Sulzer

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Schaggi6
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Sulzer

Pizoler hat recht! Speedy kann seine primitive Zünderei einfach nicht lassen.

Ein 2 Stunden Invest? Es hat wirklch keinen Sinn mit Speedy zu diskutieren. Er will immer recht haben, lässt keine anderen Meinungen zu und zieht sie dann ins lächerliche oder primitive.

Speedy3
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Sulzer

Ich frag mich nun, ob ich den Fachleuten von der G7, die ein weiterhin starkes Wachstum sehen, oder dir Pizoler mehr glauben soll.

Ich glaube der Entscheid fällt mir relativ leicht.

BadenerPower
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Sulzer

Es geht nicht um die G-7. Es geht um deine Behauptung, dass ein hoher Oelpreis Sulzer nützt. Es ist so, dass ein zu hoher Oelpreis den Wirtschaftsaufschwung abwürgt.

Es ist wirklich schwierig mit dir vernünftig zu reden. Du verdrehst alles.

Du hast geschrieben:

Je höher der Ölpreis, desto besser für Sulzer!

So stimmt das bestimmt nicht!!!!

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

Viele, die zuschauen was geschieht

Grosse Masse, die nicht merkt was geschieht!

Speedy3
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Sulzer

@Schaggi6

Vielen Dank für den sachlichen Beitrag über Sulzer.

(du gibst dir zwar jedesmal wahnsinnig Mühe nicht persönlich zu beleidigen, aber irgendwie schaffst du nie)

learner
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Sulzer

Es scheint, dass es hier einen Club gibt, der umsverreckt kug sein muss, im Sinne von Wilhelm Buschs Spruch:

«Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt.»

Tatsächlich bin ich erstaunt, dass suln ihre 1700 hält. Solange sie nicht unter 1660 kippt, ist der Aufwärtstrend intakt!

Zum anderen: Dass Energiezulieferern die Arbeit nicht so schnell ausgeht, ist der Grund, dass Aktien wie Schlumberger oder ABB, um grosse zu nennen, oder Sulzer oder Burckhardt, eine gute RSL (Relative Stärke) haben.

Bitte das Gegenteil beweisen, falls hier jemand nicht glaubt.

Es gibt noch Schlimmeres.

Speedy3
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Sulzer

@ Badener Power

Denke so klar ist dies nicht.

Je höher der Ölpreis desto lukrativer ist es Öl aus "jedem Loch" zu fördern, zudem kommt Vekselbergs Connection zur russischen maroden Öllobby.

Schon klar, dass es in gewissen Bereichen zu einer Wirtschaftsverlangsum kommt, aber bereits jetzt von "Abwürgung" zu sprechen, entbehrt jeglicher Grundlage.

moerday
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Sulzer

Meine kreativen Augen meinen, dass der Aktienverlauf von Sulzer eine Riesentasse mit diabolisch anmutendem Henkel darstellt! Da muss wahrlich viel (dunkles) Potential drin liegen :twisted: :twisted: Wink !

Du musst jeden Tag auch deinen Feldzug gegen dich selber führen. (Friedrich Nietzsche)

Speedy3
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Sulzer

Heute Pressemeldung von Sulzer schon gelesen?

Ist genau meine Rede.

Sulzer rechnet mit anhaltend starken Wachstum aus der Ölbranche.

learner
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Sulzer

moerday wrote:

Meine kreativen Augen meinen, dass der Aktienverlauf von Sulzer eine Riesentasse mit diabolisch anmutendem Henkel darstellt! Da muss wahrlich viel (dunkles) Potential drin liegen :twisted: :twisted: Wink !

Achtung: Das ist ein kleiner Henkel erst. Er darf bis 1660 gehen, um intakt zu bleiben.

Schon ziemlich ärgerlich, dass mein Broker heute streikt, und ich bei der migrosbank keine Auftragsbestätigungen bekomme. Wirklich mehr als ärgerlich. Zum Wahsinnig-Werden ist das. Wollen sie den Crash 1987 nachüben?

Es gibt noch Schlimmeres.

Speedy3
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Sulzer

Morgen ist Rebound angesagt.

Sulzers Märkte laufen weiterhin gut - 800 Mio CHF für Akquisitionen

Winterthur (AWP) - Die Zielmärkte der Sulzer AG laufen weiterhin gut. Die

Einschätzung von Sulzer für die einzelnen Märkte und deren mittelfristige

Wachstumsrate ist im Oktober unverändert zu den Annahmen, welche Sulzer im

vergangenen März mit dem Jahresergebnis 2006 präsentiert hat.

Was das Marktumfeld betrifft, so schätzt Sulzer das Momentum bei der Förderung

und dem Transport sowie der Verarbeitung von Öl und Gas als 'sehr gut' ein,

wie den Präsentationsunterlagen zum heutigen Capital Market Day zu entnehmen

ist. Als 'gut' wird das Umfeld bei der Energieerzeugung, den Papier und

Zellstoffen, der Luftfahrt sowie im Bereich Automobil beurteilt.

Als mittelfristige Wachstumsraten nennt Sulzer für den Öl- und Gasmarkt sowohl

für das Upstream als auch das Downstream-Geschäft 5 bis 8%. Unverändert sind

auch die Wachstumsprognosen für die übrigen Märkte: Energieerzeugung 5 bis 10%,

Papier und Zellstoff 3 bis 4%, Luftfahrt 6 bis 8% und Automobil 5 bis 7%.

Der mit Abstand grösste Bereich Pumpen sieht sich mit einer 'starken'

Aktivität im Öl- und Gasmarkt (Upstream) konfrontiert sowie mit einer 'relativ

starken' in den Märkten Öl und Gas (Downstream), Energieerzeugung sowie Papier

und Zellstoff.

Im Ausblick der Division auf die Jahre 2007 und 2008 heisst es, insgesamt

dürften die Märkte Öl und Gas (Upstream) sowie Energieerzeugung stark bleiben.

Für die Energieerzeugung gebe es zudem Chancen in den Regionen Asien/Pazifik,

Europa und Nordamerika.

Für den Bereich Öl und Gas (Verarbeitung) zeigt sich der Divisionsleiter Kim

Jackson in seiner Präsentation 'vorsichtig optimistisch'. Für den Papier- und

Zellstoffmarkt sieht Jackson künftig einen 'moderaten Level' an Aktivitäten

mit einer insgesamt leichten Abschwächung.

Laut dem Vortrag von Finanzchef Peter Meier stehen Sulzer für Akquisitionen

derzeit rund 800 Mio CHF zur Verfügung, dies ohne die Bilanzstruktur von

möglichen Übernahmeobjekten mit in Betracht zu ziehen.

learner
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Sulzer

Habe eben gerade die Aktie eingeschaut. Werde mich am Montag noch einmal bedeutend einkaufen. 1760 sollte nächstens genommen werden, dann geht's schnurstracks wieder eine Etage rauf.

Es gibt noch Schlimmeres.

Speedy3
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Sulzer

Siehst Du einen Anstieg rein charttechnisch oder gibt es andere Gründe?

learner
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Sulzer

Pardon, double entry.

Es gibt noch Schlimmeres.

learner
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Sulzer

Chartmässig sieht's gut aus.

Nun noch dieser Artikel in FuW, der Auftrieb geben wird:

Ölpreishausse: Sulzer freut's

Ton Büchner, Geschäftsführer von Sulzer, zur Entwicklung der Märkte und zu den Plänen der Technik-Gruppe

«Der Aufwärtstrend wird nicht so schnell stoppen»

Ton Büchner hat im vergangenen April von Ulf Berg die operative Führung von Sulzer übernommen – in einer zugleich angenehmen wie anspruchsvollen Phase: Das Geschäft blüht wie kaum je in der wechselvollen Geschichte des Winterthurer Technikkonzerns, was die «Luxussorge» mit sich bringt, wie das rasante Wachstum zu meistern ist. Zudem hat sich im Hintergrund mit dem Einstieg von Victor Vekselberg eine gewichtige Verschiebung im Aktionariat abgespielt.

——Herr Büchner, Sulzer geht es gegenwärtig blendend. Wie lange noch?

Insgesamt sind die Märkte, die wir bedienen, in robuster Verfassung. 2007 ist ein gutes Jahr, und wenn wir auf 2008 vorausschauen, erwarten wir keine signifikanten Veränderungen in unseren Hauptabsatzgebieten. Im Regionenvergleich stellen wir eine kontinuierliche Stärke in Asien fest, dazu sehr lebhafte Märkte im Nahen Osten, wo grosse Projekte verwirklicht werden . . .

—— . . . in den Bereichen Öl und Gas?

Ja, in der Exploration und der Förderung, dem sogenannten Upstream-Geschäft, ebenso wie im Downstream, in der Raffinerie und der Petrochemie. In Nordamerika wird nach langem Zögern wieder in Raffinerien – auch grosse – und petrochemische Anlagen investiert. In Kanada wiederum sehen wir grosse Projekte im Ölsandgeschäft.

—— Geht die Kreditkrise namentlich in den USA spurlos an Sulzer vorüber?

Hinter das Verhalten der amerikanischen Verbraucher ist ein kleines Fragezeichen zu setzen. Dort gibt es einige Hinweise auf eine Abkühlung, doch es würde je nach Marktsegment sechs, zwölf oder gar achtzehn Monate dauern, bis das auf unseren Bestellungseingang durchschlagen könnte. Unser Geschäft hat spätzyklischen Charakter. Wir würden frühestens Ende 2008 oder Anfang 2009 etwas spüren.

—— Sulzer ist ein Business-to-Business-Unternehmen ohne direkte Beziehung zu den Endverbrauchern. Wo wäre die Konjunktursensibilität am höchsten?

Von uns bediente Märkte wie die Papierherstellung oder die Biotreibstoffindustrie sind relativ nahe an den Konsumenten. Im Bereich Bioenergie – für uns nur ein kleines Segment – haben wir in den vergangenen sechs Wochen festgestellt, dass nach einer markanten Aufwärtsbewegung nun die Investitionen spürbar zurückgehen werden.

—— Insgesamt aber ist die Visibilität anscheinend gut.

Wir haben einen hohen Auftragsbestand, sodass wir recht weit nach vorne blicken können. Die Investitionspläne der grossen Ölgesellschaften lassen für die nächsten Jahre eine weiter steigende Nachfrage erwarten. In diesem Sektor hat sich die Kundenstruktur verändert. Früher dominierten die grossen internationalen Ölgesellschaften wie BP, Chevron, Exxon und Shell den Markt. Nun hat sich das Gewicht zu den nationalen Gesellschaften hin verschoben, zum Beispiel zur brasilianischen Petrobras, zur saudi-arabischen Aramco oder zur venezolanischen Pedevesa. Dadurch gibt es veränderte Entscheidungsprozesse. Diese Gesellschaften treffen nun viel mehr Entscheidungen selbst, sodass wir unseren Verkauf dementsprechend anpassen müssen.

—— Das ist eine Machtverlagerung .

Eindeutig. Auch Russland will das Ölgeschäft in Eigenregie betreiben. Übrigens sind hier die Kosten regional sehr unterschiedlich. Wenn im Nahen Osten für vielleicht 1 bis 8 $ pro Barrel produziert und für 90 $ pro Fass verkauft wird, verdienen die Gesellschaften viel Geld, das investiert werden kann. In Lateinamerika, dem Nahen Osten, Westafrika und Russland sowie in Zentralasien ist das Angebot an Öl und Gas viel höher als die regionale Nachfrage. Die politische Macht nimmt hierdurch zu.

—— Der Ölpreis liegt heute weit über dem Niveau von vielleicht 35 $, unter dem zu früheren Zeiten kaum investiert wurde.

Der Ölpreis von 90 $ pro Barrel liegt deutlich über der Investitionshürde für Ölfelder, die zum Beispiel in 6000 m Wassertiefe liegen. Dieser Trend begünstigt uns, denn je schwieriger die Förderung ist, desto mehr sind unsere hochleistungsfähigen Produkte gefragt. Auf den Förderplattformen im Golf von Mexiko zum Beispiel sind sehr viele Sulzer-Pumpen im Einsatz. Früher litten die Raffineriebetreiber jeweils darunter, wenn sie teures Erdöl kaufen mussten, denn sie konnten die Benzinpreise nicht im Gleichschritt erhöhen. Heute ist es aber so, dass in Asien, wo die heimische Nachfrage nach Benzin und Kunststoffen gross ist, erheblich in das Downstream-Geschäft investiert wird. Auch im Nahen Osten ist die Investitionstätigkeit rege, dort auf den Export ausgerichtet. Die Zahl der laufenden Projekte ist in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft gestiegen. Das Investitionsniveau wird sehr hoch bleiben, aber die Zuwachsraten dürften sich mit der Zeit verflachen.

—— Der Nachfrageboom verursacht Engpässe über die gesamte Lieferkette.

Unsere Kunden im Up- und im Downstream wie auch in der Energieerzeugung, typischerweise grosse Anlagenbauer, haben einen enormen Auftragsbestand und wissen kaum, wo sie Personal herholen sollen. Die Lieferzeiten werden länger. Wer heute eine Raffinerie bauen will, muss bis etwa 2010 oder 2011 warten. Das signalisiert uns, dass hier eine Eigendynamik herrscht und dass der Aufwärtstrend nicht so schnell stoppen wird. Wir haben heute Projekte in den Büchern mit Lieferfrist 2009 oder in Einzelfällen sogar 2010.

—— Wie entwickeln sich die für Sulzer relevanten Märkte der Energieerzeugung?

Sie sind noch nicht auf dem Niveau des Öl- und Gasgeschäfts angelangt. Wir haben im Energiesegment lange vom asiatischen Markt gelebt, doch nun wird auch in westlichen Märkten vermehrt in Kraftwerke investiert. Sulzer rüstet vor allem Kohle-, Gaskombi- und Kernkraftwerke aus. Die meisten Impulse erwarten wir aus dem Bereich der Kohlekraftwerke. Übrigens könnten Sulzer-Pumpen zum Einsatz kommen, wenn Pläne zur Lagerung von CO2 im Boden verwirklicht würden. Insgesamt erwarten wir im Energieerzeugungsgeschäft ein rasches Wachstum. Hinzu kommt, dass die Kraftwerke immer grösser werden. Entsprechend werden unsere Pumpen grösser und komplizierter. Die Division Sulzer Turbo Services bietet in diesem Geschäft viele Dienstleistungen an, und Sulzer Metco beschichtet betriebsnotwendige Teile in Gasturbinen.

—— Dem Endkonsum näher steht Ihr Kundenkreis Zellstoff und Papier.

Der Löwenanteil des Papiergeschäfts betrifft Verpackungspapiere, und dieser Sektor wächst am schnellsten. Das Wirtschaftswachstum bringt es mit sich, dass der grösste Verbrauch in Asien festzustellen ist. Die Investitionen der zellstoffproduzierenden Industrie fliessen zum Rohstoff, dorthin also, wo die Wälder sind, heutzutage vor allem nach Südamerika. Papierfabriken dagegen werden nahe bei den Konsumenten gebaut, derzeit vornehmlich in Asien. In beiden Sektoren wird enorm investiert. Die Zellstoffpreise sind relativ hoch, aber sobald die Kapazitäten, die nun errichtet werden, auf vollen Touren laufen, dürften die Preise sinken, und die Investitionsneigung wird schwächer.

—— Wie beurteilen Sie schliesslich die Sektoren Flugzeug- und Automobilbau?

Triebwerkherstellern wie Rolls-Royce, General Electric und Pratt & Whitney liefern wir Beschichtungen. Zwei Trends sind hier für uns wichtig: Es wird so viel geflogen wie noch nie, und es sind noch nie so viele Flugzeuge bestellt worden. Wie die Vergangenheit zeigt, kann der Passagierflugzeugmarkt jedoch sehr rasch auf Schocks reagieren. Doch das grössere Wachstum ist im Luftfrachtgeschäft zu registrieren, auch das nicht zuletzt eine Folge des wachsenden Ausstosses an Gütern in Asien, die in westliche Märkte verfrachtet werden. Gerade hier dürfte die Nachfrage weiter zunehmen. Im Automobilsegment ist Sulzer ein etablierter Nischenplayer in einer Beschichtungstechnik, die in neuartigen Getrieben eingesetzt wird.

—— Sulzer hat mit der Renova-Gruppe von Victor Vekselberg einen russischen Grossaktionär, der in Aussicht stellt, ihr durch sein Beziehungsnetz im russischen Markt zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten zu erschliessen.

Sulzer ist schon lange in Russland tätig. Wir führen ein Verkaufsbüro in Moskau, das unsere Hauptaktivitäten in diesem Markt betreut, also das Geschäft von Sulzer Pumps und Sulzer Chemtech. Das hat sehr viel mit den Sektoren Öl und Gas sowie Energieerzeugung zu tun. Wir kennen den russischen Markt recht gut, und es zeichnen sich dort Entwicklungen ab, die für uns zusätzlichen Schwung verheissen. Im Augenblick ist Russland ein mittelgrosser Markt in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe. China oder Indien sind bedeutender. Das Potenzial in Russland ist jedoch gross. Vor allem der russische Kraftwerkmarkt muss wachsen, denn das Land braucht dringend mehr Stromerzeugung. Wir sind überzeugt, dass Renova in Russland gute Kontakte hat, und wir sind offen, Möglichkeiten zu diskutieren, die wir heute vielleicht noch nicht erkannt haben.

—— Kommt Russland als neuer Produktionsstandort infrage?

Unabhängig von den Vorgängen im Aktionariat haben wir zu Jahresbeginn beschlossen, für Sulzer Chemtech eine Teilfertigung in Russland aufzubauen. Daran arbeiten wir nun. Es gibt zwar lokale Wettbewerber, aber für technisch anspruchsvolle Aufgaben wird auf das Know-how von Sulzer zurückgegriffen.

—— Gab es in den Diskussionen mit Vekselberg eine Aufgabenteilung mit dem Verwaltungsrat? Schliesslich mussten die Geschäfte weitergeführt werden.

Die Schlüsselpersonen des Managements waren in die Diskussionen involviert. Die Verantwortung in den grundsätzlichen Gesprächen mit Victor Vekselberg beziehungsweise Renova, an denen ich zum Teil präsent war, lag jedoch beim Verwaltungsrat. Die Sache hat uns als Managementteam emotional beschäftigt, und sie hat Zeit gekostet, doch wir haben uns dennoch gut auf das Geschäft konzentrieren können. Beim derzeitigen Bestellungseingang braucht es operativ natürlich vollen Einsatz auf allen Stufen.

—— Sie haben jüngst am Capital Market Day die geltenden Mittelfristziele bestätigt. Sind diese nicht etwas zu konservativ?

Wir haben im März dieses Jahres neue Mittelfristziele vorgelegt, die signifikant höher sind als diejenigen, die zuvor galten. Wir wollen diese Vorgaben nicht alle sechs Monate anpassen. Es muss auch eine gewisse Flexibilität geben, in einem Dreijahresrhythmus zwischenzeitlich etwas davon abzuweichen, etwa investitionsbedingt. 2007 werden die Umsatzwachstumsraten höher sein als das Mittelfristziel.

—— Wegen der Engpässe auf allen Stufen der Lieferkette dehnen sich die Lieferfristen aus, folglich auch die Umbuchung vom Auftragseingang zum Umsatz.

Ja. Deshalb wird unser Cash Management wichtiger. Ausserdem wird es künftig schwieriger, ein Unternehmen wie Sulzer, das grosse Projektgeschäfte abwickelt, anhand von einzelnen Berichtsperioden, zum Beispiel auf Basis von Halbjahreszahlen, zu beurteilen.

—— Inwiefern berührt die Hausse vieler Rohwarenpreise Sulzer?

Anfang des Jahres sind beispielsweise die Nickelpreise weiter stark gestiegen, was für Sulzer Metco von Bedeutung ist. Sulzer Chemtech braucht rostfreien Stahl, und Sulzer Pumps kauft Stahlgussteile ein. Wir gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise im Allgemeinen hoch bleiben werden. Die Märkte scheinen sich an das Niveau gewöhnt zu haben. Im Moment sind wir in der Lage, den Anstieg der Rohwarenpreise im Allgemeinen und die Verlängerung der Lieferfristen weiterzureichen.

—— Wo stehen Ihre Bemühungen, externes Wachstum hinzuzukaufen?

Wie wir zu Beginn des Jahres erklärt haben, wollen wir mehr Energie auf das Akquirieren verwenden, nachdem wir nun unsere Hausaufgaben gemacht und uns bisher sehr stark auf organisches Wachstum fokussiert haben. Bekanntlich haben wir uns für Bodycote und ausgewählte Produktlinien der Weir Group interessiert. Derzeit analysieren wir einige kleinere und mittelgrosse Projekte. Wir schauen uns sowohl Geschäfte an, in denen wir bereits tätig sind, wie auch eng benachbarte, die nahtlos dazu passen würden. Dabei geht es entweder um Produkte, die unser Sortiment gut ergänzen würden, oder um das Erschliessen von Marktregionen.

—— Gemäss den Regeln der britischen Übernahmebehörde dürften Sie sich zum Thema Bodycote nun wieder äussern . . .

In den vergangenen sechs Monaten war es rechtlich unmöglich, dazu einen Kommentar abzugeben, und nun wäre es unklug. Also kein Kommentar.

—— Die anhaltend robuste Konjunktur gerade in den von Sulzer bearbeiteten Märkten spricht nicht dafür, dass Unternehmenspreise auf ein bezahlbares Niveau sinken.

Immerhin ist es um Mega-Deals von Private-Equity-Gesellschaften in den vergangenen Monaten ruhiger geworden. In der Regel sehen wir weiterhin hohe Unternehmensbewertungen. Wir müssen diszipliniert blieben: Würden wir etwas Unvernünftiges anstellen, dann wäre das für Sulzer schädlich. Für uns ist die Wertgenerierung zentral. Wenn sie nicht stimmt, machen wir einen Schritt zurück. Wenn sie aber stimmt, haben wir auch den Mut zu grossen Deals.

—— Wenn keine grösseren Transaktionen gelingen, wird sich das auf die Ausschüttungspolitik auswirken.

Sulzer schüttet in der Regel ein Drittel des Gewinns aus, in den letzten Jahren etwas mehr, weil die Ergebnisse gut waren und die Zukunft zuversichtlich beurteilt wurde. Der Aktienrückkauf ist vollumfänglich abgeschlossen, und diese Titel sollen im nächsten April vernichtet werden. Wir verwenden unsere frei werdenden Mittel also gut balanciert. Im Moment möchten wir das Geld für externes Wachstum einsetzen. Die Abwägung, was sinnvoll ist, machen wir andauernd, sowohl im Management als auch im Verwaltungsrat.

Interview: Manfred Rösch

Infrastruktur-Charme

Der Technikkonzern Sulzer profitiert – ähnlich wie ABB – vom rasant steigenden Energiebedarf der Weltwirtschaft, ausgehend besonders von Asien. Die grössten Märkte für Sulzer, namentlich für die Sparten Pumps, Chemtech und Turbo Services, sind Öl und Gas, Petrochemie und Energieerzeugung. Der steile Preisanstieg des Erdöls begünstigt Ausrüster wie Sulzer, denn mit dem Barrel-Preis erhöht sich die Investitionsbereitschaft der Ölförderer. Für sie lohnt es sich zusehends, sogar in die Erschliessung technisch sehr schwierig auszubeutender Ölfelder Geld zu stecken, was sich wiederum nur mit hochgezüchtetem Gerät und entsprechendem Ingenieurwissen bewerkstelligen lässt. Hier ist Sulzer in einer guten Wettbewerbsposition.

Diese liesse sich durch Akquisitionen weiter ausbauen. Sulzers Bilanz kann grosse Übernahmen verkraften, aber das Management rechnet – wiederum vergleichbar mit ABB – nüchtern und genau. Auch die Einstufung der Aktien zeigt Parallelen: Sulzer sind zum Kurs-Gewinn-Verhältnis 20 (2008) zwar stattlich, aber angesichts des Potenzials nicht übertrieben hoch bewertet. Mit Grossaktionär Victor F. Vekselberg (21% der Aktien; 10,4% via Optionen) ist ein bis Mai 2009 befristeter Burgfriede geschlossen. Wenigstens bis dahin wird Sulzer nicht in eine (industriell unsinnige) Verbindung mit Oerlikon gezwungen. Möglich, dass sich Sulzer in Russland neue Chancen eröffnen. MR

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meng
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Sulzer

Wie seht ihr den weiteren Verlauf von Sulzer? Nächstes Ziel/Widerstand?

learner
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Sulzer

speedy, mein energy-feeling war richtig.

Energy? Ja, das ist das gegenwärtige Thema.

Aber dass sun heute schon 1800 nimmt, hätte ich nicht in meine kühnsten Träumen gedacht. Nun, damit, ist sie natürlich auf dem Sprung nach 2000. Das wird die nächste Meyer-Burger (Satyr hat gesprochen.).

Oh, damn, lieber Gott, kannst du mich nicht wenigstens einmal irren lassen? Plse do it. Ich werde hochmütig, falls ich in 50 trades 50 mal richtig lag!

Halte ich die Aktie? Sure! Die wird noch zum Wahnsinn getrieben. Möchte zuerst ihren Wahnsinn sehen, bevor sie nachlässt.

Dabei gedacht: Ich verstehe diesen Anstieg. Was willst du am liebsten haben? Etwas das morgen kippen könnte, oder etwas, das auf weitere Zeiten hinaus ein starkes Geschäft hat? Drum: sun!

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Speedy3
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Sulzer

@ Learner

Gratuliere zu deinem Einstieg. War effektiv ein gutes Timing.

Mit ABB und Sulzer haben wir effektiv auf starke Titel gesetzt.

Habe schon länger auf Sulzer hingewiesen, aber wie Du ja

weisst haben gewisse Herren im Board nicht anderes gewusst,

als doof zu böbeln.

Aber der gute alte Speedy hat wieder mal recht gehabt.

Ich bin seit 1585 Fr. eingestiegen und ganz gut zufrieden

mit der Performance.

Der Ausbruch war chartechnisch fast so klar wie das Amen in Kirche.

Was hältst Du von der heutigen Pressemeldung von Renova.

Heisst dies nun, dass sie rechtlich gesehen weiter zukaufen

dürfen.

BadenerPower
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Sulzer

Speedy3 wrote:

...... aber wie Du ja weisst haben gewisse Herren im Board nicht anderes gewusst,

als doof zu böbeln.

Speedy, wenn man eine andere Meinung als du hast, hat dies nicht mit "böbeln" zu tun.

Solche Meldungen könntest du per PN versenden!

PS Sogar Kindle von ABB, die auch von hohen Energiepreisen profitieren, warnte vor einem zu hohen Oelpreis!

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Speedy3
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Re: Ein hoher Oelpreis hilft Sulzer......

Scramer wrote:

Es wundert mich, lieber und etwas naiver Speedy, wie man so was schwachsinniges schreiben kann. Am Montag wird Sulzer auch dorthin gerissen wo die Amis gestern waren. Wie sollte ein extrem hoher Oelpreis Sulzer helfen? Es ist so wie weiter vorne beschrieben. Es wird weh tun.....

Sad :oops: Sad

@ Badener Power

Du brauchst dich nicht betroffen zu fühlen, ich meinte den Herrn

des vorherigen Beitrags mit der "netten" Ausdrucksweise.

Auch genannt "böbeln".

Im Übrigen, andere Meinungen lasse ich sehr wohl zu, wenn

sie sachlich begründet ist. Dies fehlt mir bei den Beiträgen

aus der Badener Ecke meistens.

meng
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Sulzer

Sulzer geht heute wieder mächtig nach oben, bin gestern auch noch aufgesprungen, mal sehen wie sich dies weiterentwickelt.

BadenerPower
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Sulzer

Speedy. kannst Du die Zünderei nicht lassen? Es ist so, ein hoher Oelpreis mag Sulzer helfen. Aber ein zu hoher Oelpreis würgt alles ab! Dies sagt sogar dein anderer lieber Freund aus Baden, Herr Kindle...

Willst du nicht bei Sachthemen bleiben? Freue dich doch am Sulzer Kursgewinn! Brauchst du noch andere Befriedigungen?

Wenige, die dafür sorgen, dass etwas geschieht

Viele, die zuschauen was geschieht

Grosse Masse, die nicht merkt was geschieht!

Speedy3
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Sulzer

Genial wie Sulzer abgeht.....mich und mein Depot freuts.

@Learner

Bist Du auch noch dabei?

maze
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Sulzer

denkt ihr die 1850 werden bald noch genommen? wäre toll Smile

moerday
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Sulzer

2007 sollten noch im 2007 kommen 8)

Du musst jeden Tag auch deinen Feldzug gegen dich selber führen. (Friedrich Nietzsche)

maze
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Sulzer

wow... das ging aber schnell mit den 1850. Wo ist nur diese grosse Posten hin? :shock:

na dann.... weiter gehts 8)

moerday
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Sulzer

Du musst jeden Tag auch deinen Feldzug gegen dich selber führen. (Friedrich Nietzsche)

Speedy3
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Sulzer

Was denkt ihr, wer tritt den in den letzten 2 Tagen plötzlich wieder

als Käufer auf.

Renova darf ja angeblich nicht mehr........

<gelöscht>
Sulzer

sind ja nur durchschnittliche volumen. nichts besonderes.

Pizoler
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Sulzer

Man munkelt der BadenerPowersei es......

learner
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Sulzer

speedy, nächchster Schritt 1900. Klar.

Ich bin nicht immer dabei. Heute war ich's anderswo.

Ist halt so, dass man nicht an allem teilnehmen kann.

Tut mir aber immer Leid, wenn sun steigt, und ich nicht dabei bin. Steige gerne mit sun.

Es gibt noch Schlimmeres.

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