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Nick Hayek: «Sind bei

Nick Hayek: «Sind bei Uhrwerken sicher nicht marktbeherrschend»

Für eine rasche Lösung im Uhrwerke-Streit würde Swatch-Chef Nick Hayek auch Auflagen der Wettbewerbskommission (Weko) akzeptieren. Man wolle bei Uhrwerken nie wieder ein dominanter Akteur sein.

03.01.2020 07:24

So könnte etwa mit Lieferobergrenzen garantiert werden, dass der Marktanteil der Tochter ETA unter einem Drittel bleibt. "Das wäre für uns kein Problem. Aber dieser Entscheid darf nicht erst im nächsten Sommer fallen, sondern muss jetzt rasch getroffen werden", fordert Hayek in einem Interview mit der "NZZ" vom Freitag. Er bringt eine Obergrenze von jährlich 400'000 Uhrwerken während zwei Jahren ins Spiel.

"Wir wollen bei Uhrwerken nie wieder ein dominanter Akteur werden", stellt Hayek klar. Bereits heute liege der Anteil von ETA auf dem Markt für Drittkunden weit unter einem Drittel, was "sicher nicht" marktbeherrschend sei.

Bei der heutigen Grösse des Marktes läge der Marktanteil von einem Drittel bei Uhrwerken für Dritte bei rund 500'000 Stück. "Unsere Planung liegt sogar nur bei 350'000 bis 450'000 Stück, weil wir anspruchsvollere und teurere Uhrwerke produzieren wollen", erklärte der Swatch-Chef.

Marktbeherrschende Stellung

Swatch hatte in früheren Jahren aus historischen Gründen praktisch ein Monopol auf dem Markt für mechanische Uhrwerke. Der Konzern wollte aber nicht mehr länger verpflichtet sein, die gesamte Schweizer Uhrenindustrie mit diesen Produkten zu beliefern.

2013 unterzeichneten die Weko und Swatch eine Liefervereinbarung, in der die kontrollierte Reduktion der Liefermengen geregelt wurde. Die Konkurrenz sollte die Chance haben, sich am Markt zu entfalten. Zu diesem Schritt hatte die Swatch selbst die Weko angeregt.

Bis Ende 2019 sollte sich die Weko entscheiden, ob Swatch in die unternehmerische Freiheit entlassen wird. Kurz vor Weihnachten gab die Behörde bekannt, voraussichtlich erst im Sommer 2020 zu einem Entscheid zu gelangen. In der Zwischenzeit wurden vorsorgliche Massnahmen erlassen. Diese sehen vor, dass ETA vorläufig keine Uhrwerke an Dritte mehr liefern darf.

ETA fällt lange aus als Lieferant

Hayek kann dieses Vorgehen nicht nachvollziehen. Man sei überzeugt gewesen, dass die ETA ab 2020 frei sein würde. Darum habe die Gruppe im vergangenen Sommer, mit dem Wissen der Weko, nicht nochmals Bestellungen nach dem alten Monopolregime entgegengenommen. "Wenn die Weko erst in einem halben Jahr einen Entscheid fällt, wird die Swatch Group für fast zwei Jahre als Lieferant für Dritte ausfallen", beklagt sich Hayek.

Der Weko-Entscheid sei zudem ein schlechtes Signal für den Werkplatz Schweiz. Es sei auch ein Schwächezeichen, das im Ausland sehr genau registriert werde. Denn es bremse die Innovation der Hersteller. "Seit bald zehn Jahren warten wir darauf, endlich auch mit Drittkunden unser Innovationspotenzial ohne staatliche Wettbewerbshindernisse ausschöpfen zu können."

(AWP)

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Hongkong-Proteste verhageln

Hongkong-Proteste verhageln Swatch das Geschäft

Der Einbruch im Schlüsselmarkt Hongkong hat den Uhrenhersteller Swatch 2019 zurückgeworfen.

Aktualisiert um 08:03

Swatch hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt und auch weniger verdient als noch vor Jahresfrist. Dem weltgrössten Uhrenkonzern machten die Unruhen im Shoppingmekka Hongkong zu schaffen.

Der Konzern verkaufte im Jahr 2019 Uhren für insgesamt 8,24 Milliarden Franken. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 2,7 Prozent, wie Swatch am Donnerstag mitteilte. Um Währungseinflüsse bereinigt lag das Minus bei 1,8 Prozent.

Swatch bekam wie die Konkurrenz die Krise am wichtigen Absatzmarkt Hongkong zu spüren. In der von Unruhen und Demonstrationen belasteten chinesischen Sonderverwaltungszone brachen die Verkäufe der Swatch Group allein in der zweiten Jahreshälfte um rund 200 Millionen Franken ein. Ohne Hongkong wäre der Gruppenumsatz in Lokalwährungen im zweiten Halbjahr gar um 5 Prozent gestiegen.

Marge sinkt

Die tieferen Verkaufszahlen wirkten sich auch auf die Profitabilität des Bieler Uhrenkonzerns aus: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 11 Prozent auf 1,02 Milliarden Franken und die Marge ging um 1,2 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent zurück.

Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 748 Millionen nach 867 Millionen im Jahr davor. Das ist ein Minus von 14 Prozent. An die Aktionäre will Swatch dennoch eine unveränderte Dividende von 8,00 Franken je Inhaber- und von 1,60 Franken je Namenaktie bezahlen.

Mit den Kennzahlen hat Swatch die Vorgaben der Analysten verfehlt.

Im neu angelaufenen Jahr rechnen die Bieler mit einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld in Hongkong. Im Rest der Welt werde hingegen währungsbereinigt mit weiterem Wachstum gerechnet, hiess es.

(AWP/Reuters/cash)

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Swatch sagt «Time to Move»

Swatch sagt «Time to Move»-Messe ab

Der Uhrenkonzern Swatch hat seine hauseigene Messe «Time to Move» wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt.

04.02.2020 07:08

Die beteiligten Marken würden ihre neuen Produkte zu einem späteren Zeitpunkt während regionaler Veranstaltungen vorstellen, teilte die Swatch Group mit. Der Anlass, der sich an den Fachhandel und Journalisten richtet, hätte zwischen dem 28. Februar und dem 4. März in Zürich stattfinden sollen. Swatch wolle es seinen Partnern nicht zuzumuten, in einem unsicheren Klima international zu reisen, erklärte das Unternehmen.

Die Swatch-interne Messe mit sämtlichen Marken wie Omega, Blancpain, Glashütte Original, Breguet, Tissot, Hamilton etc. fand erstmals 2019 statt. Dort präsentierte Swatch Händlern und Medien die eigenen Uhrenneuheiten, da der Konzern nicht mehr am Branchenevent "Baselworld" teilnimmt.

(AWP)

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Swatch geht im Streit mit

Swatch geht im Streit mit Weko ans Bundesverwaltungsgericht

Swatch erhöht im Streit mit der Wettbewerbsbehörde (Weko) rund um Bestimmungen zur Lieferung mechanischer Uhrwerke der Tochter ETA den Druck. Der Uhrenkonzern hat sich an das Bundesverwaltungsgericht gewandt.

12.02.2020 11:43

Die Swatch Group habe am 20. Januar am Bundesverwaltungsgericht gegen die im Dezember von der Weko erlassene Verfügung Beschwerde eingereicht, teilte der Konzern am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mit und bestätigte einen Bericht der "NZZ". Swatch kämpft dafür, dass ETA frei darüber entscheiden kann, welchen Kunden sie wie viele mechanische Uhrwerke liefert.

Das Gericht soll klären, ob die von der Weko getroffenen Massnahmen nichtig sind. Es geht aber vor allem auch um die Frage, ob die aufschiebende Wirkung der Swatch-Beschwerde superprovisorisch wiederhergestellt werden kann. Die Weko habe bis am 25. Februar Zeit, beim Bundesverwaltungsgericht insbesondere zu diesem Thema Stellung zu nehmen, sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey zu AWP.

Die Weko hatte in ihrem Entscheid vom Dezember allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen. Hätte sie das nicht getan, wären ihre vorläufigen Massnahmen über eine Beschwerde sofort wieder ausser Kraft gesetzt worden.

Bis wann dann das Bundesverwaltungsgericht einen Entscheid fällt, ist offen.

Warten auf Weko-Entscheid

Im Dezember hatte die Weko in der Uhrenbranche für grosse Aufregung gesorgt. Sie ergriff in einer Verfügung zu einer im Jahr 2013 einvernehmlich mit Swatch getroffenen Vereinbarung vorläufige Massnahmen.

Die Vereinbarung hatte ursprünglich zum Ziel, die historisch bedingt dominierende Position von ETA am Markt für mechanische Uhrwerke bis Ende 2019 abzubauen. Konkurrenten sollten die Chance erhalten, sich am Markt zu entfalten. Swatch hoffte darauf, dass ETA von Lieferzwängen und -beschränkungen befreit wird.

Doch daraus wird vorerst nichts. Die Weko braucht mehr Zeit, um die umfassende Frage zur Marktdominanz von ETA abschliessend zu beurteilen. Die Behörde erliess daher kurz vor Weihnachten eine Verfügung, die der ETA verbietet, neue Lieferbeziehungen mit ausgewählten Kunden einzugehen. Davon ausgenommen sind KMU.

Die Weko behandle den Fall und halte am Fahrplan fest, bis im Sommer einen Entscheid dazu zu fällen, bestätigte Weko-Direktor Ducrey im Dezember gemachte Aussagen.

mk/rw

(AWP)

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