Straumann

 

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Hat Straumann ein ernstes

Hat Straumann ein ernstes Margenproblem?

Der Dentalimplantatehersteller Straumann wächst auch im Schlussquartal kräftig. Doch das Wachstum hat seinen Preis, was auf die Margen drückt. Noch weiss sich die Aktie vorbörslich zu behaupten.

Aktualisiert um 08:06

Von Lorenz Burkhalter

Der Dentalimplantatehersteller Straumann wächst auch im Schlussquartal letzten Jahres kräftig. Ergänzende Firmenübernahmen und Währungseffekte ausgeklammert, liegt der Umsatz gut 17 Prozent über Vorjahr. Damit werden die bei 16 Prozent liegenden Analystenschätzungen übertroffen.

Allerdings kommt das Wachstum das Unternehmen immer teurer zu stehen. Folglich hinken sowohl der operative Gewinn (EBIT) als auch der Reingewinn der Umsatzentwicklung hinterher. Beim Reingewinn werden die durchschnittlichen Erwartungen sogar klar verfehlt.

Das hat auch Folgen für die Ausschüttungspolitik, schüttet Straumann für das vergangene Jahr mit 5,75 Franken je Aktie doch weniger als gedacht aus.

Noch weiss sich die Straumann-Aktie zu behaupten. Zur Stunde notiert sie im vorbörslichen Handel von Julius Bär bei 969 Franken und damit in etwa auf dem Schlussstand vom Vortag. Das bisherige Rekordhoch geht auf Mitte Januar zurück und liegt bei knapp 1028 Franken.

Stapelt das Unternehmen absichtlich tief?

Nicht nur die Margenentwicklung sorgt für heisse Diskussionen. Dasselbe lässt sich auch von den Zielvorgaben für das angelaufene Geschäftsjahr behaupten. Straumann rechnet mit einem im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegenden organischen Umsatzwachstum und einer stabilen operativen Marge (EBIT).

Einige Analysten hatten im Vorfeld der Jahresergebnisveröffentlichung zwar bereits mit eher vorsichtig gehaltenen Zielvorgaben gerechnet. Allerdings liegen die durchschnittlichen Erwartungen (organisches Umsatzwachstum von knapp 15 Prozent, Verbesserung der operativen Marge um 60 Basispunkte) klar darüber.

Beobachter schliessen nicht aus, dass das Unternehmen angesichts des Coronavirus-Ausbruchs im Schlüsselmarkt China absichtlich tiefstapelt. Das hohe Kurs- und Bewertungsniveau der Straumann-Aktie lasse jedoch keinerlei Enttäuschungen zu, so lautet der Tenor. Die Aktie konnte alleine seit Anfang 2019 um fast 60 Prozent zulegen und weist mittlerweile ein Kurs-Gewinn-Verhältnis für das kommende Jahr von 31 auf.

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Was ist bloss mit der

Was ist bloss mit der Straumann-Aktie los?

Mit der Straumann-Aktie liess sich in den letzten Jahren viel Geld verdienen. Doch nun krankt sie an einer mysteriösen Kursschwäche. cash begibt sich auf die Suche nach den Gründen.

20.03.2020 08:19

Von Lorenz Burkhalter

Der Dentalimplantatehersteller Straumann gilt als einer der Börsenüberflieger der letzten Jahre. Die Aktionäre konnten ihren Einsatz vermehrfachen. Seit wenigen Wochen bietet sich ihnen allerdings ein ungewohntes Bild: Die Kurse fallen und fallen. Alleine am gestrigen Donnerstag ging es für die Aktie um gut 9 Prozent nach unten. Und das, obschon die hiesigen Aktienindizes im späten Handel kräftig zulegen konnten.

Bei den Aktionären macht sich zunehmend Ratlosigkeit breit, was man diesen nicht verübeln kann. Schliesslich trennen die Aktie mittlerweile doch fast 50 Prozent vom Rekordhoch von Mitte Februar bei 1065 Franken.

Mit der Kurszielreduktion auf 900 (zuvor 1045) Franken durch Vontobel alleine lässt sich die Kursschwäche der letzten Tage nicht erklären. Schliesslich rät die Zürcher Bank auch weiterhin zum Kauf der Aktie.

Tagesgeschäft doch nicht ganz so konjunkturunabhängig?

Vielmehr floss noch bis vor wenigen Wochen viel Geld in den europäischen Medizinaltechniksektor. Gerade amerikanische Grossinvestoren suchten Zuflucht in diesem weitestgehend von der Wirtschaftsentwicklung unabhängigen Titelsegment. Nach dem Börseneinbruch fliessen diese Gelder nun vermehrt wieder ab. Gleichzeitig ziehen Anleger Gelder aus Nebenwertefonds ab. Darunter leidet indirekt auch die Aktie von Straumann.

Gleichzeitig setzt sich die Erkenntnis durch, dass sich das Unternehmen aus Basel dem schwierigen Wirtschaftsumfeld womöglich doch nicht ganz entziehen kann. Da die meisten Zahnreparaturen und -korrekturen sind nicht zeitkritisch sind, entscheidet nicht zuletzt auch die Konsumentenstimmung darüber, in welche Richtung sich das Tagesgeschäft entwickelt.

Seit einigen Wochen ist die Straumann-Aktie nicht mehr wiederzuerkennen (Quelle: www.cash.ch)

Mitte Februar zeigte sich Straumann noch zuversichtlich, den Umsatz in diesem Jahr aus eigener Kraft im niedrigen zweistelligen Bereich steigern zu können. Schon damals warnte man jedoch, dass der Coronavirus-Ausbruch in China den Umsatz im ersten Quartal um bis zu 30 Millionen Franken schmälern könnte. Damals beschränkte sich der Ausbruch allerdings bloss auf einige chinesische Metropolen wie etwa Wuhan. Seither überstürzen sich die Ereignisse. Der Ausbruch wächst zu einer weltweiten Pandemie heran – mit all ihren wirtschaftlichen Folgen.

Banken bleiben mehrheitlich optimistisch

Erst vor wenigen Tagen stufte die Zürcher Kantonalbank die Straumann-Aktie deshalb von "Übergewichten" auf "Marktgewichten" herunter. Das Coronavirus werde der guten Geschäftsentwicklung vorübergehend ein Ende bereiten. Man gehe davon aus, dass in den nächsten Wochen Zahnarztbesuche auf der ganzen Welt aufgeschoben würde, so lautete die Begründung.

Dennoch halten andere Banken vorerst an ihren Kaufempfehlungen fest. Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP zufolge raten acht von 15 Banken zum Kauf der Aktie. Das kommt nicht von ungefähr, liegt das durchschnittliche Kursziel mit 978 Franken doch um mehr als 70 Prozent über dem Schlussstand vom Donnerstag.

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Straumann kippt Ziele für

Straumann kippt Ziele für 2020 - Umsatzprognose verfehlt

Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im ersten Quartal in einem rückläufigen Umsatz zu spüren bekommen.

30.04.2020 07:35

Angesichts der vielen Unwägbarkeiten kippt das Management die bisherigen Jahresziele 2020. Konkret nahm der Umsatz in den ersten drei Monaten 2020 um 4,0 Prozent auf 357,3 Millionen Franken ab. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, betrug der Rückgang 1,4 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz lag damit unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt (AWP-Konsens) mit 367,5 Millionen gerechnet hatten.

Am stärksten schrumpfte der Umsatz in der Region Asien/Pazifik, wo Covid-19 zuerst ausbrach. Dort nahm er um 25,5 Prozent (organisch -22,1 Prozent) auf 53,5 Millionen Franken ab. Auch in Lateinamerika reduzierte sich der Absatz in Schweizer Franken um 12,0 Prozent auf 26,0 Millionen, was aber auf negative Währungseffekte zurückzuführen ist. Organisch resultierte ein Plus von 7,2 Prozent.

Eine leichtes Plus von 0,9 Prozent auf 162,2 Millionen verzeichnete dagegen die gemessen am Umsatz grösste Region EMEA und auch in Nordamerika (+4,9 Prozent auf 115,7 Millionen) nahmen die Verkäufe zu.

Umsatz- und Gewinnprognosen nicht mehr gültig

Das erste Quartal 2020 habe für Straumann zwar vielversprechend begonnen, heisst es weiter. Der solide Wachstumstrend der vergangenen Quartale habe sich fortgesetzt. Doch im Zuge der Verbreitung des Coronavirus von Asien nach Europa sowie Nord- und Lateinamerika mussten die Zahnarztpraxen ihren Betrieb grösstenteils einstellen.

Obwohl nun die Märkte in Südkorea und China wieder aktiv seien und die ersten europäischen Länder damit beginnen, den Lockdown aufzuheben, würden die Beschränkungen in anderen Schlüsselmärkten weiterhin bestehen bleiben, so Straumann weiter.

Die Auswirkungen hiervon, welche am Ende des ersten Quartals sichtbar wurden, dürften auch im zweiten Quartal spürbar bleiben und würden es verunmöglichen, die ursprüngliche Jahresprognose der Gruppe zu erreichen. Angesichts der Corona-bedingten aktuellen Unsicherheit zieht die Gruppe ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2020 deshalb zurück.

Noch im Februar hatte sich das Unternehmen ein organisches Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich für das Gesamtjahr zum Ziel gesetzt, allerdings unter Ausklammerung der Auswirkungen der Covid-19-Krise.

(AWP)

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Straumann streicht fast zehn

Straumann streicht fast zehn Prozent der Stellen

Der Zahnimplantate-Hersteller will mit dem Abbau von 660 Stellen die Kosten senken.

14.05.2020 07:43

Mit der Streichung von rund neun Prozent der insgesamt 7680 Jobs peile der Weltmarktführer im laufenden Jahr Einsparungen im hohen zweistelligen Millionen-Franken-Bereich an.

Angesichts der Pandemie würden zahnmedizinische Wahleingriffe aufgeschoben. Zudem würden sich die Konsumenten nun möglicherweise für kostengünstigere Behandlungen entscheiden. Die Gruppe, die in den letzten Jahren stark gewachsen war, müsse damit rechnen, dass der Umsatz über einen längeren Zeitraum hinweg niedriger bleiben werde. 2019 setzte das Basler Unternehmen 1,6 Milliarden Franken um.

(Reuters)

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Späte Einsicht einer US-Bank

Späte Einsicht einer US-Bank beim Börsenüberflieger Straumann

Straumann blickt auf wachstumsreiche Jahre zurück. Doch nun werden vermehrt Zweifel laut, dass der Dentalimplantatehersteller nicht länger an bisherige Erfolge anknüpfen kann. Eine weitere Bank zieht Konsequenzen.

10.06.2020 08:15

Von Lorenz Burkhalter

Noch bis vor wenigen Monaten galten die Aktionäre des Dentalimplantateherstellers Straumann als erfolgsverwöhnt. Prozentual zweistellige Wachstumsraten waren an der Tagesordnung. Und dennoch übertraf der Weltmarktführer aus Basel die jeweiligen Analystenschätzungen regelmässig.

Doch seit das Coronavirus von China aus um die Welt geht, präsentiert sich den Aktionären ein ungewohntes Bild: Denn obschon sich der Kurs seit Mitte März von 550 auf knapp 800 Franken erholt hat, trennen die Aktie noch immer gut 25 Prozent vom diesjährigen Rekordhoch bei 1065 Franken.

Späte Einsicht

Nicht ohne Grund, kommt die US-Investmentbank Jefferies doch zum Schluss, dass Straumann nicht mehr einfach so mir-nichts-dir-nichts an die Erfolge der letzten Jahre wird anknüpfen können. Mit anderen Worten: Prozentual zweistellige Wachstumsraten sind fürs Erste wohl vom Tisch. Jefferies stuft die Aktie des Dentalimplantateherstellers deshalb von "Buy" auf "Hold" herunter. Nach einer Reduktion ihrer Gewinnschätzungen um bis zu 46 Prozent beziffert die US-Investmentbank das Kursziel neuerdings noch mit 750 (zuvor 1120) Franken.

Beeindruckende Kursentwicklung der Straumann-Aktie über die letzten fünf Jahre (Quelle: www.cash.ch)

Diese Erkenntnis reift ziemlich spät. Schon im Mai ging die Rivalin J.P. Morgan sogar noch einen Schritt weiter und sprach eine Verkaufsempfehlung mit einem auf 549 (zuvor 643) Franken reduzierten Kursziel für die Straumann-Aktie aus.

Ist die hohe Aktienbewertung überhaupt noch gerechtfertigt?

J.P. Morgan reagierte damit auf das kurz zuvor angekündigte Sparprogramm. Kernstück dieses Sparprogramms ist eine dauerhafte Reduktion des weltweiten Personalbestands um neun Prozent. Letzteres liess damals Stimmen laut werden, wonach selbst dem Weltmarktführer aus Basel der Glaube an eine kräftige Belebung des Tagesgeschäfts abhanden gekommen sei (der cash Insider berichtete).

Eine solche Erholung ist allerdings unbedingt nötig, will Straumann seinem Ruf als erfolgreiches Wachstumsunternehmen auch weiterhin gerecht werden. Denn die Aktie weist auf Basis der nächstjährigen Analystenschätzungen noch immer ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 37 auf. Das liegt nicht nur über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre von 33, sondern auch um 50 Prozent über dem durchschnittlichen KGV anderer Dentalimplantatehersteller. Straumann müsse nun liefern, so der Tenor in Börsenkreisen.

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Straumann kauft

Straumann kauft Mehrheitsbeteiligung an DrSmile

Straumann hat eine Mehrheitsbeteiligung an einem deutschen Unternehmen verkauft, das durchsichtige Zahnschienen vertreibt und Dienstleistungen in diesem Bereich anbietet.

09.07.2020 07:57

Zum Umfang der Beteiligung und zu finanziellen Aspekten machte das Dentalunternehmen Straumann am Donnerstag keine Angaben. Auch Straumann hat durchsichtige Zahnschienen - sogenannte "Clear Aligners" - im Programm. DrSmile ergänze damit das bestehende Angebot, erklärte des Unternehmens. Straumann verpflichte sich darüber hinaus zu Investitionen, um das Wachstum von DrSmile bis zu einer vollständigen Übernahme zu finanzieren.

Das deutsche Unternehmen soll operativ eigenständig bleiben und weiterhin von seinen Gründern geführt werden. Das Closing der Transaktion wird noch im dritten Quartal 2020 erwartet.

DrSmile wurde 2017 in Berlin gegründet und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Mit einem schnell wachsenden integrierten Ärztenetzwerk von mehr als 50 Praxen biete DrSmile seine Behandlungslösung mit Aligner in Deutschland und Österreich an, heisst es weiter. Ausserdem expandiere das Unternehmen rasch in mehrere europäische Länder.

(AWP)

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Straumann erreicht fünf

Straumann erreicht fünf-Milliarden-Ziel zwei bis drei Jahre später

Straumann hat infolge der Coronavirus-Pandemie an Schwung verloren. Vor Corona liess der Zahnimplantathersteller verlaufen, er strebe in sieben bis zehn Jahren einen Umsatz von 5 Milliarden Franken an.

15.07.2020 06:00

"Wir werden das Ziel wohl zwei, drei Jahre später als gedacht erreichen", erklärte VR-Präsident Gilbert Achermann im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft". Denn die Nachfrage nach Dentalprodukten werde frühestens 2021 wieder das Niveau von 2019 erreichen. 2019 setzte Straumann 1,6 Milliarden um.

Die Bedeutung von Zahnspangen wird aber steigen. "Aufgrund der Wachstumsdynamik im Geschäft mit Zahnkorrekturen kann ich mir vorstellen, dass der Aligners-Anteil dannzumal ein Drittel des Umsatzes ausmacht", sagte Achermann. Straumann hat vor wenigen Tagen eine Mehrheitsbeteiligung an DrSmile gekauft. Das deutsche Unternehmen vertreibt durchsichtige Zahnschienen.

Straumann war in der Vergangenheit stark gewachsen und kündigte Mitte Mai an, jeden zehnten Arbeitsplatz abzubauen. Eine neue Strategie ist laut Achermann aber nicht angezeigt: "Nein, dazu sehen wir keine Notwendigkeit." Straumann sei heute in den interessantesten Gebieten der Zahnmedizin unterwegs und wolle nicht noch mehr in die Breite gehen.

(AWP)

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