Swisscom

Swisscom Aktie 

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Swisscom übertrifft Prognosen mehrheitlich
 

Die Swisscom hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 etwas mehr Umsatz, aber etwas weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Die Prognosen der Analysten wurden damit bei den meisten Kennzahlen übertroffen.

Für das Gesamtjahr bekräftigt Swisscom die früher genannten Ziele. Swisscom weist für die ersten drei Monate des Jahres 2015 einen 2,6 Prozent höheren Umsatz von 2,89 Mrd CHF aus. Zu konstanten Währungen und ohne Firmenkäufe hätte ein Plus von 2,9 Prozent resultiert, wie der Telekomkonzern am Mittwoch mitteilt.

Basis für dieses Wachstum war unter anderem, dass Swisscom den Umsatz mit Bündelverträgen (Kombiangeboten) einmal mehr markant steigern konnte (+21 Prozent) und dass die Anzahl Mobilfunkanschlüsse in der Schweiz zunahm (+2,0 Prozent). Auch die Italientochter Fastweb zeigte eine Aufwärtstendenz: Sie konnte die Anzahl Breitbandanschlüsse um 7,1 Prozent steigern. Zudem habe auch der Bereich Grossunternehmen gemäss den Angaben zugelegt.

Weiter unten in der Erfolgsrechnung werden die Folgen der Frankenstärke sichtbar: So verringerte sich der EBITDA gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,9 Prozent auf 1,05 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis hätte laut den Angaben ein Plus von 2,4 Prozent resultiert. Der EBIT wird mit 544 Mio CHF angegeben (-1,3 Prozent).

Unter dem Strich weist Swisscom einen 5,9 Prozent tieferen Reingewinn von 351 Mio CHF aus. Das Minus wird mit dem tieferen Betriebsergebnis und einem höheren Nettofinanzaufwand vor allem aufgrund von Währungsverlusten erklärt.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen beim Umsatz, EBITDA und EBIT übertroffen und beim Reingewinn knapp verfehlt. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 2,79 Mrd CHF, einem EBITDA von 1,03 Mrd CHF, einem EBIT von 527 Mio und einem Reingewinn von 363 Mio CHF gerechnet.

Konzernweit stiegen die Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,8 auf 549 Mio CHF. Als Folge des Ausbaus der Breitbandnetze nahmen sie in der Schweiz überproportional um 12,5 Prozent auf 388 Mio zu. Per Ende März 2015 hat die Swisscom gemäss Mitteilung rund 1,5 Mio Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband erschlossen.

Ebenfalls gewachsen ist der Personalbestand. Dieser erhöhte sich insbesondere im Zuge der Übernahmen von Publigroupe und Veltigroup um 7,6 Prozent auf 21'599 Vollzeitstellen, davon 18'776 in der Schweiz.

Für das Gesamtjahr 2015 bestätigt das Unternehmen die früher genannten Ziele. So wird ein Umsatz von über 11,4 Mrd CHF und ein EBITDA von rund 4,2 Mrd CHF angepeilt, dies unter Annahme eines paritätischen Wechselkurses vom Franken zum Euro. Als Folge der Frankenstärke strebt die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt damit weiterhin tiefere Eckzahlen als im Vorjahr an, als 11,7 Mrd und 4,41 Mrd CHF erreicht wurden. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 CHF pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

(AWP)

 

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Swisscom verliert Roamingumsatz
 

Die weitgehende Abschaffung der Roaminggebühren kostet die Swisscom gemäss Konzernchef Urs Schaeppi etwa 100 Millionen Franken Umsatz pro Jahr.

"Kurzfristig tut uns das weh", sagte Schaeppi in einem Interview der "Berner Zeitung" vom Montag. Mittelfristig sei es aber der richtige Weg, weil die Kunden ihr Roamingverhalten ändern würden, sagte Schaeppi. Roaming sei kein nachhaltiges Geschäftsmodell. 80% der Swisscom-Kunden wichen im Ausland auf andere Technologien aus, etwa Gratistelefonie über WLAN-Verbindungen.

"Wir haben deshalb entschieden, Roaming in unsere Bündelangebote einzubinden. Damit wollten wir unseren Kunden die Angst nehmen, im Ausland mobil zu surfen und zu telefonieren", sagte Schaeppi weiter.

Im Februar hatte die Swisscom bekanntgegeben, die Roaminggebühren bei den neuen "infinity plus"-Abos praktisch abzuschaffen. Beim günstigsten Abo (Natel infinity plus XS) beispielsweise gilt seither eine Pauschale für 30 Tage pro Jahr. Zuvor hatten Orange und Sunrise Angebote lanciert, die in eine ähnliche Richtung gehen.

(AWP)

 

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Elias
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Swisscom droht 143-Mio-Busse wegen Sportrechten

Die Swisscom soll bei der Vermarktung von Sportinhalten die Regeln nicht eingehalten haben. Die Wettbewerbskommission könnte deswegen eine Riesenbusse verhängen.

http://www.20min.ch/newsexpress/story/15936684

 

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Swisscom schwenkt auf Bezahl-App "Paymit" der Banken - Lösung "Tapit" aufgegeben

05.08.2015 10:37

Zürich (awp) - Bei den Bezahllösungen via Smartphone in der Schweiz kommt es zu einer ersten Bereinigung. Die Swisscom unterstützt neu die von SIX, UBS und ZKB lancierte Bezahllösung Paymit, die nun weiterentwickelt wird. Dagegen wird das eigene Bezahl-Projekt Tapit von Swisscom, Orange und Sunrise aufgegeben, wie einer Swisscom-Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Der Börsenbetreiber SIX und Swisscom wollen Paymit nun als gesamtschweizerische Lösung für das mobile Bezahlen über sämtliche Kanäle etablieren. So soll Paymit nun auch für den Handel weiterentwickelt werden. Damit sollen Kunden künftig mit Paymit auch beim Einkaufen im Laden oder im Webshop bargeldlos bezahlen können. Bisher kann mit der App Geld zwischen zwei Smartphones überwiesen werden.

Die Bezahlfunktion beim eigenen Innovationsprojekt Tapit soll dagegen nur noch bis Sommer 2016 angeboten werden. Das Ende für das Projekt begründet die Swisscom mit der klar unter den Erwartungen liegenden Zahl der aktiven Nutzer und Kreditkartenanbieter. Die dadurch freiwerdenden bestehenden Ressourcen im Mobile Payment würden in die Partnerschaft mit SIX investiert.

Das Unternehmen will zum Beispiel die Entwicklung von Zusatzdiensten bei Paymit vorantreiben - beispielsweise sollen Swisscom-Kunden künftig beim Bezahlen Treuepunkte erhalten, die sie beim nächsten Einkauf einlösen können. Man zeigt sich nun davon überzeugt, dass sich Paymit in der Schweiz für mobiles Bezahlen etablieren wird. Man wolle mit der nationalen Lösung ein "Gegengewicht zu internationalen Playern" bilden, heisst es in Anspielung auf Zahlungssysteme von Internet-Giganten wie Apple oder Google.

Paymit wurde im Mai 2015 von SIX, UBS und Zürcher Kantonalbank lanciert. Inzwischen haben sich mit Banque Cantonale de Genève (BCGE), Banque Cantonale Vaudoise (BCV), der Luzerner Kantonalbank (LUKB) und Raiffeisen weitere Banken angeschlossen.

yr/tp/ys

(AWP)

 

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Weko prüft Werbe-Deal vertieft
 

Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt das umstrittene Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom, SRG und Ringier unter die Lupe.

Es werde eine vertiefte Prüfung geben, teilte die Weko am Donnerstag mit. Es bestünden Anhaltspunkte, dass die Zusammenarbeit bei der zielgruppenspezifischen TV-Werbung eine marktbeherrschende Stellung begründe oder verstärke.

SRG, Swisscom und Ringier hatten im August über das neue Gemeinschaftsunternehmen informiert: In einer neuen Firma wollen sie die Vermarktung ihrer Medienangebote und Werbeplattformen bündeln.

Das Vorhaben führte bereits kurz danach zu einem Eklat: An einer Klausurtagung des Präsidiums des Verbandes Schweizer Medien (VSM) gab es gemäss Ringier "intensive Diskussionen" über die geplante neue Vermarktungsorganisation.

In diesen Diskussionen habe der VSM faktisch ein Werbeverbot für die SRG gefordert. "Dies ist eine Radikalforderung, hinter der Ringier nicht stehen kann", wurde Ringier-Chef Marc Walder in einer Mitteilung vom August zitiert. Ringier trat in der Folge aus dem Verband aus.

Der VSM kritisierte, das Joint Venture zwischen Swisscom, SRG und Ringier verzerre den Wettbewerb in der Medienbranche zusätzlich. Es gehe nicht an, dass der Bund über die mit der gebührenfinanzierte SRG und die mehrheitlich von der Eidgenossenschaft gehaltene Swisscom mit dieser neuen Vermarktungsfirma dazu beitrage, in den bereits verzerrten Wettbewerb im Medienbereich einzugreifen. Auch sei es bedauerlich, dass dies zusammen mit einem der grössten privaten Medienhäuser der Schweiz erfolge.

(SDA)

 

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Elias
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Schweizer Volksaktie fällt auf Zweijahrestief

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Nachdem sich der Börsenwert des einstigen Monopolunternehmens innerhalb weniger Jahren verdoppelt hatte, ist seit wenigen Wochen der Wurm drin. Erst am Montag tauchte der Aktienkurs vorübergehend auf 485 Franken und damit auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren. Alleine seit Mitte August beträgt das Minus nicht weniger als 13 Prozent.

An der Geschäftsentwicklung der ersten sechs Monate liegt es jedenfalls nicht, übertraf der Telekommunikationskonzern doch die diesbezüglichen Erwartungen. Über die Hintergründe lässt sich deshalb denn auch weiterhin bloss spekulieren.

Auffällig ist, dass in den vergangenen Wochen gleich mehrere Aktienanalysten das Handtuch warfen. Einer der ersten seiner Berufsgilde war der für Kepler Cheuvreux tätige Experte. Er stufte die Aktie der Swisscom im Anschluss an die Halbjahresergebnispräsentation mit einem unverändert 594 Franken lautenden Kursziel von "Buy" auf "Hold" herunter.

Nur wenige Tage später traf eine Rückstufung von "Buy" auf "Neutral" bei einer gleichzeitigen Kürzung des Kursziels auf 600 (700) Franken durch Merrill Lynch ein. Die fundamentalen Aussichten seien weiterhin gut und die Dividendenrendite begrenze das weitere Rückschlagspotenzial, so schrieb die amerikanische Grossbank damals. Im gleichen Atemzug warnte Merrill Lynch aber auch von einer sich abzeichnenden Verschärfung des Wettbewerbs im Heimmarkt Schweiz.

Mit derselben Argumentation strich daraufhin auch die Citigroup die Aktie von der viel beachteten "Focus List Europe", hielt gleichzeitig jedoch sowohl an der Kaufempfehlung als auch am Kursziel von 700 Franken fest.

Noch einen Schritt weiter ging der für Barclays Capital tätige Experte am letzten Montag: In einer Unternehmensstudie warnte er vor negativen Folgen der Preisnachlässe des Rivalen Salt ab dem laufenden dritten Quartal. Mit dieser Begründung nahm der Studienverfasser seine Anlageempfehlung von "Equal-weight" auf "Underweight" zurück und veranschlagte neu ein Kursziel von 520 (570) Franken.

Heute nun stuft auch Morgan Stanley die Aktie von "Equal-weight" auf "Underweight" herunter und streicht das Kursziel auf 510 (540) Franken zusammen. Und das obschon die amerikanische Grossbank den europäischen Telekommunikationssektor in den Portfolios ihrer Kunden weiterhin überdurchschnittlich stark gewichtet.

Noch immer gilt der Telekommunikationsmarkt Schweiz als der attraktivste der Welt. Nicht ohne Grund, lebten die drei Marktführer Swisscom, Salt und Sunrise in der Vergangenheit doch in friedlicher Koexistenz miteinander. Nach dem Einstieg des französischen Milliardärs Xavier Niel hat Salt nun einen Tabubruch begangen und eine Preisoffensive gestartet. Stummer Zeuge ist der seit Mitte August beobachtete Aktienkurszerfall beim Börsendebütanten Sunrise - und das, obwohl indexorientierte Investoren im Hinblick auf die Aufnahme in den Swiss Market Index Midcap (SMIM) bis am Freitagabend für sechs durchschnittliche Tagesvolumen Titel zukaufen müssen.

Zumindest was die zukünftige Dividendenpolitik anbetrifft, müssen sich die Aktionäre von Swisscom aus heutiger Sicht keine grauen Haare wachsen lassen. Die in der Vergangenheit entrichtete Ausschüttung von 22 Franken scheint noch auf Jahre hinaus in trockenen Tüchern. Noch ist allerdings unklar, ob der Aktienkurs die Talsohle zu Wochenbeginn bereits durchschritten hat.
 

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_volksaktie_faellt_auf_zweijah...

 

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Benjamin Franklin

swissrain
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Downgrading

Wenn man eine Zeit lang hier dabei ist und die Analysten-Kommentare liest, findet man heraus, dass diese, und auch die Medien, weitgehend manipulative Kommentare, Berichte und Einschätzungen abgeben. Es spricht ja für sich, wenn eine Bank viele Aktien der Swisscom hält, aber sie zum Verkauf empfiehlt. Es ist doch klar, dass sie das nur tut, um sich günstiger einkaufen zu können, und damit wird das ganze Gangstertum dieses Gewerbes offensichtlich. 

Elias
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Es ist noch nicht lange her, als man den Analysten - auch hier im Forum - vorgeworfen hatte, sie hätten nicht rechtzeitig gewarnt und nur immer Kaufempfehlungen herausgegeben.

Mich erstaunt die Stärke der Swisscom. Musste die Titel Ende 2013 liefern und schaue seither zu

Vor dem Internet/ADSL hatten wir noch jährliche Telefonkosten um die 18K, Jetzt sind es inkl. Internet noch rund 2K. Tendenz sinkend. Viele Firmen hatten damals noch Mietleitungen, weil die "schneller" und stabiler waren.

Obwohl schon lange angekündigt, breitet sich das öffentliche WLAN erst jetzt aus. Mit der Telefonie wird immer weniger verdient.

 

Ab 2017 kommt ALL-IP.
http://www.ewjr.ch/images/pdf/freitag/12.06.2015%20-%2019.20%20Uhr%20-%2...

 

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nachtfalter
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nachtfalter hat am 18.12.2014 - 22:48 folgendes geschrieben:

Beim Markteintritt des Franzosen Xavier Niel im schweizerischen "gemütlichen" Telekompool, entstehen Bilder in meinem Kopf, als würde man ein Piranha in ein Forellenaquarium setzen. Lest mal die Story des unglaublich aggressiven Aufstieges des Wirtschaftwunderknabens Niel!

Wussten vor der Emission der Put Option Swisscom Goldman Sachs  Valor 26095635 am 11.12.2014, welche heute 55,99% gestiegen ist,  einige Leute schon mehr?

Ich kann zum 2 Jahrestief von Swisscom nur bemerken, was ich schon am 18.12.14 geschrieben habe. Wenn man das curriculum vitae über Niel gelesen hat, steigt man früher oder später bei Swisscom aus!

Zyndicate
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Swisscom unterliegt vor Gericht
 

Die Swisscom unterliegt im jahrelangen Streit um den Preis ihrer ADSL-Vorleistungen für ihre Konkurrenten vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Das Gericht hat am Dienstag die Sanktion der Wettbewerbskommission (Weko) von 2009 weitgehend bestätigt. Lediglich der ursprüngliche Sanktionsbetrag der Weko in Höhe von rund 220 Millionen Franken wurde wegen verschiedener Korrekturen der vorinstanzlichen Sanktionsberechnung auf 186 Millionen Franken reduziert, wie das Bundesverwaltungsgericht am Dienstagabend weiter mitteilte.

Die Swisscom teilte mit, sie ziehe den Entscheid vor Bundesgericht weiter. An ihrer Argumentation hielt die Telekomanbieterin fest. Die Firma hat bisher keine Rückstellungen für die Busse gebildet.

Aufgrund des Gerichtsurteils will sie das aber im dritten Quartal 2015 tun und die Busse als Aufwand erfassen. Das belastet das Ergebnis entsprechend negativ. 2015 geht Swisscom von einem EBITDA-Ergebnis von mehr als 4 Milliarden Franken aus.

Das Vorgehen der Swisscom stelle ein missbräuchliches Verhalten eines marktbeherrschenden Unternehmens dar, begründete das Gericht. Mit ihrem Einstieg in das Breitbandinternet-Geschäft im Jahr 2000 habe die Swisscom anderen Telekomunternehmen DSL-Grosshandelsprodukte auf dem Telefonnetz angeboten.

Marktbeherrschende Stellung

Der Swisscom sei dabei eine marktbeherrschende Stellung zugekommen, weil sie bis 2007 die alleinige Anbieterin entsprechender Produkte gewesen sei. Im Oktober 2005 hatte die Weko gegen die Swisscom eine Untersuchung wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung für ADSL-Vorleistungen an Konkurrenten eröffnet.

In einer Verfügung vom November 2009 verdonnerte die Weko der Swisscom wegen dieses Missbrauchs zu einer Busse von 220 Millionen. Franken. Die Swisscom focht diese Verfügung in der Folge beim Bundesverwaltungsgericht an.

Die Weko begründete ihren Entscheid damals damit, dass die Swisscom bis Ende 2007 von Konkurrenten wie Sunrise, VTX oder Green zu hohe Preise für ihre ADSL-Vorleistungen verlangt habe. Die Marge zu den Endkundenpreisen sei zu klein gewesen und damit hätten die Konkurrenten ihr ADSL-Geschäft nicht profitabel betreiben können.

Die Swisscom hat die Vorwürfe der Marktbeherrschung stets bestritten. Es gebe einen intensiven Infrastrukturwettbewerb mit den verschiedenen Kabelnetzen, den Mobilfunknetzen sowie zukünftigen Glasfasernetzen, wurde jeweils argumentiert.

(SDA)

 

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Swisscom schaltet die 2G-Technologie ab
 

Wenn das Handy ein E anzeigt, statt beispielsweise 3G, dann braucht das mobile Surfen viel Geduld. Dann läuft die Datenübertragung nämlich über die 22-jährige 2G-Technologie. In 5 Jahren ist damit Schluss.

Die Swisscom unterstützt diese ab Ende 2020 nicht mehr, wie sie am Donnerstag mitteilte. Ein paar Kunden, die noch an ihrem uralten Handy hängen, müssen sich bis dann ein neues Modell kaufen. Die alten Telefone aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren funktionieren nämlich nur mit der 2G-Technologie, wie Swisscom-Sprecher Carsten Roetz der Nachrichtenagentur sda sagte.

Die Swisscom schätzt, dass bis Ende 2020 nur noch etwa zwei Prozent ihrer Privatkunden ein Handy haben, das nur über die 2G-Technologie funktioniert.

Der Grund für die Abstellung ist, dass die Swisscom freie Frequenzen braucht: Sie will nämlich voraussichtlich 2020 die neue und schnellere Mobilfunktechnologie 5G einführen. Ausserdem soll die vierte Mobilfunkgeneration LTE (auch 4G genannt) weiterentwickelt werden, um mehr Kapazität und Geschwindigkeit bereitstellen zu können.

Auf dem 2G-Netz laufe heute lediglich 0,5% des mobilen Datenverkehrs, teilte die Swisscom mit. Die Technologie belege aber 30 Prozent der Antennenkapazität.

(AWP)

 

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Elias
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Swisscom wird zunehmenden Ertragsdruck spüren

Trotz stabilem Umsatz dürfte ein rückläufiger Betriebsgewinn das Quartalsergebnis der Marktführerin belasten. Das Umfeld wird anspruchsvoller.

http://www.fuw.ch/article/swisscom-wird-zunehmenden-ertragsdruck-spuren/

 

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Ausblick Swisscom: 9-Monatsumsatz von durchschnittlich 8,66 Mrd CHF erwartet
04.11.2015 13:55

Zürich (awp) - Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom gibt am Donnerstag, 5. November, die Neunmonatszahlen 2015 bekannt. Acht Analysten haben hierzu die folgenden Prognosen:

9Mte 15E
In Mio CHF AWP-Konsens 9Mte 14A
Nettoumsatz 8'657 8'629
EBITDA 3'170 3'372
EBIT 1'622 1'839
Reingewinn 1'136 1'349

FOKUS: Die Analysten rechnen im Schnitt für die ersten neun Monate 2015 mit einem um 0,3% höheren Umsatz und einem 6% tieferen EBITDA. Zum Vergleich: Zum Halbjahr hatte Swisscom noch einen 1% höheren Umsatz und einen 2,2% tieferen EBITDA ausgewiesen. Das dritte Quartal dürfte somit in den Augen der Experten die bisherige Jahresperformance eingetrübt haben.

Das Hauptthema auf dem Schweizer Telekommarkt ist der angeblich zunehmende Preisdruck. Dieser habe sich seit der jüngsten Preisrunde von Salt im Sommer im Mobilfunkbereich akzentuiert, meinen Analysten. Entsprechend werden die Experten die entsprechenden Kennzahlen und dabei insbesondere den ARPU (Average Revenue per User), genau unter die Lupe nehmen.

Swisscom-Finanzchef Mario Rossi hatte allerdings Anfang Oktober, also nach Ablauf des Quartals, im Interview mit AWP Entwarnung gegeben. Die neuen Abos von Salt kosteten zwar ein Fünftel weniger, und es handle sich um kompetitive Produkte, räumte er damals ein. Swisscom habe allerdings "bisher keine wesentlich neue Dynamik" auf dem Mobilfunkmarkt festgestellt.

Gespürt haben dürfte Swisscom im "Sommerferien"-Quartal hingegen die neuen Roamingtarife. So schaffte das Unternehmen für Kunden mit einem Mobilfunk-Pauschalabo (Infinity) die Roaming-Tarife teilweise ab. Dies werde den Jahresumsatz in Zukunft um 100 Mio CHF schmälern, hiess es bei der Lancierung des Angebots im Frühling.

Die Gewinnzahlen wurden im dritten Quartal von einem Einmaleffekt stark belastet. So bildete der Telekomkonzern eine Rückstellung von 186 Mio CHF, nachdem das Bundesverwaltungsgericht Anfang Oktober im sogenannten ADSL-Streit gegen die Swisscom geurteilt hatte (siehe Pro Memoria). Dies bringt auch etwas Unsicherheit in die Gewinnschätzungen der Analysten, weil nicht immer ganz klar wird, inwiefern diese Rückstellung in den Prognosen berücksichtigt wird.

Bei der Italien-Tochter Fastweb sind die Analysten gespannt, ob diese im Gesamtjahr erstmals einen positiven Cashflow wird ausweisen können. Die aktuellen Zahlen werden einen Hinweis darauf geben.

Eine grosse Überraschung wäre es, wenn das Management neue Gesamtjahresziele ausgeben würde. Denn die gültige Guidance gilt erst seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

ZIELE: Zum Halbjahr erhöhte das Management infolge der Wechselkursentwicklung das Umsatzziel leicht auf 11,5 Mrd CHF (zuvor 11,4 Mrd). Es kalkuliert dabei mit einem Euro-Kurs von 1,05 CHF (zuvor Parität).

Beim EBITDA werden seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nur noch "mehr als 4,0 Mrd CHF" angepeilt. Zuvor war ein Betrag von über 4,2 Mrd CHF in Aussicht gestellt worden.

Gleichwohl ändert sich nichts am Dividendenverspechen: "Dieser Entscheid hat auf die in Aussicht gestellte Dividende von 22 CHF je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 keinen Einfluss", sagte Finanzchef Mario Rossi damals gegenüber AWP.

Er enttäuschte auf der anderen Seite Hoffnungen auf eine höhere Dividende in den Folgejahren: "Ich denke, dass wir wegen der weiterhin hohen Investitionen in den nächsten zwei Jahren keine höhere Ausschüttung gewähren können." Wenn es aber die finanzielle Lage zulasse, sollte die bisherige Dividendenpraxis beibehalten werden können, ergänzte er. Im laufenden Geschäftsjahr sind Investitionen von 2,3 Mrd CHF geplant.

PRO MEMORIA: Anfang Oktober erlitt Swisscom eine juristische Niederlage: Das Bundesverwaltungsgericht urteilte im sogenannten ADSL-Streit gegen das Unternehmen und sprach eine Busse von 186 Mio CHF aus. Es bestätigte damit grossomodo ein Verdikt der Wettbewerbskommission aus dem Jahr 2009, wonach sich Swisscom im Geschäft mit schnellem Internet (ADSL) wettbewerbswidrig verhalten habe.

In einem anderen Streitfall, der seit Juli publik ist, droht dem Unternehmen eine Busse von 143 Mio CHF. Laut dem Weko-Sekretariat hat sich Swisscom beim Vermarkten von Sportinhalten übers Bezahlfernsehen (Pay-TV) unzulässig verhalten haben. Swisscom weist die Vorwürfe zurück.

Die Weko will sich auch die Gründung der gemeinsamen Werbevermarktungsfirma von Ringier, SRG und Swisscom genauer anschauen, welche die drei Unternehmen im August angekündigt haben. Man komme aufgrund der vorläufigen Prüfung zum Schluss, dass sich durch die Zusammenarbeit bei der zielgruppenspezifischen TV-Werbung Anhaltspunkte für eine Begründung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung ergeben, teilte die Behörde ... mit. Mit der Zusammenarbeit bei der Vermarktung der Medienangebote planen Swisscom, SRG und Ringier Verbundeffekte zu realisieren und die Innovation der zielgruppenspezifischen TV-Werbung voranzutreiben. Dafür soll Swisscom das technische Knowhow sowie Nutzerdaten in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen.

Mitte Oktober erhielt Swisscom auf der anderen Seite den Segen der Weko für den Online-Marktplatz Siroop, der gemeinsam mit Coop betrieben werden soll. Siroop soll noch im laufenden Jahr getestet werden und 2016 breit lanciert werden. Er soll nicht nur Coop und Swisscom, sondern auch anderen Unternehmen offen stehen.

Anfang Oktober kündigte Swisscom ausserdem das Ende der 2G-Technologie per 2020. Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen neue Mobilfunkantennen, die aus unterirdischen Schächten statt von Masten aus senden.

Bereits aufgegeben wurde Tapit, das Smartphone-Bezahlsystem. Swisscom unterstützt nun die von SIX, UBS und ZKB lancierte Bezahllösung Paymit.

Im Juli wurde die seit 2008 bestehende Partnerschaft mit Verizon bis 2018 verlängert. Kunden beider Unternehmen könnten weiterhin vom Angebot des Partnerunternehmens profitieren, hiess es dazu. Das Produkt richte sich in erster Linie an multinationale Firmen mit Sitz in der Schweiz. Derzeit würden "einige hundert" Kunden das Angebot nutzen.

Fortschritte machte Swisscom in ihrer Banking-Strategie: So lanciert die Regionalbank Valiant Anfang 2016 ein digitales Finanzportal für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), das gemeinsam mit dem Telekomkonzern entwickelt wurde.

Zu einem Abgang eines Top-Managers kommt es im Nachgang der Übernahme der Publigroupe: Deren Chef Arndt Groth verlässt das Unternehmen per Ende 2015, und zwar laut Swisscom "im besten gegenseitigen Einvernehmen".

AKTIENKURS: Seit Anfang Jahr haben die Swisscom-Titel knapp 10% an Wert eingebüsst, während der Gesamtmarkt SMI bis dato seitwärts tendiert. Vom bisherigen Jahrestief von Mitte Oktober haben sich die Aktien allerdings wieder um mehr als 6% erholt.

Homepage: www.swisscom.ch

an/rw

(AWP)

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Swisscom stagniert beim Umsatz und erzielt weniger Gewinn - Ausblick bestätigt
05.11.2015 08:02

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

Bern (awp) - Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 beim Umsatz stagniert und unter dem Strich deutlich weniger Gewinn erzielt. Diese Entwicklung hat sich im dritten Quartal akzentuiert. Die Ziele für das Gesamtjahr werden bestätigt.

Der Umsatz nahm zwischen Januar und September minimal um 0,3% auf 8,65 Mrd CHF zu. Zu konstanten Währungen und ohne Firmenzu- und -verkäufe hätte ein Plus von 1,2% resultiert, wie der Telekomkonzern am Donnerstag mitteilt.

Gewachsen ist die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt dank Bündelangeboten, deren Umsatz um 17% auf 1,65 Mrd CHF gesteigert wurde. Auf Wachstumskurs ist Swisscom auch im TV-Segment, wo die Anzahl der Anschlüsse auf 1,28 Mio stieg (+13%). Auch die Italientochter Fastweb steigerte ihre Erlöse (+4,6% in LW) sowie die Kundenzahl (+7,7%).

Im Grosskundengeschäft legte der Konzern ebenfalls zu (+3,2%). Bereinigt um Firmenkäufe hätte in diesem Geschäft allerdings ein 1,5% tieferer Umsatz resultiert - unter anderem wegen des hohen Preisdrucks.

EBITA WEGEN RÜCKSTELLUNG DEUTLICH TIEFER

Weniger gut sieht es weiter unten in der Erfolgsrechnung aus: So brach der operative Gewinn (EBITDA) um 8,1% auf 3,10 Mrd CHF ein. Ein wesentlicher Faktor dafür war die Rückstellung von 186 Mio CHF, die nach der Niederlage vor Bundesverwaltungsgericht im sogenannten ADSL-Streit getätigt wurde.

Gemäss dem Urteil von Anfang Oktober hatte sich Swisscom in früheren Zeiten im Geschäft im Geschäft mit schnellem Internet wettbewerbswidrig verhalten. In der aktuellen Mitteilung bekräftigt das Unternehmen, dass es die Sanktion für nicht gerechtfertigt hält und beim Bundesgericht Beschwerde einreiche.

Auf vergleichbarer Basis - also ohne die Busse, ohne weitere Spezialeffekte und ohne Wechselkurseinflüsse - hätte gemäss der Mitteilung ein 2,2% höherer EBITDA resultiert. Somit wurde die Profitabilität gesteigert.

DEUTLICH TIEFERER REINGEWINN

Unter dem Strich weist Swisscom für die ersten drei Quartale einen 22% tieferen Reingewinn von 1,06 Mrd CHF aus. Das Unternehmen begründet dies in erster Linie mit den Sondereffekten.

Die Markterwartungen hat Swisscom mit den vorgelegten Zahlen grossomodo erfüllt - wobei es im Vorfeld wegen der Bussen-Rückstellung einige Unsicherheiten gab. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 8,66 Mrd CHF, einem EBITDA von 3,17 Mrd CHF und einem Reingewinn von 1,14 Mrd CHF gerechnet.

DRITTES QUARTAL IM MINUS

Im dritten Quartal für sich allein betrachtet nahm der Umsatz um 1,2% auf 2,89 Mrd CHF und der EBITDA um 19% auf 966 Mio CHF ab.

Preissreissenkungen beim Roaming, Währungseinflüsse und ein intensiverer Wettbewerb hätten das Geschäft zwischen Juli und September geprägt, lässt sich CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. "In Anbetracht des schwierigen Umfelds bin ich mit dem Ergebnis zufrieden."

ZIELE BESTÄTIGT

Konzernweit stiegen die Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,6% auf 1,74 Mrd CHF, davon wurden 1,30 Mrd (+5,7%) in der Schweiz getätigt.

Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert. Es wird ein Umsatz von "über 11,5 Mrd CHF" und ein EBITDA von "über 4,0 Mrd CHF" angepeilt. Investiert werden sollen "über 2,3 Mrd CHF". Werden diese Ziele erreicht, winkt den Aktionären eine Dividende auf Vorjahreshöhe von 22 CHF.

rw/gab

(AWP)

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Swisscom erhält Weko-Busse von 7,9 Mio CHF - Weiterzug beschlossen
19.11.2015 08:29

(Mit weiteren Angaben des Telekomunternehmens ergänzt)

Zürich (awp) - Die Swisscom erhält von der Wettbewerbskommission (Weko) eine Busse aufgebrummt. Das Telekomunternehmen soll wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung im sogenannten Post-Fall eine Strafgebühr von 7,92 Mio CHF bezahlen. Die Swisscom ist nicht einverstanden und zieht den Entscheid an die nächste Instanz weiter.

Dabei geht es um eine Ausschreibung der Schweizer Post aus dem Jahr 2008, wie die Weko am Donnerstag mitteilt. Die Post wollte damals sämtliche Standorte in der Schweiz über Breitbandinternet vernetzen. Swisscom habe die Ausschreibung gewonnen, weil sie einen rund 30% tieferen Preis geboten habe als die Konkurrenz.

Die Wettbewerber seien in diesem Geschäft allerdings auf die Vorleistungen der Swisscom angewiesen, schreibt die Behörde weiter. Und die Preise dafür seien bei dieser Ausschreibung so hoch angesetzt worden, dass die Konkurrenz nicht mit dem Angebot von Swisscom habe konkurrieren können.

Ausserdem habe die Swisscom mit dieser Preispolitik überhöhte Preise gegenüber der Post erzwungen. Die Wettbewerbshüter beurteilen das Verhalten der Swisscom alles in allem als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung im Bereich Breitbandanbindung.

Die Untersuchung wurde gemäss den Angaben der Weko 2013 nach der Anzeige eines Konkurrenten eröffnet. Dabei habe es sich um Sunrise gehandelt, schreibt Swisscom in einer separaten Mitteilung. Dieses Unternehmen habe geltend gemacht, es habe für die benötigten Vorleistungen einen Preis zahlen müssen, der höher gewesen sei als die Offerte von Swisscom für die Post.

"HABEN UNS KORREKT VERHALTEN"

Die Swisscom bestreitet die Vorwürfe der Weko und will Verfügung sowie Busse beim Bundesverwaltungsgericht anfechten. "Wir sind überzeugt, dass wir uns korrekt verhalten haben", lässt sich CEO Urs Schaeppi zitieren.

Die Offerte von Swisscom sei marktkonform gewesen, heisst es zur Begründung. Bereits im Sommer 2009 sei gegenüber der Weko aufgezeigt worden, dass Sunrise in der Lage gewesen wäre, ein konkurrenzfähiges Angebot zu machen, wenn das Unternehmen die eigene Infrastruktur und Vorleistungen sinnvoll eingesetzt hätte.

Wichtig sei dabei der Unterschied zwischen regulierten Vorleistungen und kommerziellen Vorleistungen, heisst es weiter. Die regulierten Vorleistungen könne die Konkurrenz zu kostenorientierten Preisen beziehen. Bei den kommerziellen Vorleistungen sei die Swisscom hingegen nicht verpflichtet, kostenorientierte Preisen zu offerieren.

POST NICHT BENACHTEILIGT

Konkurrenten, die für den Auftrag der Post mangels eigener Infrastrukturen ausschliesslich kommerzielle Vorleistungen hätten verwenden können, wurden von der Post nicht zur Abgabe eines Angebots eingeladen, betont die Swisscom weiter. Somit hätten solche Konkurrenten auch nicht behindert werden können.

Nicht nachvollziehbar ist aus Sicht des Telekomunternehmens auch der Missbrauchsvorwurf zum Nachteil der Post: Diese habe in den Verhandlungen grosse Preisnachlässe ausgehandelt. Swisscom habe den Forderungen der Post nachgeben müssen, um sie als wichtige Kundin nicht zu verlieren, wird betont.

rw/tp

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Grossbank warnt bei der Swisscom-Aktie

Die Swisscom-Aktie ist bei Anlegern beliebt, nicht zuletzt dank der attraktiven Dividendenrendite. Doch jetzt spricht eine der beiden Schweizer Grossbanken eine Verkaufsempfehlung aus.

Von Lorenz Burkhalter

Der Aktie von Swisscom haftet der Ruf einer Volksaktie an. Das ist nicht nur dem Umstand zu verdanken, dass der Bund noch immer eine knappe Mehrheitsbeteiligung am einstigen Monopolunternehmen hält. Die Marke Swisscom ist in der Bevölkerung fest verankert und die Geschäftsaktivitäten des Telekommunikationskonzerns für jedermann nachvollziehbar. Darüber hinaus zählt die Aktie mit einer Rendite von 4,3 Prozent zu den dividendenstärksten der Schweizer Börse.

Dennoch schlägt die Credit Suisse in einer Unternehmensstudie negative Töne an. Das Anlageurteil lautet "Underperform". Um seiner Verkaufsempfehlung Nachdruck zu verleihen, setzt der Studienverfasser das 12-Monats-Kursziel bei 475 Franken an. Vom Schlusskurs vom Freitag aus betrachtet, leitet sich davon ein rechnerisches Abwärtspotenzial von ziemlich genau 7 Prozent ab.

Goldene Zeiten sind vorbei

Auf Stufe des operativen Gewinns (EBITDA) weicht der Analyst mit seinen Schätzungen für das kommende Jahr von anderen Berufskollegen nach unten ab. Aufgrund von Preisnachlässen der beiden Rivalen Salt und Sunrise Communications rechnet er im margenträchtigen Mobilfunkbereich mit einem rückläufigen Wachstum. Beide Anbieter hätten die Promotionstätigkeit in den vergangenen zwei Monaten weiter intensiviert, so der Experte.

Doch auch im Festnetzbereich macht er vermehrt Preisdruck aus. Der Analyst befürchtet, dass Umstellungen bei der Universaldienstverpflichtung diesen noch verstärken und den operativen Gewinn um bis zu 3 Prozent schmälern.

An Swisscom scheiden sich die Analystengeister

Die Credit Suisse ist nicht die einzige Bank, welche die Swisscom-Aktie zum Verkauf empfiehlt. Gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP beurteilen fünf weitere Analysten das Unternehmen negativ. Zehn Experten schätzen die Aktie hingegen neutral ein und vier empfehlen diese sogar zum Kauf. Aktuell liegt der Aktienkurs im unteren Bereich der Spannweite der Kursziele, welche von 470 bis 640 Franken reicht.

Zuletzt hatte die Swisscom-Aktie zwar wieder etwas Auftrieb. Alleine seit Anfang August ist der Börsenwert des Telekommunikationskonzerns in Erwartung eines intensiveren Wettbewerbs jedoch um 10 Prozent geschmolzen. Darin spiegelt sich auch die vorsichtigere Haltung der Analysten wider.

CASH

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Blaues Hufeisen
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Der CS-Analyst hat Swisscom übrigens nicht erst seit Freitag auf Underperform, sondern bereits seit Monaten. Der Bericht suggeriert jedoch, dass die Verkaufsempfehlung neu sei. Der Analyst hat das Rating "Underperform" am Freitag jedoch lediglich bestätigt....

nachtfalter
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nachtfalter hat am 18.09.2015 - 01:48 folgendes geschrieben:

nachtfalter hat am 18.12.2014 - 22:48 folgendes geschrieben:

Beim Markteintritt des Franzosen Xavier Niel im schweizerischen "gemütlichen" Telekompool, entstehen Bilder in meinem Kopf, als würde man ein Piranha in ein Forellenaquarium setzen. Lest mal die Story des unglaublich aggressiven Aufstieges des Wirtschaftwunderknabens Niel!

Wussten vor der Emission der Put Option Swisscom Goldman Sachs  Valor 26095635 am 11.12.2014, welche heute 55,99% gestiegen ist,  einige Leute schon mehr?

Ich kann zum 2 Jahrestief von Swisscom nur bemerken, was ich schon am 18.12.14 geschrieben habe. Wenn man das curriculum vitae über Niel gelesen hat, steigt man früher oder später bei Swisscom aus!

 

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Mobilfunk-Netztest: Swisscom gewinnt knapp vor Sunrise und Salt
02.12.2015 08:03

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

Zürich (awp) - Der neuste Mobilfunk-Netztest des deutschen Branchenmagazins Connect ergibt für die drei Schweizer Anbieter erneut ein schmeichelhaftes Bild: Alle drei erhalten wie schon im Vorjahr die Note "sehr gut". Den Sieg holt sich Swisscom mit knappem Abstand vor Sunrise und Salt.

Die guten Noten seien ein Beweis für das "extrem hohe Leistungsniveau" des Schweizer Mobilfunkmarktes, teilt das Magazin am Mittwoch mit. Sie seien trotz eines deutlich verschärften Bewertungsverfahrens erzielt worden.

Die Swisscom belegt gemäss den Angaben zum siebten Mal in Folge den ersten Platz. Und auch bei einem gleichzeitig stattfindenden Test in Deutschland und Österreich habe kein Anbieter eine gleich hohe Punktzahl erreicht, heisst es. Sunrise habe sich gegenüber dem Vorjahr noch minimal verbessert und somit den zweiten Platz verteidigt. Salt sei im Vorjahresvergleich zwar die grösste Steigerung gelungen, was aber erneut nur zu Platz drei gereicht habe.

SUNRISE GEWINNT KATEGORIE TELEFONIEREN

In den einzelnen Unterkategorien des Tests hat nicht immer die Swisscom die Nase vorn. So obsiegt Sunrise im Bereich "Telefonieren". Der Anbieter habe in dieser Disziplin nicht nur das beste Ergebnis in der Schweiz erzielt, sondern auch höhere Punktzahlen als die Mobilfunkfirmen in Deutschland und Österreich erreicht, heisst es.

"Das ist die klare Bestätigung dafür, dass wir mit der Modernisierung und Optimierung unseres Netzes alles richtig gemacht haben", lässt sich Sunrise-COO Elmar Grasser in einer separaten Mitteilung zitieren.

Gesteigert habe sich bei der Telefonie aber auch Swisscom, schreibt das Magazin weiter. Der Anbieter profitiere auch davon, dass er derzeit als einziger die moderne Sprachübertragungstechnik VoLTE implementiert und offenbar gut im Griff habe. Salt sei beim Telefonieren der "Verfolger".

Vergleichsweise gut könnten die Schweizer Kunden auch in der Bahn telefonieren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbieter sei gering. In Deutschland hingegen liefen nach wie vor über zehn Prozent der Anrufe ins Leere.

MOBILES INTERNET IN ÖSTERREICH BESSER

Bei der Qualität des mobilen Internets obsiegt Swisscom knapp vor Salt, während Sunrise mit leichtem Abstand folgt. Im Gegensatz zu den Tests der Vorjahre sei die Qualität des mobilen Internets in österreichischen Städten nun zum Teil aber besser als in der Schweiz, stellt Connect fest. Die dortigen Anbieter A1 und Drei hätten einen Hauch besser abgeschnitten als Swisscom und Salt.

Der Test von Connect wird in der Branche breit beachtet. Gemäss den Angaben des Magazins wurden für den aktuellen Vergleich 20'000 Kilometer mit Testautos in der Schweiz, Deutschland und Österreich zurückgelegt.

rw/cp

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Swisscom-Aktie kein «sicherer Hafen» mehr?

Die wohl mächtigste Bank der Welt lässt die Swisscom-Aktie wie eine heisse Kartoffel fallen und spricht eine Verkaufsempfehlung aus. Die goldenen Zeiten seien vorbei, so schreibt sie.

Von Lorenz Burkhalter

Schon seit Jahren gilt der Schweizer Mobilfunkmarkt als der attraktivste der Welt. Das nicht ohne Grund, sind die Tarife doch in keinem anderen Land so hoch wie bei uns. Leben und leben lassen, lautete das Motto der drei führenden Anbieter.

Davon profitierte als unangefochtene Marktführerin vor allem die Swisscom und mit ihr die Schweizerische Eidgenossenschaft, ihres Zeichens Mehrheitsaktionärin. Kein anderes Grossunternehmen zahlte den Aktionären in den letzten Jahrzehnten auch nur annähernd so grosszügige Dividenden aus wie die ehemalige Staatsmonopolistin.

In einer Branchenstudie warnt Goldman Sachs nun aber davor, dass die goldenen Zeiten für die Swisscom-Aktionäre ein für alle Mal vorbei sein könnten. Für die wohl mächtigste Grossbank der Welt ist die dividendenstarke Aktie kein "sicherer Hafen" mehr, weshalb sie diese von "Neutral" auf "Verkaufen" herunterstuft. Das 470 Franken lautende 12-Monats-Kursziel lässt ein Rückschlagspotenzial von 5 Prozent vermuten.

Werden die Swisscom-Tarife deutlich unterboten?

Bislang warb die Marktführerin mit der Qualität des eigenen Mobilfunknetzes. Geht es nach den für Goldman Sachs tätigen Studienverfassern, dann haben die beiden anderen grossen Anbieter in der Schweiz diesbezüglich jedoch Boden gut gemacht. Die Netzqualität reiche als wichtigstes Differenzierungsmerkmal nicht mehr länger aus, so schreiben sie.

Die Experten erwarten, dass der Rivale Salt vergleichbare Angebote schon bald zu 40 bis 50 Prozent tieferen Tarifen anbieten könnte. Bankeigenen Berechnungen zufolge könnte das die Swisscom über die nächsten fünf Jahre 5 Prozent an Marktanteilen kosten, von den Folgen für die Gewinnentwicklung gar nicht erst zu sprechen.

Mit einer Rabatt-Aktion für Neukunden läutete Salt im November tatsächlich eine neue Runde im Preiskampf gegen Swisscom und Sunrise Communications ein (siehe die Kolumne vom cash Insider vom 27. November).

Zuversicht der Analysten schwindet

Noch bis vor einem Jahr war man sich in Analystenkreisen einig: Die Swisscom-Aktie ist ein Kauf, nicht zuletzt der attraktiv hohen Dividendenrendite von 4,5 Prozent wegen. Seither haben zahlreiche Experten das Handtuch geworfen, unter anderem jene von Société Générale, Exane BNP Paribas, Kepler Cheuvreux, Morgan Stanley, Merrill Lynch und Citigroup. Mit der Herunterstufung reiht sich nun auch Goldman Sachs ein.

Gemäss Erhebungen der Nachrichtenagentur AWP empfehlen nur noch vier von zwanzig Analysten die Aktie zum Kauf. Mittlerweile raten sieben zum Verkauf der Aktie, die Verfasser der Goldman-Sachs-Studie bereits mit eingerechnet.

CASH

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Swisscom und Ericsson vertiefen Partnerschaft im Mobilfunkbereich
18.12.2015 10:23

Bern (awp) - Swisscom und Ericsson wollen im Mobilfunkbereich "noch enger" zusammenarbeiten und bauen entsprechend ihre bestehende Partnerschaft aus. Die Zusammenarbeit bezieht sich vor allem auf die Bereiche Entwicklung, Planung, Realisierung und Betrieb des Mobilfunknetzes. Neueste Technologien sollen rasch im Swisscom-Netz verfügbar sein, teilte der grösste Schweizer Telekom-Konzern am Freitag mit. Man werde entsprechend weiterhin jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes investieren.

Die beiden Unternehmen haben sich den Angaben zufolge auf ein "aussergewöhnliches Kooperationsmodell" geeinigt. So werde ein neues Team gegründet, das je zur Hälfte aus Mitarbeitenden von Ericsson und Swisscom besteht. Gemeinsam werde die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes erarbeitet und vorangetrieben, wobei die erweiterte Partnerschaft auf unbefristete Zeit abgeschlossen worden sei.

"Ich bin überzeugt, dass unsere Kunden von der intensivierten Partnerschaft profitieren werden, da wir das vorhandene Wissen und das Engagement beider Unternehmen bündeln können", sagt Heinz Herren, CTO & CIO Swisscom, in der Mitteilung.

uh/cp

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Seco prüft Swisscom-Privatisierung

Das Seco prüft die Forderung der OECD nach einer Privatisierung des Telekomriesen Swisscom.

Es gelte herauszufinden, ob die Eignerstrategie des Bundes den heutigen Anforderungen noch genüge, sagt Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch im Interview. Dieser Frage werde das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in der neuen Wachstumsstrategie 2016 bis 2020 nachgehen, sagte Ineichen-Fleisch gegenüber der "NZZ am Sonntag".

Die Swisscom ist laut der Seco-Chefin zwar ein gut geführtes Unternehmen. Die Schweiz müsse aber sicherstellen, dass sie den Schritt zur Digitalisierung der Wirtschaft nicht verpasse. "Wir müssen uns fragen: Ist eine Swisscom in der Lage, das in ihrem angestammten Bereich der Telekommunikation genügend rasch und agil zu machen? Und zu welchen Kosten?"

Der Bund muss sich gemäss Ineichen-Fleisch zudem fragen, ob sich für ihn als Eigentümer keine Zielkonflikte ergeben, wenn sich staatliche Unternehmen ausserhalb ihres Service-public-Auftrages in neue digitale Unternehmen ausbreiten. Die Seco-Direktorin zielt mit dieser Aussage implizit auf die neue Werbeplattform, welche die Swisscom zusammen mit den Medienhäusern Ringier und SRG betreiben will.

Mehrheit des Bundes sorgt für Gesprächsstoff

"Zumindest der Nachweis, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter als eine Privatfirma ist, ist gemäss OECD schwierig zu erbringen", gibt Ineichen-Fleisch zu Bedenken.

In einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) kam die Swisscom jüngst schlecht weg. Als ehemalige Monopolistin geniesse sie immer noch Vorteile und bremse so den Wettbewerb, lautete die Kritik. Die OECD forderte in diesem Zusammenhang gar eine vollständige Privatisierung des Branchenprimus.

Dagegen wehrte sich Swisscom-Chef Urs Schäppi Mitte Dezember. "Die Swisscom ist kein Staatsbetrieb, sondern eine börsenkotierte Firma mit einer Marktkapitalisierung von 26 Milliarden Franken", sagt er im Interview mit der "SonntagsZeitung". Der Bund habe zwar eine knappe Mehrheit, aber ein Blick auf die strategischen Ziele zeige, dass der Mehrheitseigentümer der Swisscom den unternehmerischen Freiraum lasse.

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Wäre Swisscom-Verkauf positiv für die Aktie?

Das Thema der Swisscom-Privatisierung kommt mal immer wieder aufs Tapet. Doch was würde es für die Aktionäre bedeuten, falls der Bund seinen Anteil verkauft?

Von Ivo Ruch

Das Thema erhielt erst kürzlich neuen Diskussionsstoff: die Privatisierung der Swisscom. In der Presse vom letzten Sonntag war es diesmal Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, welche die Eigentümerfrage des teilstaatlichen Telekomriesen ins Gespräch brachte. Gegenüber der "NZZ am Sonntag" sagte sie, es sei schwer zu beweisen, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter sei als eine Privatfirma.

Bei den als defensiv geltenden Swisscom-Aktien sorgte diese Nachricht am Montag für Kursfantasie. Sie reagierten mit einem Anstieg von 1,5 Prozent. Zwar konnte sich der Titel an den kommenden Handelstagen dem allgemeinen Negativsog auch nicht entziehen. Aber im Vergleich mit dem stark negativen Gesamtmarkt steht die Aktie gut da. Die Aktie gilt als defensiver Wert mit Fokus auf den Binnenmarkt, der gerade in unruhigen Börsen-Zeiten wie diesen profitiert.

Deshalb sind weitere Umschichtungen in die Swisscom-Aktie durchaus denkbar. Glaubt man Analystenberichten, dann schein ein Anstieg bis auf 530 Franken langfristig möglich. Am Freitagmorgen kostete der Titel 495 Franken.

Geschwindigkeit wäre entscheidend

Für Aufsehen sorgte im Dezember ein OECD-Bericht. Darin wurde moniert, die ehemalige Monopolistin Swisscom geniesse immer noch Vorteile und bremse so den Wettbewerb. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schlug in diesem Zusammenhang eine vollständige Privatisierung vor.

Gegen solche Kritik wehrt sich die Swisscom jeweils mit dem Argument, sie sei kein Staatsbetrieb. Ein Blick auf die strategischen Ziele zeige gar, dass der Bund als Mehrheitseigner unternehmerischen Freiraum gewährleiste. Fakt ist jedoch, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft mit 51 Prozent die Mehrheit des Aktienkapitals hält.

Es drängt sich also die Frage auf, was es für die bestehenden Aktionäre der Swisscom bedeuten würde, wenn dieses Aktienpaket auf den freien Markt gelangen würde.

Zuallererst ist entscheidend, mit welcher Geschwindigkeit dieser Verkauf vonstattengehen würde: Reduziert der Staat seine Beteiligung in einem Rutsch, nähme der Druck auf die Aktie kurzfristig eher zu als wenn die Eidgenossenschaft dies sukzessive tut. "Aber langfristig wäre die Swisscom eventuell freier in ihren Entscheidungen", sagt Jan Widmer dazu. Er ist Telekom-Analyst bei der St. Galler Kantonalbank.

Free Float hoch genug

Ganz gewiss würde sich der Anteil frei handelbarer Swisscom-Aktie radikal erhöhen. Doch ein Anstieg des sogenannten "Free Float" wäre nicht besonders relevant, ist Panagiotis Spiliopoulos überzeugt. Denn dieser sei bereits jetzt auch für grosse institutionelle Aktionäre hoch genug, so der Research-Leiter der Bank Vontobel.

Wird das Band zum Staat zerschnitten, dürfte sich hingegen der Fokus der Aktionäre verschieben. Und zwar hin zum Wachstum von Gewinn und Dividende, sagt der Vontobel-Experte. Das wiederum ist nur möglich durch zusätzliche Akquisitionen oder Kostenreduktionen. Denn die implizite Staatsgarantie würde ja wegfallen. Ebenso könnten weitreichende Investitionsprogramme hinterfragt werden, beispielsweise solche in eine Breitband-Festnetzinfrastruktur.

Die Swisscom-Aktie vielerorts wegen ihrer grosszügige Dividende beliebt, die derzeit bei 22 Franken pro Aktie steht. "Grundsätzlich wird der Faktor 'Staatseigentum' bei der Swisscom-Aktie überschätzt. Sie ist vor allem aufgrund ihrer Ausschüttungspolitik spannend, an der auch der Bund interessiert ist", sagt Widmer. Die Dividenden würden wohl auch bei einer Privatisierung attraktiv bleiben.

Politik-Prognosen sind schwierig

Jüngst geriet die Swisscom auch wegen Bussen in die Schlagzeilen. Das Bundesverwaltungsgericht sprach eine Zahlung von 186 Millionen Franken wegen überhöhter Preise für Internetanschlüsse aus und von der Wettbewerbskommission schneite eine Busse von rund 8 Millionen Franken wegen eines Auftrags der Post ins Haus. Zudem stösst der Vertrag zur gemeinsamen Werbevermarktung der Swisscom mit SRG und Ringier auf Kritik.

Auch wenn die Privatisierung der Swisscom von verschiedenen Seiten immer wieder thematisiert wird, liegt der Ball schlussendlich bei der Politik. Und den politischen Fahrplan zu prophezeien, ist äusserst schwierig. Panagiotis Spiliopoulos glaubt auf jeden Fall nicht an einen Verkauf, auch wenn das Schweizer Parlament im Oktober nach rechts gerückt ist. Zudem bestünden viele Fallstricke auch bezüglich des Service Public, und es würde zu Anpassungen im Telekomgesetz führen, was viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Auch die Gefahr eines Referendums würde bestehen.

"Aus meiner Sicht besteht keine Notwendigkeit und auch kein Nutzen einer Privatisierung, nur weil die OECD das fordert", so der Vontobel-Analyst.

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Swisscom übernimmt die Hälfte an Genfer Firma Open Web Technology
19.01.2016 12:10

(Meldung ausgebaut)

Bern/Genf (awp/sda) - Die Swisscom übernimmt die Hälfte an der Genfer Firma Open Web Technology. Die beiden gründen ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Swisscom Digital Technology. Dieses soll Schweizer Unternehmenskunden strategisch und technologisch bei ihrer digitalen Transformation helfen. Über die finanziellen Eckpunkte der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Palette der Dienstleistungen werde von der Beratung bis hin zur Umsetzung der digitalen Strategie reichen, teilte die Swisscom am Dienstag mit. Dazu gehöre neben der Digitalisierungsstrategie auch die Anwendungsarchitektur sowie die Entwicklung von massgeschneiderter Software.

Zum Kundenportfolio zählten Unternehmen aus der Telekommunikation, dem Banken- und Versicherungswesen, der Luxusgüter- oder Sicherheitsbranche, hiess es weiter. Über die finanziellen Eckpunkte des Deals sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Genfer Firma Open Web Technology wurde 2009 vom Alleinaktionär Frédéric Weill gegründet und wird seither von ihm geführt. In den Büros in Genf und Zürich arbeiten mehr als 60 spezialisierte Ingenieure. Unterstützt werden sie künftig durch rund 30 Spezialisten, die von einer Westschweizer Swisscom-Tochter zu Open Web Technology wechseln.

Das Gemeinschaftsunternehmen wird von Weill geleitet. Das Präsidium des Verwaltungsrates übernimmt Nicolas Fulpius, Leiter der Abteilung Digital Enterprise Solutions bei Swisscom. Swisscom Digital Technology wolle insbesondere in der Deutschschweiz neue Kunden akquirieren, heisst es.

cp

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Abbau von hunderten Stellen bei der Swisscom

Um zu sparen, greift die Swisscom auch zu einem grösseren Stellenabbau. Es würden mehrere hundert Stellen vor allem in den unterstützenden Bereichen gestrichen, teilte der Telekomkonzern am Donnerstag mit.

Auf der anderen Seite würden im laufenden Jahr in Wachstumsbereichen in der Schweiz bis zu 500 Arbeitsplätze geschaffen. Für die betroffen Mitarbeiter stehe ein gut ausgebauter Sozialplan bereit. Die "Swisscom geht davon aus, dass im laufenden Jahr rund 700 Mitarbeiter als Folge der Reduktionen vor allem bei unterstützenden Bereichen den Sozialplan beanspruchen werden."

Die Kosten für den Sozialplan beliefen sich auf 70 Mio CHF. Insgesamt rechnet die Swisscom per Ende Jahr mit einem leicht tieferen Stellenbestand in der Schweiz als im Vorjahr. Insgesamt hatte die Swisscom hierzulande am 31. Dezember 2015 einen Bestand von knapp 19'000 Vollzeitstellen. Das sind 3,8% mehr als im Vorjahr.

Weniger Call-Center

Die Swisscom werde die Zahl der Call-Center von 14 auf 8 reduzieren. Die Mitarbeiter der Standorte Zürich, Bern, Basel, Genf, Luzern und Rapperswil würden auf die verbleibenden acht Standorte Lausanne, Neuenburg, Biel, Olten, Sion, St. Gallen, Chur und Bellinzona konzentriert.

"Für den grössten Teil der Mitarbeitenden ist der Wechsel an einen neuen Standort aufgrund des Arbeitsweges zumutbar", schrieb die Swisscom. Das Personal an den Standorten Olten, St. Gallen und Biel werde teilweise um mehr als die Hälfte zunehmen.

Um die Flexibilität zu erhöhen und Spitzenbelastungen besser abdecken zu können, intensiviere die Swisscom die Zusammenarbeit mit Call-Center-Partnerunternehmen in der Schweiz. Tätigkeiten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten und deren Inhalte weniger komplex seien, würden künftig verstärkt von den Partnern übernommen, hiess es weiter. Die Call-Center-Dienstleistungen würden weiterhin von der Schweiz aus betrieben.

(AWP)

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Elias
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Swisscom- Aktien haben trotz der beträchtlichen Dividendenrendite einen schweren Stand. Einerseits reduzieren Grossanleger ihre Positionen, andererseits engagieren sich bekannte Leerverkäufer in den Titeln. Die Schwäche der Aktie schürt die Erwartung, dass die Titel auch im Vorfeld der Dividendenzahlung am 8. April wenig gefragt sein werden.

Meiden

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Anleihe: Swisscom nimmt 200 Mio CHF zu 0,375% bis 2028 auf
08.03.2016 14:02

Zürich (awp) - Der Telekomkonzern Swisscom emittiert unter Federführung der UBS eine öffentliche Anleihe zu folgenden Konditionen:

Betrag: 200 Mio CHF
Coupon: 0,375%
Ausgabepreis: 101,208%
Liberierung: 31.03.2016
Laufzeit: bis 31.03.2028
Rating: A2/A (Moody's/S&P)
Valor: 31'792'166 (3)
Kotierung: SIX Swiss Exchange, provisorischer Handel ab 29.03.2016

ra/rw

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Swisscom baut Netz für Internet der Dinge

Der Telekomkonzern Swisscom baut als erste Anbieterin schweizweit ein ergänzendes Netz für das Internet der Dinge

Der Ausbau der Basisversorgung über ein Low Power Network (LPN) ist bis Ende 2016 geplant. Bisher gab es nur einen Pilottest in Genf und Zürich, der im Frühjahr 2015 begann, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Das neue Netzwerk, dass teilweise über die bestehenden Sendestandorte von Swisscom Broadcast errichtet werden soll, werde 80% der Schweizer Bevölkerung im Freien versorgen und nur zu geringen Immissionen führen. Die Technik ermögliche es, begrenzte Informationen zu übermitteln, wie etwa Parkplatzbelegung, Füllstand von Recyclingcontainern oder Heizungsverbrauch. In den bisherigen Pilot-Städten Zürich und Genf hätten sich über 100 Firmen, Behördenkunden und Hochschulen interessiert. Inzwischen seien mehr als 15 Ideen konkretisiert, als Prototyp errichtet oder bereits in Betrieb.

Für Anwendungen mit hohem Datenbedarf wie Autos, Fernwartung oder Echtzeit-Kontrollsysteme komme auch künftig das Mobilfunknetz zum Zuge. Der Nutzen ergebe sich durch die Kombination der verschiedenen Netze mit ihren jeweiligen Eigenschaften.

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Swisscom rüstet Mobilfunknetz weiter auf
20.04.2016 11:04

Bern (awp/sda) - Die Swisscom rüstet ihr Mobilfunknetz weiter auf. Als Zwischenschritt auf dem Weg zur fünften Mobilfunkgeneration 5G führt der grösste Telekomkonzern der Schweiz anfangs nächsten Jahres die Technologie 4.5G (auch LTE Advanced Pro genannt) ein.

Damit liessen sich Übertragungsraten von maximal 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) beim Herunterladen nutzen, teilte die Swisscom am Mittwoch in einem Communiqué mit. Derzeit liegt die theoretische Höchstgeschwindigkeit im Freien bei 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). An einigen ausgewählten Standorten in Gebäuden sind zudem Übertragungsraten von maximal 450 Mbit/s möglich.

Nun sei es der Swisscom als erster Mobilfunkanbieterin anfangs Woche in einem Test zusammen mit dem Telekomausrüster Ericsson gelungen, Daten mit einer Geschwindigkeit von 1 Gbit/s zu senden. Endgeräte, die die Technologie LTE Advanced Pro unterstützen, würden höchstwahrscheinlich am Mobilfunkkongress 2017 in Barcelona vorgestellt, hiess es weiter.

LTE Advanced Pro ist eine Weiterentwicklung der bisherigen vierten Mobilfunkgeneration LTE. Sie ist eine Etappe auf dem Weg fünften Mobilfunkgeneration 5G, die frühestens 2020 bereit sein soll.

5G verspricht einen weiteren Geschwindigkeitsschub. Mit ihr sollen Handy- und Tabletnutzer mit bis zu 10 Gbit/s unterwegs durchs Internet sausen. Zum Vergleich: Die Maximalgeschwindigkeit im Festnetz beträgt derzeit für Privatpersonen 1 Gbit/s.

(AWP)

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roca
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Im Moment würde die Public Service Initiative angenommen.

Nach dieser Initiative dürfte auch die Swisscom nicht mehr Gewinnstreben sein.

Weshalb ist der Einfluss auf die Aktie im Moment gegen 0?

Ohne zukünftige Dividendenausschüttung könnte die Aktie wertlos werden oder?

 

 

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