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Swisscom mit Gewinnsprung im

Swisscom mit Gewinnsprung im ersten Quartal - Erwartungen klar übertroffen

Die Swisscom hat im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient. Der Umsatz stieg um 2,4 Prozent auf 2,80 Milliarden Franken.

29.04.2021 07:31

Das gab der grösste Schweizer Telekomkonzern am Donnerstag bekannt. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte um 1,2 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken.

Unter dem Strich verbuchte die Swisscom einen Reingewinn von 638 Millionen Franken. Das ist ein Anstieg von 62 Prozent. Der Reingewinn wurde indes von Sondereffekten nach oben getrieben.

Hauptgrund ist eine Beteiligung, welche die italienische Breitbandtochter Fastweb im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Telecom Italia als Kapitaleinlage in das neu gegründete Glasfasernetz-Unternehmen FiberCop übertrug. Dies führte zu einer ergebniswirksamen Aufwertung der Beteiligung von 169 Millionen Franken. Zudem realisierte Swisscom aus dem Verkauf der Beteiligung an der Belgacom International Carrier Services einen Gewinn von 38 Millionen Franken.

Mit den Zahlen hat die Swisscom die Markterwartungen klar übertroffen.

Auch die Ziele für das Gesamtjahr 2021 hat die Swisscom nach oben angepasst. Neu erwartet der Konzern einen Umsatz von 11,3 Milliarden Franken, nachdem er bisher rund 11,1 Milliarden Franken angepeilt hatte. Beim EBITDA erwartet die Swisscom neu 4,3 bis 4,4 Milliarden (bisher rund 4,3 Milliarden).

Unverändert bleibt die Dividende bei 22 Franken, wenn die Ziele erreicht werden.

(AWP)

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Swisscom erhöht Surftempo auf

Swisscom erhöht Surftempo auf kleinen und mittleren Internetabos

Angesichts der Homeofficepflicht erhöht die Swisscom die Surfgeschwindigkeit auf den kleinen und mittleren Internetabos. Die Kunden mit dem Internet-S-Abo sind mit 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ab sofort doppelt so schnell unterwegs wie bisher.

19.05.2021 10:42

Beim Abo M wird das Tempo von 200 auf 300 Mbit/s erhöht, wie der Telekomkonzern am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Die Aufschaltung geschehe automatisch, sagte Swisscom-Sprecherin Annina Merk auf Anfrage. Die Kunden müssten nichts unternehmen. Der Preis der Abos bleibe der gleiche.

Damit trage man den Bedürfnissen Rechnung, die sich während der Pandemie mit dem verbreiteten Homeoffice entwickelt hätten. Sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz hätten die Datenvolumina markant zugenommen. Dies sei die neue Normalität. "Selbst die Erfahrungen aus den grossflächigen Lockerungen im Sommer 2020 lassen nicht annährend auf eine Rückkehr zum Status vor Corona schliessen", erklärte die Swisscom.

Vor einem Jahr, nach dem Ausbruch der Pandemie, hatte die Swisscom die Surfgeschwindigkeiten temporär erhöht. Jetzt habe man sich entschieden, das definitiv zu einzuführen, sagte Merk. Dafür sei der Netzausbau entscheidend, um den Kunden auch das höhere Tempo bieten zu können.

jb/rw

(AWP)

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Swisscom-CEO erwartet von

Swisscom-CEO erwartet von Behörden bei 5G mehr Unterstützung

Swisscom-Chef Urs Schaeppi fordert neue Antennen für 5G.

"In einer Basisversion decken wir bereits 96 Prozent der Schweiz ab. Die Vollversion braucht aber neue Antennen", sagte er im Interview mit der Zeitung "Schweiz am Wochenende". "Ich wünsche mir, dass die Behörden noch klarer Stellung nehmen zu 5G", führte er aus. Denn die neue Technologie sei keineswegs gefährlich. "Das zeigt etwa die Bewertung der WHO. Das Netz ist energieschonender."

Ebenfalls äusserte sich der Manager dazu, dass sein Unternehmen weniger Umsatz erzielt als bei seinem Amtsantritt 2013. Der Telekommunikationsmarkt schrumpfe, sagte er. "Nicht nur in der Schweiz, sondern überall. Die Preise sinken substanziell."

Früher hätten die Kunden intensiv das Festnetz genutzt. Das sei heute Teil des Internetanschlusses. Telefonkabinen gebe es auch nicht mehr, viele Leistungen seien in Flatrate-Abos inbegriffen. "Der Markt ist in einer riesigen Transformation. Wir meistern sie erfolgreich", so der Manager.

Marktanteile gehalten

Er sei stolz, habe die Swisscom in diesem Kontext die Marktanteile stabil gehalten. Doch werde der Markt weiter schrumpfen. Wachstumsfelder in der Schweiz gebe es aber schon noch. "Diese sind primär die IT, die Cloud und Sicherheitslösungen."

Und man werde in Italien mit Fastweb wachsen. "In Italien wächst der Telekom-Markt im Internetbereich noch, und wir sind der Herausforderer", sagte Schaeppi.

(AWP)

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Prepaid-Angebote oft

Prepaid-Angebote oft lohnenswerter als Handy-Abos

Viele Schweizer Handynutzer zahlen jedes Jahr Hunderte Franken zu viel für ihr Handyabo. Die Kunden könnten oftmals sparen, wenn sie statt eines Abos eine Prepaid-Karte nutzen würden. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Online-Vergleichsdienstes Moneyland.

08.06.2021 07:30

Denn die Konsumenten berücksichtigten bei der Wahl des Mobilfunk-Angebots meist nur Abos. Dies ist laut der Studie ein Fehler: Häufig seien Prepaid-Angebote klar billiger.

Moneyland hat anhand der vier Nutzerprofile "Wenignutzer", "Normalnutzer", "Daten-Normalnutzer" und "Vielnutzer" ermittelt, welche Angebote am günstigsten sind. Laut dem Telekom-Experten Ralf Beyeler zeigten sich massive Unterschiede.

Prepaid vor allem bei "Wenignutzern" günstiger

Konkret sei vor allem beim Profil der "Wenignutzer", die monatlich nur einige kurze Gespräche führen und wenig mobile Daten nutzen, Prepaid der klare Sieger. Das günstigste Prepaid-Angebot koste lediglich 51 Franken im ersten Jahr und stamme von Coop Mobile. Hinter dem Angebot steht die Swisscom in Zusammenarbeit mit Coop.

Für die "Normalnutzer", die monatlich 2000 MB Daten nutzen und etwa 30 Mal für je etwa drei Minuten telefonieren, hätten aber ebenfalls noch die Prepaid-Angebote die Nase vorn. Hier sei das günstigste Angebot Aldi Suisse mobile, das in Kooperation mit Sunrise angeboten wird.

Beim "Daten-Normalnutzer", der zwar 2000 MB Daten nutzt, aber nur ein einziges, etwa dreiminütiges Telefonat im Monat führt, gewinnt der Prepaid-Anbieter Mucho mit jährlichen Kosten von 135 Franken den Vergleich.

Erst beim "Vielnutzer", der unlimitiert surfen und telefonieren will, steht ein Abo auf dem ersten Platz. Ohne Aktionsangebote ist ein Vertrag mit Lidl Connect (in Zusammenarbeit mit Salt) für gut 408 Franken am günstigsten. Allerdings gebe es auch hier einige nur unwesentlich teurere Prepaid-Angebote.

kw/

(AWP)

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Wdh: Firma Init7 fordert von

Wdh: Firma Init7 fordert von Swisscom Einstellung von Angebot

(Meldung vom Vortag mit korrektem Firmennamen Init7 statt Init-7 wiederholt) - Der Telekomanbieter Init7 fordert von der Swisscom die Einstellung eines Internetangebots der Billigmarke Wingo oder eine Preissenkung für die Mitbenutzung des Swisscom-Festnetzes. Die Winterthurer Firma wirft dem Platzhirsch Dumpingpreise vor und droht mit einer Anzeige vor der Weko.

24.06.2021 11:59

Das Produkt "Wingo Internet Max" für 49 Franken erfülle den Tatbestand einer verbotenen Preis-/Kosten-Schere, schrieb Init7-Anwalt, Simon Schlauri, in einem auf Twitter veröffentlichten Brief an die Swisscom. Nach Abzug der Kosten für die Mitbenutzung des Swisscom-Festnetzes (BBCS) verbleibe eine Bruttomarge von lediglich 10,49 Franken. Diese erlaube es den Wettbewerbern nicht mehr, gewinnbringend zu arbeiten.

Der Anwalt forderte die Swisscom auf, bis zum nächsten Sonntag die Werbung für das Wingo-Angebot einzustellen, allfällige Plakate zu überkleben und das Produkt nicht mehr für 49 Franken pro Monat anzubieten. Alternativ könne die Swisscom auch die Preise für die Mitbenutzung des Swisscom-Festnetzes senken, erklärte Schlauri. Sollte die Swisscom den Forderungen nicht entsprechen, werde Init7 Anzeige bei der Eidgenössischen Wettbewerbskommission Weko einreichen.

Die Swisscom hielt in einer Stellungnahme fest, dass es sich beim Wingo-Angebot um eine zeitlich begrenzte Aktion handle. Diese sei noch knapp zwei Wochen zu dem Preis erhältlich, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP: Die "Swisscom kann sich dem scharfen Wettbewerb in der Branche, auch über den Preis, nicht entziehen." Die Wingo-Aktion sei vergleichbar mit den Angeboten von Salt oder der Sunrise-Billigmarke Yallo.

Happige Busse in der Vergangenheit

Die Weko hatte die Swisscom im Jahr 2009 zu einer Busse von 220 Millionen Franken verdonnert, weil sie von ihren Konkurrenten von 2001 bis 2007 zu hohe Preise für die Mitbenutzung der ADSL-Internetleitungen verlangt hatte. Damit habe die Swisscom ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Busse später auf 186 Millionen Franken gesenkt. Diese Summe musste die Swisscom bezahlen, weil der Rekurs vor Bundesgericht scheiterte.

jb/tp

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Swisscom-Präsident warnt vor

Swisscom-Präsident warnt vor einem Datenstau

Michael Rechsteiner, der Verwaltungsratspräsident der Swisscom, will mehr Unterstützung vom Bund beim 5G-Ausbau. "Die Moratorien in vielen Regionen bereiten der gesamten Branche Kopfzerbrechen", sagte Rechsteiner in einem Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft".

12.07.2021 08:33

Der Bedarf der Kunden nach mobilen Daten verdoppele sich praktisch jedes zweite Jahr, gleichzeitig könne die Swisscom die Kapazitäten zu wenig ausbauen. "Falls dies so bleibt, droht in nächster Zukunft ein Datenstau", warnte er.

Rechsteiner wünscht sich daher mehr Unterstützung von Bund und Behörden bei der Kommunikation. "Es ist in unserer Rolle schwierig, glaubwürdig zu kommunizieren, da Swisscom direkt betroffen ist."

Gleichzeitig befürchtet der Swisscom-Präsidenten parlamentarische Eingriffe bei der Swisscom. Die Vorstösse in den Bereichen Grundversorgung, Lohnobergrenze oder betreffend Steuerung und Kontrolle der Swisscom würden ihn "stark beunruhigen", sagte Rechsteiner.

"Es ist eine politische Entscheidung, ob der Bund weniger als 50 Prozent an Swisscom halten will", sagte Rechsteiner auf die Frage, ob der Bund weniger Einfluss bei der Swisscom nehmen solle. "Wir brauchen unternehmerische Freiheit und einen Hauptaktionär, der sie uns gibt und willens ist, die Risiken mitzutragen." Sei das nicht mehr der Fall, würde Rechsteiner eine weitergehende Privatisierung begrüssen.

Gerade in den letzten Tagen war die Kritik aus der Politik an der Swisscom wieder lauter geworden. Denn ausgerechnet während der heftigen Unwetter mit zahlreichen Polizei- und Feuerwehreinsätzen waren in der Nacht auf vergangenen Freitag die Notfallnummern ausgefallen. Für den Bund sind solche Fälle "nicht akzeptabel".

ra/kw

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Swisscom-Chef entschuldigt

Swisscom-Chef entschuldigt sich für Notruf-Netzpanne

Urs Schaeppi, Konzernchef der Swisscom, hat sich für den stundenlangen Ausfall der Notfall-Rufnummern in der Schweiz am vergangenen Freitag bei den Feuerwehrleuten und allen betroffenen Personen entschuldigt.

14.07.2021 08:01

Der Netzausfall habe ihn erschüttert, sagte Schaeppi in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (Mittwochausgabe). Swisscom werde alles daran setzen, solche Ausfälle künftig zu verhindern. Das Thema habe Top-Priorität.

Viele Massnahmen, die die Swisscom nach den Pannen im Vorjahr getroffen habe, hätten Wirkung gezeigt. Schaeppi erinnerte daran, dass die Swisscom jede Woche 4000 Netzwartungen ausführe. Obwohl die Netzstabilität höchste Priorität habe, könne es zu Ausfällen kommen.

Ursache des Netzausfalls

Auf die Frage, was die Ursache für die jüngste Panne gewesen sei, sagte Schaeppi, die Swisscom habe ein Netzelement einer Telefonie- Plattform für Geschäftskunden gewartet. Ein Software-Update habe zu einem Fehlverhalten geführt und einen Dominoeffekt ausgelöst.

Die Swisscom habe aber auch den Lieferanten der Netzkomponente einbeziehen müssen. Darum habe die Störung so lange gedauert. Das Notrufsystem habe an sich funktioniert. Doch weil die Notrufstellen auch Festnetz-Geschäftskunden sind, seien auch sie betroffen gewesen.

Schaeppi widersprach der These, Sparprogramme hätten sich negativ auf die Netzqualität ausgewirkt. Die Swisscom investiere jährlich etwa 20 Prozent des Umsatzes in die Infrastruktur. Allein in der Schweiz seien dies 1,6 Milliarden Franken.

Weltweit eines der besten Netze

Die Swisscom-Netze gehörten zu den besten der Welt. "Wir brauchen ein technologisches und organisatorisches Referenzmodell, um die Notrufsysteme robuster zu machen", sagte Schaeppi. Daher sei die vom Bakom vorgeschlagene Idee der Systemführerschaft richtig.

Christophe Aeschlimann, Leiter Netzwerke bei der Swisscom und Mitglied der Geschäftsleitung, wies in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps" auf die Komplexität des Systems hin. Die Swisscom arbeite wegen des Föderalismus mit Dutzenden von verschiedenen Alarmzentralen in der Schweiz zusammen.

Das alles zu koordinieren sei nicht einfach. Die Swisscom sei ein Telekom-Anbieter, der von den Alarmzentralen ausgewählt worden sei, um Anrufe weiterzuleiten. Es sei daher klar, dass die Swisscom sich eine klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten wünsche. Denn heute gebe es keine Gesamtaufsicht des Systems durch den Staat.

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Drei Internet-Provider

Drei Internet-Provider reichen Anzeige bei Weko gegen Swisscom ein

(Ergänzt um Stellungnahme von Swisscom) - Neue Preisangebote der Swisscom für Breitband-Internet stossen auf heftigen Widerstand der Internetprovider Init7, SolNet und Ticinocom. Sie werfen dem Telekomkonzern den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vor und reichen Anzeige bei der Wettbewerbskommission (Weko) ein.

15.07.2021 16:24

Die neuen Angebotspreise für die Swisscom-Endkunden seien so tief, dass Wettbewerber, die Breitband-Vorleistungen (BBCS Broadband Connectivity Service) von Swisscom beziehen, nicht mehr kostendeckend anbieten könnten, schreiben die drei Anbieter in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Die Weko soll nun die Swisscom verpflichten, die Preise für diese Breitband-Vorleistungen so zu senken, dass keine "verbotene Kosten-Preis-Schere" entstehe.

Swisscom biete ihren Kunden etwa neu ein 10 Gbps Angebot für 39 Franken im Monat an - respektive 36,21 Fr. ohne Mehrwertsteuer. Der Vorleistungspreis für Wettbewerber betrage dagegen 35 Franken - die Bruttomarge belaufe sich damit nur noch auf 1,12 Franken. Nach Ansicht der klagenden Internet-Provider dürfte der Vorleistungspreis 22 Franken nicht übersteigen, damit diese überhaupt eine angemessene Marge erwirtschaften könnten.

Swisscom erachtet Vorwürfe als unbegründet

Swisscom zeigt sich in einer Stellungnahme zu Handen von AWP der Ansicht, "dass die erhobenen Vorwürfe (Marktbeherrschung, Missbrauch, Kosten-Preis-Schere) unbegründet sind". Die genannten Preisbeispiele seien zudem falsch, schreibt Swisscom. "Init7 und die beiden anderen ISP berücksichtigen nicht, dass es sich bei den genannten Beispielen um eine Promotion handelt. Bei dieser können die Kunden zwar die ersten 12 Monate von einem relativ günstigen Preis profitieren, gleichzeitig gehen sie damit aber einer Vertrag  mit einer Mindestdauer von 24 Monaten ein und bezahlen für die zweiten 12 Monte den regulären Preis für den Internetzugang."

Aus der Auflistung auf der Swisscom Homepage werde dies klar ersichtlich, so Swisscom weiter. "Damit ist ersichtlich, dass keine Kosten-Preis-Schere vorliegt."

Der Winterthurer Internetprovider Init7 hatte bereits im vergangenen Monat der Swisscom Dumpingpreise vorgeworfen und mit einer Weko-Anzeige gedroht. Damals ging es noch um ein Angebot der Billigmarke Wingo. Die Swisscom hatte damals darauf verwiesen, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Aktion handelt.

Die Weko hatte 2009 eine Busse von 220 Millionen Franken gegen die Swisscom ausgesprochen, weil sie von ihren Konkurrenten von 2001 bis 2007 zu hohe Preise für die Mitbenutzung der ADSL-Internetleitungen verlangt hatte. Damit habe die Swisscom ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Busse später auf 186 Millionen Franken gesenkt. Diese Summe musste die Swisscom bezahlen, weil der Rekurs vor Bundesgericht scheiterte.

tp/uh

(AWP)

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