Swisscom

350 Kommentare / 0 neu
21.01.2007 17:37
#1
Bild des Benutzers learner
Offline
Kommentare: 3585
Swisscom

Habe heute alle Aktien in meiner Beobachtungsliste gescreent (es sind viele!).

Dabei ist mir aufgefallen, dass mir eine Aktie entgangen ist, wie -scheint's (habe keinen Thread dazu gefunden...)- auch diesem Forum. Die Aktie ist seit längerer Zeit ein Spitzenreiter.

Mein Grund für die vergangene Unliebe: Telefonie erinnert an Omi? Ich weiss es nicht. Ich frage mich aber gegenwärtig, was der Grund ist, warum die Aktie seit Oktober ein solches Wachstum hat.

Zweifelsohne ist sie die solideste Telekommunikationsaktie im Schweizer Markt. Warum aber hat eine solch alte Technologie (man möchte es glauben) nun eine andere Gangart als früher? Zufälliger Zauber?

Mir kommt was in den Sinn. Brauche hier aber Hilfe von Fachleuten. Habe irgendwo gelesen, dass San Francisco die erste Stadt wird, in der man überall über WLAN das Internet bedienen kann. Oder auch ein zukünftiges Vehikel wie iPhone, das Telephon, Internet und Navigationsgerät in einer Sache verbinden wird. Es ist klar, dass dies in kurzer Zeit (einem bis zwei Jahren) eine länderweite Angelegenheit ist. Die Schweiz ist nicht übermässig drittweltländisch. Es darf angenommen werden, dass CH bei den ersten sein wird, die dies zur Verfügung stellen. Wer ist hier der potenteste Provider einer solch zukünftigen Leistung? Halt wohl doch Swisscom, die seit einiger Zeit (mit ihrem neuen CEO Carsten Schloter) einen gewitzten Jungen in der Führung hat. Er flösst mir so gutes Vertrauen ein, dass ich ernstlich bezweifle, ob die Konkurrenten was auszurichten haben.

Aber eben: Ich stelle hier eine Frage ins Forum, und hoffe, dass jemand, der sich mit diesen Fragen auskennt, es liest, und die Gnade hat, eine Einschätzung zu meinen dilettantischen Gedanken zu geben.

Cheeze from Switzerland.

Valor: 
874251 - Swisscom
Aufklappen
Es gibt noch Schlimmeres.
vor 17 Stunden 54 Minuten
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom baut Gesundheitsgeschäft aus

Swisscom Health baut das Geschäft im Schweizer Gesundheitswesen aus und kauft dazu von Galenica das medizinische Informationssystem TriaMed.

Heute würden bereits rund 2'000 Ärzte die curaPrax-Lösung der Swisscom-Tochter nutzen, mit dem Zukauf verdopple sich nun der Kundenstamm, teilen die beiden Konzerne am Freitag in einer gemeinsame Mitteilung mit. Gleichzeitig wollen sie die Zusammenarbeit in Sachen Vernetzung im Schweizer Gesundheitssystem intensivieren.

In der Schweiz entstünden immer mehr Grosspraxen und Praxisketten wobei die Ärzte unter anderem von geteilten Kosten für Infrastruktur und Praxisadministration profitierten, heisst es weiter. TriaMed sei speziell darauf ausgerichtet worden und heute werde es von rund 600 Arztpraxen als elektronische Agenda, für die elektronische Krankengeschichte, das Abrechnungswesen und die Auftragsverwaltung genutzt. Entwickelt wurde TriaMed von der Galenica-Tochter HCI Solutions.

Nun übernimmt Swisscom Health übernimmt die Rechte für TriaMed. Mit dem Kauf wechselten auch das Kernteam, das die Software in den letzten Jahren gestaltet habe, und der Kundenstamm zu Swisscom Health, so die Mitteilung. Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Galenica bleibe auch nach dem Verkauf von TriaMed im eHealth-Umfeld tätig. HCI Solutions konzentriere sich künftig auf die Informationslogistik und Wissensdatenbanken sowie auf die Entwicklung von Software-Tools etwa zur Verbesserung des Medikationsprozesses. Zusätzlich betreibe sie weiterhin Software für Apothekenketten, Einzelapotheken und Drogerien. Dabei wollen Galenica und Swisscom eng zusammenarbeiten.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.09.2016 13:03
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom sieht in "Big Data" beträchtliches Geschäftspotenzial
14.09.2016 12:03

Zürich (awp) - Der Telekommunikationskonzern Swisscom will in Zukunft auch mit "Big Data" Geld verdienen. "Wir sehen ein Marktpotenzial in zweistelliger Millionenhöhe", sagte Iris Kornacker, Leiterin Market Initiatives, am Mittwoch an einer Medienveranstaltung in Zürich. "Wir stehen aber noch ganz am Anfang und investieren derzeit sehr viel", räumte sie zugleich ein.

Die Swisscom nennt "Big Data" in ihrem Sprachgebrauch "Smart Data". Es geht darum, grosse Datenmengen zu verarbeiten und zu verstehen, wie Kornacker ausführte. Auf diese Weise entstünden neue Produkte. So bietet die Swisscom demnächst Städten eine neuartige Verkehrszählung an, die auf der Auswertung von aggregierten und anonymisierten Mobilfunkdaten basiert.

In den letzten Monaten lief ein entsprechender Pilotversuch in der Waadtländer Gemeinde Pully, die täglich vom Transitverkehr überflutet wird. Bislang seien dort nur alle fünf Jahr Verkehrszählungen durchgeführt worden, nun habe man Daten praktisch in Echtzeit, sagte Alexandre Bosshard von den städtischen Behörden. Zum Preis des Produkts wollte sich Kornacker nicht äussern. Es sei aber das Ziel, billiger zu sein als herkömmliche Verkehrszählungen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind laut Kornacker denkbar, zum Beispiel Auswertungen von Kundenströmen für Einkaufszentren. "Die Frage ist aber immer, ob wir es technisch können und ob es gesetzlich erlaubt und mit unseren eigenen Datenschutzrichtlinien vereinbar ist", so die Swisscom-Managerin weiter.

So würden zum Beispiel keine Aussagen gemacht, wenn der Datensatz weniger als 50 Personen umfasse, sagte sie. Die Gefahr von einer Rückverfolgbarkeit und von "Schindluderei" sei in einem solchen Fall zu gross. Ausserdem könnten Swisscom-Kunden die Verwendung der eigenen Daten verbieten, wurde betont.

rw/cf

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.09.2016 14:58
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Privatisierung der Swisscom wäre laut gfs-Studie chancenlos
08.09.2016 13:39

(Mit weiteren Angaben von der Medienkonferenz ergänzt)

Bern (awp/sda) - Eine Privatisierung der Swisscom hätte zum jetzigen Zeitpunkt keine Chance an der Urne. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut gfs.bern. Unabhängig von Alter und politischer Einstellung ziehen die meisten Befragten den Status quo vor.

Die Medien- und Kommunikationsgewerkschaft Syndicom hat die Studie in Auftrag gegeben und sie am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bern präsentiert. Gemäss Lukas Golder vom Meinungsforschungsinstitut gfs.bern hat die Umfrage mit 1005 befragten Personen ergeben, dass eine allfällige Privatisierung der Swisscom auf wenig Interesse stösst.

Sie würde nur kleine Kreise mobilisieren können, sagte Golder. Er zog Vergleiche zu einer früheren Studie zum selben Thema aus dem Jahr 2006, die von einer Vorgängerorganisation der Syndicom in Auftrag gegeben worden war. Damals sei das Interesse in der Bevölkerung deutlich grösser gewesen.

In der aktuellen Befragung gaben 36% jener, die gemäss eigenen Aussagen auf jeden Fall an einer Abstimmung über die Privatisierung teilnehmen würden, an, "bestimmt dagegen" zu sein. Nur 12% wären "bestimmt dafür".

"STARKE ABNEIGUNG"

Laut Golder weist dieses Ergebnis auf eine starke Abneigung der Bevölkerung gegenüber einer Privatisierung der Swisscom hin. Es liessen sich keine klaren Tendenzen bezüglich Altersgruppen und politischer Orientierung erkennen.

Unmittelbar vor dem Beginn der Herbstsession schaltet sich die Syndicom damit in die Diskussion um den Service Public ein. Giorgio Pardini, Leiter des Bereichs Telekommunikation bei der Gewerkschaft, sagte, eine starke Wirtschaft benötige eine gute Infrastruktur. Es gebe genügend Beispiele dafür, dass nach einer Privatisierung Investitionen in die Infrastruktur zurückgingen oder ausblieben.

Der Berner SP-Nationalrat Corrado Pardini sagte: "Gibt man Infrastrukturen in die Hände privater Aktionäre, gibt man sie auf. So einfach ist die Gleichung." Die Swisscom sei ein strategischer öffentlicher Besitz und solle es bleiben.

2006 hatte der Bundesrat die Privatisierung der Swisscom vorgeschlagen, scheiterte jedoch am Parlament.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

06.07.2016 13:22
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom in Italien: Spekulation über Kooperation mit Iliad
06.07.2016 11:15

Zürich (awp) - Neues Szenario für den italienischen Telekommarkt: Die Swisscom-Tochter Fastweb und der französische Iliad-Konzern könnten im südeuropäischen Land im Mobilfunkbereich kooperieren. Laut den Analysten der Deutschen Bank wäre dies eine Win-Win-Situation.

Hintergrund ist der geplante Zusammenschluss der beiden Mobilfunkmarken "Wind" und "3 Italia", die im Besitz der beiden Unternehmen Vimpelcom und Hutchison Holdings sind. In den letzten Wochen waren Iliad und Fastweb in verschiedenen Medienberichten als mögliche Käufer von Mobilfunk-Aktiva der beiden Anbieter genannt worden, sofern ein solcher Verkauf wegen kartellrechtlicher Vorgaben nötig werde. Konkret geht es um Frequenzen und Antennen.

Am Dienstagabend hatte der Iliad-Konzern bekannt gegeben, er stehe für einen Markteintritt in Italien bereit. Am Tag zuvor war in Medienberichten von "exklusiven Verhandlungen" zwischen Iliad und Vimpelcom/Hutchison Holdings die Rede gewesen.

Von Swisscom hatte es zuletzt geheissen, dass Fastweb für alle Optionen offen sei, da sich der Markt im Umbruch befinde. Swisscom-CEO Urs Schaeppi hatte in der letzten Woche gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" erklärt, dass er sich die Auflagen für den geplanten Zusammenschluss von "Wind" und "3 Italia" anschaue. Es sei jedoch zu früh für einen Entscheid. Heute ist Fastweb in Italien auf Breitband-Dienstleistungen fokussiert.

SWISSCOM NASE VORN

Die Experten der Deutschen Bank sehen Swisscom "mit einer Wahrscheinlichkeit von 55%" nach wie vor in der Favoritenrolle als mögliche Käuferin der Mobilfunk-Aktiva, wie einer Studie vom Dienstag zu entnehmen ist. Die Tochter Fastweb verfüge über eine Marke in Italien sowie Shops und Mitarbeiter, während Iliad ganz von vorne starten müsste, heisst es unter anderem zur Begründung.

Die Analysten könnten aber auch einer Lösung viel abgewinnen, an der Swisscom/Fastweb und Iliad beteiligt wären. Denn eine solche hätte gemäss der Studie Vorteile für beide Seiten.

So käme Iliad bei einer Bündelung der Kräfte in den Genuss eines der besten Breitband-Angebote auf dem italienischen Markt, das mit dem Mobilfunk kombiniert werden könnte. Ausserdem blieben Mittel frei, die für allfällige Marktveränderungen in Frankreich verwendet werden könnten.

VORTEIL AUF DEM HEIMMARKT

Swisscom auf der anderen Seite bekäme bei einer Kooperation in Italien keinen neuen gefährlichen Konkurrenten im Breitband-Bereich. Denn laut den Deutsche-Bank-Analysten würde Iliad nach dem Gewinn von Mobilfunkaktivitäten vermutlich auch Breitband-Leistungen einkaufen - wodurch ein neuer Konkurrent entstünde.

Enge Bande zu Iliad könnten laut den Experten auch auf dem Heimmarkt von Nutzen sein: Denn Iliad ist bekanntlich Besitzer des Schweizer Mobilfunkanbieters Salt und bekäme dadurch wohl etwas Beisshemmung. Ein Vorteil wäre ein Deal mit Iliad in Italien ausserdem, weil auf diese Weise die Finanzierung ohne IPO von Fastweb möglich sei und die Dividendenhöhe sicherer sei als bei einem alleinigen Vorgehen.

Sollte gleichwohl Iliad zum Zug kommen, halten es die Analysten für möglich, dass Swisscom über einen Verkauf von Fastweb nachdenkt.

An der Schweizer Börse notieren die Swisscom-Aktien (-0,8%) um 11 Uhr im Rahmen des Gesamtmarktes (SMI: -0,9%).

rw/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

05.07.2016 08:14
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Bietet Swisscom in Italien nicht mehr um Mobilfunk?

Die italienische Swisscom-Tochter Fastweb soll im Bieterrennen um Mobilfunkkapazitäten in Italien keine Rolle mehr spielen.

Die beiden Unternehmen Vimpelcom und Hutchison Holdings, die ihre Mobilfunkmarken "Wind" und "3 Italia" verschmelzen wollen, würden exklusive Gespräche mit dem französischen Iliad-Konzern führen, meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Montagabend und verwies auf eingeweihte Kreise. Iliad ist das Unternehmen des Franzosen Xavier Niel, der unter anderem auch den Schweizer Anbieter Salt besitzt.

In den letzten Wochen waren Iliad und Fastweb in verschiedenen Medienberichten als mögliche Käufer von Mobilfunk-Aktiva der beiden Anbieter genannt worden, sofern ein solcher Verkauf wegen kartellrechtlicher Vorgaben nötig werde. Konkret geht es um überzählige Frequenzen und Antennen. Dadurch könne ein vierten Mobilfunkanbieter im Land entstehen, hatte es geheissen.

Ein Swisscom-Sprecher konnte die Meldung am Montagabend gegenüber AWP nicht bestätigen. Es gelte nach wie vor, dass Fastweb in Italien für alle Optionen offen sei, da sich der Markt im Umbruch befinde. Swisscom-CEO Urs Schaeppi hatte in der letzten Woche gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" erklärt, dass er sich die Auflagen für den geplanten Zusammenschluss von "Wind" und "3 Italia" anschaue. "Es ist zu früh zu sagen, wie wir uns entscheiden werden", hatte er zugleich betont.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

29.06.2016 14:41
Bild des Benutzers dfx1
Offline
Kommentare: 68

Wird bald wieder ein 5 vorne haben

29.06.2016 13:34
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Wdh: Swisscom gewinnt Schweizer Fussball-TV-Rechte - Niederlage im Eishockey
29.06.2016 13:08

(Wiederholung mit richtiger Quelle sda)

Zürich (awp) - Die Swisscom hat bei der Neuausschreibung für die TV-Übertragungsrechte für die obersten Schweizer Fussball- und Eishockeyligen offenbar einen Sieg und eine Niederlage erlitten. Die Rechte für den Fussball hat sie gewonnen, jene für Eishockey verloren, wie CEO Urs Schaeppi in einem Zeitungsinterview sagte. Hinter den Kulissen wird noch verhandelt.

Offiziell ist nur bekannt, dass die Swiss Football League (SFL) und die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) neue TV-Partner gefunden haben. Bei den Ausschreibungen für die Übertragungsrechte für den Zeitraum ab den Saisons 2017/18 seien die Würfel gefallen, teilten beide Verbände kürzlich mit.

Bei dieser Information blieb es: Namen und Details würden erst genannt, wenn die Verträge unterschrieben seien. Eine Zeitangabe wurde nicht gemacht.

KABELNETZBETREIBER ALS HERAUSFORDERER

Nun wagt sich mit Swisscom-CEO Schaeppi ein Bieter für die Rechte aus der Deckung. Gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe 29.6.) erklärte er, dass sein Unternehmen im Poker um die Fussballrechte für die Super League und die Challenge League obsiegt habe. Die Rechte für Live-Eishockey seien hingegen verloren gegangen. Diese waren bislang ebenfalls im Besitz des Telekomkonzerns. Als aussichtsreichster Bieter neben Swisscom galt im Vorfeld ein Konsortium von UPC und weiteren Kabelnetzbetreibern. UPC wollte sich auf Anfrage nicht zum Ausgang des Prozesses äussern.

Die Lizenzvertragsverhandlungen dauerten aber noch an, "deshalb können wir heute keine weiteren Angaben zum Inhalt machen", sagte Schaeppi gegenüber der FuW weiter. Es sei Stillschweigen vereinbart worden. "Wir werden mit dem künftigen Rechteinhaber schauen, dass wir unseren Kunden ein gutes Sportangebt auch im Eishockey bieten können", betonte er zugleich. Bei diesen Verhandlungen dürfte es unter anderem um Zweitverwertungsrechte gehen. Laut der Nachrichtenagentur sda geht es ausserdem darum, welche Live-Rechte zu welchem Preis dem Schweizer Fernsehen überlassen werden.

DEUTLICH HÖHERE SUMMEN

Gemäss dem Online-Portal Watson bezahlt die Swisscom für den Fussballvertrag 35 Mio CHF jährlich. Laut sda waren es bislang nur 24 Mio CHF pro Jahr. Das UPC-Konsortium bezahlt für die Eishockeyrechte laut Watson "ziemlich genau 30 Mio CHF pro Jahr" statt der bisherigen 12 Mio CHF.

Swisscom-CEO Schaeppi gab sich im Vorfeld der Ausschreibung gelassen: Der Erfolg von Swisscom im TV-Geschäft hänge nicht allein vom Schweizer Live-Sport-Angebot ab. "Es wäre keine Katastrophe, sollten wir die Übertragungsrechte nicht mehr bekommen", sagte er damals. Das TV-Angebot der Swisscom sei auch abgesehen davon sehr gut - gerade auch in Sachen internationaler Sport. Diese Aussage wurde damals von Analysten zum Teil als Understatement bezeichnet: Die Verträge seien für Swisscom essentiell.

Wegen der Sportrechte gab es in den letzten Jahren ein juristisches Hickhack. Die Wettbewerbskommission Weko verurteilte Ende Mai - also mitten im Ausschreibungsprozess - Swisscom zu einer Busse von 71,8 Mio CHF. Das Unternehmen habe seine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Live-Sportübertragung im Pay-TV missbraucht, begründete die Weko ihren Entscheid. Die Swisscom wies die Vorwürfe von sich und kündigte den Weiterzug des Urteils an das Bundesverwaltungsgericht an. Rückstellungen seien für den Rechtstreit keine gebildet worden, hiess es ausserdem.

rw/tp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

22.06.2016 15:29
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom und Aurelius mit gerichtlichem Nachspiel zum Publicitas-Verkauf
22.06.2016 15:11

(Verschiedene Präzisierungen. Bei der Klage geht es um die unterschiedliche Bewertung von Bilanzpositionen. Zweitletzter Abschnitt neu formuliert, da die Information von der Swisscom nicht bestätigt wird. Erster Abschnitt nach dem Lead: "Juni" statt "April". Im April wurde der Kauf angekündigt, aber erst im Juni vollzogen)

Zürich (awp/sda) - Die deutsche Beteiligungsgesellschaft Aurelius klagt gegen die Swisscom. Hintergrund ist ein Streit um den Verkauf der Inseratevermarkterin Publicitas.

Im Juni 2014 hatte Aurelius die defizitäre Publicitas von der Muttergesellschaft Publigroupe erworben. Anfang 2015 dann verlor die Publicitas einen wichtigen Kunden: Die "NZZ" hatte sich entschieden ihren Werbeverkauf fortan in Eigenregie durchzuführen.

Dies stösst Aurelius offenbar noch immer sauer auf. Sie beklagt, dass sie bei der Übernahme der Publicitas nicht ausreichend über den bevorstehenden Wegfall der "NZZ" als Kunde informiert worden sei.

KLAGEN GEGEN SWISSCOM EINGEREICHT

Der Vorwurf richtet sich an die Swisscom. Der Telekomkonzern hatte die Muttergesellschaft Publigroupe im September 2014 übernommen, kurz nachdem die Tochter Publicitas von Aurelius aufgekauft worden war.

Mit dem Fall muss sich nun das Zürcher Handelsgericht beschäftigen. Die Swisscom bestätigte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der Zeitung "Finanz und Wirtschaft". Demnach hat Aurelius mehrere Klagen gegen die Swisscom eingereicht.

Neben der angeblich mangelnden Information im Falle der "NZZ", geht es auch um die unterschiedliche Auffassung bezüglich Bewertungen von einzelnen Bilanzpositionen. Offenbar fordert Aurelius buchhalterisch mehr, als vor dem Kauf vereinbart worden war.

SWISSCOM FORDERT EBENFALLS GELD

Die Swisscom ihrerseits erhebt ebenfalls Forderungen an Aurelius. Dabei geht es um den Konkurs des Logistikdienstleisters Xentive. Xentive, an der die Publicitas eine Minderheitenbeteiligung hielt, war 2014 ebenfalls Gegenstand der Transaktion an Aurelius.

Gemäss "Finanz und Wirtschaft" hatte der finanzielle Schaden des Konkurses damals nicht Aurelius zu tragen, sondern die Publigroupe, und damit indirekt deren neue Besitzerin Swisscom. Die Publigroupe habe auf Forderungen gegenüber Xentive verzichtet und das Geld abgeschrieben, während Aurelius eine schuldenfreie Bilanz übernommen habe.

Die Swisscom wollte sich zu diesem Sachverhalt gegenüber der sda nicht äussern. Auch Aurelius hält sich bedeckt. Zu laufenden Verfahren nehme man grundsätzlich keine Stellung, hiess es auf Anfrage.

yr/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

20.06.2016 08:26
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Ist die Swisscom-Aktie totes Geld?

Obschon die renditestarke Swisscom-Aktie im Kurs bereits stark gefallen ist, bleibt die Credit Suisse skeptisch. Ihrer Meinung nach lässt sich über die nächsten 12 Monate kein Geld damit verdienen.

Von Lorenz Burkhalter

Schon Wochen bevor die Schweizer Stimmbevölkerung über die "Pro Service Public"-Initiative entschied, mussten die Aktionäre des Telekommunikationskonzerns Swisscom starke Nerven beweisen. Der Kurs der Aktie bröckelte in zermürbender Art und Weise vor sich hin.

Allen Unkenrufen zum Trotz wurde die für staatsnahe Unternehmen wie die Swisscom schädliche Vorlage ziemlich deutlich abgeschmettert. Wer kurz vor dem Abstimmungswochenende auf eine deutliche Kurserholung setzte - und das waren dem Vernehmen nach nicht wenige - wurde allerdings enttäuscht. Nach einem kurzen Vorstoss bis auf 490 Franken fiel die Aktie in altes Fahrwasser zurück und büsste gut 7 Prozent ihres Werts ein.

Klare Worte findet die Credit Suisse. In einer Unternehmensstudie streicht die Schweizer Grossbank zu Wochenbeginn das Kursziel auf 450 (475) Franken zusammen. Auch wenn es der Studienautor nicht explizit schreibt, so lässt er zumindest durchblicken: Mit der beliebten, weil renditestarken Swisscom-Aktie lässt sich über die nächsten 12 Monate kein Geld verdienen. Sie ist "totes Geld".

Gegenwind dort, wo es weh tut

Das optisch tiefe Kursziel lässt sich damit erklären, dass die Schätzungen des Analysten für den zukünftigen operativen Gewinn (EBITDA) um bis zu 2 Prozent unter den Prognosen anderer Berufskollegen liegen. Er befürchtet, dass der heimische Telekommunikationsmarkt selbst dann noch schrumpft, wenn er in anderen europäischen Ländern bereits wieder wächst.

Im Festnetzbereich erwartet die Credit Suisse eine Kanibalisierung durch den Mobilfunk. Ausserdem schliesst sie einen Vorstoss des Mitbewerbers Salt in diesen bei Swisscom rund 10 Prozent zum Jahresgewinn beitragenden Geschäftszweig nicht aus.

Auch im Mobilfunkbereich erwartet der Studienautor eine Wachstumsverlangsamung, wenn auch nur eine lineare. Das Kundeninteresse an den vor vier Jahren eingeführten Infinity-Tarifen habe spürbar nachgelassen, so schreibt er.

Analyst ist in bester Gesellschaft

Aufgrund dieses Gegenwinds in den wichtigsten Geschäftsfeldern hält der Experte den Bewertungsaufschlag der Swisscom-Aktie (EV/EBITDA von 7,4 gegenüber 6,1 für den europäischen Telekommunikationssektor) für zu hoch.

Mit seiner "Underperform" lautenden Verkaufsempfehlung steht er allerdings nicht alleine da. Gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP raten sieben weitere Experten zum Verkauf dieses Valors. Nur gerade vier empfehlen ihn hingegen zum Kauf. Das optisch hohe durchschnittliche Kursziel von 520 Franken dürfte über die nächsten Wochen wohl noch nach unten angepasst werden. Auf den diesjährigen Schätzungen errechnet sich eine Dividendenrendite von fast 5 Prozent, was im Vergleich mit anderen Aktien aus der Schweiz überdurchschnittlich attraktiv bleibt.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.06.2016 12:09
Bild des Benutzers Monetas
Offline
Kommentare: 391

Swisscom bietet beim heutigen Kurs eine Dividendenrendite von ca 4.8%. Trozt beinahe Staatsgarantie, wo sieht ihr die Risiken für Swisscom resp. kann die Dividendenpolitik beibehalten werden.

08.06.2016 08:40
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom-Tochter Fastweb will sich möglicherweise verstärken in Italien
07.06.2016 19:41

Zürich (awp) - Die italienische Swisscom-Tochter Fastweb will möglicherweise in Italien zukaufen. Laut einem Bericht der Agentur Bloomberg ist sie vorläufig interessiert an gewissen Mobilfunk-Vermögenswerten, die in Italien aufgrund einer geplanten Fusion der beiden dortigen Mobilfunk-Töchter von VimpelCom Ltd. und CK Hutchison Holdings auf den Markt kommen könnten.

Es geht dabei laut dem Bericht, der auf Quellen aus dem Umfeld der Transaktion beruht, um überzählige Funkfrequenzen und 5'000 Türme. Der Verkauf dieser Vermögenswerte könnte von den EU-Wettbewerbsbehörden gefordert werden, damit die geplante Fusion bewilligt wird, heisst es.

Das vorläufige, allerdings nicht bindende Angebot von Fastweb sei der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager präsentiert worden, heisst es weiter. Neben Fastweb sollen auch die französische Iliad und die vor allem in der Karibik, in Zentralamerika und in Asien Pazifik tätige Digicel Group unter den vorläufigen Bietern sein.

uh/

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

03.06.2016 08:19
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Heute noch die Swisscom-Wette abschliessen?

Die Abstimmung über die «Pro Service public»-Initiative kann am Sonntag die Zukunft der Swisscom prägen. Alles über einen möglichen Dividendenausfall, Kursreaktion, Bundesbeteiligung und Spekulationskäufe von Anlegern.

http://classic.cash.ch/news/boersenticker/heute_noch_die_swisscomwette_a...

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

25.05.2016 11:41
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom: Kein Hinweis auf Hackerangriff
25.05.2016 11:25

Bern (awp/sda) - Die Swisscom sucht nach wie vor nach der Ursache für den Internetausfall am Dienstag. Ein Angriff von aussen kann aber wohl ausgeschlossen werden. Die Securityspezialisten hätten keinen Hinweis auf einen Hackerangriff gefunden, schrieb Mediensprecherin Annina Merk am Mittwoch auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Den Angaben zufolge laufen die Systeme wieder stabil und auch die Feedbacks der Kunden sind positiv. Bei der Ursachenanalyse tappt der Telekomriese aber nach wie vor im Dunkeln. Die Techniker seien gemeinsam mit dem Hersteller dabei, alle Systeme zu überprüfen. Bundesbehörden seien keine involviert.

Immerhin konnte laut Merk inzwischen der Ursprung der Störung in einem Netzbereich in Lausanne lokalisiert werden. Am Mittwoch hiess es, dass die Störung technisch der "Ethernet Access Plattform" zugeordnet werden könne. Diese sichert den Zugang der Geschäftskunden auf das Breitband-Internet.

Die Störung hatte ab Dienstagmittag während Stunden zum Ausfall der Internetverbindung bei zahlreichen Geschäftskunden der Swisscom geführt. Ab 19 Uhr war die Störung weitgehend behoben.

Gemäss der Sprecherin waren Kunden aus der ganzen Schweiz betroffen, die Panne lasse sich nicht auf einzelne Regionen oder Branchen eingrenzen. Wegen des Unterbruchs stiegen auch in verschiedenen Städten Bankomaten aus, die an das Swisscom-Netz angeschlossen sind. Das Festnetz und die Mobilverbindungen waren hingegen nicht tangiert.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

24.05.2016 15:40
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Grosse Panne bei Swisscom in der ganzen Schweiz
24.05.2016 14:29

Lausanne (awp/sda) - Bei der Swisscom geht in der gesamten Schweiz bei vielen Geschäftskunden seit dem Mittag nichts mehr. Auch Bankomaten in mehreren Städten funktionieren nicht mehr.

"Es ist zu einer Störung gekommen", sagte Annina Merk, Mediensprecherin von Swisscom, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Diese betreffe in der ganzen Schweiz vor allem grosse Geschäftskunden, aber nicht alle.

Die Anzahl Kunden lasse sich nicht beziffern und die Störung auch noch nicht regional eingrenzen, hielt Merk fest. Zumindest in Lausanne funktionierten über Mittag zeitweise die Bankomaten nicht mehr, wie die sda nachprüfen konnte. Auch mehrere Regionalredaktionen der sda waren von der Störung betroffen.

Gemäss der Internetseite der Zeitung "Blick" sind auch Bankomaten in Zürich betroffen. Von der Panne sind die Breitband-Internetleitungen betroffen. Der Mobilfunk sowie die Festnetztelefonie funktionieren nach wie vor.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

24.05.2016 08:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom wird von Weko gebüsst

Das Telekommunikationsunternehmen Swisscom erhält von der eidgenössischen Wettbewerbskommission Weko eine Busse in Höhe von knapp 72 Millionen Franken.

Der Vorwurf laute auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung im Bereich der Live-Sportübertragung im Pay-TV, teilt die Weko am Dienstag mit. Die Swisscom weist in einer separaten Mitteilung die Vorwürfe von sich. Man werde den Entscheid an das Bundesverwaltungsgericht weiterziehen. Rückstellungen seien für den Rechtstreit keine gebildet worden.

Die Weko habe festgestellt, dass Swisscom mit ihren Tochtergesellschaften bei der Live-Übertragung von Spielen der Schweizer Fussball- und Eishockeymeisterschaft sowie von gewissen ausländischen Fussballmeisterschaften im Pay-TV marktbeherrschend ist, so die Meldung der Behörde. Diese Marktbeherrschung sei von der Swisscom in mehrfacher Hinsicht missbraucht worden.

Die Swisscom zeigt sich dagegen überzeugt, sich beim Vermarkten von Sportinhalten rechtmässig zu verhalten. Die Verfügung der Weko werde nun detailliert geprüft, heisst es in der Mitteilung. Der Entscheid werde an das Bundesverwaltungsgericht und falls nötig an das Bundesgericht weitergezogen. Swisscom erachtet die Chancen im Rechtsmittelverfahren für intakt und nehme daher keine Rückstellungen vor.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

07.05.2016 22:34
Bild des Benutzers mueret00
Offline
Kommentare: 88

Im Moment würde die Public Service Initiative angenommen.

Nach dieser Initiative dürfte auch die Swisscom nicht mehr Gewinnstreben sein.

Weshalb ist der Einfluss auf die Aktie im Moment gegen 0?

Ohne zukünftige Dividendenausschüttung könnte die Aktie wertlos werden oder?

Dazu schreibt der Gewerkschaftsbund:
http://www.sgb.ch/aktuell/2-x-nein-fuer-einen-starken-service-public/nei...

Zitat: "Zudem würde die Initiative die Privatisierung der gewinnbringenden Unternehmensbereiche forcieren. Denn es ist unmöglich, dass der Swisscom als privatrechtlicher Aktiengesellschaft verboten würde, ihren Aktionären (der Bund hält nur 51% der Aktien) Dividenden auszuzahlen. Der Bund würde also seine Mehrheitsbeteiligung an der Swisscom aufgeben."

Ich mache mir z.B. auch Gedanken, was bei der Swisscom "Grundversorgung" ist und was eben keine Grundversorgung. Denn Swisscom könnte ja in die lukrativen Geschäfte und die Grundversorgung aufgespalten werden. Das geht in Richtung Erträge privatisieren und Aufwände verstaatlichen. Dann hat der Bund das Maleur und wir Aktionäre fahren sogar besser. Meinst Du, italienische Tochterfirmen, Teleclub und Swisscom-TV oder die Internetwerbetöchter gehören zur Grundversorgung?

Es ist insofern eine Wette auf unterschiedliche Optionen.

Die Swisscom selbst stellt das deutlich grauer dar: 
https://www.swisscom.ch/de/about/medien/piazzetta/swisscom-im-visier.html

Mal so gesagt: Es gibt keinen Grund auszusteigen. Diese Initiative muss zuerst angenommen werden, dann wird ein Gesetz geformt... Bis dahin vergehen Jahre. Auch wenn ich aufzeige, dass selbst die Annahme mit Aufspaltung der Swisscom nicht zu fürchten ist, tendiere ich eher zum Status Quo. Ich liebe die Aktie als Dividendenperle.

Und ja: Die Initiativen, die Swisscom ganz zu privatisieren, könnten auch zunehmen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Bund sinnlose Invests an der Backe haben will.

03.05.2016 07:51
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom beim Gewinn leicht über Prognosen

Der Telekomkonzern Swisscom hat im ersten Quartal leicht mehr verdient als von Experten geschätzt woren war.

Der Reingewinn im ersten Quartal belief sich auf 364 Millionen Franken. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur awp im Schnitt mit 360 Millionen Franken Reingewinn gerechnet.

Die Swisscom-Aktie liegt aktuell um 3,3 Prozent tiefer als zum Jahresanfang.

Folgt mehr.

(cash)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

02.05.2016 14:26
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Ausblick Swisscom: Erstquartalsumsatz von durchschnittlich 2,89

02.05.2016 - 13:47Zürich (awp) - Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom veröffentlicht am Dienstag, 3. Mai, die Ergebnisse zum ersten Quartal 2016. Zum AWP-Konsens haben insgesamt acht Analysten beigetragen.

Q1 2016E
In Mio CHF      AWP-Konsens      Q1 2015A   
Umsatz             2'888          2'893        
EBITDA             1'034          1'051        
EBIT                 506            544        
Reingewinn*          360            351        

*nach Minderheiten

FOKUS: Die Analysten gehen gemäss AWP-Konsens von einem im Schnitt praktisch unveränderten Umsatz (-0,2%) aus. Beim Betriebsgewinn (EBITDA) rechnen sie im Schnitt mit einem Minus von 1,6%. Unter dem Strich wird ein 2,5% höherer Reingewinn erwartet.

Eine Schlüsselfrage ist, ob Swisscom den Preiskampf auf dem Schweizer Telekommarkt zu spüren bekommen hat. Einige Analysten könnten sich dies vorstellen, auch wenn vom Swisscom-Management ein solcher Effekt bislang stets verneint wurde. So begründeten mehrere Analysten in den letzten Wochen Kurszielsenkungen und negative Einschätzungen für die Swisscom-Valoren mit einem sich angeblich intensivierenden Wettbewerb - im Privat- und im Geschäftskundensegment.

Abgesehen davon wird sich der Fokus auf die Resultate der Italientochter Fastweb richten, die mit einem klaren Wachstum für das Erreichen des Umsatzzieles eine wichtige Rolle spielen soll. Die Analysten rechnen denn auch - hauptsächlich aufgrund des stärkeren Euros - mit einem positiven Einfluss von Fastweb auf den Umsatz, während für das Schweizer Geschäft ein rückläufiger Umsatz erwartet wird.

An der Guidance für das Gesamtjahr dürfte das Management nach nur einem Quartal kaum Retuschen vornehmen.

Ein Update wird zu den geplanten Sparmassnahmen erwartet. Die Kostenbasis soll bekanntlich bis 2020 um 300 Mio CHF gesenkt werden. Kostenoptimierungen seien notwendig, weil hohen Investitionen sinkenden Einnahmen gegenüberstünden, begründete CEO Urs Schaeppi den Schritt im Februar. Konkret sollen im laufenden Jahr bis zu 700 Stellen gestrichen werden, vor allem in unterstützenden Bereichen.

ZIELE: Für das Geschäftsjahr 2016 peilt das Management einen Nettoumsatz von "über" 11,6 Mrd CHF, einen EBITDA von "rund" 4,2 Mrd und Investitionen von "über" 2,3 Mrd an. Ausserdem wird eine unveränderte Dividende in Aussicht gestellt, sollten die Ziele erreicht werden. Diese lag 2015 bei 22 CHF je Aktie.

In der Schweiz sei allerdings mit einem 100 bis 200 Mio CHF tieferen Umsatz zu rechnen, sagte CFO Mario Rossi bei der Vorlage des Jahreszahlen 2015. Wachstum erhofft er sich dafür von Fastweb: Das dortige Potenzial sei noch nicht ausgeschöpft. Wachsen soll Fastweb insbesondere auch im Mobilfunkbereich. Dafür werde eine neue Partnerschaft mit Telecom Italia sorgen, dank der die Anzahl SIM-Karten innert vier Jahren auf eine Million verdoppelt werden soll. Die bisherige Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkanbieter Hutchinson solle hingegen beendet werden.

PRO MEMORIA: Swisscom lancierte in den letzten Wochen und Monaten wie üblich diverse neue Produkte oder kündigte die Lancierung neuer Angebote an. Unter dem Namen "Infinity 2.0" werden zum Beispiel der Mobilfunk-Kundschaft Pauschalabos mit erweiterter Leistung angeboten. Gleichzeitig wurden bei einigen Pauschalangeboten auch die Tarife erhöht. Im TV-Bereich bringt das Unternehmen eine neue TV-Box auf den Markt, die Bilder in ultrahochauflösender Qualität (Ultra High Definition, 4K) verarbeiten kann.

Auch technologisch gab es News: So will die Swisscom ihr Mobilfunknetz aufrüsten. Als Zwischenschritt auf dem Weg zur fünften Mobilfunkgeneration 5G werde anfangs nächsten Jahres die Technologie 4.5G (auch LTE Advanced Pro genannt) eingeführt. Der Ausbau der Basisversorgung über ein Low Power Network (LPN) ist bis Ende 2016 geplant.

Unter Druck gerät die Swisscom im Bereich Sportrechte. Die Mitglieder des Dachverbands der Schweizer Kommunikationsnetze Suissedigital nehmen einen neuen Anlauf, sich die Übertragungsrechte für Sportevents zu sichern. Sie wollen damit explizit die jetzige starke Position der Swisscom brechen.

Anfang April nahm Admeira ihren Betrieb auf. Es handelt sich dabei um die umstrittene neue Werbeallianz, die gemeinsam mit der SRG und Ringier betrieben wird.

Ende März wurde bekannt, dass sich im Bereich der digitalen Bezahlsysteme eine einheitliche, schweizerische Lösung anbahnen könnte. Eine breite Allianz bestehend aus den grössten Banken (UBS, Credit Suisse, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, Postfinance), der Börsenbetreiberin SIX, den Detailhändlern Coop und Migros sowie der Swisscom führe Sondierungsgespräche für eine "gemeinsame Lösung für digitale Zahlungsverkehrsleistungen in der Schweiz", hiess es damals.

AKTIENKURS: Die Swisscom-Aktie bestätigte im laufenden Jahr ihren Ruf als beständiger Wert. Unter dem Strich verloren die Titel seit Jahresbeginn gut 3% auf etwas unter 490 CHF, während der Gesamtmarkt rund 9% nachgab. Die Vorjahresbestwerte von rund 580 CHF sind aber in weiter Ferne.

sig/rw/jl

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

29.04.2016 22:43
Bild des Benutzers roca
Offline
Kommentare: 60

Im Moment würde die Public Service Initiative angenommen.

Nach dieser Initiative dürfte auch die Swisscom nicht mehr Gewinnstreben sein.

Weshalb ist der Einfluss auf die Aktie im Moment gegen 0?

Ohne zukünftige Dividendenausschüttung könnte die Aktie wertlos werden oder?

 

 

20.04.2016 13:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom rüstet Mobilfunknetz weiter auf
20.04.2016 11:04

Bern (awp/sda) - Die Swisscom rüstet ihr Mobilfunknetz weiter auf. Als Zwischenschritt auf dem Weg zur fünften Mobilfunkgeneration 5G führt der grösste Telekomkonzern der Schweiz anfangs nächsten Jahres die Technologie 4.5G (auch LTE Advanced Pro genannt) ein.

Damit liessen sich Übertragungsraten von maximal 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) beim Herunterladen nutzen, teilte die Swisscom am Mittwoch in einem Communiqué mit. Derzeit liegt die theoretische Höchstgeschwindigkeit im Freien bei 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). An einigen ausgewählten Standorten in Gebäuden sind zudem Übertragungsraten von maximal 450 Mbit/s möglich.

Nun sei es der Swisscom als erster Mobilfunkanbieterin anfangs Woche in einem Test zusammen mit dem Telekomausrüster Ericsson gelungen, Daten mit einer Geschwindigkeit von 1 Gbit/s zu senden. Endgeräte, die die Technologie LTE Advanced Pro unterstützen, würden höchstwahrscheinlich am Mobilfunkkongress 2017 in Barcelona vorgestellt, hiess es weiter.

LTE Advanced Pro ist eine Weiterentwicklung der bisherigen vierten Mobilfunkgeneration LTE. Sie ist eine Etappe auf dem Weg fünften Mobilfunkgeneration 5G, die frühestens 2020 bereit sein soll.

5G verspricht einen weiteren Geschwindigkeitsschub. Mit ihr sollen Handy- und Tabletnutzer mit bis zu 10 Gbit/s unterwegs durchs Internet sausen. Zum Vergleich: Die Maximalgeschwindigkeit im Festnetz beträgt derzeit für Privatpersonen 1 Gbit/s.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

14.03.2016 13:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom baut Netz für Internet der Dinge

Der Telekomkonzern Swisscom baut als erste Anbieterin schweizweit ein ergänzendes Netz für das Internet der Dinge

Der Ausbau der Basisversorgung über ein Low Power Network (LPN) ist bis Ende 2016 geplant. Bisher gab es nur einen Pilottest in Genf und Zürich, der im Frühjahr 2015 begann, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Das neue Netzwerk, dass teilweise über die bestehenden Sendestandorte von Swisscom Broadcast errichtet werden soll, werde 80% der Schweizer Bevölkerung im Freien versorgen und nur zu geringen Immissionen führen. Die Technik ermögliche es, begrenzte Informationen zu übermitteln, wie etwa Parkplatzbelegung, Füllstand von Recyclingcontainern oder Heizungsverbrauch. In den bisherigen Pilot-Städten Zürich und Genf hätten sich über 100 Firmen, Behördenkunden und Hochschulen interessiert. Inzwischen seien mehr als 15 Ideen konkretisiert, als Prototyp errichtet oder bereits in Betrieb.

Für Anwendungen mit hohem Datenbedarf wie Autos, Fernwartung oder Echtzeit-Kontrollsysteme komme auch künftig das Mobilfunknetz zum Zuge. Der Nutzen ergebe sich durch die Kombination der verschiedenen Netze mit ihren jeweiligen Eigenschaften.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.03.2016 15:29
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Anleihe: Swisscom nimmt 200 Mio CHF zu 0,375% bis 2028 auf
08.03.2016 14:02

Zürich (awp) - Der Telekomkonzern Swisscom emittiert unter Federführung der UBS eine öffentliche Anleihe zu folgenden Konditionen:

Betrag: 200 Mio CHF
Coupon: 0,375%
Ausgabepreis: 101,208%
Liberierung: 31.03.2016
Laufzeit: bis 31.03.2028
Rating: A2/A (Moody's/S&P)
Valor: 31'792'166 (3)
Kotierung: SIX Swiss Exchange, provisorischer Handel ab 29.03.2016

ra/rw

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

29.02.2016 09:12
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250

Swisscom- Aktien haben trotz der beträchtlichen Dividendenrendite einen schweren Stand. Einerseits reduzieren Grossanleger ihre Positionen, andererseits engagieren sich bekannte Leerverkäufer in den Titeln. Die Schwäche der Aktie schürt die Erwartung, dass die Titel auch im Vorfeld der Dividendenzahlung am 8. April wenig gefragt sein werden.

Meiden

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

04.02.2016 08:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Abbau von hunderten Stellen bei der Swisscom

Um zu sparen, greift die Swisscom auch zu einem grösseren Stellenabbau. Es würden mehrere hundert Stellen vor allem in den unterstützenden Bereichen gestrichen, teilte der Telekomkonzern am Donnerstag mit.

Auf der anderen Seite würden im laufenden Jahr in Wachstumsbereichen in der Schweiz bis zu 500 Arbeitsplätze geschaffen. Für die betroffen Mitarbeiter stehe ein gut ausgebauter Sozialplan bereit. Die "Swisscom geht davon aus, dass im laufenden Jahr rund 700 Mitarbeiter als Folge der Reduktionen vor allem bei unterstützenden Bereichen den Sozialplan beanspruchen werden."

Die Kosten für den Sozialplan beliefen sich auf 70 Mio CHF. Insgesamt rechnet die Swisscom per Ende Jahr mit einem leicht tieferen Stellenbestand in der Schweiz als im Vorjahr. Insgesamt hatte die Swisscom hierzulande am 31. Dezember 2015 einen Bestand von knapp 19'000 Vollzeitstellen. Das sind 3,8% mehr als im Vorjahr.

Weniger Call-Center

Die Swisscom werde die Zahl der Call-Center von 14 auf 8 reduzieren. Die Mitarbeiter der Standorte Zürich, Bern, Basel, Genf, Luzern und Rapperswil würden auf die verbleibenden acht Standorte Lausanne, Neuenburg, Biel, Olten, Sion, St. Gallen, Chur und Bellinzona konzentriert.

"Für den grössten Teil der Mitarbeitenden ist der Wechsel an einen neuen Standort aufgrund des Arbeitsweges zumutbar", schrieb die Swisscom. Das Personal an den Standorten Olten, St. Gallen und Biel werde teilweise um mehr als die Hälfte zunehmen.

Um die Flexibilität zu erhöhen und Spitzenbelastungen besser abdecken zu können, intensiviere die Swisscom die Zusammenarbeit mit Call-Center-Partnerunternehmen in der Schweiz. Tätigkeiten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten und deren Inhalte weniger komplex seien, würden künftig verstärkt von den Partnern übernommen, hiess es weiter. Die Call-Center-Dienstleistungen würden weiterhin von der Schweiz aus betrieben.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

19.01.2016 13:16
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom übernimmt die Hälfte an Genfer Firma Open Web Technology
19.01.2016 12:10

(Meldung ausgebaut)

Bern/Genf (awp/sda) - Die Swisscom übernimmt die Hälfte an der Genfer Firma Open Web Technology. Die beiden gründen ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Swisscom Digital Technology. Dieses soll Schweizer Unternehmenskunden strategisch und technologisch bei ihrer digitalen Transformation helfen. Über die finanziellen Eckpunkte der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Palette der Dienstleistungen werde von der Beratung bis hin zur Umsetzung der digitalen Strategie reichen, teilte die Swisscom am Dienstag mit. Dazu gehöre neben der Digitalisierungsstrategie auch die Anwendungsarchitektur sowie die Entwicklung von massgeschneiderter Software.

Zum Kundenportfolio zählten Unternehmen aus der Telekommunikation, dem Banken- und Versicherungswesen, der Luxusgüter- oder Sicherheitsbranche, hiess es weiter. Über die finanziellen Eckpunkte des Deals sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Genfer Firma Open Web Technology wurde 2009 vom Alleinaktionär Frédéric Weill gegründet und wird seither von ihm geführt. In den Büros in Genf und Zürich arbeiten mehr als 60 spezialisierte Ingenieure. Unterstützt werden sie künftig durch rund 30 Spezialisten, die von einer Westschweizer Swisscom-Tochter zu Open Web Technology wechseln.

Das Gemeinschaftsunternehmen wird von Weill geleitet. Das Präsidium des Verwaltungsrates übernimmt Nicolas Fulpius, Leiter der Abteilung Digital Enterprise Solutions bei Swisscom. Swisscom Digital Technology wolle insbesondere in der Deutschschweiz neue Kunden akquirieren, heisst es.

cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.01.2016 13:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Wäre Swisscom-Verkauf positiv für die Aktie?

Das Thema der Swisscom-Privatisierung kommt mal immer wieder aufs Tapet. Doch was würde es für die Aktionäre bedeuten, falls der Bund seinen Anteil verkauft?

Von Ivo Ruch

Das Thema erhielt erst kürzlich neuen Diskussionsstoff: die Privatisierung der Swisscom. In der Presse vom letzten Sonntag war es diesmal Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, welche die Eigentümerfrage des teilstaatlichen Telekomriesen ins Gespräch brachte. Gegenüber der "NZZ am Sonntag" sagte sie, es sei schwer zu beweisen, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter sei als eine Privatfirma.

Bei den als defensiv geltenden Swisscom-Aktien sorgte diese Nachricht am Montag für Kursfantasie. Sie reagierten mit einem Anstieg von 1,5 Prozent. Zwar konnte sich der Titel an den kommenden Handelstagen dem allgemeinen Negativsog auch nicht entziehen. Aber im Vergleich mit dem stark negativen Gesamtmarkt steht die Aktie gut da. Die Aktie gilt als defensiver Wert mit Fokus auf den Binnenmarkt, der gerade in unruhigen Börsen-Zeiten wie diesen profitiert.

Deshalb sind weitere Umschichtungen in die Swisscom-Aktie durchaus denkbar. Glaubt man Analystenberichten, dann schein ein Anstieg bis auf 530 Franken langfristig möglich. Am Freitagmorgen kostete der Titel 495 Franken.

Geschwindigkeit wäre entscheidend

Für Aufsehen sorgte im Dezember ein OECD-Bericht. Darin wurde moniert, die ehemalige Monopolistin Swisscom geniesse immer noch Vorteile und bremse so den Wettbewerb. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schlug in diesem Zusammenhang eine vollständige Privatisierung vor.

Gegen solche Kritik wehrt sich die Swisscom jeweils mit dem Argument, sie sei kein Staatsbetrieb. Ein Blick auf die strategischen Ziele zeige gar, dass der Bund als Mehrheitseigner unternehmerischen Freiraum gewährleiste. Fakt ist jedoch, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft mit 51 Prozent die Mehrheit des Aktienkapitals hält.

Es drängt sich also die Frage auf, was es für die bestehenden Aktionäre der Swisscom bedeuten würde, wenn dieses Aktienpaket auf den freien Markt gelangen würde.

Zuallererst ist entscheidend, mit welcher Geschwindigkeit dieser Verkauf vonstattengehen würde: Reduziert der Staat seine Beteiligung in einem Rutsch, nähme der Druck auf die Aktie kurzfristig eher zu als wenn die Eidgenossenschaft dies sukzessive tut. "Aber langfristig wäre die Swisscom eventuell freier in ihren Entscheidungen", sagt Jan Widmer dazu. Er ist Telekom-Analyst bei der St. Galler Kantonalbank.

Free Float hoch genug

Ganz gewiss würde sich der Anteil frei handelbarer Swisscom-Aktie radikal erhöhen. Doch ein Anstieg des sogenannten "Free Float" wäre nicht besonders relevant, ist Panagiotis Spiliopoulos überzeugt. Denn dieser sei bereits jetzt auch für grosse institutionelle Aktionäre hoch genug, so der Research-Leiter der Bank Vontobel.

Wird das Band zum Staat zerschnitten, dürfte sich hingegen der Fokus der Aktionäre verschieben. Und zwar hin zum Wachstum von Gewinn und Dividende, sagt der Vontobel-Experte. Das wiederum ist nur möglich durch zusätzliche Akquisitionen oder Kostenreduktionen. Denn die implizite Staatsgarantie würde ja wegfallen. Ebenso könnten weitreichende Investitionsprogramme hinterfragt werden, beispielsweise solche in eine Breitband-Festnetzinfrastruktur.

Die Swisscom-Aktie vielerorts wegen ihrer grosszügige Dividende beliebt, die derzeit bei 22 Franken pro Aktie steht. "Grundsätzlich wird der Faktor 'Staatseigentum' bei der Swisscom-Aktie überschätzt. Sie ist vor allem aufgrund ihrer Ausschüttungspolitik spannend, an der auch der Bund interessiert ist", sagt Widmer. Die Dividenden würden wohl auch bei einer Privatisierung attraktiv bleiben.

Politik-Prognosen sind schwierig

Jüngst geriet die Swisscom auch wegen Bussen in die Schlagzeilen. Das Bundesverwaltungsgericht sprach eine Zahlung von 186 Millionen Franken wegen überhöhter Preise für Internetanschlüsse aus und von der Wettbewerbskommission schneite eine Busse von rund 8 Millionen Franken wegen eines Auftrags der Post ins Haus. Zudem stösst der Vertrag zur gemeinsamen Werbevermarktung der Swisscom mit SRG und Ringier auf Kritik.

Auch wenn die Privatisierung der Swisscom von verschiedenen Seiten immer wieder thematisiert wird, liegt der Ball schlussendlich bei der Politik. Und den politischen Fahrplan zu prophezeien, ist äusserst schwierig. Panagiotis Spiliopoulos glaubt auf jeden Fall nicht an einen Verkauf, auch wenn das Schweizer Parlament im Oktober nach rechts gerückt ist. Zudem bestünden viele Fallstricke auch bezüglich des Service Public, und es würde zu Anpassungen im Telekomgesetz führen, was viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Auch die Gefahr eines Referendums würde bestehen.

"Aus meiner Sicht besteht keine Notwendigkeit und auch kein Nutzen einer Privatisierung, nur weil die OECD das fordert", so der Vontobel-Analyst.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

04.01.2016 08:44
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Seco prüft Swisscom-Privatisierung

Das Seco prüft die Forderung der OECD nach einer Privatisierung des Telekomriesen Swisscom.

Es gelte herauszufinden, ob die Eignerstrategie des Bundes den heutigen Anforderungen noch genüge, sagt Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch im Interview. Dieser Frage werde das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in der neuen Wachstumsstrategie 2016 bis 2020 nachgehen, sagte Ineichen-Fleisch gegenüber der "NZZ am Sonntag".

Die Swisscom ist laut der Seco-Chefin zwar ein gut geführtes Unternehmen. Die Schweiz müsse aber sicherstellen, dass sie den Schritt zur Digitalisierung der Wirtschaft nicht verpasse. "Wir müssen uns fragen: Ist eine Swisscom in der Lage, das in ihrem angestammten Bereich der Telekommunikation genügend rasch und agil zu machen? Und zu welchen Kosten?"

Der Bund muss sich gemäss Ineichen-Fleisch zudem fragen, ob sich für ihn als Eigentümer keine Zielkonflikte ergeben, wenn sich staatliche Unternehmen ausserhalb ihres Service-public-Auftrages in neue digitale Unternehmen ausbreiten. Die Seco-Direktorin zielt mit dieser Aussage implizit auf die neue Werbeplattform, welche die Swisscom zusammen mit den Medienhäusern Ringier und SRG betreiben will.

Mehrheit des Bundes sorgt für Gesprächsstoff

"Zumindest der Nachweis, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter als eine Privatfirma ist, ist gemäss OECD schwierig zu erbringen", gibt Ineichen-Fleisch zu Bedenken.

In einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) kam die Swisscom jüngst schlecht weg. Als ehemalige Monopolistin geniesse sie immer noch Vorteile und bremse so den Wettbewerb, lautete die Kritik. Die OECD forderte in diesem Zusammenhang gar eine vollständige Privatisierung des Branchenprimus.

Dagegen wehrte sich Swisscom-Chef Urs Schäppi Mitte Dezember. "Die Swisscom ist kein Staatsbetrieb, sondern eine börsenkotierte Firma mit einer Marktkapitalisierung von 26 Milliarden Franken", sagt er im Interview mit der "SonntagsZeitung". Der Bund habe zwar eine knappe Mehrheit, aber ein Blick auf die strategischen Ziele zeige, dass der Mehrheitseigentümer der Swisscom den unternehmerischen Freiraum lasse.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

18.12.2015 11:31
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom und Ericsson vertiefen Partnerschaft im Mobilfunkbereich
18.12.2015 10:23

Bern (awp) - Swisscom und Ericsson wollen im Mobilfunkbereich "noch enger" zusammenarbeiten und bauen entsprechend ihre bestehende Partnerschaft aus. Die Zusammenarbeit bezieht sich vor allem auf die Bereiche Entwicklung, Planung, Realisierung und Betrieb des Mobilfunknetzes. Neueste Technologien sollen rasch im Swisscom-Netz verfügbar sein, teilte der grösste Schweizer Telekom-Konzern am Freitag mit. Man werde entsprechend weiterhin jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes investieren.

Die beiden Unternehmen haben sich den Angaben zufolge auf ein "aussergewöhnliches Kooperationsmodell" geeinigt. So werde ein neues Team gegründet, das je zur Hälfte aus Mitarbeitenden von Ericsson und Swisscom besteht. Gemeinsam werde die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes erarbeitet und vorangetrieben, wobei die erweiterte Partnerschaft auf unbefristete Zeit abgeschlossen worden sei.

"Ich bin überzeugt, dass unsere Kunden von der intensivierten Partnerschaft profitieren werden, da wir das vorhandene Wissen und das Engagement beider Unternehmen bündeln können", sagt Heinz Herren, CTO & CIO Swisscom, in der Mitteilung.

uh/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

10.12.2015 08:59
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Swisscom-Aktie kein «sicherer Hafen» mehr?

Die wohl mächtigste Bank der Welt lässt die Swisscom-Aktie wie eine heisse Kartoffel fallen und spricht eine Verkaufsempfehlung aus. Die goldenen Zeiten seien vorbei, so schreibt sie.

Von Lorenz Burkhalter

Schon seit Jahren gilt der Schweizer Mobilfunkmarkt als der attraktivste der Welt. Das nicht ohne Grund, sind die Tarife doch in keinem anderen Land so hoch wie bei uns. Leben und leben lassen, lautete das Motto der drei führenden Anbieter.

Davon profitierte als unangefochtene Marktführerin vor allem die Swisscom und mit ihr die Schweizerische Eidgenossenschaft, ihres Zeichens Mehrheitsaktionärin. Kein anderes Grossunternehmen zahlte den Aktionären in den letzten Jahrzehnten auch nur annähernd so grosszügige Dividenden aus wie die ehemalige Staatsmonopolistin.

In einer Branchenstudie warnt Goldman Sachs nun aber davor, dass die goldenen Zeiten für die Swisscom-Aktionäre ein für alle Mal vorbei sein könnten. Für die wohl mächtigste Grossbank der Welt ist die dividendenstarke Aktie kein "sicherer Hafen" mehr, weshalb sie diese von "Neutral" auf "Verkaufen" herunterstuft. Das 470 Franken lautende 12-Monats-Kursziel lässt ein Rückschlagspotenzial von 5 Prozent vermuten.

Werden die Swisscom-Tarife deutlich unterboten?

Bislang warb die Marktführerin mit der Qualität des eigenen Mobilfunknetzes. Geht es nach den für Goldman Sachs tätigen Studienverfassern, dann haben die beiden anderen grossen Anbieter in der Schweiz diesbezüglich jedoch Boden gut gemacht. Die Netzqualität reiche als wichtigstes Differenzierungsmerkmal nicht mehr länger aus, so schreiben sie.

Die Experten erwarten, dass der Rivale Salt vergleichbare Angebote schon bald zu 40 bis 50 Prozent tieferen Tarifen anbieten könnte. Bankeigenen Berechnungen zufolge könnte das die Swisscom über die nächsten fünf Jahre 5 Prozent an Marktanteilen kosten, von den Folgen für die Gewinnentwicklung gar nicht erst zu sprechen.

Mit einer Rabatt-Aktion für Neukunden läutete Salt im November tatsächlich eine neue Runde im Preiskampf gegen Swisscom und Sunrise Communications ein (siehe die Kolumne vom cash Insider vom 27. November).

Zuversicht der Analysten schwindet

Noch bis vor einem Jahr war man sich in Analystenkreisen einig: Die Swisscom-Aktie ist ein Kauf, nicht zuletzt der attraktiv hohen Dividendenrendite von 4,5 Prozent wegen. Seither haben zahlreiche Experten das Handtuch geworfen, unter anderem jene von Société Générale, Exane BNP Paribas, Kepler Cheuvreux, Morgan Stanley, Merrill Lynch und Citigroup. Mit der Herunterstufung reiht sich nun auch Goldman Sachs ein.

Gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP empfehlen nur noch vier von zwanzig Analysten die Aktie zum Kauf. Mittlerweile raten sieben zum Verkauf der Aktie, die Verfasser der Goldman-Sachs-Studie bereits mit eingerechnet.

CASH

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

02.12.2015 08:15
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Mobilfunk-Netztest: Swisscom gewinnt knapp vor Sunrise und Salt
02.12.2015 08:03

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

Zürich (awp) - Der neuste Mobilfunk-Netztest des deutschen Branchenmagazins Connect ergibt für die drei Schweizer Anbieter erneut ein schmeichelhaftes Bild: Alle drei erhalten wie schon im Vorjahr die Note "sehr gut". Den Sieg holt sich Swisscom mit knappem Abstand vor Sunrise und Salt.

Die guten Noten seien ein Beweis für das "extrem hohe Leistungsniveau" des Schweizer Mobilfunkmarktes, teilt das Magazin am Mittwoch mit. Sie seien trotz eines deutlich verschärften Bewertungsverfahrens erzielt worden.

Die Swisscom belegt gemäss den Angaben zum siebten Mal in Folge den ersten Platz. Und auch bei einem gleichzeitig stattfindenden Test in Deutschland und Österreich habe kein Anbieter eine gleich hohe Punktzahl erreicht, heisst es. Sunrise habe sich gegenüber dem Vorjahr noch minimal verbessert und somit den zweiten Platz verteidigt. Salt sei im Vorjahresvergleich zwar die grösste Steigerung gelungen, was aber erneut nur zu Platz drei gereicht habe.

SUNRISE GEWINNT KATEGORIE TELEFONIEREN

In den einzelnen Unterkategorien des Tests hat nicht immer die Swisscom die Nase vorn. So obsiegt Sunrise im Bereich "Telefonieren". Der Anbieter habe in dieser Disziplin nicht nur das beste Ergebnis in der Schweiz erzielt, sondern auch höhere Punktzahlen als die Mobilfunkfirmen in Deutschland und Österreich erreicht, heisst es.

"Das ist die klare Bestätigung dafür, dass wir mit der Modernisierung und Optimierung unseres Netzes alles richtig gemacht haben", lässt sich Sunrise-COO Elmar Grasser in einer separaten Mitteilung zitieren.

Gesteigert habe sich bei der Telefonie aber auch Swisscom, schreibt das Magazin weiter. Der Anbieter profitiere auch davon, dass er derzeit als einziger die moderne Sprachübertragungstechnik VoLTE implementiert und offenbar gut im Griff habe. Salt sei beim Telefonieren der "Verfolger".

Vergleichsweise gut könnten die Schweizer Kunden auch in der Bahn telefonieren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbieter sei gering. In Deutschland hingegen liefen nach wie vor über zehn Prozent der Anrufe ins Leere.

MOBILES INTERNET IN ÖSTERREICH BESSER

Bei der Qualität des mobilen Internets obsiegt Swisscom knapp vor Salt, während Sunrise mit leichtem Abstand folgt. Im Gegensatz zu den Tests der Vorjahre sei die Qualität des mobilen Internets in österreichischen Städten nun zum Teil aber besser als in der Schweiz, stellt Connect fest. Die dortigen Anbieter A1 und Drei hätten einen Hauch besser abgeschnitten als Swisscom und Salt.

Der Test von Connect wird in der Branche breit beachtet. Gemäss den Angaben des Magazins wurden für den aktuellen Vergleich 20'000 Kilometer mit Testautos in der Schweiz, Deutschland und Österreich zurückgelegt.

rw/cp

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten