SNB geht von weiterem Wachstum aus

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28.08.2006 18:57
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SNB geht von weiterem Wachstum aus

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht derzeit keine grosse Inflationsgefahr für die Schweizer Wirtschaft.

«Wir sehen für 2006 und 2007 keine Gefahr für die Preisstabilität», sagte SNB-Direktoriumgspräsident Jean-Pierre Roth am Montag anlässlich einer Rede in Genf. Trotzdem gelte es, vorbereitet zu sein. Die SNB rechne im laufenden Jahr mit einer durchschnittlichen Jahresteuerung von knapp 1,5 Prozent, im kommenden Jahr dürfte ein ähnlicher Wert erreicht werden. Anlässlich ihrer letzten Lagebeurteilung von Mitte Juni hatte die SNB noch für 2006 und 2007 eine Teuerungsrate von jeweils 1,2 Prozent in Aussicht gestellt.

Unveränderte BIP-Prognose

Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft werde zwar in den kommenden Monaten etwas an Dynamik verlieren, so Roth weiter. Für das laufende Jahr gehen die Währungshüter aber unverändert von einem BIP-Wachstum von «gut» 2,5 Prozent aus. 2007 werde die Schweizer Wirtschaft mit einer Rate von ungefähr 2 Prozent wachsen, was Roth zufolge in etwa dem Potenzialwachstum entspricht.

Arbeitslosigkeit unter 3 Prozent

Das starke Wirtschaftswachstum werde sich auch im Arbeitsmarkt niederschlagen. Bis zum Jahresende dürfte sich die Arbeitslosigkeit in der Schweiz auf 3 Prozent zurückbilden; 2007 werde mit einer Rate von unter 3 Prozent die Vollbeschäftigung erreicht sein.

Unsicherheitsfaktoren sind aber vorhanden

Roth ortet in Sachen Inflation gewisse Unsicherheitsfaktoren wie etwa die hohe Volatilität der Energiepreise, die zu einer gewissen Beunruhigung Anlass geben könnten. Das historisch tiefe Niveau an Produktionsreserven sowie geopolitische Konflikte könnten zu einem deutlich Anstieg des Erdölpreis führen und vor allem die bereits sichtbaren Inflationstendenzen jenseits des Atlantiks verstärken, so Roth. Die Gefahr eines Zweitrundeneffektes dort im Falle eines negativen Angebotsschocks sei beträchtlich.

Günstige Faktoren nicht mehr so intensiv

Aber auch in der Schweiz seien die günstigen Faktoren, welche bis dahin negative Auswirkungen der Ölpreishausse auf den Konsumentenpreisindex eingeschränkt hätten - insbesondere der Rückgang bei den Importpreisen und die ungenutzte Produktionsreserven - nicht mehr so intensiv.

Keine Überraschungen erwartet

Dass sich die Wege von Inflation und Konjunktur kreuzen werden, wie das gewisse Kreise behaupten, glaubt Roth aber nicht. Der Weg der Konjunktur scheine ihm wolkenlos und ohne Überraschung auf dieser Etappe. Derjenige der Inflation sei dagegen steiniger und könnte einige Überraschungen bieten. «Wir müssen darauf vorbereitet sein», so der SNB-Chef als Schlussfolgerung. --awp/scc--

---> könnte also neues Jahreshoch geben :D:D:D:D.. mir solls recht sein

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