SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

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23.02.2009 17:46
#1
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

Ich hab's am Freitag schon geschrieben aber das Posting ging verloren. Also nochmals:

Die Schweiz könnte nun aus dieser Krise als Sieger hervorgehen, wenn sie zwei Dinge beachtet:

1.) Franken stabil halten

2.) Bankkundengeheimnis aufrecht erhalten.

Warum?

Es gibt immer noch einen globalen Geldtopf von Sparkapital in Höhe von etwa $40 Billionen. Im Moment ist der Grossteil dieses Geldes in US Treasuries (Marktvolumen 86 Billionen) angelegt. Aber damit ist kein Investor glücklich. Ts werden nur gekauft, weil es keine sicheren Alternativen gibt. Hier ist also eine Marktlücke vorhanden, die die Schweiz schliessen könnte.

Voraussetzung ist, dass wir den Franken stabil halten und uns nicht an der Geld-Druck-Orgie von FED, BoE und anderen beteiligen.

Was würde ich als Chef der SNB also tun?

1. Das Schweizer Gold in Besitz der USA und GB soll sofort in die Schweiz geholt werden. Alles verliehene Gold wird ebenfalls eingefordert.

2. Der Franken wird wieder - wie vor 2000 - partiell an Gold gebunden. Somit signalisieren wir, dass der Franken wieder eine stabile Währung werden wird.

3. Auslandsfilialen in USA und EU von Schweizer Banken werden geschlossen. Somit wird die Schweiz weniger erpressbar.

4. Das Bankkundengeheimnis wird aufrecht erhalten und das auch so kommuniziert.

5. Wir übernehmen den zweiten Glass-Steagall Act, trennen also strikte Geschäftsbanken und Investitionsbanken. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act )

Für die UBS und CS würde das also eine Trennung der beiden Geschäftsbereiche in zwei unabhängige Banken bedeuten.

6. Wir suchen bilaterale Lösungen mit USA/EU, puncto Steuerbetrug.

---

Ich meine, dass das funktionieren würde, um einen Teil des globalen Sparkapitals anzulocken.

Durch eine partielle Goldbindung würde der Franken wieder den guten Ruf als sichere und stabilie Währung zurückerhalten. Allerdings müsste ein Teil der aus dem Geldzufluss anfallenden Gewinne zur Unterstützung der Exportindustrie verwendet werden, denen ein starker Franken natürlich nicht passt. Aber das wäre auf alle Fälle billiger als der aktuelle bailout der UBS.

Über kurz oder lang wird es ohnehin eine Komplettrenovation des Finanzsystems geben. Vielleicht sogar ein neues System. Wer als erster eine saubere, sichere und vertrauenswürdige Lösung anbieten kann, hat einen entsprechenden Marktvorteil.

Jedenfalls besser als im Schatten von FED und EZB jeden Stuss, der uns vorgebetet wird, nachzumachen.

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15.12.2009 03:49
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

Hier gings eigentlich nur um den Goldstandard. Ich wäre froh wenn wir nun diesen thread nicht mehr benutzen, dafür haben wir schon einen Goldthread. Sonst heissts ich hätte einen Doppelthread gestartet. Wink

Danke für Deine Erklärung wegen Handelsüberschuss in den USA, Marcus. Dieses Problem scheinen wir dieses Mal nicht zu haben bei der ganzen Gelddruckerei!

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

14.12.2009 16:09
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Keine Ahnung, was "Kindsvermögen" ist und wie es geschützt ist. Meine Tochter hat sowas nicht. Bzw. die hat ein Bankkonto.

14.12.2009 14:09
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

@MF

jetzt kapier ich's...super. Ich habe nochmals eine Frage. Meine Tochter hat ja "Kindsvermögen" in Bargeld, wenn ich da hin gehe und sage, dass ich damit physisches Gold kaufen möchte, kriege ich vermutlich ein Problem, da das "Kindsvermögen" ja geschützt ist. Gibts von dem her noch eine andere Möglichkeit?

14.12.2009 14:04
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Wir können es ja mal an einem Beispiel durchrechnen:

Gehen wir davon aus, dass es ähnlich wie in Deutschland 1945 bzw. Nordkorea heute eine Abwertung geben wird.

Nennen wir die neue Währung mal Taler. Gehen wir auch davon aus, dass die Geldmenge auf 1/10 reduziert und eine 40% Golddeckung eingeführt wird.

Für die ersten Fr. 1000.- kriegst Du 100 Taler. Für jeden weiteren Franken nur 1/100 Taler.

Ansonsten wird nach der Umstellung alles um Faktor 10 runtergerechnet. Du verdienst also nicht mehr Fr. 6000 pro Monat sondern Taler 600 und die Miete kostet nicht mehr Fr. 1550 sondern 155 Taler. Soweit so klar?

Nun hast Du ein Vermögen von Fr. 100'000.

Für die ersten Fr. 1000 kriegst Du 100 Taler, für die restlichen Fr. 99000 kriegst Du 990 Taler. Du hast nach der Umstellung also ein Vermögen von 1090 Talern.

Nun dasselbe Spiel mit Gold:

Für Dein Vermögen von Fr. 100'000 hast Du 3kg Gold gekauft.

Nach der Umstellung beträgt der Goldpreis (s. letztes Post) Fr. 4440/oz bzw. 444 Taler/oz oder 15'661 Taler pro kg.

Nach der Umstellung haben Deine 3kg Gold also einen Wert von 46'984 Talern.

Somit stehts Du unter dem Strich 40 mal besser da als jemand, der denselben Frankenbetrag in Bargeld gehalten hat.

14.12.2009 13:26
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Gold wird nicht in Franken und Dollar bewertet.

Dollar und Franken haben einen Wert in Gold!

Und das wird mit einer neuen Währung ganz genau so sein.

Schlussendlich interessiert Dich doch nur, wieviele Geld-Einheiten Du pro Monat verdienst, und wieviel Du davon für Miete, Lebensmittel etc. ausgeben muss. Du wirst in einer neuen Währung ebenso eine gewisse Kaufkraft haben wie in der alten. Das ist nicht das Problem.

Das Problem ist die Umstellung von alter zu neuer Währung. Währungsreformen sind immer mit einem Verlust des Barvermögens verbunden. Siehe Beispiel Nordkorea.

http://www.wahrheiten.org/blog/2009/12/14/was-passiert-bei-der-kommenden...

Sachwerte können Dich über diese Umstellung ohne Kaufkraftverlust ohne Vermögensverlust retten.

Um also Deine Frage zu beantworten: Den Goldpreis in der neuen Währung bestimmt - grob - die Geldmenge der neuen Währung sowie die Frage, ob und zu welchem Grad diese neue Währung mit Gold gedeckt ist.

Beispiel:

Gehen wir von einer sinnvollen Golddeckung von 40% aus. Das lässt nämlich der ZB auch ein bisschen Luft, kurzfristig zu inflationieren, um eine Krise besser zu meistern.

In der Schweiz sind 370 Mrd. Franken im Umlauf. Dem stehen 945t Gold gegenüber. Bei einer Golddeckung des jetzigen Franken von 40% errechnet sich ein Unzenpreis von Fr. 4440/oz.

Mal angenommen, die neue Währung wird im Verhältnis 1:10 gedruckt. Also nur 37 Mrd Geldmenge. Dann ergäbe sich ein neuer Preis von 444/oz.

14.12.2009 07:05
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@MF

Gestern abend ist mir noch eine Frage in den Sinn gekommen, die mich nicht loslässt.

Jetzt angenommen, ich habe 1 kg golg physisch und das Finanzsystem kollabiert, wer bestimmt denn, wieviel ich dann in der neuen währung für dieses Gold bekomme? Im moment wird ja Gold in Dollar oder Franken bewertet, nach was wird es bewertet, wenn es kein Papiergeld mehr gibt?

14.12.2009 04:20
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In diesem interessanten Artikel steht auch die Begründung dafür, warum Gold für die Depression nach 1929 verantwortlich gemacht wird:

Quote:

Ein Defizitland, das fortgesetzt Gold verlor,

war über kurz oder lang zu einer Reduktion der Geldmenge

gezwungen. Für ein Überschussland, das Goldzuflüsse

hatte, gab es hingegen keinen entsprechenden

Zwang, die Geldmenge steigen zu lassen.

Und genau in diesem zweiten Satz liegt der Hund begraben: Die USA hatten grosse Handelsüberschüsse. Es floss also Gold ins Land. Die FED hat es nun versäumt, die Geldmenge entsprechend zu steigern, um die Parität aufrecht zu erhalten. Deshalb als Folge die Geldknappheit (aber keine Goldknappheit)!

Hätte die FED die Geldmenge entsprechend der Goldmenge erhöht (aber bitte nicht darüber hinaus!) hätte der Goldstandard weiterhin funktioniert wie in den 130 Jahren zuvor.

14.12.2009 02:14
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Goldstandard

Die Grundidee eines internationalen Goldstandards besteht darin, dass jedes Land sich dazu verpflichtet, Gold zu einem festen Preis gegen eigene

Währung zu kaufen und zu verkaufen. Damit hält es den Goldpreis und indirekt auch die Wechselkurse zu den anderen Währungen stabil. Bei einem Ungleichgewicht zwischen zwei Ländern wirken Goldzu- und -abflüsse als Stabilisator. Falls ein Land beispielsweise ein über dem Potenzial liegendes Wirtschaftswachstum und steigende Preise aufweist, so verschlechtert sich die Ertragsbilanz dieses Landes und Gold fliesst ins Ausland ab. Als Folge davon sinkt auch die Geldmenge, was die Zinssätze erhöht und Druck auf die Produktion und die Preise auslöst. Im Ausland hingegen steigt mit den Goldzuflüssen die Geldmenge, so dass dort die Produktion und die Preise anziehen. Der Goldmechanismus sorgt also automatisch dafür, dass die Stabilität wiederhergestellt wird.

http://www.snb.ch/de/mmr/reference/quartbul_2003_2_goldstandard/source

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

25.02.2009 22:45
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

da dacht ich mir doch, dass dies den mf freuen wird:

[img]http://api.ning.com/files/FCU6oERxv0-hW6g3sCcwAW9aDGZ1gWWLd58dD7TH*A4Byv...

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

24.02.2009 17:12
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noch was für goldbugs:

tocino wrote:

apropos währungsreform und goldstandard, wenn es jemanden interessiert, schaut das buch mal an hier:

[url]http://www.amazon.de/Verschwörung-hinter-Kulissen-Privatbankier-Schweiz/dp/3930219549[/url]

zudem interview mit dem autor:

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=180

24.02.2009 14:29
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Goldpreis

CrashGuru wrote:

Ja, gibt es denn Unzen in CHF....... Goldfixing in CHF......

Goldpreis international in allen Währungen runter oder rauf nur in CHF bleibt er stabil?

Du sprichst von der Staatsgeld Theorie, wonach es der Staat ist, der dem Gold ein Preisschild aufkleben kann. Aber so ist es nicht.

Aus dem Goldthread vom November 2008:

MarcusFabian wrote:

Vielleicht ganz interessant, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, was Gold eigentlich ist. Nein, nicht physisch sondern welche Bedeutung es für uns hat.

Darüber gibt es nämlich einige hochinteressante und gegenläufige Theorien:

Staatsgeld Theorie

Diese Theorie besagt, dass es jeweils der Staat ist, der bestimmt, welches Geld er akzeptiert oder nicht. Anders ausgedrückt: In welcher Währung man die Steuern zahlen kann.

In einem Goldstandard kann man seine Steuern wahlweise mit der goldgedeckten Währung oder auch mit physischem Gold bezahlen. Da mittlerweile aber alle grossen Länder den Goldstandard abgeschafft haben, ist dies nicht mehr möglich. Entsprechend ist Gold kein Geld mehr und wird nicht zum Cash-Bestand gezählt. Wer Geld braucht und Gold besitzt, wird dieses verkaufen müssen. Auch die Kassiererin in der Migros will Franken und keine Krüger Rand als Bezahlung.

Es ist somit dem Staat überlassen, wie hoch (und ob überhaupt) er Gold bewerten will.

Commodity Theorie

Auch hier ist Gold nicht gleich Geld. Gold ist ein Rohstoff wie jeder andere auch. Eigentlich sogar noch weniger, denn alle Rohstoffe, von Aluminium bis Zypressenholz werden produziert, um sie zu verbrauchen. Bei Gold ist das anders. Gold wird nicht verbraucht. Es ist praktisch alles Gold, noch vorhanden (Barren, Schmuck, Münzen), das jemals von der Menschheit produziert wurde.

Nach der Commodity Theorie hat Gold also überhaupt keinen Wert.

Währungs Theorie

Die Goldbugs - und dazu zähle ich mich auch - betrachten Gold als Währung.

Nicht ganz unbegründet, wenn man bedenkt, dass Gold auch 5000 Jahre lang Währung war. Die historisch gesehen kurzen Abschnitte von meist 20-30 Jahren, in denen versucht wurde, reine, ungedeckte Papierwährungen (fiat money) zu implementieren, die allesamt kläglich gescheitert sind, sind in der Geschichte nur jeweils kurze Episoden.

Zur Staatsgeld-Theorie: Hier wird das Pferd von hinten aufgezäumt. Es war nie so, dass die Staaten dem Gold ein Preisschild aufgeklebt hatten sondern genau umgekehrt: Der Wert und das Vertrauen in eine Währung wurde vom Gegenwert in Gold bestimmt.

Zur Commodity Theorie: Wenn Gold keinen praktischen Nutzen hat, warum wird es dann mit viel Aufwand gefördert? Der einzige Nutzen, den Gold hat ist die Akkumulation also die Werterhaltung. Macht das Gold nicht automatisch zu Geld?

http://www.cash.ch/node/200#comment-58451

24.02.2009 14:26
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Jemand muss nur den Stein lostreten :twisted:

24.02.2009 14:19
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Re: UBS

hugo wrote:

Dann setze ich doch lieber den CHF in Relation zur Wirtschaftsleistung der Schweiz.

Auch das wäre möglich. Nur ist die Wirtschaftsleistung nicht so einfach messbar. Wenn sie es wäre, wäre es sicher besser als Goldstandard.

Egal was wir tun: Wir müssen für die Zukunft eine Mechanik finden, die es den Zentralbanken verbietet, beliebig neues Papier zu bedrucken.

hugo wrote:

Bei einem Konkurs der UBS würde die Schweiz das Vertrauen der ausländischen Investoren total verlieren.

Nicht die Schweiz. Nur die UBS.

Ginge die UBS in Konkurs hätte das wohl Signalwirkung auf andere Länder/Banken. Der UBS würden weltweit Banken ins Grab folgen. Deutschland beispielsweise würde die HRE nicht weiter halten etc.

Nur stünde dann die Schweiz als Land noch relativ gut - weil wenig verschuldet - da. Ausserdem haben wir immer noch einen hohen Goldanteil pro Kopf der Bevölkerung.

Anders ausgedrückt: Unter all den bankrotten Staaten weltweit wären wir der am wenigsten benkrotte und somit relativ einer der "besten".

24.02.2009 12:10
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learner wrote:

PowerDau wrote:
Von wo kommt dieses Umdenken?

Scheint's, dass ich nicht an Meinungen hänge, sondern sie wieder anpasse.

Yes Learner, ready for CHANGE!

Dein Statement gefällt mir, man muss mit Veränderungen umgehen können und sonst wird man untergehen!

24.02.2009 10:09
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Re: UBS

MarcusFabian wrote:

CrashGuru wrote:

Da Gold international in US$ gehandelt wird, heisst das faktisch, dass der CHF an den Dollar gebunden wird?!

Gold wird in jeder Währung gehandelt. Der Franken würde nur an den Dollar gebunden, wenn auch der Dollar an Gold gebunden würde. Ist er aber nicht.

Ja, gibt es denn Unzen in CHF....... Goldfixing in CHF......

Goldpreis international in allen Währungen runter oder rauf nur in CHF bleibt er stabil?

Interessantes Szenario. Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Und wem hilfts? Evtl. könnte so die invlationäre Geldentwertung etwas abgemildert werden (partielle Anbindung) aber sonst?

Aber bitte, bin gern bereit für Erklärungen!

N.B. wäre eigentlich einem Goldstandard gegenüber positiv. Aber der wird ja scheinbar weltweit von Experten abgelehnt

24.02.2009 09:29
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PowerDau wrote:

Von wo kommt dieses Umdenken?

Scheint's, dass mich ein Artikel erbost hatte, und ich einen anderen gut fand...

Scheint's, dass ich an einem Tag pathetisch bin und an einem anderen Tag sachlich.

Scheint's, dass ich nicht an Meinungen hänge, sondern sie wieder anpasse.

Gewägt, gewogen und zu leicht gefunden.

Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: ,,Sie haben sich gar nicht verändert." ,,Oh!" sagte Herr K. und erbleichte.

Brecht

Es gibt noch Schlimmeres.

24.02.2009 09:23
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PowerDau

Ich finde es Verantwortungslos, irgendwelche Quacksalber als Experten zu definieren!

Nur weil einer an einer Universität unterrichtet und ein Prof. Titel besitzt, ist dieser noch lange kein Experte. Dies sollte eigentlich auch mal jedem klar werden!

Ich finde Blocher ein guter Wirtschaftsexperte, was ich von Prof. Geiger nicht sagen kann!

Diva

24.02.2009 09:19
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learner wrote:

MarcusFabian wrote:
hier wird zum Glück bisher nicht über UBS sondern über Goldstandard und SNB-Politik diskutiert.)

Ja, und insgesamt geht es um das hochbrisante Bankgeheimnis. Soll dieser Thread auch dazu dienen, das Dafür und Dawider zu diskutieren.

Noch diesen Artikel heute im TA gefunden, der darüber Auskunft gibt, was die Abschaffung des Bankgeheimnisses für Konsequenzen hätte für den Schweizer:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/1000-F...

@ Learner

Vor kurzem fandest du noch, man sollte den Tagi boykottieren und jetzt bringst du Zitate aus dem Tagi. :roll:

Von wo kommt dieses Umdenken?

Zitat Learner:

Ich finde es jedenfalls vom Tagi verantwortungslos, einen solchen Artikel zu bringen, ohne Einschätzungen von angesehenen Experten beizufügen. Die Zeitung gehört boykottiert. So krass auf die emotionale Kerbe haut nicht mal der Blick. Auf die Spitze getrieben kann solche News-Erstattung bis zum Crash führen.

24.02.2009 09:17
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learner

Ich bin natürlich voll für das Bankgeheimnis.

Jedoch muss auch gesagt werden, das Bankgeheimnis schafft uns Wohlstand, wir sind schon dafür. - Aber betrachtet man die Geldflüsse so bemerkt am wer das Geld bei uns Lagert. Es muss auch erwähnt sein, dass das Bankgeheimnis jeden Kriminellen schütz, der es schafft, seine aktivität zu verbergen! Dies sollte jedem Schweizer bewusst sein.

Ich denke dan an den Illegalen Organhandel Umsatz rund 70 Mia. Dollar! Diese Geld lager nicht auf den Cayman Island sondern in der Schweiz! Ich finde es fahrlässig wie bis anhin mit unserer heiligen Kuh umgegeangen sind. Wir nahmen was wir kriegen konnten, ohne zu Fragen von wo das Geld kam.

Bevor man das Bankgeheimnis neu definiert, sollte zuert mal ein Leitbild dafür entstehen, mit Werten an die sich die Herren Banker halten müssten. Danach sollte man das Juristische klären, und zu guter letzt das Ausland informieren, bestimmt nicht verhandel! Wer verhandelt, verliert! Der freie Markt wird es richten.

Diva

24.02.2009 09:01
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MarcusFabian wrote:

hier wird zum Glück bisher nicht über UBS sondern über Goldstandard und SNB-Politik diskutiert.)

Ja, und insgesamt geht es um das hochbrisante Bankgeheimnis. Soll dieser Thread auch dazu dienen, das Dafür und Dawider zu diskutieren.

Noch diesen Artikel heute im TA gefunden, der darüber Auskunft gibt, was die Abschaffung des Bankgeheimnisses für Konsequenzen hätte für den Schweizer:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/1000-F...

Es gibt noch Schlimmeres.

24.02.2009 07:17
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Re: UBS

MarcusFabian wrote:

hugo wrote:

Würde man z.B. nur 10% des Franken an Gold binden, würde eine Unze Fr. 1200 kosten. Das tut sie heute bereits.

Was nützt eine Anbindung der Währung von 10% an Gold, damit kann sich der CHF immer noch um 90% abwerten und erst dann erst hätte er einen entsprechenden Gegenwert. Dann setze ich doch lieber den CHF in Relation zur Wirtschaftsleistung der Schweiz.

MarcusFabian wrote:

Dann lassen wir den Laden einfach Konkurs gehen. Dann kostet er uns gar nichts mehr.

Schmink Dir ab, dass das Volk für Schäden marroder Firmen im Ausland geradestehen muss. Das ist bei allen normalen Firmen ja auch nicht so. Das Volk muss nur indirekt geradestehen, indem es ehemalige Mitarbeiter einer Pleitefirma temporär via ALV durchfüttert bis sie wieder eine Arbeit gefunden haben.

Bei einem Konkurs der UBS würde die Schweiz das Vertrauen der ausländischen Investoren total verlieren. Das Geld würde abgezogen, da die Schweiz es nicht verhindern wollte, das eine ihrer Banken bankrott geht. Die CS würde wahrscheinlich Staatshilfe benötigen bzw. die Schweiz müsste bei der EU anklopfen. Die verwalteten Vermögen von ausländischen Investoren sind im 2008 um 30% bei den Schweizer Banken zurück gegangen - durch Abzüge und Kursverluste.

24.02.2009 02:22
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Re: UBS

Engelchen wrote:

....übrigens werde ich die Amis nicht mehr besuchen, (Boykott), :shock:

auch die Einreisebestimmungen sind unter der Gürtellinie, bald müssen wir noch die

Unterhosen runterlassen !! :mrgreen:

Gruss Engelchen

Apropo Hosen runter!

Quote:

Swiss-Pilot liess die Hose herunter

18.02.2009

Im Zorn über eine Kontrolle hat ein Pilot der Swiss am London City Airport gegenüber Sicherheitsleuten die Hose hinunter gelassen. Die Passagiere der Swiss-Maschine mussten daraufhin zwei Stunden warten.

«Wollen Sie das durchsuchen?», rief der Pilot gemäss einem Bericht der Zeitung «The Sun», nachdem er die Hose hinunter gelassen hatte. Sein Flug musste daraufhin gestrichen werden, weil die Polizei gerufen wurde, um ihn zu vernehmen. Verhaftet wurde er allerdings nicht.

http://tinyurl.com/cbohyb

23.02.2009 23:58
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

MarcusFabian wrote:

In eigener Sache:

Jetzt hab' ich dummerweise einen zweiten UBS Thread eröffnet, obschon sich herausgestellt hat, dass das gar nicht nötig war (Seite 1000 funktioniert doch).

Nun ja, eine Chance, den Fehler gut zu machen habe ich noch: Denn hier wird zum Glück bisher nicht über UBS sondern über Goldstandard und SNB-Politik diskutiert.

Entsprechend benenne ich den Thread einfach um Wink

Meiner Meinung nach wäre ein neuer Thread ok. Der Thread ist dann schneller und der Load average des cash.ch Servers eventuel tiefer (gab ja immer wieder Probleme in den letzten Tagen).

Die Board Software ist in php und wahrscheinlich mysql, zählen und sortieren sind besonders langsam. But it's up to you and the mods.

23.02.2009 23:49
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

In eigener Sache:

Jetzt hab' ich dummerweise einen zweiten UBS Thread eröffnet, obschon sich herausgestellt hat, dass das gar nicht nötig war (Seite 1000 funktioniert doch).

Nun ja, eine Chance, den Fehler gut zu machen habe ich noch: Denn hier wird zum Glück bisher nicht über UBS sondern über Goldstandard und SNB-Politik diskutiert.

Entsprechend benenne ich den Thread einfach um Wink

23.02.2009 23:47
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Re: UBS

CrashGuru wrote:

Da Gold international in US$ gehandelt wird, heisst das faktisch, dass der CHF an den Dollar gebunden wird?!

Gold wird in jeder Währung gehandelt. Der Franken würde nur an den Dollar gebunden, wenn auch der Dollar an Gold gebunden würde. Ist er aber nicht.

23.02.2009 23:44
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Re: UBS

hugo wrote:

Was meinst du unter partiell an Gold binden? Weist du wieviel die Geldmenge M1 M2 und M3 in der Schweiz beträgt?

Ja, zumindest so ungefähr:

Die Geldmenge liegt gemäss SNB (Ende 2006) bei etwa Fr. 300 Mrd. Heute vermutlich wegen der Gelddruckerei eher in der Gegend von 400 Mrd.

Per Ende 2007 wies die SNB Goldreserven von 1145t aus. Die Verleihquote wird mit 12.2% angegeben. Physisch verbleiben also ca 1000t.

Zieht man die Goldverkäufe 2008 ab und geht man von einer gleichbleibenden Verleihquote von 12.2% aus, kommen wir per dato auf physische Goldbestände von 945 Tonnen.

Bei einer Geldmenge von 300 Mrd ergibt sich also (300'000'000'000 / 945'000 = ) ein Kilopreis von Fr. 317'400 (Fr. 9000/oz)

Bei einer Geldmenge von 400 Mrd entsprechend Fr. 423'000/kg

(Fr. 12'000/oz)

Würde man z.B. nur 10% des Franken an Gold binden, würde eine Unze Fr. 1200 kosten. Das tut sie heute bereits.

hugo wrote:

Zudem hat der Goldpreis eine gewisse Korrelation zum USD, da das Gold in USD gehandelt wird.

Diese Aussage ist falsch! Gold hat keine Relation zum Dollar. Der Dollar hat höchstens noch einen Wert in Gold.

Gold bestimmt den Wert eine Papier-Währung. Nicht umgekehrt!

hugo wrote:

Zudem kann nicht einfach die UBS in den USA geschlossen werden. Mann könnte sie versuchen zu verkaufen, aber zu welchem Preis? Gemäss Bundesrat Merz würde die Insolvenz der UBS die Schweizervolkswirtschaft bis zu CHF 300 Mrd. kosten.

Dann lassen wir den Laden einfach Konkurs gehen. Dann kostet er uns gar nichts mehr.

Schmink Dir ab, dass das Volk für Schäden marroder Firmen im Ausland geradestehen muss. Das ist bei allen normalen Firmen ja auch nicht so. Das Volk muss nur indirekt geradestehen, indem es ehemalige Mitarbeiter einer Pleitefirma temporär via ALV durchfüttert bis sie wieder eine Arbeit gefunden haben.

hugo wrote:

Es nützt nichts wenn beispielsweise Ecuador ein Bankkundengeheimnis hätte. Niemand würde sein Geld dort längerfristig anlegen wollen.

Ecuador hat erstens keine Stabile Währung (die Schweiz mit Goldbindung schon) und zweitens keine langjährige Erfahrung im Finanzwesen.

Es werden sowieso einige Grossbanken weltweit Pleite gehen. Warum nicht den Anfang machen und als erster die Sache hinter sich gebracht haben?

hugo wrote:

Warum sollten die USA/EU noch irgendein Interesse haben, dass die Schweiz als Hort von Steuerflüchtigen zu erhalten?

Mich interessiert überhaupt nicht, welche Interessen Politiker in USA/EU haben. Interessant sind die Bürger, die Sparkapital sicher anlegen wollen. Etwas, was ihre Länder eben nicht mehr bieten. GB steht da ganz vorne!

hugo wrote:

Viele haben es noch nicht begriffen, die Zukunft des Finanzsystems liegt in den Händen der USA (ein wenig auch EU)

Falsch: Sie liegt in den Händen von Bürgern, die ihr Kapital dem anvertrauen, der die besten Aussichten hat, es sicher zu vermehren.

Es ist ein freier Markt. Die Dominanz der USA kannst Du für die nächste Runde vergessen. Die Amis haben sich für zwei Generationen den Ruf als sicherer Hafen ruiniert!

23.02.2009 23:42
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

Hee, die UBS ist nicht die einzige, die Kundengelder verliert. Die Kunden brauchen ihre Gelder um die eigenen Kredite zurückzubezahlen ;-)...

23.02.2009 23:36
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verstaatlichung

http://www.20min.ch/finance/news/story/-Einige-Banker-rechnen-mit-Versta...

Wieviel wird der Staat für die Aktie wohl blechen?

Goldman Sucks !

23.02.2009 23:25
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

T15 wrote:

@mf

darf ich deinen beitrag benutzten und meinem manager zeigen?? Wink

Aber immer Wink

23.02.2009 23:22
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SNB - Goldstandard - (ehem. Thread UBS(2))

Ganz interessanter Artikel zu Dubai.

http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTICLE/7010/2009-02-23.html

Warum ich ihn hier im UBS-Thread verlinke?

Ganz einfach, es geht um diesen Schluss-Satz:

Zudem komme Dubai künftig auch als Finanzmetropole weiterhin eine besondere Stellung zu. "Je stärker das Bankgeheimnis in Europa unter Druck gerät, desto mehr wird ein Finanzplatz abseits des Einflusses von Europa und den USA gesucht", schließt Albeseder.

Das wäre - wie erwähnt - die Chance, die sich auch für die Schweiz bieten würde.

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