt mit dem Bruttosozialprodukt wachsen oder schrumpfen. Wenn sie das tut, bewirkt sie keine Inflation. Deflationär und verheerend wäre, wenn sie trotz Wachstums nicht zunähme.

Dass wir in den letzten Jahren weitgehend keine Inflation hatten, hat zu tun mit einer vorsichtigen Geldmengenpolitik der Nationalbank. Zudem konnte "Teuerung" (in Billiglohn-Länder) exportiert oder mit höherer Produktivität abgefangen werden.

Die gegenwärtige, milde Teuerung ist ebenso wenig hausgemacht, sondern importiert, durch die Verteuerung beschränkter Rohstoffe.

Die Reallöhne in der Schweiz haben 2005 um 0.2 Prozent abgenommen. Bei einem Einkommen von 100000 Franken sind das 200 Franken. Was der Lohnehmer weniger hat, fliesst als Unternehmensgewinn in anderer Form in die Wirtschaft, z.B. als Investitionstätigkeit. Beides, Privatkonsum und Investitionstätigkeit, bewirkt die wirtschaftliche Tätigkeit. Langfristig aber bringen Investitionen mehr "return" als Konsum.

Tatsächlich sind die CH-Wirtschaftszahlen genau jetzt so gut wie lange nicht mehr, und auch die Aussichten. Das Geschehen an der Börse ist importiert.

Es gibt noch Schlimmeres.

MarcusFabian
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Re: Geldmenge und Inflation

learner wrote:

Dass wir in den letzten Jahren weitgehend keine Inflation hatten, hat zu tun mit einer vorsichtigen Geldmengenpolitik der Nationalbank.

So vorsichtig war die Geldmengenpolitik nicht. Die SNB hat einfach den CHF parallel zum Euro gehalten. Somit siteg die Geldmenge um etwa 8.4%. Also weit mehr als das Wirtschaftswachstum.

Die Schweiz profitiert aber von ausländischen Geldzuflüssen, denn bei gefährdetem Dollar gilt der CHF immer noch als Fluchtwährung.

Quote:

Tatsächlich sind die CH-Wirtschaftszahlen genau jetzt so gut wie lange nicht mehr, und auch die Aussichten. Das Geschehen an der Börse ist importiert.

Deshalb steht ja auch der SMI nahe seinem Allzeithoch (trotz Korrektur im Mai). Inflationswarnungen von offizieller Seite (FED) kommen erst seit einem knappen Monat. Bis dahin konnte die Inflationsgefahr vor den Anlegern erfolgreich heruntergespielt werden. Erst jetzt setzen sich die Konsequenzen langsam durch, sprich: die Anleger fürchten weiter steigende Zinsen und Teuerung. Das schlägt logischer Weise auf die Börsenkurse durch.

TubbelTrader
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SMI

MarcusFabian wrote:

7413.66 war das Mai-Tief.

Wenn's da durch bricht, gehen wir volle Kanne Short Blum 3

Da ist der SMI nun durchgefallen, direkt zur Eröffnung. Seit da an kommt er zurück. Bist du nun "volle Kanne" short? Also ich habe mir eine erste Tranche ABB zugelegt. Mal sehen was sich am Freitag als die weisere Entscheidung zeigen wird.

tt

Dummheit stirbt nie aus!

Pinacolada
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Wie weiter?

MarcusFabian

Was sagen die Charts? Zeigen die weiter in Richtung Süden, oder geht auch mal wieder Nordwärts?

TubbelTrader
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SMI

Heute geht es hoch. Dazu braucht es keine Charts.

Grüsse tt

Dummheit stirbt nie aus!

MarcusFabian
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SMI

TubbelTrader wrote:

Bist du nun "volle Kanne" short?

Nöö: http://board.cash.ch/bb/viewtopic.php?p=880#880

Kurzfristig gibt's Korrektur. Deshalb bin ich long.

Ausserdem gute Zahlen aus den USA (Neuanträger Arbeitslosenhilfe niedriger als erwartet).

Ich bin aber vorsichtig. Solang es steigt bleibe ich mit engem Stop-Loss long.

Was wir in den letzten Tagen erlebt haben war alles andere als eine Bodenbildung. Der nächste Down-Move kommt also ziemlich sicher.

Ob long oder short ist mir eigentlich egal. Ich reite einfach auf der jeweiligen Welle. Wink

Slin
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SMI

Mach ich auch so. Nur heute war ich wieder mal zu knausrig! Warte US-Eröffnung ab und hoffe auf einen rechten Move. Cash liegt bereit. Übrigens lohnt es sich auch mit einem Auge den Döllär zu verfolgen.

Gruss SLIN.

Slin
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SMI

....ist bei den Indianern wieder mal weder Hans no Heiri!

Gruss SLIN.

Friederich
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SMI

So lange die US-Börse solche Bocksprünge macht, kann auch unser SMI sich nicht erholen. Und dies wird wohl noch so lange dauern, bis sich die Herren Fed-Chef & Texasboy verabschieden werden.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Slin
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SMI

Es lebe die Vollatilität!

Friederich
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Alle aus den Aktien?

Die Leute werfen nun alles auf den Markt! Eigentlich sollten die Aktien heute freundlich aussehen.

Zudem schüttete heute die FED noch zusätzlich Oel ins Feuer ("Inflationsgefahr sehr hoch!").

Was kann man noch machen, damit die Aktienmärkte gebodigt werden können?

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Speedy3
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FED noch gewissenhaft?

Man könnte fast meinen die FED sei über beide Ohren mit Puts

eingedeckt.

Ich habe noch nie eine solche PR-Aktion vom FED erlebt um

möglichst alle Minuten zu wiederholen die Inflationsrate sei

hoch und der Patzer von Bernanke gehört garantiert geplant

zur ganzen Übung.

Haben sie dies auch gemacht, als die Inflation tief war, nein

sicherlich nicht.

Aues es bitzeli komisch :?

MarcusFabian
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Re: FED noch gewissenhaft?

Speedy3 wrote:

Ich habe noch nie eine solche PR-Aktion vom FED erlebt

Oh doch, ich schon: Ab November 2002 hat Alan Greenspan über den Future-Markt regelmässig Dow-Kontrakte gekauft (jeweils Pakete zu 2000 Kontrakten) um an kritischen Wendemarken die Börsen zu stützen.

Daneben hat das FED jahrelang die Inflation verschwiegen und offizielle Zahlen von 2.x% ausgewiesen, obschon die Teuerung 4-6% betrug.

Man hat die Ermittlung der Arbeitslosenzahlen verändert, um die US-Arbeitslosenquote bei 4.6-4.7% zu halten (ok, das war nicht das FED).

Man hat auch die Gefahren des überhitzten Immobilienmarktes immer heruntergespielt. Erst in seiner allerletzten Rede hat Greenspan seine Besorgnis öffentlich bekannt.

Man hat die Energiekosten im Kern-Konsumentenpreis-Warenkorb auf lächerliche 13% heruntergesetzt, um die wahre Inflation zu verschleiern.

Manipulationen gibt es, solange es das FED gibt. Seit 1906, also mittlerweile 100 Jahre. Damit muss man leben. In beide Richtungen.

Nur! In Punkto Inflationsgefahr verhält sich das FED wie ein Verbrecher im Polizeiverhör, der immer nur das zugibt, was man ihm nachweisen kann. Dass die wahre Inflation höher liegt als uns die offiziellen Zahlen glauben machen wollten, war schon seit Jahren bekannt. Ich habe hier auch darüber berichtet. Nun, da es an die Öffentlichkeit gekommen ist, es auch die breite Masse erkennt und das FED die Inflationsgefahr seit knapp einem Monat auch öffentlich zugibt, reagieren die Börsen halt entsprechend.

Jetzt aber von PR der FED zu sprechen, wo es doch nur altbekannte Tatsachen zugibt, ist der Gipfel der Ignoranz!

TubbelTrader
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Re: FED noch gewissenhaft?

MarcusFabian wrote:

1. Oh doch, ich schon: Ab November 2002 hat Alan Greenspan über den Future-Markt regelmässig Dow-Kontrakte gekauft (jeweils Pakete zu 2000 Kontrakten) um an kritischen Wendemarken die Börsen zu stützen.

2. Daneben hat das FED jahrelang die Inflation verschwiegen und offizielle Zahlen von 2.x% ausgewiesen, obschon die Teuerung 4-6% betrug.

3. Man hat die Ermittlung der Arbeitslosenzahlen verändert, um die US-Arbeitslosenquote bei 4.6-4.7% zu halten (ok, das war nicht das FED).

4. Man hat die Energiekosten im Kern-Konsumentenpreis-Warenkorb auf lächerliche 13% heruntergesetzt, um die wahre Inflation zu verschleiern.

5. Manipulationen gibt es, solange es das FED gibt. Seit 1906, also mittlerweile 100 Jahre. Damit muss man leben. In beide Richtungen.

Jetzt aber von PR der FED zu sprechen, wo es doch nur altbekannte Tatsachen zugibt, ist der Gipfel der Ignoranz!

zu 1., hast du da irgendwelche Belege für diese Behauptung?

zu 2, siehe Frage 1

zu 3, die wurden vor 3 Jahren geändert als die Quote über 5.5% lag, seit da nicht mehr. Wie kommst Du also auf die Behauptung "um die US-Arbeitslosenquote bei 4.6-4.7% zu halten "?

zu 4, ist es nicht so, dass die Energie- wie auch Lebensmittelpreise in der Kernrate schlicht nicht berücksichtigt werden in den USA?

zu 5., die FED gibt es seit 1913. Und welches "Unternehmen" könnte überleben ohne sich der Zeit anzupassen? Wären Erhebungen aus damaligen Zeiten heute noch anwendbar und auch von Sinn? "Manipulation" würde ich das nicht nennen, eher ein Lernprozess der Wirtschafts- und Konjunkturlandschaft.

Grüsse tt

Dummheit stirbt nie aus!

MarcusFabian
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Re: FED noch gewissenhaft?

TubbelTrader wrote:

zu 1., hast du da irgendwelche Belege für diese Behauptung?

Wenn Du Beweise im Sinne von juristisch hieb- und stichfest meinst, dann Nein.

Starke Indizien sehr wohl:

Wir haben festgestellt, dass oft über mehrere Tage hinweg zu exakt denselben Uhrzeiten (16:30 und 21:30 Uhr) jeweils Dow-Kontrakte über den Future gekauft wurden.

Jeweils en Block zu 2000 Kontrakten. Manchmal waren es 4-10 dieser 2000-Kontrakte Blocks.

2000 Kontrakte kosten $10 Mio und hebeln $1 Mrd.

Das sind also keine Kleinanleger, die dahinter gesteckt haben. Das exakte Timing lässt auch auf einen Computer im Hintergrund schliessen.

Quote:

zu 2, siehe Frage 1

Dazu müsste ich jetzt etwa 30% meiner Postings der letzten 3 Jahre wiederholen. Ist mir zu mühsam.

Stichworte: Hedonistische Preisberechnung http://www.stock-channel.net/stock-board/showthread.php3?t=10618

Auf die Zusammensetzung des CPI habe ich auch mehrmals hingewiesen.

Quote:

zu 3, die wurden vor 3 Jahren geändert als die Quote über 5.5% lag, seit da nicht mehr. Wie kommst Du also auf die Behauptung "um die US-Arbeitslosenquote bei 4.6-4.7% zu halten "?

Zuletzt per 1.1.2005 geändert.

Dass die Amis ihre Statistischen Erhebungsmodelle ändern, um die Wahrheit zu cachieren ist eine böswillige Behauptung meinerseit Wink

Quote:

zu 4, ist es nicht so, dass die Energie- wie auch Lebensmittelpreise in der Kernrate schlicht nicht berücksichtigt werden in den USA?

Stimmt. Der Punkt geht an Dich.

Quote:

zu 5., die FED gibt es seit 1913. Und welches "Unternehmen" könnte überleben ohne sich der Zeit anzupassen? Wären Erhebungen aus damaligen Zeiten heute noch anwendbar und auch von Sinn? "Manipulation" würde ich das nicht nennen, eher ein Lernprozess der Wirtschafts- und Konjunkturlandschaft.

Das sind philosophische Betrachtungen. Man kann es als "Manipulation" betrachten, indiem ich hier poste. Denn dadurch, dass ich meine Meinung vertrete, versuche ich, jeden Leser auf meine Seite zu "manipulieren".

Ich betrachte es als Manipulation, wenn wirtschaftliche Daten verschwiegen oder mittels statistischer Tricks schöngeredet werden.

Wir hatten öfter in 2003/04 den Fall, dass die Zahl der Arbeitslosen stieg, die Arbeitslosenquote aber gesunken war.

Manchmal war die Verfälschung der Zahlen so offensichtlich, dass es jeder sehen konnte.

Aber ob man das als Manipulation oder Lernprozess bezeichnet muss jeder für sich selbst ausmachen.

borsini
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wie weiter?

Hallo Marcus! Was meinst du wie weit wird die Korrektur des SMI's noch gehen? Vieles spricht ja noch dafür, dass es noch weiter nach unten geht

Speedy3
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Alles was recht ist......

Alles was recht ist.......wollen die Börsianer jetzt die nächsten

5 Monate jeden Tag in ihrem Bulletin schreiben, Zins-Inflationsangst

Ölfall-angst, Ölanstieg-angst, Angst vor dies und dem, Angst von

allem.

Sind die Anleger solche Memmen geworden? :shock:

Reisst euch mal am Riemen. Solange keine Gewinnwarnungen

kommen und der Konsumverbrauch in der kleinsten Art reduziert

gemeldet wird, ist doch noch alles im Lot.

Die Schweiz meldet ein rekordhohes BIP, Japan melde rekordhohe

Bestellungen bei der Maschinenindustrie, in Deutschland geht die

Arbeitslosigkeit zurück und und und....

Mir ist schon klar, dass man nicht die Augen vor negativen Entwicklungen

verschliessen soll, aber was zur Zeit abgeht, ist die Angst an den Haaren

hergezogen und die Anleger spielen verrückt.

Aufwachen!

Bessere Einstiegchancen gibt es nie mehr.

MarcusFabian
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Re: wie weiter?

borsini wrote:

Hallo Marcus! Was meinst du wie weit wird die Korrektur des SMI's noch gehen? Vieles spricht ja noch dafür, dass es noch weiter nach unten geht

In welchem Zeitrahmen? -10% in diesem Jahr halte ich für realistisch. Bei etwa 6600-6800 hat der SMI noch gute Unterstützungen.

Langfristig hängt der Kursverlauf von der Inflation ab. Wenn man den Bärenmarkt 1967-1982 als Beispiel nimmt, verliefen die Kurse seitwärts aber die Inflation hat 57% an Kaufkraft weggefressen.

Anders der Crash von 1929, bei dem die Kurse extrem gesunken waren. ABer 1929 ist und bleibt wohl die Ausnahme und solange wir Papierwährungen haben, spricht nichts dagegen, dass die Notenbanken weiter Geld drucken. Von daher kann sich der SMI gut bei 5000-5500 langfristig einpendeln.

Speedy3 wrote:

Sind die Anleger solche Memmen geworden? :shock:

Reisst euch mal am Riemen.

Hättest Du in Deinem Leben schon einmal einen Bärenmarkt miterlebt, wüsstest Du, dass Durchhalteparolen nicht wirklich weiterhelfen.

Es geht auch nicht darum, wie die Wirtschaft jetzt dasteht sondern darum, wie die Zukunft vom Markt beurteilt wird.

Wenn es etwas gibt, was die Märkte hassen, dann ist es Unsicherheit. Noch im April haben alle FED-Chefs die Teuerung heruntergespielt. Erst seit Anfang Mai gibt auch das FED zu, dass die Teuerung "an der Schmerzgrenze" liegt. Und siehe da, die Börsen sinken.

Ich unterstelle mal, dass es dabei nicht nur um die Inflation geht. Vielmehr um die Tatsache, dass das FED einen Missstand erst zugegeben hat, als die Beweise auf dem Tisch lagen und bereits unzählige Artikel über die wahre Inflation geschrieben wurden.

Somit ist das Misstrauen berechtigt, dass es noch weitere Leichen im Keller der FED gibt, die jetzt langsam an die Oberfläche gespült werden.

Aber wie gesagt, das ist eine Vermutung meinerseits.

Ein weiteres Beispiel ist die Immobilien-Blase, die jetzt platzt und die es laut FED gar nie gab!

Quote:

Solange keine Gewinnwarnungen

kommen und der Konsumverbrauch in der kleinsten Art reduziert

gemeldet wird, ist doch noch alles im Lot.

Zinserhöhungen haben erst nach 6 Monaten einen direkten Effekt auf die Wirtschaft und es dauert ein weiteres Quartal, bis diese Effekte sich in den Bilanzen der Unternehmen widerspiegeln. Die meisten Marktteilnehmer wissen das und reagieren, bevor die Unternehmenszahlen auf dem Tisch liegen.

Steigende Zinsen führen zu einer Mehrbelastung der Konsumenten. Bis 2003 konnten die Konsumenten noch einfach ihre Schulden erhöhen, weil sie in steigende Immopreise refinanzieren konnten. Da nun seit ein paar Monaten die Immopreise sinken, fällt diese Möglichkeit der Geldschöpfung weg.

Die Anzahl der Refinanzierungen ist stark zurückgegangen:

In der Tat wachsen zwar die Konsumentenschulden immer noch, allerdings nur noch um 2% pro Jahr (dunkelblaue Kurve)

Die Unternehmen müssen also mit weniger Umsatz rechnen. Gleichzeitig steigen aber die Produzentenpreise:

Wie sich das auf die Gewinne auswirken wird, können sich viele Anleger vorstellen. Da muss man nicht erst auf die Quartalszahlen der nächsten Monate warten.

Ist also wirklich alles im Lot, solange keine schlechten Zahlen bekannt sind? Kannst Du Dir vorstellen, dass es für manche Menschen Sinn macht, bereits im Vorfeld zu reagieren, bevor schlechte Zahlen veröffentlicht werden?

borsini
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dankeschön

marcus danke für die guten Beiträge! Bist du eigentlich Volkswirt?

Speedy3
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Asiatische Wirtschaftskraft

Mir geht es hier nicht um Durchhalteparolen, sondern um Fakten

welche teilweise zu negativ angesehen werden und solche, die

vergessen werden, einzubeziehen.

Wenn die Weltwirtschaft nur aus Amerika und Europa bestehen

würde, gekämst du von mir ohne Zweifel recht.

Du sprichst ja hier auch nur immer von Amerika, aber wie sieht

es mit dem Rest der Welt aus?

Der ist ja irgendwie auch noch vorhanden....

Wir stehen zur Zeit in einer Phase, wo aufstrebende Märkte wie China,

Japan, Indien, Russland, Osteuropa und die Ölländer einen riesigen Anteil

in den Auftragsbücher der europäischen und amerikanischen Unternehmen

ausmachen (z.B. ABB).

Zudem kurbelt der hohe Ölpreis die Investitionen ins solche Förder-

anlagen und alternative Energiegewinnung an.

Die Länder werden die Umsätze und Gewinne der hiesigen Unternehmen

weiter kräftig ankurbeln, weil diese noch ein grosses Manko an

Ausrüstung und Know How haben. Da will doch jeder, obwohl ich dies ja

nicht unbedingt als erstrebenswert finde, den selben Status wie die

Europäer. Also wird weiter wirtschaftlich entwickelt, resp. gebaut und

ausgerüstet, resp. gekauft.

Darum relativiere hier deine sehr pessimistische Haltensweise für

die Unternehmen generell, da sich die jetztige Inflation genau aus diesem

Grund nicht mit anderen Zeitepochen vergleichen lässt.

Ob der Konsum, jetzt wirklich dermassen abnimmt relativiere ich

auch teilweise. Die meisten haben ihre Hypotheken in der Tiefstzins-

phase auf Jahre angebunden, daher erwarte ich hier nur einen

reduzierten Rückgang der Konsumenteneinkaufszahlen, da höher

Belastungen nicht sofort auf's Portmonnaie schlagen sonder erst

in 5 oder 10 Jahren.

Im Übrigen hast du doch gesagt, der Dollar würde jetzt in alle Abgründe

fallen und was ist passiert, er ist wieder von 1.20 auf 1.23 gestiegen.

Nun, ich selber denke, dass die Inflationsunsicherheit langsam aber

sicher in den Preisen eingepreist ist, schliesslich haben wir jetzt

eine starke Korrektur hinter uns. In Deutschland sind aktuell viele

Unternehmensaktien im einstelligen KGV zu kaufen.

Aber wie sagte schon T. Williams: Prognostiker sind Leute, die

in lichten Momenten, düstere Vorahnungen haben.

learner
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Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

Laut einem renommierten Börsenbrief ( www.zuerchertrend.ch ) stammen die gegenwärtigen Börsenturbelenzen aus der Fehleinschätzung von Hedge-Fonds.

Insgesamt seien die globalen Tendenzen ohne Fehl und Tadel. "New Economy 2.0" nennt es die Deutsche Bank in einer Studie zum langfristigen Trend der Volkswirtschaften rund um die Welt. Schlussfolgerung: Die Weltwirtschaft steht vor einem jährlichen Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent real (!) und dies für sicher mehr als zehn Jahre. Eine solche Einschätzung hat es noch nach dem Wissen der Herausgeber des Briefs nie gegeben.

Die gegenwärtigen Turbulenzen sind technischer Natur. Es wird erwartet, dass das Börsenklima über den Sommer weiterhin nervös bleibt, Kursrutscher von 20 bis 25 Prozent gelten als gute Einstiegschancen. Verschiedene Indizien deuten auf ein baldiges Erreichen des Bodens, unter anderem auch das niedrige Bullen-Bären-Verhältnis.

Es gibt noch Schlimmeres.

Speedy3
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Insider kaufen wieder Akien

Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe. Der deutsche Insider-Barometer ist im Juni stark angestiegen, welcher anzeigt dass Manager- und Verwaltungsräte zu Schnäppchenpreisen einkaufen und künftige Marktentwicklungen vorwegnehmen. Dieser Indikator gilt in renommierten Kreisen als sehr zuverlässig. ( Bericht Sonntags-Zeitung)

Friederich
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Re: Insider kaufen wieder Akien

Speedy3 wrote:

Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe. Der deutsche Insider-Barometer ist im Juni stark angestiegen, welcher anzeigt dass Manager- und Verwaltungsräte zu Schnäppchenpreisen einkaufen und künftige Marktentwicklungen vorwegnehmen. Dieser Indikator gilt in renommierten Kreisen als sehr zuverlässig. ( Bericht Sonntags-Zeitung)

Die Frage ist nur, wann es dann so weit sein wird. Rechne, dass es mind. ein halbes Jahr dauern wird.

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Speedy3
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Der Ender isch der Gschwinder..

Nun wenn du ein halbes Jahr warten willst, ist der Zug garantiert abgefahren.

Der Dax hat zur Zeit ein rekordtiefes KGV (11), beim SMI ist es ähnlich.

Die sogenannten Insider kennen die zukünftigen Gewinnverhältnisse und wissen dass die Marktlage allgemein zu schlecht angesehen wird. Die sollten es ja wirklich am Besten wissen.

Darum wird es bald wieder

obsi gehen.

Die Übertreibung nach unten bietet morgen Top-Einstiegschancen.

MarcusFabian
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Re: Asiatische Wirtschaftskraft

Speedy3 wrote:

Wenn die Weltwirtschaft nur aus Amerika und Europa bestehen

würde, gekämst du von mir ohne Zweifel recht.

Die Weltwirtschaft besteht für mich hauptsächlich aus Amerika und Europa!

Die USA sind die stärkste Wirtschaftsmacht und bestimmen zweifellos auch die Zukunft Europas. Solange sich unsere Börsen nicht von den Amis abkoppeln, wird es auch so bleiben. Ich bedaure das, aber so sind nunmal die Fakten.

Quote:

Wir stehen zur Zeit in einer Phase, wo aufstrebende Märkte wie China,

Japan, Indien, Russland, Osteuropa und die Ölländer einen riesigen Anteil

in den Auftragsbücher der europäischen und amerikanischen Unternehmen

ausmachen (z.B. ABB).

Das ist richtig. Doch wer zieht schon die Konsequenz und wandert nach Asien aus? Japan hat eine 15 jährige Depression hinter sich. Klar, dass es dort wieder aufwärts geht. Wir hingegen hatten eine über 20-jährige Hausse ohne nennenwerte Bereinigungen.

Quote:

Die Länder werden die Umsätze und Gewinne der hiesigen Unternehmen

weiter kräftig ankurbeln, weil diese noch ein grosses Manko an

Ausrüstung und Know How haben.

WIe lange haben sie dieses Manko noch?

Sicher, Firmen wie ABB sind sehr konkurrenzfähig und haben gute Chancen gegen asiatische Konkurrenz zu bestehen. Aber wie sieht es mit dem Rest der Firmen aus?

Quote:

Die meisten haben ihre Hypotheken in der Tiefstzins-

phase auf Jahre angebunden, daher erwarte ich hier nur einen

reduzierten Rückgang der Konsumenteneinkaufszahlen,

Falsche Fakten führen zu falslchen Schlussfolgerungen. Zum einen haben US-Banken in den leltzten 5 Jahren kaum noch Fest-Hypotheken vergeben und wenn, dann nur für 5 Jahre und nur für die erste Hypothek.

Daneben gibt es neben der Hypothekarbelastung auch noch die normalen Kredite, deren Zinsen steigen.

Zum Dritten basiert ein Grossteil des Konsums der letzten Jahre (etwa 6-8%) auf Refinanzierung und Aufstockung der Schulden. Dieses Spiel nähert sich dem Ende. Du kannst einfach keine neuen Hypotheken auf ein zu 100% verschuldetes Haus aufnehmen, wenn dessen Wert sinkt.

Unter dem Strich sind die Amerikaner bereits dabei, ihre Privatschulden abzubauen. Das ist auch ganz vernünftig so. Wenn sie es nämlich nicht tun, gibt es für sie ein Hard-Landing.

Quote:

Im Übrigen hast du doch gesagt, der Dollar würde jetzt in alle Abgründe

fallen und was ist passiert, er ist wieder von 1.20 auf 1.23 gestiegen.

Ich mag nicht Wochen-Schwankungen kommentieren. Ich habe nie behauptet, dass der Absturz des Dollars ohne Korrekturen und in einem Rutsch vonstatten gehen wird.

Quote:

Nun wenn du ein halbes Jahr warten willst, ist der Zug garantiert abgefahren.

Der Dax hat zur Zeit ein rekordtiefes KGV (11),

Rekordtief wäre 5.60, Normal für das Ende eines Bärenmarktes ist 7.0 bis 8.0

KGV11 ist die Zukunftserwartung. Effektiv liegt es um etwa 14, war dem langjährigen fairen Wert entspricht.

Quote:

Ein zuverlässiger Indikator für den weiteren Kursverlauf sind die Insiderkäufe.

Yep, da sind wir uns völlig einig:

Selling of US stocks by company officers, directors and other insiders last month reached the highest level since just before the bursting of the dotcom bubble, data showed. Thomson Financial said insider selling reached a total of $6.1bn in February, the highest since the $9.1bn record set in February 2000.

Quelle: http://delong.typepad.com/sdj/2006/03/andrew_postelni.html

MarcusFabian
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Re: Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

learner wrote:

"New Economy 2.0" nennt es die Deutsche Bank in einer Studie zum langfristigen Trend der Volkswirtschaften rund um die Welt. Schlussfolgerung: Die Weltwirtschaft steht vor einem jährlichen Wachstum zwischen 4,5 und 5 Prozent real (!) und dies für sicher mehr als zehn Jahre.

Die Deutsche Bank ist eine der FED-Banken. Was erwartest Du, dass die Dir erzählen?

Speedy3
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US-Insider

@ Marcus

Dein US-Insider-Verkaufsbericht ist bereits 4 Monate alt, also nicht mehr

zu gebrauchen, da wir im DJIA bereits 700 Punkte Korrektur hinter uns

haben.

Im Weiteren und Allgemeinen: Man kann immer anderer Meinung sein,

die einen sehen ein Glas halbleer an, die anderen halbvoll.

Im bleibe bei der Meinung, dass die Inflation überbewertet wird und

die Unternehmen weiterhin sehr gute Zahlen schreiben.

Texas Instruments ist hier nur das letzte Beispiel..........

09.06.2006

Texas Instruments: Höhere Nachfrage, erhöhte Prognose

DALLAS - Die Nachfrage bei Mobiltelefonen wird in diesem Jahr höher sein als erwartet. Texas Instruments (NYSE: TXN, WKN: 852654) als der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone bekommt dies positiv zu spüren und erhöhte gestern nachbörslich in den USA die Prognose für das laufenden Quartal.

Demnach werde sich der Umsatz im zweiten Jahresviertel zwischen 3,63 und 3,78 Mrd. US-Dollar bewegen. Ursprünglich hatten die Texaner eine Spanne von 3,46 bis 3,75 Mrd. Dollar angegeben. Diese Entwicklung werde sich überproportional auf den Gewinn auswirken. Stellte TI hier ursprünglich 38 bis 43 Cent je Aktie in Aussicht, so soll sich der aktualisierte Wert in einem Spektrum von 46 bis 48 Cent bewegen.

learner
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Re: Globale Tendenz ohne Fehl und Tadel

MarcusFabian wrote:

Die Deutsche Bank ist eine der FED-Banken. Was erwartest du, dass die dr erzählen?

1. Wie kommst du auf diese Aussage?

2. Falls du zeigen kannst, dass die Deutsche Bank eine FED-Bank ist, glaubst du nicht, dass auch das FED darauf angewiesen ist, langfristige Einschätzungen zu erheben? Oder ist das FED eine eigenständige Macht, die das eigene Volk (und damit die eigene Wirtschaft) mit wissentlichen Falschaussagen betrügen will? Wer steckt hinter den Auftraggebern dieser dunklen Macht? Was sind die Motive für den (angeblichen) Betrug?

Es gibt noch Schlimmeres.

TubbelTrader
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Re: Asiatische Wirtschaftskraft

MarcusFabian wrote:

Die Weltwirtschaft besteht für mich hauptsächlich aus Amerika und Europa!

1. China ist der grösste Aussenhandelspartner der USA

2. China ist die "Weltwerkstätte", auch für Unternehmen aus der Schweiz

3. Japan ist der grösste Gläubiger der USA, gefolgt von China

4. 80% aller IT-Waren kommen schon heute aus China & Japan

5. 70% aller Textilien kommen aus Asien, auch da vorallem China

6. Nirgendwo gibt es mehr Informatiker als in Indien

7. in keiner anderen Region der Welt werden mehr Stellen geschaffen

Asien hat doch global gesehen Europa längst hinter sich gelassen und ist noch längst nicht satt, während dem wir in unseren Breitengraden satt vom Erfolg sind und nur noch Besitzstand wahren. Mit dem amerikanischen Pioniergeist konnte Europa noch nie mithalten. Und da soll die Wirtschaftswelt nur aus Europa & Amerika bestehen? Das ist mindestens seit den 80er-Jahren und der japanischen Welle in den Jahren vorbei. Heute würde die Wirtschaft still stehen ohne Asien, weltweit.

tt

Dummheit stirbt nie aus!

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