Swisscom

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Zyndicate
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Swisscom-Chef Carsten Schloter ist tot

Der Swisscom-CEO Carsten Schloter (50) ist gestorben. Er wurde heute morgen an seinem Wohnort im Raum Freiburg tot aufgefunden. Die Polizei geht von einem Suizid aus.

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Elias
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Swisscom bringt die elektronische Brieftasche

Der Blaue Riese lanciert ein mobiles Bezahlsystem. Der kalifornische Technologie-Konzern Apple versucht schon länger, was hierzulande im kommenden Jahr startet.

Eine Tüte Chips, ein Kaffee und ein paar Kaugummis – dafür dann extra die Kreditkarte zücken und die Geheimnummer eingeben kann ziemlich aufwendig sein. Und bald auch überflüssig.

 

Zumindest, wenn man diese Sachen bei Migros, Coop oder bei einem Valora-Kiosk kauft. Diese drei Firmen nehmen laut «Handelszeitung» an einem neuen Projekt von Swisscom teil. Der Mobilfunkanbieter will 2014 das Bezahlen per Handy einführen.

Elektronische Brieftasche

Die schottische Firma Helixion hat für Swisscom die elektronische Brieftasche Tapit entwickelt. Sie funktioniert ganz einfach: Man bezieht eine neue SIM-Karte für sein Handy, auf der auch Kreditkartendaten gespeichert sind.

An speziellen Terminals im Supermarkt oder Kiosk muss man dann zum Bezahlen von kleinen Beträgen nur noch sein Smartphone kurz vor ein Lesegerät halten. Bei allen Beträgen über 40 Franken braucht man aber trotzdem noch eine Pin-Nummer.

Swisscom ist Apple voraus

Rund zwei Drittel aller 120'000 Terminals in der Schweiz sind schon für den kontaktlosen Zahlungsverkehr mit Tapit bereit. Migros rüstet noch in diesem Jahr um, Coop folgt bis nächsten Frühjahr. Schon 2015 soll der gesamte Handel so weit sein.

Mit diesem Schritt ist Swisscom einem der ganz grossen Pioniere um einiges voraus. Apple-Fans warten schon lange darauf, dass der Technologiekonzern aus Cupertino ein mobiles Bezahlsystem einführt.

Wandelnder Bancomat

Auch ein Patent hat Apple bereits eingereicht. Statt des komplizierten Namens «Methods and System for Managing Credit via a Mobile Device» nutzt die Netzgemeinde aber lieber den Namen iMoney.

Mit einem weiteren Patent will Apple sich die Rechte auf ein Netzwerk sichern, welches Bancomaten über kurz oder lang überflüssig machen soll. Die App würde dann Nutzer darauf aufmerksam machen, wenn sich ein anderer mit genügend Bargeld in der Nähe befindet. Wer zum wandelnden Bancomaten werden will, kann sich anmelden. Wenn dann jemand bei ihm abhebt, erhält er eine Gebühr. Realisiert hat Apple noch keine der Ideen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Swisscom-bringt-die-elektronische...

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Zyndicate
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Swisscom 9 Mte: EBITDA sinkt auf 3'248 Mio CHF - Schaeppi definitiv CEO (AF)

07.11.2013 08:21



(Meldung umfassend erweitert)

Bern (awp) - Der Telekomanbieter Swisscom hat mit den vorgelegten Zahlen für die ersten neun Monate die Markterwartungen übertroffen. Auch die Tochter Fastweb hat sich im Heimmarkt Italien gefestigt und weist ein deutliches Kundenwachstum auf. Der Konzernausblick hat das Management um den neuen CEO Urs Schaeppi derweil bestätigt.

Swisscom hat in der Berichtszeit einen Umsatz von 8,46 Mrd CHF erwirtschaftet. Dies sind 0,4% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der EBITDA verminderte sich um 2,9% auf knapp 3,25 Mrd CHF. Auf Basis konstanter Währungen, ohne Hubbing-Umsätze von Fastweb (Wholesale-Umsätze aus Interkonnektion) und ohne Firmenkäufe reduzierte sich der Umsatz um 0,6%. Der EBIT nahm um 7,7% auf 1,75 Mrd CHF ab, wie der Telekomriese am Donnerstag mitteilte. Der Reingewinn reduzierte sich um 6,1% auf 1,27 Mrd CHF. Die ausgewiesenen Zahlen haben die Erwartungen leicht übertroffen.

Die italienische Tochter Fastweb hat einen knapp gehaltenen Umsatz von 1,18 Mrd EUR erwirtschaftet. Das Geschäft von Fastweb sei weiterhin "auf Kurs" und die bisherige Strategie werde weiter geführt, so die Mitteilung. Die Kundenbasis hat sich in der Berichtsperiode derweil vergrössert: Sie stieg binnen Jahresfrist um rund 12% auf 1,91 Mio, dies auch dank dem Bündelangebot mit Sky Italia für TV und Breitband, heisst es.

NEUER CEO ZUFRIEDEN MIT ENTWICKLUNG

"Wir hatten ein starkes drittes Quartal und verzeichneten sowohl bei Swisscom als auch bei Fastweb leicht höhere Umsätze und Betriebsergebnisse. Unser Abschluss ist robust und wir sind weiterhin auf Zielkurs für 2013", lässt sich Konzernchef Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. Schaeppi ist zum definitiven CEO des Unternehmens berufen worden. Zuvor hat der Chef des Hauptgeschäftes Swisscom Schweiz das Amt interimistisch geführt, nachdem sein Vorgänger Carsten Schloter Suizid beging.

Gleichzeitig mit der definitiven Ernennung von Schaeppi gab Swisscom strukturelle Anpassungen im Geschäftskundenmarkt bekannt. Der Konzern passt die Organisation vorab in den Bereichen Grossunternehmen, Netz & IT und Swisscom IT Services an, um künftig alle Grosskunden aus dem neuen Geschäftsbereich Enterprise Customers heraus bedienen zu können.

PREISEROSION FAST KOMPLETT AUFGEFANGEN

Der Effekt der Preiserosion beziffert das Management für die ersten neun Monate auf rund 300 Mio CHF. Zusätzlich wurden die Roaminggebühren um rund 160 Mio CHF gesenkt. Diese Preisreduktion von total 460 Mio CHF hat Swisscom durch das Kunden- und Mengenwachstum von rund 420 Mio CHF mehrheitlich kompensieren können.

Die Bündelangebote gewinnen derweil weiter an Beliebtheit: So halte der Trend zu gebündelten Angeboten und neuen Preismodellen wie Pauschaltarifen weiter an, hiess es. Solche Kombiangebote nutzten Ende der Berichtsperiode 938'000 Kunden, fast 27% mehr als im Vorjahr.

Der Umsatz mit Bündelverträgen stieg um 34,7% auf CHF 1,13 Mrd CHF. Im dritten Quartal fiel die Umsatzzunahme bei den Bündelverträgen erstmals im Jahr 2013 höher aus als der Umsatzrückgang bei den Einzelverträgen, streicht der Konzern hervor. Der Anteil der Bündelverträge in Kombination mit einem Mobilfunkangebot stieg auf 41,6 von 36,7%.

AUSBLICK 2013 GILT WEITER

Mit der Vorlage der Neunmonatszahlen hat Swisscom die nach dem Semesterabschluss leicht angepassten Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Das Management erwartet nach wie vor einen Jahresumsatz von über 11,4 Mrd CHF sowie einen EBITDA von mindestens 4,25 Mrd CHF. Die Investitionsausgaben sollen zudem immer noch 2,4 Mrd CHF betragen.

Beim Umsatz ohne Fastweb rechnet Swisscom für 2013 unverändert mit rund 9,5 Mrd CHF. Beim EBITDA ohne Fastweb wird unverändert ein Rückgang auf 3,64 Mrd CHF erwartet.

Die Gesellschaft bekräftigt ferner, dass bei Erreichen der Ziele für 2013 wieder eine Dividende von 22 CHF beantragt werden soll.

AWP

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GlobalTrader101
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Ich habe eben gelesen das der Bund Anteile für 1.2 Mia. verscherbelt hat! Wenn das nicht dumm ist weiss ich auch nicht, oder werden die Anteile bei einem tieferen Kurs zurück gekauft? Denke nicht....

Ich habe meine Anteile bei 296.- gekauft. In der tiefsten Finanzkriese als die Welt unterzugehen schien. Seitdem habe ich jährlich über 20.- / Aktien bekommen und heute steht der Kurs bei über 500.-

Wenn ein Staat ein Dividendenpapier verschachert das jedes Jahr eine super Rendite zu Null Risiko abwirft, kann ich das überhaupt nicht verstehen! Ausser man braucht wirklich dringend Geld für wichtige Dinge, dann kann man sich ans Tafelsilber wagen. Vermutlich werden damit die Gripen oder sonst irgendein Dreck gekauft von dem das Volk nichts hat.

Meveric
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Ja der Bund verscherbelt noch so einiges wenn mal wieder ein paar Weihnachtsgeschenke für verschiedene Kassen fehlt. Das Gold wurde damals ja fast verschenkt :oops:

 

Naja.. Mann muss bei der Swisscom Beteiligung auch folgendes wissen. 

 

So lange der Bund noch mehr als 50% der Stimmanteile hat, kann er über den Laden bestimmen. Dann spielt es ja wohl keine Rolle ob die Beteiligung bei 51% oder 56% liegt.... 

Aber ja... So lange die Swisscom eine Dividende abwirft in dieser höhe hätte ich als Privater die Anteile nicht verscherbelt. 

Bern (awp/sda) - Der Bund hat seine Beteiligung an der Swisscom weiter gesenkt, von 56,77 auf 51,22%. Der Schritt erfolgte per Ende 2013. Aus dem Verkauf resultierte ein Erlös von 1,247 Mrd CHF.

Zyndicate
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Swisscom will Dividende stabil halten
 

Beim Nettoumsatz für das Gesamtjahr 2013 kann die Swisscom die Markterwartungen knapp erfüllen. Der Generalversammlung wird eine unveränderte Dividende vorgeschlagen.

Die Swisscom hat im Geschäftsjahr 2013 einen Nettoumsatz von 11,43 Mrd CHF erzielt. Dies entspricht einem Plus von 0,4%, wie der Telekomkonzern am Donnerstag mitteilte. Der EBITDA sank um 3,9% auf 4,30 Mrd CHF. Der EBIT reduzierte sich um 10,6% auf 2,26 Mrd CHF und der Reingewinn nahm um 6,6% auf 1,7 Mrd CHF ab.

Mit diesen Zahlen hat das Unternehmen die Markterwartungen knapp erfüllt. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens mit einem durchschnittlichen Umsatz von 11,46 Mrd CHF, einem EBITDA von 4,30 Mrd CHF und einem EBIT von 2,29 Mrd CHF gerechnet. Das Management um den neuen CEO Urs Schaeppi hatte im letzten November bekräftigt, einen Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres sowie einen EBITDA von mindestens 4,25 Mrd CHF erreichen zu wollen.

"Unser Geschäft im Jahr 2013 verlief solide, trotz harter Konkurrenz konnten wir unsere Marktposition festigen", lässt sich CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. Swisscom kämpft weiterhin mit einer Preiserosion. In der Mitteilung wird diese im Schweizer Kerngeschäft auf rund 350 Mio CHF und beim Roaming auf rund 210 Mio CHF beziffert. "Die Reduktion um insgesamt 560 Mio CHF konnte durch das Kunden- und Mengenwachstum in Höhe von rund 480 Mio CHF mehrheitlich kompensiert werden", so die Mitteilung weiter.

Marktanteile hat Swisscom in der Schweiz im TV-Bereich gewonnen. Die Anzahl TV-Anschlüsse stieg um 26,4% auf 1 Mio. Auch bei der Anzahl Mobilfunkanschlüsse legte Swisscom einmal mehr zu: Sie nahm um 3,1% auf 6,4 Mio zu.

Die italienische Tochter Fastweb erwirtschaftete zwar einen um 16 Mio EUR tieferen Nettoumsatz von 1,60 Mrd EUR. Unter dem Strich resultierte ein Segmentsergebnis von 505 Mio EUR (+1%). "Fastweb wächst schneller als der Breitbandmarkt in Italien", teilt Swisscom mit: Die Kundenbasis sei innert Jahresfrist um 175'000 oder 9,9% auf 1,94 Mio gestiegen.

Swisscom tätigte 2013 Investitionen in der Höhe von 2,4 Mrd CHF (+10,5%). Die höheren Abschreibungen auf den getätigten Investitionen seien ein Grund für den tieferen Gewinn, heisst es in der Mitteilung.

Der Generalversammlung wird eine unveränderte Dividende pro Aktie von 22 CHF vorgeschlagen. Der damalige CEO Carsten Schloter hatte vor einem Jahr eine solche Dividende in Aussicht gestellt, falls die Ziele erreicht werden sollten.

Im Verwaltungsrat von Swisscom kommt es zu einem Wechsel: Zur Neuwahl vorgeschlagen wird der 55-jährige Telekomexperte Frank Esser. Er soll Richard Roy ersetzen, der das Gremium nach elf Amtsjahrenein verlässt.

Im laufenden Jahre erwartet die Swisscom ein moderates Wachstum von Umsatz und Betriebsergebnis (EBITDA). Die Zielmarke setzt das Management für den Umsatz bei 11,5 Mrd CHF und für den EBITDA bei 4,35 Mrd CHF fest. Für Swisscom ohne Fastweb wird mit einem Umsatz von rund 9,45 Mrd und einem EBITDA von rund 3,7 Mrd gerechnet.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung werde getrieben durch eine leichte Zunahme der Service-Umsätze. Im Bereich der Geschäftskunden dürfte sich die Stagnation aufgrund der anhaltenden Preiserosion fortsetzen. Darüber hinaus tragen die 2013 erworbenen Unternehmen rund 80 Mio zum Wachstum bei, schreibt der Konzern im Geschäftsbericht.

Auch 2014 Jahr plant die Swisscom wiederum hohe Investitionen insbesondere in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Insgesamt sollen 2,4 Mrd investiert werden, davon 1,75 Mrd in der Schweiz.

Für Fastweb rechnet der Konzern 2014 mit einem Umsatz von rund 1,65 Mrd EUR und einem EBITDA von mindestens 0,5 Mrd EUR.

Bei Erreichen der Ziele soll der Generalversammlung 2015 für das Geschäftsjahr 2014 erneut eine Dividende von 22 CHF pro Aktie vorgeschlagen werden, kündigt der Konzern wie im Vorjahr bereits frühzeitig an.

AWP

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Gian-Reto
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Diese Firmen haben den besten Ruf, 10.04.2014 15:17

"..Swisscom und Rolex behaupteten ebenfalls ihre Position unter den besten Zehn."

(mit Material von AWP)

In diesem Artikel wird die Swisscom vergoldet.

 

 

5 Sterne von den Analytikern und die Performance spricht bände.

der Bund hält 51.2% was bedeutet das ?
Und was denkt ihr zum Wachstumspotenzial?

 

Freundlichen Gruss
 

GlobalTrader101
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Das der Bund über 50% hält heisst das die Abstimmung diese Woche an der GV ein absoluter Witz war und man sich die Zeit sparen hätte können aber egal....

Der Bund war auch dämlich genug im letzten Jahr Aktien im Wert von über 1Mia. zu verkaufen und das unter 500.-/Aktie. Hätte der Bund das Tafelsilber nicht verhökert wäre die Aktie vermutlich noch stärker gestiegen....

Natürlich darf Swisscom nicht schlafen und denken sie könnten in 10 Jahren noch immer 10 stellig Mia. Umsätze mit Telefongebühren erwirtschaften. Aber an der GV hat man ja gesehen, das sie in Cloud, Portableoffice oder ins Kreditgeschäft (Bargeldloses bezahlen) einsteigen. Beim Bargeldlosen bezahlen sehe ich das grösste Potential, falls es Swisscom gelingt auf dem Schweizer Markt gegen die Konkurrenten wie Postfinance, Google, Paypal oder die Kreditkartenfirmen ein Bezahlsystem zu etablieren, das die Mehrheit benutzt.

Wachstumspotential sehe ich persönlich dennoch nicht allzuviel, solche Kurse hatten wir zuletzt vor über 10 Jahren. Dennoch ist die Aktie aufgrund der Branche und der Dividende sehr Attraktiv als Wertanlage mit guter Rendite. Spätestens bei 650 würde ich persönlich verkaufen. Und auf den nächsten Finanzcrash warten um dann bei bei 3xx oder sogar 2xx stellig einkaufen zu können.

 

Zyndicate
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Will Swisscom Fastweb verkaufen?
 

Der Telekomkonzern Swisscom prüft Insidern zufolge einen milliardenschweren Verkauf seiner italienischen Internet-Tochter Fastweb. Der Schweizer Marktführer arbeitetet offenbar mit der UBS zusammen.

Die Bank ist sei langem Berater von Vodafone. Der Verkauf könnte die Swisscom vier bis fünf Milliarden Euro einbringen. In der Vergangenheit hatte die Swisscom mehrere Übernahmeangebote von Vodafone für Fastweb abgelehnt. Swisscom, Fastweb und Vodafone lehnten eine Stellungnahme ab. Die UBS war zunächst für eine solche nicht zu erreichen.

Swisscom hatte Fastweb 2007 für 4,2 Milliarden Euro gekauft. Fastweb ist Italiens zweitgrößter Festnetzbetreiber. Das in Mailand ansässige Unternehmen wurde 1999 gegründet. Bis Ende 2016 will Fastweb 7,5 Millionen Haushalte versorgen.

(Reuters)

 

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Zyndicate
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Ausblick Swisscom: 9-Monatsumsatz von im Schnitt 8,58 Mrd CHF erwartet

05.11.2014 13:40



Zürich (awp) - Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom gibt am Donnerstag, 6. November, die Neunmonatszahlen 2014 bekannt. Acht Analysten haben hierzu die folgenden Prognosen:

9Mte 14E
In Mio CHF       AWP-Konsens      9Mte 13A    
Nettoumsatz        8'584           8'463      
EBITDA             3'335           3'248      
EBIT               1'791           1'747      
Reingewinn*        1'253           1'265      

*nach Minderheiten

FOKUS: Von der Swisscom werden wie üblich keine grossen Überraschungen erwartet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode rechnen die Analysten durchwegs mit höheren Kennzahlen beim Umsatz, EBITDA und EBIT. Einzig bei der Frage, ob die die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt unter dem Strich profitabler oder weniger profitabel geworden ist, gibt es keine Einigkeit. Im Durchschnitt rechnen die Experten mit einem um rund 1% tieferen Reingewinn.

Unbekannte sind für die Analystenzunft unter anderem, wie sich die Konkurrenz auf dem Schweizer Mobilfunkmarkt auswirkte. Eine offene Frage ist ausserdem, welche Spuren die Preiserosion beim Roaming in der Feriensaison hinterlassen hat. Die Experten verweisen auch auf den Markteintritt des Internet-TV-Anbieters Netflix, was mittel- bis längerfristig den Erfolg der TV-Angebote von Swisscom tangieren könnte.

ZIELE: Swisscom peilt für das Gesamtjahr einen Umsatz von 11,5 Mrd CHF an. Beim EBITDA wird ein Wert von über 4,4 Mrd CHF angestrebt; diese Guidance wurde bei der Vorlage der Halbjahreszahlen von 4,35 Mrd erhöht. Werden diese Ziele erreicht, winkt den Aktionären erneut eine Dividende von 22 CHF. Die Investitionen für das laufende Geschäftsjahr werden bei 2,4 Mrd CHF gesehen, davon 1,75 Mrd CHF in der Schweiz.

PRO MEMORIA: Anfang Oktober machten einmal mehr Gerüchte die Runde, wonach die Swisscom einen Verkauf ihrer Breitband-Tochter Fastweb prüfe. Laut von Reuters genannten Insidern arbeitet die Swisscom für den angeblichen Verkauf mit der UBS zusammen. Die Grossbank sei auch seit langem Berater von Vodafone, was laut der Quelle einen Deal erleichtern könnte. Der Medienbericht nannte einen möglichen Verkaufspreis von bis zu 5 Mrd EUR. Die Swisscom selber kommentierte die Gerüchte nicht.

Mit der Übernahme der Publigroupe kommt die Swisscom voran. Die Aktionäre der Publigroupe stimmten Ende Oktober an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Einbindung in die Swisscom offiziell zu.

Ebenfalls im Oktober gab es technologische Neuigkeiten: Die Swisscom kündigte im Wettrennen der drei Schweizer Mobilfunkanbieter um das schnellste Netz den nächsten Schritt an. Derzeit würden Bandbreiten von bis zu 450 Mbit/Sekunde getestet. Diese Geschwindigkeit soll den Kunden aber erst ab Ende 2015 zur Verfügung stehen. Schon ab Mitte 2015 will die Swisscom VoLTE (Voice over LTE) ermöglichen, also Telefongespräche auf dem schnelleren LTE-Netz.

Mitte September eröffnete Swisscom ausserdem in Bern ein neues Rechenzentrum. Dort sind 5'000 Server untergebracht, auf denen 10'000 Kundensysteme laufen.

AKTIENKURS: Die Swisscom-Papiere gehören mit einem Plus von rund einem Fünftel seit Anfang Jahr zu den Schweizer Blue Chips mit einer klar überdurchschnittlichen Performance. Zwar haben die Valoren im Oktober auch deutlich korrigiert, diese Verluste im Anschluss aber mehr als wett gemacht. Aktuell notieren die Papiere mit 566 CHF nur leicht unter dem Jahreshöchst von 568,50 CHF - auf einem Niveau das letztmals im Jahr 2000 überschritten worden ist.

Homepage: www.swisscom.ch

an/rw

(AWP)

 

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Elias
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Erwartungen der Analysten übertroffen

Anleger trennen sich von Swisscom

Die Swisscom hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres den Umsatz und den Reingewinn steigern können. Mit den Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Gewinnmitnahmen drücken den Aktienkurs.

http://www.cash.ch/news/top_news/anleger_trennen_sich_von_swisscom-32619...

 

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Swisscom-Aktien knüpfen an Vortagesverluste an - Analysten reagieren vorsichtig

07.11.2014 12:29



Zürich (awp) - Swisscom-Aktien haben am Freitag ihre Vortagesverluste noch weiter ausgebaut. Nachdem die Aktien am Vortag nach den Neunmonatszahlen bereits Federn lassen mussten, gehören sie auch zum Wochenschluss zu den grössten Verlierern am Schweizer Markt. Der Telekomkonzern konnte am Donnerstag mit seinen Zahlen zwar die durchschnittlichen Markterwartungen treffen, einige Investoren hatten allerdings auf eine positive Überraschung spekuliert, die dann ausblieb. Zu den erneuten Abschlägen tragen an diesem Freitagvormittag nicht zuletzt auch Analystenkommentare bei.

Am Donnerstag waren die Swisscom-Aktien nach Publikation der Quartalszahlen um annähernd zwei Prozent leichter aus dem Handel gegangen. Am Freitagmittag notieren die Papiere bei 553,50 CHF und damit um weitere 1,8% tiefer. Gleichzeitig büsst der SMI 0,25% ein. Nach Ansicht eines Händlers hat die ausgebliebene positive Überraschung verstärkt zu Gewinnmitnahmen eingeladen.

Wie der Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte, konnte er in den ersten neun Monaten 2014 Umsatz und Ergebnis steigern und übertraf die durchschnittlichen Markterwartungen. Dabei macht es das Umfeld dem Swisscom-Management nicht einfach: Es muss nicht nur mit dem technologischen Fortschritt klar kommen, sondern auch mit sinkenden Preisen. So "verlor" die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt in den ersten drei Quartalen allein wegen tieferer Roamingtarife 125 Mio CHF an Umsatz.

Insgesamt summierten sich die Folgen der Preiserosion auf 280 Mio. Trotzdem gelang es der Swisscom, den Umsatz und die Profitabilität zu steigern. Der Hauptgrund für dieses Wachstum ist der Erfolg im Geschäft mit Privatkunden. Hier profitierte Swisscom von einer steigenden Nachfrage nach sogenannten Bündelverträgen im Mobilfunkgeschäft.

Analysten wie Hannes Wittig von JPMorgan reicht das aber nicht. Er reagiert an diesem Freitag mit einem gesenkten Votum. Wittig stuft die Aktien der Swisscom nun mit Underweight ein nach zuvor Neutral. Das Kursziel nimmt er auf 545 von 565 CHF zurück. Die Gründe für einen Aufschlag auf die Aktien nähmen ab, schreibt Wittig. Zwar sei der Telekomkonzern nach wie vor ein gut geführtes Unternehmen, das gerade strukturell sehr attraktiv sei. Dennoch erwarte er, dass sich der operative Ausblick für die Swisscom zusehendes dem eines durchschnittlichen europäischen Telekomanbieters annähern werde.

Analyst Carl Short von S&P Capital IQ begründet seine Abstufung auf Sell von Hold am Donnerstagabend mit der Entwicklung im dritten Quartal. Diese sei eher schwach gewesen. Sein Kursziel nimmt Short auf 500 CHF zurück nach zuvor 550 CHF. So sei das EBITDA im dritten Quartal vor allem wegen Immobilienverkäufen stark ausgefallen. Ohne diese hätte es sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Analystin Carola Bardelli von der Deutschen Bank bildet mit ihrer Kurszielanhebung auf 594 nach 593 CHF den Gegenpol zu den anderen beiden Experten. Sie empfiehlt die Aktie auch weiterhin zum Kauf. Bardelli bewertet die Zahlen für das dritte Quartal als solide. Die führende Marktstellung auf dem Heimatmarkt komme dem Unternehmen zugute.

rum/ra

(AWP)

 

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Bund will Mehrheit an Swisscom behalten

19.11.2014 14:05
 

Zürich (awp) - Der Bundesrat schlägt vor, dass die Eidgenossenschaft Mehrheitsaktionärin der Swisscom bleibt. Dies geht aus dem Fernmeldebericht 2014 vor, den die Landesregierung am Mittwoch veröffentlicht hat. Aktuell hält der Bund 51,22% aller Swisscom-Aktien.

Eine Grundsatzdiskussion zur Bundesbeteiligung sei derzeit nicht notwendig, meint der Bundesrat. Er schlägt deshalb dem Parlament vor, entsprechende hängige Vorstösse aus dem Jahr 2006 abzuschreiben.

Insgesamt hätten in den letzten Jahren die Gründe, welche für ein Festhalten an der Mehrheitsbeteiligung des Bundes an Swisscom sprechen, an Bedeutung gewonnen, heisst es zur Begründung. Die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheitsbeteiligung des Bundes habe dazu beigetragen, dass die Swisscom den Fokus ihrer Tätigkeit auf den Schweizer Markt gelegt und hier investiert habe.

Bei einer weiteren Öffnung des Aktionariats wäre die Fokussierung von Swisscom auf den Schweizer Markt in den Augen des Bundesrats wohl weniger stark ausgeprägt. Andere Investoren hätten zudem "möglicherweise weniger langfristige Planungs- und Investitionshorizonte als der Bund, worunter letztlich die Qualität der Telekommunikationsinfrastruktur und der darauf basierenden Dienste in der Schweiz insgesamt leiden würde", wie es im Bericht weiter heisst.

Zu den volkswirtschaftlichen kommen laut der Landesregierung sicherheitspolitische und finanzpolitische Argumente. So habe der Bund seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 1998 Dividendenzahlungen von 9,2 Mrd CHF erhalten.

rw/cp

(AWP)

 

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Auch Swisscom lanciert Konkurrenzangebot zu Netflix

02.12.2014 13:46



(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp/sda) - Nach UPC Cablecom lanciert auch die Swisscom ihr Konkurrenzangebot zu Netflix. Mit einem Pauschaltarif für Serien, Filme, Dokumentationen, Sport- und Kindersendungen will der grösste Schweizer Telekomkonzern das Angebot des US-Riesen kontern, der Mitte September in der Schweiz gestartet ist.

Ab dem (heutigen) Dienstag stünden über 5000 Titel bei der Swisscom zur Auswahl bereit, sagte der Leiter des TV-Privatkundengeschäfts der Swisscom, Dirk Wierzbitzki, vor den Medien in Zürich. Davon seien rund 2000 Titel Serien, 1350 Sportsendungen und 500 bis 600 Filme verfügbar. Der Rest seien Kindersendungen und Dokumentationen.

Während Netflix die Kunden mit exklusiven Inhalten wie selbst produzierten Serien wie beispielsweise "House of Cards" locken will, setzt die Swisscom neben internationalen Topserien auch auf deutschsprachige und Schweizer Produktionen wie etwa die Comedyshows vom Arosa Humorfestival.

"Wir machen ein Angebot für den Schweizer Markt. Wir haben nicht den paneuropäischen Markt im Auge", sagte Willy Heinzelmann, der operative Chef der Swisscom-Tochter Teleclub. Es gebe auch eine Anzahl von Eigenproduktionen wie beispielsweise "Persönlich" mit Claudia Lässer. Punkten will die Swisscom mit einem Sportarchiv, das Live-Spiele oder Sportmagazine wenige Tage nach der Ausstrahlung enthält.

VIDEOTHEK WIRD AUSGEBAUT

Ausserdem sind bei der Swisscom viele Serien und Filme im Programm, die es auch bei anderen Anbietern zu sehen gibt. Die Kinofilme sind meist mehrere Jahre alt. Wer aktuelle Streifen oder Live-Sport sehen will, muss auf das kostenpflichtige Angebot ausweichen, wie die Verantwortlichen erklärten. Die Videothek werde laufend ergänzt und bis Ende Jahr auf rund 7000 Titel anwachsen, hiess es weiter.

Die Swisscom startet das Pauschalangebot zunächst nur in der Deutschschweiz. Für die Kunden in der Westschweiz sei ein Angebot in Vorbereitung, das im nächsten Sommer in Betrieb gehen soll. Ein Angebot für die italienischsprachigen Zuschauer werde geprüft, sagte Wierzbitzki.

Insgesamt können alle Kunden der neuesten Swisscom TV-Variante mit Namen "Swisscom TV 2.0" das Pauschalangebot bestellen. Das seien derzeit über 250'000 Haushalte, sagte Wierzbitzki. Insgesamt hat die Swisscom über 1,2 Millionen TV-Kunden.

Damit ist der "blaue Riese" im Vergleich zu Netflix ein Zwerg. Der US-Videodienst zählt rund 53 Millionen Kunden, davon gut 37 Millionen in den USA. Zahlen zur Nutzung in der Schweiz gibt es nicht.

MEHRKAMPF ERÖFFNET

Mit einem Preis von 12,90 pro Monat liegt die Swisscom auf dem Niveau von Netflix, wo das vergleichbare Abonnement 12,90 Fr. kostet. Billiger ist Cablecom, die für 9,95 Fr. pro Monat ein eigenes Pauschalangebot zwei Wochen vor dem Netflix-Start lanciert hatte.

Über "MyPrime" könnten derzeit mehr als 7500 Serien, Filme, Kinder- und Dokumentationssendungen abgerufen werden. Das Angebot werde bis Ende Jahr auf über 10'000 Titel ausgebaut, sagte Sprecher Andreas Werz auf Anfrage. Täglich nutzten 50'000 Kunden "MyPrime" - Tendenz steigend. "Wir sind sehr zufrieden." Im Unterschied zur Swisscom und Netflix ist "MyPrime" auch in der italienischsprachigen Schweiz verfügbar.

Damit ist der Mehrkampf um den Schweizer Serienfan eröffnet. Neben Swisscom, Cablecom und Netflix buhlen auch kleinere Anbieter wie die Westschweizer Hollystar um den TV-Zuschauer. Eine bedeutende Rolle spielt auch Apple, die hierzulande die Nummer zwei im Markt für Video auf Abruf sein dürfte, aber keine Serien anbietet.

cf

(AWP)

 

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Karat1
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Verkauf / Kauf

Habe heute meine Syngenta Aktien verkauft. Im Moment sind sie sogar noch unter meinen Verkaufspreis gefallen. Traue im Moment Syngenta nicht mehr wirklich. Dafür habe ich postwendend für den Verkaufserlös, mal die Hälfte des Verkaufserlöses in Swisscom investiert. Swisscom scheint mir gut für die Zukunft gerüstet zu sein, bzw. rüstet sich. Dazu kommt eine gute Rendite bei Swisscom. Damit scheint mir Swisscom gut in ein langfristig angelegtes Portfolio zu passen. Allerdings darf auch der Konkurrenzkampf in dieser Branche nicht unterschätzt werden. Ich bin aber der Meinung, dass die Schweizer zu "unserer" Swisscom halten. Karat1

Zyndicate
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Swisscom übernimmt Westschweizer Veltigroup - Segen der Weko

09.12.2014 08:23



Bern (awp) - Die Swisscom übernimmt die Westschweizer Veltigroup. Das Unternehmen sei ein führender ICT-Dienstleister in der Romandie, das ein vollständiges Angebot von der Infrastruktur bis hin zu Endkunden-Services anbiete und schweizweit rund 480 Mitarbeitende beschäftige, teilt die Swisscom am Dienstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Swisscom erreiche dank der Übernahme eine stärkere Position in der Westschweiz und könne schneller auf die Bedürfnisse mittelgrossen Geschäftskunden mit bis zu 2'000-IT-Arbeitsplätzen reagieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Transaktion hat laut der Swisscom den Segen der Wettbewerbskommission (Weko). Diese habe dem Kauf zugestimmt. Somit gehöre die Veltigroup schon ab Januar 2015 zu Swisscom. Das Westschweizer Unternehmen werde in einer ersten Phase eigenständig weitergeführt, wobei die vor einem Jahr erworbene DL Groupe in die Veltigroup integriert werde. In einer zweiten Phase voraussichtlich ab 2016 soll die Veltigroup laut den Angaben Teil des Swisscom-Bereichs Enterprise Customers werden.

Die gesamte Geschäftsleitung von Veltigroup um CEO Nicolas Fulpius würden an Bord bleiben, so die Mitteilung weiter. Die beiden Firmengründer Marco Simeoni und Pierre-Alain Racine verliessen das Unternehmen hingegen per Ende 2014.

rw/cp

(AWP)

 

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Swisscom-Aktie bricht nach Orange-Deal ein
 

Swisscom-Aktien sind am Donnerstag regelrecht abgestürzt. Auslöser war die Nachricht, dass die Telekom-Gesellschaft Orange Schweiz einen neuen Inhaber bekommt.

Die Beteiligungsgesellschaft Apax Partners verkauft Orange Communications SA, wie die Firma offiziell heisst, an NJJ Capital, die private Holding von Xavier Niel. Der Gesamttransaktionswert wird mit 2,8 Milliarden Franken bzw. 2,3 Milliarden Euro angegeben und der Verkauf soll per Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein, wie Orange Schweiz am Donnerstag mitteilte.

Swisscom-Aktien sind seither das Schlusslicht im SMI. Mit einem Verlust von zuletzt 5% auf 538 Franken (12.45 Uhr) stehen sie aber bereits wieder etwas über ihrem Tagestief. Die ersten Marktreaktionen hatten den Telekomtitel bis auf 526,50 Franken gedrückt. Der Schweizer Leitindex gewinnt zeitgleich 2% auf 8951 Punkte.

Laut Händlern machen sich Marktteilnehmer Sorgen um den Wettbewerb auf dem Schweizer Telekommarkt. Die Frage sei, ob nun der Wettbewerb über die Preise intensiviert werde. Das könnte den Schweizer Branchenprimus Marktanteile kosten. Zudem werde befürchtet, dass eine gesteigerte Konkurrenz auf die Margen drücken könnte.

Niel könnte für Schock sorgen

Händler Laurent Bakhtiari vom Broker IG hebt hervor, dass Xaviel Niel in Frankreich die Telekomlandschaft bereits umgekrempelt habe. Jedes Mal, wenn er mit seinem Anbieter Free ein neues Produkt auf den Markt gebracht habe, habe es die Preise der Konkurrenz in den Keller getrieben. Derzeit habe die Swisscom eine sehr starke Stellung auf dem Schweizer Markt und sie missbrauche sie. Daher dürfte der Eigentümerwechsel bei Orange Schweiz eine ziemlich schlechte Nachricht für Swisscom sein. Es sei mit hoher Sicherheit anzunehmen, dass Xavier Niel einen ähnlichen Schock auf dem Schweizer Markt auslösen werde wie in Frankreich.

Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner hebt noch hervor, dass der Konsolidierungsdruck in der Branche extrem hoch sei. "Derzeit werden die Karten bei den grossen Playern der Branche neu gemischt."

(AWP)

 

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pedro
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Absturz und Aufstieg

@Zyndicate

Was meinst denn Du zum Schlusskurs bei 521.50?

War/ist die Reaktion mit - 7.86 % gerechtfertigt oder eine Panikreaktion?

Was werden wir morgen sehen, weiter nach unten oder wieder Korrekturen nach oben ... ich kenne mich zuwenig aus im Geschäft der Telefonie/Internet/Breitbandbranche.

Eines weiss ich aber, wie und was auch immer dieser Xaviel Niel vor hat, jede Massnahme die Swisscom bedrängen kann und unter Druck setzen wird, braucht zuerst einmal etwas Zeit bis sie Wirkung haben wird.

Meiner Ansicht nach war die Reaktion gelinde gesagt etwas übertrieben und ich halte den jetztigen SK mehr für eine Einstiegchance, natürlich bin ich kein Hellseher und es kann auch morgen noch etwas weiter nach unten gehen.

Ich denke aber nach dem ersten Schock werden sich die Anleger besinnen und begreifen, dass was heute passierte so etwas ist wie die Lemminge die sich hinter dem Leittier über die Klippen ins Meer stürzen.

@ Karat1

was meinst Du denn dazu, Du hast doch Deinen Erlös aus Syngenta in swisscom investiert, kannst Du mir Deine Meinung zum heutigen Ereignis geben, ich bin neugierig wie Du es siehst, danke.

Ich hoffe für alle Besonnenen die drin geblieben sind, dass ich recht habe und wünsche Dir einen schönen Abend.

nachtfalter
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Beim Markteintritt des Franzosen Xavier Niel im schweizerischen "gemütlichen" Telekompool, entstehen Bilder in meinem Kopf, als würde man ein Piranha in ein Forellenaquarium setzen. Lest mal die Story des unglaublich aggressiven Aufstieges des Wirtschaftwunderknabens Niel!

Wussten vor der Emission der Put Option Swisscom Goldman Sachs  Valor 26095635 am 11.12.2014, welche heute 55,99% gestiegen ist,  einige Leute schon mehr?

Supermari
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Solange die Aktie über 500 notiert würde ich mir noch nicht all zu grosse Gedanken machen.

John Doe 2.0
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pedro hat am 18.12.2014 - 18:41 folgendes geschrieben:

Ich hoffe für alle Besonnenen die drin geblieben sind, dass ich recht habe

Die Frage ging nicht an mich, dennoch zähle ich mich zu den Besonnenen, darum antworte ich dir.

Ich freue mich, dass es auch noch Investoren gibt in diesem Forum. Mit einer Meinung, ob mit 521.50 CHF bei Swisscom der Boden schon erreicht ist, kann ich dir nicht dienen, denn über Ereignisse, die ich nicht Wissen kann, habe ich gar keine Meinung.

Was wir aber wissen, der Börsenpreis von Swisscom war am Mittwoch noch 29, 3 Milliarden CHF, durch die Mitteilung, dass Herr Xaviel Niel Orange Schweiz gekauft hat, sank der Börsenpreis innert Stunden um 2,3 Milliarden CHF.

Dies ging mit dem siebenfachen eines durchschnittlichen Tages Volumen von statten. Das bedeutet, dass die „schwachen“ Hände Reissaus genommen haben, was ich als positiv interpretiere.

Deswegen habe ich am Donnerstag  „meine“ Swisscom für den Preis von 530.- CHF aufgestockt. Das eingegangene Risiko lasse ich mir als Langfristanleger mit einer Dividende von 22 CHF zu 4.15% verzinsen.  

Im jetzigen Zinsumfeld, in meinen Augen, ein gutes Geschäft.

Karat1
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Swisscom versus Syngenta

pedro hat am 18.12.2014 - 18:41 folgendes geschrieben:

 

@ Karat1

was meinst Du denn dazu, Du hast doch Deinen Erlös aus Syngenta in swisscom investiert, kannst Du mir Deine Meinung zum heutigen Ereignis geben, ich bin neugierig wie Du es siehst, danke.

Ich hoffe für alle Besonnenen die drin geblieben sind, dass ich recht habe und wünsche Dir einen schönen Abend.

 

@pedro

Ohne Umschweife sehe ich es heute so, dass der Verkauf von Syngenta kurz- fristig falsch war. Wie es mit Syngenta in Zukunft aussieht müssen wir abwarten. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass von den Umweltschschutzbehörden weitere Hemmnisse aufgebaut werden für den Verkauf und die Anwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Das könnte für Syngenta zu einschneidenden Umsatzeinbussen führen. Swissscom wollte ich noch ins Depot wegen der "gesicherten" Dividende! Mein Entscheid fiel bevor ich vom Verkauf von Orange gelesen habe. 

Mal sehen was Swisscom heute macht. Wenn sie weiter fallen, werde ich noch etwas zukaufen.

Karat1

pedro
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danke - ich denke, dass heute Korrekturen nach oben stattfinden werden - but you never know what happens ...

es könnte ja auch sein, dass am Freitag Gewinnmitnahmen erfolgen vor dem Weekend ...

Elias
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Das ATH war im Jahr 2000 mit 670

Neben Orange könnte im 2015 eine Zinserhöhung in den USA  ganz allgmein bei den Aktien die Performance verhageln.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

aceniro33
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Heute eingekauft

Heute habe ich mal zugeschlagen. Die Auswirkung des Orange Deals wird sich meiner Meinung erst später zeigen 1-2 Jahren. Swisscom ist der Marktführer mit einem herrvoragenden Service in der Schweiz aufgestellt.

Bei uns Schweizer zählt nicht nur billig...

Deswegen wird der Kurs sicher bis Dividenden-Tag halten.

10% oben und dann bin ich raus.

Long 525.00

Stopp 489.00

KZ 580.00

 

 

Blaues Hufeisen
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Interessanter Kommentar...
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Ausblick Swisscom: Jahresumsatz von 11,62 Mrd CHF erwartet

04.02.2015 14:00



Zürich (awp) - Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom publiziert am Donnerstag, 5. Februar, das Geschäftsergebnis 2014. Fünfzehn Analysten haben dazu folgende Prognosen:

2014E
In Mio CHF        AWP-Konsens      2013A    
Nettoumsatz         11'617        11'434       
EBITDA               4'427         4'302       
EBIT                 2'369         2'258       
Reingewinn           1'711         1'685       
 

FOKUS: Die Analysten erwarten von Swisscom einen Jahresabschluss im Rahmen der Guidance, wobei die Bandbreite der Schätzungen auffällig schmal ist.

Die Schlüsselfrage ist, wie sich die Veränderungen auf dem Telekommarkt Schweiz mittel- bis längerfristig niederschlagen werden. Offen ist vor allem die Frage, welche Pläne der neue Orange-Besitzer Xavier Niel hat. Die meisten Beobachter rechnen mittlerweile nicht mit einer Tiefpreisstrategie - und somit mit bescheidenem Druck auf die Branchenführerin Swisscom. Nach Bekanntgabe des Besitzerwechsels waren die Swisscom-Aktien wegen solcher Befürchtungen vorübergehend eingebrochen.

Auch wegen des Börsengangs von Sunrise muss sich die Swisscom in den Augen von Analysten nicht wärmer anziehen. Laut einigen Experten spürt die Swisscom allerdings die im letzten Jahr von der Nummer zwei auf dem Markt lancierten neuen Produkte. Ob und vor allem wie prägnant sich die Swisscom-Spitze um CEO Urs Schaeppi zu den neuen Verhältnissen bei der Konkurrenz äussern wird, ist offen.

Die Aufwertung des Frankens wird auch bei der Swisscom - insbesondere wegen der Italien-Tochter Fastweb - ein Thema sein. Die Folgen halten sich gemäss den Äusserungen der Fachwelt jedoch in engen Grenzen.

Interessieren wird ausserdem, wie gut die diversen neu lancierten Produkte bei der Kundschaft ankommen. So zeigte sich CEO Schaeppi im Dezember unzufrieden mit der Entwicklung beim Smartphone-Bezahlsystem Tapit. Erste Zahlen dürften zum Netflix-Konkurrenzangebot vorliegen.

ZIELE: Für 2014 peilte Swisscom einen Umsatz von 11,5 Mrd CHF und einem EBITDA von über 4,4 Mrd CHF an. Bei Erreichen dieser Ziele wurde den Aktionären eine Dividende von 22 CHF pro Titel in Aussicht gestellt.

PRO MEMORIA: Swisscom grast immer mehr ausserhalb des klassischen Telekommarkts. Das jüngste Beispiel: Anfang Jahr wurde bekannt, dass der Konzern eine Tochterfirma mit dem Namen Swisscom Health AG gegründet hat, um seine Aktivitäten im Gesundheitswesen zu bündeln.

Anfang Dezember gab Swisscom die Übernahme der Westschweizer Veltigroup bekannt. Dabei handelt es sich um einen Anbieter von Informatik-Dienstleistungen in der Romandie, der einen Jahresumsatz von rund 130 Mio CHF erzielt.

Das Mobilfunknetz der Swisscom ist laut dem jährlich durchgeführten Test des Branchenmagazins Connect nach wie vor das beste der Schweiz, wie es im Dezember hiess. Die Konkurrenz für Swisscom ist allerdings härter geworden. Erstmals erhielten auch Sunrise und Orange die Note "Sehr gut".

Der Bundesrat will, dass die Eidgenossenschaft Mehrheitsaktionärin der Swisscom bleibt. Dies ging aus dem Fernmeldebericht 2014 hervor. Eine Grundsatzdiskussion zur Bundesbeteiligung sei derzeit nicht notwendig. Rund um den Bericht tauchten auch Begehrlichkeiten auf - insbesondere auf einen unbeschränkten Zugang der Konkurrenz zum Glasfasernetz. Swisscom wehrt sich dagegen.

AKTIENKURS: Die Swisscom-Papiere haben sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von rund 11% leicht überdurchschnittlich entwickelt. Seit Anfang Jahr haben die Titel rund 3% zugelegt, während der Blue-Chip-Index SMI nach der Aufhebung des Euromindestkurses durch die SNB mehr als 5% eingebüsst hat.

an/rw

(AWP)

 

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Swisscom: Mehr Kunden, Umsatz und Gewinn
 

Die Swisscom hat 2014 deutlich zulegen können. Dank starkem Wachstum bei den Bündelangeboten stieg der Umsatz um 2,4 Prozent auf rund 11,7 Mrd. Franken.

Der Gewinn fiel mit 1,7 Mrd. Fr. um 0,6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Damit hat die Swisscom die eigene Prognose und die Erwartungen der Finanzgemeinde erfüllt oder sogar übertroffen. Für das vergangene Jahr peilte das Telekomunternehmen einen Umsatz von 11,5 Mrd. Fr. an. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Finanznachrichtenagentur AWP bei einem Umsatz von 11,6 Mrd. Fr. mit einem Reingewinn nach Minderheiten von 1,7 Mrd. Fr. gerechnet.

Auch beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) hat der "Blaue Riese" mit 4,4 Mrd. Fr. sein Ziel erreicht. "Unser Geschäft hat sich sehr erfreulich entwickelt", lässt sich Swisscom-Chef Urs Schaeppi im Communiqué zitieren: "Trotz Preisdruck setzte sich das Wachstum bei Umsatz und Betriebsergebnis fort."

Mehr Kunden

Die Swisscom konnte die Preiserosion im Schweizer Kerngeschäft von 360 Mio. Fr. durch mehr Kunden und grössere Nutzung ihrer Dienste, die 488 Mio. Fr. in die Kasse brachten, mehr als wettmachen.

Der Trend zu Bündelangeboten und Preismodellen mit Pauschaltarifen sei ungebrochen, hiess es weiter. Besonders gut lief das Geschäft mit sogeannnten Bündelangeboten, die Mobilfunk, Festnetz, Internet und TV kombinieren. Die Umsätze in diesem Bereich erhöhten sich um 24% auf 1,92 Mrd CHF. Marktanteile hat Swisscom in der Schweiz im TV-Bereich gewonnen. Die Anzahl TV-Anschlüsse stieg um 17% auf 1,17 Mio. Auch bei der Anzahl Mobilfunkanschlüsse legte Swisscom einmal mehr zu: Sie nahm um 2,1% auf 6,5 Mio zu.

"Unser Geschäft hat sich sehr erfreulich entwickelt", lässt sich CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren. Trotz Preisdruck setze sich das Wachstum bei Umsatz und Betriebsergebnis fort. Die Italien-Tochter Fastweb steigerte den Umsatz um 2,8% auf 1,69 Mrd EUR und erzielte einen 2,0% höheren EBITDA von 515 Mio EUR. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen sowohl einen tieferen Umsatz als auch ein geringeres Betriebsergebnis.

Selbst bei einem Wechselkurs von 1,00 Fr. pro Euro sollen ein Umsatz von über 11,4 Mrd. Fr. und ein EBITDA von rund 4,2 Mrd. Fr. erreicht werden. Nicht berücksichtigt seien dabei mögliche negative Auswirkungen der Währungssituation auf die Konjunktur, heisst es in der Mitteilung.

Dividendenziel für 2016

Der Generalversammlung wird eine unveränderte Dividende pro Aktie von 22 CHF vorgeschlagen. Eine solche wurde schon vor einem Jahr in Aussicht gestellt, sofern die Jahresziele erreicht werden. An der GV stellen sich ausserdem alle Verwaltungsmitglieder zur Wiederwahl.

Für das laufende Jahr erwartet Swisscom einen Umsatz von über 11,4 Mrd CHF und einen EBITDA von rund 4,2 Mrd, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Für diese Prognose werde ein Euro-Wechselkurs von 1,00 CHF angenommen. Die negativen Auswirkungen des tieferen Euro-Kurses beliefen sich beim Umsatz auf knapp 400 Mio CHF und beim EBITDA auf 100 Mio CHF, wie es weiter heisst.

Bei Erreichen der Ziele soll der Generalversammlung 2016 für das Geschäftsjahr 2015 erneut eine Dividende von 22 CHF pro Aktie vorgeschlagen werden, kündigt der Konzern weiter an.

(SDA/AWP)

 

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Kreditrating Swisscom: Moody's bestätigt "A2" - Ausblick stabil

16.04.2015 14:20

Zürich (awp) - Die Ratingangentur Moody's hat das Kreditrating für die Swisscom mit "A2" und Ausblick "stabil" bestätigt. Zwar habe die Verdoppelung der Pensionsverpflichtungen, die Aufwertung des Schweizer Frankens und der verschärfte Konkurrenzdruck für Druck auf die Finanzkennzahlen des Telekomanbieters gesorgt. Allerdings werde dieser durch die robuste operative Performance des Unternehmens aufgefangen, heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Moody's.

Die Kreditanalysten von Moody's erwarten, dass Swisscom seine Verschuldungsquote in den kommenden 24 Monaten reduzieren wird. Das Unternehmen werde weiterhin eine konservative Strategie bezüglich finanziellem Risiko und Investitionen fahren.

2015 dürften die Erträge wegen des starken Frankens und den entsprechend niedrigeren Einnahmen der italienischen Tochter Fastweb leicht zurückgehen, heisst es weiter. Swisscom werde aber die hohe Profitabilität mit EBITDA-Margen nahe von 40% beibehalten können, zeigt sich Moody's überzeugt.

tp/ra

(AWP)

 

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Ausblick Swisscom: Quartalsumsatz zwischen 2,76 und 2,84 Mrd CHF erwartet

05.05.2015 12:41

Zürich (awp) - Die Telekommunikationsanbieterin Swisscom veröffentlicht am Mittwoch, 6. Mai die Ergebnisse zum ersten Quartal 2015. Sieben Analysten haben dazu die folgenden Schätzungen:

In Mio CHF       AWP-Konsens     Bandbreite       Q1 2014 

Umsatz              2'793       2'759 - 2'836      2'821 
EBITDA              1'033         994 - 1'045      1'061
EBIT                  527         494 - 557          551 
Reingewinn*           363         341 - 390          369

*nach Minderheiten

FOKUS: Wie üblich sind von Swisscom keine sprunghaften Veränderungen zu erwarten. Im Schnitt rechnen die Analysten zwar mit einem 1,0% tieferen Umsatz, einem 2,3% tieferen EBITDA und einem 1,6% tieferen Reingewinn. Die Hauptschuld dafür dürfte allerdings der starke Franken tragen. Swisscom selber hatte an der Bilanzmedienkonferenz wegen der neuen Wechselkursrealität für das Gesamtjahr 2015 tiefere Kennzahlen in Aussicht gestellt (siehe Ziele).

Swisscom spürt die Frankenstärke vor allem bei der Umrechnung der Resultate der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb. Operativ dürfte sich Fastweb gemäss den Prognosen vieler Analysten hingegen weiter verbessert haben. Im Schweizer Kerngeschäft werden ebenfalls leichte Fortschritte erwartet - auch dank der Akquisition der Westschweizer IT-Firma Veltigroup, die seit Januar zum Konzern gehört.

Von Interesse dürfte ausserdem sein, ob Swisscom schon erste Angaben zum Erfolg des neuen Produkts Wingo machen wird. Dieses wurde zwar erst vor gut einem Monat lanciert, allerdings mit ziemlich grossem Brimborium. Bei Wingo handelt es sich um einen vergleichsweise günstigen Glasfaseranschluss. Im Visier hat Swisscom damit vor allem eine digital affine, jüngere und urbane Kundschaft. Wingo wird als Experten als Antwort von Swisscom auf diverse andere Glasfaserangebote interpretiert.

   

Abgesehen davon hat sich die Konkurrenzsituation im Mobilfunkmarkt geklärt. Die Billigoffensive durch Salt (ehemals Orange) ist ausgeblieben und soll laut Angaben von dessen CEO auch nicht stattfinden.

Bei der Guidance für das Gesamtjahr rechnet kaum ein Experte mit einer Anpassung. Dazu seien die (positiven) Veränderungen des Wechselkurses noch zu gering, heisst es zur Begründung.

ZIELE: Swisscom peilt für 2015 einen Umsatz von 11,4 Mrd CHF und einen EBITDA von 4,2 Mrd CHF an - dies bei einem Euro-Wechselkurs von 1,00. Das sind leicht tiefere Werte, als sie 2014 erreicht wurden. Dies wurde mit der Frankenstärke begründet. Konkret werde sich der Umsatz deswegen (bei Parität) um 400 Mio CHF verringern und der EBITDA um 100 Mio. Zusätzlich werde der EBITDA durch Einmaleffekt (All-IP-Transformation, höherer Personalvorsorgeaufwand, tiefere Gewinne aus Immobilienverkäufen) mit 100 Mio CHF belastet.

PRO MEMORIA: Swisscom erzielte in den letzten Wochen und Monaten weitere Erfolge mit der Strategie, das nicht mehr wachsende Telekomgeschäft mit neuen Geschäften zu kompensieren. So gab etwa die Krankenkasse Sanitas bekannt, eine Auslagerung von wesentlichen Teilen der Informatik an Swisscom zu prüfen. Zudem wurde bekannt, dass Swisscom und der Autovermieter Sixt ein Joint Venture eingingen und sich Swisscom mit 9% am Bankensoftwareanbieter Finnova beteiligte.

Ende März erhielt Swisscom die Erlaubnis der Wettbewerbskommission (Weko), die Internetplattform search.ch von Tamedia übernehmen und mit ihrer eigenen Plattform local.ch zusammenzuführen. Die Fusion soll nun bis Mitte Jahr vollzogen werden. Bekannt ist inzwischen auch, dass der heutige CEO von local.ch das mit search.ch fusionierte Unternehmen leiten soll.

Indirekte Kritik bekam Swisscom kürzlich von Sunrise-Verwaltungsratspräsident Dominik Koechlin ab. Dieser forderte in einem Zeitungsinterview erneut eine vollständige Privatisierung. Wegen der 51%-Beteiligung des Bundes an Swisscom gebe es keine gleich langen Spiesse.

AKTIENKURS: Swisscom zählen mit einem Plus von fast 7% zu den überdurchschnittlich rentierenden Aktien. Hauptgrund dafür ist, dass die Papiere relativ wenig unter dem SNB-Schock zu leiden hatten. Allerdings war der Aktienkurs Ende 2014 infolge des Eigentümerwechsel bei Orange eingebrochen; das zuvor markierte Mehrjahreshoch von über 585,00 CHF wurde seither nicht mehr gesehen. Aktuell stehen Swisscom bei 559,00 CHF (Stand: Montag 15.10 Uhr).

jl/rw

(AWP)

 

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