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Zuerst der Börsengang resp. das Listing an der SIX und dann reihenweise die Downgradings durch die Banken! Kennen wir das nicht etwa schon... :twisted: :twisted: :twisted:

dobry
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Transocean

Die sind ja heute recht unter die Räder gekommen: minus 5.67% (CHF 86.55). In den USA momentan minus 6.5% ($79.30).

Die Börse reagiert erst seit gestern auf das Unglück. An der CH-Börse starteten sie vor 9 Tagen mit 96 und hatten das Hoch bei 101.10.

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cashflow
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Transocean

gilt für transocean wohl genauso wie für bp. heute schon wieder über 4% im minus. überverkauft! (siehe textstelle in bold):

LONDON -(Dow Jones)- BP PLC (BP) said Friday it has begun preparing the coastlines of Louisiana, Mississippi, Alabama and Florida for the arrival of an oil slick as the escalating crisis in the Gulf of Mexico wiped billions of dollars off its market value.

Despite the severity of the incident, several analysts said the fall in BP's value far exceeds what will probably be the company's eventual liability for the disaster, making the current share price a good buying opportunity.

BP said it is mobilizing all resources at its disposal to prevent the oil leak turning into an environmental disaster. "We are doing absolutely everything in our power to eliminate the source of the leak and contain the environmental impact of the spill," said BP Group Chief Executive Tony Hayward.

"The company is today ramping up preparations for a major protection and cleaning effort on the shorelines," BP said in a statement. "Work will continue to complete installing marine protection booms along the coast. As well as 180,000 feet of boom already in the water, an additional 300,000 feet is staged or in the process of being deployed, with more on the way."

Around 5,000 barrels of oil a day is leaking from BP's Macondo well in the Gulf of Mexico after the rig working on the well, Transocean Ltd.'s (RIG) Deepwater Horizon, was destroyed in an explosion last week. BP has been unable to stem the flow of oil and will most likely have to drill a relief well to halt the leak, a process that could take two to three months.

BP has already mobilized 32 ships and five aircraft to skim oil from the surface or spray dispersant chemicals at a cost of around $6 million a day. It is also preparing two relief wells at a cost of around $100 million each.

BP's liability for these costs, plus whatever costs are incurred by the U.S. Navy, which is also mobilizing to contain the spill after an order from President Barack Obama, has spooked investors. The company's London listed shares fell almost 7% late Thursday afternoon as it became increasingly likely the spill would not be contained offshore. Since the initial explosion aboard the rig, just over GBP14 billion ($21 billion) has been wiped from BP's market capitalization.

This is way beyond the likely cost of the incident to BP, said Evolution Securities analyst Richard Griffith. The net cost to BP of the cleanup operation so far plus the drilling of two relief wells would be around $845 million, Griffith estimated. "Even, if we add in $2.5 billion of punitive damages, similar to the sum for Exxon Valdez agreed in 2006, the numbers do not add up to the market capitalization drop," he said.

"The share price reaction to the Macondo well loss looks disproportionate," said Citigroup analyst Mark Fletcher.

Overselling driven by fear is a common occurrence in the wake of high profile disasters, he said. "In the six months after the Texas City accident in 2005, BP outperformed both the market and the sector, recovering by 19%. Even following the Valdez spillage in 1989, Exxon managed to outperform in the ensuing six months," Fletcher said.

A research note from Goldman Sachs echoed this sentiment and reiterated its "buy" recommendation.

At 1044 GMT BP shares were down 1.2%, or 7 pence, at 577p.

Hans
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Transocean

Washington (awp/sda/dpa/afd) - Die Ölpest im Golf von Mexiko hat die Küstengewässer am Mississippi- Delta erreicht. Das genaue Ausmass einer der grössten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte ist noch nicht abzusehen.

Medienberichte, das Öl sei bereits an Land geschwemmt worden, konnte die US-Küstenwache am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) noch nicht bestätigten. Sobald das erste Tageslicht da sei, solle ein Kontrollflug die notwendigen Informationen bringen, sagte Eric Swanson von der Küstenwache der Nachrichtenagentur dpa.

An der Küste des US-Bundesstaates Louisiana bereiteten sich die Einsatzkräfte weiter auf das Eintreffen des riesigen Ölteppichs vor. Um die Küsten zu schützen, ist eine grosse Zahl von Öl-Barrieren ausgelegt worden. Winde hatten das Öl am Donnerstag schneller als zunächst erwartet vor das Wildschutzgebiet Pass-A-Loutre am Mississippi-Delta getrieben.

Auslöser der Ölpest ist der Untergang der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon", die das Unternehmen von Transocean geleast hatte, vor gut einer Woche. Seitdem tritt das Rohöl in 1500 Metern Meerestiefe aus. Nach Schätzungen der US-Meeresbehörde sind es täglich etwa 800'000 Liter.

Wenn es weiter in diesen Mengen sprudelt, dauert es keine zwei Monate, bis das Ausmass der "Exxon-Valdez"-Katastrophe vor Alaska von 1989 erreicht ist.

US-Präsident Barack Obama will am (heutigen) Freitag die Ministerin für innere Sicherheit, Janet Napolitano, Innenminister Ken Salazar und die Chefin der Umweltbehörde (EPA), Lisa Jackson, in das Notstandsgebiet schicken. Sie sollen sich über die getroffenen Massnahmen informieren und weiter Druck auf BP ausüben.

Obama hatte am Donnerstag gesagt, der britische Ölkonzern müsse die Kosten für den Kampf gegen und die Beseitigung der Ölpest übernehmen. Seine Regierung werde "alle verfügbaren Ressourcen", auch das Militär, bereitstellen, um der Gefahr zu begegnen.

Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, hatte zuvor den Notstand in seinem Staat ausgerufen. Damit können nun rasch Bundeshilfen fliessen.

Hoffnungen, einen Teil des Öls auf dem Meer abbrennen und so unschädlich machen zu können, hatten sich wegen schlechten Wetters und hoher Wellen zerschlagen. Auch waren alle Versuche gescheitert, die Lecks unter Wasser mit Hilfe von Tauchrobotern zu stopfen.

Für Louisiana könnte der Ölteppich verheerende Folgen haben: Die Sumpflandschaft an der Küste ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Zudem ist der Bundesstaat auf die Fischindustrie und den Tourismus als Wirtschaftszweige angewiesen.

Umweltschützer rechnen mit dem Schlimmsten. "Der schreckliche Verlust von elf Arbeitern ist möglicherweise nur der Anfang dieser Tragödie, während sich der Ölteppich weiter in Richtung einer empfindlichen Küste ausbreitet, die lebenswichtig für Vögel und Meereslebewesen ist", sagte kürzlich Melanie Driscoll von der US-Umweltorganisation Audubon.

Und Tom Minello von der US-Meeresbehörde NOAA prophezeite am Donnerstag: "Wenn die Salzmarschen und Seegrasbetten direkt mit dem Öl in Berührung kommen, wird die Erholung Jahre dauern."

Gruss Hans

Poor_Banker
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Transocean

Puhhh....zum guten Glück wurde mein Stop diese Woche bei ca. 91.30 ausgelöst.

Wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen die Aktie wird billiger gemacht, dass die Fondsmanager diese dann kaufen können, wenn sie müssen (spätestens dann, wenn Transocean in den SMI aufgenommen wird). Wink

->Auf den idealen Zeitpunkt warten.

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dobry
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Transocean

Ist schon seltsam, dass die Aktie erst jetzt so einbricht, 9 Tage nach dem Unglück. Nun dafür so übertrieben, denn schliesslich ist vieles durch Versicherungen abgedeckt und falls Transocean auch mehrere Millionen bezahlen müsste, würde das die Firma nicht gross belasten. Ausserdem muss BP wahrscheinlich den Kopf hinhalten.

Ich habe glücklicherweise am Montag mein Mini-Futures (MRIGI) auch noch bei 0.86 (EP 0.84) verkauft. Transocean hat heute das Stop-Loss-Limit (KO) des Futures bei 82.50 wie Butter durchbrochen und auch unter Finanzierungs-Level (80.10) geschlossen. Fr 25'000 wären sonst futsch.

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Hans
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Transocean

...und wer profitiert, die Banken - war ne konzertierte Aktion - Drecksgeschäft!

dobry wrote:

Ist schon seltsam, dass die Aktie erst jetzt so einbricht, 9 Tage nach dem Unglück. Nun dafür so übertrieben, denn schliesslich ist vieles durch Versicherungen abgedeckt und falls Transocean auch mehrere Millionen bezahlen müsste, würde das die Firma nicht gross belasten. Ausserdem muss BP wahrscheinlich den Kopf hinhalten.

Ich habe glücklicherweise am Montag mein Mini-Futures (MRIGI) auch noch bei 0.86 (EP 0.84) verkauft. Transocean hat heute das Stop-Loss-Limit (KO) des Futures bei 82.50 wie Butter durchbrochen und auch unter Finanzierungs-Level (80.10) geschlossen. Fr 25'000 wären sonst futsch.

Gruss Hans

pantaleo
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Transocean

Hans wrote:

...und wer profitiert, die Banken - war ne konzertierte Aktion - Drecksgeschäft!

Hoi Hans

kann man so nicht sagen.

Es gibt auch den FRIGY,MRIGV UND FRIGX.

Alles Open End Mini's Short.

Wenn man auf der richtigen Seite stand, konnte man mit den

Dingern eine schöne Summe gewinnen.

Gruss Pantaleo

Kapitalist
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Transocean

BP wollte Schuld auf Schweizer Firma abschieben

Aktualisiert am 30.04.2010

Seit im Golf von Mexiko stündlich Tausende von Litern Öl ins Meer fliessen, kämpft der britische Ölriese BP um sein Image. Die Verantwortung für die Naturkatastrophe hat er erst spät übernommen.

Tony Hayward sprach auf CNN Klartext. Das Unternehmen Transocean sei für die Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» verantwortlich, sagte er am Donnerstag auf CNN. Und damit meinte er indirekt auch: Die Ölpest im Golf von Mexiko ist auf Fehler des schweizerischen Plattformbetreibers zurückzuführen. Pro Tag fliessen derzeit rund 800'000 Liter des schwarzen Goldes ins Meer. Der Ölteppich bedroht inzwischen die Küste von Louisiana, wo Fischer bereits um ihre Einkünfte bangen. Die Behörden fürchten um die Einzigartigkeit der dahinter liegende Sumpflandschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna.

Ein Abdichtkopf habe vor der Explosion versagt, erklärte Hayward auf CNN. Das sei ein grosses Ventil an der Spitze des Bohrlochs, mit dem das Austreten des Öls gestoppt werden könne. «Das ist ein absolut zuverlässiger Mechanismus», so der BP-Chef gegenüber dem amerikanischen Sender. Man wisse noch nicht weshalb dieser Mechanismus ausgefallen s ei. Und dann setzte er zum Befreiungsschlag an: «Die Verantwortung für die Sicherheit auf der Bohrinsel liegt bei Transocean».

Gefährlicher Auftrag

Tatsächlich betrieb Transocean, Spezialistin für Offshore-Bohrungen, die «Deepwater Horizon». Das Unternehmen – das seinen Sitz erst kürzlich in die Schweiz verlegt hatte – ist damit für die Sicherheit der Plattform zuständig. Transocean gehören auch die Ausrüstung und die allermeisten Mitarbeiter.

Doch BP macht es sich mit der Schuldzuweisung an die Schweizer Firma etwas zu leicht, wie verschiedene Kommentatoren bemerkten. «Es war der britische Ölkonzern, der Transocean den gefährlichen Auftrag gab. BP liess das Unternehmen in in einer Tiefe bohren, die technisch nicht mit letzter Sicherheit zu kontrollieren ist», schreibt etwa die «Financial Times Deutschland». Das «Wall Street Journal» weist darauf hin, dass die Sicherheitstechnik der «Deepwater Horizon» nicht auf dem moderns ten Stand gewesen sei. Es habe ein Schalter gefehlt, mit dem das Bohrloch hätte verschlossen werden können. Warum? BP hatte zusammen mit anderen Ölfirmen im amerikanischen Parlament lobbyiert, dass diese Schalter anders als etwa in Norwegen und Brasilien nicht zur Vorschrift werden. Kein Wunder: Ein Stück kostet 500'000 Franken.

Dann die Kehrtwende

Präsident Barack Obama machte denn auch klar, dass er BP für die verursachten Kosten zur Kasse bitten will. Der britische Ölkonzern erklärte sich in der Folge plötzlich bereit, die Kosten zur Beseitigung der Ölpest zu übernehmen. Konzernchef Hayward sagte am Freitag, BP übernehme «die volle Verantwortung» und werde die Folgen des Öl-Teppichs beseitigen.

Transocean dürfte indes auch nicht ungeschoren davon kommen. Denn verschiedene Betroffene haben bereits Schadenersatzklagen gegen beide Firmen angekündigt.

Zumindest finanziell gelitten haben bereits die Aktionäre der beiden Unternehmen: An der Schweizer Börse sackten die Transocean-Aktien innerhalb einer Woche um 13 Prozent ab. Der Konzern verlor so über drei Milliarden Franken an Wert. Der BP-Aktienkurs sank an der Londoner Börse innerhalb einer Woche um rund 12 Prozent, was einem Minus beim Börsenwert von 20 Milliarden Franken entspricht.

(se)

Erstellt: 30.04.2010, 17:19 Uhr

© Tamedia AG

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Jodellady
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Transocean

Bei grobfahrlässiger Handhabung entsteht für Transocean auch Schadenersatz.

Bis diese Angelegenheit aber eindeutig geklärt ist, wird es noch Jaaaaaaaahre dauern...

AmaZe
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Transocean

Die Frage ist doch:

Ist der starke Abschlag von Transocean gerechtfertigt, was seht ihr für Kurse in der Zukunft?

Gruss

Dr.Zock
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Transocean

@ AmaZe

Weit unter Fr. 20.-- LolLolLol

Begründen kann ich das nicht. Aber es ist einfach so ein Bauchgefühl von mir. Grundsätzlich lasse ich die Finger von Firmen die an der Börse neu sind. Allzuoft habe ich beobachtet wie solche Aktien innert 1-2 Jahren mehr als 80% des Kurswerts verloren.

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

Poor_Banker
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Transocean

Naja, also ganz neu an der Börse ist Transocean nun nicht, zumindest nicht an der NYSE. Mag zwar sein, dass sie hier in der Schweiz neu sind, damit dein Kursziel aber erreicht wird müssen die Aktien an beiden Märkten einbrechen und wenn dem so ist, dann muss das nicht primär mit dem "jungen" Börsengang in der CH zu tun haben.

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Kapitalist
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Transocean

AmaZe wrote:

Die Frage ist doch:

Ist der starke Abschlag von Transocean gerechtfertigt, was seht ihr für Kurse in der Zukunft?

Gruss

Angesichts der Risiken die nun auf der Firma lasten ist der Abschlag doch mehr als nur gerechtfertigt, das geht doch sicher in der nächsten oder mittleren Zeit noch weiter abwärts.

Die Kosten die nun noch auf die Firma zukommen können sind doch aktuell wirklich nicht abschätzbar, das wird wohl kaum alles versichert sein.

Ich würde auf alle Fälle die Finger davon lassen.

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Vontobel
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Transocean

"Mittwoch kommt der Einkaufsmanager-Index

Allerdings könnte die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in der kommenden Woche auch in New York weitere Nervosität verursachen: So könnten US-Konzerne, die mit der gesunkenen Ölplattform in Verbindung stehen, weiter unter Druck geraten. Halliburton-Papiere hatten in der vergangenen Woche bereits mehr als zwölf, die US-notierten Aktien von Transocean fast 20 Prozent verloren."

Quelle: http://www.cash.ch/news/front/boersen_steht_turbulente_woche_bevor-90367...

Allgemeine Frage bzgl. Ethik an euch:

Habt ihr euch im Zusammenhang mit Transeocean nicht auch schon gefragt ob ein Investment ethisch (derzeit?!) überhaupt vertretbar ist?

Ich meine ich will hier nicht den Moralapostel spielen - habe in der Vergangenheit auch schon in Ölunternehmen investiert und mir dabei vermutlich nicht immer kritische Gedanken gemacht. Aber gerade jetzt, wo man direkt miterleben kann wie Lebensraum in der Natur zerstört wird - letztlich nur wegen Profitgier ... macht ihr euch hier keine Gedanken?

Vermutlich könnte man bei vielen Unternehmen irgendwelche Facts finden, die einem ethisch stören ... und letztlich müsste man sich konsequenterweise ganz von der Börse abwenden. Aber darum geht es mir eigentlich nicht. Sondern mich interessiert primär ob neben eurer (und meiner) (nachvollziehbaren) Profit"gier" ... auch mal ein kritischer Gedanke zu euren Investments aufkommt?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!



www.starmind.com - Know-How Trading

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Jodellady
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Transocean

Vontobel wrote:

Vermutlich könnte man bei vielen Unternehmen irgendwelche Facts finden, die einem ethisch stören ... und letztlich müsste man sich konsequenterweise ganz von der Börse abwenden.

Du nimmst die Antwort ja schon vorne weg. Wenn man ethisch hoch 30 sein will, dann muss man das gesamtverdiente Geld an das "soziale" System (gibts das überhaupt?) weiterverteilen und 0.00 Fr für sich selbst behalten. Und selbst dann ist es "dreckig" erarbeitetes Geld - da die Umwelt immer leiden wird. Es gibt zwar win-win-Situationen, aber auch darin ist ein Verlierer zu finden. (Jodellady, 2010 copyright :D)

Ethik spielt bei mir eine grosse Rolle, aber bitte im Masse - und nicht so verlogen wie die SP-Politiker.

Aber ich würde vorschlagen, dass man dies eher im User2User disktutiert anstelle im Transocean!

Edit: Danke Vontobel, dass du hier einen Thread eröffnet hast http://www.cash.ch/node/4084

etage1
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Transocean

ohne die verträge zwischen BP und transocean zu kennen aber hier kann es noch viel weiter runtergehen....we'll see. next stop 70.

Meveric
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Transocean

Tja.

Heute wird Transocean von den Banken und Analysten verteidigt und mit Kurszielen bis 112.- angepriesen.

Gleich darauf kackt die Aktie nochmals 5% ab.

Und den Boden sehe ich noch nicht als gefunden.

http://premium.swissquote.ch/sq_mi/IntradayChartServlet?w=620&h=440&isin...

PowerDau
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Transocean

Meveric wrote:

Tja.

Heute wird Transocean von den Banken und Analysten verteidigt und mit Kurszielen bis 112.- angepriesen.

Gleich darauf kackt die Aktie nochmals 5% ab.

Und den Boden sehe ich noch nicht als gefunden.

http://premium.swissquote.ch/sq_mi/IntradayChartServlet?w=620&h=440&isin...

ABB hat ein KGV von 20, RIGN ist nun bei etwa 6, natürlich wird RIGN wegen dieser Katastrophe auch zur Kasse gebeten und der Gewinn wird kleiner.

Bin seit Heute wieder Aktionär EP 74.65 8)

In 1 Monat schreiben die Medien wieder über ein anderes Thema.

Jodellady
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Transocean

Das erklärt wohl den Kurssturz

Quote:

Venice/Washington (awp/sda/ans) - Die Besitzerin der gesunkenen Bohrinsel "Deepwater Horizon", die an der SIX Swiss Exchange kotierte Transocean, hat schon früher mit der Sicherheit Probleme gehabt. Wie das "Wall Street Journal" am Montag berichtete, sind 2009 bei einem Unfall vier Arbeiter gestorben.

Als Reaktion habe der Verwaltungsrat die Boni der Geschäftsführung gestrichen. Diese Massnahme habe zum Ziel gehabt "das Engagement des Unternehmens für die Sicherheit" zu unterstreichen und die Direktion dazu zu bringen, Unfällen vorzubeugen. So steht es in den Dokumenten, die dem "Wall Street Journal" vorlagen.

Im März dieses Jahres versicherte das Management in einem Brief an die Aktionäre, dass auf allen rund 140 Ölplattformen von Transocean eine umfassende Revision der Sicherheitssysteme veranlasst worden sei.

Einen Monat später, am 20. April, ereignete sich die Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon", die vom britischen Ölkonzern BP geleast wurde. Zwei Tage später versank sie im Meer. Elf Personen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Das Unternehmen BP, welches die Ölbohrung veranlasst hatte, hat erklärt, dass es seine Verantwortung wahrnehmen und für den entstandenen Schaden einstehen werde. Gleichzeitig schob BP die Schuld am Unglück auf Transocean.

"Die Plattform gehörte Transocean und wurde von ihnen betrieben", sagte BP-Chef Tony Hayward am Montag gegenüber dem TV-Sender NBC. "Es ist ihre Ausrüstung, die kaputtgegangen ist." Transocean hat den Firmensitz in Zug.

Der zweitletzte widerspricht sich zwar mit diesem

Quote:

Bezahlt werde alles aus eigener Tasche. "BP ist selbstversichert. Wir haben unser eigenes, firmeninternes Versicherungsunternehmen." Derzeit koste der Einsatz gegen den Ölteppich, der sich in Richtung Küste ausbreitet, etwa 6,5 Mio USD täglich. "Der Betrag steigt mit jedem Tag", erklärte der BP-Sprecher weiter.

(man beachte die Tage: selber Tag, zwei Aussagen)

tolggoe28
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@Power Dau

ZITAT: Bin seit Heute wieder Aktionär EP 74.65

In 1 Monat schreiben die Medien wieder über ein anderes Thema.

Stimmt dann ist Kacke nämlich so richtig an Dampfen und man spricht von Massenverpestung an den Stränden und einschneidender Vernichtung der Ökologie und Ökonomie. Noch ist das Oel "nur" im Meer was sicherlich keineswegs gesünder ist. Nebst der Wiederherstellung der Fauna usw. werden Kosten für die entfallenen Einnahmen der betroffenen Bevölkerung in irgend einer Form ausgeglichen werden müssen. Also die Schätzungen mit 2-3 Mrd. kann man locker mal verdoppeln oder vedreifachen wenn das überhaupt reichen sollte.

dobry
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Transocean

Dass es mal eine Explosion auf einer Bohrinsel gibt, ok, kann vorkommen. Aber dass dieses Ventil nicht funktioniert, welches im Notfall den Oelfluss stoppen soll, ist eine riesen Sauerei. Die Verantwortlichen sollte man ins Gefängnis stecken.

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M&amp;F
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Transocean

dobry wrote:

Dass es mal eine Explosion auf einer Bohrinsel gibt, ok, kann vorkommen. Aber dass dieses Ventil nicht funktioniert, welches im Notfall den Oelfluss stoppen soll, ist eine riesen Sauerei. Die Verantwortlichen sollte man ins Gefängnis stecken.

Gebe Dir 100 % recht. Wie teuer ist so ein Ventil? Wie sicher ist so ein Ventil? Wer ist der Hersteller des Ventils - haftet dieser wenn "T" auf dieser Bohrinsel eins hatte?

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil. A.K.

Jodellady
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Transocean

M&F wrote:

dobry wrote:
Dass es mal eine Explosion auf einer Bohrinsel gibt, ok, kann vorkommen. Aber dass dieses Ventil nicht funktioniert, welches im Notfall den Oelfluss stoppen soll, ist eine riesen Sauerei. Die Verantwortlichen sollte man ins Gefängnis stecken.

Gebe Dir 100 % recht. Wie teuer ist so ein Ventil? Wie sicher ist so ein Ventil? Wer ist der Hersteller des Ventils - haftet dieser wenn "T" auf dieser Bohrinsel eins hatte?

Ventil kostet 500'000 franken gemäss FuW vom Samstag.

dobry
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Nein, der Schalter welcher das Ventil aktivieren sollte kostet $500'000.

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M&amp;F
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dobry wrote:

Nein, der Schalter welcher das Ventil aktivieren sollte kostet $500'000.

Und das Ventil selbst 50'000'000 (GBP)....

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil. A.K.

PowerDau
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Transocean

tolggoe28 wrote:

@Power Dau

ZITAT: Bin seit Heute wieder Aktionär EP 74.65

In 1 Monat schreiben die Medien wieder über ein anderes Thema.

Stimmt dann ist Kacke nämlich so richtig an Dampfen und man spricht von Massenverpestung an den Stränden und einschneidender Vernichtung der Ökologie und Ökonomie. Noch ist das Oel "nur" im Meer was sicherlich keineswegs gesünder ist. Nebst der Wiederherstellung der Fauna usw. werden Kosten für die entfallenen Einnahmen der betroffenen Bevölkerung in irgend einer Form ausgeglichen werden müssen. Also die Schätzungen mit 2-3 Mrd. kann man locker mal verdoppeln oder vedreifachen wenn das überhaupt reichen sollte.

@ Tolggoe

Versteh mich nicht falsch tolggoe, ich weiss dass die Flora und Fauna noch Jahrelang darunter leiden wird ich finde es auch eine Katastrophe vor allem bei dem folgenden Zitat:

Es habe ein Schalter gefehlt, mit dem das Bohrloch hätte verschlossen werden können. Warum? BP hatte zusammen mit anderen Ölfirmen im amerikanischen Parlament lobbyiert, dass diese Schalter anders als etwa in Norwegen und Brasilien nicht zur Vorschrift werden. Kein Wunder: Ein Stück kostet 500'000 Franken.

In anderen Ländern geht es nicht ohne dieses Ventil, die Amis die sich gerne schmieren lassen durch ein starke Lobby sind auch Schuld daran.

Trotzdem wird man in den Medien bald neue Stories haben oder liest du noch oft etwas über die Hungersnot in Afrika??

Mein Zitat war sicher pietätlos, dass es in einem Monat nicht mehr viel zu lesen gibt in den Medien.

Ich denke es ist einfach ein guter Zeitpunkt jetzt bei RIGN einzusteigen. Just my 2 cents

Hans
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Transocean

Achtung: Der Einbau eines Notstopp-Sicherheitsventils ist in den USA behördlich nicht vorgeschrieben, darum war auch Keines eingebaut.

..aber Obama will dies jetzt nachholen, keine Genehmigung ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen (die übrigens weltweit schon längst gelten...)

dobry wrote:

Dass es mal eine Explosion auf einer Bohrinsel gibt, ok, kann vorkommen. Aber dass dieses Ventil nicht funktioniert, welches im Notfall den Oelfluss stoppen soll, ist eine riesen Sauerei. Die Verantwortlichen sollte man ins Gefängnis stecken.

Gruss Hans

tolggoe28
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Transocean

Hab dich nicht falsch verstanden. Wink

Nur ist ein Monat eine verdammt lange Zeit in der an der Börse gnadenlos auf eine Aktie eingehämmert werden kann. Denke, dass bei diesem Volumen noch nicht mal der Versuch gestartet wurde Leerverkäufe zu tätigen und man kann immer auf zwei Seiten verdienen. Sollten Meldungen über Mitschuld von RIGN puplik werden, wird man diesen Titel mit einem Grünen vielleicht sogar mit einem Roten kaufen können.

Dr.Zock
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Transocean

@ Hans

Funktionieren tut es schon. Aber nicht in Tiefen von 1'500 Meter. Und genau das wurde per dato noch nicht ausprobiert. Jetzt kann man nur hoffen dass das Bohrloch infolge des hohen Drucks von selbst verschlammt / verstopft. Das mit der Glocke wird ebenfalls nicht funktionieren.

So traurig sieht die Wahrheit aus.

Gruss

Dr.Zock

PS: Was macht unsere OBDUCAT ? LolLolLol

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

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