Sunrise

Sunrise Comm Gr N 

Valor: 26729122 / Symbol: SRCG
  • 81.35 CHF
  • +1.37% +1.100
  • 22.01.2020 17:30:10
128 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Sunrise: Ausser Spesen nichts

Sunrise: Ausser Spesen nichts gewesen

Der Mobilfunkanbieter Sunrise kündigt den Kaufvertrag für UPC Schweiz auf. Die Kosten der gescheiterten Übernahme fressen einen Grossteil des Jahresgewinns auf. Die Aktie befindet sich vorbörslich in Lauerstellung.

Aktualisiert um 08:47

Von Lorenz Burkhalter

Die gute Nachricht für die Aktionäre zuerst: Sunrise Communications hat den höchst umstrittenen Aktienkaufvertrag für die Übernahme von UPC Schweiz aufgekündigt. Die damit verbundene Kapitalerhöhung ist damit ebenfalls vom Tisch. Die schlechte Nachricht: Die Aufkündigung hat eine Strafzahlung an die UPC-Mutter Liberty Global in Höhe von 50 Millionen Franken zur Folge. Diesen Betrag miteingerechnet, erwartet Sunrise ausserordentliche Kosten in Höhe von 70 bis 75 Millionen Franken. Bei einem geschätzten Jahresgewinn für 2019 von rund 100 Millionen Franken ist das eine ganze Menge.

Was die diesjährige Umsatzentwicklung und den operativen Gewinn (EBITDA) anbetrifft, bleibt bei der Nummer Zwei im Mobilfunkmarkt Schweiz allerdings alles beim Alten. Das Unternehmen stellt den Aktionären einen bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von 618 bis 628 Millionen Franken bei einem Jahresumsatz zwischen 1,86 und 1,9 Milliarden Franken in Aussicht.

Dennoch werden vermehrt Stimmen laut, die den sofortigen Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Peter Kurer fordern. Kurer gilt als Architekt der gescheiterten Übernahme von UPC Schweiz.

Dividende in trockenen Tüchern

Im vorbörslichen Handel von Julius Bär befindet sich die Sunrise-Aktie in Lauerstellung. Mit einem Plus von 0,4 Prozent auf einen Mittelkurs von 78,75 Franken kann sie dem schwachen Gesamtmarkt trotzen.

Wie man bei der Bank Vontobel hervorhebt, dürften die entstandenen Kosten ohne Folgen für die zukünftige Dividendenpolitik bleiben. Auf Basis des vorliegenden Zahlenkranzes für das dritte Quartal sieht die Zürcher Bank abgesehen von den Kosten aus der gescheiterten Übernahme keinen materiellen Anpassungsbedarf bei den Gewinnerwartungen. Sie empfiehlt die Sunrise-Aktie wie bis anhin mit einem Kursziel von 90 Franken zum Kauf.

Bei Barclays ist sogar von Gesamtkosten in Höhe von 120 bis 125 Millionen Franken im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme die Rede. Doch auch die britische Grossbank sieht die diesjährige Dividende deswegen nicht in Gefahr. Anders als Vontobel stuft Barclays die Aktie nur mit "Equal weight" und einem Kursziel von 85 Franken ein.

Ist das letzte Wort doch noch nicht gesprochen?

Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch ist möglicherweise aber vor dem (neuen) Übernahmeversuch. Liberty Global zeigt sich in der eigenen Medienmitteilung nämlich weiterhin gesprächsbereit. Man würde sich freuen, den Dialog entweder mit dem Sunrise-Verwaltungsrat oder dem Ankeraktionär Freenet aufrecht zu erhalten, so das Mutterhaus von UPC Schweiz. Liberty Global sieht in ihrem Tochterunternehmen UPC Schweiz denn auch "den" Dreh- und Angelpunkt im hart umkämpften Schweizer Telekommunikationsmarkt.

Beobachter schliessen deshalb nicht aus, dass die genannten Parteien letztendlich doch noch eine aus Sicht der Sunrise-Aktionäre attraktivere Einigung finden. Wie es weiter heisst, könnte sich Verwaltungsratspräsident Peter Kurer mit einem geschickten Deal eventuell sogar "rehabilitieren". Zumindest die Bank Vontobel glaubt angesichts des hohen Synergiepotenzials zwischen den beiden Unternehmen auch weiterhin an eine Lösung.

Mit einem Minus von gut 7 Prozent hinkt die Sunrise-Aktie in diesem Jahr sowohl dem breiten Markt (SPI + 27 Prozent) als auch der Aktie der Erzrivalin Swisscom (+ 10 Prozent) hinterher.

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Sunrise-Führungsspitze tritt

Sunrise-Führungsspitze tritt nach geplatztem UPC-Kauf ab

Sunrise-Chef Olaf Swantee gibt sein Amt per sofort ab und übergibt an seinen bisherigen Finanzchef André Krause. Auch VR-Präsident Kurer zieht sich zurück.

03.01.2020 06:54

Beim Telekomunternehmen Sunrise wird die Führungsspitze nach der geplatzten Übernahme des Kabelunternehmens UPC Schweiz ausgewechselt. CEO Olaf Swantee tritt von seinem Amt zurück. Zudem werden Verwaltungsratspräsident Peter Kurer sowie Vizepräsident Peter Schöpfer an der Generalversammlung im April 2020 nicht mehr kandidieren.

Zum neuen Chef des zweitgrössten Schweizer Telekom-Unternehmens ist der bisherige Finanzchef André Krause ernannt worden, wie Sunrise am Freitag bekanntgab. Swantee werde ihn noch bis zur Generalversammlung 2020 im April unterstützen, um einen "reibungslosen Führungswechsel zu gewährleisten", heisst es in der Mitteilung. Swantee war fast vier Jahre lang CEO von Sunrise.

Geplatzer UPC-Deal

Verwaltungsratspräsident Kurer war in den vergangenen Monaten im Umfeld der missglückten UPC-Übernahme auch medial stark in die Kritik geraten. Er hatte sein Amt seit April 2016 inne. Dabei habe er die "Transformation von Sunrise erfolgreich überwacht", heisst es in der Mitteilung. Der ebenfalls zur GV abtretende Vizepräsident Schöpfer war laut den Angaben unter anderem massgeblich am Börsengang von Sunrise im Jahr 2015 beteiligt.

Sunrise hatte im Februar 2019 bekanntgegeben, für rund 6,3 Milliarden Franken den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz von Liberty Global übernehmen zu wollen. Der Kauf war allerdings auf massiven Widerstand bei Aktionären gestossen, die vor allem den hohen Kaufpreis kritisiert und sich gegen eine Kapitalerhöhung gestemmt hatten. Im Oktober war der Kauf endgültig abgesagt worden.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Sunrise-Aktien ziehen nach

Sunrise-Aktien ziehen nach Abtritt der Führungsriege an

Die Aktien von Sunrise sind am Montag in einem wenig veränderten Markt gefragt. Händler verweisen auf die Rücktritte an der Spitze des Telekommunikationskonzerns.

03.01.2020 09:55

Die Sunrise-Aktien gewinnen um 09.40 Uhr 0,5 Prozent auf 76,45 Franken. Zeitweise stieg die Aktie, die im Vorjahr gegen den allgemein positiven Trend um 12 Prozent gefallen sind, bis auf 76,80 Franken. Derweil tendiert der Gesamtmarkt gemessen am SPI ein wenig leichter.

Bei Sunrise treten Verwaltungsratspräsident Peter Kurer an der nächsten Generalversammlung zurück. Dasselbe gilt auch für seinen Vizepräsidenten Peter Schöpfer. Zudem legt auch Firmenchef Olaf Swantee sein Amt nieder. Nachfolger soll Finanzchef André Krause werden.

"Es ist gut, dass nach der umstrittenen und letztlich gescheiterten Übernahmeversuch des Kabelnetzbetreibers UPC-Schweiz mit einer neuen Führung ein Neuanfang gemacht werden soll", sagt ein Händler. Die Übernahme sei ja das "Kind des Verwaltungsrats" gewesen. Dass der Finanzchef Nachfolger für den CEO werden soll, verspreche eine gewisse Kontinuität.

Sunrise wollte für rund 6,3 Milliarden Franken den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz von Liberty Global übernehmen. Der Kauf war allerdings auf massiven Widerstand bei Aktionären gestossen, die vor allem den hohen Kaufpreis kritisiert und sich gegen eine Kapitalerhöhung gestemmt hatten. Im Oktober war der Kauf endgültig abgesagt worden.

lb/pre/ra

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Sunrise ernennt nach grossem

Sunrise ernennt nach grossem Revirement einen neuen Finanzchef

Der Telekom-Konzern Sunrise macht bei der Neubesetzung seiner Spitzenpositionen vorwärts.

06.01.2020 07:00

Zum neuen Finanzchef und Nachfolger von André Krause wird per sofort Uwe Schiller ernannt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Erst am vergangenen Freitag hatte Sunrise den Rücktritt von CEO Olaf Swantee als Folge der geplatzten Übernahme des Kabelunternehmens UPC Schweiz bekanntgegeben. Zu seinem Nachfolger wurde Finanzchef André Krause bestimmt. Der stark in die Kritik geratene Verwaltungsratspräsident Peter Kurer wird zudem an der Generalversammlung im April 2020 nicht mehr zur Neuwahl antreten, ebenso wenig Vizepräsident Peter Schöpfer.

Mit der Ernennung Schillers zum CFO greift Sunrise erneut auf eine interne Lösung zurück. Der Doppelbürger mit einem Schweizer und einem deutschen Pass ist seit 20 Jahren für Sunrise tätig.

Mit der Ernennung des neuen Finanzchefs gab das Unternehmen auch einen weiteren Abgang bekannt. Bruno Duarte, der bisherige Chief Consumer Officer, wird Sunrise verlassen. Er war 2017 zum Unternehmen gestossen und war unter anderem verantwortlich für die Expansion von Sunrise in den Bereichen 5G und TV. Die Verantwortung für das Konsumgeschäft wird bis zur Ernennung eines Nachfolgers von Duarte der neue CEO Krause übernehmen.

(AWP/cash)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Peter Kurer will kürzer

Peter Kurer will kürzer treten

Peter Kurer will nach seinem Abgang als Verwaltungsratspräsident von Sunrise kürzer treten.

05.01.2020 15:26

Er sei zu alt, um noch einmal bei einem Grosskonzern eine tragende Rolle zu übernehmen, sagte er im Interview mit dem "SonntagsBlick". Das Amt als Sunrise-Verwaltungsratspräsident gebe er aus drei Gründen ab: Erstens sei er in einem Alter, in dem er das sowieso nicht mehr lange gemacht hätte. "Zweitens hatte ich die tiefe Überzeugung, dass die Übernahme der UPC das Richtige gewesen wäre." Weil die Aktionäre anderer Meinung gewesen seien, sei es nun Zeit, Platz zu machen.

"Drittens ist die personelle Bereinigung auch deshalb wichtig, weil die heftige Auseinandersetzung über den UPC-Deal innerhalb der Sunrise Spuren hinterlassen hat." Jetzt müsse wieder Ruhe einkehren.

Mehr Zeit für Enkel

Der im Februar angekündigte Kauf der grössten Kabelnetzbetreiberin für 6,3 Milliarden Franken war zum Jahresende am erbitterten Widerstand von Sunrise-Grossaktionären gescheitert. Am Freitag gaben in der Folge Kurer sowie Sunrise-Vizepräsident Peter Schöpfer und CEO Olaf Swantee ihren Abgang bekannt.

Die freiwerdende Zeit will Kurer nun mit seinen Enkeln verbringen: "Der Wegfall des Sunrise-Mandats bringt mir einen Kapazitätsgewinn von 25 Prozent", sagte er. Den wolle er nutzen. Jeder seiner Enkel habe zum Beispiel Anspruch auf einen halben Tag pro Woche mit dem Grossvater. Bald werde er vier Enkel haben.

Weiter blickte Kurer in dem Interview auch auf seine Zeit in der Schweizer Wirtschaft zurück. Als seine grössten Erfolge nannte er die Fusion von BBC und Asea zur ABB und die Entstehung von Novartis. Auch die Zeit des boomenden Investmentbankings bei der UBS sei spannend gewesen, "endete aber in einer grossen Krise".

Falsch zitiert

Während Kurers Zeit als Chefjurist bei der UBS half die Bank amerikanischen Kunden beim Steuerbetrug. "Die Sache war unglücklich, ich war aber nicht direkt involviert", sagte Kurer dazu. Er sei weit weg von diesen Vorgängen gewesen.

Auf die Frage, welche Kritik er als gerechtfertigt ansehe, sagte er: "Man hat nicht gesehen, dass das Grundmodell des schweizerischen Privatbankengeschäfts, nämlich das grenzüberschreitende Geschäft mit ausländischen Staaten, nicht mehr toleriert wurde." Aber diesen Fehler habe nicht er gemacht. "Wir Juristen haben wiederholt auf die Risiken hingewiesen."

Später übernahm Kurer das Präsidium der UBS und war dabei, als der Staat die Grossbank retten musste. Mit seinen späteren Aussagen, die Hilfe wäre nicht nötig gewesen, fühlt sich Kurer falsch zitiert: "Ich sagte, dieser Entscheid sei damals richtig gewesen. Aber im Rückblick wären wir wahrscheinlich auch ohne diese Staatshilfe durchgekommen."

Während aber wegen der UBS nie jemand aggressiv auf ihn zukomme, habe ihm die Swissair-Geschichte enorm geschadet, sagte Kurer weiter. Beim Grounding der Airline vertrat er die UBS.

Es grenze an Geschichtsklitterung, dass einige Leute bis heute so täten, als ob die UBS für das Grounding verantwortlich gewesen wäre. "Die Swissair wurde zu Tode gemanagt. Die Leute sehen das aber leider oft nicht und machen keinen Unterschied."

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

walerian
Bild des Benutzers walerian
Offline
Zuletzt online: 21.01.2020
Mitglied seit: 10.11.2015
Kommentare: 168
.

Da wird bereits wieder kräftig gekauft. In einer Woche redet kein Mensch mehr von der Iran-USA Krise. 

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 22.01.2020
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 24'852
Sunrise erhöht Lohnsumme für

Sunrise erhöht Lohnsumme für 2020 um 1 Prozent

Der Telekommunikationsanbieter Sunrise erhöht die Lohnsumme für 2020 um 1 Prozent. Dies sei mit dem Sozialpartner vereinbart worden, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Die zusätzlichen Mittel sollen für individuelle Lohnerhöhungen eingesetzt werden.

15.01.2020 10:21

an/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten